YONEX Japan Open 2005

   

GP-Turnier 6/05 - 180 000 US-Dollar Preisgeld - 5* 
5. bis 10. April 2005 in Tokio, Yoyogi No 2, National Gymnasium, 2-1-1 Jin'nan, Shibuya-ku.

    

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Die Ergebnisse ab Halbfinale:

  

Jens Eriksen & Martin Lundgaard holten Sieg im Herrendoppel gegen beste internationale Konkurrenz

  

Herreneinzel
HF: Lin DAN (CHN) - Kenneth Jonassen (DEN) 17:14 15:10
Chen Hong (CHN) - Taufik Hidayat (INA) 15:9 15:5

Fin.: Lin Dan (CHN) - Chen Hong (CHN) 15:4 2:0 (aufg. Chen)
Dameneinzel
HF: Zhang Ning (CHN) - Wang Chen (HKG) 11:6 6:11 13:11
Xie Xingfang (CHN) - Pi Hongyan (FRA) 11:7 11:5

Fin.: Zhang Ning (CHN) - Xie Xingfang (CHN) 11:7 11.8
Herrendoppel
HF: Eriksen & Lundgaard (DEN) - Fu & Cai (CHN) o.K.
Wijaya & Budiarto (INA) - Paaske & Rasmussen (DEN) 17:15 12:15 15:6

Fin.: Jens Eriksen & Martin Lundgaard-Hansen (DEN) - Sigit Budiarto & Candra Wijaya (INA) 15:10 15:3

Damendoppel

HF: Yang Wei & Zhang Jiewen (CHN) - Gao Ling & Huang Sui (CHN) 15:1 15:8

Wei Yili & Zhao Tingting (CHN) - Kumiko Ogura & Reiko Shiota (JPN) 15:7 15:13

Fin.: Yang Wei & Zhang Jiewen (CHN) - Wei Yili & Zhao Tingting (CHN) 15:12 15:2

Mixed

Prapakamol & Thungthongkam (THA) - Xie Zhongbo  & Zhang Yawen (CHN) 15:7 15:4

Eriksen & Schjoldager (DEN) - Chen Qiqiu & Zhao Tingting (CHN) 15:6 15:9

Fin.: Sudket Prapakamol & Saralee Thungthongkam (THA) - Jens Eriksen & Mette Schjoldager (DEN) 15:13 14:17 15:7.

Wie Bundestrainer Poste das Aus von Björn und Huaiwen im Achtelfinale erlebte

Der Sturm von Tokio verwehte die deutschen Waffen

Nichts war es mit der erhofften Außenseiterchance im Achtelfinale für Björn Joppien gegen Lee Chong Wei aus Malaysia. Im zweiten Satz gab es beim 9:15 0:15 sogar die „Höchststrafe“. Außer mit dem starken Gegner hatte der Deutsche Ex-Meister auch mit dem extrem starken Luftzug in der Halle zu kämpfen.
Bundestrainer Detlef Poste: „Dieser äußere Umstand machte aber neben unseren SpielerInnen auch fast allen anderen so zu schaffen, dass zum Teil kein gutes Niveau zu sehen war. Die malaysischen Spieler kamen noch am besten mit den Bedingungen klar. Wie Björn wusste, weht auch in deren Trainingshalle ein Lüftchen und zwei Ventilatoren hinter den Feldern bieten die Möglichkeit, das Spielen mit Wind zu trainieren.“
Poste hat also gleich im Bundestrainer-Notizbuch vermerkt:  Im Training ab und zu Hallentüren auf und die Lüftung einschalten, um besonders für Asien-Wettkämpfe besser angepasst zu sein.
Trotz der deutlichen Niederlage zieht Poste für Björn Joppien jedoch eine positive Bilanz der Asienreise, in der er sich bei den Thailand Open sogar ins Viertelfinale gespielt hatte. „Björn hatte in seinem Spiel heute enorme Platzierungsprobleme und machte es Lee damit leicht. Insgesamt aber zwei gute Wochen für ihn. Er konnte aufsteigende Form zeigen.“

Verwehte Waffen bei Xu

Auch für Huaiwen Xu das Aus im Achtelfinale gegen die chinesische Qualifikantin Zhu Lin mit 5:11 11:13. Der Wind beraubte Huaiwen ihrer stärksten Waffen, der Platzierung und der Variabilität.
"Ich konnte heute gar nicht alle meine Schläge spielen", analysierte sie später. "So war es nur immer ein Tempo und Zhu Lin bekam nicht genug Laufwege."
Insgesamt zeigte sich Huaiwen aber doch nicht ganz unzufrieden, berichtet Poste. Noch vor einem Jahr wäre sie bei solchen Rahmenbedingungen gar nicht ins Spiel gekommen. Auf allen Feldern sei im Achtelfinale des Dameneinzels viel Krampf zu sehen gewesen. Auch Topstars wie Zhang Ning, Pi Hongyan oder Yao Jie hätten um das Gefühl für die Schläge und das Feld gekämpft.

Nicole und Juliane unzufrieden

Auch Nicole Grether sei nach ihrer Erstrundenn-Niederlage kopfschüttelnd vom Feld gekommen: "Gar kein Timing gehabt, das gibt es doch nicht! Ich brauchte so viel Energie, um die Grundschläge ins Feld zu bringen, dass ich danach immer zu langsam für die nächste Aktion bereit war." So gelang es zu selten, Yao Jie in die gewollten Rallyes zu zwingen und es gab eine klare Niederlage.
Juliane Schenk hatte es mit Malaysia´s neuer Dameneinzelhoffnung Wong zu tun, der sie 9:11 3:11 unterlag. Ein guter erster Satz. Aber der Ärger über das schlechte Ende und der daraus resultierende fehlende Überblick ließen sie im zweiten Satz schlecht aussehen. "Ich muss ruhiger und lockerer werden, sonst verliere ich zu oft die Kontrolle", war Julianes Erkenntnis.

Trainingsinhalte fürs Sommertraining
Postes Gesamtfazit: „Kein guter Tag für unsere Spieler, die im ‚Sturm von Tokio’ viel Lehrgeld zahlen mussten. Aber es gibt keine Zeit, den Kopf hängen zu lassen. Nach den Dutch International und dem Sudirman Cup steht das intensive und umfangreiche Sommertraining an, auf das sich Spieler und Trainer schon freuen. Da muss dann an dem gearbeitet werden, was auf den Wettkämpfen des ersten Quartals 2005 gelernt wurde. Mit dem ‚Windtraining’ ist ein neuer Punkt dazugekommen.“ 

      

Bundestrainer Poste nach dem ersten Turniertag

Björn erfreulich  – Schenk & Grether schmerzlich

Bundestrainer Detlef Poste meldete sich aus Tokio mit einer Bilanz des ersten Turniertages. Vor allem an Björn hatte er viel Freude: "Gute Leistung von Björn Joppien beim Sieg gegen Sho Sasaki. In Runde eins hatte Sasaki deutlich gegen Eric Pang gewonnen. Björn zeigte ein variables Angriffsspiel immer wieder gemischt mit viel Druck ins Hinterfeld. Er führte beide Sätze deutlich - 7:0 im ersten, 11:4 im zweiten), hatte dann Schwierigkeiten die Entschlossenheit und aktive Beinarbeit beizubehalten, so dass es jeweils noch sehr eng wurde. Zum Satzende dann aber wieder gefangen!“
Marc Zwiebler hat seit den All England Rückenprobleme und ist durch eine anschließende Grippe geschwächt. Poste: „Marc hatte in seinem Erstrundenspiel nur bis 14:10 im ersten Satz genug Reserven, bevor es am Ende 16:17, 4:15 hieß. Für ihn ist jetzt erst wieder eine konstante Trainingsphase notwendig. Daher gab es mit ihm auch nicht viel zu besprechen. Zu Beginn hatte er das Niveau und das Tempo, um das Spiel zu bestimmen, die letzten drei Wochen mit reduziertem Training und dem Durchbeissen im Bundesliga-Play-off führten dann zum Einbruch. Jetzt muss das Ziel sein, die nächsten Monate mit dem intensiven Sommertraining ab Juni ohne gesundheitliche Probleme hinzubekommen."

Für Juliane Schenk und Nicole Grether gab es in einem anderhalb Stunden-Match eine schmerzhafte 15:11 15:17 12:15-Niederlage gegen Tracy Hallam und Natalie Munt (ENG). Poste: „Drei vergebene Matchbälle im zweiten Satz bei 14:13 hatten unsere. Die Engländerinnen zeigten sich als sehr unangenehme Paarung mit der Sicherheit und Übersicht von Munt und den gefährlichen Schlägen von Hallam. Überraschend war, wie gut Hallam im Drivebereich und in der Abwehr spielte. So kam bei unserem Doppel einiger Frust wegen verpasster Angriffschancen auf und es fehlte an der nötigen Lockerheit. Alles in allem ein harter Schlagabtausch mit dem besseren Ende für die Außenseiterinnen von der britischen Insel.“
Morgen sind dann am Vormittag japanischer Zeit die Dameneinzel am Start. Sorgen bereitet dem Bundestrainer der Gesundheitszustand von Huaiwen Xu, die mit starken Halsschmerzen zu tun hat. Darum bittet Poste die deutschen Fans: „Daumen drücken, damit die deutschen Farben noch länger bei einem der prestigeträchtigsten Grand Prix Turniere der Welt vertreten sind.“

      

Die Bilanz der deutschen Starter:

Björn und Huaiwen kamen bis ins Achtelfinale

Herreneinzel (64er-Feld)
Björn Joppien

   1.Rd.: - Stuart Brehaut (AUS) 15:4 15:2

   2.Rd.: - Sho Sasaki (JPN) 15:13 15:10

    Afin.: - LEE Chong Wei (MAS) 9:15 0:15

Marc Zwiebler - LEE Cheol Ho (KOR) 16:17 4:15

Dameneinzel (32er-Feld)
XU Huaiwen 

   1.Rd.: - LI Li (SIN) 11:0 1:11 11:2

   Afin.: - ZHU Lin (CHN) 5:11 11:13

Juliane Schenk - WONG Mew Choo (MAS) 9:11 3:11

Nicole Grether - YAO Jie (NED) 3:11 0:11

Damendoppel (32er-Feld)
Nicole Grether & Juliane Schenk - Tracey Hallam & Natalie Munt
(ENG) 15:11 15:17 12:15.

Als Trainer ist Detlef Poste dabei.


Ausstatter der Nationalmannschaften des DBV
FOTOS AUS TOKIO VON EDWIN LEUNG:
In den Halbfinals im Herreneinzel...
...mussten sich Olympiasieger Taufik Hidayat...
und Thai-Open-Finalist Kenneth Jonassen ihren chinesischen Gegnern geschlagen geben.
Im Halbfinale des Herrendoppels kam es zur späten Revanche für die Niederlage im WM-Finale von 2003...
...die jetzt wieder zusammenspielenden Wijaya & Budiarto schlugen die damaligen Überraschungsweltmeister Paaske & Rasmussen.
Besprachen nach den Halbfinals im Einzel ihre Niederlagen: Wang Chen (li) und Pi Hongyan.
Austragungsstätte: Das Yoyogi No 2, National Gymnasium in Tokio. Außen-.....
...und Innenansicht.

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