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Europameisterschaft U 19 2005 - Mannschaftswettbewerb

in Den Bosch (Niederlande), De Maaspoort, Marathonloop 1. Von Sa 19. bis Di 22. März 2005.

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Stolz auf Bronze - das deutsche U-19-Team in Den Bosch: (v.l., vorne) Dieter Domke, Jan Sören Schulz, Hannes Roffmann, Hannes Käsbauer, Peter Käsbauer, Tim Zander, (hinten) DBV-Jugendwart Thomas Lohwieser, Kim Buss, Mona Reich, Bundestrainer Detlef Poste, Janet Köhler, Co-Trainerin Nicole Baldewein, Neele Voigt, Co-Trainer Mads Kaare Hansen, Annekatrin Liellie, Physiotherapeut Rudi Allgeier, Bundesjugendtrainer Holger Hasse. Es fehlt Monja Giebmanns.Foto: Klaus Hasselmann. (Klickesgroß)

22.3. Um Platz drei: Deutschland - Niederlande 3:1

  

Am Ende Bronze für das deutsche Team

   

MX: Jan-Sören Schulz &, Annekatrin Lillie - Jorrit de Ruiter & Ilse Vaessen 11:15 15:13 15:9
DE: Neele Voigt - Patty Stolzenbach 3:11 5:11
HE: Dieter Domke - Saber Afif 15:10 15:5
DD: Annekatrin Lillie & Janet Köhler -Samantha Barning & Patty Stolzenbach 10:15 15:6 15:7
HD: Domke, Dieter Domke & Jan-Sören Schulz - Lester Oey & Jorrit de Ruiter nicht mehr gespielt. 

Nachdem der deutsche Nachwuchs bei den letzten drei Europameisterschaften den Titel geholt hatte, wurde es diesmal die Bronzemedaille.  Bundesjugendtrainer Holger Hasse sieht dies mit einem lachenden und einem weinenden Auge: "Das Ziel, erneut eine Medaille zu holen, haben wir immerhin erreicht. Natürlich war es heute schwer für die Mannschaft, sich am Riemen zu reißen, nachdem es gestern so emotional war. Wir haben Janet aufgrund ihrer fehlenden Fitness kein Einzel spielen lassen. Das hat sich ausgezahlt, im Doppel hat es gerade so gereicht. Die Wahl fiel auf Neele Voigt um ihr die Möglichkeit zu geben, Erfahrung mit solchen Spielsituationen zu sammeln. Sie ist ja in zwei Jahren noch mit dabei. Dieter Domke erneut souverän. Das Mixed musste sich wie das Damendoppel durchbeißen. Annekatrin hat mit Magenschmerzen gespielt. Sie hat wirklich gestern und heute tolle Spiele gemacht, war heute die Matchwinnerin.

Eine Enttäuschung über das knapp verpasste Finale ist also schon da, aber
andererseits wussten wir vorher, dass die Titelverteigung sehr schwierig
werden würde. 
Unsere haben am Limit gespielt und im Grenzbereich treten eben die Schwächen zutage. Als Konsequenz aus dem, was wir hier gesehen haben, wird es nun einige Entwicklungsaufgaben für die Spieler geben, wenn sie in den Erwachsenenbereich überwechseln."

Dänemark Europameister

Nach dem Dameneinzel war Schluss

22.3. Endspiel Russland - Dänemark 0:3

MX: Ivanov, Vladimir & Kozlova, Olga - Bonde, Rasmus & Pedersen, Christinna 2:15 3:15
HE: Malkov, Vladimir - Vittinghus, Hans-Kristian 4:15 1:15
DE: Vislova, Nina - Ropke, Marie 11:5 7:11 10:12
HD: Malkov, Vladimir & Ivanov, Vladimir - Bonde, Rasmus & Henriksen, Kasper und 
DD: Vislova, Nina & Kozlova, Olga - Kruse, Tinne & Pedersen, Christinna nicht mehr gespielt.

       

    

21.3. Halbfinale I:  Deutschland - Russland 2:3    

  

Janet Köhler nicht fit genug, um die Ernte einzufahren

   

MX: Jan-Sören Schulz & Annekatrin Lillie - Vladimir Ivanov & Olga Kozlova 17:14 15:9
HE: Dieter Domke - Vladimir Malkov 17:15 15:12
DE: Janet Köhler - Nina Vislova 5:11 11:5 4:11
HD: Jan-Sören Schulz & Dieter Domke - Vladimir Malkov & Vladimir Ivanov 15:5 3:15 3:15
DD: Janet Köhler & Annekatrin Lillie - Nina Vislova & Olga Kozlova 13:15 11:15. 

   

Bundestrainer Detlef Poste, der in Den Bosch nach seinem Aufstieg zum Cheftrainer zum letzten Mal "seine" U-19er, mit denen er dreimal den Mannschaftstitel bei der EM errang, betreute, nach dem Spiel: "Nach einem solchen Spiel ist man immer zunächst enttäuscht, vor allem nach einer 2:0-Führung. Wir wussten, es wird ein heißes Spiel, aber wir hatten gehofft, unsere Chance, zu bekommen. Andererseits waren uns die Schwächen, die letztlich zur Niederlage führten, schon vorher bekannt. Es ging super los. Bis vier beide im dritten Satz des Dameneinzels - da war Janet platt. Sie ist einfach nicht fit genug für ein solches Spiel und völlig weggebrochen. Der Verlauf des Herrendoppels ist das große Fragezeichen. Prima Beginn. Dann aber haben die Russen zugelegt und unsere sind in ein Loch gefallen. Sie haben sich die Butter vom Brot nehmen lassen. Sie wollten zwar immer noch, haben sich nicht aufgegeben und immer wieder aufgepusht. Auch das Team auf der Bank hat sie weiter unterstützt. Aber igendwie haben sie dauernd im Rückwärtsgang gespielt. Die Taktik lautete, über weiche Drop an die Außenlinien vorzubereiten und dann steil in die Mitte abzuschließen. Das ist im ersten Satz gut gelungen. Aber danach waren sie permanent in der Defensive und haben selber keine Angriffe mehr gekriegt. Natürlich wird man nach einer Niederlage immer gefragt, ob der Wechsel im Herrendoppel richtig war. Aber Tim Zander war in der Vorbereitungsphase länger krank und nicht in Bestform. Ich glaube, die beiden hätten auch nicht gewonnen. Das Damendoppel hat eine sehr gute Leistung gebracht. Die Russinnen sind hier im Individualwettbewerb immerhin an eins gesetzt und hatten am Tag zuvor die Engländerinnen klar geschlagen. Nachdem wir nun die erste Chance auf eine Medaille versäumt haben, wollen wir morgen gegen Holland die zweite nutzen. Die Holländer haben zwar den Vorteil, heute weniger gespielt zu haben als unsere - aber wir sind Favorit."

    

21.3. Halbfinale II: Dänemark - Niederlande 3:0

   

Der Weg der deutschen Mannschaft ins  Halbfinale - Zu den Gruppenspielen

      

Die weiteren Platzierungen:

Mitfavorit England nur Sechster

Gruppenzweiten um 5 bis 8

ENG - FRA 3:0 / SWE - BUL 3:1

Um Platz 5: SWE - ENG 3:2 / Um Platz 7: BUL - FRA 3:0

Gruppendritten um 9 bis 12

CZE - UKR 3:1 / SCO - POR 3:0

Um Platz 9: SCO - CZE 3:2 / Um Platz 11: UKR - POR 3:1

Gruppenvierten um 13 bis 16

ESP - SLO 3:2 / POL - FIN 3:0

Um Platz 13: POL - ESP 3:2 / Um Platz 15: FIN - SLO 3:2.

Gruppenspiele - Halbfinale ist erreicht

DBV-Jugendwart Thomas Lohwieser berichtet aus Den Bosch - Seine Bilanz nach den Gruppenspielen

"In allen Gruppen ging es hoch her, die deutsche Mannschaft konnte
sich das recht gelassen von aussen anschauen"
.

Durch ein ungefährdetes 4:1 gegen Bulgarien erreichte das deutsche Team noch vor Abschluss der Gruppenspiele das HF der EM. Der Ausgang des Spiels gegen Polen war danach uninteressant, da bei einer Niederlage der Deutschen der direkte Vergleich gegen die ggf. punktgleichen Bulgaren
den positiven Ausschlag gegeben hätte.
Gegner im HF ist der Sieger der Gruppe C. Das Damendoppel brachte die Entscheidung zugunsten Russlands. Die Russen führten bei 2:1, im HD 9:1 im 3. Satz in Führung, brachten diese aber nicht zu einem glücklichen Ende. Der 3. Satz ging 14:17 verloren.
Ähnlich schwer tat sich am Anfang Dänemark, das im Gruppenspiel gegen Schottland nach dem DD 0:1 hinten lag, das HD auch nur im 3. Satz gewinnen konnte.

In der vierten Gruppe unterlagen die Niederlande am Anfang der Ukraine mit 2:3, wurden am Ende aber doch Gruppenerster und Frankreich (verloren gegen die Niederlande) musste sich geschlagen geben. Also in allen Gruppen ging es hoch her, die deutsche Mannschaft konnte sich das recht gelassen von aussen anschauen.
Erfreulich im Spiel gegen Bulgarien war der starke Beginn (MX, HE und DE in zwei Sätzen gewonnen) und die damit gewonnene Sicherheit, das Halbfinale erreicht zu haben. Komplettiert wurde das dann noch durch den 3:2 Erfolg der Portugiesen gegen Polen.
Deutschland spielte daher im Spiel gegen Polen nicht mit der Top-Aufstellung. Dies jedoch nicht aus Arroganz sondern um zum einen Spieler zu schonen und zum anderen, um weiteren Spielern die Chance zu geben, ein Gefühl für die Halle zu bekommen.

Die Halle in Den Bosch ist hervorragend hergerichtet. Der Ausrichter hat sehr viel getan, um wieder einmal eine würdige EM auszutragen. Das ist ihnen bisher sehr gut gelungen. Sehr guter Service, eine hervorragende Atmosphäre und aufmerksame Mitarbeiter.

Mal sehen, was der Montag bringt. Es grüsst aus Den Bosch: das deutsche Team.

   

Heute Nacht werden russische Spiele analysiert

     

Spiele Gruppe A:

Deutschland - Portugal 5:0

HD: Jan-Sören Schulz & Tim Zander - Ricardo Nascimento & Jose P. Sousa 15:1 15:6
DD: Janet Köhler &  Annekatrin Lillie - Sara Goncalves & Alice Silva 15:2 15:4
HE: Dieter Domke - Jose P. Sousa 15:8 15:6
DE: Kim Buss - Sara Goncalves 11:3 11:5
MX: Jan-Sören Schulz & Annekatrin Lillie - Ricardo Nascimento & Alice Silva 15:2 15:7

Deutschland - Bulgarien 4:1
MX: Jan-Sören Schulz & Annekatrin Lillie - Krasimir Yankov & Gabriela Banova 15:8 15:1
HE: Dieter Domke - Radoslav Simeonov 15:10 15:2
DE: Janet Köhler - Linda Zechiri 13:11 11:6
HD: Jan-Sören Schulz & Tim Zander - Radoslav Simeonov & Krasimir Yankov 6:15 5:15
DD: Janet Köhler & Annekatrin Lillie - Linda Zechiri & Atanaska Spasova 15:6 15:8 
Deutschland - Polen 5:0
DE: Mona Reich - Magdalena Jaworek 11:8 11:3
HE: Dieter Domke - Maciej Kowalik 15:3 15:3
DD: Kim Buss & Monja Giebmanns - Magdalena Jaworek & Karolina Slinska 15:9 15:6
HD: Hannes Roffmann & Tim Zander - Michal Rogalski & Mateusz Szalankiewicz 15:10 5:15 15:11
MX: Jan-Sören Schulz & Annekatrin Lillie - Maciej Kowalik & Marlena Flis 15:7 15:9

Die weiteren Ergebnisse:  BUL - POL 3:2 / POR - POL 3:2 / BUL - POR 4:1

Endstand Gruppe A

1. Deutschland 3:0  2. Bulgarien 2:1  3. Portugal 1:2  4. Polen 0:3.

Bundesjugendtrainer Holger Hasse nach den Gruppenspielen: "Vor allem heute Abend hat es mir super gefallen. Weil wir nicht mit den Stärksten gespielt haben und dennoch gegen eines der schwächeren Teams klar gewonnen haben. Gegen Portugal hatten wir einen souveränen Start. Das Spiel gegen Bulgarien sieht vom Ergebnis her leichter aus, als es war. Insgesamt ist das Nahziel Halbfinale erst einmal erreicht."

Die Deutsche U-19-Meisterin Kim Buß, die zweimal im Einsatz war: "Die Stimmung hier ist geil. Es hat Laune gemacht zu spielen, weil die ganze Mannschaft dahinter steht. Da macht es Spass, sich den Arsch aufzureißen. Ich habe schon erfahren, dass ich morgen leider nicht spiele - aber das ist okay."

Gruppe B:

SWE - SCO 4:1 DEN - ESP 5:0 / SWE - ESP 4:1 DEN - SCO 4:1 / DEN - SWE 3:1 SCO - ESP 5:0

Endstand: 1. Dänemark 3:0  2. Schweden 2:1  3. Schottland 1:2  4. Spanien 0:3 

Gruppe C:

ENG - SLO 5:0 RUS - CZE 4:1 / ENG - CZE 5:0 RUS - SLO 5:0 / RUS - ENG 3:2 CZE - SLO 4:1

Endstand: 1. Russland 3:0   2. England 2:1  3. Tschechien 1:2  4. Slovenien 0:3

Gruppe D:

UKR - NED 3:2 FRA - FIN 5:0 / NED - FRA 3:2 UKR - FIN 3:2 / NED - FIN 5:0 FRA - UKR 3:2

Endstand:

1. Niederlande 2:1  (10:5 22:11)

2  Frankreich 2:1 (10:5 21:12)

3  Ukraine 2:1 (9:6)

4  Finland  0:3

 

Die Überraschung brachte Gruppe C: Russland - England 3:2

MX: Ivanov, Vladimir & Kozlova, Olga - Adcock, Robert & Wallwork, Jennifer 15:11 15:12
HE: Malkov, Vladimir - Ouseph, Rajiv 7:15 1:15
DE: Vislova, Nina - Cox, Eleanor 5:11 13:11 11:6
HD: Malkov, Vladimir & Ivanov, Vladimir - Adcock, Robert & Foster, Edward 11:15 17:16 14:17
DD: Vislova, Nina & Kozlova, Olga - Olver, Heather & Wallwork, Jennifer 15:5 15:2

Holger Hasse: "Ein Mordsspiel. Hat über fünf Stunden gedauert. Der Knackpunkt war das Dameneinzel. Wir sind nicht traurig darüber, dass Russland gewonnen hat. Ein Vorteil könnte sein, dass die uns nicht so genau kennen wie die Engländer, und daher nicht so gezielt unsere Schwächen anspielen können. Ich habe heute gescoutet und dazu noch alle Spiele augezeichnet. Die werden wir heute Nacht noch analysieren. Unsere Chancen bewerte ich mit 40:60, weil die Russen doch eine sehr kompakte Mannschaft haben. Und bei unseren spielen einige mal so und mal so. Aber wir werden bei der Aufstellung mit einer Überraschung aufwarten."

Bei der Auslosung der Halbfinalparungen wurden die Sieger der Deutschland- und der Dänemarkgruppe gesetzt und die beiden übrigen Gruppensieger hinzugelost. Glücksgott war ausgerechnet DBV-Jugendwart Thomas Lohwieser. Hasse: "Naja. Holland wäre uns lieber gewesen."

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Vorberichte:

   

Nach der Auslosung der Gruppen

Unser Team hat die Titel von Glasgow, Spala und Esbjerg zu verteidigen - Neuer Modus

Deutschland als Titelverteidiger an eins gesetzt. Zugelost in die Gruppe wurden Bulgarien, polen und Portugal. Im Austragungsmodus des Mannschaftswettbewerbs gibt es eine Neuerung. Es wird nicht mehr wie bisher die Leistungsgruppen 1 und 2 mit Auf- und Abstieg zwischen beiden geben. Alle 16 für die Endrunde qualifizierten Mannschaften wurden in Vorrunden-Gruppen eingeteilt. Die Gruppensieger spielen dann den Europameister aus, die Platzierten die Plätze. Die letzten Drei müssen sich über den Finlandia Cup (= B-EM U 19) neu qualifizieren. Die letzten Platze 14 bis 18 belegten bei der EM 2003 Belgien, Estland und Rumänien. Keiner davon konnte sich beim Finlandia Cup 2004 in Preßbaum durchsetzen. Stattdessen stiegen Tschechien, Spanien und Portugal auf.

Gruppe A
1. Deutschland (GER)
2. Poland (POL)
3. Bulgarien (BUL)
4. Portugal (POR)
Gruppe B
1. Dänmark (DEN)
2. Schweden (SWE)
3. Schottland (SCO)
4. Spanien (ESP) 
Gruppe C
1. Russland (RUS)
2. England (ENG)
3. Slovenien (SLO)
4. Tschechische Republik (CZE)
Gruppe D
1. Finnland (FIN)
2. Niederlande (NED)
3. Ukraine (UKR)
4. Frankreich (FRA). 

Hier gibt es den Spielplan.


Ausstatter der Nationalmannschaften des DBV

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