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Deutsche Hochschulmeisterschaft 2004

in Tübingen vom 20. bis 23. Mai.

Ausricher: Institut für Sportwissenschaft, Alberstraße 27.

  

Der Ausrichter hat eine Turnierwebsite eingerichtet.    

Von dieser Seite können die Ergebnistableaus aufgerufen werden.

                   

Die Deutschen Hochschulmeister 2004

HE: Conrad Hückstädt (Universität Saarbrücken)
DE: Anja Weber (Humboldt Universität Berlin)
HD: Michael Fuchs & Kristof Hopp (Universität Saarbrücken)
DD: Katharina Bobeth (FHTW Berlin) & Anja Weber
MX: Boris Reichel (Deutsche Sporthochschule Köln) & Anja Weber
Mannschaft: Uni Mainz
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Herreneinzel an Conrad Hückstädt

   

Anja Weber konnte ihre drei Titel verteidigen

   

Von Verena Burk
(24.5.) Anja Weber von der Humboldt Universität Berlin konnte - wie schon im Vorjahr in Heidelberg - alle drei Hochschultitel erringen. Im Einzel besiegte die Sportstudentin mit 11:6 und 11:2 deutlich ihre Gegnerin Katharina Bobeth (FHTW Berlin). Den dritten Rang belegten gemeinsam Corinna Lux (Universität Ulm) und Aileen Rößler (Universität Köln). Auch im Damendoppel dominierte Weber mit ihrer Partnerin Bobeth die Konkurrenz. Sie siegten im Endspiel gegen die Paarung Melanie Schell (Universität Mainz) und Simone Fulle (Universität Frankfurt) mit 15:1 und 15:12. Corinna Lux (Universität Ulm) & Natalie Tropf (Universität Heidelberg) sicherten sich ebenso wie Aileen Rößler & Anja Fillbrun (beide Universität Köln) die bronzene Nadel des Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverbandes (adh). Ihren dritten Hochschulmeistertitel konnte Weber, Spielerin beim Zweitligisten Eintracht Südring Berlin, gemeinsam mit ihrem Partner Boris Reichel (Deutsche Sporthochschule Köln) erzielen. Sie siegten im Mixedfinale gegen Mike Joppien (Universität Wuppertal) & Marion Appoldt (LMU München) klar mit 15:6 und 15:7. Auf den dritten Rang kamen Felix Künzer & Karoline Neumann (beide TU München) sowie Michael Fuchs (Universität Saarbrücken) & Aileen Rößler.
Wölk konnte nur einen Satz mit Hückstädt mithalten
Das Herreneinzel konnte in einem spannenden Finale der an der Universität Saarbrücken studierende Conrad Hückstädt für sich entscheiden. Der in der 1. Bundesliga für den ETB Berlin startende Hückstädt gewann gegen Andreas Wölk von der Universität Düsseldorf, Nr. 2 der Einzelrangliste des Deutschen Badminton-Verbandes und Nr. 80 der aktuellen Weltrangliste, mit 16:17 15:3 15:7. Auf einen dritten Platz kamen Michael Fuchs (Universität Saarbrücken) und Sven Kastens (Universität Hamburg). In der letzten Disziplin, dem Herrendoppel, konnten sich Michael Fuchs & Kristof Hopp (beide Universität Saarbrücken) gegen Mike Joppien  & Andreas Wölk mit 15:4 und 17:15 durchsetzen. Der dritte Platz ging an Arnd Vetters (Universität Mainz) & Franklin Wahab (Universität Frankfurt) sowie Danny Schwarz (Universität Köln) & Boris Reichel (Deutsche Sporthochschule Köln).
Im Kampf der Geschlechter triumphierte Petra Overzier
Ein besonderes Highlight bei der Tübinger Meisterschaft stellte die „Battle of the Sexes“ dar, bei dem Petra Overzier, Bundesligaspielerin beim 1. BC Beuel und Deutsche Vizemeisterin im Dameneinzel, gegen Matthias Becker, Spieler vom Zweitligisten TV Wehen, antrat. Overzier konnte vor begeisterten Zuschauern in der Sporthalle der Universität Tübingen das Match im dritten Satz für sich entscheiden und zeigte somit eindrucksvoll, welche Entwicklung das Damenbadminton in den letzten Jahren auch in Deutschland vollzogen hat.

      

              

 

Mannschaftswettbewerb: WG München, der Meister der beiden letzten Jahre, nur Vierter

  

Uni Mainz holte sich den Mannschaftstitel

   

Von Verena Burk
(23.5.) Die Universität Mainz ist Deutscher Hochschul-Mannschaftsmeister im Badminton 2004. Die Mainzer Studentinnen und Studenten konnten sich in einem spannenden Finale gegen die WG Hamburg mit 5:3 durchsetzen. Eine starke Leistung zeigte Melanie Schell vom Regionalligisten BV Maintal und Nr. 40 der aktuellen DBV-Einzelrangliste der Damen, die sowohl im Dameneinzel gegen Tanja Glause als auch im Damendoppel mit ihrer Partnerin Anne Zimmermann (BC Remagen) für entscheidende Siegpunkte der Mainzer sorgte. Weitere Siege der Rheinland-Pfälzer wurden durch das Mixed Anne Zimmermann & Bernd Mockenhaupt, durch das 2. Herren-Einzel von Matthias Becker (Nr. 43 der DBV-Einzelrangliste und Spieler des Zweitbundesligisten TV Wehen) und durch das dritte Herren-Einzel von Bernd Mockenhaupt (Nr. 71 der DBV-Einzelrangliste und Spieler des Regionalligisten BC Remagen) erzielt. Im Spiel um Platz drei verlor der Titelverteidiger WG München gegen die Ruhr-Universität Bochum überraschend mit 2:6.
Endspiel: WG Hamburg  - Uni Mainz 3:5
1.HD: Sven Kastens & Sebastian Schöttler -  Matthias Becker & Arnd Vetters 10:15 15:11 15:13
DD: Kirstin Töllner & Tanja Glause - Melanie Schell & Anne Zimmermann 10:15 6:15
2.HD: Alex Schulz & Timo Waschke - Jan Kiel & Stefan Stückrath 15:11 15:13
DE: Tanja Glause - Melanie Schell  4:11  8:11
MX: Alex Schulz & Kirstin Töllner - Bernd Mockenhaupt & Anne Zimmermann 15:13 13:15 8:15
1.HE: Sven Kastens - Arnd Vetters  15:17  15:13  15:13
2.HE: Sebastian Schöttler - Matthias Becker  15:8  6:15  12:15
3.HE: Niclas Lelling - Bernd Mockenhaupt  5:15  8:15
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Um Platz drei: WG München - Ruhr-Universität Bochum 2:6
1.HD: Holsten & Krüpitz - Hetzel & Fabian Dietrich  6:15 3:15
DD: Hoffmann & Neumann - Harwardt & Lakermann 15:10  15:7
2.HD: B. Strödke & Büschel - Kuchenbecker & Björn Janson 0:15 7:15
DE: Hoffmann - Diana Lakermann 11:4 11:5
MX: Künzer & Bader - Janson & Claudia Harwardt 12:15 15:10 15:17
1.HE: Sebastian Strödke - Matthias Kuchenbecker 3:15 7:15
2.HE: Benjamin Strödke - Ingo Hetzel 3:15 0:15
3.HE: Büschel  - Henri Dickmann 12:15 7:15.

Ein dramatisches Halbfinale hatte es zwischen München und Hamburg gegeben. Am Ende hatten die Norddeutschen mit sage und schreibe zwei Punkten die Nase vorn.
Halbfinale 1: WG Hamburg   - WG München  4:4 (9:9 215:213)
1.HD: Kastens & Schöttler - Strödke & Kühnzer 15:7 12:15 14:17
DD: Töllner & Glause - Hoffmann & Neumann  6:15 12:15
2.HD: Schulz & Waschke - Holsten & Krüpitz 15:12 15:12
DE: Glause - Hoffmann  2:11 2:11
MX: Schulz & Töllner - Kühnzer & Baden 10:15 10:15
1.HE: Kastens - Strödke 15:9 15:12
2.HE: Schöttler - Holsten 15:4 15:3
3.HE: Lelling - Krüpitz 10:15 17:16 15:7
Halbfinale 2:  Ruhr-Universität Bochum - Uni Mainz 3:5
1.HD: Kuchenbecker & Andreas Lindner  -  Becker & Vetters 15:9 12:15 9:15
DD: Lakermann & Harwardt - Schell & Zimmermann 14:17 1:15
2.HD: Dietrich & Janson -  Kiel & Mockenhaupt 17:14 15:17 17:16
DE: Lakermann - Schell 11:3 7:11 11:7
MX: Janson & Harwardt - Mockenhaupt & Zimmermann 10:15 11:15
1.HE: Kuchenbecker - Vetters 8:15 15:3 15:10
2.HE: Hetzel - Becker 10:15 15:17
3.HE: Dickmann - Kiel 11:15 15:9 5:15.

          

Bochumer Studies haben Blut geleckt - sie wollen die Mission im nächsten Jahr noch einmal angehen
Von Fabian Dietrich
Im Spiel um Platz drei schlugen die Ruhrpötter von der Uni Bochum den mehrfachen Titelverteidiger - die WG München - mit 6:2. Doch zuvor verlief das Halbfinale äußerst dramatisch. In überwiegend knappen Spielen ging es gegen die Uni Mainz ausgeglichen zu. Fünf der acht Spiele gingen über drei Sätze. Dreimal behielten die Bochumer die Nerven, doch das reichte nicht für den Sieg. Das 1. Herreneinzel, das Dameneinzel und das 2. Herrendoppel gewannen - das war nicht genug.
Die volle Ausgeglichenheit spiegeln die Satzergebnisse wieder. Alle waren hochkonzentriert, trotz kurzer Nacht in der Halle. Mit der Zweitligistin Diana Lakermann (BV Wesel RW), dem Zweiliga-Aufsteiger Matthias Kuchenbecker (Bottroper BG) und dem routinierten Deutschen Meister O 35 Björn Janson (BC Lünen) hatte man drei hochkarätige Zugpferde. Außerdem spielten Claudia Harwardt, Ingo Hetzel, Henri Dickmann, Andreas Lindner, Fabian Dietrich, Sebastian Mathé, Lars Maylandt, Claudia Brockmeyer und Yvonne Müller. Die mannschaftliche Geschlossenheit war Garant für den Erfolg.
Das Team hatte sich souverän für die Endrunde qualifiziert. Bereits im November gewannen sie die NRW-Ausscheidung vor der Uni Münster und der Sporthochschule Köln. In der Zwischenrunde landeten sie hinter Hamburg und vor Braunschweig auf dem zweiten Platz. Damit war man neben Hamburg als zweiter Nord-Vertreter bei den Hochschulmeisterschaften dabei. Auch im nächsten Jahr will das Team zusammen bleiben und noch mal die Mission Deutsche Hochschulmeisterschaft angehen.

Das Team der Ruhr-Uni Bochum 2004: (v.l., hinten) Henri Dickmann, Andreas Lindner, Diane Lakermann, Lars Maylandt, Claudia Harwardt, Sebastian Mathé, Matthias Kuchenbecker, (unten) Ingo Hetzel, Fabian Dietrich, Björn Janson.

     

Mannschafts-Zwischenrunde Nord in einem Ort namens Calberlah

WG Hamburg gut gerüstet - Sie wollen in Tübingen auf's Treppchen

Alex Gerdes von der WG Hamburg berichtet
(3.5.) Am 1. Mai, dem Feiertag der Arbeit war es mal wieder so weit. Die Mannschaft der Wettkampfgemeinschaft der Hamburger Hochschulen tratt in der Zwischenrunde zur deutschen Mannschaftsmeisterschaft an. Wie schon zur Vorrunde musste die Mannschaft wieder nach Braunschweig reisen. Leider hatte man es nicht geschafft die Zwischenrunde nach Hamburg zu holen nachdem sich nach zunächst guten Aussichten doch keine kostenlose Halle zur Nutzung in ganz Hamburg finden ließ.
Schulz und Vieweg fehlten
Diesmal musste die Mannschaft auf seinen Altmeister Alex Schulz verzichten, der leider dieses Wochenende in Dänemark verbrachte. Für ihn rutschte der „Neustudent“ Niclas Lelling vom VfL 93 in die Mannschaft die insgesamt aus Sebastian Schöttler, Sven Kastens, Kirstin Töllner, Tanja Glause (alle VfL 93), Tanja Bollinger, Timo Waschke und dem Berichterstatter (alle SSW Hamburg) bestand. Leider mussten wir auch das Fehlen von Helen Vieweg beklagen, welche uns in der Vorrunde noch so stark vertreten hatte. Ihr war es nicht möglich, neben ihren Abschlussarbeiten einen „lernfreien“ Tag einzurichten.
Wie schon zur Vorrunde traf man sich wieder morgens an der Wichern-Schule
und brach auf, um nördlich von Braunschweig in dem kleinen Ort
Calberlah ein wenig Badminton zu spielen. Nach rund zwei Stunden Fahrt kamen wir in Calberlah an und fanden nahezu optimale Bedingungen vor. Nicht nur, dass die Halle nagelneu war, nein, auch für unser kostenloses, leibliches Wohl war gesorgt.
Zwei von drei
Zu dieser Zwischenrunde hatten sich neben den Unis aus Braunschweig und Hamburg noch die Unis aus Münster und Bochum aus der Gruppe West qualifiziert. Nachdem die Uni aus Münster kurzfristig abgesagt hatte ging es also darum die beiden besten Unis aus den verbleibenden drei zu ermitteln.
Das Losglück bescherte uns in der ersten Begegnung des Tages die Uni aus
Bochum. Schnell lagen wir mit 2:1 ein Führung nachdem wir von den Doppeln
nur das zweite Herrendoppel hatten abgeben müssen. Danach ging noch schnell das Mixed an die Mannschaft aus Bochum, welches dann aber auch der einzige Punkt bleiben sollte den die Bochumer gegen uns holen sollten. Nachdem Kirstin und Sven ihre Einzel souverän nach Hause gebracht hatten, war es Sebastian Schöttler, welcher trotz der noch nicht ganz ausgeheilten Verletzung den Siegpunkt nach Hamburg holte. Zudem gewann auch noch Niclas sein drittes Einzel und der Sieg war mit 6:2 perfekt gemacht.
Bochum übertrumpfte Braunschweig
Im der zweiten Begegnung spielten nun die Unis aus Braunschweig und Bochum gegeneinander. Wir selber hatten hier mit einem Sieg der Mannschaft aus Braunschweig gerechnet welche mit Maurice Niesner einen nicht zu unterschätzenden ersten Herren in ihren Reihen hat. In der Vorrunde hatten
wir gegen Braunschweig noch mit 6:2 gewinnen können, aber auch hier war
Maurice derjenige, der mit seinen Siegen im Einzel gegen Sebastian und im
Mixed die einzigen Punkte hatte machen können. Aber Bochum spielte gut auf und wieder war Maurice der Einzige der Punkten konnte und somit gewann Bochum gegen Braunschweig ein wenig überraschend mit 6:2.
Platz eins gesichert
Somit war das letzte Spiel entscheidend für die genaue Platzierungen der
Mannschaften. Da wir Erster werden wollten, um dann im möglichen Halbfinale Ende Mai nicht gegen den Ersten aus der Gruppe Süd spielen zu müssen, war für uns ein Sieg Pflicht. Wieder konnten wir schnell mit 2:0 in Führung gehen nachdem wir das 2. HD und das DD ziemlich sicher für uns entscheiden konnten. Sven und Sebastian mussten im 1.HD gegen Niesner &
Reichstein über drei Sätze gehen, spielten am Ende aber ihre ganze Routine
aus und brachten den dritten Punkt nach Hause. Wieder einmal als Punktegarant im Einzel stellte sich Kirstin dar, als sie im Einzel Nina Reichstein nicht den Hauch einer Chance ließ. Somit war unser erster Platz schon sicher, aber der Ehrgeiz hatte uns gepackt. Nach einem ansehnlichen Spiel verloren wir zwar das Mixed gegen Reichstein & Reichstein glatt in zwei Sätzen. Doch Sebastian und Niclas hatten mit ihren Einzeln keine Probleme.
Aufgrund der gerade erst überstanden Verletzung von Sebastian hatten wir die Rangliste unserer Mannschaft im Vergleich zur Vorrunde ein wenig verändert und Sven ins erste Einzel gestellt. Im letzten und wohl besten Spiel des Tages, bezwang er Maurice Niesner in drei Sätzen nachdem er zwei Matchbälle hatte abwehren können. Somit ging der Sieg mit 7:1 wohl auch in der Höhe in Ordnung.
Für zwei der letzte Gang
Nun heißt es für die Mannschaft der WG Hamburg ein wenig die Knochen zu schonen, um am Himmelfahrtwochenende vielleicht den großen Wurf zu schaffen. Sollte man im Halbfinale eine lösbare Aufgabe bekommen ist ein Griff zur Deutschen Meisterschaft möglich. Das Potenzial hat die Mannschaft und sollte die Stimmung weiterhin so locker und gut sein, ist alles möglich. Mit dem dritten Platz hingegen haben Timo und Sebastian eine wohl lösbare Parole ausgegeben. Sowohl für Timo als auch für Alex S. und mich ist es wohl die letzte Hochschulmeisterschaft an der wir teilnehmen und somit wäre ein Platz auf dem Treppchen sicherlich ein schöner Abgang.

 

 


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