Mitteilungen der SG Anspach

 

Liga-Zugehörigkeit: 1. Bundesliga

Homepage: www.sga-badminton.de

 

  

  

Auch die zweite Chance verpuffte für die blau-weißen SGAler …

Von Georg Komma
 
(04.04.2012) Dass auch im Sport Freud und Leid nahe beieinander liegen, ist eine Binsenweisheit. Aufstiege und Klassenerhalte werden zu Recht bejubelt, Absteiger und Unterlegene brauchen erst einmal Zeit, um ihre Enttäuschung zu verarbeiten. In 19 Jahren Bundesligazugehörigkeit erlebte die SGA drei Aufstiege in die 1. Liga, gerade ist sie dabei, den dritten Abstieg einzuordnen. Das 1:5 beim 1. BC Beuel bildete am Dienstagabend den Abschluss einer Saison, die das junge Taunusteam wahrlich nicht als verlorene Saison bezeichnet.

Das Resümee ist zunächst einmal spontan und nicht weit reichend, doch es ist schon realistisch genug, um den „Zurückgebliebenen“ in der 1. Liga zum Klassenerhalt oder zum Erreichen des Endkampfs um die Deutsche Meisterschaft zu gratulieren. Und das tun wir gerne. Unabhängig davon bedauert die SG Anspach den Rückzug des VfL Hamburg, weil der Verein den Verbleib in der Liga sportlich erarbeitet hatte. Der BV Gifhorn und die SG Anspach waren die Abstiegskandidaten der Liga – durch den unerwarteten Rückzug der Hanseaten erhielten die beiden Schlusslichter eine zweite Chance. Diese hat der BV Gifhorn in letzter Minute genutzt. Dass zuvor ein wenig Stimmungsmache angesagt war, ist verständlich. Unser Sport muss auch ein wenig poltern, um in die Schlagzeilen zu kommen. Das bringt Zuschauer und Einschaltquoten, vielleicht auch neue Sponsoren, „die sich ins Zeug legen.“ Die Sportlerinnen und Sportler tun dies eh schon – allesamt in einer vorbildlichen Form von Fairness, weit weg jeglicher Manipulation. Und das tut unserem Sport und unserem Image, das gerade mit vielen Händen weiter ausgebaut wird, außerordentlich gut. Dass an diesem Ausbau die Unterlegenen, die Underdogs der Liga oder die Absteiger auch beteiligt sind, sollten wir uns immer wieder ins Bewusstsein rufen. Schön, dass es viele Badmintonnester gibt, in die zunehmend mehr Kapital und Trainerkompetenz fließt.

Nüchtern betrachtet sind drei erspielte Unentschieden in einer Saison eine bescheidene Ausbeute. Drei Punkte alleine sind kein Grund zum Protzen. Sie dokumentieren – rein statistisch betrachtet – deutliche Unterlegenheit im direkten Vergleich. Gut, dass die SG Anspach ein Badminton-Soziotop ist, dessen regionaler, Identität stiftender Ansatz vom Umfeld gewünscht und nachhaltig gestützt wird. So wird der intern seit Wochen bekannte und bewusst nicht während der Saison veröffentlichte Weggang von Spitzenspieler Andi Heinz zum 1. BC Beuel ebenso verkraftet werden wie der erneute Gang in die 2. Liga – auch wenn er den aufopferungsvoll kämpfenden Aktiven des Teams schmerzt. Chef-Trainer und Rekordbundesligaspieler Franklin Wahab wird zur nächsten Saison bestimmt ein Team präsentieren, das sich im 20. Jahr Bundesligazugehörigkeit auf die 2. Liga freut. Den SGAlern, die bis zuletzt selbstbewusst und hoch motiviert an den Klassenerhalt glaubten und dafür kämpften, gilt die Anerkennung der ungeschwächten Fangemeinde.

 

Mit dem Fanschal eingeschworen - doch die Entscheidung ist vertagt

Von Georg Komma
 
(01.04.2012) Um zwei Tage hat sich die Entscheidung um den heiß umkämpften Nichtabstiegsplatz in der 1. Badminton-Bundesliga vertagt. Während der BV Gifhorn beim PTSV Rosenheim mit 1:5 unterlag, schrammte die SG Anspach in eigener Halle beim 2:4 gegen den SC Union Lüdinghausen nur hauchdünn an dem sehnlich erhofften Remis vorbei. So ändert sich nichts in der Tabelle – die SGA bleibt weiterhin mit einem Punkt vor dem BV Gifhorn platziert.

Die SGA-Taktik konnte nur lauten: Alle Aufmerksamkeit den Doppel schenken, in denen zuletzt beachtliche Überraschungserfolge gelangen. In den Einzeln machte man sich aufgrund der überragenden Leistungspräsenz des Gegners wenig Hoffnung auf Erfolg: Yuhan Tan, Karin Schnaase und Endra Kurniawan spielten wie erwartet in einer Region, die den über 200 Zuschauern respektvolle Anerkennung entlockte. So gab es denn auch viel Applaus für besonders gelungene Aktionen des Gegners, ohne dass es sich dabei gleich um ein feindliches Überlaufen handelte. Nein, die zahlreichen stramm hochgehaltenen Fanschals zeigten bis zum letzten Schlagwechsel zu den blau-weißen SGA’lern mit den grünen Trikots.
Doch bei denen platzte die „Doppelrechnung“ leider schon im Herrendoppel. Felix Schoppmann und Andi Heinz mochten sich noch so mühen, in der Endphase des Entscheidungssatzes mussten sie die Nationalspieler Bosch/Zurwonne ziehen lassen (16:21, 21:17, 15:21). Zeitgleich hatten Mona Reich und Samantha Barning immer besser ins Spiel gefunden, wurden selbstbewusster und egalisierten bravourös den 0:1-Rückstand (18:21, 21:15, 21:16).
Die Ernüchterung folgte in den bereits angesprochenen Einzeln, in denen die SGA–Akteure klare Zwei-Satz-Niederlagen einstecken mussten. Ein Genuss für den badmintonverwöhnten Zuschauer stellte das abschließende Gemischte Doppel dar, bei dem mit Samantha Barning, Karin Schnaase und Andi Heinz gleich drei Nationalspieler auf dem Feld standen. Und auch die praktizierende Ärztin Laura Ufermann (27 Jahre), die als Ersatz für Selena Piek eingesprungen war, erinnerte in vielen Szenen daran, dass sie noch vor kurzem zur DBV-Elite gezählt hatte. Der Drei-Satz-Sieg von Andi und Samantha zum Saisonabschluss vor heimischem Publikum war noch einmal eine gelungene Werbung für den Badmintonsport. Fantastische Ballwechsel waren so sehr gepaart mit Spielfreude, artistischen Einlagen und Kampfgeist, dass der Funke sehr schnell auf die hierfür dankbaren, begeisterten Zuschauer übersprang.

Im Vergleich zur Saison 2010/11, als die SGA Meister der 2. Liga Süd wurde, hat sich die Zuschauerzahl in der ARS-Halle mehr als verdoppelt. 200 bis 300 Zuschauer besuchten in der laufenden Saison die Heimspiele – und alle träumen von einer Zugabe in der 1. Liga, wohl wissend, dass der 1. BC Beuel für das Verwirklichen der SGA-Träume aus eigener Kraft eine sportliche Nummer zu groß ist.

 

Das Endspiel hat stattgefunden – die Entscheidung ist vertagt

Von Georg Komma

 

(25.03.2012) „Verrückte Situation“ in der Abstiegszone der 1. Badminton-Bundesliga: Die SG Anspach und der BV Gifhorn lagen noch vor Tagen auf sicheren Abstiegsplätzen und wussten um die minimale Hoffnung, aus eigener Kraft das rettende Ufer zu erreichen. Dann folgte der schrittweise Rückzug des VfL Hamburg: Zunächst für das Ende der Saison geplant, dann „mit sofortiger Wirkung“. Diese Entscheidung wirbelte dann doch einige Emotionen auf, letztendlich sorgte sie für ein sogenanntes Endspiel um den Klassenerhalt zwischen dem BV Gifhorn und der SG Anspach. Das Endspiel fand statt, doch die Entscheidung, wer von beiden Teams den bitteren Gang in die 2. Liga antreten muss, ist noch nicht gefallen. Das Ergebnis spiegelt deutlich ein Spiel auf Augenhöhe wider … 3:3 (8:8, 291:293).

Ca. 300 Zuschauer ließen sich nicht von der strahlenden Frühlingssonne locken, sondern bevorzugten den schweißtreibenden Kampf von zwei Erstligateams, die partout nicht absteigen möchten. Begeisterung pur herrschte bis zum letzten Ballwechsel – und der war erst um 17:29 Uhr beendet.  

Da beide Teams in Komplettbesetzung antreten konnten, war von vorneherein ein enges Match zu befürchten. Die Prognosen reichten von 2:4 bis 4:2, niemand tippte im Vorfeld auf ein klares Ergebnis. Bereits vor dem 1. Ballwechsel fielen die ersten strategischen Entscheidungen. Gifhorn baute auf das tags zuvor hervorragende Auftreten beim 2:4 gegen den 1. BC Beuel, die SGA bot überraschend Andreas Heinz im 2. Herreneinzel auf, um mit ihm vielleicht sogar den Siegpunkt im Match anzustreben. Ein sehr hoch gestecktes Ziel, aber warum nicht ….

Die Rechnung ging im 1. Herrendoppel auf. Daniel Benz und Felix Schoppmann (gegen Maurice Niesner/Daniel Porath) rissen die Zuschauer zu wahren Beifallstürmen hin, wiederholten ihren Sieg aus dem Hinspiel und brachten die SGA mit 1:0 in Führung. Lange Zeit hielt auch das Damendoppel mit Mona Reich und Samantha Barning seine Partie offen, ehe am Ende dann doch der Dreisatzsieg von Carola Bott/Stasa Poznanovic zu Buche stand. Mit dem 1:1-Zwischenstand entschwand zusehends die Hoffnung, „mehr als ein Unentschieden zu reißen“. Auch wenn Daniel Benz Nationalspieler Raul Must aus Estland den ersten Satz abrang, danach spielte der vielfache WM-Teilnehmer seine ganze Routine und Kondition aus und brachte sein Team 2:1 in Front. Die Spannung war auf dem Siedepunkt, als in einem weiteren Dreisatzspiel Andi Heinz und Samantha Barning im Gemischten Doppel gegen Maurice Niesner/Stasa Poznanovic die gegnerische Führung egalisierte. Ähnlich wie Daniel erging es dagegen Mona Reich im Dameneinzel gegen die EX-SGA’lerin Carola Bott, die zwar anfangs mächtig Nerven zeigte, dann aber zu alter Klasse zurückfand.

Für den Doppel- und Mixed-Spezialisten Andi Heinz bedeutete der Ausflug ins ungewohnte 2. Herreneinzel Nervenkitzel pur. Er hatte sich selbst die Aufstellungsvariante gewünscht und wollte seinem SGA-Team den bestmöglichen Dienst erweisen. Und das ist ihm mit seinem anfangs wackligen, dann aber zunehmend deutlichen Dreisatzsieg bestens gelungen.

Alles in allem bleibt es im Kampf um den Klassenerhalt spannend. Die SGA hat zunächst einmal den bestehenden Abstand gewahrt und befindet sich weiterhin auf einem Nichtabstiegsplatz. Nun heißt es erst mal durchschnaufen, ehe die Aufmerksamkeit zum Restprogramm wandert: die SGA trifft auf den SC Union Lüdinghausen und den 1. BC Beuel, der BV Gifhorn auf den PTSV Rosenheim und den 1. BV Mülheim.

 

Die Chance auf ein blau-weißes Wunder

Von Felix Schoppmann

 
(17.03.2012) Am Sonntag, den 25. März, kommt es um 14 Uhr in der ARS Halle zu einem Endspiel um den Klassenerhalt in der 1. Bundesliga. 
Die unverhoffte Möglichkeit entstand dadurch, dass der Bundesligist VfL 93 Hamburg im Rahmen der Bundesliga-Vollversammlung am 17. März in Rüsselsheim  seinen sofortigen Rückzug aus der 1. Bundesliga bekannt gab. Die Mannschaft wird zu keinem Spiel mehr antreten, alle bisher erspielten Ergebnisse werden aus der Wertung genommen. Somit steht Hamburg als erster Absteiger fest. Ebenso verlieren alle Mannschaften ihre Punkte, die sie gegen die Hamburger geholt haben. Dieser Fakt trifft besonders die Mannschaft des BV Gifhorn. Drei ihrer vier Punkte holten die Niedersachsen gegen Hamburg. Damit rutscht Gifhorn  auf den neunten Tabellenplatz, während die SGA mit einem Punkt Vorsprung plötzlich Rang acht ine der Tabelle einnimmt.
Diese Konstellation macht das bevorstehende Aufeinandertreffen zu einem vermeintlichen Endspiel um den Klassenerhalt. Im Hinspiel endete die Partie 3:3. Dieses Ergebnis macht die vergleichbare Leistungsstärke beider Mannschaften deutlich und lässt auf ein brisantes Rückspiel hoffen.
Die SGA tritt am Sonntag in voller Besetzung an. So ist auch der Einsatz der niederländischen Nationalspielerin Samantha Barning geplant. Gifhorn wird sicherlich auch in Bestbesetzung antreten, unter anderem mit dem estnischen Spitzenspieler Raul Must, der Kroatin Stasa Poznanovic, Carola Bott und Maurice Niesner.
„Wir wollen am Sonntag alles daran setzen, die Chance auf den Klassenerhalt beim Schopfe zu packen“, so der Tenor im Team. Und alle sehen es als Vorteil an, dieses Spiel vor heimischer Kulisse  austragen zu können. Zeigte diese Saison doch, dass die Heimspiele immer hervorragend besucht waren. Dass die junge Mannschaft gegen die oft übermächtige Konkurrenz in der Regel den Kürzeren zog, tat dem Zuspruch keinen Abbruch. Für dieses Vertrauen will sich die Mannschaft bedanken.
Auch wenn alle weiteren SGA-Teams an diesem Wochenende im Einsatz sind, wird die Tribüne zum Bersten voll sein. Nicht nur den Spielerinnen und Spielern, sondern auch den vielen Helfern und Organisatoren im Hintergrund, die in diesem Jahr Außerordentliches geleistet haben, dürfte dieses Bundesligaspiel mit Endspielcharakter ein Herzensanliegen sein.
Das „Anspacher Konzept“ mit Regionalidentität hat eine große Chance erhalten, eine weitere Saison in der höchsten deutschen Spielklasse etabliert zu sein. Die Mannschaft ist hoch motiviert, aus dem kleinen Hoffnungsfunken ein Feuerwerk werden zu lassen. Mit dem deutlichen Pro zur Nachwuchsarbeit vor Ort soll das blau-weiße Wunder zum 150. Geburtstag der SG 1862 Anspach wahr werden …

 

Das erhoffte Überraschungsresultat lag schon auf dem Schläger …

Von Georg Komma

 
(26.02.2012) Große Ehre für das SGA-Team! Im bereits hergerichteten, beeindruckenden Ambiente für die YONEY German Open 2012, die am kommenden Dienstag beginnen, durfte es gegen den Mitaufsteiger 1. BV Mülheim aufschlagen. Da am Nachmittag noch Aufbauarbeiten waren, vereinbarten beide Teams 18.00 Uhr als Spielbeginn. Klar, dass die SGA einmal mehr als Außenseiter in ein Match ging, doch das kleine Fünkchen Hoffnung war auch dieses Mal wieder im Gepäck. Zu recht – wie sich herausstellen sollte, auch wenn Felix Schoppmann aus gesundheitlichen Gründen „nur“ coachen konnte. Verschenken wollte der 1. BV Mülheim indes keine Punkte, lediglich Blumen. Und die erhielt die drei Jahre im Dress der SGA punktende Johanna Goliszewski vom Mülheimer Vorstand für den frisch errungenen Titel einer Europameisterin mit der DBV-Damen-Nationalmannschaft. Herzlichen Glückwunsch auch von der SGA, die sich natürlich über die Leistungsentwicklung der Hessin freut. Professionell dann natürlich ihr Auftreten im Damendoppel, in dem sie mit der erfahrenen, wenn auch gesundheitlich angeschlagenen Petra Reichel das SGA-Doppel nicht so richtig ins Spiel kommen ließ. Das schnelle 0:1 von Mona Reich/Samantha Barning spornte das umgestellte Doppel der SGA (Daniel Benz und Andi Heinz) mächtig an. Nach dem 18:21 im ersten Satz spielten die beiden SGA’ler plötzlich „hundertprozentige Bälle“ und verwunderten Dharma Gunawi und Yonathan Suryatama Dasuki ein ums andere Mal. Als Lohn kassierten sie den zweiten Satz (21:15) und eine 11:3-Führung im Entscheidungssatz. Der Sieg lag schon auf den ungeduldigen Schlägern, die plötzlich Angst vor dem Sieg hatten. Es kam Einiges zusammen: Einige unglückliche Bälle, zu wenig Spielrisiko und zwei Indonesier, die plötzlich keine Fehler mehr machten. So ging der dritte Satz über 12:9 und 18:18 „ärgerlicherweise“ mit 18:21 an die indonesische Mülheimer Kombination. Petra Reichel schenkte das Einzel gegen Mona Reich aufgrund ihres angeschlagenen Gesundheitszustands, so dass die Hoffnung auf ein Gesamtremis neue Nahrung bekam. Leider hatte Daniel Benz im kurz vorher ausgetragenen Herrendoppel vermutlich zu viel Kraft gelassen, um gegen den sehr gut aufspielenden Alexander Roovers zu punkten. 2:3 hieß es jedoch, nachdem Samantha und Andi in einem fulminanten Mixed die „Super-Kombination“ Goliszewski/Dasuki mit 21:15, 21:15 besiegte. „Die Hoffnung stirbt zuletzt“, doch im SGA-Lager wusste man, dass sich Steffen Hornig noch in der Rekonvaleszenz befindet. Vor vier Wochen hatte er einen Muskelfaserriss erlitten – erst einmal konnte er seitdem ein komplettes Training bestreiten. Von daher ist sein 13:21, 24:22, 4:21 gegen Dharma Gunawi viel mehr als achtbar.
So endete die Partie 4:2 für den 1. BV Mülheim. Die Sätze (8:6) und die Punkte (246:235 für die SGA) dokumentieren, dass es eine wirklich enge Partie war. Ja, das dritte Saison-Remis lag heute schon auf dem Schläger …

 

Die Bundesliga spielte – doch auch die SGA trauert um HBV-Kaderspielerin Kaja Bahro

Von Georg Komma

 
(12.02.2012) Im Vorfeld von entscheidenden Punktspielen schmieden Aktive und Betreuer an der Strategie, vergleichen und wägen ab, kümmern sich um letzte organisatorische Abstimmungen. Und dann platzt mitten in die Vorbereitung eine Nachricht, die alles andere als unwichtig oder peripher erscheinen lässt. Kaja Bahro, 19-jährige Kaderspielerin des HBV, Trainingspartnerin der SGA-Aktiven am Stützpunkt Frankfurt, Stammspielerin der Regionalligamannschaft SG Dornheim, Teilnehmerin der DM 2012, verunglückt mit ihrem Auto tödlich. Der Schock sitzt tief – bei allen Aktiven des HBV. Das Tragen eines Trauerflors des Bundesligateams der SG Anspach und eine Gedenkminute vor dem Spiel gegen den TV Refrath ist als Zeichen des Mitgefühls sicherlich nur ein kleiner Trost, aber ein wichtiger Moment des Innehaltens. Der Spielbetrieb geht weiter, auch wenn wir wieder einmal erfahren haben, wie grausam das Schicksal zuschlagen kann. Vor diesem Hintergrund tritt die Bedeutung eines Punktspiels in den Hintergrund, zu sehr überwiegen noch die gemeinsam erlebten Momente mit Kaja, der vorbildlichen Sportlerin.
Dabei war zu Beginn der Woche die Vorfreude auf das Match gegen den TV Refrath enorm. Die Optimisten tippten auf ein Unentschieden, die Realisten waren erheblich skeptischer - und das hatte allen Grund. Durch den Ausfall von Steffen Hornig (Muskelfaserriss) und Franklin Wahab (Betreuer der SGA-Asse Lara Käpplein und Theresa Wurm bei den deutschen Jugendmeisterschaften) war das SGA-Team erheblich geschwächt und auch Daniel Benz hatte seine bei den Deutschen Meisterschaften erlittene Fußverletzung noch nicht entscheidend auskuriert.
Die Hoffnungen aus SGA-Sicht ruhten wie so oft auf den Doppeldisziplinen. Das sahen auch die knapp 200 Zuschauer so, die viele Ballwechsel mit lang anhaltendem Beifall honorierten. Am Ende sprang jedoch nur der hart umkämpfte Dreisatzsieg im Damendoppel heraus (20:22, 21:12, 21:18), den Mona Reich an der Seite der aktuellen niederländischen Vizemeisterin im Damendoppel, Samantha Barning, sicherstellte. Felix Schoppmann und Andi Heinz verloren das „vielleicht doch machbare“  Herrendoppel (19:21, 17:21) ebenso knapp wie Andi Heinz und Samantha das Gemischte Doppel (21:14, 12:21, 15:21). Mona Reich konnte im Dameneinzel erwartungsgemäß der irischen Nationalspielerin Chloe Magee das Heft nicht aus der Hand reißen und unterlag dem Badmintonprofi in zwei Sätzen. (16:21, 13:21). So erging es auch dem tapfer kämpfenden Marc Helwig bei seinem 2. Bundesligaeinsatz (15:21, 6:21). Daniel Benz, der vor dem Match aufgrund einer leichten Verletzung, die er bei den Deutschen Meisterschaften erlitten hatte, durch Physiotherapeut Aljoscha Nickel hervorragend behandelt wurde, hatte es mit Jiann Shiarng Chiang zu tun, einem absoluten Hochkaräter aus Malaysia. „Daniel hat beide Sätze gut durchgehalten – er sollte in zwei Wochen wieder sein ganzes Potenzial abrufen können“, meint Sportwart Alexander Merget.
Am Ende stand ein 1:5 auf dem Spielbericht, das ein wenig weh tut. Es war eben doch die Komplettbesetzung aus Refrath der Gegener, deutlich gespickt mit Internationalität. Und schon waren unsere Gedanken wieder bei Kaja Bahro, deren großer Wunsch es noch war, baldmöglichst in der 1. Liga aufzuschlagen. Wir haben es heute für Dich getan, Kaja.

 

Ein Lebenszeichen

Von Franklin Wahab und Felix Schoppmann

 
(25.01.2012) Mit einem Punktgewinn starten die SGAler hoffnungsvoll ins neue Jahr. Nach gut zwei Stunden Gesamtspielzeit machte das Mixed Andreas Heinz/Samantha Barning mit einer starken Leistung das 3:3 klar und animierte die gut 200 Zuschauer zu Standing Ovations.
Besonders Abteilungsleiter Georg Komma zeigte sich erleichtert: „Das war heute ganz wichtig für die Mannschaft. Hat sie doch gesehen, dass sie in Komplettbesetzung gegen viele Mannschaften in der 1. Liga bestehen kann."
Im ersten Herrendoppel befanden sich Andreas Heinz und Felix Schoppmann lange Zeit auf Augenhöhe mit den Nationalspielern Oliver Roth und Peter Käsbauer. Leider fehlte im dritten Satz dann etwas die Konstanz. Das Damendoppel Samantha Barning und Mona Reich konnte gegen die Routiniers van Doormalen/Bittner nur anfangs das Spiel offen gestalten, so dass es „nach dem ersten Drittel“ 0:2 stand und ein Punktgewinn in weiter Ferne lag.
Nachdem Mona Reich im Dameneinzel gegen die angeschlagene Nicole Bittner kampflos zu Punkten kam, hatte Daniel Benz seinen großen Auftritt: In einem begeisterten Spiel rang er Hannes Käsbauer in zwei Sätzen nieder. Gerade in den engen Phasen spielte der Anspacher mit viel Selbstvertrauen und durfte sich am Ende über seinen zweiten Saisonsieg im 1. Herreneinzel freuen.
Unglücklich war die verletzungsbedingte Aufgabe im 2. Herreneinzel von Steffen Hornig bei 13:11-Führung im zweiten Satz. Mannschaftsführer Franklin Wahab dazu: „Schade, Steffen hatte nach verlorenem ersten Satz gerade gut ins Spiel gefunden und eine erfolgreiche Marschroute gegen den jungen österreichischen Rosenheimer Matthias Almer entwickelt. Das letztendlich überraschende 2:2 nach dem zweiten Drittel des Spiels hatte zusätzliche Stimmung auf die Tribüne gebracht. Und mit den Zuschauern im Rücken hat Steffen, der aus beruflichen Gründen leider nicht mehr voll trainieren kann, schon so manches Match zu seinen Gunsten entschieden." Statt dem möglichen 3:2 stand es 2:3 – und wieder stand die SGA mit dem Rücken zur Wand.
Ein Knistern war in der Halle zu spüren, als Andreas Heinz und Samantha Barning das Spielfeld betraten, war doch immer noch der „einfache  Punktgewinn“ möglich. Beide starteten furios und konnten schnell eine Führung gegen ihre Nationalmannschaftskollegen Oliver Roth und Paulien van Doormalen herausarbeiten, die sie nie abgaben. Am Ende feierten die Zuschauer den Zwei-Satz-Erfolg wie einen Gesamtsieg, der zum Greifen nahe lag.
Ein tolles Ende für die Taunusstädter, das hoffnungsvoll auf die kommenden Aufgaben blicken lässt. Ein großer Wehrmutstropfen ist die Verletzung von Steffen Hornig und es ist fraglich, ob er zum nächsten Spiel fit wird. Am 11. Februar kommt es um 14.00 Uhr in der Anspacher ARS Halle zum nächsten Spiel gegen den TV Refrath. Bereits im Hinspiel war die SGA nahe an einem Punktgewinn und verlor nur knapp mit 2:4. Im Moment beträgt der Abstand zum rettenden Ufer zwar noch fünf5 Punkte, aber in den nächsten vier Spielen kommt es neben dem Duell mit Refrath noch zu den Begegnungen mit Mülheim, Gifhorn und Hamburg. Da alle Akteure Ihre Anpassungsschwierigkeiten an das Niveau der 1. Liga überwunden haben, blickt das Team diesen Aufgaben mit Selbstvertrauen entgegen. Gegen Refrath geht die Aufholjagd weiter, wohlwissend wie schwer die Aufgabe ist.
Kommen Sie also am Samstag, den 11. Februar, 14.00 Uhr, in die ARS Halle und unterstützen Sie das junge Anspacher Team! Geboten wird Badminton-Sport der Spitzenklasse!

 

Zweiter Dienstag-Spieltag der Saison für die SGA! Beginn: 19.00 Uhr

Von Franklin Wahab

 

(20.01.2012) Nachdem der erste Dienstag-Spieltag im November mit 280 Zuschauern ein voller Erfolg war, hofft die SGA auch dieses Mal auf ein volles Haus. Dieses Mal geht es gegen den „alten Rivalen" PTSV Rosenheim. Jahrelang lieferten sich beide Mannschaften in der 2. Bundesliga Süd denkwürdige Duelle um die Meisterschaft. Nachdem die Bayern letztendlich 2010 den Aufstieg schafften, zogen die Taunusstädter 2011 nach.

Das Hinspiel ging mit 1:5 recht klar an die Rosenheimer, allerdings musste die SGA auf ihre Leistungsträgerin Samantha Barning verzichten. Aber das Verletzungsgespenst wurde über die Jahreswende vertrieben (auch Andi Heinz fiel zwischendurch mit einem Daumenbruch aus) und nun kann wieder in voller Mannschaftsstärke angegriffen werden. Die aktuelle Form kann sich sehen lassen:
Samantha konnte bei den Estonian International zweimal das Finale erreichen. Mona (zwei Titel) und Daniel (ein Titel) waren erfolgreich bei den Südwestdeutschen Meisterschaften und Andi durfte sich über eine Nominierung für das Länderspiel gegen Österreich freuen.

Rosenheim wird mit einer deutsch-niederländischen Nationalmannschaft und eventuell malaysischer Unterstützung antreten:  Oliver Roth begann mit einem Paukenschlag das Jahr 2012: Bei den Korea Open besiegte er mit seinem Partner Michael Fuchs die aktuellen Olympiasieger aus Indonesien, Kido/Setiawan, und bestätigte damit seinen aktuellen Aufwärtstrend.

Die Brüder Hannes und Peter Käsbauer zählen nun schon seit ein paar Jahren zum Stamm der deutschen Nationalmannschaft und konnten auf der europäischen Tour schon Titel abgreifen. Letzterer mit der Ex-SGAlerin Johanna Goliszewski im Mixed.

Bei den Damen halten Paulien van Dooremalen und Josephine Wentholt die niederländischen Fahnen hoch. Van Doormalen belegt in der aktuellen Damendoppel-Weltrangliste Rang 23, während Wentholt sich  bei den Jugend-Europameisterschaften die Silbermedaille sichern konnte.
Verstärkt wird das Ensemble vom malaysischen Einzelspezialisten Tan Chun Seang. Als Ersatzspielerinnen stehen Nicole Bittner und Barbara Bellenberg bereit.

Also wieder ein harter Brocken für die SG Anspach, die sich auf eine heiße Partie freut und auf zahlreiche Zuschauer und reichlich Unterstützung hofft. Spielbeginn am 24. Januar: 19.00 Uhr, Ars-Halle Neu-Anspach.

 

Wiedersehen mit Lotte!

Von Georg Komma

 
(04.12.2011) Vor genau 20 Jahren begann Lotte Jonathans glanzvolle sportliche Karriere in der ARS-Halle der SG Anspach. Dort stand sie beim 8-Nationen Cup U14 im Team der Niederländer und räumte mit drei Titeln (Einzel, Doppel und Mannschaftswettbewerb) ordentlich Pokale ab. Mittlerweile hat sie zwei Kinder und erlebt ihren "zweiten Frühling". Sie freute sich über einen Zeitungsartikel aus der damaligen Zeit und fand lobende Worte über den SGA-Ansatz, der sich über Nachwuchsarbeit definiert.
Beim Leistungsabgleich des Deutschen Mannschaftsmeisters SG ETB Berlin und des Schlusslichts SG Anspach trafen einmal mehr Welten aufeinander, wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Auf der einen Seite die alles überragende Juliane Schenk mit den internationalen Ergänzungen aus Malaysia, Schottland, Dänemark und den Niederlanden. Auf der anderen Seite die Truppe mit der regionalen Identität, die dem Nachwuchs die Pforten zur Erstklassigkeit öffnet. Auf der einen Seite Robert Blair und Lotte Jonathans im Gemischten Doppel, auf der anderen Seite die gerade 16-jährige Theresa Wurm mit ihrem Entdecker und Trainer Franklin Wahab, der seine Lehren auf dem Spielfeld Seite an Seite weitergibt. „Sie kann einmal eine ganz große Bundesligaspielerin werden, meinte dann auch Lotte“ und denkt lächelnd an das Jahr 1992 zurück, eben jenes Jahr als ihr Badminton noch in den Kinderschuhen steckte und sie vom damaligen und heutigen SGA-Abteilungsleiter mit glänzenden Augen drei Pokale entgegennahm.
Das Match selbst begeisterte die gut 150 Zuschauer, die ihre helle Freude an den Spielen hatten, auch wenn in der Endabrechnung das 0:6 unübersehbar war. Überragend trumpften Daniel Benz und Felix Schoppmann im Herrendoppel auf, in dem sie nur hauchdünn in drei Sätzen den renommierten Kenneth Jonassen und Robert Blair unterlagen. Für die SGA war es eine große Ehre, dass Berlin mit diesem Starensemble anreiste – einige Fans hatten sich insgeheim die zweite Garde gewünscht.
Bei der 1:5-Niederlage tags zuvor gegen Tabellenführer 1. BC Bischmisheim - vor spärlicher Kulisse – blieb es Daniel Benz vorbehalten, aus SGA-Sicht den Glanzpunkt zu setzen. In seinem bisher besten Saisonspiel besiegte er Nationalspieler Dieter Domke in zwei Sätzen. Bei näherer Betrachtung der Ergebnisse ist feststellbar, dass Mona Reich (21:23, 19:21 im Dameneinzel) und Benz/Schoppmann (20:22, 18:21 im Doppel) durchaus eine Sensation auf dem Schläger hatten. Gut, dass nun erst mal eine Verschnaufpause ist – für noch wichtigere Dinge im Leben als das Badmintonspielen.

 

Vorfreude pur: Der Deutsche Mannschaftsmeister EBT Berlin kommt in die ARS-Halle!

Daniel Benz. Foto: Gerhard Strohmann.

Von Franklin Wahab

 
(28.11.2011) Zum Rückrundenstart der 1. Badminton-Bundesliga wartet auf die Fans der SG Anspach wieder einmal ein echter Leckerbissen. Mit EBT Berlin schlägt dieses Mal der Deutsche Mannschaftsmeister 2011 in der Sporthalle der Adolf-Reichwein-Schule auf! Die Hauptstädter können mit fünf internationalen Weltklassespielern und der deutschen Top-Dame Juliane Schenk an der Spitze auf ein Star-Ensemble zurückgreifen, das auch in diesem Jahr ein großer Favorit auf den Titel sein wird. Allerdings erwischten die Berliner in diesem Jahr einen eher schwachen Start (4. Platz/13:5 Punkte), so dass sie in der Rückrunde mächtig Gas geben müssen, um noch die Play-off-Ränge zu erreichen.

Mit JULIANE SCHENK haben die Hauptstädter einen richtigen Hochkaräter und DIE Vorzeigeathletin des Deutschen Badminton-Verbandes in ihren Reihen. Die aktuelle Nummer sieben der Weltrangliste ist eine der wenigen Europäerinnen, die in die Phalanx der Chinesinnen einbrechen kann, was sie bei der diesjährigen WM in London mit Platz drei eindrucksvoll beweisen konnte. Eine Medaille bei den Olympischen Spielen 2012 ist somit in greifbarer Nähe und das große Ziel für die gebürtige Krefelderin.

Die Holländerin LOTTE JONATHANS dürfte an die ARS-Sporthalle nur gute Erinnerungen haben: Bei den U 14-Europameisterschaften 1992, die in Anspach ausgetragen wurden, gewann sie damals gleich drei Titel (Mannschaft, Einzel und Doppel) und startete quasi von hier aus ihre große internationale Karriere (unter anderem Europameisterin im Damendoppel, Top 5 der Weltrangliste etc.)

Aber auch die Herrenriege hat einiges zu bieten: Der Malaysier WONG CHOONG HAAN wurde 2003 Vizeweltmeister im Herreneinzel und mischt nun schon seit vielen Jahren in der Belle Etage der internationalen Badmintonszene mit. Der dreifache Commenwealth-Sieger mit seinem sonnigen Wesen gilt als einer der beliebtesten Spieler auf der Badmintontour.

Der Däne KENNETH JONASSEN hat zwar vor zwei Jahren seine Spielerkarriere beendet und ist mittlerweile hauptberuflich als englischer Nationaltrainer unterwegs, aber dass der Europameister von 2008 und ehemalige Weltranglistenzweite weiterhin locker höchsten Ansprüchen genügt, zeigt allein seine Bundesliga-Bilanz von 8:2 im letzten Jahr.

Auch der schottische Doppel-/Mixedspezialist ROBERT BLAIR kann mit einigen Erfolgen aufwarten: Die aktuelle Nr. 20 der Mixed-Weltrangliste wurde 2006 Vizeweltmeister im Herrendoppel.

Wie stark der Kader von EBT besetzt ist, zeigt allein der Blick auf die "Ersatzbank": Mit den Nationalspielern und nationalen Meistern TIM DETTMANN, SVEN ERIC KASTENS (Deutschland), CHETAN ANAND (Indien), EETU HEINO (Finnland) und KAROLIINE HOIM (Estland) befinden sich dort Spieler im Wartestand, die bei jedem anderen Bundesligisten in der Startformation vorzufinden wären.

Die SG Anspach fand sich nach der Hinrunde am Tabellenende wieder. Nun gilt es in den nächsten Wochen, weiterhin das Beste zu geben, um vielleicht doch noch eine kleine Chance auf den Klassenerhalt zu haben. Allerdings sind diese ersten beiden Rückrundenspieltage (am Samstag gastiert man beim 1. BC Bischmisheim-Saarbrücken, seines Zeichens Deutscher Mannschaftsmeister von 2006 bis 2010) harte Brocken für die Taunusstädter, zumal auch die gesundheitliche Situation um die beiden Leistungsträger Andreas Heinz (Fingerfraktur) und Samantha Barning (Schulter) bis zum Wochenende noch fraglich erscheint. In guter Form zeigten sich in den letzten Wochen Mona Reich (dreifache Hessenmeisterin und dritter Platz im Dameneinzel bei der DBV-Rangliste in Cuxhaven) und Daniel Benz (zweiter Platz im Herrendoppel und dritter Platz im Herreneinzel in Cuxhaven - seine beste Deutsche Rangliste bislang) - und das lässt auf jeden Fall Hoffnung aufkeimen.

Besuchen Sie das Heimspiel der SGA. Bester Badmintonsport ist garantiert. Einmal mehr heißt es im Kampf um den Klassenerhalt: Internationale Klasse gegen regionale Leistungsträger und Nachwuchshoffnungen.

 

„Großes Kino“ beim Heimspiel-Debüt von Lara und Theresa gegen den 1. BC Beuel

Von Georg Komma

 
(08.11.2011) Das erste Dienstagabend-Punktspiel in der SGA-Vereinsgeschichte entwickelte sich zu einer echten Werbung für den Badmintonsport. 250 Zuschauer waren gekommen und harrten bis zum letzten Schlagabtausch, auch wenn die Partie für den Deutschen Vizemeister 1. BC Beuel längst in trockenen Tüchern war. Der Applaus, der an diesem Abend auch mit „Standing Ovations“ gepaart war, galt sowohl den sympathischen Sportfreunden vom Rhein als auch den aufopferungsvoll kämpfenden SGA’lern, die sich am Ende mit einem Trostpunkt begnügen mussten, den Mona Reich gegen die 17-jährige Hanna Pohl im Dameneinzel sicherte (21:10, 21:12). Darüber hinaus gab es für die SGA sportlich gesehen nichts zu holen. Felix Schoppmann und Andi Heinz mochten sich im 1. Herrendoppel noch so mühen – mehr als zwei achtbare Sätze waren gegen Marc Zwiebler und Ingo Kindervater nicht drin. So erging es im Damendoppel auch Mona Reich/Lara Käpplein gegen Birgit Michels/Hanna Pohl und Andi Heinz/Theresa Wurm im Gemischten Doppel gegen die Ausnahmeathleten Ingo Kindervater/Birgit Michels. 
Mit dem Einsatz der beiden 16-jährigen Lara Käpplein und Theresa Wurm stellte sich die SGA einmal mehr hinter den regionalen „Jugend-Ansatz“, der vom Umfeld nachhaltig unterstützt wird. „Lieber mit 250 Zuschauern 1:5 verlieren als vor einer Geisterkulisse 5:1 gewinnen“ - darüber sind sich Team und Vorstand einig. „Wir brauchen in unseren Hallen Menschen, die sich mit uns und unserem Ansatz identifizieren.“ Für Theresa und Lara war es eine „super Erfahrung“, wie sie sagten. „Am Anfang waren wir schon aufgeregt, aber die Zuschauer haben uns fantastisch unterstützt und uns das Lampenfieber genommen.“ Bewundernswert, dass der „Fast-zwei-Meter-Mann" Ingo Kindervater keinerlei Angriffe auf die kleine Theresa Wurm fuhr, sondern sich auch mal gerne von ihrer zierlichen Kontrahentin Bälle um die Ohren schlagen ließ. Großes Kompliment! Überragende Ballwechsel wurden auch in den beiden Herreneinzeln geboten. Insbesondere Daniel Benz spielte wohl eines seiner absolut besten Spiele. Gegen Marc Zwiebler bot Daniel im 1. Herreneinzel wohl das beste Spiel seiner Karriere – schade, dass er im zweiten Satz seine Satzballchance nicht nutzen konnte. Im 2. Herreneinzel musste Steffen Hornig trotz einiger spektakulärer Ballwechsel die erwartete Überlegenheit seines Gegners Tedjono anerkennen, der nach dem Spiel wieder für einige Monate in seine indonesische Heimat reiste.
Alles in allem war es „großes Kino“ in der ARS-Halle. Ein sportliches Erlebnis für jeden, der dabei war. Birgit Michels wünschte uns abschließend den Nichtabstieg, denn vor diesem Publikum würde sie sehr gerne wieder spielen. Verständlich, dass unter diesen positiven Begleitumständen die Vorfreude auf das nächste Heimspiel (SG EBT Berlin) schon am Wachsen ist.

 

Ohne Barning und Heinz null Chancen beim 0:6 in Lüdinghausen

Von Georg Komma

 
(30.10.2011) Nun kommen die „dicken Brocken“ hintereinander: Lüdinghausen, Beuel und Bischmisheim. Das kann schon zur Zerreißprobe werden, meinen Insider. Das SGA-Team, das im vorletzten Vorrundenspiel neben der „Roten Laterne“ auch noch das Fehlen der beiden international erfahrenen Samantha Barning und Andi Heinz zu beklagen hatte, krempelt indes die Ärmel hoch. Kurzfristig musste auch noch der zuletzt großartig auftrumpfende Felix Schoppmann wegen eines gesundheitlichen Problems auf seinen Einsatz im Mixed verzichten. So konnte nur noch auf einen dezimierten SC Union 08 Lüdinghausen gehofft werden, der mit Deutschlands Nr. 2, Karin Schnaase, und Josche Zurwonne lediglich zwei deutsche Akteure in seinen Reihen hat. Den erhofften Gefallen taten die Gastgeber dem Abstiegsaspiranten nicht. Zu sehr befindet sich Lüdinghausen derzeit im Höhenflug und möchte unbedingt in die Play-Off-Runde. So blieben am Ende nur achtbare Ergebnisse für die SGA, von denen das Drei-Satz-Match im  Herrendoppel (Benz/Schoppmann) herausragte. Im 1. Herreneinzel glänzte Daniel Benz erneut und erzielte gegen Yuhan Tan ein mehr als achtbares Ergebnis. Das 0:6 spiegelt einmal mehr das überragende Niveau wider, das derzeit im vorderen Drittel der Tabelle gespielt wird. Nun hoffen wir auf viele Zuschauer im nächsten Heimspiel gegen den amtierenden Deutschen Vizemeister, den 1. BC Beuel. Der wird wohl ohne Sorge nach Neu-Anspach reisen. Hauptsache er hat seine Asse Marc Zwiebler und Birgit Michels dabei – die sind alleine schon das Eintrittsgeld wert.

 

Der Weg ist das Ziel …

Von Georg Komma

 
(03.10.2011) Ihre Vorbilder sind ganz gewiss Juliane Schenk oder Johanna Goliszewski, vielleicht auch Karin Schnaase oder Olga Konon – so genau haben sich die beiden noch nicht festgelegt. Von allen bringen sie aber schon ein bisschen mit. „Auf ihrem Weg“ konnten sich aber die beiden 16-jährigen Nachwuchshoffnungen der SG Anspach, Theresa Wurm und Lara Käpplein, bereits einen besonderen Traum erfüllen.  Am Tag der Deutschen Einheit standen sie in der Stammformation des Bundesligisten SG Anspach und durften im Doppel aufschlagen. So – und nicht anders – können aus unseren jungen Talenten einmal ganz Große werden. Wir müssen sie beachten! Theresa und Lara sind ein weiteres Beispiel der langfristig angelegten SGA-Aufbauarbeit. Die so renommierte Nicol Bittner mit ihren 59 Länderspielen und die niederländische Meisterin im Damendoppel 2011, Paulien van Doormalen (PTSV Rosenheim), werden ob der quirligen Jugend wohl etwas verdutzt geschaut haben – doch nach dem 12:21, 8:21 hielten sie ermunternde Komplimente parat …“weiter so“ und „bleibt am Ball, Mädels“. So können auch 1:5-Niederlagen Werte offenbaren, die es zu hüten gilt. Klar, in der 1. Liga zählen die Ergebnisse, die den Ligaverbleib garantieren. So bleibt dem Chronisten an dieser Stelle einmal mehr anzumerken, dass die SGA Lehrgeld bezahlen musste. Nur Mona Reich punktete für die Taunusstädter im Dameneinzel gegen die 18-jährige Barbara Bellenberg. Felix Schoppmann und Andi Heinz, die zuletzt überragende Herrendoppel spielten, erlebten nach schwachem Auftakt einen zweiten Satz, in dem sie gegen Peter Käsbauer und Oliver Roth bei eigenen Satzbällen den Entscheidungssatz vor Augen hatten. Nach einem wahren Wechselbad der Gefühle gab es dann aber doch ein undankbares 26:28. In den weiteren Begegnungen blieb die SGA chancenlos. Entgegen allen Befürchtungen vermeldet die die SGA jedoch schon heute Vorfreude auf das nächste Heimspiel gegen den 1. BC Beuel und seine Stars – losgelöst von jedem Erfolgsdruck, wie sich versteht!

 

Beileibe kein "Kellerduell"

Von Georg Komma

 
(02.10.2011) Weder das gute Herbstwetter noch die „Rote Laterne“ konnten die eifrigen Fans der SGA davon abhalten, das Duell der beiden Aufsteiger 1. BV Mülheim und SG Anspach zu verfolgen. „Die 1. Liga kommt im Umfeld hervorragend an. Die Fans kommen aus wahrer Badminton-Begeisterung und zeigen Identifikation mit ihrem Team bis zum letzten Spiel.“ Das tut der SGA-Badmintonseele gut, die nach jedem Punktestrohhalm greift. Aufgrund der erstrangigen Regional-Philosophie gilt das Team um Rekord-Bundesligaspieler Franklin Wahab bei der Gegnerschaft als potenzieller Absteiger, den nur Wunder retten können.
Wie eine „Kellerpartie“ sah das Match der Aufsteiger aber beileibe nicht aus. Davon konnten sich die knapp 200 Zuschauer gleich zu Beginn des Matches nachhaltig überzeugen. Andi Heinz und Felix Schoppmann wuchsen im Herrendoppel einmal mehr über sich hinaus und gaben sich erst nach erbittertem Kampf und spektakulären Ballwechseln dem „indonesischen Paar“ Gunawi/Dasuki im dritten Satz mit 17:21 geschlagen. Da bei den Damen die Ausfälle Cigognini (Mülheim) und Barning (SGA) zu kompensieren waren, standen neu formierte Doppel auf dem Feld. Dabei lieferte Anna-Lena Riepl ein überaus gutes Debüt, auch wenn sie letztendlich in der Schlussphase des dritten Satzes an der Seite von Mona Reich nichts gegen die Dominanz der Ex-Anspacherin Johanna Goliszewski ausrichten konnte. Das 2:0 für Mülheim hing an einem ganz seidenen Faden. Die SGA geriet durch den Verlust der beiden Schlüsselspiele frühzeitig auf die Verliererstraße. Da nutzte im 1. Herreneinzel auch das Kämpferherz von Daniel Benz nichts, der in einem durchaus machbaren Spiel 16:21, 20:22 gegen Alexander Roovers unterlag. Die SGA verkürzte kurzzeitig auf 1:3, da die junge Katharina Altenbeck bereits im ersten Satz verletzungsbedingt aussteigen musste. Dass die Trauben gegen das übermächtige Mixed Dasuki/Goliszewski sehr hoch hängen würden, wusste man von vorneherein und auch Steffen Hornig befand sich im 2. Herreneinzel in der Außenseiterrolle gegen den Routinier Dharma Gunawi. Bei einem Punktergebnis von 250 zu 250 relativiert sich das klare 1:5-Endergebnis ein wenig. „Der Wind weht rau in der 1. Liga – doch er wirft uns nicht um.“

 

Impressionen vom Spiel gegen Mülheim. Anna-Lena Riepl.
Daniel Benz.
Daniel Benz.
Katharina Altenbeck (1. BVM). Fotos: Hinrich Wulff.

Es hat nicht ganz sollen sein ... 2:4-Niederlage beim TV Refrath

Von Georg Komma

 
(25.09.2011) Wenn nach vier Spieltagen erst ein Zähler auf der Habenseite ist, dann wissen die betroffenen Vereine in der Regel, dass das Saisonziel nur lauten kann: Kampf um den Klassenerhalt! So war denn auch die Marschroute klar und sowohl der TV Refrath (bislang 1:7) als auch die SG Anspach (1:7) traten mit einer Bestenauslese an. Mit einer Ausnahme: Max Schwenger fehlte beim Gastgeber verletzungsbedingt. Dennoch: Die klare Favoritenrolle schoben alle Insider dem TVR zu. Und gerade dieser Erfolgsdruck der Schützlinge um Danny Schwarz und Heinz Kelzenberg spielte den Taunusstädtern anfangs mächtig in die Karten. Das SGA-Damendoppel mit Mona Reich und Samantha Barning legte furios los und führte nach wenigen Minuten des ersten Satzes 15:2 (!). Doch das TVR—Doppel mit Kim Buss und Carla Nelte kam immer besser ins Spiel und behielt im erforderlichen dritten Satz die Oberhand. Zeitgleich sorgte das Herrendoppel der SGA mit Felix Schoppmann und Andi Heinz für eine kleine Sensation. Die beiden ließen sich vom taiwanesischen Neuzugang Lin Yu Hsien und Denis Nyenhuis nicht beeindrucken und siegten mit 21:17, 22:20 hauchdünn, aber verdient. Von da ab waren die Refrather wachgerüttelt und steuerten unaufhaltsam dem verordneten Pflichtsieg entgegen. Mona Reich unterlag im Dameneinzel der irischen Nationalspielerin Chloe Magee nach gutem ersten Satz (19:21), Daniel Benz zog sich gegen Lin Yu Hsien mehr als achtbar aus der Affäre und Steffen Hornig wehrte im zweiten Satz nach einem 15:20-Rückstand gar fünf Matchbälle ab, ehe er sich mit 22:20 durchsetzte und in den Entscheidungssatz ging. Da hatte er allerdings gegen den immer besser auftrumpfenden Kai Waldenberger keine Chance mehr. Dass Felix Schoppmann zurzeit einen hervorragenden Ball spielt, konnte jeder der knapp 50 Zuschauer wahrnehmen. Nach seinem Sieg im Herrendoppel setzte er im Gemischten Doppel mit der sehr starken Samantha Barning noch eins drauf und landete einen imposanten Zwei-Satz-Sieg gegen Chloe Magee und Denis Nyenhuis. An der Seite von Nyenhuis hatte Felix übrigens die erste DBV-Rangliste im Herrendoppel gewonnen.

Alles in allem war es ein weiterer guter Auftritt des SGA-Teams mit einer doch etwas unglücklichen Niederlage. „Das Unentschieden war schon in Reichweite, doch am Ende fehlte neben dem Quäntchen Glück noch ein wenig das Stehvermögen, mit dem man auch dritte Sätze gewinnen kann“, resümierte Rekord-Bundesligaspieler Franklin Wahab, der neben Christian Roth das Team coachte. Das sympathische Refrather Team wird seinen Weg gehen, auch wenn es in dieser Saison vermutlich nur in der unteren Tabellenhälfte zu finden sein wird. Mit der vorbildlichen Nachwuchsarbeit und einem beeindruckenden Talente-Pool sollte die Oberhauszugehörigkeit jedoch auf Jahre gesichert sein.

 

"Wir leben noch ....."

Von Georg Komma

 
(04.09.2011) Das Unentschieden gegen Gifhorn macht Mut! Dabei begann der Tag nach dem rabenschwarzen Tag mit einer Hiobsbotschaft: Unser Aushängeschild und Jungnationalspieler Andi Heinz fällt wegen muskulärer Probleme aus. Im Kleinbus nach Gifhorn sitzen plötzlich nur noch Daniel, Felix, Steffen, Franklin und Mona, Samantha kommt direkt aus den Niederlanden angereist. Und dann passierte an diesem vierten Bundesligaspieltag das, was man einen Überraschungscoup nennt. Der Außenseiter krempelt die Ärmel hoch und stellt plötzlich fest, dass „dass da was gehen könnte“. Das neu formierte Herrendoppel Daniel Benz und Felix Schoppmann (die beiden haben im Training natürlich häufig miteinander trainiert) und das Damendoppel Mona Reich und Samantha Barning wuchsen über sich hinaus und brachten das SGA-Team zur Überraschung aller 2:0 in Führung. Nun zogen aber die Gifhorner ihre Trümpfe aus der Hand (Raul Must/Estland im 1. HE und Carola Bott im DE). Als dann dem SGA-Mixed, das erstmals mit Felix und Samantha besetzt war, ein Zweisatzsieg gelang, war die Freude über den dritten Punkt riesengroß. Steffen Hornig, der in dieser Saison erstmals eingesetzt wurde, weckte mit dem Gewinn des ersten Satzes im 2. HE Hoffnungen, die jedoch sein indonesischer Kontrahent Yoga Pratama schnell wieder zerstörte. Alles in allem eine Partie, die den rabenschwarzen Vortag komplett vergessen lässt. Ja, das Team hat gezeigt, dass es lebt … und es hat noch keinen Funken Motivation verloren. Weiter so!

    

Rabenschwarzer Tag für die blau-weißen Taunusstädter

Von Georg Komma

 
(04.09.2011) Die Köpfe des SGA-Teams hingen beim Abendessen der Mannschaft nach dem Spiel doch recht tief. Jeder grübelte und reflektierte - fragte sich, warum nicht ein Quäntchen mehr an eigener Leistung drin war. Am Ende stand resümierend, dass dieser VfL 93 Hamburg in diesem Match einfach alles abrufen konnte und zudem in Bestbesetzung antreten konnte – sieht man von dem an Nr. 33 der Weltrangliste geführten Inder Ajay Jayaram ab, der bisher noch nicht zum Einsatz kam. So blieb nur das neidlose Anerkennen der überragenden Leistung aller Hamburger. Dazu zähle ich auch Trainer Jacek Hankiewicz, der bereits beim Aufstiegsspiel der SGA gegen Hamburg 2004 als Spieler und Trainer Optimales leistete.

Mit 0:6 fiel die Niederlage wieder extrem deutlich aus. Erstaunlich, dass die Hamburger sechs Stunden Anreisezeit, Sperrung der Autobahn und hierdurch bedingte Umleitung locker wegsteckten.

Die Begegnung war insgesamt einmal mehr eine Werbung für den Badmintonsport. Die Zuschauer unterstützten jede gelungene Aktion und lauerten ungeduldig auf den ersten Spielgewinn des SGA-Teams, Optimisten auf eine Punkteteilung. Der Funke übertrug sich letztlich nur auf das Damendoppel, in dem Jule Peters (als Ersatz für die niederländische Nationalspielerin Samantha Barning) ihr absolut bestes Match ihrer Karriere spielte und an der Seite von Mona Reich erst im Entscheidungssatz unterlag.

Einmal mehr machte die Bundesligabegegnung aber auch deutlich, wie groß der Unterschied zwischen 1. und 2. Bundesliga ist. Die aktuelle 1. Liga besteht namentlich zu 50 Prozent aus internationalen Stars, sprich Profis, deren sportliches Niveau in der Regel nicht im heimischen Training entstanden ist. Das ist nicht so beim VfL 93 Hamburg oder dem 1. BC Bischmisheim und erst recht nicht so bei der SG Anspach, die sich mit ihrem Kader in allen  Erstligabegegnungen in der absoluten Außenseiterrolle befindet. Diese Rolle gilt es nun auszuhalten. Für unsere Verhältnisse haben wir Hervorragendes geleistet (Aufstieg)! Es gilt nun, nicht nur die absolute Leistung zu sehen, sondern in besonderem Maße die Leistungssteigerung jedes einzelnen Spielers. Der so oft beschworene Teamgeist ist nun gefordert und die Bereitschaft jedes Einzelnen, die eigene Leistung im Leistungsvergleich einzuordnen und zu akzeptieren. Wer dazu bereit ist und das aushält, der wird auch die Motivation aufrecht halten, weiter am eigenen Leistungspotenzial zu arbeiten, ligaunabhängig.

Für die Zuschauer heißt dies: Mitdenken und diesen Weg begleiten. Die Leistungsbereitschaft und die Leistungssteigerung von Mona und Co. zu sehen, und nicht das „Punkten müssen“ des eigen Teams zum Gradmesser zu machen. Nehmen wir Badmintonfans die Chance wahr, sportlichen Vorbildern wie Juliane Schenk oder Marc Zwiebler und auch den internationalen Stars in der ARS-Halle Respekt und Anerkennung zu zollen. Es ist nicht das Gewinnenmüssen, sondern die gemeinsam erlebte und ehrliche Freude am Badmintonsport, die nachhaltig wirkt.

Ich freue mich auf viele Zuschauer in den weiteren Bundesligabegegnungen der SG Anspach.

 


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