Uber Cup 2010
Mannschafts-WM der Damen

  

Vom 9. bis 16. Mai in Kuala Lumpur (Malaysia), Stadium Putra im National Sports Complex in Bukit Jalil. 

Zeitplan
Gruppenspiele: 9./10./11. Mai;
Viertelfinals: 12. Mai;
Halbfinals Damen: 13. Mai, Endspiel Damen: 15. Mai.

 

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Randnotizen 

Zu den deutschen Damen-Spielen

Zur Endrunde Thomas Cup.

Zu den Ergebnissen bei tournamentsoftware.   

    

Koreanerinnen verbuchten historischen Sieg

    Aus Kuala Lumpur berichtet Claudia Pauli 

 

Zur Auslosung

    

Viertelfinals

Halbfinals

Endspiel

CHN

 

 

 

 CHN 3:0

 

IND

 

 

 

 

CHN 3:0 

INA

 

 

 

INA 3:0 

 

MAS

 

 

 

 

KOR 3:1

RUS

 

 

 

KOR 3:1

 

KOR

 

 

 

 

KOR 3:1 

DEN

 

 

 

JPN 3:1 

 

JPN

 

 

In der K.o.-Runde werden die Spiele beendet, wenn sie entschieden sind. Die Auslosung der Viertelfinalpaarungen erfolgte am Dienstagabend nach Beendigung der Gruppenphase.

Finale, Sa., 14.05.2010

Korea - China (TV) 3:1

 

Wang Yihan – Bae Seung Hee 21:23, 11:21

Ma Jin/Wang Xiaoli – Lee Hyo Jung/Kim Min Jung 21:18, 12:21, 15:21

Wang Xin – Sung Ji Hyun 21:14, 16:21, 21:7

Du Jing/Yu Yang – Lee Kyung Won/Ha Jung Eun 21:19, 14:21, 19:21

Jiang Yanjiao – Bae Youn Joo nicht mehr ausgetragen

 

Koreas Damen beendeten Chinas Serie

Lee Hyo Jung (l.) und Kim Min Jung steuerten einen Punkt zum Sieg Koreas bei. Foto: Dr. Claudia Pauli.

(15.05.2010, CP) Wer hätte das für möglich gehalten?! Nahezu alle Badminton-Experten hatten sich im Vorfeld auf ein vergleichsweise langweiliges Finale im Uber Cup eingestellt, da die Chinesinnen in den Partien zuvor derart dominant waren, dass ihre erfolgreiche Titelverteidigung nur noch Formsache schien. Doch das Team aus Korea erwies sich am vorletzten Veranstaltungstag der Thomas und Uber Cup-Finals 2010 nicht nur als überaus würdiger Gegner, sondern als regelrechter „Favoritenschreck“.

Ein furioser Auftakt gelang den Herausforderinnen, die in der Geschichte des seit 1956/1957 existierenden Wettbewerbs um den Uber Cup bislang noch kein Mal den Pokal holen konnten, während China bislang elf Mal (1984 bis 1992 und seit 1998) daraus als Sieger hervorging – zuletzt sechs Mal in Folge.

Im 1. Dameneinzel machte die Weltranglisten-13. Bae Seung Hee mit der chinesischen Nummer eins der Welt, Wang Yihan, nach engem ersten Satz im zweiten Durchgang kurzen Prozess: Mit 23:21, 21:11 setzte sich die Koreanerin durch und brachte damit ihr Team mit 1:0 in Führung. Dies bedeutet zugleich, dass die Titelverteidigerinnen erstmals im Turnierverlauf ein Spiel verloren hatten und einem Rückstand hinterher liefen. In der Vorrunde hatte China sowohl die USA als auch Malaysia mit 5:0 abgefertigt, es folgten 3:0-Kantersiege im Viertelfinale gegen Indien und in der Vorschlussrunde gegen Indonesien.

Doch nicht nur Chinas Weltranglistenerste im Dameneinzel musste sich ihrer Gegnerin geschlagen geben. Anschließend unterlagen auch die bestplatzierten Damen im Doppel, Ma Jin/Wang Xiaoli, Koreas Assen. Zwar stand der Sieg von Lee Hyo Jung und Kim Min Jung erst nach mehr als einer Stunde Spielzeit und drei Durchgängen fest, doch dies zählt in der Endabrechnung nicht mehr. Viel wichtiger: Korea lag 2:0 vorn – und hatte gewissermaßen bereits im 2. Dameneinzel den ersten Matchball.

Diesen wehrte die Weltranglistenzweite Wang Xin allerdings mit einem Dreisatzerfolg über die im Ranking des Badminton-Weltverbandes an Position 26 geführte Sung Ji Hyun ab – aber auch erst nach einer Spielzeit von 59 Minuten. 

Das folgende 2. Doppel gestaltete sich ebenfalls enorm spannend: Den ersten Satz holten sich – mit zwei Zählern Vorsprung – die chinesischen Weltranglistenzweiten und Olympiasiegerinnen von 2008, Du Jing/Yu Yang. Der zweite Durchgang hingegen ging – weitaus deutlicher – an die Koreanerinnen Lee Kyung Won/Ha Jung Eun (21:14). Im möglicherweise bereits über den Titel entscheidenden Satz entwickelte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen, in welchem mal das eine Doppel, mal das andere, die Nase vorn hatte. 14:14 hieß es zwischenzeitlich, dann legten die Koreanerinnen los: 15:14, 16:14, 17:14 – der erste Titelgewinn im Uber Cup war zum Greifen nahe, die Spannung stieg ins Unermessliche. 18:14, 19:14 - der Sieg Koreas rückte – für viele immer noch eher unfassbar - immer näher. Doch die Chinesinnen kämpften weiter: 15:19, 16:19, 17:19, 18:19. Dann wieder ein Punkt für Lee Kyung Won/Ha Jung Eun – gleichbedeutend mit dem ersten Matchball. Dieser wurde von den WM-Dritten Du Jing/Yu Yang abgewehrt: 19:20. Doch ihre zweite Chance nutzten die Koreanerinnen und bescherten ihrer Uber Cup-Mannschaft den historischen Sieg.

Das 3. Dameneinzel musste daraufhin nicht mehr ausgetragen werden.

Übrigens standen sich beide Mannschaften auch 2008 beim Uber Cup in der K.o.-Runde gegenüber. Damals setzte sich China im Halbfinale mit 3:1 durch.

 

 

Die Olympiadritte Maria Kristin Yulianti kam am Donnerstag gar nicht mehr im Einzel zum Einsatz, da die Partie zwischen Indonesien und China bereits zuvor zu Gunsten der Titelverteidigerinnen entschieden war.

Halbfinals, Do., 13.05.2010

Die Titelverteidigerinnen aus China ließen auch der Mannschaft Indonesiens keine Chance. Sowohl die Weltranglistenerste Wang Yihan im 1. Einzel als auch das Doppel Ma Jin/Wang Xiaoli (ebenfalls Weltranglistenposition 1) und die Weltranglistenzweite Wang Xin im 2. Einzel gewannen ihre Partie jeweils in zwei Sätzen. Das 2. Doppel sowie das 3. Einzel mussten entsprechend nicht mehr ausgetragen werden.

Die Japanerinnen, die zuvor alle europäischen Damenteams geschlagen hatten, fanden in der Mannschaft aus Korea ihren Meister. Diesmal konnten die Spielerinnen aus dem "Land des Lächelns" einzig das 2. Einzel, vertreten durch Ai Goto, für sich entscheiden. 

    

China - Indonesien 3:0

Korea - Japan 3:1

  

„Ganz, ganz traurig!“

(13.05.2010, CP) Traurig stimmte das Bild, das sich einem am Donnerstag, dem Tag der Halbfinals um den Uber Cup, im Putra Stadium zeigte – nämlich sprichwörtliche gähnende Leere in der Halle. Und das, obwohl die vier besten Damen-Nationalmannschaften der Welt um den Einzug ins Endspiel kämpften. „In der Mittags-Session, Korea gegen Japan, waren vielleicht 100 Zuschauer da. Abends, als China gegen Indonesien spielte, kam man auf 400 bis 500 – da sind alle Spieler, Trainer, Betreuer, Offiziellen etc. aber schon eingerechnet. Das ist ganz, ganz traurig“, meinte der Deutsche Dirk Kellermann, der bei den Thomas und Uber Cup-Finals 2010 als einer von drei Deputy Referees fungiert.

Hier zeigt sich deutlich, dass der Uber Cup zwar prinzipiell das Pendant zum Thomas Cup darstellt, ihm jedoch oftmals (noch) ein ganz anderer – nämlich weitaus niedrigerer – Stellenwert beigemessen wird. Dies gilt besonders für bestimmte Nationen. „Die Leistungen der Frauen zählen in einigen Ländern nicht viel“, meint Dirk Kellermann. Und dies zeigt sich entsprechend auch in den Zuschauerzahlen. Bei den Halbfinals der Herren, die am Freitag ausgetragen werden, erwartet er hingegen eine bis nahezu auf den letzten Platz besetzte Halle. Und diese fasst immerhin 16.500 Zuschauer …

Hinzu kommt, dass die Chinesinnen den Uber Cup seit Jahren quasi nach Belieben beherrschen. Seit 1998 durften stets die Spielerinnen aus dem „Land der Mitte“ den Pokal nach dem Finale entgegennehmen. Spannende Partien sind somit, wenn Chinas Uber Cup-Mannschaft spielt, eher nicht zu erwarten. Die Folge: Nur wenige Badmintonfans wollen diese vor Ort verfolgen.

 

Viertelfinals, Mi., 12.05.2010

Deutschlands Gruppengegner Japan bezwang auch Europameister Dänemark und gewann damit gegen alle drei europäischen Teams.

Titelverteidiger China musste bislang noch kein Spiel abgeben.

Wie bei den Herren, finden die Halbfinals ausschließlich unter Beteiligung asiatischer Teams statt.

 

China - Indien 3:0

Indonesien - Malaysia 3:0

Korea - Russland 3:1

Japan - Dänemark 3:1

     

Die Gruppenspiele

 

Deutsche Gruppe: Russland unterlag Japan sogar 0:5

Titelverteidiger China zog souverän ins Viertelfinale ein. 

 

Gruppe A

Gruppe B

Gruppe C

Gruppe D

1. China 2:0

1. Indonesien 2:0

1. Japan 2:0

1. Südkorea 2:0

2. Malaysia 1:1

2. Dänemark 1:1

2. Russland 1:1

2. Indien 1:1

3. USA 0:2

3. Australien 0:2

3. Deutschland 0:2

3. Australien 0:2

  

A: CHN - USA 5:0 / MAS - USA 5:0 / CHN - MAS 5:0
Zu den Detailergebnissen.
B: INA - AUS 5:0 / DEN - AUS 3:2 / INA - DEN 5:0
Zu den Detailergebnissen.
C: JPN - GER 4:1 / RUS - GER 4:1 / JPN - RUS 5:0.
den Detailergebnissen.
D: KOR - RSA 5:0 / IND - RSA 5:0 / KOR - IND 4:1.
Zu den Detailergebnissen.

Tine Rasmussen ausgefallen

(09.05.2010, CP) Bitter für Team-Europameister Dänemark: Die Uber Cup-Mannschaft muss in Kuala Lumpur auf Tine Rasmussen verzichten. Die Europameisterin im Dameneinzel erlitt eine Verletzung am Bein und konnte deshalb nicht mit nach Malaysia fliegen. Kurzfristig rückte Mette Poulsen ins Aufgebot der Nordeuropäer.

Lesen Sie dazu auch den Artikel im Onlineportal der „newstraitstimes“.

Im offiziellen Turnierhotel erhielt übrigens morgens jeder Gast ein aktuelles Exemplar der Printausgabe. Die Thomas und Uber Cup-Finals waren darin stets auf mehreren Seiten Thema.

 

 


Die Weltranglisten-13. Eriko Hirose unterlag in der Vorrunde nur Juliane Schenk. Fotos: Dr. Claudia Pauli.
Von oben nach unten: Camilla Sörensen aus Dänemark, die Malaysierin Wong Mew Choo, Adriyanti Firdasari.

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