Mitteilungen des TV Refrath (1. Mannschaft)

 

Liga-Zugehörigkeit: 1. Bundesliga

Homepage: www.tvr-badminton.de

 

 

  

  

25 Jahre Badminton im TV Refrath

Jubilar Heinz Kelzenberg. Foto: TVR.

Von Wolfgang Grzybek

 

(25.03.2015) Unmittelbar nach dem letzten Bundesligaheimspiel am 20. März kamen in der Halle Steinbreche viele ehemalige und aktive Badmintonbegeisterte zusammen, um auf das 25-jährige Jubiläum der Abteilung anzustoßen.

Eingeladen hatte die Person, die bereits vor 25 Jahren die sportliche Leitung übertragen bekam: Heinz Kelzenberg war auf Initiative des damaligen Abteilungsgründers Ferdinand Louven im März 1990 in den Hallen Steinbreche und Saaler Mühle der erste Trainer des TV Refrath und ist dies nach wie vor. Mit ihm ist die Erfolgsgeschichte des Clubs in der Sportart Badminton eng verbunden.

So sahen sich die Mitglieder motiviert, dem jetzigen Abteilungsleiter und Vereinsvorsitzenden nicht nur zahlreich zu gratulieren, sondern ihm auch ein großzügiges Geschenk zu überreichen. Abteilungsgründer Louven, seit vielen Jahren aus dem operativen Geschäft ausgeschieden, jedoch immer noch fast bei jedem Heimspiel als Zuschauer dabei, war ebenso unter den Gästen wie Kim Buss und Mette Stahlberg, die beiden erfolgreichsten Sportlerinnen in der Geschichte der Abteilung.

In der Kreisklasse (10. Liga) war man 1990 gestartet und hatte es zehn Jahre später bis in die Regionalliga (3. Liga) geschafft. Nach einigen Jahren in der 2. Bundesliga gelang im März 2009 der Aufstieg in die 1. Bundesliga. Dort hat man am vergangenen Wochenende seine sechste Spielzeit mit einem hervorragenden vierten Platz beendet.

Auch wenn in der vergangenen Saison „echte“ Refrather Eigengewächse „nur“ in der 2. Bundesliga an den Start gingen, lautet  das Motto der Abteilung nach wie vor: „Refrather Pänz in die Bundesliga“. Dabei setzt man auf eine große Leistungsdichte, denn vier Refrather Mannschaften spielen in den vier höchsten deutschen Spielklassen. Dies ist in Deutschland einzigartig.

Aber vor allem die Nachwuchsarbeit wird nach wie vor groß geschrieben: viele Deutsche Meistertitel, individuell und mit Nachwuchsmannschaften, nationale Förderpreise für besonders gute Talentarbeit, tägliches Training in der Refrather Badmintonschule – dies sind alles einzelne Bausteine, die ein weit über die Grenzen des Rheinisch-Bergischen Kreises hinaus bekanntes Gesamtbild zeichnen. Badminton im TV Refrath ist zu einer Marke geworden.

Neben „Häuptling“  Heinz Kelzenberg bildet ein qualifiziertes Trainerteam den Refrather Nachwuchs aus, um einzelne Top-Talente an Internatsstützpunkte abgeben zu können, an denen sie bereits mit 15 Jahren trainieren können wie Profis. Aktuell lebt beispielweise die Deutsche Meisterin der Jahre 2013 bis 2015, Runa Plützer (16), am Badmintoninternat in Mülheim/Ruhr.

Sichtungen an Refrather Grundschulen bilden die Basis für die „Talentnester“ des Vereins, mehr als 20 Jungen und Mädchen ab zwölf Jahren trainieren fast jeden Tag. Das Einstiegsalter für Badminton in Refrath liegt inzwischen für Mädchen und Jungen bei fünf Jahren.

Rückblickend auf 25 Jahre Badminton kann man feststellen, dass unter der kontinuierlichen Leitung des Badmintonprofis Kelzenberg eine Erfolgsstory geschrieben wurde, die nicht nur am Jubiläumsabend viel Anerkennung gefunden hat.

 

Tolles Saisonfinale für Refrath 1

Raphael Beck und Carla Nelte. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(23.03.2015) Die beiden letzten Spiele für den TV Refrath in seiner sechsten Bundesligasaison hatten es in der Tat in sich. Auf zwei Ausrutscher des 1. BC Beuel hoffend, war man in das Wochenende gestartet, um vielleicht doch noch den dritten Tabellenplatz zu erreichen.

Letztlich ließ der TVR nichts anbrennen, gewann seine beiden Spiele, doch Beuel hatte nach einer Niederlage am Samstag im letzten Saisonspiel das Glück des Tüchtigen und zog in die Play-offs ein. Ein Blick auf die Tabelle zeigt, dass der TV Refrath diese Saison mit einem Vorsprung von satten sechs Punkten auf den Deutschen Meister Union Lüdinghausen abschließen konnte und dass letztlich nur ein Punkt zur Play-off-Teilnahme fehlte.

Heinz Kelzenberg: „Unser Saisonziel war es, gut zu starten, um möglichst lange noch Kontakt zu Platz drei zu behalten. Dass uns dies bis zum letzten Spieltag gelungen ist, freut uns alle sehr. Anfängliches Glück wurde von großem Verletzungspech gefolgt, aber das ging fast allen Teams so.“

 

Am Freitag war es zunächst vor knapp 300 Zuschauern gegen Absteiger Fun-Ball Dortelweil zu einem 4:2-Sieg gekommen, der gegen Ende der Partie hart umkämpft war. Refrath verzichtete auf Chloe Magee und auch Richard Domke musste mit leichter Verletzung passen. Somit rückten mit Jenny Karnott und Denis Nyenhuis zwei Doppelspezialisten in die Einzel, die dadurch nicht gewonnen werden konnten.

Als dann Raphael Beck in seinem Abschiedsspiel nach hoch gewonnenem ersten Satz an der Seite von Carla Nelte immer nervöser wurde und die Gegner ihr bestes Badminton zeigten, war das Spiel überraschend noch auf des Messers Schneide. Dennoch ging der Sieg an Nelte und Beck, dessen Abschied sehr emotional ablief. Heinz Kelzenberg: „Raphi ist seit seiner Jugend bei uns, hat es von der Oberliga in die 1. Liga geschafft und ist eigentlich durch und durch Refrather.“ Dennoch zieht es den 40. der Weltrangliste zu seinem Doppelpartner Andreas Heinz nach Beuel. Sein Nachfolger, Fabian Holzer, präsentierte sich dem Refrather Publikum, war jedoch leicht angeschlagen und konnte somit diesmal nicht zeigen, was er wirklich kann. Der 4:2-Erfolg für Refrath ging fast einher mit der Niederlage von Bonn-Beuel in Bischmisheim, sodass man im Rennen um Platz drei auf Tuchfühlung war.

 

Eine besonders gute und mannschaftlich geschlossene Leistung zeigte der TVR am Sonntag dann beim Tabellenzweiten 1. BV Mülheim, wo man endlich noch einmal in Bestbesetzung auflaufen konnte. Beide Doppel gingen in der Verlängerung des dritten Satzes an Refrath und auch Fabian Roth beendete seine Saison mit einem Sieg und einer fantastischen Bilanz von 17:1 gewonnenen Einzeln.

Richard Domke musste nach wenigen Ballwechseln gegen den Ukrainer Zavadsky aufgeben, doch Chloe Magee ließ gegen die Engländerin Chapman nichts anbrennen und gewann in zwei Sätzen. Beim Stande von 4:1 überrannten Max Schwenger und Carla Nelte ihre Gegner Ellis/Goliszewski in zwei Durchgängen, sodass der 5:1-Auswärtssieg aus Refrather Sicht fest stand.

Heinz Kelzenberg: „Dieser Erfolg hat gezeigt, mit welch toller Moral unser Team zu Werke gehen kann und dann auch ein Riesenniveau abliefert. Bedenkt man, wie jung unsere Leute sind, kann man nur den Hut ziehen.“

Die gleichzeitig erhoffte Niederlage des 1.BC Beuel gegen den TSV Trittau blieb jedoch aus, unter anderem weil Trittaus Nummer 1, Kenneth Jonassen, ein Spiel mit 19:21 im dritten Satz verlor und das andere verletzt aufgeben musste. Mit etwas mehr Glück hätte es also klappen können mit der Play-off-Teilnahme des TV Refrath.

 

Diese wird dann im kommenden Jahr erneut Thema sein, denn verschlechtern möchte man sich auf Refrather Seite sicher nicht. Die finalen Personalentscheidungen werden in den nächsten Tagen getroffen, sodass das neue Team in Kürze bekanntgegeben wird.

 

Saisonende oder doch Play-offs?

Raphael Beck verabschiedet sich vom Refrather Publikum. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(16.03.2015) Eigentlich hatte der TV Refrath in der 1. Bundesliga die laufende Saison schon abgehakt und sich mit dem vierten Tabellenplatz zufrieden gegeben. Dieser bedeutet das beste Ergebnis in der Vereinsgeschichte. Doch nun besteht sogar noch die theoretische Chance auf den dritten Tabellenplatz. Durch den  Ausrutscher des 1. BC Beuel am vergangenen Spieltag in Rosenheim ist der Rückstand auf den Lokalrivalen auf drei Punkte geschrumpft.

Heinz Kelzenberg: „Dies ist wirklich eine minimale Chance, doch wir werden am kommenden Wochenende alles geben.“ Beuel hat abschließend vor den sehr schweren Begegnungen gegen Trittau und Bischmisheim Personalprobleme und wird wohl ohne seine Nummer eins und die beiden englischen Nationalspieler antreten. Somit müssten die Refrather bei zwei möglichen Niederlagen der Bonner „nur“ ihre beiden Begegnungen gewinnen, um am letzten Aprilwochenende im Play-off-Halbfinale zu stehen.

Zunächst gehen die Bergisch Gladbacher selbstbewusst von einem doppelten Punktgewinn gegen den Absteiger Fun-Ball Dortelweil am kommenden Freitag (19 Uhr Halle Steinbreche) aus, um somit eine Grundlage zu schaffen.

 

Doch am Sonntag wartet eine der schwersten Saisonaufgaben auf das Team um die Deutschen Meister Max Schwenger und Carla Nelte. Beim Vizemeister und aktuellen Tabellenzweiten 1. BV Mülheim waren in den vergangenen Jahren Niederlagen für den TVR an der Tagesordnung und auch diesmal sieht Refraths Chef Heinz Kelzenberg sein Team als Außenseiter: „Mülheim war in den letzten Spielen immer auf den Punkt sehr stark und besser als wir. Auch diesmal sind wir natürlich nicht chancenlos, doch die Favoritenrolle liegt eindeutig beim Gastgeber.“ Das Spiel findet am Sonntag um 14 Uhr im Mülheimer Leistungszentrum an der Südstraße statt.

 

Natürlich sind aktuell auch die Planungen für die kommende Saison in vollem Gange. Alle Bundesligateams sind von der Tatsache betroffen, dass alle deutschen und internationalen Spitzenspieler während der Saison zahlreiche Turniere im Rahmen der Qualifikation für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro bestreiten müssen und somit hier und da fehlen werden. Die meisten Spieler können keine vollständige Bundesligasaison spielen, sodass die Kader eigentlich vergrößert werden müssten.

Auch beim TV Refrath werden neue Spieler kommen, einer wird jedoch auch den Club verlassen. Am Freitag wird sich beim letzten Heimspiel der Saison Raphael Beck von den Refrather Zuschauern verabschieden. Nach vielen gemeinsamen erfolgreichen Jahren in Refrath zieht es ihn zum 1. BC Beuel, wo er gemeinsam mit seinem Doppelpartner Andreas Heinz in einem Team spielen möchte.

Gleichzeitig lernt das Publikum in der Halle Steinbreche jedoch schon Becks Nachfolger direkt auf dem Feld kennen: Fabian Holzer, aktuell noch bei Dortelweil unter Vertrag, unterschrieb vor wenigen Tagen beim TV Refrath und war Heinz Kelzenbergs Wunschkandidat: „Er ist sehr konstant, kampfstark und hat noch großes Entwicklungspotenzial.“

Die Personalplanung im Club ist auch nach Becks Weggang und trotz der eingeschränkten Einsatzmöglichkeiten der Olympiakandidaten Magee, Nelte und Schwenger auf einem sehr guten Weg. Neben Holzer wurde ein weiterer Hochkaräter verpflichtet, dessen Name jedoch erst nach dem letzten Spieltag bekanntgegeben wird.

 

Beim letzten Heimspiel am Freitag wird es ab 18:40 Uhr auch erstmals ein Rahmenprogramm geben. Die Hip-Hopper „RegG’s“, Sieger des Wettbewerbs „Wir in GL“, werden in der Halle Steinbreche erwartet. Heinz Kelzenberg: „Wir testen erstmals ein kleines Rahmenprogramm, auch im Hinblick auf Tauglichkeit für die nächste Saison.“

 

 

Glück im Unglück – vier Punkte in Bayern geholt

Max Schwenger und Carla Nelte verbesserten ihre Mixed-Bilanz auf 8:2. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(21.02.2015) Die Hiobsbotschaft kam drei Tage vor dem Spiel gegen Rosenheim: Chloe Magee durfte nicht zum Bundesliga-Doppelspieltag reisen, weil ihr Knie nach der Europameisterschaft wieder Probleme bereitet hatte.

Da die 2. Mannschaft im Abstiegskampf nicht unnötig geschwächt werden sollte, Jenny Wallwork verhindert war und Jenny Karnott beim internationalen Turnier in Wien bis Freitagnachmittag beschäftigt war, musste der TVR-Chef Heinz Kelzenberg seine Tochter Marie bitten, einzuspringen. „Sie war unsere letzte Rettung und wir sind ihr dankbar, dass sie eingesprungen ist.“ Natürlich war für die 20 Jahre alte Verbandsligaspielerin nicht viel zu holen, beide Punkte gingen an Rosenheim.

Mit einem hauchdünnen Sieg im Herrendoppel legten Max Schwenger und Raphael Beck ebenso den Grundstein zum Wunschergebnis von 4:2 wie Richard Domke, der Österreichs Nummer eins, David Obernosterer, ebenfalls im Entscheidungssatz besiegen konnte. Beim Stand von 2:2 war es Fabian Roth vorbehalten, den dritten Sieg für sein Team zu holen. Alles klar machten auf der Ziellinie Max Schwenger und Carla Nelte im Mixed. Heinz Kelzenberg, der per Liveticker zu Hause das Spiel verfolgen musste: „Das war endlich mal wieder ein Sieg, wenn auch sehr glücklich, aber nicht unverdient.“

 

Am Samstag stieß Jenny Karnott zum TVR-Team, sodass beim TSV  Neuhausen-Nymphenburg gleich zu Beginn nicht nur das Herrendoppel, sondern auch das Damendoppel in drei Sätzen gewonnen werden konnten. Jeweils fehlten Beck/Schwenger und Nelte/Karnott im zweiten Satz etwas die Konzentration, bevor dann jedoch die finalen Durchgänge deutlich nach Hause gebracht wurden.

Jenny Karnott entschied nach dem Doppel, leicht angeschlagen, zum Einzel gegen die Ukrainerin Voytsekh nicht anzutreten. Und schließlich folgten drei glasklare Siege in den beiden Herreneinzeln und im Mixed. Somit stand nach gut zwei Stunden der 5:1-Auswärtssieg fest und die Punkte drei und vier konnten aus Bayern mit nach Hause genommen werden.

Heinz Kelzenberg: „Nennen wir es standesgemäß, jedoch war die Ausgangsbasis für Freitag sehr unglücklich und der Sieg sehr glücklich. Wir freuen uns über unsere ersten Erfolge in der Rückrunde.“

 

Durch die beiden Siege festigte der TV Refrath den vierten Tabellenplatz mit inzwischen drei Punkten Vorsprung auf die Verfolger. Leider sind es inzwischen auch drei Punkte Rückstand auf den ersten Play-off-Platz, den der 1. BC Beuel belegt. Dennoch winkt mit einem Punktgewinn gegen den Tabellenvorletzten SV Fun-Ball Dortelweil am nächsten Spieltag (20.3.) das beste Ergebnis der Vereinsgeschichte. Das Saisonfinale wird man schließlich am 22.3. beim Deutschen Vizemeister und Tabellenzweiten 1. BV Mülheim bestreiten.

  

Zum Gewinnen nach Bayern

Richard Domke – Nummer 1 der TVR-Erstligamannschaft. Foto: Wolfgang Brodowski.

Von Heinz Kelzenberg

 

(17.02.2015) Noch ohne Rückrundensieg steht das Bundesligateam des TV Refrath immerhin auf Platz vier der aktuellen Tabelle, jedoch bereits mit vier Punkten Rückstand auf den Drittplatzierten aus Beuel. Dies aufzuholen scheint mehr als schwierig und wird auch intern als nicht sehr realistisch eingeschätzt.

Daher formuliert man auf TVR-Seite ein klares neues Ziel: „Platz vier halten!“. Dies wäre nicht nur das beste Abschneiden in der Vereinsgeschichte, sondern würde auch sportlich zufriedenstellen. Heinz Kelzenberg: „Ich denke, dass die ersten drei Teams in Bestbesetzung etwas besser sind als wir. Wenn wir mit Lüdinghausen, Trittau und Düren unsere drei Verfolger hinter uns lassen können, dann wäre das ein gutes Ergebnis.“

Voraussetzung dafür wären drei mögliche Siege aus den folgenden Begegnungen gegen die drei Letzten der aktuellen Tabelle. Bereits am Freitagmorgen reist man nach Rosenheim, um dort um 19 Uhr gegen den heimischen PTSV zu spielen, tags drauf fährt man einige Kilometer weiter nach München zum TSV Neuhausen-Nymphenburg, dem noch sieglosen Tabellenletzten.

Und schon wieder sind die Bergischen von Personalsorgen geplagt. Neben Tan Chun Seang fehlt erneut die Irin Chloe Magee, deren Knieverletzung nach der EM in Belgien wieder Probleme bereitete. Am Freitag ist turnierbedingt auch Jenny Karnott verhindert, die jedoch am Sonntag in Neuhausen mit dabei sein wird. Darüber hinaus reist Refrath jedoch in bestmöglicher Besetzung an, also mit Richard Domke und Fabian Roth in den Einzeln sowie Max Schwenger und Raphael Beck im Doppel. Auf der Damenseite ist Carla Nelte mit dabei, die am Freitag mit einer noch zu benennenden Ersatzspielerin antreten muss.

Zwei Siege möchte der TVR dennoch mit im Gepäck haben, wenn man am Samstagabend wieder aus Bayern abreist, und dadurch sollte im Normalfall der Vorsprung auf die Verfolgerteams größer geworden sein. Heinz Kelzenberg: „Durch den Ausfall von Chloe wird es schwer, aber es kann sein, dass wir am Samstag drei Punkte Vorsprung auf Trittau und Lüdinghausen haben.“

Die beiden letzten Aufgaben warten dann im März auf alle zehn Bundesligateams. Dann spielt der TV Refrath am 20. gegen den voraussichtlichen Absteiger aus Dortelweil und am Sonntag beim Tabellenzweiten 1. BV Mülheim.

Parallel laufen aktuell die Gespräche mit allen Spielerinnen und Spielern über die kommende Saison. In Refrath sind bereits viele Personalien geklärt, jedoch längst nicht alle. In welcher Formation der TVR in die von der Olympiaqualifikation stark beeinflusste kommende Spielzeit gehen wird, kann vermutlich bereits Mitte März  bekannt gegeben werden.

  

TV Refrath festigt den vierten Tabellenplatz

Jenny Karnott überzeugte im Doppel gegen Lüdinghausen. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(25.01.2015) Zwar blieb das Team um Max Schwenger und Carla Nelte auch an diesem Doppelspieltag sieglos, doch zeigten die Partien gegen den wahrscheinlich zukünftigen und den amtierenden Deutschen Meister eindeutig aufsteigende Tendenz. Einem 0:6 beim Topfavoriten Saarbrücken-Bischmisheim folgte ein 3:3 vor heimischem Publikum gegen Union Lüdinghausen.

Die Reise nach Saarbrücken war verbunden mit dem Gefühl, endlich wieder mit einer vollständig wettbewerbsfähigen Mannschaft anzutreten. Doch es ging ausgerechnet gegen das stärkste Team der Liga, welches in Bestbesetzung auflief. Dennoch lieferte der TVR dem BCB einen aufopferungsvollen Kampf in allen sechs Begegnungen.

Bischmisheims Coach Marcel Reuter war hinterher voll des Lobes: „Wir haben erstklassige Spiele gesehen!“ Er war sichtlich zufrieden, dass für sein Team „nichts angebrannt“ war. In Hinspiel hatte der jetzige Tabellenführer sich noch mit einem Unentschieden zufrieden geben müssen.

Vor allem das Herrendoppel zwischen Raphael Beck und Max Schwenger sowie der Weltklassepaarung Michael Fuchs/Johannes Schöttler war im ersten Satz absolut packend. Nach ständiger Führung unterlagen die Refrather jedoch mit 20:22. Chloe Magee und Carla Nelte verloren parallel in zwei Durchgängen den starken Niederländerinnen Samantha Barning/Eefje Muskens.

Dabei war Magees Comeback nach zweimonatiger Verletzungspause sehr zufriedenstellend und auch Carla Nelte spielte ihr erstes Wettkampfdoppel nach Wochen ohne Beschwerden. Heinz Kelzenberg: „Darauf können beide aufbauen, auch wenn sie heute verloren haben.“

Es folgten die Einzel und Fabian Roth musste an diesem Abend seine erste Saisonniederlage im 2. Einzel einstecken. Auch wenn er den ersten Satz gegen Deutschlands Nummer 2, Dieter Domke, mehr oder weniger komplett dominierte, gab er ihn noch knapp an den Gegner und fand im zweiten dann zu Anfang nicht ganz seinen Rhythmus. Dennoch zeigte Roth, dass bei den Deutschen Meisterschaften in Bielefeld mit ihm zu rechnen ist.

Parallel spielte Richard Domke für den TVR gegen BCB-Star Marc Zwiebler und bekam im erste Satz eine Lehrstunde. Doch dann erholte sich Domke und spielte einen starken zweiten Durchgang mit knappem Ausgang.

Gespannt waren alle auf das Comeback der Irin Chloe Magee gegen Olga Konon, die sie im Hinspiel hatte bezwingen können. Konon begann wie die Feuerwehr und ließ der Refratherin zunächst keine Chance. Doch Magee kam immer besser ins Spiel und stand kurz vor dem Satzgewinn, als sie die vor allem physische Überlegenheit der Saarbrückerin anerkennen musste.

Im finalen Mixed war für Schwenger/Nelte nicht viel zu holen. Nach vielen spektakulären Ballwechseln behielten Michael Fuchs/Samantha Barning zu häufig die Oberhand, sodass auch hier der bis zuletzt erhoffte Satzgewinn ausblieb. Heinz Kelzenberg fasste am Ende zusammen: „Gute Spiele, erstklassiger Gegner, Niederlage etwas zu hoch.“

 

Ein ganz anderes Spiel erwartete die junge Refrather Mannschaft am Sonntag vor heimischem Publikum gegen Union Lüdinghausen. Mit den drei internationalen Top-Spielerinnen Karin Schnaase, Heather Olver und Mizuki Fujii, letztere immerhin Olympiazweite, hatte Union alles mitgebracht, was Rang und Namen hatte.

Als die hervorragend agierenden Jenny Karnott und Carla Nelte trotz starker gemeinsamer Premiere kein gewinnbringendes Mittel gegen Mizuki Fujii und Heather Olver fanden und auf dem Nachbarfeld auch Max Schwenger/Raphael Beck gegen Matthew Nottingham/Josche Zurwonne  an diesem Tag chancenlos blieben, stand es 0:2. Trotzdem verdiente sich das Damendoppel ein Sonderlob. Heinz Kelzenberg: „Jenny und Carla haben sehr gut harmoniert und es fehlte trotz des klar wirkenden Ergebnisses wirklich nicht viel.“  Jenny Karnott rechtfertigte ihre Berufung ins erste Team voll und wird dort nach und nach zur festen Größe. Leider hatte anschließend Chloe Magee gegen Deutschlands Top-Dame Karin Schnaase wenig zu bestellen, obwohl die sich nach ihrer langen Verletzungspause achtbar aus der Affäre zog und Schnaase einiges abverlangte.

Beim Stand von 0:3 durfte dann nichts mehr anbrennen, wobei Fabian Roth sein Einzel geschenkt bekam, weil sein Gegner sich im Doppel leicht verletzt hatte. Richard Domke zeigte einmal mehr eine überragende Energieleistung und schlug den Belgier Tan in drei Sätzen.

Wieder einmal war es abschließend das Mixed Schwenger/Nelte, welches nicht nur ein spannendes Spiel bot, sondern auch vor allem gegen Ende erstklassiges Badminton zeigte. Refrath hatte aus dem 0:3 ein 3:3 gemacht und zeigte sich vollends zufrieden. Der Punkt bedeutet, dass man weiterhin auf Platz vier steht und Lüdinghausen und Trittau auf Abstand gehalten hat. Heinz Kelzenberg: „Das soll auch so bleiben. Wir spielen jetzt hintereinander weg gegen die drei Letzten der Tabelle und das in Bestbesetzung.“ In vier Wochen geht es weiter mit dem Auswärtswochenende in Rosenheim und Neuhausen-Nymphenburg.

 

Herkulesaufgaben für TV Refrath 1

Richard Domke steht in der 1. Bundesliga vor zwei schweren Aufgaben im 1. Herreneinzel. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(20.01.2015) Gegen zwei der besten Teams der Bundesliga muss der zuletzt sieglose Bundesligavierte TV Refrath in wenigen Tagen antreten. Am Freitag reist das Team, wieder verstärkt durch die Irin Chloe Magee, nach Saarbrücken zum Tabellenführer 1. BC Bischmisheim.

Die Chancen auf einen Punktgewinn des TVR sind eher klein, zumal Bischmisheim personell aus dem Vollen schöpfen kann und sich den ersten Platz sichern möchte, um im Bundesligafinale das Heimrecht zu haben. Um dies zu erreichen, werden sicherlich die drei besten Badmintonspieler Deutschlands,  Marc Zwiebler, Michael Fuchs und Johannes Schöttler, im Team stehen.

Anders als im Hinspiel, als dem BCB nur Lukas Schmidt als Einzelspieler zur Verfügung stand, sollte diesmal den immer noch ungeschlagenen Fabian Roth eine weitaus schwierigere Aufgabe erwarten als im September in Refrath. Heinz Kelzenberg: „Aber ich denke, dass Fabis Serie halten kann.“ Wie gut der 19-jährige Roth im Moment in Form ist, bewies er unlängst in Schweden, als er einige starke Gegner auf seinem Weg ins Viertelfinale schlagen konnte.

Gespannt sein darf man auch auf die Leistung von Max Schwenger, der sowohl im Doppel als auch im Mixed auf erstklassige Konkurrenz trifft und sehr motiviert sein sollte, hier für die eine oder andere Überraschung zu sorgen.

 

Am Sonntag dann kommt der Meister des Vorjahres, Union Lüdinghausen, nach Refrath. Union hat sein Meisterteam nicht zusammenhalten können und ist in diesem Jahr schwächer als zuletzt, was sich in Tabellenplatz sechs und dem Refrather 5:1-Sieg im Hinspiel widerspiegelt. Um überhaupt noch Kontakt zu den ersten drei Bundesligarängen zu behalten, muss in diesem vorletzten Heimspiel für den TV Refrath unbedingt ein Sieg her.

Und das ist schwer genug, denn auch Lüdinghausen möchte alles andere, als im Niemandsland der Tabelle zu verschwinden. Spielentscheidend sollten hier alle drei Doppel sein, die als ausgeglichen angesehen werden können. Aufgeschlagen wird am Sonntag ab 14 Uhr in der Halle Steinbreche.

  

TV Refrath spielt 3:3 gegen TSV Trittau – Einen Punkt liegen gelassen

Max Schwenger und Carla Nelte waren wieder zusammen erfolgreich. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(14.01.1015) Nach drei Niederlagen in Folge klang das 3:3 gegen den TSV Trittau zunächst wie ein kleiner Erfolg. Dennoch ließen alle Refrather ausnahmslos am Dienstagabend die Köpfe hängen, wäre doch ein Sieg in diesem vorgezogenen Bundesligaspiel möglich gewesen.

Heinz Kelzenberg: „Trittau kam mit dem letzten Aufgebot und hat seine drei Chancen genutzt.“ Beide Mannschaften plagten Krankheits- und Verletzungssorgen, wobei Refrath wieder auf Carla Nelte und Raphael Beck zurückgreifen konnte. Da jedoch Nelte nach ihrer Verletzung nur ein Match bestreiten konnte und Chloe Magee erst Ende des Monats wieder zum Team stoßen wird, war wieder Ersatz mit von der Partie.

Diesmal war es Hanna Kölling aus dem 2. Team, die im Doppel mit Jenny Karnott sehr stark spielte, im Einzel gegen die Indonesierin Nadhir jedoch verständlicherweise überfordert war. Kelzenberg: „Sie ist Doppelspielerin und hat uns sehr geholfen, jedoch hat ihr das Einzel gegen diese starke Gegnerin vermutlich nicht viel Spaß gemacht.“

Die nicht sehr zahlreichen, aber lautstarken Zuschauer machten nicht nur ihr immer wieder Mut, sondern zuvor auch Richard Domke, der noch sichtlich grippegeschwächt zu Werke ging. Nachdem er während des Turniers in Estland aufgeben musste, um danach dort drei Tage das Bett zu hüten, stand er zwar seinem Team zur Verfügung, hatte jedoch in der Schlussphase gegen den kämpferisch starken Persson nicht mehr viel entgegen zu bringen. Mit 20:22 ging dieses für einen Refrather Sieg wichtige Match an Trittau.

Die übrigen Spiele, von Fabian Roth (2. Herreneinzel), Raphael Beck/Max Schwenger (Herrendoppel) sowie Max Schwenger/Carla Nelte (Mixed), waren reine Formsache und wurden deutlich vom TV Refrath gewonnen. Da jedoch auf der Gegenseite zwei Drei-Satz-Niederlagen und eine klare Niederlage standen, entführten die Nordlichter den für sie wichtigen Punkt aus Refrath.

Doch es gab auch eine gute Nachricht am Rande des Spiels: Die 26-jährige Chloe Magee wird am nächsten Doppelspieltag (23. und 25. Januar) wieder mit von der Partie sein. Doch nach 1:5 Punkten zum Auftakt der Rückrunde wird es nun für den TV Refrath enorm schwer, wieder auf einen der drei Play-off-Plätze zurück zu kehren.

  

Bundesligasieg angepeilt – Dienstag gegen TSV Trittau

Max Schwenger und Carla Nelte sind wieder an Bord. Foto: TVR.

Von Heinz kelzenberg

 

(11.01.2015) Nach drei Niederlagen in Folge möchte das Bundesligateam des TV Refrath am Dienstagabend in die Erfolgsspur zurück. Mit 14:8 Punkten liegt der TVR zwar so gut im Rennen wie noch nie in der 1. Liga, doch zuletzt schwächelte man vor allem aufgrund der Verletzungen von Cara Nelte und Chloe Magee doch erheblich.

Am Dienstag um 18 Uhr nun kommt mit den Nordlichtern des TSV Trittau genau das Team in die Halle Steinbreche, welches nicht nur dem TVR in eigener Halle einen Punkt abknöpfen konnte, sondern auch in den letzten beiden Begegnungen zu überzeugen wusste. Ein Sieg gegen den Deutschen Meister aus Lüdinghausen und ein Unentschieden gegen Düren haben die Schleswig-Holsteiner erstmals in die Nähe eines Play-off-Platzes gebracht.

Doch auf Refrather Seite geht man optimistischer in die Partie, als es die letzten Ergebnisse zulassen. Raphael Beck wird wieder mit von der Partie sein und auch Carla Nelte hat ihr Comeback angekündigt. Heinz Kelzenberg: „Somit sind wir stärker als in den beiden letzten Begegnungen und können Trittau auf jeden Fall Paroli bieten.“

Trittau verfügt über zwei starke internationale Damen. Neben der Engländerin Kate Robertshaw läuft seit Saisonbeginn Iris Tabeling für den TSV auf. Die sympathische Niederländerin trug in den beiden vorangegangenen Spielzeiten das Trikot des TV Refrath. Bei den Herren sind der dänische Altstar Kenneth Jonassen und der englische Doppelspezialist Peter Mills die herausragenden Akteure, doch beide werden wohl einmal mehr nicht zum Einsatz kommen, weil Dienstagsspiele für sie schwer zu realisieren sind.

Man rechnet vielmehr mit dem Trio, welches in der Hinrunde dem TVR ein 3:3 abtrotzen konnte, als die Brüder Nikolaj und Jonathan Persson aufliefen und der Indonesier Ary Trisnanto Refraths Nummer 1, Tan Chun Seang, überraschend bezwingen konnte. Heinz Kelzenberg: „Die Partie wird wirklich sehr spannend und wir wollen unbedingt endlich wieder einen Sieg einfahren.“

Ende Januar spielt Refrath dann gegen die Top-Teams aus Bischmisheim und Lüdinghausen vermutlich wieder in Bestbesetzung.

 

  

Aller schlechten Dinge sind drei – TVR verliert in Beuel 1:5

Janice Kaulitzky musste als Oberligaspielerin in der 1. Bundesliga aushelfen. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(07.01.2015) „Eigentlich bin ich gar nicht der Typ, der immer wieder klagt“, so Heinz Kelzenberg, Teamchef des TV Refrath, nach der erneuten Niederlage seines Top-Teams in Bonn-Beuel. „Aber unser Glück in der Hinrunde wird nun scheinbar doppelt mit Pech zurück gezahlt.“

Mit nur drei gesunden Herren und Oberligaspielerin Janice Kaulitzky musste der Tabellendritte den schweren Gang zum 1. BC Beuel antreten, der sichtlich gut vorbereitet und motiviert am gestrigen Dienstagabend eine Revanche für die 0:6-Hinrundenniederlage nehmen wollte. Dass im Vergleich zum bereits am Sonntag, im Spiel gegen den 1. BC Düren, geschwächten Team jetzt mit Raphael Beck, Denis Nyenhuis und Jennifer Karnott drei weitere Spieler angeschlagen fehlten, ließ die Refrather Verletztenliste auf insgesamt drei Damen und zwei Herren ansteigen, ergänzt durch das weitere Fehlen von Tan Chun Seang und Jenny Wallwork.

Das „letzte Refrather Aufgebot“ trat im sehr professionellen Beueler Ambiente vor toller Zuschauerkulisse an gegen den Tabellennachbarn in Bestbesetzung. Lediglich der leicht angeschlagene Erik Meijs wurde durch Max Weißkirchen ersetzt.

Aus dieser großen Personalnot heraus musste Refrath auch das Damendoppel bereits nach drei Ballwechseln aufgeben, da Jenny Karnott und Carla Nelte beide aus gesundheitlichen Gründen nicht weiterspielen sollten. Parallel legte das zusammen gewürfelte Herrendoppel mit Max Schwenger und Fabian Roth zwar los wie die Feuerwehr, musste sich dann jedoch in zwei Durchgängen dem starken Beueler Gespann beugen.

Oberligaspielerin Janice Kaulitzky unterlag Luise Heim ebenfalls glatt, sodass es nach 45 Minuten bereits 0:3 aus TVR-Sicht stand. Es folgten zwei starke Herreneinzel, in denen Richard Domke gegen den Hongkong-Chinesen Yan Kit Chan zwei Satzbälle hatte, diese jedoch nicht durchbringen konnte und parallel Fabian Roth souverän aufspielte.

Zwischenzeitlich war einen Moment lang Hoffnung bei den 50 mitgereisten, lautstarken Refrather Fans aufgeblüht, als Domke den zweiten Satz jedoch verlor. Überragend spielte erneut Fabian Roth auf, der den ein Jahr jüngeren deutschen Hoffnungsträger Max Weißkirchen fast nach Belieben beherrschte und besiegte.

Beim Stand von 1:4 hatten Max Schwenger und Janice Kaulitzky die unlösbare Aufgabe, gegen die Weltklasse-Mixedspieler Chris Langridge/Birgit Michels zu bestehen. Dies gelang nur in einigen Ballwechseln, sodass der Gastgeber mit 5:1 den Endstand herstellte und in der Tabelle hauchdünn an Refrath vorbeizog.

Heinz Kelzenberg: „Nun ist eine gute Kommunikation gefragt, um das Team aus diesem Tal wieder heraus zu holen, denn am kommenden Dienstag steht das nächste Spiel an.“ Nach zwei Niederlagen zu Beginn der Rückrunde soll am 13.1. (19 Uhr, Halle Steinbreche) gegen den TSV Trittau (zuletzt 3:1 Punkte) wieder ein Sieg her. „Dann wären wir mit 16:8 Punkten wieder im Soll“, so Kelzenberg, der nicht nur auf die Rückkehr von Raphael Beck und Jenny Karnott hofft, sondern vor allem auf Carla Nelte, die Ende der Woche entscheiden wird, ob sie wenigstens eine Disziplin spielen kann.

  

Personalsorgen nicht zu kompensieren – 2:4 gegen Düren

Raphael Beck und Jenny Karnott verloren in drei Sätzen das Mixed. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(04.01.2015) „Wir dachten, dass unsere Personalsorgen aus dem Dezember überstanden sind, doch heute war es noch schlimmer.“ So resümierte Refraths Chef Heinz Kelzenberg die Tage und Stunden vor dem Hinrundenstart am Sonntag vor heimischer Kulisse gegen den Tabellensiebten 1. BC Düren.

Chloe Magee und Carla Nelte sagten erneut ein paar Tage vor dem Match ab, da sie nach ihren Verletzungen noch nicht ausreichend im Training sind. Kelzenberg: „Hier war Vorsicht geboten und es braucht noch etwas Zeit, bis sie wieder am Start sind.“ Als dann am Morgen des Spieltags auch Max Schwenger nach langer Rückreise aus seinem Familienurlaub in Asien zu müde war, um sein Team sinnvoll zu verstärken, kam die nächste Hiobsbotschaft telefonisch: Die Engländerin Jenny Wallwork konnte am Morgen wegen schlechten Wetters nicht aus London losfliegen und musste ebenfalls ersetzt werden.

Kelzenberg: „Ich war glücklich, mit Richi Domke, Fabi Roth, Denis Nyenhuis und Raphi Beck vier gesunde Herren zu haben, wobei Beck erst in der Nacht aus seinem Skiurlaub zurückgekehrt war.“ Hinzu kamen die Damen Jenny Karnott und Janice Kaulitzky aus dem 2. und 3. Team, die beide ihre Sache sehr gut machten, aber nicht punkten konnten.

Als dann auch klar wurde, dass Beck angesichts seines Trainingsrückstandes weit von seiner Bestform entfernt war und auch Denis Nyenhuis diese nicht finden konnte, blieben nur die beiden Herreneinzel des TVR, Richard Domke und Fabian Roth, die ihre Matches gewinnen konnten.

Auch Düren musste wegen der Flugprobleme auf seinen besten Einzelspieler verzichten, was angesichts des Endergebnisses von 4:2 für das Team von der Rur jedoch zweifelsfrei nicht ganz so arg ins Gewicht fiel.

Dennoch wich die erste Enttäuschung schnell aus den Köpfen der Spieler und Verantwortlichen. Heinz Kelzenberg: „Wenn man alles gegeben hat und verliert und dann auch weiß, woran es gelegen hat, dann ist so eine Niederlage halb so schlimm.“ Besonders freute sich Kelzenberg darüber, diese achtbare Leistung ohne einen ausländischen Akteur realisiert zu haben, wohin gegen Düren nur mit internationalen Spielern angetreten war. Kelzenberg: „Das gibt es in der Bundesliga beides sehr, sehr selten.“

Durch das 2:4 wurde der Abstand in der Tabelle zum Führungsduo aus Bischmisheim und Mülheim natürlich größer, doch der dritte Platz konnte erfolgreich verteidigt werden.

Angesichts der Personalsituation im Refrather Team schwinden auch die Hoffnungen, am Dienstag (6.1., 19 Uhr) beim 1. BC Beuel zu punkten. Erst eine Woche später, beim Heimspiel gegen den TSV Trittau (13.1., 19 Uhr), soll der nächste Sieg eingefahren werden, bevor man dann eine nächste Zwischenbilanz ziehen kann, wohin die Reise für den TVR gehen könnte.

  

Aus dem Urlaub in die Bundesliga

Fabian Roth. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(28.12.2014) Wenn am Sonntag, den 4. Januar 2015 die Rückrunde in der Badminton-Bundesliga beginnt, sind längst noch nicht alle Profis mitten in ihrer Trainingsarbeit. So muss auch der aktuelle Tabellendritte TV Refrath am kommenden Sonntag etwas improvisieren, wenn es um die Aufstellung seines Teams geht.

„Wir haben zwei Spieler, die praktisch aus dem Urlaub zum Spiel anreisen“, weiß Heinz Kelzenberg, Chef des bergischen Clubs. Dennoch hält sich seine Skepsis in Grenzen, am Sonntag (14 Uhr Halle Steinbreche) nicht wettbewerbsfähig zu sein: „Erstens sind das Leistungssportler und zweitens haben unsere Gegner vermutlich ähnliche Probleme, denn auch in England und in den Niederlanden gibt es ja eine Weihnachtspause.“

Damit spielt er auf die Tatsache an, dass der nächste Gegner aus Düren mit einem rein internationalen Team aus diesen beiden Nationen nach Refrath kommen wird. „Wir rechnen mit zwei Engländern und vier Spielern aus den Niederlanden“, so Kelzenberg, der leider erneut nicht sein bestes Team aufbieten kann.

Zunächst fehlt mit Tan Chun Seang der beste Einzelspieler des TVR, doch dies nicht ganz unbeabsichtigt. Tan wird in der malaysischen Profiliga von seinem Team Muar City dringend benötigt und hat um Freigabe gebeten. Angesichts der Tatsache, dass Refrath mit Richard Domke und Fabian Roth zwei gesunde Einzelspieler zur Verfügung stehen, kam der Club dem Wunsch des Spielers nach.

Doch auch bei den Damen muss der TVR noch ein weiteres Mal auf Chloe Magee (Irland) verzichten, die am Spieltag die Hochzeit ihres älteren Bruders feiert und erst zwei Tage später gegen den 1. BC Beuel anreisen wird. Für sie steht ein weiteres Mal Jenny Wallwork im Team und wird mit Carla Nelte das Damendoppel bestreiten.

Ein Sieg gegen Düren steht natürlich ganz oben auf der Wunschliste des TV Refrath, doch wenn aufseiten des Gegners die Bestbesetzung aufläuft, ist ein Unentschieden das realistischere Ergebnis.

 

Zwei Tage später (Dienstag, 6. Januar, 19 Uhr, Erwin Kranz-Halle, Bonn-Beuel) tritt der TVR beim Verfolger und Lokalrivalen BC Beuel an. Dieser hat nach dem äußerst unglücklichen 0:6 in der Hinrunde in Refrath noch eine Rechnung mit dem TVR offen. Doch Heinz Kelzenberg geht davon aus, dass es auch auf Bonner Seite problematisch sein könnte, das beste Team aufzubieten: „Bonns Leistungsträger aus England haben bei Dienstagsspielen manchmal Probleme.“ Auch hier wäre der TV Refrath schon mit einem 3:3 zufrieden, denn etwas Zählbares hat man in den vergangenen fünf Spielzeiten noch nie aus Bonn mit nach Hause nehmen können.

  

TV Refrath überwintert auf Platz drei der Bundesliga

Fabian Roth – ungeschlagener Einzelspieler des TV Refrath. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(14.12.2014) In der Tat war der Doppelspieltag zum Ende der Hinrunde für den TV Refrath eine Art Rechenexempel. „Wie bekommt man beim Samstagsspiel sicher vier Punkte?“ und „Wer kann aushelfen, ohne sich fest zu spielen?“ – so lauteten die wesentlichen Fragen vor den Spielen beim SV Fun-Ball Dortelweil sowie gegen den Deutschen Vizemeister 1. BV Mülheim.

Dass die erste der beiden Aufgaben beim hessischen Tabellenletzten Dortelweil einfacher war, als vorher erwartet, lag vor allem daran, dass deren Nummer eins kurzfristig ausfiel. Dadurch wurden vier der sechs Spiele, wenn auch nicht ganz ohne Schwierigkeiten, in zwei Durchgängen gewonnen, wohingegen im Damendoppel und Dameneinzel die Punkte an die Hausherren gingen. Glücklich nahm der TV Refrath mit 4:2 beide Punkte mit nach Hause und sah sich auch am Abend vor dem letzten Hinrundenspieltag noch an der Tabellenspitze der Badminton-Bundesliga.

 

Am Sonntag kam kein Geringerer in die Halle Steinbreche als der Deutsche Vizemeister und Tabellenzweite 1. BV Mülheim. Während Refrath ohne vier Stammspieler auflaufen musste, fehlte bei den Ruhrstädtern in Johanna Goliszewski lediglich die etatmäßige Doppel- und Mixeddame.

Von Beginn an stellte Mülheim den TV Refrath vor eine nur schwer zu lösende Aufgabe. Das überraschend starke Damendoppel des BVM ließ Jenny Karnott und Jenny Wallwork überhaupt keine Chance. Parallel schlugen sich Denis Nyenhuis und Raphael Beck etwas besser, verloren jedoch ebenfalls in zwei Sätzen. Die beiden Herreneinzel hatte der TVR als „gewinnbar“ eingestuft. Fabian Roth dominierte Alexander Roovers fast nach Belieben, während Richard Domke gegen den Ukrainer Zavadsky zunächst wie der sichere Verlierer aussah, sich jedoch dann nach hohem Rückstand den zweiten Durchgang holte. Zavadsky wusste sich jedoch schlussendlich zu steigern und  fuhr einen verdienten Drei-Satz-Seg ein. Leider konnte Jenny Karnott zum Dameneinzel nicht antreten, weil sie bereits vor dem Doppel über muskuläre Probleme klagte und lieber verzichtete, um nichts zu riskieren. Beim Stand von 1:4 spielte das Mixed mit Raphael Beck und Jenny Wallwork zwar gut mit, unterlag jedoch auch in zwei Durchgängen.

Heinz Kelzenberg: „Wir waren heute in den meisten Partien ersatzgeschwächt und hatten nie eine Siegchance. Das mögliche Unentschieden gab es zunächst auf dem Papier, aber Mülheim war letztlich heute zu stark für uns.“

Somit sicherte sich Mülheim die Herbstmeisterschaft, gefolgt vom BC Bischmisheim und dem TV Refrath, nur zwei Punkte dahinter. Kelzenberg: „Wir haben eine überragende Hinrunde gespielt, besser als je zuvor und besser, als man erwarten konnte. Jetzt geht es darum, dass Carla Nelte und Chloe Magee wieder gesund werden, dann sind wir wieder richtig gut aufgestellt.“

 

Die nächsten Spiele lassen nicht lange auf sich warten: Am 4.  Januar kommt der BC Düren in die Halle Steinbreche, zwei Tage später tritt der TVR beim BC Beuel an.

 

TV Refrath bei großem Hinrunden-Finale „ohne Vier“

Fabian Roth – noch ungeschlagen in der 1. Bundesliga. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(09.12.2014) Am kommenden Wochenende geht die Hinrunde der 1. Bundesliga mit einem Doppelspieltag zu Ende. Dem Auswärtsspiel beim SV Fun-Ball Dortelweil (Samstag 14 Uhr) folgt am Sonntag das Spitzenspiel in Refrath gegen den aktuellen Tabellenzweiten 1. BV Mülheim (14 Uhr Halle Steinbreche).

Doch wer glaubt, der Bundesligaspitzenreiter aus dem Bergischen Land habe seinen Hauptfokus auf der sonntäglichen Begegnung, der liegt falsch. TVR-Chef Heinz Kelzenberg: „Wir konzentrieren uns zunächst voll auf das Samstagsspiel in Hessen, denn dort wollen wir zwei Punkte holen. Was dann am Sonntag passiert, sehen wir dann. Wir müssen in beiden Spielen über den Kampf kommen.“

In der Tat wird die Partie beim Tabellenletzten kein Selbstläufer, denn Refrath spielt ohne seine besten vier Akteure. Tan Chun Seang weilt in Asien und Chloe Magee laboriert noch an ihrer Knieverletzung, die sie sich in Hongkong zugezogen hat. Kelzenberg: „Wir hoffen, dass diese Anfang Januar voll auskuriert ist.“

Zudem hat Kelzenberg seinen besten deutschen Spielern, Carla Nelte und Max Schwenger, ein „freies Wochenende“ zugestanden – nicht jedoch um zu faulenzen, sondern um in der Woche zuvor ein Grand Prix-Turnier in Los Angeles zu besuchen, von dem sie erst am Sonntag zurückkehren. Kelzenberg: „Es war der Wunsch der Spieler und ich bin ihm nachgekommen. Sie leisten viel für den Club und so konnte ich die Chance nutzen, etwas zurückzugeben. Wir können im TV Refrath vieles nicht mit Geld regulieren, daher muss ich manchmal zu solchen Maßnahmen greifen. Bundesliga ist ein Geben und Nehmen, nur dann hat man eine intakte, motivierte Mannschaft.“

Da der Gegner Mülheim auch ohne Johanna Goliszewski spielen muss, wiegt der Verlust der beiden deutschen Stars der Mannschaft nicht ganz so schwer. Doch ist der Gastgeber am Sonntag deutlich stärker gehandicapt als der Vorjahreszweite aus Mülheim. So scheint es nicht unwahrscheinlich, dass entweder Mülheim selbst oder – bei einem Unentschieden in dieser Begegnung – der Meisterschaftsfavorit 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim die Herbstmeisterschaft erringen wird.

Dennoch gibt sich der Refrather Boss kämpferisch: „Wir hoffen auf eine tolle Stimmung in der Halle, dann ist es gar nicht ausgeschlossen, dass wir ein Unentschieden holen.“

Das erste Saisonziel der Refrather, zum Jahresende noch einen Play-off-Platz in Reichweite zu haben, sollte in jedem Fall erreicht sein, da sich zum Ende der Hinrunde viele Teams noch gegenseitig Punkte wegnehmen werden. Nichtsdestotrotz sind die Play-offs nach den aktuell gültigen Regularien nicht ganz so reizvoll, wie man glauben mag. Kelzenberg: „Für mich machen die Play-offs vor allem dann Sinn, wenn man eine Chance hat, Deutscher Meister zu werden.“

Doch die personelle Übermacht des 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim scheint aktuell zu groß zu sein für einen Titeltraum aller weiteren Mannschaften und alles andere als Platz eins für die Saarländer und damit das Heimrecht beim Endspiel um die Meisterschaft wäre eine Sensation.

Der Damenkader des TV Refrath besteht am kommenden Wochenende wieder aus Jenny Wallwork, Mette Stahlberg und Jenny Karnott, bei den Herren stehen Raphael Beck und Denis Nyenhuis sowie die Einzelherren Richard Domke und Fabian Roth zur Verfügung.

 

  

TV Refrath verteidigt Tabellenführung in der Bundesliga erfolgreich

Richard Domke. Fotos: TVR.
Jenny Wallwork (l.) und Jenny Karnott.

Von Heinz Kelzenberg

 

(30.11.2014) Trotz ungünstiger personeller Vorzeichen konnte der TV Refrath am Wochenende durch zwei Siege die Tabellenführung in der Bundesliga erfolgreich verteidigen. Ohne Tan Chun Seang, Chloe Magee und kurzfristig auch Carla Nelte wurden die Begegnungen gegen Rosenheim und Neuhausen-Nymphenburg gewonnen.

Nachdem sich am Freitag Carla Nelte mit einer Fußverletzung abgemeldet hatte, standen die Vorzeichen für das Samstagsspiel gegen Rosenheim mehr als schlecht. Neben Jenny Wallwork, die ihr Debüt im Trikot des TVR feierte, liefen Jenny Karnott und Mette Stahlberg auf. Dass beide ihre Sache so hervorragend machten und auch Rekonvaleszent Richard Domke über sich hinaus wuchs, war letztlich spielentscheidend. Nach locker gewonnenem Herrendoppel (Beck/Schwenger) war es ein einstündiges Damendoppel, welches die Zuschauer auf eine Nervenprobe stellte. Die besseren Nerven in der Schlussphase und ein gegen Ende der Partie fehlerloses Spiel brachten letztlich für Jenny Wallwork und Jenny Karnott den jeweils ersten Bundesligasieg und die 2:0-Führung für den TVR.

Mette Stahlberg hielt das Dameneinzel gegen Österreichs beste Badmintonspielerin, Elisabeth Baldauf, lange Zeit offen, verlor dann jedoch beide Sätze, sodass die Bayern Hoffnung schöpften. In den nahezu gleichzeitig stattfindenden Herreneinzeln gab es zwei Zwei-Satz-Siege für den TVR: von Geburtstagskind Fabian Roth und von Richard Domke. Vor allem Domkes erster Satz war hart umkämpft und von einigen strittigen Schiedsrichterentscheidungen gekennzeichnet. Österreichs Nummer 1, David Obernosterer, fühlte sich klar benachteiligt und brachte seine Wut deutlich zum Ausdruck. So war Richard Domkes Erfolg sicherlich der Sieg des Tages, aber auch ein glücklicher Gewinn, der auch an Rosenheim hätte gehen können. Heinz Kelzenberg: „Das Spiel stand im ersten Satz auf des Messers Schneide. Hätte Rosenheim diesen Satz geholt, wäre vermutlich kein Gesamtsieg möglich gewesen. So wurde Domke zum Spieler des Tages, weil er den zweiten Durchgang eindrucksvoll zum Gesamtsieg zu Ende brachte. Das abschießende Mixed verloren Max Schwenger und Jenny Wallwork in zwei Sätzen gegen das wesentlich eingespieltere Paar auf Rosenheimer Seite.

Heinz Kelzenberg: „Man muss heute von einem glücklichen Sieg sprechen, aber ganz unverdient war er nicht. Vor allem die Spieler, die ich vor dem Spiel kritisch gesehen habe, wussten zu überzeugen.“

 

Am Sonntag spielte der TVR zu ungewohnter Zeit (11 Uhr) gegen den Aufsteiger aus Neuhausen-Nymphenburg. Kelzenberg änderte sein Team an zwei Positionen, weil zum einen Jenny Karnott ins Dameneinzel rücken musste, weil Mette Stahlberg in Team 2 gebraucht wurde. Zum anderen gab er Raphael Beck an der Seite von Jenny Wallwork erstmalig die Chance, sich in zwei Disziplinen zu beweisen.

Die Rechnung ging auf. Zwar unterlag Karnott nach couragierter Leistung der Ukrainerin Voytsekh, doch in den übrigen fünf Begegnungen ließ das TVR-Team überhaupt nichts anbrennen. Auch wenn das Herrendoppel mit Beck/Schwenger phasenweise Mühe hatte und Richard Domke erneut einen sehr knappen Satz hinlegte, ja sogar Fabian Roth zum Spielbeginn mit 9:11 zurück lag – auf der Zielgeraden hatten die Refrather Akteure jeweils die Nase vorn und gaben keinen Satz ab.

Besonders zu gefallen wusste Jenny Karnott, die an der Seite der routinierten Engländerin Wallwork ein starkes Doppel spielte und sich anschließend auch nicht zu schade war, in einem aussichtslosen Einzel gegen die Nummer 141 der Welt um jeden Ball zu kämpfen. Heinz Kelzenberg: „Ich habe in den Jahren Bundesliga viele Dameneinzel gesehen, die von einer Seite mehr oder weniger abgeschenkt wurden. Jenny hat um jeden Ball gekämpft und den Zuschauern ein schönes Spiel gezeigt. Sie hat sich ein Extra-Lob verdient und bewiesen, dass wir für die Zukunft auf sie zählen können.“

Ebenfalls sehr zufrieden zeigte sich Kelzenberg mit Richard Domke, der nach neun Monaten wieder in Refrath auf dem Feld stand und beide Spiele gewann. Zum Abschluss spielten Raphael Beck und Jenny Wallwork noch ein starkes Mixed, welches einen schönen Abschluss eines erfolgreichen Wochenendes bildete.

Hauchdünn führt Refrath weiterhin ungeschlagen die Tabelle an. Zum Ende der Hinrunde kommt es für den TVR noch zum Auswärtsspiel in Dortelweil sowie zum Spitzenspiel gegen Mülheim am 14. Dezember um 14 Uhr in der hoffentlich vollen Refrather Halle. Hier kann man aus eigener Kraft die sogenannte „Herbstmeisterschaft“ unter Dach und Fach bringen. Heinz Kelzenberg: „Hoffen wir vor allem, dass sich unsere Verletzten bis dahin erholen.“

  

Schwere Pflichtaufgaben für Refrath

Richard Domke – wieder an Bord in der Bundesliga.
Jenny Wallwork – erstmals in der Bundesliga. Fotos: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(25.11.2014) Die fünf bisherigen Bundesligaspiele sind für den TV Refrath äußerst erfolgreich verlaufen. Auch wenn man zuletzt in Trittau einen Punkt liegen ließ, wurde der eine oder andere Zähler in den anderen Begegnungen auch glücklich eingefahren. Das Tabellenbild mit dem ersten Platz und 8:2 Punkten soll jedoch aktuell nicht darüber hinweg täuschen, dass der TVR am Wochenende vor zwei kniffligen Aufgaben steht.

Zwar geht es in der heimischen Halle Steinbreche „nur“ gegen den Tabellenachten Rosenheim (Samstag 16 Uhr) und  den -vorletzten Neuhausen-Nymphenburg (Sonntag 11 Uhr), doch die eigene personelle Besetzung macht genau diese beiden Spiele durchaus zu Herausforderungen.

Heinz Kelzenberg: „Wir möchten nichts liegen lassen, zwei Siege einfahren und Tabellenerster bleiben, aber vor allem am Samstag wird das nicht einfach.“ Ohne Tan Chun Seang und Chloe Magee stehen dem TV Refrath zwar alle deutschen Spitzenspieler zur Verfügung, doch im 1. Herreneinzel und im Dameneinzel hat man vom Papier her erst einmal nicht den üblichen Vorteil. Kelzenberg: „Richard Domke hat noch sehr wenig Matchpraxis, möchte aber natürlich den heimischen Zuschauern wieder alles zeigen und Mette Stahlberg ist auch erst einmal Außenseiterin.“

Im Doppel kommt erstmals die Engländerin Jenny Wallwork zum Einsatz, die zusammen mit Carla Nelte an beiden Tagen mindestens das Damendoppel „safe“ machen soll. Die 26-Jährige beendete vor eineinhalb Jahren überraschend ihre internationale Karriere, in der sie 42-mal für England spielte, eine EM-Medaille holte und es im Mixed bis auf Platz fünf der Weltrangliste schaffte. Kelzenberg: „Auf sie sind wir wirklich sehr gespannt, denn sie spielt ja keine internationalen Turniere mehr und wir werden sie in dieser Saison noch ein- bis zweimal benötigen.“

Für die notwenigen Punkte an beiden Tagen sollen neben dem Damendoppel das Herrendoppel Schwenger/Beck und Fabian Roth im Herreneinzel sorgen. Das abschließende Mixed mit Max Schwenger und Carla Nelte hat wie so oft ebenfalls gute Siegchancen, auch wenn es am Samstag gegen die nur acht Plätze hinter ihnen rangierende Paarung Käsbauer/Herttrich geht.

Auf dem Papier ist Rosenheim im Vergleich mit Aufsteiger Neuhausen-Nymphenburg das stärkere Team, wie auch der 5:1-Erfolg im direkten Vergleich gezeigt hat. Doch auch die Münchner sollten am Sonntag keineswegs unterschätzt werden, zumal sie laut Kelzenberg „vermutlich frei und mit viel Spaß aufspielen werden“. Dennoch sind zwei Siege am Wochenende fest eingeplant, sodass die Tabellenführung noch ein paar weitere Wochen im Besitz des TVR bleiben könnte.

 

  

Tabellenführer nach hartem Stück Arbeit

Carla Nelte (l.) und Mette Stahlberg. Fotos: TVR.
Das Spitzenteam des TVR beim Spiel in Trittau.

Von Heinz Kelzenberg

 

(05.11.2014) Die beschwerliche Dienstagsreise des TV Refrath in den hohen Norden nach Trittau war für die Erstligamannschaft unter dem Strich erfolgreich. Denn angesichts der widrigen Umstände um diesen Einzelspieltag herum muss das 3:3 dort nicht nur als gerecht, sondern auch als gutes Ergebnis angesehen werden.

Vor dieser Spielzeit hätte niemand ernsthaft damit gerechnet, dass der TVR nach den ersten fünf Spieltagen – allesamt gegen fünf der sechs stärksten Gegner – mit 8:2 Punkten ungeschlagen die Bundesligatabelle anführt. Heinz Kelzenberg: „Das war mein Wunsch für heute und die Mannschaft hat dies umsetzen können. Dieses Spiel in Trittau war in der Vorbereitung und natürlich auch auf dem Spielfeld bretthart.“

Besonders fiel ins Gewicht, dass Chloe Mage vier Tage vor der Begegnung ihren Einsatz absagen musste. Erneut hatte sie ihren Reisepass nicht rechtzeitig von einer Botschaft, diesmal der chinesischen, zurück erhalten, sodass sie nicht aus ihrem Heimatland Irland nach Deutschland ausreisen durfte. Als dann auch noch Jenny Karnott als erste Ersatzspielerin wegen einer Erkältung absagen musste, sprang sehr kurzfristig Mette Stahlberg aus dem 2. Team ein. Max Schwenger: „Wir sind ihr sehr, sehr dankbar, ohne sie hätten wir gar nicht spielen können.“

Dass auch der TSV Trittau nur mit einer „Rumpfmannschaft" antreten konnte, fiel aus Sicht der Gastgeber zwar ins Gewicht, war aber kein Hinderungsgrund, auf dem Spielfeld eben genau diese zwei der drei Damenspiele locker nach Hause zu bringen. Dabei war Mette Stahlberg sehr unzufrieden mit ihrer Einzelleistung gegen die ehemalige Mannschaftskollegin Iris Tabeling, jedoch sehr glücklich über eine tolle Leistung mit Carla Nelte im Damendoppel.

Nach locker gewonnenem Herrendoppel stand es aus Refrather Sicht erwartungsgemäß 1:2, sodass nichts mehr anbrennen durfte. Als es dann jedoch Tan Chun Seang auf TVR-Seite nicht gelang, den an diesem Tag überragend agierenden Ary Trisnanto zu schlagen (19:21 im dritten Satz), stand es 1:3 bei parallelem deutlichen Rückstand von Fabian Roth im 2. Herreneinzel.

Heinz Kelzenberg: „In dieser Sekunde habe ich kurz gezweifelt, doch dann gelang Fabi eine Aufholjagd und ein überragendes Finish.“ Gegen den unbequem aufspielenden Nikolaj Persson gingen beide Sätze äußerst knapp an den 18-jährigen Roth, der einmal mehr Nervenstärke beweisen konnte und anschließend vom Team gefeiert wurde. Das Unentschieden perfekt machten Max Schwenger und Carla Nelte schließlich mit einer sehr konzentrierten Leistung im Mixed.

Das Resümee aus diesem Spiel war schnell gezogen: Mit Chloe Magee wären am Dienstag beide Punkte an Refrath gegangen, doch in Bestbesetzung hätte Trittau vermutlich an diesem Tag gewonnen. Von daher bilanziert der Refrather Teamchef: „Wir haben in allen fünf Spielen bisher Glück gehabt, dass unsere Gegner personelle Sorgen hatten. Diesmal hat es uns erwischt, wir sind jedoch mit einem blauen Auge davon gekommen.“

Für Heinz Kelzenberg ist die Tabellenführung nicht nur ein optischer Leckerbissen, sondern Motivation genug, diese in den nächsten drei Spielen gegen die Tabellenletzten Rosenheim, Neuhausen und Dortelweil erfolgreich zu verteidigen, bevor es am 14. Dezember zum Spitzenspiel vor heimischer Kulisse gegen den aktuellen Tabellenzweiten aus Mülheim kommt. Dabei müssen in allen vier Spielen personelle Engpässe kompensiert werden, für die es jedoch bereits Lösungen gibt, sodass der TVR auch in den restlichen Spielen der Hinrunde eine Siegchance haben dürfte. Refraths Nummer eins, Tan Chun Seang, hat jedoch inzwischen wieder den Weg nach Hause angetreten und wird im Januar zurückkehren.

Inzwischen ist im Refrather Team natürlich auch vom Erreichen der Play-offs (Plätze 1-3) die Rede. Doch dies soll laut Heinz Kelzenberg nicht im Hauptfokus stehen: „Wir sind noch nicht so weit, um Deutscher Meister zu werden, sodass die Tabellenposition am Ende der Saison nicht das Entscheidende ist. Wir werden gut abschneiden, da bin ich sicher, aber vor allem geht es darum, die jungen Spieler dauerhaft zu binden und beim Erreichen ihrer Ziele zu unterstützen.“

 

Stressige Fahrt in den Norden

Die Spitzenmannschaft des TV Refrath präsentierte sich bislang in hervorragender Verfassung. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(30.10.2014) Ein überaus anstrengender Einzelspieltag wartet am kommenden Dienstag auf die 1. Mannschaft des TV Refrath. Um 19 Uhr spielt man im 460 km entfernten Trittau und hat vor Spielbeginn erst einmal alle Hände voll zu tun, die Anreise zu organisieren. Heinz Kelzenberg: „Da vier unserer Herren in Saarbrücken leben, ist eine komplette Anreise am Spieltag unmöglich. Sie müssen bereits am Montagabend nach Oberhausen kommen“.

Chloe Magee reist direkt von ihrem ersten Spiel in der englischen Liga nach Hamburg und wird gemeinsam mit Carla Nelte auf ein starkes Trittauer Damendoppel treffen. Wer auf des Gegners Seite stehen wird, entscheidet vor allem die Tatsache, wer eine Freigabe des englischen Verbandes für diesen Spieltag unter der Woche erhält. Auch auf der Herrenseite erwarten den TVR international erfahrene Trittauer Akteure. Im Spitzeneinzel rechnet man mit dem Dänen Kenneth Jonassen, gefolgt vom Indonesier Ary Trisnanto. Fest steht lediglich, dass im Herrendoppel Robin Tabeling fehlen wird, der aktuell an einer Rückenverletzung laboriert. Mit dem englischen Nationalspieler Peter Mills verfügt Trittau jedoch in dieser Disziplin ebenfalls über einen sehr starken Spieler.

Heinz Kelzenberg: „Vermutlich wissen wir erst eine Stunde vor Spielbeginn, was uns erwartet, aber ich sehe keinen Grund, nicht optimistisch zu sein.“ In der Tat hat der TV Refrath in allen sechs Begegnungen eine realistische Siegchance und wird, so Kelzenberg, „volles Brett spielen“.

Gerne sähe der Refrather Vereinschef sein Team zumindest nach diesem Spieltag ganz oben in der Tabelle. Denn bei einem Sieg in Trittau und einem gleichzeitigen Punktverlust des 1. BV Mülheim in Lüdinghausen wäre der TVR Tabellenführer. Kelzenberg: „Das wäre ein schöner Anblick, den ich gerne einmal hätte.“ Die Hinrunde wird für den TVR schließlich beendet mit drei Heimspielen gegen Rosenheim, Neuhausen und Mülheim sowie mit einer Begegnung auswärts in Dortelweil.

 

Drei Punkte für den TVR gegen die Elite der Liga

Carla Nelte und Max Schwenger. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(29.09.2014) Spiele gegen den 1. BC Bischmisheim und Union Lüdinghausen waren in den letzten Jahren immer eher ein aussichtsloses Unterfangen für den TV Refrath, da beide Teams jeweils zu den ganz großen Play-off-Kandidaten zählten. Dies tun sie sicherlich auch in der laufenden Saison, doch der TVR hat am Wochenende beiden Gegnern Punkte abgenommen.

Am Freitag war der Top-Favorit um die Deutsche Meisterschaft, der 1. BC Bischmisheim, vor 300 Zuschauern zu Gast in der Halle Steinbreche. Am Ende stand es nach spannenden 2:45 Stunden 3:3. Eine vergebene, deutliche Führung im Damendoppel kurz vor dem Sieg, zwei Aufschlagfehler gegen Ende des Mixed-Krimis und daraus folgend zwei Niederlagen – da hätte man eigentlich unzufrieden sein müssen. Nicht so TVR-Boss Heinz Kelzenberg: „Natürlich ist es schade, dass sich die Mannschaft heute nicht selbst belohnt hat, aber ich bin dennoch begeistert über die Leistungen, die wir heute abgerufen haben. Das 3:3 ist für mich völlig in Ordnung, denn Bischmisheim musste heute zwei Herreneinzel ersetzen.“

Ohne Marc Zwiebler und Dieter Domke hatte der TVR bereits vor dem Match gedanklich mit 2:0 geführt und auch die in prächtiger Form spielende Chloe Magee unterstrich gegen Olga Konon ihre absolute Siegesbereitschaft. Erfreulicherweise aus Refrather Sicht wurden genau diese drei Spiele auch gewonnen, wobei Tan Chun Seang alle Mühe mit dem Deutschen Meister Lukas Schmidt hatte, Fabian Roth und Choe Magee jedoch ihre Einzel in zwei Durchgängen nach Hause brachten.

Doch ein vierter, ja sogar fünfter Punktgewinn wäre durchaus möglich gewesen. Chloe Magee und Carla Nelte reichte im Damendoppel leider eine 19:14-Führung im dritten Satz nicht, um das Spiel gegen die Niederländerinnen Eefje Muskens/Samantha Barning zu gewinnen. Trotz zum großen Teil überragender Ballwechsel waren im Herrendoppel Raphael Beck und Max Schwenger noch nicht dazu in der Lage, Michael Fuchs und Johannes Schöttler zu bezwingen. Und auch das Mixed zwischen Max Schwenger/Carla Nelte und Michael Fuchs/Samantha Barning wurde zu einem hochklassigem Krimi, der so oder so hätte ausgehen können. Dass am Ende der Weltranglistensiebte Michael Fuchs die Nase vorn hatte, lag an Kleinigkeiten, wie einem unerreichbaren Netzroller zum 21:19 im dritten Satz.

Die begeisterten Zuschauer erlebten ein Wechselbad der Gefühle: Ein unglücklicher 0:2-Rückstand wurde in ein 3:2 umgedreht, bevor die minimale Siegchance im letzten Moment vergeben wurde. Heinz Kelzenberg: „Wenn die Zuschauer so mitgehen und selbst die Schiedsrichter von einem Gänsehautfeeling und Werbung für den Badmintonsport sprechen, dann hat meine Mannschaft heute fast alles richtig gemacht. Nur den Sieg hat sie liegen gelassen.“ Dennoch ist er nach wie vor glücklich über die Entwicklung seines Teams: „Wenn ich sehe, wie Max Schwenger und Carla Nelte sich inzwischen präsentieren, dann geht mein Herz auf. Fabi Roth und Raphi Beck spielen in ihrer ersten Erstligasaison ebenfalls einen fantastischen Streifen und unsere beiden Ausländer kämpfen bis zum letzten Punkt für den TVR. Was will ich mehr?“

Erfreut war Kelzenberg auch über Richard Domke, der nach über siebeneinhalb Monaten wieder in der Halle Steinbreche war: „Richi hat eine sehr harte Zeit hinter sich und wird uns bald wieder helfen. Wir haben heute gemerkt, wie sehr er die Bundesliga vermisst hat und freuen uns, wenn er im November wieder für uns aufs Feld geht.“

 

Am Sonntag reiste das Team zum Deutschen Meister Union Lüdinghausen, der auf seine Nummer 1 im Dameneinzel, Karin Schnaase, verzichten mussten. Gleich zu Beginn unterstrich das Herrendoppel mit Raphael Beck und Max Schwenger seine Stärke und gewann in zwei Durchgängen. Auf dem Nachbarfeld kämpften Chloe Magee und die grippegeschwächte Carla Nelte fast bis zum Umfallen weit über eine Stunde gegen Heather Olver und die japanische Silbermedaillengewinnerin bei den Olympischen Spielen in London, Mizuki Fujii. Am Ende hatte die englisch-japanische Kombination die Nase vorn und glich aus.

Zwei Herreneinzel folgten, in denen der TVR aus unterschiedlichen Gründen seine Favoritenstellung unter Beweis stellte. Zum einen zeigten Tan Chun Seang und Fabian Roth absolut erstklassige Leistungen, zum anderen war den Gegnern anzumerken, dass sie an diesem Spieltag nicht in Top-Form aufspielen konnten. Chloe Magee tat sich gegen die japanische Doppelspezialistin sehr schwer, wusste jedoch jeweils nach Rückstand zum Satzende entscheidend zuzulegen und gewann in zwei Durchgängen. Das Mixed war beim Stande von 4:1 nahezu ohne Bedeutung. Der erste Satz ging an Lüdinghausen, worauf sich Schwenger/Nelte sehr zu steigern wussten und deutlich führten, als Matthew Nottingham seiner Partnerin bei einer unglücklichen Aktion in der Abwehr mit seinem Schläger auf die Hand schlug und diese daraufhin aufgeben musste. Dies sorgte für ein abruptes Ende und den 5:1-Endstand. Heinz Kelzenberg: „Ich denke, wir hätten heute auch gegen Lüdinghausen in Bestbesetzung gewonnen und wir sind sehr zufrieden mit dem bisherigen Saisonverlauf.“

 

Nun wartet Anfang November in Schleswig Holstein beim TSV Trittau noch ein weiterer „dicker Brocken“ auf den TVR, sofern dieser in Bestbesetzung aufläuft. Die vor der Saison ausgegebene Zielsetzung „Platz 3-5“ hält Kelzenberg nach wie vor für absolut realistisch und weist daraufhin, dass bis dato das Glück auch auf Seiten seines TVR war: „Dennoch haben wir nicht nur von gegnerischen Problemen profitiert, sondern auch eindrucksvolle Auftritte hingelegt. Es fühlt sich jedenfalls total gut an, wenn man da oben mitspielt, das wollen wir so lange wie möglich auskosten.“

  

Am Wochenende gegen die Top-Teams der Bundesliga

Von Heinz Kelzenberg

 

(23.09.2014) Vor seiner sechsten Bundesligasaison zählte sich der TV Refrath zu den „Verfolgern“ der Spitzenclubs in der Badminton-Bundesliga, die um die Play-off-Plätze spielen. Das waren in der vergangenen Spielzeit neben Meister Lüdinghausen vor allem Mülheim, Beuel und Bischmisheim. Nachdem nun zwei von 18 Spieltagen vorbei sind, hat sich diese Prognose bisher als durchaus realistisch herausgestellt. Siege gegen den 1. BC Düren und den 1. BC Beuel waren gut für das Selbstvertrauen der jungen Refrather Mannschaft und sorgten dafür, dass man von einem „Start nach Maß“ sprechen kann. Lediglich Top-Favorit 1. BC Bischmisheim und der amtierende Vizemeister 1. BV Mülheim haben wie der TVR noch eine „weiße Weste“.

Am Freitag (19 Uhr, Halle Steinbreche) kommen die Saarländer ins Bergische und wollen dort ihre Favoritenrolle unter Beweis stellen, die sie längstens nach der spektakulären Verpflichtung von Marc Zwiebler innehaben. Heinz Kelzenberg weiß: „In kompletter Besetzung ist der BCB für kein Team zu bezwingen.“ Er fügt jedoch an „Marc Zwiebler wird längst nicht alle Matches bestreiten und auch Olga Konon fehlt definitiv noch Wettkampfpraxis.“ Das klingt nach einer kleinen Chance für den TVR, falls Marc Zwiebler tatsächlich bei den Czech International spielt und Refrath wie gegen Düren und Beuel seine Top-Form abrufen kann. Doch vor allem die Doppelspezialisten Michael Fuchs und Johannes Schöttler sowie das niederländische Duo Eefje Muskens/Samantha Barning bereiten den Refrathern arges Kopfzerbrechen: „Das ist das Beste, was die Bundesliga zu bieten hat, alleine ein Michael Fuchs hat im letzten Jahr 30 Siege eingefahren.“

„Alle sind bei uns an Bord und sehr motiviert“, so der TVR-Boss, der sich aber auch auf die zweite Begegnung in Lüdinghausen (Sonntag 14 Uhr) freut: „Spiele in Lüdinghausen machen großen Spaß, die Stimmung ist toll und sicherlich hat der Club  durch seinen Meistertitel noch ordentlich Rückenwind.“ Auf Refrather Seite geht man davon aus, dass der Gegner aus dem Kreis Coesfeld am Sonntag jedoch das eine oder andere Personalproblem lösen muss. Man munkelt, dass Karin Schnaase fehlen wird, die im Dameneinzel nicht gleichwertig ersetzt werden könnte. Sicherlich werden mit der Japanerin Mizuki Fujii und Heather Olver aus England zwei starke Damen an Bord sein, doch keine der beiden kann ein sehr gutes Einzel spielen.

Durch den Einsatz der Japanerin hätte Lüdinghausens Indonesier Endra Kurniawan keine Spielberechtigung und darüber hinaus war der Belgier Yuhan Tan zuletzt angeschlagen. Also könnten auch im Herreneinzel durchaus Chancen für Refrath bestehen. Da im Vergleich zur Meistersaison auf Lüdinghausener Seite auch alle drei Doppel umgebaut werden mussten, ist man vielleicht auch in diesen Disziplinen nicht chancenlos. Heinz Kelzenberg: „Selbst im letzten Jahr, als wir mit zwei Mann Ersatz gegen ein Lüdinghausener Team in Bestbesetzung gespielt haben, liefen die Begegnungen nicht schlecht.“ So steht also fest, dass der TV Refrath definitiv mit etwas „Zählbarem“ vom Deutschen Meister zurückkommen möchte und natürlich vorher dem heimischen Publikum am Freitag gegen Bischmisheim einen großen Kampf bieten will.

Am Freitag kommt es auch endlich zur Vorstellung der neuen Refrather Trikots, auf denen der TVR für das Kinderhilfswerk UNICEF wirbt.

 

Sieg gegen Beuel macht Refrather Bundesligastart perfekt

Tan Chun Seang. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(17.09.2014) „Wir können uns nicht erinnern, wann wir das letzte Mal zu Null verloren haben“, so die Aussage der beiden Alt-Internationalen Evi Zwiebler und Roland Maywald am Dienstagabend in Refrath nach dem Spiel ihrer Bonner Mannschaft im Lokalderby bei den Bergischen. In der Tat hatte das glatte Ergebnis so manchen schwer beeindruckt und viele der 250 Zuschauer blieben bis zum letzten Ballwechsel, in dem Carla Nelte und Max Schwenger ihren Beueler Mixedgegnern noch nicht einmal den Ehrenpunkt gönnten. Refraths Vereinschef Heinz Kelzenberg: „Das war ein beeindruckendes Spiel, angefangen von der wirklich sehr guten Stimmung bis hin zum Ergebnis. Bonn hatte in drei Spielen eine reelle Siegchance und man muss sagen, dass unsere Spieler in diesen Matches extrem gut gespielt haben.“

Wie bereits am Sonntag in Düren waren es wieder zwei starke TVR-Doppel, die die Weichen stellten. Erneut kamen Carla Nelte und Chloe Magee nicht sonderlich gut ins Spiel, steigerten sich jedoch kontinuierlich und hatten letztlich im zweiten Satz keinerlei Mühe mehr mit Luise Heim und Birgit Michels.

Beuel hatte bereits im Vorfeld offen kommuniziert, dass weder der Hongkong-Chinese Yan Kit Chan noch die Engländer Lauren Smith und Chris Langridge an Bord sein würden. Dass das Team jedoch schließlich auch ohne Andreas Heinz nach Refrath kommen musste, sorgte für eine geänderte Ausgangsposition: Refrath war auf einmal in der Favoritenrolle. Damit musste das Team erst einmal klarkommen, denn alles andere als ein Sieg wäre an diesem Spieltag wohl eine Enttäuschung gewesen. Obwohl der TVR ein sehr freundschaftliches Verhältnis zu Beuel pflegt, ist natürlich dieser erste Bundesligasieg gegen Bonn für den Club etwas ganz besonderes.

Zunächst entwickelte sich zwischen Ingo Kindervater/Max Weißkirchen und Raphael Beck/Max Schwenger ein langer, spannender Krimi, der zur übergroßen Freude von Heinz Kelzenberg an seine Paarung ging: „Max und Raphi haben ein riesengroßes Potenzial und könnten einmal ein international sehr erfolgreiches Doppel werden, doch sie müssen sich erst finden. Und dabei helfen natürlich Erfolgserlebnisse, sprich Siege wie dieser.“ Und der Matchgewinn zum 2:0 gelang immerhin gegen den 97-maligen Nationalspieler Ingo Kindervater und den Teilnehmer an den Olympischen Jugendspielen, Max Weißkirchen, der an diesem Abend eine famose Leistung zeigte.

Es folgte das einseitige 1. Herreneinzel, in dem Tan Chun Seang gegen den Niederländer Erik Meijs den ersten Durchgang locker gewann, bevor Meijs im zweiten Satz wegen einer Verletzung  aufgab. Da auch Luise Heim gegen Chloe Magee keinerlei Chance hatte, stand es frühzeitig 4:0 für den TV Refrath. Parallel spielte Fabian Roth gegen den Ex-Refrather Kestutis Navickas, gewann den ersten Satz in beeindruckender Manier, bevor er den folgenden Durchgang glatt abgeben musste. Doch erneut bewies der erst 18 Jahre alte U19-Europameister seinen heimischen Fans, wozu er in der Lage ist und schlug den zweimaligen Olympiateilnehmer aus Litauen auf der Zielgeraden.

Abschließend wollten sich Carla Nelte und Max Schwenger für die in der letzten Saison erlittene Niederlage gegen Max Weißkirchen/Birgit Michels revanchieren. Mit ihrem knappen Dreisatzerfolg sorgten sie schließlich für den Refrather Kantersieg, den Heinz Kelzenberg einzuordnen weiß: „Natürlich haben bei Beuel vier Leistungsträger gefehlt und trotzdem haben sie heute ein gutes Team gehabt. Jedes Team muss mit seinen Personalproblemen klar kommen. Auch wir sind im einen oder anderen Spiel nicht in Bestbesetzung. Fest steht, dass Bonn heute durchaus ein 3:3 hätte erzielen können. Doch letztlich lag es an unserer gemeinschaftlich guten Leistung, dass uns dieser Sieg gelungen ist.“

Angesprochen auf den aktuell zweiten Tabellenplatz und die beiden bevorstehenden Spitzenspiele gegen Bischmisheim (Freitag, 26.9. um 19 Uhr in Refrath) und zwei Tage später beim Deutschen Meister Lüdinghausen meint Heinz Kelzenberg: „Alle freuen sich bereits auf das nächste Spiel, weil es einfach gut läuft bisher. Unser Team ist super, alle sind in sehr guter Form und wir haben auch das Quäntchen Glück, welches uns in den letzten Jahren oft gefehlt hat.“

Von daher denkt Kelzenberg auch nicht in erster Linie an Ergebnisse: „Unsere jungen Spieler sollen sich gemeinsam entwickeln. Wenn sie darüber hinaus auch noch den Spaß an der Bundesliga behalten und ihr Bestes geben, dann kommt da auch ein vernünftiges Endergebnis heraus. Ich jedenfalls freue mich drauf, alle am nächsten Freitag wieder zu sehen und in Bestbesetzung gegen den großen Meisterschaftsfavoriten zu spielen.“

   

Toller Start in die neue Saison – Refraths Bundesligateam gewinnt 5:1 in Düren

Tan Chun Seang und Jennifer Karnott. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(15.09.2014) Was für ein Einstieg in die neue Saison – mit einem 5:1-Sieg im Gepäck trat das Refrather Erstligateam am Sonntagnachmittag die Heimreise aus Düren an. Die Freude war groß, hatte man doch bisher nie gegen diesen Gegner doppelt punkten können.

Den Auftakt und damit den Grundstein zum Erfolg bildeten die beiden Doppel. Das Herrendoppel mit Max Schwenger und Raphael Beck tat sich gegen die niederländische Kombination zwischenzeitlich schwer, behielt jedoch auch in der dramatischen Schlussphase des zweiten Satzes die Oberhand. Sehr stark spielten parallel Carla Nelte und Chloe Magee, die in zwei knappen Sätzen das Damendoppel gewinnen konnten.

Anschließend traf Refraths neue Nummer 1, Tan Chun Seang aus Malaysia, auf Carl Baxter aus England. Im ersten Satz fand Tan noch nicht zu seinem Spiel, doch in den folgenden Durchgängen hatte er leichtes Spiel. Auch Fabian Roth gewann sicher gegen den Niederländer Ridder und holte somit den vierten Zähler.

Chloe Magee schlug sich gegen die mit Abstand beste Dame der Liga, Beiwen Zhang, mehr als achtbar, verlor jedoch in zwei Sätzen. Abschließend ging das Mixed Max Schwenger/Carla Nelte noch in den dritten Satz, sorgte jedoch letztlich sicher für den 4:2-Endstand.

Heinz Kelzenberg: „Das war der berühmte Einstand nach Maß. Alle haben eine sehr gute Leistung gebracht. Auch wenn Dürens Nummer 1 gefehlt hat – wir hätten auch mit ihm heute gewonnen. Jetzt freuen wir uns auf Beuel am Dienstag.“

Am kommenden Dienstag (18 Uhr Halle Steinbreche) ist der Nachbar 1. BC Beuel zu Gast in Refrath. Da die Bonner über Personalprobleme klagen und ihr erstes Spiel beim Deutschen Vizemeister Mülheim mit 2:4 verloren, ist man auf TVR-Seite optimistisch. Kelzenberg: „Wir möchten auch dieses Spiel gewinnen.“

 

Start in die Bundesliga mit zwei echten Krachern

Tan Chun Seang. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(08.09.2014) Am Montagfrüh war er endlich da, der neue Hoffnungsträger des TV Refrath, Tan Chun Seang aus Malaysia. Zwar war sein Koffer beim Zwischenstopp in Istanbul hängen geblieben, doch das tat der guten Laune keinen Abbruch. „Am Mittwoch (vor Veröffentlichung dieser Mitteilung; Anm. d. Red.) reise ich mit ihm zu den Belgian International. Dort hat Tan eine extrem schwere Auslosung, doch er scheint gut drauf, ist am Wochenende beim Grand Prix in Vietnam immerhin im Halbfinale gewesen“, so Heinz Kelzenberg über seine Neuverpflichtung.

 

Diese gute Form ist auch wirklich nötig, wenn das Bundesligateam des TVR am Sonntag um 14 Uhr beim 1. BC Düren antritt. Da steht dem Neu-Refrather Tan kein geringerer als Vize-Europameister Rajiv Ouseph (England) gegenüber, der in Düren gemeinsam mit Carl Baxter ein englisches Einzel-Duo bildet. Baxter wird Fabian Roth als Gegner im 2. Einzel haben, gegen den er beim letzten Aufeinandertreffen den Kürzeren gezogen hat.

 

Ebenfalls kommt es vermutlich zur Premiere des niederländischen Doppels Ridder/Maas gegen das neu gebildete Refrather Gespann Beck/Schwenger. Ob Düren darüber hinaus mit seiner niederländisch-englischen Damenkombination aufläuft oder sogar eine der beiden starken Asiatinnen im Kader haben wird, weiß man vermutlich erst am Spieltag selbst. Kelzenberg: „Düren verfügt über einen der stärksten Kader, in Bestbesetzung können sie in der Tat gegen alle Teams gewinnen.“

 

Auf Refrather Seite ist man sehr froh, gegen diese starke Mannschaft selbst in der Top-Aufstellung spielen zu können. Lediglich Richard Domke pausiert zu Gunsten von Fabian Roth. Mit Carla Nelte und Chloe Magee sind auch Refraths stärkste Damen dabei und könnten entscheidend dazu beitragen, dass der erste Sieg der Bergischen gegen diesen Gegner gelingt. Heinz Kelzenberg: „Das ist das Ziel, wir wollen gewinnen.“

 

Dies gilt im Übrigen auch für die zweite Begegnung gegen den 1. BC Beuel am Dienstag, den 16.9. um 18 Uhr (Halle Steinbreche). Beuel wird aller Voraussicht nach ein bis zwei Leistungsträger ersetzen müssen, sodass die Zeichen dafür nicht schlecht stehen sollten.

 

Auf Refrather Seite ist man sich einig, dass ein guter Saisonstart nach der enttäuschenden letzten Spielserie die Basis für die nächsten Monate sein würde. Mit Rückenwind aus den ersten beiden Spielen ließen sich dann auch Ende des Monats die beiden „Kracher“ gegen den Meisterschaftsfavoriten Bischmisheim und den amtierenden Meister Lüdinghausen etwas entspannter angehen.

  

Bundesligateams des TV Refrath werben für UNICEF

Die Mannschaften des TVR schlagen künftig mit der Unicef-Logo auf der Brust auf. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(04.09.2014) Die beiden Top-Teams des TV Refrath tragen ab dieser Saison einen neuen Schriftzug auf der Brust. Nachdem sich die Firma druckdiscount24.de nach vielen Jahren der tatkräftigen Unterstützung etwas zurückgezogen hat, war die begehrteste Werbefläche auf den Trikots der beiden Bundesligateams frei geworden.

Heinz Kelzenberg: „Wir sind der Familie Mazur sehr dankbar für ihr Engagement in den letzten Jahren. Sie werden uns großzügig weiterhin bei allen unseren Druckerzeugnissen für die Bundesliga unterstützen.“ So wird der TVR nach wie vor durch die Firma Häuser KG/Druckdiscount24 mit Eintrittskarten, Plakaten und Broschüren versorgt.

Lokale Sponsoren in einer entsprechenden Größenordnung waren nicht zu finden und so sah es lange so aus, als würde die Refrather Brust in der kommenden Saison frei bleiben. Und dies ausgerechnet, obwohl gerade vom Düsseldorfer Designer Julian Pletz ein neues Vereinstrikot entworfen worden war. Pletz unterstützt die Badminton-Abteilung des TVR nun schon im dritten Jahr als grafischer Ideengeber und Fotograf.

Doch dann fand sich ein Bergisch Gladbacher Ehepaar, welches sich schon seit Jahren zu den Freunden und Unterstützern von UNICEF zählt, aber auch die finanziellen Sorgen und Nöte der örtlichen Sportvereine kennt. Das Ehepaar, welches anonym bleiben möchte, finanziert die Trikotwerbung zugunsten von UNICEF und hat sich entschlossen, die Badminton-Abteilung des TV Refrath zumindest für die nächsten drei Jahre zu unterstützen. Gerade die erfolgreiche Kinder- und Jugendarbeit des Vereins hat di Eheleute zu diesem Schritt animiert – auch in der Hoffnung, den Jugendlichen einen Impuls zu geben, neben dem Sport soziales Engagement zu zeigen.

Refraths Badmintonchef Heinz Kelzenberg: „Wir sind natürlich stolz, dass wir für UNICEF werben dürfen.“ Ob der zweite Werbeplatz direkt unter dem UNICEF-Logo weiter frei bleibt, hängt laut Kelzenberg davon ab, ob sich ein passender, seriöser Partner findet.

Vorgestellt wird das neue Trikot dem Refrather Publikum offiziell beim ersten Heimspiel der Bundesligamannschaft am Dienstag, den 16.09.2014 um 18.00 Uhr (Halle Steinbreche) gegen den 1. BC Beuel. Zwei Tage vorher wird das Zweitligateam bereits sein erstes Match in den neuen Textilien bestreiten, wenn es am Sonntag, den 14.09.2014 um 11.00 Uhr gegen Solingen geht.

„Ziel ist es, dass zur folgenden Saison ab Mitte 2015 alle weiteren Badmintonteams mit den neuen Trikots auflaufen und Werbung für UNICEF machen“, so Kelzenberg. Den Werbewert seiner insgesamt 20 Badmintonmannschaften hält er für durchaus beachtlich: „Wir haben ja nicht nur die beiden Bundesligateams, die eine hohe Präsenz in der Presse haben, sondern fünf weitere Erwachsenenmannschaften sowie unsere Teams aus der Badmintonschule und den Talentnestern plus vier Mini-Mannschaften unter elf Jahren. Da kommt schon einiges zusammen, denn ungefähr einhundert TVR-Spieler sieht man regelmäßig auf Turnieren.“

Motiviert durch das Engagement des Bergisch Gladbacher Ehepaares, sieht auch Kelzenberg weitere Chancen in der Verbindung TV Refrath Badminton – UNICEF: „Denkbar sind auch weitere Aktionen, die beiden Partnern helfen, wie zum Beispiel ein Sponsorenlauf.“ Doch jetzt müssen die Textilien erst einmal pünktlich geliefert werden und wird der Saisonstart hoffentlich nach Maß verlaufen.

   

Zum 25. Geburtstag viel vorgenommen

Heimspiel in der vergangenen Saison gegen den 1. BC Beuel. Foto: Julian Pletz.

Von Heinz Kelzenberg

 

(17.08.2014) In vier Wochen (bei Veröffentlichung dieser Mitteilung in drei Wochen; Anm. d. Red.) beginnt die Badminton-Bundesligasaison, für den TV Refrath ist es bereits die sechste in der Eliteliga. Damit ist der TVR kein Neuling mehr, sondern steht in der Rangliste der Erstligazugehörigkeit hinter Beuel, Lüdinghausen und Bischmisheim auf Rang vier. Seit zwei Jahren ist der Club sogar mit seiner 2. Mannschaft in der 2. Liga vertreten, in der man letztes Jahr die Meisterschaft erringen konnte. Dennoch steht das Spitzenteam der Bergisch Gladbacher nach wie vor im Schatten so manch anderer Top-Clubs der deutschen Eliteliga.

Dass sich dies in der kommenden Saison erstmals ändern soll, ist nicht nur der Wunsch des inzwischen stark mit dem Verein verbundenen Spielerkaders, sondern auch das Ziel der Vereinsführung. TVR-Chef Heinz Kelzenberg, der die Abteilung im März 1990 gründete: „Ich bin im März 25 Jahre beim TVR und zu diesem Jubiläum wünsche ich mir eine erfolgreiche Saison der 1. Mannschaft.“

Dabei möchte er den Erfolg der abgelaufenen Spielzeit mit der Meisterschaft in der 2. Liga gar nicht schmälern, aber „die Erste bleibt die Erste und steht besonders im Blickpunkt“. Stagnation passt nicht zur Denkweise des 52-jährigen Refrathers und schlich sich letzte Saison hier und da ein. Zunächst war es in den ersten drei Jahren der Klassenerhalt, den es zu schaffen galt, doch dieser ist spätestens seit der Aufstockung auf zehn Clubs in der höchsten deutschen Spielklasse in der Tat „kein Thema mehr“.

Da es im Badminton anders als im Fußball weder ein „internationales Geschäft“, noch TV-Prämien für vordere Platzierungen gibt, ist das Erreichen der Play-offs für die besten drei Teams der Hin- und Rückrunde das einzige reizvolle Ziel für die Clubs, die nichts mit dem Abstieg zu tun haben.

Kelzenberg: „Ich denke, wir sind noch nicht so weit, dass wir einer der vordersten Play-off-Anwärter sind, aber so ganz chancenlos sind wir auch nicht.“ Dies liegt am Kader des TVR, trotz seines niedrigen Durchschnittsalters von 23,5 Jahren. Und die Refrather Truppe hat sich im Vergleich zur letzten Saison ein ganzes Stück verbessert und vor allem angesichts der zahlreichen deutschen „Perspektivspieler“ gehört ihr sicherlich die Zukunft.

Doch um bald vor allen anderen stehen zu können, bedarf es dem bekannten „langen Atem“, denn deutsche Leistungsträger wie Max Schwenger, Raphael Beck, Richard Domke, Fabian Roth oder Carla Nelte müssten dazu längerfristig an den TV Refrath gebunden werden. Kelzenberg: „Und das können wir nicht primär mit finanziellen Mitteln erreichen, sondern vor allem durch ein gutes Vereinsumfeld und das Umsetzen einer interessanten sportlichen Perspektive.“

Somit muss die Zielsetzung für die kommende Saison „Platz drei bis fünf“ lauten, wobei Rang drei das Erreichen der Play-offs bedeuten würde. Ganz vorne sieht der Refrather Vereinschef den 1. BC Bischmisheim, denn die Saarländer haben sich nach der letzten, eher enttäuschenden Saison durch die Verpflichtung von Marc Zwiebler zum Top-Favoriten gemausert. Titelverteidiger Union Lüdinghausen und nominell auch der 1. BC Düren sieht Kelzenberg „kadermäßig vor dem TVR“, doch weiß gerade er zu genüge, wie schwer es ist, über die gesamte Saison das stärkste Team beisammen zu haben.

Auf Augenhöhe mit seinem TV Refrath sieht er Vorjahresfinalist 1. BV Mülheim, den Nachbarn 1. BC Beuel und auch den erstarkten TSV Trittau. Mit etwas Abstand dahinter folgen seiner Meinung nach die drei Südmannschaften aus Rosenheim, Dortelweil und Neuhausen-Nymphenburg, die wohl den Abstieg unter sich ausmachen werden.

Wichtig für den TVR wird vor allem ein guter Start in die Saison sein, denn in den vier Septemberspielen trifft man auf die genannten „Top 3-Teams“ sowie auf den BC Beuel, gegen den man am Dienstag, den 16. September das erste Heimspiel der Saison bestreitet (18 Uhr Halle Steinbreche).

Heinz Kelzenberg: „Wenn wir aus diesen Hammerspielen mit einem ausgeglichenen Punktekonto heraus kommen würden, blieben wir für die folgenden Monate in einer ausgezeichneten Position“. Wichtig ist für ihn, dass die gesamte Mannschaft von Beginn an einem Strang zieht und das Ziel verfolgt, gegen jeden Gegner zu punkten. Dabei vertraut er natürlich auch seiner neuen Nummer eins, Tan Chun Seang aus Malaysia, der gemeinsam mit Richard Domke und Fabian Roth ein starkes Einzel-Trio bildet, aber vor allem den zuletzt ausgezeichnet aufspielenden „Stars“ der Mannschaft, Carla Nelte und Max Schwenger, inzwischen gemeinsam auf Platz 20 der Weltrangliste.

Sollten die Canada- und Brasilien Open-Gewinner genau wie die Irin Chloe Magee konstant ihre Bestform abrufen können, dann gilt das Refrather Team auch in Fachkreisen als sehr stark, denn zusätzlich wird auch die neue Herrendoppel-Paarung Max Schwenger/Raphael Beck für den einen oder anderen Überraschungssieg gut sein.

Doch am Ende, so ist sich Kelzenberg sicher, wird das Team erfolgreich sein, welches den besten Teamgeist hat und dem die Bundesligaspiele wichtig sind. Dies war in der vergangenen Saison der 1. BV Mülheim, der dann jedoch im Play-off-Finale an Lüdinghausen scheiterte. „Die Spieler haben eine hohe Belastung durch Training und Turniere. Wenn sie nicht gerne zu den Bundesligaspielen kommen, dann haben wir schlechte Karten. Unser Plan muss es sein, die Erstligaspiele für unsere Leute so reizvoll wie möglich zu machen, dann bringen sie auch ihre beste Leistung“, so Kelzenberg.

Abschließend macht er mit dem Hinweis auf die ersten beiden Spiele mobil: „Es wird Zeit, dass wir endlich in der Bundesliga mal einen guten Start hinlegen. Wir haben noch nie gegen Düren oder Beuel gewinnen können. Warum soll uns das nicht diesmal gelingen?“

  

Jenny Wallwork verstärkt TVR

Jenny Wallwork. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(04.07.2014) Die letzte Personalie ist für den TV Refrath endlich erledigt: In den Spielen ohne Chloe Magee wird die Engländerin Jenny Wallwork die Bergischen verstärken. Die 42-malige englische Nationalspielerin ist zwar – anders als ihre fast gleichaltrige irische Mannschaftskollegin – Doppel- und Mixedspezialistin, doch gerade dieser Tatsache kann man im Refrather Team Positives abgewinnen.

Heinz Kelzenberg, der wochenlang versucht hatte, für die maximal fünf Einsätze jemanden zu finden, zeigt sich erleichtert: „Ich habe schnell gemerkt, dass es ausgeschlossen war, für nur fünf Spiele jemanden zu finden, der auch in der 1. Liga gewinnen kann, vor allem ein Dameneinzel.“ Schließlich bekam er von einer der Spielerinnen, mit denen er vergeblich verhandelt hatte, den Tipp, dass die 26-jährige Engländerin noch zu haben sei.

„Jenny hat in der letzten Saison in Frankreich gespielt und geht in der kommenden Saison in der neuen englischen Liga an den Start. Diese Kombination mit der deutschen Bundesliga ist per Ausnahmeregelung in der kommenden Spielzeit ausdrücklich erlaubt, wohingegen dies in Frankreich nicht möglich zu sein scheint.“ Genau das war die Chance für den TV Refrath zuzugreifen.

Wallwork ist alles andere als eine unbekannte Spielerin. Ihr Rücktritt aus dem englischen Nationalkader Anfang 2013 hatte großen Wirbel ausgelöst. Vehement hatte sie sich darüber beschwert, dass Nationalspieler in England wenig Mitspracherecht haben und daraus ihre persönlichen Konsequenzen gezogen. Vor allem der Verlust ihres Mixedpartners Nathan Robertson, mit dem sie zwischenzeitlich als Nummer fünf in der Welt geführt wurde, hatte ihr zugesetzt.

Die Engländerin bringt die nötige Erfahrung mit und wird in den betreffenden Spielen zusammen mit Carla Nelte aufs Spielfeld gehen. Heinz Kelzenberg: „Damit haben wir ein wirklich starkes Doppel.“ Die Premiere wird es aber erst Ende November beim Doppelspieltag gegen Rosenheim und Neuhausen geben. Kelzenberg weiter: „Doch sie ist weitaus mehr als eine Notlösung.“

Damit ist Refraths Kader komplett: Bei den Damen werden neben Carla Nelte und Chloe Magee nun auch Jenny Wallwork und der zweite Neuzugang, Jenny Karnott, gemeldet. Das Herrenaufgebot besteht aus drei Doppelspielern, nämlich Max Schwenger, Raphael Beck und Denis Nyenhuis, sowie den drei Einzelherren Tan Chun Seang, Richard Domke und Fabian Roth.

Heinz Kelzenberg ist zuversichtlich: „Mit diesem Aufgebot können wir sehr gut in der Bundesliga mitspielen und an einem guten Tag gegen jeden Gegner punkten. Nachdem wir unser Ziel in der vergangenen Saison klar verfehlt haben, halte ich mich diesmal mit einer konkreten Prognose etwas zurück. Alle sind motiviert, eine gute Saison zu spielen und nach den ersten vier Begegnungen wissen wir, wo wir stehen.“

In der Tat ist der Saisonauftakt für den TVR mehr als richtungsweisend. Nach dem ersten Doppelspieltag mit den starken Gegnern 1. BC Düren und 1. BC Beuel geht es gegen den Meisterschaftsfavoriten aus Bischmisheim sowie den aktuellen Titelverteidiger aus Lüdinghausen, also vier absolute Top-Mannschaften.

Saisonstart ist am 14. September, das erste Heimspiel ist am Dienstag, den 16. September um 18 Uhr das Lokalderby gegen den 1. BC Beuel.

  

TV Refrath mit neuer Nummer 1

Tan Chun Seang. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(12.06.2014) Nach der doch eher bescheidenen fünften Bundesligasaison, die im April mit dem achten Platz endete und in der das Saisonziel „fünfter Platz“ deutlich verfehlt wurde, möchte das Bundesligateam des TV Refrath es im kommenden Jahr erheblich besser machen.

Rückblickend lagen die Schwächen des Teams klar auf der Hand: Wenige Siege in den Herreneinzeln sowie im Herrendoppel (Gesamtbilanz 20:34) spiegeln wider, wo mögliche Potenziale für die Zukunft liegen könnten. Daher entschloss man sich, für die kommende Saison zu handeln. Heinz Kelzenberg: „Es bestand Handlungsbedarf, da Toby Penty genau wie unsere beiden deutschen Einzelspieler Richard Domke und Fabian Roth eher ein Perspektivspieler ist.“ Richard Domke, der sich gerade im Aufbau befindet, hat noch einen Bundeswehrlehrgang zu absolvieren und wird somit zu Beginn der Saison fehlen. Fabian Roth steht zwar als Stammspieler bereit, ist mit seinen 18 Jahren jedoch auch noch kein Punktegarant.

Kelzenberg: „Der Wunsch aus der Mannschaft war, einen ‚echten‘ 1. Herrn zu verpflichten, jemanden, der nahezu jedes Spiel gewinnen kann – und dem bin ich nachgekommen.“ Hier fiel die Wahl auf den 28-jährigen Tan Chun Seang aus Malaysia. Tan spielte bereits in der Saison 2011/2012 und 2012/2013 in der Bundesliga (für den PTSV Rosenheim) und weist dabei insgesamt eine 24:6-Bilanz im 1. Einzel auf. Dabei unterlag er bis auf zwei Ausnahmen lediglich Spielern, die inzwischen nicht mehr in der Bundesliga aktiv sind. Aktuell steht der Malaysier auf Rang 42 der Weltrangliste, vor einem knappen Jahr rangierte er noch zehn Plätze höher. „Er ist ein absoluter Einzelspezialist und Teamplayer mit sehr positiver Ausstrahlung und hat großes Potenzial zum Publikumsliebling.“ Tan wird neun bis zehn Spiele für den TV Refrath bestreiten und könnte damit das Problem im Herreneinzel zu einem großen Teil lösen. Dafür wechselt Toby Penty in die Schweiz – man trennt sich jedoch im Guten und vielleicht auch nur vorübergehend, denn in Refrath ist man durchaus weiterhin optimistisch, dass die englische Nummer 2 großes Potenzial hat.

Der Refrather Optimismus scheint für die neue Saison deutlich realistischer als im vergangenen Jahr, als durch die monatelange Verletzung von Toby Penty einiges Durcheinander entstanden war. Vor allem ruhen die Hoffnungen in erster Linie darauf, zu Saisonbeginn maximal stark auflaufen zu können. Heinz Kelzenberg: „Ein guter Start ist enorm wichtig. Dass wir eine gute Mannschaft haben, davon sind wir überzeugt.“ Lediglich die Suche nach einer 3. Dame ist noch nicht abgeschlossen.

Dass sich auch andere Teams verstärkt haben, nimmt man in Refrath wohlwollend zur Kenntnis. Heinz Kelzenberg: „Ich finde das super, wenn die Liga stark bleibt – auch ohne Spieler wie Ouseph und Piek, die nach Dänemark gegangen sind. Trittau hat sich verstärkt, wenn auch nicht perspektivisch, und Mülheim hat sich bei den Damen sinnvoll ergänzt. Bei Düren und Lüdinghausen muss man noch abwarten, ebenso bei Beuel mit oder ohne Zwiebler. Absolut im ‚Grünen Bereich‘ ist für mich nur Bischmisheim, das wieder ein sehr starkes Team haben wird“. Mit Blick auf die Verpflichtung von Kenneth Jonassen: „Kim Persson war etwas schneller als ich mit dieser Idee, das hat er gut gemacht. Kenneth ist ein toller Typ als Spieler, doch mit etwas Abstand muss man auch feststellen, dass er Anfang Juli 40 Jahre alt wird. Aber nach meinem Verständnis müsste er in Trittau für 100 Zuschauer mehr pro Heimspiel gut sein. Hoffentlich redet Kim nicht wieder nur vom Klassenerhalt.“

  


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