Mitteilungen des 1. BV Mülheim

Liga-Zugehörigkeit: 1. Bundesliga

Homepage: www.1-bv-muelheim.de

1. BV Mülheim möchte nach 36 Jahren endlich wieder Deutscher Meister werden

Von Kai Kulschewski

 

(01.05.2015) Nach einer langen Saison in der Badmintonbundesliga kommt es am Samstag ab 17.30 zum Showdown in Saarbrücken. Im Endspiel um die Deutsche Meisterschaft trifft der 1. BC Bischmisheim auf den 1. BV Mülheim. Nur ein Team wird seine starke Saisonleistung mit dem Meisterpokal, dem nach dem HARIBO-Firmengründer benannten Hans-Riegel-Pokal, krönen dürfen. Die gastgebenden Saarländer waren von 2006 bis 2010 fünfmal in Folge Deutscher Meister, der heimische BVM von 1968 bis 1980 sogar zwölfmaliger Titelträger. Beide Mannschaften können jedoch nicht nur auf eine glorreiche Vergangenheit blicken. Auch in der aktuellen Saison gingen sie als heiße Titelanwärter in das Rennen, lieferten Top-Leistungen ab und beendeten die Punkterunde auf den beiden ersten Plätzen. Somit ist am Samstag sicherlich Badminton vom Allerfeinsten in der Saarbrücker Joachim-Deckarm-Halle garantiert.

Wenn man die Kader beider Teams gegenüberstellt, liegt die Favoritenrolle eindeutig beim 1. BC Bischmisheim. Ein Großteil der deutschen Nationalmannschaft schlägt hier auf und wird dazu noch durch zwei starke niederländische Doppelspezialistinnen verstärkt. Aber mitnichten ist es eine unmögliche Herausforderung für die Mülheimer. „In der Außenseiter-Rolle haben wir bisher die besseren Leistungen gezeigt. Es geht um die Deutsche Meisterschaft! Da werden wir alles aus uns rausholen“, so der zuversichtliche BVM-Coach Boris Reichel.

Und gleich in den beiden Doppelpartien zum Beginn des Endspiels könnten die Weichen im Hinblick auf den zukünftigen Deutschen Meister gestellt werden. Will der BVM den 14. Titel erringen, so sind Siege im Herren- und im Damendoppel nahezu Pflicht. Und dass zwei Siege nicht so unrealistisch sind, bekräftigt auch der Trainer: „In den Doppeln und im Mixed sehe ich unsere größten Chancen. Wir waren hier über die gesamte Saison recht konstant. Zudem hat Bischmisheim den Ausfall von Johannes Schöttler zu verkraften.“

Die Einzelmatches werden hingegen ungleich schwieriger. Aber im Halbfinale des vergangenen Jahres hat die Mülheimer Nummer 1, Dmytro Zavadsky, gezeigt, dass er den besten deutschen Spieler, Marc Zwiebler, durchaus besiegen kann. Will der Ukrainer eine Chance gegen den vielfachen Deutschen Meister haben, muss er eine erneute Sahneleistung abrufen. Vor ähnlichen Herkulesaufgaben stehen Fontaine Chapman und Alexander Roovers, die in ihren Einzelpartien auf exzellente Gegner treffen werden. Doch Bange machen gilt nicht. Für den BVM-Trainer ist das Endspiel noch längst nicht entschieden: „Im Sport ist alles möglich. Wenn selbst der FC Bayern München vier Elfmeter verschießen kann, dann halte ich auch unser Finale für vollkommen offen. Ich persönlich freue mich sehr auf das Endspiel am Samstag.“

Für alle Daheimgebliebenen übertragt der 1. BV Mülheim auf seiner Homepage mit einem Livescoring die aktuellen Punktestände aus Saarbrücken. Sekundenaktuell kann das Finale also mitverfolgt werden.

  

Mögliche Busfahrt zum DM-Finale nach Saarbrücken

Vom Vorstand des 1. BV Mülheim

 

(28.04.2015) Das Finale um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft ist erreicht. Nach einem spannenden Match kann mit einem weiteren Sieg der Traum von der nächsten Deutschen Meisterschaft verwirklicht werden. Im Internet sind bereits die ersten Pressestimmen nachzulesen.

Für uns heißt es nach dem tollen Play-off-Halbfinalspiel schon wieder „nach dem Spiel ist vor dem Spiel“. Denn unser Bundesliga-Team trifft im Finale am nächsten Samstag (2. Mai 2015) auf den 1. BC Daarbrücken-Bischmisheim, in dessen Halle. Sicherlich sehen wir dies aufgrund der tollen Leistung im Halbfinale und dem Sieg gegen Beuel mit einem lachenden, aber auch mit einem weinenden Auge.

Saarbrücken ist mehr als 300 km entfernt und verkehrstechnisch nicht gerade bestens zu erreichen. Zudem sind wir am nächsten Wochenende Ausrichter der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft U19 und U15, bei deren Ausrichtung in der RWE-Sporthalle  etliche Helfer beim Aufbau, Umbau und in der Cafeteria benötigt werden.

Trotzdem wollen wir versuchen, unsere 1. Mannschaft bestens beim Kampf um die Deutsche Meisterschaft zu unterstützen. Bei Interesse wollen wir versuchen, für Samstag eine Busfahrt nach Saarbrücken zu organisieren, um so unser Team vor Ort anzufeuern.  Abfahrt wäre in Mülheim gegen 11.30 Uhr, Rückkehr ca. 0.00 Uhr.  

Wer mitreisen möchte, melde sich bitte bis spätestens Mittwoch, den 29. April 2015 per E-Mail unter  f.thiemann@1-bv-muelheim.de oder per Anruf oder SMS unter der Endspiel-Hotline 0173/7482505. Die Kosten für die Busfahrt würden je nach Teilnehmerzahl zwischen 25,00 € und 50,00 € liegen.

Um eventuelle Alternativen zu prüfen, bitten wir auch um Angabe, ob jemand selber nach Saarbrücken fahren würde und Mitfahrgelegenheiten hat oder eine Mitfahrmöglichkeit sucht. Außerdem wäre die Angabe einer Handynummer für uns für kurzfristige Rückfragen äußerst hilfreich.

  

Kartenvorverkauf beginnt

Von Kai Kulschewski

 

(07.04.2015) Für den 14. Deutschen Badminton-Meistertitel benötigt der 1. BV Mülheim noch zwei Siege. Der Weg zum möglichen Triumph führt zunächst über das Play-off-Halbfinale am Sonntag, den 26. April 2015. Als Zweiter der Punkterunde genießt der Deutsche Rekordmeister Heimrecht im entscheidenden Duell und wie schon im vergangenen Jahr heißt der Gegner 1. BC Beuel. Ab 17 Uhr ermitteln in der Mülheimer RWE-Sporthalle diese beiden Teams den Endspielgegner des 1. BC Bischmisheim.

 

Am Mittwoch, den 8. April beginnt der Vorverkauf für diese hochklassige Partie. Ermäßigte Karten können von Vereinsmitgliedern, Rentnern, Schwerbehinderten, Schülern, Studenten und Arbeitslosen erworben werden. Dauerkarten haben für das Play-off-Spiel keine Gültigkeit. Kinder unter 13 Jahren genießen freien Eintritt.

 

Während der üblichen Öffnungszeiten können Eintrittskarten zu einem Vorzugspreis an folgenden Vorverkaufsstellen vorzeitig gesichert werden:

-      Sparkasse Mülheim an der Ruhr, Hauptstelle, Berliner Platz 1, Mülheim

-      Touristinfo im MedienHaus, Synagogenplatz 3, Mülheim

-      Service Center Sport beim Mülheimer Sportbund, Südstraße 25, Mülheim

-      Haus und Grund Mülheim e.V., Wilhelmstraße 22, Mülheim.

 

Alternativ können Tickets per E-Mail an  s.hohenberg@1-bv-muelheim.de bestellt werden.

Zudem bietet die Sparkasse Mülheim über ihre Vorteilswelt Karten zum Preis von 5,- Euro für ihre Kunden an. Diese Karten sind nur in der Hauptstelle der Sparkasse Mülheim erhältlich und können nicht per E-Mail bestellt werden.

  

Play-off-Heimspiel gebucht – Generalprobe verpatzt

Dmytro Zavadsky. Foto: Marc Pastoors.

Von Kai Kulschewski

 

(23.03.2015) „Die Spiele werden definitiv umkämpft sein. Wir treten jedoch in voller Besetzung an und haben in allen Spielen unsere Chancen. Mit einer guten Leistung werden wir den Sack schon gegen Trittau zumachen“, so Trainer Boris Reichel vor dem Wochenende. Und die Bundesligatruppe des 1. BV Mülheim ließ den Worten des Coaches auch Taten folgen. Schon am Samstag fuhr sie beim Spiel in Trittau die erforderlichen zwei Punkte mit einem 4:2-Auswärtssieg ein und darf nun das Play-off-Halbfinale am 26. April vor heimischer Kulisse austragen.

Der Halbfinalgegner wurde am Sonntag in einem Fernduell zwischen dem 1. BC Beuel und dem TV Refrath gesucht. Dabei hatten die Refrather die schlechtere Ausgangsposition, benötigten sie zum Einzug in die Play-offs einen Auswärtssieg beim 1. BV Mülheim sowie eine gleichzeitige Bonner Heimniederlage. Die eigene Aufgabe erledigten die Refrather mit Bravour, denn mit 5:1 fegten sie den 1. BVM aus der eigenen Halle. Entscheidende Bedeutung für den Spielausgang hatten sicherlich die beiden ersten Matches, das Herren- und das Damendoppel. In beiden Spielen gewann der BVM den ersten Durchgang, bevor Refrath jeweils den Satzausgleich herstellte. Die dritten Durchgänge hatten sogar einen nahezu synchronen Punkteverlauf. Und auch die Spielenden waren identisch: Der TV Refrath siegte in beiden Matches in der Satzverlängerung. Der Rest war dann reine Formsache. Und so geriet das Spiel, eigentlich als Generalprobe gedacht, zu einem Weckruf für das anstehende Play-off-Halbfinale. Darin trifft man, wie schon im vergangenen Jahr, auf den 1. BC Beuel, nachdem dieser einen 4:2-Heimerfolg gegen den TSV Trittau feierte und so alle Hoffnungen des TV Refrath auf den Halbfinaleinzug zerstörte.

In der RWE-Sporthalle kommt es dann am Sonntag, den 26. April ab 17:00 Uhr zum Showdown. Im Duell zwischen dem 13-maligen Deutschen Meister, dem 1. BV Mülheim, und dem dreimaligen Champion (1981, 1982 und 2005) aus Bonn geht es dann um nichts weniger als um den Einzug in das Finale um die Deutsche Meisterschaft.

 

Endspurt im Kampf um die Deutsche Meisterschaft

Von Kai Kulschewski

 

(17.03.2015) Am Wochenende fällt in der Badminton-Bundesliga die Entscheidung, ob der 1. BV Mülheim im Play-off-Halbfinale um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft ein Heimspiel genießen darf oder zu einem Auswärtsspiel antreten muss. Noch am Ende der vergangenen Saison schien der Mannschaft in ähnlicher Situation die Puste auszugehen. Daher ist man gewarnt und will es in diesem Jahr besser machen.

Zum Erreichen des heimischen Play-off-Halbfinals fehlt dem Team lediglich ein Sieg aus zwei Partien gegen den TSV Trittau oder gegen den TV Refrath. Alternativ dürfte es auch eine Niederlage des Verfolgers, dem 1. BC Beuel, beim Klassenprimus in Bischmisheim sein. Es ist also keine unlösbare Aufgabe, der sich der 1. BV Mülheim am Wochenende stellen muss. Und so strahlt Trainer Boris Reichel auch puren Optimismus aus: „Wir haben eine sehr ausgeglichene Saison gespielt und werden die nötigen Punkte aus eigener Kraft einfahren. Zudem hat Beuel noch das schwierigere Restprogramm. Ich finde diese Situation deutlich angenehmer als in der letzten Saison, wo wir quasi auf der Zielgeraden abgefangen wurden.“

 

Am Samstag steht zunächst das Auswärtsspiel gegen den TSV Trittau an. Ein Blick auf die in den letzten Bundesligapartien eingesetzten Spieler zeigt, warum der Gegner als „Wundertüte“ in der Badminton-Bundesliga gilt. Zu selten konnte Trittau in Bestbesetzung, vor allem im Damenbereich, antreten. Einen besonderen Augenschmaus für das Publikum präsentiert der Verein, seitdem Kenneth Jonassen im Sommer 2014 verpflichtet wurde. Dass der Däne nichts von seinem Können verlernt hat, zeigt er mit einer Siegquote von fast 90 % in der Bundesliga. Für das Match erwartet der Mülheimer Coach ein hartes Duell: „Die Spiele werden definitiv umkämpft sein. Wir treten jedoch in voller Besetzung an und haben in allen Spielen unsere Chancen. Mit einer guten Leistung werden wir den Sack schon gegen Trittau zumachen und einen Sieg einfahren.“

 

Wenn dem so wäre, würde man am Sonntag mit viel Rückenwind zur letzten Heimpartie der Punkterunde gegen den TV Refrath antreten. Mit Fabian Roth hat Refrath eines der größten deutschen Nachwuchstalente in seinen Reihen. Der U19-Europameister des Jahres 2013 verlor erst zwei seiner 17 Bundesligamatches. Ein weiterer Hochkaräter könnte mit Chloe Magee auflaufen. Die Irin ließ bei den YONEX German Open mächtig aufhorchen, als sie an der Seite ihres Bruders das deutsche Vorzeige-Mixedpaar Michael Fuchs und Birgit Michels ausschaltete und so in das Halbfinale einzog. Hochklassiges Badminton wartet also auf das Mülheimer Publikum am Sonntag ab 14:00 Uhr im Badminton-Leistungszentrum in der Südstraße. Und dass sich das Kommen auch lohnen wird, verspricht der Coach höchstpersönlich. „Wir möchten unseren Zuschauern tolle Spiele bieten und den Sieg holen – in gewisser Hinsicht ein Vorbereitungsspiel auf das anstehende Play-off-Halbfinale.“

  

Man ist also beim 1. BV Mülheim mehr als zuversichtlich, dass am 26. April um 17:00 Uhr in der heimischen RWE-Sporthalle um das Finalticket gespielt wird. Denn spätestens seit dem unglücklich verpassten Titel im vergangenen Jahr hat der deutsche Badminton-Rekordmeister noch ein ganz großes Ziel: nach über 30 Jahren mal wieder einen Deutschen Meistertitel nach Mülheim zu holen. Doch bis dahin wartet noch eine Menge Arbeit auf die Multi-Kulti-Truppe um Trainer Boris Reichel.

  

Endspurt um die Deutsche Meisterschaft für den 1. BVM

Marcus Ellis. Foto: Marc Pastoors.

Von Kai Kulschewski

 

(19.02.2015) Im Kampf um die Deutsche Meisterschaft geht die Badminton-Bundesliga in ihre heiße Phase. Bei noch vier ausstehenden Spieltagen gilt es nun, sich die begehrten Finalplätze zu sichern. Der vor Saisonbeginn als Top-Favorit gehandelte 1. BC Bischmisheim scheint als Tabellenerster bereits festzustehen und würde somit direkt in das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft einziehen. Dahinter lauert der 1. BV Mülheim auf dem zweiten Tabellenrang. Würde man diese Position bis zum Ende der Punkterunde behaupten, dann dürften die Mülheimer am 26. April vor heimischer Kulisse das Halbfinale bestreiten. Ein unschätzbarer Vorteil auf dem Weg, vielleicht doch das schier Unmögliche zu schaffen und den 14. Deutschen Meistertitel einzufahren. Zwei Siege am kommenden Wochenende würden einen Riesenschritt in Richtung des angestrebten Halbfinalspiels vor heimischer Kulisse bedeuten.

 

Vor diesem Hintergrund reist das Team um Trainer Boris Reichel am Wochenende zu zwei Auswärtsspielen nach Bayern. Am Freitagabend ist man in München beim Tabellenletzten TSV Neuhausen-Nymphenburg zu Gast. Gegen den Bundesliganeuling gewann man das Hinspiel deutlich. Obwohl das Mülheimer Team stark ersatzgeschwächt antrat, triumphierte es mit 5:1. Das allein verdeutlicht die Leistungsunterschiede beider Teams. Und so geht die immer noch sieglose Mannschaft aus der bayerischen Landeshauptstadt als krasser Außenseiter in die Partie.

 

Tags darauf wird der 1. BV Mülheim aber deutlich mehr gefordert werden. Zwar steht der gegnerische PTSV Rosenheim ebenfalls im Tabellenkeller, aber schon in der Hinrunde leisteten die Rosenheimer bei ihrer 2:4-Niederlage heftige Gegenwehr. Die Bayern gewannen das Herren- und Damendoppel glatt und mussten sich in zwei weiteren Spielen erst nach drei Sätzen geschlagen geben. „Das Herrendoppel und das Mixed könnten durchaus umkämpft sein“, ist die Erwartung von Boris Reichel. Insbesondere das auf Weltranglistenplatz 23 geführte Rosenheimer Mixedpaar Peter Käsbauer/Isabel Herttrich wird die Mülheimer zu einer konzentrierten Höchstleistung zwingen. Beide trainieren an den jeweiligen Leistungsstützpunkten in Mülheim und Saarbrücken und haben als Mixedpaar auf internationalen Parkett das gemeinsame Fernziel der Olympiaqualifikation für 2016 in Rio de Janeiro im Blick.

 

Spitzenspiele in Mülheim

Von Kai Kulschewski

 

(18.01.2015) Das Bundesligaduell gegen den BC Beuel war ein rasanter Auftakt in das Badmintonjahr 2015. Nun stehen in der kommenden Woche weitere Top-Duelle für den 1. BV Mülheim an. Die deutsche Badmintonelite gibt ihr Stelldichein und präsentiert sich in gleich zwei Ligaspielen dem heimischen Mülheimer Publikum.

 

Am Dienstag, den 20. Januar ab 19:00 Uhr kommt es in der RWE-Sporthalle zum Duell der beiden besten Mannschaften der vergangenen Saison. Als Deutscher Vizemeister empfängt der 1. BV Mülheim den amtierenden Titelträger, den SC Union Lüdinghausen. Die Spiele gegen die Münsterländer scheinen immer nach dem gleichen Muster zu verlaufen. „Zwei bzw. vier Spieler jagen dem Badmintonball hinterher und am Ende gewinnt immer Lüdinghausen“, würde Gary Lineker die Matches beschreiben. Stets liefern sich beide Teams ausgeglichene Spiele, aber immer mit dem besseren Ende für Lüdinghausen. Nach eventuellen Schwächen des Gegners befragt, unterstreicht BVM-Trainer Boris Reichel die Ausgeglichenheit der gegnerischen Mannschaft „Klassische Schwächen sind bei Lüdinghausen nicht auszumachen“.

Die Verfolger sitzen dem 1. BV Mülheim mit nur wenigen Punkten Abstand im Nacken. Zur Absicherung des zweiten Tabellenplatzes würde ein Sieg also gut tun. Und wenn keine unverhoffte Krankheit ausbricht, ausnahmsweise alle Flieger aus England pünktlich sind oder nicht etwas Unvorhersehbares passiert, wird am kommenden Dienstag auch nach langer Zeit mal wieder die beste Mülheimer Mannschaft antreten. Ein besonderer Leckerbissen wartet im Dameneinzel auf das Publikum. Mit Judith Meulendijks trifft die ligabeste und in der aktuellen Bundesligasaison noch ungeschlagene Spielerin auf die aktuelle Deutsche Meisterin im Dameneinzel, die an Weltranglistenplatz 35 geführte Karin Schnaase. Damit die Siegesserie der Niederländerin nicht reißen soll, erwartet sie ein verdammt hartes Stück Arbeit. Nach der 2:4-Hinspielniederlage haben sowohl Dmytro Zavadsky also auch das Herrendoppel Marcus Ellis und Jorrit de Ruiter noch eine Rechnung mit ihren Gegnern offen. Beide Matches waren Anfang November vollkommen ausgeglichen und wurden jeweils denkbar knapp sowie teilweise mehr als unglücklich verloren. Zwei erfolgreiche Revanchen wären also der Schlüssel zum Erfolg. Es wäre der erste Sieg gegen den unbequemen Gegner seit dem 3. Oktober 2012.

 

Nach vier Tagen Erholung muss die Europa-Auswahl des 1. BV Mülheim die Reise zum 1. BC Düren antreten. Und wie immer ist die Dürener Mannschaftsaufstellung eine Wundertüte. Erst wenn die Mannschaft auf das Feld läuft, kann man erahnen, wie das Spiel verlaufen könnte. Treten die Dürener mit den stärksten Spielern an, sind sie in der Lage, jedes andere Team zu schlagen, wie der 5:1-Auswärtssieg am zuvor letzten Spieltag beim TV Refrath eindrucksvoll zeigte. Wird auf den Einsatz der Leistungsträger verzichtet, gehen die Matches deutlich verloren. Mit Beiwen Zhang und Yip Pui Yin hat Düren zwei Spielerinnen im Kader, die unter den Top 25 in der Welt gelistet sind. Auch die Herren stehen dem in nichts nach. So rangiert Rajiv Ouseph derzeitig auf Rang 24 und der Inder Arvind Bhat dürfte nach einem Triumph bei den YONEX German Open im März 2014 in Mülheim allseits bekannt sein. Ebenso sind die beiden niederländischen Doppelspieler Ridder und Mass unter den besten 40 in der Welt zu finden. Dennoch zeigt sich BVM-Trainer Boris Reichel vor dem Duell optimistisch: „Ich sehe uns in den Doppelpartien favorisiert. Bei den Einzeln brauchen wir irgendwo eine richtige Top-Leistung. Einen 4:2-Sieg halte ich für realistisch“.

 

Am Sonntag wartet dann das Spitzenduell schlechthin auf den 1. BV Mülheim. Im Badminton-Leistungszentrum (Südstraße 23, 45470 Mülheim an der Ruhr) kommt es ab 14:00 Uhr zum Aufeinandertreffen des Tabellenzweiten und des Bundesligaprimus aus Bischmisheim. Viele der besten deutschen Badmintonspieler stehen in Reihen des saarländischen Teams. „Es sagt wohl einiges über die Leistungsfähigkeit des 1. BC Bischmisheim aus, dass alle Herren in der deutschen Nationalmannschaft aufschlagen“, so Boris Reichel. Die als Top-Favoriten auf den Titelgewinn gehandelten Saarländer wollen nach vierjähriger Pause endlich wieder die Deutsche Meisterschaft erringen. Defizite sind beim Gegner kaum auszumachen. „Grundsätzlich ist Bischmisheim eine extrem ausgeglichene Mannschaft mit sehr starken Herren. Im Damenbereich kommt es auf die Tagesform an“, wie der Mülheimer Trainer, zu den Schwachpunkten des Gegners befragt, durchblicken lässt. Vor einer Herkulesaufgabe steht der Mülheimer Dmytro Zavadsky. Sein Gegner ist kein Geringerer  als der siebenmalige Deutsche Meister und Weltranglisten-18. Marc Zwiebler. Er ist seit Jahren der beste deutsche Badmintonspieler schlechthin. Der Schlüssel zu einem möglichen Erfolg wird daher nur über die Doppel gehen. Bange machen gilt nicht. Trotz allem strahlt Boris Reichel Zuversicht aus: „Nach den ersten beiden Spielen wissen wir, wo wir stehen. Ich hoffe, dass wir beide Doppel gewinnen können. Dann hat Bischmisheim Druck und die Partie ist vollkommen offen.“

 

Das Mülheimer Publikum darf sich also auf absoluten Spitzensport freuen. Die kommenden Duelle werden eine Art Generalprobe für die in fünf Wochen anstehenden YONEX German Open sein. Ende Februar wird man sich zusammen mit der Weltelite in der RWE-Sporthalle wiedersehen.

  

Enges Duell erwartet

Von Kai Kulschewski

 

(31.12.2014) Kaum ist das Silvesterfeuerwerk verklungen, da wartet bereits der nächste Knaller. Zum Auftakt der Bundesligarückrunde kommt es am 4. Januar ab 14:00 Uhr im Badminton-Leistungszentrum in der Südstraße zum Duell des 1. BV Mülheim gegen den 1. BC Beuel. Gut in Erinnerung dürfte allen Beteiligten das hoch dramatische Halbfinalduell vom 1. Mai 2014 sein. Nur dank des besseren Punktverhältnisses zog der BVM in das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft ein. Ähnlich spannend dürfte es am kommenden Sonntag zugehen. Nachdem man auf Mülheimer Seite in den letzten drei Ligaspielen nicht in Bestbesetzung antreten konnte, sollte der Start in das neue Jahr mit voller Mannschaftsstärke erfolgen. Dabei gilt es, die sehr gute Form aus der Hinrunde zu bestätigen und den als Herbstmeister herausgearbeiteten Punktevorsprung beizubehalten.

Mit Judith Meulendijks stellt der BVM die erfolgreichste Spielerin der gesamten Bundesliga. 13-mal trat die Niederländerin an, 13-mal verließ sie bei nur zwei abgegebenen Sätzen den Platz als Siegerin. Eine mehr als beeindruckende Bilanz, insbesondere vor dem Hintergrund ihres für den Leistungssport fortgeschrittenen Alters. Eine annähernd ähnlich gute Siegquote weisen Johanna Goliszewski und Marcus Ellis mit 86 % gewonnener Spiele auf. Und gerade eines ihres verlorenen Matches war das Mixed am 1. Spieltag gegen den 1. BC Beuel. Beide haben also noch eine Rechnung mit den Rheinländern offen, die es am Sonntag zu begleichen gilt. Aber auch auf der Bonner Seite stehen zwei Spieler mit blütenreiner Weste: Andreas Heinz und Chris Langridge gewannen in der aktuellen Saison alle ihrer neun bzw. acht Matches und waren so die Basis der Beueler Siege. Es ist also ein hochspannendes Duell auf Augenhöhe zu erwarten, in dem mal wieder nur das Punkteverhältnis den Ausschlag geben könnte. Hoffentlich erneut mit dem glücklicheren Ende für die Gastgeber.

 

Am Dreikönigstag geht es für den 1. BVM dann zum Auswärtsspiel nach Dortelweil. Beim Duell des Tabellenletzten gegen den Tabellenersten dürfte die Favoritenrolle eindeutig verteilt sein. Nur wegen des freiwilligen Rückzuges der SG EBT Berlin hielten die Dortelweiler im vergangenen Jahr die Klasse. Und auch in dieser Saison scheint der Klassenerhalt zu einer Herkulesaufgabe zu werden. Beim 5:1 Hinspielsieg der Mülheimer war lediglich das verlorene Herreneinzel ein Wermutstropfen. Dort verlor Dmytro Zavadsky völlig überraschend deutlich gegen den rund 200 Weltranglistenplätze hinter ihm platzierten Kai Schäfer. Daher wird es in dieser Partie neben zwei Punkten auch um eine Widergutmachung gehen.

 

Improvisation erforderlich

Von Kai Kulschewski

 

(11.12.2014) Mit einem Doppelspieltag wird am kommenden Wochenende die Hinrunde in der Badminton-Bundesliga beendet. Der 1. BV Mülheim geht als Tabellenzweiter in die Duelle und möchte diese gute Ausgangslage bewahren, wenn nicht sogar verbessern. Am Samstag ab 14:00 Uhr empfängt der BVM in der heimischen RWE-Sporthalle den schleswig-holsteinischen Erstligisten TSV Trittau. Wie schon vor zwei Wochen muss auch an diesem Wochenende improvisiert werden, da Johanna Goliszewski zeitgleich bei den K & D Graphics & YONEX Grand Prix Badminton Championships in den USA antritt. Mit einem genesenen Jorrit de Ruiter und Rückkehrer Marcus Ellis geht der BVM als leichter Favorit in das Duell. „Trittau ist definitiv ein unangenehmer Gegner, eine weitere Wundertüte in der Liga“, so Trainer Boris Reichel. Ein Blick auf die eingesetzten Spieler in den vorangegangenen Bundesligapartien des TSV Trittau zeigt, warum der Gegner so schwer auszurechnen ist. Zu selten konnte er in Bestbesetzung, vor allem im Damenbereich, antreten. Zudem scheint es an den letzten Feinabstimmungen in den Doppeldisziplinen zu fehlen, sodass viele Spiele nur denkbar knapp verloren wurden. Einen besonderen Augenschmaus für das Publikum präsentiert Trittau, seitdem Kenneth Jonassen im Sommer 2014 verpflichtet wurde. Dass der Däne trotz seines fortgeschrittenen Alters von 40 Jahren nichts von seinem Können verlernt hat, zeigt er mit starken Leistungen in der Bundesliga. Der ehemalige Weltranglistenzweite sammelte im Verlauf seiner Karriere die ganz großen Titel ein und allein sein Name flößt den Gegnern Respekt ein. Nochmals Trainer Reichel: „Wir werden versuchen, eine möglichst konzentrierte Leistung abzurufen, um das Spiel als Sieger zu beenden.“ Diese wird auch erforderlich sein. Zum einen gilt es, Trittau in der Tabelle auf Distanz zu halten, und zum anderen möchte der BVM eine große Portion Selbstvertrauen tanken.

Dieses wird auch am Sonntag benötigt, denn der Bundesligaspielplan hat zum Hinrundenabschluss einen echten Kracher parat. Es kommt im Auswärtsspiel zum Duell des Tabellenführers TV Refrath mit seinem ärgsten Verfolger, dem 1. BV Mülheim. Punktgleich und nur durch die Spieldifferenz getrennt, stehen beide Teams an der Tabellenspitze. Ebenso ausgeglichen wird sicherlich das Spiel verlaufen. Auch der TV Refrath wird nicht mit den besten Spielern antreten können, denn Carla Nelte und Max Schwenger weilen derzeit ebenfalls beim Grand Prix-Turnier in den USA. Beide waren bislang tragende Stützen des ein wenig überraschenden Refrather Höhenflugs in dieser Saison. Aber insbesondere im Herrenbereich kann auf bärenstarken Ersatz zurückgegriffen werden. Fabian Roth gewann bislang alle seiner sieben Bundesligapartien, Raphael Beck gewann sieben von acht Partien. Dass der 1. BV Mülheim aber gegen so namhafte Gegner bestehen kann, hat das Team nicht zuletzt gegen Bischmisheim bewiesen, als man den Topfavoriten auf den Gewinn der Deutschen Meisterschaft auswärts deutlich mit 5:1 bezwang. Ein Blick auf die Tabelle wird am Sonntagabend zeigen, ob das Team um Boris Reichel seinen Höhenflug fortsetzen konnte.

 

  

BVM empfängt bayerische Teams

Von Kai Kulschewski

 

(27.11.2014) Im Rahmen des Badminton-Aktionsmonats „Deutschland bewegt sich!“ empfängt der 1. BV Mülheim am kommenden Wochenende zu gleich zwei Bundesligaduellen Mannschaften aus Bayern. Damit sich die gegnerischen Teams im fernen Mülheim ein wenig heimisch fühlen, soll mit bayerischen Köstlichkeiten und blau-weißen Aktionen bajuwarische Stimmung in der RWE-Sporthalle erzeugt werden.

Der November wurde als Badminton-Aktionsmonat der Gesundheitsinitiative „Deutschland bewegt sich!“ ausgerufen. Auch der 1. BV Mülheim beteiligt sich an dieser von der Barmer GEK, dem ZDF und der Bild am Sonntag geförderten Initiative. Mit dieser Gesundheitsaktion sollen Anfänger und Fortgeschrittene, Junioren und Senioren zu einem selbstständigen, gesundheitsbewussten Verhalten ermutigt werden. Aktivitäten rund um das Thema „Deutschland bewegt sich!“ werden in die Rahmenveranstaltungen beider Bundesligaspiele eingebettet.

Am Samstag, den 29. November ab 16:00 Uhr schlägt der Bundesligaaufsteiger TSV Neuhausen-Nymphenburg aus München in der RWE-Sporthalle auf. Der letztjährige Erstplatzierte der 2. Bundesliga Süd reist dabei als eindeutiger Außenseiter an. Nur ein Unentschieden gegen den Tabellenletzten SV Fun-Ball Dortelweil bei vier Niederlagen ist die bisherige Ausbeute des Münchener Teams. Der 1. BV Mülheim hingegen wurde nach dem traumhaften Saisonstart am letzten Spieltag in Lüdinghausen auf den harten Boden der Realität zurückgeholt. Insofern ist nun vor heimischer Kulisse Wiedergutmachung angesagt. „Wir wollen einen ungefährdeten Sieg einfahren“, so BVM-Trainer Boris Reichel.

Auch in dem tags darauf ab 14:00 Uhr angesetzten Heimspiel gegen den PTSV Rosenheim geht der Deutsche Vizemeister als Favorit in die Partie. „Das Herrendoppel und das Mixed könnten durchaus umkämpft sein“, ist die Erwartung von Boris Reichel. Insbesondere das auf Weltranglistenplatz 31 geführte Rosenheimer Mixedpaar Peter Käsbauer/Isabel Herttrich wird die Mülheimer zu einer konzentrierten Höchstleistung zwingen. Beide trainieren an den jeweiligen Leistungsstützpunkten in Saarbrücken und Mülheim und haben als Mixedpaar auf internationalen Parkett das gemeinsame Fernziel der Olympiaqualifikation für 2016 in Rio de Janeiro im Blick.

Auch rein optisch wird man erkennen, woher die Gegner des 1. BV Mülheim anreisen. Passend zu den Widersachern soll ein bayerischer Rahmen erzeugt werden. Neben bayerischen kulinarischen Köstlichkeiten werden auch bayerische Spiele angeboten. Und wer in bayerischer Tracht zu den Bundesligaduellen erscheint, hat selbstverständlich freien Eintritt.

  

Neuauflage des letztjährigen Bundesligafinales

Von Kai Kulschewski

 

(02.11.2014) Ein halbes Jahr mussten die Bundesligaspieler des 1. BV Mülheim auf diese Partie warten. Exakt 177 Tage ist es her, als man das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft gegen Union Lüdinghausen verlor. Am Dienstag, den 4. November gibt es nun die Gelegenheit zur Wiedergutmachung. Auch wenn ein verlorenes Finale nur schwer wettzumachen ist, brennt die Mannschaft um Trainer Boris Reichel auf dieses Derby.

Lüdinghausen und Mülheim sind vollkommen unterschiedlich aus den Startlöchern der aktuellen Saison gekommen. Auf der einen Seite der Titelverteidiger, der in den bisherigen vier Spielen nur einen Sieg und ein Unentschieden erringen konnte. Dazu kamen herbe Niederlagen gegen Bischmisheim und Refrath, zwei unmittelbare Titelkonkurrenten. Auf der anderen Seite der Deutsche Rekordmeister, der 1. BV Mülheim. Nicht nur, dass man mit vier Siegen gestartet ist, lässt die Konkurrenz aufhorchen. Insbesondere der deutliche Sieg gegen Bischmisheim, den Vorjahresvierten und absoluten Top-Favoriten auf den Gewinn des Deutschen Meistertitels, war ein deutliches Ausrufezeichen. Und so erklärt sich auch die Antwort des Mülheimer Trainers auf die Frage, wer denn als Favorit in das Spiel geht: „Mülheim gilt aufgrund des grandiosen Saisonstarts und der damit erspielten Tabellenführung auf dem Papier sicherlich als Favorit.“

Beim 1. BV Mülheim werden alle Spieler an Bord sein. Auch die Mannschaftsführerin Judith Meulendijks, die seit dem 1. November hauptberuflich als Trainerin in Bern (Schweiz) beschäftigt ist, wird im Münsterland aufschlagen. Fontaine Chapman bekommt es mal wieder mit einer Spitzenspielerin zu tun. Diesmal heißt ihre Gegnerin Karin Schnaase, die amtierende Deutsche Meisterin. Aber während Chapman an diesem Wochenende bei den Hungarian Open triumphierte, schied Karin Schnaase bei den parallel ausgetragenen Bitburger Open bereits in der ersten Runde aus. Im Damendoppel wartet auf dem Papier eine schwere Aufgabe für das Mülheimer Damendoppel Meulendijks/Goliszewski. Während die Lüdinghausenerin Heather Olver in der Doppelweltrangliste auf Position 36 geführt ist, hat ihre Partnerin Mizuki Fujii die Silbermedaille bei Olympia 2012 gewonnen.

Ein Duell auf Augenhöhe wird die Partie der Mülheimer Nummer 1 im Herreneinzel, Dmytro Zavadsky, gegen André Kurniawan Tedjono sein. Alexander Roovers hingegen braucht im 2. Herreneinzel wieder einen Sahnetag. Sein Gegner, Yuhan Tan oder Nick Fransman, sind in der Weltrangliste weit vor ihm platziert. Aber gerade an den letzten beiden Bundesligaspieltagen hat Roovers gezeigt, was in ihm steckt. Beide Spiele gewann er deutlich. Für Lüdinghausen, zweifelsohne trotz misslungenem Saisonauftakt eine Top-Mannschaft in der Bundesliga, ist der Spielausgang richtungsweisend für den weiteren Saisonverlauf.

„Daher wird eine kämpferische Leistung zu erwarten sein, um mit allen Mitteln den bisherigen Fehlstart korrigieren zu können“, so BVM-Trainer Boris Reichel. Damit die Mannschaft am Dienstag ab 19:30 Uhr möglichst viel heimische Unterstützung erfährt, erhält jeder BVM-Fan, der zum Spiel nach Lüdinghausen reist, einen Gutschein in Höhe von 10,00 Euro.

 

Standortbestimmung für den 1. BV Mülheim

Marcus Ellis und Johanna Goliszewski. Foto: 1. BVM.

Von Kai Kulschewski

 

(25.09.2014) Nach zwei Siegen zum Saisonstart fragt sich das Bundesligateam des 1. BV Mülheim, wo es sich einzuordnen hat. Die Siege gegen den BC Beuel und gegen den letztjährigen Tabellenletzten aus Dortelweil schienen leicht errungen. Daher wird das kommende Wochenende zur ersten echten Standortbestimmung für den Deutschen Vizemeister. Am Samstag empfängt man den 1. BC Düren im Badminton-Leistungszentrum (Südstr. 23, MH) und am nächsten Tag tritt der BVM in Saarbrücken an.

Nach zwei Spielen steht Düren mit einem Sieg und einer Niederlage da. Insbesondere der Auswärtserfolg gegen die vorher stark eingeschätzte Mannschaft aus Trittau sollte ein Weckruf für die Mülheimer sein, mit höchster Konzentration in das Duell zu gehen. Umso erfreulicher, dass man wieder in Bestbesetzung antreten wird. Und die absolut Besten werden auch gebraucht, denn Düren könnte mit einem starken Team antreten. Mit Beiwen Zhang und Yip Pui Yin hat Düren zwei Spielerinnen, die in den TOP 25 in der Welt gelistet werden. Die Herren stehen in nichts nach: So rangiert Rajiv Ouseph derzeit auf Rang 24 und der Inder Arvind Bhat dürfte nach seinem Triumph bei den YONEX German Open im März diesen Jahres in Mülheim allseits bekannt sein. Ebenso sind die beiden niederländischen männlichen Doppelspieler Koen Ridder und Jelle Maas unter den besten 40 in der Welt zu finden. Ob aber tatsächlich alle auf dem Papier gelisteten Spieler am Samstag aufschlagen werden, ist dann doch eher fraglich. In den Doppeln gehen die Mülheimer als leichte Favoriten in die Spiele. Will man das Duell gegen Düren gewinnen, sollten gerade diese Doppelpartien gewonnen werden. Und wenn dann noch ein Einzelmatch erfolgreich bestritten wird, hätte man den dritten Sieg unter Dach und Fach. Aber so weit ist es noch lange nicht. BVM-Trainer Boris Reichel erwartet ein ausgeglichenes Match: „Falls Düren in voller Besetzung antritt, wird es ein ziemlich starker Gegner und wir begegnen uns auf Augenhöhe“. Man darf sich also am Samstag auf Spitzenbadminton in Mülheim freuen.

Am Sonntag hingegen scheint mit dem 1. BC Bischmisheim ein schier übermächtiger Gegner zu warten. Die als Topfavoriten auf den Titelgewinn gehandelten Saarländer wollen nach vierjähriger Pause endlich wieder die Deutsche Meisterschaft erringen. Um dieses Ziel zu erreichen, wurde der beste deutsche Spieler und auf Weltranglistenplatz 25 geführte Marc Zwiebler vom BC Beuel verpflichtet. „Ein großer Coup“, wie Boris Reichel meint. Es sagt wohl einiges über die Leistungsfähigkeit des 1. BC Bischmisheim aus, dass alle Herren in der deutschen Nationalmannschaft aufschlagen und auch Olga Konon aktuelle deutsche Auswahlspielerin ist. Nach zwei Einzelsiegen zum Saisonstart wird das Match am Sonntag zum ersten ernstzunehmenden Saisontest für Olga Konon. Im Februar 2014 erlitt sie bei der Team-EM einen Kreuzbandriss und ist nun wieder auf dem Weg zu alter Leistungsstärke. Im Spiel gegen den 1. BVM wird sie auf Fontaine Chapman treffen, die in ihrem ersten Heimspiel eine starke Leistung zeigte. Technisch überzeugend dominierte die Mülheimer Neuverpflichtung ihre Dortelweiler Gegnerin Anika Dörr. Man darf also gespannt sein. Und auch der Sieg im letztjährigen Halbfinale von Mülheims Nummer 1, Dmytro Zavadsky, gegen Marc Zwiebler zeigte, dass die Herren ebenfalls nicht ganz chancenlos sind. Und diese Chance gilt es zu nutzen. Um optimal auf dieses Spitzenduell vorbereitet zu sein, reist der 1. BV Mülheim bereits am Samstagabend in das Saarland. Zu den Zielen am Wochenende befragt meinte Reichel: „Natürlich wollen wir unsere Tabellenposition behaupten und zwei Punkte gegen Düren einfahren. Und wenn es am Sonntag gegen Bischmisheim am Ende für eine Punkteteilung reichen würde, wäre das eine kleine Sensation.“

 

1. BV Mülheim kommt gut aus den Startlöchern

Von Kai Kulscheswki

 

(17.09.2014) Die Bundesligamannschaft des 1. BVM hat in den Auftaktspielen am Sonntag und am Dienstag zwei Siege errungen. Am 1. Spieltag ging es zum letztjährigen Halbfinalgegner 1. BC Beuel, der in der Bonner Erwin-Kranz-Halle mit 4:2 besiegt wurde. Am Dienstagabend erfolgte die Heimpremiere gegen SV Fun-Ball Dortelweil. Bei dem glatten 5:1-Sieg überraschte lediglich die deutliche Zweisatzniederlage von Dmytro Zavadsky gegen den Dortelweiler Kai Schäfer. Ausführliche Berichte über beide Partien sind der Berichterstattung der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) zu entnehmen:

Öffnet externen Link in neuem Fenster1. BC Beuel – 1. BV Mülheim bei DerWesten.de …

Öffnet externen Link in neuem Fenster1. BV Mülheim – SV Fun-Ball Dortelweil bei DerWesten.de …

Bereits in zwei Wochen stehen zwei wegweisende Duelle – gegen den aktuellen Tabellenvierten 1. BC Düren (27. September, 14:Uhr 00 im Badminton-

Leistungszentrum, Südstraße, 45470 Mülheim an der Ruhr) und am 28. September beim Top-Favorit auf den Gewinn der Deutschen Meisterschaft, den 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim, an.

 

Bundesliga-Heimpremiere für den 1. BV Mülheim

Dmytro Zavadsky. Foto: 1. BVM.

Von Kai Kulschewski

 

(14.09.2014) „Mit einem schweren Spiel am Anfang, wissen wir direkt, wo wir stehen“, erklärte Boris Reichel, Trainer des 1. BVM, vor dem Saisonauftakt in Beuel. Das weiß man nun, denn einen Auftakt nach Maß feierte die Mülheimer Bundesligamannschaft am Sonntag in Bonn. Nach dem 4:2-Auswärtssieg beim 1. BC Beuel, Tabellendritter der letzten Saison und diesjähriger Mitfavorit auf den Meistertitel, soll nun am Dienstag, den

16.09.2014 ab 19:00 Uhr der nächste Schritt folgen. Gegner wird dann in der heimischen RWE-Sporthalle der SV Fun-Ball Dortelweil sein.

Eindeutiger könnten die Rollen nicht verteilt sein. Auf der einen Seite der Deutsche Rekord- und aktuelle Vizemeister aus Mülheim. Auf der anderen Seite Dortelweil, abgeschlagener Tabellenletzter der vergangenen Bundesligasaison. Nur einen Punkt konnten die Hessen in der Saison 2013/2014 auf ihrem Habenkonto verbuchen. Der Klassenerhalt war einzig und allein dem Umstand zu verdanken, dass sich der Serienmeister der letzten Jahre, die SG EBT Berlin, freiwillig aus der Bundesliga zurückzog und Rot-Weiß Wesel auf einen Aufstieg verzichtete. Somit darf auch in der neuen Saison der SV Fun-Ball Dortelweil in der höchsten deutschen Spielklasse aufschlagen. In gleicher Besetzung wie im Vorjahr gehen die Hessen auf Punktejagd. Ob man auch in der aktuellen Saison überfordert ist, wird sich zeigen. Dass man sich den

Duellen mit den anderen Teams trotz der Unterlegenheit im vergangenen Jahr stellt, verdient laut Boris Reichel höchsten Respekt. Immerhin schafften die Dortelweiler innerhalb von nur drei Jahren den Durchmarsch aus der Oberliga (4. Liga) in die Königsklasse. Dabei spielt die sehr junge Truppe größtenteils seit Jahren zusammen.

Beim 1. BVM werden alle Spieler einsatzbereit sein. Für Fontaine Chapman wird es nach ihrem Sieg am Sonntag gegen die Bonnerin Luise Heim gleich bei ihrer Heimpremiere ein Wiedersehen geben. Noch vor Wochenfrist traf die Nummer 86 der Weltrangliste bei den YONEX Belgian Open auf die Dortelweilerin Anika Dörr. In dem dortigen Erstrundenduell bezwang Chapman ihre Gegnerin in 3:1 Sätzen. Der fünfmalige Dortelweiler Nationalspieler Kai Schäfer war in der vergangenen Saison lange verletzt, verfügt aber über ein ordentliches Entwicklungspotential. Dennoch scheinen für das Duell am Dienstag gegen den Mülheimer Dmytro Zavadsky (Nr. 58 der Welt) die Vorzeichen klar verteilt zu sein. Auch in den übrigen Partien trägt der 1. BVM eindeutig die Favoritenrollen, denn die beiden Vergleiche in der Vorsaison wurden mit 6:0 bzw. 5:1 gewonnen. Lediglich drei Sätze haben die Dortelweiler für sich entschieden, sodass alles andere als ein klarer Ausgang eine Überraschung sein dürfte. Boris Reichel meinte hierzu im Vorfeld: „Ich erwarte einen deutlichen Sieg für den BVM. Das Ziel sollte ein 6:0-Sieg sein.“ Klare Worte, an denen sich das Team am Dienstag messen lassen muss. Ab 18:00 Uhr öffnen sich die Tore der RWE-Sporthalle (An den Sportstätten 6, Mülheim an der Ruhr). Nach der Ehrung von zwei verdienten BVM´lern ist der Spielbeginn auf 19:00 Uhr terminiert.

  

Auftakt in der Badmintonbundesliga: 1. BC Beuel - 1. BV Mülheim

Von Kai Kulschewski

 

(10.09.2014) Enttäuscht verließ das Bundesligateam des 1. BV Mülheim am 11. Mai 2014 die Sporthalle des St. Antonius-Gymnasiums in Lüdinghausen. Soeben hatte man das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft verloren und somit die Gelegenheit verpasst, den 14. Deutschen Meisterschaftstitel einzufahren. Spätestens ab kommenden Sonntag wird die Zeit der Enttäuschung vorbei sein. Am 14. September um 14:00 Uhr startet der 1. BVM in die neue Bundesligasaison 2014/2015. Und die Spieltagsplaner haben den Mülheimern gleich zum Auftakt einen echten Knaller beschert: Es kommt zur Neuauflage des letztjährigen Halbfinalduells zwischen dem 1. BC Bonn-Beuel und dem 1. BV Mülheim. Stand man sich am 1. Mai in einem an Dramatik kaum zu überbietenden Spiel noch in der heimischen RWE-Sporthalle gegenüber, so duelliert man sich am Sonntag in der Bonner Erwin-Kranz-Halle. Mit diesem Heimvorteil möchte sich natürlich der 1. BC Beuel für die damalige Halbfinalpleite revanchieren. Der anspruchsvolle Auftaktgegner ist sogar Trainer Boris Reichel ganz recht: „Mit einem schweren Spiel am Anfang wissen wir direkt, wo wir stehen.“

Den letzten Schliff für die Bundesligapartie holen sich in dieser Woche Fontaine Chapman, Jorrit de Ruiter, Marcus Ellis und Alexander Roovers bei den YONEX Belgian International 2014 in Leuven. Da die Endspiele bereits am Samstag ausgetragen werden, sind beim Bundesligaauftakt alle Aktiven in Bonn an Bord. Selbstverständlich ist auch der englische Neuzugang Fontaine Chapman mit von der Partie. Ihre erste Gegnerin wird wahrscheinlich die in Mülheim lebende Luise Heim sein, eine der großen Nachwuchshoffnungen des DBV. Zu welcher Leistung Luise Heim fähig ist, hat sie

eindrucksvoll im letztjährigen Halbfinale gegen den 1. BV Mülheim gezeigt. Erst nach drei Sätzen musste sie sich der mehrmaligen Niederländischen Meisterin Judith Meulendijks geschlagen geben. Für Fontaine Chapman wird es also direkt im ersten Spiel richtig heiß losgehen. Man darf auch auf das 1. Herreneinzel gespannt sein. Durch den Weggang des Deutschen Serienmeisters Marc Zwiebler ist Bonn zunächst deutlich geschwächt. Ob Yan Kit Chan (Hongkong), der in der Weltrangliste auf Position 85 geführte Bonner Neuzugang, als neue Nummer 1 gegen Dmytro Zavadsky bereits zum Einsatz kommt und eine vergleichbare Heimstärke entwickeln kann, bleibt abzuwarten. Zwiebler war zu Hause eine Bank.

Hohe Erwartungen wird Beuel auch an die zweite Neuverpflichtung knüpfen, denn der Engländer Chris Langridge wird sowohl im Doppel als auch im Mixed in den Top 30 in der Welt geführt. Ansonsten stehen erfahrene Spieler auf Seiten des BC Beuel, deren Tagesform für den Ausgang der Begegnung ausschlaggebend sein wird. Nach den Erwartungen befragt, meinte Trainer Boris Reichel: „Wir wollen einen guten Saisonstart hinlegen und die Begegnung für uns entscheiden. Sofern Bonn ebenfalls in Vollbesetzung antritt, wird es eine Partie auf Augenhöhe werden.“

Mannschaftsführerin Judith Meulendijks, Fontaine Chapman, Johanna Goliszewski, Jorrit de Ruiter, Marcus Ellis, Alexander Roovers und Dmytro Zavadsky werden jedenfalls hoch konzentriert ihre erste Aufgabe angehen, bevor am Dienstag den 16.09. ab 19:00 Uhr die Heimpremiere gegen den SV Fun-Sport Dortelweil folgt.

   

Interview mit Bundesligatrainer Boris Reichel

Boris Reichel. Foto: 1. BVM.

Von Kai Kulschewski

 

(08.09.2014) Am 14. September startet der amtierende Vizemeister 1. BV Mülheim beim 1.  Beuel in die neue Badminton-Bundesligasaison. In der heißen Phase der Vorbereitung wurde Boris Reichel, Trainer des Deutschen Rekordmeisters, zu den Saisonaussichten befragt.

 

„Warum ist der 1. BV Mülheim stärker als in der letzten Saison?“

„Zum einen lernt die Mannschaft aus den Erfahrungen, die sie in den letzten Jahren gesammelt hat. Und zum anderen gibt es natürlich noch die Herausforderung, Meister zu werden. Diese Herausforderung brauchen wir auch. Deswegen sind wir wieder heiß, anzugreifen. Und mit Fontaine (Chapman) sind wir jetzt im Damenbereich flexibler.“

 

„Was ist das Geheimnis der Mannschaft? Was macht die Mannschaft so einzigartig?“

„Da ist ein besonderes Zusammengehörigkeitsgefühl im Team. Wir sind eine der wenigen ‚Mannschaften‘ in einer Individualsportart. Die Spieler haben sich gefunden und machen auch drumherum viel miteinander: gehen zusammen aus, treffen sich zum Kaffeetrinken oder zum Frühstücken. Sie kümmern sich wirklich umeinander. Das passt von den Leuten ganz gut zusammen und deswegen, glaube ich, haben wir das beste Mannschaftsgefüge in der ganzen Liga.“

 

„Was gibt es in der nächsten Saison zu verbessern? Außer vielleicht, das Endspiel zu gewinnen ...“

„Man hat gemerkt, dass unsere Spieler gegen Spielende etwas nervös wurden. Alex (Roovers) hat es oftmals geschafft, über ‚seinem Niveau‘ zu spielen. Man hat es gegen Lüdinghausen gesehen, wie sehr es die Leute dem Alex gegönnt hätten, Geschichte zu schreiben. Aber es ist noch nicht soweit. Alex hat gerade in dieser Konstellation der Mannschaft so extreme Fortschritte gemacht, obwohl er keine optimalen Trainingsbedingungen hat und sein Fokus auf dem Studium liegt. Also: Nervosität ablegen und aus den Erfahrungen lernen. Ich glaube, dass wir da besser werden. Und wenn wir den Spaß am Spielen behalten, sind wir wieder ein ganz gefährlicher Gegner.“

 

„Welches Saisonziel wird ausgegeben?“

„Das Ziel ist definitiv, die Play-offs zu erreichen. Was nachher dabei herauskommt, ist nicht planbar. Die Play-offs der letzten Saison waren eine wirklich tolle Erfahrung mit einem verrückten Verlauf. Wenn das in diesem Jahr wieder so läuft, bin ich zufrieden. Titel-Favorit zu sein, ist echt ätzend. Das wollen wir nicht und sind wir auch nicht.“

 

„Man spielte vor drei Jahren noch in der 2. Liga. Darf jetzt vom Titel geträumt werden?“

„Natürlich. Wenn man sieht, wie schnell das in den letzten Jahren nach oben ging und dass wir trotzdem nicht die Identifikation verloren haben. Bei vielen anderen Vereinen spielen angeblich viele Lokalmatadoren. Wenn man dann mal genau schaut, sind das oftmals zugewanderte Spieler. Aber Leute, die wirklich aus dem eigenen Verein kommen, und in der 1. Liga konkurrenzfähig sind, da gibt es nur ganz wenige. Und wir haben einen (Alexander Roovers) davon.“

 

„Wer ist der Favorit für die nächste Saison?“

Bischmisheim. Im Damenbereich haben sie die gleiche Situation wie im letzten Jahr. Bei den Herren hatten sie schon zwei Spieler mit einer fantastischen Bilanz und haben sich nun nochmal verstärkt. Ich sehe uns nach wie vor nicht als Favorit. Unsere Leistung ist immer ein Ergebnis davon, wie wir in die Saison reinfinden, wie viel Spaß die einzelnen Leute haben und wie gekämpft wird. Das ist nicht planbar.“

 

„Welche Vereine gehören noch zum Favoritenkreis?“

„Wir kommen um die üblichen ‚Verdächtigen‘ nicht herum. Beuel und Lüdinghausen sind natürlich immer ganz starke Mannschaften. Man muss allerdings auch ein Auge auf Trittau werfen. Die haben sich auch verstärkt. Am Ende wird es entscheidend sein, welche verpflichteten Spieler auch tatsächlich auf dem Feld zu sehen sind. Es wird definitiv wieder eine interessante Saison. Ich glaube, die Lücke vom Mittelfeld nach unten ist nochmal größer geworden. Leider. So fünf bis sechs Mannschaften können auf Augenhöhe spielen. Und das ist wichtig, damit es nicht so eintönig ist.“

 

„Wie schafft es der BVM, mit Mannschaften mitzuhalten, die einen größeren Etat haben? Ist es ein glückliches und gutes Händchen des Trainers beim Zusammenstellen des Teams?“

„Ich habe die Leute ganz gezielt danach ausgesucht, dass sie gut zusammen passen. Wir haben mit Jorrit wirklich ein absolutes Arbeitstier, der wirklich extrem viel ackert und dadurch einfach das Niveau im Spiel immer konstant hält. Mit Marcus haben wir den Kreativen. Wirklich einen mit Händchen. Mit Dima haben wir natürlich den Einzelarbeiter, der immer hinten raus die Überraschung bringt. Ich habe immer zu Dima gesagt: ‚Es ist egal, wenn Du den ersten Satz verlierst. Du bist im dritten Satz stark.' Judith bringt die Erfahrung rein und mit Johanna haben wir eine der besten Doppel- und Mixedspielerinnen. So haben wir das, was sich am Ende wirklich sehr gut zusammengefügt hat. Es ist das Ergebnis von vielen guten Zutaten, die nachher ein verdammt gutes Gesamtgefüge ergeben.“

 

„Am 14. September startet der BVM mit einem Auswärtsspiel in Beuel. Hätte man sich lieber ein leichteres Spiel gewünscht?“

„Ich finde es viel schwieriger, am Anfang vorgegaukelt zu bekommen: ‚Wunderbar. Es geht alles genau so weiter. Kein Problem.‘ Ich warne immer bei diesen Begegnungen gegen so genannte ‚leichte‘ Gegner. Mit einem schweren Spiel am Anfang wissen wir direkt, wo wir stehen. Nachdem wir in der letzten Saison gegen Bischmisheim so verhauen wurden, habe ich immer gesagt: „Ich verliere nicht gerne. Aber an dieser Stelle finde ich es gut. Es hält uns wach. Alle Leute wissen, es ist kein Selbstläufer. Wir müssen wieder ran, kämpfen und aufmerksam bleiben. Das hat dann auch wirklich gut funktioniert. Wir hatten in der letzten Saison den Tiefpunkt gegen Bischmisheim. Gegen Beuel wurde es ein wenig besser. Gegen Lüdinghausen haben wir dann hier einen fantastischen Kampf geliefert und hier im Play-off-Halbfinale gegen Beuel eine wirklich super Leistung gebracht.“

 

„Du als Trainer trainierst die Spieler nur kurz vor den Spieltagen. Welchen Einfluss hat man dann noch auf die Spieler?“

„Ich glaube, dass ich einen großen Einfluss auf sie habe. Weil ich sie oftmals auch zwischen den Bundesligaspielen auf Turnieren sehe. Ich verstehe mich mit der Mannschaft auch neben dem Feld. Dima kommt auf jedem Turnier freudestrahlend an und sagt: ‚Hey, Coach.' Ich sage ihm dann, dass ich jetzt gerade nicht sein Coach bin. Das ist wunderbar. Da ich sie nicht permanent trainiere hoffe ich, dass ich so Frische in das Coaching und in das Spiel reinbringe. Ich bin jemand, der draußen am Feld extrem anfeuert. Deswegen habe ich, obwohl ich sie nicht permanent in meinem Training habe, einen großen Einfluss auf das Team.“

 

„Andere Mannschaften wie z. B. Bayer Uerdingen waren sehr erfolgreich, verschwanden aber wieder. Der BVM steht mit wenigen Jahren Auszeit seit 50 Jahren wie ein Fels in der Brandung. Warum gerade Mülheim?“

„Ich denke natürlich an die Strukturen hier vor Ort. Mit der Unterstützung des Verbandes und der Stadt. Beide haben gesagt: ‚Mülheim wird die Badmintonstadt in Deutschland.' Aber auch wegen des Bundesverbandes, des Nachwuchsstützpunktes und der YONEX German Open als ganz wichtigem Turnier hier vor Ort. Daneben haben wir immer noch starke individuelle Kräfte im Verein: mit Bernd (Schäfers) und Berthold (Altenbeck), die immer ansprechbar waren und sind und absolut Badminton verrückt sind. Wir werden irgendwann auch wieder Schwächeperioden erleben. Wenn sich nur mal zwei Spieler umorientieren wollen oder müssen, kann das ganze Konstrukt ins Wanken geraten. Ich glaube, in den letzten sechs Jahren haben wir es sehr gut gemacht. Und das ist das Resultat. Für mich ist Kontinuität plus das gewisse Extra das Entscheidende. Das haben wir hier geschafft. Deswegen Mülheim.“

 

„Im Weltverband wird eine neue Zählweise (drei Gewinnsätze bis 11) getestet. Bist Du dafür?“

„Was in einem Spiel bis zu einem Punktestand von 11 passiert, kann man sich eigentlich komplett schenken. Die Spieler warten ab und das merkt man. Was in der zweiten Satzhälfte passiert, das ist eigentlich das Interessante. Deshalb halte ich es für richtig, den Satz direkt bis 11 zu begrenzen. Ob man mit Satzverlängerung evtl. bis 15 spielen sollte, ist auch noch eine Überlegung wert. Da ist ja wirklich jeder Schlag entscheidend. Das würde ich noch begrüßen.“

 

„Was muss verbessert werden, damit Badminton für das breite Publikum interessanter wird?“

„Ich glaube, dass die momentan getestete Form der Zählweisenänderung unserem Sport nochmal helfen kann und Badminton in meinen Augen deutlich spannender macht. Dann natürlich die Kontinuität. Ich glaube, dass wir jetzt tatsächlich davon sprechen können, dass wir Fans gewonnen haben. Alle Leute, die ich zu einem Badmintonspiel gebracht habe, sind immer wieder gekommen. Und die Frage ist doch: Wie erzählen wir es möglichst vielen, warum Badminton so interessant ist? Wenn wir Glück haben, kommen sie zum richtigen Spiel. Und wenn wir es auch schaffen, dass die Leistungsdichte in der 1. Liga enger wird, glaube ich, dass wir auf einem guten Weg sind.“

 

„Danke für das Gespräch und viel Erfolg in der neuen Saison!“

 

Intensivere Ausbildung des Badmintonnachwuchses beim 1. BVM

Alexander Roovers. Fotos: BVM.
Judith Meulendijks.

Von Kai Kulschewski

 

(20.08.2014) Fast nichts ist für Kinder wichtiger, als eine gute Ausbildung zu erhalten. Diesem Gedanken fühlt sich auch der 1. BVM verpflichtet. Wegen der ständig steigenden Mitgliederzahlen im Schüler- und Jugendbereich platzte zuletzt beim Training die RWE-Sporthalle aus allen Nähten. Daher erarbeitete der Vorstand des größten Mülheimer Badmintonvereins seit April ein neues Konzept, das nun nach und nach umgesetzt wird. Zunächst wurden mit Dharma Gunawi, Detlef Poste und Alexander Roovers drei namhafte Trainer mit großem Erfahrungsschatz gewonnen. Während Roovers aktuell in der Bundesliga für den 1. BVM aufschlägt, können die beiden anderen Spieler auf eine sehr erfolgreiche internationale Karriere zurückblicken. Durch diese prominenten Trainer erfolgt neben einer exzellenten Ausbildung auch eine nicht weniger wichtige Identifikation der Kinder mit den Großen des Badmintonsports. Denn wer möchte nicht einmal von einem ehemaligen Bundestrainer – wie eben Detlef Poste es über viele Jahre war – trainiert werden?

 

Die Aufstockung des Trainerpools ermöglicht seit drei Monaten die Arbeit in Kleingruppen mit Gruppengrößen von 4-6 Kindern. Für die kommende Saison werden nochmals zwei neue Übungsleiter verpflichtet. Eine davon ist die mehrmalige niederländische Meisterin und aktuelle BVM-Bundesligaspielerin Judith Meulendijks, die nicht nur bei den Mädchen ein sehr beliebtes Vorbild ist. Damit verfügen dann sechs von sieben Trainern über Bundesligaerfahrung. Eine stolze Bilanz. Neben der deutlichen Aufstockung des Trainerstabs wird es in naher Zukunft auch eine Ausweitung der Trainingszeiten geben. Ob Breitensport oder Leistungssport. Auch zukünftig wird der 1. BVM darin bestrebt sein, dem Nachwuchs die bestmögliche Ausbildung anzubieten.

 

 

Fontaine Chapman verstärkt den 1. BV Mülheim

Fontaine Chapman. Foto: BVM.

Von Kai Kulschewski

 

(22.08.2014) Knapp verpasste der Deutschen Rekordmeister im Mai seinen 14. Titel. Ganz knapp. Mit der neu verpflichteten Engländerin Fontaine Mica Chapman wurde das Mülheimer Team ganz gezielt verstärkt. Die 24 Jahre alte Journalistikstudentin ist die aktuelle Nummer 86 der Weltrangliste und wird im Dameneinzel für den 1. BVM aufschlagen.

Zwei Gründe führten dazu, dass die Verantwortlichen aktiv wurden. Zum einen war man in den vergangenen Spielzeiten mit nur zwei Damen sehr dünn besetzt. Glücklicherweise blieben beide verletzungsfrei. Zum anderen ist die bisherige Nummer eins, Judith Meulendijks, bereits 35 Jahre alt. Die Niederländerin wächst als erfahrene und ältere Seele so langsam aus der Mannschaft heraus. Daher sollte eine Spielerin gefunden werden, die in das junge Mannschaftsgefüge passt.

BVM-Trainer Boris Reichel erklärte dazu: „Uns war klar, dass wir nicht den Überfliegerstar suchen. Wir haben eineinhalb Jahre breit geguckt und wollten nichts erzwingen. Es gibt die Zocker auf dem Spielermarkt, die zehn Vereine anschreiben und schauen, welcher Verein das meiste Geld bietet. Und dann gibt es die Kontakte, die über eine lange Zeit entstehen.“ Der Kontakt mit der Neuverpflichtung ist über Judith Meulendijks zustande gekommen. Sie kannte Chapman von ihrem bisherigen Verein BV Almere aus den Niederlanden.

Die Engländerin ist extrem kämpferisch, physisch sehr stark und hat eine sehr gute Technik. Der Anreiz, beim Deutschen Vizemeister als Nummer eins aufzuschlagen und so immer auf hervorragende Gegnerinnen zu treffen, wird zur Weiterentwicklung der 24-Jährigen sicherlich beitragen. „Ich bin fest davon überzeugt, dass Fontaine an einem guten Tag schon besser ist als Judith. Sie wird den besten Damen der Liga, also einer Karin Schnaase oder einer Olga Konon, definitiv Paroli bieten“, äußerte sich Boris Reichel.

Ihre Qualitäten kann die Engländerin bereits am 1. Spieltag in Bonn-Beuel unter Beweis stellen. Die erste Gegnerin wird wahrscheinlich die in Mülheim lebende Luise Heim sein, eine der großen Nachwuchshoffnungen des DBV. Zu welcher Leistung Luise Heim fähig ist, hat sie eindrucksvoll im letztjährigen Halbfinale gegen den 1. BV Mülheim gezeigt. Erst nach drei Sätzen musste sie sich Judith Meulendijks geschlagen geben. Für Fontaine Chapman wird es also direkt im ersten Spiel richtig heiß losgehen. Am 16. September folgt dann in der RWE-Halle die Heimpremiere gegen Fun-Ball Dortelweil. Dass sie in beiden Partien im Dameneinzel eingesetzt wird, steht vollkommen außer Frage. Reichel: „Ich gehe davon aus, dass Fontaine am Anfang tatsächlich ein bisschen nervös sein wird. Sie will natürlich auch einen Anspruch erfüllen. Aber Fontaine hat richtig Bock zu spielen und genauso eine Spielerin haben wir gesucht.“

 

Badmintonbundesligist 1. BV Mülheim wählte neuen Vorstand

Von Dr. Kai Kulschewski

 

(12.06.2014) Der bisherige Vorsitzende Frank Thiemann, sein Stellvertreter Berthold Altenbeck, Sportwart Steffen Hohenberg und Breitensportwartin Sabina Bhatti standen für eine erfolgreiche Wiederwahl zur Verfügung. Die Posten der Pressewartin, des Kassierers sowie die Geschäftsführung galt es hingegen neu zu besetzen. Als neue Geschäftsführerin wurde Tanja Kruppa gewählt. Da sich Tanja Kruppa seit vielen Jahren beim 1. BV Mülheim engagiert und somit den Verein aus dem Effeff kennt, ist sie als Geschäftsführerin geradezu ideal geeignet. Die Finanzen werden ab sofort in die Hände von Irene Stempniak gelegt, während sich Kai Kulschewski als neuer Pressesprecher um die Öffentlichkeitsarbeit kümmern wird. Um der immer wichtigeren und umfangreicheren Bedeutung des Internetauftritts gerecht zu werden, wurde Kai Bonnekamp mit dieser Aufgabe betraut. Für ein weiteres Jahr stehen Katharina Altenbeck als Jugendwartin und Marcel Ney als Schülerwart dem Jugendausschuss vor.

 


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