Mitteilungen der SG EBT Berlin

 

Liga-Zugehörigkeit: 1. Bundesliga

Homepage: www.ebt-badminton.de

  

  

  

Mission Titelverteidigung erfolgreich beendet

Von Marcus Köster
 
(14.05.2012) Fast zwei Tage danach erst kann man richtig in Worte fassen, was da am Wochenende in Saarbrücken passiert ist. Als um 14.00 Uhr die Teams in die Joachim-Deckarm-Halle einliefen, waren beide Lager zuversichtlich den Titel zu holen. Ca. 600 Zuschauer, darunter über 30 lautstarke EBT-Fans, freuten sich auf das Finale um die Deutsche Meisterschaft.

Wie gewohnt wurde mit den beiden Doppeln begonnen. Während die EBT-Damen Lotte Jonathans und Juliane Schenk einen souveränen Sieg holten (21:14, 21:12), unterlagen Wong Choong Hann und Robert Blair im Herrendoppel mit 23:25 und 13:21. 1:1 nach einer guten halben Stunde!

Dann sollte das Schlüsselspiel folgen. Kenneth Jonassen gegen Lukas Schmidt. Die Spannung in der Halle war zu spüren, denn jeder wusste, wer dieses Spiel gewinnt, macht einen riesigen Schritt in Richtung Titel. Beide Spieler begannen äußerst konzentriert, ein hochklassiges Badminton-Match von Anfang an. Weder Kenneth noch Lukas konnte sich allerdings entscheidend absetzen und so blieb der erste Satz bis zum Schluss offen. Am Ende setze sich dann Kenneth Jonassen mit 22:20 durch. Satzführung für den Berliner Dänen. Beflügelt durch diesen Satzgewinn und mit den eigenen Fans im Rücken, legte Kenneth im zweiten Satz los wie die Feuerwehr und erspielte sich schnell eine komfortable Führung. Diese büßte er auch nicht mehr ein, sodass er am Ende überlegen den zweiten Satz mit 21:10 für sich entscheiden konnte. 2:1 für den Titelverteidiger.

Parallel begann Juliane Schenk ihr Einzel gegen Lisa Heidenreich. Wenn hier alles glatt läuft, sollte das der dritte Punkt sein. Und auf Juli war Verlass. Sie diktierte das Spiel und ließ nur vereinzelt Punkte ihrer Gegnerin zu. Mit 21:11 und 21:11 lief dann auch alles glatt, so dass dies die 3:1-Führung für EBT Berlin war.

Die mitgereisten Fans aus Berlin bejubelten lautstark diese wichtigen Punkte und stimmten Siegesgesang um Siegesgesang an, so dass man zwischenzeitlich vergaß, dass eigentlich Bischmisheim die Heimmannschaft war.

Mit dieser Führung im Rücken machten sich dann die Akteure des 1. Herreneinzels warm. Es war allen klar, gewinnt Wong Choong Hann nur einen Satz gegen Dieter Domke, ist EBT Meister.

Ähnlich wie schon im anderen Herreneinzel legten beide Spieler ein überaus hohes Niveau an den Tag. Es ging hin und her. Mal führte Choong Hann, dann wieder kam Domke ran und führte selber. Am Ende des ersten Satzes hieß es dann 21:19 für Wong Choong Hann.
Die SG EBT Berlin stand nun als Gewinner fest und verteidigte somit erfolgreich den Titel von 2011. Um dieses Finale gebührend zu Ende zu bringen, entschlossen sich die Akteure, die noch ausstehenden Spiele trotzdem zu Ende zu spielen.

Das 1. Herreneinzel blieb nicht zuletzt deswegen hochklassig, wollten doch beide Spieler unbedingt das Spiel für sich entscheiden. Der zweite Satz ging an Dieter Domke – 21:10. Ein entscheidender dritter Satz musste her. Sowohl Dieter als auch Choong Hann holten das Letzte aus sich heraus und boten dem Publikum eine klasse Vorstellung. Zum Schluss verließ Wong Choong Hann überglücklich als Sieger das Feld – 22:20 kämpfte er den Saarbrücker Domke nieder.

Nun gab es auch bei den EBT-Fans kein Halten mehr. Die Jubelrufe und Meistergesänge schallten durch die Joachim-Deckarm-Halle. Und angetrieben durch diese EBT-Atmosphäre wurde zu guter Letzt auch das Mixed von Lotte Jonathans und Robert Blair mit 21:18 und 21:17 gewonnen.

Das offizielle Endergebnis lautet somit 5:1 und der alte und neue Deutsche Meister heißt SG EBT Berlin.

 

EBT im Finale um die Deutsche Badminton-Meisterschaft

Von Marcus Köster
 
(10.05.2012) Am Samstag, den 12. Mai wird in der Joachim-Deckarm-Halle in Saarbrücken die deutsche Badminton-Krone verliehen. Dabei stehen sich der fünfmalige Meister 1. BC Bischmisheim und der Titelverteidiger SG EBT Berlin gegenüber.
Berlin schaffte mit einem wahren Kraftakt den Weg ins Finale. Nach einer durchwachsenen Saison mit vielen Ausfällen durch Verletzungen oder Einsätzen bei Individualturnieren beendete EBT die abgelaufene Punktspielrunde als Dritter und qualifizierte sich somit noch knapp für die Play-offs. Am vergangenen Wochenende stand dann das Halbfinale in Bonn an. Ein auf den Punkt fittes Team lieferte sich mit einer ebenso starken Bonner Mannschaft einen Badminton-Fight auf allerhöchstem Niveau. Vor knapp 1.000 Zuschauern und unterstützt von über 30 mitgereisten EBT-Fans, schaffte der Titelverteidiger den Sieg in Bonn und kann nun weiter auf eine erfolgreiche Titelverteidigung hoffen.
„Was da in Bonn los war, ist kaum zu beschreiben. Das Team war einfach unglaublich. Jeder hat in Bonn sein Maximum gegeben, auch die Fans, die einfach klasse waren“, so Teammanager Manfred Kehrberg unter der Woche.
Im Finale wartet nun der Deutsche Meister von 2006 bis 2010. „Wir spielen immer gern in Saarbrücken. Schließlich ist Saarbrücken neben Mülheim das Zentrum des erfolgreichen deutschen Badmintonsports. Der BCB will mit aller Kraft den Titel an die Saar zurückholen. Aber wir werden dagegen halten. Ich vertraue auf die Stärke unseres Teams. Neben der sportlichen Klasse verkörpert es viel internationale Erfahrung, Badmintonkompetenz und mentale Stärke. Wir haben alle an Bord und hoffen natürlich wieder auf die lautstarke Unterstützung unserer Fans“, so Kehrberg. Das Team um Vize-Europameisterin Juliane Schenk wird also in Bestbesetzung in Saarbrücken antreten. 
Es wird sich zeigen, wer am Samstag den großen Meister-Pokal in die Höhe stemmen kann. Auf jeden Fall sind ein spannendes Match und Badminton der Extraklasse garantiert.

 

Play-off-Halbfinale - EBT zu Gast in Bonn

Von Marcus Köster
 
(04.05.2012) Am Sonntag, den 6. Mai findet in Bonn das Halbfinale um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft im Badminton statt. Der Titelverteidiger SG EBT Berlin gastiert in Bonn beim 1. BC Beuel.

Nach einer langen und harten Saison geht es jetzt auf die Zielgerade. Doch von Müdigkeit scheint keine Spur bei den Spielern. „Alle Spieler sind fit und auf den Punkt konzentriert! Ich gehe davon aus, dass auch bei Bonn alle da sind, sodass es ein äußerst hochklassiges Halbfinale wird", so EBT-Teammanager Manfred Kehrberg.

Und die angesprochene Hochklassigkeit lässt sich auch ohne Weiteres erahnen, liest man doch auf beiden Seiten Namen, die für großes Badminton sprechen. Internationale Top-Spieler, wie amtierende und frühere Europameister, Vize-Europameister und mehrfache Deutsche Meister, treffen an diesem Sonntag aufeinander.

In der Punktspielrunde waren beide Spiele äußerst eng und auf höchstem Niveau. In der Hinrunde am 5. Spieltag war Bonn zu Gast in Berlin und stahl dem Meister zwei Punkte. In der Rückrunde gelang EBT am 13. Spieltag in Bonn die kleine Revanche und ein Unentschieden und somit stand Punkteteilung zu Buche.

„Na sicher wollen wir uns auch für die Heimniederlagen revanchieren, das war schon sehr schade. Und dass es möglich ist, hat ja das 3:3 gezeigt“, sagte Kehrberg etwas schmunzelnd.

Der Gewinner des zweiten Halbfinals trifft eine Woche später in Saarbrücken auf den 1. BC Bischmisheim.

Wir können uns also auf ein überaus spannendes Halbfinale freuen und die Zuschauer werden mit Sicherheit Badminton der Extraklasse zu sehen bekommen.

 

Im Eiltempo Richtung Play-offs

Von Marcus Köster
 
(26.03.2012) Am vergangenen Sonntag fand in der Samariterstraße das wahrscheinlich letzte Heimspiel der Saison des amtierenden Deutschen Meisters SG EBT Berlin statt. Gegen den SC Union Lüdinghausen, welcher direkter Konkurrent um die Play-off-Plätze ist, musste ohne Wenn und Aber ein Sieg her, wollte man im Kampf um die Play-offs den bestehenden Abstand wahren.

Was die Mannschaft um Badminton-Star Juliane Schenk aber an diesem Sonntag-Nachmittag zeigte, war wahrhaft meisterlich.

Pünktlich um 14.00 Uhr liefen die Mannschaften in die volle Samariterstraße ein. Rund 300 Zuschauer wollten dieses entscheidende Spiel verfolgen. Wenig später flogen dann die Bälle bei den beiden Doppeln. Sowohl die Damen, Lotte Jonathans und Juliane Schenk, als auch die Herren, Wong Choong Hann und Robert Blair, bestimmten von Anfang an ihre Spiele und schnell wurden die beiden ersten Sätze gewonnen. Ebenso dominant gestalteten die Akteure die zweiten Sätze und nach nicht mal 25 Minuten stand es 2:0 für den Gastgeber.

Einen ähnlich kurzen Prozess machte Kenneth Jonassen dann im 2. Herreneinzel. Die Zuschauer sahen ein einseitiges Spiel, dennoch hohe Badminton-Kunst. Nach weiteren gut 20 Minuten stand es 3:0 Wong Choong Hann bescherte EBT dann im 1. Einzel den entscheidenden vierten Punkt. Auch er dominierte das Spiel nach Belieben und ließ seinem Gegner kaum eine Chance. Nach gewonnenem ersten Satz trat sein Gegner zum zweiten gar nicht erst an, da er verletzt aufgeben musste.

Die letzten beiden Spiele des Tages, das Dameneinzel und das Mixed, waren dann vor allem für das Punkteverhältnis wichtig, so daß Juliane Schenk und Robert Blair mit Lotte Jonathans auch hier noch richtig Gas gaben. Die Zuschauer sahen vor allem im Dameneinzel eine klasse aufspielende Juli. Aber auch das Mixed war überaus souverän, so daß es nach insgesamt 1:52 Stunden 6:0 stand.

„Dieser Sieg war ein wichtiger Schritt in Richtung Play-offs! Dass es so schnell ging, damit haben wir nicht wirklich gerechnet, aber das Team war heute auch wirklich super gut”, freute sich Teammanager Manfred Kehrberg nach dem Spiel.

Und in der Tat macht dieser Sieg die Tür zu den Playoffs ganz weit auf. EBT genügt am kommenden Sonntag nun bereits ein Unentschieden in Refrath, um ins Halbfinale einzuziehen.

Also ein weiterer Etappensieg um die „Mission Titelverteidigung” erfolgreich zu gestalten.

 

SG EBT Berlin vor letztem Heimspiel der Saison

Von Marcus Köster

 
(19.03.2012)  Am Sonntag, den 25. März, 14.00 Uhr steht in der Samariterstraße für den amtierenden Deutschen Meister nicht nur das wahrscheinlich letzte Heimspiel der Saison an, sondern auch eines der wichtigsten – zu Gast ist der SC Union Lüdinghausen.

Das Überraschungsteam der aktuellen Bundesligasaison steht derzeit auf Platz drei und würde somit für die Play-offs qualifiziert sein. Doch dieses Ziel verfolgt auch die SG EBT Berlin. „Am 16. Spieltag fällt schon so etwas wie eine Vorentscheidung, wir wollen und müssen gewinnen“, gibt sich Teammanager Manfred Kehrberg kämpferisch.

Nachdem der VfL 93 Hamburg am vergangenen Wochenende den sofortigen Rückzug aus der Bundesliga bekannt gegeben hat und somit alle Spiele der Norddeutschen gestrichen werden, stellt sich nun eine etwas neue Tabellensituation dar. EBT ist plötzlich Tabellenzweiter, hat aber ein Spiel mehr als die Konkurrenten Lüdinghausen und Bonn-Beuel absolviert. Denn eigentlich wäre es erst am 3. April zum letzten Heimspiel gegen die Hamburger gekommen. Da dieses Spiel aber nicht mehr stattfinden wird, hat EBT nur noch drei Spiele vor sich.

Die Ausgangssituation ändert sich aber nicht wirklich – Rekordmeister Bischmisheim steht als Tabellenerster so gut wie fest und ist somit automatisch für das Finale um die Deutsche Meisterschaft qualifiziert. Die Plätze zwei und drei sind jedoch, vier Spieltage vor Ende, heiß begehrt – ein Dreikampf zwischen Bonn-Beuel, Lüdinghausen und EBT.

„Wir müssen jetzt jedes Spiel höchst konzentriert bestreiten und können uns keine Fehler erlauben. Aber die Chemie im Team stimmt und alle sind bis aufs Letzte motiviert“, fügte Manfred Kehrberg bei.

Nach einer bisher nicht optimal gelaufenen Saison, mit ständigen personellen Veränderungen, Verletzungen und schlichtweg Pech, stehen die Vorzeichen für die letzten drei Spiele sehr positiv, „Derzeit sind alle an Bord und wir werden komplett antreten können! Ich bin zuversichtlich, dass das für die letzten drei Spiele auch so bleibt“, so Manfred Kehrberg weiter.

Komplett heißt in dem Falle Badminton der Extra-Klasse – neben Juliane Schenk wird Lotte Jonathans auf Damenseite antreten. Bei den Herren können wir uns auf Robert Blair, Kenneth Jonassen und Wong Choong Hann freuen. Also alles Spieler, die international erfahren sind und auf höchstem Niveau spielen.

Aber auch die Gäste können internationale Klasse aufbieten, sofern alle zur Verfügung stehen – Yuhan Tan, Ruud Bosch oder Endra Kurniawan sind klangvolle Namen unter den Badminton-Interessierten. Aber auch Karin Schnaase und Selena Piek auf Damenseite sprechen für gutes Badminton. Außerdem wird es wohl ein Wiedersehen mit Josche Zurwonne geben, der einst eine Saison für die SG EBT Berlin spielte.

Zuvor jedoch steht am 15. Spieltag das Auswärtsspiel gegen den Tabellensechsten PTSV Rosenheim an. „Ich gehe von einem Sieg aus, trotzdem dürfen wir das Team nicht unterschätzen“, so Manfred Kehrberg über das anstehende Rosenheim-Spiel.

Hoffentlich mit einem Sieg im Rücken, wird dann das Team am Sonntag um 14.00 Uhr in der Samariterstraße zum so wichtigen Heimspiel aufschlagen. Mit einer erwarteten „vollen Hütte“ wird es dann auch wieder heiß hergehen in der Halle, und Spannung ist ebenso garantiert wie hochklassiges Badminton.

Es geht um viel und vor allem um die Play-offs! Bis Sonntag in Berlin!

 

Nervenkitzel in der Samariterstraße – EBT und Bischmisheim mit Remis

Von Peter Gütte

 
(27.02.2012) Bischmisheim gegen EBT - es war schon eine besondere Spezialität an diesem 25. Februar 2012. Warum? Meister EBT muss, nach einer Saison mit Licht und Schatten, um den Einzug in die Play-Offs bangen. Überdies lauern, mit Lüdinghausen und Beuel, zwei weitere Aspiranten auf diesem Wege. Bischmisheim konnte diesbezüglich gelassen in Berlin anreisen, beruhigten Gefühls, faktisch im Endspiel zu stehen. „Ja, sicher, wir sind relativ entspannt“, kommentiert Spielertrainer Kristof Hopp die Situation. „EBT steht natürlich heute sehr viel mehr unter Druck. Selbst, wenn wir verlieren, bleiben wir vorn. Das ist natürlich nicht unsere Absicht, denn immerhin könnten wir heute einen unbequemen Gegner rauskicken“, amüsiert Kristof Hopp. Ein zweiter Akzent, der dieser Begegnung pikante Würze gegeben hätte, das Duell der frisch gekürten Europameisterinnen, Juliane Schenk gegen Olga Kohnen, musste leider ausfallen. „Ja, Olga ist uns verletzungsbedingt abhandengekommen“, bedauert Kristof Hopp. „Es ist das Knie, sie muss sich erholen. Aber Emma Wengberg, da bin ich sicher, wird sie schlagkräftig vertreten!“ Also hochklassige Besetzung, das kann man getrost behaupten, auf beiden Seiten, und der unstillbare Drang zum Erfolg, wenn auch mit unterschiedlichen Intentionen. „Stärke und Teamgeist werden uns heute beflügeln“, ballt EBT – Teammanager Manfred Kehrberg kampflustig die Faust. „Und dann“, lächelnd, „baue ich natürlich auf unser tolles Publikum. Also, ein Unentschieden wollen wir schon erreichen. Aber das wird schwer, sehr schwer!“ Alle Zeichen standen also, im restlos ausverkauften EBT-Domizil „Samariterstraße“, auf Spannung und Dramatik!
Schnelle Entscheidungen, verbissene Duelle! 
Die Doppelbegegnungen waren vor allem vom schnellen Punktverlust der EBT–Damen Kolpin/Schumann geprägt. Zweimal 21:4 überrollten die Saarländerinnen Wengberg/Heidenreich ihre Berliner Konkurrentinnen. Auf der anderen Seite, Blair/Wong gegen die Bischmisheimer Schöttler/Hopp, Ausgeglichenheit und verbissene Kämpfe um jeden Punkt. 21:17 Bischmisheim, 1. Satz! Die Frage: Werden Blair/Wong einen 3. Satz erzwingen können? Ja, mit 21:15 im  2. Satz!                                                                                                   
Dann das Dameneinzel Schenk gegen Heidenreich. Klar favorisiert, die frischgebackene Team–Europameisterin, Juliane Schenk. Und so heißt es dann auch schnell 21:14 und 21:9 für Juliane Schenk. 
Da tobt nebenan noch immer die verbissene Auseinandersetzung der vier Herren aus Bischmisheim und Berlin. Das Publikum durchleidet Wechselbäder, zwischen ausgelassener Freude, stockendem Atem und Niedergeschlagenheit. Rhythmisches Klatschen und Trampeln treibt die Berliner an. „20:18 Matchball“, tönt übersteuert Hallensprecher Marcus Köster. Dann der erlösende Aufschrei und 2:1 für EBT!    

Akrobatische Momente, unendliche Ballwechsel...
zelebrierten Kenneth Jonassen und Marcel Reuter. 21:11 hieß es für Jonassen nach dem 1. Satz. Das überraschte, denn ein Ergebnis in dieser Klarheit und Höhe hatte wohl niemand erwartet. Schließlich ist Marcel Reuter ein glanzvoller Name im Deutschen Badminton. Aber Jonassen zeigte sich in blendender Verfassung, spielte trickreich, hielt das Tempo schnell und taktierte Reuter an den Rand der Verzweiflung. Mit 11:21 eine bittere Niederlage für den Erfolg verwöhnten Marcel Reuter. „Ja, ich habe mich heute müde gefühlt“, so Marcel Reuter niedergeschlagen nach dem Match. „Kenneth hat alles getroffen, was er treffen konnte, hat mich auf meinen Schwachstellen erwischt. Aber glauben Sie mir, im Meisterschaftsfinale werde ich anders spielen!“ Doch heute war es das 3:1 für EBT!

Finale Spannungsmomente …
Sieg für Berlin oder Unentschieden, das war zu diesem Zeitpunkt die spannende Frage. Antworten konnten nur noch das Mixed und Herren-Einzel geben. Nicht anders zu erwarten, entwickelte sich die Begegnungen zu einem atemberaubenden Finale, mit Chancen auf beiden Seiten. Beim Mixed, Blair/Schenk gegen Fuchs/Wengberg, ging es nach Satz 1 in die Verlängerung. Das bessere Ende hatten schließlich die Gäste. Werden Blair/Schenk das Match noch drehen können?

Auf dem Nachbarfeld setzten sich die Herren Domke und Wong auseinander. Da wurde Badminton der Extraklasse zelebriert, ließ Badminton-Herzen höher schlagen. Drei Sätze brauchte schließlich Dieter Domke, aus Bischmisheim, um Wong 9:21 nieder zu ringen. Wong, abgekämpft, in sich gekehrt, sucht nach Erklärungen: „Ja, ich war müde, nicht schnell genug und das schränkte natürlich meine Möglichkeiten ein, nahm meinen Angriffen die Kraft und so vergab ich schließlich viele Chancen!“

Zu diesem Zeitpunkt stand es bei den Mixed–Paarungen 1:1. Alles hing nun vom Ausgang dieser Begegnung ab und so lag knisternde Spannung in der Luft. Jeder EBT–Punkt wurde von einem 500stimmigen Aufschrei begleitet. 13:15 gegen Schenk/Blair, 17:18, 17:20 die Halle vibriert, gleicht einem Hexenkessel. Und dann fällt es, das für Bischmisheim so wichtige, entscheidende 21:18 und der 3:3 Spielausgleich. Was heißt das nun? „Für uns heißt das“, fasst Manfred Kehrberg zusammen, „dass wir nicht mehr aus eigener Kraft Zweiter werden, aber das Halbfinale sehr wohl erreichen können. Ich bin da zuversichtlich!“     
In dieser Art verabschiedete sich auch das Team aus Bischmisheim: „Wir sind zufrieden mit dem Unentschieden und haben nun alle Chancen auf unserer Seite!“
Wie auch immer, entschieden ist da oben, in der Badminton-Bundesliga, noch gar nichts, das Gerangel, um den Einzug in die Play-offs, noch längst nicht festgeschrieben. So bleibt es also spannend!   

 

Europameisterinnen in Berlin

Von Manfred Kehrberg

 
(22.02.2012) Mit Juliane Schenk und Olga Konon schlagen am Samstag, den 25. Februar 2012 (14.00 Uhr, Sporthalle Samariterstraße) gleich zwei Spielerinnen der deutschen Nationalmannschaft, die am vergangenen Wochenende den Mannschaftseuropameistertitel der Damen für Deutschland erkämpfte, in Berlin auf.

Im Spitzenspiel der Badminton-Bundesliga empfängt EBT Berlin den 1. BC Bischmisheim. Die Ausgangslage für beide Mannschaften könnte unterschiedlicher nicht sein. Während der 1. BC Bischmisheim den diesjährigen Finaleinzug bereits so gut wie sicher hat, geht es für EBT nach einer bisher durchwachsenen Saison darum, sich noch einen der beiden übrigen Play-off-Plätze zu sichern. Selten zuvor war der Kampf um die Play-off-Plätze so spannend wie in diesem Jahr. Neben EBT haben auch noch der SC Union Lüdinghausen (Tabellenzweiter) und der 1. BC Beuel (Tabellenvierter) gute Chancen, in das Play-off-Halbfinale einzuziehen. Beide Mannschaften treffen am Samstag in Bonn aufeinander.

Gegen den 1. BC Bischmisheim geht EBT allerdings gehandicapt ins Rennen. Lotte Jonathans wird der Mannschaft am Wochenende nicht zur Verfügung stehen, da sie mit dem Ziel, sich für Olympia zu qualifizieren, bei den Austrian International in Wien aufschlägt. Im Übrigen kann EBT Bestbesetzung aufbieten. Mit Juliane Schenk, Wong Choong Hann, Kenneth Jonassen und Robert Blair sind alle Stammspieler an Bord.

Der 1. BC Bischmisheim kann dagegen aus dem Vollen schöpfen. Mit Johannes Schöttler, Dieter Domke, Michael Fuchs, Marcel Reuter und Lukas Schmidt stehen gleich fünf Spieler der deutschen Nationalmannschaft, die am vergangenem Wochenende den Vize-Europameistertitel bei den Herren erringen konnte, im Team des fünfmaligen Deutschen Mannschaftsmeisters aus Saarbrücken. Vervollständigt wird das Team neben Olga Konon durch die international erfahrenen Doppel- und Mixedspezialistin Emma Wengberg aus Schweden und den routinierten Kristof Hopp. Aufgrund dieser starken Besetzung gehen die Saarbrücker natürlich leicht favorisiert in das Spiel.

Für EBT heißt das Ziel mindestens einen Punkt zu erkämpfen: „Unsere Mannschaft hat viel Potenzial. Ich glaube an die Stärke der Mannschaft und den guten Teamgeist. Mit der Unterstützung des heimischen Publikums wollen wir mindestens ein Unentschieden erreichen, aber das wird gegen die ausgeglichen besetzten Bischmisheimer schwer genug“, gibt sich EBT-Abteilungsleiter Manfred Kehrberg vorsichtig optimistisch.

Für das Berliner Publikum bietet der Samstag Badminton „total“ in der Samariterstraße. Bereits um 10.00 Uhr trifft die 2. Mannschaft in der 2. Bundesliga in einem vorentscheidenden Spiel gegen den Abstieg auf den BC Hohenlimburg. Ein Besuch der Sporthalle in der Samariterstraße lohnt sich also auf jeden Fall.

 

Starker EBT Auftritt – Berliner schlagen Aufsteiger Mülheim 6:0

 

(05.12.2011) Sowohl für die Mülheimer Gäste als auch für Gastgeber EBT waren Anspruch und Erwartung dieser Begegnung sehr verschieden. Während EBT dringend den vierten Rang verlassen wollte, nach oben in Richtung Spitze, ging und geht es bei den Mülheimern um einen ständigen Sitz im Bandminton-Oberhaus. Beide Teams waren also hoch motiviert, Punktekapital aus der Begegnung zu schlagen. Die Trainer brachten es auf den Punkt: „Natürlich wollen wir an diesem Wochenende den dritten Platz zurückerobern. Das heißt gewinnen und zwar hoch“, so EBT Teammanager Manfred Kehrberg entschlossen. „Aber, Mülheim hat eine starke Truppe und ich bin mir sicher, sie werden die Klasse halten. Also, es wird interessant heute!“ Das sah Mülheims Trainer Boris Reichel ähnlich. „Ja, spannend in jedem Fall, wenn auch die Ausgangssituationen sehr verschieden sind. Wir sind die Neulinge und das erste Jahr Bundesliga ist immer besonders schwierig. Ja, und dann ist da heute Berlin, der Meister. Hart für uns. Aber das Schöne am Sport ist ja“, schmunzelt Reichel, „dass es Überraschungen geben könnte. Warum nicht auch heute!“ Warum nicht, denn die Mülheimer waren mit ihrem stärksten Team angereist. Aber auch Manfred Kehrberg konnte beruhigt auf seine Bestbesetzung bauen, auf Routiniers wie Robert Blair und Kenneth Jonassen, auf EBT-Star Wong Choong Hann und Meisterin Juliane Schenk.
 
Selbstbewusste Gäste - siegreiche Gastgeber!
Schnell fiel bei den Doppelbegegnungen auf, dass Mülheim hier durchaus nicht mit dem Image eines Neulings auftreten wollte. Selbstbewusst spielten sowohl Gästedamen als auch -herren auf und sorgten mithin für spannende und verbissene Auseinandersetzungen. Gut für das Publikum! Doch letztlich dominierten Schenk/Jonathans gegen Cicognini/Goliszewski und Wong/lair gegen Gunawi/Ellis in jeweils zwei Sätzen. 2:0 für Gastgeber EBT! 
Bei den Herreneinzel-Begegnungen, Wong gegen Roovers und Gunawi gegen Jonassen, trumpften dann die Gastgeber auf. Taktisch brilliant beherrschte Jonassen seinen Kontrahenten Gunawi, ließ ihn laufen und eroberte so Punkt für Punkt. Wenngleich 21:12 und 21:10 sehr deutlich scheint, so war es dennoch ein sehenswertes Spiel. Immer wieder versuchte Gunawi Jonassens Spielaufbau zu stören, doch letztlich reichten die spielerischen Mittel des Mülheimers nicht, um das Match zu drehen. Ähnlich die Auseinandersetzung Wong gegen Roovers. Als es aber plötzlich im zweiten Satz nur noch 17:15 für Wong hieß, war es still in der Samariter-Halle. Lag hier möglicherweise eine Überraschung in der Luft, ein dritter Satz? Nein, Wong Choong Hann behielt die Nerven, gewann 21:15 und erhöhte den EBT-Punktestand auf 4:0.

Dramaturgie und Dramatik!
Ist Dramaturgie die Kunst spannender theatralischer Strukturen, dann war sie für diesen Badminton-Nachmittag in Berlin gelungenes Regieprinzip. Im Mittelpunkt des Dramas einmal das Dameneinzel Schenk gegen Cicognini. Cicognini hatte im Doppel einen starken Eindruck hinterlassen und so durfte man gespannt sein, ob sie ihn auch im Einzel gegen Juliane Schenk ausspielen und vielleicht für eine Überraschung sorgen könnte. Aber mit 21:16 geht Satz eins an Favoritin Juliane Schenk. Doch Cicognini lässt nicht nach und überrascht im zweiten Satz mit einem 21:18. Die spannende Frage also: Was wird Satz drei bringen?
Auf dem Nachbarfeld der zweite Schauplatz des Dramas. Die Mixed-Paarungen Blair/Jonathans und Ellis/Goliszewski schenkten sich nichts, zelebrierten geradezu kunstvollen Badmintonsport und so stand es nach zwei hart umkämpften Sätzen 1:1. Damit trieben sowohl Dameneinzel als auch Mixed die Spannung in der Samariter-Halle an diesem Nachmittag in dramaturgische Höhen. Für erstes Aufatmen sorgte dann schließlich Juliane Schenk, als sie Cicognini in der Endphase knapp mit 22:20 niederringen kann.
Und ähnlich eng endete auch, nach ständig wechselnden Führungen und nicht enden wollenden Ballwechseln, das Mixed. Mit 21:19 setzte sich das Berliner Duo Blair/Jonathans durch und sorgte somit für das 6:0 Endergebnis.

Mission Titelverteidigung …
mit diesem Sieg sind die Berliner dem ersehnten Ziel zumindest einen kleinen Schritt näher gekommen. Klar ist, Ausrutscher kann man sich jetzt nicht mehr leisten, denn die Konkurrenz ist stark und schläft nicht. „Wir müssen also wach bleiben, so wie heute“, resümiert lächelnd EBT-Teammanager Manfred Kehrberg. „Natürlich freue ich mich über unseren Sieg heute. Es war eine tolle Mannschaftsleistung, auf die wir weiter aufbauen können!“ Das ist richtig, denn ein so klares Ergebnis bringt nicht nur erfreuliche Veränderungen im Tabellengeschehen, sondern auch eine gute Atmosphäre im Team. Und die ist wichtig, wenn es um das hohe Ziel Mission Titelverteidigung geht.

 

EBT Berlin empfängt den 1. BV Mülheim

Von Marcus Köster

 
(28.11.2011) Am kommenden Wochenende beginnt in der 1. Badminton-Bundesliga die Rückrunde. Der amtierende Deutsche Meister SG EBT Berlin beendete die Hinrunde auf dem vierten Rang. Dieser scheint auf den ersten Blick enttäuschend, zählt man aber alle kleineren und größeren Probleme zusammen, die das Team an den bisherigen Spieltagen überwinden musste, kann man durchaus optimistisch in die kommende Spielzeit blicken. So sehnt sich Manfred Kehrberg, Teammanager des Meisters, nach ein bisschen mehr Glück oder zumindest etwas weniger Pech – ausgefallene Flüge, verletzte Spieler hofft er nun nicht mehr kompensieren zu müssen.„Es war eine harte Hinrunde, wir hatten oft nicht die Spieler zur Verfügung, mit denen wir vor der Saison geplant haben. Trotzdem bin ich zufrieden mit der Mannschaft, denn es war immer ein super Teamgeist vorhanden, der hier und da den Unterschied ausgemacht hat. Deswegen bin ich absolut optimistisch was die Play-offs angeht!“

Am 3. Dezember (14.00 Uhr) geht es in der Samariterstraße zum Rückrundenstart gegen den 1. BV Mülheim. Mit 5:13 Punkten belegt diese Mannschaft derzeit Platz 8 in der Tabelle. Am Sonntag darf das Team dann zu Tabellenschlusslicht SG Anspach reisen.

Bei den Herren werden Robert Blair und Kenneth Jonassen auf Punktejagd gehen und werden dabei von Robert Franke unterstützt, der den noch immer verletzten Sven Eric Kastens ersetzt. Bei den Damen ist Juliane Schenk definitiv dabei, hinter dem Einsatz von Lotte Jonathans steht aber, aufgrund der Teilnahme an den Macau Open, ein dickes Fragezeichen. Doch mit dieser Situation kann und wird das Team nach einer solchen Hinrunde umgehen und wir können uns auf einen schönen Badminton-Samstagnachmittag in der Samariterstraße freuen und drücken am Sonntag ebenso die Daumen.

 

Billigfluglinie flügellahm - Blair und Jonassen in London ohne „Starterlaubnis“

Von Peter Gütte

 
(30.10.2011) Das war die Nachricht des Tages, bildete tiefe Sorgenfalten auf der hohen Stirn von EBT – Teammanager Manfred Kehrberg ab. Was war geschehen? „Ja, ich bekam heute früh, 7.15 Uhr, aus London den Anruf, dass die Maschine, für die Robert Blair und Kenneth Jonassen gebucht hatten, mit mindestens fünf Stunden Verspätung ankommen würde. Natürlich ein riesiges  Handycap für uns!“ Frage, wird trotzdem gespielt? „Natürlich, ich habe  dann sofort Tim Dettmann und Karsten Lehmann informiert. Wir werden aber zunächst auf Kenneth und Robert warten. Kommen sie nicht, treten wir mit Tim Dettmann und Karsten Lehmann an!“  

Prognosen – Spekulationen – Hoffnungen
Startschwierigkeiten hatten auch die Gäste aus Refrath. Erst mit runden 90 Minuten Verspätung trafen sie in der Berliner Samariterstraße ein. Ursache hier ein  ICE-Abenteuer auf dem Schienenstrang! Die große Frage aber – Sieg für EBT oder Refrath? Eine Prognose fiel schwer, war wohl eher im Reich von Spekulation mit Blick in die Sterne oder Glaskugel anzusiedeln. Warum? Nun, Refrath liegt mit Platz fünf gut im Bundesliga-Rennen und spürt den Kick zum Hang nach oben. Das sah beim amtierenden Meister EBT, wenn auch auf Rang vier, ein wenig anders aus. Niederlagen gegen Beuel und Bischmisheim ließen und lassen den Knick nach unten schmerzhaft spüren. Mit Platz vier und fünf waren also beide faktisch etwa gleich auf. Und die Stimmungslagen? „Nun“, argumentierte Manfred Kehrberg, „trotz einiger Widrigkeiten, werden wir natürlich das Play off-Halbfinale erreichen, da bin ich ganz sicher. In dieser Mannschaft steckt unheimlich viel Potenzial. Sicher“, lächelt Manfred Kehrberg säuerlich, „ein wenig klebt uns in dieser Saison das Pech am Schläger. Aber ich bin durch und durch optimistisch, auch für heute übrigens!“ Carla Nelte vom Refrather Team sah es ähnlich: „Natürlich sind die Berliner Favorit. Wir können hier nur die Außenseiterrolle spielen, zumal uns einer unserer Topspieler fehlt. Insgesamt sind wir jedoch derzeit sehr mit uns zufrieden. Hätte jemand gemutmaßt, wir würden jetzt den fünften Tabellenplatz einnehmen, wir hätten den Kopf geschüttelt. Unsere Stimmung ist also gut“, lacht sie ihr wunderschönes Lachen, „wir denken positiv. Doch heute wird es schwer!“  

Treue EBT- Fans leise optimistisch …
z.B. Stefanie aus Pankow, „Ja, das ist heute wirklich schwierig. Refrath auf dem Vormarsch und wir sicherlich ein wenig bedrückt. Dennoch tippe ich auf uns“, lacht Stefanie und schiebt sich eilig durch die Menschenmenge am Einlass. Und Ulli aus Mahlsdorf? „Na, das müssten wir doch heute eigentlich packen!“ Da schwang sicherlich auch eine große Portion Hoffnung mit. Richtig war auf alle Fälle, das EBT, ob nun mit Blair/Jonassen oder Dettmann/Lehmann, mit einem ambitionierten Team in die Schranken treten würde. Aber aufgepasst, dieser Anspruch galt durchaus auch für die Gäste aus Refrath. Also war packendes Badminton zu erwarten!  


Starke EBT Damen, nervöse Herren!
„Willkommen zur heutigen Begegnung …“ – endlich die erlösenden Begrüßungsworte von Hallensprecher Marcus Köster. Da war es 15.30 Uhr und das lange Warten hatte endlich sein Ende. Die Londoner EBT Fraktion hatte sich flügellahm gezeigt, zu spät abgehoben und so musste Kehrberg Dettmann/Lehmann das Vertrauen geben. Die wurden dann auch gleich hart geprüft, vom Refrather Doppel Nuyenhuis/Schwenger: Knapp 21:19 geht Satz eins an die Berliner! Währenddessen dominieren die EBT-Damen Jonathans/Schenk sicher gegen Nelte/Buss mit 21:12 und 21:11. Das 1:0 für EBT!  
Bei den Herren wird auch Satz zwei zu einer hart umkämpften Angelegenheit. Ständig wechseln die Führungen, kein Team kann sich entscheidend absetzen, bis zum 20:15 und 21:15 für die Gäste. Ein ähnliches Bild zeichnete sich auch im entscheidenden dritten Satz ab, mit hoher Fehlerquote auf beiden Seiten. Dann das erlösende 16:13 für die Berliner. Eine Vorentscheidung? Ja, mit knappem 21:18 erspielen sie sich Satz drei. „Ich weiß nicht, ich fühlte mich müde, war mit den Gedanken nicht bei der Sache“, sucht Tim Dettmann unmittelbar nach dem Match Erklärungen für sein streckenweise nervöses Spiel. „Hinzu kam, dass ich mit Karsten noch nicht zusammen gespielt hatte. Aber viel schlimmer, wenn die Standards nicht klappen, zu viele Aufschläge im Netz enden.“ Wie auch immer, es war das 2:0 für EBT!
Dann der Einzel-Auftritt der amtierenden Deutschen Meisterin und WM-Dritten, Juliane Schenk. Ihre Gegnerin Kim Buss. Es wurde ein verblüffend kurzes Spiel. Haushoch überlegen gewinnt Juliane Schenk in zwei Sätzen 21:8, 21:4 und holt damit das 4:1 für EBT. Verletzungen auf beiden Seiten hatten zwischenzeitlich zu jeweils einem Spielgewinn bzw. Verlust geführt.
Im Mixed dann, an der Seite von Lotte Jonathans, ein anderer und facettenreicher Tim Dettmann. Und so beherrschen die Berliner sicher das Refrather Duo Nuyenhuis/Nelte, gewinnen 21:14, 21:14 und setzen damit den 5:1 Siegpunkt für EBT.

„Ende gut, alles gut!“
Nach so viel Aufregung dann doch ein klarer Erfolg für die Berliner. Die gute optimistische Stimmung der Refrather dürfte damit allerdings einen kleinen Dämpfer erhalten haben, denn die Play-offs sind somit für sie zu einer wackligen Angelegenheit geworden. Für die Berliner war dieser Erfolg hochwichtig, besonders unter dem anspruchsvollen Blickpunkt „Mission Titelverteidigung“. Wenn man dann auch noch die unglücklichen Begleiterscheinungen dieses Spieltages bedenkt, die Londoner Flugprobleme von Blair/Jonassen, dann ist dieser Sieg um so höher zu bewerten. Und übrigens: Bei allem Wenn und Aber schlugen sich Dettmann/Lehmann, als Männer für alle Fälle, achtbar und empfehlen sich. Und Teammanager Kehrberg? Der atmete nach der Begegnung erst einmal ganz tief durch. „Ja, Ende gut, alles gut. Endlich war das Glück auch wieder ´mal auf unserer Seite. Aber letztlich war es natürlich der ausgezeichnete Mannschaftsgeist, der uns beflügelte“, geht ab, lacht und reibt sich zufrieden die Hände.

 

Tabellenvierter trifft auf Tabellenfünften – EBT empfängt den TV Refrath

Von Maria Neiling

 
(26.10.2011) Am kommenden Sonntag, 30.10.2011, empfängt am 8. Spieltag der amtierende Deutsche Meister SG EBT Berlin die Mannschaft vom TV Refrath. Die Situation der beiden Tabellennachbarn könnte unterschiedlicher nicht sein.
Während der Gast, aktuell auf Platz fünf, einen guten Saisonstart hingelegt hat und mit guten Leistungen durchaus Play-off-Ambitionen hegt, trauert der amtierende Deutsche Meister, aktuell auf Platz vier, verlorenen Punkten hinterher.

Vor allem die beiden Niederlagen gegen Beuel und Ligaprimus Bischmisheim taten weh, musste man doch in beiden Spielen auf Stammkräfte verzichten. Nach drei sieglosen Spielen in Folge erkämpfte sich EBT dann aber am vergangenen Spieltag einen Sieg gegen den BV Gifhorn, sodass man zumindest Anschluss an die Tabellenspitze behielt.

„Dieses Spiel ist sehr, sehr wichtig für uns. Aufgrund der Punktverluste an den Spieltagen 4 bis 6 müssen beide Punkte unbedingt in Berlin bleiben. Ich denke, es wird ein harter Kampf gegen die ehrgeizigen und ambitionierten Refrather und die Samariterstraße wird richtig gutes Badminton zu sehen bekommen“, sagte Manfred Kehrberg, Teammanager bei EBT Berlin.

Beide Teams werden voraussichtlich in Bestbesetzung antreten. Die Berliner müssen zwar auf Wong Choong Hann verzichten, dafür wird aber neben dem Inder Chetan Anand und dem Schotten Robert Blair der dänische Star Kenneth Jonassen am Sonntag auf Punktejagd gehen. Bei den Damen ist auf EBT-Seite Juliane Schenk ebenso von der Partie wie Lotte Jonathans.

Außerdem wird es ein Wiedersehen mit Carla Nelte geben, die zu Jugendzeiten bei SG EBT Berlin erfolgreich spielte und nun mit dem TV Refrath in ihrer alten Heimat gastiert. "Wir freuen uns auf ein Wiedersehen mit Carla. Wir verfolgen ihre sportliche Entwicklung mit großem Interesse“, äußerte sich Manfred Kehrberg.

Der 8. Spieltag verspricht also ein emotionsreiches Spiel in der Berliner Samariterstraße und der „Berliner Hexenkessel“ wird sein Übriges dazu geben.

 

6. und 7. Spieltag

Von Marcus Köster

 
(02.10.2011) In der Badminton-Bundesliga stehen die Spieltage 6 und 7 an. Am Sonntag, 2. Oktober, ist die SG EBT Berlin beim Deutschen Rekordmeister 1.BC Bischmisheim zu Gast.
Dieses Duell bietet jedes Jahr aufs Neue hochklassiges Badminton und Spannung bis zum letzten Ballwechsel.
Auch an diesem Sonntag ist der Ausgang offen. Während der Gastgeber nahezu in Bestbesetzung antritt, muss EBT Berlin weiterhin auf Juliane Schenk verzichten. Dafür rutscht Lisa Deichgräber wieder ins Team, die in ihrem letzten Saisonspiel stark auftrumpfte und sich im Einzel mit Olga Konon messen darf. Im Damendoppel steht ihr Lotte Jonathans zur Seite. Bei den Herren kann EBT Berlin aus dem Vollen schöpfen, sowohl Kenneth Jonassen und Robert Blair als auch die Nummer 1 aus Malaysia Wong Choong Hann werden auf Punktejagd gehen.
Am Dienstag, 4. Oktober, steht dann der 7. Spieltag an und das erste Dienstagabend-Heimspiel der Saison. Dort geht es um 19 Uhr gegen den BV Gifhorn.
Nach der engen Heimpleite gegen Beuel muss nun ein Sieg her, möchte man Anschluss an die Tabellenspitze halten. Dies scheint gegen den derzeit Tabellenachten aus Niedersachsen durchaus möglich, werden doch Wong Choong Hann und Robert Blair sowie Sven Eric Kastens am Dienstag aufschlagen. Auch Lotte Jonathans wird mit von der Partie sein. Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Juliane Schenk. Doch Lisa Deichgräber steht zur Verfügung und wird ggf. das Team komplettieren.
Wir können uns also auf zwei spannende Spieltage im Badminton-Oberhaus freuen.

 

Der Klassiker – EBT Berlin empfängt den 1. BC Bonn-Beuel

Von Maria Neiling

 
(21.09.2011) In der Neuauflage des diesjährigen Finales in der Badminton-Bundesliga empfängt die SG EBT Berlin am Sonntag, den 25. September, 14.00 Uhr Sporthalle Samariterstraße, den Deutschen Vizemeister 1. BC Bonn-Beuel. Die Begegnungen beider Teams sind immer von besonderer Spannung und sportlichen Top-Leistungen geprägt. Auch die Partie am Sonntag verspricht Spannung und Klasse pur. Schließlich wollen sich die Beuler für die Finalniederlage Ende April im Sportforum revanchieren und ihre bisherige „weiße Weste“ (8:0 Pkt.) auch nach dem Spiel beibehalten.

Das Team aus der alten Bundeshauptstadt hat dabei auch allen Grund, optimistisch in die Partie zu gehen. Mit Marc Zwiebler, Rajiv Ouseph (England), Neuzugang Andre Tedjono (Indonesien), Ingo Kindervater und Anthony Clark (England) bei den Herren sowie Birgit Michels und Heather Olver (England) stehen ausnahmslos internationale Spitzenkönner in der Mannschaft. „Diese Mannschaft ist wohl in der Bundesliga nominell am stärksten besetzt. Das wird ein ganz harter Brocken für uns. Wenn Beuel in Bestbesetzung antritt, wird das sehr, sehr schwer für uns.“, wagt EBT-Abteilungsleiter Manfred Kehrberg eine vorsichtige Prognose.

Für EBT ist das Minimalziel, mindestens ein Unentschieden zu erreichen. Das wird schwer genug, denn der Deutsche Meister muss am Wochenende auf seine Nr. 1, Wong Choong Hann, verzichten. So werden Sonntag erstmalig Kenneth Jonassen und Chetan Anand zum Einsatz kommen. Bei den Damen fehlt auf jeden Fall Lotte Jonathans, die an Olympiaqualifikations-Turnieren in Japan und Indonesien teilnimmt. Für Lotte wird wieder Karoliine Hoim aus Estland aufschlagen. Ein dickes Fragezeichen steht auch hinter dem Einsatz von Juliane Schenk und Robert Blair, die unter der Woche noch das Japan Open-Super Series-Turnier spielen. Als Ersatz stehen Lisa Deichgräber und Tim Dettmann zur Verfügung.

Ganz besonders in diesem brisanten Duell würde sich die Mannschaft sehr über die Unterstützung der Fans aus Berlin und Brandenburg freuen. Was die Unterstützung eines begeisterten Publikums vermag, war sehr gut im Play-Off Finale im April zu beobachten.

 

EBT Berlin empfängt den PTSV Rosenheim

Von Maria Neiling

 
(31.08.2011) In der Badminton-Bundesliga empfängt die SG EBT Berlin am Samstag, den 3. September, 14.00 Uhr (Sporthalle Samariterstraße) den PTSV Rosenheim. Mit den Bayern gastiert ein aussichtsreicher Mitbewerber um die heiß umkämpften Play-Off-Plätze in Berlin. Das Team um den malaysischen Nationalspieler Tan Chun Seang und die Niederländerin Pauline van Dooremalen konnte ebenso wie EBT die beiden Auftaktspiele siegreich gestalten und möchte diese Serie in der Hauptstadt fortsetzen. Neben den beiden Top-Spielern ist Rosenheim mit den deutschen Nationalspielern Oliver Roth, Hannes und Peter Käsbauer sowie Neuzugang Josephine Wentholt (Niederlande) erstklassig besetzt. EBT will natürlich beide Punkte in Berlin behalten. „Das wird ein ausgeglichenes Match.“, prophezeit EBT-Teammanager Manfred Kehrberg. „Für einen Sieg ist die Bestleistung der Mannschaft und höchste Konzentration aller Spieler erforderlich.“ Gespannt darf man am Wochenende auf Lotte Jonathans und Sven-Eric Kastens sein, die beide ihr Debüt für EBT geben werden. Auch das Match zwischen Wong Choong Hann und seinem Landsmann Tan Chun Seang verspricht Spannung pur. Schon einen Tag später, am Sonntag, den 4. September, trifft EBT auswärts auf das starke Team aus Lüdinghausen.

 

Juliane Schenk zum Saisonauftakt in Berlin

Von Maria Neiling

 
(23.08.2011) In der Badminton-Bundesliga trifft Titelverteidiger SG EBT Berlin zum Saisonauftakt am Sonntag, dem 28. August 2011, 14.00 Uhr, in der Sporthalle Samariterstraße auf die SG Anspach. Mit dabei: die WM-Bronze-Medaillengewinnerin von London Juliane Schenk.

Den Berlinern Badminton-Fans bietet sich damit die Gelegenheit Juliane Schenk erstmalig nach ihrem WM-Erfolg hautnah auf dem Court zu erleben. Natürlich steht Juliane auch für die Autogrammwünsche der Fans zur Verfügung. Komplettiert wird das Team bei den Damen durch Neuzugang Karoliine Hoim und bei den Herren durch Wong Choong Hann, Robert Blair und Eetu Heino.

„Wir wollen auf jeden Fall beide Punkte in Berlin behalten.“, gibt Teammanager Manfred Kehrberg die Zielstellung für den Sonntag vor. „Ein Punktverlust gegen den Aufsteiger aus Hessen könnte bei der Endplatzierung schwer ins Gewicht fallen.“ Tatsächlich gehen die Anspacher wohl als Außenseiter in die Partie. Das erklärte Saisonziel der Mannschaft ist der Klassenerhalt. Angeführt wird das Team von Jugendnationalspieler Andreas Heinz, der holländischen Nationalspielerin Samantha Barning und Jessica Fletcher aus England.

Bereits am Samstag trifft EBT auswärts auf den zweiten Aufsteiger, den 1. BV Mülheim (13.00 Uhr, RWE Sporthalle). Mülheim ist ein Verein mit großer Tradition, allein 13 Mal wurde ununterbrochen von 1968 bis 1980 der Pokal des Deutschen Mannschaftsmeister gewonnen. Die Mannschaft hat sich u.a. mit Jeanine Cicognini (Schweiz), Marcus Ellis (England) und Yonathan Dasuki (Indonesien) namenhaft verstärkt und wird versuchen mindestens ein Unentschieden zu erreichen.

 


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