Mannschafts-WM 2003

Eindhoven

18. bis 23. März im Indoor-Sport Centrum

      

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Die Spiele der deutschen Gruppe auf der Ausrichter-Website.

       


   

Die Spiele der deutschen Mannschaft


Platzierungsspiel gegen Gleichplatzierten aus Gruppe 2B um Platz 11

 

Zwei Einzel-Siege reichten nicht

  

21. März Deutschland - Chinese-Taipei 2:3
   DD: Carina Mette & Kathrin Piotrowski - CHIEN Yu-Chin & CHENG Wen-Hsing 13:11 9:11 2:11
   HE: Björn Joppien - LIAO Sheng-Shiun 15:7 15:7
   MD: Kristof Hopp & Thomas Tesche - LEE Wei-Jen & HU Chung-Hsien 6:15 10:15
   DE: Petra Overzier - CHIEN Yu-Chin 11:3 11:8
   MX: Björn Siegemund & Kathrin Piotrowski - TSAI Chia-Hsin & CHENG Wen-Hsing 11:6 8:11 5:11.

  

Vorschau: Bundestrainer Asger Madsen sieht Vorteile für die Taiwanesen im Damendoppel: „Zusammen mit den Holländern sind sie das beste Doppel in der Gruppe. Im Herreneinzel haben wir dagegen Vorteil. Die anderen Spiele sind
ausgeglichen. Wenn Petra noch mal so gut spielt, wie gegen Hongkong, kann sie erneut gewinnen.“ Warum spielen Schenk & Grether nicht im Damendoppel? „Das haben wir Trainer so entschieden. Die beiden Doppel sind ausgeglichen stark. Es war eine ähnliche Entscheidung wie gestern, als wir auch das jeweils zweite Doppel haben spielen lassen.“
Trotz der gestrigen Niederlage gegen Holland sieht der Bundestrainer Positives: „Ich glaube Jens Roch hat hier den Durchbruch geschafft. Wie schon gegen Druzchenko hat er erneut ein klasse Spiel gemacht. Diesmal hat er zwar verloren, aber es war ausgeglichen. Auch Jochen Cassel hat einen tollen ersten Satz gespielt.“ Und Juliane Schenk. „Ja das war schwer. Sie fand ihren Rhythmus nicht. Aber es war auch schwer. De Wit ist, wenn sie in Form ist, bestimmt unter den Top-12 in der Welt.“

   

       

Do 20. März 18 Uhr gegen Niederlande

  

Gegen den Dauerrivalen ging's wiedermal daneben

  

Deutschland - Niederlande 1:4

   MX: Björn Siegemund & Kathrin Piotrowski - Dennis Lens & Lotte Jonathans 3:11 3:11
   HE: Jens Roch - Dicky Palyama 11:15 15:3 11:15
   DE: Juliane Schenk - Karina de Wit 4:11 4:11
   HD: Jochen Cassel & Joachim Tesche - Dennis Lens & Joely Residay 15:1 8:15 9:15
   DD: Carina Mette & Kathrin Piotrowski - Lotte Jonathans & Mia Audina 7:11 (1:0) 11:0 11:0.
Dass es in diesem Spiel nach den Niederlagen beider Teams gegen Hongkong nicht mehr um den Gruppensieg ging, war vor allem für die Holländer enttäuschend. Das Spiel begann mit dreiviertelstündiger Verspätung, da sich die 14-Uhr-Partie China gegen Korea, die auf dem vorgesehenen Feld lief, erheblich in die Länge zog.
Andere durften auch mal ran
Der Bundestrainer hatte sie Mannschaft an einigen Positionen geändert. „Das ist die beste Mannschaft, die wir nach zwei Turniertagenheute aufgestellt haben", erklärte er dazu. So gab es also Chancen für unsere Deutschen Meisterinnen Mette & Piotrowski, das zweite Doppel Cassel & Tesche und Juliane Schenk im Einzel. „Juliane hat international schon viele gute Spiele gemacht. Nur war Petra in den letzten Wochen so hervorragend in Form war, dadurch stand Juliane etwas im Hintergrund."
Zweimal ging's schnell - einmal war's aergerlich
Das Mixed ging im Schnelldurchgang verloren. Die Deutschen bekammen fast keinen Angriff durch. Lotte Jonathans wehrte brilliant ab. Und Dennis Lens, der für den an der Schulter verletzten Chris Bruil eingesprungen war, fand immer wieder Lücken, in die er den Ball platzieren konnte.
Jens Roch lieferte bis kurz vor Schluss ein hervorragendes Match. Häufig gelang es ihm, Palyama in lange Ballwechsel zu verwickeln, was fast immer zum Vorteil gereichte. Doch am Ende zeigte der Ludwigshafener Medizinstudent erstaunliche taktische Schwächen. Mehrfach ließ er sich bei knappen Entscheidungen zu seinen Ungunsten auf Diskussionen mit dem Linien- und Schiedsrichter ein. So wurde aus einer 10:9-Führung im dritten Satz mit bis dahin überlegener Matchführung ein 11:15. Eine Niederlage, die auch die Mannschaftsniederlage besiegelte.
Juliane Schenk war für Karina de Wit zu langsam. Immer wieder wurde sie von der großgewachsenen Holländerin unter Druck gesetzt und mit steilen Bällen ausgespielt.
Ein Weltklassesatz
Das Herrendoppel startete auf Weltklasseniveau. Sie konnten es aber nicht halten. Am Ende versuchte man nur noch, aus der Abwehr zu gewinnen.
Im Damendoppel gaben die Hollaenderinnen zu Beginn des zweiten Satzes auf. Jonathans hatte sich eine kleine Knieüberdehnung zugezogen, und man wollte kein Risiko eingehen.

   

Gruppensituation: Sieger wurde Hongkong

Ukraine - Hongkong 1:4
DD: KHOMENKO, Anna & GRIGA, Larisa - LING, Wan Ting & KOON, Wai Chee Louisa 2:11 3:11  
HE: MIZNIKOV, Dmitry - NG, Wei 6:15 7:15  
HD: DRUZCHENKO, Vladislav & STRELCOV, Valerj - YAU, Tsz Yuk & NJOTO, Albertus Susant 17:14 3:15 5:15  
DE: GRIGA, Larisa - LING, Wan Ting 4:11 5:11  
MX: MIZNIKOV, Dmitry & GOLOVKINA, Natalia - LIU, Kwok Wa & KOON, Wai Chee Louisa 3:11 11:7 11:8.

Endstand Gruppe 2A: 1. Hongkong 2. Niederlande 3. Deutschland 4. Ukraine.

   

   

Mi 19. März 18 Uhr gegen die Ukraine

  

Pflichtsieg mit Nervenstärke

   

19. März: Deutschland - Ukraine 5:0

HE: Jens Roch - Vladislav Druzchenko 13:15 15:4 15:13
Jens machte sehr guten Eindruck, war schnell auf dem Feld, fit, lag auf dem Boden. Und schaffte es am Ende, einen so erfahrenen Mann wie Druzchenko so knapp niederzuringen.
DE: Petra Overzier - Anna Khomenko 11:9 11:2
Petra tat sich im ersten Satz schwer. Dann aber hatte sie die Gegnerin im Griff.
MX: Björn Siegemund & Kathrin Piotrowski - Dmitry Miznikov & Natalia Golovkina 4:11 11:8 11:10
Kathrin wirkte verunsichert, was aufgrund des gestrigen guten Spiels überraschte. Aber am Ende wurde auch hier der Sieg über 5:1 und 6:10 erkämpft.
HD: Kristof Hopp & Thomas Tesche - Vladislav Druzchenko & Valerj Strelcov 15:5 15:13
DD: Nicole Grether & Juliane Schenk - Larisa Griga & Anna Khomenko 11:4 11:5.

     

Gruppensituation
Da Hongkong gegen Holland gewann, dürften die Chinesen im letzten Spiel gegen die Ukraine den Gruppensieg sicherstellen. Deutschland spielt gegen Holland um Platz zwei in der Gruppe.


Niederlande - Hongkong 2:3
MX: LENS, Dennis & JONATHANS, Lotte - NJOTO, Albertus Susant & KOON, Wai Chee Louisa 11:7 11:4  
DE: AUDINA, Mia - WANG, Chen 6:11 8:11  
HE: PALYAMA, Dicky - HARIYANTO, Agus 8:15 14:17  
HD: CREEMERS, Tijs & LENS, Dennis - LIU, Kwok Wa & NJOTO, Albertus Susant 10:15 10:15  
DD: AUDINA, Mia & JONATHANS, Lotte - WANG, Chen & KOON, Wai Chee Louisa 11:1 11:2 

   

    

Di 18. März gegen Hongkong

   

Ein unverhoffter Auftaktsieg von Petra stimulierte die Mannschaft nicht

  

18. März: Deutschland - Hongkong 2:3

DE: Petra Overzier - Wang Chen 11:6 11:8
Petra knackt die Nummer zwei (Stand 13.3.) der Weltrangliste. Sensationell. Hat die Chinesin die ganze Zeit im Griff gehabt. Einfach besser gespielt, dabei nichts geschenkt bekommen.
HD: Kristof Hopp & Thomas Tesche - LIU Kwok Wa & Albertus Susant NJOTO 8:15 14:17
Unsere beiden konnten im zweiten Satz einen 6:11-Rückstand zwar in eine 13:11-Führung umwandeln, diese jedoch nicht zum Satzgewinn ausbauen. Insgesamt zu viele Fehler bei wichtigen Punkten.
HE: Björn Joppien - Agus Hariyanto 8:15 2:15
Björn präsentierte sich nicht in Bestform und war weit von einem Sieg entfernt.
DD: Nicole Grether & Juliane Schenk - LIN Wan Ting & KOON Wai Chee Louisa 11:7 6:11 3:11
Die Chinesinnen fanden immer besser ins Spiel und unsere Damen hatten dann nichts mehr dagegen zu setzen.
MX: Björn Siegemund & Kathrin Piotrowski - Albertus Susant NJOTO & Wang Chen 11:6 11:4.

Resümee des deutschen Teammanagers Martin Kranitz: "Es war mehr drin. In den beiden Doppel lief es nicht hundertprozentig zusammen. Superstart von Petra, das war schon stark, wie sie gegen die Weltklassespielerin aufgetreten ist. Auch das Mixed war souverän. Erfreulich dabei, dass Björn Siegemund nach einer langen Verletzung so gut wieder den Einstieg gefunden hat. Björn Joppien dagegen war außer Form."

   

Gruppensituation

In dem anderen Spiel der Gruppe schlug...
Niederlande - Ukraine 5:0
MX: LENS, Dennis & JONATHANS, Lotte - MIZNIKOV, Dmitry & GOLOVKINA, Natalia 11:3 11:8  
HE: PALYAMA, Dicky - DRUZCHENKO, Vladislav 13:15 15:8 15:10  
DE: MEULENDIJKS, Judith - GOLOVKINA, Natalia 11:0 11:1  
DD: AUDINA, Mia & JONATHANS, Lotte - GRIGA, Larisa & KHOMENKO, Anna 11:6 11:6  
HD: CREEMERS, Tijs & LENS, Dennis - MIZNIKOV, Dmitry & STRELCOV, Valerj 15:7 15:8  

     

     

Vor dem ersten Spiel: Bundestrainer sieht Hongkong als Favoriten an 

Gleich zum Auftakt gibt's eine schwierige Nuss zu knacken

Keine Zeit für unser Team, sich in Eindhoven einzugewöhnen. Gleich im ersten Spiel hat sie ein ganz schwieriges Programm, die Hongkonger Mannschaft besteht weitgehend aus ehemaligen Chinesen und Indonesiern. Bundestrainer Madsen sieht die Hongkonger im Dameneinzel und Herrendoppel als Favoriten. "Die übrigen Spiele sind offen. Auch Björn kann gewinnen, wenn er in guter Form ist." Hariyanto ist mit Platz 30 in der Weltrangliste hinter dem Langenfelder platziert, der derzeit auf Platz 22 rangiert.
Hongkong ist drum auch für Madsen neben Holland der Gruppenfavorit. "Gegen die Ukrainer sollten wir gewinnen, gegen Holland wird es aber schwer. Yao Jie im Einzel, Audina & Jonathans im Damendoppel und dann haben sie mit Bruil & Jonathans auch noch ein starkes Mixed. Da muss bei uns schon alles gut laufen. Anderserseits hat Hongkong wieder gute Chancen gegen die Holländer. Im Herrendoppel, Herren- und Dameneinzel haben sie Vorteile."


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