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Infos zu den Deaflympics.

   

21. Deaflympics in Taipei
(Chinese Taipei)

     

Olympischen Spiele der Gehörlosen - Vom 5. bis 15. September 2009

    

Veranstalter: Comité International des Sports des Sourds CISS - Weltsportverband der Gehörlosen. Die deutsche Mannschaft wird vom Deutschen Gehörlosensportverband (DGS) entsandt.
Insgesamt wurden 3706 Sportler und Offizielle aus 74 Ländern gemeldet. Es gibt Wettkämpfe in 19 Sportarten. Das Badmintonturnier findet vom 6. bis 14. September im Taipei Gymnasium 7F, in Taipei City, Songshan District, No.10, Sec. 4, Nanjing E. Rd. statt.
Zur Veranstaltungswebsite -  Zum Badmintonturnier - Zur Veranstaltungswebsite des dgs.
Zeitplan: 6. bis 9. September Mannschaftswettbewerb / 10. bis 14. September Individualwettbewerbe.

     

 Zum Teamwettbewerb.

Zu den Individualwettbewerben.

             

                      

Die Sieger der Deaflympics 2009

HE: Artemy Mikhailovich Karpov (RUS)
DE: Gergana Baramova (BUL)
HD: Artemy Karpov & Mikhail A. Efremov (RUS)
DD: JEONG Seon Hwa & YU Eun Kyung (KOR)
MX: SIN Hyunwoo & JEONG Seon Hwa (KOR) 
Team: Südkorea
.

             

 

Medaillenspiegel
Karpov allein machte Russland - fast - zur erfolgreichsten Nation

  

 

Gold

Silber

Bronze

Südkorea

3

-

1

Russland

2

3

-

Bulgarien

1

-

-

China

-

1

    2

Großbritannien

-

1

-

Malaysia

-

1

-

Litauen

-

-

2

Japan

-

-

1

 

               

      

"Eröffnungsfeier war der Hammer"
Sehr beeindruckt von der Eröffnungsfeier am Samstagabend waren die deutschen Teilnehmer. Trainer Benny Tzschoppe begeistert: "Die Eröffnungsfeier gestern war echt der absolute Hammer. Ausverkauftes Stadion, steht den Olympischen Spielen wohl nicht viel nach. Alles vielleicht ein wenig kleiner. Aber auch sehr professionell organisiert."
Unter den Darbietungen war auch der "Tausendhändige Buddha" der Gruppe "Disabled People's Performing Art Troupe" aus China. Sie besteht aus aus 63 hörgeschädigten Tänzern. International bekannt wurde sie durch ihr Debüt bei der Schlussveranstaltung der Paralympics 2004 in Athen. Im März 2008 war sie bei "Wetten dass..." zu Gast.

Die deutsche Delegation nach dem Einmarsch im Innenraum des Taipei Stadiums. Foto: DGS
Taiwanesischer Pressebericht. Foto: Edwin Leung
Erstmals als Trainer bei den Gehörlosen dabei: Benny Tzschoppe aus Sterkrade. Foto: Sterkrade


 

  

Heute beginnt bei den Deaflympics der Mannschaftswettbwerb

Das deutsche Gehörlosenteam wird von den Trainern Dominik Miltner und Benjamin Tzschoppe betreut

Von Sebastian Staats
(6.9.09) Deaflympics – zumindest der zweite Teil des Wortes klingt vertraut, aber was ist es genau? Deaflympics sind die Weltspiele der Gehörlösen, die, in Anlehnung an die großen Geschwister Olympische Sommer- und Winterspiele, alle zwei Jahre im Wechsel stattfinden. Jeweils ein Jahr nach den Olympischen Sommer- bzw. Winterspielen machen sich die Gehörlosen auf den Weg zur ihren Weltspielen. Seit 1924 trifft man sich zu den Sommer- und seit 1949 zu den Winter-Deaflympics. In der Organisation, der Betreuung vor Ort und der Einkleidung der Teams steht man den Olympischen Spielen in fast nichts nach.
In diesem Jahr machen sich 3706 Teilnehmer, aus 74 Ländern, auf den Weg nach Taipeh, um vom 5. bis 15. September in 19 Sportarten um die begehrten Medaillen zu kämpfen.
Der Badminton-Kader des DSG-Teams besteht in diesem Jahr aus drei Athletinnen, drei Athleten, zwei Coaches, einer Physiotherapeutin und einem Teammanager. Bevor man sich am 31.08.2009 geschlossen auf den dreizehnstündigen Non-Stop-Flug Frankfurt – Taipeh begab, traf man sich vom 20. bis 23. August zu einem Abschlusslehrgang um letzte Match-Erfahrung zu sammeln. In Taiwan wird zunächst ein Mannschaftswettbewerb, danach ein Individualturnier gespielt. Die Zielsetzung ist klar, es soll mindestens eine Medaille herausspringen. Gute Chancen hat man im Mannschaftswettbewerb, sowie in der Herreneinzel- und Mixedkonkurrenz. Vor vier Jahren in Melbourne konnte man die Silbermedaille im Teamwettbewerb gewinnen.
Um sich einen Eindruck über das Leistungsniveau der Athleten zu verschaffen, ist der Vergleich zum regulären Ligabetrieb ein geeignetes Mittel. Alle Athleten bewegen sich im Bereich Landes- bis Regionalliga. Nummer eins des Teams ist Oliver Witte, der in der Regionalliga mit Sicherheit das ein oder andere Spiel gewinnen würde.
Jeder Sportler der schon einmal auf dem Badmintoncourt stand weiß, wie wichtig akustische Signale beim Treffpunkt des Gegners sind.  Ein geübter Spieler schlägt den Drop, den Clear und den Smash aus nahezu identischen Schlagbewegungen, so dass das akustische Signal das erste Indiz für den gewählten Schlag ist. Ohne dieses Signal verringert sich die Zeit, die für eine Reaktion übrig bleibt, erheblich.
Am einfachsten ist das nachzuvollziehen, wenn man sich mit mp3-Player auf den Court stellt und es einfach ausprobiert.
In Anbetracht dieser erheblichen Einschränkung ist die Leistung aller Spieler mehr als beachtlich.
Folgende Sportler, Coaches und Funktionäre vertreten die deutschen Farben bei den Badmintonwettbewerben in Taipeh:
Svenja Klopp (HSC Schleswig), 
Saskia Fischer (Hamburger GSV), 
Helga Dießlin (GSV Freiburg),
Jens Bischoff (HSC Schleswig),
Oliver Witte (GSV Düsseldorf),
Rainer Gebauer (GSG Stuttgart.
Als Teamchef begleitet Volker Dießlin aus Waldkirch das Team und als Physiotherapeutin holte man Sarah Paape aus Kiel ins Boot.
Der Trainerstab besteht aus Dominik Miltner (Wuppertal) und Benjamin Tzschoppe, dem Cheftrainer der Badmintonabteilung der SpVgg. Sterkrade-Nord. Wahrend Dominik Miltner schon seit einigen Jahren dabei ist, ist Tzschoppe erstmals im Einsatz. Er vertritt die standardmäßige Trainerin Katrin Grastat, die wegen eines freudigen Ereignisses nicht dabei sein kann. Der 26-Jährige arbeitet als selbstständiger Softwareentwickler und Badmintontrainer. Zurzeit ist er ebenso wie Miltner Co-Trainer im Landesverband NRW. Zusätzlich engagiert er sich in der Trainerausbildung des BLV-NRW. Auch als Bundesligatrainer konnte er zwei Jahre lang Erfahrung beim BV Wesel RW sammeln.

Das deutsche Team für Taipei
Bis auf Jens Bischhoff waren alle deutschen Teilnehmer schon vor vier Jahren bei den Deaflympics in Melbourne dabei
(4.8.09) Das Badmintonaufgebot, das im Rahmen der deutschen Mannschaft an den diesjährigen Deaflympics teilnimmt: Oliver Witte aus Berlin, Rainer Gebauer aus Heilbronn, Jens Bischoff aus Hamburg, Svenja Klopp aus Schleswig, Saskia Fischer aus Hamburg und Helga Dießlin aus Freiburg.
Organisationsleiter Badminton ist Verbandsfachwart Volker Dießlin aus Waldkirch. Als Trainer sind Dominik Miltner (Wuppertal) und Benjamin Tzschoppe (Oberhausen) dabei. Sarah Paape aus Kiel begleitet das Team als Physiotherapeutin.
Vor vier Jahren bei den Spielen in Melbourne konnte eine Silbermedaille im Mannschaftswettbewerb gewonnen werden.

Die Austragungsstätte der Badmintonwettbewerbe: das Taipei Gymnasiums 7F.
Innenansicht. Fotos: Edwin leung

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