Thomas Cup 2010
Mannschafts-WM der Herren

  

Vom 9. bis 16. Mai in Kuala Lumpur (Malaysia), Stadium Putra im National Sports Complex in Bukit Jalil. 

Zeitplan
Gruppenspiele: 9./10./11. Mai;
Viertelfinals: 12. Mai;
Halbfinals Herren: 15. Mai, Endspiel Herren: 16. Mai.

 

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Randnotizen 

Zur Endrunde Thomas Cup

Zu den deutschen Damen-Spielen

   

Spiele der deutschen Herren

    Aus Kuala Lumpur berichtet Claudia Pauli 

 

Das deutsche Thomas Cup-Team 2010 (v.l., hinten): Trainer Xu Yan Wang, Chef-Bundestrainer Jakob Hoi, Physiotherapeut Andreas Richter, Kristof Hopp, Dieter Domke, Ingo Kindervater, Johannes Schöttler, Wissenschaftler Prof. Hanno Felder, Trainer Jeroen van Dijk, Teammanager Martin Kranitz. Vorne, v.l.: Fabian Hammes, Michael Fuchs, Marcel Reuter, Marc Zwiebler, Oliver Roth, Peter Käsbauer. Foto: DBV.

 

  

Viertelfinale:

Mi 12.5.2010 12 Uhr MESZ: Deutschland - Japan 1:3

1.E: Marc Zwiebler - Kenichi Tago 21:15, 18:21, 18:21
1.D: Michael Fuchs & Kristof Hopp - Hiroyuki Endo & Yoshiteru Hirobe
2.E: Dieter Domke - Sho Sasaki 19:21, 17:21
2.D: Ingo Kindervater & Johannes Schöttler - Kenichi Hayakawa & Kenta Kazuno 16:21, 16:21
3.E: Marcel Reuter - Shoji Sato nicht mehr ausgetragen

Japan hat damit eine Medaille sicher. Denn der dritte Platz wird bei der Team-WM nicht ausgespielt.

  

 

(12.05.2010, CP) Die deutschen Badmintonspieler haben bei der Weltmeisterschaft für Herren- bzw. Damennationalmannschaften den Einzug ins Halbfinale knapp verpasst, dürfen sich aber über ihr bestes Abschneiden beim Thomas Cup seit 2004 freuen. Im Viertelfinale musste sich die Auswahl des Deutschen Badminton-Verbandes dem Team aus Japan in einer spannenden Begegnung mit 1:3 geschlagen geben. In der K.o.-Runde werden die Partien jeweils abgebrochen, sobald eine der beiden beteiligten Mannschaften drei Matches gewonnen hat.

Bei einem Sieg gegen die Asiaten hätte die deutsche Herrennationalmannschaft erstmals in der Geschichte des mehr als 60 Jahre bestehenden Thomas Cup eine Medaille gewonnen. Vor etwa 10.000 enthusiastischen Zuschauern im Putra Stadium konnte am Mittwoch jedoch einzig das Herrendoppel Michael Fuchs/Kristof Hopp (beide vom Deutschen Mannschaftsmeister 1. BC Bischmisheim) seine Partie für sich entscheiden. Vor sechs Jahren hatten die deutschen Herren ebenfalls das Viertelfinale um den Thomas Cup erreicht, aber „so nah wie heute waren wir noch nie an einer Medaille dran. Noch vor zehn Jahren waren wir meilenweit von den Top-Teams entfernt. Und heute war die Chance, erstmals Edelmetall zu gewinnen, zweifelsohne da“, meinte Martin Kranitz. "Die Mannschaftsleistung war super. Die Partie war in jedem Fall eines Viertelfinals bei diesem Turnier würdig. Und das wird nicht unsere letzte Chance gewesen sein, eine WM-Medaille zu gewinnen", fügte der DBV-Sportdirektor hinzu. Bei den letzten beiden Austragungen des Thomas Cup, in den Jahren 2008 und 2006, kamen die Herren des DBV jeweils bis ins Achtelfinale.

 

Marc Zwiebler - Kenichi Tago:

„Marc hat super gespielt – viel, viel besser als bei der WM 2009 in Indien. Aber am Ende hat leider der Japaner die entscheidenden Punkte gemacht“, meinte Jeroen van Dijk, der Bundestrainer Herreneinzel, zur Partie des Weltranglisten-19. aus Deutschland gegen Kenichi Tago, der im Ranking des Badminton-Weltverbandes BWF aktuell an Position 14 geführt wird. Zur Erinnerung: Bei der Individual-WM im vergangenen Jahr im indischen Hyderabad unterlag Marc Zwiebler in der zweiten Runde deutlich mit 15:21, 10:21. Nun dominierte der 26-Jährige den ersten Satz von Beginn an, gestaltete den zweiten Durchgang ausgeglichen und war im entscheidenden Satz lange Zeit sogar klar im Vorteil: Er führte in der Begegnung, die erst nach einer Stunde und 14 Minuten beendet wurde, zwischenzeitlich unter anderem mit 17:14.

                     

Deutschland - Japan

Oben, v.l.: Einschwören auf das nächste Match. Etwa 8.000 Zuschauer wohnten am Mittwoch den Viertelfinalspielen bei - eine phantastische Kulisse für die Spieler.
Unten, v.l.: Hiroyuki Endo und Yoshiteru Hirobe. Michael Fuchs und Kristof Hopp. Fotos: Dr. Claudia Pauli.

 

 

(11.05.2010, CP) Die deutschen Badmintonspieler sind bei der WM als Zweiter der Vorrundengruppe C ins Viertelfinale eingezogen. Im Spiel um den Gruppensieg unterlag die DBV-Auswahl am Dienstag Europameister Dänemark mit 1:4. Da die DBV-Herren ihr Auftaktmatch gegen Vize-Europameister Polen am Montag mit 5:0 gewonnen und die Osteuropäer zuvor bereits mit dem gleichen Ergebnis gegen Dänemark verloren hatten, war dem EM-Dritten aus Deutschland der Einzug in die Runde der besten acht Mannschaften des Thomas Cups vor dem abschließenden Gruppenspiel nicht mehr zu nehmen. Eine starke Leistung bot in der Partie gegen Dänemark speziell Dieter Domke, der sein Einzel gegen Vize-Europameister Jan Ø. Jørgensen in zwei Sätzen für sich entschied. Im Viertelfinale treffen die deutschen Herren am Mittwoch auf Japan. „Von den Nationen, die uns zugelost werden konnten, sind die Japaner die vermeintlich leichtesten Gegner“, meinte DBV-Sportdirektor Martin Kranitz erfreut.  

 

          

Die Gruppenspiele - Gruppe C

DBV-Asse erreichten als Gruppenzweiter das Viertelfinale.

Endstand: 1. Dänemark 2:0, 2. Deutschland 1:1, 3. Polen 0:2.

  

Di 11.5.2010 12 Uhr MESZ: Deutschland - Dänemark 1:4

1.E: Peter Hoeg Gade - Marc Zwiebler 21:12, 21:7
2.E: Carsten Mogensen & Mathias Boe - Peter Käsbauer & Oliver Roth 21:8, 21:13
3.E: Jan O. Jorgensen - Dieter Domke 19:21, 17:21
1.D: Lars Paaske & Jonas Rasmussen - Ingo Kindervater & Johannes Schöttler 21:13, 21:15
2.D: Joachim Persson - Fabian Hammes 21:3, 21:12.

 

Marc Zwiebler - Peter Gade:

„Peter Gade hat heute einfach sehr gut gespielt. Er ist ein sehr hohes Level gegangen und hat beispielsweise mehrmals die Linie exakt getroffen“, meinte Chef-Bundestrainer Jakob Høi nach der Partie des EM-Dritten Marc Zwiebler gegen den inzwischen fünfmaligen Europameister aus Dänemark. Dass sich die Begegnung des viermaligen Deutschen Meisters und Peter Gade in Kuala Lumpur derart von der EM-Halbfinalpartie unterschied, in welcher sich Marc Zwiebler der europäischen Nummer eins nur knapp in drei Sätzen geschlagen geben musste, erklärte der Chef-Bundestrainer unter anderem mit den speziellen Rahmenbedingungen in Malaysia: „Hier ist die Halle sehr hell, während in Manchester alles abgedunkelt wurde und nur die Courts ausgeleuchtet wurden. Diese Dunkelheit drumherum ist perfekt für gute Abwehrspieler wie Marc einer ist. Hier sieht man alles, was einem Abwehrspieler durchaus Probleme bereiten kann. Außerdem herrscht hier in der Halle sehr, sehr viel Wind. Die Düsen, die man sieht, zeigen zudem in unterschliche Richtungen. Das macht zur Seite und in der Länge Schwierigkeiten. An diese Dinge muss man sich zunächst gewöhnen.“ Hinzu kam, dass Marc Zwiebler am Dienstag nicht 100-prozentig körperlich fit war: „Ich habe mich irgendwie verlegen, so dass mir eine Rippe schmerzte“, meinte der 26-Jährige.

 

Roth/Käsbauer – Boe/Mogensen:

„Peter und Oliver haben gegen ein absolutes Weltklassepaar verloren. Sie sind die Nummer vier der Welt im Herrendoppel! Wichtig ist auch immer, dass die Spieler Einsatz zeigen. Und das war absolut der Fall! Sie haben alles versucht. Die Aufgabe war einfach noch ein wenig zu schwierig für die beiden. Es macht viel Spaß, diesen beiden jungen Spielern zuzuschauen. Sie sind zwei Spieler mit guter Perspektive, und hier können wir ihnen die Möglichkeit geben, ein besonderes Erlebnis zu haben“, meinte Chef-Bundestrainer Jakob Høi.

 

Dieter Domke – Jan Ø. Jørgensen:

Vom Spiel des Deutschen Vizemeisters war DBV-Sportdirektor Martin Kranitz überaus angetan: „Für mich war es nicht unbedingt eine Überraschung, dass Dieter so gut gespielt hat. Schon vor zwei Jahren, beim Thomas und Uber Cup in Indonesien, hat er starke Leistungen gezeigt. Dies ist irgendwie sein Turnier. 2008 hat er gegen einen Thailänder und gegen einen Japaner gewonnen. Hier in Kuala Lumpur knüpft Dieter an seine Leistungen von vor zwei Jahren an. Durch seine Verletzung hatte er eine lange Durststrecke zu überwinden. Aus meiner Sicht war der Sieg im Bundesliga-Play-off-Finale gegen den EM-Dritten Rajiv Ouseph ein Wendepunkt. Dieter hat großes Potenzial, und das hat er heute aufblitzen lassen“, meinte Martin Kranitz nach der Partie des früheren Vize-Europameisters der Jugend gegen den aktuellen EM-Zweiten aus Dänemark. „Derzeit ist Dieter noch zu wenig konstant, er muss regelmäßig solche Leistungen zeigen. Ich glaube, dann kann er vielen sehr gefährlich werden“, meinte der DBV-Sportdirektor. Dieter Domke hatte lange Zeit mit einem Haarriss am Schienbeinknochen zu kämpfen. Im ersten Halbjahr 2009 konnte der heute 23-Jährige beispielsweise gar keine Turniere bestreiten.

 

Zu den Spielen der deutschen Gruppe bei tournamentsoftware. 

Deutschland - Dänemark

Fotos: Dr. Claudia Pauli.
Fotos: Martin Kranitz und Dr. Claudia Pauli.

 

  

Die Gruppenspiele - Gruppe C

Deutsche Herren schafften mit Sieg über Polen den Einzug ins Viertelfinale

Zwischenstand: Dänemark 1:0, 1. Deutschland 1:0, 3. Polen 0:2;
DEN - POL 5:0

      

Mo 10.5.2010 12 Uhr MESZ: Deutschland - Polen 5:0

1.E: Marc Zwiebler - Przemysław Wacha 21:15 26:24
1.D: Ingo Kindervater & Michael Fuchs - Adam Cwalina & Michał Łogosz 21:16 2119
2.E: Dieter Domke - Michał Rogalski 21:8 21:17
2.D: Kristof Hopp & Johannes Schöttler - Łukasz Moreń & Przemysław Wacha 18:21 21:17 21:18
3.E: Marcel Reuter - Hubert Pączek 16:21 21:19 21:18. 

Zu den Spielen der deutschen Gruppe bei tournamentsoftware. 

Deutschland - Polen 5:0

Ingo Kindervater
Kristof Hopp (li) & Johannes Schöttler
Dieter Domke
Marcel Reuter beim TV-Interview. Fotos: Martin Kranitz

 

 


Sorgt für gute Stimmung beim Teamspruch vor jedem Match: Michael Fuchs.
Marc Zwiebler wollte gegen Peter Hoeg Gade eine ähnlich starke Leistung bringen wie im EM-Halbfinale, sein Körper ließ ihn jedoch nicht.
Jubel bei Dieter Domke nach seinem Zweisatzerfolg über den Vize-Europameister.
Ingo Kindervater (l.) und Johannes Schöttler spielten erstmals zusammen.

© 2004 Deutscher Badminton-Verband e.V.