Deutschland - Schweden
9. März in Braunschweig 3:2
10. März in Plettenberg 3:2

 

 

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Spielt Badminton aus purem Spaß und ohne jeglichen Ehrgeiz: Anuscha Loza. Foto: privat

Anuscha Loza hat beim Länderspiel gegen Schweden in Plettenberg miterlebt, wie sich Vorurteile in Begeisterung  verwandelten

   

In Plettenberg fand mehr als ein Federballspiel statt

   

Die Verfasserin des folgenden Berichtes spielt selbst Badminton in der vierten Mannschaft des BC Herscheid. "Da ich zurzeit in den Abivorbereitungen stecke, war ich nicht aktiv in die Vorbereitungen eingebunden und erlebte so mehr oder weniger von außen, wie viel Mühe und Zeit der BC Herscheid investierte", schildert sie. "Ohne Übertreibung kann man sagen, dass zahlreiche Mitglieder des Vereins wochenlang für diesen Länderspielabend lebten."
Anlass für den folgenden Bericht war ihre Beobachtung, wie sich Vorurteile und Skepsis der Sportart gegenüber, die sie im Vorfeld in ihrem Umfeld beobachten musste, beim Besuch der Veranstaltung am Abend schnell wandelten: "Schließlich war mein Vater derjenige, der sich kaum losreißen konnte und als einer der letzten die Halle verließ. Noch heute schwärmt er in höchsten Tönen von der Eingespieltheit des Damendoppels."

    

„Ein Federballspiel?“ So und so ähnlich fielen so einige spontane Reaktionen auf erste Werbeversuche für das Badminton-Länderspiel zwischen Deutschland und Schweden in Plettenberg aus. All diejenigen, die ohnehin einem umliegenden Badmintonverein angehören oder bereits beim vor eineinhalb Jahren in Plettenberg ausgetragenen U19-Länderspiel dabei waren, wussten zwar, dass es sich auch dieses Mal lohnen würde, doch alle anderen waren skeptisch. Dass man so etwas professionell betreibt, mochte ja sein, doch ob es sehenswert war, bezweifelten viele. Letztlich siegte die Neugier. Zum Glück für alle Beteiligten.
Denn so füllte sich schon kurz nach Einlassbeginn die Dreifachturnhalle in Böddinghausen. Schnell mussten die Zuschauer auf den Tribünen eng zusammenrücken, um wirklich allen Besuchern eine Sitzmöglichkeit geben zu können.
Die Halle selbst war kaum wiederzuerkennen. Wo sich ansonsten der Sportunterricht des angrenzenden Gymnasiums mit dem Training einiger Plettenberger Vereine abwechselt, waren nun zwei Badmintoncourts und ein einladender VIP-Bereich aufgebaut. Zahlreiche Banden und Banner verdeutlichten, dass auch großes Interesse der heimischen Wirtschaft mit dem Ereignis verknüpft war, welches in den folgenden Tagen zum vorherrschenden Stadtgespräch werden sollte.
Musik dröhnte aus den Lautsprechern, im Eingangsbereich herrschte nicht zuletzt wegen der gut sortierten Cafeteria ein reges Treiben. Noch war nicht ein Ball aufgeschlagen worden und doch war bereits dem größten Skeptiker klar, dass an diesem Abend mehr als ein „Federballspiel“ stattfinden würde.
Schon beim Aufwärmen ernteten die Spieler bewundernde Blicke- sie nutzen die Chance, den Menschen hautnah die Reize und Herausforderungen ihres Sports zu vermitteln.
Präzision, Kondition - viele Begriffe wurden ausgetauscht, um das Gesehene in angemessene Worte zu kleiden. Doch den Nagel auf den Kopf trafen die Aussagen vor allem jüngerer Beobachter. „War das schnell“, staunten einige, andere ließen sich zu einem einfachen „Unglaublich“ hinreißen. Schon beim ersten Spiel, dem Mixed, hielten die Zuschauer so manches Mal den Atem an. „Oh“, „Ah“ - jede Ballberührung wurde vom kollektiv mitleidenden Publikum kommentiert. Erst nach dem Punktegewinn für die eine oder die andere Mannschaft entlud sich die ganze Spannung in geradezu frenetischem Applaus.
Welchem Team die ungeteilte Sympathie galt, war von vornherein klar. Auch wenn sich einige wenige schwedische Fans in die Halle verirrt hatten, war die Zuneigung in diesem Falle Ehrensache. Spätestens bei dem feierlichen Abspielen der Nationalhymnen zu Beginn wurde in jedem Zuschauer ein Funken Patriotismus entfacht. Während vor allen Dingen jugendliche Badmintonspieler mit neuen Idolen konfrontiert wurden, feuerten die erwachsenen Fans Sportler und Sportlerinnen an, die sich selbst in ihrer Sportart nach oben gekämpft haben und mit Auftritten wie dem in Plettenberg, auch ihre Sportart immer weiter ins Bewusstsein der Bevölkerung rücken.
Auftritt mit viel Herz
Dabei waren sie, wie sie sind. Sportler, die im Spiel hochkonzentriert agieren, die sich anschließend aber ebenso begeistert von dem Geschehen zeigen. Menschen, die nicht verbergen, angesichts der großen Aufmerksamkeit geschmeichelt zu sein, die vor, während und nach dem Spiel bewiesen, dass sie alles, was sie tun, mit viel Herz bewältigen.
Die sich auf diese Art und Weise die volle Aufmerksamkeit und engagiertes Anfeuern der Zuschauer verdienten.
Als sich drei Stunden später die Halle wieder leerte, wurde der erste Schritt Richtung Normalität getan. Die Objektive der zahlreichen Kameras werden schon bald wieder von strengen Augen der Sportlehrer abgelöst werden. Statt schier unmenschlicher Reflexe wird die Sporthalle wieder ungelenkte Bewegungsversuche einiger Schüler erleben. Auch die begehrten Stars werden in ihrem Trainingsalltag zu gewöhnlichen Sportlern werden. Der Jubel wird verklungen sein.
Und doch ist es nicht mehr ganz so, wie es war. Was zurückbleibt, ist Gold wert. Gold wert für den Badmintonsport. Das Länderspiel, das vom Ausrichter BC Herscheid in Zusammenarbeit mit Advantage Sportmarketing mit viel Einsatz und dem Willen zur Perfektion fantastisch organisiert worden ist, wurde schließlich von den Spielerinnen und Spielern mit ganz viel Leben gefüllt, sodass die Zuschauer das Geschehen nicht nur annahmen, sondern es leidenschaftlich mitgestalteten. So ist es nicht nur der sportliche 3:2-Sieg für Deutschland, sondern es ist ein Erfolg für alle Beteiligten, die sich hoffentlich noch lange an die vermeintliche Plettenberger Provinz erinnern werden. Dor aber hat sich der Badmintonsport spätestens an diesem Abend unwiderruflich einen großen Namen gemacht.

Deutschland - Schweden 3:2 
Dienstag, 10. März in Plettenberg-Böddinghausen (im Sauerland), Sporthalle des Schulzentrums, Albert-Schweitzer-Straße. Ausrichtergemeinschaft: BC Herscheid (LV NRW) und Advantage Sportmarketing Heinz Bußmann, Delmenhorst. Spielbeginn 19 Uhr. Einlass ab 17.30 Uhr
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MX: Josche Zurwonne & Johanna Goliszewski -+ Gabriel Ulldahl & Emma Wengberg 27:29 21:12 19:21
DE: Karin Schnaase - Elin Bergblom 21:12 21:13
HE: Dieter Domke - Kristian Karttunen 21:17 21:19
DD: Carola Bott & Karin Schnaase - Sophia Hannson & Emelie Lennartsson 21:18 21:17
HD: Josche Zurwonne & Oliver Roth -+ Henri Hurskainen & Mathias Wigardt 24:22 14:21 17:21.

600 Zuschauer. Das WDR-Fernsehen sendete etwa vier Minuten direkt aus der Halle. Die Schalte erfolgte in der Sendung "Lokalzeit" des Studios Siegen, die zwischen 19.30 Uhr und 20 Uhr läuft. Wie schon gestern in Braunschweig war DBV-Sportdirektor Martin Kranitz auch diesmal zufrieden: "In der Pause sah es nach einer Duplizität der Ereignisse aus. Aber dann gingen die Doppel anders herum aus. Vor allem unser Damendoppel hat kämpferisch gut gespielt. Sie waren dann am Schluss etwas fitter als ihre Gegnerinnen. Josche und Johanna waren ja zum erstenmal dabei und beide hatten eine gute Premiere, trotz der Niederlage. Vor allem Johanna hat sehr gut mitgespielt, keine Angst gezeigt. Insgesamt waren es wieder spannende Spiele und demzufolge eine tolle Stimmung in der Halle."   

          

Deutschland - Schweden 3:2 
Montag, 9. März 2009 in Braunschweig, Tunica-Sporthalle, Hasenwinkel 1a. Ausrichtergemeinschaft: BC Comet Braunschweig und Advantage Sportmarketing Heinz Bußmann, Delmenhorst. Schiedsrichter: Helmut Bodenstein, Ingo Baade, Matthias Kayser und Hans-Joachim Ontyd, der zugleich Referee war. Spielbeginn 19 Uhr. Einlass ab 17.30 Uhr. Infos zum Vorverkauf.

MX: Peter Käsbauer & Gitte Köhler -+ Henri Hurskainen & Elin Bergblom 18:21 21:18 21:23
DE: Carola Bott - Sophia Hannson 21:12 21:7
HE: Dieter Domke - Mathias Wigardt 21:11 21:13
DD: Carola Bott & Karin Schnaase -+ Emelie Lennartsson & Emma Wengberg 17:21 17:21
HD: Roman Spitko & Peter Käsbauer - Kristian Karttunen & Gabriel Ulldahl 19:21 21:18 21:12.
950 Zuschauer in einer ausverkauften Halle. Die wären auf ihre Kosten gekommen meinte DBV-Sportdirektor Martin Kranitz nach dem Spiel: "Insgesamt war es für die Zuschauer ein sehr unterhaltsames Spiel, so wie ein Länderspiel eben sein soll. Die Halle war voll, die Stimmung war gut. Gleich im ersten Spiel wurde es knapp, es gab dabei Höhen und Tiefen auf beiden Seiten. Unsere konnten zwei Matchbälle nicht verwerten. Über die Einzel kann man wenig sagen, die waren zu deutlich. Gut gefallen hat mir trotz der Niederlage unser Damendoppel. Die Schwedinnen sind nämlich nicht schlecht, gegen sie hatten bei der Europameisterschaft sogar Birgit Overzier & Sandra Marinello verloren. Und dass das Herrendoppel dann den dritten Satz gewonnen hat, war natürlich erfreulich."

             

Frank Kossiski fotografierte das Spiel in Braunschweig

Weitere Fotos finden sich in seiner Fotogalerie unter mtv-itzehoe.de/badminton.

Das deutsche Team in Braunschweig: (v.l.) Bundes-trainer Boris Reichel, Dieter Domke, Peter Käsbauer, Roman Spitko, Gitte Köhler, Carola Bott, Karin Schnaase.
Schweden: (v.l.) Sophia Hannson, Emma Weng-berg, Elin Bergblom, Emelie Lennartsson, Gabriel Ulldahl, Kristian Karttunen, Henri Hurskainen, Mathias Wigardt, Trainer Per Henrik Croona.
Volle Ränge: 950 Zuschauer füllten die Tunica-Halle bis auf den letzten Platz.
Schieriteam: Hans-Joachim Ontyd, Matthias Kayser, Helmut Bodenstein, Ingo Baade (v.l.).
Carola Bott.
Peter Käsbauer mit Gitte Köhler.
...und mit Roman Spitko.
Präsentator Heinz Bußmann.
Karin Schnaase.
Dieter Domke.
Boris Reichel bei der Bilanzierung.
Steht vor seinem ersten Länderspiel: Der 19-jährige Josche Zurwonne von Union Lüdinghausen. Foto: MK


  

Die Aufgebote der beiden Verbände
Für Josche Zurwonne und Johanna Goliszewski soll es die Länderspielpremiere werden
(6.3.08) Die Aufgebote des DBV für das Spiel in...
Braunschweig
HE: Dieter Domke (SG EBT Berlin)
DE: Carola Bott (1. BC Bischmisheim)
HD: Roman Spitko & Peter Käsbauer (1. BC Bischmisheim/PTSV Rosenheim)
DD: Carola Bott & Karin Schnaase (1. BC Bischmisheim/SC Union Lüdinghausen)
MX: Peter Käsbauer & Gitte Köhler (PTSV Rosenheim/VfL 93 Hamburg)
Plettenberg
HE: Dieter Domke (SG EBT Berlin)
DE: Karin Schnaase (SC Union Lüdinghausen)
HD: Josche Zurwonne & Oliver Roth (SC Union Lüdinghausen/PTSV Rosenheim)
DD: Carola Bott & Karin Schnaase (1. BC Bischmisheim/SC Union Lüdinghausen)
MX: Josche Zurwonne & Johanna Goliszewski (SC Union Lüdinghausen/SG Anspach)
Der schwedische Verband hat benannt
Herren: Henri Hurskainen, Kristian Karttunen, Gabriel Ulldahl, Mathias Wigardt;
Damen:
Elin Bergblom, Sophia Hannson, Emelie Lennartsson, Emma Wengberg.

Schwedens Badmintonasse sind zu Gast in Braunschweig und Plettenberg
Bei der EM gewann zuletzt Deutschland - das letzte Freundschaftspiel ging allerdings an die Schweden
Von Claudia Pauli
(6.3.09) Länderspiele sind stets für alle Beteiligten etwas Besonderes: Spieler, Trainer und Offizielle lassen sich ebenso wie die Organisatoren und Zuschauer von der ganz speziellen, emotionsgeladenen Atmosphäre bei Vergleichswettkämpfen zweier Nationen begeistern.
In der kommenden Woche haben Badmintonfans hierzulande zweimal die Gelegenheit, diese live mitzuerleben: Am Montag und am Dienstag misst sich die Auswahl des DBV im Rahmen von Freundschaftsspielen jeweils mit dem Team aus Schweden. Beide Begegnungen beginnen um 19 Uhr.
Austragungsort des ersten Vergleichs ist die Tunica-Sporthalle in Braunschweig. 31 Jahre ist es mittlerweile her, dass in der niedersächsischen Stadt ein Badminton-Länderspiel durchgeführt wurde. Interessanterweise war auch damals das Team aus Schweden zu Gast: Am 2. März 1978 unterlag die DBV-Auswahl mit 2:5 gegen die Nordeuropäer, die seit der Einführung der Mannschafts-Europameisterschaft im Jahr 1972 insgesamt dreizehnmal eine Medaille gewannen – davon 1992 und 1994 jeweils die goldene. Ihre bislang letzte Platzierung unter den besten drei Nationen bei dieser Veranstaltung datiert allerdings bereits aus dem Jahr 1998. Bei den Titelkämpfen Mitte Februar 2009 schied Schweden nach der Vorrunde aus, da es das entscheidende Spiel um den Gruppensieg gegen Deutschland verlor.
Am 10. März treffen Deutschland und Schweden dann in Plettenberg (NRW) aufeinander. Als Ausrichter beider Länderspiele fungiert Vermarkter Heinz Bußmann (Advantage Veranstaltungsorganisation & Sportmarketing), der bereits seit 1999 erfolgreich für den DBV Länderspiele organisiert, dikesmal in Zusammenarbeit mit dem BC Comet Braunschweig bzw. dem BC Herscheid. Ausgetragen wird in Braunschweig und Plettenberg jeweils ein Spiel pro Disziplin.
Zuletzt waren die Schweden im Jahr 2000 in Deutschland als Länderspielgegner zu Gast. Am 5.12.2000 unterlag die DBV-Auswahl den Skandinaviern in Cuxhaven mit 2:3. Beim letzten Aufeinandertreffen der beiden Teams, Mitte Februar im Rahmen der Mixed-Team-EM in Liverpool, setzte sich die deutsche Mannschaft im Spiel um den Gruppensieg in der Vorrundengruppe 3 mit 4:1 gegen Schweden durch. Aus deutscher Sicht ging in dieser Partie einzig das abschließende Damendoppel verloren.
Josche Zurwonne (19 Jahre) und Johanna Goliszewski (22 Jahre) geben am 10. März ihr Debüt bei den Aktiven.

              

50-mal wirbt Radio Okerwelle für das Schweden-Länderspiel in Braunschweig
(21.2.09) Erneut ist Vermarkter Heinz Bußmann ein Clou gelungen. In den Wochen vor dem Länderspiel gegen Schweden in Braunschweig wird beim regionalen Radiosender Radio Okerwelle insgesamt fünfzigmal ein Spot ausgestrahlt, in dem auf das Spiel hingewiesen wird. Bußmann zeigte sich darüber naturgemäß hocherfreut: "Das ist doch für Badminton-Verhältnisse eine fast sensationelle Anzahl. Insgesamt läuft der Vorverkauf brilliant. Obwohl es noch einige Wochen bis zum Spiel sind, konnten bereits mehr als ein Drittel der Karten abgesetzt werden."
Bereits 2008 war es Heinz Bußmann gelungen, das von ihm vermarktete Länderspiel gegen Spanien in Reutlingen im Radio bewerben zu lassen. Damals sendete der baden-württembergische Sender Radio Ton im Vorfeld 32 Spots. 
Hier kann der Spot angehört und heruntergeladen werden (mp3-Datei, 0,5 MB).

Ausstatter der Nationalmannschaften des DBV

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