Mannschafts-WM 2011

Double Star 2011 Sudirman Cup

Qingdao (China)

So 22. bis So 29. Mai 2011 im Qingdao Sports Centre. Referee: Dennis Li (HKG). 

Zeitdifferenz: Die chinesische Provinz Shandong ist 6 Stunden voraus - 13 Uhr Ortszeit sind 7 Uhr bei uns.     

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Zu den Plätzen 13 bis 33

  

Die Spiele der deutschen Mannschaft

 

Deutschland musste in Gruppe A gegen China und Japan zwei Niederlagen hinnehmen

 

Zwei Siege für Juliane Schenk - unter anderem gegen die Weltranglistenerste  

 
 

Gruppe A:
1. C
hina 1:0, 1. Japan 1:0, 3. Deutschland 0:2.
So CHN - GER 4:1 / Mo  JPN - GER 4:1 / Di CHN - JPN 0:0
Modus: Gruppenerster und Gruppenzweiter kommen ins Viertelfinale. Der Gruppendritte ist Neunter.

Zu den Gruppenergebnissen.

Johannes Schöttler (li) & Ingo Kindervater während des Japan-Spiels im chinesischen Fernsehen CCTV-5.

Niedergeschlagenheit nach der Niederlage gegen Japan
Auftakt-Mixed war das Schlüsselspiel
Aus Qingdao berichtet Bernd-Volker Brahms
Nach Angaben von Bundestrainer Hoi war die deutsche Mannschaft gestern sehr niedergeschlagen. Es war nur leichtes Training angesetzt, wenngleich einige trotzdem Extraschichten einlegten. Hoi selbst hat gestern noch einmal die Partien gegen Japan auf Video angesehen. "Das muss man erst einmal sacken lassen". Japan sei das asiatische Land auf das man sehen müsse, wenn man weiter nach vorne kommen wolle und ein höheres Niveau erreichen wolle, erklärte er. "Sie sind unsere Hürde, die wir nehmen müssen."
Insbesondere die Tatsache, dass Michael Fuchs und Birgit Michels sogar einen Matchball gehabt haben, war für den Bundestrainer schmerzlich: "Sie haben bis zu dem Zeitpunkt alles richtig gemacht und auch in der Situation des Matchballes war keine Nervosität zu spüren".
Das Spiel gegen Japan hätte einen anderen Verlauf bekommen, wenn Deutschland 1:0 in Führung gegangen wäre. "Es war das Schlüsselspiel der Partie, das wussten auch die Japaner. Daher haben sie auch nach Ende des Spiels derartig gejubelt."
Eine fast sensationelle Leistung bescheinigte der Bundestrainer Juliane Schenk: "Sie hat gezeigt, dass sie eine Weltklassespielerin ist und dass ihr in Sachen Fitness keine andere Spielerin gleichkommt." Auch nach einem zwischenzeitlichen Durchhänger gegen Hirose habe sie wieder Anschluss gefunden und zum Ende des überaus langen Matches noch mal angezogen und auch Nervenstärke gezeigt.
Lesen Sie auch den Bericht in der FAZ vom 25. Mai 2011 "Erster Schritt zum Wunder im Badminton" von Bernd-Volker Brahms.

Zwei Spiel - zwei glänzende Siege: Juliane Schenk konnte sich über ihre Leistungen in Qingdao freuen. Foto: BV Brahms

 Mo 23.5.2011 - Deutschland - Japan 1:4

MX: Michael Fuchs & Birgit Michels -+ Shintaro Ikeda & Reiko Shiota 21:17 20:22 18:21
HE: Marc Zwiebler -+ Kenichi Tago 11:21 18:21
HD: Ingo Kindervater & Johannes Schöttler -+ Noriyasu Hirata & Hirokatsu Hashimoto 16:21 21:16 15:21
DE: Juliane Schenk - Eriko Hirose 21:15 18:21 21:19
DD: Birgit Michels & Sandra Marinello -+ Satoko Suetsuna & Miyuki Maeda 16:21 11:21
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Für das deutsche Team ging es um den Einzug ins Viertelfinale. Japan musste nach der Auftakt-Niederlage gegen China geschlagen werden. Die Deutschen lieferten einen harten Kampf, aber es langte nicht ganz. Erneut zeigte Juliane Schenk ihre herausragende Form mit einem Sieg über die Weltranglistensechzehnte Hirose. Ihr Marathonmatch dauerte 74 Minuten. Die Deutsche Meisterin danach: "Ich war eigentlich permanent an Drücker, am Ende wurde es dann doch knapp. In der entscheidenden Phase habe ich aber dann die Ruhe bewahrt".
DBV-Sportdirektor Martin Kranitz, der vorher die Chancen mit fifty-fifty eingeschätzt hatte: "Wir haben insgesamt fünfeinhalb Stunden gespielt. Am Ende hieß es leider 1:4. Es war das erwartet knappe Spiel, wenn auch Japan letztendlich verdient gewonnen hat. Zwar nicht ganz so überragend wie gestern, schaffte Juliane im zweiten Spiel ihren zweiten Sieg. Wenn auch das gesteckte Ziel Viertelfinale diesmal nicht erreicht werden konnte, glaube ich doch, dass wir wieder etwas von den Spielen mitnehmen, um es das nächste Mal unter die besten acht zu schaffen."    

Deutschland - Japan 1:4




Fotos: Martin Kranitz



Fotos: Bernd-Volker Brahms
Die Bundestrainer Jeroen van Dijk (li) und Jakob Hoi. Foto: BV Brahms
Ließ die Badmintonwelt aufhorchen: Juliane Schenk schlug die Weltranglistenerste Wang Shixian vor eigenem Publikum und laufenden Fernsehkameras. Foto: Martin Kranitz

 So 22.5.2011 - Deutschland - China 1:4

MX: Michael Fuchs & Birgit Michels -+ XU Chen & MA Jin 13:21 11:21
HE: Marc Zwiebler -+ LIN Dan 10:21 16:21
HD: Ingo Kindervater & Johannes Schöttler -+ CAI Yun & FU Haifeng 14:21 9:21
DE: Juliane Schenk - WANG Shixian 21:19 21:16
DD: Birgit Michels & Sandra Marinello -+ TIAN Qing & ZHAO Yunlei 12:21 9:21
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DBV-Sportdirektor Martin Kranitz: "Es war natürlich das erwartet schwere Spiel gegen China. Aber ein Spielgewinn uns immerhin gelungen. Damit haben wir den Favoriten nach langer Zeit mal wieder eine Niederlage innerhalb eines Sudirman-Cup-Spiels beigebracht."
Der letzte chinesische Spielverlust stammt aus dem Jahr 2007. Damals gab es in einem Gruppenspiel gegen Malaysia auch "nur" ein 4:1. Seither gewannen die Chinesen alle Spiele zu null.
Begeistert war Chefbundestrainer Jakob Hoi natürlich von Juliane Schenks Leistung: "Juliane hatte viel Geduld und Vertrauen. Sie hat es geschafft, mit wenig Risiko hohes Tempo zu spielen. Man merkte, sie hat aus den letzten Spielen gegen ihre Gegnerin gelernt." 

Deutschland - China 1:4






Fotos: Martin Kranitz
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