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Europameisterschaft U19 2011 

Vom 15. bis 19. April 2011 in Vantaa, Energia Areena, Rajatorpantie 23. Referee beim Teamwettbewerb: Nils Petter Johansen (NOR).
Zeitdifferenz: Finnland ist eine Stunde voraus. 10 Uhr dort sind 9 Uhr MESZ.         

 

Teamwettbewerb - Deutsche Spiele  

   

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Holger Hasses Team wurde Europameister nach Siegen über Estland, Schottland, Slowakei, Frankreich, Niederlande, Dänemark und Russland

  

Europas Beste - Mit Können, Teamgeist und Willen zum Titel 

   

Dieser Truppe war in diesem Jahr kein anderes europäisches Team gewachsen: (v.l., oben) Teammanager Thomas Lohwieser, Trainer Bernd Brückmann, Fabian Holzer, Raphael Beck, Kai Schäfer, Peter Lang, Inken Wienefeld, Fabienne Deprez, Anika Dörr, Bundesjugendtrainer Holger Hasse, (unten) Trainer Matthias Hütten, Isabel Herttrich, Max Schwenger, Kira Kattenbeck, Ramona Hacks, Physiotherapeut Rudi Allgeier. Foto: DBV

Teammanager Thomas Lohwieser über den deutschen Erfolg

Belohnung für den hellen Wahnsinn

(20.4.11) Es waren aufregende fünf Tage hier in Vantaa. Innerhalb von fünf Tagen…
…neben den drei 5:0-Pflichtsiegen gegen Estland, Schottland und die Slowakei,
…das entscheidende Spiel in der allseits als Todesgruppe bezeichneten schwersten Vorrundengruppe dieser EM gegen Frankreich,
…das Viertelfinale gegen den an 3/4 gesetzten Vize-Europameister Niederlande
…das Halbfinale gegen den topgesetzten amtierenden und Abonnement-Europameister Dänemark,
…und das Finale gegen das 3/4 gesetzte Russland,
spielen zu müssen und diese Matches alle zu gewinnen, das war und ist immer noch der helle Wahnsinn.

Anerkennung und Lob
Die Begeisterung wird um so größer, wenn man miterleben konnte, wie engagiert, konzentriert und voller Enthusiasmus das Team vor allem die letzten vier Spiele eines nach dem anderen angegangen ist. Und, wie es die Aufgaben alle erfolgreich bewältigt hat. Dabei war jedes dieser Spiele ein schweres Stück Arbeit für sich. Und sie folgten dicht aufeinander. Zwischen dem Frankreich- und dem Hollandspiel lagen 12 Stunden, das Dänemark-Spiel folgte sogar nur vier Stunden später. Doch die Mannschaft hat diese vier Herausforderungen in nur zweieinhalb Tagen angenommen.
„Four in a row“ nannten das Coaches, Teammanager, Offizielle und Zuschauer. Diese Erfolgsserie hat der deutschen Mannschaft Respekt und Anerkennung sehr vieler jener Nationen eingebracht, die die sensationelle Vorstellung der deutschen Mannschaft vor Ort bestaunen konnten. Es gab Lob von allen möglichen Seiten. Viele freuten sich mit uns.
Leistungsbereitschaft und Vertrauen
Die stundenlangen nächtlichen Arbeiten der Trainer, als deren Folge die Spieler auf den Punkt genau auf die Spiele vorbereitet werden konnten, die immer vorhandene Leistungsbereitschaft der Athleten, das Vertrauen der Spieler in die Trainer und Betreuer, der stetige Einsatz unseres Physiotherapeuten und das blinde Verständnis untereinander, waren Garanten für die gezeigten Spitzenleistungen.
Solch einen Zusammenhalt wie hier in Finnland habe ich selten erlebt. Teamgeist, Disziplin, Einstellung zum Erfolg, Kampfbereitschaft und der Wille, nicht aufzugeben - nichts fehlte. Und das für sieben Spiele in fünf Tagen, vier davon absolute Top-Spiele gegen die besten Teams Europas. Jeder hat seine Rolle hundertprozentig ausgefüllt, egal ob auf oder hinter dem Feld oder auf der Tribüne, jeder. Die gelungene Mischung aus allem war der Schlüssel zum Erfolg. Den hat sich das Team verdient. Jeder hat dafür lange Zeit hart gearbeitet. Bei der Siegerehrung gab es dann die Belohnung: Elf Spieler, drei Trainer, ein Physiotherapeut und ein Offizieller durften die Goldmedaille in Empfang nehmen.
Ich bin stolz, glücklich und sehr dankbar, Teil dieser Mannschaft zu sein. 

Endspiel: 1:2-Rückstand brachte das deutsche Team nicht aus dem Konzept - Mit 3:2 wurden die Russen bezwungen

Di 19.4.2011 9 Uhr MESZ Deutschland - Russland 3:2

MX: Max Schwenger & Isabel Herttrich - Denis Grachev & Anastasia Chervyakova 24:22 21:18
HE: Kai Schäfer -+ Anatoly Yartsev 21:15 19:21 18:21
DE: Fabienne Deprez -+ Romina Gabdullina 15:21 17:21
HD: Max Schwenger & Fabian Holzer - Anatoly Yartsev & Dmitry Balandin 21:18 21:13
DD: Isabel Herttrich & Inken Wienefeld - Anastasia Chervyakova & Maria Korobeynikova 21:15 21:16.

badminton.de berichtete vom Verlauf des Finales:
1999, 2001 und 2003 gewann Deutschland den Mannschaftstitel bei der EM U19. In diesem Jahr war nach dem Erreichen des Finales ein ebensolcher Erfolg möglich.
Der schwierigste Brocken war mit Titelverteidiger Dänemark aus dem Weg geräumt. Aber Endspielgegner Russland war nicht zu unterschätzen. Die Russen haben in der Gruppe Bulgarien mit 4:1 geschlagen, anschließend die Türkei und die Ukraine jeweils mit 3:0. Das waren alles souveräne Auftritte. Hoffen wir, dass der großartige Teamgeist und die Euphorie nach den bisherigen beeindruckenden Leistungen, unsere Spieler auch erfolgreich durch das letzte Spiel tragen.
Spielbeginn um 9 Uhr MESZ. badmintoneurope.tv überträgt ins Internet. Die Nation kann live dabeisein.
Unser Mixed ist die Zuverlässigkeit selbst. Auch die Tatsache, dass die Russen im ersten Satz von 19:16 egalisierten und einige Satzbälle abwehrten, brachte Max & Isabel nicht ins Wanken. 24:22 21:18 = 1:0.
Kai knüpfte zunächst an die bemerkenswert starke Leistung aus den Hollandspiel gegen Fransman an. 21:15 im ersten Satz. Doch Yartsev hielt dagegen. Ein verschlagener Rh-Netzdrop cross von Kai beendete den Satz. 19:21. Im Entscheidungssatz lag der Russe wieder vorn. 8:11 gegen Kai beim Seitenwechsel. Und er kam nicht mehr ran. 11:15 15:19 18:21. = 1:1.
Fabienne, bisher mit makelloser Weste, hatte es mit der hochkarätigsten Spielerin im russischen Team zu tun. Gabdullina ist im Individualturnier vor ihr an zwei gesetzt. Bis 15 beide war Fabienne im ersten Satz dabei. Doch dann unterliefen ihr viele eigene Fehler 15:21. Haben die gestrigen Kraftakte gegen Wentholt und Clausen zu viele Körner gekostet? Zweiter Satz: 5:11 Coachingpause. Ist da noch eine Wende möglich? Fabienne ist jetzt präsenter, beschäftigt die Russin. 10:12. 13:13. Allerdings weiß sich ihre Gegnerin zu wehren. 13:18 14:19 17:21 = 1:2.
Doch keine Panik! Die sollte trotz des Zwischenstandes nicht angesagt sein. Die deutsche Mannschaft wird einen möglichen Rückstand nach den Einzeln eingeplant haben. Immerhin haben wir ja noch unsere starken Doppel in der Hinterhand. Und die sind jetzt gefordert.
Das Herrendppel stach schon mal zuerst. 21:18 21:13. Max & Fabian erbarmungslos. Sie schafften es immer wieder, durch gutes Netzspiel in Angriffssituationen zu kommen. Zwischenstand damit 2:2.
Jetzt muss wie im gestrigen Spiel gegen Dänemark das Damendoppel die Entscheidung bringen. In ganz Deutschland vor den PC-Monitoren Daumendrücken für Isa & Inken...
Erster Satz 21:19 - die beiden waren im Plan. 11:10-Zwischenstand im Zweiten - ist das die letzte Coachingpause im EM-Mannschaftsturnier? Unsere werden immer dominanter. 15:12. Der Blick der russischen Mädels geht hilfesuchend in Richtung ihrer Trainerstühle. Ein kurzes Aufbäumen noch bis 15:14 - dann geht es rasch und unspektakulär zu Ende. Ein wunderbarer langsamer Drop von Isabel bringt das 21:16. Das deutsche U19-Team 2011 unter Bundesjugendtrainer Holger Hasse ist Europameister. Eine beeindruckende Turnierleistung! Getragen wurde sie von einem großen Teamgeist. Erneut ein großer Triumph für das deutsche Badminton. Herzlichen Glückwunsch.

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Gewohnt guter Start durch das Mixed mit Max & Isabel.
Kai musste sich geschlagen geben.
Fabienne hatte gegen Favoritin Gabdullina nicht ihren besten Tag.
Max & Fabian und...
Inken & Isabel sicherten jedoch den Sieg.

Halbfinale: Mo 18.4.2011 Deutschland - Dänemark 16 Uhr MESZ 3:2

MX: Max Schwenger & Isabel Herttrich - Frederik Colberg & Mette Poulsen 21:12 21:12
HE: Peter Lang - Viktor Axelsen 5:21 6:21
DE: Fabienne Deprez - Lene Clausen 21:19 21:17
HD: Max Schwenger & Fabian Holzer - Kim Astrup Sørensen & Rasmus Fladberg 15:21 21:17 15:21
DD: Isabel Herttrich & Inken Wienefeld - Line Kjærsfeldt & Sandra-Maria Jensen 13:21 21:9 21:12.

Als Schlüsselspiel war in der Vorausschau das Einzel von Fabienne anzusehen. Wenn man davon ausging, dass die Deutschen das Mixed gewinnen und die Dänen das Herreneinzel, so würde ein Sieg im Dameneinzel die 2:1-Führung bringen. Danach müsste eines der beiden Doppel gewonnen werden.
Und genauso kam es. Fabienne rang in enem begeisternden Spiel Lene Clausen nieder. Vor allem der erste Satz war hart umkämpft. Im zweiten wandelte Fabienne dann einen 4:9-Rückstand in eine 13:12-Führung um. Dieser Zwischenspurt demoralisierte ihre Gegnerin. Nachdem Max & Fabian zwar einen Satz, nicht aber das Spiel gewinnen konnten, fiel die Endscheidung im Damendoppel. Zunächst sah es gar nicht gut aus. Dann aber gewannen die Deutschen zusehens an Selbstvertrauen und holten sich den zweiten Satz. Auch im dritten blieben sie dominant. Ab 9:5 hatten sie ihre Gegnerinnen unter Kontrolle und beim Matchball um 18.46 Uhr stand die ganze deutsche Delegation zum Loslaufen hinter dem Feld bereit. Der Turnierfavorit war bezwungen. Deutschland stand nach 2003 erstmals wieder im EM-Finale.

Unser Mixed beim Siegerinterview nach dem 1:0.
Peter Lang musste sich Viktor Axelsen beugen.
Fabienne Deprez hielt das Team auf Kurs.
Max & Fabian konnten den Siegpunkt nicht holen.
Inken & Isabel aber machten den Sack dann doch zu.

Viertelfnale Mo 18.4.2011 Deutschland - Niederlande 9 Uhr MESZ 3:0

MX: Max Schwenger & Isabel Herttrich - Jim Middelburg & Soraya De Visch Eijbergen  21:18 21:15 
HE: Kai Schäfer - Nick Fransman  21:12 21:14
DE: Fabienne Deprez - Josephine Wentholt  21:18 21:17
HD: Max Schwenger & Fabian Holzer - Robin Tabeling & Russell Muns und
DD: Isabel Herttrich & Inken Wienefeld - Thamar Peters & Soraya De Visch Eijbergen nicht mehr gespielt
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Bei der EM vor zwei Jahren in Mailand musste sich unser Nachwuchsteam den Holländern mit 3:1 geschlagen geben. Damals ging es um den Einzug ins Endspiel. Diesmal trafen die beiden Teams schon im Viertelfinale aufeinander. Und es wurde ein unerwartet deutlicher Sieg. Wie ein Sturmwind brausten unsere Spieler über unseren Nachbarn hinweg. Konnte man noch mit dem Mixed-Punkt rechnen, sind Max & Isabel doch sowas wie Punktgaranten, so war die deutsche Überlegenheit in den beiden Einzeln nicht unbedingt zu erwarten gewesen. Zumal Fabienne im Halbfinale der Dutch Open gegen Wentholt noch in zwei Sätzen verloren hatte. Aber sowohl Kai als auch Fabienne zeigten sich glänzend aufgelegt und sicherten frühzeitig den deutchen Sieg.
Die Vorbereitung auf das Holland-Spiel hatte unmittelbar nach dem letzten Match gegen Frankreich begonnen. Teammanager Thomas Lohwieser organisierte eine zügige Abfahrt für jene Spieler, die am Montagfrüh als erstes aufs Felder müssen. Physio Rudi Allgeier nahm sich der Spieler an und behandelte sie, wo es notwendig war. Die Trainer Bernd Brückmann und Matthias Hütten bereiteten die Video-Dateien für die Analysen der Holländer vor. Nach einem gemeinsamen Abendessen und einer kurzen Teambesprechung gingen die Spieler in’s Bett und die Trainer an die Arbeit. Von 23 Uhr bis 2 Uhr wurden die holländischen Spieler auf Stärken und Schwächen analysiert. Hasse: "Teils analysieren wir die Matches zu zweit oder zu dritt, um uns auszutauschen. Am Ende nimmt sich jeder eine Disziplin vor, die er genau unter die Lupe nimmt. Von jedem Spieler bzw. jeder Paarung schauen wir uns drei bis vier Begegnungen an, um ein differenziertes Bild zu erhalten. Das dauert zwar - aber es lohnt sich."
Die Niederländer schienen leicht im Vorteil. Sie hatten
eine einfache Gruppe und konnten sich auch entspannter vorbereiten, weil sie am Vorabend nicht spielen mussten. Bundesjugendtrainer Holger Hasse baute jedoch auf den deutschen Teamgeist: "Aber wir glauben, dass wir mit unserer phantastischen Teamstimmung einen Vorteil haben. In jedem Fall werden unsere Spieler jedes einzelne Match genießen und alles geben."

Blendender Auftakt: Max Schwenger & Isabel Herttrich.
Glänzende Fortsetzung: Kai Schäfer.
Die deutschen Finnland-Fahrer vor dem Spiel gegen Estland: (v.l.) Bundesjugendtrainer Holger Hasse. Co-Trainer Matthias Hütten, Inken Wienefeld, Physiotherapeut Rudi Allgeier, Fabian Holzer, Anika Dörr, Kai Schäfer, Fabienne Deprez, Raphael Beck, Max Schwenger, Ramona Hacks, Peter Lang, Kira Kattenbeck, Co-Trainer Bernd Brückmann, Isabel Herttrich, Teammanager Thomas Lohwieser. Foto: Holger Hasse

Die deutschen Spiele in Gruppe 6:

   

Fr 15.4.2011 Deutschland - Estland 9 Uhr MESZ 5:0

MX: Max Schwenger & Isabel Herttrich - Kristjan Kaljurand & Getter Saar 21:16 21:13 
DE: Fabienne Deprez - Helen Kaarjärv 21:13 21:17 
HE: Peter Lang - Ronald Üprus 21:11 22:20
DD: Isabel Herttrich & Inken Wienefeld - Anette Martin & Helen Kaarjärv 21:18 21:12 
HD: Max Schwenger & Fabian Holzer - Robert Kasela & Kristjan Kaljurand 21:9 21:6.

Außerdem Schottland - Slowakei 4:1

   

Fr 15.4.2011 Deutschland - Schottland 17 Uhr MESZ 5:0

MX: Max Schwenger & Isabel Herttrich - Michael Campbell & Caitlin Pringle 21:15 21:15 
HE: Peter Lang - Lewis Gallacher 21:12 21:15
DE: Fabienne Deprez - Kirsty Gilmour 21:14 16:21 21:14
HD: Max Schwenger & Fabian Holzer - Michael Campbell & Patrick Machugh 17:21 21:18 21:8 
DD: Isabel Herttrich & Inken Wienefeld - Caitlin Pringle & Emma Cook 21:6 21:8.

Außerdem Frankreich - Estland 5:0

 

Sa 16.4.2011 Deutschland - Slowakei 13 Uhr MESZ 5:0

MX: Max Schwenger & Isabel Herttrich - Jozef Balucha & Jana Ciznarova 21:4 21:12
HE: Kai Schäfer - Matej Hlinican 21:19 21:13 
DE: Fabienne Deprez - Ivana Kubikova 21:16 21:15 
HD: Fabian Holzer & Raphael Beck - Jozef Balucha & Matej Hlinican 21:17 21:11
DD: Inken Wienefeld & Kira Kattenbeck - Ivana Kubikova & Jana Ciznarova 21:9 21:9.

Außerdem Frankreich - Schottland 4:1 

  

So 17.4.2011 Deutschland - Frankreich 17 Uhr MESZ 4:1

MX: Max Schwenger & Isabel Herttrich - Gaetan Mittelheisser & Lorraine Baumann 21:14 21:14 
HE: Kai Schäfer -+ Lucas Corvee 16:21 20:22
DE: Fabienne Deprez - Lauren Meheust 21:6 16:21 21:15 
HD: Max Schwenger & Fabian Holzer - Lucas Corvee & Joris Grosjean 21:13 21:18 
DD: Isabel Herttrich & Inken Wienefeld - Audrey Fontaine & Léa Palermo 21:10 21:16.

Außerdem Schottland - Estland 4:1, Frankreich - Slowakei 5:0, Estland - Slowakei 3:2.

  

Endstand Gruppe 6:

1. Deutschland 4:0, 2. Frankreich 3:1, 3. Schottland 2:2, 4. Estland 1:3, 4. Slowakei 0:4.      

Gruppenspiel: Deutschland gegen Frankreich 4:1

Nach drei überzeugenden 5:0-Siegen waren im Gruppenendspiel die ebenfalls ungeschlagenen Franzosen der Gegner. Es war auch ein Nervenspiel, da der Verlierer mit leeren Händen dastand. Nur die Gruppensieger zogen ins Viertelfinale ein. Am Ende überzeugte unser Team mit einem 4:1-Sieg.
Bundesjugendtrainer Holger Hasse: "Dass beide Teams voll motiviert zur Sache gehen würden, war von vorne herein klar. Beide Nationen haben starke Teams und wollten unbedingt in’s Viertelfinale einziehen. Am Ende war es ein klares 4:1 und wir können stolz auf dieses Team sein."
Die Überlegenheit erkannte auch der französischen Head-Coachan. Bei der Gratulaton sagte er: „Deutschland war einfach bereiter und taktisch besser.“
Vor dem Spiel war der Respekt vor den Franzosen groß gewesen. Holger Hasse in seiner Vorschau: "Unsere Mannschaft hat an den beiden ersten Tagen eine tadellose Leistung abgeliefert. Dass wir die ersten drei Begegnungen alle zu Null gewonnen haben, zeigt wie konzentriert die Spieler agiert haben. Das verdient großes Lob. Alle Spieler und Betreuer haben an einem Strang gezogen und gegen Estland, Schottland und die Slowakei nichts zugelassen. Wir alle freuen uns auf das Gruppenfinale gegen Frankreich. Die Franzosen sind mit diesem Jahrgang sehr stark. Unverständlich, dass sie nicht gesetzt worden sind. Wenn man sich die letzten einzelnen Ergebnisse anschaut, sind sie sogar in der Favoritenrolle. Aber wir werden gut vorbereitet sein und das Team wird alles geben, um die Gruppe zu gewinnen. Wir werden die Begegnung wieder mit einer guten Mischung aus Teamgeist, Kampf, Lockerheit und Spaß angehen. Das war auch in den vergangenen Partien ein gutes Rezept."

Max Schwenger & Isabel Herttrch 1:0
Kai Schäfer 1:1
Fabienne Deprez 2:1
Max Schwenger & Fabian Holzer 3:1
Inken Wienefeld & Isabel Herttrich 4:1

Gruppenspiel: Deutschland gegen Slowakei 5:0

Kai Schäfer, der gestern wegen Krankheit pausierte, war diesmal dabei. Einen Einsatz bekamen Raphael Beck und Kira Kattenbeck.

Nachdem die Mannschaft gestern auf dem Feld spielte, von dem der Wettanbieter bwin online auf seine Plattform überträgt, wurde das Slowakei-Spiel auf dem Court ausgetragen, von dem badmintoneurope.tv live ins Internet überträgt. Darüber war der deutsche Teammanager Thomas Lohwieser natürlich hoch erfreut: "Wenn das nichts ist – ganz Badminton-Deutschland konnte das Spiel live miterleben."

Heute wieder gesund: Kai Schäfer...
...mit Bundesjugendtrainer Holger Hasse
...bem Interview von badmintoneurope.tv
Beim Coaching: Fabienne Deprez
Kira Kattenbeck (li) an der Seite von Inken Wienefeld.

Gruppenspiel: Deutschland gegen Schottland 5:0

Max Schwenger & Isabel Herttrich gegen Michael Campbell & Caitlin Pringle
Peter Lang gegen Lewis Gallacher
Fabienne De-prez gegen Kirsty Gilmour
Den vierten Punkt holte das Herrendoppel.
Inken (li) & Isabel vollendeten den Sieg.

Gruppenspiel: Deutschland gegen Estland 5:0

Bundesjugendtrainer Holger Hasse: "Es war ein souveräner Auftritt unserer Mannschaft. Estland war zwar sehr kämpferisch, aber letztlich chancenlos. Für uns also ein sehr guter Start in der schweren Gruppe."
Der ursprünglich für das Herreneinzel vorgesehene Kai Schäfer musste kurzfristig durch Peter Lang ersetzt werden. Der Bundesjugendtrainer: "Kai hatte heute Vormittag Magenprobleme und wurde daher durch Peter ersetzt. Eine Vorsichtsmaßnahme. Es handelt sich um keine ernsthafte Erkrankung und wir sind guter Dinge, dass es Kai schon bald wieder besser gehen wird."
Am späten Nachmitttag steht dann bereits das zweite Gruppenspiel an. Hasse: "Mit Schottland erwartet uns ein stärkerer Gegner. Wir müssen alle weiterhin locker und konzentriert bleiben. Die Teamstimmung ist sehr gut. Am Nachmittag bereitet sich der Großteil der Mannschaft im Hotel auf das Spiel vor. Dazu gehören auch Video-Analysen. Spieler, die heute Vormittag nicht zum Einsatz kamen, trainieren. Matthias Hütten und Bernd Brückmann analysieren derweil bereits die nächsten Gegner - auch schon mit Blick auf das Individualturnier."

Max Schwenger & Isabel Herttrich
Fabienne Deprez
Peter Lang
Isabel Herttich (li) & Inken Wienefeld
Max Schwenger (li) & Fabian Holzer

Ausstatter der Nationalmannschaften des DBV

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