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Internationale Deutsche Hochschulmeisterschaft 2005

in Göttingen vom 5. bis 8. Mai.

Hochschulsportzentrum, Sprangerweg 2.

Ausrichter ist die Universität Göttingen.

Referee ist Harald Hartung (Salzgitter). 

Turnierwebsite: www.badminton-dhm-goettingen.de 

                   

Die Deutschen Hochschulmeister 2005

HE: Andreas Wölk (Uni Düsseldorf)
DE: Katharina Bobeth (FHTW Berlin)
HD: Andreas Wölk & Mike Joppien (Uni Düsseldorf/Uni Wuppertal)
DD: Katharina Bobeth & Jessica Willems (FHTW Berlin/Uni Eichstätt)
MX: Leif-Olaf Zöllner & Katharina Bobeth (WG Braunschweig/FHTW Berlin)
Mannschaft: WG Saarbrücken
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Die "dritte Halbzeit" kam auch in Göttingen wiedermal nicht zu kurz

  

Katharina Bobeth und Andreas Wölk Königin und König in Göttingen

  

Von Jan Schwarz

(18.5.05) Wo A-Klasse- auf Nationalspieler treffen, wo fünf Tage lang ein umfangreiches Rahmenprogramm die Teilnehmer nicht nur auf dem Spielfeld bei Laune hält, wo den Zuschauern in den Finalrunden das Niveau einer deutschen Rangliste geboten wird - da sind die Banner des adh nicht weit. Der Allgemeine Deutsche Hochschulsportverband richtete zusammen mit der Uni Göttingen die Internationalen Deutschen Hochschulmeisterschaften aus. Die besten vier Universitäten spielten um den Mannschaftstitel, und auch in den Individualwettkämpfen wurden alte und neue Titelträger gekürt. Die „dritte Halbzeit“ kam auch nicht zu kurz.
Bastian Kruse, Disziplinchef Badminton beim adh, gibt zu, dass er nicht selten von den Spitzenspielern zu hören bekommt, es sei das Turnier, das am meisten Spaß mache. Neben dem hohen Spielniveau freuen sich die Spieler vor allem darauf, sich abseits der Courts wieder zu sehen. „Bei den Meisterschaftsspielen oder Ranglisten sieht man sich höchstens beim Essen außerhalb der Halle“, weiß Katharina Bobeth. Und auch Andreas Wölk lobt das besondere Flair der IDHM: „Das beste Turnier des Jahres“.

"Triple" nicht erwartet

„Ich kann fast nicht mehr stehen“, gibt die frisch gekürte dreifache Deutsche Hochschulmeisterin Katharina Bobeth nach den Finalspielen zu. Schon bei ihren beiden vorangegangenen Teilnahmen hat sie mit Anja Weber den Doppeltitel gewinnen können. In diesem Jahr gelang es ihr zusammen mit Jessica Willems gegen Aline Decker und Eva Schneider.
„Die Erfolge im Einzel und Mixed kamen für mich wirklich überraschend“, freut sich Bobeth. Im Einzel musste die 23-Jährige in den letzten drei Spielen über den Entscheidungssatz gehen. Gegen Franziska Prax sicherte sich die Studentin der FHTW Berlin den ersten IDHM-Titel in dieser Disziplin. Gleiches gelang ihr an der Seite von Leif-Olav Zöllner (WG Braunschweig) im Mixed. Nach einem hart umkämpften Halbfinale gegen Laura Ufermann & Sebastian Kreibich fiel die Entscheidung auch im Finale gegen Sonja Martenstein & Michael Cassel erst im dritten Satz.
Zwar kein „Triple“ aber ebenfalls maximalen Erfolg konnte Andreas Wölk für sich verbuchen. Nach seinem Titelgewinn 2003 und der Finalteilnahme im vergangenen Jahr, sicherte sich der Düsseldorfer BWL-Student gegen Sven-Eric Kastens abermals den Titel. Im Finale der Topgesetzten behielt der 25-Jährige in zwei Sätzen die Oberhand. Das Podium komplettierten Jochen Cassel und der stark aufspielende Stephan Löll. Im Herrendoppel konnte Sven-Eric Kastens an der Seite von Michael Fuchs (Saarbrücken) gegen Andreas Wölk und Mike Joppien (Uni Wuppertal) ebenfalls nur als zweiter Sieger vom Court gehen.

Planungen begannen vergangenen Oktober

„Auf den DHM gibt’s keine Ausreden“, erklärt Andreas Wölk, „hier hat jeder die gleichen Bedingungen - es sind halt nur andere als sonst!“ Dass die Spieler schon einmal mit weniger Schlaf als bei anderen Wettkämpfen auf das Feld gehen, liegt nicht zuletzt am Rahmenprogramm. Dies wurde von der Anreise am Mittwoch 18 Uhr bis zum Sonntagnachmittag hervorragend vom Team der Uni Göttingen durchgeplant. Vier Abende in Göttingen bedeuteten auch vier Möglichkeiten zum Feiern für die Spieler. Ob im Foyer der Halle oder in der Göttinger Disco „einsB“, die gute Stimmung hielt sich vom Anfang bis zum Ende. Dafür, dass die Teilnehmer in so einem entspannten Umfeld die fünf Tage verbringen konnten, sorgte ein 23-köpfiges Organisationsteam um Jennifer Greune. Schon im Oktober 2004 kamen die Studenten aus Göttingen zusammen, um mit den Planungen für das Event im Mai zu beginnen. Schließlich wurde der Ablauf für die Spieler von halb acht Uhr morgens bis spät in die Nacht organisiert. Ob es um den Shuttle-Service, die Verpflegung, die Abendplanung, Sponsoren oder die Turnierleitung ging – in allen Bereichen gab es Lob für die Ausrichter. So konnten die IDHM erstmals auf Spielfeldmatten ausgerichtet werden. Auch das Ambiente für die Finalspiele und das Abkleben der Fenster kann Vorbildcharakter für so manche Bundesligabegegnung haben. „Ein dickes Lob an das Orga-Team“, gab es von Michael Fuchs und auch Bastian Kruse freute sich über die Kreativität und das Engagement der Göttinger.
Neben einigen Animationen, wie Cheerleading oder Ausdruckstanz, und dem gefüllten Rahmenprogramm, unter anderem mit Speedminton, wurde auch bei den Mannschaften um Meisterehren gespielt.

  

Sieger und Platzierte:

Herreneinzel

Andreas Wölk (Uni Düsseldorf) - Sven-Eric Kastens (WG Saarbrücken) 15:10 15:5

3. Jochen Cassel (WG Saarbrücken) und Stephan Löll (Uni Bochum);

Dameneinzel
Katharina Bobeth (FHTW Berlin) - Franziska Prax (WG Mainz)
11:8 2:11 11:5
3. Claudia Ritter (WG Darmstadt) und Aline Decker (WG Saarbrücken);

Herrendoppel
Mike Joppien & Andreas Wölk (Uni Wuppertal/Uni Düsseldorf) - Sven-Eric Kastens & Michael Fuchs (WG Saarbrücken)15:12 15:10

3. Marc Hannes & Boris Reichel (WG Köln) und Felix Künzer & Sebastian Strödke (WG München);

Damendoppel
Katharina Bobeth & Jessica Willems (FHTW Berlin/Uni Eichstätt) - Aline Decker & Eva Schneider (WG Saarbrücken) 15:10 15:9
3. Sonja Martenstein & Melanie Schell (WG Mainz) und Maria Holkenbrink & Franziska Prax (WG Köln/WG Mainz);

Mixed
Leif-Olav Zöllner & Katharina Bobeth (WG Braunschweig/FHTW Berlin) - Sonja Martenstein (WG Mainz) & Michael Cassel (WG Saarbrücken) 9:15 15:11 15:5
3. Sebastian Strödke & Kristina Kreibich (WG München/WG Saarbrücken) und Sebastian Kreibich & Laura Ufermann (TU Kaiserslautern/Uni Duisburg).

Von hier können die Turnierpläne aufgerufen werden.

Konnte nach acht Endspielsätzen nicht mehr stehen: Dreifache Titelträgerin Katharina Bobeth, hier mit Mixedpartner Leif-Olav Zöllner. Foto: Pascal Histel.
Gruppenbild mit Finalisten: (hinten v.l.) Organisationsleiterin Jennifer Greune, Melanie Schell, Franziska Prax, Sonja Martenstein, Michael Cassel, Kristina Kreibich, Mike Joppien, Michael Fuchs, Miriam Bühl aus dem Orga-Team, (vorne) Claudia Ritter, Eva Schneider, Aline Decker, Katharina Bobeth, Jessica Willems, Andreas Wölk. im Vordergrund: Leif-Olav Zöllner. Foto: Uni Göttingen.

Mannschaften kämpften auch um Startplätze bei der EM

 

Neuling Saarland gewann gleich den Mannschaftstitel*  

  

Die „final four“ waren die Wettkampfgemeinschaften aus Braunschweig, München, Saarbrücken und Mainz. Dieses Jahr schienen die Teams besonders motiviert, da es um zwei Startplätze für die EM im eigenen Land ging. Im ersten Halbfinale standen sich der Turnierfavorit aus Saarbrücken und die Titelverteidiger aus Mainz gegenüber. Für die Saarbrücker um Michael Fuchs war es die erste Mannschaftsteilnahme. Sie konnten ein namhaftes Team ins Rennen schicken und besiegten die Mainzer mit 6:2. Aus dem anderen Halbfinale gingen die Braunschweiger mit 5:3 als Sieger gegen München hervor. Mit dem gleichen Ergebnis errangen die Mainzer im kleinen Finale gegen München den dritten Platz. Das Finale wurde dann zur Kür der Saarbrücker, die beim 8:0 über Braunschweig ihre Stärke demonstrierten.

Einige Neuerungen gab es in Göttingen, die vielleicht auch in den nächsten Jahren Bestand haben werden. Die Austragung auf den Spielfeldmatten und ein Speedminton-Turnier im Rahmenprogramm würden sicher auch die Teilnehmer der IDHM 2006 freuen. Zudem wurde ein Veterans Club ins Leben gerufen. Hier finden sich die „alten Hasen“ der IDHM zusammen, die sich auf und nicht zuletzt neben dem Spielfeld verdient gemacht haben.
Die Beteiligung in Göttingen war mit 216 Startern aus über 50 Unis im Vergleich zu den vergangenen Jahren ein Grund zur Freude. Lediglich das Ausbleiben der Damenelite war ein Wermutstropfen. Während bei den Herren acht Spieler aus den  Top 20 der DBV-Rangliste am Start waren, fand nur eine Top 20-Dame den Weg nach Göttingen.
Das nächste Highlight im Hochschulbadminton werden die Europäischen Titelkämpfe in Mainz vom 27. bis 30. Oktober sein. Alle in Göttingen nominierten Spieler und Mannschaften wollen bis dato ihr Startrecht wahrnehmen, was ein hochklassiges Teilnehmerfeld erwarten lässt.

Endspiel WG Saarbrücken  -  WG Braunschweig 8:0
2.HD: Cassel, M & Fuchs  -  Zöllner & Horatzek 15:7 15:13
DD: Kreibich & Decker  -  Reichstein & Horatzek 15:2 15:4
1.HD: Cassel, J & Kastens, S-E  -  Niesner & Zander 15:10 15:6
DE: Schneider  -  Wulfmeier 11:5 11:0  
MX: Cassel, M & Decker  -  Zöllner & Reichstein 15:12 7:15 15:13
3.HE: Fuchs  -  Zander 15:11 15:10
2.HE: Kastens  -  Feist 15:12 15:8
1.HE: Cassel, J  -  Niesner 15:6 15:11.

Endstand:

1. WG Saarbrücken mit Aline Decker, Eva Schneider, Kristina Kreibich, Michael Cassel, Jochen Cassel, Sven-Eric Kastens, Michael Fuchs.
2. WG Braunschweig mit Nina Reichstein, Kirsten Wulfmeier, Marta Binkowski, Sonja Horatzek, Sascha Horatzek. Stefan Saltzmann, Leif-Olav Zöllner, Maurice Niesner, Till Zander, Lars Feist.
3. WG Mainz mit Sonja Martenstein, Franziska Prax, Melanie Schell, Jan Kiel, Stefan Stückrad, Axel Rotmaier, Matthias Becker, Arnd Vetters.
4. WG München mit Stephanie Bader, Karoline Neumann, Marion Appoldt, Florian Fleischer, Tobias Greiner, Timo Courage, Felix Künzer, Sebastian Strödke.

Hier gibt es alle Mannschaftsergebnisse.

    

*Nicht erste Teilnahme und nicht erster Titel für Uni Saarland

(29.5.05) Edgar Hammes aus Kaiserslautern weist darauf hin, dass es schon früher Teilnahmen der Uni Saarbrücken an der Mannschaftsmeisterschaft gegeben hat und auch einen Titelgewinn.

Universität des Saarlandes wurde Hochschulmannschaftsmeister

Zum ersten Mal dabei - und gleich gewonnen(*)

Von Michael Fuchs (Uni Saarland)

(26.5.05) Für das Badminton-Team der Universität des Saarlandes hatten die diesjährigen Internationalen Deutschen Hochschulmeisterschaften einen ganz besonderen Reiz: erstmalig traten die Saarländer auch im Mannschaftswettbewerb um den Titel des Deutschen Hochschulmeisters an. Obwohl sie zum ersten Mal mit von der Partie war, fuhr die UdS als Favorit und mit dem Ziel der Qualifikation zur Europäischen Hochschulmeisterschaft nach Göttingen. 

Die Halbfinalbegegnungen

Die Halbfinalbegegnungen von Göttingen wurden aufgrund der Zwischenrundenergebnisse, wo sich Braunschweig im Norden gegen Mainz durchsetzen konnte und die Uni Saarland im Süden die WG München bezwang, ermittelt. Daraus ergab sich schließlich, dass im Semifinale dann München gegen Braunschweig antreten musste und die Titelverteidiger aus Mainz es mit den Titelfavoriten aus Saarbrücken aufzunehmen hatten.
Im ersten Halbfinale zwischen Braunschweig und München kam es zu einem Kopf an Kopf Rennen. Zum Auftakt konnten die Münchner sich zwar das Damendoppel von Neumann & Bader gegen Reichstein & Horatzek knapp in drei Sätzen sichern, doch dieser Vorsprung hielt nicht lange, denn beide Herrendoppel gingen an die Niedersachsen. Dabei bezwangen Niesner & Zander im ersten Herrendoppel Strödtke & Courage in drei Durchgängen und im zweiten Herrendoppel gingen Zöllner & Horatzek nach zwei Sätzen gegen Künzer & Greiner als Sieger vom Feld. Durch einen klaren Sieg von Steffi Bader im Dameneinzel konnten die Bayern allerdings sofort wieder ausgleichen und vor den Herreneinzeln stand es somit 2:2. Maurice Niesner brachte seine Braunschweiger durch einen Erfolg über Sebastian Strödkte im ersten Herreneinzel zunächst wieder in Front, ehe Felix Künzer durch ein 15:7/15:9 gegen Lars Feist wieder ausgleichen konnte. Somit mussten die beiden letzten Partien entscheiden. Dabei sah es lange Zeit nach einem Unentschieden aus und auf der Tribüne wurden schon die ersten Rechenspiele angestellt, doch diese kamen schlussendlich doch nicht zum Einsatz. Im dritten Herreneinzel unterlag der Münchner Tobias Greiner nämlich „Routinier“ Sascha Horatzek in zwei Durchgängen und das finale Mixed zwischen Zöllner & Reichstein und Courage & Neumann konnten die Braunschweiger schließlich mit 15:3 im dritten Satz auch noch für sich entscheiden und somit einen 5:3 Erfolg über die WG München und damit den Finaleinzug feiern.
In der Partie zwischen Mainz und Saarbrücken ging es da schon deutlicher zu. Nach zwei Saarbrücker Siegen in den Herrendoppeln, Kastens & J. Cassel gegen Becker & Rotmaier im ersten sowie Fuchs & M. Cassel gegen Kiel & Stückrad im zweiten, gingen die Saarländer mit 2:0 in Führung. Zwar konnte das Mainzer Damendoppel, Martenstein/Prax, durch einen Zwei-Satz-Sieg über Decker & Schneider nochmals auf 2:1 verkürzen, doch die Saarländer bauten ihren Vorsprung durch die Siege von Jochen Cassel über Arnd Vetters im ersten Herreneinzel sowie von Sven-Eric Kastens über Matthias Becker im zweiten Herreneinzel kurz darauf auf 4:1 aus. Da im Anschluss Michael Fuchs durch einen Sieg im dritten Herreneinzel gegen Jan Kiel auch noch den fünften Punkt für die Saarländer holen konnte, hatten die zwei verbleibenden Begegnungen nur noch ergebniskosmetischen Charakter. Hierbei setzten sich die Mainzer Vetters & Martenstein im gemischten Doppel gegen Michael Cassel & Kristina Kreibich durch, zogen im abschließenden Dameneinzel, das Eva Schneider in zwei Durchgängen gegen Melanie Schell gewinnen konnte, aber nochmals den Kürzeren.

Braunschweigern gelang im Finale nicht mal der Ehrenpunkt

Somit standen sich im Finale um die Deutsche Hochschulmeisterschaft die Sieger der beiden Zwischenrunden, Braunschweig und Saarbrücken, gegenüber. Die Saarländer, die mit mehreren Nationalspielern angetreten waren, wurden dabei ihrer Favoritenrolle voll und ganz gerecht. Durch zwei souveräne Auftaktsiege von Jochen Cassel & Sven-Eric Kastens gegen Niesner & Zander im ersten Herrendoppel und Decker & Kreibich gegen Horatzek/Reichstein im Damendoppel gingen die UdS`ler direkt mit 2:0 in Front. Diese Führung sollte im direkten Anschluss durch das zweite Herrendoppel, Michael Cassel & Fuchs gegen Zöllner & Horatzek, und das Dameneinzel, Schneider gegen Wulfmeier, auch noch auf 4:0 ausgebaut werden. Jochen Cassel machte mit seinem Sieg im ersten Herreneinzel über Maurice Niesner den fünften Punkt und somit den Titelgewinn der Saarländer perfekt. Das 6:0 steuerte Sven-Eric Kastens durch einen Sieg über Lars Feist bei, bevor Michael Fuchs im dritten Einzel gegen Till Zander gar den siebten saarländischen Zähler holte. Sogar der Ehrenpunkt blieb den Niedersachsen verwehrt, denn im gemischten Doppel zwischen Michael Cassel/Decker und Zöllner/Reichstein kämpften die Saarbrücker bis zum Ende und verließen schließlich mit 15:13 auch diese Partie als Sieger. Somit erspielte sich das Team der Universität des Saarlandes durch ein souveränes 8:0 im Finale über die WG Braunschweig bereits bei Ihrer ersten Teilnahme den Titel des Deutschen-Hochschul-Mannschaftsmeisters. Dies berechtigt die Saarländer nun gleichzeitig zur Teilnahme an den Europäischen Hochschulmeisterschaften in Mainz, wo sie Deutschland natürlich würdig vertreten wollen. Aufgrund des „Sudirman-Cup-Modus“, das heißt es wird nur ein Spiel aus jeder Disziplin ausgetragen, sehen die Saarländer selbst ihre Chancen zwar etwas geschmälert, doch ein Podestplatz sollte für das Team trotzdem noch erreichbar sein. 
Im Spiel um Platz drei behielt der Titelverteidiger des Vorjahres, die Uni Mainz, die Oberhand gegen die WG München und sicherte sich somit den Bronzerang. Dabei trugen vor allem die Mainzer Damenpunkte zu deren 5:3 Sieg bei, denn sowohl das Dameneinzel von Franziska Prax als auch das Damendoppel Martenstein & Schell sowie das Mixed Kiel & Martenstein verließen als Sieger das Feld. Dazu kamen die Punkte von Vetters & Becker im ersten Herrendoppel und von Jan Kiel im dritten Herreneinzel. Auf Münchner Seite siegten Künzer & Greiner im zweiten Herrendoppel, Sebastian Strödtke im ersten Herreneinzel und Felix Künzer im zweiten Herreneinzel. 

Siegervideo des Vorjahres als Highlight

Insgesamt wurde im Rahmen des Team-Wettbewerbs hochklassiges Badminton gezeigt und, was fast noch wichtiger ist, die Stimmung war sowohl innerhalb der Mannschaften als auch teamübergreifend sowie unter den Zuschauern durchweg sehr gut. Als abschließendes Highlight des ersten Wettkampftages wurde von der Uni Mainz das „Sieger-Video“ aus dem Jahr 2004 gezeigt. Dieses könnte durchaus auch als Bestechungsversuch gewertet werden, denn ein weiteres Video gibt es nur, wenn Mainz nochmals den Titel holt. Doch vermutlich werden auch im kommenden Jahr wieder einige Teams antreten, um dies zu verhindern.


© 2004 Deutscher Badminton-Verband e.V.