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Deutsche Gehörlosen–Badmintonmeisterschaft 2016
im Rahmen des 24. Sportfestes der Gehörlosen in Essen

21. DM in den Einzeln - 19. DM in den Doppeldisziplinen
Am 27. und 28. Mai 2016 in Essen-Werden, Sporthalle Werden, Im Löwental 35. Ausrichter: Gehörlosen-Turn-und Sportverein Essen in Verbindung mit dem Gehörlosen-Sportverband Nordrhein
-Westfalen. Zur Veranstaltungswebsite
  

Siegerehrung DE: (v.l.) Ines Sommer, Helga Dießlin, Irmgard Fritz.
Siegerehrung HE: (v.l.) Tim Jennen, Oliver Witte, Matthias Kroll.
Siegerehrung DD: (v.l.) Technischer Badmintonleiter Thomas Pfeiffer, Irmgard Fritz & Nina Binkowski, Helga Dießlin & Elke Hensel, Susanne Vallentin & Ines Sommer.
Siegerehrung HD: (v.l.) Bundesfachwart Volker Dießlin, Alexander Hammen & Matthias Kroll, Oliver Witte & Jens Bischoff, Tim Jennen & Jürgen Deimel.
Siegerehrung MX: (v.l.) Matthias Kroll & Helga Dießlin, Tim Jennen & Elke Hensel, Irmgard Fritz & Michael Löw . Fotos DSG

Die Meisterschaft fand diesmal im Rahmen des 24. Sportfestes der Gehörlosen in Essen statt, in dem Wettbewerbe in 20 Sportarten ausgetragen wurden

           

Je zweifache Titelträger: Helga Dießlin, Oliver Witte und Elke Hensel 

  

Von Jens Bischoff
(11.7.16) Im Dameneinzel konnte die Favoritin Helga Dießlin ohne nennenswerte Konkurrenz ins Finale vorstoßen. Weil Ines Sommer in ihrem Halbfinale frischer wirkte und wesentlich größeren Druck ausübte als ihre Gegnerin Irmi Fritz, dominierte sie dieses Spiel und entschied es klar in zwei Sätzen für sich. 
Da die mehrmalige Deutsche Meisterin Svenja Untiedt nicht gemeldet war, trugen also Helga Dießlin und Ines Sommer das Finale aus. Diese Begegnung erstreckte sich über Sätze. Der zweite Satz ging denkbar knapp zugunsten für Ines Sommer aus. Helga Dießlin behielt im dritten Satz die bessere Spielübersicht und konnte infolge raffinierter Aufschläge einen Vorsprung aufbauen, zumal mit zunehmender Spieldauer die nachlassende Konzentration von Ines Sommer ihr in die Karten spielte. Helga entschied somit den dritten Satz und somit das Spiel klar für sich (21:15 20:22 21:12). Irmgard Fritz holte sich im Spiel um Platz drei gegen Nina Binkowski (HSC Schleswig) mit einem klaren Sieg den Sieg.

1. Platz: Helga Dießlin (GSV Freiburg)
2. Platz: Ines Sommer (GSV Brandenburg)
3. Platz: Irmgard Fritz (GSC Nürnberg).

Der topgesetzte Favorit Oliver Witte gewann zum erneut das Herren-Einzel. Gegen den Finalgegner Tim Jennen ließ er nichts anbrennen. Er ging  konzentriert und konsequent zur Sache während Tim gegen den haushohen Favoriten einfach die spielerischen Mittel fehlte. Oliver setzte sich mit 21:17 und 21:11 klar durch. Das Spiel um Platz 3 konnte Matthias Kroll deutlich gegen Michael Löw für sich entscheiden.

1. Platz: Oliver Witte (GSV Düsseldorf)
2. Platz: Tim Jennen (GSV Düsseldorf)
3. Platz: Matthias Kroll (GSV Freiburg).

Im Finale des Herrendoppels ließen Oliver Witte & Jens Bischoff den Finalgegnern Matthias Kroll & Alexander Hammen mit 21:9 und 21:4 keine Chance. Das bereits topgesetzte Paar gewann dadurch zum dritten Mal in Folge die Deutsche Meisterschaft.

1. Platz: Jens Bischoff & Oliver Witte (GSV Brandenburg/GSV Düsseldorf)
2. Platz: Alexander Hammen & Matthias Kroll (GSV Frankenthal/GSV Freiburg)
3. Platz: Tim Jennen & Jürgen Deimel (GSV Düsseldorf).

In Damendoppel holte sich das Doppelpaar Helga Dießlin & Elke Henssler ohne nennenswerte Konkurrenz den Titel.

1. Platz: Helga Dießlin & Elke Hensel (GSV Freiburg/GSV Düsseldorf)
2. Platz: Irmgard Fritz & Nina Binkowski (GSC Nürnberg/HSC Schleswig)
3. Platz: Ines Sommer & Susanne Vallentin (GSV Brandenburg).

Zum Ende der Veranstaltung folgte das gemischte Doppel. Das Finale wurde zum spannendsten und knappsten Spiel des ganzen Turniers. Wie im Vorjahr gelang dem Paar Elke Hensel & Tim Jennen erneut der Sieg nach hartumkämpften Ballwechseln mit 21:12 19:21 und 21:18 gegen Helga Dießlin & Matthias Kroll.

1. Platz: Tim Jennen & Elke Hensel (GSV Düsseldorf)
2. Platz: Matthias Kroll & Helga Dießlin (GSV Freiburg)
3. Platz: Michael Löw & Irmgard Fritz (GSC Nürnberg).

Für die gelungene Durchführung der Turnierveranstaltung lag in den Händen von Organisator Torsten Trampedach, Badminton-Spartenleiter Volker Dießlin und dem technischen Badmintonleiter Thomas Pfeiffer.
Kommende Veranstaltungen
Die nächste Deutsche Badmintonmeisterschaft der Gehörlosen wird voraussichtlich in Brandenburg an der Havel stattfinden. Die kommende Gehörlosenolympiade (Deaflympics) findet im nächsten Jahr in der Türkei statt. Im Hinblick darauf ist erfreulich, dass die zwei jungen talentierten Badmintonspieler Jan Burike und Alexander Hammen erste Kontakte und Erfahrungen im Badminton-Gehörlosensport sammeln konnten und realistische Chancen auf eine Einladung zu den vorbereitenden Nationallehrgängen für die Deaflympics besitzen. Diese Lehrgänge werden entweder in der Badmintonhochburg Mülheim an der Ruhr oder in Kaarst stattfinden.
Bei www.essen2016.de gibt es die kompletten Ergebnisse.

Veranstaltungsmaskottchen: Der Hase Potti als Badmintonspieler.

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