Über Badmintonmenschen - 2005

      

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Vier Tage ist die kleine Lina auf dem Foto alt und Vater Michael hat offenbar ein gewisses Schlafdefizit.

Vaterfreuden für Ex-Nationalspieler Michael Keck
(13.12.05) Michael Keck, unser Rekordnationalspieler bei den Männern und heutiger Co-Bundestrainer am Olympiastützpunkt Saarbrücken, hat abseits aller Badmintonhallen guten Grund zur Freude. Am 3. Dezember wurde seine Frau Julia Mutter einer Tochter und Michael damit zum erstenmal Vater. Lina soll die Kleine heißen. Zur Welt kam sie in der Klinik in Homburg an der Saar mit Hilfe eines Kaiserschnitts. „Die Personaldaten habe ich auch“, erklärte Michael gegenüber badminton.de. „2810 Gramm hat sie gewogen und 48 Zentimeter groß war sie. Mutter und Tochter geht es gut. Und der Vater ist inzwischen auch wieder nüchtern.“
Michael Keck (36) und die Triathletin Julia Brendel hatten im Dezember 2000 in St. Ingbert geheiratet. In Dezember 2002 hat er sein letztes Länderspiel gemacht. Seit Anfang diesen Jahres ist er im Trainerteam des DBV, arbeitet dort mit Schwerpunkt Doppel und Mixed.
badminton.de sagt der ganzen Familie: Herzlichen Glückwunsch. Wer gratulieren will... Keckofatz @ aol.com.

Sally Yeh, die übersprudelnde Queen of Pop aus Hongkong bringt jetzt Glamour in die Hallen und soll für Pressewirbel sorgen 
Das Weltbadminton hat nun eine Botschafterin
(11.12.05) Mehr Glamour ins Badmintonuniversum. Was Heidi Klum für die Fussballwelt bei der WM-Auslosung dargestellt hat, soll künftig auch in die Badmintonwelt Einzug halten. Recht so, denn warum sollte den Kickern der Glanz schöner Frauen allein vorbehalten sein. Bei Council-Meeting der IBF, das in dieser Woche in Kuala Lumpur stattfand, wurde die Hongkonger Popsängerin Sally Yeh als künftige "world badminton's ambassador" vorgestellt. Die 44-jährige Künstlerin hat ein beeindruckendes Werk an Alben vorliegen, auch in etlichen Filmen hat sie mitgespielt. Durch Sally sollen - so der Plan der IBF-Oberen - die Zuschauermassen in die Hallen gebracht werden. Dies erklärte jedenfalls Council-Mitglied Eraj Wijesinghe aus Sri Lanka auf einer Pressekonferenz: "Wir wollen mit unserem Sport die Massen unterhalten. Sally ist die richtige Person, um unser Spiel zu promoten. Sie wird vom Publikum geliebt und hat eine große Fangemeinde."
Sally selbst ist begeistert von ihrer Aufgabe: "Ich halte Badminton für einen außerordentlich herausfordernden Sport", erklärte sie. "Aber gleichzeitig bringt er auch eine Menge Freude. Die Leute überall in der Welt sollten mehr darüber erfahren. Ich fühle mich geehrt, dass man mich ausgewählt hat, die Rolle einer Botschafterin zu spielen."
Auch wenn die asiatische Berühmtheit dem einen oder anderen Badmintonfreund in Europa möglicherweise bislang unbekannt geblieben ist, so ist Sallys Beziehung zum alten Kontinent ausgesprochen eng. Auf ihrer offiziellen Website http://sallyeh.net/ gibt sie nicht nur als Hobby Badminton an, sondern als ihr Lieblingsland "Europa".
Wer hören will, wie ihre Musik klingt - hier gibt es einen Song im mp3-format.
Auf der Website von Actionstar Jackie Chan ist eine
Video von 1998 downzuloaden (1,6 Mb), das ein Duett der beiden zeigt.
Ihr nächstes Konzert gibt sie übrigens am 25. Dezember im
Mohegan Sun Casino in Connecticut. Hinweis für Schnellentschlossene: Wie badminton.de erfuhr, handelt es sich um ein Weihnachtskonzert für "Casino Spieler", zu dem öffentliches Publikum nur beschränkt Zugang hat.

Thailändische Prinzessin im nationalen Badmintonteam
Auch der Badmintonsport hat jetzt seine Königliche Hoheit
(8.12.05) Der Bobsport hat seinen Prinz Albert, die Reiterei ihre Prinzessin Anne und jetzt haben auch wir Badmintonspieler unsere Köngliche Hoheit. Bei den zu Ende gegangenen SEA Games in Manila war ihre Königliche Hoheit Princess Sirivannavari Nariratana von Thailand Mitglied des thailändischen Badmintonteams. Wie Teammanager Choompon Leelatian in einem Interview with The Nation erklärte, habe sie sich durch hervorragende Leistungen bei den National Youth Games, wo sie zwei Silbermedaillen gewonnen habe, empfohlen.
Und die Prinzessin hatte Grund zur Freude, denn die Damen gewannen im Mannschaftswettbewerb die Goldmedaille nach Siegen über Vietnam, Indonesien und Singapore.
Bangkok Post: It's a golden day for Princess Sirivannavari.
Soweit bekannt, kam die 19-jährige Prinzessin, die als Mode-Designerin schon eine Kollektion präsentierte, dabei nicht zum Einsatz. Sie gilt als Doppelspezialistin und trat mit der erfahrenen Sujitra Eakmongkolpaisarn, die nach zweijähriger Verletzungspause einen Comebackversuch macht, im Individualturnier an. Mit 0:15 2:15 gab es allerdings eine gar unkönigliche Niederlage gegen Irene Chiu & Vanessa Tanco von den Philippinen.
Für all jene Leser, die sich bei den thailändischen Royals nicht so genau auskennen, gibt badminton.de-Korrespondent Ralf Mehlmann-Ebbesterk eine kurze Übersicht über die Platzierung von Her Royal Highness (HRH) Sirivannavari im königlichen Ranking.
Der amtierende König Bhumibol und seine Frau Königin Sirikit haben vier Kinder:
Princess Ubol Ratana (geb. 1951)
HRH Crown Prince Maha Vajiralongkorn (geb. 1952)
HRH Crown Princess Maha Chakri Sirindhorn (geb. 1955)
HRH Princess Chulabhornwalailak (geb. 1957).
Kronprinz Maha Vajiralongkorn wiederum hat mit einer ersten Frau eine Tochter, mit einer zweiten Frau fünf Kinder und mit einer dritten Frau einen Sohn (geb. 2005).
Das letzte der fünf Kinder aus der zweiten Ehe ist eine gewisse am 8. Januar 1987 geborene Prinzession Busya Nambejira. Deren Name wurde zunächst in Siriwanwari umgeändert. Seit dem 8. Januar 1987 heißt sie per könglichem Dekret HRH Princess Siriwannawari Nariratana. Unsere Badminton-Prinzessin ist also eine Enkeltochter von König Bhumibol.
Nachtrag 2007: So schaut sie aus.

Ihren Rekord gilt es jetzt zu knacken: Hans Gebser (li) und Sebastian Weiß, die ersten Rekordhalter im Dauerschlagen.

Hans Gebser und Sebastian Weiß siegten beim bundesweiten Wettbewerb im Dauerschlagen
Die beiden Sieger beim Deutschen Badmintontag kommen von Badminton Burg
(18.11.05) 515-mal schlugen sie in fünf Minuten den Federball hin und her ohne ihn verschlagen. Und sie standen dabei 6,10 Meter auseinander und jeder dabei auf einem kleinen Kasten. Das waren jedenfalls die Bedingungen des anlässlich des Deutschen Badmintontages am 22. Oktober ausgeschriebenen bundesweiten Wettbewerbes 6,10-m-Dauerschlagen.

Die beiden spielen bei "Badminton Burg" in Sachsen-Anhalt. Burg ist ein schmuckes 25000-Einwohner-Städtchen nordöstlich von Magdeburg. Es gehört zum Landkreis Jerichower Land ("Erst kennenlernen - dann bleiben"). Der Verein wurde bereits 1958 als „Abteilung Federball“ der BSG Fortschritt Burg gegründet. Seit 1959 nahm man am Punktspielbetrieb teil und spielte bis zur Wendezeit in der Kreis- oder Bezirksliga mit unterschiedlichen Erfolgen.
Nach der Wende war ein Neustart vonnöten, denn die Mitgliederzahl reduzierte sich zunächst von 46 auf sieben. Ab 1990 erfolgte ein kontinuierlicher Neuanfang unter dem Namen "Badminton Burg der BSG Fortschritt Burg e.V.". 1993 hatte sich, wie Vorsitzender Eberhard Langner berichtet, der Mitgliederbestand wieder auf 46 erhöht. Seit 1994 gibt es auch wieder Nachwuchsmannschaften.
2000 wurde beschlossen, einen eigenständigen Verein unter dem Namen „Badminton Burg e.V.“ zu gründen, der im folgenden Jahr ins Vereinsregister eingetragen wurde. Derzeit hat Badminton Burg 100 Mitglieder, 46 im Seniorenbereich, 41  im Kinder- und Schülerbereich, 13 Jugendliche.
Hans Gebser (21) ist Führungsspieler der ersten Mannschaft, die in der Landesliga, der höchsten Spielklasse im Landesverband spielt. In der Landesrangliste der O 19 belegt er zurzeit den 2. Platz.
Sebastian Weiß (22) steht in der Landesrangliste O 19 auf Platz fünf und ist ebenfalls Stammspieler der ersten Mannschaft. Organisator des Burger Badmintontages war Eberhard Langner.

Seit der Englandtour unserer Nationalmannschaft im November 2004 Rekordnationalspielerin: Nicole Grether. Foto: Alan Spink.

Nicole Grether schon seit einem Jahr Rekordnationalspielerin im DBV
(10.11.05) Verpasst haben die Statistiker im DBV eine bedeutende Veränderung in der Nationalspielerrangfolge. Ein Anruf des "Männer-Lifestyle-Magazins" Matador ("Männer wollen's wissen") brachte sie jetzt zutage. Der verantwortliche Redakteur erstellte eine Liste der Rekordnationsspieler in den verschiedenen Sportarten und wollte noch einmal bestätigt haben, dass der bislang beim Badmintonverband als Rekordnationalspieler geführte Michael Keck mit seinen 75 Einsätzen diese Position immer hoch inne habe. Als daraufhin die Listen aktualisiert wurden, meldete Horst Rosenstock, dass die Spitzenposition bereits seit dem 23. November 2004 an Nicole Grether übergegangen sei. Ihr Einsatz beim Länderspiel gegen England in Portsmouth war ihr sechsundsiebzigster seit ihrer Länderspielpremiere 1994 gegen Frankreich. Damals spielte sie in einem Damenländerspiel Einzel gegen Sandra Dimbour (11:6 11:9) und mit Sandra Beißel Doppel gegen Dimbour & Christelle Mol (15:4 4:15 15:11). Mittlerweile hat sie bereits 84 Länderspiele auf ihrem Konto und sammelt bekanntermaßen noch fleißig weiter. Rosenstock: "Wenn sie nächstes Jahr die Nominierung in die Uber-Cup-Mannschaft schafft, wird sie unsere erste Hunderter."
Nächster von den derzeit noch aktiven Spielern ist Björn Joppien, der mit seinen 49 Länderspielen an Position 16 liegt. Kristof Hopp folgt mit 45 Länderspielen unmittelbar dahinter.
Für den Mitarbeiter von Matador war die neue Nachricht allerdings ohne Belang: "Ob eine Frau Rekordnationalspielerin ist, interessiert uns nicht, wir haben in unserer Liste nur Männer aufgeführt."

Döhmen wird Ruberg - Erneut Badminton-Hochzeit in Wesel
(9.10.05) Holger Schmidt, der Sportwart des Zweitligisten RW Wesel berichtet von einer erneuten Badmintonhochzeit in seinem Verein: "Dirk Ruberg und Steffi Döhmen haben sich getraut. Am 8. Oktober 2005 gaben sich Steffi Döhmen und Dirk Ruberg, beide Topakteure unseres Regionalligateams und langjährige Spieler der ersten Mannschaft des BV Wesel Rot Weiß, das "Ja"-Wort in der Kirche zu Voerde am Niederrhein. Viele Gäste aus der Badminton-Szene waren live dabei. Mit einem Spalier aus Badmintonrackets wurde das frisch getraute Paar aus der Kirche zur bereitstehenden Hochzeitskutsche geleitet. Anschliessend feierten viele Rot-Weiße mit den beiden bis in die frühen Morgenstunden…"
Damit ist nach der Hochzeit von Michaela Döhmen mit Thorsten Hukriede im letzten Jahr (siehe untere Meldung vom 12.8.04), zukünftig auch ihre Zwillingsschwester Steffi nicht mehr mit dem Namen Döhmen in deutschen Badmintonlisten zu finden.
Hier gibt es ein Hochzeitsfoto.

BILD prangert „Mordwaffe Auto!“ an
Anklamer Nachwuchsspieler Sebastian Finck auf Heimweg vom Training von Raser getötet
(27.8.05) Ein Schock für alle Badmintonfreunde in Mecklenburg-Vorpommern und darüber hinaus. Der 16-jährige Sebastian Finck von GW 90 Anklam, mehrfacher Landesmeister bei der Jugend und amtierender Meister im Jungendoppel U 17, wurde am Donnerstag in der vorletzten Woche auf dem Heimweg vom Training um 22.20 Uhr von einem Raser mit dem Auto erfasst und tötlich verletzt. Sebastian war mit dem Fahrrad unterwegs, als er von dem innerhalb einer geschlossenen Ortschaft mit 120 km heranrasenden tiefergelegten Honda Civic eines 20-jährigen Maurerlehrlings frontal erfasst wurde, auf die Kühlerhaube flog und nach hundert Metern vom Fahrzeug fiel. Der Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen. Die Bildzeitung berichtete am 20. August in großer Aufmachung unter der Überschrift „Mordwaffe Auto!“ über den Unfall. Im September wollte Sebastian eine Lehre als Hotelfachmann beginnen, am vergangenen Donnerstag wurde er auf dem Friedhof in Bugewitz beigesetzt.
Lesen Sie die Meldung auf bvmv-online.de.

Ehemaliger NBV-Geschäftsführer Rudi Ding im Alter von 81 Jahren verstorben

(25.8.05) Der Braunschweiger war beim Niedersächsischen Badminton-Verband 27 Jahre ehrenamtlicher Geschäftsführer.

Jochen Cassel nicht mehr in der Nationalmannschaft – Studium geht vor

(6.7.05) Chefbundestrainer Detlef Poste und die anderen Trainer am Bundestützpunkt Saarbrücken wurden von Jochen Cassel schon am vorigen Dienstag informiert. Jetzt teilte der knapp 24-Jährige Student der Betriebswirtschaftslehre seine Entscheidung in einer Rundmail seinen Nationalmannschaftskollegen mit. Aus Studiengründen könne er die Anforderungen, die an ein Hochleistungstraining gestellt werden, nicht mehr erfüllen. Er schreibt: 

"Wie Ihr vielleicht in der letzten Woche schon gehört habt, hab ich mich dazu  entschlossen, Badminton nicht mehr als Leistungssport zu betreiben. Am vergangenen Dienstag hab ich dies Detlef, Jeroen und Kecki mitgeteilt. Der bedeutendste Grund hierfür lag darin, dass ich im nächsten Jahr mit Seminar und Diplomarbeit in der Uni ziemlich viel zu tun haben werde. Seit dem Trainerwechsel ist es mir ohnehin schon sehr schwer gefallen, Sport und Studium unter einen Hut zu bringen und ich sehe keine Möglichkeit, wie ich dies in Zukunft bewältigen könnte. Ich stand also vor der Frage, ob ich entweder mein Studium bis nach 2008 auf Eis lege oder ob ich mich vom Badmintonsport zurückziehe. Ich habe mich für die zweite Alternative entschieden.
Schade, dass Turniere, Lehrgänge und Mannschsftsspiele mit Euch nun vorbei sind. Es war eine manchmal harte, aber doch sehr schöne Zeit, die ich nie vergessen werde. Wie sollte ich auch, schließlich hat mein bisheriges Leben vor allem aus einem Schläger und einem Ball bestanden.

Ich wünsche Euch und dem Trainerteam für die kommenden Turniere viel Erfolg! Vielleicht sieht man sich mal wieder in Saarbrücken, in der Bundesliga oder vielleicht auch auf der nächsten DM."

Jochen Cassel kommt vom 1. BC Hütschenhausen, spielt zurzeit für TuS Wiebelskirchen in der ersten Liga. Mit Birgit Overzier ist er Deutscher Vizemeister im Mixed. Mir ihr liegt er in der Weltrangliste auf Platz 35. Bei den Scottish International im vergangenen November und bei den Finnish International in diesem März erreichten die beiden jeweils das Finale. Insgesamt hat er 14 Länderspiele absolviert, davon die meistem im Doppel mit Joachim Tesche. Sein Debüt gab er am 4. Dezember 2001 in Hamm gegen England, das letzte war am 12. Mai 2004 mit der Thomas-Cup-Mannschaft in Jakarta gegen Dänemark. Bei 15 Einsätzen gelangen ihm vier Siege bei elf Niederlagen.

Mit einem chinesisch-dänisch-deutschen Trainingsmodell will Poste den Sprung in die Weltspitze schaffen

(23.6.05) Bundestrainer Detlef Poste zieht in badminton.de die Bilanz seiner „ersten hundert Tage" und gibt Einblicke in seine Ziele und Arbeitsweisen. Hier lesen...

 

Hielt seinen 40-minütigen Vortrag im Badminton-Outfit: Jörg Müller-Lietzkow vor dem eSports-Forum in Düsseldorf.

Dr. Jörg Müller warb für den Badmintonsport bei den Computerspielern

Beifall für eine Badminton-Spielszene

(11.6.05) Beifall auf offener Szene gab es von den 130 Teilnehmern aus vier Nationen für den Badmintonsport beim eSport-Forum im Düsseldorfer Congress Center. Im Rahmen seines Vortrages "Sind eSports Sport?", ließ Diplomtrainer und DBV-Lehrausschussmitglied Jörg Müller-Lietzkow die im World Wide Web verfügbare Spielszene aus dem Sudirman-Cup-Endspiel im Mixed ablaufen, die 62 Sekungen atemberaubende Ballwechsel zeigte (siehe badminton.de vom 19.5.05).

Die Frage, ob das wettkampfmäßige Austragen von Computerspiel-Turnieren (electronic sport) zwischen mehreren Spielern oder Mannschaften ("Clans") Sport sei, beantwortete Kommunikationswissenschaftler Dr. Müller-Lietkow, der an der Uni Jena arbeitet, mit einem klaren Ja. Die dabei benötigten Fähigkeiten im Bereich Auge-Hand-Koordination und Konzentrationsaufrechterhaltung würden durchaus sportlichen Ansprüchen gerecht würden. Als Vergleichssportarten könne man den Blick auf Schach, Curling, Dart, Schießen oder Billard richten. Auch fünf weiteren Definitonskriterien für Sport würde das wettkampfmäßige Durchführen von Computerspielturnieren durchaus genügen: psychologische Auseinandersetzung, Vorhandensein von Verbandsstrukturen und organisierten Wettkampfsystemen, gesellschaftlicher Relevanz und Medientauglichkeit. Ein Haupthindernis stellt derzeit allerdings noch der Jugendschutz dar. Solange taktische Ego-Shooter-Spiele wie Counter-Strike, in dem elektronisch auf Menschen geschossen wird, zu den beliebtesten Wettkampfspielen gehören und die öffentliche Diskussion dominieren, wird es eine Ablehnungsphalanx unter Führung der Jugendschützer geben. Hier sei - da waren sich in der anschließenden Diskussion die Kongressteilnehmer einig - Handlungsbedarf vonnöten. 

Die Powerpoint-Folien von Müller-Lietzkows Vortrag können hier als pdf-Datei abgerufen werden. 


Manuel Rösler.

Raphael Sachetat und Manuel Rösler starten neues Internetportal

BadZine will Hintergrundberichte aus der nationalen und internationalen Szene bringen

(23.5.05) Als deutscher Ableger der vom französischen Fotografen Raphael Sachetat (www.BadmintonPhoto.com) seit über zwei Jahren betriebenen Seite www.badzine.info ist jetzt deren deutscher Ableger

 www.badzine.de 

im Netz. Die deutsche Redaktion macht Manuel Rösler, Leiter des Sportbüros beim Österrechischen Badminton-Verbandes. Er betreut auch schon die Website des ÖBVs und jene von Dänen-Star Peter Gade. Badzine ist eine Zusammenfügung der beiden Worte Badminton und Magazin. Nach Mitteilung der Macher soll badzine Hintergrundinformationen aus der Badmintonszene und etliche Features liefern. In den ersten Meldungen erfährt der Leser, dass Camilla Martin am Samstag geheiratet hat und dass Xu Quanheng, der ehemalige chinesische Bundestrainer im Alter von 64 Jahren verstorben ist. badminton.de wünscht den Machern viel Erfolg.
Das untere Foto links zeigt BadZine-Initiator Raphael Sachetat (unten Mitte) mit (oben v.l.) Martin Knupp (DBV), William Kings (BAoE), Liang Jinxiong (Xinhua), Edwin Leung (badminton.de)  und Mitarbeitern des Pekinger Medienzentrums beim Sudirman Cup 2005.

   

   

   

   

Marc Zwiebler hat jetzt eigene Website
(14.5.05) Alles über den amtierenden Deutschen Meister und ehemaligen Jugend-Europameister gibt es jetzt auf seiner eigenen Website nachzulesen. Unter
www.marc-zwiebler.de informiert der ehemalige Jugend-Europameister vom 1. BC Beuel über die vergangenen und aktuellen Schritte seiner Karriere. Erster Höhepunkt seiner Kommunikations mit seinen Fans wird der Sudirman Cup in Peking sein, wo Marc neben Björn Joppien für das Einzel vorgesehen ist.


Helen Weyand und ihr Werk - Das Buch kann über die Verlagswebsite zu 16 US$ bestellt werden.

Helen Weyand-Schumacher begann Karriere in Aachen

Deutsche Badmintontrainerin legt in USA einen Roman vor

(3.5.05) Zumindestens in der nordrhein-westfälischen Badmintonszene war sie Anfang der neunziger Jahre wohlbekannt. Helen Schumacher erwarb 1993 im Landesverband NRW die Trainerlizenz B, im gleichen Lehrgang den auch der heutige Bundesjugendtrainer Holger Hasse oder der Wittorfer Bundesligatrainer Ralf Treptau besuchten.
Mit ihrem fröhlichen Naturell und der Fähigkeit auf Menschen zugehen zu können, schaffte sich die gebürtige Malaysierin viele Freunde. Damals spielte sie für Alemannia Aachen und trainierte verschiedene Clubs in der Umgebung. Insgesamt 16 Jahre lebte sie in Deutschland.
1997 zog sie mit ihrem Mann Claus Weyand, der aus beruflichen Gründen in die Staaten ging, in die USA. In Aachen fand damals eine große Abschiedsparty für ihre Badmintonfreunde statt.  Fünf Jahre lebte sie in Dayton, Ohio. Danach verschlug es sie für ein Jahr nach Michigan. Heute lebt sie in Webster im Staat New York. Webster ist ein Vorort der 220 000-Einwohner-Stadt Rochester, etwa sechs Autostunden von New York City entfernt.

Jetzt hat Helen Weyand einen großen Roman vorgelegt. Er heißt THE BIG HEART und ist eine Familiengeschichte, die in einer südostasiatischen Hafenstadt spielt. Im Mittelpunkt steht ein Patriarch, der mit vier Frauen gleichzeitig verheiratet ist. Auf der Verlagswebsite von Authorhouse gibt es eine Vorstellung des Buches, einen Textauszug und die Bestellmöglichkeit.
Dem Badminonsport ist Helen Weyand auch heute noch verbunden. In Dayton war sie fünf Jahre Badmintonlehrerin am Sinclair Community College und zurzeit coacht sie den studentischen Badmintonclub der University of Rochester.

Regelmäßig nimmt sie in den USA an Alterklassenturnieren teil. Als ihren größten Erfolg sieht sie dabei den Mixedtitel in O 50 mit ihrem kanadischen Partner Andre Pomerleau bei den Quebec Masters Open 2004 in Montreal an. „In Kanada ist nämlich der Leistungsstand deutlich höher als in den Staaten“, erklärt sie ihre persönliche Bewertung gegenüber badminton.de
In den USA hat sie im Laufe der Jahre etliche Titel gewonnen. 2003 wurde sie beispielsweise mit Partnerin Elsie Wilson US-Meisterin im Damendoppel O 55.

“In diesem Januar habe ich bei den USA International Masters, mit Paisan den Mixedtitel in O 55 gewonnen und im Damendoppel eine Silbermedaille", zählt Helen weiter auf. Mit Paisan meint sie niemand geringeren als das IBF-Council-Mitglied Paisan Rangsikitpho, den wohl einflussreichsten Amerikaner in der Badmintonwelt.
„Natürlich werde ich auch bei den World Masters Games im Juli in Edmonton spielen“,  berichtet sie über die nahe Zukunft.
„Und wenn alles klappt, werde ich bei der WM im August in Anaheim im Pressebüro mitarbeiten.“
Daneben arbeitet sie an einem zweiten Roman. Er soll im nächsten Jahr erscheinen. Einen Titel gibt es auch schon: Marlene.

Wer sich mit Helen Weyand in Verbindung setzen möchte, hier die E-Mail-Adresse: hweyand @ rochester.rr.com.

Lebte für und mit seiner Mannschaft: Rainer Behnisch, erfolgreicher Manager von Südring Berlin.

Bundesliga-Manager Rainer Behnisch verstorben - Viermal war er mit Südring Berlin Deutscher Mannschaftsmeister
(20.4.05) Eine der schillerndsten Figuren der deutschen Badmintonszene während der letzten 15 Jahre lebt nicht mehr. Rainer Behnisch, ehemaliger Chef des Bundesligisten Eintracht Südring Berlin erlag am 17. April im Alter von 62 Jahren im Berliner Behring-Krankenhaus seinem langjährigen Krebsleiden. Seinen größten Erfolg feierte Behnisch mit seinem Team 1999, als er den Europapokal der Landesmeister gewann. Dies war und ist ein Erfolg, der bislang keiner anderen deutschen Mannschaft gelang.
1997 löste der Inhaber eines Großhandels für Holzfurniere die Badmintonabteilung aus dem Mutterverein BSC Eintracht Südring e.V. und machte sie zum eigenständigen Verein BC Eintracht Südring Berlin. Viermal gewann Behnischs Team, in dem zahlreiche Ausländer vor allem aus Schweden spielten, die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft: 1997, 1999, 2000 und 2001. In den letzten Jahren war es immer ein Spitzenteam in der Liga. Nach neun Jahren ununterbrochener Zugehörigkeit zur 1. Liga zog Behnisch, der sich leidenschaftlich für seinen Verein einsetzte, die Mannschaft am Ende der Saison 2002/03 allerdings aus wirtschaftlichen Gründen in die 2. Liga zurück. Mit dem Rückzug legte er auch den Vereinsvorsitz und sein Amt als Beisitzer im Bundesliga-Ausschuss nieder. 

Seinen letzten Auftritt in der Badmintonszene hatte Rainer Behnisch in diesem Februar beim Play-off-Halbfinale EBT Berlin gegen Bischmisheim. Der Termin für die Trauerfeier steht noch nicht fest.

Lesen Sie die Würdigungen...
...des Bundesliga-Ausschusses,
...des Badminton-Verbandes Berlin-Brandenburg.

Verbandschef Erich Kniepert wird sechzig

(13.4.05) Der Präsident des Baden-Württembergischen Badminton-Verbandes Erich Kniepert feiert am 13. April sein sechzigsten Geburtstag. Seine Badmintonkarriere begann er beim TV Wetzlar. Seit 15 Jahren führt er den BWBV. Lesen Sie die ausführlichen Glückwünsche auf bwbv.de


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