Mitteilungen des TV Refrath

 

Liga-Zugehörigkeit: 1. Bundesliga

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Hafiz Hashim zum TV Refrath

Mohammad Hafiz Hashim. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg
 
(27.05.2012) Das Badminton-Bundesligateam des TV Refrath ist komplett. Die Suche nach einer internationalen Nummer eins konnte in den vergangenen Tagen abgeschlossen werden. Nachdem in der letzten Saison die frühzeitig verpflichtete Nummer eins aus Taiwan, Jen Hao Hsu, kurzfristig absagte und Jen Hao Hsus 20-jähriger Landsmann Lin Yu Hsien zur Rückrunde ebenfalls nicht mehr an den Start ging, war klar, dass die Refrather Vereinsführung für die neue Saison kein großes Risiko mehr eingehen wollte.

Durch seine sehr guten Kontakte nach Malaysia ging Heinz Kelzenberg für die kommende Saison jedoch ein besonders dicker Fisch an die Angel. Mohammad Hafiz Hashim gehört seit vielen Jahren zu den drei besten Einzelspielern des Landes und wird momentan auf Platz 26 der Weltrangliste geführt. Er besucht zu Saisonbeginn und im Dezember einige Turniere in Europa und hat sich bereit erklärt, für den TV Refrath in acht Begegnungen aufzuschlagen. Der Kontakt ist durch die ehemalige TVR-Nummer eins Kay Bin Yeoh ins Rollen gekommen.

Der 29-jährige Malaysier wurde in seiner Heimat zum Volkshelden, als er im Jahr 2003 die All England Championships gewann. In den folgenden Jahren gehörte die ehemalige Nummer fünf der Welt immer zum Kreis der Nationalmannschaft, und auch in der vergangenen Woche spielte er bei der Mannschafts-Weltmeisterschaft für sein Land. Dort ist Hashim vor allem deshalb berühmt, weil er einer der ganz wenigen Top-Spieler mit malaysischen statt chinesischen Wurzeln ist.

Mitte 2011 kehrte er dem malaysischen Nationalstützpunkt den Rücken und trainiert seitdem in der Akademie von Kay Bin Yeoh. Dennoch kann sein Heimatverband bei internationalen Einsätzen nicht auf ihn verzichten. Heinz Kelzenberg: „Wir bekommen einen herausragenden Spieler, der gegen jeden Gegner in der Bundesliga gewinnen kann. Ich hoffe sehr, dass der Verein in den wenigen Wochen, die Hafiz in Refrath zu Gast ist, möglichst viel profitieren kann, vor allem auch unsere Jugendlichen. Und natürlich hoffe ich, dass möglichst viele Zuschauer ihn sehen wollen“.

In den übrigen zehn Spielen der Bundesligasaison verzichtet der TVR auf einen ausländischen Spieler und glaubt, so über die Runden zu kommen. Mit den beiden starken Damen Carla Nelte und Chloe Magee sowie Iris Tabeling in der Hinterhand ist man weit überdurchschnittlich gut aufgestellt und neben den Stammkräften Kai Waldenberger, Denis Nyenhuis und Max Schwenger soll vor allem Neuzugang Richard Domke mehrere Ausrufezeichen setzen.

Heinz Kelzenberg: „Wir erhoffen uns von unseren jungen deutschen Spielern, dass sie sich so entwickeln, dass wir bald keinen ausländischen Herren mehr benötigen. Das ist das Ziel“. Angesichts der zahlreichen erfolgshungrigen Spieler in der 2. Bundesliga-Mannschaft haben die Refrather Verantwortlichen allen Grund zu diesem Optimismus, dass dies in zwei Jahren gelingen kann.

Zum Saisonstart Ende August schlägt der TVR zunächst in Bonn-Beuel (28.8.) und in Rosenheim (1.9.) auf, bevor man in der Halle Steinbreche den BV Gifhorn (2.9.) sowie Aufsteiger SV Fischbach (8.9.) empfängt.

 

Grandioses Saisonfinale für TV Refrath

Überragend mit zwei knappen Siegen: Max Schwenger (vorne). Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg
 
(03.04.2012) Zum Saisonabschluss in der Badminton-Bundesliga reiste der TV Refrath in den Kreis Coesfeld zum zu Hause ungeschlagenen Tabellenvierten SC Union 08 Lüdinghausen. Angesichts der Tatsache, dass Lüdinghausen mit dem besten Team antreten konnte und beim TVR sowohl Chloe Magee als auch ein Top-Herr für das 1. Einzel fehlte, machte man sich eigentlich keine großen Hoffnungen auf etwas Zählbares.

Dass jedoch am Ende nach fast 2,5 Stunden Spielzeit ein 3:3 heraussprang, verschlug den TVR-Verantwortlichen fast den Atem. Danny Schwarz, der sein Team begleitete: „Das war ein Wahnsinnsspiel meiner Mannschaft, in dem sogar noch mehr drin war“.

Eine sensationelle 2:0-Führung nach den Doppeln war der Grundstein zum Erfolg. Dass das Refrather Damendoppel Buss/Nelte nach zuletzt guten Leistungen chancenreich in die Begegnung gehen sollte, war noch verständlich, denn schließlich gewannen die Refratherinnen die Begegnungen auch in zwei Sätzen. Dass jedoch das TVR-Herrendoppel nach einer 13:21, 19:21-Niederlage im Hinspiel diesmal nach grandioser Leistung mit 25:23 im dritten Satz gewinnen konnte, war schon unglaublich.

Es folgten drei Einzel ohne Satzgewinn, wobei Kai Waldenberger und Mette Stahlberg mehr als ordentlich spielten, jedoch auf übermächtige Gegner trafen. Pech auf Refrather Seite war, dass der hervorragend aufgelegte Denis Nyenhuis gegen den Ukrainer Druzhchenko nach einer 13:5-Führung verletzungsbedingt aufgeben musste.

Bei Stand von 2:3 musste das Mixed entscheiden, ob der TVR mit leeren Händen nach Hause fährt oder nicht. Wie schon Nyenhuis/Nelte im Hinspiel, konnten Schwenger/Nelte die niederländische Paarung Bosch/Piek knapp in drei Sätzen besiegen. Dass dieses exzellente Mixed von drei Saisonniederlagen gleich zwei gegen die TVR-Gegner einstecken musste, grenzt schon an ein Wunder. Heinz Kelzenberg: „Unglaublich, zu welchen Leistungen unsere Leute fähig sind. Wenn wir diese Form zum nächsten Saisonbeginn wieder abrufen und mit Chloe Magee und Richard Domke auflaufen, sind wir wirklich sehr stark“. Immerhin spielte Gegner Lüdinghausen am Dienstagabend mit vier Ausländern.

Nach diesem 3:3 beendet der TV Refrath mit neun Punkten Vorsprung auf die Abstiegsplätze zwar „nur“ den siebten Rang, doch ist man punktgleich mit dem Tabellenfünften PTSV Rosenheim und damit nur knapp an der oberen Tabellenhälfte gescheitert. Danny Schwarz: „Wir gehen äußerst zufrieden in eine verdiente Pause“.

 

Nichts zu holen – 0:6 gegen den Deutschen Meister aus Berlin

Kim Buss (im oberen Foto links, im unteren rechts) machte an der Seite von Carla Nelte ihr letztes Heimspiel für den Bundesligisten TV Refrath. Fotos: TVR.

Von Heinz Kelzenberg
 
(01.04.2012) Ungefähr eine Stunde vor Spielbeginn war der Optimismus noch groß, vielleicht ein oder zwei Spiele gegen EBT Berlin gewinnen zu können. Denn die Verantwortlichen des TV Refrath hatten nicht damit gerechnet, dass der Titelverteidiger mit allen internationalen Stars auflaufen würde. Doch genau so kam es. Alle fünf Weltklassespieler waren auf Seiten des Gastgebers am Start und es sollte eine Lehrstunde vom Feinsten werden. Heinz Kelzenberg: „So viele Weltklassespieler hatten wir noch nie in der Halle“. Doch er zeigte sich nach knapp zwei Stunden Spielzeit durchaus zufrieden mit dem Abschneiden seiner Mannschaft: „Es war zwar eine Zu-Null-Niederlage, doch wir sind den Top-Teams wie Berlin erheblich näher gekommen“. In der Tat war das ein oder andere Spiel phasenweise spannend, so ging beispielsweise das Herrendoppel mit Nyenhuis/Schwenger über drei hochklassige Sätze.

Auf Damenseite hatte Kim Buss auf ihr Einzel zu Gunsten von Mette Stahlberg verzichtet, da ihre Schulterverletzung noch nicht ganz auskuriert ist. Kim Buss machte am Sonntag vorerst ihr letztes Bundesligaspiel im Refrather Trikot, da sie für ein Jahr aus beruflichen Gründen kürzer treten möchte. Heinz Kelzenberg: „Ich hoffe und bin sicher, dass uns Kim erhalten bleibt, auch wenn sie nicht in der 1. Mannschaft spielt. Sie setzt jetzt andere Prioritäten. Wir haben ihr unglaublich viel zu verdanken“.

Kai Waldenberger im 1. Herreneinzel und Denis Nyenhuis im 2. waren krasse Außenseiter, wobei beide eine durchaus überzeugende Leistung boten. Auch im abschließenden Mixed sahen die 150 Zuschauer viele tolle Ballwechsel, meistens jedoch mit dem besseren Ende für die schottisch-niederländische Paarung Blair/Jonathans auf Seiten der Berliner. So stand am Ende ein 0:6 auf der Ergebnistafel, das niemanden verwunderte oder mürrisch stimmte. Teammanager Danny Schwarz: „Ich bin sehr zufrieden mit meiner Mannschaft und freue mich auf die letzte Begegnung am Dienstagabend.

Beim SC Union 08 Lüdinghausen möchte der TV Refrath erneut versuchen, einem „Großen“ ein Bein zu stellen. Der Gegner liegt auf dem vierten Tabellenplatz, hat jedoch keine Chance mehr, in die Play-offs einzugreifen. Aufgeschlagen wird um 19:30 in Lüdinghausen.

 

TV Refrath 2 stiehlt 1. Team die Show und steigt in die 2. Bundesliga auf

V.l.: Fabian Roth, Mark Byerly, Lars Schänzler. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg
 
(28.03.2012) Der TV Refrath hat in der kommenden Saison zwei Bundesligamannschaften. Nach dem frühzeitig Mitte Februar sportlich erkämpften Klassenerhalt in der Bundesliga richtete sich die volle Konzentration des Bergisch Gladbacher Vereins auf die 2. Mannschaft.

Vor der Saison war natürlich der Nicht-Abstieg aus der 1. Liga das vorrangige Ziel des TVR, denn nur dieser konnte gewährleisten, dass die 2. Mannschaft den Sprung in die 2. Bundesliga Nord schafft. Dieses Ziel hatte auch der TV Emsdetten mit dem Engländer Green und der Holländerin Tabeling sowie Altmeister FC Langenfeld, der gleich mit vier ausländischen Spielern sowie mit Fabienne Deprez und Mike Joppien zu Werke ging. Nachdem sich Emsdetten früh aus dem Dreikampf verabschiedet hatte und Langenfeld das Hinspiel in Refrath ersatzgeschwächt deutlich verlor, wartete die gesamte Liga auf den 12. Februar, als der FCL den TVR empfing.

Beide Teams starteten in Bestbesetzung und der TV Refrath, verstärkt durch die Malaysier Chiang und Krishnan, erkämpfte sich ein Unentschieden, welches in der Endabrechnung  genügen sollte. Somit ist Refrath neben bzw. nach Gifhorn, Berlin, Lüdinghausen und Bischmisheim der fünfte Erstligaclub, der es mit seiner „Reserve“ in der 2. Bundesliga versucht. Der Refrather Vorsitzende Heinz Kelzenberg: „In unserem Vorhaben, bald mit einer rein deutschen Mannschaft in der Bundesliga eine gute Rolle zu spielen, ist dieser Aufstieg ein wichtiger Baustein. So haben wir nun über 15 Spieler im Kader der beiden Teams, die dieses Level vielleicht einmal erreichen können bzw. bereits haben“.

Neben den altbewährten Kräften werden auch mindestens drei Neuzugänge im Kader der beiden Bundesligamannschaften stehen. Richard Domke (21) kommt vom SV Fischbach ins 1. Team und mit Fabian Roth und Lars Schänzler (beide 16) haben sich zwei der größten Talente im deutschen Badminton dem TVR angeschlossen. Mit Mark Byerly, Raphael Beck und Mette Stahlberg werden drei weitere Youngster in der 2. Liga antreten. Natürlich bleiben aus dem Aufstiegsteam auch Johannes Szilagyi, Sebastian Teller und Hanna Kölling im Kader, der noch durch eine dritte Dame ergänzt werden soll.

Heinz Kelzenberg: „Auch Kai Waldenberger wird als hervorragender Einzelspieler hier und da aushelfen, so dass ich mir gut vorstellen kann, dass dies sportlich reichen kann“. Waldenberger führt in den beiden verbleibenden Begegnungen in der 1. Liga sein Team weiter im ersten Herreneinzel an, wenn es gegen Titelverteidiger Berlin und Verfolger Lüdinghausen geht. Refrath verzichtet auch in diesen beiden Begegnungen auf jeglichen Einsatz von ausländischen Spielern.

 

Kein Heimspiel für den TVR – Domke sagt für neue Saison zu

Richard Domke. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg
 
(19.03.2012) Nach dem Rückzug des VfL Hamburg hat der TV Refrath am kommenden Sonntag spielfrei und kann sich auf die Begegnung am Samstag beim vielfachen Deutschen Meister und Tabellenführer 1.BC Bischmisheim konzentrieren. Doch die Fahrten nach Saarbrücken waren bislang noch nie so erfolgreich für den TVR. In den letzten Jahren setzte es immer deftige Niederlagen und alles andere wäre auch am Wochenende eine dicke Überraschung. Heinz Kelzenberg: „Der BCB wird nichts anbrennen lassen, um die Bundesliga als Tabellenführer beenden zu können. Damit hätten sie im Play-off-Finale Heimrecht und das bedeutet eine gute Ausgangsposition“.

Mit welchem Team der TVR ins Saarland reist, steht noch nicht fest. Danny Schwarz: „Unter diesen Bedingungen lohnt es sich für Chloe Magee eigentlich nicht zu kommen“. Und für das 2. Herreneinzel wird auch niemand aus der 2. Mannschaft mit dem Bundesligateam reisen, denn gleichzeitig möchte die Bundesliga-Reserve des TVR im Heimspiel gegen den 1. BC Beuel 2 durch einen Sieg den Aufstieg in die 2. Bundesliga klar machen.

In der 1. Bundesliga für den TV Refrath aufschlagen wird in der kommenden Spielzeit definitiv Richard Domke (20 Jahre). Der überaus talentierte Einzelspezialist aus Kaiserslautern, der momentan für den Zweitliga-Tabellenführer SV Fischbach spielt, hat sich für einen Wechsel nach Refrath entschieden. Heinz Kelzenberg: „Richi war unser Wunschspieler, wir sind von seiner Person und von seinem Potenzial absolut überzeugt“.

Der fünfmalige Deutsche Jugendmeister trainiert seit einem Jahr am Nationalmannschaftsstützpunkt in Saarbrücken und war am Wochenende beim Grand Prix-Turnier in Rumänien sehr erfolgreich. Als Qualifikant gewann er fünf Begegnungen hintereinander, bevor er am Samstag in Iztok Utrosa aus Slowenien seinen Bezwinger fand. Dennoch war dies für Domke das bisher beste Turnierergebnis seiner Karriere. Der Spieler meldete sich nach dem Turnier per SMS: „Leider hat mir heute die Kraft gefehlt, das sechste Spiel hat mir den Rest gegeben. Aber davor habe ich richtig gut gespielt, darauf lässt sich jetzt erst mal aufbauen“.

Mit Domke – dessen Bruder Dieter unlängst Deutscher Vizemeister wurde - hat der TVR neben Kai Waldenberger endlich einen zweiten deutschen Einzelspieler für die 1. Liga. Hinzukommen wird noch eine internationale Nummer eins, die bei den wichtigsten Saisonspielen dabei sein wird. Heinz Kelzenberg: „Wir wollen uns nach und nach verdeutschen, was übrigens wirklich sehr, sehr schwer ist“.

 

Sieg im Vierpunktespiel – TVR bleibt wohl in der Bundesliga

Entscheidendes Coaching: Heinz Kelzenberg und Chloe Magee. Foto: Marie Kelzenberg.

Von Heinz Kelzenberg

 
(26.02.2012) Voller Spannung begann am Samstag um 14 Uhr die Bundesligapartie zwischen dem Tabellenneunten BV Gifhorn und dem zwei Ränge besser platzierten TV Refrath. Nach zwei famosen Auftaktsiegen in den Doppeln stand Gastgeber Gifhorn bereits nach 45 Minuten mit dem Rücken zur Wand, denn sowohl Nelte/Buss als auch Schwenger/Nyenhuis konnten ihre Gegner nach beeindruckenden Leistungssteigerungen im Entscheidungssatz fast an die Wand spielen. Heinz Kelzenberg: „Das war zum Teil großes Kino zum Spielende, jedoch haben wir uns im Spielverlauf in beiden Spielen zunächst echt schwer getan“. Überraschenderweise konnte Gifhorn in stärkster Besetzung antreten und das, obwohl die Kroatin Poznanovic noch am Vorabend in Wien beim Grand Prix-Turnier gespielt hatte.

Kai Waldenberger sorgte gegen Robert Hinsche im Anschluss nicht nur für ein persönliches Erfolgserlebnis, sondern mit seinem Zwei-Satz-Erfolg für das vorzeitige Erreichen des Refrather Minimalziels. Danny Schwarz: „Wir wollten mindestens einen Punkt holen und das haben wir ganz schnell erreicht“. Im Spitzeneinzel traf der Malaysier Chiang dann auf Raul Must aus Estland, der  bisher alleine für ein Drittel der Gifhorner Siege gesorgt hatte. Chiang zeigte seine vielleicht beste Leistung bisher im Refrather Trikot und unterlag dem starken Must mit 14:21 im dritten Satz.

Beim Stand von 3:1 starteten das Mixed und das Dameneinzel nahezu zeitgleich. Beide Spiele hatten aus Refrather Sicht einen perfekten Start. Chloe Magee führte während des gesamten ersten Durchgangs, den sie souverän mit 21:17 gewinnen konnte. Im zweiten Satz brachte sie eine Fehlentscheidung des Schiedsrichters bei 13:10-Führung derart aus dem Konzept, dass sie nicht nur neun Fehler in Folge produzierte, sondern den Satz auch noch abgab. Eine ähnlich falsche Entscheidung machte auf dem Nachbarfeld aus einer möglichen 20:18-Führung für Schwenger/Nelte ein 20:22. Heinz Kelzenberg: „Dass sich vor allem Chloe Magee so raus bringen lässt, hätte ich nicht erwartet. Die Schiris waren in der dunklen Halle oft nicht in der Lage zu entscheiden und wirkten alles andere als souverän“. So hatte Kelzenberg alle Hände voll zu tun, nach der glatten Niederlage im Mixed und dem drohenden Unentschieden seine Spielerin wieder auf Kurs zu bringen.

Kelzenberg: „Schön, dass uns das gelungen ist. Die gesamte Mannschaft stand geschlossen hinter Chloe und so haben wir das Ding nach Hause gefahren“. Vier Spiele vor Saisonende hat der TVR acht Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz und Gifhorn wird dies nicht mehr aufholen. Daher feierte das Refrather Team bereits vorzeitig den Klassenerhalt. Team Manager Danny Schwarz: „Mein Team hat nicht nur heute Großartiges geleistet und wir stehen verdient auf dem sechsten Platz."

 

Diesmal ohne Fortune – TVR unterliegt Mülheim 2:4

Denis Nyenhuis. Fotos: TVR.
Jiann Shiarng Chiang.

Von Heinz Kelzenberg

 
(25.01.2012) Selten zuvor gab es ein solches Wechselbad der Gefühle in der Halle Steinbreche. Nach zweieinhalb Stunden Spielzeit und einigen hochdramatischen Matches stand Gastgeber TV Refrath gegen den Tabellennachbarn 1. BV Mülheim schließlich mit leeren Händen da und der Gast nahm beide Punkte mit nach Hause.

Heinz Kelzenberg: „Heute war viel Leidenschaft zu sehen und zu spüren. Es hat Spaß gemacht, heute Coach zu sein, aber am Ende war es brutal, dass beide Punkte weg gingen“. Sportlich fair ergänzt Teammanager Danny Schwarz: „Beide Teams haben sehr gut gespielt, im Hinspiel haben wir zwei glückliche Punkte in Mülheim geholt, diesmal war es umgekehrt“.

In der Tat war diese Begegnung vom ersten bis zum letzten Ballwechsel völlig offen. Erwartungsgemäß ging das Herrendoppel gegen Ellis/Gunawi in zwei Sätzen verloren, doch vor allem Denis Nyenhuis wusste hier zu überzeugen. Parallel kämpfte sich das Damendoppel Nelte/Magee in drei Sätzen ins Ziel, wobei nach deutlich gewonnenem ersten Satz diese Begegnung bis zum Ende auf des Messers Schneide stand. Chloe Magee hatte den Vorzug vor Kim Buss erhalten und sie spielte, trotz immer größer werdender Magenprobleme, an der Seite der überragenden Carla Nelte ein sehr gutes Spiel.

Vor den beiden Herreneinzeln stand es also 1:1 und der Malaysier Chiang bewies im 1. Herreneinzel Nervenstärke. Im ersten Durchgang holte er einen 7:11-Rückstand auf und im zweiten Satz drehte er nach hoher Führung und einer unkonzentrierten Phase einen 17:19-Rückstand. Kelzenberg: „Er hat uns heute überzeugt und den Zuschauer viel Spaß gemacht“. Parallel unterlag Kai Waldenberger hauchdünn gegen den routinierten Indonesier Gunawi, den er im Hinspiel hatte bezwingen können. Dabei hatte Waldenberger sehr gut begonnen und seinen Gegner dominiert, bevor dieser immer besser ins Spiel zurück fand. Heinz Kelzenberg: „Das war sehr schade, aber Kai wird in den nächsten Spielen die entscheidenden Einzel gewinnen, davon bin ich fest überzeugt“.

So stand es statt 3:1 leider nur 2:2 und die TVR-Verantwortlichen hatten bei den verbleibenden Spielen, Dameneinzel und Mixed, kein wirklich gutes Gefühl. Im Mixed gaben Max Schwenger und Carla Nelte alles und boten Weltklassemann Marcus Ellis aus England und Johanna Goliszewski einen harten Widerpart, doch am Ende setzen sich die Favoriten knapp in zwei Sätzen durch. Chloe Magee spielte mit großen Magenproblemen und gab den ersten Satz mehr oder weniger wehrlos ab. Im zweiten Durchgang zeigte sie dann ihr großes Kämpferherz und zwang ihre schweizerische Gegnerin Cicognini an den Rand einer Niederlage. Danny Schwarz: „Beide sind in der Weltrangliste auf 44  bzw. 46, das heißt ganz nah beieinander. Da entscheiden Kleinigkeiten über Sieg und Niederlage“. Dennoch bewies Magee beim 20:22 im letzten Satz des Abends, welch großer Gewinn sie für das Refrather Team ist und in den nächsten Wochen noch sein kann. Heinz Kelzenberg: „Viele Damen hätten in diesem körperlichen Zustand erst gar kein Einzel gespielt. Sie hat auf dem Flughafen irgendetwas gegessen, was ihr nicht bekommen ist und war nach dem Match körperlich total am Ende“.

Im nächsten Augenblick schon richtet sich der Blick des TVR-Chefs aber schon wieder nach vorne: „Wir werden in Anspach und in Gifhorn den Klassenerhalt klar machen und es laufen die Gespräche für die neue Saison“. Bereits am gestrigen Nachmittag gab Chloe Magee ihre Zusage, auch in der kommenden Saison für den TV Refrath aufzuschlagen. Die beiden nächsten Aufgaben für den TVR finden am 11.2. (in Anspach) und am 25.2. (in Gifhorn) statt bevor am 25.3. der VfL Hamburg zu Gast in Refrath ist.

 

Vier-Punkte-Spiel zum Jahresbeginn – TVR gegen Mülheim

Chloe Magee. Fotos: TVR.
Kai Waldenberger.

Von Heinz Kelzenberg

 

(21.01.2012) Nachdem bereits zum Jahresende die ersten beiden Rückrundenspiele absolviert wurden, geht es in den nächsten Wochen in der Badminton-Bundesliga mit drei Einzelspieltagen weiter. Heinz Kelzenberg: „Der Spielplan ist ganz schön entzerrt, so dass die Saison erst am 3. April zu Ende geht“.

Im Kampf gegen den Abstieg ist in Refrath nach den jüngsten Erfolgen etwas Ruhe eingekehrt. Mit acht Pluspunkten und vier Zählern Vorsprung auf einen Abstiegsrang steht der TVR so gut da wie nie zuvor. Wenn am Dienstag um 19 Uhr der Tabellenachte 1. BV Mülheim in die Halle Steinbreche kommt, spricht Kelzenberg dennoch von einem „Vier-Punkte-Spiel“: „Es ist ganz einfach, wenn wir gegen Mülheim gewinnen, sind wir auf der sicheren Seite. Dann haben wir nicht nur einen deutlichen Abstand auf Gifhorn und Anspach, sondern auch auf Mülheim. Das sollte dann reichen“.

Eben gegen diese genannten Gegner spielt der TVR als nächstes, denn auf Mülheim folgt Anspach, dann Ende Februar der BV Gifhorn. Die Abstiegsfrage könnte vor den letzten vier Spielen Ende März und Anfang April geklärt sein, muss sie aber nicht.

Doch natürlich denkt das Team aus dem Ruhrgebiet ähnlich und man weiß um die Bedeutung des Spiels gegen Refrath. Mit den internationalen Spielern aus England, Indonesien und der Schweiz sowie mit dem frischgebackenen Westdeutschen Meister Alex Roovers und der Nationalspielerin Johanna Goliszewski verfügt der BVM über ein sehr starkes Team. Kelzenberg: „Mülheim hatte hier und da Pech, dass sie nicht in stärkster Besetzung spielen konnten. Auch wir haben davon beim Sieg im Hinspiel profitiert. Wenn sie komplett antreten wird es sehr schwer für uns“.

Neu im Refrather Team ist der Malaysier Jiann Shiarng Chiang, der den Taiwanesen Lin vertreten muss. Ob der 22-jährige aus dem „Stall“ des Ex-Refrathers Kay Bin Yeoh den folgenden Aufgaben gewachsen ist, bleibt abzuwarten. Er wird einige Wochen vor Ort bleiben und parallel in der 1. und 2. Mannschaft spielen, bevor die taiwanesische Nummer eins zurück nach Refrath kommt. Kelzenberg: „Chiang muss erst mal ankommen und sich im 2. Team zurechtfinden, ich bin dennoch gespannt, wie er gegen Mülheim und Anspach klarkommen wird“.

Diesen Umständen entsprechend spielt der TVR also in Bestbesetzung und Teamchef Danny Schwarz meldet, dass alle seine Spieler in guter Verfassung und gesund sind. Besonders gefreut hat er sich über das Auftreten von Kai Waldenberger und Max Schwenger beim internationalen Turnier in Schweden, wo beide ausgezeichnet gespielt haben. Schwarz: „Ich bin wie immer optimistisch und glaube nicht, dass wir gegen Mülheim verlieren werden“.

 

Aus Oberbayern zum Lokalderby – TV Refrath in Rosenheim und gegen BC Beuel

Von Heinz Kelzenberg

 
(28.11.2011) Am kommenden Wochenende beginnt die Rückrunde in der Badminton-Bundesliga. Nach neun Spielen und einer Bilanz von 7:11 Punkten spielt der TV Refrath gegen zwei Teams aus der oberen Tabellenhälfte, gegen die es in der Hinrunde knappe Niederlagen setzte.

Heinz Kelzenberg: „Ich erinnere mich gut an die Hinspiele, in denen wir Außenseiter waren, aber fast gepunktet hätten. Vor allem gegen Rosenheim war zu Saisonbeginn mehr drin“. Ob dies auch am Samstag so sein wird, bleibt abzuwarten. Bereits am Freitagmittag reist das Team komplett und gemeinsam mit Teamchef Danny Schwarz Richtung Oberbayern. Dort wird am Samstag um 12 Uhr aufgeschlagen. Danny Schwarz: „Dem haben wir gerne zugestimmt, denn dann wird es am Samstagabend nicht ganz so spät“. In der Tat reist das Refrather Team direkt nach Spielende wieder zurück, denn tags darauf steht die nächste Aufgabe an.

Heinz Kelzenberg: „Natürlich ist das stressig, aber wir spielen halt nicht in der Oberliga, sondern in der 1. Bundesliga. Und dieses Wochenende ist eigentlich das einzige, an dem es so läuft“. Erfreulich wäre natürlich ein Erfolgserlebnis in Rosenheim, welches nach Ansicht der Refrather auch gar nicht so unmöglich erscheint. In den Damenspielen (Doppel und Einzel) konnte bereits im Hinspiel gepunktet werden, doch leider gingen alle vier Spiele mit Herrenbeteiligung im August an den Gegner. Heinz Kelzenberg: „Vielleicht gewinnen wir ja diesmal eins davon und schon wäre ein Unentschieden greifbar“.

Tags darauf (Sonntag, 14 Uhr Halle Steinbreche) wird die Jagd auf einen Punkt sicherlich noch etwas schwieriger. Der Deutsche Vizemeister 1. BC Beuel kommt nach Refrath und möchte seine Playoff-Chancen sicherlich nicht gefährden. Danny Schwarz: „Beuel hat eine super Mannschaft und wird so auflaufen, dass alles andere als ein Sieg eine große Überraschung wäre“. Doch auch hier gewann der TVR im Hinspiel zwei Damenspiele und schaffte es in beiden Herreneinzeln bis in den dritten Satz. Heinz Kelzenberg: „Kaum zu glauben, dass uns das nochmal gelingt, aber schön wäre es“. Besonders gespannt ist er auf die beiden Auftritte seiner Nummer eins, Lin Yu Hsien, der sich für beide Spitzeneinzel einiges vorgenommen hat.

Unter dem Strich kann der bergische Bundesligist jedoch locker in beiden Begegnungen gehen, da man punktemäßig im Soll liegt. Danny Schwarz: „Im Januar und Februar folgen drei Spieltage gegen die Tabellennachbarn, da zählt dann wieder jeder Punkt. Dennoch haben wir gegen eine Überraschung am Wochenende nichts einzuwenden“.

Ebenfalls locker und optimistisch geht gegenwärtig die 2. Mannschaft des TV Refrath zu Werke. Das Team um die Damen Hanna Kölling und Mette Stahlberg konnte am Sonntag seine letzte Pflichtaufgabe in der Hinrunde der Regionalliga vollends erfüllen. Mit 7:1 gewann man auswärts bei STC Solingen 2 und führt nun die Tabelle in der höchsten NRW-Liga mit 14:0 Punkten an. Der Aufstiegsplatz in die 2. Bundesliga wird wohl im neuen Jahr im direkten Vergleich mit dem FC Langenfeld (12:2 Punkte) ermittelt. Das Hinspiel ging gegen ersatzgeschwächte Langenfelder mit 6:2 an den TVR. Voller Zuversicht schätzt TVR-Chef Kelzenberg die Situation ein: „Uns reicht ein Unentschieden zum Aufstieg in die 2. Bundesliga und das scheint mir möglich“.

 

Deutlicher als erwartet – TVR verliert 1:5

TVR-Mixed Nyenhuis-Nelte. Foto: Marie Kelzenberg.

Von Heinz Kelzenberg

 
(09.11.2011) Als zu starker Gegner erwies sich der Tabellendritte der Badminton-Bundesliga, der SC Union 08 Lüdinghausen, am Dienstagabend für den TV Refrath. Mit vier internationalen und zwei deutschen Nationalspielern angereist, demonstrierte der Verein, warum er in diesem Jahr um die Play-off-Plätze mitspielt. Obwohl endlich wieder in stärkster Besetzung, reichte es für den TVR nur zu einem 1:5.

In den beiden Doppeln, die den Gegner von vorneherein in einer Favoritenstellung sahen, war mehr drin als am Ende heraus kam. Das Herrendoppel Schwenger/Nyenhuis spielte einen hervorragenden zweiten Satz, den es als verdienter Sieger hätte beenden können. Im Damendoppel gingen Buss/Nelte gegen Schnaase/Piek über drei Sätze und konnten nach gewonnenem ersten Durchgang im zweiten eine 10:5-Führung nicht halten. Dennoch attestierte Coach Heinz Kelzenberg den beiden eine gute Leistung: „Die beiden haben sehr gut gespielt, aber die Gegnerinnen waren in der zweiten Hälfte des Spiels enorm sicher. Es hätte beinah geklappt, sich im zweiten Satz entscheidend abzusetzen“.

Es folgten die beiden Herreneinzel, ebenfalls mit enttäuschendem Ausgang für den TVR. Kai Waldenberger unterlag dem routinierten Ukrainer Druzhchenko in zwei Sätzen und war nach Ende der Begegnung sehr selbstkritisch: „Ich habe es nicht geschafft, mit dem Gegner ein schnelleres Tempo zuspielen. So konnte ich das Spiel nicht gewinnen“. Lin Yu Hsien, der erst am Samstag wieder zurück aus Taiwan an die Steinbreche gekommen war, hatte es mit dem Indonesier Kurniawan zu tun. Viele hatten ihn als klaren Favoriten gesehen und Lin gewann auch den ersten Satz relativ sicher. Doch dann nahm sich der 20-jährige Taiwanese die ein oder andere Kunstpause und auch ein Endspurt im dritten Satz konnte die 20:22-Niederlage gegen den stark aufspielenden Gegner nicht abwenden.

Ein ausgeglichenes Spiel hatte man im Dameneinzel zwischen Chloe Magee und der drittbesten deutschen Einzeldame, Karin Schnaase, erwartet. Heinz Kelzenberg: „Ich war sogar sehr optimistisch und wir hatten einen Erfolg versprechenden Plan“. Doch diesen konnte die Irin am Dienstag in nahezu keiner Phase umsetzen. Durch eine Erkältung etwas geschwächt, musste sie aber vor allem die absolut erstklassige Leistung ihrer Gegnerin anerkennen, die ihr nach knappem ersten Durchgang im zweiten keine Chance ließ. Kelzenberg: „Der erste Satz hätte anders laufen können, aber im zweiten Satz war Karin überragend. Ich freue mich aber auf die Revanche im Rückspiel“.

Unglaubliche Ballwechsel sahen die Zuschauer dann noch im abschließenden Mixed, dessen Spielverlauf alle überraschte. Viel zu locker ließen es die niederländischen Klassespieler Ruud Bosch und Selena Piek im ersten Satz angehen, so dass die konzentriert und sehr motiviert aufspielenden Refrather Denis Nyenhuis/Carla Nelte diesen auch gewinnen konnten. Im zweiten Satz demonstrierten die Niederländer (Bosch steht immerhin im Doppel auf Rang 25 in der Welt) ihre Überlegenheit, doch im dritten Satz entwickelte sich trotzdem eine offene Partie. Besonders erfreulich war, dass Nyenhuis/Nelte im Endspurt, als beide Paarungen das Spiel unbedingt gewinnen wollten, die Besseren waren und mit 21:19 gewinnen konnten. Danny Schwarz: „Das war mehr als ein versöhnliches Ende. Ich freue mich sehr für die beiden und es war toll zu erleben, dass wir auch in dieser Disziplin solche Leistungen bringen können. Leider ist es in keinem der anderen Spiele vergleichbar gelaufen und damit geht der Sieg für Union auch in Ordnung“.

In den nächsten vier Wochen gehen die TVR-Asse auf internationale Turniertour oder spielen bei der Deutschen Rangliste in Cuxhaven, bevor es am 3./4.12. in der Bundesliga weitergeht. Eine Reise nach Rosenheim und das Lokalderby in heimischer Halle gegen den 1. BC Beuel stehen auf dem Programm. Heinz Kelzenberg: „In der Hinrunde haben wir beide Spiele knapp verloren, daher möchten wir mindestens einen Punkt im Dezember holen“. Beide Gegner sind jedoch in der Tabelle vor dem TV Refrath platziert.

 

Interessanter Gegner zur richtigen Zeit

Lin Yu Hsien ist wieder dabei. Foto: Marie Kelzenberg.

Von Heinz Kelzenberg

 
(01.11.2011) Fünf Wochen nach den letzten beiden Siegen gegen den BV Gifhorn und beim 1. BV Mülheim trifft Badminton-Bundesligist TV Refrath am kommenden Dienstag (8.11., 19 Uhr) wieder vor heimischem Publikum auf einen attraktiven Gegner. Der Tabellendritte SC Union 08 Lüdinghausen kommt in die Halle Steinbreche.

„Lüdinghausen war in den letzten Jahren immer ein Stück hinter den drei großen deutschen Teams aus Berlin, Bischmisheim und Beuel, doch in diesem Jahr sind sie auf Augenhöhe“, schätzt TVR-Chef Heinz Kelzenberg die Qualität des nächsten Gegners ein. Mit 12:4 Punkten und nur einer Niederlage liegt der Club aus dem Kreis Coesfeld unmittelbar hinter Beuel und sogar vor Titelverteidiger Berlin.

Teamchef Danny Schwarz: „Union möchte die Hinrunde gegen uns siegreich beenden und den dritten Platz halten, daher rechne ich mit einem starken Aufgebot auf Seiten der Gegner“. In der Tat stehen Lüdinghausen fünf internationale Spieler zur Verfügung. Neben dem Indonesier Kurniawan, der bereits die fünfte Saison für den Club spielt, sind die beiden holländischen Nationalspieler Ruud Bosch und Selena Piek neu im Team des Gegners und haben durch ihre Gesamtbilanz von 15:6 Siegen die Bundesliga eindeutig bereichert. Nummer eins des Teams ist der starke Belgier Yuhan Tan, der genauso immer für eine Überraschung gut ist wie der Ukrainer Druzchenko, der jedoch vermutlich diesmal gar nicht benötigt wird.

Heinz Kelzenberg: „Lüdinghausen kann bestimmt aus dem Vollen schöpfen. Mit den Nationalspielern Josche Zurwonne und Karin Schnaase sowie mit Laura Ufermann präsentiert sich ein enorm starker Gegner“.

Doch auch der TVR spielt in Bestbesetzung. Sowohl Lin Yu Hsien als auch Chloe Magee schlagen wieder auf und auch die restlichen TVR-ler haben sich im Laufe der Woche durch ihre Teilnahme an den Bitburger Open in Saarbrücken noch wichtige Spielpraxis geholt.

Daher liebäugeln die Refrather Verantwortlichen nicht nur mit einem hochklassigen Spiel, sondern auch mit einer Außenseiterchance auf einen Punkt. Heinz Kelzenberg: „Das wäre der Hammer, denn unsere Tabellennachbarn aus Hamburg und Rosenheim werden vermutlich zum Ende der Hinrunde ihre Spiele verlieren“.

Mit dem Abstieg, so glaubt Kelzenberg, hat sein Team sehr wahrscheinlich nichts mehr zu tun: „Natürlich ist die Saison erst halb vorbei, aber wir haben zum Ende der Hinrunde vermutlich vier Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. Geht man davon aus, dass gegen die Top 4 alle anderen verlieren und gegen Anspach alle gewinnen, dann sind für Rosenheim, Hamburg, Gifhorn, Mülheim und uns jeweils nur noch je acht Punkte zu verteilen“.

Die drei siegreichen Begegnungen gegen Anspach, Gifhorn und Mülheim haben dem TVR viel Selbstvertrauen gegeben und aufgrund der cleveren Personalpolitik vor Saisonbeginn kann man sich auch ein wenig zurücklehnen. Danny Schwarz: „Unsere beiden Ausländer haben voll eingeschlagen und, was noch wichtiger ist, sie sind bei den meisten Spielen auch mit dabei“.

Somit ist davon auszugehen, dass es auch in Zukunft Bundesliga-Badminton in Bergisch Gladbach geben wird. Auch die Zweitvertretung des Clubs hat aktuell große Ambitionen und strebt den Aufstieg in die 2. Liga an. Verlustpunktfrei führt das Team die Regionalliga an und hält den Top-Favoriten FC Langenfeld noch auf Distanz. Dazu der TVR-Vorsitzende: „Über das Thema 2. Bundesliga brauchen wir uns erst konkrete Gedanken zu machen, wenn es soweit ist“. Erste Voraussetzung für den Aufstieg der 2. Mannschaft ist jedoch der Klassenerhalt des Bundesligateams.

 

Max Schwenger wieder im Team – TVR reist nach Berlin

Max Schwenger und Denis Nyenhuis. Foto: Marie Kelzenberg.

Von Heinz Kelzenberg

 
(24.10.2011) Wenn man vor der laufenden Bundesligasaison davon gesprochen hätte, dass am 8. Spieltag das Auswärtsspiel des TV Refrath beim amtierenden Deutschen Meister EBT Berlin ein Duell zweier Tabellennachbarn ist, dann wäre man sicherlich ausgelacht worden.

Doch in der Tat, am kommenden Sonntag reist der TVR als Tabellenfünfter (7:7 Punkte) zum um zwei Punkte besseren Hauptstadtclub. Clubchef Heinz Kelzenberg: „EBT hat bisher recht unglücklich gespielt und kann den Fünf-Punkte-Rückstand auf die Tabellenspitze nicht mehr wett machen“. Das würde bedeuten, dass selbst beim Erreichen der Play-offs das diesjährige Endspiel auf keinen Fall in der Hauptstadt gespielt werden würde. Berlin hatte im April seinen ersten Meistertitel in heimischer Halle geholt und zählte auch in diesem Jahr zu den Titelfavoriten.

Heinz Kelzenberg: „Mit fünf internationalen Weltklassespielern und der deutschen Top-Dame Juliane Schenk war dies auch nicht verwunderlich“. Dennoch hat das Team um die Weltranglistensechste bisher eher enttäuscht. Umso bedauerlicher ist es, dass der TV Refrath am kommenden Sonntag nicht in Bestbesetzung anreisen kann. Teammanager Danny Schwarz: „Unsere Nummer eins, Lin Yu Hsien, kommt erst in der kommenden Woche wieder zurück nach Deutschland und daher haben wir auch Chloe Magee für diesen Spieltag nicht verpflichtet. Wir dachten, gegen Berlin ist gar nichts drin“.

Dass dem nun doch nicht so gewesen sein könnte, ärgert die TVR-Verantwortlichen nun ein bisschen, aber man ist sich sicher, dass EBT ein starkes Team aufbieten wird. Schwarz: „Erstens dürfen sie nicht noch einen Punkt liegen lassen und zweitens ist dieser Spieltag unmittelbar vor den Bitburger Open“. 

Erfreulicherweise ist beim TVR wieder Max Schwenger mit dabei, der nach seiner Fußverletzung wieder voll im Training ist. Heinz Kelzenberg: „Das freut uns natürlich mehr als alles andere, Beim letzten Hinrundenspiel sind wir dann wieder komplett."

Da am kommenden Wochenende auch die 2. Mannschaft des TVR ein schweres Spiel gegen TV Emsdetten bestreitet, wird auch kein vierter Herr mit nach Berlin reisen. Neben Schwenger werden Denis Nyenhuis und Kai Waldenberger sowie Kim Buss und Carla Nelte aufschlagen. Danny Schwarz: Es ist schade, dass wir wie letztes Jahr nicht komplett nach Berlin reisen. Aber jetzt können wir es sowieso nicht mehr ändern.

Bereits neun Tage später empfängt Refrath den Tabellendritten aus Lüdinghausen. Dann wird man - wieder in Bestbesetzung -  vor heimischem Publikum versuchen, einen weiteren Punkt zu holen. Mit aktuell 7:7 Punkten steht man besser da als erwartet und kann endlich locker aufspielen. Heinz Kelzenberg: „Diese Situation hatten wir bisher noch nicht so oft“.

 

TV Refrath holt dritten Sieg in Folge

Kai Waldenberger - Matchwinner. Foto: Marie Kelzenberg.

Von Heinz Kelzenberg

 
(05.10.2011) In einem von beiden Teams sehr intensiv und emotional geführten Spiel gab es am späten Dienstagabend in der Begegnung 1.BV Mülheim – TV Refrath einen verdienten Sieger. Nach drei sehr langen Dreisatzspielen und einem packenden Mixed hieß der Sieger TV Refrath, der den ersten Auswärtserfolg der laufenden Saison an diesem Abend perfekt machte. Nach den Heimsiegen gegen Anspach und Gifhorn kletterte der TVR durch diesen Erfolg mit 7:7 Punkten auf den fünften Tabellenplatz.

Ohne Chloe Magee, die sich mit ihrem Nationalteam auf dem Weg nach Bulgarien befand, musste der TVR an die Ruhr reisen, wohl wissend, dass auch Mülheims stärkste Dame, die Schweizerin Cicognini, nicht auflaufen würde. TVR-Chef Heinz Kelzenberg: „Dennoch hat uns die Aufstellung des Gegners gewundert, denn man gab das Damendoppel und das Dameneinzel quasi ohne große Gegenwehr ab“.

Der indonesische Weltklassespieler Dasuki sollte für zwei ebenso klare Mülheimer Punkte sorgen, doch waren seine beiden Erfolge letztlich hauchdünn. Dank hervorragender Leistungen war das Refrather Herrendoppel Beck/Nyenhuis sogar nah dran an einem Sieg und das Mixed Nyenhuis/Nelte stand dicht vor einem Satzgewinn, der trotz 20:17-Führung nicht realisiert werden konnte.

Entscheidend über Sieg, Unentschieden und Niederlage waren letztendlich die beiden Herreneinzel, die beide über drei Sätze gingen. Lin Yu Hsien, der mit starken Schmerzen an der Achillessehne in die Begegnung gegen den enorm motivierten Lokalmatadoren Alexander Roovers gegangen war, konnte trotz großer läuferischer Mängel die Begegnung in drei Sätzen für sich entscheiden. Danny Schwarz: „Da war mir zwischen durch ganz schön mulmig, denn Yu Hsien war läuferisch bei 30 bis 40 Prozent und sein Gegner hat sehr gut aufgespielt“.

Den vierten Refrather Punkt holte Kai Waldenberger in drei Sätzen gegen den 40-jährigen Dharma Gunawi, der immerhin den ersten Satz für sich entscheiden konnte. TVR-Chef Heinz Kelzenberg: „Danach hat Kai super konsequent seine Fitness ausgespielt und sich nicht aus seinem Konzept bringen lassen. Er hat hervorragend gespielt und sehr verdient gewonnen“. In der Tat entscheid letztlich die Fitness des zwölf Jahre jüngeren Refrathers über den ehemaligen Vize-Weltmeister, der laut Kelzenberg „für viele Gegner sehr unangenehm zu spielen und mit allen Wassern gewaschen ist“. Der Jubel war groß, als Waldenberger den Schlusssatz mit 21:13 für sich entscheiden konnte und damit den Siegpunkt geholt hatte.

Danny Schwarz: „Ich bin stolz auf meine Mannschaft, sie soll diesen Sieg jetzt erst einmal zwei, drei Tage genießen“. Die nächsten Aufgaben des TVR sind die schweren Begegnungen beim Tabellenvierten aus Berlin und am 8.11. das Heimspiel gegen den Dritten Union Lüdinghausen. Wieder Schwarz: „Selbst wenn wir die Hinrunde mit 7:11 Punkten abschließen, haben wir ein gutes Polster auf den vorletzten Platz“.

 

TVR jubelt – zweiter Sieg in Folge

Chloe Magee holte den Siegpunkt für den TVR. Foto: Marie Kelzenberg.

Von Heinz Kelzenberg

 
(03.10.2011) Mit dem 4:2-Sieg am Sonntag gegen den bis dahin punktgleichen BV Gihorn hat sich das Badminton-Bundesligateam des TV Refrath ein wenig Luft zu den beiden Abstiegsplätzen verschafft. Mit 5:7 Punkten rangieren die Refrather nun vorübergehend auf Rang 6 der Tabelle.

Vor knapp 100 Zuschauern in der Halle Steinbreche entwickelte sich eine lange, äußerst spannende Partie bei fast tropischen Hallentemperaturen. Drei der sechs Begegnungen gingen in den entscheidenden dritten Durchgang und da zwei dieser Spiele durch Lin Yu Hsien und Chloe Magee an den TVR gingen, hieß der verdiente Sieger nach zweieinhalb Stunden TV Refrath.

Teammanager Danny Schwarz: „Das war ein unglaublich wichtiger Sieg für uns und die zwei Punkte tun uns sehr gut. Die Mannschaft hat sich inzwischen gefunden und die Stimmung steigt nach den drei anfänglichen Niederlagen von Spiel zu Spiel. So kann es weiter gehen“.

Immer noch fehlte der mit einer Fußverletzung außer Gefecht gesetzte Max Schwenger und auch diesmal funktionierte das neu zusammen gestellte Herrendoppel mit Denis Nyenhuis und Raphael Beck nicht wie erhofft. In zwei Sätzen unterlagen die beiden Refrather ihren Gifhorner Konkurrenten und sorgten gleich für einen ersten Dämpfer an diesem Spieltag. Glücklich zeigten sich die TVR-ler dann wenige Minuten später im Damendoppel, welches knapp in zwei Sätzen gewonnen wurde.

Es folgten zwei lange und hochklassige Herreneinzel, die die Zuschauer in eine Stimmung brachten, wie sie in dieser Saison in heimischer Halle noch nicht dagewesen war. Lin Yu Hsien kämpfte den läuferisch enorm starken Raum Must aus Estland nieder und Kai Waldenberger verlangte dem Indonesier Pratama in seinem besten Spiel der laufenden Saison alles ab. Nur zu Beginn des dritten Satzes war der Indonesier wirklich überlegen. Besonders freute sich TVR-Chef Heinz Kelzenberg über den Auftritt seines Schützlings: „Endlich hat er mal wieder frei aufgespielt und sein ganzes Können abgerufen. So ist Kai wieder auf dem besten Weg“.

Chloe Magee musste fast zwei Stunden auf ihren Einsatz warten und tat sich zunächst schwer gegen die deutsche Nationalspielerin Carola Bott. Erst im dritten Satz konnte sie ihre Dominanz ausspielen und den Satz ungefährdet nach Hause bringen. Da zwischenzeitlich das Mixed Denis Nyenhuis und Carla Nelte mit einer fehlerfreien Leistung ihren ersten Saisonsieg nach Hause brachten, war der verwandelte Matchball der 22-jährigen Irin viel umjubelt und brachte den entscheidenden vierten Punkt.

Aus den drei ausstehenden Spielen gegen Mülheim, Berlin und Lüdinghausen möchte der TVR noch mindestens zwei Punkte einfahren, um dann die Hinrunde mit mindestens sieben Pluspunkten abzuschließen. Heinz Kelzenberg bringt es auf den Punkt: „Wenn uns das gelingt, dann haben wir unsere Hausaufgaben gut gemacht“.

 

Den nächsten Sieg im Visier – Bundesliga am Sonntag gegen Gifhorn

Ein starkes Damendoppel: Carla Nelte und Kim Buss. Fotos: Marie Kelzenberg.

Von Heinz Kelzenberg

 
(26.09.2011) Wenn bereits am kommendem Sonntag (14 Uhr Halle Steinbreche) das nächste Bundesligaspiel ansteht, spüren die Spielrinnen und Spieler des TV Refrath hoffentlich noch den Rückenwind aus dem ersten Saisonsieg gegen die SG Anspach. Der Gast heißt dann BV Gifhorn und ist für den TVR aktuell ein sehr guter Maßstab. Geht man davon aus, dass die SG Anspach den Klassenerhalt nicht schaffen wird, ist noch ein weiterer Abstiegsplatz zu vergeben. Neben dem 1. BV Mülheim und dem VfL Hamburg haben sich Gifhorn und Refrath bisher als Teams „der unteren Tabellenhälfte“ erwiesen.

Somit geht es für beide Mannschaften am Sonntag um eine ganze Menge, auch wenn die Saison noch sehr lange sein wird. So erwartet TVR-Chef Heinz Kelzenberg sechs relativ ausgeglichene Spiele, deren Ausgang schwer vorherzusagen ist. In je einem Spiel sind der TVR und der BV Gifhorn leichter Favorit, doch vier der sechs Begegnungen stehen auf des Messers Schneide. So können sich die Zuschauer sicherlich auf ein sehr interessantes 1. Herreneinzel zwischen Yu Hsien und dem Dauerläufer Raul Must aus Estland freuen, der in der vergangenen Saison immerhin Refrathes Nr. 1 Lu Qicheng bezwingen konnte. Aber auch das Dameneinzel zwischen Chloe Magee und Nationalspielerin Carola Bott sollte für Spannung sorgen.

Im Herrendoppel und Mixed gab es bislang für beide Teams in dieser Saison noch keinen einzigen Sieg, so dass in diesen beiden Begegnungen vermutlich die Entscheidung über den Gesamtsieg fallen wird. Mit dem Indonesier Yoga Pratama, der schon bei zwei DBV-Ranglisten gefallen konnte, hat der BV einen starke Nummer zwei in seinen Reihen, doch vielleicht gelingt Kai Waldenberger in dieser Begegnung der Überraschungscoup. Besonders optimistisch ist Teammanager Danny Schwarz im Hinblick auf das Damendoppel: „Wir haben hier eine Bilanz von 4:1, das gibt allen Grund zur Zuversicht“.

Da beide Team auf einen doppelten Punktgewinn hoffen, verspricht dieses Spiel in Refrath einen spannenden und mitreißenden Kampf.

Zwei Tage später (Dienstag, 4.10., RWE Sporthalle) reist der TVR zum bislang noch sieglosen 1.BV Mülheim. Der Aufsteiger hat bislang nur einen Punkt einfahren können und steht am kommenden Wochenende schon mit dem Rücken zur Wand. Heinz Kelzenberg: „Mülheim muss gegen Anspach und uns punkten, sonst haben sie schon einen beachtlichen Rückstand. Doch auch wir wollen uns in der Tabelle etwas absetzen“. Auch diese Begegnung verspricht Hochspannung, wobei Mülheim vor allem im Herrendoppel favorisiert ist. Mit dem Indonesier Dasuki verpflichtete der Aufsteiger einen Top-Mann, der jedoch der Schweizer Einzeldame Cicognini den Nicht-EU Platz streitig macht. Danny Schwarz: „Dadurch haben wir in den Damenspielen wieder die Nase vorn“.

So oder so wird auch nach diesen beiden Begegnungen noch keine Vorentscheidung über den Abstieg gefallen sein, doch mit zwei Siegen wäre der TVR in der Tat aus dem Gröbsten heraus und könnte locker in die schweren letzten Begegnungen der Hinrunde in Berlin und gegen Lüdinghausen gehen. Heinz Kelzenberg: „Das sind sicherlich zwei sehr, sehr schwere Spiele“.

Nur wiederum zwei Tage nach dem Spiel in Mülheim findet das nächste Top-Ereignis in Refrath statt. Am Donnerstag, den 6.10. um 19 Uhr trifft die deutsche Badminton-Nationalmannschaft U19 auf die Auswahl Belgiens. In diesem Freundschafts-Länderspiel präsentieren sich die besten deutschen Junioren nach ihrem grandiosen Europameistertitel in diesem Jahr auf heimischem Boden und spielen gegen die Top-Stars aus unserem Nachbarland.

Karten sind noch ausreichend an der Abendkasse erhältlich oder im Vorverkauf per direkter Kontaktaufnahme über  info@tv-refrath.de

 

Erster Sieg und große Erleichterung für den TVR

Hatten großen Anteil am ersten Sieg des TVR: Carla Nelte und Kim Buss. Foto: Marie Kelzenberg.

Von Heinz Kelzenberg

 
(26.09.2011) Natürlich war der erste Sieg in der noch jungen Bundesligasaison für den TV Refrath am Sonntag überfällig gewesen. Nach den guten Leistungen in den vier Begegnungen zuvor hatten sich die TVR-ler große Hoffnungen gemacht, gegen den Aufsteiger SG Anspach den ersten doppelten Punktgewinn einzufahren. Doch die Hiobsbotschaften in der vergangenen Woche rissen nicht ab, so dass der 4:2-Sieg gegen die SG Anspach schließlich eine große Erleichterung war.

Max Schwenger meldete sich mit einer Bänderverletzung von einer Teilnahme ab und auch Denis Nyenhuis (Wadenzerrung) und Carla Nelte (Erkältung) waren geschwächt. Kurz vor Spielbeginn wurde jedoch entschieden, beide einzusetzen. Heinz Kelzenberg: „Das Damendoppel mit Carla und Kim, die Gott sei Dank wieder dabei ist, war heute das Schlüsselspiel“. In der Tat war der Sieg gegen Mona Reich und die international sehr erfolgreiche Holländerin Samantha Barning nicht unbedingt eingeplant gewesen.

Teamchef Danny Schwarz: „In den drei Einzeln waren wir klarer Favorit, es musste also noch ein Doppel her“. Leider merkte man im neu zusammen gewürfelten Herrendoppel Lin/Nyenhuis, dass der Taiwanese so gut wie gar keine Erfahrung in dieser Disziplin hat. So sah Coach Heinz Kelzenberg auch wenig Möglichkeiten, das Doppel zum Erfolg zu bringen: „Alle taktischen Anweisungen waren für ihn nicht umsetzbar. Wir hätten besser Raphi Beck eine Chance gegeben“. Erst kurz vor Spielbeginn hatte man dem 19-jährigen Taiwanesen gegenüber seinem gleichaltrigen deutschen Vereinskollegen den Vorzug gegeben, wohl in erster Linie um den Gegner zu verunsichern. Kelzenberg: „Das hätten wir auch anders entscheiden können“.

Dass jedoch das in zwei Sätzen verlorene Herrendoppel nicht ausschlaggebend war, zeigten dann beim Stande von 1:1 die drei gewonnenen Einzel, in denen auch Kai Waldenberger nach vier Niederlagen in Folge mit couragiertem Spiel endlich sein Erfolgserlebnis hatte und seinen Gegner im dritten Satz mit 21:7 demontierte. Leider zeigte abschließend noch das zwangsläufig neu formierte Mixed mit Nyenhuis/Magee Abstimmungsschwächen und unterlag der gut aufgelegten gegnerischen Paarung in zwei engen Durchgängen.

Heinz Kelzenberg: „Leider war die Freude trotz des ersten Saisonsiegs im Team nicht allzu groß. Jeder hat momentan sein eigenes Päckchen zu tragen und denkt schon an die folgenden sehr wichtigen Begegnungen gegen Gifhorn und Mülheim“. In diesen beiden nächsten Spielen entscheidet sich, ob der TVR neben Anspach eine weitere Mannschaft auf Abstand hinter sich lassen kann. Danny Schwarz rechnet vor: „Bei zwei Siegen wäre der Abstand zu den beiden letzten Teams schon vier Punkte“. Der TVR darf zuversichtlich sein, weil in Bestbesetzung, hofft jedoch auf schnelle Rekonvaleszenz seiner angeschlagenen Spieler. Vor allem der Einsatz von Max Schwenger wäre wünschenswert, um das Herrendoppel stärker zu machen.

 

Alle Weichen auf den ersten Sieg gestellt

Denis Nyenhuis. Foto: Marie Kelzenberg.

Von Heinz Kelzenberg

 
(19.09.2011) Am 5. Spieltag soll für den TV Refrath der erste doppelte Punktgewinn eingefahren werden. Beim Heimspiel am kommenden Sonntag (Beginn 14 Uhr) in der Halle Steinbreche ist Aufsteiger SG Anspach zu Gast. Von vielen sogenannten „Experten“ werden die Hessen als klarer Absteiger gehandelt, doch Anspach konnte bereits gegen den BV Gifhorn den ersten Punkt einfahren. TVR-Chef Heinz Kelzenberg: „Genau das macht den Gegner so gefährlich. Man darf die Hessen nicht unterschätzen und hoffen, dass man irgendwie zum Sieg kommt. Es kling banal, aber man braucht halt erst einmal vier von sechs Spielen, die gewonnen werden müssen“.

Der TV Refrath geht mit stärkster Besetzung und einem ordentlichen Selbstvertrauen in diese Begegnung, in der Kim Buss nach drei Spielen Pause wieder mit dabei ist. Die Ausgangssituation für den TVR ist vergleichbar mit der aus der letzten Partie in Hamburg, wo man in drei Spielen klarer Favorit war und diese auch glatt gewinnen konnte, der vierte Siegpunkt jedoch einfach nicht kommen wollte. Teamchef Danny Schwarz: „Das wird uns diesmal nicht passieren, denn wir haben die bessere Mannschaft“.

Gerne erinnern sich viele Spieler in Refrath an die beiden Aufstiegsspiele im März 2009, als der TVR gegen die SG Anspach seinen Erstligaaufstieg unter Dach und Fach bringen konnte. Die SGA war bereits vor einigen Jahren in der 1. Liga und ist unter der Leitung von Team-Manager Georg Komma seit vielen Jahren ein wichtiger Bestandteil der deutschen Badmintonszene. Der Club setzt seit vielen Jahren auf Spieler aus der Region, das heißt aus dem Hessischen. Ganz ohne internationale Verstärkung startet man jedoch in diesem Jahr auch nicht, hat man sich im letzten Jahr mit der Engländerin Jessica Fletcher und in diesem Jahr mit Samantha Barning aus den Niederlanden verstärkt. In der Damenriege steht mit Mona Reich auch eine starke deutsche Spielerin, die in der aktuellen DBV-Rangliste seit einiger Zeit den ersten Platz belegt.

Anspach hat in den letzten Jahren nie sein Gesicht verloren, bleibt seiner Philosophie treu und nimmt die krasse Außenseiterrolle in dieser Saison mit viel Teamgeist. Dabei kommt es für den TVR auch zu einer Begegnung gegen gute, alte Bekannte. Beispielsweise spielt Denis Nyenhuis am Sonntag an der Seite von Max Schwenger gegen seinen Doppelpartner Felix Schoppmann.

Wieder Danny Schwarz: „Es ist wichtig und ich bin überzeugt davon, dass wir zwei Punkte einfahren werden. Im Anschluss geht es dann gegen Gifhorn und Mülheim schon gegen weitere Konkurrenten aus der unteren Tabellenhälfte. Wir freuen uns alle auf diese Herausforderungen“.

 

Dreisatzseuche, aber trotzdem erster Punkt für den TVR

Das Refrather Damendoppel Chloe Magee (l.) und Carla Nelte. Foto: Marie Kelzenberg.

Von Heinz Kelzenberg

 
(05.09.2011) Nach insgesamt fünf verlorenen Dreisatzspielen holte der TV Refrath zwar am zweiten Spielwochenende seinen ersten Punkt, war jedoch alles andere als zufrieden. Der Niederlage im Heimspiel am Samstag folgte dann ein Unentschieden in Hamburg.
 
Auch wenn es vom Papier her wie eine deutliche Angelegenheit gegen den Deutschen Meister der Jahre 2006 bis 2010, den 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim, ausgesehen hatte, sahen die knapp 100 Zuschauer am Samstag in der Halle Steinbreche eine äußerst spannende Bundesligapartie. Das Endergebnis von 1:5 täuscht über den wahren Spielverlauf hinweg, der mit etwas mehr Glück auf Seiten des TVR auch zu einem Unentschieden hätte führen können. Dabei erwies sich der Refrather Neuzugang Chloe Magee aus Irland als überragende, aber auch tragische Figur. Sie unterlag in beiden Spielen gegen in der Weltrangliste deutlich vor ihr platzierte Spielerinnen hauchdünn erst im Entscheidungssatz.
Zunächst musste sich das selbstbewusst aufspielende Herrendoppel Max Schwenger/Denis Nyenhuis den deutschen Nationalspielern und WM-Teilnehmern aus Bischmisheim mit 15:21 und 15:21 geschlagen geben. Dennoch holte sich das Refrather Doppel von Team-Manager Danny Schwarz ein dickes Lob ab: "Die beiden spielen super zusammen und haben gegen Top-Gegner ein super Spiel gezeigt".
Dies gelang auch dem TVR-Damendoppel Chloe Magee/Carla Nelte, die das vielleicht beste Doppel der Liga, Emma Wengberg/Olga Konon, am Rande einer Niederlage hatten. Coach Heinz Kelzenberg: "Das war das beste Damendoppel, das hier in der Halle jemals stattgefunden hat. Leider haben zwei, drei absolute Kleinigkeiten hinterher zu unserer Niederlage geführt".
 
Die beiden Herreneinzel mussten nun gewonnen werden, um realistisch noch auf eine Punkteteilung hoffen zu dürfen. Dabei begeisterte Lin Yu Hsien bei seinem Dreisatzsieg gegen den zweitbesten deutschen Einzelspieler, Dieter Domke, mit konsequent druckvollem Spiel und bezwang seinen über 30 cm größeren Gegner in drei Sätzen. Parallel fand Kai Waldenberger wie schon gegen Rosenheim überhaupt nicht zu seinem Spiel und war gegen den deutschen Vizemeister Lukas Schmidt ohne Siegchance.
 
Beim Stand von 1:3 verlor Chloe Magee den ersten Satz gegen die Weltklassespielerin Olga Konon (Platz 24 der Weltrangliste) mit 7:21 und die Partie schien gelaufen. Doch mit großem Kampfgeist und taktischem Geschick konnte sie das Spiel umbiegen und den zweiten Satz für sich entscheiden. Nachdem auch das Mixed Denis Nyenhuis/Carla Nelte sensationell den ersten Durchgang gewonnen hatte, schien das Unentschieden nicht mehr unmöglich. Doch die Folgesätze gingen an Johannes Schöttler/Emma Wengberg und Bischmisheim hatte den Siegpunkt eingefahren.
 
Bis zum letzten Ballwechsel bewies die 22 Jahre alte irische Nummer eins im Trikot des TVR allen Zuschauern ihren Siegeswillen, doch sie unterlag am Ende unglücklich mit 19:21 und war bitter enttäuscht: "Heute war es möglich zu gewinnen, obwohl das Spiel eigentlich schon weg war. Doch ich bin mit meiner Leistung sehr zufrieden". Das war auch das Refrather Trainerteam, das voll des Lobes über die Leistungen der Irin und der gesamten Mannschaft war. Danny Schwarz: "Ich kann mich nur wiederholen, tolle Leistungen, tolle Mannschaft. In den nächsten Spielen wird gepunktet".
 
Am Sonntag dann reiste man mit viel Selbstvertrauen zum Konkurrenten VfL Hamburg. Wieder gelang dem TVR-Herrendoppel nicht der erste Saisonsieg, doch immerhin verlor man erst im dritten Durchgang. Dameneinzel und Damendoppel gingen klar und deutlich an die Refrather, doch beide Herreneinzel verliefen sehr ausgeglichen. Lin Yu Hsien konnte schließlich den dritten Satz mehr als deutlich mit 21:6 gewinnen, doch Kai Waldenberger hatte in seinem Spiel erneut das Nachsehen. Heinz Kelzenberg ist sich aber sicher, dass sein Schützling bald wieder zur gewohnten Form finden wird: "Kai wird schon im nächsten Spiel wieder ein ganz anderer sein". Das wird auch bitter nötig sein, denn am 25.9. geht es gegen die punktgleiche SG Anspach.
Im abschließenden Mixed gelang Denis Nyenhuis/Carla Nelte zwar ein Satzgewinn, doch das Spiel ging an die Hamburger, so dass beide Mannschaften am Ende mit dem 3:3 nicht richtig zufrieden sein konnten. Team-Manager Danny Schwarz: "Das war wirklich ein komisches Spiel und ich denke, es war wieder viel mehr drin". Nun folgen drei Spiele gegen Teams aus der Abstiegsregion. Heinz Kelzenberg: "Gegen Anspach, Gifhorn und Mülheim müssen wir uns ein Punktepolster erspielen".

 

Bereit zum Punktgewinn

Lin Yu Hsien. Foto: Marie Kelzenberg.

Von Heinz Kelzenberg

 
(30.08.2011) Nach den beiden knappen 2:4-Niederlagen zur Saisoneröffnung möchte Badminton-Bundesligist TV Refrath am kommenden Wochenende die ersten Punkte einfahren. Am Samstag erwartet der TVR um 15 Uhr in der Halle Steinbreche jedoch einen sehr schweren Gegner. Der 1.BC Bischmisheim hat der Bundesliga in den letzten Jahren einen beeindruckenden Stempel aufgedrückt. Fünf Mal wurden die Saarländer hintereinander Deutscher Meister, bevor sie im letzten Jahr den Titel EBT Berlin überlassen mussten. Doch nach eigener Aussage möchte der BCB in diesem Jahr den Titel zurück erobern.

Der Gast aus dem Saarland setzt vorwiegend auf deutsche Nationalspieler. Dies gelingt vor allem deshalb, weil der Club durch den Olympiastützpunkt in Saarbrücken einen Standortvorteil besitzt. Viele der besten deutschen Herrendoppel- und Einzelspieler schätzen den deutschen Vorzeigeclub als ihre Adresse und der BCB hat zudem in vielen Bereichen, wie Öffentlichkeitsarbeit und Marketing, in den letzten Jahren Maßstäbe für die Bundesliga gesetzt.

Die Refrather Zuschauer werden mindestens vier deutsche Nationalspieler sehen und auch im Damenbereich ist Bischmisheim sehr stark. Mit der jüngst eingebürgerten Olga Konon spielt heute die momentan zweitbeste deutsche Einzelspielerin, die mit der Schwedin Emma Wengberg auch ein starkes Doppel bildet.

Nach vier mehr oder weniger deutlichen Niederlagen in den letzten beiden Jahren hofft der TVR auf ein knapperes Ergebnis und Team-Manager Danny Schwarz hält ein Unentschieden gar nicht für unmöglich: „Wir sind Außenseiter, doch vielleicht haben wir diesmal mehr Glück als am vergangenen Wochenende und holen bereits am Samstag einen Punkt“.

Am Sonntag reist der TVR nach Hamburg und tritt um 14 Uhr beim VfL 93 an. TVR-Chef Heinz Kelzenberg ist für dieses Spiel optimistisch: „Hamburg gehört zu den Teams, die wir schlagen können“. In der Tat haben die Hansestädter ebenfalls die ersten beiden Matches verloren, nicht zuletzt, weil ihr stärkster Herr, der Inder Jayaram, noch nicht zur Verfügung stand. Kelzenberg: „Ich denke, er wird auch gegen uns fehlen und darin liegt unsere Chance“.

Wieder ohne Kim Buss, aber sonst mit stärkster Besetzung und mit einer großen Portion Selbstvertrauen, geht der TV Refrath die beiden nächsten Aufgaben in der Bundesliga an. Danny Schwarz: „Wir brauchen uns vor keinem Gegner zu verstecken“. Vor allem dem 19-jährigen Taiwanesen Lin Yu Hsien wünscht er die ersten Siege im 1. Herreneinzel: „Er war nach den beiden Dreisatzniederlagen geknickt und möchte endlich gewinnen“.

 

Erstklassige Leistungen leider nicht belohnt – zwei knappe Niederlagen für TVR

Neuzugang Chloe Magee blieb am ersten Spielwochenende ungeschlagen. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 
(28.08.2011) Gleich zu Saisonbeginn traf der TV Refrath in der Badminton-Bundesliga auf zwei Teams, die zu den stärksten der Liga zählen. Am Samstag war vor gut 100 Zuschauern der PTSV Rosenheim zu Gast in der Halle Steinbreche.  Mit drei internationalen Stars angereist, erwies sich das Team aus Bayern als leicht überlegen und konnte drei der sechs Spiele jeweils im entscheidenden dritten Durchgang für sich entscheiden. Das war die Grundlage zur 2:4 Niederlage aus Sicht des TV Refrath.

Der Start des TVR war glänzend, denn sowohl das Herrendoppel Nyenhuis/Schwenger als auch das Damendoppel Buss/Nelte konnte den ersten Satz gewinnen. Die Damen brachten schließlich eine ungefährdeten Zweisatzsieg ins Ziel, während die Herren im dritten Satz mit 14:21 unterlegen waren. Heinz Kelzenberg: „Bis dahin lief alles nach Plan, ein Punkt aus den Doppeln war das Ziel“. Dass im Anschluss gleich beide Herreneinzel an Rosenheim gingen, war jedoch nicht eingeplant. Danny Schwarz, Teammanager des TVR: „In beiden Spiele war etwas mehr drin, für Kai jedoch an diesem Tag sicher kein Sieg. Aber Yu Hsien hätte im zweiten Satz schon den Sack zumachen müssen“. Dabei spielt Schwarz auf die gute Leistung des erst 19-jährigen Taiwanesen an, der nach gewonnenem ersten Satz und einer 13:9-Führung in Durchgang zwei den Faden verlor und letztlich dem erfahreneren Malaysier Tan den Sieg überlassen musste.

Beim Stand von 1:3 gewann Neuzugang Chloe Magee ohne Gegenwehr gegen die verletzte Holländerin auf Rosenheimer Seite und schließlich konnte das stark aufspielende Mixed Nyenhuis/Nelte gegen die sehr starke gegnerische Paarung den ersten Satz gewinnen, bevor die beiden folgenden an den späteren Sieger aus Rosenheim gingen.

Heinz Kelzenberg: „Die Leistungen haben fast beim gesamten Team heute zu einhundert Prozent gestimmt, aber wenn man dreimal den ersten Satz gewinnt und dann das ganze Spiel verliert, ist man nicht ganz zufrieden“.

Tags darauf reiste das Refrather Team zum Deutschen Vizemeister aus Bonn, dem 1.BC Beuel. Leider musste man direkt auf Kim Buss verzichten, die zum Ende ihres Studiums ein dreiwöchiges Seminar in Frankreich absolvieren muss. Doch mit der Irin Chloe Magee und Carla Nelte standen die beiden anderen TVR-Damen zur Verfügung. Und genau diese Paarung sorgte mit einem deutlichen Zweisatzerfolg auch für die 1:0-Führung für den TVR.

Leider konnte das Herrendoppel mit Schwenger/Nyenhuis trotz erneut guter Leistung nicht gewinnen und auch Kai Waldenberger stand gegen den Indonesier Tedjono auf verlorenem Posten. Dennoch war ihm eine Leistungssteigerung im Vergleich zum Vortag deutlich anzumerken. Heinz Kelzenberg: „Kai hat heute sehr sehr gut gespielt. Natürlich hatte er wesentlich weniger Druck als gestern aber ich hatte das Gefühl, er ist ein ganz anderer Spieler“.

Im knappsten und spannendsten Spiel des Tages unterlag schließlich Lin Yu Hsien Weltklassespieler Marc Zwiebler mit 15:21 im dritten Satz, so dass die zweite Refrather Niederlage am ersten Bundesliga-Wochenende quasi besiegelt war.

Das Mixed, diesmal mit Max Schwenger und Carla Nelte besetzt, machte seine Sache zwar gut, war jedoch dem überragenden Ingo Kindervater und Heather Olver in zwei Sätzen unterlegen. Beim Stand von 1:4 aus Refrather Sicht war es letztlich dem irischen Neuzugang Chloe Magee vorbehalten, den zweiten Punkt für den TVR zu holen. Sie besiegte in souveräner Manier die Beuler Doppel- und Mixedspezialistin Birgit Michels mit 21:11 und 21:12.

Auch Teammanager Danny Schwarz machte dem Team kurz nach dem Spiel große Komplimente: „Wir haben wirklich eine tolle Mannschaft, die ihren Weg gehen wird. Ich bin sehr zufrieden und freue mich auf die nächsten beiden Spiele“.

Bereits am kommenden Wochenende stehen die nächsten Aufgaben an. Am Samstag um 15 Uhr erwartet der TVR in heimischer Halle den 1.BC Bischmisheim, bevor es tags darauf zum Tabellenvorletzten VfL Hamburg geht.

 

TVR-Bundesligateam „heiß“ auf Rosenheim und Beuel

Denis Nyenhuis (l.) und Max Schwenger. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 
(22.08.2011) Wenn am kommenden Wochenende für den TV Refrath die 3. Bundesligasaison beginnt, dann ist die Vorfreude riesengroß. Heinz Kelzenberg, Vorsitzender des Clubs: „Ich habe mich noch nie so auf eine Spielzeit gefreut, wie auf diese. Zum einen, weil die Saison endlich wieder sehr spannend wird, aber vor allem weil wir eine tolle Mannschaft haben“.

In der Tat liest sich die Besetzung des TVR-Teams sehr vielversprechend. Auch wenn Top-Star Hsu Jen Hao dem Club buchstäblich in letzter Minute von der Fahne gesprungen ist, können die Refrather auf eine Mannschaft bauen, die den Klassenerhalt schaffen sollte. Lin Yu Hsien, ein 19-jähriger Taiwanese, ist dabei der wohl größte Hoffnungsträger. Team-Manager Danny Schwarz ist optimistisch: „Wir haben sicherlich die unbekannteste Nummer 1 der Liga, aber totsicher nicht die schwächste“. Und auch zur Verstärkung im Damenbereich, der Irin Chloe Magee, fallen Schwarz nur lobende Worte ein: „Sie wird ein Publikumsliebling werden und meiner Meinung nach eine positive Bilanz im Dameneinzel spielen“.

Sollten also die beiden Verstärkungen der Refrather halten was sie versprechen, würde das Team in der Tat mit dem Abstieg nichts zu tun haben. Denn auch die übrigen Stammspieler des TVR sind in hervorragender Verfassung. Kai Waldenberger bereitet sich seit 2 Wochen täglich mit dem Taiwanesen Lin intensiv auf seine bevorstehenden Einzel vor und auch Max Schwenger ist nach einer verdienten Sommerpause und dem Umzug an den Olympiastützpunkt Saarbrücken wieder in sehr guter Form. Der vierte im Bunde, Denis Nyenhuis, ist laut Vereinschef Kelzenberg momentan „in der Form seines Lebens“ und hat vor zwei Wochen die erste Deutsche Rangliste im Herrendoppel und Mixed gewonnen. Kelzenberg: „Ihm trauen wir in dieser Saison sehr viel zu, so dass wir im Herrenbereich vielleicht besser aufgestellt sind als je zuvor“.

Die Damenriege des TVR besteht in erster Linie aus dem Trio Magee, Nelte und Buss, wobei Letztgenannte unmittelbar nach dem ersten Spiel Richtung Frankreich reisen muss, um dort ein Abschlusspraktikum für ihr Studium zu absolvieren. Danny Schwarz: „Wir können froh sein, dass wir mit Chloe Magee gleichwertigen Ersatz im Doppel haben, denn sie ist in allen drei Disziplinen absolut bundesligatauglich“.

Dass Kim Buss ebenfalls in blendender Verfassung ist, bewies sie noch in der letzten Woche bei der Studentenweltmeisterschaft, der Universiade im chinesischen Shenzen, wo sie mit der Deutschen Mannschaft Rang Neun belegte und einige ihrer Einzel gewinnen konnte. Auch Carla Nelte gehörte zum sechsköpfigen deutschen Aufgebot und machte mit dem Erreichen des Viertelfinales im Mixed ihrem Partner Josche Zurwonne  sehr positiv auf sich aufmerksam.

Danny Schwarz: „Hoffen wir, dass die beiden in dieser Woche nicht allzu müde aus China zurück kehren, Motivation dürften sie genug getankt haben“.

In der Tat wird von der Motivation des TVR-Team viel abhängen, wenn zu Beginn der Saison am Samstag (15 Uhr Halle Steinbreche) der PTSV Rosenheim nach Refrath kommt. Angesichts der Tatsache, dass die stärkste Dame der Bayern, die Holländerin van Dooremalen fehlen wird, gibt sich Heinz Kelzenberg optimistisch: „Ich hoffe, wir gewinnen und haben somit einen optimalen Start, bevor wir am Sonntag beim Deutschen Vizemeister 1.BC Beuel sicherlich krasser Außenseiter sind“. Das Spiel in Bonn findet am Sonntag um 14 Uhr in der Erwin-Kranz-Halle (Limpericher Straße) statt

Danny Schwarz sieht ebenfalls gute Chancen gegen Rosenheim, betont jedoch das schwere Startprogramm seiner Mannschaft: „Mit Rosenheim, Beuel und Bischmisheim spielen wir zu Beginn gegen drei der fünf stärksten Teams. Da ist jeder gewonnene Punkt Gold wert“.

 

Lin in Refrath eingetroffen - Nelte und Magee ganz stark in Wembley

Lin Yu Hsien. Fotos: TVR.
V.l.: Kai Waldenberger, Denis Nyenhuis, Lin Yu Hsien.

Von Heinz Kelzenberg

 
(11.08.2011) Mit einem Tag Verspätung traf die neue Refrather Nummer Eins, Lin Yu Hsien am Mittwochmorgen am Kölner Flughafen ein. Nach einigen organisatorischen Problemen musste er zwischenlanden und einen Tag auf dem Flughafen in Bangkok verbringen.

Heinz Kelzenberg, der den 19-jährigen Taiwanesen gemeinsam mit Kai Waldenberger abholte: „Wir dachten, er wäre nach 40 Stunden Reisezeit total platt, aber er wäre am liebsten direkt in die Halle gefahren“. Doch damit ließen sich die Refrather Verantwortlichen ein paar Stunden Zeit, stellten ihren neuen Spieler jedoch abends bereits der Trainingsgruppe vor. Trotz Müdigkeit ließ Lin seinem Bundesligakollegen Waldenberger in einem Trainingsmatch keine Siegchance und wusste vollends zu überzeugen. Team-Manager Danny Schwarz: „Was er heute gezeigt hat, kann nicht mehr als 60 Prozent gewesen sein und das war schon verdammt gut. Außerdem freuen wir uns, dass er ein offener Typ ist und sehr gut Englisch spricht“.

Parallel richteten sich während des Trainings die Augen der Refrather Spieler immer wieder auf die Internet-Berichterstattung von den Weltmeisterschaften in London, wo gestern Carla Nelte an der Seite von Johanna Goliszewski (Mülheim) ihr Zweitrundenspiel bestritt. Nach gewonnenem Auftaktmatch gegen eine Paarung aus der Ukraine durften die beiden gegen die indonesische Spitzenpaarung Marissa/Melati antreten und machten beim 18:21 und 18:21 eine mehr als ordentliche Figur.

Ebenso sehr erfreulich schnitt die neue Refrather Einzeldame Chloe Magee aus Irland in Wembley ab. Als krasse Außenseiterin schlug sie in Runde Eins die Nummer 31 der Weltrangliste, Adrianti Firdasari aus Indonesien mit 13:21, 24:22, 21:13, bevor sie im Folgespiel gegen die WM-Mitfavoritin Saina Nehwal (Indien) auf völlig verlorenem Posten stand. Doch sowohl Heinz Kelzenberg, als auch Danny Schwarz, die dieses Spiel via Internet beobachten konnten, zeigten sich zufrieden mit ihrem neuen Schützling: „Wir sind begeistert von Chloe. Sie ist technisch sehr versiert und hat ein großes Kämpferherz, das wird unserem Refrather Publikum ganz sicher super gefallen“, so der Refrather Vorsitzende. Schwarz und Kelzenberg waren sich einig: „Wir freuen uns auf eine tolle Saison, denn wir haben eine super Mannschaft“.

Am 27.8. um 15 Uhr wird das Bundesligateam des TV Refrath sein erstes Saisonspiel bestreiten. Gegner in der Halle Steinbreche ist der PTSV Rosenheim.

 

Drei Wochen bis zum Bundesligastart – TVR-Damen noch auf Weltreise

Von Heinz Kelzenberg

 
(02.08.2011) Wenn am kommenden Montag die Badminton-Weltmeisterschaften in der Londoner Wembley-Arena eröffnet werden, ist auch eine Athletin des TV Refrath mit am Start. Die noch 20-jährige Carla Nelte wurde vom Deutschen Badminton-Verband zusammen mit ihrer Partnerin Johanna Goliszewski (1.BV Mülheim) für dieses Großereignis für das Damendoppel nominiert.

Dabei bestreiten die beiden am Dienstag ihr Erstrundenspiel gegen die Ukrainerinnen Ulitina/Voytsekh, bevor möglicherweise in Runde Zwei die gesetzten Indonesierinnen  Marissa/Melati warten würden. Ebenso am Start ist der TVR-Neuzugang Chloe Magee, die für ihr Heimatland Irland im Dameneinzel und Mixed an den Start geht.

Überraschend nicht nominiert wurde Hsu Jen Hao aus Taiwan, immerhin auf Rang 40 der Weltrangliste und aktuell der stärkste Herreneinzelspieler seines Landes. Auch sein Landsmann Lin Yu Hsien wurde nicht nominiert, dies jedoch aus gutem Grund, denn der 19-jährige Taiwanese wird am kommenden Dienstag in Refrath erwartet, um sich mit dem Bundesligateam auf die bevorstehenden ersten Spiele vorzubereiten.

Die für den TV Refrath dritte Bundesligasaison beginnt am 27. und 28. August, bevor ein Wochenende später erneut ein Doppelspieltag angesetzt ist. Dann werden nicht nur die beiden ausländischen Stars Lin und Magee am Start sein, sondern neben den 3 weiteren TVR-Herren auch Carla Nelte und Kim Buss. Diese fahren nämlich unmittelbar nach der WM noch zur Studenten-Weltmeisterschaft (Universiade) nach China.

Heinz Kelzenberg, der mit Spannung Richtung Bundesligastart blickt, fasst zusammen: „Ich bin sicher, dass Kim und Carla motiviert aus China zurück kommen und in guter Form sind und auch bei unseren Ausländern bin ich zuversichtlich. Dass Denis Nyenhuis, Kai Waldenberger und Max Schwenger gut drauf sind, davon können wir uns selbst überzeugen“.

Direkt zu Beginn trifft der TVR auf das sehr gut verstärkte Team aus Rosenheim (27.8., 14 Uhr, Halle Steinbreche), bevor tags darauf das schwere Auswärtsspiel in Bonn-Beuel ansteht. Noch in den Sommerferien warten mit Bischmisheim und Hamburg zwei weitere Gegner auf die Refrather.

Teamchef Danny Schwarz zeigt sich optimistisch zum Saisonverlauf: „Wir freuen uns alle riesig auf die Spiele und sind uns sicher, dass wir mindestens zwei Clubs hinter uns lassen können“.

Ausblick:

Samstag, 27.8. (15 Uhr) TV Refrath – PTSV Rosenheim

Sonntag, 28.8. (14 Uhr) 1.BC Beuel – TV Refrath

Samstag, 3.9. (15 Uhr)   TV Refrath – 1.BC Bischmisheim

Sonntag, 4.9. (14 Uhr)   VfL 93 Hamburg – TV Refrath

 

Sicher ist sicher - Refrather Bundesligateam wird noch ergänzt

Lin Yu Hsien. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

  
(22.06.2011) Die jüngsten Erfolge der neuen Refrather Nummer eins, Hsu Jen Hao, hatten bei den TVR-Verantwortlichen für gemischte Gefühle gesorgt. Einerseits hatte sich das Bundesliga-Duo Danny Schwarz und Heinz Kelzenberg regelmäßig über die immer besser werdenden Ergebnisse des erst 19-jährigen Taiwanesen gefreut. Dieser war immerhin in den letzten drei Monaten um fast 40 Plätze in der Weltrangliste nach oben geklettert. Andererseits gab es jedoch durchaus Bedenken, ob die im März getroffene Vereinbarung mit dem Spieler, fast die gesamte Bundesligasaison in Europa zu verbringen, noch Bestand haben kann. Heinz Kelzenberg: „Jen Hao ist inzwischen die Nummer eins seines Landes und steht auf Platz 45 der Weltrangliste, Tendenz steigend. Da müssen wir uns fragen, ob sein Verband ihn tatsächlich für die gesamte Saison nach Europa gehen lässt“.

In der Tat war der Plan des jungen Taiwanesen, bei zahlreichen Turnieren in Europa ab September ausreichend Punkte zu sammeln, um sich für die Olympischen Spiele 2012 in London zu qualifizieren. Bundesliga-Manager Danny Schwarz: „Wir konnten nicht wissen, dass er so schnell so weit nach vorne kommt und jetzt diese Turniere in Europa gar nicht mehr zwingend braucht.“

Somit wurde das Risiko zu groß, sich alleine auf die taiwanesische Nummer eins zu verlassen, denn immerhin hatte dieser für 16 der 18 Bundesligaspiele seine Zusage gegeben. Um auf Nummer sicher zu gehen, wurde jetzt schließlich noch ein Landsmann Hsus verpflichtet. Der ebenfalls 19-jährige Lin Yu Hsien steht noch nicht ganz so im Fokus der Weltrangliste (Platz 185), gilt jedoch in der Badminton-Hochburg als zweitbester Nachwuchsspieler hinter Hsu.

Somit kann der TV Refrath in der in neun Wochen beginnenden Saison sicher sein, in allen Spielen eine sehr gute Nummer eins im Team zu haben. Während dieser Überlegungen wurde im Kontakt mit dem taiwanesischen Verband klar, dass man auch in der Heimat von der Entwicklung Hsu Jen Haos, der kontinuierlich einen Platz  unter den Top 20 der Weltrangliste anstrebt, sehr überrascht ist. Heinz Kelzenberg: „Solch einen Spieler möchte man natürlich als Verband nicht monatelang nach Europa gehen lassen. Deswegen ist es clever, dass wir eine sehr, sehr gute Alternative haben, so dass immer einer von beiden spielen wird“. Die ersten Spiele im August und September wird definitiv Lin Yu Hsien bestreiten, der den TVR-Verantwortlichen inzwischen in erster Linie durch Videoaufnahmen bekannt ist. Danny Schwarz: „Lin ist ein typischer asiatischer Angriffsspieler, der eine Menge Dampf macht. Wir freuen uns, dass er einige Wochen in Refrath mit unseren Top-Leuten trainiert“.

Die ersten vier Bundesligabegegnungen finden noch in den Sommerferien statt. Am letzten August- sowie am ersten Septemberwochenende hat der TV Refrath samstags je ein Heimspiel und muss sonntags auswärts antreten. Heinz Kelzenberg: „Aus diesen Spielen gegen Rosenheim, Bischmisheim, Beuel und Hamburg hätten wir gerne drei bis vier Punkte. Danach kommen drei leichtere Begegnungen“.

 

TVR-Neuzugänge sehr erfolgreich

Hsu Jen Hao. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 
(13.06.2011) Gut 11 Wochen vor Beginn der dritten Bundesligasaison für den TV Refrath steigt die Spannung und Vorfreude auf die bevorstehenden Aufgaben. Anders als in der letzten Saison geht es vom ersten Spieltag an um jeden Punkt, denn die letzten zwei der auf 10 Teams erweiterten Eliteliga, müssen den Gang in die 2. Bundesliga antreten.

Der Kader des TV Refrath ist seit gut einem Monat komplett und die Verantwortlichen beobachten in der Zwischenzeit die Form der beiden Neuzugänge Hsu Jen Hao (Taiwan) und Chloe Magee (Irland). Bundesligamanager Danny Schwarz: „Hsu haben wir im März live erlebt, mit ihm gesprochen und einen guten Eindruck von ihm, bei Chloe Magee müssen wir uns auf unser Gefühl verlassen, denn sie kennen wir gar nicht persönlich“. In der Tat war die 22-jährige Irin mangels Alternativen verpflichtet worden, ohne sie persönlich kennen zu lernen. TVR-Chef Heinz Kelzenberg: „Nach der Verpflichtung von Hsu musste es eine EU-Ausländerin sein und Chloe war die beste, die noch nicht unter Vertrag war. Es stehen auch nur 12 Europäerinnen vor ihr in der Weltrangliste“.

Dass es sich bei der jungen Irin um einen wahren Glücksgriff handeln könnte, dessen ist sich Kelzenberg mehr und mehr sicher: „Sie hat letzten Jahr schon in der 2.Liga gespielt und ihr alter Verein war voll des Lobes. Inzwischen habe ich eine Handvoll Spiele von ihr live im Internet gesehen und bin begeistert. Sie spielt sehr attraktiv, schnell und ist kampfstark, sie hat das Potenzial zum Publikumsliebling“. Und er ergänzt: „Hoffen wir, dass nicht wieder so viele Dameneinzel von den Gegnern abgeschenkt werden wie in der letzten Saison, das war ja grausam“. In der Tat kam Kim Buss in der letzten Spielzeit zu drei ihrer sechs Siege durch eine kampflose Aufgabe ihrer Gegnerinnen. „Und die waren alle vor heimischem Publikum“, weiß Kelzenberg, „das war ganz besonders schade“.

Bei den Internationalen Meisterschaften von Litauen bewies Chloe Magee in der letzten Woche ihre gute aktuelle Form. Sie gewann das Turnier in Kaunas und schlug dabei souverän unter anderem ihre potentielle Bundesligagegnerin Karin Schnaase (Lüdinghausen) im Halbfinale mit 21:17, 21.12. Danny Schwarz, zeitgleich in Frankreich im Urlaub, zeigte sich überaus zufrieden: „Genau so eine Spielerin wollten wir, sie hat das Format, ihre meisten Einzel in der Bundesliga zu gewinnen“. Dass Magee zeitgleich in Litauen auch das Mixed mit ihrem Bruder Sam gewinnen konnte, freut Schwarz ebenfalls: „Wir brauchen Teamplayer, die nicht nur eine Disziplin können und notfalls auch in einer anderen einspringen können“. Durch den Einzelerfolg in Kaunas dürfte die Irin schon in den nächsten Tagen unter den Top 50 in der Weltrangliste zu finden sein. Nach ihrem Finalerfolg äußerte sie in einem Interview: „Ich bin sehr glücklich und stolz, in der deutschen Bundesliga spielen zu können. Das gibt mir wichtiges Sparring gegen gute Gegnerinnen, das ich brauche, um mich für Olympia zu qualifizieren. Mein Ziel ist es, irgendwann auch mit den besten der Welt mithalten zu können“.

Dies kann bereits der zweite Refrather Neuzugang, Hsu Jen Hao aus Chinese Taipeh. Er wird ab Ende August viele Turniere schwerpunktmäßig in Europa besuchen, um sich wie Magee für Olympia 2012 zu qualifizieren. Einen weiteren Schritt in die richtige Richtung tat der 21-jährige in der vergangenen Woche bei den Thailand Open in Bangkok. In Runde Eins gelang es Hsu, endlich einen namhaften Spieler zu bezwingen. Der Holländer Dicky Palyama, an Nummer 15 gesetzt, musste nach genau einer Stunde Spielzeit dem Taiwanesen mit 13:21, 21:13, 19:21 den Einzug in die nächste Rund überlassen. Hier wartete der Inder Verma und wieder ging es für Hsu über gut eine Stunde Spielzeit. Am Ende war dem Neu-Refrather der Kräfteverschleiß anzumerken und er unterlag im dritten Satz mit 16:21.

Heinz Kelzenberg: „Ich habe mich noch nie so auf eine Saison gefreut wie auf die kommende und ich habe das Gefühl, das geht allen so. Wir haben eine wirklich gute Mannschaft und niemand von uns glaubt, dass wir absteigen können. Auch unsere fünf deutschen Spieler Kai Waldenberger, Denis Nyenhuis, Max Schwenger, Carla Nelte und Kim Buss haben sich sehr gut weiterentwickelt“.

 

Neuzugänge für den Bundesligakader gefunden

Chloe Magee.
V.l.: Hsu Jen Hao mit Denis Nyenhuis, Carla Nelte und Kai Waldenberger. Fotos: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

  
(15.05.2011) Nach einer Saison ohne Spannung und ohne Abstiegsangst wird es für die Bundesligamannschaft des TV Refrath ab August wieder vom ersten Spieltag an ernst. An 18 Spieltagen zwischen dem 27. August und dem 3. April geht es für die zehn Badminton-Erstligisten um Meisterschaft und Abstieg. Nach Einschätzung des Clubchefs Heinz Kelzenberg gibt es lediglich vier Clubs, die mit dem Abstieg nichts zu tun haben werden: „Für alle anderen wird es eng, denn es wird schwierig werden, konstant ein gutes Team an den Start zu bringen“.

Grund dafür ist die am 1.5. begonnene Olympiaqualifikation, die für alle internationalen Top-Spieler Vorrang vor der Bundesliga haben. „Es wollen sich natürlich viel mehr Leute für Olympia 2012 qualifizieren, als Plätze da sind, also spielt man möglichst viele Turniere, um in der Weltrangliste nach oben zu klettern“, so Kelzenberg.

Dies war Grund genug, sich personell gründlich und solide umzuschauen: „Wir wollen und können auch definitiv kein teureres Team als letztes und vorletztes Jahr aufstellen“, so Teammanager Danny Schwarz, der zusammen mit Kelzenberg seit Mitte Dezember aktiv war. Die Verstärkung im Herrenbereich, kommt wie in den letzten 4 Jahren aus Asien, jedoch diesmal aus Chinese Taipeh. Über den Kontakt des Vaters von U13-Talent Samuel Hsiao kam bereits im Februar der 19-jährige Hsu Jen Hao ins Gespräch. Kelzenberg und Schwarz beobachteten den Taiwanesen bei den German Open im März, wo er schließlich den Deutschen Meister Marc Zwiebler souverän ausschaltete. Anschließend trat man in Verhandlungen und profitierte davon, dass Hsu am Ende August mit einer kurzen Unterbrechung für drei Monate nach Europa kommt, um zahlreiche internationale Turniere zur Olympiaqualifikation zu spielen. Aktuell ist Hsu 63. in der Welt, Tendenz steigend. In den Perioden zwischen den Grand-Prix-Veranstaltungen kommt er dann nach Refrath und tritt für die Bundesligamannschaft an. Zwischendurch ist er ebenso noch wochenweise bei der Deutschen Nationalmannschaft in Saarbrücken, so dass Kelzenberg davon überzeugt ist, ein „optimales Leistungspaket geschnürt zu haben“, denn immerhin ist der Taiwanese in 2011 und 2012 bei 16 von 18 Spielen mit dabei. Danny Schwarz: „Ich bin gespannt, welchem Bundesligaverein es noch gelingt, eine starke Nummer eins so oft aufzubieten“.

Mit den deutschen Leistungsträgern Kai Waldenberger, Denis Nyenhuis und Max Schwenger und einem starken Regionalligakader im Hintergrund scheint der TVR auf der Herrenseite ausreichend gewappnet. Heinz Kelzenberg ist zufrieden: „Es fehlt noch ein Spieler für die beiden Begegnungen ohne Jen Hao, da werden wir aber noch fündig werden. Ich denke, wir sind konkurrenzfähig“.

Auch im Damenbereich musste intensiv gesucht werden und dies gestaltete sich als noch viel schwieriger. Kim Buss spezialisiert sich seit geraumer Zeit aufs Doppel, so dass Einsätze im Dameneinzel problematisch sind, wenn dieser Punkt möglichst regelmäßig kommen soll. Danny Schwarz: „Wir vertrauen ihr an der Seite von Carla Nelte im Doppel, aber das Dameneinzel war schon letzte und vorletzte Saison sehr schwer“. So nutzte man Kontakte nach Spanien, England, Bulgarien, Russland, Holland und innerhalb Deutschlands, bevor man in Irland fündig wurde. Die 22-jährige Chloe Magee wird für den TV Refrath in der Mehrzahl der Spiele auflaufen und soll eine gute Rolle in Liga Eins spielen. Die Nummer 64 der Weltrangliste hat Bundesligaerfahrung in der 2. Liga aus der letzten Saison, wo sie in Maschen nur ein Spiel verlor und die deutschen Bedingungen in der Bundesliga kennenlernte. Heinz Kelzenberg: „Sie ist die beste, die auf dem Markt war, denn nach der Verpflichtung von Jen Hao war ja der Nicht-EU Platz weg und es musste eine Europäerin sein“. Dass die in der passenden Spielstärke rar sind, musste man in den letzten Wochen feststelle und auch bei Magee gab es Mitbewerber. Der deutsche Meister EBT Berlin war ebenfalls an der Irin interessiert, die sich jedoch für Refrath entschied, weil sie hier zu mehr Einsätzen kommt. Heinz Kelzenberg: „Im Dameneinzel wird es in der kommenden Saison zwei überragende Spielerinnen in der Bundesliga geben und dahinter kann Chloe alle schlagen. Immerhin hat sie am Wochenende gegen Egelstaff aus Schottland und Cann aus England gewonnen, die auf 36 und 44 in der Weltrangliste vor ihr stehen“. Da die mehrfache Meisterin von der grünen Insel international auch im Mixed auf Turnieren startet, sieht Kelzenberg auch für den Fall einer Verletzung innerhalb des Damenkaders eine variable Einsatzmöglichkeit für Magee: „Und, was besonders wichtig ist, alle die sie kennen haben ihre Persönlichkeit in den höchsten Tönen gelobt. Ich habe das Gefühl, wir haben einen Glücksgriff gelandet“. Das Damentrio Magee, Nelte und Buss sowie Hanna Kölling und Mette Stahlberg in der „Hinterhand“ – so präsentiert sich der TVR im Damenbereich ebenfalls absolut erstligatauglich. Danny Schwarz: „Die anderen sollen jetzt erst mal Namen präsentieren, die besser klingen und diese dann auch regelmäßig aufs Spielfeld bringen“.

Aus den anderen Bundesligavereinen ist noch nicht viel bekannt, doch die Gerüchteküche brodelt wie in jedem Jahr und besagt, dass alle Clubs versuchen werden, mit personellem Aufrüsten die Klasse zu halten. Wer dann letztlich in welchem Spiel aufläuft, könnte zu einer Art Roulettespiel werden.

 


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