Über Badmintonmenschen - 2009

      

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Gerhard Frey im Jahre 2000. Foto: Horst Rosenstock

Gerhard Frey, der Vater der Deutsche Altersklassenmeisterschaft ist verstorben
(27.11.09) Gerhard Frey aus Worms ist am Sonntag, den 22. November im Alter von fast 87 Jahren verstorben. Dies teilte seine Familie jetzt mit. Er gilt als Vater der Deutschen Altersklassenmeisterschaft. Mit seinem Verein TG 1846 Worms hatte er von 1968 an über viele Jahre ein äußerst populäres bundesoffenes "Altersklassen"-Turnier ausgerichtet, bei dem ältere Badmintonspieler einmal im Jahr Gelegenheit hatten, gegen Gleichaltrige anzutreten. Die Altersklasseneinteilung bei der Premiere in der Amerikanischen Sporthalle in Worms-Nord war für Herren O32 und O40, für Damen O28 und O36. Für die Einführung einer DM für Altersklassen hat sich Gerhard Frey immer wieder eingesetzt. Als sie 1988 endlich vom DBV beschlossen wurde,  hat er in einem zweiten Schritt dann dafür gekämpft, dass die oberste Altersklasse immer weiter heraufgesetzt wurde. Hatte man zunächst mit O56 begonnen, ist sie dann über mehrere Stufen ausgeweitet worden. Seit 2000 werden auch Deutsche Meister in O75 ermittelt. Gerhard Frey gewann in jenem Jahr dann in Schwäbisch Gmünd auch gleich die Titel im Einzel und Doppel. Zuletzt war er 2004 in O75 Dritter im Einzel und Zweiter im Doppel gewesen. Der Deutsche Badminton-Verband hat ihn 2000 für seine Verdienste um den Badmintonsport mit der DBV-Ehrennadel ausgezeichnet.

Erhielt aus der Hand von Innenminister Ingo Wolf (re), die höchste Sportauszeichnung des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen: NRW- und DBV-Funktionär Klaus Walter. Foto: Claudia Pauli

DBV-Ehrenmitglied Klaus Walter wurde mit der Sportplakette des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet
Von Claudia Pauli
(12.11.09) Der Ratinger Klaus Walter, Ehrenmitglied des Deutschen Badminton-Verbandes und über viele Jahrzehnte ehrenamtlich im Badminton-Landesverband Nordrhein-Westfalen tätig, ist am 9. November in Düsseldorf für seine Verdienste um den Sport in Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus mit der Sportplakette des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet worden.  Die Sportplakette wird an Persönlichkeiten verliehen, die sich als aktive Sportler oder als Funktionäre um den Sport in Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus verdient gemacht haben.
NRW-Innen- und Sportminister Dr. Ingo Wolf überreichte dem 71-Jährigen sowie weiteren 14 Funktionären bzw. Sportlern die höchste Sportauszeichnung des Landes im Rahmen eines Empfangs auf dem Veranstaltungsschiff „MS Rhein-Energie“ stellvertretend für NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers. Verliehen wird die Plakette seit 1959, dieses Jahr feierte die Vergabeveranstaltung also ihr fünfzigstes Jubiläum.
Der siebte Ausgezeichnete aus der Sportart Badminton
Klaus Walter ist der insgesamt siebte Träger der Sportplakette des Landes NRW aus dem Badminton-Landesverband. Zuvor waren Siegfried Maywald (Bonn, 1981), Hans Offer (Solingen, 1994), Horst Boldt (Oberhausen, 1998), Günther Pax (Monheim, 2000), Herbert Manthey (Mülheim an der Ruhr, 2004) und Hans-Hermann Drüen (Duisburg, 2006) ausgezeichnet worden.
Begonnen hat Klaus Walter seine aktive Laufbahn als Badmintonspieler im Jahr 1954 beim Godesberger TV. Später schlug er für den 1. DBC Bonn auf, bei dem er seine größten sportlichen Erfolge feiern konnte. 1962 und 1963 stand er bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften im Herreneinzel jeweils ganz oben auf dem Podest. 1965 wurde er in dieser Disziplin Westdeutscher Meister. Darüber hinaus holte er zwischen 1973 und 1981 fünf Titel bei Westdeutschen Meisterschaften in den Altersklassen O32 bis O40.
Früh engagierte sich Klaus Walter auch ehrenamtlich im Badmintonsport. Von 1967 bis 2009 brachte er seine Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen als Funktionär in seinen Landesverband ein. Dabei war er zunächst im Lehrausschuss tätig, später im Leistungssportausschuss und zuletzt über mehrere Jahrzehnte im Schul- und Breitensportausschuss.
Vizepräsident im Bundesverband
Im Deutschen Badminton-Verband waren Klaus Walters Kompetenzen ebenfalls in verschiedenen Ausschüssen gefragt. Schließlich lenkte er sogar als Vizepräsident zwanzig Jahre von 1988 bis 2008 die Geschicke des DBVs mit. Dass die Sportart Badminton ins Programm des weltweit größten Schulsportwettbewerbs JUGEND TRAINIERT FÜR OLYMPIA aufgenommen wurde, ist wesentlich auf seinen Einsatz zurückzuführen.
Und Klaus Walters ehrenamtliches Engagement hat noch kein Ende gefunden. Nachdem er alle Ämter abgegeben hatte, übernahm er doch wieder ein neues: Aktuell führt der frühere Gymnasiallehrer den „Club der Deutschen Meister/innen und Freunde des Badmintonsports e. V.“ als 1. Vorsitzender.
Für seine Verdienste um den Badmintonsport wurden Klaus Walter auch zuvor schon zahlreiche hochkarätige Ehrungen zuteil. So verlieh ihm der DBV im Jahr 2005 die Ehrenplakette, 2008 wurde er zum Ehrenmitglied ernannt. Sein Landesverband ehrte Klaus Walter 1965 mit der Leistungsnadel in Gold, 1995 mit der Goldenen Ehrennadel und 2001 mit dem NRW-Ehrenring.
Klaus Walter ist erst der zweite Ratinger, der mit der Sportplakette des Landes NRW ausgezeichnet wurde: Vor ihm wurde einzig Horst Becker, der mehrere Jahrzehnte als Vorsitzender des TV Ratingen fungierte, diese Ehre zuteil. Er erhielt die Auszeichnung im Februar 2009.

Eine glückliche Familie (v.l.): Kathrin, Benjamin und Joelle Wanhoff. Foto: Christa Schweichler.

Nationalspielerin Kathrin Wanhoff und Ehemann Benjamin wurden Eltern
(8.9.09 CP) Die mehrmalige Deutsche Meisterin Kathrin Wanhoff (FC Langenfeld) und ihr Ehemann Benjamin (1. BV Mülheim) sind erstmals Eltern geworden. Kathrin, die vielen Badmintonfans sicherlich besser unter ihrem Mädchennamen Piotrowski bekannt ist, brachte am 29. August Töchterchen Joelle zur Welt. Mutter und Kind sind wohlauf und waren bereits beim Regionalliga-Auftakt des 1. BV Mülheim am 6. September als Zuschauer in der Halle.
„Bundesliga will ich, wenn es das Baby zulässt, auf jeden Fall weiterspielen und nationale Turniere wahrscheinlich auch. International zu spielen wird auf dem Niveau nicht mehr möglich sein, aber wenn sich ein Partner findet, mit dem es Spaß macht zu spielen, oder eventuell jemand Jüngeres, der von meiner Erfahrung profitieren kann, kann ich mir auch das noch vorstellen. Aber immer vorausgesetzt, es passt alles mit unserem Kind“, sagte die 56-malige Nationalspielerin kurz vor der Entbindung.

42 Länderspiele, zweimal Deutscher Meister im Doppel und zweimal Meister mit dem BC Bischmisheim: Roman Spitko. Foto: Bischmisheim

Zukunft im Verein als Teammanager und Jugendtrainer
Nationalspieler Roman Spitko beendet Leistungssportkarriere 
Von Stefanie Marsch
(28.8.09) Roman Spitko vom 1. BC Bischmisheim wird seine aktive Leistungssportkarriere beenden. Nach zehn Jahren hängt der 30-Jährige aufgrund anhaltender Schmerzen im Rücken den Badmintonschläger vorerst an den Nagel. „Die Verletzung erlaubt es mir leider nicht mehr, so intensiv zu trainieren, wie es nötig wäre, um in der Bundesliga und auf internationaler Ebene zu bestehen“, erklärt Spitko.
Er wird dem BCB allerdings als Teammanager der Bundesligamannschaft erhalten bleiben. Diese Aufgabe bestreitet er zusammen mit den Brüdern Thomas und Joachim Tesche. Zudem wird Spitko weiterhin im Jugendbereich als Trainer tätig sein. Ob und wann er auch wieder zum Schläger greifen wird, zum Beispiel in der zweiten Mannschaft, kann Spitko noch nicht sagen. „Ich möchte meinem Körper zunächst einmal die nötige Ruhe geben, um sich zu erholen. Danach sehen wird weiter.“
Demnächst startet Spitko in eine Vollzeitbeschäftigung als Dozent für Betriebswirtschaftslehre und Marketing an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement.
Roman Spitko kommt ursprünglich aus Meitingen bei Augsburg und zog 1999 nach Saarbrücken, um dort am Olympiastützpunkt zu trainieren. Damals spielte er mit dem TSV Neuhausen-Nymphenburg in der zweiten Liga. 2002 wechselte er zum TuS Wiebelskirchen. Seit dem Rückzug des TuS aus der Bundesliga 2007 spielte Spitko beim BCB, mit dem er zwei Mal Deutscher Mannschaftsmeister wurde. Zudem war Spitko zwei Mal Deutscher Meister im Doppel. „Davon habe ich als Kind immer schon geträumt“, erzählt der 30-Jährige. Im Einzel zählt er den Einzug ins Viertelfinale bei den Malaysia Open 2006 zu seinen größten Erfolgen. Als Nationalspieler gewann Spitko mit den deutschen Herren 2006 Silber und 2008 Bronze bei der Team-EM.

Wenn das Wort nicht die Tat bewahrt, wird die Tat bald vergessen sein: Der Badmintonsport hat Hans C. Möller viel zu verdanken. Foto: Preben Söborg.

Badmintonjournalist Hans C. Møller gestorben
Durch ihn konnten wir Europäer die asiatischen Hitzeschlachten miterleben

* 3. Dezember 1925 

† Im Juli 2009 

     

(7.7.09) Der dänische Sportjournalist Hans C. Møller ist im Alter von 84 Jahren verstorben. Über Jahrzehnte war er eine Institution im dänischen und im internationalen Badminton. Seit Beginn seiner Zeit als Journalist im Jahre 1956 war er dem Badmintonsport verbunden. Speziell natürlich dem dänischen. Auf vielen Auslandsreisen begleitete er die Spieler und berichtete von den Auftritten der Stars wie Svend Pri, Flemming Delfs oder Lene Köppen in den fernöstlichen Hallen. Und das alles in einer Zeit, in der Einrichtungen wie Fax oder gar Internet noch nicht einmal angedacht waren. Ähnlich wie Louis Ross in der Fotografie ist auch er als Pionier zu bezeichnen, als Pionier des Badminton-Journalismus. Er hat durch seine Berichterstattung über die Heldentaten oder auch dramatischen Niederlagen - 1964 und 1973 verlor Dänemark zweimal das Thomas-Cup-Endspiel gegen Indonesien -  entscheidend zur Popularität der Badmintonasse in der dänischen Öffentlichkeit beigetragen. Etliche Jahre war er auch Pressechef der Danish Badminton Association. Die meiste Zeit seines Berufslebens war er bei der Nachrichtenagentur Ritzeaus Bureau angestellt. Im Verband der dänischen Sportjournalisten hatte er lange das Amt des Kassenwartes inne und war zuletzt dessen Ehrenmitglied.
Auch für World Badminton, die mittlerweile eingestellte Vierteljahres-Zeitschrift des Weltverbandes IBF, berichtete er. Da diese Berichte in English erschienen, waren sie für die nichtdänischen Badmintonfans lange Jahre eine der wenigen Informationsquellen über das internationale Top-Badminton. Vieles, was wir aus den sechziger, siebziger und achtziger Jahren über die Badmintonwelt wissen, stammt aus seiner Feder. Beispielhaft sei der Bericht über das Kopenhagener Herreneinzelfinale 1983 genannt. "How Sugiarto and King created a dream final", aus der Ausgabe Juni 1983 ließ die ganze Welt mitfiebern, wie der junge Icuk Sugiarto Altmeister Liem Swie King im dramatischsten Endspiel aller Zeiten 17:16 im dritten Satz bezwang. "Hans Møllers Views" war eine der beliebtesten Rubriken in World Badminton.
Da die Dänen bei Turnieren gewöhnlich bis zum letzten Endspiel dabei waren, waren die Tage, die er in den Sporthallen verbringen musste, oft quälend lang. In Mülheim in den Katakomben der inzwischen abgerissenen Carl-Diem-Halle spielte der immer ein wenig verhärmt aussehende kleine Mann bei einer Thomas-/Uber-Cup-Europaqualifikation mit seinem englischen Kollegen Richard Eaton stundenlang Gang-Fußball mit zusammengeknüllten Zeitungen. In den letzten Jahren hatte er sich naturgemäß zurückgezogen, nahm aber am Badmintongeschehen offensichtlich immer noch teil.
Manuel Rößler, Leiter des Sportbüros beim Österreichischen Badminton-Verband, hat ihn jedenfalls noch 2007 getroffen: "Beim Copenhagen Masters hab ich ihn gesehen. Er sah schon ziemlich kränkelnd aus. Dann musste er auch noch stehen, weil die Halle komplett voll war. Ich hab ihm meinen Platz angeboten und ihm gesagt, dass ich seine Stories immer toll fand. Er konnte gar nicht glauben, dass ich bei meinen vergleichsweise jungen Jahren seine damaligen Artikel noch gelesen hatte."
Heute fand in Kopenhagen Hans C. Møllers Beisetzung statt.
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H. C. Møller er død bei danskesportsjournalister.dk
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H. C. Møller er død, 84 år bei badminton.dk.

Shen Li im Jahre 1999. Foto: Aman

Ehemaliger Bundesligaprofi Shen Li überraschend verstorben

* 4. Oktober 1972 in Hangzhou (China)

† 31. Mai 2009 in Kirchhellen

     
  

Der ehemalige Bundesligaprofi Shen Li ist in seiner Wohnung in Kirchhellen im Alter von 36 Jahren überraschend verstorben. Über die genaue Todesursache ist nichts bekannt, dem Vernehmen nach soll Shen Li jedoch seit längerem über Herzprobleme geklagt haben. Die Kriminalpolizei hat jedenfalls ein Fremdverschulden ausgeschlossen.
Shen Li wurde im Sommer 1994 von der Familie Fischedick für die Bottroper BG als Badmintonprofi nach Deutschland geholt. Er wohnte in den ersten Jahren auch bei ihr in Bottrop. Weitere Stationen in seiner erfolgreichen Karriere in der Bundesliga waren der 1. BV Mülheim, der RTV/PSV Remscheid und der BVH Dorsten. Zuletzt spielte Shen Li beim 1. BC Kirchhellen in der Verbandsliga. Nach seiner Einbürgerung nahm er mittlerweile erfolgreich an den Wettkämpfen der Altersklassen teil. Im letzten Jahr wurde er in Zittau bei der DM in der Altersklasse O35 Dritter im Einzel. In diesem Jahr in Rheinhausen erreichte er mit Holger Kampen den dritten Platz im Doppel. Er ist amtierenden Westdeutscher Meister im Einzel O35. Im letzten Jahr nahm er mit der deutschen Mannschaft an der Europameisterschaft O35 - O65 in Spanien teil.
Seit gut einem Jahr hatte sich Shen Li in Bottrop eine eigene kleine Firma aufgebaut. Er hinterlässt Ehefrau und eine Tochter. Die Trauerfeier findet am Montag, 8. Juni um 11 Uhr in Bottrop auf dem Parkfriedhof, Hans-Böckler-Str 115 statt.

Die Teilnehmer beim Schiedsrichterlehrgang zur nationalen Lizenz, der im Rahmen der Deutschen Mannschafts-Meisterschaften U15 und U19 in Langenfeld durchgeführt wurde. Foto: Thomas Frohn

15 Teilnehmer absolvierten erfolgreich Lehrgang zur nationalen Schiedsrichter-Lizenz in Langenfeld
Eine andere Art, den 1. Mai zu feiern
Von Martina Frohn
(10.5.09)
Während der Großteil der Teilnehmer an den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften des U15- und U19-Nachwuchses am Freitag, den 1. Mai noch bei der Anreise zum Turnierort war, saßen die Kandidaten für die nationale Schiedsrichterlizenz schon ab 9 Uhr in einem Klassenraum des Langenfelder Konrad-Adenauer-Gymnasiums und büffelten Theorie.
Nachmittags bekamen die AnwärterInnen nach dem Einmarsch der teilnehmenden Schüler-Mannschaften Gelegenheit, das eben Gelernte in die Praxis umzusetzen. Dabei wurden sie von den anderen eingesetzten Schiedsrichtern bei der Arbeit am Feld unterstützt.
Am Samstag ging es in die schriftliche und anschließend erneut in die praktische Prüfung. Unter der argwöhnischen Beobachtung der beiden Lehrgangsleiter Carsten Koch und Günter Wagner, die zudem noch von Referee Wilfried Jörres unterstützt wurden, galt es, bei der Leitung der Spiele keine Fehler zu machen.
Gegen 18 Uhr war es dann soweit: sechs SchiedsrichterInnen aus NRW, drei aus Bayern, einer aus Schleswig-Holstein, zwei aus Hamburg, zwei aus Berlin und einer aus Baden-Württemberg hatten die Prüfung erfolgreich bestanden und dürfen von der kommenden Saison an Spiele ab der Regionalliga aufwärts leiten.

Beklaut - Herbe Verluste für Nationalspielerin Annekatrin Lillie
(29.4.09) Laptop mit Diplomarbeit weg und die Sicherungsfestplatte auch - geklaut aus ihrem Auto, das vor dem Haus des Sports in Mülheim stand. Nationalspielerin Annekatrin Lillie, die in Hamburg BWL studiert, ist erst kürzlich nach Mülheim verzogen, um sich am Bundesstützpunkt auf die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2012 vorzubereiten. Bis sie eine eigene Wohnung beziehen kann, wohnt sie in einem Zimmer im Haus des Sports. Weg auch ihr Pass mit dem Visum für China, wohin sie in der nächsten Woche zur Mannschafts-Weltmeisterschaft aufbrechen wollte. Über dieses Mißgeschick unserer Deutschen Mixed-Meisterin Annekatrin Lillie berichtete das online-Portal DER WESTEN. Eingebunden in den Bericht ist auch ein Appell an die Diebe, ihr wenigstens die Festplatte mit der Diplomarbeit zurück zu geben.
Hier gibt es die Meldung Getrübter Traum von Olympia vom 28.4.

Zog während ihrer Versteigerung mit ihrem Club BC Bischmisheim ins Play-off-Finale der Bundesliga ein: Selbstspenderin Carola Bott. Foto: Wolfgang Brodowski

Nationalspielerin beteiligt sich an Charity-Aktion in ihrer Heimat
Bei Ebay können zweimal drei Stunden Training mit Carola Bott ersteigert werden
(17.3.09) Das Funkhaus Aschaffenburg (Radio Primavera und PrimaSonntag) veranstalten zurzeit ein große Charity-Aktion zugunsten eines leukämiekranken Jungen aus Aschaffenburg. Für ihn und andere Erkrankte wird am 22. März in Aschaffenburg-Nilkheim eine Typisierung stattfinden, bei der nach möglichen Spendern gesucht wird. Diese Typisierungen kosten pro Person 50 Euro und werden komplett von der DKMS (Deutsch Knochenmarkspender Datei) getragen. Radio Primavera hat nun Promis aus dem bayerischen Untermaingebiet gebeten, Gegenstände zu stiften, die bei Ebay zugunsten der DKMS (gezielt für diese Typisierung) versteigert werden sollen. Seit vergangenen Sonntag stehen nun die ersten 16 Auktionen online - darunter auch zweimal drei Trainingsstunden und ein Outfit von Carola Bott. Unsere Nationalspielerin - mittlerweile auch bei Wikipedia präsent - stammt ja bekanntlich vom unterfränkischen Verein BV Stockstadt. Der Erlös soll nach Auskunft der Veranstalter zu hundert Prozent an den genannten guten Zweck gehen.
Ein Überblick über die Auktionen bekommt, wer bei ebay.de den Suchbegriff "Radio Primavera" eingibt.
Hier geht es direkt zum Angebot von Carola Bott.
Stand des aktuellen Angebotes am 17.3.09 7 Uhr: 91 Euro. Angebotsende 24. März 19 Uhr.
Jeder in Deutschland kann mitbieten
(23.3.09) Mit heutigem Stand von 14 Uhr steht das aktuelle Angebot bei 201 Euro. badminton.de sprach mit Carola am Rande des Bundesliga-Halbfinales zwischen ihrem Verein BC Bischmisheim und dem FC Langenfeld. "Ich fand die Aktion von Primavera toll und habe daher gerne mitgemacht", erläutert sie noch einmal ihre Engagement. "Und da halt Trikots von uns Badmintonspielern doch nicht einen so hohen Stellenwert haben, kam ich auf diese Idee mit dem Trainingsangebot. Und für den Fall, dass der Eindruck besteht, das Training müsse im Raum Aschaffenburg sein, so stelle ich gern klar, dass ich sogar bereit bin, an jeden Ort in Deutschland zu kommen. Ich fahr auch nach Berlin oder wohin auch immer."
Versteigerung brachte am Ende 333 Euro
(24.3.09) Nachdem der Preis zwei Tage bei 201 Euro gestanden hatte, brachte der badminton.de-Hinweis auf die Versteigerung offensichtlich noch einmal Schwung in die Aktion. In der Schlussphase erhöhten sich die Angebote kontinuierlich. Fünf Interessenten trieben sich bis auf 332 Euro hoch, bevor 12 Sekunden vor Schluss ein bis dahin nicht in Erscheinung getretener sechster Bieter das siegreiche Angebot angeben konnte.

Führte 16 Jahre den Baden-Württembergischen Badminton-Verband
Ehemaliger BWBV-Präsident Erich Kniepert verstorben
(12.2.09) Am Dienstag ist Erich Kniepert, der ehemaliger Präsident des Baden-Württembergischen Badminton-Verbandes in einem Krankenhaus in Achern verstorben.
Um die Gesundheit des 63-Jährigen war es schon seit etlichen Jahren nicht gut bestellt. So stellte er 2006 beim Verbandstag in Backnang sein Präsidentenamt zur Verfügung, obwohl er noch für zwei Jahre gewählt war. Seit 1990, also 16 lange Jahre, hat er das Amt in Baden-Württemberg innegehabt.
Ursprünglich kam er aus Hessen, beim TV Wetzlar begann er 1961 mit dem Badmintonsport. Nach dem beruflich begründeten Wechsel des technischen Kaufmanns nach Baden-Württemberg gelangte er zum BV Achern, wo er zunächst als Jugendwart tätig war. Ebenso war er Schiedsrichter und Trainer. Von 1983 bis 2000 war er Vereinsvorsitzender in Achern, 1990 wurde er zum Präsidenten des Landesverbandes gewählt. Durch seine Präsenz nicht nur bei allen wichtigen Veranstaltungen im Lande, sondern ebenso auf überregionaler Ebene, hatte er auch in der Runde der Landesverbandspräsidenten ein gewichtiges Wort mitzureden.
Auch seine Familie war und ist in den Badmintonsport eingebunden. Ehefrau Monika ist Geschäftsführerin des Landesverbandes, Schwiegertochter Susanne betreibt Passstelle und Mitgliederverwaltung. Monika Kniepert, die den immer schlechter werdenden Gesundheitszustand ihres Mannes aufopfernd begleitete: "Mein Mann hat Badminton gelebt. Aber ich natürlich genauso. Daher werde auch nach seinem Tod dem Badmintonsport weiter erhalten bleiben."
Zu Firmen hatte Erich Kniepert stets guten Kontakt, was ihm das Hereinholen von wichtigen Sachspenden und Sponsorengeldern für den Verband ermöglichte. Der DBV verlieh ihm 2006 die Ehrenplakette wegen "besonders hervorragender Verdienste um den Badmintonsport."
Die Beerdigung findet am Samstag in seinem Wohnort Achern statt, 10 Uhr auf dem Oberacherner Friedhof.
Hier gibt es auf bwbv.de eine Bildersammlung über den Verstorbenen, die aus Anlass seines 60. Geburtstages zusammengestellt wurde.

War amtierender Vorsitzender des „Clubs der Deutschen Meister und Freunde des Badmintonsports“: Büb Ermmers.

1967 war der ehemalige Solinger Deutscher Mixed-Meister
Hans-Dietrich "Büb" Emmers unerwartet verstorben
(12.1.09 HR) Plötzlich und unerwartet verstarb in den frühen Morgenstunden des 12. Januar 2009, der Vorsitzende des „Clubs der Deutschen Meister und Freunde des Badmintonsports“, Hans-Dietrich Emmers im Alter von 64 Jahren. Der ehemalige Leistungssportler, der nur "Büb" gerufen wurde, lebte zuletzt in Helmenzen im Westerwald und war Inhaber einer Firma für Industrievertretungen. Er begann seine Laufbahn beim STC Blau-Weiß Solingen, für den er 1963 in der Altersstufe U18 auch Deutscher Meister im Einzel wurde. Von 1961 bis 1963 gewann er zudem fünf Westdeutsche Jugendmeisterschaften. Nach seinem Wechsel zum Solinger Nachbarverein Merscheider TV (MTV) gewann er 1967 die Deutsche Meisterschaft im Gemischten Doppel zusammen mit der Mülheimerin Karin Dittberner. In seiner Zeit beim MTV wurde er auch fünfmal Westdeutscher Meister, einmal im Herrendoppel und viermal im Mixed. Er galt als Meister des geschickten Händchen und der vertrackten Schläge. Mit dem MTV stieg er 1972 in die 1. Bundesliga auf, die Mannschaft konnte auf Anhieb den dritten Platz belegen. Vorübergehend spielte er auch einige Zeit beim BC Burg.
Als man 2001 beim Deutschen Badminton-Verband auf Anregung des damaligen Ehrenmitglieds Siegfried Maywald, den „Club der Deutschen Meister und Freunde des Badmintonsports“ gründete, übernahm er den Vorsitz und führte bis zu seinem Tode diese Vereinigung der ehemaligen Meister. Mitglieder begleiten alljährlich bei der Deutschen Meisterschaft die Siegerehrungen. Schon in jungen Jahren hatte sich Emmers als Funktionär verdient gemacht, so war er 1969 Schatzmeister im Landesverband Nordrhein-Westfalen und 1967/68 Beisitzer im Bezirksausschuss Süd I. Die Stadt Solingen ehrte ihn 1967 mit dem Sportehrenring und sein Landesverband verlieh ihm 1965 die Leistungsnadel in Gold. Der deutsche Badmintonsport verliert mit Hans-Dietrich Emmers einen Streiter insbesondere für die ehemaligen Spitzenspieler, um deren Zusammenhalt er sich sehr bemühte. Mit seiner Mutter, Tochter, Schwiegersohn und den Enkelkindern trauern insbesondere die Badmintonfreunde in Solingen um ihren „Büb“.

Wird in Deutschland leben: Zarinah Abdullah.

Ehemalige Spitzenspielerin Singapores zieht demnächst nach Deutschland
Zarinah möchte in der Bundesliga spielen und als Trainerin arbeiten
(9.1.09) Zarinah Abdullah, zweifache Olympiateilnehmerin für Singapore 1992 und 1996, weilt zurzeit mit ihrem deutschen Ehemann, dem IT-Kaufmann Dirk Saß, zu Besuch in Deutschland. Die Familie, zur der auch die achtjährige Tochter Natascha gehört, plant, im diesem Sommer nach Deutschland überzusiedeln. Zarinah sucht daher für die nächste Saison einen Bundesligaclub, bei dem sie als Spielerin und Trainerin arbeiten kann. Die 37-jährige ist 15-fache Meisterin ihres Landes und schaffte zu ihrer besten Zeit sogar den Sprung in die vorderen Ränge der Weltrangliste. Sie spielt immer noch auf hohem Niveau. So stand sie 2006 im Halbfinale bei den nationalen Meisterschaften ihres Landes. Zarinah, die alle Trainerlizenzen hat, die in Asien erworben werden können, arbeitet derzeit in ihrem Land mit Leistungsgruppen verschiedenen Alters.  "Ich bin nach wie vor mit Leib und Seele beim Badminon dabei", beschreibt sie ihr unermütliches Engagement. "Lieben gerne würde ich als Trainerin auch in Deutschland arbeiten. Ich hoffe, dass es da Möglichkeiten für mich gibt." 
Kontaktadresse:  planetsport@msn.com.


© 2004 Deutscher Badminton-Verband e.V.