Pressemitteilungen des 1. BC Bischmisheim

Verfasst und verschickt werden sie üblicherweise von Stefanie Marsch ( presse@bc-bischmisheim.de). 

Sie trat im Sommer 2009 die Nachfolge von Pascal Blum als Pressesprecherin des 1. BCB an.

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Saison 2009/2010

 

Der BC Bischmisheim erneut im Jubel-Taumel: Fünfter Meistertitel in Folge geht ins Saarland

Von Stefanie Marsch

   

(25.04.2010) Dieter Domke fiel auf die Knie und riss die Arme in die Höhe. Sein ganzes Gesicht strahlte vor Erleichterung, Freude und Stolz. Kurz darauf begruben ihn seine Teamkollegen vom 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim unter sich. Mit einem furiosen 21:11, 18:21, 21:15 über den Briten Rajiv Ouseph vom 1. BC Beuel hatte der 23-Jährige den fünften Titel des BCB in der Badminton-Bundesliga in Folge perfekt gemacht. Nach dem 4:4 im Hinspiel am Samstag in Saarbrücken gewann Bischmisheim am Sonntag in Bonn mit 5:2. „Deutscher Meister wird nur der BCB“, schallte es durch die Erwin-Kranz-Halle.

Dabei hatte der Held des Tages noch am Tag zuvor schier den Kopf in den Sand stecken wollen, als er klar in zwei Sätzen gegen Ouseph verlor. Diesmal spielte er nervenstark und ideenreich, ließ seinen Gegner laufen und zermürbte ihn zunehmend. „Die letzten Wochen habe ich mich mental so schlecht gefühlt, aber heute war das ganz anders. Ich wollte dieses Spiel unbedingt gewinnen“, sagte Domke, der sich vor allem über die frenetischen Anfeuerungsrufe der mitgereisten BCB-Fans freute. „Das war großartig. Jeder Punkt wurde gefeiert, das hat mich so angetrieben. Es ist toll, dass soviele mitgekommen sind.“

Bevor der Jubel jedoch endlich losbrach, galt es beim BCB noch zu zittern. „So knapp war noch keines unserer Finals“, sagte Teammanager Thomas Tesche. „Wir hatten zwar enge Gesamtergebnisse, aber die einzelnen Spiele waren nie so knapp.“ Zunächst entwickelte sich ein ähnlicher Spielverlauf wie am Vortag. Michael Fuchs spielte diesmal das erste Herrendoppel mit Johannes Schöttler. Ihr Sieg war beim 21:14, 21:13 gegen Ingo Kindervater und Ian Maywald nie in Gefahr. Auf dem Nebenplatz kam es zur Neuauflage des hoch spannenden Damendoppels zwischen Olga Konon/Emma Wengberg und Birgit Overzier/Heather Olver. Beide Sätze verliefen zunächst ausgeglichen, dann konnte sich Bischmisheim jeweils absetzen. Den ersten gewannen Konon und Wengberg 21:17. Im zweiten Durchgang machten sie es zum Schluss jedoch noch einmal spannend. Sie vergaben drei Matchbälle, erst der vierte saß zum 22:20. Wieder führte der BCB mit 2:0

Als kleine Schwachstelle der Bischmisheimer erwies sich trotz des Ausfalls des Bonner Topspielers Anthony Clark erneut das zweite Doppel. Kristof Hopp und Jochen Cassel verloren den ersten Satz gegen Marc Zwiebler und Rajiv Ouseph im Schnelldurchlauf mit 8:21. Erst im zweiten fanden sie gemeinsam besser ins Spiel und stemmten sich gegen die Niederlage. Von 14:19 kämpften sie sich auf 18:20 heran. Der zweite Matchball zum 21:18 brachte Bonn jedoch den Sieg und den Anschluss zum 1:2.

Im dritten Herreneinzel lieferten sich Bischmisheims Marcel Reuter und der Bonner Carl Baxter erneut eine hochdramatische Partie. Bereits im ersten Satz wurde deutlich, dass der Sieg nur mit Durchhaltevermögen und viel Geduld zu erringen sein würde. Nach zahlreichen Satzbällen auf beiden Seiten entschied Reuter den Durchgang mit 26:24 für sich. Den zweiten errang sich Baxter mit hohem Kraftaufwand mit 21:18. Dann war die Luft beim Engländer jedoch raus. Reuter fertigte ihn im dritten mit 21:7 ab. Zeitgleich besiegte Olga Konon im Dameneinzel Elizabeth Cann mit 21:16, 21:11. Das 4:1 für Bischmisheim – wie am Vortag. „Jetzt gewinnen wir das Ding“, sagte Michael Fuchs zuversichtlich. Auch Joachim Tesche  stimmt zu: „Als Marcel und Olga gewonnen hatten und ich gesehen habe, wie Dieter in sein Spiel gestartet ist, wusste ich, dass es klappen wird.“

Doch Bonn gab sich noch nicht auf. Marc Zwiebler wurde seiner Favoritenrolle gerecht und bezwang Kestutis Navickas mit 21:14, 21:9. Auch Ingo Kindervater und Birgit Overzier starteten stark in das Mixed gegen das BCB-Duo Kristof Hopp und Emma Wengberg. Doch als Dieter Domke seinen Matchball zum Titelgewinn versenkte, wurde die Partie abgebrochen. Die Meister-Party begann.

Für ein Novum in der Bundesliga-Geschichte des 1. BC Bischmisheim sorgte Frank Liedke. Zum ersten Mal blieb der Vereins-Chef während eines Playoff-Finales die ganze Zeit in der Halle. „Ich war heute von Beginn an ganz ruhig. Nach der großen Umstellung in unserem Team, nachdem Huaiwen Xu ihre Karriere beendet hatte und uns einige weitere Spieler verlassen oder ebenfalls aufgehört haben, war es einfach schon großartig, dass wir es ins Finale geschafft haben“, sagte Liedke. „Dass wir jetzt auch noch den Titel gewonnen haben, ist die Krönung.“

           

  

Alles offen im Titelrennen zwischen Bischmisheim und Beuel

Von Stefanie Marsch

           
(24.04.2010) Spannung pur bis zum letzten Ballwechsel: Angepeitscht von ihren Fans, die mit Rasseln, Tröten und Vuvuzelas für großartige Stimmung sorgten, lieferten sich der 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim und der 1. BC Beuel im Hinspiel des Badminton-Bundesliga-Finales 2010 das erwartet enge Duell. Der Titelverteidiger und der Sieger der diesjährigen Punkterunde trennten sich vor rund 500 Zuschauern in der Saarbrücker Joachim-Deckarm-Halle mit 4:4. Damit wird das Rückspiel morgen um 14 Uhr in Bonn zum großen Showdown.

 

Im abschließenden Mixed hatten Emma Wengberg und Kristof Hopp gegen Ingo Kindervater und Birgit Overzier sogar den Sieg für Bischmisheim auf dem Schläger. Der BCB dominierte den ersten Satz, Beuel den zweiten. Beim Stand von 21:17, 14:21 musste also ein entscheidender dritter Durchgang her. Den bestimmten zunächst Kindervater und Overzier. Mit dem 12:11 konnten Hopp und Wengberg erstmals in Führung gehen, erkämpften sich dann ein 17:14. Die BCB-Fans hofften bereits auf einen Heimsieg. Doch die Bonner gaben nicht auf, glichen zum 17:17 aus. Was dann folgte, war ein richtiges Herzschlagfinale, das die Halle noch einmal zum Kochen brachte. Spektakuläre Ballwechsel, abgewehrte Matchbälle auf beiden Seiten. Am Ende hatte das Bonner Duo noch eine Schippe draufzulegen. Kindervater beendete die Partie mit einem trickreichen Aufschlag, nach dem sich Hopp vergebens streckte. „Wir hatten hier eine große Chance. Aber wir sollten nicht zu enttäuscht sein. Jeder wusste, dass dieses Spiel bis zum Schluss offen sein würde“, sagte die Schwedin Wengberg. Hopp wurmte die Niederlage jedoch schon ein wenig: „Den dritten Satz hätten wir bei 17:14 nach Hause spielen müssen. Als Bonn wieder dran war, hat auch ein bisschen das Glück entschieden.“


Der BCB hatte zwischenzeitlich in der Gesamtwertung mit 4:1 geführt. Michael Fuchs und Kristof Hopp gewannen ihr Doppel zum Auftakt mit 21:18, 21:18. In beiden Sätzen setzten sie sich zu Beginn ab und konnten dann stetig einen Vorsprung halten. Umso dramatischer ging es auf dem Nebenplatz zu. Im Damendoppel hatten die Bischmisheimerinnen Emma Wengberg und Olga Konon den ersten Satz gegen Heather Olver und Birgit Overzier klar mit 21:13 gewonnen. Im zweiten Durchgang vergab das BCB-Duo zunächst eine 19:16-Führung und anschließend bei 20:19 einen Matchball. Olver und Overzier holten sich den Satz mit 22:20. Auch im dritten hatten sie zunächst die Nase vorn. Beim 10:10 konnten Wengberg und Konon erstmals ausgleichen und erspielten sich dann einen Vorteil. Beim Stand von 20:17 für Bischmisheim lieferten sich die beiden Doppel einen schier endlosen Ballwechsel, den Overzier mit einem Smash nahe am Netz beendete. Jubel im Bonner Fan-Lager, doch dann der Schreck: Der Schiedsrichter wertete den Punkt um. Overzier hatte das Netz berührt. Das bedeutete den Sieg für Konon und Wengberg und das 2:0 für den BCB.

  

Das zweite Herrendoppel gaben Johannes Schöttler und Jochen Cassel nach einer 20:17-Führung im ersten Satz doch noch in zwei Durchgängen ab. Sie unterlagen Marc Zwiebler und Rajiv Ouseph mit 20:22, 10:21. Im ersten Herreneinzel brach Marcel Reuter mit dem Gewinn des ersten Satzes den Widerstand des Engländers Carl Baxter. Er drehte ein 17:20 in ein 23:21. Den zweiten Durchgang holte er sich locker mit 21:12. Einen souveränen Auftritt zeigte Olga Konon beim 21:13, 21:16 gegen Elizabeth Cann.

 

Doch dann startete Bonn seine Aufholjagd. Neben dem Mixed gewann auch Marc Zwiebler sein Einzel gegen den Litauer Kestutis Navickas mit 21:16, 21:12. Der Brite Rajiv Ouseph ging gegen Dieter Domke mit 21:12, 21:17 als Sieger vom Platz.

 

„Wir waren dem 5:3 heute näher als Bonn, deshalb können wir zuversichtlich in die Partie morgen gehen“, resümierte Teammanager Thomas Tesche. „Wir hatten nur das erste Herrendoppel und das Dameneinzel für uns einkalkuliert. Alle anderen Spiele waren völlig offen. Dieses Unentschieden gibt uns deshalb auch psychisch keinen Knacks. Es ist nicht so, dass wir hier ein 4:1 aus der Hand gegeben haben, und nicht wissen, wie das passieren konnte.“ Die zahlreichen mitgereisten Bonner Fans feierten das 4:4 wie einen Sieg. Doch auch davon will sich Tesche nicht aus der Ruhe bringen lassen: „Das wird unseren Spielern sicher ein Ansporn sein, denn der Deutsche Meister wird am Sonntag gekürt.“

         

 

BC Bischmisheim greift nach dem fünften Titel

Von Stefanie Marsch

             
(21.04.2010) Zu Hause vorlegen, in fremder Halle den Sack zumachen: Mit der lautstarken Unterstützung seiner Fans im Rücken will der 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim am kommenden Samstag um 14 Uhr in der Joachim-Deckarm-Halle einen guten Start ins Playoff-Finale gegen den 1. BC Beuel hinlegen, bevor es am Sonntag in Bonn zur Entscheidung kommt. Zum fünften Mal in Folge könnte der BCB den Titel in der Badminton-Bundesliga holen.
Die reguläre Saison hätten die Finalgegner kaum knapper beenden können. Beide lagen nach Punkten gleichauf, Beuel sicherte sich Platz eins mit dem besseren Spielverhältnis. Als einziger Mannschaft war es den Bonnern am vorletzten Spieltag gelungen, den BCB zu besiegen. Jetzt wollen sie den ersten Titel seit fünf Jahren. Dafür haben sie sich am vergangenen Wochenende mit vier Medaillen bei den Europameisterschaften in Manchester ordentlich Rückenwind geholt. Es ist also ein offener Schlagabtausch zu erwarten. BCB-Spieler Michael Fuchs sieht nur in jeweils zwei Partien einen Favoriten: Bischmisheims Olga Konon im Dameneinzel und Bonns Marc Zwiebler im ersten Herreneinzel. „In allen anderen Spielen stehen die Chancen 50:50.“ Ein herber Rückschlag könnte für Bonn der Ausfall des Doppelspezialisten Anthony Clark sein. Der Engländer laboriert an einer Wadenverletzung, musste bei der EM aufgeben. Doch egal, wie Beuel seine Mannschaft aufstellt, Fuchs geht optimistisch ins Finale: „Ich gehe davon aus, dass wir am Ende knapp gewinnen.“
Auch für den BCB-Spieler wäre es der zweite große Erfolg innerhalb acht Tagen. Er gewann bei der EM die Bronzemedaille im Herrendoppel. „Ich war vorher schon drei Mal im Viertelfinale, immer knapp dran an der Medaille. Super, dass es jetzt endlich geklappt hat“, sagt Fuchs. Sein Partner in Manchester war der Bonner Ingo Kindervater, der jetzt im Bundesliga-Finale sein Gegner sein wird. „Es kommt immer wieder vor, dass Ingo und ich in einer Woche zusammen bei einem Turnier antreten und in der nächsten in der Liga gegeneinander spielen. Wir sind das gewöhnt. Deshalb war das Playoff-Finale für uns bei der EM kein Thema. Auch auf der Rückreise nicht“, sagt Fuchs.
Dabei verbrachten die beiden auf dem Weg zurück nach Deutschland weitaus mehr Zeit miteinander als zunächst gedacht. Denn aufgrund der Vulkanaschewolke über Europa mussten auch die deutschen Nationalspieler vom Flugzeug auf andere Verkehrsmittel umsteigen. „Wir sind Montagmittags mit dem Bus von Manchester nach Hull gefahren, von dort mit der Fähre nach Zeebrügge in Belgien, wo uns jemand mit dem Auto abgeholt hat. Am Dienstagnachmittag waren wir endlich zu Hause“, beschreibt Fuchs die kleine Odyssee. Ein bisschen müde ist er noch, will sich aber jetzt voll in die Vorbereitung auf das Bundesliga-Finale stürzen. Auch seinen 28. Geburtstag am Donnerstag wird er nicht groß feiern. „Das kann ich ja dann hoffentlich am Sonntag nachholen“, scherzt er.

            

BC Bischmisheim spielt am Wochenende gegen EBT Berlin um den Einzug ins Playoff-Finale

Von Stefanie Marsch

          

(24.03.2010) Alles oder nichts heißt es an diesem Wochenende in der Badminton-Bundesliga für den 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim. Der Titelverteidiger trifft im Halbfinale der Playoffs auf die SG EBT Berlin. Zunächst tritt der BCB am Samstag in der Hauptstadt an. Am Sonntag fällt in der Joachim-Deckarm-Halle in Saarbrücken die Entscheidung, wer am 24./25. April im Finale um den Titel spielt. Beide Partien beginnen um 14 Uhr. Das zweite Halbfinale tragen der 1. BC Beuel und Union Lüdinghausen aus.

Bischmisheim gegen Berlin – das ist eine Begegnung, die nicht nur spielerisches Top-Niveau, sondern auch Emotionen pur verspricht. In den vergangenen Jahren haben sich die beiden Mannschaften zahlreiche spannende und enge Duelle geliefert. Unvergessen ist das Finale der vergangenen Saison, als Berlin nach einer 3:5-Heimspiel-Niederlage in fremder Halle aufdrehte und mit 4:0 in Führung ging. Mit einer außergewöhnlichen Mannschaftsleistung und einer unermüdlichen Huaiwen Xu in ihrem letzten Bundesliga-Spiel vor dem Karriereende konnte der BCB das Blatt noch wenden. Viele Akteure des Vorjahres sind auch in diesem Jahr dabei, gleichwohl so mancher diesmal auf der anderen Seite steht: Arvind Bhat, bis 2009 noch in den Reihen des BCB, schlägt jetzt für Berlin auf. Dafür wechselten Dieter Domke und Johannes Schöttler zu den Saarländern.

Für Berlin ist Bischmisheim in den Playoffs so etwas wie ein Fluch. Noch nie konnten die Hauptstädter in den K.o.-Spielen gegen den BCB gewinnen. Deshalb haben sie die Favoritenrolle vor der Begegnung an diesem Wochenende vorsichtshalber dem Titelverteidiger zugeschoben. BCB-Teammanager Thomas Tesche dagegen schätzt die Chancen wie auch in den vergangenen Jahren ausgeglichen ein. „Wenn man sich die zu erwartenden Spielpaarungen ansieht, ist Berlin auf dem Zettel im Damenbereich und in den ersten beiden Herreneinzeln favorisiert, wir dagegen in den Herrendoppeln, im Mixed und im dritten Herreneinzel. Aber in keiner Disziplin ist der Unterschied so deutlich, dass man sich sicher fühlen könnte. Gerade in den Playoffs braucht es nur ganz wenig, um ein Spiel zum Kippen zu bringen“, sagt Tesche. Er weiß, dass Form und Teamgeist zu hundert Prozent stimmen müssen und hofft, bei seiner Mannschaft die „richtige Mischung aus Anspannung, Aggressivität und Gelassenheit“ auslösen zu können. „Bei aller Verbissenheit ist es einfach auch wichtig, dass sie nie den Spaß verlieren. Wir haben uns mit Berlin immer großartige Kämpfe geliefert. Das wird auch diesmal so sein.“

Ein besonderes Augenmerk dürfte den Begegnungen von Olga Konon und Deutschlands Top-Spielerin Juliane Schenk gelten. Die Weltranglistenelfte Schenk, die sich in den vergangenen Jahren stets an BCB-Ikone Huaiwen Xu die Zähne ausbiss, musste sich in dieser Saison schon zweimal deren junger Nachfolgerin geschlagen geben. Allerdings hatte sie beide Male keine optimale Vorbereitung: Einmal war sie kurz vorher verletzt, einmal blieb ihr Zug bei der Anreise nach Saarbrücken liegen, sodass sie mit dem Taxi weiterfahren musste. Jetzt allerdings ist Schenk in Top-Form, stand zuletzt bei den German Open im Finale und erreichte beim Super-Series-Turnier in Basel das Viertelfinale. Man darf also gespannt sein.

Zunächst möchte der BCB, der auf die an der Plantarsehne verletzte Carola Bott verzichten muss, jedoch an beiden Tagen mit den Herrendoppeln gut in die Partie starten. „Da haben wir einen leichten Vorteil. Es wäre auch psychologisch sehr wichtig für uns, ihn zu nutzen“, sagt Teammanager Tesche. Ziel sei es, in Berlin eine Niederlage zu vermeiden, „dann haben wir in eigener Halle alle Chancen“.

           

Carola Bott wechselt zum BV Gifhorn

Von Stefanie Marsch

           
(15.03.10) Carola Bott wird in der kommenden Saison nicht mehr für den 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim in der Badminton-Bundesliga aufschlagen. Die 25-Jährige hat beim BV Gifhorn unterschrieben. „Wir konnten Carola leider nicht die sportliche Perspektive bieten, die sie sich gewünscht hat. Sie möchte als Nummer eins spielen, wir planen jedoch mit Olga Konon als Nummer eins“, sagt Teammanager Thomas Tesche.

Bischmisheim ist nun auf der Suche nach einer Nachfolgerin für Bott, um neben der Polin Konon und der Schwedin Emma Wengberg wieder mit drei Damen in die nächste Saison gehen zu können. Tesche hofft, in den kommenden vier Wochen einen Neuzugang vorstellen zu können.

Nationalspielerin Bott, die derzeit wegen einer Verletzung an der Plantarsehne pausieren muss, schaffte beim BCB 2004 über die zweite Mannschaft den Sprung ins Bundesliga-Team. Zwischen 2006 und 2008 stand sie beim FC Langenfeld unter Vertrag. 2008 kehrte sie zum BC Bischmisheim zurück.

            

Für mehr Attraktivität: Bundesligaausschuss beschließt einstimmig eine Reform der Badminton-Bundesliga

Von Stefanie Marsch

                 
(13.03.10) Der Bundesligaausschuss hat sich am Samstag in Berlin geschlossen für eine Reformierung der Badminton-Bundesliga ausgesprochen, um die Attraktivität der höchsten deutschen Spielklasse zu steigern. In diesem Gremium sind alle Vereine der ersten und zweiten Liga vertreten. Der Vorstand des amtierenden deutschen Meisters 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim freute sich sehr über die einstimmige Entscheidung, die in zweiter Lesung am 17. April in Frankfurt bestätigt werden soll. „Die Sitzung war sehr konstruktiv. Es gab einen Konsens aller Bundesliga-Vereine, dass etwas passieren muss. Das bisherige System brachte nur noch Stagnation mit sich“, sagte Frank Liedke, der Veränderungen noch vor wenigen Wochen vehement gefordert hatte.

In Zukunft sollen in einer Bundesliga-Partie nur noch sechs anstatt acht Spiele ausgetragen werden. Das zweite Herrendoppel und das dritte Herreneinzel entfallen. Wie beim Fußball gibt es in der Punkterunde für einen Sieg drei Punkte anstatt wie bisher zwei, für ein Unentschieden einen Punkt. Jeder Spieler kann zweimal in einer Partie zum Einsatz kommen. Dadurch könnten die Vereine mit wesentlich kleineren Mannschaften antreten. BCB-Chef Liedke betonte jedoch, dass „Bischmisheim seinen Kader nicht verkleinern möchte“.

Die Playoff-Runde der 1. Liga wird ebenfalls modifiziert. Statt vier sollen nur noch drei Mannschaften dabei sein. Zudem gibt es keine Hin- und Rückspiele mehr, sondern jeweils nur noch eine Partie. Der Erstplatzierte nach der Punkterunde zieht automatisch ins Finale ein und hat Heimrecht. Der Zweite und Dritte spielen um den Finaleinzug, wobei der Zweite das Heimrecht bekommt. „Durch diese Regelung wird die Punkterunde deutlich aufgewertet, da jedes Spiel von Bedeutung ist. Jede Top-Mannschaft will Erster werden und wird deshalb so oft wie möglich in Bestbesetzung antreten“, sagt Frank Liedke.

Die Playdown-Runde entfällt dagegen komplett, die beiden in der Tabelle am schlechtesten platzierten Mannschaften steigen ab. Dafür steigen die jeweils Ersten der zweiten Bundesligen (Nord und Süd) auf. Eine Ausnahme soll die kommende Saison darstellen. Um die Anzahl der Mannschaften in der ersten Liga von acht auf zehn aufzustocken, soll es 2010/2011 keine Absteiger aus der ersten Bundesliga geben. Die Aufstockung muss noch vom Deutschen Badminton-Verband (DBV) genehmigt werden.

              

BC Bischmisheim feiert Kantersieg in Lüdinghausen, bleibt aber in der Tabelle Zweiter hinter dem BC Beuel

Von Stefanie Marsch

 
(28.02.2010) Der 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim hat nach der 3:5-Niederlage gestern gegen den BC Beuel am letzten Spieltag der Badminton-Bundesliga mit 8:0 bei Union Lüdinghausen gewonnen. Um über das Spielverhältnis die Tabellenspitze vom punktgleichen BC Beuel zurückzuerobern, reichte dieses starke Ergebnis jedoch nicht, da die Bonner zeitgleich mit 8:0 gegen die SG EBT Berlin gewannen, die ohne ihre Top-Damen Juliane Schenk und Nicole Grether sowie die beiden starken indischen Einzelspieler Chetan Anand und Arvind Bhat antrat. Somit spielt der BCB als Tabellenzweiter am 27. und 28. März im Playoff-Halbfinale gegen die drittplatzierten Berliner. Das zweite Halbfinale tragen Beuel und Lüdinghausen aus.

BCB-Vereinschef Frank Liedke ärgerte sich über die taktische Niederlage der Berliner, die so dem BC Beuel im Halbfinale aus dem Weg gehen wollten. „Das ist für mich Wettbewerbsverzerrung. Mit einer normalen Besetzung hätte Berlin in Bonn ein Unentschieden herausspielen können“, sagte Liedke. Vom Regelwerk sei dieses Vorgehen zwar legitim, „moralisch ist es aber einfach nicht in Ordnung“. Auch die Spieler waren enttäuscht. „Wir haben alles getan, was wir konnten, um wieder an die Spitze zu kommen. Es ist ärgerlich, dass es für nichts war, weil eine andere Mannschaft nicht ihre besten Leute aufgestellt hat“, sagte Kristof Hopp.

Für Liedke ist das Vorgehen der Berliner ein klares Zeichen dafür, dass das aktuelle Spielsystem der Bundesliga mit der Punkterunde und anschließenden Playoffs und Playdowns nicht mehr haltbar ist. „Wir haben aufgrund der unterschiedlichen Leistungsniveaus eine zweigeteilte Liga. Und heute haben wir gesehen, dass man sich im oberen Teil der Tabelle durch Taktieren auch noch aussuchen kann, auf welchem Platz man am Ende landet“, sagt er. „Das macht unseren Sport unglaubwürdig. Wie sollen wir es vor den Zuschauern, den Medien und auch unseren Sponsoren vertreten, wenn erst in den Playoffs alle in voller Stärke antreten?“

Liedke plädiert für ein Spielsystem, in dem „jedes Spiel wichtig und umkämpft ist“. Sein Vorschlag wäre, die Liga von acht auf zwölf Mannschaften aufzustocken, dafür die einzelnen Partien von acht auf fünf Spiele zu verkürzen. „Wenn außerdem nur der Erste fürs Finale gesetzt wäre und der Zweite und Dritte noch einmal um den zweiten Platz im Finale spielen müssten, würde das wieder für mehr Spannung sorgen“, erklärt der BCB-Vorsitzende.

Im Hinblick auf die Playoffs sagt Liedke: „Natürlich hätten wir lieber gegen Lüdinghausen gespielt, aber wenn wir unseren Titel verteidigen wollen, müssen wir letztendlich jeden schlagen. Im Halbfinale wird Berlin alles aufbieten, was sie haben. Das wird richtig eng. Da müssen unsere Spieler alle Kräfte zusammenrappeln und jeder für jeden kämpfen.“

      

Erste Saisonniederlage für den BC Bischmisheim

Von Stefanie Marsch

  
(27.02.2010) Der 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim hat am vorletzten Spieltag der Badminton-Bundesliga vor den Playoffs seine erste Niederlage einstecken müssen – und die ist für den Titelverteidiger richtig bitter, denn sie kostet ihn die Tabellenführung. Der BCB verlor zu Hause in der Joachim-Deckarm-Halle mit 3:5 gegen den 1. BC Beuel, der die Spitze übernimmt. Bischmisheim und Beuel haben jeweils 19:3 Punkte, die Bonner schieben sich jedoch wegen des besseren Spielverhältnisses an den Saarländern vorbei. Der BCB will nun morgen um 14 Uhr im letzten Spiel bei Union Lüdinghausen voll auf Angriff gehen, um eventuell doch noch die Tabellenführung zurückzuerlangen. Beuel spielt zu Hause gegen den Drittenplatzierten, die SG EBT Berlin.

Die Partie des Tages bestritten Bischmisheims Marcel Reuter und der Brite Carl Baxter. Der harte Kampf zwischen diesen beiden brachte die Halle zum Beben und wurde zum Knackpunkt der Begegnung. Baxter gewann hauchdünn mit 16:21, 21:19, 21:19 und brachte seine Mannschaft mit 4:2 in Führung – die Vorentscheidung.

Von Anfang an machte Beuel deutlich, dass es nach dem 4:4 im Hinspiel diesmal den Sieg wollte. Ian Maywald und Anthony Clark setzten das BCB-Duo Kristof Hopp und Johannes Schöttler im ersten Herrendoppel mächtig unter Druck. Erst im dritten Satz konnten die deutschen Meister sich klar durchsetzen. Sie gewannen 21:19, 19:21, 21:13. Das zweite Herrendoppel ging an Beuel. Marc Zwiebler und Ingo Kindervater siegten mit 21:15, 21:19 gegen Michael Fuchs und Dieter Domke. Das Damendoppel gewann ebenfalls Bonn. Die Bischmisheimerinnen Emma Wengberg und Olga Konon fanden beim 18:21, 14:21 gegen Birgit Overzier und Heather Olver nie richtig zu ihrem Spiel. Das Dameneinzel ging kampflos an den BCB, da Olver verletzungsbedingt nicht gegen Konon antrat. Das Mixed verloren Schöttler und Wengberg mit 18:21, 16:21.

So stand es 2:3 aus Sicht der Gastgeber, als die Partie zwischen Reuter und Baxter in die entscheidende Phase ging – und da fehlte dem BCB diesmal auch das berühmte Quäntchen Glück. Reuter hatte im ersten Satz einen schlechten Start erwischt und schnell 0:5 zurückgelegen. Doch dann fing er sich und kämpfte sich nach und nach heran. Mit 21:16 konnte er den Durchgang für sich entscheiden. Die beiden folgenden Sätze entwickelten sich zum Krimi. Reuter und Baxter begeisterten das Publikum mit langen, spektakulären Ballwechseln, in denen sie nicht nur technische Klasse, sondern auch fast unermüdliches Durchhaltevermögen bewiesen. Reuter holte im zweiten Satz ein 11:18 auf, im dritten ein 15:18, ging dann sogar 19:18 in Führung. Baxter hatte jedoch zwei Mal knapp das bessere Ende für sich. „Das ist wirklich ärgerlich“, sagte Reuter nach dem Spiel völlig ausgepowert. „Wir sind beide sehr ähnliche Spieltypen. Bei Turnieren sind wir schon öfter aufeinander getroffen. Das waren immer enge Fights, meistens über drei Sätze. Schade, dass er ausgerechnet in diesem entscheidenden Spiel einen Tick besser war.“

Dass diese Partie Schlüsselcharakter hatte, spürten auch die Zuschauer. Nahezu unbemerkt ging auf dem Platz nebenan der erste Satz des Spitzeneinzels zwischen Kestutis Navickas und Marc Zwiebler über die Bühne. Der Bischmisheimer gewann den Durchgang mit 21:13, auch weil Zwiebler unkonzentriert spielte und leichte Fehler machte. Doch ab dem zweiten Satz war der Weltranglisten-16. voll da, übernahm die Initiative und gab sie nicht mehr ab. Er drehte die Partie mit 21:15, 21:7. Damit stand der Sieg des BC Beuel fest. Der letzte Punkt ging noch einmal an Bischmisheim: Dieter Domke gewann gegen den Briten Rajiv Ouseph mit 21:16, 23:21.

               

BC Bischmisheim und BC Beuel kämpfen um die Tabellenspitze

Von Stefanie Marsch 

 

(24.02.2010) Die deutschen Nationalspieler des 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim spürten noch die Euphorie und Freude nach der Bronzemedaille bei den Team-Europameisterschaften in Warschau, da begann für sie und ihre Vereinskollegen bereits die Vorbereitung auf das nächste Badminton-Highlight. Am Samstag erwartet der Tabellenführer am vorletzten Spieltag der Bundesliga seinen ärgsten Verfolger, den 1. BC Beuel, in der Joachim-Deckarm-Halle. Die Partie könnte eine Vorentscheidung bringen, wer als Spitzenreiter in die Playoffs geht. Der BCB hat derzeit zwei Punkte Vorsprung auf Beuel, die Bonner jedoch das bessere Spielverhältnis. Badminton-Fans dürfen sich also auf einen Krimi freuen. Am Sonntag reist Bischmisheim dann zum Abschluss zu Union Lüdinghausen. Beide Spiele beginnen um 14 Uhr.

Mitten in der Vorbereitung auf diesen Doppelspieltag ereilte die Bundesliga jedoch die Nachricht vom sofortigen Rückzug des zweifachen deutschen Meisters FC Langenfeld. Als Grund gab der Traditionsverein die angespannte personelle Situation an, die sich durch den unerwarteten Rücktritt von Routinier Björn Joppien zusätzlich verschärfte. Damit wird wie schon in den vergangenen zwei Jahren, als sich der SV Fortuna Regensburg und der VfB Friedrichshafen zurückzogen, keine Mannschaft absteigen. Langenfeld will ab der kommenden Saison in der Regionalliga antreten. „Das ist ein richtiger Schock. Schließlich hat Langenfeld seit 1982 durgehend in der Bundesliga gespielt und in den vergangenen Jahren immer zu den Top-Mannschaften gehört“, sagte BCB-Spieler Marcel Reuter. „Ich hoffe, dass der Verein einen Neuanfang schafft.“ Auch Michael Fuchs zeigte sich betroffen. „Es ist sehr schade, dass schon wieder eine Mannschaft aufgeben musste und keinen Weg mehr gesehen hat, in der Bundesliga zu bleiben. Wir hatten in den letzten Jahren tolle Matches gegen Langenfeld. Und auch diesmal hätten sie einer unserer Playoff-Gegner sein können“, sagte der Doppelspezialist. Jetzt wird Union Lüdinghausen der vierte Teilnehmer an den K.o.-Spielen im Kampf um den Meister-Titel sein.

Dem Spitzenspiel gegen Beuel sehen die Spieler des BC Bischmisheim gespannt entgegen. „Bonn wird alles daran setzen, uns noch von der Spitze zu verdrängen“, sagt Michael Fuchs. Er schätzt den Gegner vor allem im Herreneinzel mit dem Weltranglisten-16. Marc Zwiebler und den Briten Rajiv Ouseph und Carl Baxter bärenstark ein. „Ich denke, viel wird von den Herrendoppeln abhängen. Da hatten wir im Hinspiel in den entscheidenden Momenten immer die Nase vorn. Ich hoffe, das läuft diesmal genauso.“ Das Hinspiel endete in Bonn 4:4. Damals fehlten beim BCB die Einzelspezialisten Kestutis Navickas und Dieter Domke wegen Verletzungen, bei Beuel Doppelspieler Ingo Kindervater. „So wie es aussieht, werden diesmal beide Teams vollständig sein“, sagt Marcel Reuter. „Das wird also so etwas wie ein kleines Finale.“

 

          

BC Bischmisheim gewinnt Spitzenspiel gegen EBT Berlin

Von Stefanie Marsch

             
(13.02.2010) Der 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim nähert sich mit großen Schritten seinem Ziel, als Spitzenreiter der Badminton-Bundesliga in die Playoffs zu gehen. Der ungeschlagene Titelverteidiger gewann am Samstagnachmittag das Spitzenspiel des 12. Spieltages gegen die SG EBT Berlin mit 6:2 und baute so sein Punktekonto auf 23:1 aus. Berlin auf Platz drei hat jetzt bereits sechs Punkte Rückstand. Lediglich der 1. BC Beuel, in zwei Wochen zu Gast beim BC Bischmisheim, bleibt mit 21:3 Punkten noch dran. Höhepunkte der Partie gegen Berlin waren das Dameneinzel, das erste Herrendoppel und das erste Herreneinzel.

Vor allem Olga Konon begeisterte die Zuschauer in der gut gefüllten Joachim-Deckarm-Halle. Die 20-jährige Polin konnte zum zweiten Mal in dieser Saison Deutschlands Nummer 1 Juliane Schenk schlagen. Sie gewann die Partie 21:12, 21:19. Allerdings war Schenk erst mit einiger Verspätung in Saarbrücken angekommen, nachdem ihr Zug steckengeblieben war und sie schließlich mit dem Taxi anreisen musste. „Ich bin froh, dass ich überhaupt hier sein konnte, aber unter diesen Bedingungen war keine Höchstleistung drin. Vor allem im ersten Satz war ich mit den Gedanken noch nicht richtig da“, sagte die Weltranglisten-Elfte und machte eine Kampfansage an ihre junge Gegnerin. „Wir werden sicher noch das eine oder andere Mal aufeinandertreffen. Dann werde ich ihr zeigen, wer der Chef auf dem Platz ist“, sagte Schenk lachend. Konon selbst war auch gehandicapt in die Partie gegangen, nachdem ihr Flug von Polen nach Deutschland gestrichen wurde und sie eine Nacht auf dem Flughafen verbringen musste. „Ich bin erst am Freitagmittag in Saarbrücken angekommen und war heute sehr müde“, sagte sie. „Es war diesmal eine reine Kopfsache, ein Spiel gegen mich selbst.“

Konons Sieg gegen Schenk war der Punkt zum 4:2. Kurz darauf machte Dieter Domke mit einem 21:9, 21:17 gegen Tim Dettmann den Sack für Bischmisheim zu. Das abschließende Mixed gewannen Kristof Hopp und eine befreit aufspielende Olga Konon mit 21:16, 21:17 gegen Michal Logosz und Nicole Grether.

Zu Beginn war die Partie noch sehr ausgeglichen verlaufen. Nach den ersten vier Partien stand es 2:2. Kristof Hopp und Johannes Schöttler taten sich in ihrem Herrendoppel zunächst schwer. Tim Dettmann und Josche Zurwonne setzten die frisch gebackenen Deutschen Meister mächtig unter Druck und gewannen den ersten Satz mit 21:15. „Leider haben wir in der Bundesliga oft das Problem, dass wir schwer ins Spiel finden. Im ersten Satz haben wir viele leichte Fehler gemacht. Aber dann haben wir uns gefangen“, erklärte Hopp. Das BCB-Duo gewann die folgenden beiden Durchgänge 21:17, 21:14.

Michael Fuchs und Dieter Domke entschieden das zweite Herrendoppel gegen Michal Logosz und Karsten Lehmann mit 21:9, 21:17 für sich. Im Damendoppel präsentierten sich die Berlinerinnen Juliane Schenk und Nicole Grether souverän und gewannen 21:5, 21:4 gegen Carola Bott und Emma Wengberg.

Einen harten Kampf lieferten sich Kestutis Navickas und der Ex-Bischmisheimer Arvind Bhat, der im vergangenen Sommer nach Berlin gewechselt war. Sie boten den Zuschauern spektakuläre Ballwechsel, die oft nur die besseren Nerven oder das berühmte Quäntchen Glück entscheiden konnten. Am Ende musste sich Navickas, der im ersten Durchgang einen Satzball vergab, mit 21:23, 15:21 geschlagen geben. Marcel Reuter dagegen hatte keine Probleme beim 21:16, 21:8 gegen Josche Zurwonne.

             

Erinnerungen werden wach: Die SG EBT Berlin ist zu Gast beim BC Bischmisheim

Von Stefanie Marsch

            
(11.02.2010) Jeder Badminton-Fan im Saarland, der am 3. Mai 2009 in der Joachim-Deckarm-Halle war, erinnert sich wohl immer noch mit einem wohligen Schauer an diesen denkwürdigen Tag. 0:4 lag der 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim im Rückspiel des Playoff-Finales um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft gegen die SG EBT Berlin bereits zurück. Doch mit Teamgeist und einer großartig spielenden Huaiwen Xu holte der BCB den Rückstand auf und machte seinen vierten Titel in Folge perfekt. Am kommenden Samstag um 14 Uhr ist Berlin, derzeit vier Punkte hinter Spitzenreiter Bischmisheim auf Rang drei der Tabelle, wieder zu Gast in Saarbrücken. „Alle werden sich dann an dieses Spiel erinnern“, ist sich Johannes Schöttler sicher und verspricht: „Auch diesmal wird es ein großer Kampf. Die Saison geht jetzt in die heiße Phase und beide Mannschaften werden das Beste aufbieten, was sie zu bieten haben. Da hält keiner mehr irgendetwas zurück. Für die Zuschauer wird es sich also wieder lohnen.“

Seit Sommer geht Schöttler, der am vergangenen Wochenende mit Kristof Hopp erneut deutscher Meister im Doppel wurde, mit dem BCB auf Titeljagd. Vor zehn Monaten spielte er ebenso wie Dieter Domke noch für EBT Berlin. Zu den früheren Teamkollegen hat er nach wie vor guten Kontakt. Einer davon trainiert auch in Saarbrücken am Olympiastützpunkt. „Tim Dettmann war früher bei Berlin und auch bei internationalen Turnieren mein Doppelpartner. Wir kennen uns schon seit Jahren“, erzählt Schöttler. Dennoch: „Über das Spiel am Samstag sprechen wir kaum. Schließlich hat jede Mannschaft auch eine Taktik und da muss man sich bedeckt halten“, sagt Schöttler, fügt aber scherzhaft hinzu: „Nach dem Spiel, wenn der BCB gewonnen hat, gehen wir wieder zusammen ein Bierchen trinken.“

             

Zwei klare Siege für den BC Bischmisheim und die Playoff-Teilnahme in der Tasche

Von Stefanie Marsch

       
(30./31.01.2010) Der 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim hat in der Badminton-Bundesliga beide Partien des Doppelspieltages an diesem Wochenende gewonnen. Der deutsche Meister besiegte den FC Langenfeld mit 7:1 und den TV Refrath mit 8:0. Der BCB fuhr damit nicht nur vier Punkte ein und bleibt mit 21:1 Zählern ungeschlagener Tabellenführer, sondern machte auch die Teilnahme an den Playoffs klar. „Wir freuen uns natürlich, dass wir das schon so früh in der Saison geschafft haben. Aber unser Ziel ist es, bis zum Schluss die Tabellenführung zu verteidigen. Deshalb müssen wir jetzt die Spannung halten und dürfen uns auf dem Punktepolster nicht ausruhen“, sagte Marcel Reuter nach der Partie gegen Refrath. „Vor allem auf die kommenden Heimspiele gegen Berlin und Bonn sind wir natürlich heiß.“ EBT Berlin ist am 13. Februar beim BCB zu Gast, der BC Beuel am 27. Februar.

Das deutliche Ergebnis gegen Langenfeld stärkt außerdem das Selbstbewusstsein im Hinblick auf die Playoffs, denn dort könnte Langenfeld Halbfinal-Gegner sein. „Nach diesem Sieg sind wir zuversichtlich, dass wir sie auch ein drittes Mal in dieser Saison besiegen könnten, auch wenn sie heute nicht in Bestbesetzung gespielt haben“, sagte Kristof Hopp am Samstag. Das Hinspiel hatte Bischmisheim 6:2 gewonnen. Einziger Wehrmutstropfen für Hopp an diesem Nachmittag: sein verlorenes Doppel mit Michael Fuchs. Die beiden unterlagen Björn Joppien und Przemyslaw Wacha mit 20:22, 28:26, 17:21. „Wir haben heute sieben zu Fuchs und Hopp gewonnen“, scherzte Hopp.

            

Der BC Bischmisheim spielt am Wochenende beim Playoff-Kandidaten FC Langenfeld und beim TV Refrath

Von Stefanie Marsch

          
(28.01.2010) Säbelrasseln, die Muskeln spielen lassen, Präsenz zeigen – für den 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim stehen in der Badminton-Bundesliga spannende Wochen bevor. Bis Ende Februar trifft der BCB auf alle Teams, die auch Ambitionen haben auf einen der ersten vier Tabellenplätze und somit die Teilnahme an den Playoffs: den FC Langenfeld, EBT Berlin, den BC Beuel und Union Lüdinghausen. Für den Titelverteidiger geht es jetzt darum, klarzustellen: Wir sind topfit und wir wollen den fünften Titel in Folge. Zum Auftakt tritt der BCB, der die Tabelle mit zwei Punkten Vorsprung auf Beuel anführt, am kommenden Samstag um 15 Uhr beim FC Langenfeld an.

Die Rheinländer um den mehrfachen deutschen Einzel-Meister Björn Joppien fanden nur schleppend in die Saison, kassierten zu Beginn gegen die drei größten Konkurrenten Berlin, Bischmisheim und Beuel empfindliche Niederlagen. Es schien, als ob Union Lüdinghausen ihnen den Playoff-Platz streitig machen könnte. Doch seit dem fünften Spieltag ist Langenfeld umgeschlagen. Zuletzt verlor dort auch EBT Berlin, wenn auch in geschwächter Besetzung. „So wie es momentan aussieht, ist Langenfeld die vierte Mannschaft in den Playoffs. Und nicht nur das. Wenn wir Tabellenführer bleiben – und das ist unser Ziel – wären sie unser Gegner im Halbfinale“, sagt BCB-Teammanager Thomas Tesche und fordert von den Spieler höchste Konzentration.

Am Sonntag geht die Reise weiter zum Tabellenschlusslicht TV Refrath. Die Partie dort beginnt um 14 Uhr. Erstmals seit Wochen, in denen immer wieder Spieler mit Verletzungen und Krankheiten zu kämpfen hatten, sieht es so aus, als ob der BCB das Wochenende in voller Stärke bestreiten könnte.

             

Der BC Bischmisheim gewinnt 7:1 beim BV Gifhorn

Von Stefanie Marsch

        
(04.01.2010) Der 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim hat sein erstes Spiel im Jahr 2010 in der Badminton-Bundesliga gewonnen. Der BCB siegte am Sonntagnachmittag beim BV Gifhorn in der Sporthalle Flutmulde mit 7:1. Damit steht Bischmisheim weiterhin an der Tabellenspitze, nun wieder mit zwei Punkten Vorsprung auf den 1. BC Beuel. „Die Mannschaft hat sehr konzentriert gespielt und deshalb verdient so hoch gewonnen. Man muss aber auch dazu sagen, dass Gifhorn mit Raul Must und Jan Vondra seine zwei besten Einzelspieler fehlten“, erklärte Teammanager Joachim Tesche.

So konnte der BCB alle drei Herreneinzel ungefährdet für sich entscheiden. Dieter Domke besiegte Maurice Niesner mit 21:14, 21:11. Johannes Schöttler schlug Leif-Olav Zöllner mit 21:16, 21:11. Marcel Reuter setzte sich gegen Henning Zanssen mit 23:21, 21:16 durch.

In den Herrendoppeln setzten sich Johannes Schöttler und Michael Fuchs mit 21:16, 21:19 gegen Maurice Niesner und Robin Middleton durch. Und Kristof Hopp und Philip Welker gingen gegen Henning Zanssen und Leif-Olav Zöllner mit 21:17, 21:19 als Sieger vom Platz.

Im Damenbereich waren auch die Bischmisheimer geschwächt, die ohne Emma Wengberg und mit einer gesundheitlich angeschlagenen Carola Bott antraten. Bott unterlag zusammen mit der eingesprungenen Kristina Kreibich mit 22:20, 13:21, 13:21 gegen Paulien van Dooremalen und Astrid Hoffmann. Das Mixed gewann Olga Konon jedoch an der Seite von Kristof Hopp mit 21:14, 21:16 gegen Robin Middleton und Paulien van Dooremalen. Auch im Dameneinzel hatte Konon beim 21:17, 21:7 gegen Astrid Hoffmann keine Probleme.

              

Der BC Bischmisheim beginnt das neue Jahr mit einem Auswärtsspiel beim BV Gifhorn

Von Stefanie Marsch

             
(31.12.2009) Der 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim startet am kommenden Wochenende in der Badminton-Bundesliga ins neue Sportjahr. Der BCB tritt am Sonntag um 14 Uhr zum Auswärtsspiel beim BV Gifhorn in der Sporthalle Flutmulde an.

Gifhorn erwischte einen schlechten Start in die Saison. Die Niedersachsen, die in der vergangenen Spielzeit als Aufsteiger mit der jetzigen BCB-Spielerin Olga Konon in ihren Reihen für Furore sorgten, standen nach fünf Spieltagen mit 0:10 Punkten mit dem Rücken zur Wand. Noch vor dem Jahreswechsel konnten sie sich jedoch fangen und holten aus den letzten drei Spielen vier Punkte. Dabei präsentierten sich vor allem Gifhorns erstes Herrendoppel mit Robin Middleton und Maurice Niesner sowie die Einzelspiel Raul Must und Jan Vondra stark.

„Gifhorn hat sich inzwischen stabilisiert und kann immer ein unangenehmer Gegner sein, aber wir wollen dort trotzdem keine Punkte liegen lassen“, sagt Bischmisheims Teammanager Thomas Tesche. Mit einem Sieg am Sonntag könnte der BCB, der ein Spiel weniger hat als Verfolger Beuel, wieder einen Zwei-Punkte-Vorsprung an der Tabellenspitze herausspielen. „Den wollen wir wenn möglich halten, bis wir zum Ende der Saison wieder gegen Berlin und Beuel spielen“, sagt Tesche. Bischmisheim will mit seinem kompletten Team nach Gifhorn reisen. Auch Philip Welker ist wieder mit von der Partie.
            

BC Bischmisheim beendet das Jahr mit einem Sieg

Von Stefanie Marsch

               

(13.12.2009) Der  1. BC Saarbrücken-Bischmisheim hat den Rückrundenauftakt in der Badminton-Bundesliga und gleichzeitig sein letztes Spiel in diesem Jahr erfolgreich bestritten. Der Titelverteidiger gewann beim VfL 93 Hamburg mit 5:3. „Wir sind froh, dass wir mit einem Sieg das Jahr beenden konnten, vor allem weil Hamburg ein sehr starkes Spiel gemacht hat“, sagte Michael Fuchs. Die Partie wurde erst im abschließenden Mixed zugunsten der Bischmisheimer entschieden.

Fuchs selbst holte zusammen mit Dieter Domke im Herrendoppel den ersten Punkt für den BCB. Sie besiegten Sebastian Schöttler und Till Zander mit 21:12, 21:17. Johannes Schöttler und Philip Welker, der auch bei seinem zweiten Einsatz in der Bundesliga-Mannschaft stark spielte, legten mit einem 21:14, 23:25, 21:14 gegen Adam Cwalina und Jaczek Hankiewitz nach.  Im Damendoppel konnte sich Hamburg den ersten Punkt holen. Gitte Köhler und Karen Neumann schlugen Olga Konon und Emma Wengberg mit 23:21, 21:12. Dieter Domke stellte den Abstand wieder her mit einem 21:14, 22:20 gegen Sven Eric Kastens. „Dieter ist nach seiner Knieverletzung immer noch leicht angeschlagen gewesen. Deshalb waren wir erleichtert, dass er beide Partien spielen und auch noch gewinnen konnte“, freute sich Fuchs.

Den Punkt zum 4:1 erhielt der BCB kampflos. Karen Neumann trat nicht zum Dameneinzel gegen Olga Konon an. Die nächsten beiden Zähler gingen jedoch an Hamburg. Sebastian Schöttler besiegte Marcel Reuter, der unter der Woche wegen einer Behandlung am Knie nur wenig trainieren konnte, mit 23:21, 19:21, 21:19. Sebastian Rduch schlug Johannes Schöttler 21:16, 21:18. Die Entscheidung über Sieg oder Unentschieden musste also das Mixed zwischen Michael Fuchs und Emma Wengberg und Adam Cwalina und Gitte Köhler bringen. Hier setzte sich das BCB-Duo mit 21:17, 21:15 durch.
           

Rückrundenstart für den BC Bischmisheim beim VfL 93 Hamburg

Von Stefanie Marsch

              

(10.12.2009) Für sein letztes Spiel in der Badminton-Bundesliga in diesem Jahr reist der 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim am kommenden Wochenende in den hohen Norden. Am Sonntag um 14 Uhr trifft der BCB zum Rückrundenstart auf den VfL 93 Hamburg. Das Hinspiel gewann der Titelverteidiger souverän mit 6:2.

Die Hamburger haben bislang eine sehr durchwachsene Saison erlebt. Mit 4:10 Punkten rangieren sie derzeit auf dem sechsten Platz in der Tabelle. Nur einen Sieg konnten sie einfahren, dazu zwei Unentschieden. Sie haben aber auch bewiesen, dass sie gegen ein Top-Team bestehen können. Am 2. Spieltag luchsten die dem 1. BC Beuel einen Punkt ab. Unter anderem siegte Sebastian Schöttler, der Bruder von BCB-Spieler Johannes Schöttler, gegen den starken Engländer Carl Baxter. Die 17-jährige Inken Wienefeld gewann gegen die britische Profi-Spielerin Heather Olver ihr erstes Bundesligaspiel. Der BCB ist also gewarnt.

Die zuletzt verletzten Einzelspieler Dieter Domke und Kestutis Navickas sowie Doppelspezialist Johannes Schöttler sind zurück im Team. Dafür fallen diesmal Carola Bott und Kristof Hopp aus. Philip Welker wird nach seinem gelungenen Debüt gegen Lüdinghausen zu seinem zweiten Einsatz in der Bundesliga kommen.

             

BC Bischmisheim zur Halbzeit Tabellenführer

Von Stefanie Marsch

           
(29.11.2009) Der 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim hat der Badminton-Bundesliga in der ersten Saisonhälfte seinen Stempel aufgedrückt. Zum Abschluss der Hinrunde ließ der deutsche Meister dem 4:4 im Spitzenspiel gestern beim 1. BC Beuel heute vor heimischem Publikum ein 6:2 gegen Union Lüdinghausen folgen und ist mit nun sechs Siegen und einem Unentschieden weiterhin Tabellenführer.

Dabei hatte der BCB nach den Verletzungen der Top-Einzelspieler Kestutis Navickas und Dieter Domke heute auch noch den Ausfall von Doppelspezialist Johannes Schöttler zu verkraften, der Schmerzen im Knie hatte. Jochen Cassel, der zurzeit seine Doktorarbeit in Betriebswirtschaftslehre schreibt und sich deshalb aus der Bundesliga zurückgezogen hatte, und der junge Philip Welker, der seine Premiere in der ersten Mannschaft feierte, sprangen in die Bresche – und halfen mit, den BCB auf die Siegerstraße zu bringen.

Cassel kämpfte zusammen mit Michael Fuchs das Duo Kristian Karttunen und Vladislav Druzhchenko mit 24:22, 21:15 nieder. Die Partie war geprägt von langen kraftraubenden Ballwechseln, die manchmal nur das Glück entscheiden konnte. „Es war schön, wieder einmal in der Bundesliga zu spielen. Zum Glück ist es ja noch nicht so lange her. Ich weiß immer noch, wie Fuchsi auf dem Platz läuft. Deshalb haben wir schnell wieder zusammen gefunden“, sagte Cassel.

Der 20-jährige Welker spielte an der Seite von Routinier Kristof Hopp im zweiten Herrendoppel und begeisterte mit zahlreichen starken Aktionen das Publikum. „Am Anfang haben mir schon ein wenig die Hände gezittert“, gestand er lachend. „Aber nach den ersten Ballwechseln wurde es immer besser.“ Das BCB-Duo gewann gegen Jan Sören Schulz und Hendrik Westermeyer mit 21:15, 17:21, 21:18. Teammanager Thomas Tesche lobte vor allem Welkers stabiles Spiel: „Er stand durchaus unter Druck, weil wir in den Doppeln punkten mussten. Das hat er gut gemeistert. Vor allem im dritten Satz hat er einige entscheidende Punkte gemacht.“ Bereits zum Rückrundenstart beim VfL 93 Hamburg in zwei Wochen soll Welker erneut die Chance bekommen, sich in der Bundesliga zu beweisen.

Nachdem gegen Lüdinghausen auch Emma Wengberg und Carola Bott ihre Gegnerinnen Carina Mette und Laura Ufermann mit 21:19, 14:21, 21:17 bezwungen hatten, war die harte Anfangsphase für die Gastgeber überstanden. Mit ungefährdeten Einzelsiegen machten Marcel Reuter und Olga Konon den Triumph für Bischmisheim bereits perfekt. Reuter schlug Yuhan Tan mit 21:15, 21:14. Konon besiegte die erfahrene Karin Schnaase mit 21:12, 21:15.

In den folgenden Herreneinzeln konnte Lüdinghausen dann zwei Mal punkten. Kristian Karttunen gewann gegen Jochen Cassel mit 21:11, 21:14. Endra Kurniawan behielt gegen Philip Welker mit 21:13, 21:10 die Oberhand. Doch zum Schluss ging noch einmal der BCB als Sieger vom Platz. Michael Fuchs und Emma Wengberg gewannen das lange ausgeglichene Mixed gegen Hendrik Westermeyer und Laura Ufermann mit 21:19, 21:18.

      

Der BC Bischmisheim holt einen Punkt beim BC Beuel

Von Stefanie Marsch

         

(28.11.2009) Der 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim bleibt in der Badminton-Bundesliga weiterhin ungeschlagen. Im Spitzenspiel beim 1. BC Beuel holte sich der Deutsche Meister mit einem 4:4 einen Punkt. „Wenn man unsere Verletzungssorgen bedenkt, ist das ein Topergebnis, mit dem wir sehr zufrieden sein können“, sagte Teammanager Thomas Tesche.

Da der BCB durch den Ausfall von Dieter Domke und Kestutis Navickas im Herreneinzel stark geschwächt in die Partie ging, lag der Fokus vor allem auf den Doppeln und dem Dameneinzel. Von Beginn an entwickelten sich die erwartet engen Drei-Satz-Spiele, wobei die Saarländer anfangs jedes Mal knapp die Nase vorn hatten. Michael Fuchs und Kristof Hopp gewannen gegen Anthony Clark und Ian Maywald mit 21:16, 16:21, 22:20. Olga Konon und Emma Wengberg gingen gegen Birgit Overzier und Heather Olver mit 21:15, 17:21, 21:19 als Siegerinnen vom Platz. Und Johannes Schöttler und Jochen Cassel siegten mit 21:12, 11:21, 22:20 gegen Marc Zwiebler und Rajiv Ouseph. Im anschließenden Dameneinzel setzte sich Carola Bott klar mit 21:17, 21:13 gegen Elizabeth Cann durch.

Der BC Bischmisheim führte also mit 4:0 und hätte mit einem Sieg im Mixed beide Punkte beim großen Meisterschaftsrivalen Bonn mitnehmen können. Doch Kristof Hopp und Olga Konon war im Spiel gegen Anthony Clark und Heather Olver im dritten Satz diesmal das Glück nicht beschieden. Sie unterlagen 11:21, 21:16, 18:21. „In den Herreneinzeln hat man dann einfach gesehen, dass wir nicht auf zwei unserer Topleute verzichten können“, sagte Tesche. Alle drei Partien gingen verloren. Marcel Reuter unterlag Marc Zwiebler mit 12:21, 15:21. Michael Fuchs musste sich knapp mit 18:21, 23:25 gegen Rajiv Ouseph geschlagen geben. Und Jochen Cassel unterlag mit 17:21, 10:21 gegen Carl Baxter.

„Es war heute eine gerechte Punkteteilung. Aber wir haben gesehen, dass wir Bonn schlagen können, wenn wir in Bestbesetzung spielen können“, resümierte Tesche. Morgen empfängt der BC Bischmisheim um 14 Uhr in der Joachim-Deckarm-Halle in Saarbrücken Union Lüdinghausen. Bei einem Sieg beendet der BCB die Hinrunde als Spitzenreiter.

             

Doppelspieltag für den BC Bischmisheim: Spitzenspiel in Bonn und Heimspiel gegen Lüdinghausen

Von Stefanie Marsch

               

(25.11.2009) Zum Abschluss der Hinrunde in der Badminton-Bundesliga steht dem 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim am kommenden Wochenende noch einmal ein knallharter Doppelspieltag bevor. Erster gegen Zweiter heißt es am Samstag. Der Tabellenführer aus dem Saarland ist um 15 Uhr beim 1. BC Beuel zu Gast, der Mannschaft, die von den meisten Teammanagern der Bundesliga-Vereine zu Saisonbeginn zum Titel-Favoriten erkoren wurde. Bischmisheims Teammanager Thomas Tesche sieht in den Bonnern in jedem Fall den stärksten Gegner im Kampf um die Titelverteidigung. „Das liegt vor allem daran, dass Beuel sich im Sommer mit den Engländern Anthony Clark, Rajiv Ouseph und Heather Olver hochklassig verstärkt hat und mit seinem vergrößerten Kader jetzt flexibler spielen kann“, sagt er. Und Beuels Trainer Marc Hannes kann erstmals in dieser Saison auch tatsächlich auf alle Spieler zurückgreifen. Tesche betrachtet die Partie in Bonn deshalb auch als „guten Gradmesser im Hinblick auf die Playoffs“.

Allerdings wird es in Bonn wohl nicht zum Duell zwischen Deutschlands Nummer 1 Marc Zwiebler, der noch am vergangenen Wochenende die Scotland International gewann, und seinem „Kronprinzen“ Dieter Domke kommen. „Dieter hat immer noch Probleme mit seinem Knie“, erklärt Thomas Tesche. „Auch Kestutis Navickas hat seine Oberschenkelverletzung noch nicht aus auskuriert.“ Erstmals in dieser Saison kehrt deshalb Jochen Cassel zurück, der sich im Sommer aus der Bundesliga zurückzog, aber gern aushilft, wenn Not am Mann ist. Er spielt neben Marcel Reuter im Einzel. Zusammen mit den verlässlichen Herrendoppeln und den stets stark auftretenden Damen sieht Tesche die Mannschaft trotz der Verletzungen gerüstet und ist zuversichtlich, dass der Meister am Wochenende eine gute Punkteausbeute einfahren wird.


Am Sonntag empfängt der BC Bischmisheim um 14 Uhr in der Joachim-Deckarm-Halle in Saarbrücken Union Lüdinghausen und trifft dabei auf einen alten Bekannten. Der Ukrainer Vladislav Druzhchenko, der früher auch schon für den BCB in der Bundesliga spielte, verstärkt seit Sommer die Mannschaft aus Nordrhein-Westfalen. Lüdinghausen ist derzeit Tabellenvierter und schickt sich an, dem FC Langenfeld seinen Rang unter den „üblichen Verdächtigen“ für die Playoffs streitig zu machen. Bisher verlor Union nur sein Auftaktmatch gegen Beuel. Es folgten Siege gegen Refrath, Gifhorn und Hamburg sowie zuletzt ein Unentschieden gegen Langenfeld. Beim BCB wird gegen Lüdinghausen auch Nachwuchsspieler Philip Welker zum Einsatz kommen.

Dieses Heimspiel ist wie immer auf der Vereins-Internetseite www.bc-bischmisheim.de live zu erleben. Diesmal präsentiert sich der Livestream in einer verbesserten Version. Die Spielstände werden nun direkt ins Bild eingeblendet. Außerdem erhalten die Zuschauer zwischen den Ballwechseln immer wieder interessante Informationen zu den Spielern des BCB.

               

Bischmisheim dreht Spiel in Berlin

Von Stefanie Marsch


(07.11.2009) Der 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim hat heute im Spitzenspiel der Badminton-Bundesliga gegen die SG EBT Berlin wieder einmal seinen Kampfgeist unter Beweis gestellt. Zweimal holte der BCB einen Rückstand auf und gewann die Partie mit 5:3. Die Wende zugunsten der Bischmisheimer brachte die 19-jährige Olga Konon, die bewies, dass sie in die großen Fußstapfen von Huaiwen Xu steigen kann. In drei Sätzen rang sie die deutsche Nummer 1 Juliane Schenk nieder.

„Wir hatten schon nicht mehr damit gerechnet, dass wir gegen Berlin noch gewinnen würden, nachdem wir zuerst 0:2 und später 1:3 zurücklagen“, sagte Kristof Hopp. Er und sein Partner Johannes Schöttler unterlagen Wong Choong Hann und Michal Logosz mit 14:21, 16:21. Emma Wengberg und Carola Bott zogen gegen Juliane Schenk und Nicole Grether mit 14:21, 15:21 den kürzeren. Nachdem Marcel Reuter und Michael Fuchs Bischmisheim mit einem 21:13, 21:14 gegen Josche Zurwonne und Karsten Lehmann herangebracht hatte, musste Kestutis Navickas gegen Wong Choong Hann im dritten Satz verletzungsbedingt aufgeben.

Dann kam der große Auftritt von Olga Konon. Sie gewann gegen Juliane Schenk mit 21:19, 15:21, 21:16. „Ich freue mich riesig über diesen Sieg. Ich habe mich heute stark gefühlt und habe von Anfang an versucht, geduldig die Punkte auszuspielen und nicht zu schnell den Abschluss zu suchen“, sagte Konon, die Schenk zum ersten Mal besiegen konnte.

Nach dieser Initialzündung drehte der BCB das Spiel. Olga Konon gewann zusammen mit Kristof Hopp auch das Mixed mit 21:11, 21:13 gegen Michal Logosz und Nicole Grether. Marcel Reuter schlug Eetu Antti Heino mit 21:18, 15:21, 21:15 und Michael Fuchs besiegte Karsten Lehmann mit 21:18, 21:10.
         

 

Bischmisheim erstmals auf Reisen: Spitzenspiel in Berlin

Von Stefanie Marsch


(06.11.2009) Nach vier Heimspielen in Folge muss der Deutsche Badminton-Mannschaftsmeister 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim jetzt zum ersten Mal in dieser Bundesliga-Saison reisen. Und nicht irgendwohin, sondern zur SG EBT Berlin, dem Gegner des dramatischen Finales im Mai, das der BCB knapp für sich entscheiden konnte. Die Partie am Samstag beginnt um 14 Uhr.
Bischmisheim und Berlin haben bislang als einzige Teams noch ihre weiße Weste. Bei 8:0 Punkten und jeweils 27:5 gewonnenen Spielen führt der BCB lediglich durch die bessere Bilanz bei den gewonnenen Sätzen die Tabelle an. Da ist es schwer, einen Favoriten für das Aufeinandertreffen am Samstag auszumachen. „Das wird ein sehr offenes Spiel.

Aber es wäre gut, wenn wir uns durch einen Sieg in der Tabelle absetzen könnten“, sagt Dieter Domke, der ebenso wie Johannes Schöttler erstmals seit dem Wechsel zum BCB auf seinen ehemaligen Verein trifft. Er glaubt, dass bereits die ersten vier Matches den Spielausgang entscheiden könnten. „Beide Teams haben sehr starke Doppel. Diese Spiele könnten also richtungsweisend sein.“ Im Dameneinzel sieht Domke die Berliner mit Deutschlands Nummer 1 Juliane Schenk favorisiert. Im Herreneinzel könnte der BCB davon profitieren, dass bei EBT der Finne Eetu Heino und die beiden Inder Chetan Anand und Arvind Bhat fehlen werden.

Teammanager Thomas Tesche will in Berlin auf jeden Fall punkten, also zumindest ein Unentschieden erreichen. Denn er hat für die reguläre Saison ein großes Ziel vor Augen: „Wir wollen als Nummer 1 in die Playoffs gehen.“

 

BCB behält die weiße Weste: 8:0 gegen den TV Refrath

Von Stefanie Marsch

                  

(11.10.2009) Nach dem Doppelspieltag an diesem Wochenende geht der 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim nicht nur mit einer weißen Weste in die kleine Spielpause in der Badminton-Bundesliga, sondern auch als Tabellenführer. Dem 6:2 gestern gegen den FC Langenfeld ließ der Deutsche Meister heute ein 8:0 gegen Aufsteiger TV Refrath folgen. Damit zog der BCB in der Tabelle über die gewonnenen Sätze an der ebenfalls noch ungeschlagenen SG EBT Berlin vorbei. „Wir haben erreicht, was wir uns für dieses Wochenende vorgenommen haben und können jetzt in vier Wochen entspannt zu unserem nächsten Spiel nach Berlin fahren“, zeigte sich Teammanager Roman Spitko nach dem vierten Sieg im vierten Spiel zufrieden.
In der Partie gegen Refrath zeigte sich schnell die Überlegenheit des BCB. Dem druckvollen und variablen Spiel des Deutschen Meisters hatte der Aufsteiger nur selten eine passende Antwort entgegen zu setzen. Bischmisheim gewann ohne Satzverlust.

     

Der 1. BC Bischmisheim besiegt den FC Langenfeld mit 6:2

Von Stefanie Marsch

             

(10.10.2009) Der 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim hat Teil eins seiner Mission an diesem Wochenende erfüllt und zum Auftakt des Doppelspieltages in der Badminton-Bundesliga den FC Langenfeld mit 6:2 besiegt. Teammanager Roman Spitko war nach der Partie gegen den Vorjahresdritten vor allem mit der Einstellung seiner Mannschaft zufrieden. „Wir haben sehr engagiert und mit viel Moral gespielt. Deshalb ist der Sieg auch in dieser Höhe verdient“, sagte Spitko. Überschattet wurde die Partie von der erneuten Verletzung von Kestutis Navickas. Der Litauer, dessen Oberschenkelzerrung auskuriert schien, biss in seinem Match gegen Przemyslaw Wacha lange die Zähne zusammen, musste dann aber beim Stand von 18:21, 5:7 aufgeben.
Zu diesem Zeitpunkt führte der BCB mit 3:0 durch Siege in den Doppeln. Ungefährdete Punkte holten Emma Wengberg und Olga Konon beim 21:12, 21:4 gegen Ella Diehl und Lisa Hankammer sowie Michael Fuchs und Marcel Reuter beim 21:9, 21:13 gegen Mike Joppien und Philipp Wachenfeld. Härter zu kämpfen hatten Kristof Hopp und Johannes Schöttler gegen Björn Joppien und Przemyslaw Wacha. Nach einem klaren 21:14 für die beiden BCBler im ersten Durchgang, konnte sich in einem ausgeglichenen zweiten Durchgang niemand entscheidend absetzten. Beim Stand von 19:19 war jedoch das Duo aus Langenfeld am Drücker und gewann den Satz 21:19. „Eigentlich hätten wir das Spiel in zwei Sätzen gewinnen können, aber im zweiten waren wir zum Schluss zu ungeduldig“, erklärte Hopp. „Das haben wir im dritten Satz besser gemacht. Da waren wir immer einen Schritt voraus.“ Das BCB-Duo gewann den dritten Durchgang mit 21:18.
Die spannendste und aufreibendste Partie des Tages lieferten sich jedoch Olga Konon und die Weltranglisten-23. Ella Diehl. Im ersten Satz fanden beide Spielerinnen zunächst nur mühsam ins Spiel und leisteten sich unnötige Fehler. In der entscheidenden Phase war es dann Diehl, die konzentrierter spielte und sich den Durchgang 21:18 holte. Doch dann drehte Konon auf. Im zweiten Satz zog sie konsequent ihr Spiel auf, machte Druck und ließ der Russin kaum Zeit zu reagieren. Dementsprechend deutlich hieß es schließlich 21:9 für Konon. Es musste also ein Entscheidungssatz her, in dem sich Konon schließlich selbst ein Bein stellte. Sie ließ von ihrer druckvollen Taktik ab und spielte auf Sicherheit. So konnte ihre Gegnerin die Initiative ergreifen und gewann den Satz 21:16. Konon ärgerte sich über ihre vergebene Chance. „Ich war so nah dran. Ich hätte gewinnen können, aber zum Schluss habe ich zu viel nachgedacht. Ich hätte einfach bei meiner Taktik bleiben sollen“, sagte die 19-Jährige.
Damit war Langenfeld wieder auf 2:3 herangekommen. Doch der BCB ließ sich davon nicht beunruhigen, spielte konsequent und konzentriert weiter. Deshalb geriet der Sieg des BCB auch nicht ins Wanken. Die verbleibenden drei Spiele gingen jeweils in zwei Sätzen an die Saarländer. Kristof Hopp und Emma Wengberg gewannen das Mixed gegen Mike Joppien und Kathrin Wanhoff mit 21:13, 22:20. Dieter Domke setzte sich mit 21:19, 21:14 gegen Björn Joppien durch. Marcel Reuter ging gegen Pavel Florian mit 21:6, 21:10 als Sieger vom Platz.

         

 

Doppelspieltag für den BCB: Heimspiele gegen den FC Langenfeld und den TV Refrath

Von Stefanie Marsch

            

(07.10.2009) Nachdem die Spieler des 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim in der vergangenen Woche bei den Bitburger Open sozusagen vor ihrer Haustür angetreten sind, steht jetzt ein Doppelspieltag in der Badminton-Bundesliga vor der Tür. Der BCB spielt an diesem Wochenende zwei Mal in eigener Halle, empfängt am Samstag um 14 Uhr den FC Langenfeld, am Sonntag zur gleichen Zeit Aufsteiger TV Refrath. Der Deutsche Meister hat sich zwei Siege vorgenommen, um im Kampf um die Playoff-Plätze schon ein gutes Polster zu haben. „Im vergangenen Jahr haben wir keinen guten Start erwischt und haben uns dann sehr schwer getan. Deshalb wäre es sehr beruhigend, diesmal möglichst lange die weiße Weste zu behalten“, sagt Teammanager Roman Spitko. Der BCB wird wohl in Bestbesetzung spielen können. Kestutis Navickas kann nach seiner Oberschenkelzerrung wieder voll trainieren und sollte ebenso einsatzbereit sein wie Carola Bott, die zuletzt unter anderem mit Rückenproblemen zu kämpfen hatte.
Langenfeld, in der vergangenen Saison in den Playoffs Halbfinalgegner des BCB, wird zum ersten großen Gradmesser für die laufende Spielzeit. „In dieser Partie werden wir sehen, wo die Mannschaft steht. Das wird eine riesige Herausforderung“, sagt Spitko. Vor allem, weil Langenfeld nach der empfindlichen 1:7-Niederlage gegen EBT Berlin auf Wiedergutmachung aus sein wird. „Langenfeld ist gegen Berlin nicht in Bestbesetzung angetreten. Sie werden diesmal viel stärker sein“, vermutet Spitko. Im Dameneinzel wird die Russin Ella Diehl wohl wieder dabei sein. Gegen die Weltranglisten-24. stünde für die Nachfolgerinnen von Huaiwen Xu der erste große Härtetest an. Ob Olga Konon oder Carola Bott diese Partie bestreiten wird, entscheidet sich kurzfristig und hängt auch davon ab, ob Bott ganz fit ist.
Einen Tag nach der Partie gegen Langenfeld erwartet Bischmisheim mit dem TV Refrath den großen Unbekannten. Auf dem Papier sieht das wie eine klare Sache aus: der Deutsche Meister gegen den Aufsteiger. Und Refrath hat seine ersten beiden Spiele klar verloren. „Trotzdem kann man sie noch nicht so richtig einschätzen. Und in der Bundesliga gibt es keine Pflichtsiege“, warnt Spitko zur Vorsicht.

        

 

Souveräner Sieg für den BCB: 7:1 gegen den BV Gifhorn

Von Stefanie Marsch

                    

(27.09.2009) Der 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim hat auch sein zweites Saisonspiel souverän gewonnen. Gegen den BC Gifhorn setzte sich der Titelverteidiger in der Joachim-Deckarm-Halle mit 7:1 durch. „Wir hatten eigentlich einen härteren Kampf erwartet, vor allem weil Kestutis Navickas mit einer Oberschenkelzerrung ausfiel. Aber letztendlich waren wir in allen Partien außer dem Damendoppel überlegen“, bilanzierte Teammanager Thomas Tesche, der die Mannschaft an diesem Tag zusammen mit Roman Spitko betreute.

Den ersten Punkt allerdings holten die Gäste. Paulien van Dooremalen und Anita Kaur, die bei Gifhorn die Nachfolge der im Sommer zum BCB gewechselten Olga Konon antrat, gewannen das Damendoppel. Sie setzten sich mit 21:18, 21:14 gegen Emma Wengberg und Olga Konon durch. „Von der Spielstärke war diese Partie sehr ausgeglichen. Unsere Mädels haben sehr gut begonnen, aber dann hat der Gegner ihre Angriffe immer wieder auskontern können“, sagte Thomas Tesche.

Kristof Hopp und Johannes Schöttler gelang kurz darauf der verdiente Ausgleich. Sie entschieden ihr Herrendoppel mit 21:9, 16:21, 21:7 gegen Robin Middleton und Maurice Niesner für sich. Michael Fuchs und Dieter Domke erhöhten im zweiten Herrendoppel mit einem 21:10, 21:13 gegen Leif-Olav Zöllner und Raul Must auf 2:1.

Einen harten Gegner hatte Marcel Reuter. Der Gifhorner Jan Vondra brachte nicht nur seine Spielstärke, sondern auch so manchen Psychotrick zum Einsatz, um Marcel Reuter aus dem Konzept zu bringen. Aber der Bischmisheimer ließ sich nicht beirren, machte sein Spiel und gewann 21:18, 21:16. „Marcel hat super gespielt. Unsere Taktik ist aufgegangen. Ziel war es, das Tempo hochzuhalten, damit Jan Vondra keine Gelegenheit bekommt, sein Spiel aufzubauen“, erklärte Roman Spitko.

Nach der Niederlage im Doppel zeigte Olga Konon eine souveräne Leistung im Einzel. Sie wirkte gelöst, dominierte ihre Gegnerin Anita Kaur im ersten Satz nach Belieben und gewann schließlich mit 21:6, 21:14. Ebenso ungefährdet holte Dieter Domke den entscheidenden Punkt für den BCB. Er besiegte Raul Must mit 21:11, 21:12. Das 5:1 für die Saarländer.

Auch die Schwedin Emma Wengberg durfte sich in ihrer ersten Partie für den deutschen Meister noch über einen Sieg freuen. Im Mixed mit Michael Fuchs behielt sie in einem umkämpften Match die Oberhand gegen Robin Middleton und Paulien van Dooremalen. 21:19, 14:21, 22:20 hieß der Entstand. Das abschließende Herreneinzel gewann Johannes Schöttler mit 21:17, 22:20 gegen Maurice Niesner.

           

 

Der BV Gifhorn zu Gast beim BCB: Olga Konon spielt gegen ihren ehemaligen Verein

Von Stefanie Marsch

               
(23.09.2009) Der 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim bestreitet am Sonntag um 14 Uhr in der Joachim-Deckarm-Halle sein zweites Saisonspiel in der Badminton-Bundesliga. Nach dem VfL 93 Hamburg, den der BCB souverän mit 6:2 besiegte, reist diesmal der BV Gifhorn aus Niedersachsen ins Saarland. Der BV sorgte in der vergangenen Saison als Aufsteiger für Furore. Holte insgesamt sechs Siege, schlug den FC Langenfeld und trotzte dem BCB ein Unentschieden ab. Als Fünfter verpasste Gifhorn schließlich nur knapp die Play-Offs. Der deutsche Meister ist also gewarnt. "Unser primäres Ziel ist zunächst einmal immer das Erreichen der Play-Offs. Deshalb ist es wichtig, dass wir Mannschaften wie Gifhorn, die auf dem Sprung nach oben sind, im direkten Duell besiegen", sagt Teammanager Joachim Tesche. Zudem würde es Ruhe und Sicherheit in die neu zusammengestellte Mannschaft bringen, mit zwei Siegen in die Saison zu starten.

Deshalb wird der BCB in Bestbesetzung antreten. Michael Fuchs und Neuzugang Emma Wengberg aus Schweden werden erstmals ins Geschehen eingreifen. Olga Konon trifft in ihrem zweiten Spiel für die Bischmisheimer auf ihre früheren Mannschaftskollegen. In der Saison 2007/2008 hatte die 19-Jährige entscheidenden Anteil am Aufstieg des BV Gifhorn. Sie verlor damals kein einziges Spiel. Und auch in der vergangenen Saison gehörte sie zu den Leistungsträgern der Niedersachsen. Dennoch will sie die Partie am Samstag angehen wie jede andere auch. "Ich versuche, nicht daran zu denken, dass es meine alten Kameraden sind, gegen die ich antrete. Ich werde alles geben, um mein Team nach vorne zu bringen", sagt Konon.

Beim BC Bischmisheim fühlt sie sich bereits pudelwohl. "Ich bin sehr glücklich in meiner neuen Mannschaft. Sie hat einen außergewöhnlichen Teamgeist. Außerdem ist es toll, wie viel Aufmerksamkeit Badminton hier bekommt. Es spornt an, zu wissen, wie sehr sich die Menschen dafür interessieren, wenn du auf den Platz gehst." Dass beim vierfachen deutschen Meister die Erwartungen und damit auch der Erfolgsdruck höher sind als bei ihrem früheren Verein, spürt Konon schon. "Aber ich versuche, das nicht zu sehr an mich herankommen zu lassen. Man hat schließlich immer Druck, selbst beim allerkleinsten Turnier", sagt sie. "Es kommt einfach darauf an, wie man damit umgeht. Ich bemühe mich immer, Druck in etwas Positives umzumünzen, aus jedem guten Punkt oder der Unterstützung der Teamkamerden Stärke zu ziehen."

             

Gelungener Bundesliga-Auftakt für den 1. BC Bischmisheim:

Olga Konon (l.) und Carola Bott. Foto: 1. BCB.

6:2 gegen den VfL 93 Hamburg

Von Stefanie Marsch


(12.09.2009) Dem 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim ist ein erfolgreicher Start in die neue Saison der Badminton-Bundesliga gelungen. Der vierfache deutsche Mannschaftsmeister besiegte den VfL 93 Hamburg mit 6:2. „Mit diesem Auftakt können wir zufrieden sein. Aber das Ergebnis sieht deutlicher aus als die Partie war. Einige Spiele waren doch sehr hart umkämpft“, sagte Kristof Hopp, der zusammen mit Johannes Schöttler im Doppel den ersten Punkt für den BCB holte. 21:16, 21:9 lautete das Ergebnis gegen die Hamburger Till Zander und Adam Cwalina.
Härter zu kämpfen hatten in ihrem ersten gemeinsamen Doppel Carola Bott und Olga Konon gegen Inken Wienefeld und Karen Neumann. Schon der erste Satz ging mit 21:18 nur knapp an den BCB. Im zweiten lagen Bott und Konon bereits 14:20 zurück, machten dann aber acht Punkte in Folge und gewannen den Durchgang 22:20. „Ich war schon ein wenig nervös“, gestand die 19-jährige Konon. „Es war schließlich der erste Auftritt für den neuen Verein.“ Auch im Mixed mit Johannes Schöttler flatterten ihr manchmal ein wenig die Nerven. „Im zweiten Satz habe ich Fehler um Fehler gemacht“, sagte Konon kritisch. Trotzdem gewann das BCB-Duo mit 21:13, 15:21, 21:14 gegen Till Zander und Karen Neumann.
Im Dameneinzel im Spiel eins nach dem Karriereende von Huaiwen Xu ließ Carola Bott der erst 17-jährigen Inken Wienefeld keine Chance. Sie gewann 21:9, 21:10. „Ich wollte das Tempo hoch halten und wenig Fehler machen“, beschrieb Bott ihre Strategie. „Das hat sehr gut geklappt.“

Im zweiten Herrendoppel machte sich das Fehlen von Michael Fuchs bemerkbar, der wegen einer wichtigen Prüfung an der Universität verhindert war. Marcel Reuter und Dieter Domke unterlagen knapp mit 19:21, 19:21 gegen Sven Eric Kastens und Sebastian Schöttler. „Es wurmt mich schon, dass ich mein erstes Spiel für den BCB verloren habe“, sagte Domke. Umso souveräner gewann er sein Einzel. Beim 21:9, 21:15 gegen Sebastian Schöttler ließ der 22-Jährige seine Klasse aufblitzen.
Die spannendste Partie des Tages lieferten sich Kestutis Navickas und Sven Eric Kastens. Dieses Einzel war dominiert von langen, umkämpften Ballwechseln. Auf harte Schmetterschläge folgten gefühlvolle Stops. Beide Kontrahenten hatten ein enormes Laufpensum. Schließlich hatte der Hamburger Kastens nach einem spektakulären dritten Satz mit 21:16, 17:21, 25:23 das bessere Ende für sich. Das abschließende Herreneinzel gewann Marcel Reuter mit 21:14, 21:19 gegen Sebastian Rduch.

           

 

Start in die schwere Mission Titelverteidigung:

Zum Saisonauftakt ist der VfL 93 Hamburg zu Gast

Von Stefanie Marsch         

              

(09.09.2009) Es ist soweit. Nach 131 Tagen ohne Badminton-Bundesliga fliegen ab Samstag wieder die Bälle. Der 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim startet erneut in die Mission Titelverteidigung. Eine Mission, die nach dem personellen Umbruch in der Mannschaft des vierfachen deutschen Meisters nicht leicht wird. Dessen sind sich alle bewusst. „Trotzdem wollen wir unseren Titel verteidigen“, sagt Kristof Hopp. „Wir können es auf jeden Fall ins Finale schaffen, und wenn wir dort waren, haben wir bisher immer gewonnen.“

Die erste Hürde auf dem Weg dahin ist an diesem Samstag ab 14 Uhr in der Saarbrücker Joachim-Deckarm-Halle der VfL 93 Hamburg. „Hamburg hat eine sehr ausgeglichene Mannschaft. Mit Karen Neumann haben sie im Damenbereich eine zweimalige Olympiateilnehmerin in ihren Reihen. Außerdem gilt die erst 17-jährige Inken Wienefeld als große deutsche Nachwuchshoffnung“, sagt Teammanager Joachim Tesche. Dennoch gehe der BCB in allen Spielen als Favorit auf den Platz. Kristof Hopp sieht das genauso, warnt aber davor, sich zu sicher zu sein. „Man sollte keinen Gegner auf die leichte Schulter nehmen.“

Der BCB tritt am Samstag mit Olga Konon, Carola Bott, Kristof Hopp, Dieter Domke, Johannes Schöttler und Kestutis Navickas an. Eine spannende Frage wird sein, wer das Dameneinzel bestreitet. „Die endgültige Aufstellung wird zwar erst am Spieltag selbst gemacht. Es wird aber vermutlich Carola Bott sein“, sagt Joachim Tesche.


Für Johannes Schöttler, der aus Hamburg stammt und früher selbst beim VfL spielte, wird die Partie auch ein kleines Familientreffen. Sein zwei Jahre älterer Bruder Sebastian spielt bei den Norddeutschen. Seit Kindesbeinen stehen sich die beiden sehr nahe. „Wir haben schon immer alles zusammen gemacht“, erzählt Johannes Schöttler. Also fingen sie auch gemeinsam mit Badminton an. Und Sebastian ist es letztlich zu verdanken, dass Johannes heute einer der besten Doppelspezialisten Deutschlands ist. „Früher habe ich öfter mal darüber nachgedacht, mit dem Badminton aufzuhören. Aber weil mein Bruder immer zum Training ging, bin ich eben weiter mitgegangen“, sagt Johannes Schöttler, der sich darauf freut, Sebastian nach Monaten wieder zu sehen. „Wir sehen uns momentan leider viel zu wenig.“

Nach dem Spiel, wie immer es ausgeht, gehen die Schöttlers also auf jeden Fall noch auf Tour. „Wer dann die Getränke bezahlt, steht noch nicht fest“, verrät Johannes Schöttler lachend. „Vielleicht machen wir eine Wette daraus und der Verlierer zahlt.“

        

 

Neue Zeitrechnung beim 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim

Von Stefanie Marsch

        

(08.09.2009) Für den 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim beginnt am 12. September um 14 Uhr eine neue Zeitrechnung. Es ist das Jahr eins nach Huaiwen Xu, nach dem Verlust von insgesamt fünf erfahrenen Bundesliga-Spielern, nach einer Verjüngungskur für die Mannschaft des vierfachen deutschen Mannschaftsmeisters. Es ist der Start in ein Abenteuer mit neu gemischten Karten, aber auch der erste Schritt in die Zukunft des BCB.

„Wir wissen, dass wir in der kommenden Saison nicht die gleiche Stärke aufbringen können wie in den vergangenen Jahren“, sagt BCB-Vorsitzender Frank Liedke. „Aber wir haben eine gute Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern, die gute Chancen hat, es wieder ins Finale zu schaffen.“ Mit Olga Konon, Emma Wengberg, Dieter Domke und Johannes Schöttler hat der BC Bischmisheim vier große Talente verpflichtet, die „ihren Zenit noch nicht erreicht haben“. Keiner der Neuzugänge ist älter als 25 Jahre. Perspektive hieß also der Grundsatz, von dem sich der Verein bei der Suche nach neuen Spielern leiten ließ.

Die Vereinsführung hat die neue Strukturierung der Mannschaft über Monate hinweg geplant und vorausschauend umgesetzt. „Es hat sich ja schon vor der letzten Saison abgezeichnet, dass sich einiges verändern würde. Bei Huaiwen Xu bestand eine 50:50-Chance, dass sie aufhört. Und auch bei Roman Spitko hat sich das Karriereende angedeutet“, erklärt Frank Liedke. Bereits Ende 2008 hätten die ersten Gespräche mit Spielern begonnen. Als der letzte Ballwechsel der vergangenen Saison gespielt war, stand der neue Kader schon.
Die Rollen werden neu verteilt beim BCB. „Huaiwen Xu hat mit ihren Erfolgen viele Jahre lang den Verein geprägt und eine große Last getragen. In der kommenden Saison müssen die Herren in die Bresche springen und sehr konstante Leistungen bringen“, sagt Frank Liedke. Auch eine neue Leitfigur brauche der Verein. Der BCB-Chef hofft, dass Routinier Kristof Hopp „das Heft in die Hand nimmt“. In der Zukunft traut Liedke dem 22-jährigen Einzelspezialisten Dieter Domke, U19-Vize-Europameister von 2005 und Deutscher Meister in der U21, zu, das neue Gesicht des BCB zu werden.

Dass der BC Bischmisheim nicht als Favorit in die Spielzeit 2009/2010 geht, schreckt den Vorsitzenden nicht. „Bei keinem unserer vier Titel waren wir der Favorit. Der Blick auf die Spieler-Meldelisten war immer erst einmal ernüchternd“, sagt Frank Liedke. „Aber gerade im letzten Finale gegen Berlin hat man gesehen, was mit Teamgeist möglich ist. Der Zusammenhalt in der Mannschaft wird diesmal eben noch mehr gefordert sein.“

         

 

Roman Spitko hört auf

Roman Spitko. Foto: 1. BCB

Zwei Mal Meister mit dem BCB - Zukunft im Verein als Teammanager und Jugendtrainer

Von Stefanie Marsch

 

(28.08.2009) Roman Spitko vom 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim wird seine aktive Leistungssportkarriere beenden. Nach zehn Jahren hängt der 30-Jährige aufgrund anhaltender Schmerzen im Rücken den Badminton-Schläger vorerst an den Nagel. „Die Verletzung erlaubt es mir leider nicht mehr, so intensiv zu trainieren, wie es nötig wäre, um in der Bundesliga und auf internationaler Ebene zu bestehen“, erklärt Spitko.

 

Er wird dem BCB allerdings als Teammanager der Bundesliga-Mannschaft erhalten bleiben. Diese Aufgabe bestreitet er zusammen mit den Brüdern Thomas und Joachim Tesche. Zudem wird Spitko weiterhin im Jugendbereich als Trainer tätig sein. Ob und wann er für den viermaligen Meister auch wieder zum Schläger greifen wird, zum Beispiel in der zweiten Mannschaft, kann Spitko noch nicht sagen. „Ich möchte meinem Körper zunächst einmal die nötige Ruhe geben, um sich zu erholen. Danach sehen wird weiter.“ Demnächst startet Spitko in eine Vollzeitbeschäftigung als Dozent für Betriebswirtschaftslehre und Marketing an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement.

 

Roman Spitko kommt ursprünglich aus Meitingen bei Augsburg und zog 1999 nach Saarbrücken, um dort am Olympiastützpunkt zu trainieren. Damals spielte er mit dem TSV Neuhausen Nymphenburg in der zweiten Liga. 2002 wechselte er zum TuS Wiebelskirchen. Seit dem Rückzug des TuS aus der Bundesliga 2007 spielte Spitko beim BCB, mit dem er zwei Mal deutscher Mannschaftsmeister wurde. Zudem war Spitko zwei Mal deutscher Meister im Doppel. „Davon habe ich als Kind immer schon geträumt“, erzählt der 30-Jährige. Im Einzel zählt er den Einzug ins Viertelfinale bei den Malaysia Open 2006 zu seinen größten Erfolgen. Als Nationalspieler gewann Spitko mit den deutschen Herren 2006 Silber und 2008 Bronze bei der Team-EM.

 

 

Dieter Domke und Johannes Schöttler im Portrait: Starksy & Hutch beim BCB

Von Stefanie Marsch

(07.08.2009) Johannes Schöttler und Dieter Domke erinnern an Walther Matthau und Jack Lemmon, Starsky und Hutch oder Jay und Silent Bob – zwei gegensätzliche Charaktere, die aber trotzdem wunderbar harmonieren. Auf der einen Seite der ruhige und bedachte Schöttler, auf der anderen das Energiebündel Domke. Langweilig wird es also garantiert nicht, wenn man mit den beiden Neuzugängen des deutschen Badminton-Mannschaftsmeisters 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim an einem Tisch sitzt.

 

„Habe ich schon mal erwähnt, dass Dieter noch nie gegen mich gewonnen hat? Schon in der U 17 habe ich ihn besiegt“, stichelt Schöttler. „Ja, aber nur mit viel Dusel“, schießt Domke zurück. In den vergangenen zwei Jahren spielte das ungleiche Duo zusammen bei EBT Berlin, im Mai Gegner des BCB in einem dramatischen und engen Bundesliga-Finale. Ab der kommenden Saison werden Einzelspezialist Domke, ehemaliger U19-Vizeeuropameister und deutscher Meister in der U21, und sein Kumpel Schöttler, der 2009 deutscher Meister im Doppel und Vizemeister im Mixed wurde, mit dem BCB auf Titeljagd gehen – eine Entscheidung, die sie gemeinsam getroffen haben. „Wir haben viel über den Wechsel gesprochen“, erzählt Schöttler.

 

„Und dann haben wir ihnen gesagt, dass sie uns nur zusammen bekommen“, ergänzt Domke lachend. „Zum Glück wollten sie uns beide haben.“ Einen Umzug brachte der Wechsel allerdings nicht mit sich. Denn beide wohnen seit Jahren in Saarbrücken und trainieren am Olympiastützpunkt. Domke zog mit 17 von Kaiserslautern in die Landeshauptstadt, machte sein Abitur am Rotenbühl-Gymnasium und ist seither in der Sportfördergruppe der Bundeswehr in Mainz. Schöttler verschlug es nach Abitur und Zivildienst in seiner Heimatstadt Hamburg vor dreieinhalb Jahren ins Saarland. Er studiert an der Universität in Saarbrücken Betriebswirtschaftslehre. Die räumliche Nähe von Wohnort und Verein hat deshalb neben der sportlichen Perspektive beim viermaligen deutschen Meister auch eine Rolle beim Wechsel gespielt.

 

„Jetzt müssen wir nicht mehr für Heimspiele nach Berlin fliegen“, scherzt Domke. Bevor Domke und Schöttler aber erstmals für den BCB ans Netz gehen, treten sie ab Montag ebenso wie ihre Teamkollegen Michael Fuchs, Kristof Hopp, Kestutis Navickas, Olga Konon und Emma Wengberg bei der Individual-WM in Hyderabad/Indien an. Dabei hat Domke mit dem Topgesetzten Malaysier Lee Chong Wei gleich in der ersten Runde ein Hammerlos erwischt. Und das, wo er nach einem Ermüdungsbruch im rechten Schienbein erst seit rund vier Wochen wieder trainiert. „Ich werde die Sache ganz locker angehen, schließlich kann ich überhaupt nichts falsch machen“, sagt er. Schöttler hat im Doppel mit Hopp zum Auftakt die Engländer Anthony Clark und Nathan Robertson zugelost bekommen. „Schwere Gegner, aber wir sind nicht chancenlos“, meint er. Im Mixed mit Birgit Overzier gibt es in Henry Tam und Donna Haliday aus Neuseeland eine lösbare Aufgabe.

 

 

Saison 2008/2009

Play-off-Runde

Fr 1. Mai  EBT Berlin - 1. BC Bischmisheim 3:5 
So 3. Mai  1. BC Bischmisheim - EBT Berlin 14 Uhr

Bischmisheim hat nach Auswärtssieg beste Karten für den vierten Titelgewinn
Von Pascal Blum
(1.5.09) Ist das schon eine Vorentscheidung? Der 1.BC Bischmisheim konnte heute das erste Finalspiel um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft bei der SG Empor Brandenburger Tor aus Berlin für sich entscheiden. In der Sporthalle Samariterstraße gewann der dreifache Deutsche Mannschaftsmeister das Hinspiel im Kampf um den Titel mit 5:3. Schon vor dem Spielbeginn gab es für die Berliner eine Hiobsbotschaft, der im zweiten Herreneinzel gesetzte Dieter Domke musste wegen einer Verletzung passen.
In der Hauptstadt begann es sehr gut für die Saarländer. Das erste Herrendoppel mit Michael Fuchs & Kristof Hopp bezwang das Berliner Duo Michal Logosz & Wong Choong Hann mit 21:17 21:11. Das Team von der Spree zog aber dann mit dem Sieg im Damendoppel gleich: Juliane Schenk & Nicole Grether bezwangen Johanna Persson & Huaiwen Xu mit 21:9 19:21 21:19. Und die Berliner punkteten weiter - mit 21:10 21:19 behielten Tim Dettmann & Johannes Schöttler gegen Jochen Cassel & Roman Spitko die Oberhand. Auch das erste Herreneinzel ging in die Hauptstadt: Wong Choong Hann aus Malaysia gewann gegen Arvind Bhat mit 21:13 21:18. Der Indische Meister in Diensten des BCB hatte gegen den Vizeweltmeister von 2003, Gewinner der China Open von 2002 und aktuell die Nummer Elf der Weltrangliste, keine Chance. Aber nach dieser 3:1 Führung für Berlin gaben die Saarländer Gas. Trotz schmerzhafter Kniebeschwerden verkürzte Huaiwen Xu, Deutschlands erfolgreichste Badmintonspielerin aller Zeiten, den Abstand. Mit 19:21 21:9 und 21:15 gewann sie ihr Spiel gegen die amtierende Deutsche Meisterin Juliane Schenk. Ein großer Sieg für die 33-Jährige in einem ihrer letzten Spiele im BCB-Trikot.
Huaiwen hat heute alles gegeben, sie hat für diesen Sieg noch mal alles aus sich rausgeholt", sagte Team-Manager Thomas Tesche. Und der BCB war weiter auf Punktejagd: Kristof Hopp & Johanna Persson besiegten im Mixed das Berliner Duo Michal Logosz & Nicole Grether mit 21:15 21:18. Das war der Ausgleich zum 3:3. Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Dieter Domke hatten die Saarbrücker noch zwei weitere Eisen im Feuer. Der Litauer Kestutis Navickas musste gegen den EBTler Tim Dettman antreten, der gebürtige Saarländer Marcel Reuter traf im dritten Herreneinzel auf Johannes Schöttler. Beide Spiele gingen an die Bischmisheimer. Navickas siegte 21:13 21:15 und Reuter mit 19:21 21:11 21:10.
Von einer Vorentscheidung im Titelkampf wollte aber Team-Manager Tesche nach dem Match nichts wissen:
Mit diesem Sieg haben wir uns für Sonntag lediglich eine gute Ausgangslage geschaffen mehr auch nicht! Vorsicht ist geboten, denn die Berliner können im Rückspiel bei uns genauso gut gewinnen." Die Addition der Ergebnisse des Hin- und Rückspiels entscheiden, ob der BCB seinen vierten Titelgewinn in Folge feiern kann.

   

Vorschau:    

Rückspiel in Bischmisheim kann live im Internet verfolgt werden
Keiner will Favorit sein in Huaiwens Abschiedsspielen 
Von Pascal Blum
(30.4.09) Bis dato war alles nur Vorgeplänkel. Seit dem 14. September des vergangenen Jahres arbeitete die Bundesliga auf diese Entscheidung hin. Und jetzt steht sie ins Haus. Der Kampf um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft geht auf die Zielgeraden - der 1.BC Bischmisheim trifft im Finale auf die SG EBT Berlin. Während die Saarländer zum vierten Mal in Folge beste Mannschaft der Saison werden möchten, strebt das Team aus der Hauptstadt seinen ersten Titel an. Der BCB bietet für das Spiel gegen das Team von der Spree wieder seinen gewohnten Service an: Auf der Vereins-Homepage wird das Match am Sonntag via Live-Stream und Live-Ticker kostenlos übertragen.
Berliner Team gespickt mit Weltklasseathleten
Wird das Meister-Abonnement für den BCB verlängert? Das ist die große Frage rund um den 1.BC Bischmisheim. Die Ausgangslage stimmt optimistisch – die Bischmisheimer gehen in Bestbesetzung in die zwei Partien, bei denen zum Titelgewinn die Addition der Ergebnisse des Hin- und Rückspiels zählen. Aber nicht nur Experten wissen: Für den BCB wird es extrem schwer. Die Berliner wurden nicht umsonst schon vor der Saison als Topfavorit auf den Titel gehandelt. Im Berliner Team wimmelt es nur so von Stars: Mit dem Inder Chetan Anand hat man den derzeit Weltranglisten-Zwölften und mit Choong Hann Wong aus Malaysia auch noch den Weltranglisten-Elften in seinen Reihen. Wobei beide nicht gleichzeitig spielen dürfen, da höchstens ein Spieler eingesetzt werden darf, der keine europäische Staatsbürgerschaft hat. Mit dem Polen Michal Logosz - die Nummer neun der Weltrangliste im Herrendoppel - kommt ein weiterer Topmann hinzu. Die amtierende Deutsche Meisterin und Nummer 18 der Weltrangliste, Juliane Schenk sowie ihre frühe Doppelpartnerin Nicole Grether, aktuelle die Nummer 16 in der Doppel-Weltrangliste, komplettieren den Stamm des Berliner Teams, das auch ansonsten mit Nationalspielern und Titelträgern gespickt ist.
Kristof Hopp erklärt Berlin zum Favoriten - Schenk widerspricht
„Im Finale sind wir der klare Außenseiter – doch die Meisterschaft ist trotzdem möglich. Wenn wir das Hinspiel gut überstehen und ein gutes Ergebnis erzielen, dann ist alles drin. Aber - es gibt eben kein Spiel, wo wir klarer Favorit sind“, meinte der bis dato sechsfache Deutsche Mannschaftsmeister Kristof Hopp mit all seiner Erfahrung. Die Favoritenrolle weist Berlins Juliane Schenk weit von sich: „Wir haben doch den Titel nicht automatisch in der Tasche! Ganz im Gegenteil - der BCB hat doch auch etliche Top-Spieler. Wenn man die einzelnen Spiele betrachtet, so gibt es wenig bis gar kein Match, wo man sagen könnte, das ist glasklar im Voraus entschieden. Spannung ist demnach garantiert.“
Eine ganz enge Kiste
Die Statistik belegt: Beide Mannschaften kennen sich aus dem Effeff. Gegen die Hauptstädter musste der BCB in den vergangenen vier Spielzeiten schon dreimal im Halbfinale ran und 2005/06 standen sich die beiden Teams im Finale gegenüber. „Ich denke, die Chancen stehen 50:50. Es muss an so einem Finalwochenende alles passen, nur dann kann man den Titel holen. In unserem Heimspiel wollen wir versuchen, den Grundstein für einen erfolgreichen Ausgang zu legen. Mir würde dieser Titel viel bedeuten – ich fühle mich sehr, sehr wohl in Berlin. Für mich persönlich ist es in diesem Jahr schon ein Geschenk gewesen, Deutsche Meisterin im Dameneinzel zu werden – warum nun nicht auch den Teamtitel gewinnen? Ich bin erfolgshungrig!“, so Juliane Schenk. In der Hauptrunde trennten sich die beiden Teams in Berlin 4:4. In Saarbrücken verbuchte der Klub aus der Hauptstadt einen 5:3-Erfolg. Allerdings: In keiner der beiden Partien traten die Vereine in ihrer Bestbesetzung an. Im Play-off-Halbfinale hatte sich Bischmisheim gegen den FC Langenfeld durchgesetzt, Berlin bezwang den letztjährigen Vizemeister 1. BC Beuel.
„Das Spiel gegen Berlin wird eine ganz enge Kiste. Es würde mich nicht wundern, wenn am Ende hier nicht die Punkte, sondern das Satzverhältnis über die Meisterschaft entscheidet“, sagt BCB-Mannschaftskapitän Michael Fuchs.
Abschiedsparty für Huaiwen Xu
„Ich möchte zum Abschied den Titel verteidigen“, macht Deutschlands erfolgreichste Badmintonspielerin aller Zeiten deutlich. Huaiwen Xu, die im Herbst mit dem Leistungssport aufhört und gemeinsam mit ihrem Ehemann in die USA zieht, weist auf das große Plus des BCB hin: „Wenn wir uns in den vergangenen Jahren durch etwas ausgezeichnet haben, dann war es unser Teamgeist. Und den werden wir auch jetzt in die Waagschale werfen“, sagt Xu, die bei allen drei bisherigen Meister-Erfolgen zum Team des 1. BCB zählte. In ihrem letzten Spiel im Vereinstrikot möchte man der 33-Jährigen einen unvergesslichen Abschied bereiten. „Ich hoffe, die Halle wird gut gefüllt sein, so dass die Saarländer nach dem Finale auch noch gebührend Huaiwens Abschied feiern können“, sagt Thomas Tesche. Ob man dann gleich noch den Titel feiern kann – da hält sich der Teammanager der Bischmisheimer eher bedeckt: „Natürlich sehe ich dafür Chancen, aber ich glaube, es wird so knapp, wie noch nie in den vergangenen vier Jahren. Es wird verdammt schwer, aber Berlin wird um den Titel hart kämpfen müssen, ohne Gegenwehr werden sie ihn nicht bekommen.“

Play-off-Runde: Vorschau Halbfinale

Sa 21. März  FC Langenfeld 1. BC Bischmisheim 14 Uhr
So 22. März  1. BC Bischmisheim - FC Langenfeld 14 Uhr

    

Die Play-off-Runde bietet die Möglichkeit, noch einmal "Huaiwen gucken zu gehen"
Von Pascal Blum
(19.3.09) Endlich ist es soweit. Die Bundesliga-Saison erreicht am Wochenende ihren ersten Höhepunkt. Die Punkterunde in der 1. Bundesliga ist passé - jetzt geht es wieder bei Null los. Es stehen das Play-off-Halbfinale vor der Tür. Es geht um den Einzug ins Endspiel – um alles oder nichts. In der Addition zählen nur die Ergebnisse des Hin- und Rückspiels. Als Zweiter der Tabelle tritt der 1.BC Bischmisheim am 21. und 22. März gegen den FC Langenfeld an. Der amtierende Deutsche Meister hatte als besser platziertes Team die Wahl, ob es lieber zuerst zu Hause oder auswärts spielen möchte. Man entschied sich, erst nach Langenfeld zu reisen, um am Tag danach die Rheinländer in der Joachim-Deckarm-Halle zu empfangen.
Mit dem Fan Bus auf Tour
Der BCB bietet für das Spiel gegen die Rheinländer wieder seinen gewohnten Service an: Auf der Vereins-Homepage wird das Match am Sonntag via Live-Stream und Live-Ticker kostenlos übertragen. Und damit möglichst viele saarländische Badmintonfans ihren BCB beim schweren Auswärtsspiel unterstützen können, setzt der Verein einen Fan-Bus ein.
Der Bus fährt am Samstag um 10 Uhr auf dem Parkplatz an der Landessportschule in Saarbrücken ab. Erwachsene zahlen 18 Euro und Kinder 12 Euro – jeweils im Preis enthalten ist das Eintrittsticket. Eine Anmeldung ist über das Koordinationsbüro erforderlich: Hermann Neuberger Sportschule 1, 66123 Saarbrücken, Tel: 0681/3879-452, Mail: info @ bitburger-open.de.
Huaiwen zwickt der Ellenbogen
Der BCB kann bei den Play-offs aus dem Vollen schöpfen und in Bestbesetzung antreten. Auch Roman Spitko hat nach langer Verletzungspause wieder Turniere gespielt und ist einsatzfähig. Nur der zweimaligen Europameisterin Huaiwen Xu zwickt etwas der Ellenbogen, doch nach ihren Auftritten bei den All England Championships sowie den Swiss Open wird sie sich auch das Finale um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft nicht entgehen lassen. Apropos Huaiwen Xu: Für die erfolgreichste deutsche Badmintonspielerin aller Zeiten wird dies einer der letzten Auftritte im BCB-Trikot sein. Bevor die fünffache Deutsche Meisterin ihre Karriere beendet und in die USA geht, können die saarländischen Fans sie nur noch bei maximal zwei Einsätzen in der Heimat bestaunen. „Noch einmal Huaiwen gucken gehen!“ – ist also mit Sicherheit schon ein echter Anreiz und wahrlich ein triftiger Grund, am Sonntag in die Joachim-Deckarm-Halle zu kommen.
Die Bilanz bisher
Für die Saarländer ist es übrigens die sechste Halbfinalteilnahme in Folge. Einem exklusiven Zirkel gleich, bestreiten seit fünf Jahren mit Berlin, Beuel, Langenfeld und eben dem BCB immer die gleichen vier Mannschaften diesen Abschluss-Wettkampf um den Titel. Trotzdem kam es seither erst einmal zu der jetzigen Spielpaarung: Nur im Finale der Saison 2006/2007 trafen die Saarbrücker ebenfalls auf die Langenfelder. In der Saison gab es bei den Rundenspielen in Saarbrücken ein 4:4 und in Langenfeld konnte sich der Gastgeber vor wenigen Wochen mit 6:2 durchsetzen. Team-Manager Thomas Tesche zu den Aussichten: „Mit Langenfeld kommt ein Team, das wir natürlich sehr gut kennen. Doch das macht die Sache nicht einfacher. Gerade im Herrenbereich sind sie super besetzt. Unser Ziel ist es, im Auswärtsspiel minimum ein 4:4 zu erreichen und dann zu Hause mit unserem Publikum im Rücken, alles für den Finaleinzug klar zu machen. So oder so – es wird auf jeden Fall wieder eine ganz enge Kiste. Hochspannung ist vorprogrammiert!“
Gegenspieler vom Feinsten
Mit Przemyslaw Wacha haben die Langenfelder einen Spieler der Extraklasse in ihren Reihen. Der Pole belegt in der Weltrangliste derzeit den neunten Platz. Und der 28-Jahre alte Björn Joppien stand in diesem Jahr in Bielefeld als erster Spieler in der Historie der Deutschen Meisterschaften zum zehnten Mal in Folge in einem Herreneinzel-Endspiel. In den Jahren 2000 bis 2004 sowie 2006 und 2007 holte er sich auch den Titel. Ein bekanntes Bischmisheimer Gesicht kehrt am Sonntag mit dem Langenfelder-Tross an die Saar zurück. Kathrin Wanhoff, die unter ihrem Mädchennamen Piotrowski besser bekannt ist, hat mit dem BCB die ersten beiden Meistertitel feiern können. „Wichtig ist, dass wir taktische klug agieren. Man darf nicht das einzelne Play-off-Spiel sehen. Der Samstag ist nur eine Halbzeit – wie beim Fußball. Es zählt alleine, wie sich am Ende die möglichen 16 Punkte aufteilten“, so der Team-Manager abschließend.

13./14 Spieltag

Sa 21.2.09 Union Lüdinghausen - 1. BC Bischmisheim 3:5 
So 22.2.09 1. BC Bischmisheim - 1. BC Beuel 
6:2 

    

Doppelsieg schaffte beste Ausgangssituation für die Play-offs
Von Pascal Blum
(23.2.09) Nach dem 5:3-Auswärtssieg bei Union Lüdinghausen am Samstag gewann der 1.BC Bischmisheim auch sein gestriges Heimspiel gegen den Ligaprimus 1. BC Beuel mit 6:2. Am Ende der regulären Saison stehen die Saarländer in der 1. Liga auf dem zweiten Tabellenplatz. Somit sind auch die Play-off-Halbfinalpaarungen für den 21. und 22. März bestimmt: Tabellenführer Beuel muss gegen die SG EBT Berlin antreten, der BC Bischmisheim trifft auf den FC Langenfeld. Bonn und Bischmisheim haben das Wahlrecht, ob sie zuerst zu Hause oder auswärts spielen möchten. Die Saarbrücker haben entschieden, erst nach Langenfeld zu reisen, um dann am nächsten Tag um 14 Uhr, die Rheinländer in der Joachim-Deckarm-Halle zu empfangen. „Wir haben uns heute eine sehr gute Ausgangssituation für den Schlussspurt geschaffen. Und im Finish sind wir nicht zu unterschätzen, da bringen wir eine gehörige Portion Erfahrung mit. Kein Team spielte in den vergangenen vier Jahren mehr Halbfinal- oder Finalspiele als wir“, sagt Kristof Hopp, der mit seinen sieben errungenen Mannschaftstiteln diesen Vorteil geradezu personifiziert. Bonns Ingo Kindervater kommentierte die Ausgangslage wie folgt: „Wir treffen nun auf die nominell stärkste Mannschaft der Liga. Favorit sind wir in dieser Partie sicher nicht, aber jedes Spiel muss erst mal gespielt werden. In Finalspielen kann immer alles passieren.“
Atemberaubend: Bhat gegen Zwiebler
Obwohl das Ergebnis gegen Tabellenführer Beuel mit 6:2 sehr deutlich ausschaut, wurden immerhin fünf der acht Spiele über drei Sätze gespielt. Knackpunkt der Partie war sicherlich das erste Herreneinzel: Bischmisheims Arvind Bhat setzte sich in einem atemberaubenden Match mit 21:15 22:24 21:19 gegen den amtierenden Deutschen Meister Marc Zwiebler durch. Der Inder in Diensten der Saarländer, der Mitte dieser Woche auch Indischer Meister im Herreneinzel wurde, machte mit diesem Sieg die 3:1-Führung perfekt. Zuvor brachten Kristof Hopp & Michael Fuchs mit ihrem 21:14 21:12 gegen Marc Zwiebler & Ville Lang die Heimmannschaft in Front. In einem mitreißenden Spiel besiegten dann die Saarbrückerinnen Huaiwen Xu & Johanna Persson das Duo Birgit Overzier & Elisabeth Cann mit 27:25 14:21 21:17. Ingo Kindervater & Ian Maywald verkürzten danach auf 2:1. Sie behielten mit 23:25 21:10 21:19 gegen Thomas Tesche & Jochen Cassel die Oberhand. Nach dem 3:1 durch Bhat hatte der BCB aber noch drei heiße Eisen im Feuer. Dem aufopferungsvoll kämpfenden Marcel Reuter war es allerdings nicht vergönnt, seine beste Saisonleistung mit einem Sieg zu krönen. Er unterlag Carl Baxter mit 18:21 21:11 17:21. Doch den vierten Punkt brachte dann Kestutis Navickas. 21:8 21:15 fegte der Litauer den Ex-BCBler Ville Lang von der Matte. Deutlich auch der Sieg im Dameneinzel: Huaiwen Xu ließ der Englischen Meisterin Elisabeth Cann mit 21:11 21:9 keine Chance. Das war der Sieg! Im letzten Match traten Kristof Hopp und Partnerin Johanna Persson gegen Ingo Kindervater & Birgit Overzier an. Mit 21:16 15:21 21:11 ging dieses Spiel um die goldene Ananas auch noch an die Saarbrücker.
Fuchs sprach von bester Saisonleistung
„Für mich lieferten wir heute unsere beste Saisonleistung ab. Das war eine tolle geschlossene Mannschaftsleistung. Jetzt haben wir erst mal das schwere Spiel gegen Langenfeld vor der Brust und dann sehen wir weiter. Nach dem heutigen Tag gehe ich aber sehr optimistisch in dieses Halbfinale“, sagte BCB-Teamkapitän Michael Fuchs. Und Bischmisheims Teammanager Thomas Tesche meinte: „Die Saison hat neu begonnen. Mit diesem Ansatz sind wir auch in das Spiel gegangen. Die bis dato eher durchwachsene Saison wollten wir vergessen und ganz von neuem starten. Das ist uns optimal gelungen. Wenn es so weitergeht, werden wir auch in diesem Jahr viel erreichen.“

      

Vorschau:

Showdown um die besten Plätze
Von Pascal Blum
(19.2.09) Am kommenden Faschingswochenende endet die reguläre Saison der 1. Bundesliga mit einem Doppelspieltag. Am Samstag muss der 1.BC Bischmisheim beim Tabellensechsten Union Lüdinghausen antreten. Einen Tag darauf empfangen die Saarländer in der Joachim-Deckarm-Halle den unangefochtenen Spitzenreiter der Liga. Der 1. BC Bonn-Beuel gab in dieser Saison erst zwei Punkte ab - ausgerechnet bei der 3:5 Heim-Niederlage gegen die Saarbrücker. Der BCB bietet für das Spiel gegen die Rheinländer wieder seinen gewohnten Service an: Auf der Vereins-Homepage wird das Match via Live-Stream und Live-Ticker kostenlos übertragen.
Welches ist für wen die günstigste Ausgangspositon?
In diesen beiden letzten Spielen der Saison geht es alleinig um die beste Ausgangsituation für das am 21. und 22. März ausgetragene Play-off Halbfinale. Die Teilnehmer für diesen Abschluss-Wettkampf um die Deutsche Meisterschaft stehen schon seit zwei Wochen fest. Mit Beuel, Langenfeld, Berlin und eben dem BCB qualifizierten sich die Mannschaften für die Runde der letzten Vier, die auch schon in den vergangenen Jahren den Kampf um den Meistertitel prägten. Und der Modus für die vier Endrunden-Plätze lautet wie immer: Erster gegen Vierter, Zweiter gegen Dritter. Dabei darf die in der Tabelle besser platzierte Mannschaft wählen, ob sie lieber zuerst das Heim- oder das Auswärtsspiel bestreiten möchte. Beim BCB sind alle Frauen und Männer an Bord. Selbst der langzeitverletzte Roman Spitko scheint seine Rückenbeschwerden überwunden zu haben und möchte am Wochenende wieder in den Ring steigen. Ein absolutes Schmankerl für die Zuschauer sowie eine echte Standortbestimmung im Hinblick auf die Play-offs wird das Duell des Bischmisheimers Arvind Bhat gegen den dreifachen und amtierenden Deutschen Meister Marc Zwiebler. Der Inder in Diensten der Saarländer hat gegen Deutschlands Nummer eins etwas gutzumachen. Bhat unterlag dem 24-jährigen gebürtigen Bonner im Hinspiel mit 7:21, 21:18, 10:21.
Dass in allem Schlechten doch auch immer etwas Gutes wohnt, zeigt die Tabellenkonstellation: Mit der Niederlage beim FC Langenfeld am vergangenen Spieltag ist gewiss, dass der  BCB im Play-off Halbfinale der in bester Besetzung als Top-Favorit gehandelten SG EBT Berlin aus dem Weg gehen konnte. Der amtierende Deutsche Mannschaftsmeister und derzeitige Tabellendritte kann im Halbfinale unmöglich auf die Hauptstädter treffen. Einiges spricht dafür, dass Langenfeld im Halbfinale gegen den 1. BC Bischmisheim spielt, während Beuel mit dem Vierten Berlin rechnen muss. Also alles schon geritzt? „Keinesfalls“, so Thomas Tesche. Bischmisheims Team-Manager weiter: „Die Spiele am Karnevalswochenende sind keine Gaudi-Veranstaltungen. Wir wollen in Lüdinghausen siegen und aus dem Spiel gegen Beuel mindestens einen Punkt holen. Unser Ziel ist Platz zwei, so dass die Wahl des Heimrechts an uns fällt und wir zu Hause unseren Fans das wichtige zweite Play-off-Spiel präsentieren können.“

12. Spieltag

So 8.12.09 FC Langenfeld - 1. BC Bischmisheim 6:2 

    

BCB steht trotz Niederlage im Play-off-Halbfinale
Von Pascal Blum
(8.2.09) Die gute Nachricht zuerst: Der 1.BC Bischmisheim erreichte in der 1. Bundesliga zum sechsten Mal in Folge das Play-off-Halbfinale. Trotz einer 2:6-Niederlage beim heutigen Gastspiel in Langenfeld sicherte sich der amtierende Deutsche Mannschaftsmeister einen der begehrten vier Plätze. Die Saarländer profitierten davon, dass der BV Gifhorn sich am Wochenende mit zwei Niederlagen endgültig aus dem Rennen für die Play-offs verabschiedete.
So bleibt es bei der altbekannten Konstellation der vergangenen Jahre: Beuel, Langenfeld, Berlin und eben der BCB streiten in den verbleibenden zwei Spieltagen nur noch um die beste Ausgangssituation für das Halbfinale. Dieses wird in der Kombination Tabellenführer gegen Rang vier, sowie Platz zwei gegen drei, ausgetragen. Die auf dem Tableau besser platzierte Mannschaft darf wählen, ob sie lieber zuerst das Heim- oder das Auswärtsspiel bestreiten möchte. Die Saarländer stehen nun auf dem dritten Tabellenplatz, wobei sich das Gesamtklassement verzerrt darstellt, da die vier Teams bis dato unterschiedlich viele Spiele ausgetragen haben.

Für die Saarbrücker punkteten heute das erste Herrendoppel und das dritte Herreneinzel. Die BCBler Michael Fuchs & Kristof Hopp besiegten Przemyslaw Wacha & Mike Joppien mit 21:15 12:21 21:19. Und Michael Fuchs war es auch, der Thorsten Hukriede mit 17:21 21:15 21:18 in die Knie zwang.
Huaiwen Xu mit Knieproblemen
Bitter für die Saarländer war die Aufgabe von Huaiwen Xu, die wegen einer Muskelentzündung am Knie ihr Spiel im Damendoppel mit Johanna Persson nicht zu Ende führen konnte. Den ersten Satz gewannen die Saarbrückerinnen noch mit 21:14. Im zweiten machte sich das Handicap von Xu deutlich bemerkbar und der Satz ging mit 21:7 an Ella Diehl & Aileen Rößler. Im dritten Satz musste die zweimalige Europameisterin von der Saar aber endgültig passen.
So hatte dann auch Xu-Ersatz Carola Bott im Dameneinzel gegen die in der Welt an Position 32 geführte Ella Diehl mit 9:21 13:21 nicht den Hauch einer Chance. Apropos Weltrangliste: Der auf Rang neun stehende Przemyslaw Wacha machte gegen den BCBler Kestutis Navickas mit 21:15 21:12 kurzen Prozess. „Wir konnten heute leider nicht die Leistung abrufen, die wir uns für dieses Match vorgenommen hatten. Kompliment aber auch an die bärenstarke Truppe aus Langenfeld, die trotz des Ausfalls von Björn Joppien, ein sensationelles Spiel ablieferte.
Fazit aus der heutigen Begegnung ist, dass wir uns in den Play-off-Spielen deutlich steigern müssen, wenn wir unseren Titel verteidigen wollen“, sagte Bischmisheims Teammanager Thomas Tesche, der in Langenfeld zum zweiten Mal in dieser Saison im Kader der ersten Mannschaft stand. Zusammen mit Jochen Cassel unterlag er aber im zweiten Herrendoppel den Rheinländern Thorsten Hukriede & Andreas Wölk mit 18:21 16:21.
Um das Ergebnisprotokoll komplett zu machen, sei noch erwähnt, dass sich sowohl Kristof Hopp mit Johanna Persson, wie auch Marcel Reuter im zweiten Herreneinzel, nicht durchsetzen konnten. Das BCB-Mixed musste sich Mike Joppien & Kathrin Wannhoff mit 20:22 21:16 und 17:21 geschlagen geben. Und Reuter unterlag Andreas Wölk mit 18:21 21:12 11:21.
Der BCB muss nun am 21. Februar bei Union Lüdinghausen antreten und einen Tag darauf empfangen die Saarbrücker den Tabellenführer 1. BC Beuel.

         

Vorschau:

Ein Sieg in Langenfeld bringt die sichere Play-off-Qualifikation

Von Pascal Blum
(5.2.) Am kommenden Sonntag hat der 1.BC Bischmisheim eine weitere Gelegenheit, sich vorzeitig für das Play-off-Halbfinale zu qualifizieren. Der amtierende Deutsche Mannschaftsmeister und derzeitige Tabellenzweite muss beim FC Langenfeld antreten. Spielbeginn am Sonntag um 14 Uhr in der Sporthalle am Konrad-Adenauer-Gymnasium in Langenfeld. Ein Sieg über den Tabellendritten und die Saarländer hätten zum sechsten Mal in Folge das Play-off Halbfinale erreicht. Bei einer Punkteteilung - aber auch bei einer Niederlage - kommt es darauf an, wie die Spiele der Konkurrenten ausgehen. Zumal alle Mitbewerber um die begehrten vier Qualifikationsplätze einen Doppelspieltag vor der Brust haben.
Ausgeruht ind Rheinland
Der BCB tritt im Rheinland mit einem starken Team an: Lediglich Roman Spitko ist noch immer nicht von seinen Rückenschmerzen genesen und auch Arvind Bhat wird nicht rechtzeitig aus seiner Heimat Indien einfliegen können.
Vorteil für den BCB: Die Langenfelder müssen am Tag zuvor in Hamburg antreten, während die spielfreien Bischmisheimer ausgeruht in die Partie gehen können. „So langsam geht die Bundesligasaison auf ihren Höhepunkt zu. Das Prickeln und die Anspannung werden immer größer. Daher nehmen wir das schwere Auswärtsspiel in Langenfeld sehr erst. Wir wollen so schnell wie möglich den Sack zumachen und uns einen Platz in den Play-offs sichern“, sagte Bischmisheims Teammanager Thomas Tesche vor der Begegnung.
Das Hinspiel gegen Langenfeld endete in der Saarbrücker Joachim-Deckarm-Halle 4:4. Nach dem Spiel bei den Rheinländern stehen noch zwei Spieltage an. Der BCB muss am 21. Februar bei Union Lüdinghausen antreten und einen Tag darauf empfangen die Saarbrücker den derzeitigen Tabellenführer 1. BC Beuel.

10. Spieltag

So 10.1.09 1. BC Bischmisheim - EBT Berlin 3:5

    

Bischmisheim nutzte Chance nicht, sich die Berliner vom Leibe zu halten

Von Pascal Blum
(12.1.09) In seinem ersten Heimspiel im neuen Jahr musste der 1.BC Bischmisheim auch gleich seine erste Saisonniederlage hinnehmen. Die Saarländer verloren heute in der Joachim-Deckarm-Halle mit 3:5 gegen die SG EBT Berlin. Die Schlappe schmerzt doppelt: Zum einen hätte der amtierende Deutsche Mannschaftsmeister mit einem Sieg seinen Einzug ins Play-off-Halbfinale perfekt gemacht, zum anderen hätte man der personell am stärksten besetzten Mannschaft die Chancen für eine Play-off-Teilnahme so gut wie verbaut. Positiv ist, dass sich Verfolger Langenfeld und Gifhorn mit einem 4:4 die Punkte teilten und der BCB weiterhin auf Tabellenplatz zwei steht. Bischmisheims Kapitän Michael Fuchs meinte nach dem Match: „Für uns ist diese Niederlage natürlich sehr ärgerlich. Primär hat sie keine Auswirkungen, aber wir hatten heute die einmalige Chance, uns die Berliner für die Play-off-Spiele vom Hals zu halten. Schade, dass wir nicht in voller Besetzung antreten konnten.“
Carola Bott gab verletzt auf
Kurios: Schon nach vier Punkten stand es 2:0 für die Hauptstädter. Carola Bott und Johanna Persson führten gegen Juliane Schenk und Joanne Nicholas im ersten Satz mit 4:0 - als Carola Bott verletzt aufgeben musste. So gingen das Damendoppel und das noch ausstehende Dameneinzel, bei dem Bott gegen Schenk spielen sollte, an die Mannschaft von der Spree. „Seit Freitag habe ich in meinem rechten Oberschenkel eine Muskelverhärtung. Ich hab es heute versucht, aber es ging nicht. Bei jedem Ausfallschritt tat es höllisch weh. Und bevor es noch schlimmer wird und vielleicht etwas reißt, habe ich das Handtuch geworfen“, sagte die enttäuschte Bott. Die gebürtige Aschaffenburgerin vertrat Huaiwen Xu, die in China einer familiären Verpflichtung nachkam. Erfreulich dann für den BCB, dass sich das erste Herrendoppel mit Kristof Hopp & Michael Fuchs gegen Choong Hann Wong & Tim Dettmann mit 21:11 22:20 durchsetzten konnte. Dies war für Berlins Superstar eine Premiere: Wong verlor sein erstes Bundesligaspiel! Dass die Nummer 16 der Weltrangliste heute in Saarbrücken antrat, war für viele Beobachter überraschend. Den Vizeweltmeister von 2003 hatte man extra für das Bundesligaspiel aus seiner Heimat einfliegen lassen. In den vergangenen vier Wochen jettete der Malaysier somit dreimal nach Europa und zweimal nach Asien – kein schlechter Schnitt!
2. Doppel ging an die Spree
Leider, aus Bischmisheimer Sicht, ging dann das zweite Herrendoppel an die SG. Etwas überraschend unterlagen Jochen Cassel & Marcel Reuter gegen Johannes Schöttler & Johannes Szilagyi mit 21:15, 15:21, 15:21. Der Litauer in Diensten des BCB, Kestutis Navickas, hatte dann gegen Wong mit 9:21, 17:21 kaum eine Chance. Marcel Reuter holte sich aber das zweite Herreneinzel mit 21:16, 21:18 gegen Tim Dettmann. Kristof Hopp & Johanna Persson gewannen ihr Mixed gegen Johannes Szilagyi & Joanne Nicholas souverän mit 21:15, 21:12.
Schöttler gewann das entscheidende Spiel gegen Cassel
Über Punkteteilung oder Sieg für Berlin entschied das dritte Herreneinzel: Jochen Cassel musste sich hier in einem spannenden Match, bei dem es im dritten Satz noch 18:18 stand, mit 22:20, 18:21, 18:21 seinem Kontrahenten Johannes Schöttler geschlagen geben. „Für uns ist es echt super gelaufen. Das war unsere letzte Chance, wir waren schon kurz vorm Ertrinken und haben uns jetzt noch mal in letzter Sekunde gerettet. Wir mussten unbedingt gewinnen – und so haben wir gespielt. Mit dem Rücken an der Wand ist man eben doch ein bisschen motivierter, als es die Bischmisheimer heute waren. Aber für sie ging es ja auch nicht um so viel“, sagte ein völlig erschöpfter aber glücklicher Johannes Schöttler. „Das war ein ganz wichtiger Sieg. Wir haben es jetzt selbst in der Hand, in die Play-offs einzuziehen und sind nicht mehr auf die Schützenhilfe anderer Teams angewiesen. Mit einem kompletten Kader wird man dann eine andere Berliner Mannschaft erleben. Es gibt ein offenes Rennen um die Deutsche Meisterschaft“, sagte Berlins gut gelaunter Manager Manfred Kehrberg, dem sichtlich ein Stein vom Herzen fiel.

  

Vorbericht:

Bischmisheimer können mit Sieg die Nöte der Berliner vergrößern
Von Pascal Blum
(10.1.09) In seinem ersten Heimspiel im neuen Jahr muss der 1.BC Saarbrücken-Bischmisheim gegen die SG EBT Berlin antreten. Das Match am 11. Januar beginnt in der Joachim-Deckarm-Halle um 14 Uhr. In der 1. Bundesliga belegt der amtierende Deutsche Mannschaftsmeister derzeit den zweiten Tabellenplatz. Wie immer gibt es den besonderen Service: Das Aufeinandertreffen wird wieder via Live-Stream und Live-Ticker auf der Vereins-Homepage kostenlos übertragen.
Berlner Tabellenplatz spiegelt nicht Potenzial wieder
Mit den Hauptstädtern kommt ein Team an die Saar, deren derzeitiger fünfter Tabellenplatz nicht das wahre Potenzial der Truppe widerspiegelt. Die Berliner wurden vor der Saison als Topfavorit auf den Titel gehandelt. Und sie sind es noch immer, denn das wahre Gesicht hat die SG bis dato nicht zeigen können. Berlins Spitzenspielerin Juliane Schenk: „Ehrlich gesagt lief die bisherige Saison für uns sehr unglücklich. Oftmals konnten wir nicht komplett antreten und in den entscheidenden Spielen, speziell gegen die Mitkonkurrenten um die Play-off-Plätze, haben wir trotz guter Leistungen knappe Niederlagen einstecken müssen.“
Und auch in Saarbrücken fehlen beim Team von der Spree wieder einige herausragende Akteure: So sind Chetan Anand, Michal Logosz und Nicole Grether auf Asien-Tour. Sie haben unter anderem für die vom 13. bis 18. Januar stattfindenden Korea Open gemeldet. Dort kommt es auch zu einer Neuauflage des Finals der Bitburger-Open 2008: Der Inder Chetan Anand trifft in der ersten Runde auf seinen Landsmann Arvind Bhat, was bedeutet, dass auch Bischmisheims Nummer 1 am Sonntag fehlen wird.
Kommt Wong Choong Hann?
Berlins Superstar Choong Hann Wong aus Malaysia spielte in dieser Woche das Super-Series-Turnier in seiner Heimat - flog aber in der ersten Runde raus. Ob der Vizeweltmeister von 2003 sich nun ins Flugzeug setzt, um an einem Bundesligaspiel teilzunehmen, bleibt abzuwarten – ist aber mehr als fraglich. Für das Turnier in Korea hat die Nummer 16 der Weltrangliste nicht gemeldet. Die große Dichte an Topspielern auf Seiten der Berliner beweist, dass mit ihnen in den Play-offs auf jeden Fall zu rechnen ist. Welcher Club kann es sich sonst erlauben, einen Spieler wie den in der Welt auf Rang 15 positionierten Chetan Anand achtmal in seiner zweiten Mannschaft auflaufen zu lassen? Zur Erklärung: Wong und Anand können nicht gleichzeitig spielen, da laut Bundesligaordnung je Wettkampf höchstens ein Spieler eingesetzt werden darf, der keine europäische Staatsbürgerschaft hat. „Sicher haben wir vom Papier her eine sehr starke Truppe, aber Verletzungssorgen und ein selten komplettes Team ließen es bisher noch nicht rund laufen. Ich bin mir aber sicher, dass wir, wenn wir die Play-offs erreichen, eine gute Rolle spielen werden“, so die zweifache Olympia-Teilnehmerin Schenk.
Doch damit die Play-offs erreicht werden, müssen die Berliner endlich anfangen zu punkten. Man darf keinen Boden mehr auf die viertplazierten Gifhorner verlieren. „Für uns ist das ein ganz wichtiges Spiel. Wenn wir die Berliner schlagen, sind wir nicht nur sicher in den Play-offs, wir erhöhen damit auch die Spannung beim Kampf um Platz vier“, sagt BCB-Mannschaftskapitän Michael Fuchs. Übrigens: Nach einem 1:3-Rückstand konnten die Saarländer das Hinspiel noch zu einem 4:4 drehen.

8. Spieltag

So 7.12.08 1. BC Bischmisheim - VfL 93 Hamburg 0:0

    

Rückrundenauftakt gegen Hamburg: "Sollten Spiel nicht auf die leichte Schulter nehmen"

Von Pascal Blum
(5.12.08) In seinem letzten Heimspiel des Jahres empfängt der 1.BC Bischmisheim am kommenden Sonntag die Mannschaft des VfL 93 Hamburg. Das Match gegen den Tabellensiebten beginnt in der heimischen Joachim-Deckarm-Halle um 14 Uhr. Dabei muss der amtierende Deutsche Mannschaftsmeister beim Rückrundenstart ohne seine Nummer 1 auskommen. Arvind Bhat legte nach seiner sensationell verlaufenden Asien-Tour, wo er bei den mit 250.000 US Doller dotierten Super-Series-Turnieren China Open und Hongkong Open jeweils das Viertelfinale erreichte, einen Zwischenstopp in seiner Heimat Indien ein.
Hamburg ohne Abstiegssorgen
Die bis dato noch punktlosen Hanseaten reisen ohne Abstiegssorgen ins Saarland. Nachdem Fortuna Regensburg sein Team zurückgezogen hat, können die Hamburger ganz befreit und ohne jeglichen Druck aufspielen. „Das macht sie gefährlich“, meint auch Thomas Tesche, der sportliche Leiter des BCB. Im Hinspiel in der Sporthalle Wandsbek siegten die Saarländer mit 5:3, doch hier wäre für die Hamburger ein Unentschieden machbar gewesen. „Um unseren zweiten Tabellenplatz zu verteidigen, wollen wir natürlich zu Hause beide Punkte einfahren. Aber wir sollten das Spiel gegen den VfL auf keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen“, warnt Tesche.
Mittlerweile schon ein festgefahrener Brauch: Das Aufeinandertreffen wird wieder via Live-Stream und Live-Ticker auf der Vereins-Homepage kostenlos übertragen. Nach der Partie gegen Hamburg bestreitet der BCB am 14. Dezember mit seinem Auswärtsspiel beim BV Gifhorn das letzte Saisonspiel in diesem Jahr.

6./7. Spieltag

Sa 8.11.08 1. BC Bischmisheim - Union Lüdinghausen 7:1
So 9.11.08 1. BC Beuel - 1. BC Bischmisheim 3:5 

   

BCB setzte im Spitzenspiel dickes Ausrufezeichen
Von Pascal Blum
(10.11.08) Zum Ende der Hinrunde sorgte der 1.BC Bischmisheim in der 1. Liga noch mal für einen Paukenschlag: Nach ihrem 7:1-Sieg gegen Union Lüdinghausen schlugen die Saarländer auch den Tabellenführer 1.BC Beuel mit 5:3. Das Aufeinandertreffen von Spitzenreiter gegen Tabellenzweiter und Meister gegen Vizemeister erfüllte alle Erwartungen, die man in ein Spitzenspiel setzt.
Auf des Messers Schneide
„Das Spiel stand auf des Messers Schneide, viele Partien waren verdammt eng und somit hochspannend - das hatte Play-off-Charakter. Nach der soliden Leistung gegen Lüdinghausen haben wir heute ein echtes Ausrufezeichen gesetzt – mit uns sollte man bei der Titelvergabe weiterhin rechnen“, zog Mannschaftskapitän Michael Fuchs eine Bilanz dieses Traum-Wochenendes. Die Bonner gaben mit dieser Niederlage ihre ersten Punkte ab. Der Ligaprimus vom Rhein gewann die ersten sechs Partien allesamt und ging mit einer blütenreine Weste in das Match. Ebenfalls noch unbesiegt ist der amtierende Deutsche Mannschaftsmeister BCB - allerdings musste er bereits dreimal die Punkte teilen.
Damendoppel fegte Beueler Duo hinweg
Den ersten Punkt für die Gäste von der Saar machten heute Kristof Hopp und Michael Fuchs mit ihrem 21:17 19:21 21:12 gegen Marc Zwiebler und Ville Lang. Die Saarbrückerinnen Huaiwen Xu & Johanna Persson fegten das Duo Birgit Overzier & Elisabeth Cann mit 21:4 21:9 förmlich aus der Bonner Erwin-Kranz-Halle. Deutlich auch der Sieg im Dameneinzel: Huaiwen Xu ließ der Englischen Meisterin Elisabeth Cann mit 21:8 21:15 keine Chance. Die Bonner Ingo Kindervater & Ian Maywald hingegen behielten mit 21:15 21:17 gegen Roman Spitko & Jochen Cassel die Oberhand. Drei Sätze brauchte der amtierende Deutsche Meister Marc Zwiebler, bis er mit 21:7, 18:21, 21:10 den Bitburger Open Finalist Arvind Bhat niedergerungen hatte. Und der BCBler Marcel Reuter verlor ebenfalls sein Match gegen den Kanadier Carl Baxter mit 11:21, 17:21.
Matchbälle abgewehrt
Mit einem Punktestand von 3:3 ging man in die beiden letzten, entscheidenden Begegnungen. Wohin würde das Pendel für die Saarländer ausschlagen? Niederlage – Sieg – Punkteteilung? Kristof Hopp & Partnerin Johanna Persson traten gegen Ingo Kindervater & Birgit Overzier an. Der Litauer in Diensten des BCB, Kestutis Navickas, musste sich mit dem Finnen und Ex-BCBler Ville Lang messen. Und welch packende Parallelen: In beiden Spielen ging der erste Satz mit 21:19 an die Rheinländer. Im zweiten Satz wehrten die Bischmisheimer in beiden Partien zwei Matchbälle ab, um jeweils den Satz doch noch mit 22:20 zu gewinnen. Der dritte Satz ging dann mit 21:17 im Mixed und mit 21:14 im zweiten Herreneinzel an die Saar.
Michael Fuchs: „Das war heute eine tolle geschlossene Mannschaftsleistung. Die Rückkehr von Huaiwen Xu und Jochen Cassel ins Team hat uns sichtlich gut getan. Mit so einem Wochenende kann man nur durch und durch zufrieden sein. So kann es weiter gehen.“ Mit dem heutigen Sieg bleibt der BCB auf dem zweiten Tabellenplatz. Im nächsten Spiel empfängt er am 7. Dezember um 14 Uhr in der heimischen Joachim-Deckarm-Halle die bis dato punktlose Mannschaft vom VfL Hamburg.

1. BC Beuel - 1. BC Bischmisheim 3.5
1.HD: Marc Zwiebler & Ville Lang -+ Kristof Hopp & Michael Fuchs 17-21 21-19 12-21
DD: Birgit Overzier & Elizabeth Cann -+ Huaiwen Xu & Johanna Persson 4-21 9-21
2.HD: Ingo Kindervater & Ian Maywald - Roman Spitko & Jochen Cassel 21-15 21-17
1.HE: Marc Zwiebler - Arvind Bhat 21-7 18-21 21-10
DE: Elizabeth Cann -+ Huaiwen Xu 8-21 15-21
MX: Ingo Kindervater & Birgit Overzier -+ Kristof Hopp & Johanna Persson 21-19 20-22 17-21
2.HE: Ville Lang -+ Kestutis Navickas 21-19 20-22 14-21
3.HE: Carl Baxter - Marcel Reuter 21-11 21-17.

    

Vorschau:

Pflichtsieg und Gipfeltreffen - Heimspiel wieder live auf neu-gestalteter Vereinshompage
Von Pascal Blum
(7.11.08) Das Ende der Hinrunde wird am kommenden Wochenende durch einen Doppelspieltag eingeläutet. Bevor der 1.BC Saarbrücken-Bischmisheim am Sonntag um 14 Uhr zum absoluten Spitzenspiel beim 1.BC Beuel antritt, muss der amtierende Deutsche Mannschaftsmeister aber zuerst noch seine Hausaufgaben gegen Union Lüdinghausen erledigen. Das Spiel gegen den Tabellensechsten beginnt am Samstag in der Saarbrücker Joachim-Deckarm-Halle ebenfalls um 14 Uhr.
Mittlerweile schon eine liebgewordene Tradition: Der Wettstreit wird wieder via Live-Stream und Live-Ticker auf der Vereinshomepage kostenlos übertragen. Dabei strahlt die Web-Präsenz „www.bc-bischmisheim.de“ in ganz neuem Glanz. Rechtzeitig zum Wochenende ist das neue Design umgesetzt.
Die Parole lautet: „Ein Sieg gegen Lüdinghausen ist Pflicht!“, so der sportliche Leiter Thomas Tesche. Ohne den Gegner aus Westfalen zu unterschätzen, die Punkte müssen im Saarland bleiben - ansonsten haben die Saarbrücker tags darauf in der Bonner Erwin-Kranz-Halle kaum eine Chance zu bestehen.
Denn in der ehemaligen Hauptstadt kommt es zum Bundesliga-Gipfeltreffen. Hier heißt es: Tabellenführer gegen Tabellenzweiter, Meister gegen Vizemeister. Beide Mannschaften sind bis dato noch ungeschlagen. Lediglich der Ligaprimus vom Rhein leistete sich noch gar keinen Punktverlust, während die Saarländer schon dreimal Remis spielten. Der Rahmen für spannende und vor allem erfolgreiche Wettkämpfe ist gegeben: Erstmals in dieser Saison kehren die Langzeitverletzten Huaiwen Xu und Jochen Cassel in den Kader zurück. Lediglich Carola Bott wird aus privaten Gründen fehlen. „Besonders über die Gesundung von Huaiwen und Jochen freue ich mich immens, weil sie unserem mannschaftlichen Gefüge einen weiteren Schub geben werden. Angesichts der immer noch sehr knappen Tabellensituation ist es ein sehr wichtiges Wochenende, an dem wir uns wichtige Punkte für die Play-offs sichern wollen. So möchten wir den Bonnern mindestens ein Unentschieden abluchsen“, sagt Tesche abschließend.

4./5. Spieltag

Sa 11.10.08 Fortuna Regensburg - 1. BC Bischmisheim 0:0
So 12.10.08 1. BC Bischmisheim - FC Langenfeld 0:0

    

Sonntag gibt es im Internet Live-Bilder vom Spiel gegen Langenfeld
Von Pascal Blum
Der 1. BC Bischmisheim stieß in den Play-off-Spielen der vergangenen Saison in eine neue Dimension vor: Zum ersten Mal in der Geschichte der Badminton-Bundesliga wurden Live-Bilder von einem Match übertragen. Eine Innovation, die bei den Badmintonfans in ganz Deutschland so gut ankam, dass es den Live-Stream nun auch bei weiteren Bundesliga Spielen geben wird. Über die Vereins-Homepage können am kommenden Sonntag um 14 Uhr alle Interessierten das Heimspiel des BCB gegen den FC Langenfeld live und in Farbe verfolgen. Via Live-Stream ist man auf beiden Feldern der Joachim-Deckarm Halle immer auf Höhe der Netzkante. Zusätzlich wird es auch wieder einen Live-Ticker geben, so dass der Betrachter online stets den aktuellen Punktestand mitverfolgen kann. Einfach im Internet auf „www.bc-bischmisheim.de“ gehen, dort auf der Startseite „Live-Stream“ anklicken und los geht’s. Beide Service-Leistungen sind kostenlos.

     

Gegen Regensburg wird in München gespielt
(9.10.08) Nach den Bitburger SaarLorLux Open und vor den vom 14. bis 19 Oktober stattfindenden Dutch Open müssen die Spieler des 1.BC Bischmisheim noch zweimal in der Bundesliga antreten. Am kommenden Wochenende steht ein Doppelspieltag auf dem Programm, der für die Saarbrücker mit einem Auswärtsspiel bei Fortuna Regensburg beginnt. Aufschlag beim Tabellenletzten ist am Samstag um 15 Uhr. Gespielt wird ausnahmsweise in einem Sport- und Freizeitcenter in München.
Einen Tag später empfängt der amtierende Deutsche Mannschaftsmeister die Equipe vom FC Langenfeld. Los geht’s in der Saarbrücker Joachim-Deckarm-Halle um 14 Uhr. Die Rheinländer gehören, wie in den vergangenen Jahren, zu den engsten Anwärtern auf den Titel. Beide Mannschaften haben zurzeit 4:2 Punkte und liegen somit in der Tabelle unmittelbar nebeneinander – Langenfeld an drei und der BCB auf Rang vier.
Die Zuschauer dürfen sich auf Spieler freuen wie Björn Joppien, den siebenfachen Deutschen Meister und Bitburger Open-Halbfinalist oder den Weltranglisten-Dreizehnte Przemyslaw Wacha. Aujch mit dabei: die Olympia-Teilnehmerin und ebenfalls Bitburger Open Halbfinalistin Ella Diehl aus Russland.
Kathrin Piotrowski kommt als Kathrin Wanhoff
Mit Kathrin Wanhoff kommt nach einem Jahr Abstinenz auch wieder eine alte Bekannte ins Saarland. Besser bekannt unter ihrem Mädchennamen Piotrowski, konnte die gebürtige Gelsenkirchenerin zwei Deutsche Meisterschaften mit dem BCB feiern.
Mit Arvind Bhat und Kristof Hopp hat der BCB zwei Spieler in seinen Reihen, die sich zurzeit in Top-Form befinden. Beide erreichten bei den Bitburger Open das Finale. Ob der BCB mit seiner Top-Spielerin Huaiwen Xu antritt, steht noch in den Sternen. Nach ihrer Mandelentzündung und der Absage der Bitburger Open ist es nicht sicher, ob die Europameisterin zu den Ligaspielen fit wird. „Wir versuchen alles, damit es für die wegweisenden Spiele am Wochenende klappt“, meint der sportliche Leiter Thomas Tesche. Positive Nachrichten aus dem BCB-Krankenlager gibt es dennoch. „Jochen Cassel ist nach seiner schweren Schulterverletzung wieder genesen. Für einen Einsatz in der ersten Mannschaft ist es noch zu früh, aber in der 2. Liga wird Cassel am Wochenende schon mal auflaufen“, so Tesche.

3. Spieltag

So 28.9.08 SG EBT Berlin - 1. BC Bischmisheim 4:4    

    

BCB bringt Punkt von der Spree mit - aber in den Paradedisziplinen wurde geschwächelt
Von Pascal Blum
(29.9.08) Der dritte Spieltag führte den 1.BC Bischmisheim zur SG EBT Berlin. Erstmals in dieser Saison konnte der Titelverteidiger in seiner stärksten Besetzung antreten. Beim Topfavoriten der Liga verbuchten die Saarländer ein 4:4. Ein Achtungserfolg, bei dem aber zu berücksichtigen ist, dass die Hauptstädter ohne ihre namhaften Neuzugänge im Herreneinzel antraten. Wong Choong Hann aus Malaysia steht dem EBT erst ab Oktober zur Verfügung – ebenso der Ex-BCBler Vladislav Druzhenko. Mit Chetan Anand fehlte ein weiterer wichtiger Akteur. Der Inder gewann heute fast zeitgleich die Czech International. Trotz der Favoritenrolle ist das Team von der Spree in diesem Jahr unglücklich in die Saison gestartet, man verlor gegen Langenfeld und Bonn.
Zwei Tage vor Beginn der Bitburger SaarLorLux Badminton Open war somit auch Team Kapitän Michael Fuchs nicht ganz zufrieden. „Hier war heute ganz klar mehr drin“, sagte der Nationalspieler nach dem Match. Gerade in ihren Paradedisziplinen „Doppel“ schwächelten die Saarländer. Beide Herren- sowie das Damendoppel gingen an die Berliner. Michael Fuchs & Kristof Hopp unterlagen Tim Dettmann & Johannes Schöttler mit 15:21 21:23. Ebenso wie Roman Spitko & Marcel Reuter gegen Dieter Domke & Michal Logosz mit 14:21 22:20 16:21. Huaiwen Xu & Johanna Persson mussten sich mit 21:18 13:21 13:21 gegen Juliane Schenk & Joanne Nicholas geschlagen geben.
Damenduell fiel ins Wasser
Das mit Spannung erwartete Aufeinandertreffen der beiden besten deutschen Damen - Juliane Schenk und Huaiwen Xu - fiel ins Wasser. Die erst kürzlich von einer schweren Mandelentzündung genesene Xu trat nach ihrer Doppelpartie im Einzel nicht mehr an. Sie ist einfach noch nicht fit, fühlte völlig platt. Somit gab es noch keinen Vorgeschmack auf das, was sich bei den Bitburger Open zutragen könnte. Xu und Schenk werden bei den Bitburger Open in der kommenden Woche im Finale erwartet.
Nach den Ausfällen der EBT-Neuzugänge im Herreneinzel rückte der normal an Position drei spielende Dieter Domke nun auf die eins. Erfreulich, aber durchaus auch zu erwarten, dass der BCB alle drei Herreneinzel für sich entscheiden konnte: Der Inder Arvind Bhat behielt gegen Domke in einem knappen Dreisatz-Spiel mit 21:17 20:22 und 21:19 die Oberhand. Der Litauer Kestutis Navickas gewann gegen Tim Dettmann mit 21:14 22:20 und Marcel Reuter ebenfalls knapp in drei Sätzen mit 21:15 16:21, 21:18 gegen Johannes Schöttler. Nachzutragen wäre noch das Mixed, das die BCBler Kristof Hopp & Johanna Persson mit 21:17 und 21:16 für sich entschieden.

2. Spieltag

So 21.9.08 1. BC Bischmisheim - BV Gifhorn 4:4 
 

Bitterer Punktverlust gegen Gifhorn
Von Pascal Blum
(22.9.08) Saison-Heimpremiere für den 1.BC Bischmisheim. Am zweiten Spieltag empfing der amtierende Deutsche Mannschaftsmeister den Aufsteiger BV Gifhorn. Die Niedersachsen legten einen Saisonstart wie aus dem Bilderbuch hin. Mit einem furiosen 7:1-Auftaktsieg überrollten sie am ersten Spieltag das Team von Fortuna Regensburg. So lautete die Konstellation: Meister gegen Tabellenführer. „Ein 4:4 zu erwarten, wäre absolut vermessen. Wir wollen sehen, dass wir ein oder zwei Spiele gewinnen…“, sagt Gifhorns Coach Hans Werner Niesner noch vor der Begegnung gegenüber der Gifhorner Aller-Zeitung. Zu seiner eigenen Freude sollte der anerkannte Experte sich irren: Mit einem 4:4 entführte sein Team einen Punkt aus dem Saarland.
1:4-Rückstand
Eigentlich konnten die Saarländer mit der Punkteteilung noch zufrieden sein. Man kam mit dem sprichwörtlichen blauen Auge davon, denn der Aufsteiger führte schon mit 1:4 beim Serienmeister BCB. Roman Spitko & Michael Fuchs unterlagen den Gifhornern Maurice Niesner & Robin Middelton mit 21:23, 21:18, 17:21. Carola Bott & Johanna Persson zogen gegen Olga Konon & Jennifer Wallwark mit 21:19 und zweimal 11:21 den Kürzeren. Den ersten Punkt für den BCB brachte das zweite Herrendoppel: Kristof Hopp & Marcel Reuter schlugen Henning Zanssen & Jan Patrick Helmchen mit 21:19 und 21:13. Doch dann legte der Liganeuling wieder nach: Arvind Bhat verlor sein zweites Match im grün-weißen Trikot. Mit 17:21, 21:12 und 14:21 musste er sich Rajiv Ouseph geschlagen geben. Ebenso das Nachsehen hatte BCB-Neuzugang Carola Bott gegen Olga Konon. Die Weißrussin siegte mit 21:17 21:12.
Ein positiver Aspekt des heutigen Tages war, dass der BCB nicht aufgab, sondern noch einmal eindruckvoll zurückkam. Die letzten drei Spiele gingen an die Saarländer. In einem hochdramatischen Match schlug Kestutis Navickas seinen Kontrahenten Maurice Niesner mit 21:18, 26:24. Dabei hatte der Sohn des Gäste-Teamchefs den Litauer, der im Herreneinzel bei Olympia noch im Achtelfinale stand, schon am Rande der Niederlage. Kristof Hopp & Johanna Persson sorgten im Mixed gegen Robin Middelton & Jennifer Wallwark für einen weiteren Punkt und über Gäste-Sieg oder Punkteteilung entschied das letzte Spiel: Marcel Reuter gegen Jan Patrick Helmchen. In einem reinen Kampfmatch sorgte der gebürtige Saarländer Reuter mit 21:12 18:21 21:15 für den vierten Punkt seiner Mannschaft. „Das war nicht schön und nicht ästhetisch, sondern erfüllte nur seinen Zweck. Ich hab das Spiel einfach über die Runden gebracht - Hauptsache gewonnen“, so Reuter, der für sein Team die Kastanien aus dem Feuer holte.
Taifun-Warnung sorgte bei Gifhornern für mentalen Schub
Müßig darüber zu spekulieren, wie das Spiel ausgegangen wäre, wenn Huaiwen Xu, deren Rückflug aus Japan wegen einer Taifun-Warnung gecancelt wurde, mitgespielt hätte. Mannschaftsführer Michael Fuchs sagte nachher: „Das ist heute nicht gut gelaufen – und da will ich auch das Fehlen von Huaiwen Xu nicht als Entschuldigung anbringen. Am Ende müssen wir mit dem einen Punkt zufrieden sein. Wir haben den Beginn völlig verschlafen, sind nie richtig in Tritt gekommen. Irgendwie fehlte heute die Spannung und wenn bei einem Match auf Messerschneide nur ein paar Prozent fehlen, dann gewinnt man diese engen Spiele auch nicht.“
Der ehemalige Bundestrainer Niesner sagte: „Ich sehe dieses Unentschieden mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Hätte mir vorher jemand gesagt, dass wir hier einen Punkt holen – ich hätte sofort unterschreiben. Aber wenn man schon einmal die Chance hat, hier zu gewinnen und das nur knapp nicht gelingt, dann ist es auch ein bisschen ärgerlich. Als wir heute in die Halle kamen und gesehen haben, dass Huaiwen nicht da ist, gab das einen richtigen mentalen Schub. Wir haben gesehen, dass wir so eine Chance haben. Alles in allem bin ich natürlich mit dem Punkt sehr zufrieden.“
Fazit dieser Begegnung: Das Team aus Gifhorn ist einer der stärksten Aufsteiger seit vielen Jahren und wird auch noch anderen Mannschaften das Leben schwer machen. Die Niedersachsen werden noch für so manche Überraschung sorgen. Weiter ist zu erkennen, dass beim Meister noch nicht alles rund läuft – der Motor stottert augenblicklich. Dies sollte sich aber bis zum nächsten Sonntag ändern. Da muss der nun viertplazierte BCB um 14 Uhr beim bisher sieglosen Meisterschaftsfavoriten EBT Berlin antreten. „Das war heute nichts, ich erwarte von der Mannschaft in Berlin eine Trotzreaktion“, gab der sichtlich angefressene BCB-Vorstand Frank Liedke kund. Und Fuchs bestätigt: „Jetzt gilt die volle Konzentration Berlin, da werden wir das erste Mal mit der kompletten Mannschaft antreten und uns sicherlich auch anders präsentieren.“

1. Spieltag

So 14.9.08 VfL 93 Hamburg - 1. BC Bischmisheim 3:5 
 

Saisonstart mit Volksweisheit
Von Pascal Blum
(15.9.08) Der 1.BC Bischmisheim ist mit einem Sieg in die neue Saison gestartet. Am ersten Spieltag musste der amtierende Deutsche Mannschaftsmeister beim VfL 93 Hamburg antreten. Ohne Huaiwen Xu, Jochen Cassel, Marcel Reuter und ohne den neunen Teamkapitän Michael Fuchs bezwangen die Saarländer die Hanseaten mit 5:3.
In der Sporthalle Wandsbek führte der BCB recht schnell mit 3:0. Das erste Herrendoppel Roman Spitko & Kristof Hopp bezwang die Hamburger Adam Cwalina & Tim Zander mit 21:19 21:12. Absolut eng ging es im Damendoppel zu: Hier hatten Carola Bott & Johanna Persson gegen Karen Neumann & Gitte Köhler einen 0:8 und 1:11 Rückstand wettzumachen. Mit einer beachtenswerten kämpferischen Leistung schafften die Bischmisheimerinnen aber die Wende und gewannen beide Sätze dann mit 23:21. Für einen komfortablen 3:0-Vorsprung sorgte das zweite Herrendoppel. Die BCBler Arvind Bhat & Kestutis Navickas besiegten Sven Eric Karstens & Till Zander mit 21:17 21:11.
Überraschend dann die Niederlage im Herreneinzel. Der 29-jährige Inder Arvind Bhat musste sich Sven Eric Karstens mit 16:21 21:19 und 19:21 geschlagen geben. Kein guter Einstand für den Neuen, der vom TSV Neubiberg-Ottobrunn an die Saar wechselte. Ein weiterer BCB-Neuzugang kam aber dann kampflos zu seinem Punkt. Carola Botts Gegnerin im Dameneinzel, Gitte Köhler, trat zu ihrem Spiel nicht an.
Für die Hamburger wäre sogar noch ein Unentschieden machbar gewesen: Sebastian Schöttler behielt gegen den litauischen Olympiateilnehmer Kestutis Navickas mit 10:21 24:22 21:11 die Oberhand. Genauso wie Sebastian Rduch gegen Roman Spitko mit 21:14 18:21 21:18. Dass es zu keiner Punkteteilung kam, dafür sorgte Kristof Hopp & Johanna Persson im Mixed. Mit 21:19 und 21:18 holten sie gegen Till Zander & Karen Neumann den entscheidenden fünften Punkt.
„Aller Anfang ist schwer“, mit dieser Volksweisheit kommentierte Kristof Hopp die heutige Begegnung. „Arvind Bhat war bei seinem ersten Spiel für den BCB irgendwie zu nervös, er kam heute einfach nicht ins Spiel. Und Roman Spitko merkte man die mangelnde Spielpraxis an. Das war für ihn seit mehreren Monaten sein erstes Wettkampfmatch. Alles in allem, sind wir aber zufrieden. Man muss auch sehen, dass wir heute ohne vier Stammspieler angetreten sind. So bleibt die alte Weisheit: Gewonnen ist gewonnen, über das Wie spricht in zwei Tagen keiner mehr“, so Nationalspieler Hopp.
Nächste Woche, am 21. September um 14 Uhr, wird der BV Gifhorn zu Gast in der Joachim-Deckarm-Halle sein. Der Aufsteiger siegte im ersten Saisonspiel souverän gegen Fortuna Regensburg mit 7:1.

      

Vorbericht:

Thomas Tesche ist nur noch als sportlicher Leiter dabei, nicht mehr als Spieler
Von Pascal Blum
(3.5.08)
Am 14. September startet die neue Saison. Los geht’s für den amtierenden, dreifachen Deutschen Mannschaftsmeister 1.BC Saarbrücken-Bischmisheim mit einem Auswärtsspiel beim VfL 93 Hamburg. Dann eine Woche später, am 21. September, ist der Aufsteiger BV Gifhorn zu Gast in der Joachim-Deckarm-Halle. Das Saisonziel der Saarländer lautet auch in diesem Jahr: Titelverteidigung!
Das Team für die neue Saison ist gefunden. Die Mannschaft bleibt bis auf kleine Änderungen bestehen.
Nur Team-Kapitän Thomas Tesche erklärte seinen Rücktritt aus dem Liga-Oberhaus. Aus beruflichen Gründen wird er lediglich noch als „Stand by“- Spieler zur Verfügung stehen können und stattdessen für die zweite Mannschaft den Schläger schwingen. Als sportlicher Leiter kümmert sich
der Ex-Nationalspieler aber weiterhin um die sportlichen Geschicke des Bundesligisten. Weiter wird sich Vladislav Druzhchenko in der kommenden Spielperiode nicht mehr das BCB-Trikot überstreifen. Der Ukrainer wechselt zum Ligakonkurrenten SG EBT Berlin.
Carola Bott kehrte zurück
Neu im Team ist eine alte Bekannte: Carola Bott kehrt nach zwei Jahren beim FC Langenfeld zum BCB zurück. So ist der Platz der dritten Dame endlich fest besetzt. „Ich habe lange in Saarbrücken gelebt und bin mit der Stadt noch sehr verbunden. Der BCB ist ein toller Verein, was auch die Erfolge in der Vergangenheit beweisen. Was lag also näher, als wieder beim BCB anzuheuern?“, macht die gebürtige Aschaffenburgerin deutlich. Sobald Huaiwen Xu oder Johanna Persson nicht zur Verfügung stehen, wird die 24-Jährige in der Startaufstellung zu finden sein. „Ich möchte mithelfen, dass der Titel auch in dieser Saison an die Saar kommt“, sagt Bott, die bei der Frauen-WM im Mai mit der Nationalmannschaft die Bronze-Medaille gewinnen konnte.
Arvind Bhat kam von Neubiberg
Vom Zweitligisten TSV Neubiberg-Ottobrunn wechselt Arvind Bhat zum BCB. Der 29-jährige Inder wird beim BCB das erste Herreneinzel bestreiten. „Die Spiele in der zweiten Liga waren für mich keine Herausforderung mehr. Darüber hinaus bietet mir der Wechsel nach Saarbrücken die Möglichkeit, mit der deutschen Nationalmannschaft zu trainieren“, so Bhat zu den Beweggründen für seinen Wechsel. Mit starken Leistungen in der Liga und mit einigen beeindruckenden Erfolgen auf internationalem Parkett machte er die Verantwortlichen beim BCB auf sich aufmerksam. „Das ist ein richtig Guter“, so der knappe Kommentar von Thomas Tesche.
Man muss kein großer Prophet sein, um vorauszusagen, dass auch in dieser Saison wieder jene vier Mannschaften in der oberen Tabellenhälfte stehen werden, die schon in den vergangenen Jahren dort vertreten waren. Seit vier Jahren spielen die EBT Berlin, der 1. BC Bonn-Beuel, der FC Langenfeld und eben der BCB immer in den Play-offs. Und die Kluft zu den anderen Teams bleibt auch in dieser Spielzeit bestehen. Jedoch: Trotz drei Titeln in Folge sieht man sich beim BCB nicht in der Favoritenrolle - die haben andere. „Wir sind gut genug, um jeden schlagen zu können.
Für Tesche ist Berlin der Favorit
Doch nach der Einkaufstour der Berliner sind sie für mich ganz klar die Nummer 1“, erklärt der sportliche Leiter Thomas Tesche. Die ohnehin schon sehr starken Hauptstädter waren auf dem Spielermarkt sehr aktiv und haben zwei absolute Hochkaräter an Land gezogen. Und auch die beiden rheinischen Mannschaften haben sich klug verstärkt. Der neue BCB-Mannschafsführer Michael Fuchs hält dagegen: „Wir möchten den Meistertitel verteidigen – keine Frage. Es wäre blödsinnig zu sagen: ‚Komm, schauen wir, dass wir Dritter werden!’ Das würde auch unserem Sportsgeist völlig widersprechen. Und so ganz ohne Chancen sind wir nun auch nicht.“ Den Zuschauern kann die diesjährige Konstellation nur Recht sein – schon lange war die Liga nicht mehr so ausgeglichen und somit so spannend wie in dieser Saison.

Sportartikelhersteller WILSON und der 1. BC Bischmisheim gehen Partnerschaft ein
Von Pascal Blum
(29.8.09) Wilson Sporting Goods Co. kooperiert ab sofort mit dem 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim. Die in Chicago ansässige Sportartikelfirma und der deutsche Abonnementmeister der vergangenen drei Jahre haben einen Vertrag geschlossen, der unter anderem das Sponsoring der Spieler der ersten und zweiten Bundesliga beinhaltet. Wilson wird außerdem die erfolgreiche Jugendabteilung der Saarländer mit seinem umfangreichen Angebot an Schlägern, Federbällen, Taschen, Bekleidung und Schuhen ausstatten.
Wilson drängt seit einigen Jahren verstärkt in den Badmintonmarkt. Seit 2006 ist das Unternehmen Titelsponsor der mit 200 000 Dollar Preisgeld dotierten Wilson Badminton Swiss Open in Basel – eine Partnerschaft, die dieses Jahr bis 2011 verlängert wurde. Zahlreiche Badmintonspieler der Weltspitze, unter ihnen Jonas Rasmussen, Weltmeister und zweifacher Europameister 2008, und Doppelspezialistin
Johanna Persson, die für Bischmisheim in der Bundesliga an den Start geht, spielen seit Jahren erfolgreich mit Wilson-Produkten. “Unser Ziel ist es, auf dem deutschen Badmintonmarkt weiter zu wachsen und unsere Präsenz zu stärken. Um dieses Ziel zu erreichen, haben wir einen professionell arbeitenden und leistungsorientierten Verein gesucht – und mit dem 1. BC Bischmisheim definitiv gefunden. Wir freuen uns sehr auf
die Zusammenarbeit“, sagt Thomas Schärer, Team- und PR-Manager Badminton bei Wilson.
“Wir sind stetig dabei, innovative Produkte wie die [K] Factor Schläger und die äußerst erfolgreichen Topline Federbälle zu entwickeln, um gerade auch in Europa weiter zu wachsen”, betont Alexander Selch, Global Business Director Indoor Racquet Sports bei Wilson. “Wir investieren in einen Verein, der die gleichen Ziele verfolgt wie wir. Bischmisheim ist bereit, ebenfalls vollen Einsatz zu zeigen, um mehr zu erreichen.“
“Diese Kooperation ist eine großartige Sache für uns”, erklärt Frank Liedke, Präsident des 1. BC Bischmisheim. “Wir haben bereits jetzt die Weichen für eine weiterführende Zusammenarbeit gestellt.”
Wilson ist überzeugt vom Erfolg der Partnerschaft und freut sich darauf, den Badmintonsport in Deutschland auf ein neues Niveau zu heben und die Athleten mit den richtigen Produkten auszustatten, die diese für ihren Erfolg benötigen.
Wilson Racquet Sports ist eine Abteilung der in Chicago ansässigen und zu Amer Sports gehörenden Wilson Sporting Goods Co., einem der weltweit führenden Sportartikelhersteller. Wilson entwickelt, produziert und vertreibt Sportartikel in der ganzen Welt und setzt den Fokus auf die Herstellung technologisch fortschrittlicher Produkte, die Sportlern
aller Klassen dabei helfen, besser zu werden. Wilsons Kernkategorien umfassen: Football, Basketball, Baseball, Volleyball, Fußball, Bekleidung, Golf, Schuhe und Racquet Sports (Tennis, Racquetball, Squash, Badminton und Platform Tennis).


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