Über Badmintonmenschen - 2006

      

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Reicht es für Petra? - Ja, es hat gereicht. Foto: VICTOR.

Petra hat es geschafft - sie wurde NRW-Sportlerin 2006
(12.12.06) Alle Badmintonfreunde können sich mit freuen. Es war knapp, aber es hat gereicht. Mit 44,4 Prozent der abgegebenen Stimmen siegte unsere WM-Dritte bei der Wahl zur NRW-Sportlerin des Jahres vor Dressurreiterin Isabell Werth, die 41,3 Prozent erhielt. In der Montagabendsendung von Sport im Westen des WDR-Fernsehens wurde das Ergebnis bekanntgegeben und ein Interview, das in der Trainingshalle in Mülheim aufgezeichnet worden war, eingespielt. Bei den Männern gewann Fußballer Lukas Podolski, bei den Mannschaften das Voltigierteam von RSV Neuss-Grimlinghausen. Zu den Ergebnissen bei wdr.de.
badminton.de sprach mit der Gewinnerin:

Hast Du Dich gefreut?
Natürlich. Es kam halt schon überraschend. Mit 44 gegenüber 41 Prozent von Isabel Werth war es ja auch recht knapp. Ich denke, die Hinweise im Internet haben geholfen. Ich möchte mich daher bei allen, die mich unterstützt haben, bedanken.
Wie hast Du erfahren, dass du nominiert worden warst?
Durch einen Brief, den ich vom WDR bekommen habe.
Und dass Du gewonnen hast?
Durch einen Anruf am letzten Donnerstag. Abends war dann ein Kamerateam bei uns in Mülheim in der Halle mit dem Reporter Dennis Steffen. Die haben ein Interview von etwa zweieinhalb Minuten gemacht. Aber es sollte bis zur Ausstrahlung der Sendung geheim bleiben.
Was gab es denn als Preis?
Einen Pokal. Einen relativ großen sogar. Der bekommt jetzt einen Platz bei mir im Büro.
Und sonst gab es nichts? Gibt es nicht noch eine größere Feierlichkeit?
Nicht dass ich wüsste. Vom WDR habe ich in diese Richtung nichts gehört bisher. Ich hab nur noch eine Einladung vom NRW-Innenminister. Der hat erfolgreiche Sportler für Ende Januar zu einem Essen eingeladen. Da geh ich natürlich hin.
Was liegt bis dahin sportlich für dich an?
Nicht viel. Bundesliga werde ich natürlich spielen. Aber keine internationalen Turniere. Die Asientour im Januar werde ich nicht mitmachen. Ich brauch da nicht unbedingt zu spielen, da ich keine Weltranglistenpunkte zu verteidigen habe. Mein nächstes großes Turnier wird dann die Deutsche Meisterschaft Anfang Februar in Bielefeld sein. Bis dahin kann ich schön trainieren.
Vielen Dank Petra. Herzliche Glückwünsche und auch weiterhin gute Aufschläge.

Wurde Petra Overzier NRW-Sportlerin des Jahres?
(28.11./6.12.06) Unsere Beueler WM-Dritte Petra Overzier kann es Xu Huaiwen nachmachen, die im Saarland Sportlerin des Jahres wurde. Sie wurde bei der vom Westdeutschen Fernsehen durchgeführten Wahl als Kandidatin vorgeschlagen. Konkurrentinnen sind Steffi Nerius (Speer), Isabell Werth (Pferd), Sandra Kiriasis (Bob) und Michaela Daamen (Kugel). Gestern ging die Publikumsabstimmung zu Ende. Die Bekanntgabe des Ergebnisses erfolgt am kommenden Montag, dem 11.12. zwischen 22 und 22.30 Uhr in der Sendung Sport im Westen im WDR Fernsehen.
Der Text mit dem Petra auf der Wahlseite bei wdr.de vorgestellt wurde:

"Ich habe nur versucht, jedes Spiel zu genießen. Das Ergebnis ist mir nicht wichtig, solange ich meine Fähigkeiten auf dem Feld zeigen kann", sagte Petra Overzier nach dem überraschenden Gewinn der Bronzemedaille bei der Badminton WM in Madrid im September diesen Jahres. Und ihr Können verhalf dem Deutschen Badminton Verband mit ihrer Bronzemedaille zum größten Erfolg der Verbands-Geschichte. Außerdem sorgte die 24-Jährige als deutschstämmige Spielerin im WM-Halbfinale für einen "Farbklecks", in der von Asiaten dominierten Sportart. Bei den Deutschen Meisterschaften in diesem Jahr musste sich die Kölnerin erst im Finale Huwaein Xu vom 1. BC Bischmisheim geschlagen geben.

Alexander Sun und Hannah Paustian erzielten mit 11 Treffern bei 20 Versuchen am 18. November die bundesweit höchste Trefferzahl im Wettbewerb "Zweierstafette".

Schleswig 06 ist ein Verein im Aufwind

Hannah Paustian und Alexander Sun erzielten den bundesweiten Höchstwert beim Deutschen Badminton-Aktionstag am 18. November

(28.11.06) Tatort war die Sechs-Felderhalle der Lornsenschule in Schleswig. Beim Badminton-Aktionstag, den Schleswig 06 am 18. November ausrichtete, beteiligten sich neun Paare am bundesweiten Wettbewerb Zweierstafette. Aus 15 Metern waren mit zwei Schlägen 20 Bälle in einen Kasten zu schlagen.  In ihrem vierten Versuch erzielten Hannah Paustian und Alexander Sun dabei elf Treffer. Dies war an jenem Tag die deutschlandweit höchste gemeldete Anzahl von Bällen. Bereits eine Woche zuvor wurde dies von beiden beim Training erprobt. Die 14-jährige Hannah spielt seit sechs Jahren Badminton. Sie besucht in Schleswig das Gymnasium Lornsenschule und nimmt u.a. im Rahmen von „Jugend trainiert für Olympia“ an der Kooperation zwischen den Schleswiger Gymnasien Dom- und Lornsenschule und dem Verein unter Leitung von Ulrich Böhm (Sportlehrer und Spieler von Schleswig 06) teil. In der vergangenen Saison 2006 wurde die Schülermannschaft in der Wettkampfklasse der 15-17-Jährigen Vizelandesmeister und verpasste nur knapp die Qulaifikations für das Bundesfinale in Berlin. 
Bei Schleswig 06 spielt Hannah gemeinsam mit Alexander in der U-19-Jugendmannschaft. Sie belegt derzeit in der Landesrangliste im Einzel den 5. Platz, im Doppel den 6. und im Mixed den 3. Platz.
Alexander (14) spielt bereits seit sieben Jahren Badminton. Er besucht in Kappeln das Klaus-Harms-Gymnasium. In der Landesrangliste belegt er derzeit im Einzel den 5. Platz, im Doppel den 13. und im Mixed den 7. Platz.
Junge Erste
Die Badmintonsparte des 1. Schleswiger Sportverein von 1906 wurde 1957 gegründet und besteht zurzeit aus etwa 80 Mitgliedern. Der Verein selber wurde vor 100 Jahren gegründet und feierte in diesem Jahr demnach sein Hundertjähriges.

Animationsspiele zum Badmintontag: Die Kleinen sollten Luftballons hochhalten. Fotos: Schleswig 06.

Seit vier Jahren ist die Badmintonsparte unter Leitung von Peter Paustian im steilen Aufstieg. So konnte die Anzahl der Mannschaften im Seniorenbereich von zwei auf fünf erhöht werden. Die erste Mannschaft spielt 2006/07 erstmalig in der Landesliga und gehört zu den Favoriten um den Aufstieg in die Verbandsliga. Das Durchschnittsalter der Mannschaft beträgt gerade einmal 17 Jahre. Zurückzuführen ist dieser Erfolg auf die hervorragende Jugendarbeit mit Unterstützung von einem A-Trainer (André Reuter), drei C-Trainern (Oliver Heine, Lars Matthiesen, Matthias Göhler) und einem Sportlehrer (Ulrich Böhm).
Schleswig 06 ist regelmäßig Ausrichter von Turnieren auf Kreis-, Bezirks- und Landesebene. Im August 2005 wagte man sich an die Ausrichtung des U19-Jugendländerspiels
Deutschland gegen Dänemark.
Trainer Oliver Heine: „Die Herren Hidayat von Yonex und Sievers von Victor waren sogar dabei. Die regelmäßige Teilnahme unserer Jugend an regionalen und überregionalen Turnieren ist mittlerweile selbstverständlich geworden. Der sich für uns ergebende Erfolg im Jugendbereich setzt sich im Seniorenbereich fort. So wird seit einem Jahr gezieltes Training unter Anleitung unseres A-Trainers auch bei den Senioren angeboten und sehr gut angenommen. Aber auch im Breitensport verzeichnet die Sparte regen Zulauf. Beim Badmintontag wurden als weitere Aktion mit den Teilnehmern leichte Schlagübungen durchgeführt. Für die ganz Kleinen gab es Übungen wie z.B. Luftballonhochhalten. Darüber hinaus kamen auch einige Doppelspielpaarungen zusammen, sodass in lockerer Atmosphäre ein paar Spielchen zustande kamen. Des weiteren gab es von der Barmer Ersatzkasse und von unserem Verein jeweils einen Infostand. Es wurde die DVD des U19-Länderspiels vorgeführt. Gegen Nachmittag fanden noch ein paar Punktspiele der Schleswiger Seniorenmannschaften statt."

Foto: Raphael Sachetat (BadmintonPhoto.com)

Joachim Persson präsentiert im Rahmen der Danish Open seine offizielle Website
(5.11.06) Dänemarks Nummer drei Joachim Persson präsentierte pünktlich zu seinem Heimevent, den Denmark Open, seine offizielle Website

 www.joachimpersson.net.

„Ich hoffe, dass man durch eine offizielle Website meine Karriere besser verfolgen kann. Und mich Fans so in meinem Vorhaben, der beste Spieler der Welt zu werden, unterstützen können“, erklärt der seit 2002 in Kopenhagen lebende Persson. Der 23-jährige hat bekanntermaßen während seiner Jugendzeit bei seinen Eltern in Schleswig-Holstein gewohnt und war für den DBV gestartet. 2001 hatte er bei der Jugendeuropameisterschaft die Silbermedaille im Einzel und Gold mit der Mannschaft gewonnen. In Dänemark hat er sich mittlerweile bis hinter Peter Gade und Kenneth Jonassen hochgearbeitet. Bei der vergangenen Europameisterschaft errang er eine Bronzemedaille. In Dänemark gilt er als potenzieller Nachfolger von Superstar Peter Gade.
Entwickler und Redakteur der Seite ist der Deutsche Manuel Rösler, hauptamtlich angestellt beim Österreichschen Badminton-Verband. Er betreut schon die Website von Peter Gade. 

Internationales Hochschulbadminton
Bastian Kruse vom Europäischen Universitäts-Sportverband zum Technischen Leiter für Badminton ernannt
(25.10.06) Das Exekutivkomitee des Europäischen Hochschulsportverbandes (EUSA - European University Sports Association) 
hat den langjährigen Disziplinchef für Badminton im adh Bastian Kruse aus Darmstadt zum "Technical Chairman" für Badminton ernannt. Dies teilt Thorsten Hütsch, der Wettkampfsportreferent im Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverband (adh) mit.
Bastian Kruse, der bereits seit vielen Jahren die deutschen Badmintonteams bei Studierenden Welt- und Europameisterschaften als Delegationsleiter anführt und auch die Veranwortung für die Durchführung der Deutschen Hochschulmeisterschaften hat, hatte bereits während der Europäischen Hochschulmeisterschaften 2005 in Mainz stellvertretend den Vorsitz der Technischen Kommission übernommen und wurde nun offiziell im Amt bestätigt. Hütsch: "Wir sind uns sicher, dass sich der Badmintonsport auf europäischer Hochschulsportebene unter Bastian Kruses Führung weiter positiv entwickeln wird und wünschen ihm alles Gute in seinem neuen Amt." 

Zum Träumen: Carola unterm Parapluie.

Carola Botts Erstligadebüt mit SPORTBILD-Begleitung
(4.10.06) Beim ersten Spiel für ihren neuen Verein FC Langenfeld musste Carola Bott zwei Niederlage hinnehmen. Beim 5:3 der Langenfelder in Lüdinghausen verlor sie im Einzel gegen ihre nationale und internationale Doppelpartnerin Karin Schnaase mit 10:21 18:21. Im Doppel ging's wesentlich knapper her. Mit dem anderen Langenfelder Neuzugang Nadiezda Kostiuczyk verlor sie gegen Carina Mette & Karin Schnaase 15:21 21:15 24:26. In der Woche vor dem Bundesligastart hatte Sportbild auf unsere 22-jährige Schönheit aufmerksam gemacht. In der Ausgabe Nr. 39 vom  27. September hieß es "So sexy war Badminton noch nie".

Zum Lesen des Textes das Foto mit rechter Maustaste und "Bild speichern unter" auf eigenen PC laden und mit Bildbetrachtungsprogramm bei 100 Prozent anschauen.  

Christian Barthel ist Pressereferent künftig für das Hamburger Badminton Journal verantwortlich
(21.8.06) Bericht unter LV Hamburg: Aus Bundesligacrack wurde Badmintonredakteur.

     

Erneuter Rückschlag für Marc Zwiebler
(20.8.06) Lesen Sie Notoperation.

Zwei, die sich prächtig verstehen: Janet Köhler (li) und Nicole Grether beim Besuch der Berliner Fanmeile während des Fußball-WM-Halbfinalsspiels Deutschland gegen Italien. Foto: Thomas Kunze.

Nationalspielerin Nicole Grether wohnt nach ihrem Umzug zum Bundesstützpunkt in Mülheim mit Jugend-Europameisterin Janet Köhler zusammen

Frauen-WG als Motivationsquelle für Leistungssteigerung

(18.8.06) Der Altersunterschied? „Spielt nicht wirklich eine Rolle.“
Die unterschiedliche Mentalität? „Wir kommen supergut miteinander klar.“
Die Arbeitsaufteilung? „Kein Problem. Jeder macht mal was. Wir ergänzen uns gut.“
Fröhliches Lachen klingt durch die Räume der neuen deutschen Badmintonfrauen-Wohngemeinschaft in Mülheim. Seit gut 6 Wochen lebt Rekordnationalspielerin Nicole Grether (31) nun am Bundesstützpunkt in Mülheim (vgl. Meldung vom 17.11.05 „Man muss mit den besten Spielern bereits im Training zusammenarbeiten“). Und wohntechnisch zusammengetan hat sich die bisherige Berlinerin mit Jugendeuropameisterin Janet Köhler (19).
Nicole, gebürtige Schopfheimerin: „Seit dem 10. Juli bin ich hier. Der Einzug ging relativ flott. Wir mussten zwar noch vorher streichen, was nicht eingeplant war. Daher wurde alles ein wenig stressig zwischen den Trainingseinheiten. Aber jetzt sind wir fertig. Möbel haben wir alle neu, IKEA lässt grüßen. Und die Einweihungsparty ist auch schon gelaufen. Alle Mädels vom Stützpunkt waren hier.“
Angetan ist sie auch von der für sie neuen Trainingsumgebung in der Halle an der Südstraße: „Die Stimmung in der Gruppe ist gut. Alle trainieren sehr hart. Für mich, die ich bisher in Berlin ja meist Einzeltraining hatte, ist es komplett was Neues. Ehrlich gesagt, bin ich schon mit gemischten Gefühlen hergekommen. Ich bin positiv überrascht, auch wie die Mädels mich in die Gruppe aufgenommen haben. Und unsere Wohnung ist ideal gelegen. Im Zentrum von Mülheim. Zu Fuß gerade mal 10 Minuten bis zur Halle.“
Acht Trainingseinheiten gilt es in jeder Woche zu absolvieren. Dienstag, Mittwoch, Donnerstag jeweils zwei, eine vormittags, eine am frühen Abend. Montag und Freitag jeweils eine. „Hinzu kommen noch die zusätzlichen Einheiten, die wir selber machen. Da bleibt wenig Zeit, noch viel anderes zu machen, etwa Leute kennenzulernen. Oder Freundschaften zu pflegen. Ich setze alles daran, den Kontakt zu meinen Freunden in Berlin aufrecht zu erhalten. Denn diese sind mir sehr wichtig.“
Ihre Wohnung in der Hauptstadt hat Nicole behalten. „Die ist einfach genial und so gut gelegen, die gebe ich nicht auf. Da kann ich immer hin, wenn mir danach ist. Unser Trainingsziel in Mülheim ist ja auf Peking 2008 ausgerichtet und danach werde ich auf jeden Fall wieder nach Berlin zurückgehen.“
Nicoles sportliche Ziele sind damit benannt. „Ab nächsten Mai die Olympiaquali für Peking schaffen. Ich werde mich dabei voll auf unser Doppel mit Juliane Schenk konzentrieren. Einzel werde ich nicht mehr spielen. Die neue Rallypoint-Zählweise hat mir im Einzel von Anfang an nicht gepasst, im Doppel hingegen finde ich sie gut. Vielleicht spiel ich noch mal ab und an aus dem Reiz, die anderen zu ärgern.“
Die neue Wohngemeinschaft scheint alle Voraussetzungen mit sich zu bringen, das olympische Ziel entspannt anzugehen. Jede der beiden Bewohnerinnen hat ihr eigenes Zimmer. Dann gibt es noch eine gemeinsame Wohnküche.
So sieht es auch Mitbewohnerin Janet Köhler, die bisher ein Zimmer im Haus des Sports bewohnte: „Ich fühl mich sauwohl in meiner 'ersten' Wohnung“, schwärmt sie voller Begeisterung. „Es ist total gemütlich geworden.“
Große Hoffnungen setzt Janet darauf, dass die veränderten Lebensumstände sich auf ihre Leistung auswirken. „Ich glaube, dass ich konstanter im Training werde. Da ich mich jetzt viel wohler fühle, kann ich mich auch mehr aufs Training konzentrieren. Allein wohnen ist nämlich total langweilig.“
Aufgrund diverser gesundheitlicher Probleme hat Janet eine fünfmonatige Wettkampfpause hinter sich gebracht, die nach Absprache mit Bundestrainer Detlef Poste jedoch bis zum Ende des Jahres verlängert werden musste. Sie wird auch weiterhin auf alle anstehenden Wettkämpfe verzichten, aber ihrem neuen Verein EBT Berlin für die Bundesligaspiele zur Verfügung stehen.
Nicole Grether ist nach wie vor bei der Bundeswehr, als Feldwebelanwärterin. Um den Dienstgrad tatsächlich zu erreichen, muss sie vom 24. Oktober bis 22. Dezember noch einen weiteren Lehrgang absolvieren. „Das sind wieder acht Wochen in Sonthofen. Dort hatte ich im April schon mal einen Lehrgang. Ich mache ihn aber diesmal zusammen mit Juliane Schenk. Dadurch können wir während der Zeit auch schon mal gemeinsam trainieren gehen.“
Aber vorher ist volles Badmintonprogramm angesagt. In dieser Woche gab es einen WM-Vorbereitungslehrgang in Saarbrücken. Nächste Woche stehen für Nicole die Korea Open an. Danach geht es nach Hongkong. Und das nächste große Ziel ist dann die WM in Madrid Mitte September. Bleibt zu hoffen, dass die prächtige WG-Stimmung die beiden Mädels zu sportlichen Höhenflügen trägt.

Ex-Nationalspieler Stephan Kuhl bekommt jetzt täglich Sonderpädagogik
(21.6.06) Wenn das Wetter ein Garant für eine lange Ehe ist, dann muss für Stephan Kuhl und seine Frau Kathrin ein Leben lang die Sonne scheinen. Die beiden präsentieren sich auf dem nebenstehenden Hochzeitsfoto bei strahlendem Sonnenschein. Am vergangenen Samstag fand die kirchliche Trauung in Kathrins Geburtsstadt Aachen statt. Standesamtlich hatten sie zwei Wochen zuvor geheiratet.
Stephan war zwischen 1988 und '98 viermal Deutscher Meister im Doppel und Mixed. Er arbeitet heute als Trainer im Landesverband Nordrhein-Westfalen. Gleichzeitig ist der 38-Jährige für den DBV als Co-Trainer am Damenstützpunkt in Mülheim und im Trainerstab des DBV-Talentteams tätig. Wenn er nicht an seinem Zweitwohnsitz in Mülheim weilt, lebt er in Kall in der Eifel. Jung-Ehefrau Kathrin geborene Jürgensen ist Sonderpädagogin. Die beiden hatten sich in einem Fitneßcenter kennengelernt, als Stephan mit den Frauen der Nationalmannschaft dort trainierte.

* 7.11.1939 - † 3.6.2006

Altersklassen-Europameisterin Karin Schäfers verstorben

(6.6.06 HR) Trauer um Karin Schäfers. Die Mülheimerin verstarb am 3. Juni nach schwerer Krankheit im Alter von 66 Jahren. Karin Schäfers erlernte den Badmintonsport in ihrer Schulzeit, die sie in England verbrachte. 1958 kam sie nach Deutschland zurück und ihre herausragende Karriere begann beim 1. BV Mülheim mit dem sie zwischen 1968 und 1975 achtmal die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft gewinnen konnte. In der Bundesliga und Oberliga spielte sie auch beim PSV Grün-Weiß Wiesbaden, im 1. DBC Bonn sowie bei TTC Brauweiler, FC Langenfeld und OSC Rheinhausen. Mit den Rheinhauseren gewann sie 1984 ein weiteres Mal die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft.
Zahlreiche vordere Platzierungen bei Ranglistenturnieren und internationalen Meisterschaften stehen ebenfalls in ihrem Rekordbuch. Seit Anfang der 90-er Jahre spielte sie überaus erfolgreich bei den Meisterschaften der Altersklassen. Hier konnte sie insgesamt 18 Deutsche und 20 Westdeutsche Titel erringen. Ihren letzten Erfolg erzielte sie 2004 als Westdeutsche Meistern im Mixed O 55 an der Seite von Horst Lösche. 
Ihr größter Erfolg aber war der Gewinn der Senioren-Europameisterschaft 1999 im Damendoppel in der Klasse O 55 in Innsbruck. Er gelang ihr an der Seite von Heidi Menacher vom TSV Neuhausen-Nymphenburg, mit der sie noch 2003 Deutsche Meisterin O 60 wurde. Bei den Europameisterschaften 2001 in Sofia und 2002 in Radebeul gewann sie insgesamt noch eine silberne und drei bronzene Medaillen.
Karin Schäfers erhielt für ihren Einsatz im Badmintonsport zahlreiche Ehrungen, wie die DBV-Anstecknadel mit Goldenen Ehrenkranz, die Leistungsnadel des Badminton Landesverbandes NRW und umfangreiche Auszeichnungen des 1.BV Mülheim wie auch der Stadt Mülheim. Dort wurde sie im Jahr 2003 zur Sportlerin des Jahres gewählt. Mit ihrem Ehemann Bernhard Schäfers, dem ehemaligen Vorsitzenden des 1. BV Mülheim, trauen die Badmintonfreunde in Mülheim wie auch im Landesverband und in den übrigen Verbänden um die beliebte Sportlerin.

* 29.4.1934 † 6.3.2006

Herbert Manthey verstorben

Ein halbes Leben lang Sportwart in NRW

(6.3.06 HR) Anlässlich der German Open im Januar konnte Herbert Manthey in seiner Heimatstadt Mülheim noch aus der Hand des geschäftsführenden IBF-Präsidenten Punch Gunalan den „Meritorious Service Award“ der Internationalen Badminton Federation entgegennehmen. Mit dieser Auszeichnung wird vom Weltverband auf Antrag des nationalen Verbandes eine lange und verdienstvolle Tätigkeit für den Badmintonsport gewürdigt.
Nun trauert die Badmintongemeinde in Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus um Herbert Manthey. In den frühen Morgenstunden des 6. März 2006 verstarb er im Alter von fast 72 Jahren im Krankenhaus.
Im Badminton-Landesverband Nordrhein-Westfalen war Herbert Manthey
eine Institution, ja eine Legende. Über 40 Jahre, also ein halbes Menschenleben lang, war er als Funktionär tätig. Dabei führte er von 1968 bis zum Mai 2005 den Spielausschuss des größten Landesverbandes im DBV als Vorsitzender, war in diesen 37 Jahren also der Hauptverantwortliche für den gesamten Spielbetrieb. Beim letztjährigen NRW-Verbandstag wurde er zum Ehrenmitglied ernannt.
Begonnen hatte seine Funktionärskarriere 1964 im Bezirksausschuss Nord I als Beisitzer. Im Leistungsausschuss des Landesverbandes war er von 1981 bis 1995 vertreten. Zuletzt amtierte er noch als Kassierer im Förderverein. In gleicher Position war er beim Club der Deutschen Meister und Freunde des Badmintonsports im Einsatz. Im Deutschen Badminton-Verband arbeitete Herbert Manthey ebenfalls. Er gehörte von 1972 bis 1974 dem Spielausschuss an, hatte 1973/74 dessen Vorsitz inne. In den Jahren 2000 bis 2003 fungierte er als Kassenprüfer beim DBV.
In seinem Heimatverein, dem 1. BV Mülheim, war er von 1978 bis 2000 1. Vorsitzender. Er hatte großen Anteil an den zahlreichen Erfolgen des Vereins im sportlichen wie auch organisatorischen Sektor. Die Deutschen Mannschaftsmeistertitel sind mit seinem Namen ebenso verbunden wie eine große Zahl bedeutender nationaler und internationaler Turniere, die er mit seinem Verein als Ausrichter in der Carl-Diem-Halle organisierte. Darunter befanden sich mehrfach die Internationale und die nationale Deutsche Meisterschaft.
Herbert Manthey erhielt für seine langjährigen ehrenamtlichen Tätigkeiten umfangreiche Ehrungen, so ist er Träger der Ehrenplakette des DBV und des Ehrenrings des BLV-NRW. Das Land Nordrhein-Westfalen zeichnete ihn im Jahr 2000 mit der NRW-Sportplakette aus.
Mit seiner Familie trauen die Badmintonfreunde in Mülheim und in ganz Nordrhein-Westfalen. Einer der Größten in der Badmintonszene ist von uns gegangen.

Eine lächelt, eine schläft: Mutter Nicol und Töchterchen Jette Thora scheinen beide zufrieden zu sein.

Bei Ex-Nationalspielerin Nicol Pitro-Bittner wurde gekündigt
(1.3.06) Große Freude bei unserer 59-fachen Nationalspielerin Nicol Pitro, die seit ihrer Heirat Bittner heißt und in Haueneberstein bei Baden-Baden lebt.
Am 22. Februar wurden sie und ihr Mann Tim Eltern eines kleinen Mädchens. "Fristlose Kündigung!" überschreibt sie eine entsprechende Mitteilung und fährt fort: "Mir, Jette Thora Bittner, wurde am 22.02.2006 um 16:05 nach 10 monatigem Aufenthalt mein 1-Zimmer-Appartement mit Vollpension wegen mietwidrigen Verhaltens (habe ständig gegen die Wand getreten und musste auch nachts wiederholt zur Ruhe ermahnt werden) gekündigt. Ich bin allerdings sehr gerne ausgezogen, denn die Räumlichkeit war für meine Länge von 50 cm und mein Gewicht von 3390 Gramm sowieso viel zu klein."
Nicol (30) hat den letzten ihrer sieben Deutschen Meistertitel 2004 mit Björn Siegemund im Mixed gewonnen. badminton.de sagt herzlichen Glückwunsch. Wer sich anschließen möchte, hier ist die E-Mail-Adresse: ntbittner @ arcor.de.

* 2.6.1913
† 18.2.2006

Der Düsseldorfer war DBV-Präsident von 1962 bis 1971

Hubert Brohl im Alter von 92 Jahren verstorben

(22.2.06 HR) Im gesegneten Alter von fast 93 Jahren verstarb am 18.2.2006 in seiner Heimatstadt Düsseldorf Hubert Brohl, ehemals Präsident des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) und des Badminton-Landesverbandes Nordrhein-Westfalen (BLV-NRW). Der Düsseldorfer kam über Leichtathletik und Tischtennis zum Badmintonsport, er war als Pionier 1953 Mitgründer des DBV und des BLV-NRW. Schon damals übernahm Hubert Brohl Verantwortung in den Verbänden der jungen Sportart, 1954 Vorsitzender des DBV-Verbandsgerichts, von 1958 bis 1961 Vizepräsident und ab 1962 bis 1971 Präsident. In dieser Eigenschaft war er auch Mitbegründer der Europäischen Badminton Union (EBU). Hier arbeitete er zunächst als Council Officer und von 1968 bis 1971 als Vizepräsident. Die erste Europameisterschaft die die EBU durchführte, holte er 1968 nach Bochum. 
Seinen Landesverband NRW führte Hubert Brohl von 1955 bis 1977 als Präsident und hatte hier viele Jahre auch zusätzlich noch die Position des Geschäftsführers inne. Auch auf dem Spielfeld war er aktiv und wurde 1957 Westdeutscher Meister der Altersklasse O 40 im Herrendoppel.
Für sein unermüdliches Schaffen zum Wohle des Badmintonsports verlieh ihm der DBV schon 1960 den Ehrenring. Der Landesverband NRW zeichnete ihn mit den Ehrennadeln in Silber und Gold aus.
Seiner Ehefrau Gerda Brohl und seinen Kindern, Enkel und Urenkelkindern übermittelt die Badmintonfamilie ihr tiefes Mitgefühl, er wird uns unvergessen bleiben.

Altersklassenspieler Karl Füssl verstorben
(12.1.06) Kurz vor seinem sechzigsten Geburtstag starb Karl Füssl vom bayerischen Verein TV Markt Schwaben. Er erlitt am 3. Januar einen Herzinfarkt und starb auf dem Weg ins Krankenhaus. Karl Füssl war ein erfolgreicher Spieler in den Altersklasssen. Seinen größten Erfolg errang er 2003 bei der Senioren-Weltmeisterschaft in Sofia, wo er mit seinem Partner Trevor Stewart die Bronzemedaille im Herrendoppel O 55 errang.  Lesen Sie eine Würdigung von Horst Rosenstock auf blv-nrw.de.


© 2004 Deutscher Badminton-Verband e.V.