Mitteilungen des TV Refrath

 

Liga-Zugehörigkeit: 1. Bundesliga

Homepage: www.tvr-badminton.de

  

  

TVR 1 beendet Saison auf tollem sechsten Platz

Chloe Magee. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(25.03.2013) Mit dem besten Ergebnis der Vereinsgeschichte beendete das Bundesligateam des TV Refrath seine vierte Saison im Badminton-Oberhaus. Nach drei siebten Plätzen in Folge bedeutet der sechste Rang mehr als nur eine kosmetische Korrektur. Vereinschef Heinz Kelzenberg: „Wir haben damit unser Saisonziel erreicht und liegen direkt hinter den fünf Teams, die um die Play-offs gespielt haben.“

Das Erreichen dieses Saisonziels war nur mit einem tollen Endspurt beim letzten Heimspiel am Samstag gegen den Tabellennachbarn 1. BC Düren möglich. Mit einer wahren Energieleistung war es dem TVR gelungen, dem international besetzten gegnerischen Team einen Punkt abzunehmen. Düren war wie im Hinspiel gegen den TVR in Bestbesetzung, d.h. mit sechs ausländischen Akteuren und der ehemaligen deutschen Nationalspielerin Sandra Marinello, angereist. Beim TVR fehlte Denis Nyenhuis berufsbedingt, so dass Richard Domke ins Doppel rutschte. Auch im Damenbereich gab es kurzfristig am Spieltag Probleme, weil sich Carla Nelte wegen einer Magen-Darm-Erkrankung abmeldete und Iris Tabeling aus dem 2. Team eingesetzt werden musste. Auch Chloe Magee war durch eine starke Grippe in der Woche vor dem Spiel stark gehandicapt und ging geschwächt und mit Trainingsrückstand in die Begegnung.

So war es nicht verwunderlich, dass das Damendoppel in drei Sätzen an Düren ging. Doch als nach über einer Stunde Spielzeit das Herrendoppel Schwenger/Domke die Routiniers Koch/Zauner (Nr. 43 der Weltrangliste) aus Österreich mit 25:23 im Entscheidungssatz entzaubert hatte, war wieder alles offen. Heinz Kelzenberg zum Herrendoppel: „Max hat unglaublich clever und stark gespielt und bei Richi konnte man sehen, was für ein großartiges Talent er ist. Als Einzelspieler so ein Doppel zu spielen, ist schon Extraklasse.“

Leider war Domke dann im folgenden Herreneinzel gegen die englische Nummer eins Ouseph, immerhin Nummer 35 der Welt, ratlos und verlor klar in zwei Sätzen. Ebenso unterlag Kai Waldenberger nach gutem Spiel gegen den Briten Baxter mit 0:2, wobei er jeweils zum Ende der Sätze seine einzigen Schwächephasen hatte. Somit stand es aus Refrather Sicht 1:3, wie so oft vor dem Dameneinzel und Mixed, den statistisch gesehen beiden besten Positionen im Refrather Team.

Das Dameneinzel von Chloe Magee gegen die Engländerin Liz Cann war nur im ersten Satz hart umkämpft, wobei Magee langsamer als gewohnt zu Werke ging. Im zweiten Satz genügte dann eine clevere Spielstrategie, um den zweiten Punkt für den TVR zu holen. Schließlich war es wieder einmal das Mixed mit Max Schwenger, der auch an der Seite von Iris Tabeling eiserne Nerven zeigte und das Match sicher nach Hause fuhr.

Somit hatte der TV Refrath sein Ziel erreicht, und ein Unentschieden erkämpft. Heinz Kelzenberg: „Der Punkt zählt umso mehr, weil Düren in Bestbesetzung da war, wie übrigens erst zum siebten Mal in dieser Saison.“ Der TVR-Chef kritisiert dabei öffentlich Teams, die „mal mit einem bundesligatauglichen Team auflaufen und mal nicht“. Die Gründe sind ihm klar, nämlich, dass diese Clubs sich nahezu komplett von ausländischen Spielern abhängig machen. Er ergänzt: „Im Grunde kann ja im Moment jeder machen, was er will, doch damit sollte Schluss sein. Wir brauchen eine Regelung in Form von Mindesteinsätzen für deutsche Spieler. Wenn man, wie Düren, auch mit sechs Ausländern nicht gegen uns gewinnt, dann muss man sich die Sinnfrage stellen, finden wir.“

Am Sonntag reiste die Refrather Spitzenmannschaft nach Berlin zum Tabellenführer und Deutschen Meister EBT, der in Bestbesetzung gegen den TVR nichts anbrennen ließen. Zwei Spiele gingen über drei Sätze, doch mehr als diese Achtungserfolge im Mixed und im Dameneinzel sprang am letzten Spieltag für den TVR nicht heraus.

Dabei zeigte sich Chloe Magee stark verbessert zum Vortag und gewann gegen die Weltranglistenvierte Juliane Schenk sogar den ersten Satz. Erneut machte die Gesundheit vor dem Spiel einen Strich durch die Refrather Aufstellung. Denis Nyenhuis meldete sich krank, so dass der Platz an der Seite von Max Schwenger erneut vakant wurde. Da Richard Domke sich voll auf das Einzel gegen Kestuitis Navickas konzentrieren wollte, übernahm Kai Waldenberger diese Aufgabe. Waldenberger machte anschließend ein sehr gutes Spiel im Einzel gegen den ungeschlagenen Dänen Jonassen auf Berliner Seite.  Ebenfalls gefallen konnte Iris Tabeling, die ja überraschend für Carla Nelte ins Team gerückt war. Doch niemand konnte das deutliche 0:6 schließlich verhindern, welches aber auch alles andere als ein Beinbruch war, hatte man doch am Vortag gegen Düren bereits den sechsten Platz gefestigt.

Mit diesem hervorragenden Ergebnis beendete die Mannschaft von Teammanager Danny Schwarz eine Saison, in der schnell klar wurde, dass der TV Refrath kein Abstiegskandidat mehr ist. Vielmehr richtet die Vereinsführung den Blick kontinuierlich nach oben. Personell ist bei den Bergischen für das nächste Jahr alles in trockenen Tüchern. Heinz Kelzenberg: „Alle unsere Spieler haben verlängert und wir sind klar mit einer neuen Nummer eins. Das wird jedoch erst kurz nach Ostern spruchreif.“

 

Gegen Düren und Berlin geht es geht nur noch um Kosmetik

Richard Domke. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(17.03.2013) Völlig entspannt und ohne Ergebnisdruck gehen die beiden Refrather Bundesligateams in den letzten Doppelspieltag am kommenden Wochenende. Dabei haben sowohl die 1. als auch die 2. Mannschaft ein Heim- und ein Auswärtsspiel.

Am Samstag (14 Uhr Halle Steinbreche) ist der 1. BC Düren zu Gast in Liga eins. Der starke Aufsteiger steht einen Platz und drei Punkte hinter dem TVR. In diesem direkten Vergleich wird die Vorentscheidung über den sechsten Platz in der Abschlusstabelle fallen. Dem TV Refrath genügt ein Unentschieden, doch alles wird davon abhängen, ob Düren in Bestbesetzung antritt oder nicht. Neben den beiden Österreichern Koch und Zauner sowie der Niederländerin Ilse Vaessen wird Ex-Nationalspielerin Sandra Marinello beim Refrather Gegner auflaufen. Ob die drei starken Engländer Ouseph, Baxter und Cann ebenfalls zum Saisonfinale im Team stehen können, ist wahrscheinlich aber noch nicht sicher.

Düren hat sehr oft in der laufenden Saison auf mehrere Ausländer verzichten müssen und musste, weil die Ersatzbank sehr schwach ist, mehrfach mit einem nicht durchgängig bundesligatauglichen Team antreten. Heinz Kelzenberg: „Das sind genau die Gegner, die man eigentlich in der Bundesliga nicht braucht, mal megastark, mal ganz schwach. Das verfälscht das Leistungsgefüge in der Liga erheblich.“ Im Hinspiel bekam der TVR das Potenzial des BC Düren zu spüren, als alle sechs Spiele der Begegnung an den Gegner gingen.

Tags darauf reist die Mannschaft um Teammanager Danny Schwarz zum zweimaligen Meister und Tabellenführer EBT Berlin, dem laut Schwarz „besten Team der Liga“. Alles andere als eine Niederlage aus Sicht des TV Refrath wäre dort eine Überraschung, allerdings ist Schwarz glücklich, mit einem starken Team in die Hauptstadt reisen zu können. „Das war in den letzten Jahren selten so, immer fehlte jemand wegen Verletzung“, so Schwarz, der seit dem 1. Januar als Assistenz-Bundestrainer Jugend am Stützpunkt in Mülheim arbeitet und dennoch weiterhin die 1. Mannschaft des TVR betreut.

Heinz Kelzenberg: „Es wäre schade, wenn wir mit zwei Niederlagen die Saison beenden würden. Aber egal, in welcher Besetzung Düren am Samstag zu uns kommt, es wird gegen sie einfacher zu punkten, als gegen Berlin.“

 

„Bundesliga, wir kommen!“ - Refrather Badmintonschule nimmt Fahrt auf

Impressionen aus der Badmintonschule des TV Refrath. Fotos: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(15.02.2013)  Die Nachwuchsarbeit beim Badminton-Bundesligisten TV Refrath ist seit vielen Jahren vorbildlich und überregional anerkannt. 2002 und 2010 erhielt der Club das „Grüne Band“ für vorbildliche Jugendarbeit. Im Jahr 2004 gründete der damalige Jugend-Cheftrainer Dominik Miltner mit Abteilungsleiter Heinz Kelzenberg die „Badmintonschule“ des TV Refrath mit dem Ziel, Kindern tägliches Training zu ermöglichen.

Nach vielen erfolgreichen Jahren sorgte Miltners Weggang zum Bayerischen Badminton-Verband im Oktober 2010 für einen Einschnitt und es dauerte gut zwei Jahre bis zur Wiederbelebung. Seit Januar diesen Jahres nun existiert die Badmintonschule Refrath wieder.

Aber die Zeiten haben sich geändert und mittlerweile haben wir wieder ein tolles Team sehr motivierter Schüler mit einer Menge an Potenzial, das es nun zu entwickeln gilt“, so Daniel Stark, A-Trainer und neuer Chef der Badmintonschule Refrath. „Wir sind auf Trainerseite mit viel Erfahrung durch Heinz Kelzenberg (A-Trainer) und jeder Menge Man-Power durch Daniel Winkelmann (B-Trainer) erstklassig aufgestellt und ich bin sicher, dass wir bereits im nächsten Jahr deutliche Spuren unserer intensiven Arbeit sehen werden, was sich hoffentlich auch in sportlichen Erfolgen niederschlagen wird.“

So haben die Refrather Nachwuchsstars die Möglichkeit erhalten, vier- bis fünfmal in der Woche Badminton zu trainieren. Neben einem zusätzlichen Theorieunterricht, in dem Spielanalysen und Bewegungssehen im Vordergrund stehen, soll auch eine umfangreiche Athletikausbildung das Paket der Badmintonschule abrunden. „Die systematische Athletikausbildung war schon immer ein großes Defizit in der Refrather Nachwuchsarbeit“, kritisiert Stark. „Die vergangenen Refrather Pänz hatten ein gutes Händchen, aber einen schlaksigen, kraftlosen Körper, den es nun zu stählern gilt. Ich bin froh, dass sich dieser Aufgabe unser Bundesligaspieler Kai Waldenberger (A-Trainer) angenommen hat, der neben seiner gewaltigen Expertise unseren Pänz als Bundesligaspieler vor allem ein großes Vorbild ist, das zeigt, dass ein athletisches Arbeiten zum täglichen Brot eines guten Badmintonspieler gehört.“

Neben einem verbesserten Trainingsangebot stehen nun auch ehrgeizige Ziele auf der Agenda von Stark: „Die Konkurrenz schläft nicht. Im Gegenteil! Sie trainiert fleißig und in Rückblick auf die diesjährigen Westdeutschen Meisterschaften beginnen wir quasi bei null. Die Ausbeute von einer Silbermedaille und zwei Bronzemedaillen darf nicht unseren hohen Ansprüchen genügen. Hier stehen Input und Output in keinem Verhältnis. Es gibt noch viel zu tun!“

TVR-Chef Heinz Kelzenberg engagiert sich eher im Hintergrund: „Ich bin froh, mit Daniel Stark einen so fähigen Mitarbeiter zu haben, der sich um die Talentarbeit und die Badmintonschule kümmert. So kann ich im Hintergrund bleiben und bin für die Gesamtkoordination zuständig“.

Dass es nötig ist, die Gesamtheit des Refrather Nachwuchskonzeptes „Refrather Pänz in die Bundesliga“ gut zu koordinieren, beweist die Tatsache, dass aktuell 50 Kinder zwischen sechs und zehn Jahren in den sogenannten „Talentnestern“ mindestens zweimal wöchentlich Badminton spielen. Kelzenberg: „Da ist so unglaublich viel Potenzial am Start, dass wir zuversichtlich sind, weiterhin erstklassigen Nachwuchs zu haben.“

Der Deutsche Meistertitel der Refrather Badmintonschülerin Runa Plützer im Mädchendoppel U15 am vergangenen Wochenende in Saarbrücken war ein erstes Ausrufezeichen und auch Mark Byerly, amtierender Deutscher Meister U19, kommt aus dem Grundschulprojekt des TV Refrath.

 

Nichts zu holen für TVR in Mülheim

Chloe Magee holte den Ehrenpunkt. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(11.02.2013) Nach der bisher einzigen Heimniederlage im Hinspiel gegen den 1. BV Mülheim hatte man sich im Lager des TV Refrath leise Hoffnungen gemacht, am Samstag aus dem Rückspiel gegen den Tabellendritten einen Punkt mitzunehmen. Doch letztendlich war der TVR chancenlos gegen eine starke Mülheimer Mannschaft in Bestbesetzung und verlor mit 1:5. Coach Daniel Winkelmann, der Danny Schwarz und Heinz Kelzenberg vertreten musste, weil beide bei den Deutschen Nachwuchsmeisterschaften im Einsatz waren: „Es war aber auch heute wahrlich nicht die beste Leistung unseres Teams.“

Der eine Woche zuvor noch in Bestform agierende Denis Nyenhuis musste auf seinen Einsatz verzichten, da er keine Freigabe von seiner parallel stattfindenden Trainerausbildung bekam. Für ihn rückte Raphael Beck ins Team und spielte mit Max Schwenger das Herrendoppel. Gegen die bekannt starke englisch-niederländische Paarung des BVM war auch am Samstag nichts zu holen. Parallel machte man sich auf TVR-Seite Hoffnungen auf einen Sieg im Damendoppel, welches man mit Carla Nelte und Iris Tabeling nach eigenem Ermessen maximal stark besetzt hatte. Doch die Niederländerin Tabeling zeigte sich im Gegensatz zu ihrer Landsfrau auf Mülheimer Seite nicht in Bestform, so dass Carla Nelte an ihrer Seite ebenfalls nicht wie gewohnt agieren konnte. Nach knapp verlorenem ersten Satz ging der Folgedurchgang deutlicher an Mülheim.

Nun waren die Chancen, einen Punkt zu  holen, auf ein Minimum geschrumpft, denn in den Herreneinzeln hatte man sich die wenigsten Hoffnungen gemacht. Richard Domke bestritt nach seiner Operation Anfang Januar seinen ersten Wettkampf und auch Kai Waldenberger war leicht gehandicapt. Dass es bei Domke zu einem knappen Ausgang kam, war sehr erfreulich und eine der wenigen positiven Überraschungen an diesem Spieltag. Waldenberger hingegen lief seiner Form hinterher und unterlag Roovers deutlicher als erwartet.

Beim Stande von 0:4 ging es nur noch um Ergebniskosmetik, wobei Mülheim die verbleibenden Spiele gewinnen wollte, angesichts der eigenen Tabellenposition im Hinblick auf das Erreichen der Play-offs. Erfreulicherweise konnte sich Chloe Magee gegen die erfahrene Niederländerin Meulendijks für ihre Hinspielniederlage revanchieren. Nach vergebenem Matchball im zweiten Satz zeigte die Irin im entscheidenden Durchgang eine ihrer besten Leistungen im Refrather Trikot und unterstrich ihre aktuell hervorragende Form. Der guten Verfassung bei den Deutschen Meisterschaften vor einer Woche liefen abschließend Carla Nelte und Max Schwenger im Mixed über weite Strecken hinterher. Der enorm schnelle und angriffsstarke Marcus Ellis aus England dominierte das Spiel von Beginn an und erst bei einem 10:20-Rückstand im ersten Satz kamen die Refrather langsam ins Spiel. Dennoch reichte es nicht zum Satz- oder gar zum Spielgewinn.

Danny Schwarz und Heinz Kelzenberg waren angesichts des Ergebnis keineswegs enttäuscht, stellten aber kritisch fest: „Schade, dass wir nicht unsere beste Leistung abrufen können, wenn es für uns um nichts mehr geht. Daran müssen wir arbeiten. Wir brauchen für die nächste Saison ein anderes Ziel als den Klassenerhalt.“ Dies könnte nur der Angriff auf die Play-offs sein, heißt, Rang drei in der Tabelle. Diesen behauptete der 1. BV Mülheim durch den 5:1-Sieg gegen den TV Refrath. Heinz Kelzenberg: „Mit unserer nominellen Nummer eins im Herreneinzel sind wir diesem Gegner ebenbürtig, ohne ausländischen Herren fast chancenlos. So einfach ist das.“

Aktuell läuft im TVR die Suche nach einer ausländischen Nummer eins für die nächste Spielzeit. Alle anderen Spieler bleiben dem Verein erhalten. 

 

Revanche in Mülheim?

Iris Tabeling. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(05.02.2013) Am Karnevalssamstag reist das Bundesligateam des TV Refrath nach Mülheim, um dort den drittletzten Spieltag auszutragen. Für den TV Refrath geht es sportlich gesehen höchstens um eine Revanche für die 2:4-Hinspielniederlage. Mülheim konnte als einzige Mannschaft beiden Punkte aus der Halle Steinbreche entführen und steht aktuell auf einem Play-off-Platz.

Daher ist man auch Favorit, auch wenn noch nicht feststeht, ob der BVM in Bestbesetzung auflaufen kann.  Angesichts der zu Wochenbeginn bevorstehenden Mannschafts-Europameisterschaften in Moskau, wird es fraglich sein, ob beispielsweise die Nummer eins der Ruhrstädter, Zavadsky aus der Ukraine, kommen wird. Dies scheint für den TVR fast ohne Bedeutung zu sein, sind doch beide Herreneinzel angesichts der aktuellen Personaldecke mehr als fraglich.

Rückenwind verspricht sich TVR-Chef durch die Leistungen bei den Deutschen Meisterschaften für Max Schwenger und Denis Nyenhuis, die im Herrendoppel antreten werden. Sofern bei Mülheim das Top-Doppel Ellis/de Ruiter nicht antreten kann, glaubt man an eine Minimalchance auf Refrather Seite.

Optimistisch ist man im Refrather Lager im Hinblick auf die drei Damenspiele. Carla Nelte und Iris Tabeling werden das Damendoppel bestreiten, damit sich Chloe Magee für das Dameneinzel schonen kann. Hier möchte die Irin gerne Revanche für die Dreisatzniederlage aus dem Hinspiel gegen die Niederländerin Meulendijks nehmen. Und auch das Mixed Schwenger/Nelte ist optimistisch, sofern beide an die am vergangenen Wochenende gezeigten Leistungen anknüpfen können.

Heinz Kelzenberg: „Wir haben ein Unentschieden zum Ziel, denn wir wollen gegen keine Mannschaft aus der Bundesliga zweimal verlieren.“ Dazu benötigt man am Samstag gegen den 1. BV Mülheim ein zählbares Resultat und auch am folgenden Spieltag im März gegen den 1. BC Düren.

Kelzenberg: „Auch wenn wir im Niemandsland der Tabelle stehen, ist es unser Ziel, bis zum letzten Spieltag um diesen sechsten Tabellenplatz zu kämpfen.“ Ein viertes Mal in Folge (nach 2010, 2011 und 2012) auf den siebten Rang abrutschen, das möchte das Team um Bundesliga-Manager Danny Schwarz auf keine Fall. Momentan beträgt das Punktepolster auf den 1. BC Düren drei Zähler.

 

Refrath holt weiteren Punkt gegen Play-off-Kandidaten

Chloe Magee.
Fabian Roth. Fotos: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(27.01.2013) Der Optimismus aller Refrather Beteiligten zahlte sich aus. Vor dem Spiel war man sich im TVR-Team einig, dass man auch dem Tabellendritten der Bundesliga, Union Lüdinghausen, durchaus Paroli bieten wollte. Gegen Berlin, Bischmisheim und Beuel hatten die Refrather bereits ein Unentschieden vor heimischem Publikum geholt, lediglich der 1. BV Mülheim hatte beide Punkte mit aus der Halle Steinbreche nehmen können.

Lüdinghausen gelang in der gut gefüllten Refrather Halle vor den Augen von Bürgermeister Lutz Urbach und Wolfgang Bosbach zunächst fast alles. Das Herrendoppel ging klar an Union und auch der erste Satz des Damendoppels sah Nelte/Magee als knappe Verlierer. Dass das Refrather Damendoppel letztlich die beiden folgenden Sätze knapp gewinnen konnten, lag an seiner offensiven Spielweise sowie an der lautstarken Unterstützung der heimischen Fans. Selten hat man in Refrath ein so spannendes Damendoppel gesehen.

Es folgten die beiden Herreneinzel, in denen durch das Fehlen von Richard Domke die nominelle Nummer drei des Kaders, Kai Waldenberger, gegen den Belgier Yuhan Tan ran musste. Waldenberger spielte vor allem einen sehr guten zweiten Satz, konnte den Sieg des 70. der Weltrangliste jedoch letztlich nicht gefährden. Parallel spielte der 17-jährige Fabian Roth gegen den ukrainischen Routinier Druzhchenko und ließ ihm überhaupt keine Chance. Das Refrather Talent war eigens nach dem Samstagsspiel der 2. Mannschaft in Hamburg mit dem Zug nach Hause gefahren, um sonntags seinen zweiten Erstligaeinsatz zu absolvieren. Die Zuschauer staunten nicht schlecht, als Roth für sein Team den Punkt zum 2:2 holte.

Nun lag ein Unentschieden in der Luft und in dem Augenblick, in dem sowohl Chloe Magee (gegen Karin Schnaase) als auch das starke Mixed Schwenger/Nelte den zweiten Satz gewinnen konnten, war sogar der Sieg möglich. Doch die Niederländer Bosch/Piek nutzen im Entscheidungssatz eine Schwächeperiode der Refrather gnadenlos aus und gewannen das Mixed letztlich souverän.

Chloe Magee und Karin Schnaase lieferten sich einen erbitterten Fight und eine unglückliche Entscheidung des Schiedsrichters aus Sicht von Schnaase brachte Magee letztlich spielentscheidend in Front. Heinz Kelzenberg: „Ich habe den Ball genauso wenig exakt sehen können wie unsere Spielerin, doch wenn er wirklich so deutlich aus war, wie Karin sagte, dann war es schon bitter.“ Magee machte in der Schlussphase so gut wie keinen Fehler mehr und siegte mit 21:13.

Der Jubel war nicht nur bei ihr groß, sondern auch beim Rest der Mannschaft, denn durch das Unentschieden konnte sich der TVR auf dem sechsten Tabellenplatz halten. Kelzenberg: „Wir können gegen jeden Gegner auch in Bestbesetzung mithalten und  einen Punkt holen.“ Die drei ausstehenden Partien gegen Mülheim, Düren und Berlin sollen zeigen, dass sich das Team weiter gesteigert hat. In der Hinrunde wurden die Begegnungen gegen diese Mannschaften nämlich allesamt verloren.

 

Harte Nuss für TVR am Sonntag gegen Lüdinghausen

Von Heinz Kelzenberg

 

(23.01.2013) Am kommenden Sonntag (14 Uhr, Halle Steinbreche) begrüßt Badminton-Bundesligist TV Refrath zum ersten Heimspiel in diesem Jahr den Tabellendritten SC Union 08 Lüdinghausen. Das Team aus dem Kreis Coesfeld spielt seit Jahren „oben“ mit und kratzt auch in dieser Saison an den Play-offs. Ob der aktuelle dritte Rang jedoch gehalten werden kann, ist fraglich, denn Berlin, Mülheim und Bischmisheim sind ebenfalls sehr, sehr stark.

Lüdinghausen spielt mit zwei deutschen und vier ausländischen Spielern. Karin Schnaase und Josche Zurwonne sind Eigengewächse und Nationalspieler und bilden das Fundament für die jahrelange Arbeit des Bundesliga-Managers Michael Schnaase.

Beim Tabellensechsten TV Refrath fehlt am Sonntag leider Richard Domke, der erst vor zwei Wochen seine Drähte und Schrauben aus dem Arm entfernt bekommen hat, mit denen er bisher gehandicapt gespielt hat. Er braucht noch ca. drei Wochen, bis er wieder voll einsteigen kann. Da die 2. Refrather Mannschaft an diesem Wochenende auf Auswärtstour ist und diese den Klassenerhalt noch nicht zu 100 Prozent unter Dach und Fach gebracht hat, wird auch niemand aus der „Bundesliga-Reserve“ aushelfen können.

Wer neben Kai Waldenberger in den Herreneinzeln auflaufen wird, entscheidet sich sehr kurzfristig. Mit Chloe Magee und Carla Nelte stehen jedoch beide Top-Damen zur Verfügung und mit Denis Nyenhuis und Max Schwenger auch die Refrather Doppel- und Mixedspezialisten.

Beim Gegner spielt der Belgier Yuhan Tan (25) schon mehrere Jahre im Union-Dress und ist inzwischen auf Rang 68 der Weltrangliste geklettert. Vor einem Jahr gelang Lüdinghausen dann personell der bisher größte Coup: Mit den beiden niederländischen Nationalspielern Ruud Bosch und Selena Piek holten sie zwei sehr talentierte, international erfolgreiche Spieler ins Team. Piek ist übrigens die Doppelpartnerin von Iris Tabeling, die seit diesem Jahr in der 2. Mannschaft des TVR spielt.  Im 2. Herreneinzel wechseln sich der Indonesier Endra Kurniawan und Vladislav Druzhchenko aus der Ukraine ab.

Die Stärke von Lüdinghausen ist die Mannschaftsleistung. Der SCU ist auf keiner Position überragend, sondern überall sehr gut besetzt. Das macht es diesmal für den TVR sehr schwer, drei der sechs Spiele zu gewinnen.

 

„Nullnummer“ in Bischmisheim

Chloe Magee (l.) und Carla Nelte.
Denis Nyenhuis.

Von Heinz Kelzenberg

 

(23.01.2013) Mit einem nicht ganz unerwarteten 0:6 kehrte der Tabellensechste TV Refrath vom Auswärtsspiel im Saarland gegen den neuen Tabellenzweiten 1. BC Bischmisheim zurück. Der Gastgeber war in Bestbesetzung angetreten und konnte es sich leisten, zugunsten von Lukas Schmidt und Marcel Reuter auf Dieter Domke im Einzel zu verzichten.

Im Herrendoppel spielte der TVR zwar ordentlich mit, musste den starken Gegnern Fuchs/Schöttler jedoch den Sieg überlassen. Im Damendoppel fiel bereits eine Vorentscheidung für einen Sieg der Gastgeber, denn nach einer knappen Stunde fuhren Konon/Wengberg einen Dreisatzsieg über Nelte/Magee ein. Dabei hatten die Refratherinnen nach knapp gewonnenem ersten Satz im zweiten Durchgang sogar den Sieg auf dem eigenen Schläger.

Für eine überraschend gute Leistung sorgte im Anschluss Kai Waldenberger, der im Spitzeneinzel Lukas Schmidt in den dritten Satz zwang und eine seiner besten Saisonleistungen zeigte. Im zweiten Einzel verzichtete Denis Nyenhuis wegen einer leichten Fußverletzung auf seinen Einsatz und überließ Marcel Reuter somit kampflos den Sieg.

Das Dameneinzel zwischen Chloe Magee und Olga Konon sorgte noch für eine Menge Abwechslung. Magee startete wie die Feuerwehr und führte 15:8, bevor die gebürtige Weißrussin mit deutschem Pass den ersten Satz noch knapp gewinnen konnte. Hier gaben zwei krasse Fehlentscheidungen des Schiedsrichters den Ausschlag über Konons Satzgewinn und letztlich über den gesamten Sieg, denn Magee erholte sich vor allem mental nicht von diesem Pech.

Beim Stand von 0:5 ging das Gemischte Doppel aufs Feld und Fuchs/Wengberg war anzumerken, dass sie alles daran setzen würden, eine Revanche für die Hinspielniederlage gegen Schwenger/Nelte zu nehmen. Letztlich setzte sich die routinierte Saarbrücker Paarung auch in zwei knappen Sätzen durch und sorgte für den glatten Heimsieg des neuen Tabellenzweiten.

 

Keine guten Vorzeichen im Saarland

Kai Waldenberger muss diesmal im ersten Herreneinzel aufschlagen. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(19.01.2013) Wenn am Dienstagnachmittag das Bundesligateam des TV Refrath ins Saarland reist, um ab 19 Uhr gegen den amtierenden Deutschen Vizemeister 1. BC Bischmisheim anzutreten, dann stehen die Vorzeichen alles andere als gut. Zum einen ist der Gastgeber mit der amtierenden Deutschen Meisterin Olga Konon im Gegensatz zur Hinrunde wieder erstklassig besetzt, zum anderen fehlt auf Refrather Seite  Richard Domke, der erst in der vergangenen Woche seine Schrauben aus dem vormals gebrochenen Arm entfernt bekommen hat und noch etwas Erholungszeit benötigt.

Somit reist der TVR in folgender Besetzung nach Saarbrücken: Chloe Magee, Carla Nelte, Denis Nyenhuis und Kai Waldenberger. Vor Ort stößt noch Max Schwenger hinzu, für den es ein Heimspiel ist, da er in der Spielhalle normalerweise trainiert.

Das Hinspiel endete mit 3:3 und viele Refrather Zuschauer erinnern sich noch lebhaft an das fantastische Mixed zum Abschluss der Begegnung, in der Schwenger/Nelte die favorisierten Fuchs/Wengberg besiegen konnten. Das Mixed gehört mit den beiden übrigen Damenspielen auch zu den Begegnungen, in denen sich Refrath auf Augenhöhe mit dem Gastgeber sieht. Heinz Kelzenberg: „In den anderen drei Spielen wird es sehr, sehr schwer. Für ein erneutes Unentschieden muss schon alles perfekt zusammenlaufen.“

Für den Meisterschaftskandidaten Bischmisheim geht es um jeden Punkt in Sachen Play-offs, wohingegen der TVR lockerer aufspielen kann. Für das Team von Manager Danny Schwarz geht es im Grunde nur noch um die Plätze fünf bis sieben – ohne Chance nach oben oder Bedenken nach unten. Schwarz: „Wir wollen uns gegen die starken Gegner in den nächsten Spielen gut verkaufen.“

Ob ein Punkt drin sein wird, bleibt abzuwarten, sowohl am Dienstag als auch am kommenden Sonntag, wenn mit Union 08 Lüdinghausen ein weiteres „Top 4-Team“ in die Halle Steinbreche kommt (14 Uhr). Dort wird dasselbe Refrather Team aufschlagen, denn Hilfestellung aus dem 2. Team ist angesichts der parallel stattfindenden Spiele der 2. Liga nicht zu erwarten.

Heinz Kelzenberg: „Wir wollen hier auf Nummer sicher gehen  und die 2. Mannschaft nicht schwächen. Sie soll am Wochenende noch ein bis zwei Punkte einfahren und hat dann den Klassenerhalt sicher.“

 

Refrath spielt 3:3 gegen Beuel - Jahresfinale mit Happy End

Überragendes Mixed: Max Schwenger und Carla Nelte. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(19.12.2012) Der 13. und letzte Spieltag im Jahr 2012 in der Badminton-Bundesliga war für den TV Refrath ein ganz besonderes Event. Mit dem 1. BC Beuel kam nicht nur ein Team aus der unmittelbaren Nähe zum „Lokalderby“, sondern gleichzeitig der Tabellennachbar. Beuel hatte unlängst drei Punkte aberkannt bekommen und war dadurch in der Tabelle hinter den TVR gerutscht – für diesen eine völlig neue Situation.

Vor der Begegnung, die vor knapp 250 Zuschauern in der Halle Steinbreche ausgetragen wurde, war klar, dass Beuel sowohl im Dameneinzel, als auch im 2. Herreneinzel eher als krasser Außenseiter antreten würde. Umgekehrt schien der Gast im Herrendoppel und 1. Herreneinzel deutlich favorisiert sowie im Damendoppel und Mixed mit leichten Vorteilen. So hätte vermutlich die große Mehrzahl der Zuschauer auf ein 4:2 zu Gunsten des 1. BC Beuel getippt, doch es kam anders.

Während Beuel einen nahezu perfekten Start hinlegte und die beiden Doppel in drei Sätzen gewinnen konnte, verlor der Gastgeber keineswegs die Geduld. Auch nach dem 0:3 durch Europameister Marc Zwiebler, der im ersten Satz des 1. Einzels Richard Domke eine Lehrstunde erteilte, gab es noch ein Fünkchen Hoffnung bei Nyenhuis, Schwenger und Co.

So war es dann Kai Waldenberger, der im 2. Herreneinzel durch seinen Zweisatzsieg gegen Andreas Heinz für einen ersten Impuls sorgte. Chloe Magee legte im Eiltempo nach, so dass alle Zuschauer beim Stand von 2:3 erneut auf das Mixed Schwenger/Nelte hoffen durften. Doch die beiden Refrather gingen trotz traumhafter 11:1-Bilanz in den bisherigen Spielen gegen die Olympiateilnehmer Kindervater/Michels nicht unbedingt als Favorit ins Rennen. Doch auch diesmal erlebten die Refrather Fans, wie in den Begegnungen gegen Berlin und Bischmisheim, einen wahren Krimi. Nach deutlich verlorenem ersten Satz überzeugten Schwenger/Nelte im folgenden Durchgang, fuhren diesen hauchdünn nach Hause, bevor sie im dritten Satz nach 5:9- und 10:11-Rückstand mächtig aufdrehten. Die Zuschauer glaubten ihren Augen nicht, als es auf einmal 20:15 für den TVR stand und der 13. Punkt in der Saison zum Greifen nahe war. Beuel gewann noch zwei Ballwechsel, doch es war an den jungen Refrathern (20 und 22 Jahre), die Routiniers gemeinsam auf die Verliererstraße zu schicken.

Das Endergebnis von 3:3 wurde von allen Beteiligten als gerecht eingestuft und lässt den TV Refrath auf dem fünften Tabellenplatz überwintern. Niemand mehr im Bergischen redet darüber, welchen Abstand man nun zu den Abstiegsplätzen hat, ist umgekehrt der Rückstand auf die Play-off-Plätze sogar geringer. Heinz Kelzenberg war überglücklich und stolz auf seine Mannschaft: „Das war erneut ein Höhepunkt in dieser Bundesligasaison für mich persönlich und sicherlich auch für die Mannschaft. Wir können als Verein stolz sein auf dieses junge Team, das nicht nur attraktiv, sondern auch erfolgreich spielt. Es ist immer wieder eine helle Freude, die Mannschaft zu coachen.“

Ende Januar und Anfang Februar geht es weiter mit den schwierigen Aufgaben gegen die Play-off-Kandidaten aus Bischmisheim, Lüdinghausen und Mülheim. Vor allem in den Herreneinzeln warten Probleme, denn Richard Domke fällt wegen seiner abschließenden Arm-Operation mindestens in zwei dieser Spiele aus. Kelzenberg: „Danach kann er ohne Drähte und Schrauben spielen und ist wieder der Alte. Wir können ja froh sein, dass er mit seinem Handicap viele Matches so gut gespielt hat. Auch heute hat er im zweiten Satz gegen Zwiebler hervorragend gespielt. Wir werden noch viel Freude mit ihm haben.“

Team-Manager Danny Schwarz kann nun ohne Druck in Ruhe überlegen, wer Domke vertreten könnte, denn gegen die Top-Teams der Liga (Plätze 2 bis 4) wird es ergebnismäßig ohnehin sehr schwer. Heinz Kelzenberg: „Wenn wir da insgesamt einen Punkt holen, können wir stolz sein.“

In den freien Wochen bis zum nächsten Spieltag sollen bereits die Gespräche für die neue Saison geführt werden, denn die Vision der Refrather ist nach wie vor klar: Zwei Bundesligateams parallel fördern und daraus in wenigen Jahren einen Meisterschaftsaspiranten machen. „Doch“, so Vereinschef Heinz Kelzenberg, „dazu müssen alle an Bord bleiben und die ganz Jungen die erhofften Fortschritte machen.“ So liegt die Priorität des TVR in den nächsten drei Monaten eindeutig auf dem Klassenerhalt der zweiten Mannschaft in der 2. Bundesliga, der mit Blick auf die Tabelle sicher scheint, doch rein rechnerisch noch nicht unter Dach und Fach ist.

 

Glatter Auswärtserfolg für TV Refrath – Dienstag gegen Beuel

Chloe Magee. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(17.12.2012) Mit dem gleichen Ergebnis wie zu Saisonbeginn in heimischer Halle endete das Auswärtsspiel des TV Refrath beim bislang noch sieglosen SV Fischbach. Im Vorfeld der Begegnung waren es erneut gesundheitliche Probleme auf Refrather Seite, die im Vordergrund standen: Kai Waldenberger und Denis Nyenhuis hatten in der gesamten Woche grippegeschwächt nicht vernünftig trainieren können, waren jedoch mit nach Kaiserslautern gereist, wo der Pfälzer Aufsteiger seine Heimspiele bestreitet.

Während Waldenberger zum Einsatz kam, entschied Nyenhuis unmittelbar vor der Begegnung, sich für das Heimspiel am Dienstag gegen den 1. BC Beuel (19 Uhr, Halle Steinbreche) zu schonen. So ging das Herrendoppel mit Max Schwenger und Richard Domke zwar etwas holprig los, wurde schließlich jedoch in zwei knappen Sätzen eingefahren. Ebenfalls siegreich waren Carla Nelte und Chloe Magee im Damendoppel, obwohl die 24-jährige Irin auf Refrather Seite ebenfalls angeschlagen war. 

Heinz Kelzenberg: „Sie konnte wegen Rückenbeschwerden die ganze Woche nicht trainieren, wusste aber, dass ihre Spiele von großer Bedeutung waren.“ So gab Magee auch im Einzel nach furioser Aufholjagd im zweiten Satz diesen noch ab, bevor ihre Gegnerin im Entscheidungssatz beim Stande von 11:0 für Refrath das Spiel ihrerseits wegen einer Verletzung abgeben musste.

Nach der zwischenzeitlichen Neiderlage im 2. Herreneinzel durch Kai Waldenberger kam es beim Stand von 3:1 für den TVR zum interessanten Vergleich im 1. Herreneinzel zwischen Richard Domke und seinem langjährigen Mannschaftskollegen Fabian Hammes. Domke hatte als Fischbacher „Eigengewächs“ erstmalig gegen seinen alten Verein gespielt, musste er doch in der Hinrunde noch wegen seiner Armverletzung pausieren. Und Domke gelang es, den drei Jahre älteren Hammes in zwei Sätzen in seine Schranken zu weisen. Abschließend sorgte das Mixed mit Carla Nelte und Max Schwenger, wenn auch in drei Sätzen, für den fünften Punkt der Refrather in dieser Begegnung.

Durch den 5:1-Sieg klettert der TVR sogar auf Tabellenplatz füünf, da der nächste Gegner, Beuel, am sogenannten „Grünen Tisch“ drei Punkte aberkannt bekam, weil er eine nicht spielberechtigte Jugendspielerin einsetzte. Heinz Kelzenberg: „Kaum zu glauben, dass es am Dienstag zum Spiel zweier Tabellennachbarn kommt. Dennoch sehe ich unseren Gast in der Favoritenstellung“.

In der Tat dürfte der ursprünglich als Play-off-Kandidat in die Saison gestartete 1. BC Beuel mit seinen drei Olympiateilnehmern Marc Zwiebler, Ingo Kindervater und Birgit Michels den TVR-Akteuren das Leben schwer machen. Vor allem auf Europameister Zwiebler dürfen sich die Refrather Badmintonfans freuen.

 

Bundesliga-Jahresfinale für TV Refrath

Chloe Magee. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(12.12.2012) Nach zuletzt 3:1 Punkten gegen die beiden Tabellennachbarn aus Rosenheim und Gifhorn hat sich der TV Refrath nicht nur deutlich von der Abstiegszone entfernt, sondern auch erstmals Rang sechs in der Tabelle erreicht. Diesen Platz möchten die Refrather gerne ins neue Jahr retten. Notwendig dafür sind mindestens zwei Punkte aus den beiden letzten Spielen in diesem Jahr.

Am Sonntag (14 Uhr) spielt der TVR in Kaiserslautern gegen das Tabellenschlusslicht SV Fischbach. Die noch sieglosen Aufsteiger haben sich wohl bereits damit abgefunden, den Weg zurück in die 2. Liga Süd anzutreten, sind jedoch in allen Spielen bisher äußerst motiviert aufgetreten.

Dennoch sollte der TV Refrath auch ohne Hafiz Hashim als Favorit in diese Begegnung gehen. In den drei Doppelspielen und im Dameneinzel möchte der TVR am Ende die Nase vorne haben, wenn alles glatt läuft, so dass die beiden „offenen“ Herreneinzel von Richard Domke (gegen seinen alten Club!), sowie von Kai Waldenberger, hoffentlich ohne den Druck des „Gewinnen-Müssens“, ausgetragen werden können. Alles andere als ein Auswärtssieg gegen den SV Fischbach wäre schon eine Überraschung.

Zwei Tage später kommt es zum Lokalderby gegen den 1. BC Beuel. Am Dienstag, den 18.12. (19 Uhr) wird aufgeschlagen und man macht sich auf Refrather Seite Hoffnungen auf ein Unentschieden. Eine Favoritenstellung im Dameneinzel sowie im 2. Herreneinzel (der Indonesier Tedjono wird nicht mit von der Partie sein) bilden die Basis für diesen Optimismus.

In den anderen Begegnungen ist Refrath eher Außenseiter,  aber in dieser Saison ist dem TVR ja schon manche Überraschung vor heimischem Publikum gelungen. Die beiden Unentschieden gegen die Top-Teams aus Berlin und Bischmisheim  haben für Selbstvertrauen gesorgt. Heinz Kelzenberg: „Wir hoffen auf viele Zuschauer, denn unser Gast wird einige Leute mitbringen und es wird eine riesengroße Tombola geben.“

 

3:1 Punkte für den TV Refrath

Richard Domke. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(03.12.2012) „Spiele gegen den PTSV Rosenheim haben immer etwas Besonderes“, so TVR-Chef Heinz Kelzenberg nach dem erneuten 3:3 zwischen den beiden Mannschaften am Samstagnachmittag. War das Hinspiel noch aus TVR-Sicht äußerst unglücklich „nur“ unentschieden ausgegangen, zitterte man sich diesmal mehr oder weniger zum letztlich aber verdienten Punkt.

Rosenheim war ohne seinen besten Mixedspieler Peter Käsbauer angereist, machte aber auch ohne ihn einen starken Eindruck. Das Doppel Roth/Hannes Käsbauer ließ nichts anbrennen gegen Beck/Nyenhuis, die zusammen spielten, damit sich der leicht angeschlagene Max Schwenger auf das Mixed konzentrieren konnte. Die beiden Refrather machten ein gutes Spiel, doch gegen die beiden Nationalspieler war am Ende leider nichts zu holen.

Überraschend eng war das Damendoppel. Nach klar gewonnenem ersten Satz riss der Faden und auch Coach Heinz Kelzenberg nahm sich in die Kritik: „Da war auch ich zu locker und zu sicher und prompt war der zweite Satz weg. Wir haben die Rosenheimerinnen gut ins Spiel zurück gebracht und am Ende viel zu knapp gewonnen.“ Nicht vorzustellen, wenn dieser Punkt nicht eingefahren worden wäre, denn Refraths Nummer eins, Hafiz Hashim, präsentierte sich parallel im 1. Herreneinzel gegen seinen Landsmann Tan alles andere als in Bestform. Man merkte, dass seine Achillessehnenverletzung noch nicht ganz auskuriert war.

Aus Refrather Sicht hoffte man dann auf Richard Domke, der erstmals ins 2. Herreneinzel rücken konnte und darin auf Hannes Käsbauer traf. Nach schwachem ersten Satz steigerte sich Domke kontinuierlich und sah beim 18:16 wie der mögliche Sieger aus. Doch letztlich rettete sein bayerischer Gegner das Spiel in zwei Sätzen nach Hause und Domke war bitter enttäuscht. 

Das Dameneinzel ging verletzungsbedingt kampflos an Chloe Magee, so dass, wie so oft, dem Mixed die spielentscheidende Bedeutung zukam. Hier gab es Parallelen zum Damendoppel, denn der erste Satz ging sehr deutlich an den TVR und im zweiten Satz verloren Schwenger/Nelte ihr Konzept. Die beiden Nationalspieler Olli Roth und Isabel Herttrich kämpften sich im Entscheidungssatz immer wieder ran, so dass das Spiel letztlich zu einer Nervenschlacht für Spieler und Zuschauer wurde. Mit 24:22 entschieden die Refrather letztlich das Spiel und sorgten für ein in der Summe gerechtes 3:3-Unentschieden, mit dem sich alle Akteure beider Mannschaften zufrieden zeigten.

 

Am Sonntag dann reiste die Refrather Mannschaft zum Abstiegskandidaten BV Gifhorn, der tags zuvor gegen den ersatzgeschwächten 1. BC Beuel ein Unentschieden erkämpft hatten. Hier zeigte sich das Team von Danny Schwarz dann wie ausgewechselt. Eine überzeugende Leistung im Herrendoppel von Max Schwenger und Denis Nyenhuis sorgte nach parallelem Erfolg des Damendoppels für eine 2:0-Führung, die den Gifhornern früh den Wind aus den Segeln nahm. Die Niedersachsen wollten und mussten in jedem Fall punkten, um den drohenden Abstieg noch verhindern zu können, doch der TVR zeigte sich in allen Belangen eine Klasse besser. Zwei imponierende Herreneinzel von Hafiz Hashim und Richard Domke, die ihre schwachen Leistungen vom Vortag vergessen machten, und glasklare Siege im Dameneinzel und Mixed wiederholten am Ende das Ergebnis aus dem Hinspiel: 6:0 für den TV Refrath.

Heinz Kelzenberg: „Wir haben heute das eigentlich nie bestehende Abstiegsgespenst endgültig vertrieben und sind glücklich, so früh in der Saison bereits Planungssicherheit für die nächste zu haben. Gifhorn hätte heute punkten müssen, ich glaube, jetzt sind sie nicht mehr zu retten.“ 

Damit ging auch die Refrather Planung auf, die beiden letzten Spiele in diesem Jahr wieder ohne Hafiz Hashim zu bestreiten, der eine Woche nach seiner Ankunft bereits den Weg nach Hause antrat. Ob Hafiz auch für die nächste Saison verpflichtet wird, diskutieren die TVR-Verantwortlichen noch in den nächsten Wochen.

Die beiden nächsten Aufgaben für den TVR warten am 16.12. beim Auswärtsspiel gegen Schlusslicht SV Fischbach und zwei Tage später (Dienstag, 18.12.) beim Lokalderby vor heimischem Publikum gegen den 1. BC Beuel.

 

Es sollen wieder Punkte her!

Richard Domke. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(27.11.2012) Das Bundesligateam des TV Refrath steht am Wochenende vor zwei sehr interessanten Aufgaben. Am Samstag (14 Uhr, Halle Steinbreche) empfängt das Team von Bundesliga-Manager Danny Schwarz den Tabellenachten PTSV Rosenheim, der nur zwei Punkte hinter dem TVR liegt. Rosenheim hat nur drei Zähler Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz und muss daher noch einige Punkte einfahren. Ob dies gerade in Refrath gelingt, wird sich zeigen. Noch nie konnte der TV Refrath in den vergangenen beiden Jahren gegen die Oberbayern gewinnen und auch in diesem Jahr wird es schwierig. Doch auf den Gegner aus dem Süden wartet das beste Refrather Team, welches in dieser Saison auf dem Feld gestanden hat:

Beide Damen, Chloe Magee und Carla Nelte, sind an Bord und dürften für zwei sichere Punkte gut sein. Das Mixed ist ausgeglichen, sofern sich der leicht angeschlagene Max Schwenger wie in den letzten Begegnungen in Bestform präsentieren kann. Und auch in den übrigen Begegnungen stehen die Vorzeichen nicht schlecht für den TVR. Hafiz Hashim wird im 1. Einzel auflaufen und Richard Domke im 2. Diese Kombination gab es in der laufenden Saison noch nicht, da Domke lange verletzt und Hashim in den vergangenen Monaten in seiner Heimat war. Heinz Kelzenberg: „Es war von vorne herein klar, dass Hafiz nur wenige Spiele machen wird, da wir unsere deutschen Spieler einsetzen möchten.“

Gespannt sein darf man auf das Herrendoppel, welches im Hinspiel (3:3) nur um Haaresbreite mit 19:21 im dritten Satz verloren ging. Heinz Kelzenberg: „Wir sind im Damendoppel und Dameneinzel Favorit und irgendwo werden schon noch ein, zwei Punkte herkommen. Ich bin gespannt, ob sich Hafiz gegen seinen Landsmann Tan revanchieren kann.“

Mit einem 3:3 würde der TVR am folgenden Tag mit vier Punkten Vorsprung zum Vorletzten BV Gifhorn reisen und könnte dort den Klassenerhalt unter Dach und Fach bringen. Das Hinspiel gegen die bisher erfolglosen Niedersachsen ging mit 6:0 an den TVR, so dass man auch diesmal sehr optimistisch ist. Laut TVR-Chef passt Gifhorn von seiner Aufstellung sehr gut zur Refrather  Mannschaft: „Gifhorn ist in keiner der sechs Begegnungen besser als wir, aber auch in keiner deutlich schlechter.“ Daher erwartet er auch am Sonntag eine enge Partie.

Eine Woche später reist man dann zum Schlusslicht SV Fischbach, bevor das Heimderby gegen den 1. BC Beuel am Dienstag, den 18.12. (19 Uhr) den Schlusspunkt für dieses Jahr setzt.

 

Fabian Roth holt Ehrenpunkt für TVR

Fabian Roth. Fotos: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(11.11.2012) Mit der absoluten Notbesetzung war die Refrather Bundesligamannschaft am Samstag nach Lüdinghausen gereist, um dort gegen den Play-off-Kandidaten SC Union 08 anzutreten. Die Teilnahme von Max Schwenger und  Carla Nelte an der Studierenden-WM sowie eine Turnierverpflichtung von Chloe Magee in China hatten Teamchef Danny Schwarz einen kräftigen Strich durch die Rechnung gemacht, wollte dieser doch die exzellente Vorstellung seines Teams an gleicher Stelle aus der letzten Saison wiederholen.

Das Team um die beiden Stammspieler Richard Domke und Denis Nyenhuis musste also auf drei Positionen ergänzt werden und nach reiflicher Überlegung entschied man sich, dem 16-jährigen Fabian Roth eine Chance zu geben. Da parallel auch die 2. Mannschaft ein wichtiges Heimspiel gegen Solingen auszutragen hatte, griff man darüber hinaus auf Damen aus den unteren Teams zurück. Dies waren Britta Hogrefe, ehemalige Zweitligaspielerin, die aktuell in der Verbandsliga spielt, und Nachwuchsspielerin Marie Kelzenberg (18) aus der 5. Mannschaft des TVR (Landesliga).

Teammanager Danny Schwarz: „Die beiden haben sich wirklich gut verkauft, aber die Aufgaben waren natürlich nicht lösbar.“ In der Tat konnten die Lüdinghausener Damen Karin Schnaase und Selena Piek nach Belieben ihre Spiele dominieren und gewannen letztlich alle sechs Sätze klar.

Anders sah es in den drei Herrenspielen aus. Zunächst überzeugte das Doppel des stark aufspielenden Denis Nyenhuis mit Fabian Roth, die zum ersten Mal zusammen spielten, sich jedoch auf Anhieb gut verstanden und in Szene setzen konnten. Die aus Refrather Sicht besten und für die 200 Zuschauer interessantesten Begegnungen entwickelten sich jedoch in den Herreneinzeln: Richard Domke, in den letzten Spielen manchmal enttäuscht über seine eigene Leistung, machte in Lüdinghausen sein bestes Spiel dieser Saison. Er brachte den Belgier Yuhan Tan, immerhin auf Platz 56 der Weltrangliste, an den Rand einer Niederlage und zeigte sich vollauf zufrieden: „Vor meiner Verletzung war ich an diesem Leistungsniveau ganz nah dran. Schön, dass ich heute endlich wieder annähernd so gut spielen konnte.“

Im zweiten Einzel traf der 16-jährige Fabian Roth auf den 30-jährigen indonesischen Routinier Endra Kurniawan, der in der letzten Saison noch eindrucksvoll die damalige Refrather Nummer eins, Lin Yu Hsien, besiegt hatte. Doch Roth ging ohne großen Respekt und mit dem Rückenwind der Jugend-WM, bei der er toll gespielt hatte, zu Werke. Dass erstens ein Sieg und zweitens einer in dieser Deutlichkeit dabei heraussprang, verwunderte nicht nur Teamchef Danny Schwarz: „Ich ziehe meinen Hut vor Fabis Leistung, das war erste Sahne und für mich überraschend.“ 

Somit konnte der TVR mit einem gewonnenen Spiel mit nur einem blauen Auge die Heimreise antreten. Die Hinrunde beenden die Refrather mit 7:11 Punkten auf einem ordentlichen siebten Platz, zwei Punkte vor Rosenheim und fünf vor Gifhorn. Auf diese beiden Teams trifft man zu Beginn der Rückrunde, dann wieder mit dem Malaysier Hafiz Hashim sowie mit den drei Leistungsträgern, die an diesem Wochenende nicht zur Verfügung standen.

Die Reise für die beiden Refrather Leistungsträger Carla Nelte und Max Schwenger hat sich jedenfalls gelohnt. Nelte kehrt mit zwei fünften Plätzen zurück und Max Schwenger holte sich sogar mit Andreas Heinz aus Beuel die Bronzemedaille. In einem packenden Halbfinale war gegen die an Nummer eins gesetzten Koreaner sogar der Sieg drin. Die Deutschen unterlagen erst mit 17:21 im dritten Satz. Heinz Kelzenberg: „Ich bin gespannt, was Max nach seiner Rückkehr erzählen wird, denn immerhin steht Lee auf Platz zwei und Kim auf Platz sieben der aktuellen Weltrangliste. Entweder haben die deutschen Jungs Weltklasse gespielt oder die Koreaner sie auf die leichte Schulter genommen.“

 

Ohne Drei nach Lüdinghausen

Fabian Roth gibt seinen Einstand in der 1. Mannschaft. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(06.11.2012) Zum Abschluss der Hinrunde in der 1. Bundesliga und nach beachtlichen 7:9 Punkten aus den bisherigen Spielen, reist die 1. Mannschaft des TV Refrath am Samstag (14 Uhr) zu einem ganz besonderen Spiel nach Lüdinghausen im Kreis Coesfeld. Heinz Kelzenberg fasst zusammen: „Wir spielen ohne unsere drei aktuell besten Spieler.“ Bei genauem Hinsehen ist dieser Personalnotstand eine Mischung aus Großzügigkeit und Pech. Großzügig deswegen, weil die Refrather Verantwortlichen zugestimmt haben, dass Carla Nelte und Max Schwenger die deutschen Farben bei den Weltmeisterschaften der Studierenden in Korea vertreten. Kelzenberg: „Das war ein großer Gefallen an unsere Spieler, aber irgendwie auch selbstverständlich, denn so eine Chance darf man ihnen nicht verbauen.“ Eine Verlegung des Spiels in Lüdinghausen kam von vorneherein nicht in Frage, weil der Terminplan keine freien Wochenenden bis Jahresende vorsieht.

Als dann noch bekannt wurde, dass Chloe Magee fehlen wird, weil der irische Verband die Anreise zu den China Open früher gebucht hat als geplant, war das Personalchaos perfekt. Team-Manager Danny Schwarz: „Wir stehen jetzt erst mal ohne Damen da, brauchen aber zwei. Da die 2. Mannschaft gleichzeitig spielt, ist die Situation wirklich nicht einfach.“ Wenige Tage vor dem Spiel ist noch nicht klar, wie das Problem gelöst wird, zumal auf Lüdinghausener Seite mit Karin Schnaase und Selena Piek auch extrem starke Gegnerinnen warten. Heinz Kelzenberg: „Es geht nicht darum, jemanden zu finden, der gewinnt, sondern nur jemanden, der spielen möchte.“

Ein Name fiel schon sehr früh und zwar Britta Hogrefe. Die ehemalige Zweitligaspielerin, maßgeblich am Erstligaaufstieg des TVR 2009 beteiligt, spielt inzwischen aus beruflichen Gründen nur noch in der Verbandsliga und freut sich auf das Aufeinandertreffen mit der ebenfalls 27-jährigen Schnaase: „Wir kennen uns aus der Jugend und haben früher schon gegeneinander gespielt.“ Für die sympathische Refratherin zählt der olympische Gedanke: „Ich habe noch nie 1. Liga gespielt und sofort zugesagt.“ Wer an ihrer Seite antreten wird, entscheidet sich in der Tat kurzfristig.

Was die Herrenbesetzung angeht, ist man im TVR jedoch schon ganz klar. Fest steht, dass der 16-jährige Fabian Roth sein Debüt geben wird und damit der 2. Mannschaft fehlen wird. Heinz Kelzenberg: „Erstens ist es für Fabi eine tolle Erfahrung und zweitens bleibt dadurch Kai Waldenberger für die 2. Mannschaft spielberechtigt.“ Kelzenberg ist sich jedoch sicher, dass Roth alles andere als Kanonenfutter in Liga 1 sein wird: „Er ersetzt natürlich nicht so einfach Max Schwenger, aber er ist richtig gut.“ Ihm zur Seite stehen wird Denis Nyenhuis, ebenfalls im Einzel am Start sein wird Richard Domke.

Danny Schwarz blickt leicht betrübt auf das Wochenende: „Natürlich reist man nicht gerne unter diesen Bedingungen zu einem solchen Match, aber es ist ja nicht böse Absicht, sondern gute und auch ein wenig Pech“. Alles andere als ein 0:6 aus Refrather Sicht wäre also eine Sensation am kommenden Samstag und die Planungen gehen schnell in Richtung Rückrundenstart.

Heinz Kelzenberg: „Wir freuen uns, dass wir zum Start der Rückrunde wieder Hafiz Hashim in unseren Reihen haben werden und gegen unsere Tabellennachbarn aus Rosenheim und Gifhorn in absoluter Top-Besetzung antreten können.“ In diesen beiden Spielen möchte sich der TVR entscheidend in der Tabelle Richtung Mittelfeld absetzen und anschließend mit einem Sieg in Fischbach das Jahr erfolgreich beenden.

 

Erste Heimniederlage für TVR - 2:4 gegen Spitzenreiter Mülheim

Max Schwenger bot erneut eine sehr gute Leistung. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(28.10.2012) Mit großem Optimismus war die 1. Mannschaft des TV Refrath in die Bundesligapartie gegen den Tabellenführer 1. BV Mülheim gegangen. Neben dem Rückenwind aus den zuletzt hervorragenden Heimspielen sorgte die Tatsache, dass der Engländer Ellis auf BVM-Seite fehlte, für Aufatmen. So konnte auch das Herrendoppel Nyenhuis/Schwenger die Partie gegen Zavadsky/de Ruiter lange Zeit offen gestalten, doch am Ende standen die sehr gut agierenden Refrather leider mit leeren Händen da. Parallel kam das Damendoppel Nelte/Magee überhaupt nicht ins Spiel und unterlag klar in zwei Sätzen gegen fast fehlerlos agierende Kontrahentinnen.

Teamchef Danny Schwarz: „Nach einem 0:2 ist es gegen so eine starke Mannschaft natürlich sehr schwer zu punkten“. Und in der Tat, es klappte an diesem Tag nicht. Zwischenzeitlich keimte große Hoffnung auf, als nämlich Jiann Shiarng Chiang und Chloe Magee in ihren Einzeln in den dritten Satz gingen. Doch leider konnte nur der 22-jährige Malaysier sein Spiel gewinnen, die zwei Jahre ältere Irin zog gegen die erfahrene Niederländerin Meulendijks den Kürzeren.

Richard Domke hatte Dmytro Zavadsky aus der Ukraine, 44. der Weltrangliste, nur wenig entgegen zu setzen und verlor deutlich. Die 250 Zuschauer in der gut besuchten Refrather Halle Steinbreche hatten zum Abschluss erneut Freude am sehr guten aufspielenden Mixed, in dem Schwenger/Nelte ihren Mülheimer Gegnern de Ruiter/Goliszewski keine Chance ließen.

Heinz Kelzenberg: „Diese Niederlage ist kein Beinbruch, aber wir sind schon ein kleines bisschen enttäuscht, weil wir zuletzt ganz schön erfolgsverwöhnt waren. Jetzt konzentrieren wir uns auf die fünf verbleibenden Spiele in diesem Jahr, in denen wir gerne noch gegen die drei hinter uns platzierten Teams gewinnen würden.“

 

Tabellenführer kommt in die „Hölle“ Steinbreche

Max Schwenger und Denis Nyenhuis stehen gegen Mülheim vor einer schweren Aufgabe. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(22.10.2012) Am Sonntag (14 Uhr, Halle Steinbreche) trifft der TV Refrath in der Badminton-Bundesliga erneut auf eines der Top-Teams. Nachdem man den Meisterschaftsfavoriten aus Berlin und Bischmisheim jeweils einen Punkt abtrotzen konnte, hat sich inzwischen der 1. BV Mülheim an die Tabellenspitze geschoben.

Das Team aus dem „Ruhrpott“ war erst vor gut einem Jahr nach langer Abstinenz wieder in die 1. Bundesliga aufgestiegen und hatte direkt eine gute Rolle gespielt. Dass es in dieser Spielzeit bislang so gut läuft, liegt sicherlich in erster Linie am gut aufgestockten Spielerkader. Eine neue  Nummer 1 bei den Herren (Zavadsky, Ukraine) und bei den Damen (Meulendijks, Niederlande) sowie eine Verstärkung für das Herrendoppel (de Ruiter, Niederlande) sorgten dafür, dass Mülheim bisher ungeschlagen ist und als aussichtsreicher Kandidat für die drei Play-off-Plätze gilt.  

Dementsprechend schwierig ist die Aufgabe für den TV Refrath. Doch nach dem atemberaubenden Finish beim letzten Spiel gegen Bischmisheim am 3.10., als ein 1:3-Rückstand aufgeholt wurde und alle Zuschauer einen denkwürdigen dritten Satz im Mixed miterlebten, scheint in der Halle Steinbreche vieles möglich zu sein.

Mit Blick auf die sechs Spiele hängt viel davon ab, ob zusätzlich zu den drei ausländischen Neuverpflichtungen auch der Engländer Marcus Ellis für den BVM auflaufen wird. Mit ihm hat Mülheim das einzige bisher ungeschlagene Herrendoppel der Bundesliga und auch ein sehr gutes Mixed. Bei den Damen kommt es auch zu hochklassigen Begegnungen, wobei sich im Doppel und Mixed mit Carla Nelte und Johanna Goliszewski zwei Nationalspielerinnen gegenüber stehen, die noch bis zum Sommer gemeinsam das zweitbeste deutsche Damendoppel bildeten.

Und auch für Chloe Magee kommt es endlich zum lange ersehnten Leistungsvergleich mit einer weiteren Top-Spielerin. Nach oft viel zu leichten Siegen in den bisherigen Spielen wartet am Samstag die Niederländerin Meulendijks auf sie. Beim letzten Aufeinandertreffen, in Belgien vor drei Wochen, unterlag die Irin knapp mit 15:21 im dritten Satz.

Mülheim ist konstant gut besetzt – vielleicht gerade, weil mit Alex Roovers und Johanna Goliszewski nur zwei Deutsche im Team stehen. Heinz Kelzenberg: „Man hat sich zu Beginn dieser Saison so verstärkt, dass vier ausländische Spieler regelmäßig für den Club auf Punktejagd gehen. Dies macht man nicht, wenn man nur die Klasse halten will.“

Beim TVR muss man etwas improvisieren, weil die 2. Mannschaft parallel ein Auswärtswochenende bestreitet. So wird aller Voraussicht nach der Malaysier Jiann Shiarng Chiang im Einzel zum Einsatz kommen, der im letzten Jahr viele Punkte zum Aufstieg der Refrather Bundesligareserve in die 2. Liga beisteuern konnte. Chiang verbringt aktuell einige Wochen in Belgien, wo er für den Verband als Sparringspartner arbeitet.

Heinz Kelzenberg: „Natürlich wünschen wir uns wieder einen Punktgewinn, wissen aber auch, dass es erneut sehr schwer wird. Es muss wie zuletzt einfach alles passen, dann klappt es“.

 

TV Refrath setzt mit tvr-badminton.de Maßstäbe

Chloe Magee. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(23.10.2012) Sportlich gesehen sorgt der TV Refrath seit einigen Wochen für sehr positive Schlagzeilen. In der 1. Bundesliga kämpft man sich von einem Überraschungserfolg zum nächsten und auch in der 2. Bundesliga steht der Club hervorragend da. Vereinschef Heinz Kelzenberg: „Es war an der Zeit, sich um eine professionell gestaltete Homepage zu kümmern und dadurch einen weiteren wichtigen Baustein zu realisieren“.

Für die Konzeption und Gestaltung unserer Website sowie die neuen Spielerporträts der beiden Bundesligamannschaften konnten wir den badmintonerfahrenen 28 Jahre alten Designer Julian Pletz (julianpletz.de) aus Düsseldorf an Bord holen. Er zeichnet für das Re-Design von Badzine.de verantwortlich und hat bereits Projekte für Badminton Europe sowie die grafische Gestaltung der offiziellen Facebook-Seite von Peter Gade übernommen. In Zusammenarbeit mit dem Programmierer Guido Schmechel (ayacoo.de) entstand auf der bewährten Domain www.tvr-badminton.de grafisch und inhaltlich eine Website, die Maßstäbe setzt.

Bundesliga-Manager Danny Schwarz, der maßgeblich an den Vorarbeiten beteiligt war: „Wir wollen mittelfristig sportlich an die Spitze und die neue Homepage ist ein weiterer Baustein dorthin.“ Heinz Kelzenberg ergänzt: „Einige Websites der anderen Bundesligaclubs sind schon recht gut, aber andere sind alles andere als erstklassig. Wir werden ab sofort auch durch Aktualität überzeugen.“

Verlinkungen unter anderem zum YouTube-Kanal des TV Refrath sind neu und für viele Badmintonfans schon deshalb interessant, weil dort bereits damit begonnen wurde, die überaus beliebten „Übungen der Woche“ zu archivieren. Die ersten 25 sind bereits eingestellt und werden nach und nach vervollständigt.

Heinz Kelzenberg: „Wir setzen alles daran, dort die Nummer eins in Deutschland zu werden, wo wir nicht tierisch viel Geld in die Hand nehmen müssen, denn das steht uns einfach nicht zur Verfügung.“ Vielleicht hilft die neu gestaltete Internetpräsenz ein Stück dabei, der Anfang ist gemacht.

  

Refrather Halle wird zur Festung – TVR bleibt ungeschlagen

Chloe Magee (hinten) und Carla Nelte steuerten insgesamt alle Punkte zum Unentschieden bei. Fotos: TVR.
Carla Nelte (l.) und Chloe Magee.

Von Heinz Kelzenberg

 

(03.10.2012) Nach dem 3:3 gegen den Deutschen Meister EBT Berlin am vergangenen Sonntag kam am Tag der Deutschen Einheit das Team des Vizemeisters aus Saarbrücken, der 1. BC Bischmisheim, nach Refrath. Das fast ausschließlich aus deutschen Spielerinnen und Spielern bestehende Team war dadurch gehandicapt, dass mit Olga Konon die stärkste Dame nicht einsatzbereit war.

Somit war klar, dass in den beiden Damenspielen, dem Einzel und Doppel, eher die Refrather Spielerinnen im Vorteil sein würden. Chloe Magee und Carla Nelte gewannen demnach auch deutlich ihre Begegnung, und die Irin Magee ließ auch im Einzel nichts anbrennen.

Wenig Chancen hatte sich der TVR im Herrendoppel sowie in den beiden Herreneinzeln ausgerechnet, da hier die deutsche Badmintonelite einfach noch eine halbe bis ganze Nummer zu groß erschien. So war es dann auch, wenngleich das Herrendoppel sehr gut spielte, und auch Kai Waldenberger, leicht grippegeschwächt, sein Spiel lange offen gestaltete. Interessant war das 1. Herreneinzel anzusehen, in dem sich die beiden Domke-Brüder Richard (TVR) und Dieter (BCB) gegenüber standen. Beide spielten eher verhalten, ließen aus Respekt weniger ihren Emotionen freien Lauf als sonst üblich. Der ältere der beiden Brüder holte schließlich den dritten Punkt für den Gast aus dem Saarland.

Eine realistische, wenn aber auch schwer umsetzbare Chance auf ein Unentschieden hatte TVR-Coach Heinz Kelzenberg im abschließenden Mixed definiert. Immerhin standen mit der Schwedin Wegberg und dem Olympia-Viertelfinalisten Michael Fuchs zwei Top-Cracks auf der anderen Seite des Netzes, die ihre bisherigen Mixed-Begegnungen alle siegreich gestaltet hatten. Max Schwenger und Carla Nelte sorgten dann unter den gut 250 Zuschauern für Jubelstürme, als die den ersten Durchgang mit 21:16 für sich entscheiden konnten. Nach verlorenem zweiten Satz und einem 8:11-, 9:15- und 15:18-Rückstand im dritten, entwickelte sich jedoch eine Aufholjagd, die alle Zuschauer von den Sitzen riss.

Heinz Kelzenberg: „Solch eine Stimmung gab es in den letzten Jahren lediglich einmal beim Aufstiegsspiel, das war heute sensationell.“ Vom rhythmischen Klatschen der Fans getragen, verwandelte das junge Refrather Mixed seinen zweiten Matchball und versetzte die Halle in ein Tollhaus. Wieder Kelzenberg: „Der Großteil der Zuschauer wird wieder kommen, denn nach den letzten beiden Spielen haben wir bewiesen, was in uns steckt“.

Der zweite überraschende Punktgewinn in Folge verschafft dem TVR mit 7:7 Punkten den Anschluss an das Mittelfeld und man darf gespannt sein, wie sich der neue Tabellenführer 1. BV Mülheim (11:3) am 28.10. (14 Uhr) in der Halle Steinbreche präsentieren wird. Doppelspieler Denis Nyenhuis: „Unsere Halle ist inzwischen eine echte Festung, es ist für jeden schwierig, hier zu gewinnen“.

 

TV Refrath nimmt Meister einen Punkt ab

Carla Nelte/Max Schwenger. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(30.09.2012) Nicht so deutlich wie erwartet verliefen die beide Leistungsvergleiche in der Badminton-Bundesliga zwischen dem TV Refrath und den beiden europäischen Auswahlmannschaften aus Düren und Berlin. Kam es noch am Samstag zu einer klaren 0:6-Niederlage beim Aufsteiger, trotze der TVR tags darauf dem Deutschen Meister einen Punkt ab. Die Verantwortlichen des TV Refrath zeigten sich angesichts der gezeigten Leistungen und des gewonnenen Zählers am Sonntagnachmittag überglücklich. Heinz Kelzenberg: „Wir durften zweimal gegen eine Auswahl europäischer Spitzenspieler antreten. Da war klar, dass dies mit unserer deutschen Mannschaft nicht einfach werden wird“.

In der Tat war der TVR ohne Hafiz Hashim und Chloe Magee in Düren und gegen Berlin angetreten. Lediglich die Niederländerin Iris Tabeling wurde im Damendoppel eingesetzt, ansonsten spielte der TV Refrath mit deutschen Spielern. Wieder Kelzenberg: „Es macht keinen Sinn, das zu kritisieren, aber wenn Teams mit fünf Ausländern und einem Deutschen in der Bundesliga antreten, dann finde ich das, sagen wir mal, unverhältnismäßig.“ Düren war am Samstag mit drei englischen und zwei österreichischen Weltranglistenspielern angetreten und hatte alle sechs Begegnungen gegen den TVR gewinnen können. Drei Spiele gingen in den dritten Satz, wobei dem Herrendoppel Schwenger/Nyenhuis dies geradezu sensationell gegen Koch/Zauner (Nr. 9 in Europa) gelang. Im Damendoppel war wie im Mixed sogar ein Refrather Sieg im Bereich des Möglichen, doch die Tagesform der Dürener Gegner war vor allem gegen Ende der Partien einfach besser.

Ebenfalls beachtlich schlug sich bei seiner Premiere im TVR-Trikot Richard Domke, der gegen den Engländer Ouseph (Nr. 26 der Weltrangliste) gut mitspielte.  Stark trumpften auch Kai Waldenberger und Mette Stahlberg über weite Strecken ihrer Einzel auf, doch insbesondere Stahlberg klebte nach der 16:9-Führung im ersten Satz gegen die Engländerin Cann das Pech am eigenen Schläger. Heinz Kelzenberg: „Wir sind erhobenen Hauptes aus Düren nach Hause gefahren und stolz auf unsere Mannschaft, denn ihr gehört die Zukunft“.

Am Sonntag war dann der Deutsche Meister EBT Berlin, auch in diesem Jahr Top-Favorit, in der Halle Steinbreche zu Gast. Ebenfalls mit fünf internationalen Stars angereist, entwickelte sich jedoch in drei  der sechs Begegnungen ein Kampf auf Augenhöhe. Einzige deutsche Spielerin bei Berlin war die Weltranglistensechste Juliane Schenk, die aktuell das große Aushängeschild des deutschen Badmintonsports ist. Im Doppel mit der Niederländerin Jonathans und im Einzel gegen Mette Stahlberg demonstrierte sie ihre Weltklasse, jedoch gelang dem Refrather Doppel Tabeling/Nelte ein knapper Drei-Satz-Erfolg. Mit  diesem Punkt gegen das bis dato in dieser und der letzten Saison ungeschlagene, beste Damendoppel der Bundesliga konnte man wirklich nicht rechnen. Dieser sorgte für den 1:1-Ausgleich, denn das gut aufgelegte Refrather Herrendoppel war gegen  Robert Blair (Schottland)/Tan Bin Shen (Malaysia) einfach chancenlos.

In den Herreneinzeln kam es vor allem zwischen Ex-TVRler Kestutis Navickas und Richard Domke zu einem interessanten Duell, welches Domke – erstmals vor heimischem Publikum - sicher in zwei Durchgängen gewinnen konnte. Bei einer 2:1-Führung stand dann Kai Waldenberger gegen den Dänen Jonassen, 2008 noch Europameister, auf verlorenem Posten und auch für Mette Stahlberg war gegen Juliane Schenk nichts zu holen.

Im abschließenden Mixed, beim Stand von 2:3 aus Refrather Sicht, zeigten dann Max Schwenger und Carla Nelte, dass ihr Ziel, in die internationale Spitze vorzudringen, durchaus realistisch ist. Mit 21:17, 21:17 schlugen sie unter dem tosenden Applaus der Zuschauer Blair/Jonathans.

Team-Chef Danny Schwarz: „Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft und freue mich, dass wir in jüngster Vergangenheit sehr gute Personalentscheidungen getroffen haben“. So erweisen sich das Festhalten am Herrendoppel Nyenhuis/Schwenger sowie die Verpflichtungen von Richard Domke und Iris Tabeling scheinbar als richtige Entscheidungen.

Bereits kurz nach der Partie wurde darüber philosophiert, wie man am Mittwoch (14 Uhr Halle Steinbreche) dem Deutschen Vizemeister 1. BC Bischmisheim ein Bein stellen könnte.  Heinz Kelzenberg: „Wir haben eine tolle Mannschaft, ab jetzt ist gegen jeden Gegner etwas drin“.

 

Dicke Brocken für den TVR

Max Schwenger. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(24.09.2012) Nach zuletzt 5:3 Punkten aus den ersten vier Bundesligabegegnungen muss der TV Refrath vermutlich in den nun anstehenden drei Spielen kleinere Brötchen backen.

Am Samstag reist man zum starken Aufsteiger 1. BC Düren, der schon für die eine oder andere Überraschung gesorgt hat. Nach dem Aufstieg aus der 2. Liga hat man kurzerhand fast die komplette Mannschaft ausgetauscht und durch ausländische Kräfte ersetzt. TVR-Chef Heinz Kelzenberg: „Man kann darüber denken, wie man will, fest steht, dass Düren so mit dem Abstieg nichts zu tun haben wird.“ Dass die Dürener Spielerdecke jedoch hier und da auch zu dünn sein kann, zeigte die Tatsache, dass Doppelspielerin Sandra Marinello zuletzt im Einzel ran musste und selbst Teammanager und Bundesligaschiedsrichter Michael Pütz zum Schläger greifen musste.

Der TVR hofft auf ähnliches Glück, denn ohne Hafiz Hashim und Chloe Magee (Turnier in Tschechien) wird es sicher schwer werden, in Düren zu punkten. Mette Stahlberg und die Niederländerin Iris Tabeling werden jedoch alles dafür tun, ihre ersten Einsätze in dieser Saison so erfolgreich wie möglich zu gestalten. Darüber hinaus stehen mit Carla Nelte, Max Schwenger, Denis Nyenhuis und Kai Waldenberger alle Stammkräfte zur Verfügung, und auch Richard Domke wird erstmals im Refrather Dress auflaufen.

Tags darauf kommt am Sonntag (14 Uhr Halle Steinbreche) der Deutsche Meister EBT Berlin in die Halle Steinbreche. Berlin war in den beiden letzten Spielzeiten die „Übermannschaft“ der Bundesliga und ist, angeführt von der deutschen Top-Dame und Weltranglistensechsten Juliane Schenk, auch in diesem Jahr in Top-Besetzung nicht zu schlagen.

EBT verfügt über einen sehr breiten und vor allem erfahrenen Kader und wird angesichts des tags zuvor ausgetragenen Spitzenspiels gegen Beuel gewiss nicht mit einem Rumpfteam antreten. Heinz Kelzenberg: „Wir spielen ja nicht nur Bundesliga, um zu gewinnen sondern auch um uns mit den Allerbesten zu messen. Dafür gibt es am Sonntag reichlich Gelegenheiten.“ Klangvolle Namen wie Robert Blair oder Kenneth Jonassen werden erwartet und relativ sicher kommt es auch zu einem Wiedersehen mit dem litauischen Spitzenspieler Kestutis Navickas, der von 2004 bis 2006 zwei Jahre lang in der Regionalliga das TVR-Trikot getragen hat.

Wiederum drei Tage später (3.10., 14 Uhr) empfängt der TVR den deutschen Vizemeister 1. BC Bischmisheim, dann wieder komplettiert durch Chloe Magee. In den letzten Jahren setzte es immer derbe Niederlagen gegen die Saarländer, die jedoch nach wie vor ohne ihre stärkste Dame, Olga Konon, antreten müssen. Doch noch darf gerätselt werden, wo der ein mögliches Unentschieden bringende Herrenpunkt geholt werden könnte. Auch wenn das Aufeinandertreffen der beiden Domke-Brüder Dieter (BCB) und Richard (TVR) einiges an Unterhaltungswert verspricht, ist die Favoritenrolle auch hier deutlich beim Gast aus Bischmisheim.

Heinz Kelzenberg: „Wir wollen uns in allen drei Spielen gut verkaufen. Vielleicht gehen wir ja nicht ganz leer aus“.

 

Erneuter Kantersieg durch TV Refrath

Erneut erfolgreich: das TVR-Mixed Max Schwenger/Carla Nelte. Foto: Marie Kelzenberg.

Von Heinz Kelzenberg

 

(09.09.2012) „Es war einfacher als gedacht und wir sind froh, dass wir nach vier Spieltagen nun fünf Punkte vor den beiden Abstiegsplätzen liegen“. So war das Fazit von TVR-Chef Heinz Kelzenberg, der beim Heimspiel gegen den SV Fischbach gemeinsam mit Daniel Winkelmann auch hinter dem Feld saß. Danny Schwarz, etatmäßiger Bundesligamanager und Coach, war in der Nacht vor dem Spiel Vater geworden und verzichtete auf einen Besuch der Begegnung.

Viel Dramatik hätte er auch nicht miterlebt, denn von Beginn an zeigte der TVR vor diesmal spärlicher Zuschauerkulisse, wer Herr im Hause sein würde. Auch wenn das Damendoppel im zweiten Durchgang zwischendurch einmal knapp wurde, war der Leistungsunterschied unter dem Strich doch deutlich. Auch Fischbachs walisischer Neuzugang Carissa Turnier, immerhin auf Platz 60 der Doppelweltrangliste, hatte an der Seite von Nationalspielerin Alina Hammes dem überragenden Duo Chloe Magee/Carla Nelte nichts entgegen zu setzen.

Parallel war das Herrendoppel richtig einseitig und Schwenger/Nyenhuis wussten erneut zu überzeugen. Heinz Kelzenberg: „Wir sind richtig froh, dass wir Denis Nyenhuis zu dieser Saison nicht gegen einen anderen Spieler ausgetauscht haben, denn es macht viel Spaß, unserem Herrendoppel zuzuschauen“.

Ebenfalls glatt verliefen das 1. Herreneinzel von Hafiz Hashim und das Dameneinzel von Chloe Magee gegen Turner, in der Magee nach zuvor drei einseitigen Begegnungen endlich zeigen konnte, was sie drauf hat. Hart zu kämpfen hatte Kai Waldenberger gegen den starken Sebastian Rduch, gegen den er in beiden Sätzen bis zum letzten Drittel mit zwei bzw. drei Punkten führte, letztlich jedoch den Kürzeren zog. Da das Mixed mit Carla Nelte und Max Schwenger ebenfalls glatt gewann, war dies jedoch der einzige Punkt, den Fischbach in Refrath holen konnte.

Mit 5:3 Punkten ist der TVR nun so gut platziert wie nie zuvor, angesichts der bisherigen Gegner ist dies jedoch auch nicht verwunderlich. Heinz Kelzenberg: „Jetzt kommen fünf der sechs starken Mannschaften. Es ist jedoch toll, dass wir gegen drei Teams aus der unteren Hälfte bereits 5:1 Punkte geholt haben“.

In drei Wochen finden drei weitere Spieltage statt, beginnend mit der Begegnung beim starken Aufsteiger 1. BC Düren. Am Sonntag, den 30.9. ist dann in der Halle Steinbreche der Deutsche Meister EBT Berlin zu Gast, bevor am 3. Oktober der Vizemeister 1. BC Bischmisheim nach Refrath kommt. Wieder Kelzenberg: „Hier geht es dann um Achtungserfolge, zumal wir auch nicht mehr in stärkster Besetzung auflaufen werden, weil Hafiz Hashim wieder in Malaysia ist“. Dieser war am vergangene Wochenende zu den China Masters aufgebrochen und wird Ende des Jahres zurück nach Refrath kommen.

 

 

Heimspiel gegen den Aufsteiger: TV Refrath möchte zwei weitere Bundesligapunkte

Hafiz Hashim reist nach dem Spiel zurück nach Malaysia. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(04.09.2012) Bereits eine Woche nach dem erfolgreichen Bundesligawochenende mit 3:1 Punkten steht die nächste Aufgabe für die Refrather Badmintonasse an. Mit Aufsteiger SV Fischbach kommt am Samstag um 13 Uhr (Halle Steinbreche) eine Mannschaft nach Refrath, die in den ersten drei Spielen keinen Punkt holen konnte.

Nach der Zweitligameisterschaft im März musste der Club sein Team auf der einen oder anderen Position verstärken. Dies gelang mit Carissa Turner aus Wales und Sebastian Rduch aus Hamburg. Die beiden Neulinge waren auch bisher an drei der vier Fischbacher Spielgewinne beteiligt. Besonders Rduch im 2. Einzel ist am Samstag ein gefährlicher Gegner für Refraths Waldenberger.

Doch da der TV Refrath vorerst zum letzten Mal mit Hafiz Hashim antreten wird und auch Chloe Magee am Start hat, kann Vereinschef Heinz Kelzenberg den zweiten Heimsieg als Ziel ausrufen: „Ein Sieg gegen Fischbach und wir haben vermutlich einen Fünf-Punkte-Vorsprung auf die beiden Abstiegsplätze. Das wäre komfortabel“.

In den meisten der sechs Begegnungen ist der TVR nach den zuletzt gezeigten Leistungen in einer Favoritenstellung und nach dem 6:0-Sieg gegen Gifhorn ist das Team natürlich auch mental obenauf.

Teamchef Danny Schwarz wird das siegreiche Team nicht umstellen, zumal Richard Domke noch drei bis vier Wochen brauchen wird, um wieder voll einsatzfähig zu sein. Schwarz: „Er ist sehr optimistisch und ich denke, er ist auf einem guten Weg. Hoffen wir, dass der Bundestrainer ihm bald grünes Licht gibt“.

Im Anschluss folgt eine dreiwöchige Pause, bevor zwischen dem 29.9. und dem 3.10. die nächsten drei Spiele anstehen.

 

 

TV Refrath fährt die ersten Punkte ein

Die Bundesligamannschaft des TVR. Foto: TVR.
Von Heinz Kelzenberg
 

(02.09.2012) Nach der unglücklichen 2:4 Niederlage zu Saisonbeginn beim 1. BC Beuel konnte der TV Refrath an diesem Wochenende sein Planergebnis einfahren und die ersten Punkte ergattern. Nach einer anstrengenden Auswärtsfahrt nach Rosenheim spielte das Team um die neue malaysische Nummer eins, Hafiz Hashim, am Samstag im südlichen Bayern unentschieden und holte den ersten Punkt.

Anders als am Dienstag in Beuel, wo man eher mit Pech einen Punkt liegen ließ, war das Team mit dem erreichten Ergebnis durchaus zufrieden. Ohne die etatmäßigen Coaches Danny Schwarz und Heinz Kelzenberg, die beide aus privaten Gründen verhindert waren, zog sich die TVR-Mannschaft erstaunlich gut aus der Affäre. Interimsbetreuer Daniel Winkelmann: „Natürlich wäre mit etwas Glück sogar ein Sieg drin gewesen, mit viel Pech aber auch eine Niederlage. Unser 1. Doppel und auch das 2. Einzel mit Kai Waldenberger waren deutlich stärker als noch in Beuel“.

In der Tat unterlagen Nyenhuis/Schwenger einem der allerbesten Bundesligadoppel mit 19:12 im dritten Satz und Kai Waldenberger unterlag seinem Widersacher sogar nur mit 22:24 im Entscheidungssatz. Völlig unterfordert war im Gegensatz dazu Chloe Magee, die in ihren vier siegreichen Sätzen insgesamt lediglich 26 Punkte abgab.

Vor einem frenetischen bayerischen Publikum kam auch das Refrather Mixed Schwenger/Nelte mit einem hauchdünnen Erfolg ins Ziel, so dass die erneute knappe Niederlage von Neuzugang Hafiz Hashim nicht ganz so sehr ins Gewicht fiel.

Heinz Kelzenberg:  „Hafiz hat nun gegen die beiden besten Spieler der Bundesliga verloren und wir hoffen, dass jetzt zwei Siege folgen – aber auch, dass er sich in der Rückrunde gegen Zwiebler und Tan revanchieren kann. Sein Fitnesszustand ist momentan nicht der beste.“

Am Sonntag war dann der BV Gifhorn zu Gast an der Steinbreche und nach zwei klaren Niederlagen standen die Nordlichter schon mit dem Rücken zur Wand. Entsprechend groß war der Druck auf Gifhorner Seite, zumal man auch noch ohne die Leistungsträger Bott und Zander antreten musste.

Nach einem sehr deutlichen Damendoppel führte Refrath schnell 1:0 und auch das Herrendoppel ließ sich, wenn auch in drei Sätzen, den Sieg nicht nehmen. Klare Erfolge im Dameneinzel (Magee) und 1. Herreneinzel (Hashim) brachten den TVR uneinholbar in Führung, bevor die gut 150 Zuschauer noch zwei knappe Drei-Satz-Matches erlebten.

Zunächst gelang es dem Mixed Schwenger/Nelte, sich für die Niederlage gegen Niesner/Poznanovic aus der letzten Saison zu revanchieren. Dann gewann auch Kai Waldenberger sein 2. Herreneinzel und sorgte für den klarsten Bundesligasieg in der Refrather Vereinsgeschichte. Heinz Kelzenberg: „Der Sieg verschafft uns sehr viel Luft nach unten, doch wir müssen definitiv nächsten Samstag gegen Fischbach nachlegen“.

Am kommenden Samstag ist der Aufsteiger aus Rheinland-Pfalz um 13 Uhr zu Gast in der Halle Steinbreche.

 

 

Leider kein Punkt zum Auftakt – 2:4 in Beuel

Das TVR-Team beim Spiel in Beuel. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(29.08.2012) Auch ohne Weltklassespielerin Birgit Michels war der DM-Dritte 1. BC Beuel am Dienstagabend zu stark für den TV Refrath. Mit 4:2 schickte das Team um Europameister Marc Zwiebler den TVR nach Hause und war glücklich über diesen ersten Sieg. Enttäuscht traten die Bergischen die Fahrt nach Hause an – in der Gewissheit, einen Punkt liegen gelassen zu haben.

Beide Teams hatten damit gerechnet, dass sowohl das Damendoppel als auch das Dameneinzel nach Refrath gehen würden, doch Chloe Magee und Carla Nelte fanden nie zu ihrem Spiel und überließen Beuel den Sieg. Im Anschluss würde es für den TVR schwer zu punkten, zumal das Herrendoppel (Nyenhuis/Schwenger) und das 2. Herreneinzel (Waldenberger) ohne echte Siegchance waren.

Refraths neue Nummer eins, Hafiz Hashim, spielte gegen Europameister Marc Zwiebler einen nahezu perfekten ersten Satz und sah lange wie der sichere Sieger aus, doch am Ende entschieden wenige Zentimeter über den Ausgang des ersten Satzes, der mit 22:20 nach Beuel ging. Nach verschlafenem Start des Neu-Refrathers in Durchgang zwei konnte der Beueler den Sack zu machen und sorgte in seinem Team für den umjubelten Siegpunkt.

Eine erstklassige Leistung boten dann Carla Nelte und Max Schwenger im Mixed, in dem sie gegen den Olympiateilnehmer Ingo Kindervater an der Seite der Engländerin Heather Olver den ersten Satz gewinnen konnten, bevor das Beuler Mixed wegen einer Blessur aufgab.

Bis Freitag bleibt die Mannschaft fast komplett zusammen in Refrath, denn dann geht es auf die lange Reise nach Rosenheim, wo am Samstag um 14 Uhr aufgeschlagen wird. Noch am selben Tag tritt man die Fahrt zurück an, denn tags darauf (Sonntag, 14 Uhr Halle Steinbreche) steht die Heim-Premiere gegen den BV Gifhorn auf dem Programm.

Rosenheim ist eines der wenigen Teams in der Liga, welches nur schwerlich um die Play-offs mitspielen wird, jedoch auch mit dem Abstieg nichts zu tun haben möchte. Heinz Kelzenberg: „Das Spiel ist daher eine ganz ausgeglichene Sache. Wir möchten jedoch einen Zähler, noch besser zwei Punkte aus Bayern mitnehmen.“

Ein Heimsieg steht dann am Sonntag auf der Wunschliste des TVR. Gegner BV Gifhorn wird ersatzgeschwächt anreisen, jedoch muss der TVR die lange Auswärtsfahrt vom Vortag kompensieren. Teamchef Danny Schwarz: „Wir werden alle Kräfte mobilisieren und in dieses Spiel legen“.

Heinz Kelzenberg ergänzt: „Punktgewinne gegen diese beiden Teams, die auf Augenhöhe mit uns sind, wären besonders wichtig.“ Er nimmt das Wort „Abstieg“ in dieser Saison gar nicht in den Mund, doch klar ist, dass sowohl Rosenheim als auch vor allem Gifhorn direkte Konkurrenten wären. Im Refrather Lager ist man vor allem gespannt auf die beiden nächsten Auftritte von Hafiz Hashim, denn seine Siege wären die Grundlage für die Erfolge des gesamten Teams.

 

 

Mit Hafiz Hashim zum Bundesligastart nach Bonn-Beuel

Hafiz Hashim trug vor wenigen Tagen erstmals das TVR-Trikot. Fotos: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(25.08.2012) Am Freitagmorgen war es soweit. Die neue Nummer eins des TV Refrath, Hafiz Hashim (Malaysia), konnte von Heinz Kelzenberg und Kai Waldenberger am Kölner Flughafen begrüßt werden. Kelzenberg: „Wir hatten bisher nur Mail-Kontakt, daher waren wir sehr auf den persönlichen Eindruck gespannt“. Und dieser war überaus positiv, denn trotz der langen Flugreise zeigte sich die 29 Jahre alte malaysische Nummer drei motiviert, noch am Nachmittag selbst den Schläger in die Hand zu nehmen. Und damit nicht genug. Bei der am Abend stattfindenden „Refrather Sportschau“, anlässlich des Ortsfestes „300 Jahre Steinbreche“, zeigte er sich erstmals dem begeisterten heimischen Publikum in einem Schaukampf. Heinz Kelzenberg: „Wir haben ein super-gutes Gefühl. Seine Spielstärke ist ja bekannt, doch dass er auch ein sehr netter Typ ist, freut uns ganz besonders. Er stand gestern auf dem Feld, da war es nach seiner inneren Uhr bereits halb fünf morgens“.

 

Dementsprechend optimistisch und motiviert geht auch das gesamte Refrather Team in den ersten Bundesligaspieltag, der am Dienstag (19.00 Uhr, Bonn-Beuel, Limpericher Str. 141) gegen den DM-Dritten 1. BC Beuel ausgetragen wird. Hier trifft Hafiz Hashim auf keinen Geringeren als Europameister Marc Zwiebler.

 

Beuel ist vom Papier her Favorit, doch die Refrather Hoffnung auf einen Punktgewinn ist der Tatsache geschuldet, dass in Birgit Michels bei den Gastgebern eine Leistungsträgerin fehlen wird. Damit verschiebt sich die Ausgangslage entscheidend und der TVR geht im Damendoppel und Dameneinzel als Favorit in die Begegnung.

 

Heinz Kelzenberg: „Im  2. Herreneinzel sind wir krasser Außenseiter und auch im Herrendoppel und Mixed ist Beuel Favorit.“ Demnach kommt dem Spitzeneinzel zwischen Zwiebler und Hashim spielentscheidende Bedeutung zu. Doch auch in den anderen Partien verspricht das TVR-Team einen großen Kampf. Danny Schwarz: „Natürlich werden wir versuchen, in jedem Spiel unsere Minimalchance zu nutzen“.

 

Leider noch nicht dabei sein wird Neuzugang Richard Domke, der immer noch unter den Folgen eines recht komplizierten Armbruchs leidet. Heinz Kelzenberg: „Richi macht jedoch gute Fortschritte. In den ersten vier Spielen werden wir ihn nicht sehen, doch danach hoffen wir auf seine vollständige Genesung“.

Neben Hashim und Waldenberger, die die beiden Einzel spielen werden, tritt der TV Refrath mit seinen bewährten Kräften Chloe Magee und Carla Nelte sowie Denis Nyenhuis und Max Schwenger an.

 

Im Anschluss an das Spiel in Bonn trainiert das Team in Refrath und bereitet sich intensiv auf die wenige Tage später stattfindenden Begegnungen vor. Am Freitag, den 31.08. reist man nach Rosenheim, wo man samstags gegen den PTSV spielt, und am Sonntag (14.00 Uhr Halle Steinbreche) steht die Heimpremiere gegen den BV Gifhorn an. Heinz Kelzenberg gibt sich optimistisch: „Wir wollen in den drei Begegnungen ungeschlagen bleiben und mindestens eines der drei Spiele gewinnen.“

 

 

Hafiz Hashim zum TV Refrath

Mohammad Hafiz Hashim. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg
 
(27.05.2012) Das Badminton-Bundesligateam des TV Refrath ist komplett. Die Suche nach einer internationalen Nummer eins konnte in den vergangenen Tagen abgeschlossen werden. Nachdem in der letzten Saison die frühzeitig verpflichtete Nummer eins aus Taiwan, Jen Hao Hsu, kurzfristig absagte und Jen Hao Hsus 20-jähriger Landsmann Lin Yu Hsien zur Rückrunde ebenfalls nicht mehr an den Start ging, war klar, dass die Refrather Vereinsführung für die neue Saison kein großes Risiko mehr eingehen wollte.

Durch seine sehr guten Kontakte nach Malaysia ging Heinz Kelzenberg für die kommende Saison jedoch ein besonders dicker Fisch an die Angel. Mohammad Hafiz Hashim gehört seit vielen Jahren zu den drei besten Einzelspielern des Landes und wird momentan auf Platz 26 der Weltrangliste geführt. Er besucht zu Saisonbeginn und im Dezember einige Turniere in Europa und hat sich bereit erklärt, für den TV Refrath in acht Begegnungen aufzuschlagen. Der Kontakt ist durch die ehemalige TVR-Nummer eins Kay Bin Yeoh ins Rollen gekommen.

Der 29-jährige Malaysier wurde in seiner Heimat zum Volkshelden, als er im Jahr 2003 die All England Championships gewann. In den folgenden Jahren gehörte die ehemalige Nummer fünf der Welt immer zum Kreis der Nationalmannschaft, und auch in der vergangenen Woche spielte er bei der Mannschafts-Weltmeisterschaft für sein Land. Dort ist Hashim vor allem deshalb berühmt, weil er einer der ganz wenigen Top-Spieler mit malaysischen statt chinesischen Wurzeln ist.

Mitte 2011 kehrte er dem malaysischen Nationalstützpunkt den Rücken und trainiert seitdem in der Akademie von Kay Bin Yeoh. Dennoch kann sein Heimatverband bei internationalen Einsätzen nicht auf ihn verzichten. Heinz Kelzenberg: „Wir bekommen einen herausragenden Spieler, der gegen jeden Gegner in der Bundesliga gewinnen kann. Ich hoffe sehr, dass der Verein in den wenigen Wochen, die Hafiz in Refrath zu Gast ist, möglichst viel profitieren kann, vor allem auch unsere Jugendlichen. Und natürlich hoffe ich, dass möglichst viele Zuschauer ihn sehen wollen“.

In den übrigen zehn Spielen der Bundesligasaison verzichtet der TVR auf einen ausländischen Spieler und glaubt, so über die Runden zu kommen. Mit den beiden starken Damen Carla Nelte und Chloe Magee sowie Iris Tabeling in der Hinterhand ist man weit überdurchschnittlich gut aufgestellt und neben den Stammkräften Kai Waldenberger, Denis Nyenhuis und Max Schwenger soll vor allem Neuzugang Richard Domke mehrere Ausrufezeichen setzen.

Heinz Kelzenberg: „Wir erhoffen uns von unseren jungen deutschen Spielern, dass sie sich so entwickeln, dass wir bald keinen ausländischen Herren mehr benötigen. Das ist das Ziel“. Angesichts der zahlreichen erfolgshungrigen Spieler in der 2. Bundesliga-Mannschaft haben die Refrather Verantwortlichen allen Grund zu diesem Optimismus, dass dies in zwei Jahren gelingen kann.

Zum Saisonstart Ende August schlägt der TVR zunächst in Bonn-Beuel (28.8.) und in Rosenheim (1.9.) auf, bevor man in der Halle Steinbreche den BV Gifhorn (2.9.) sowie Aufsteiger SV Fischbach (8.9.) empfängt.

 


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