Thomas Cup 2006
Mannschafts-WM der Herren

Endrunde

 

Do 27. April bis So 7. Mai
In Sendai, Sendai Gymnasium (Gruppenspiele bis 1.5.)
und Tokio, Tokyo Metropolitan Gymnasium (ab den Viertelfinals vom 3.5. an).

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Aus Japan berichtet Martin Knupp
Fotos von Edwin Leung

 

Deutsche Herren

Fotos Endspiel

Fotos Halbfinale

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Chinas Herrentruppe: (v.l. oben) Cai Yun, Xie Zhongbo, Fu Haifung, Zheng Bo, Chen Jin, Guo Zhendong, Lin Dan, Chen Hong, Xia Xuanze, Bao Chunlai, (unten) Trainer und Offizielle.

Titel verteidigt - Mission erfuellt

   

Chinas Giganten zerstaeubten jeden Brocken, der ihnen im Weg lag

    

Die Hauptrunde

    

Achtelfinals

Viertelfinals

Halbfinals

Endspiel

 

(A1) CHN

 

 

(C3) RSA

 

CHN 3:0 

 

(D2) ENG

ENG 3:0

 

 

 

 

 

CHN 3:0 

 (B1) INA

 

(C2) JPN

 

INA 3:1 

 

(D3) USA

JPN 3:0

 

 

(A2) IND

 

 

China 3:0

(B3) NZL

IND 3:0

 

 

 

 

DEN 3:0

 

 

(C1) DEN

 

 

(B2) KOR

 

 

DEN 3:2 

(A3) GER 

KOR 3:0

 

 

 

 

MAS 3:2 

 

 

(D1) MAS

 

 

             

 

.

Finale: China - Daenemark 3:0

1.E: Lin Dan - Peter Gade 21:17 21:19
1.D: Cai Yun & Fu Haifeng - Jens Eriksen & Martin Lundgaard 19:21 21:11 21:18
2.E: Bao Chunlai - Kenneth Jonassen 21:12 12:21 21:12
2.D: XIE Zhongbo & ZHENG Bo - Mathias Boe & Carsten Mogensen und
3.E: CHEN Jin - Joachim Persson nicht mehr gespielt.
 

Hier gibt es Fotos von Edwin Leung.

Es waren spannende Spiele auf hohem Niveau. Aber in allen Faellen hatten die Chinesen in der Schlussphase die Nase vorn und vielleicht auch die besseren Nerven und den ausgepraegteren Siegeswillen. Die etwa 1000 lautstarken chinesischen Fans unter den 5500 Zuschauern, die fuer Heimspielatmosphaere sorgten, konnten ungehemmt durchfeiern. 
Gigant Gaderocterox verzweifelte an Gigant Danus Rex
Das Spiel begann mit dem Kampf der Giganten dem jedermensch entgegenfieberte. Es wurde dem Anspruch nur bedingt gerecht. Zu ueberlegen war Lin Dan, der sich bei diesem Turnier in einer grossartigen Form praesentierte. Entscheidend war, dass Super-Dan immer wieder mit seinen Schmetterbaellen durchkam. Besonders gegen den Links-vom-Kopf Smash longline des Linkshaenders auf seine Rueckhandseite war er machtlos. Aber er war auch nicht in der Lage, die Smashs zu vermeiden, denn durch schnelles und genaues Netzspiel zwang ihn Lin immer wieder, den Ball hoch zu spielen. Als Gade dann in seiner Verzweiflung im dritten Satz bei 15:16 den hohen Ball mal auf Dans Vorhandseite spielte, kam von dort ein ebenso toedliches Geschoss.
Dabei war es keineswegs so, dass Gade unterging. Er lieferte ueber weite Strecken ein ausgeglichenes Spiel, dennoch hatte der Zuschauer nie den Eindruck, er koennte es gewinnen. Zu wenig Angriffschancen bekam er selbst. Dies war schon im ersten Satz so gewesen.
Dan lag auch in beiden Saetzen immer leicht vorn. Nur kurz vor Schluss des zweiten Sates schien es, als habe er sich zu frueh gefreut. Als er bei 17:16 trotz einer verzweifelten Tempoerhoehung von Gade den naechsten Punkt geholt hatte, reckte er siegesgewiss die Faust in Richtung seiner Trainerbank. Doch Gade konnte in seinem Schlussspurt ein 16:19 noch einmal ausgleichen. Dann allerdings schlug er einen Stop cross mit der Rueckhand ins Aus und das war es dann. 
Um gegen den Weltranglistenersten in dieser Form zu gewinnen, dazu fehlte Peter Gade das taktische Konzept bzw. die Moeglichkeit, es durchzusetzen. Dan meldete dann auch - nachdem er zunaechst seinem Trainer Li Yongo in die Arme gesprungen war - mit der fuer ihn typischen Hand an der Muetze den Zuschauern Vollzug seiner Mission, den ersten Punkt zum chinesischen Sieg geholt zu haben.  
Aufschlag im Netz
Eriksen & Lundgaard konnten wie schon im Spiel gegen Malaysia erneut nicht punkten. Sie kamen im dritten Satz von 9:13 zwar sogar noch einmal heran, ihnen gelang eine 17:16-Fuehrung, doch danach spielten die Chinesen einige tolle Aktionen, wie einen atemberaubenden Konter von Cai nachdem er sich aus tiefer Verteidigung befreit hatte.
Deutlich wurde in dieser dramaitschen Phase, dass dem sicheren Aufschlag bei der neuen Zaehlweise eine noch viel groessere Bedeutung zukommt, als bei der traditionellen. Denn ein verschlagener Aufschlag bringt dem Gegner einen Punkt. Sowie nach Lundgaards Netzaufschlag, der die Chinesen von 19:18 auf 20:18 nach vorne brachte. Im letzten Ballwechsel musste Eriksen dann aus flachem Spiel heben und Cai versenkte unerreichbar.
Der Untergang
Nur im zweiten Satz hatten Jonassens Baelle die richtige Laenge. Bao konnte nur doch von hinten Drop spielen und nicht mehr aus dem Hinterfeld angreifen. Von 15:9 ueber 18:9 holte sich der Daene sicher den Satz.
Umso ueberraschender, dass er in den Dritten nach der 2-Minuten-Pause nicht reinkam. Ein zerfahrener Beginn, mit Schlaegerwechsel. Bei 7:8 hatte er erstmals das Match wieder unter Kontrolle. Kurios hier eine Szene als Bao bei einem Folgesmash am Ball vorbei spang, weil Jonassens hohe Cross-Abwehr von der Vorhandseite so schnell zurueckkam. Bei 12 beide befreite er sich noch einmal wunderbar aus einer Abwehrsituation und konnte in Gegenangriff uebergehen. Doch danach war Feierabend. Er war nun hilflos Baos Smashs, seinen Swips und Netzbaellen ausgeliefert. Auch im dritten Spiel hatte China die eindeutig bessere Schlussphase. Ein viertes gab es fuer die Zuschauer nicht mehr.  
Der daenische Trainer Thomas Stuer-Lauridsen nach dem Spiel: "Wir hatten einen Sieg fuer moeglich gehalten, wenn wir alle hundert Prozent spielen wuerden. Aber das ist wohl nicht gelungen, obwohl die Spiele eng waren. Peter hatte 19 beiden, das Herrendoppel hat im Dritten kurz vor Schluss noch eine Fuehrung. Das grosse Match am Freitag gegen Malaysia hat auch viel mentale Kraft gekostet. Natuerlich sind wir im Moment enttaeuscht, aber wir sind auf stolz auf das, was unser Team hier in Japan geleistet hat."        

       

Halbfinale I: China - Indonesien 3:0

1.E: Lin Dan – Taufik Hidayat 21:16 21:8
1.D: CAI Yun & FU Haifeng – Luluk Hadiyanto & Yulianto Alven 24:22 21:17
2.E: BAO Chunlai – Soni Dwi Kuncoro 21:17 24:22
2.D: XIE Zhongbo & ZHENG Bo – Markis Kidho & Hendra Setiawan und
3.E: CHEN Jin – Simon Santoso nicht mehr gespielt.

Ein Spiel mit schnellem Ende, kein Vergleich mit den früheren Schlachten, die sich die beiden Länder schon geliefert haben. Chinas Coach Li Yongbo, bei der Pressekonferenz auf die indonesische Schwäche angesprochen, kleidete es  in die Worte „Ich respektiere das indonesische Team.“ Ihr Spitzendoppel Wijaya & Budiarto hatten sie erst gar nicht eingesetzt, zu schwach war die Leistung im Gruppenspiel gegen Korea gewesen. Taufik hatte sich drei Wochen vor dem Turnier eine Rückenverletzung zugezogen. Er war nicht voll einsatzfähig. Man hatte es schon in den vorausgegangen Spielen gesehen. Auch diesmal wurde er im zweiten Satz deutlich langsamer. Gleichzeitig präsentierte sich Lin Dan in Bestform.

Auch seine Mannschaftskameraden konnten es nicht rausreißen. Im ersten Doppel hatten die Indonesier Probleme den tödlichen Angriffen der kraftvollen Chinesen zu entkommen. Sie versuchten mit allen Mitteln den Ball flach zu halten, aber dabei unterliefen ihnen zu viele Fehler. Bis 16 beide hielten sie das Spiel offen, die Schlusshase gestalteten alle die Chinesen.

Auch Kuncore mühte sich vergeblich, wenigstens einen Satz zu holen. Im Zweiten stand er kurz davor, hatte sogar Satzball. Aber Bao gab nicht nach und hielt den Indonesier nieder. „Ich bin stolz, das Team zu diesem Sieg verholfen zu haben“, erklärte er nach dem Spiel. „Wenn wir diese Motivation und den Willen zum Sieg aufrecht erhalten, gewinnen wir auch das Finale.“

Hier gibt es Fotos von zum Soiel von Edwin Leung.

  

 

Halbfinale II am 5.5.06: Dänemark – Malaysia 3:2

1.E: Peter Gade – LEE Chong Wei 21:19 21:18
1.D: Martin Lundgaard & Jens Eriksen – CHAN Chong Ming & KOO Kein Keat 17:21 30:28 6:21
2.E: Kenneth Jonassen- Hafiz Hashim 20:22 21:12 21:17
2.D: Mathias Boe & Carsten Mogensen – CHOONG Tan Fook & LEE Wan Wah 13:21 21:15 19:21
3.E: Joachim Persson – KUAN Beng Hong  21:12 21:19.

Gruppenspiele

 

Gruppe A

Gruppe B

Gruppe C

Gruppe D

1. China 2:0

1. Indonesien 2:0

1. Danemark 2:0 

1. Malaysia 2:0

2. Indien 1:1

2. Suedkorea 1:1 

2. Japan 1:1 

2. England 1:1

3. D'land 0:2

3. Neuseeland 0:2

3. Sudafrika 0:2 

3. USA 0:2

A: CHN - IND 5:0 / IND - GER 3:2 / CHN - GER 5:0
B: KOR - NZL 5:0 / INA - NZL 5:0 / INA - KOR 3:2
C: DEN - RSF 5:0 / JPN - RSA 5:0 / DEN - JPN 5:0
D: MAS - USA 5:0 / ENG - USA 3:2 / MAS- ENG 5:0.


Dänen sind optimistisch
Lesen Sie: Danes lock sight on first-ever bei Xinhua am 10.3.06


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