Mitteilungen des TV Refrath (1. Mannschaft)

 

Liga-Zugehörigkeit: 1. Bundesliga

Homepage: www.tvr-badminton.de

 

 

  

  

Refrath ist Talentstützpunkt in Deutschland

Die Refrather Badmintonjugend mit den drei Trainern Kai Waldenberger, Heinz Kelzenberg und Daniel Stark. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(01.05.2014) Das Präsidium des Deutschen Badminton-Verbandes hat bereits im Januar entschieden, den TV Refrath zum „DBV-Talentstützpunkt“ zu ernennen. Die Anerkennung erfolgt jeweils für vier Jahre, sie ist also bis zum 31. Dezember 2017 gültig. Allerdings erfolgt während dieses Zeitraums jährlich eine Statusüberprüfung.

Die Ernennung ist nicht nur Ehre, sondern gleichzeitig auch Pflicht. Ein DBV-Talentstützpunkt muss viele Anforderungen erfüllen und den Athletinnen und Athleten, die dort trainieren, sehr gute Trainingsbedingungen in der Qualität und in der Quantität bieten.

Diese große Anerkennung der sehr engagierten Jugendarbeit der letzten Jahre haben neben der Badmintonabteilung des TV Refrath sieben weitere Vereine in Deutschland erhalten: 1. BC Beuel, BC Phönix Hövelhof, STC BW Solingen (alle NRW), SV GutsMuths Jena (Thüringen),  Spvgg. Mössingen (Baden-Württemberg), MTV Nienburg (Niedersachsen) sowie eine Vereinskooperation aus Schleswig Holstein.

Durch die Talentstützpunkte soll in der Altersstufe bis U15 eine verbesserte Ausbildung der Spieler erfolgen. Vom DBV werden gewisse Rahmenbedingungen dafür gefordert, unter anderem eine entsprechende Infrastruktur, gut ausgebildete Trainer, regelmäßige Sichtungen und fünfmaliges Training pro Woche.

Die zu diesem Anlass vom Bundestrainer für Talententwicklung, Dr. Dirk Nötzel, überreichte  Tafel wurde unmittelbar im Foyer der Halle Steinbreche angebracht. Der Refrather Badmintonchef Heinz Kelzenberg, der mit seinen Kollegen Daniel Stark und Kai Waldenberger die Bewerbung in Angriff genommen hatte: „Uns spornt diese Auszeichnung nochmals ganz besonders darin an, unser Ziel ‚Refrather Pänz in die Bundesliga‘ mit voller Leidenschaft weiter zu verfolgen. Ich denke, wir sind schon auf einem guten Weg, doch nun gilt es, weiterhin konstant Badmintontalente an den Leistungssport heranzuführen.“

Die Badminton-Abteilung des TV Refrath wird im kommenden Jahr 25 Jahre alt und setzt mit seinen beiden Bundesligateams und insgesamt 14 Nachwuchsmannschaften in Deutschland Jahr für Jahr Maßstäbe.

 

 

 

Finale der Pechvögel der Saison

Fabian Roth unterlag nur knapp dem Deutschen Meister Lukas Schmidt. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(09.04.2014) Am Dienstag um 21:05 Uhr war sie zu Ende, die fünfte Bundesligasaison des TV Refrath. Mit unbefriedigenden 11:25 Zählern und Rang acht in der Tabelle endete sie längst nicht so zufriedenstellend, wie ursprünglich erwartet worden war. Zu viele Verletzungen (Penty, Domke, Schwenger) sowie daraus resultierende unglückliche Personalentscheidungen zu Ungunsten der 1. Mannschaft im Kampf des 2. Teams um die Meisterschaft der 2. Liga sind für dieses Ergebnis verantwortlich. Angesichts dieser „verkorksten“ Spielzeit war auch letztendlich niemand böse, dass auch das letzte Heimspiel gegen einen der Meisterschaftsfavoriten, den 1. BC Bischmisheim, mit 1:5 verloren ging. Im Vorfeld musste erneut Max Schwenger absagen, so dass Refrath wie so oft mit dezimiertem Kader auflaufen musste.

Beide „Ersatzleute“, nämlich Fabian Roth im Doppel und Denis Nyenhuis im Mixed, mühten sich redlich und kämpften bis zum Umfallen, hatten jedoch letztlich gegen ihre mit Deutschen Meistertiteln dekorierten Gegner keine Chance. Eine Chance hatte man unter anderem im Damendoppel gesehen, welches jedoch von Chloe Magee und Carla Nelte gegen die international sehr erfolgreichen Niederländerinnen Muskens/Barning mit 18:21 und 18:21 verloren ging. Es folgten zwei sehr gute Herreneinzel, in denen die beiden Refrather Akteure Toby Penty und Fabian Roth jeweils in den dritten Satz kamen. Penty unterlag der physisch deutlich stärkeren deutschen Nummer zwei, Dieter Domke, und Roth dem amtierenden Deutschen Meister Lukas Schmidt, wobei das Spiel beim 19:21 im entscheidenden Durchgang „auf des Messers Schneide“ stand.

Es folgten ein nahezu geschenkter Sieg von Chloe Magee über die Niederländerin Muskens und ein deutlicher Mixed-Erfolg für Bischmisheim zum Abschluss, so dass am Ende das 1:5 gegen den Top-Club aus dem Saarland ein wenig zu deutlich ausfiel.

Da es tabellarisch um nichts mehr ging für den TV Refrath, konnten sich die Verantwortlichen unbeschwert über die gezeigten Leistungen freuen und bereits die Gedanken in Richtung der neuen Saison lenken. Heinz Kelzenberg: „Die gezeigten Leistungen von Toby Penty und Fabian Roth machen Grund zur Hoffnung, zumal uns auch Richard Domke hoffentlich gesünder denn je zuvor zur Verfügung stehen wird.“

Das Abschneiden seines TVR in der abgelaufenen Saison bewertet Kelzenberg differenziert: „Natürlich ist der achte Platz eher bescheiden, doch in der Summe der gewonnen Spiele in dieser Saison liegen wir deutlich vor Trittau und hauchdünn vor Düren, wären demnach also sogar Sechster in der Tabelle. Aus diesem Blickwinkel lesen sich 47:61 Spiele gar nicht so schlecht.“

In der Tat wurden sechs Begegnungen mit nicht komplettem Kader mit 2:4 verloren, drei weitere Male kam man arg dezimiert sogar mit 1:5 unter die Räder. Kelzenberg: „In Bestbesetzung wären dort drei bis vier Punkte drin gewesen und schon wären wir Sechster oder sogar Fünfter statt Achter. Aber das wollen wir nächstes Jahr schaffen.“

Mindestens genauso großes Pech ereilte während der gesamten Saison den Gegner aus Bischmisheim, der fast die gesamte Saison ohne Olga Konon spielen musste und deshalb das erste Mal seit zehn Jahren mit nur einem Punkt Rückstand die Play-offs verpasste.

Mit dem Blick in die neue Spielzeit scheint es ein realistisches Ziel für den TV Refrath zu sein, sich unmittelbar hinter den „Großen Vier“ (Beuel, Mülheim, Lüdinghausen, Bischmisheim) zu positionieren und diese Teams hier und da ein bisschen zu „ärgern“. Wieder Kelzenberg: „Bereits vor einem Jahr haben wir nur gegen Mülheim zu Hause verloren.  Das war unsere beste Saison bisher. Wenn wir daran anknüpfen, haben wir angesichts unseres sehr jungen Teams eine gute Perspektive für die nächste Spielzeit. Ich freuen mich schon jetzt auf die kommende Saison.“

  

TVR gewinnt „ohne Drei“ mit 5:1 in Dortelweil

Denis Nyenhuis und Carla Nelte. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(06.04.2014) „Uns bleibt in dieser Saison aber auch nichts erspart!“. Das war die Reaktion von Refraths Teammanager Danny Schwarz nach der Absage seines Top-Spielers Max Schwenger für die Pflichtaufgabe am 17. Bundesligaspieltag bei Fun-Ball Dortelweil, dem punktlosen Tabellenletzten.

Schwenger bekam wegen Achillessehnenschmerzen eine Zwangspause verordnet, so dass Ersatz gesucht werden musste. Da Raphael Beck wegen eines Bundeswehrlehrgangs verhindert war, musste Fabian Roth für Schwenger im Doppel und Denis Nyenhuis zusätzlich im Mixed ran. Beide machten ihre Sache hervorragend, gewannen das Doppel mit 24:22 im dritten Satz gegen Holzer/Lang und brachten damit nach dem Zweisatzerfolg von Nelte/Tabeling bei den Damen ihr Team mit 2:0 in Führung. Überraschend war anschließend der glatte Zweisatzsieg der Niederländerin Iris Tabeling in ihrem letzten Spiel für den TV Refrath gegen die deutsche Nationalspielerin Anika Dörr.

Dass sich Toby Penty gegen Kai Schäfer mehr als schwer tat, lag in erster Linie an Schäfers vorzüglicher Leistung, die aus seiner Sicht zu einem 17:21, 21:19, 22:20 genügte. Die beiden folgenden Partien gingen recht schnell: Fabian Roth gewann glatt gegen den bundesligaerfahrenen Sebastian Schöttler (21:8, 21:15) und das Mixed mit Denis Nyenhuis und Carla Nelte harmonierte ebenfalls wie in alten Tagen und holte mit 21:13 und 21:18 den fünften Punkt für Refrath.

Heinz Kelzenberg, der nicht mit nach Hessen fahren konnte, freute sich anschließend schnell auf das bereits am Dienstag in Refrath stattfindende letzte Spiel der Saison: „Wir möchten endlich wieder gegen eins der Top-Teams punkten und werden Bischmisheim das Leben schwer machen.“

Mit dieser rein sportlich gemeinten Kampfansage möchte der TVR-Chef eine Saison hinter sich bringen, die mehr Schatten als Licht aufzuweisen hatte: „Auch wenn es tabellentechnisch um nichts mehr geht, möchten wir uns bestmöglich verkaufen und nichts abschenken. Das wäre unsportlich.“ Bischmisheim liegt einen Zähler hinter dem dritten Tabellenplatz und muss unbedingt am Dienstag (19 Uhr Halle Steinbreche) gewinnen. Für den TV Refrath bleibt der achte Platz in der Tabelle. Nach siebten Plätzen in den Vorjahren und einem mit dem fünften Rang hoch gesteckten Saisonziel kann man mit diesem Endergebnis nicht zufrieden sein.

  

Bundesligafinale um die Ehre

Carla Nelte (l.) und Chloe Magee. Foto: TV Refrath.

Von Heinz Kelzenberg

 

(31.03.2014) Auch wenn sportlich gesehen keine großen Veränderungen für den TV Refrath mehr zu erwarten sind, es gemeinhin also „um nichts mehr geht“, möchte sich das Bundesligateam des TV Refrath noch mit zwei guten Vorstellungen aus der nicht ganz so glücklich verlaufenden fünften Erstligasaison verabschieden.

Mit einem Zähler und mehreren Spielen Vorsprung auf den zweiten Abstiegsplatz rangiert man vor PTSV Rosenheim auf Platz acht der Tabelle. Ursprünglich hatte der TVR den fünften Platz anvisiert, der sich jedoch im Laufe der Saison vor allem aus verletzungstechnischen Gründen als unrealistisch herausgestellt hatte. Ebenfalls unrealistisch ist in dieser Saison, dass der Tabellenneunte der Bundesliga absteigen wird, da aus der 1. Liga Nord kein Team den Anlauf in die Eliteklasse nehmen möchte.

Dass es letztlich vermutlich für Refrath noch nicht einmal zu Platz sieben (wie in den Vorjahren) reichen wird, liegt vor allem an den jüngsten Personalentscheidungen von TVR-Boss Heinz Kelzenberg, der jedoch dadurch die Zweitligameisterschaft des TV Refrath sicher stellte, einen der größten Erfolge der Vereinsgeschichte.

Nun aber soll es in den letzten Begegnungen gegen Fun-Ball Dortelweil (Sonntag, 14 Uhr in Bad Vilbel) und einen der Meisterschaftsfavoriten, den 1. BC Bischmisheim (Dienstag, 8.4. um 19 Uhr in Refrath, Halle Steinbreche), noch einmal „richtig krachen“, so Kelzenberg: „Unser Ziel sind drei Punkte. Vielleicht holen wir dann den TSV Trittau noch ein.“

Nicht ganz auf den kompletten Kader kann der TVR in beiden Spielen zugreifen. Richard Domke fällt weit über das Saisonende hinaus aus und verfolgt das Ziel, zum Saisonstart am 14. September wieder bei vollen Kräften zu sein. Ebenfalls am Sonntag verhindert sein wird Chloe Magee, die zeitgleich hofft, bei den Finnish Open im Finale zu stehen.

Extra eingeflogen wird jedoch Toby Penty, der wie Fabian Roth im Herreneinzel spielen wird. Im Doppel vertraut man auf Nyenhuis/Schwenger und auch Carla Nelte wird dabei sein. An ihrer Seite wird Iris Tabeling ihr letztes Spiel für den TV Refrath bestreiten. Sie wird auch das Dameneinzel spielen, in dem sie schon gegen den 1. BC Düren zu gefallen wusste. Mit dieser Aufstellung ist man in Refrath guter Dinge, einen Auswärtssieg in Hessen einzufahren.

Zwei Tage später kommt dann zum Saisonfinale am Dienstagabend der 1. BC Bischmisheim nach Refrath. Das mit deutschen Nationalspielern gespickte Team aus Saarbrücken spielt noch um eine gute Ausgangsposition für die Play-offs. Pünktlich zum Spiel wird auch Chloe Magee in Refrath eintreffen, denn gerade im Damenbereich macht sich der TV Refrath Hoffnungen auf Siege. Interessant wird auch die Wiederholung des Viertelfinalspiels der Deutschen Meisterschaften in Bielefeld zwischen Lukas Schmidt und Fabian Roth, welches knapp an den späteren Deutschen Meister ging.

Eine Revanche für Saarbrückens Nummer eins, Dieter Domke, wird es jedoch nicht geben. Kai Waldenberger, der ihn in Bielefeld sensationell besiegen konnte, wird nicht zum 1. Team gehören. Heinz Kelzenberg schmunzelnd: „Vielleicht gelingt Toby Penty eine Überraschung. Er ist sehr motiviert und möchte ja noch ein paar Pluspunkte im Hinblick auf die neue Saison sammeln.“

  

Bittere Niederlagen für den TV Refrath

Fabian Roth gewann seine Einzel. Foto: TV Refrath.

Von Heinz Kelzenberg

 

(24.03.2014) Mindestens ein Punkt war im Vorfeld das Ziel gewesen und ein Tag nach den beiden enttäuschenden Niederlagen in Berlin und gegen Düren ist man sich im Refrather Lager sicher: In Bestbesetzung wären sogar zwei Punkte möglich gewesen. Die Niederlage in Berlin wäre mit Chloe Magee vermeidbar gewesen und beim 2:4 gegen Düren war einmal mehr das Glück nicht auf Refrather Seite.

Nach der Meniskusoperation von Richard Domke und dessen Ausfall bis zum Saisonende war eigentlich der Gipfel des Refrather Personalpechs in dieser Saison bereits im Vorfeld der Partie bei EBT Berlin erreicht worden. Doch am Abend vor dem Samstagsspiel kam die nächste Hiobsbotschaft: Um 21:30 Uhr meldete sich die Irin Chloe Magee bei Refraths Chef Heinz Kelzenberg telefonisch für das gesamte Wochenende ab, weil sie nicht – wie ihr versprochen – rechtzeitig ihren Pass von der russischen Botschaft in Dublin zurück erhalten hatte. Da Magee ein Visum für die EM im russischen Kazan beantragt hatte, war dieser vorübergehend einbehalten worden. Magee: „Man hatte mir zugesagt, dass ich ihn Freitag abholen kann, leider vergebens. Schließlich bin ich noch am Abend zum Flughafen gefahren, um mit meiner Fluggesellschaft zu klären, ob ich mit meinem Führerschein als Dokument ausreisen kann, doch dies haben sie abgelehnt. Ich bin sehr traurig, dass ich so meine Mannschaft im Stich lassen muss.“

Elf Stunden vor der Abfahrt seines Teams mit dem ICE nach Berlin standen Heinz Kelzenberg nun wahrlich nicht mehr alle Optionen offen und somit fiel die Wahl auf die 18-jährige Janice Kaulitzky aus dem 3. Team, die den Weg in die Bundeshauptstadt aufnahm. Kelzenberg: „Iris Tabeling kam so kurzfristig nicht in Frage, Hanna Kölling war drei Wochen krank und Mette Stahlberg bat darum, diesmal bei ihrem 2. Team bleiben zu dürfen. So fuhr der TVR, wie leider in den letzten Jahren schon zweimal, mit einem Rumpfteam nach Berlin. Heinz Kelzenberg: „Es besteht ja durchaus Gefahr, noch auf einen Abstiegsplatz zu rutschen. Also entschied ich mich dazu, auf die Meisterschaft der 2. Mannschaft zu setzen, die uns automatisch einen Platz in der 1. Liga sichert.“ Leider ging dieser Plan erneut auf Kosten der Stammspieler der 1. Mannschaft, die ohne echte Punktechance den Weg nach Berlin antreten mussten. Kelzenberg: „Natürlich stehe ich in der Kritik, aber ich bin am Ende derjenige, der die Verantwortung dafür trägt, dass wir erstklassig bleiben.“

Wie im Hinspiel zündeten auch diesmal Denis Nyenhuis und Max Schwenger ein Feuerwerk im Herrendoppel und gewannen gegen Blair/Arends. Janice Kaulitzky machte ihre Sache an der Seite von Carla Nelte sehr gut, eine Siegchance bestand jedoch nicht, genau so wenig wie in ihrem Dameneinzel gegen die Bulgarin Zetchiri. Auch die Herreneinzel von Toby Penty und Denis Nyenhuis verliefen einseitig, so dass die Zuschauer glücklich waren, mit dem Mixed noch ein spannendes Spiel sehen zu können. Dieses ging in drei Durchgängen an Berlin, obwohl Schwenger/Nelte zu überzeugen wussten. Enttäuscht trat das Refrather Quintett am Abend den Heimweg nach NRW an, wohl wissend, dass mit Chloe Magee beim amtierenden Deutschen Meister mindestens ein Unentschieden drin gewesen wäre.

Parallel ging jedoch wenigstens der Gesamtplan auf und die 2. Refrather Mannschaft sicherte durch einen 5:3-Erfolg über Langenfeld die Zugehörigkeit des Clubs zur 1. Bundesliga. Man konnte demnach einen Tag nach dem Berlin-Spiel bei der zweiten Begegnung des Wochenendes zu Hause gegen den 1. BC Düren befreit aufspielen.

Verstärkt durch Iris Tabeling und Fabian Roth spielte der TVR bis auf Chloe Magee mit dem stärkstmöglichen Team. Heinz Kelzenberg: „Da Düren mit der Weltklassespielerin Beiwen Zhang angetreten ist, fiel dies überhaupt nicht ins Gewicht.“ Vor guter, stimmungsvoller Kulisse – der Gast aus Düren hatte lautstarke Fans mitgebracht – war jedoch nach einer knappen Stunde und zwei langen Dreisatzspielen klar, dass auch dieser Spieltag nicht im Zeichen des TVR stehen würde. Schwenger/Nyenhuis unterlagen 19:21 gegen die an diesem Tag sehr gut aufgelegten Gegner Koch/Ridder und auch das Damendoppel mit Tabeling/Nelte konnte den dritten Durchgang nicht gewinnen. Heinz Kelzenberg: „Uns war klar, dass wir ein Doppel gewinnen müssen, um hier zu punkten.“

Anschließend mühte sich Toby Penty gegen seinen Landsmann Ouseph redlich, spielte einen sehr guten Satz, hatte jedoch letztlich niemals eine Siegchance auf dem Schläger. Anders Fabian Roth: Der 18-jährige zeigte dem routinierten Engländer Carl Baxter das eine oder andere Mal, wie groß das Feld sein kann und unterstrich deutlich seine Perspektive, im kommenden Jahr fest im 2. Einzel der Bundesliga seinen Mann stehen zu können. Beeindruckend war schließlich auch die Leistung von Iris Tabeling im Einzel, die rackerte und keinen Ball gegen Beiwen Zhang verloren gab. Ein begeisterter Heinz Kelzenberg: „Ich habe ganz selten gesehen, dass ein Spieler in einer völlig fremden Disziplin so aufgetreten ist. Das war toll und beeindruckend. Schade, dass sich unsere Wege trennen müssen, aber ich kann Iris Tabeling jedem Verein nur empfehlen.“

Unbeeindruckt vom 1:4-Zwischenstand zeigte sich abschließend das Mixed mit Max Schwenger und Carla Nelte, die ihre Dürener Gegner mit 21:12, 21:6 förmlich zerlegten. Auch hier zeigte sich Kelzenberg sehr zufrieden: „Kompliment an unser Mixed, das in dieser Saison sehr oft aufs Feld musste, wenn unsere Niederlage schon besiegelt war. Schön, dass Carla und Max sich heute so präsentiert haben.“

Da parallel Tabellenkonkurrent TSV Trittau dreifach punkten konnte und mit dem TVR die Plätze getauscht hat, steht Refrath jetzt mit nur neun Zählern lediglich einen Punkt vor dem Abstiegsplatz, den momentan Rosenheim innehat. Mit dem Blick auf ein vergleichbares Restprogramm der beiden Clubs ist der TVR jedoch mit einem Zähler und mehreren gewonnenen Spielen Vorsprung deutlich im Vorteil, wird jedoch die beiden verbleibenden Begegnungen in bestmöglicher Besetzung spielen. Heinz Kelzenberg: „Wir haben in der Vergangenheit einiges unnötig abgeschenkt und möchten daher die Saison mindestens auf Platz acht beenden. Außerdem wäre es Wettbewerbsverzerrung, wenn wir nicht komplett in Dortelweil und gegen Bischmisheim antreten. Wir wollen unbedingt noch drei Punkte holen, vielleicht holen wir Trittau ja noch ein.“

  

Doch noch „Spannung pur“ beim TV Refrath

Fabian Roth. Fotos: TVR.
Toby Penty.

Von Heinz Kelzenberg

 

(17.03.2014) Wenn am kommenden Wochenende zum Frühlingsanfang vier Bundesligaspiele mit Refrather Beteiligung stattfinden, geht man auf Seiten der Bergisch Gladbacher noch einmal mit voller Konzentration in diese Endphase der Saison. Heinz Kelzenberg, Chef des Bundesligisten: „Die Saison verlief bisher eher ohne große Schwankungen, die 1. Mannschaft ist lange im unteren Mittelfeld hängen geblieben, wohingegen sich unsere Zweite konstant auf Meisterkurs befand.“ Dass es gerade jetzt, vier Spieltage vor Schluss, beim Blick auf die Tabelle „eng“ aussieht, stört den Refrather Boss jedoch nicht besonders: „Wozu betreiben wir das Ganze – irgendwie doch auch, um solch spannende Situationen zu erleben, oder?“

Dabei spielt Kelzenberg auf die Situation im sogenannten „Badminton-Oberhaus“ an: „Wenn es ganz blöd läuft, dann ziehen Trittau und Rosenheim noch am Ende an uns vorbei.“ Aber vier Spieltage vor Ende hat der TVR (Tabellenplatz 7) noch alle Möglichkeiten, selbst Punkte zu sammeln, denn es geht am kommenden Wochenende erst einmal gegen die „Tabellennachbarn“ aus Berlin (Fünfter) und Düren (Sechster). Während man samstags in die Bundeshauptstadt reist, kommt der 1. BC Düren am Sonntag um 14 Uhr in die Halle Steinbreche. Parallel bringt am selben Tag das Duell Trittau gegen Rosenheim Aufschluss über die Situation vor den beiden letzten Partien, Anfang April gegen Dortelweil und Bischmisheim. Kelzenberg sachlich: „Trittau, Rosenheim oder wir – einer steigt noch ab, so einfach ist das.“

Dass Refrath nach und nach in diesen Kreis „aufgenommen“ wurde, damit konnte bis vor kurzem niemand rechnen. Immerhin konnte der TVR in den direkten Vergleichen 6:2 Punkte verbuchen, musste jedoch tatenlos zusehen, wie Personalprobleme der Top-Teams eindeutig häufiger den Refrather Konkurrenten nützten als den Bergischen. Kelzenberg: „Ich will ja nicht jammern, aber Rosenheim hat drei seiner acht Punkte gegen Beuel geholt, die gegen uns zweimal volles Brett gespielt haben.“ Dabei macht Kelzenberg dem Rivalen aus Bonn überhaupt keinen Vorwurf, sondern stellt lediglich fest, dass die Saison bisher alles andere als glücklich verlaufen ist. Und auch am kommenden Wochenende ist zu erwarten, dass das sogenannte „Wundertüten-Team“ aus Düren gegen den TV Refrath alles aufbieten wird, während man in der Hinrunde gegen Trittau und Rosenheim jeweils nur unentschieden spielte. Zuletzt trat Refraths nächster Heimspielgegner (Sonntag, 23.3. um 14 Uhr Halle Steinbreche) sogar mit einem 57 Jahre alten Kreisligaspieler an.

Der TVR jedenfalls kann die beiden Begegnungen zum Frühlingsanfang definitiv nicht in Bestbesetzung bestreiten und muss daher am kommenden Wochenende eher kleinere Brötchen backen. Heinz Kelzenberg wäre mit einem Pünktchen schon zufrieden – egal, ob am Samstag in Berlin oder am Sonntag eben gegen den 1. BC Düren.

Richard Domke zog sich unlängst einen Meniskusriss zu, wurde in dieser Woche operiert und fällt über das Saisonende hinaus verletzungsbedingt aus. Ansonsten ist das Refrather Erstligateam am Wochenende komplett, wobei Domkes Ausfall wenigstens am Sonntag einigermaßen kompensiert werden kann. Je nach Tabellensituation in beiden Ligen wird am Samstagabend entschieden, ob Fabian Roth oder Kai Waldenberger am Sonntag gegen Düren antreten wird.

Aber vor allem aus einem anderen Grund macht man sich auf Seite des TV Refrath dann doch keine übermäßigen Sorgen: „Max Schwenger und Carla Nelte haben in den letzten Wochen überragend gespielt, Chloe Magee und Denis Nyenhuis sind in super Form und auch Toby Pentys Leistungskurve zeigt nach oben. Man muss uns in dieser Form erst mal schlagen“, zeigt sich Kelzenberg selbstbewusst und kämpferisch, denn die Zeiten, in denen „sein“ TV Refrath als Abstiegskandidat gehandelt wurde, sind eigentlich vorbei.

 

TV Refrath unterliegt dem Spitzenreiter aus Mülheim

Das überragende Refrather Doppel Nyenhuis/Schwenger. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(23.02.2014) Vielleicht waren hier und da die Ambitionen des Tabellensiebten TV Refrath vor dem Spiel beim ungeschlagenen Tabellenführer 1. BV Mülheim belächelt worden, hatte man sich doch Chancen auf einen Punktgewinn im Ruhrgebiet ausgerechnet. Am Samstagabend gegen 20 Uhr dann las sich das unglückliche 1:5 deutlicher, als es die spannende Begegnung tatsächlich war und Mülheim war mit einem „blauen Auge“ davon gekommen.

Schon in den beiden Doppeln (Nyenhuis/Schwenger und Nelte/Tabeling) war es  laut Teammanager Danny Schwarz „richtig eng“, denn die Refrather Paarungen konnten nach dem 1:1-Satzausgleich lange im dritten Durchgang das Spielgeschehen ausgeglichen gestalten. „Doch leider fehlte am Ende wie so oft in dieser Saison das nötige Quäntchen Glück“, so TVR-Chef Heinz Kelzenberg, der es auf den Punkt brachte: „Wir haben gezeigt, dass wir nicht so weit von Mülheim entfernt sind, dennoch haben sie 26:2 Punkte und wir 9:19. Wir sind aber auf einem guten Weg.“

Doch trotz der Niederlage hebt er insbesondere die Leistung von Denis Nyenhuis und Max Schwenger gegen das zweitstärkste Doppel der Liga, Marcus Ellis/Jorrit de Ruiter, hervor, die bis zum Spielende mit den beiden internationalen Stars auf Augenhöhe spielten.

Vor allem wegen der gezeigten Leistungen ist auch nach wie vor das Wort „Abstieg“ gar kein Thema beim TVR, und das nicht nur, weil im Falle eines Abrutschens auf den neunten Tabellenplatz die 2. Mannschaft als wahrscheinlicher Zweitligameister aufsteigen würde. Danny Schwarz: „Wir werden noch Punkte holen und als Tabellensiebter oder sogar -sechster die Saison beenden“.

Im Anschluss an die beiden verlorenen Doppel konnte Refraths Nummer eins, Toby Penty, gegen den starken Ukrainer Zavadsky nicht viel ausrichten. Für den Mitte der Woche ausgefallenen Richard Domke konnte glücklicherweise der Malaysier Chiang einspringen, der privat für zwei Turniere in Österreich und Mülheim nach Deutschland gekommen war. Heinz Kelzenberg: „So konnten wir die 2. Mannschaft in Bestbesetzung lassen.“

Dass sich Chiang gegen den mutig aufspielenden Alexander Roovers mehr als schwer tat, überraschte sicherlich den einen oder anderen. Parallel boten Chloe Magee und die Niederländerin Meulendijks ein tolles Dameneinzel – leider ebenfalls mit einem aus Refrather Sicht enttäuschenden Ergebnis (19:21 im dritten Satz). Das abschließende, für das Endergebnis unbedeutende Mixed ging schließlich in zwei Durchgängen an die Mülheimer, die sichtlich erleichtert nach der Begegnung waren, in heimischer Halle dieses Spiel gewonnen zu haben.

In genau vier Wochen kommt es am letzten Doppelspieltag der 1. Bundesliga zu den beiden für den Saisonausgang vorentscheidenden Begegnungen des TV Refrath bei EBT Berlin und sonntags zu Hause gegen den 1. BC Düren.

  

TV Refrath beim Bundesliga-Tabellenführer

Wieder dabei – Chloe Magee. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(17.02.2014) Kaum sind die Refrather Bundesligaakteure frisch aus Basel zurückgekehrt, heißt es schon wieder „Tasche packen für die Bundesliga“. Am Samstag geht es um 17 Uhr in der 1. Bundesliga für den TV Refrath gegen den ungeschlagenen Tabellenführer 1. BV Mülheim (RWE-Sporthalle Mülheim).

Auch wenn zwischen dem Tabellenersten von der Ruhr und dem -siebten aus dem Bergischen Land sage und schreibe 15 Punkte Differenz liegen, reist der TVR keineswegs als „Kanonenfutter“ an die Austragungsstätte der German Open in Mülheim. Vielmehr möchte Refrath sein Punktekonto auch in Begegnungen gegen Top-Teams weiter verbessern.

Heinz Kelzenberg stellt fest: „Natürlich sind wir Außenseiter, aber warum sollten wir nicht mal einen Überraschungspunkt holen?“ Dabei fallen ihm gleich mehrere der sechs Begegnungen ein, in denen der TVR keinesfalls chancenlos ist. „Selbstverständlich geht bei den Damen was und auch im Herreneinzel werden wir gute Chancen haben.“ Richard Domke sieht er dabei gegen Alexander Roovers sogar als Favoriten an. Und auch Chloe Magee und Carla Nelte sind wieder nah an ihrer Bestform. Lediglich die beiden Spiele des Engländers Marcus Ellis (Doppel und Mixed) sieht der TVR-Boss eher beim Gastgeber, denn dieser hat bis dato eine 22:2-Traumbilanz in dieser Saison erspielt. Und auch den Ukrainer Zavadsky schätzt er gegen Toby Penty als sehr stark ein.

Bei einer Niederlage und einem gleichzeitig zu erwartenden Sieg von Trittau in Dortelweil würde der Abstand für den TV Refrath auf einen Abstiegsplatz nur noch einen Zähler betragen. Kelzenberg drückt die Situation in Zahlen aus: „Sollten wir in Mülheim verlieren, benötigen wir aus den letzten vier Spielen noch vier Punkte.“ Die Gegner heißen dann Düren, Berlin, Dortelweil und Bischmisheim.

  

Mannschaftseuropameisterschaft in Basel mit TVR-Trio

Von Heinz Kelzenberg

 

(08.02.2014) Bereits am Dienstag dieser Woche beginnt in Basel die Mannschaftseuropameisterschaft für Damen- und Herrenmannschaften. In den deutschen Aufgeboten steht mit Carla Nelte eine Refrather Dame und stehen mit Richard Domke und Max Schwenger erstmals auch zwei Refrather Herren. Gespielt werden pro Begegnung je zwei Doppel und drei Einzel, so dass damit zu rechnen sein wird, dass die Refrather Akteure einige Einsätze bekommen werden.

 

Kein guter Tag für Refrather Bundesligateam

Richard Domke. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(08.02.2014) Das Spiel am vergangenen Samstag gegen Union Lüdinghausen stand schon unter keinen guten Vorzeichen für den Gastgeber TV Refrath, denn kurzfristig hatte mit Chloe Magee Refraths stärkste Einzeldame abgesagt.

Hinzu kam das Fehlen von Toby Penty (englische Meisterschaften), der weder von Fabian Roth und Lars Schänzler (Deutsche Jugendmeisterschaften) noch von Kai Waldenberger ersetzt werden konnte. Heinz Kelzenberg: „Viele hatten mit Waldenberger im 2. Einzel gerechnet, doch wir haben gemeinsam entschieden, dass er nicht spielt, weil dies dann sein letztes Saisonspiel gewesen wäre.“ Mit einem vierten Einsatz in Team 1 hätte sich der 30-Jährige festgespielt und wäre nicht mehr für seine 2. Mannschaft spielberechtigt gewesen. „Und in der 1. Mannschaft brauchen wir ihn nicht mehr, weil wir in den restlichen Spielen komplett sind“, so Heinz Kelzenberg.

Das wird auch bitter nötig sein, denn nach der 1:5-Heimniederlage gegen den Tabellendritten läuten langsam, aber noch leise die Alarmglocken in Refrath. „Wir müssen einfach bald wieder punkten“, so Teammanager Danny Schwarz, der jedoch bei den nächsten Spieltagen gegen Mülheim, Berlin und Düren wieder auf seine stärkste Besetzung zurückgreifen kann. Dies war am Samstag wahrlich nicht so. Nach einem ordentlichen Start, bei dem jedoch beide Doppel (Nyenhuis/Schwenger und Tabeling/Nelte) an die Gäste gingen, war schon klar, dass der Zwischenstand von 0:2 wenig Hoffnung auf etwas Zählbares geben würde. Zudem hatte sich Carla Nelte zum Ende des ersten Satzes im Doppel am Fuß verletzt und musste nach dem Match lange behandelt werden.

Für ein zwischenzeitliches „Feuerwerk“ sorgte Richard Domke, der nach seiner Krankheitspause den frisch gebackenen Belgischen Meister Yuhan Tan in zwei Sätzen besiegen konnte. Anschließend waren die beiden als Ersatz aufgebotenen Einzelspieler Denis Nyenhuis und Mette Stahlberg ohne Chance und es stand schnell 1:4. Zum Leidwesen der Refrather Zuschauer musste das finale Mixed schließlich von Carla Nelte abgesagt werden, da sie das Risiko einer schlimmeren Verletzung nicht eingehen wollte. Heinz Kelzenberg: „Es ist ihr sehr, sehr schwer gefallen, aber wir haben ihr geraten, nichts zu riskieren. Sie spielt nächste Woche bei der EM und wir benötigen sie in der Endphase der Saison.“

Durch den gleichzeitigen Sieg des PTSV Rosenheim bei den ebenfalls ersatzgeschwächten Beuelern spiegelt die Tabelle einen Dreikampf um den zweiten Abstiegsplatz zwischen Rosenheim, Trittau und dem TV Refrath wider, wobei Letzterer noch einen Vorsprung auf Trittau von drei Punkten bei wesentlich besserem Spielverhältnis hat. Heinz Kelzenberg ist sich sicher, dass sein Team hier und da noch Punkte einfahren wird, befürchtet aber auch, dass Trittau und Rosenheim noch Punkte geschenkt bekommen könnten: „Die Lage ist durchaus ernst, wir müssen aus den nächsten drei Spielen mindestens zwei, besser drei Punkte holen.“ Am 22. Februar spielt man um 17 Uhr beim ungeschlagenen Tabellenführer 1. BV Mülheim. Der TVR-Chef: „Und selbst da ist was drin.“

  

Refrath ohne Penty, aber mit Rückenwind

Denis Nyenhuis. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(03.02.2014) Unmittelbar nach den Deutschen Meisterschaften geht es für die Bundesligaspieler am Samstag direkt weiter mit einem Einzelspieltag. Dabei trifft der TV Refrath auf den Tabellenvierten SC Union Lüdinghausen (14 Uhr, Halle Steinbreche).

Dass der TVR in dieser Begegnung nur eine Außenseiterchance besitzt, liegt nicht nur am aktuellen Tabellenstand, sondern vielmehr an der Tatsache, dass der Gastgeber ohne seine Nummer eins, Toby Penty, antreten muss. Heinz Kelzenberg: „Das ist sehr ärgerlich, aber die englischen Meisterschaften wurden wegen interner Probleme um eine Woche verschoben.“

Da Lüdinghausen mit Spielern aus den Niederlanden, Belgien und Indonesien – anders, als übrigens auch andere Bundesligisten neben den Refrathern – nicht davon betroffen ist, ist die Ausgangsposition aus Sicht der Heimmannschaft noch ungünstiger, als sie es in Bestbesetzung gewesen wäre.

So sind es einzelne Begegnungen, sogenannte Schlüsselspiele, die dem TVR dennoch ein wenig Hoffnung machen. Kelzenberg: „Im Grunde sind wir in allen sechs Spielen Außenseiter, doch im Damenbereich ist es lange nicht so krass.“ So konnten zum Beispiel Nelte/Tabeling das Hinspiel gegen Piek/Schnaase knapp in zwei Sätzen gewinnen und das Dameneinzel und das Mixed wurden nur in drei Sätzen verloren. Diesmal hofft das Refrather Team auf seinen Heimvorteil und die Unterstützung zahlreicher Zuschauer.

Außerdem haben vor allem die drei Damen am vergangenen Wochenende bei den nationalen Meisterschaften in Irland, in den Niederlanden und in Deutschland ihre sehr gute Form unter Beweis gestellt.

Hinzu kommt für die meisten Refrather Bundesligastars die Nominierung für die Mannschafts-Europameisterschaften. Lediglich Denis Nyenhuis ist nicht dabei, doch vor allem die erstmaligen Berufungen von Richard Domke und Max Schwenger sollten den Spielern kurz vor ihrer Abreise nach Basel noch einmal ordentlich Rückenwind geben.

Im Herrendoppel kommen wieder Max Schwenger und Denis Nyenhuis zum Einsatz, die letztmalig im Dezember in Beuel einen hervorragenden Eindruck hinterließen. Wer hinter Richard Domke das 2. Herreneinzel spielen wird, ist noch ungewiss, denn Lars Schänzler und Fabian Roth sind parallel bei den Deutschen Jugendmeisterschaften im Einsatz und der zuletzt bei den Deutschen Meisterschaften überragende Kai Waldenberger würde sich mit diesem Einsatz fest spielen. Heinz Kelzenberg: „Wir werden wohl auf Denis Nyenhuis zurückgreifen, der zwar kein Einzel trainiert, aber im besten Fitnesszustand ist.“

Die Tabellensituation des TVR rät zur Vorsicht im Hinblick auf die restlichen Saisonspiele. Zwar ist man sich sicher, noch einige Punkte holen zu können, doch man befürchtet auch, dass die beiden Abstiegskandidaten Trittau und Rosenheim ebenfalls noch punkten werden. Daher wird man bis zum Schluss zweigleisig fahren und alle Begegnungen in der 2. Bundesliga mit dem bestmöglichen Team spielen. Daniel Winkelmann, Teammanager der 2. Mannschaft: „Es bleibt unser Ziel, kein Spiel zu verlieren und am Ende Meister zu werden.“

  

Ein Punkt weniger als erhofft

Toby Penty mit Coach Danny Schwarz

Von Heinz Kelzenberg

 

(27.01.2014) „Wir wollten drei von vier Punkten holen, leider ist es einer weniger geworden. Obwohl Trittau verdient gewonnen hat, sind wir alles andere als zufrieden“, so TVR-Chef Heinz Kelzenberg, der sein Team zu den beiden wichtigen Spielen begleitete. Ungewollt hat der TV Refrath nach dem 6:0 gegen Rosenheim und dem sonntäglichen 2:4 in Schleswig-Holstein beim TSV Trittau möglicherweise für eine Vorentscheidung im Abstiegskampf gesorgt. Kelzenberg: „Das haben wir uns anders vorgestellt“.

Die erste Begegnung am Samstag gegen Rosenheim war eine klare Sache, in der lediglich Neuzugang Toby Penty – in seinem ersten Match für den TVR und nach einer viermonatigen Verletzungspause – einen Satz abgeben musste. Ohne den besten Doppel- und Mixedspieler, Peter Käsbauer, fehlte den Bayern jegliche Durchschlagskraft und Chance auf einen Achtungserfolg. Gute Leistungen im Herrendoppel (Beck/Schwenger), Mixed (Schwenger/Nelte) und in den beiden Herreneinzeln führten nach Pflichtsiegen im Damendoppel und Dameneinzel zu einem 6:0-Erfolg für den TV Refrath.

 

Bereits unmittelbar nach dem Spiel setzte sich das TVR-Team in Bewegung Richtung Norden, um tags darauf in Trittau die zweite Aufgabe gegen den Tabellenneunten in Angriff zu nehmen. Das Match begann sehr vielversprechend in der gut gefüllten Sporthalle, denn das Damendoppel (diesmal Nelte/Tabeling) siegte souverän und auch das Herrendoppel mit Beck/Schwenger war über 30 Minuten auf der Siegerstraße. Doch dann drehten die Gastgeber genau dieses Spiel, wenn auch letztlich glücklich, zum 1:1-Ausgleich.

Es folgten mit Toby Pentys und Chloe Magees Einzeln zwei Begegnungen ohne Favoritenstellung für einen der Akteure. Leider fand Magee gegen die englische Nummer Eins, Sarah Walker, in keiner Phase zu ihrem Spiel und Penty unterlag dem indonesischen Publikumsliebling Trisnanto mit 19:21 im dritten Durchgang. Dabei gab es jedoch erneut überwiegend Lob für den 21-jährigen Engländer. Heinz Kelzenberg: „Er hat sich nicht nur menschlich hervorragend präsentiert, sondern auch sein riesengroßes Talent gezeigt. Leider fehlt ihm verständlicherweise noch einiges an Wettkampfhärte.“

Beim Stand von 1:3 sah sich der TVR im abschließenden Mixed und im 2. Herreneinzel durchaus in der Favoritenstellung. Doch Max Schwenger und Carla Nelte erwischten einen rabenschwarzen Tag und unterlagen der niederländisch-englischen Kombination Tabeling/Lim glatt in zwei Durchgängen.

Parallel mühte sich Richard Domke in drei Sätzen durch sein Einzel und gewann schließlich knapper als erwartet zum Endstand von 2:4 aus Refrather Sicht.

Heinz Kelzenberg: „Obwohl wir die Spielerinnen und Spieler aus Rosenheim sehr schätzen, hat sich Trittau in wesentlich besserer Verfassung und mit mehr Möglichkeiten präsentiert.  Schwer vorstellbar, dass diese Mannschaft absteigt. Aber auch wir müssen jetzt konzentriert unser Restprogramm angehen, damit nichts anbrennt.“ Drei Punkte Vorsprung plus das wesentlich bessere Spielverhältnis klingen zwar aus Refrather Sicht komfortabel, aber der sicherste Weg zum Klassenerhalt führt über eigene Punktgewinne. Die nächste Gelegenheit dazu besteht bereits am 8. Februar (14 Uhr) in heimischer Halle gegen den Tabellenvierten Union Lüdinghausen.

   

Mit Penty selbstbewusst gegen die Abstiegskandidaten

Richard Domke wird im 2. Herreneinzel spielen. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(20.01.2014) „Wir möchten am Wochenende wieder den Anschluss ans Mittelfeld der Tabelle herstellen“, so lautet die Zielsetzung von Heinz Kelzenberg, Chef des TV Refrath, dessen 1. Team am Samstag und Sonntag auf zwei Gegner trifft, die unmittelbar hinter dem TVR liegen.

Am Samstag geht es im ersten Heimspiel des Jahres (14 Uhr Halle Steinbreche) gegen den PTSV Rosenheim. Das Hinspiel in Bayern entschied Refrath mit 5:1 für sich, jedoch endeten dabei zwei gewonnene Spiele knapp im dritten Satz. Diesmal ist zum ersten Mal in dieser Saison Toby Penty mit dabei und man ist vor allem auf die Wettkampfform des 21-jährigen Engländers gespannt, der in der Heimpartie auf den Österreicher Obernosterer trifft. Richard Domke rückt gleichzeitig in das 2. Einzel. Mit den beiden Doppeln Schwenger/Beck und Magee/Nelte glaubt der TVR ebenfalls stark genug zu sein, um in der Summe dieses wichtige Heimspiel gewinnen zu können.

Unmittelbar nach dem Match reist das Team Richtung Hamburg, denn am Sonntag um 14 Uhr trifft man auf den Tabellenvorletzten TSV Trittau. Auch gegen den Aufsteiger konnte der TVR in der Hinserie mit 5:1 gewinnen, doch nun erwartet man im hohen Norden deutlich mehr Gegenwehr vom ehrgeizigen Gegner. Heinz Kelzenberg: „Eigentlich steht Trittau mit dem Rücken zur Wand. Das 2. Team hat seine Aufstiegschance verspielt und nun muss man in der 1. Liga um jeden Punkt kämpfen, denn man kann sich nicht ausschließlich auf einen Sieg gegen Rosenheim verlassen.“

Ungerne wäre der TVR das Zünglein an der Waage in der interessanten Abstiegsfrage und möchte daher gegen beide Kandidaten am Wochenende gewinnen. Auch in Trittau wird der TVR in Bestbesetzung antreten, im Doppel wird die Mannschaft sogar noch um Iris Tabeling ergänzt. Heinz Kelzenberg: „Wir freuen uns auf unser Publikum am Samstag und auf hoffentlich viele Fans in Trittau.“

  

Wechselbad der Gefühle in Beuel

Team TV Refrath. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(18.12.2013) In fünf von sechs Begegnungen hatte der TV Refrath am Dienstag seine an diesem Tag bestmögliche Leistung gebracht – und stand am Ende beim 1:5 trotzdem mit leeren Händen da. Zum Rückrundenstart waren gut 250 Zuschauer in die Erwin-Kranz-Halle gekommen, die nach ihrer Renovierung sicherlich zu den schönsten Badmintonhallen Deutschlands gehört. Wie viel Respekt der 1. BC Beuel inzwischen vor dem TV Refrath hat, zeigte sie Tatsache, dass die am Sonntag noch verletzt gemeldete Engländerin Lauren Smith extra eingeflogen war, um das Heimteam besser dastehen zu lassen. Dies führte im Refrather Team zunächst zu Ernüchterung, die jedoch sehr schnell verflog.

Viel hatte der TVR an diesem Abend nicht von sich erwarten können, waren doch mit Richard Domke und Denis Nyenhuis zwei Akteure sehr grippegeschwächt. Vor dem Spiel stand fest, dass Domke in jedem Fall aufs Feld musste, und Nyenhuis entschied nach dem Aufwärmen, es zu versuchen. Nachdem dann beide Doppel ihre ersten Sätze, Nyenhuis/Schwenger gegen Zwiebler/Kindervater sowie Nelte/Magee gegen Smith/Michels, gewinnen konnten, war allen Beteiligten klar, dass der RV Refrath an diesem Abend durchaus mit etwas Zählbarem die Halle in Beuel verlassen könnte. Doch schließlich kam es nach in der Tat hervorragenden Leistungen in beiden Doppeln für die Refrather Paarungen nicht zum gewünschten Sieg. Heinz Kelzenberg: „Ich war sehr stolz auf die Leistung der beiden Doppel. Der Einsatz von Carla und Chloe war unglaublich gut und Denis hat an der Seite vom sehr guten Max seinem Körper wirklich alles abverlangt.“

Anschließend bestritt Domke wenigstens einen Satz gegen einen sichtlich gelangweilten Europameister Marc Zwiebler und schenkte den zweiten entkräftet ab. Parallel kämpfte Kai Waldenberger beim vielleicht letzten Erstligaeinsatz seiner Karriere bis zum Umfallen und präsentierte sich im Gegensatz zu Sonntag deutlich verbessert. So gewann er überraschend den ersten Satz gegen den Niederländer Erik Meijs (Nr. 125 der Weltrangliste), der ihn jedoch in den Folgedurchgängen physisch an die Wand spielte.

Teammanager Danny Schwarz: „Der Zwischenstand von 0:4 war für das gesamte Team ernüchternd und machte die verbleibenden beiden Spiele zu einer schwierigen Kopfangelegenheit.“ So konnte Chloe Magee ihr Match gegen die Deutsche Jugendmeisterin Luise Heim routiniert über die Bühne bringen und wurde lediglich durch eine ungewöhnliche Schiedsrichterentscheidung phasenweise aus ihrer Konzentration gebracht. Chloe Magee: „Ich kenne den Schiedsrichter als einen wirklich guten, aber er hat mir heute zum ersten Mal in meiner Badmintonkarriere einen Einzelaufschlag abgepfiffen. Das hat mich bei 13:13 einfach sehr geärgert.“ Auf dem Nachbarfeld tat sich das oft gefeierte Refrather Mixed Max Schwenger/Carla Nelte sichtlich schwer gegen den top-motivierten Beueler Ersatzmann Max Weißkirchen und die ebenfalls an diesem Tag sehr ehrgeizige Birgit Michels. Der erste Satz ging glatt an Beuel, doch die Refrather kamen mit einer ordentlichen Leistung ins Spiel zurück. Im Entscheidungsdurchgang fehlte beiden jedoch die Durchschlagskraft und ihr Spiel war von ungewohnt vielen Fehlern geprägt.

Heinz Kelzenberg: „Ohne die gute Leistung der Beueler schmälern zu wollen, sah es leider von außen phasenweise so aus, als ob sich unser Mixed hat hängen lassen. Aber es war und ist für Max und Carla auch wirklich schwer gewesen, in dieser Situation zu ihrer besten Leistung zu finden. Dennoch kann ich in dieser Konstellation von beiden einen Sieg erwarten.“

So fiel das 1:5 aus Sicht der meisten Zuschauer bei vier Drei-Satz-Spielen etwas zu hoch aus. Doch auch in Beuel wurde wieder deutlich, zu welchen Leistungen das junge Team des TV Refrath in der Lage ist. Nun gilt es jedoch für den Rest der Saison nicht, sich mit den Top-Teams zu messen, sondern bereits in den nächsten beiden Begegnungen (25./26.01.2014) gegen die beiden Abstiegskandidaten Rosenheim und Trittau zu punkten. Daher ist es umso erfreulicher, dass die Refrather Vereinsführung fest davon ausgeht, beide Begegnungen in Bestbesetzung auszutragen.

  

Glatter Erfolg gegen Fun-Ball

Chloe Magee (hinten) und Carla Nelte. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(16.12.2013) Mit einem deutlichen 5:1-Heimsieg gegen Fun-Ball Dortelweil beendete der TV Refrath die Hinrunde in der Badminton-Bundesliga. Beim Blick auf die Tabelle findet sich der ehrgeizige Club aus Bergisch Gladbach jedoch nur auf dem siebten Platz wieder. Dennoch schaut das Team von Bundesligamanager Danny Schwarz nicht nach unten, sondern blickt optimistisch Richtung Rückrunde.

Bis auf das bereits am Dienstag (17.12., 19 Uhr, Erwin Kranz-Halle, Bonn-Beuel) stattfindende Match gegen den 1. BC Beuel möchte der TVR die komplette Rückrunde in stärkster Besetzung bestreiten. Die etatmäßige Nummer eins, Toby Penty aus England, hat sich zurückgemeldet und wird im Januar erstmals die Mannschaft verstärken.

Auch am vergangenen Wochenende, gegen den Aufsteiger und Tabellenletzten aus Hessen, musste man improvisieren und Kai Waldenberger im 2. Herreneinzel aufstellen. Da der 30-Jährige nicht seinen allerbesten Tag erwischte, kam Dortelweil genau an dieser Position auch zum Ehrenpunkt in der Begegnung, die ansonsten recht einseitig verlief.

Vor allem das Herrendoppel, in dem sich Schwenger/Beck sehr gut präsentierten, sowie das gewohnt starke Mixed (Schwenger/Nelte) waren haushoch überlegen. Im Damenbereich präsentierte sich der Gast hingegen phasenweise auf Augenhöhe. So lagen Dörr/Volkmann in beiden Sätzen gegen Nelte/Magee zwischenzeitlich in Führung und die erst 19-jährige Anika Dörr erkämpfte sich mit einem couragierten Auftritt gegen Chloe Magee sogar einen Satzgewinn.

So war es neben dem Dameneinzel einzig das 1. Herreneinzel, welches in beiden Sätzen über weite Strecken einen ausgeglichenen, interessanten Verlauf hatte. Richard Domke überzeugte wie in den Spielen zuvor mit sicherem und druckvollem Spiel gegen den Ex-Hamburger Sebastian Schöttler, der dann schließlich bei 14:17 im zweiten Durchgang wegen einer Zerrung aufgeben musste.

Auch wenn das Wort „Pflichtsieg“ hier und da respektlos klingen mag, war es für den TV Refrath am Sonntag nicht mehr als das. Bedauernswerterweise musste der hessische Aufsteiger in Refrath erneut auf den stärksten Einzelspieler (Kai Schäfer) und seinen besten Doppelspieler (Fabian Holzer) verzichten, so dass der Leistungsunterschied der beiden Teams auch darin begründet war, dass Dortelweil erneut nicht in Bestbesetzung auf Punktejagd gehen konnte.

Heinz Kelzenberg: „Clubs wie Dortelweil gehören in die 1. Bundesliga. Ich wünsche dem Club, dass er es schafft, sein junges, talentiertes Team zusammen zu halten.“ Natürlich freute sich das Refrather Team schlussendlich über den Heimsieg vor guter Kulisse und bei prächtiger Stimmung. Chloe Magee: „Heimspiele machen immer großen Spaß und ich genieße es, dass die Fans mich immer anfeuern, auch wenn ich nicht in Bestform spiele, wie am Sonntag.“

  

Jagd nach dem Pflichtsieg

Kai Waldenberger. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(09.12.2013) Die Bundesligasaison 2013/2014 ist für den TV Refrath bislang nicht so erfreulich gelaufen, wie im Sommer erwartet wurde. Verletzungen der beiden etatmäßigen Einzelspieler Toby Penty und Richard Domke hatten dem Club einen ordentlichen Strich durch die Rechnung gemacht in seinem Vorhaben, möglichst lange Kontakt zu den Play-off-Plätzen zu haben.

Doch Heinz Kelzenberg, Chef des TVR, weiß: „Das lag nicht nur am Verletzungspech, denn auch in Bestbesetzung lägen wir vermutlich in dieser ausgeglichen starken Liga nur im Mittelfeld.“ Dass sein Team nun einen Spieltag vor dem Ende der Hinrunde mit 5:11 Punkten auf dem achten Rang liegt, gefällt ihm natürlich nicht: „Daher ist ein Heimsieg gegen Fun-Ball Dortelweil am Sonntag Pflicht.“

In der Tat kommt der Gegner aus dem hessischen Bad Vilbel am Sonntag (14 Uhr, Halle Steinbreche) gerade recht. Mit 0:16 Punkten und insgesamt nur sechs gewonnenen Spielen in acht Begegnungen ist der Aufsteiger so gut wie auf dem Weg zurück in die 2. Liga Süd. Dortelweil setzt dabei auf junge, deutsche Spieler und macht laut Aussage von Heinz Kelzenberg dabei eine hervorragende Arbeit: „Doch leider kann man so in dieser Bundesliga nicht bestehen. Wenn der Tabellensechste schon mit sieben Ausländern antritt, dann weiß man, was der Stand der Dinge ist.“

Der TV Refrath spielt am Sonntag in vielversprechender Besetzung. Trotz der beiden Siege von Denis Nyenhuis an der Seite von Max Schwenger am letzten Doppelspieltag spielt diesmal wieder Raphael Beck im Herrendoppel. Bei den Damen sind Chloe Magee und Carla Nelte am Start und hinter Richard Domke kommt es zum Comeback von Kai Waldenberger im 2. Herreneinzel. Danny Schwarz, Teammanager des TVR: „Wir sind sehr optimistisch, zwei Punkte einzufahren.“

Zwei Tage später, nämlich am Dienstag um 19 Uhr, kommt es in Bonn-Beuel (Limpericher Str.) zum Lokalderby zwischen dem 1. BC Beuel und dem TV Refrath. Nachdem das Hinspiel knapp mit 4:2 an den aktuellen Tabellenzweiten gegangen war, sind die Vorzeichen jetzt ähnlich knapp. Heinz Kelzenberg: „Wir sehen uns im Damendoppel und Dameneinzel im Vorteil und müssen sehen, wo der dritte Punkt her kommen kann.“ Beuel spielt in dieser Saison um die Deutsche Meisterschaft mit und hat mit Europameister Marc Zwiebler den herausragenden Spieler in seinen Reihen.

 

TV Refrath rutscht weiter in der Tabelle ab - Grandioses Herrendoppel sichert Punkt gegen Berlin

Nyenhuis/Schwenger. Foto: TVR.

 

Von Heinz Kelzenberg

 

(02.12.2013) Am ersten Adventswochenende standen die vielleicht schwierigsten Aufgaben in der bisherigen Saison für den TV Refrath an. Ohne die etatmäßige Nummer eins, Toby Penty, der erst im Januar aus seiner Verletzungspause zurückkehrt, waren dem TVR bis zu diesem Doppelspieltag lediglich zwei sogenannte Pflichtsiege, gegen Rosenheim und Trittau, gelungen. Mit einem Blick auf das Tabellenbild war das Team von Danny Schwarz dichter an die Abstiegsränge gerückt und der Kontakt zu den Play-off-Plätzen in weite Ferne gerückt.

Am Samstag empfing man den dreimaligen Deutschen Meister EBT Berlin in der gut gefüllten heimischen Halle Steinbreche. Die knapp 250 Zuschauer sahen zu Beginn zwei extrem spannende Doppel, die beide von den Gastgebern knapp in drei Sätzen gewonnen werden konnten. Dies war den Refrathern vor fast einem Jahr gegen den SV Fischbach das letzte Mal vor heimischem Publikum gelungen.

So starteten die beiden Herreneinzel von Richard Domke und Fabian Roth mit einem 2:0-Vorsprung im Rücken. Doch schnell wurde klar, dass die beiden sehr talentierten Spieler gegen ihre international renommierten Gegner Ville Lang und Kenneth Jonassen nicht viel ausrichten können. Doch beim Zwischenstand von 2:2 hatte der TV Refrath noch zwei Eisen im Feuer.

Chloe Magee legte im Dameneinzel los wie die Feuerwehr und dominierte die acht Plätze vor ihr in der Weltrangliste platzierte Bulgarin Linda Zetchiri fast nach Belieben. Auch im zweiten Satz blieb der irische Publikumsliebling einen Tag nach seinem 25. Geburtstag cool und sorgte für die 3:2-Führung.

Nun erinnerten sich nicht wenige der anwesenden Zuschauer an die Begegnung gegen Berlin vor exakt 14 Monaten, als das Mixed Schwenger/Nelte sein Match gegen die Berliner Blair/Jonathans mit 21:17 und 21:17 gewinnen konnte und dadurch das damalige 3:3 sicherte. Auch diesmal gewannen die Deutschen den ersten Durchgang mit 21:17, doch in der Folge wuchs die schottisch-niederländische Paarung über sich hinaus und dominierte die Begegnung bis zum Ende.

Das 3:3 war und ist für den TV Refrath ein großer Erfolg, den Heinz Kelzenberg auf den Punkt bringt: „Wir haben gezeigt, dass wir gegen den mit internationalen Stars gespickten Meisterschaftsanwärter fast gewinnen können und haben eine packende Begegnung in toller Stimmung erlebt. Besonders herausheben möchte ich Denis Nyenhuis, der sein bisher bestes Spiel in der 1. Bundesliga gemacht hat.“

Doch es blieb wenig Zeit zu feiern, denn bereits am Sonntag trat man auswärts beim 1. BC Düren an, der ebenfalls ohne einen deutschen Akteur das Match gegen den TVR bestritt. Der Gegner hatte extra die Amerikanerin Beiwen Zhang eingeflogen, die tags zuvor in Wales das internationale Turnier gewonnen hatte.

Zhang präsentierte sich in überragender Verfassung, steuerte das Damendoppel sicher zum Sieg und ließ im Dameneinzel Chloe Magee ebenfalls überhaupt keine Chance. Magee war nach ihrer guten Leistung vom Vortag nicht wiederzuerkennen und stellte selbstkritisch fest: „Das war heute ein absoluter Albtraum, den ich nie wieder in meiner Karriere erleben möchte. Eine Erklärung dafür habe ich noch nicht.“

Zwar fuhren Nyenhuis/Schwenger gegen Koch/Ridder ihren zweiten Wochenendsieg ein, doch leider waren sowohl Richard Domke gegen den Engländer Ouseph, immerhin Nummer 21 in der Welt, und Nachwuchsspieler Lars Schänzler gegen den zweiten Briten Baxter ohne echte Siegchance.

Im abschließenden Mixed ging es beim Stand von 4:1 für Düren dann leider nur noch um Ergebniskosmetik, so dass der Drei-Satz-Erfolg von Schwenger/Nelte auch eher mühsam zustande kam. Denis Nyenhuis, der mit seiner eigenen Leistung mehr als zufrieden war: „Wie in der letzten Saison haben wir nicht in Düren gewinnen können. Das ist schade.“ Heinz Kelzenberg, TVR-Chef ergänzt: „Heute hätten wir in Bestbesetzung einen Punkt geholt, aber so ist es nun mal.“ Nicht ganz ohne Kopfschütteln meint er: „Wir haben am Wochenende in beiden Spielen gegen keinen deutschen Spieler gespielt. Unsere beiden Gegner haben einige Weltklassespieler in ihren Reihen und stehen dennoch nur auf Platz fünf und sechs. Das zeigt, wie stark die Bundesliga in diesem Jahr ist.“

Mit enttäuschtem Blick auf die Tabelle stellt er weiterhin fest: „Wir sind jetzt Achter, haben jedoch noch das letzte Spiel gegen den punktlosen Aufsteiger Dortelweil. Dennoch hat uns das Fehlen von Toby Penty härter getroffen als erwartet. Für die Rückrunde bin ich jedoch zuversichtlich, da wir in Bestbesetzung gegen jeden Gegner punkten können.“

Das nächste Spiel, gegen den Aufsteiger und Tabellenletzten Fun-Ball Dortelweil, findet am 15.12. um 14 Uhr statt.

 

Refrather Badmintonteam zweimal gegen „Europa-Auswahl“

Fabian Roth. Foto: TVR.

 

Von Heinz Kelzenberg

 

(25.11.2013) Am ersten Adventswochenende gibt es nach fast acht Wochen Pause endlich wieder Erstliga-Badminton in Refrath. Kein geringerer als der amtierende Deutsche Meister der Jahre 2011-2013 kommt am Samstag um 14 Uhr in die Halle Steinbreche. In der Tat wird dies eine sehr schwere Aufgabe für die Bergischen. Berlin ist zwar aktuell „nur“ Tabellenvierter und damit einen Platz hinter den Play-off-Rängen, doch alle Experten trauen dem Titelverteidiger natürlich zu, sein Ranking zu verbessern.

Verbessern möchte sich auch der TVR, der momentan auf einem unbefriedigenden siebten Platz liegt und bereits am 1. Dezember, also einen Tag nach dem Spiel gegen Berlin, zum Tabellensechsten BC Düren reisen muss. Beide Begegnungen sind vor allem deshalb sehr anspruchsvoll, weil sowohl Berlin als auch Düren reine „Legionärsteams“ sind, die fast die gesamte Saison ohne einen einzigen deutschen Spieler antreten.

Heinz Kelzenberg: „Das bedeutet wenig konstante Aufstellungen, aber an den Doppelspieltagen sind die beiden Clubs dann normalerweise in Bestbesetzung.“ Diese werden jedenfalls für das kommende Wochenende auf der Gegnerseite erwartet. In Berlin beispielsweise trifft der TVR auf eine „Europauswahl“, bestehend aus Spielern aus Bulgarien, den Niederlanden, Schottland, Finnland und Dänemark. Düren beschränkt sich auf „nur“ vier Nationen, wobei die Niederlande dreimal und England doppelt vertreten sein und zudem Akteure aus Österreich und den USA erwartet werden.

Ob die Refrather Mannschaft die erhofften „ein, zwei Punkte“ einfahren kann, ist mehr als fraglich und daher hat der Club für das samstägliche Heimspiel alle Refrather und Badmintonfans aus der Umgebung eingeladen, um eine bestmögliche Kulisse aufzubieten. Im Anschluss an das Spiel eröffnet das Badmintonteam dann mit dem Bergisch Gladbacher Bürgermeister den lokalen Weihnachtsmarkt unweit der Halle Steinbreche.

Bis auf Toby Penty, der mit einem Einsatz bis zum Januar warten muss, spielt der TV Refrath in Bestbesetzung. Richard Domke und Max Schwenger stehen nach ihren internationalen Turnieren aus der vergangenen Woche zur Verfügung, ebenso das Damentrio Carla Nelte, Iris Tabeling und Chloe Magee. Unklar ist noch, ob Raphael Beck erneut an der Seite von Max Schwenger aufläuft oder Denis Nyenhuis. Fest steht jedoch die Besetzung des 2. Herreneinzels: Hier tritt der 18-jährige Fabian Roth gegen den 39-jährigen dänischen Ex-Europameister Kenneth Jonassen an, der in den letzten drei Jahren kein 2. Einzel in der Bundesliga verloren hat.

Einen Tag nach seinem 18. Geburtstag möchte Roth sich ein ganz besonderes Geburtstagsgeschenk machen und dem Dänen zumindest Paroli bieten. Doch nicht nur diese Begegnung soll die Zuschauer in die Halle Steinbreche locken: Neben den drei Doppeln werden vor allem die Einzel von Richard Domke gegen den Finnen Ville Lang sowie von Chloe Magee gegen die vier Positionen vor ihr in der Weltrangliste platzierte Bulgarin Linda Zetchiri hoch interessant.

Am Sonntag kommt Lars Schänzler zu seinem dritten Einsatz für den TVR in der 1. Bundesliga, Fabian Roth wird parallel in der 2. Mannschaft eingesetzt. Da man auf Refrather Seite ab Januar fest mit der etatmäßigen Nummer eins Toby Penty rechnet, ist es wichtig, dass sich kein Zweitligaspieler im 1. Team fest spielt, was beim vierten Einsatz passieren würde.

Heinz Kelzenberg: „Im Grunde sind wir am Wochenende in beiden Spielen leichte Außenseiter, aber genau diese Begegnungen machen uns am meisten Spaß.“

 

 

Knapp am Überraschungspunkt vorbei

Holte für den TVR beide Punkte: Carla Nelte. Foto: TVR.

 

Von Heinz Kelzenberg

 

(06.11.2013) Nur mit geringen Erwartungen war das Badminton-Bundesligateam des TV Refrath am Dienstagnachmittag nach Saarbrücken gereist, um dort im zweiten Dienstagsspiel der Saison gegen den vielfachen Deutschen Meister 1. BC Bischmisheim anzutreten. Vom Papier her sollten fünf der sechs Begegnungen nicht sehr ausgeglichen verlaufen und man hatte sich auf Refrather Seite lediglich im Mixed eine Chance auf eine Überraschung erhofft. Doch es kam anders.

Da die Heimmannschaft auf Damenseite stark geschwächt in diese Begegnung ging, verzichtete man im Vorfeld bei Refrath darauf, mit drei Damen anzutreten. So gewannen Carla Nelte/Chloe Magee auch ganz locker ihr Doppel zu erwarteten 1:0-Führung. Wie bereits gegen Beuel hatte Teammanager Danny Schwarz im Doppel Raphael Beck an der Seite von Max Schwenger aufgeboten. Während bei der Premiere dieses „Youngster-Doppels“ nicht alles zusammen lief, zeigten beide Spieler diesmal eine famose Leistung. Nur mit etwas Pech unterlagen sie dem aktuell besten deutschen Doppel Michael Fuchs/Johannes Schöttler mit 22:24 im dritten Satz. Max Schwenger: „Wir haben heute gut harmoniert und passen gut zusammen. Am Ende waren wir vielleicht nicht abgezockt genug, außerdem hat uns ein wenig das Glück gefehlt. So ist mir zum Beispiel bei 23:22 die Bespannung gerissen. Doch ich bin mit unserer Leistung sehr zufrieden.“

Unter dem Strich bedeutete dies jedoch den 1:1–Ausgleich vor den beiden Herreneinzeln. Geschwächt durch die verletzungsbedingten Absagen von Toby Penty und Richard Domke musste man hier kurzfristig die beiden Doppelspezialisten Denis Nyenhuis und Raphael Beck aufbieten. Beide zeigten eine kämpferisch starke Leistung, unterlagen jedoch den deutschen Nationalspielern Dieter Domke und Lukas Schmidt.

Chloe Magee hatte zwischenzeitlich mit der Niederländerin Muskens kurzen Prozess gemacht, so dass diese mit Michael Fuchs ins entscheidende Mixed gehen konnte. Leider gelang Max Schwenger und Carla Nelte hier keine Überraschung, sie unterlagen den Gastgebern mit 14:21, 16:21.

Heinz Kelzenberg: „Angesichts der Personalsituation ist dies ein Achtungserfolg, aber leider nichts Zählbares. Mit Penty und Domke hätten wir in den Einzel zwei Optionen mehr gehabt und es wäre dann wahrscheinlicher gewesen, dass ein Unentschieden heraus springt.“

So bleibt das Team aus dem Bergischen auf dem siebten Platz der Tabelle und erwartet bis zum Ende der Hinrunde noch EBT Berlin, den 1. BC Düren und Fun-Ball Dortelweil.

   

Fehlende Herren gegen fehlende Damen

Denis Nyenhuis. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(01.11.2013) Der zweite Dienstagsspieltag in der Badminton-Bundesligasaison führt den TV Refrath zum mehrmaligen Deutschen Meister 1. BC Bischmisheim ins Saarland. Der Gegner aus Saarbrücken belegt aktuell mit 8:2 Punkten den zweiten Platz in der Tabelle und ist wie in den letzten Jahren einer der heißen Meisterschaftsfavoriten. Da jedoch zwei der drei starken Damen auf BCB-Seite fehlen werden, gibt es für den TV Refrath eine Minimalchance auf einen Punkt.

Neben der langzeitverletzten deutschen Nationalspielerin Olga Konon fehlt in Samantha Barning auch eine der beiden niederländischen Doppel- und Mixedspezialistinnen. So steht lediglich Eefje Muskens als Dame  mit überdurchschnittlichem Bundesligaformat im Team. Klar, dass der TV Refrath gerade auf das Dameneinzel mit Chloe Magee und das Damendoppel mit Carla Nelte/Chloe Magee spekulieren wird und seine Minimalchance auch im Mixed nutzen möchte.

In den Herrenspielen ist der TVR eher Außenseiter. Bitter ist die Tatsache, dass unlängst bekannt wurde, dass Neuverpflichtung Toby Penty wohl erst im Januar zur Verfügung steht. Heinz Kelzenberg: „Er befindet sich immer noch nicht voll im Training und darf noch nicht täglich aufs Feld.“

Ebenso fehlen wird Richard Domke, der nach den Bitburger Open eine Woche Trainings- und Spielpause einlegen muss. „Ersatzmann“ Jiann Shiarng Chiang ist inzwischen wieder nach Malaysia zurück gereist, so dass man diesmal wohl auf jemanden aus der 2. Mannschaft zurückgreifen muss. Hier ist die Entscheidung noch nicht gefallen, da sowohl Fabian Roth als auch Lars Schänzler erst kurz zuvor aus Asien zurückkehren. Ein Einsatz von Kai Waldenberger oder einem Doppelspieler, Raphael Beck oder Denis Nyenhuis, scheint also eher wahrscheinlich.

Max Schwenger wird an der Seite von Raphael Beck im Doppel und mit Carla Nelte im Mixed zu Werke gehen. Nicht wenige trauen ihm im Mixed gegen Michael Fuchs/Eefje Muskens eine Überraschung zu. Heinz Kelzenberg: „In der vergangenen Saison haben wir eines der beiden Mixed gegen Bischmisheim gewonnen, wir sollten also ruhig optimistisch sein.“

 

Die Stars machen den Unterschied: Refrath unterliegt Beuel mit 2:4

Richard Domke überzeugte gegen Europameister Zwiebler. Foto: TVR.

 

Von Heinz Kelzenberg

 

(09.10.2013) Die Hoffnung starb zuletzt: Auch die letzte Aufholjagd im abschließenden Mixed nach insgesamt fast drei Stunden Spielzeit brachte nicht den erhofften dritten Punkt und damit das von vielen erwartete Unentschieden im „Derby“ zwischen dem TV Refrath und dem 1. BC Beuel.

Da der Gast nicht in Bestbesetzung auflaufen konnte (ohne Ingo Kindervater und Lauren Smith), hatten nicht wenige mit einer Punkteteilung der beiden Tabellennachbarn gerechnet, Berufsoptimisten wie Refraths Chef Heinz Kelzenberg sogar im Idealfall mit dem Gewinn von vier der sechs Begegnungen: „Zweifelsohne war ja im Herrendoppel und Mixed auch mehr drin.“

Doch realistisch gesehen, war es am Ende die internationale Klasse eines Marc Zwiebler und einer Birgit Michels, die den Unterschied machte. Obwohl Letztere im Mixed nicht in Bestform agierte, war das Match für Schwenger/Nelte äußerst schwer zu spielen. Denn jeder der zahlreichen Zuschauer in der Refrather Halle Steinbreche merkte, wie wichtig Europameister Zwiebler der abschließende Sieg für sein Team schließlich war.

Die Nummer 10 der Welt im Herreneinzel hatte zuvor einen hervorragend aufgelegten und phasenweise Paroli bietenden Richard Domke mit 21:15, 21:15 geschlagen und damit den ersten seiner beiden Siegpunkte eingefahren. Domke erhielt daraufhin dennoch ein Sonderlob von Heinz Kelzenberg: „Das war überragend von Richi und sehr attraktiv für unsere Zuschauer. Das beste 1. Herreneinzel seit langer Zeit.“

Doch der Reihe nach. Lange Gesichter gab es zunächst bei den 350 Fans, als sowohl das Herrendoppel Schwenger/Beck als auch das Damendoppel Tabeling/Nelte den ersten Satz nicht gewinnen konnte. Beide erreichten aber den Satzausgleich, bevor das Damendoppel letztlich überlegen gewann und das Herrendoppel mit 18:21 unterlag.

Heinz Kelzenberg: „Damit war schon fast klar, dass wir nicht als Sieger aus der Halle gehen würden.“ Zu groß war die Überlegenheit der Meisterschaftsanwärter aus Bonn-Beuel in den beiden Herreneinzeln. Nachdem Chloe Magee Luise Heim glatt hatte bezwingen können, ging beim Stand von 2:2 Jungstar Fabian Roth gegen den Malaysier Kwong Beng Chan auf den Platz. Leider konnte Roth einen frühen Vorsprung nicht in die Schlussphase retten und verlor beim Stand von 17:17 seinen Faden. Dennoch zeigte sich Heinz Kelzenberg auch hier sehr zufrieden: „Fabi hat hervorragend gespielt und sich in einer tollen Form präsentiert. Die Zuschauer waren begeistert, der international namhafte Gegner einfach einen Tick besser.“

Somit ruhten abschließend – wie so oft – die Hoffnungen auf den Schultern des starken TVR-Mixed Carla Nelte/Max Schwenger, das jedoch der individuellen Stärke der Gegner letztlich nicht ganz gewachsen war. Die Entscheidung fiel nach gewonnenem zweiten Satz zu Beginn des dritten Durchgangs, als zu viele leichte Fehler auf Seiten der Refrather zu einem 4:11-Rückstand führten, den die Beueler Routiniers ins Ziel retteten.

Heinz Kelzenberg: „Man konnte die Erleichterung der Beueler über diesen Sieg am Ende spüren. Wir haben mächtig Paroli geboten und ich kann niemandem etwas vorwerfen. Dennoch bin ich sehr enttäuscht, dass nichts Zählbares heraus gesprungen ist.“

Nach drei Niederlagen in fünf Spielen ist der TV Refrath nun auf den siebten Platz in der Tabelle abgerutscht und hat die beiden schweren Begegnungen gegen Bischmisheim und Berlin im November vor der Brust, bevor es in der Hinrunde noch gegen Düren und Dortelweil geht.

   

Mutig und selbstbewusst ins Derby / Jüngstes Bundesligateam aller Zeiten

Fabian Roth. Fotos: TVR.
Max Schwenger/Carla Nelte.

 

Von Heinz Kelzenberg

 

(04.10.2013) Im Fußball würde man vom „Spiel des Jahres“ sprechen, aber das trifft es nicht auf den Kopf, wenn am kommenden Dienstag (19 Uhr, Halle Steinbreche) die beiden benachbarten Bundesligateams des TV Refrath und des 1. BC Beuel aufeinander treffen. „Das hört sich so an wie David gegen Goliath und das ist es nicht mehr“, so TVR-Chef Heinz Kelzenberg, der aber trotzdem dieser Begegnung etwas Besonderes abgewinnen kann: „Das Besondere liegt darin, dass wir hoffen, besonders viele Zuschauer mobilisieren zu können, und dass Beuel eine richtig gute Mannschaft hat.“

In erster Reihe nennt Kelzenberg dabei den Europameister Marc Zwiebler, der „immer für 50 Zuschauer mehr gut sein sollte“. Persönlich ist er auch großer Fan von Birgit Michels, die er von klein auf kennt und schätzt: „Die ist eine wirklich tolle Spielerin und ein äußerst netter Mensch.“

Ob jedoch Zwiebler und Michels den entscheidenden Unterschied machen, wird sich zeigen. Auf Beueler Seite fehlt Ingo Kindervater, der wegen eines Ermüdungsbruches im Fuß nicht spielfähig ist. Ob Bonns zweite starke Dame, Lauren Smith, ihre Freigabe vom englischen Verband für diese Begegnung bekommt, ist ebenfalls noch nicht bekannt.

Darin sieht Heinz Kelzenberg die sportliche Chance seiner Mannschaft: „Fehlt sie, wird es für Bonn kein Selbstläufer.“ In Bestbesetzung, also mit Smith und Kindervater, sehen nicht wenige Experten den 1. BC Beuel als einen der Meisterschaftsfavoriten an. Da die Bonner jedoch schon drei Punkte abgegeben haben, liegen sie aktuell in der Tabelle nur einen Rang vor dem TV Refrath, der am letzten Doppelspieltag immerhin vier Punkte holen konnte.

Unter dem Strich geht Bonn-Beuel jedoch als Favorit in die Begegnung, denn Doppelspezialist Andreas Heinz, der Malaysier Kwong Beng Chan und die Deutsche Jugendmeisterin Luise Heim bilden mit den genannten Stars Zwiebler und Michels ein starkes Team.

Auch auf Refrather Seite spielt man erneut nicht in Bestbesetzung, da Toby Penty erst Ende November wieder einsatzbereit ist. Doch dies fällt gegen Bonn nicht sonderlich ins Gewicht, da deren Herreneinzel bekanntermaßen bärenstark sind. Heinz Kelzenberg: „Wir werden mit Richi Domke und Fabi Roth spielen, das wird unsere Zuschauer freuen.“

Nach vier glatten Niederlagen des etatmäßigen Herrendoppels Schwenger/Nyenhuis in der bisherigen Saison wird auch diese Position gegen Beuel verändert. Mit Raphael Beck rückt ein Spieler aus der 2. Mannschaft ins Top-Team, so dass der TVR mit dem jüngsten Team seiner Bundesligageschichte auflaufen wird.

Heinz Kelzenberg: „Chloe Magee ist mit 24 Jahren die älteste Spielerin und wir haben den sagenhaften Altersdurchschnitt von 21,5 Jahren. Gut vorstellbar, dass dieses Team in wenigen Jahren um die Deutsche Meisterschaft spielen wird.“ In der Tat ist die Refrather Mannschaft am kommenden Dienstag gespickt mit Perspektivspielern, denen die Zukunft gehört.

Die Tatsache, dass mit Iris Tabeling und Carla Nelte am Dienstag auch das bestmögliche Refrather Damendoppel spielen wird, zeigt, dass der TVR durchaus etwas Zählbares aus der Begegnung mitnehmen möchte. So sieht Heinz Kelzenberg lediglich seine beiden Herreneinzel in absoluter Außenseiterposition: „In den vier weiteren Spielen muss Beuel sich mächtig anstrengen.“

Nach dem eher durchwachsenen Besuch am letzten Spieltag gegen den TSV Trittau hoffen die Refrather Verantwortlichen am Dienstag auf ein volles Haus. Denn immer wenn ein lautstarkes Publikum die TVR-Mannschaft anfeuert, ist sie zu großen Leistungen fähig – wie beim Heimspiel gegen Beuel im Dezember letzten Jahres, in dem das Mixed Schwenger/Nelte gegen Kindervater/Michels gewann und ein Unentschieden sicherte.

   

Zwei wichtige Siege für Refrather Bundesligateam

Richard Domke – Comeback mit zwei Siegen. Foto: TVR.

 

Von Heinz Kelzenberg

 

(29.09.2013) Nachdem in den letzten Jahren in sechs Begegnungen kein Sieg gegen die Bayern gelungen war, schaffte der TVR diesmal einen 5:1-Auswärtssieg gegen den PTSV Rosenheim.

Wie so oft, war klar, dass nicht jedes der sechs Spiele hart umkämpft sein würde. Vorteile beim Gastgeber im Herrendoppel sowie eine klare Favoritenstellung des TV Refrath im Dameneinzel und Damendoppel bedeutete, übrigens wie in den Jahren zuvor, eine viel versprechende Tendenz.

Dass jedoch die drei „offenen“ Matches allesamt an den TVR gingen, ist eine der vielen Überraschungen dieses 3. Bundesligaspieltages. Beim Stand von 1:1 nach dem Doppel folgte das 1. Herreneinzel zwischen dem Österreicher David Obernosterer und Jiann Shiarng Chiang, der erst am Mittwoch aus Malaysia nach Deutschland gekommen war. Heinz Kelzenberg: „Wir wussten, dass sich Chiang unter seinem neuen Coach Li Mao stark verbessert hat, aber wir waren ein bisschen skeptisch angesichts des Jetlags.“

Davon war jedoch nichts zu spüren. Der 23-jährige Malaysier überrannte Obernosterer förmlich und siegte mit 21:13, 21:17. Rosenheim brachte im 2. Einzel den zweiten „Ösi“, Matthias Almer, Refrath den wieder genesenen Richard Domke. Es entwickelte sich ein Spiel mit vielen Wechseln, welches zwangsläufig in den dritten Satz gehen musste. Immer wieder haderte Domke mit seiner Leistung und stand sich hier und da selbst im Weg. Doch der 22 Jahre alte TVR-ler zeigte ein sehr konzentriertes Finish und gewann dieses Spiel zum 3:1-Zwischenstand. Heinz Kelzenberg: „Richard hat seine Sache sehr gut gemacht, es war der erste Wettkampf seit Mitte Mai. Er hat sich sehr viel Druck gemacht, deshalb ist der Sieg umso schöner.“

Chloe Magees Erfolg gegen die 17-jährige Julia Kunkel war reine Formsache, wobei sich der erste Satz mit 21:1 wie ein Druckfehler liest. Refrath führte 4:1 und hatte nicht nur Rosenheim zum ersten Mal geschlagen, sondern auch den ersten Saisonsieg eingefahren.

Was folgte, war die Kür: das Mixed mit Carla Nelte und Max Schwenger gegen Rosenheims Isabel Herttrich und Peter Käsbauer. Nachdem das TVR-Mixed bereits in der letzten Saison beide Mixed gegen die Bayern hauchdünn in drei Sätzen hatten gewinnen können, mussten sie diesmal gegen die stärkste PTSV-Paarung ran. Auch hier kam es wieder zum dritten Satz, der kurios endete. Refrath führte mit 18:13, Rosenheim drehte den Spieß um auf 18:20 und hatte zwei Matchbälle. Diese wurden abgewehrt und in einen 22:20-Sieg zum 5:1-Gesamterfolg umgewandelt.

Denis Nyenhuis, der in Vertretung als Teammanager mit seiner Refrather Mannschaft unterwegs war, zeigte sich überaus zufrieden angesichts der gewonnenen knappen Spiele: „So kann es jetzt weiter gehen, vor allem von Chiang war ich positiv überrascht.“

 

Nach dem Auswärtssieg in Rosenheim trat das Refrather Bundesligateam am Sonntag vor heimischem Publikum sehr selbstbewusst auf. Dennoch war im Herrendoppel erneut nichts zu holen, im Gegensatz zum Damendoppel, welches letztlich sehr deutlich an Magee/Nelte ging.

Die Rechnung von TVR-Chef Heinz Kelzenberg ging anschließend voll auf, denn er hatte prognostiziert, dass sein Team in den Herreneinzeln Vorteile haben werde. Im asiatischen Duell Chiang gegen Trisnanto tat sich der Refrather Malaysier zwar schwer, doch er gewann erneut in zwei Durchgängen. Wesentlich leichter hatte es Richard Domke, der voller Spielfreude seinen Gegner Persson deutlich beherrschte. Der Zwischenstand von 3:1 für den TV Refrath bot allen Grund zum Optimismus.

Wie so oft starteten das Mixed und das Dameneinzel nahezu zeitgleich. Deutlich und souverän wie nie konnten Max Schwenger und Carla Nelte gegen die niederländische Paarung Maas/van Dooremalen ein Ausrufezeichen setzen und nach kurzer Zeit den umjubelten Siegpunkt holen.

Parallel wurde aus dem prestigeträchtigen Dameneinzel zwischen der irischen Nummer eins, Chloe Magee, und der englischen Nummer eins, Sarah Walker, ein langer Dreisatzkrimi. Trotz guten Starts verlor die Refratherin nach und nach ihr Konzept und zwei umstrittene Schiedsrichterentscheidungen brachten sie um den Gewinn des zweiten Satzes. Im entscheidenden Durchgang gab es praktisch keine Führung für Magee bis in die Verlängerung, die dann am Ende doch mit 27:25 an das irische Energiebündel ging.

Heinz Kelzenberg: „Das letzte Spiel hat die Zuschauer entschädigt und war bis zum letzten Ballwechsel toll. Die übrigen fünf Begegnungen waren wenig spannend, doch überwiegend mit gutem Ausgang für uns.“

In der kommenden Woche kommt zum Lokalderby der 1. BC Beuel nach Refrath (Dienstag, 08.10.2013 um 19 Uhr). Dabei handelt sich es um das Spiel der beiden Tabellennachbarn, Fünfter gegen Sechster. Kelzenberg: „Nach diesem Spiel ist klar, ob Refrath oder Beuel noch um die ersten drei Plätze mitspielt.“

   

TVR reagiert auf Verletzungspech – Chiang für Penty

Jiann Shiarng Chiang. Foto: TVR.

 

Von Heinz Kelzenberg

 

(23.09.2013) „Da sich Toby Pentys Knieprobleme immer noch nicht entscheidend verbessert haben, mussten wir reagieren“, so TVR-Chef Heinz Kelzenberg vor den beiden Erstligapartien in Rosenheim und gegen den TSV Trittau. Kurzerhand verpflichtete er den seit 2011 für den TVR spielberechtigten Malaysier Jiann Shiarng Chiang für die beiden folgenden Begegnungen.

Möglich war dies vor allem deshalb, weil Chiang mit drei weiteren asiatischen Spielern eine Europatour geplant hatte und diese nun eine Woche früher antritt, um seinem Club zu helfen. Vom Spielniveau sieht Kelzenberg Penty und Chiang auf Augenhöhe und glaubt, dass der 23-jährige Malaysier seine beiden Matches in der 1. Liga erneut gewinnen kann. „Chiang hat in der letzten Saison alle 1. Einzel in der 2. Liga gewonnen und hat sich weiter verbessert, so dass ich wirklich optimistisch bin, dass er uns entscheidend verstärkt. Außerdem ist er ein absoluter Teamplayer und kämpft bis zum Umfallen.“

Hinter ihm wird Richard Domke seine Saisonpremiere im 2. Herreneinzel geben und mit Chloe Magee und Carla Nelte sind die beiden besten Refrather Damen ebenfalls am Start. Schwer wird es am Samstag in Rosenheim vor allem für das Herrendoppel Nyenhuis/Schwenger sowie für das Mixed Schwenger/Nelte, denn genau dort hat Rosenheim seine Stärken.

Kelzenberg: „Nach drei zum Teil extrem unglücklichen Unentschieden in Bayern wollen wir diesmal unbedingt gewinnen.“ Wie stark Rosenheim jedoch ist, zeigt das überraschende 3:3 gegen den 1. BC Beuel am 1. Spieltag und auch gegen Meister Berlin schlug man sich beim 2:4 sehr beachtlich.

Am Sonntag dann kommt mit Aufsteiger TSV Trittau ein sehr starkes, international gut besetztes Team aus Schleswig-Holstein in die Halle Steinbreche (14 Uhr). Zwei englische und eine niederländische Dame stehen im Aufgebot, wobei ein Grand Prix-Turnier in Tschechien für Probleme sorgen könnte, alle drei aufzubieten. Bei den Herren kommt die Nummer eins aus Indonesien und das Herrendoppel bildet eine eingespielte niederländische Paarung.

Heinz Kelzenberg: „Wir haben großen Respekt vor Trittau, denken aber, dass wir in einer leichten Favoritenstellung sind. Vor allem hoffen wir auf ein volles Haus und eine gute Stimmung.“

   

Der kleine Unterschied - 2:4 gegen BV Mülheim

Iris Tabeling und Carla Nelte unterlagen in drei Sätzen. Foto: TVR.

 

Von Heinz Kelzenberg

 

(07.09.2013) Die Hoffnung starb zuletzt – spätestens, nachdem Carla Nelte und Max Schwenger im abschließenden Mixed einen 20:17-Vorsprung im zweiten Satz nicht ins Ziel retten konnten, war die Zuversicht der gut 200 Zuschauer in der Halle Steinbreche verschwunden. Gegner 1. BV Mülheim gelang an diesem Samstagnachmittag einfach alles – und letztlich auch der 4:2-Sieg in Refrath.

Dabei war das Refrather Bundesligateam trotz der erneuten Absagen der beiden Einzelherren Toby Penty und Richard Domke optimistisch in diese Begegnung gegangen und hatte sich selbst dennoch in beiden Herreneinzeln in der Favoritenstellung gesehen. Da nämlich Mülheims Spitzenspieler Zavadsky in der heimischen Ukraine spielen musste, wogen die Ausfälle auf Refrather Seite nicht sehr schwer. Letztlich souverän beendete Jugendeuropameister Fabian Roth auch sein Spiel und der 18-jährige Lars Schänzler beeindruckte mit einer überragend guten Leistung auf dem Nachbarfeld.

Da jedoch zuvor sowohl das Herrendoppel (0:2) und das Damendoppel (1:2) an Mülheim gegangen waren, bedeuteten diese beiden Erfolge lediglich den 2:2-Ausgleich. Refraths Chef Heinz Kelzenberg hatte heimlich mit dem Gewinn des Damendoppels geliebäugelt, musste jedoch letztlich die Überlegenheit der BVM-Paarung anerkennen: „Das war schon stellenweise sehr fehlerlos, was Judith und Johanna da gespielt haben.“

In der Tat war es vor allem die 34-jährige Niederländerin Judith Meulendijks, die einen überragenden Tag erwischte. Auch den nächsten Refrather Trumpf, das Dameneinzel von Chloe Magee, entschärfte sie in famoser Manier. Kelzenberg: „Sie war taktisch und körperlich frischer und besser auf dieses Spiel vorbereitet.“ In der Tat läuft Refraths zehn Jahre jüngere Irin noch etwas ihrer Form der letzten Saison hinterher, da sie nach den Weltmeisterschaften im August eine Pause eingelegt hatte und noch nicht wieder die alte Sicherheit hat.

So machte Mülheim seinen dritten Punkt in diesem Spiel und einmal mehr war es das Mixed mit Max Schwenger und Carla Nelte, das auf die Jagd nach einem Unentschieden ging. Hervorragend unterstützt von den zuvor etwas zurückhaltenden Zuschauern, liefen die beiden Nationalspieler auch im zweiten Satz über weite Strecken zu ihrer Bestform auf und zeigten sich individuell verbessert zur Vorsaison. Doch leider fehlten am Ende das Quäntchen Glück und die Kaltschnäuzigkeit, um die Niederlage zu verhindern.

Refraths Mixed-Coach Denis Nyenhuis zeigte sich enttäuscht: „Bei 20:17 waren sich beide schon zu sicher und vielleicht gedanklich schon im dritten Satz.“ Aber das Mülheimer Mixed drehte den Spieß noch um und konterte zum viel umjubelten 4:2-Erfolg. Die gesamte Mannschaft war konsterniert und stand auf einmal mit leeren Händen da. Doch wenige Minuten später fasste Heinz Kelzenberg zusammen: „Wir haben heute gegen eine absolute Spitzenmannschaft verloren, die wirklich gegen jedes Team der Liga gewinnen kann. Den kleinen Unterschied gegen uns heute hat Judith Meulendijks ausgemacht, die überragend gespielt hat.“

Nun konzentrieren sich die Refrather Akteure auf das Grand Prix-Turnier in Belgien in der kommenden Woche, bevor es Ende des Monats mit einem Bundesligadoppelspieltag in Rosenheim und gegen Trittau für den TVR weiter geht.

   

Bundesliga-Heimspielstart am Samstag in Refrath: Für Team 1 wird es „ernst“

Fabian Roth wird im 1. und im 2. Team auflaufen. Foto: TVR.

 

Von Heinz Kelzenberg

 

(04.09.2013) Das kommende Wochenende steht in Refrath ganz im Zeichen der Badminton-Bundesliga. Am Samstag und Sonntag finden jeweils um 14 Uhr Heimspiele gegen NRW-Vertreter statt.

Die 1. Mannschaft trifft am Samstag (14 Uhr, Halle Steinbreche) auf den letztjährigen Tabellendritten 1. BV Mülheim, der aller Voraussicht nach auf seine Nummer eins, Dmytro Zavadsky verzichten muss, der in seinem Heimatland, der Ukraine, an einem Grand Prix-Turnier teilnimmt. Nach der 1:5-Auftaktpleite des TVR in Lüdinghausen sollte angesichts der hohen Zielsetzung der Refrather (Platz in der oberen Tabellenhälfte) tunlichst ein Sieg eingefahren werden.

Heinz Kelzenberg: „Zavadsky hat in der letzten Saison alle Spiele gemacht und wir haben beide Begegnungen gegen den BVM verloren. Diesmal könnte es anders laufen.“ In der Tat wird erwartet, dass Mülheim mit Ersatz anreist, so dass es zu verschmerzen sein würde, wenn auch der TV Refrath nicht in Bestbesetzung antreten kann. Denn es scheint unwahrscheinlich, dass sich sowohl Toby Penty als auch Richard Domke von ihren Blessuren erholen. Kelzenberg: „Wenn einer der beiden spielt, sind wir glücklich, das andere Einzel wird Fabi Roth spielen.“

Der Jugendeuropameister aus diesem Jahr soll erstmals nach seinem Titelgewinn vor heimischem Publikum auflaufen, bevor er dann am Sonntag in „seiner“ 2. Mannschaft an Position eins spielt. Voraussetzung für einen Sieg der Refrather gegen Mülheim sind nicht nur Siege in den Herreneinzeln, sondern auch im Damendoppel und Dameneinzel. In diesen beiden Schlüsselspielen tritt Refrath mit Carla Nelte, Iris Tabeling und Chloe Magee in Bestbesetzung an.

Im Herrendoppel und Mixed ist der TVR Außenseiter, den der Engländer Marcus Ellis ist bei Mülheim an der Seite von Jorrit de Ruiter und Johanna Goliszewski in einer Favoritenstellung.

Heinz Kelzenberg: „Wir wollen uns den Punkt vom vergangenen Wochenende zurückholen, und sollten wir gewinnen, läuft es punktetechnisch nach Plan.“ Erstmals möchte der TV Refrath in dieser Saison möglichst lange Kontakt zur oberen Tabellenhälfte halten.

  

Minimalchance nicht genutzt – TVR unterliegt Lüdinghausen 1:5

V.l.: Max Schwenger, Danny Schwarz, Denis Nyenhuis. Foto: TVR.

 

Von Heinz Kelzenberg

 

(01.09.2013) Die hohen Erwartungen des TVR erhielten in den Tagen vor dem Saisonstart gegen Union Lüdinghausen einen argen Dämpfer. Nachdem Richard Domke vom Bundestrainer noch kein Okay für einen Einsatz erhalten hatte, sagte auch die neue Refrather Nummer eins, Toby Penty, am Donnerstag telefonisch ab. Eine Verletzung im Training zwinge den 21-jährigen Engländer zu einer Pause und erst nach einem MRT am Montag herrscht Klarheit, wie es weiter geht.

„Da mussten wir schon fast hoffen, dass einer unserer Youngster beim Langenfeld-Cup bis zum Halbfinale ausscheidet“, sagt TVR-Chef Heinz Kelzenberg nicht ganz ohne Ironie. Sehr kurzfristig wurde dann am Samstagabend aus der Stammbesetzung in den Herreneinzeln Penty/Domke eine Notbesetzung Waldenberger/Schänzler.

Sowohl der 30-jährige Waldenberger als auch die gerade 18 Jahre alt gewordene Nachwuchshoffnung Schänzler machten ihre Sache laut Team-Manager Danny Schwarz jedoch hervorragend und spielten vor allem taktisch sehr clever. Dass dennoch beide Herreneinzel sowie auch das Herrendoppel Nyenhuis/Schwenger schließlich in zwei Durchgängen an den Gastgeber gingen, war alles andere als eine Überraschung.

Refrath hatte an diesem ersten Spieltag in Lüdinghausen lediglich Chancen in den drei Damenspielen, denn dort konnte der TVR alles aufbieten: Carla Nelte und Iris Tabeling spielten überragend und gewannen gegen eines der besten Bundesligadoppel der letzten Saison (Bilanz 12:4) in zwei Durchgängen. Leider waren sowohl Chloe Magee als auch das Mixed Max Schwenger/Carla Nelte noch nicht ganz in Bestform, so dass Union diese beiden Spiele in drei Durchgängen gewinnen konnte und der TV Refrath am Ende des Spiels mit leeren Händen da stand.

Doch Teamsenior Denis Nyenhuis bringt es auf den Punkt: „Wir brauchen uns für das hohe Ergebnis nicht zu schämen. Alle haben gut gespielt und wir können zuversichtlich auf Samstag schauen, um gegen Mülheim zu punkten.“

Am Samstag, den 6.9. um 14 Uhr kommt der Vorjahresdritte 1. BV Mülheim in die Halle Steinbreche. Die Ruhrstädter konnten am Wochenende souverän gegen den 1. BC Düren mit 6:0 gewinnen, müssen jedoch vermutlich am Samstag auf ihre Nummer eins verzichten. Heinz Kelzenberg: „Wenn sich diese Chance bietet, werden wir zupacken.“

   

Los geht’s mit einer harten Nuss: TV Refrath startet in Lüdinghausen

Das Refrather Mixed Max Schwenger/Carla Nelte ist einer der Refrather Trümpfe zum Saisonauftakt. Foto: TVR.

 

Von Heinz Kelzenberg

 

(26.08.2013) Am kommenden Sonntag um 14 Uhr beginnt für den TV Refrath die fünfte Saison in der 1. Bundesliga mit dem Auswärtsspiel beim sehr starken SC Union Lüdinghausen. Das Team um die deutschen Nationalspieler Karin Schnaase und Josche Zurwonne verpasste in der vergangenen Saison mit nur einem Satz Rückstand die Qualifikation zu den Play-offs und möchte dies in der neuen Saison nachholen.

Dazu hat man sich mit einem routinierten Spitzenspieler für das 1. Herreneinzel verstärkt. André Kurniawan Tedjono aus Indonesien geht für Union aufs Feld, nachdem er dies in den letzten Jahren für den 1. BC Beuel getan hat. Ebenfalls neu im Team ist der Niederänder Nick Fransman. Ob beide Akteure spielen werden oder doch der Belgier Yuhan Tan, bleibt abzuwarten, jedenfalls ist der TV Refrath in keinem dieser Spiele Favorit.

Auch bei den Damen kann sich das Lüdinghausener Aufgebot sehen lassen: Mit Karin Schnaase und Selena Piek trifft ein in der letzten Saison sehr erfolgreiches Doppel auf die TVR-Paarung Carla Nelte/Iris Tabeling. Auch der Einzelvergleich zwischen Chloe Magee und Karin Schnaase hat in der Vergangenheit immer hochklassige Spiele gebracht. Auf Refrather Seite hofft man auf diese beiden Begegnungen und spekuliert mit mindestens einem weiteren Punkt.

Max Schwenger wird mit Denis Nyenhuis und Carla Nelte alles geben, um seine favorisierten Gegner in Bedrängnis zu bringen und auch in den Herreneinzeln sieht sich der TVR keineswegs chancenlos. Gespannt ist man vor allem auf die Premiere des 21-jährigen Engländers Toby Penty.

Heinz Kelzenberg wäre mit einem Unentschieden zufrieden und weiß: „In Lüdinghausen zu spielen, macht nicht nur großen Spaß wegen der tollen Zuschauerkulisse, sondern ist auch ein echtes Auswärtsspiel.“ Ungerne erinnert man sich an das Fiasko aus dem Vorjahr, als man mit einer Rumpftruppe ohne Max Schwenger, Carla Nelte und Chloe Magee anreiste und mit nur einem Spielgewinn durch Fabian Roth mit 1:5 verlor.

 

  

Im 5. Bundesligajahr unter die besten 5?

Die Mannschaft des TVR in der Saison 2012/2013. Hinten, v.l.: Kai Waldenberger, Denis Nyenhuis, Richard Domke. Vorne, v.l.: Carla Nelte, Chloe Magee, Max Schwenger. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(22.08.2013) Nach dem Aufstieg des TV Refrath in die 1. Bundesliga im Jahr 2009 konnte sich das Team in den letzten Jahren kontinuierlich verbessern. In der vergangenen Saison gelang erstmals mit Platz 6 der Anschluss an das sogenannte Mittelfeld, welches bei nur 10 Teams oft gar nicht wahrnehmbar ist. TVR-Chef Heinz Kelzenberg: „Man spielt in einer so kleinen Gruppe entweder um die Play-offs oder gegen den Abstieg. Jedes andere Ziel ist kaum zu definieren.“

Nicht nur aus diesem Grund wurde innerhalb des Teams vereinbart, das Wort „Abstieg“ ab sofort gar nicht mehr in den Mund zu nehmen und sich stattdessen zielgerichtet nach oben zu orientieren. Dabei ist den Refrather Führungsspielern Carla Nelte, Max Schwenger, Denis Nyenhuis und Richard Domke einerseits bewusst, dass ihr Team zu stark ist, um in Abstiegsgefahr zu geraten. Andererseits ist aber ebenfalls klar, dass das Erreichen der Play-offs möglicherweise noch ein Stück zu weit weg ist. Dennoch möchte man versuchen, so lange wie möglich Kontakt zur Spitzengruppe der Badminton-Bundesliga zu halten.

Nachdem man in der Vorsaison (jedoch mit einem schwächeren Team als dem aktuellen) gegen alle Gegner außer den 1. BV Mülheim mindestens einmal punkten konnte, haben vor allem die deutschen Spieler „Blut geleckt“. Heinz Kelzenberg: „Vor allem Nationalspieler wie Carla Nelte und Max Schwenger möchten mit dem TV Refrath in absehbarer Zeit etwas Zählbares erreichen und vielleicht irgendwann Deutscher Mannschaftsmeister werden.“

Auch der Vereinsvorstand verfolgt diese Zielsetzung, jedoch, wie er ausdrücklich betont, „mittelfristig“ und „nicht um jeden Preis“. So ist der Etat des bergischen Bundesligisten in den letzten Jahren gleich geblieben, betont Kelzenberg, der stolz darauf ist, den überwiegenden Anteil seines Teams mit deutschen Spielern bestücken zu können.

„Max Schwenger und Carla Nelte sind Juwelen, um die uns viele Vereine beneiden, Denis Nyenhuis unsere große Konstante im Team und Richard Domke wird in diesem Jahr nach einer unglücklichen ersten Saison in unserem Trikot seinen Durchbruch schaffen“, so Kelzenberg, der ergänzt: „Und wir haben mit Fabian Roth und Raphael Beck zwei ganz junge Leute, die auch ihre Einsätze bekommen werden.“

Dass ein Unternehmen wie die 1. Bundesliga nicht ohne ausländische Spielerinnen und Spieler vonstattengehen kann, weiß man aus nahezu allen Sportarten. Dass sich jedoch das Gesicht der Badminton-Bundesliga mehr und mehr in eine Richtung verändert, die deutschen Spielern wenig Platz zur Entfaltung bietet, bedauert der Refrather Vorsitzende: „Der Ausländeranteil überwiegt in den meisten Teams, ganze Mannschaften werden nur zu den Spielen eingeflogen.“ So hat der Deutsche Meister EBT Berlin gar keinen deutschen Aktiven mehr in den Reihen und haben Vereine wie Düren und Trittau noch genau einen einheimischen Spieler, Lüdinghausen und Mülheim immerhin zwei. Kelzenberg: „Nachdem das 2. Herrendoppel und das 3. Einzel abgeschafft wurden, was ich nach wie vor sinnvoll finde, ist diese Schieflage entstanden.“

Die Kehrseite der Medaille definiert er so: „Ist es für die Zuschauer wichtig, einem für sie fremden Finnen, Ukrainer oder Engländer zuzuschauen, oder wollen sie nicht lieber Leuten zujubeln, die sie ganz gut kennen, die vielleicht sogar bei ihnen trainieren? Viele Bundesligamannschaften spielen vor nur 100 Zuschauern, der Aufwand verdient bzw. erfordert jedoch 500. Man sollte nicht aufhören, sich mit den Gründen zu beschäftigen.“

Dass es nahezu unmöglich ist, ein „heimisches“ Team ins Bundesligarennen zu schicken, weiß Kelzenberg aus langjähriger Erfahrung, dennoch setzt er auch in naher und ferner Zukunft auf Spieler des eigenen Nachwuchses: „Unser Projekt ‚Refrather Pänz in die Bundesliga‘ wird in absehbarer Zeit Früchte tragen und in der Zweitligamannschaft gelingt es uns ja schon ganz gut.“

Auch der TV Refrath stellt in der nun beginnenden Saison drei ausländische Akteure in seinem ersten Team auf. Im dritten Jahr in Refrath ist die zweimalige irische Olympiateilnehmerin Chloe Magee, die laut Kelzenberg „längst zur Refrather Familie gehört“ und die wesentlich höhere Angebote ausgeschlagen hat, um „ihrem“ TVR treu zu bleiben. Auch Iris Tabeling, die im vergangenen Jahr alle Spiele in der Zweitligamannschaft bestritten hat, soll vermehrt in Team 1 auflaufen. Kelzenberg: „Es hilft uns, mit drei Damen zu spielen, weil unser Doppel dadurch noch stärker wird und sich Chloe voll aufs Einzel konzentrieren kann.“

Neu im Team ist der gerade 21 Jahre gewordene Brite Toby Penty. Die englische Nummer 2 ist zwar nicht der klassische „Punktegarant“ gegen die zum großen Teil erfahreneren und noch stärkeren Spitzenspieler der anderen Teams. Doch es sollte mit ihm an Position 1 und Richard Domke an Nummer 2 gelingen, die eher bescheidene Einzelbilanz aus der Vorsaison (11:25) etwas zu verbessern. Wenn Penty nicht zur Verfügung steht, wäre Jugendeuropameister Fabian Roth der erste „Nachrücker“ und sicherlich auch alles andere als eine schlechte Option für das 2. Herreneinzel. Die Rechnung von Heinz Kelzenberg sieht wie folgt aus: „Wenn wir im Herreneinzel eine ausgeglichene Bilanz spielen würden und nicht wieder neun Damendoppel verlieren, stehen wir in der Tabelle ganz anders da.“

Doch der Blick geht in den Refrather Köpfen nicht nur bis zum April 2014, wenn die letzten Bundesligaspiele anstehen, sondern deutlich weiter. „Unser gemeinsamer Traum ist es, regelmäßig vor 400-500 Zuschauern zu spielen. Wir haben ein Team, das begeistern kann, bedenkt man zum Beispiel, was letztes Jahr während des einen oder anderen Mixed zum Spielende bei uns los war. Wenn wir dann noch unter den ersten Drei wären und in einer ausverkauften Halle Steinbreche um die Deutsche Meisterschaft spielen, dann haben wir vielleicht alles richtig gemacht“.

Noch einmal kritisiert der Refrather Boss die Personalpolitik einiger Top-Teams. Vor allem die Mannschaften mit keinem oder nur einem deutschen Spieler klagt er an: „Eigentlich ist das peinlich, nur kaum jemand spricht es aus. Man bastelt um ein, zwei Eigengewächse ein internationales Team und verkauft es als Heimmannschaft“. Umgekehrt betont Kelzenberg aber auch, dass einige Vereine anders denken und auf den deutschen Nachwuchs setzen. „Vereine wie Beuel, Rosenheim oder vor allem Dortelweil machen das richtig gut und sind auf einem guten Weg.. Spannend ist jedoch die Frage, ob unter dem Strich dann Vereinen wie Aufsteiger Dortelweil das Niveau zum Erhalt der Klasse fehlt.

Ein Blick auf die Gesamt-Statistik spiegelt die aktuellen Fakten wider: Von 85 Spielern, die vermutlich in den zehn Clubs zum Einsatz kommen, sind 37 Deutsche. Das sind gerade mal 43 Prozent, wobei fünf der sechs besten Teams aus dem Vorjahr insgesamt ganze 6 deutsche Spieler und 36 Ausländer unter Vertrag haben. „Da fällt mir nichts mehr ein“, so Heinz Kelzenberg, der die Bundesliga als „betriebswirtschaftliche Katastrophe“ bezeichnet. „Es gibt Vereine, die jammern, dass sie kein Geld haben und nicht antreten können, sich dann aber zu den vorhandenen drei Ausländern noch mit drei neuen verstärken und vor maximal 150 Zuschauern spielen, von denen die Hälfte keinen Eintritt zahlen muss. Das Ganze ist und bleibt so ein Minusgeschäft.“

Im TV Refrath ist man sich jedenfalls sicher, auf dem richtigen Weg zu sein. Die aktuellen Spieler fühlen sich nach eigenem Bekunden sehr wohl und möchten mit dem TVR noch eine Menge erreichen. Außerdem spricht der Altersdurchschnitt für Refrath, denn Spielern wie Nelte (23), Magee (24), Tabeling (22), Penty (21), Domke (22), Schwenger (21), Beck (21) und Roth (17) gehört die Zukunft in der Bundesliga. Dass Doppelspezialist Denis Nyenhuis mit seinen 27 Jahren der „Senior“ der Refrather Bundesligamannschaft ist, macht dies umso deutlicher.

Doch in diesem Tagen dreht sich alles um den Saisonstart. Gleich zu Beginn der Saison trifft der TV Refrath auf zwei Vereine, die in der vergangenen Saison ganz vorne platziert waren. Union Lüdinghausen und BV Mülheim hatten die Saison mit stolzen 26:10 abgeschlossen, wobei die Ruhrstädter schließlich noch mit einem Satz Vorsprung als Dritter in die Play-offs eingezogen waren. Heinz Kelzenberg, der in diesem Jahr Berlin, Bonn und Bischmisheim in der allgemeinen Favoritenstellung sieht, bringt es auf den Punkt: „Wer Richtung Play-offs schielt, sollte tunlichst gegen Mülheim und Lüdinghausen nicht verlieren.“

In den nächsten Tagen dann entscheidet sich, wie die Besetzung in den ersten beiden Spielen sein wird. Heinz Kelzenberg: „Alle sind an Bord, wir haben die Qual der Wahl.“

 


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