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Badmintonwelt

  

Meldungen aus 2003

      

Hafiz Hashim in Malaysia nicht länger erste Wahl
(1.9.03) Staatenlenker sollten weitsichtige Menschen sein. Malaysias Ministerpräsident Dr. Mahathir ist offenkundig ein solcher Mensch. Nach Hafiz Hashims All-England-Sieg im Februar flehte er seine nach solchen Erfolgen üblicherweise zur Euphorie neigenden Landsleute an: "Verderbt Hafiz nicht durch übermäßige Geschenke." (siehe Meldung vom 17.2.03)
Wie die malaysische Zeitung THE STAR am 1. September berichtet, wurde Hafiz jetzt von Trainer Misbun Sidek nicht für den Einzelwettbewerb bei den prestigeträchtigen South East Asian (SEA) Games im Dezember in Vietnam nominiert. Wegen Erfolgslosigkeit. Seit seinem Sieg von Birmingham hat der 21-jährige Shootingstar nicht mehr viele Smashs im Feld seiner Gegner versenkt. Das Aus kam jeweils, bevor das Turnier richtig los ging: Japan Open - zweite Runde, Korean Open - erste Runde, WM - zweite Runde, Singapore Open - erste Runde und Indonesian Open - dritte Runde. "Jetzt muss er bald mal aus den Puschen kommen", mahnte Sidek seinen Schützling. In der Weltrangliste ist Hafiz ("Jetzt will ich Olympiasieger werden.") auf Platz 32 zurückgefallen und damit ein beträchtliches Stück von der Qualifikation für Athen entfernt.
Hier geht's zu Rajes Pauls Bericht in THE STAR: Hafiz falls out of favour after string of lacklustre display
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Österreichischer Badminton Verband hat neuen Präsidenten

(11.6.03) Seit dem letzten Verbandstag hat der Österreichische Badminton-Verband einen neuen Präsidenten. Gewählt wurde Harald Starl (Foto) aus Vorchdorf in Oberösterreich. Er hatte zuvor schon die Verbandsgeschäfte nach dem Rücktritt des alten Präsidenten Robert Pfleger als leitender Vizepräsident geführt. Am 15. Mai in Vorchdorf wurde er nun offiziell ohne Gegenstimme ins Amt gewählt. Als organisatorische Neuerung in der Verbandsstruktur wurde ein aus fünf Personen bestehender Aufsichtsrat eingeführt. Außerdem heißt die oberste österreichische Liga in Zukunft nichts mehr Staatsliga sondern Bundesliga. Lesen Sie die Einzelheiten auf Manuel Röslers badminton.at. Dort gibt's auch eine Übersicht über die neue Verbandsführung.

     

Erste Mannschaftseuropameisterschaft O 40 und O 50 wurde abgesagt
Kein ausreichendes Interesse - Terminkollision mit Senioren-WM
(1.4.03) Nein, es sei kein Aprilscherz, bestätigte die scheidende EBU-Generalsekretärin Gisela Hoffmann eine Meldung der Europäischen Badminton Union. In ihr wurde die Absage der in diesem Jahr erstmalig zur Austragung kommen sollenden Mannschaftseuropameisterschaft der Veteranen verbreitet.
Als Grund war eine zu geringe Beteiligung angegeben. Hoffmann: "Es hatten sich nur sechs bzw. fünf Teams gemeldet, darunter die beiden deutschen. Wir haben dann versucht, noch weitere Meldungen zusammenzutelefonieren, aber überall hieß es nur: No Team."
Hätte man, um die neue Veranstaltung überhaupt ans Laufen zu bringen, nicht auch mit weniger Teams beginnen können? "Für den Ausrichter - wenn er eine europameisterschaftswürdige Veranstaltung auf die Beine stellen will - ist es nicht weniger Arbeit, wenn nur elf Mannschaften spielen statt vielleicht 24. Außerdem sehen die EBU-Regeln bei Europameisterschaften eine Mindestteilnehmerzahl von acht Teams vor. Wär ja auch merkwürdig, fünf Teams treten an und drei davon kriegen eine Medaille. Der walisische Verband war also auch für die Absage. Beschlossen wurde sie letzlich einmütig vom EBU-Council."
Könnte ein möglicher Grund für die mangelnde Resonanz auch die Terminkollision mit der 1. Senioren-WM sein. Die beginnt anderthalb Wochen später in Sofia. Und der Teilnehmerkreis ist der gleiche. Dies sieht auch Hoffmann so: "Für mich ist unverständlich, dass die IBF diesen Termin genehmigt hat. Unsere Veranstaltung stand lange fest. Wir können nur hoffen, dass es in zwei Jahren eine bessere Koordination gibt. Da wollen wir mit unserer Mannschafts-EM einen neuen Anlauf machen."
Die EM für veteranische Mannschaften sollte in den Jahren mit ungerader Endzahl ausgespielt werden, während die Individual-EM in jenen mit gerader Endzahl ausgetragen wird. Ein Mannschaftskampf sollte sich aus je einem Spiel in den fünf Disziplinen zusammensetzen. Die Minimalbesetzung für eine Mannschaft wären demnach zwei Herren und zwei Damen. Als Höchstzahl waren je vier Herren und Damen vorgesehen.

     

Nach dem ersten malaysischen All-England-Sieg nach 37 Jahren
Malaysias Premierminister fordert: Schüttet Hafiz nicht mit Geld zu...
(17.2.03) Nachdem er von Hafiz Hashims All-England-Sieg erfahren hatte, gab Malaysias Premierminister Dr. Mahathir Mohamad gegenüber Reportern seiner Sorge Ausdruck, die Repräsentanten des Bundesstaates aus dem die Hashims stammen, könnten den Sieg nun mit reichlichen Land- und Geldgeschenken honorieren: "Verderbt ihn nicht, indem ihr ihn exzessiv beschenkt. Danach wird er nämlich nicht mehr fähig sein zu spielen, denn er sieht nur noch Land und Geld und Land und Geld und Land und Geld... Wir haben bei unseren vergangenen Champions gesehen, was mit ihnen passiert ist..."
Direkt zum Online-Bericht der New Straits Times vom 17.2.03 Please don't spoil Hafiz: Dr M.

Please don't spoil Hafiz: Dr M
by Ramlan Said and Kamarul Yunus

KUALA LUMPUR, Feb 17:   Datuk Seri Dr Mahathir Mohamad today congratulated Hafiz Hashim on winning the All-England badminton championship but cautioned Malaysians not to spoil the champion by rewarding him excessively.
I congratulate and wish him the best. Now I would like to request everybody not to spoil him,” the Prime Minister told reporters after witnessing the full rehearsal of the opening ceremony of the 13th Non-Aligned Movement summit at the Putra World Trade Centre.
He hoped that the State governments would not reward the new champion with excessive land or cash prizes.
Saying that Hafiz had performed well, Dr Mahathir said: “I hope the states will not give five acres of land, one million in money, after that they will not be able to play anymore because what they see is only land... money..., land, money, five million, three million, one billion,” he said while miming a badminton player in a long rally.
“We have seen what have happened to our previous champions because you spoilt them,” he said when asked to comment on Hafiz’s stunning victory at the championship held in Birmingham, United Kingdom, yesterday.
Hafiz scored one of the biggest shocks in the 104-year history of the All-Engalnd championships when he upset defending champion and top-seed Chen Hong of China to win the men’s singles title.
His 17-14, 15-10 win made him the first Malaysian for 37 years and the first unseeded player for 15 years to win the title, and ended Chinese hopes of equalling their own open era record of winning four of the five titles. The last Malaysian to win the men’s singles title was Tan Aik Huang in 1966.
Besides US$10,000 (RM38,000) prizemoney, Hafiz will also receive a bonus from BA of Malaysia president Datuk Nadzmi Salleh.
Although the amount, known as the presidential bonus, has yet to be announced, Nadzmi had previously rewarded players who won international grand prix circuit titles RM10,000 each.

 

Englische Meisterschaften werden nach alter Zählweise gespielt
(29.1.03) Jetzt geht der englische Badmintonverband (BA of E) - nachdem er schon erfolgreich eine Außerordentliche Mitgliederversammlung der IBF initiiert hatte - voll auf Konfrontationskurs zum Weltverband. Wie Thomas Kobrow von der Nachrichtenagentur Bloomberg mitteilt, werden die am kommenden Wochenende anstehenden Englischen Meisterschaften nicht nach den derzeit gültigen Regeln ausgetragen, sondern nach den "traditionellen". Sportdirektor Baddeley: "Die BA of E hat die neue ungerechte und unvernünftige Zählweise nicht übernommen..." Hier die Meldung:

ENGLISH STICK TO TRADITIONAL RULES
English badminton officials are set to stick to the game's traditional scoring system for this weekend's National Championships at Burgess Hill.
The Badminton Association of England have been at odds with the nternational Badminton Federation over the introduction of shorter games for women's matches.
Under new IBF rules, women's matches are to consist of three games of up to 11 points whilst men will continue to score to 15. The BA of E have already forced the IBF to hold an extraordinary general meeting over the issue in Eindhoven in March.
BA of E chief executive Stephen Baddeley said: ``The BA of E have not adopted the new, inequitable and nonsensical scoring system and have retained the traditional scoring system within our regulations. The nationals will be played according to our regulations.''
Torsten Berg, chairman of the IBF's administration committee, has however hit out at the English authority's decision. He said: ``If the BA of E go on and play mixed doubles and women's doubles to 15 it is not badminton. I suppose it could be called 'old-fashioned badminton', according to the ancient laws.''

    

   

Ab hier abwärts Meldungen aus 2002

 

Thailands Präsident fordert: Badmintonprofi statt Student
(18.11.02) Lesen Sie wie auch in Thailand ein Tennisstar die Badmintonszene beflügelt.

          

Peter Gade lädt Fans zum Chatten ein
Zum Verlauf des Chats. (24.4.) Wie Jürgen Milatz aus ?? mitteilt, hat Dänemarks Superstar Peter Gade angekündigt, auf seiner Website www.petergade.net 
einen Live-Chat mit seinen Fans abhalten zu wollen. Termin: Donnerstagabend, 25. April 2002 (7 pm CET). Auf der Website ist unter News auch zu lesen, dass Gades Knieverletzung eine erneute Operation nötig gemacht hat. Diese hat er am 25. März vornehmen lassen. Dabei ist ihm ein Stück Knorpel aus dem Knie entfernt worden. Acht bis zehn Wochen Pause bedeuten, nicht nur die Europameisterschaft musste ohne Gade stattfinden, auch für die Thomas-Cup-Endrunde wird er dem dänischen Team nicht zur Verfügung stehen.

      

Indonesien holt seine Nummer eins für den Thomas Cup zurück - Indonesischer Verband hebt Taufik Hidayats Sperre auf
(15.3.02) Wie die IBF mitteilt, ist der Streit zwischen dem Indonesischen Badminton Verband (PBSI) und der Singapore Badminton Association (SBA) um die Startberechtigung des indonesischen Superstars Taufik Hidayat beigelegt.
Die Sperre, mit der der 20-Jährige nach seinem Wechsel nach Singapore belegt worden war, ist nach der Unterzeichnung eines Abkommens zwischen den beiden Verbänden aufgehoben worden.
Hidayat kann also - unter indonesischer Flagge - bei den Korea Open und den Japan Open im März und April starten.
Der WM-Dritte von Sevilla äußerte sich in einer Erklärung: "Es tut mir leid, dass meine Absichten missverstanden worden sind. Ich wollte lediglich meine Studien in Singopore fortsetzen und weil ich einmal da war, auch dort spielen. Andere meiner Kollegen haben das in anderen Ländern auch so gemacht. Es war nicht meine Absicht, nie mehr für Indonesien zu spielen. Ich bin stolz darauf, ein Indonesier zu sein und wenn ich nominiert werde, werde ich auch für Indonesien im Thomas Cup spielen."
PBSI und SBA kamen überein, dass Hidayat so schnell wie möglich ins indonesische Trainingscamp zurückkehrt um sich für die Thomas-Cup-Endrunde im Mai vorzubereiten, wo Indonesien Titelverteidiger ist. Man beschloss auch, Austauschprogramme für Spieler beider Länder in Gang zu setzen und es indonesischen Trainern zu ermöglichen, Singapores Spieler zu trainieren."
Weiterhin wurde beschlossen, sich nach dem Thomas-Cup-Wettbwerb zusammenzusetzen und die Beziehungen zwischen beiden Verbänden und die Zukunft Hidayats zu diskutieren.
Im Klartext: Hidayat, der seit zwei Jahren immer wieder mit seinem Verband im Clinch liegt und der zu Jahresbeginn einen Vertrag mit der SBA unterzeichnet hatte, spielt noch den Thomas Cup für Indonesien, dann darf er nach Singapore und dort abkassieren. Der finanzschwache indonesische Verband bekommt die geforderte "Ausbildungskostenerstattung" und verkauft zusätzlich zukünftig sein Know-how an das finanzstarke Singapore.
Siehe auch Bericht in der Jakarta Post vom 14. März.

   

 

 


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