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Olympische Spiele 2012 in London
 
Vom 27. Juli bis 12. August 2012

    


Badmintonwettbewerbe von Sa. 28. Juli bis So. 5. August in der Wembley Arena

 

Zur Veranstaltungswebsite www.london2012.com
Zur Wembley Arena im Nordwesten Londons.
Zeitdifferenz: London ist ene Stunde zurück: 9 Uhr dort sind 10 Uhr MESZ.
                        
 

Zu den Spielen der deutschen Olympiateilnehmer

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Am Rande

Vorberichte

Zur Olympiaqualifikation

     

Über die olympischen Badmintonwettbewerbe 2012

berichtet im Vorfeld und aus London

Claudia Pauli

 

 

Die Ergebnisse der olympischen Badmintonwettbewerbe 2012 im Überblick ...

 

 

Olympia 2012: Das volle Programm in der ZDFmediathek

Grafiken: ZDF.

 

(28.07.2012, CP/ZDF) Auch das ZDF berichtet von den Olympischen Sommerspielen 2012 in London umfangreich im Internet. Erfreulicherweise ist unter anderem ein Kanal „Badminton“ eingerichtet.

 

„Bisher haben wir nur einen Beitrag über Juliane Schenk vorliegen. Sobald aber weitere On-Demand-Videos bzw. weitere geplante Livestrecken dazukommen, werden die User dort alles gebündelt finden und unter dem Player in der Mitte des Bildes einen Eintrag ‚Alle Badminton-Wettbewerbe im Überblick’. Wer auf diesen Link klickt, sieht dann alle bis zu diesem Zeitpunkt geplanten Badminton-Übertragungen in unseren Livestreams“, erläutert Andreas Heck. Der Redaktionsleiter SPORTonline weist darauf hin, dass kurzfristige Änderungen möglich sind – genauso wie Ergänzungen im Angebot. Hier geht es direkt zum „Badminton-Kanal“ …

 

Nachfolgend finden Sie eine Pressemitteilung des ZDF zu dieser Thematik: 

 

 

Olympia in der ZDFmediathek – das volle Programm

 

Mit Beginn der Wettkämpfe in London macht das ZDF den Zuschauer zum Regisseur: Pünktlich zum Start der Olympischen Sommerspiele 2012 ist eine neue Version der ZDFmediathek an den Start gegangen, die der Sportberichterstattung dank zahlreicher technischer Neuerungen völlig neue Möglichkeiten eröffnet. Beispielsweise die Time-Shift-Funktion: Mit dieser kann jeder Nutzer einen Livestream anhalten und zurückspulen und das Sportereignis so auf völlig neue Weise erleben. Sie haben den Goldwurf von Betty Heidler verpasst, weil Sie kurz am Kühlschrank waren? Kein Problem – spulen Sie einfach bis zu 90 Minuten zurück! Und das in bis zu sieben parallel laufenden Livestreams. Ob Basketball, Bogenschießen oder Beachvolleyball – mit der ZDFmediathek entgeht Ihnen nichts mehr. Alle geplanten Übertragungen findet man übersichtlich auf einen Blick im Olympia-Planer der Mediathek.

 

Blick über den Tellerrand

Da selbst der größte Sportfan nicht alle Livestreams gleichzeitig verfolgen kann, bietet die ZDFmediethek die Chance, sich mit einer Fülle an weiteren Informationen über die vielen gleichzeitig stattfindenden Wettbewerbe versorgen zu lassen: Liveticker-Inhalte können neben dem Stream ebenso eingeblendet werden wie Kurzmeldungen, die zum Beispiel auf laufende Medaillenentscheidungen in anderen Olympia-Livestreams hinweisen. Natürlich kann jeder Zuschauer selbst darüber entscheiden, über welche Sportarten er informiert werden möchte. Wer nur Leichtathletik in seinen persönlichen Einstellungen anwählt, erhält auch nur zu diesem Thema Informationen. Eine weitere exklusive Option im interaktiven Olympia-Angebot des ZDF ist die Einblendung von Sportdaten - also Aufstellungen, Startlisten, Ergebnissen und Tabellen - die sich die Nutzer parallel zu den von ihnen gewählten Wettkämpfen anzeigen lassen können.

 

Olympia mobil

Auch für unterwegs bietet das ZDF seinen Zuschauern ein umfangreiches Angebot. Sowohl unter m.zdfsport.de als auch in der beliebten Mediatheks-App wird das komplette Livestream-Paket gezeigt. Die Besitzer eines internetfähigen Fernsehers haben es noch bequemer: Sie können mit der roten Taste ihrer Fernbedienung ins HbbTV-Angebot des ZDF einsteigen und die Livestreams auf ihrem TV-Gerät betrachten. Dort stehen, ebenso wie auf den anderen Plattformen, zusätzlich jede Menge Porträts, Hintergründe und Berichte rund um die Spiele – sortiert nach Sportarten – zum Abruf bereit. 

 

„Das Olympia-Angebot des ZDF im Internet wird den Einzelinteressen von Millionen von Sportfans gerecht und läutet eine neue Ära in der Vernetzung der verschiedenen Plattformen ein", sagt ZDF-Sportchef Dieter Gruschwitz über die zahlreichen Möglichkeiten, die dem Olympia-Interessierten an die Hand gegeben werden.

   

 

Olympia 2012: Zeitplan noch einmal verändert

 

(27.07.2012, CP) Einen Tag vor dem Auftakt der Badmintonwettbewerbe im Rahmen der Olympischen Spiele 2012 ist der Zeitplan noch einmal verändert worden. Da der zunächst vom Badminton-Weltverband BWF veröffentliche Ablauf, wie sich herausstellte, nicht den Vorgaben des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) entsprach, d.h. die Auslosung falsch war, wurde ein Großteil der Vorrundenbegegnungen umgestellt. Zwar sind nach wie vor alle Asse des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) erstmals bereits am Samstag im Einsatz, aber es haben sich zum Teil neue Konstellationen ergeben.

 

So sollten die Olympia-Debütanten Ingo Kindervater und Johannes Schöttler (1. BC Beuel/1. BC Bischmisheim) ursprünglich am Samstag um 9.44 Uhr Ortszeit erstmals in der Wembley Arena aufschlagen. Nach der erfolgten Veränderung des Zeitplans werden sie hingegen erst ab 19.09 Uhr im Einsatz sein. Besonders brisant: Nicht mehr die Australier Ross Smith/Glenn Warfe (Weltranglistenplatz 38) stellen die Auftaktgegner der Deutschen Meister im Herrendoppel dar, sondern Fang Chieh Min und Lee Sheng Mu (Weltranglistenplatz 9) aus Taiwan. Die Partie gegen die Asiaten war eigentlich zum Abschluss der Vorrunde für Ingo Kindervater und Johannes Schöttler, am Montag, vorgesehen. Nun treffen die Weltranglisten-24. aus Deutschland im dritten Gruppenspiel auf die Australier. Auch die Startzeiten der Partien Nummer zwei und drei für die nationalen Titelträger haben sich verändert.

 

Michael Fuchs und Birgit Michels (1. BC Bischmisheim/1. BC Beuel) müssen sich ebenfalls umstellen: Sie bestreiten ihr erstes Gruppenspiel wie geplant am Samstagabend gegen die topgesetzten Chinesen, treffen dann aber auf die Vize-Weltmeister aus Großbritannien – und dies bereits am frühen Sonntagmorgen. Erst zum Abschluss, und nicht wie zuvor vorgesehen, am Sonntag, wartet das russische Duo auf die Deutschen Meister im Mixed.

 

Nur bei Marc Zwiebler (1. BC Beuel/Setzplatz 14) und Juliane Schenk (SG EBT Berlin/Setzplatz 6) bleibt alles wie am vergangenen Mittwoch von der BWF bekannt gegeben.

 

Bitte beachten Sie, dass sich im Zuge dessen auch die geplanten Übertragungszeiten der Spiele im Internet verändern! Informationen zu Partien, die gezeigt werden, erhalten Sie unter www.sportschau.de/olympia

 

 

Nachfolgend die aktuelle Spielübersicht in der Vorrunde:

 

Herreneinzel, Marc Zwiebler (Weltranglistenplatz 18, Setzplatz 14, Gruppe K):

 

Vorrunde, Spiel 1, Samstag, 28.07.2012, 09.09 Uhr*:

Mohamed Ajfan Rasheed (Malediven, Weltranglistenplatz 209):

1. Aufeinandertreffen**

 

Vorrunde, Spiel 2, Dienstag, 31.07.2012; 19.44 Uhr:

Dmytro Zavadsky (Ukraine, Weltranglistenplatz 47):

bislang 2:0 für Marc Zwiebler

 

 

Dameneinzel, Juliane Schenk (Weltranglistenplatz 6, Setzplatz 6, Gruppe N):

 

Vorrunde, Spiel 1, Samstag, 28.07.2012, 20.52 Uhr:

Kristina Gavnholt (Tschechien, Weltranglistenplatz 51):

bislang 9:0 für Juliane Schenk

 

Vorrunde, Spiel 2, Montag, 30.07.2012, 20.17 Uhr:

Larisa Griga (Ukraine, Weltranglistenplatz 48):

bislang 6:0 für Juliane Schenk

 

 

Herrendoppel, Ingo Kindervater/Johannes Schöttler (Weltranglistenplatz 24, Gruppe A):

 

Vorrunde, Spiel 1, Samstag, 28.07.2012, 19.07 Uhr:

Fang Chieh Min/Lee Sheng Mu (Taiwan, Weltranglistenplatz 9):

1. Aufeinandertreffen

 

Vorrunde, Spiel 2, Sonntag, 29.07.2012, 20.19 Uhr:

Cai Yun/Fu Haifeng (China, Weltranglistenplatz 2, Setzplatz 1):

bislang 0:1 für Ingo Kindervater/Johannes Schöttler

 

Vorrunde, Spiel 3, Montag, 30.07.2012, 12.30 Uhr:

Ross Smith/Glenn Warfe (Australien, Weltranglistenplatz 38):

1. Aufeinandertreffen

 

 

Mixed, Michael Fuchs/Birgit Michels (Weltranglistenplatz 22, Gruppe A):

 

Vorrunde, Spiel 1, Samstag, 28.07.2012, 18.30 Uhr:

Zhang Nan/Zhao Yunlei (China, Weltranglistenplatz 1, Setzplatz 1):

bislang 0:1 für Michael Fuchs/Birgit Michels

 

Vorrunde, Spiel 2, Sonntag, 29.07.2012: 08.30 Uhr:

Chris Adcock/Imogen Bankier (Großbritannien, Weltranglistenplatz 10):

1. Aufeinandertreffen

 

Vorrunde, Spiel 3, Montag, 30.07.2012, 18.30 Uhr:

Alexandr Nikolaenko/Valeri Sorokina (Russland, Weltranglistenplatz 15):

bislang 0:2 für Michael Fuchs/Birgit Michels

 

 

*: jeweils Ortszeit

**: Quelle: jeweils Homepage des Badminton-Weltverbandes BWF unter www.bwfbadminton.org (Rubrik „Players“, Unterrubrik „Head to Head“).

   

 

   

Olympia 2012: Verfolgen Sie die Spiele der DBV-Asse im Internet!

Grafik: NDR.

 

(26.07.2012/28.07.2012, CP) Wie die Verantwortlichen beim Norddeutschen Rundfunk (NDR) mitteilten, sind unter www.sportschau.de/olympia Übertragungen von zahlreichen Spielen der DBV-Asse im Rahmen der olympischen Badmintonwettbewerbe 2012 geplant.

  

Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang:

·          Kurzfristige Programmänderungen sind möglich.

·          Bei den angegebenen Zeiten handelt es sich um Zeiten nach MESZ (nicht Ortszeit London).

·          Alle Startzeiten sind ungefähre Startzeiten.

·          Die Übertragungen sind teilweise unkommentiert.

 

Die ARD hat am 25. Juli 2012 unter www.sportschau.de/olympia das nach NDR-Angaben „umfassendste Live-Angebot, das es jemals zu Olympia gegeben hat“, gestartet: Neben dem Hauptprogramm können Sportbegeisterte deutschlandweit auf bis zu sechs zusätzlichen parallelen Live-Streams die Wettkämpfe in London verfolgen.

 

Mirjam Bach aus der NDR Olympia-Redaktion weist darauf hin, dass in dem Dashboard unter www.sportschau.de/olympia ein spezielles Badminton-Icon existiert. Wird dieses angeklickt, erfährt man, welche Übertragungen geplant sind.

 

Weitere Informationen zu dem Angebot, darunter bedeutsame Fragen und Antworten, erhalten Sie hier …

 

Hinweis vom 28.07.2012: Da der Badminton-Weltverband BWF den Zeitplan am 27. Juli 2012 noch einmal veränderte, wurden die am 26. Juli 2012 an dieser Stelle aufgeführten und nicht mehr aktuellen Zeitangaben zu Übertragungen entfernt. 

 

  

Alle DBV-Asse sind gleich am Samstag erstmals im Einsatz

 

(25.07.2012/28.07.2012, CP) Der Badminton-Weltverband BWF hat den detaillierten Zeitplan für die Vorrundenspiele im Rahmen der olympischen Badmintonwettbewerbe 2012 veröffentlicht. Alle deutschen Spieler müssen bereits am ersten Wettkampftag – Samstag, 28. Juli 2012 – in der Wembley Arena aufschlagen.

 

Hinweis vom 28.07.2012: Da die BWF den Zeitplan am 27. Juli 2012 noch einmal veränderte und sich dadurch mitunter auch neue Spielreihenfolgen ergaben, wurden die am 25.07.2012 an dieser Stelle aufgeführten und nicht mehr aktuellen Details entfernt. Die gültigen Spielansetzungen finden Sie weiter oben auf dieser Seite.

 

 

  

   

Besonderer Austragungsmodus – der dritte Platz wird bei Olympia ausgespielt

Juliane Schenk (im Bild bei den Individual-Europameisterschaften 2012, bei denen sie die Silbermedaille gewann) möchte die erste Medaille für Deutschland in der Geschichte von olympischen Badmintonwettbewerben holen. Für die bislang beste Platzierung aus Sicht des DBV sorgte 2008 in Peking Huaiwen Xu mit dem Einzug ins Viertelfinale des Dameneinzelwettbewerbs. Foto: CP.

 

(25.07.2012, CP) Anders als beispielsweise bei Welt- und Europameisterschaften, Superseries-Turnieren oder Deutschen Meisterschaften wird bei den olympischen Badmintonwettbewerben seit 1996 der dritte Platz ausgespielt. Wer ins Halbfinale einzieht, hat somit noch keine Medaille sicher. Dies war lediglich bei den ersten Olympischen Spielen, bei denen Badminton zum offiziellen Programm zählte, 1992 in Barcelona/Spanien, der Fall. Um Edelmetall zu gewinnen, ist seit Atlanta/USA vor 16 Jahren ein weiterer Sieg erforderlich.

 

Der Weg von der Vorrunde bis hin zum Finale gestaltet sich folgendermaßen: Sowohl in den Einzeldisziplinen als auch in den Doppeldisziplinen wird zunächst eine Gruppenphase ausgetragen, bevor es im K.o.-System weitergeht.

 

Dabei müssen die Spieler im Herren- und im Dameneinzel eine Vorrundenpartie (Angehörige einer Zweier-Gruppe, z.B. der Olympiasieger von 2008, Lin Dan aus China) oder zwei Vorrundenpartien (Angehörige einer Dreier-Gruppe, z.B. Marc Zwiebler und Juliane Schenk) absolvieren. Die jeweiligen Gruppensieger (16 Personen, da 16 Gruppen) qualifizieren sich für das Achtelfinale, das zugleich den Auftakt der K.o.-Runde bedeutet. Die Athleten, die im Halbfinale eine Niederlage erleiden, bestreiten das „kleine Finale“, d.h. sie spielen um Bronze.

 

In den Doppeldisziplinen existieren im Herren- und Damendoppel sowie im Mixed vier Gruppen à jeweils vier Duos, so dass alle Paarungen drei Vorrundenpartien austragen. Die jeweils zwei besten Doppel nach Abschluss der Gruppenphase (= 8 Paarungen) ziehen in die K.o.-Runde ein. Diese beginnt in den Doppeldisziplinen entsprechend mit dem Viertelfinale. Auch im Herren- und Damendoppel sowie im Mixed treten die unterlegenen Halbfinalisten gegeneinander an und ermitteln in diesem Match den Bronzemedaillengewinner.

 

Der Weg eines Spielers, der sich in einer Dreier-Gruppe befindet, bis zum Finale sieht somit wie folgt aus:

 

  1. Vorrundenpartie 1
  2. Vorrundenpartie 2
  3. Achtelfinalspiel
  4. Viertelfinalspiel
  5. Halbfinalspiel
  6. Finalspiel

 

Der Weg eines Spielers, der sich in einer Zweier-Gruppe befindet, bis zum Finale sieht somit wie folgt aus:

 

  1. Vorrundenpartie 1
  2. Achtelfinalspiel
  3. Viertelfinalspiel
  4. Halbfinalspiel
  5. Finalspiel

 

Der Weg eines Spielers, der sich in einer Dreier-Gruppe befindet, bis zum Spiel um Platz drei sieht somit wie folgt aus:

 

  1. Vorrundenpartie 1
  2. Vorrundenpartie 2
  3. Achtelfinalspiel
  4. Viertelfinalspiel
  5. Halbfinalspiel
  6. Spiel um Bronze

 

Der Weg eines Spielers, der sich in einer Zweier-Gruppe befindet, bis zum Spiel um Bronze sieht somit wie folgt aus:

 

  1. Vorrundenpartie 1
  2. Achtelfinalspiel
  3. Viertelfinalspiel
  4. Halbfinalspiel
  5. Spiel um Bronze 

 

Der Weg eines Doppels bis zum Finale sieht somit wie folgt aus:

 

  1. Vorrundenpartie 1
  2. Vorrundenpartie 2
  3. Vorrundenpartie 3
  4. Viertelfinalspiel
  5. Halbfinalspiel
  6. Finalspiel

 

Der Weg eines Doppels bis zum Spiel um Platz drei sieht somit wie folgt aus:

 

  1. Vorrundenpartie 1
  2. Vorrundenpartie 2
  3. Vorrundenpartie 3
  4. Viertelfinalspiel
  5. Halbfinalspiel
  6. Spiel um Bronze

 

badminton.de wünscht eine gute Reise!

Birgit Michels (im Bild bei der Individual-EM 2012) bestreitet ihre zweiten Olympischen Spiele nach 2008. Fotos: CP.
Johanna Goliszewski und Peter Käsbauer (im Bild ebenfalls bei der Individual-EM im April in Schweden) fungieren vor Turnierbeginn zusammen mit zwei weiteren Nationalspielern als Sparringspartner.

 

(24.07.2012, CP) Das „Unternehmen Olympische Spiele 2012“ beginnt am heutigen 24. Juli für die sechs Badmintonasse des DBV, die sich für das Großereignis qualifiziert haben, gewissermaßen „richtig“: Von Düsseldorf (Juliane Schenk und Birgit Michels) bzw. Frankfurt am Main (Michael Fuchs, Ingo Kindervater, Johannes Schöttler und Marc Zwiebler) aus fliegen sie in Englands Hauptstadt, in der in diesem Jahr zum dritten Mal nach 1908 und 1948 die Olympischen Sommerspiele ausgetragen werden. London ist damit die erste Stadt, die zum dritten Mal als Gastgeber dieses besonderen Sportevents fungiert.

 

Auch Chef-Bundestrainer Jakob Høi und der Bundestrainer Herreneinzel, Jeroen van Dijk, reisen am 24. Juli 2012 nach London. DBV-Sportdirektor Martin Kranitz, zugleich Teammanager der deutschen Badminton-Mannschaft bei den Olympischen Spielen, hält sich hingegen bereits seit zwei Tagen in der Metropole auf. DBV-Präsident Karl-Heinz Kerst und Dietrich Heppner, Vizepräsident Leistungssport im DBV, folgen Ende der Woche.

 

Dieter Domke, Johanna Goliszewski, Peter Käsbauer und Oliver Roth freuen sich über die Tatsache, vor Ort für einige Tage als Sparringspartner im Einsatz sein zu dürfen. Die vier Nationalspieler fliegen ebenfalls am heutigen Dienstag an die Themse.

 

Darüber hinaus wird DBV-Physiotherapeut Andreas Richter nun schon zum fünften Mal die Ehre zuteil, als Physiotherapeut im Olympischen Dorf alle deutschen Athletinnen und Athleten zu betreuen. Er leitet darin gemeinsam mit zwei Kollegen die sogenannte „medizinische Zentrale“. Der Bayer reiste bereits am 16. Juli 2012 nach London.

 

badminton.de wünscht dem gesamten Team eine gute Hin- und Rückreise sowie einen angenehmen Aufenthalt in London und den Teilnehmerinnen und Teilnehmern an den olympischen Badmintonwettbewerben 2012 einen erfolgreichen Wettkampfverlauf bei guter Gesundheit!

   

Edwin Leung hat Fotos von der Auslosung geschickt

Die Auslosung ist erfolgt

Während sich Birgit Michels 2012 zum zweiten Mal nach 2008 für die olympischen Badmintonwettbewerbe qualifizierte, feiert Michael Fuchs in diesem Jahr sein Olympia-Debüt. Das Bild zeigt das beste deutsche Mixed bei den Individual-Europameisterschaften im April in Schweden. Foto: CP.

Für die Badmintonwettbewerbe im Rahmen der Olympischen Sommerspiele 2012

 

(23.07.2012, CP) Von nun an können sich Juliane Schenk, Marc Zwiebler & Co. noch gezielter auf ihre ersten Partien bei den Badmintonwettbewerben im Rahmen der Olympischen Sommerspiele 2012 vorbereiten: Seit dem 23. Juli 2012 stehen die Vorrundengegner der Athletinnen und Athleten des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) fest. Vier Tage vor der Eröffnungsfeier erfolgte in London die Auslosung für die fünf Disziplinen, die zugleich Hinweise auf eventuelle Konstellationen in der K.o.-Runde gibt.

 

„Die Auslosung ist aus meiner Sicht insgesamt ok. Juliane ist in guter Form, für sie ist nach der Gruppenphase wirklich alles möglich. Marc ist in seinen beiden Gruppenspielen ebenfalls favorisiert und könnte im Achtelfinale auf Chen Jin treffen, den er schon geschlagen hat – warum nicht auch in London? Im Herrendoppel sehe ich in der Gruppe A zusammen mit Ingo und Johannes drei Paarungen, die weiterkommen können und auch im Mixed ist aus meiner Sicht recht offen, wer die K.o.-Runde erreicht“, zog Chef-Bundestrainer Jakob Høi in Bezug auf die Auslosung für die DBV-Asse ein Fazit.

 

Der Austragungsmodus:

 

Bei den Spielen der XXX. Olympiade wird im Badminton in allen fünf Disziplinen zunächst eine Gruppenphase durchgeführt. Auf diese folgt eine K.o.-Runde, die in den Einzeldisziplinen mit dem Achtelfinale beginnt und in den Doppeldisziplinen mit dem Viertelfinale. In den Einzeldisziplinen existieren 16 Gruppen. Entsprechend qualifizieren sich lediglich die jeweiligen Gruppenersten für die K.o.-Runde. In den Doppeldisziplinen sind jeweils vier Gruppen eingerichtet. Daher kommen die zwei erfolgreichsten Paarungen pro Gruppe weiter.

 

Herren- und Dameneinzel:

 

Europameister Marc Zwiebler (1. BC Beuel/Setzplatz 14) trifft in der Vorrundengruppe K auf Mohamed Ajfan Rasheed von den Malediven sowie auf den Ukrainer Dmytro Zavadsky. „In der Gruppenphase habe ich ein gutes Los, auch wenn man Dmytro Zavadsky nicht unterschätzen darf. Er ist durchaus ein unangenehmer Gegner. Ich habe zwar bislang immer gegen ihn gewonnen, es waren aber durchaus knappe Spiele dabei. Ich gehe zwar als leichter Favorit in die Begegnung, aber er bedeutet in jedem Fall eine Herausforderung. Im Achtelfinale würde ich vermutlich auf den an Nummer vier gesetzten Chinesen Chen Jin treffen. Von den vier Top-Gesetzten ist er sicherlich derjenige, der mir am ehesten liegt, der für mich am ehesten zu schlagen ist. Meinen anderen Vorrundengegner kenne ich nicht“, meinte Marc Zwiebler.

 

Die WM-Dritte Juliane Schenk (SG EBT Berlin/Setzplatz 6) steht in der Vorrundengruppe N des Dameneinzel-Wettbewerbs der Ukrainerin Larisa Griga und Kristina Gavnholt aus Tschechien gegenüber. Anschließend träfe sie aller Voraussicht nach auf die an Position neun notierte Thailänderin Ratchanok Inthanon (Setzplatz 9), bevor im Viertelfinale in Wang Xin (Setzplatz 2) erstmals im Turnierverlauf eine Spielerin aus China Gegnerin der Vize-Europameisterin sein könnte. „Ich möchte der Auslosung im Vorfeld gar nicht so viel Bedeutung beimessen“, so die 29-Jährige. 

 

Herrendoppel und Mixed:

 

Die Deutschen Meister im Herrendoppel, Ingo Kindervater und Johannes Schöttler (1. BC Beuel/1. BC Bischmisheim), gehören zusammen mit den amtierenden Weltmeistern Cai Yun und Fu Haifeng aus China, Fang Chieh Min/Lee Sheng Mu aus Taiwan und den Australiern Ross Smith/Glenn Warfe der Vorrundengruppe A an. „Die Auslosung ist in dieser Disziplin sehr fair. Cai Yun und Fu Haifeng sind die absoluten Gruppenfavoriten, aber Ingo und Johannes können in jedem Fall um Platz zwei kämpfen“, meinte Chef-Bundestrainer Jakob Høi.

 

Die Deutschen Meister im Mixed, Michael Fuchs und Birgit Michels (1. BC Bischmisheim/1. BC Beuel), treffen ebenfalls in der Vorrunde auf die Nummer eins der Setzliste: Für Chef-Bundestrainer Jakob Høi sind die Chinesen Zhang Nan/Zhao Yunlei auch die Top-Favoriten auf den Gruppensieg. Weitere Gegner der DBV-Asse in der Vorrundengruppe A sind Alexandr Nikolaenko/Valeri Sorokina aus Russland und die Lokalmatadore Chris Adcock/Imogen Bankier (England/Schottland). Das britische Duo hat überaus gute Erinnerungen an die Wembley Arena: Im August 2011 gewannen Chris Adcock und Imogen Bankier bei den darin ausgetragenen Individual-Weltmeisterschaften die Silbermedaille. Im Finale unterlagen sie vor Jahresfrist ihren „olympischen Gruppengegnern“ aus China. „Gegen die Briten erwarte ich ein ganz enges Spiel von Michael und Birgit, die Tagesform wird entscheiden. Diese Gruppe ist insgesamt sehr offen“, so der Chef-Coach.

 

Die Teilnehmerfelder:

 

Herreneinzel:           40 Spieler

Dameneinzel:           46 Spielerinnen

Herrendoppel:          16 Paarungen

Damendoppel:          16 Paarungen

Mixed:                    16 Paarungen

 

Während beim olympischen Badmintonturnier in den Einzeldisziplinen maximal drei Spieler bzw. Spielerinnen pro Nation antreten dürfen, sind es in den Doppeldisziplinen höchstenfalls zwei Paarungen.

 

Die Vorrundengegner der deutschen Spieler/innen im Überblick:

 

Herreneinzel, Marc Zwiebler (Weltranglistenplatz 18, Setzplatz 14, Gruppe K):

·          Mohamed Ajfan Rasheed (Malediven, Weltranglistenplatz 209): 1. Aufeinandertreffen*

·          Dmytro Zavadsky (Ukraine, Weltranglistenplatz 47): bislang 2:0 für Marc Zwiebler

 

Dameneinzel, Juliane Schenk (Weltranglistenplatz 6, Setzplatz 6, Gruppe N):

·          Larisa Griga (Ukraine, Weltranglistenplatz 48): bislang 6:0 für Juliane Schenk

·          Kristina Gavnholt (Tschechien, Weltranglistenplatz 51): bislang 9:0 für Juliane Schenk

 

Herrendoppel, Ingo Kindervater/Johannes Schöttler (Weltranglistenplatz 24, Gruppe A):

·          Cai Yun/Fu Haifeng (China, Weltranglistenplatz 2): bislang 0:1 für Ingo Kindervater/Johannes Schöttler

·          Fang Chieh Min/Lee Sheng Mu (Taiwan, Weltranglistenplatz 9): Aufeinandertreffen

·          Ross Smith/Glenn Warfe (Australien, Weltranglistenplatz 38): Aufeinandertreffen

 

Mixed, Michael Fuchs/Birgit Michels (Weltranglistenplatz 22, Gruppe A):

·          Zhang Nan/Zhao Yunlei (China, Weltranglistenplatz 1): bislang 0:1 für Michael Fuchs/Birgit Michels

·          Chris Adcock/Imogen Bankier (England/Schottland, Weltranglistenplatz 10): 1. Aufeinandertreffen

·          Alexandr Nikolaenko/Valeri Sorokina (Russland, Weltranglistenplatz 15): bislang 0:2 für Michael Fuchs/Birgit Michels

 

Die komplette Auslosung kann hier eingesehen werden.

 

 

Olympia 2012: ARD mit rund 60 zusätzlichen Stunden Livesport täglich bei Olympia

Screenshots des EPG (Beispiele). Grafiken: NDR.

 

(23.07.2012, CP) Wie die Verantwortlichen beim Norddeutschen Rundfunk (NDR) mitteilten, startet die ARD am 25. Juli 2012 unter www.sportschau.de/olympia das „umfassendste Live-Angebot, das es jemals zu Olympia gegeben hat: Neben dem Hauptprogramm können Sportbegeisterte deutschlandweit auf bis zu sechs zusätzlichen parallelen Live-Streams die Wettkämpfe in London verfolgen.“

 

Mirjam Bach und Thomas Luerweg aus der Olympia-Redaktion erläutern: „Den Aufwand teilt sich die ARD mit dem ZDF, das die Streams parallel auf seinen Internetseiten anbietet. Über einen Elektronischen Programmführer (EPG) ist jederzeit auf einen Blick zu erkennen, welche Disziplinen live zu verfolgen sind - ergänzt durch aktuelle Ergebnisse und einen Live-Ticker. Ein wesentliches Ziel ist dabei, Wettkämpfe in Sportarten live zu zeigen, die sonst weniger im Fokus der medialen Aufmerksamkeit stehen.

 

Der Programmführer wird erst kurz vor den Spielen veröffentlicht. Das liegt daran, dass sich immer wieder Verschiebungen im Zeitplan ergeben und wir möglichst wenige Fans enttäuschen wollen. (…) Im Angebot ist es beispielsweise möglich, über das Piktogramm jeder Sportart nach den entsprechenden Streams zu suchen. Jede geplante Übertragung kann dann per Facebook oder Twitter weitergegeben werden.“

 

Weitere Informationen zu dem Angebot, darunter bedeutsame Fragen und Antworten, erhalten Sie hier …

 

  

Beueler Olympia-Teilnehmer verabschiedet

V.l.: Ingo Kindervater und Marc Zwiebler mit dem neuen Maskottchen.
Gruppenfoto mit Nachwuchsspielern. Fotos: 1. BC Beuel.

Von Andreas Kruse
 
(22.07.2012) Die Beueler Teilnehmer an den Olympischen Sommerspielen 2012 wurden eine Woche vor Wettkampfbeginn offiziell von ihrem Heimatverein 1.BC Beuel in Richtung London verabschiedet. Bereits am frühen Nachmittag trafen Marc Zwiebler und Ingo Kindervater in der Erwin-Kranz Halle ein. Vor Ort stellten sie sich zunächst den Fragen der anwesenden Journalisten, bevor sie selbst einmal mehr den Schläger in die Hand nahmen, um mit dem Vereinsnachwuchs ein wenig zu spielen. Am Ende der Spieleinheit versammelten sich die Beueler Schüler und Jugendlichen vor den beiden Olympiateilnehmern und durften ihnen Fragen stellen, wofür sich die Nationalspieler viel Zeit nahmen. Im Anschluss ging es für alle weiter ins Clubheim. Hier wurden die Spieler von Familienmitgliedern, Freunden und Förderern empfangen und wurde ein großes Grillfest veranstaltet. Im Rahmen dessen fand auch der kurze offizielle Teil statt. Der 1. Vorsitzende des 1. BC Beuel, Roland Maywald, erkundigte sich, ob die Badmintonasse eine angenehmen Nacht hatten, denn das Kameha Grand Hotel hatte beide in der Nacht zuvor eingeladen. Anschließend entließ er beide Herren mehr oder weniger offiziell. Schließlich wurde Ingo Kindervater und Marc Zwiebler das neue Maskottchen überreicht, die "Gans in Gelb", nach dessen richtigem Namen noch gesucht wird und die hoffentlich auf vielen Bildern aus London zu sehen sein wird. Birgit Michels musste ihre Teilnahme leider kurzfristig absagen, da sie sich tags zuvor einen Infekt eingefangen hatte und kurz vor Turnierbeginn die Zeit zum Erholen nutzen musste.

 

Mülheimer Olympia-Teilnehmer feierlich nach London verabschiedet

Die "London-Torte". Fotos: CP.
Impression vom Empfang im frisch renovierten Rathaus der Stadt Mülheim an der Ruhr.
Juliane Schenk schneidet die Torte an. V.l.: Christian Blasch, Thilo Stralkowski, Birgit Michels, Juliane Schenk, Renate aus der Beek.
Birgit Michels trägt sich ins Gästebuch der Stadt Mülheim an der Ruhr ein.
Vier der sechs Mülheimer Olympia-Teilnehmer 2012 zusammen mit Bürgermeisterin Renate aus der Beek.

 

(19.07.2012) Große Ehre für die sechs Mülheimer Olympia-Teilnehmer 2012: Mülheims Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld hatte sie für den 18. Juli 2012 zu einem Empfang mit Kaffee und Kuchen ins Rathaus eingeladen, um sie in ansprechendem Ambiente nach London zu verabschieden und um ihnen im Namen der Stadt Mülheim an der Ruhr viel Glück und Erfolg für das Großereignis zu wünschen.

 

Die Badminton-Nationalspielerinnen Birgit Michels (1. BC Beuel) und Juliane Schenk (SG EBT Berlin), die am Badminton-Spitzensportzentrum in Mülheim an der Ruhr trainieren und auch Bürgerinnen der Stadt im Ruhrgebiet sind, waren ebenso bei der Feierstunde zugegen wie Hockey-Nationalspieler Thilo Stralkowski (HTC Uhlenhorst) und Hockey-Schiedsrichter Christian Blasch (HTC Uhlenhorst). Jan Philipp Rabente (Hockey-Nationalspieler, HTC Uhlenhorst) und Lisa Vitting (Schwimm-Staffel, SG Essen) konnten hingegen nicht daran teilnehmen.

 

In Vertretung von Mülheims Oberbürgermeisterin, die am 18. Juli 2012 ebenfalls anderweitig terminlich gebunden war, richtete Bürgermeisterin Renate aus der Beek einige Grußworte an die Mülheimer Olympioniken: „Ich freue mich die Gelegenheit zu haben, Ihnen alle guten Wünsche mit auf den Weg zu geben. Für Sie ist es eine große Ehre, ins deutsche Olympiateam berufen worden zu sein. Sie haben dies mit großem Fleiß geschafft und sich gegen die Konkurrenz durchgesetzt. Sport wird in Mülheim an der Ruhr groß geschrieben, auch die Sportförderung ist sehr stark. Wir sind stolz darauf, dass Sie unsere Stadt in London vertreten werden“, meinte Renate aus der Beek. Sie fügte hinzu: „Ich wünsche Ihnen eine gute Anreise, hoffe, dass Sie den Wettkampf gesund überstehen und nach Beendigung der Olympischen Spiele gesund wiederkommen!“

 

Anschließend wurde Juliane Schenk die Ehre zuteil, die eigens für die Mülheimer Olympia-Teilnehmer angefertigte „London-Torte“ anzuschneiden. Dokumentiert wurde dieser besondere Moment von mehreren Kamerateams (WDR, RTL), Fotografen sowie Redakteuren aus den Bereichen Hörfunk, Print- und Onlinemedien. Danach verzeichneten die vier Sportasse mit ihrem Eintrag ins Gästebuch der Stadt Mülheim an der Ruhr ein weiteres spezielles Erlebnis.

 

An der Feierstunde nahmen unter anderem auch zahlreiche Mitglieder des Sportausschusses der Stadt Mülheim an der Ruhr sowie Vertreter des Mülheimer Sportbundes (MSB), des Mülheimer SportService (MSS), des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) und des HTC Uhlenhorst teil.

 

Für Birgit Michels stehen allein in dieser Woche noch zwei weitere Verabschiedungen an: Am Freitag (20. Juli 2012) wird sie in Köln zusammen mit weiteren Angehörigen des Olympiastützpunktes Rheinland – darunter auch Marc Zwiebler und Ingo Kindervater (beide 1. BC Beuel) – „auf die Reise geschickt“, tags darauf wünscht der 1. BC Beuel in Bonn seinen Erstligaakteuren viel Erfolg für London 2012.

 

Dr. Claudia Pauli

 

 

   

„Für mich kann es morgen losgehen!“

In lockerer Atmosphäre - im Athletikraum des BSZ Mülheim - äußerten sich die drei Badmintonasse sowie der Chef-Bundestrainer zu Olympia 2012. Fotos: Claudia Pauli.
Auch Einzel-Gespräche wurden selbstverständlich geführt.
Juliane Schenk im Interview.
Gruppenfoto der Gesprächsteilnehmer. V.l.: Birgit Michels, Juliane Schenk, Jakob Høi, Michael Fuchs.

Ausschnitte aus dem Pressegespräch am 5. Juli 2012 in Mülheim an der Ruhr

 

(05.07.2012, CP) 23 Tage vor dem Beginn der Badmintonwettbewerbe (28. Juli bis 5. August 2012) bei den Olympischen Sommerspielen in London (27. Juli bis 12. August 2012) gaben die Olympia-Teilnehmer Michael Fuchs (1. BC Bischmisheim, Mixed), Birgit Michels (1. BC Beuel, Mixed) und Juliane Schenk (SG EBT Berlin, Dameneinzel) sowie Chef-Bundestrainer Jakob Høi Medienvertreterinnen und -vertretern die Gelegenheit, sich im Rahmen eines Pressegesprächs in lockerer Atmosphäre über ihre Erwartungen an die Spiele der XXX. Olympiade, den „Endspurt“ in der Vorbereitung auf das Großereignis in Englands Hauptstadt und die von ihnen gesteckten Ziele zu informieren. 

 

Zusammen rund ein Dutzend Redakteure lokaler, regionaler und überregionaler Printmedien, vom Radio sowie Fotografen folgte der Einladung des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV). Darüber hinaus bekundeten zahlreiche Medienvertreter ihr Interesse an der Veranstaltung, sie mussten aber aufgrund von Terminüberschneidungen ihre Teilnahme daran absagen.

 

Im Anschluss an die Begrüßung der Anwesenden - darunter auch Dietrich Heppner, Vizepräsident Leistungssport im DBV - und die Vorstellung der Gesprächsteilnehmer durch DBV-Pressesprecherin Dr. Claudia Pauli beantworteten die Badmintonasse sowie der Chef-Bundestrainer zunächst „in großer Runde“ Fragen. Anschließend standen Michael Fuchs, Birgit Michels, Juliane Schenk und Jakob Høi für Einzel-Interviews zur Verfügung.

 

Nachfolgend sind einige Aussagen, die von den Aktiven bzw. vom Chef-Coach im Rahmen des Pressegesprächs am 5. Juli 2012 im Athletikraum des Badminton-Spitzensportzentrums (BSZ) in Mülheim an der Ruhr getroffen wurden, aufgeführt:

 

Chef-Bundestrainer Jakob Høi …

 

… zur Olympia-Qualifikation:

Wir sind sehr glücklich, dass wir uns in vier Disziplinen qualifiziert haben, das ist super. Natürlich sind wir auch enttäuscht, dass sich das Damendoppel nicht qualifiziert hat, aber wenn man sich die Konkurrenz anschaut, müssen wir insgesamt zufrieden sein. Formell dauert die Olympia-Qualifikation zwölf Monate. Aber in der Realität investieren die meisten Spieler 18 bis 20 Monate dafür.“

 

… zu der „heißen Phase“ der Vorbereitung:

In der letzten Woche vor dem ersten Spiel sind wir bereits in London. Es geht darum, anzukommen, sich im Zimmer einzurichten, alles kennen zu lernen etc. Wir werden voraussichtlich auch die Möglichkeit haben, in der Wembley Arena, also dort, wo die Wettkämpfe stattfinden, zu trainieren. Und bis dahin hat jeder seinen eigenen Plan, die Vorbereitung läuft sehr individuell ab – je nachdem auch, wo die Spieler ihre Schwerpunkte setzen. Manchen ist zum Beispiel das mentale Training besonders wichtig, manche sind besonders froh über Matchtraining.“

 

… zu den Zielvorstellungen des DBV-Trainerteams bei Olympia:

Grundsätzlich ist das Ziel das Erreichen des Viertelfinals. Das können wir schaffen, das ist realistisch, wenn man sich die Ergebnisse der vergangenen 18 Monate anschaut. Juliane bildet eine Ausnahme. Sie hat ja auch selbst gesagt, sie fährt nach London, um eine Medaille zu holen.“

 

… zu den Top-Favoriten auf den Olympiasieg:

China … (lacht). Das heißt aber nicht, dass nur China dazu in der Lage ist, die Goldmedaillen zu gewinnen. Im Damendoppel sehe ich China in jedem Fall ganz oben. Dänemark, das sich mit zwei Spielerinnen qualifiziert hat, die auch im Mixed antreten, könnte für eine Überraschung sorgen. Im Herrendoppel zählen China, Dänemark und Korea zu den Medaillenanwärtern. Das Mixed ist für mich ganz offen. Die Paarungen aus Dänemark, China und Korea haben in der letzten Zeit auch Schwächen gezeigt. Wir haben die Besten zwar noch nicht geschlagen, aber immer gut mit ihnen mitgespielt. Wenn alles klappt, ist alles möglich. Im Herreneinzel ist immer das Duell Lin Dan gegen Lee Chong Wei sehr interessant. Lee Chong Wei hat sich ja vor einigen Wochen schwer verletzt, da sind alle gespannt, was da geht. Marc hat gegen die beiden auch schon gut gespielt. Im Dameneinzel gibt es 16 Spielerinnen, die richtig Stress bringen können. Auch hier ist der Ausgang sehr offen. Im Einzel kommt man nur weiter, wenn man in der Gruppenphase alle Spiele gewinnt. Im Doppel hingegen darf man ein Spiel verlieren. Die Favoriten kommen – insgesamt gesehen – aus den asiatischen Ländern und aus Dänemark. Dänemark ist in Europa vorne, aber Deutschland hat in den letzten Jahren gezeigt, dass es ganz oben mitmachen kann.“

 

… zum Herrendoppel Ingo Kindervater/Johannes Schöttler:

Da bin ich sehr neugierig. Johannes hat eine recht schlimme Fußverletzung erlitten, dennoch haben sie bei der EM sehr gut gespielt und waren nur zwei Bälle von einer Medaille entfernt. Es wird immer besser. Im Moment haben sie Sparring mit zwei Malaysiern und in der kommenden Woche werden Ingo und Johannes auch in Dänemark beim Lehrgang dabei sein. Sie haben in der Qualifikationsphase unter anderem die Olympiasieger von 2008, die früheren Weltmeister aus den USA und aktuelle Top 4-Paarungen geschlagen. Ich freue mich auf die Spiele von Ingo und Johannes. Es ist sicherlich unser Vorteil, dass es Gruppenspiele gibt. Ich hoffe, dass sie direkt auf einen Gruppenfavoriten treffen. Dann können sie mit viel Tempo beginnen.“

 

Michael Fuchs (30 Jahre) …

 

… zur Vorbereitung auf Olympia:

Da Birgit und ich normalerweise ja nicht zusammen trainieren können, möchten wir in der unmittelbaren Phase vor Olympia die Chance nutzen, um an der Feinabstimmung zu arbeiten. Mitte Juni war Birgit für eine Woche in Saarbrücken, nun bin ich in Mülheim. Beim Lehrgang n Dänemark machen wir Sparring auf allerhöchstem Niveau und in der letzten Woche vor der Abreise geht es für mich darum, mir die nötige Frische zu holen. Diese Woche werden Birgit und ich getrennt, ich in Saarbrücken und sie in Mülheim, verbringen.

 

… zu der Frage, inwieweit London als Austragungsort ein besonderer ist:

Mir ist es ehrlich gesagt vollkommen egal, wo die Olympischen Spiele stattfinden. Ich würde dafür überall hinfahren.“

 

… zu Planungen im Anschluss an das olympische Badmintonturnier und zur Eröffnungsfeier:

Ich habe ein starkes Interesse an der Eröffnungsfeier. Ob wir daran teilnehmen können, ist abhängig vom Zeitplan. Wer Samstag spielt, darf nicht dabei sein. Das ist auch nachvollziehbar, schließlich steht man dabei über einen langen Zeitraum. Insofern hoffe ich, dass mein erstes Spiel erst am Sonntag stattfindet … Ich freue mich auch sehr darauf, andere Sportarten anzuschauen. Am liebsten würde ich große Spiele sehen.“

 

… zu der Kreuzfahrt vom 13. bis zum 15. August 2012 mit der „Deutschland“ von London nach Hamburg:

Der DOSB lädt auch eine Begleitperson ein. Das ist in gewisser Weise für diejenigen eine Entschädigung für die Wochen und Monate, die wir auf Tour waren. Das ist sicherlich noch einmal ein Highlight zum Schluss.“

 

Juliane Schenk (29) …

 

… zur Vorbereitung auf Olympia:

Ich werde die letzten drei Wochen vor Olympia in Mülheim und damit im heimischen Umfeld verbringen. Ich bin vor kurzer Zeit ja erst aus Asien zurückgekehrt und hoffe nun darauf, gesund zu bleiben und möchte meine Kraftreserven mobilisieren. Ich werde meine Trainingseinheiten ganz gezielt gestalten und unter anderem dem Mentaltraining großen Spielraum geben.“

  

… zu der Tatsache, dass die olympischen Badmintonwettbewerbe dort stattfinden, wo 2011 die Individual-Weltmeisterschaften ausgetragen wurden – bei denen sie die Bronzemedaille gewann:

Ich weiß dadurch schon recht gut, wie die Gegebenheiten sind. Es wird sich bei Olympia vom Ablauf her nicht viel verändern im Vergleich zur WM. Und diese war für mich mit Sicherheit ein ganz besonderes Erlebnis. Ich verknüpfe London mit sehr, sehr schönen Erinnerungen.“

 

… zur Konkurrenz aus China:

Der chinesische Verband darf drei Spielerinnen schicken. Dabei kann der Coach bestimmen, wer diese drei sein werden. Von den Chinesinnen, die in der Weltrangliste die Plätze eins bis vier belegen, habe ich alle bereits geschlagen – mit Ausnahme von einer. Aber die letzten Ergebnisse waren auch da gut. Ich lege den Schwerpunkt auf die eigenen Möglichkeiten und Fähigkeiten. Ich muss immer die beste Antwort finden – egal, wer auf der anderen Seite des Netzes steht. Es gilt, an Tag x die optimale Leistung zu bringen. Die drei Chinesinnen führen die Setzliste an, dann folgt die Inderin Saina Nehwal als Vierte.“

 

… zu Planungen im Anschluss an das olympische Badmintonturnier:

Nach den Badmintonwettbewerben bleibt noch ausreichend Zeit zum Genießen. Wir bekommen die Chance, noch vor Ort zu bleiben und Wettkämpfe in anderen Sportarten zu sehen sowie Sehenswürdigkeiten. In Peking haben wir uns auch zusammen viel in anderen Sportarten angeschaut. Das ist allerdings auch abhängig von der Möglichkeit, an Tickets dafür zu kommen. Wir möchten gerne andere Sportarten unterstützen. Viele Sportler kennen wir bereits von vorangegangenen Olympischen Spielen oder von Bundeswehrlehrgängen.“

 

… zu der Kreuzfahrt vom 13. bis zum 15. August 2012 mit der „Deutschland“ von London nach Hamburg:

Das Leben hält viele Highlights bereit. Ich habe noch eine andere Einladung und werde daher etwas früher die Heimreise antreten als die anderen fünf.“

 

Birgit Michels (27) …

 

… zu den Problemen mit ihrem linken Fuß, in dem sich Wassereinlagerungen gebildet hatten:

Es läuft ganz gut, diese Woche bin ich schmerzfrei. Nun möchte ich verletzungsfrei und gesund durch die letzte Phase der Vorbereitung kommen. Gerade aufgrund der längeren Verletzungspause, die ich einlegen musste, ist es sehr gut, dass wir in Dänemark viel Matchpraxis bekommen.“

 

… zu der Vorbereitung auf Olympia:

Für mich kann es morgen losgehen … Die Olympiaqualifikation mit 26 Turnieren plus Bundesliga war sehr hart. Wir haben aber glücklicherweise danach auch noch ein wenig Urlaub erhalten, in dem ich Energie tanken konnte. Für mich ist es nach der längeren Verletzungspause gut, dass ich nun noch Zeit auf dem Feld bekomme, aber vom Kopf her könnte es losgehen.“

 

… zu Planungen im Anschluss an das olympische Badmintonturnier:

Da wir so viel zu Turnieren unterwegs sind, haben wir sonst nicht wirklich viel Gelegenheit, andere Sportarten anzuschauen. Insofern freue ich mich sehr darauf. In Peking haben wir beispielsweise Hockey angeschaut und den Sieg der deutschen Herren bejubelt.“

 

  

Große Vorfreude bei Olympia-Debütant Michael Fuchs

Michael Fuchs und Birgit Michels. Fotos (von den Individual-Europameisterschaften 2012): CP.
Michael Fuchs (hinten) und Oliver Roth.

Feinabstimmung und Matchtraining

 

(05.07.2012, CP) Anlässlich der Einkleidung der deutschen Badmintonasse für London am 28. Juni 2012 in Mainz sowie im Rahmen eines Pressegesprächs am 5. Juli 2012 in Mülheim an der Ruhr blickte auch Michael Fuchs, der Vize-Europameister im Herrendoppel (zusammen mit Oliver Roth) und Olympia-Teilnehmer im Mixed (gemeinsam mit Birgit Michels), auf die Olympischen Spiele voraus. Der 30-Jährige qualifizierte sich in diesem Jahr erstmals für das Großereignis und macht im Gespräch schon allein durch seine Mimik deutlich, wer glücklich er darüber ist und wie sehr er den Badmintonwettbewerben entgegenfiebert. Aber auch das zu erwartende „Drumherum“ begeistert den gebürtigen Würzburger.

Da die Badmintonwettbewerbe am Ende der ersten Woche abgeschlossen sind, das Mixed ja sogar schon am Freitag, haben wir in der gesamten zweiten Woche der Olympischen Spiele die Möglichkeit, andere Sportarten anzuschauen. Das ist eine enorme Bandbreite, zu der man gehen kann, darauf freue ich mich sehr. Sehr gerne würde ich das US-Team im Basketball anschauen – wie auch generell Spielsportarten, zum Beispiel Volleyball oder Handball. Prinzipiell würde ich mir alle Sportarten anschauen, insbesondere aber auch die, die man seltener im Fernsehen sieht. Und am liebsten wären mir natürlich Wettbewerbe mit deutscher Beteiligung. Man lernt sich zum Beispiel im ‚Deutschen Haus’ kennen.“ Als „absoluten Brüller“ bezeichnete der Vize-Europameister mit dem deutschen Herrenteam die Mensa im Olympischen Dorf. Obwohl Michael Fuchs – wie Ingo Kindervater und Johannes Schöttler – 2012 sein Olympia-Debüt gibt, durfte er sich bereits vor vier Jahren in Peking einen Eindruck verschaffen, wie sich der Verpflegungsbereich bei solch einem Großereignis gestalten kann: „Wir haben uns damals sozusagen eingekauft. Man hatte die Möglichkeit, das Olympische Dorf kurz anzuschauen, wenn man – so wie Johannes Schöttler, Dieter Domke und ich – als Sparringspartner vor Ort war“, erläutert Michael Fuchs. Wohnen durften die Athleten damals nicht im Olympischen Dorf – dies ist allein den Olympia-Teilnehmern vorbehalten. „Ich freue mich darauf, nun dazuzugehören. Die Stimmung im Olympischen Dorf ist immer toll, jeder ist gut drauf. Und die Mannschaftskollegen kann man ja gut an der Kleidung erkennen“, sagt der Spezialist für Herrendoppel und Mixed. „Was das Sportliche betrifft, so ist sehr viel von der Auslosung abhängig“, meint Michael Fuchs und pflichtet damit seinen Nationalmannschaftskollegen Ingo Kindervater und Johannes Schöttler bei.

Noch bis zum 6. Juli 2012 ist der gebürtige Würzburger, der üblicherweise am Bundesstützpunkt der Herren in Saarbrücken an seiner Karriere feilt, anlässlich eines Lehrgangs in Mülheim an der Ruhr zu Gast. „Da Birgit und ich normalerweise ja nicht zusammen trainieren können, möchten wir in der unmittelbaren Phase vor Olympia die Chance nutzen, um an der Feinabstimmung zu arbeiten. Mitte Juni war Birgit für eine Woche in Saarbrücken, nun bin ich in Mülheim“, erläutert Michael Fuchs.

Eine Woche später geht es für das Duo nach Dänemark zu einem reinen Match-Lehrgang, an dem die drei dänischen Top-Paarungen Joachim Fischer Nielsen/Christinna Pedersen, Thomas Laybourn/Kamilla Rytter Juhl und Mads Pieler Kolding/Julie Houmann, die Vize-Weltmeister Chris Adcock/Imogen Bankier aus Großbritannien und die Europameister Robert Mateusiak/Nadiezda Zieba aus Polen teilnehmen. „Die Dänen haben dazu eingeladen, das ist eine Super-Sache. Wir müssen in Europa die Kräfte bündeln, um gegen die Asiaten anzukommen. Für uns ist das perfekt. So haben wir noch einmal Matchtraining auf ganz hohem Niveau“, sagt Michael Fuchs voller Vorfreude.

Als Sparringspartner werden 2012 übrigens Oliver Roth, Partner von Michael Fuchs im Herrendoppel, Peter Käsbauer, Johanna Goliszewski und – wie vor vier Jahren – Dieter Domke fungieren.

 

Auslosung von großer Bedeutung

Ingo Kindervater.
Johannes Schöttler (im Bild beide bei der Individual-EM im April in Karlskrona).
Chef-Bundestrainer Jakob Høi.

Pressegespräch am 5. Juli 2012 in Mülheim an der Ruhr

 

(03.07.2012, CP) Anlässlich der Einkleidung für die Olympischen Sommerspiele 2012 (vgl. Artikel weiter unten) in London (27. Juli bis 12. August) am 28. Juni 2012 in Mainz wurden die deutschen Badmintonasse, die sich für das Großereignis qualifiziert haben, natürlich auch von zahlreichen Medienvertretern nach ihren Zielen, die sie sich für Olympia gesteckt, und den Erwartungen, die sie an die Spiele der XXX. Olympiade haben, gefragt.

 

Die Top-Favoriten ärgern

Ingo Kindervater (1. BC Beuel) etwa meinte: „Im Herrendoppel hängt vieles von der Auslosung ab. Wir machen uns in den anstehenden Wochen so fit, wie es geht, und versuchen, die bestmögliche Form zu erreichen. Dadurch, dass zunächst eine Gruppenphase durchgeführt wird, haben wir in jedem Fall mehrere Spiele. Es gibt nur wenige Gesetzte, insofern kann man eine ‚Hammergruppe’ erwischen. Das Ziel ist somit abhängig von der Gruppenzusammensetzung, aber wir möchten in jedem Fall die Top-Favoriten ein bisschen ärgern. Und: Wir fahren sicherlich nicht nur zum Spaß hin! Ich freue mich auch darauf, viele Sportler aus anderen Sportarten im Wettkampf zu erleben. Mit vielen von ihnen habe ich über die Lehrgänge, die ich bei der Bundeswehr absolviert habt, bereits Kontakt gehabt.“

 

Willkommensfeier im heimatlichen Hafen

Sein Doppel-Partner Johannes Schöttler (1. BC Bischmisheim) hatte in den vergangenen Monaten mit den Folgen eines Außenbandrisses zu kämpfen. Dies führte unter anderem bei den Individual-Europameisterschaften im April dazu, dass der 27-Jährige nicht top-fit war. „Inzwischen behindert mich der Fuß nicht mehr beim Spielen. Aber er wird nach wie vor dick und die Beweglichkeit ist eingeschränkt. Es ist viel Behandlung erforderlich, was sehr anstrengend ist. Aber eine Trainingspause kann ich halt nicht einlegen. Die Vorfreude auf Olympia wird immer größer“, so der gebürtige Hamburger, der wie Ingo Kindervater in diesem Jahr zum ersten Mal an Olympischen Spielen teilnehmen darf. Ein Höhepunkt anlässlich London 2012 wird für Johannes Schöttler die große Willkommensfeier in seiner Geburtsstadt sein, die der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und die Stadt Hamburg für die Rückkehr der deutschen Olympiamannschaft von den Sommerspielen geplant haben. Am 15. August, drei Tage nach der Schlussfeier in Englands Hauptstadt, werden zahlreiche Athleten als Passagiere auf der „Deutschland“ in den Hamburger Hafen einlaufen. „Die Willkommensfeier in München nach den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver war mit über 10.000 Zuschauern ein großer Erfolg. Daran möchten wir anknüpfen und die Olympia-Begeisterung erneut mit einem öffentlichen Empfang in die Bevölkerung tragen. Wir hoffen natürlich, dem Publikum in Hamburg auch die eine oder andere Medaille präsentieren zu können“, wird DOSB-Präsident Dr. Thomas Bach in einer Pressemitteilung des DOSB zitiert. Die „Deutschland“ der Reederei Deilmann wird am Montag, den 13. August 2012 von London aus in See stechen. „Das ist ein Super-Angebot – vor allem, weil man sogar noch eine Begleitperson mitnehmen darf. Ich werde anschließend noch einige Tage bei meinen Eltern bleiben, die allerdings auch für einige Tage nach London kommen werden, genauso wie mein Bruder und meine Freundin“, meinte Johannes Schöttler. Neben ihm werden auch Ingo Kindervater, Marc Zwiebler, Michael Fuchs und Birgit Michels als „Kreuzfahrer“ die Rückreise von den Olympischen Sommerspielen 2012 antreten.

 

Auslosung erfolgt am 23. Juli 2012

Nach Aussage von DBV-Sportdirektor Martin Kranitz spielt die Auslosung „eine vorentscheidende Rolle für Erreichen des Viertelfinals. Man kann Pech haben und drei ‚Knaller’ in der Gruppe – aber genauso kann man hinsichtlich der Gruppenzusammensetzung auch Glück haben.“

 

Die Auslosung für die olympischen Badmintonwettbewerbe (28. Juli bis 5. August 2012) erfolgt am 23. Juli 2012. Von den deutschen Spielerinnen und Spielern haben erfreulicherweise Juliane Schenk (5/8) und Marc Zwiebler (9/16) einen Setzplatz inne. Diesen sicherten sie sich durch ihre hervorragende Platzierung in der Weltrangliste. Ausschlaggebend für die Vergabe der Setzplätze war das Ranking des Badminton-Weltverbandes BWF vom 3. Mai 2012, das auch über die Qualifikation für London entschied.

 

Pressegespräch am 5. Juli 2012 in Mülheim an der Ruhr

Juliane Schenk, Birgit Michels, Michael Fuchs sowie Chef-Bundestrainer Jakob Høi werden am Donnerstag, den 5. Juli 2012 (13.30 Uhr im Badminton-Spitzensportzentrum Mülheim an der Ruhr, Südstraße 23, 45470 Mülheim an der Ruhr) im Rahmen eines Pressegesprächs in lockerer Atmosphäre über ihre Erwartungen an die Spiele der XXX. Olympiade, den „Endspurt“ in der Vorbereitung auf das Großereignis in Englands Hauptstadt und die von ihnen gesteckten Ziele informieren. Interessierte Medienvertreter werden gebeten, sich bei Dr. Claudia Pauli, Pressesprecherin des DBV ( claudia.pauli@cp-presse.de), für das Gespräch anzumelden.

 

Die deutsche Olympiamannschaft im WWW

Informationen über das rund 380 Athletinnen und Athleten umfassende deutsche Olympiateam 2012 erhalten Sie unter anderem unter www.deutsche-olympiamannschaft.de. Details zu den sechs Badmintonassen, die in London dabei sein werden, Michael Fuchs (Mixed), Ingo Kindervater (Herrendoppel), Birgit Michels (Mixed), Juliane Schenk (Dameneinzel), Johannes Schöttler (Herrendoppel) und Marc Zwiebler (Herreneinzel), finden Sie in der Rubrik „Stars“ auf der DBV-Homepage.

 

 

65 modische Kollektionsteile für London

Die sechs DBV-Asse für London. Fotos: Claudia Pauli.
Juliane Schenk im Gespräch mit Dr. Thomas Bach (r.) und Dr. Michael Vesper.
Birgit Michels (l.) und Juliane Schenk vor der Halle.
Marc Zwiebler & Co. beim Signieren der Plakate.
Birgit Michels bei der Anprobe eines der zahlreichen Kollektionsteile von adidas.
Johannes Schöttler bei der Anprobe.
Ingo Kindervater im Interview.
Juliane Schenk prüft ihre "Einkaufsliste".
Marc Zwiebler in Einmarschkleidung von BOGNER im Interview.

Die Asse des DBV erhielten am 28. Juni 2012 die offizielle Ausstattung für Olympia

 

Von Dr. Claudia Pauli

 

(30.06.2012) „Passt genau, die Größe die ich angegeben habe – die nehme ich“, meint Badminton-Nationalspielerin Birgit Michels erfreut, nachdem sie die Jacke des „Präsentationsanzuges“ über ihr T-Shirt gezogen und den Reißverschluss geschlossen hat. Ebenso schnell, wie sie in die Jacke geschlüpft ist, zieht die 27 Jahre alte EM-Dritte im Damendoppel diese wieder aus, packt sie in ihren Einkaufswagen – und dann geht’s direkt weiter zur nächsten Ausgabestation. Dort „wartet“ nämlich gewissermaßen schon die zu der Jacke gehörende Hose auf die Spitzenathletin.

 

Eine „Shoppingtour“ der besonderen Art erlebten Birgit Michels (1. BC Beuel, Mixed), Juliane Schenk (SG EBT Berlin, Dameneinzel), Michael Fuchs (1. BC Bischmisheim, Mixed), Ingo Kindervater (1. BC Beuel, Herrendoppel), Johannes Schöttler (1. BC Bischmisheim, Herrendoppel) und Marc Zwiebler (1. BC Beuel, Herreneinzel) am 28. Juni: In der Kurmainz-Kaserne in Mainz erhielten an jenem Tag alle Olympia-Teilnehmer in den Sportarten Badminton, Tischtennis und Schießsport die offizielle Ausstattung für London 2012 (27. Juli bis 12. August).

 

Olympia rückt gerade noch ein ganzes Stück näher. Es wird einem nun noch stärker bewusst, dass man zur deutschen Olympiamannschaft für London zählt“, beschrieb Birgit Michels ihre Gefühle während der Einkleidung. 

 

Insgesamt 65 Teile umfasst die Kollektion für jedes Mitglied der deutschen Olympiamannschaft – angefangen von verschiedenen Taschen, mehreren Paar Schuhen und diversen Jacken über Socken, Kappen, Hosen, T-Shirts, Westen, Shorts, Blusen bzw. Hemden bis hin zu einem Hut, einem Schal und einer Sonnenbrille.

 

Somit ist für jeden Anlass ein ebenso farbenfrohes wie funktionales und modisch ansprechendes Outfit vorhanden – schließlich gilt für alle Mitglieder des deutschen Teams im Zusammenhang mit den Olympischen Spielen eine strikte Kleiderordnung: Mit Ausnahme des Wettkampfs, der in den Zuständigkeitsbereich der einzelnen Sportverbände fällt, müssen sie jederzeit die offizielle Bekleidung tragen. Daher gibt es Teile für Eröffnungs- und Schlussfeier, für Präsentationszwecke wie Siegerehrungen oder Pressekonferenzen und für An- und Abreise sowie Freizeit im Olympischen Dorf oder in der Stadt.

 

Mitunter ist sogar festgelegt, welche Teile der Kollektion im Einzelnen die Mitglieder der deutschen Olympiamannschaft für die entsprechenden Anlässe auswählen müssen. Während beispielsweise die Damen beim Einmarsch im Rahmen der Eröffnungsfeier am 27. Juli die zweifarbige Wendejacke der Firma BOGNER „auf pink“, kombiniert unter anderem mit einer weißen Hose und einem karierten, ebenfalls pinkfarbenen, Schal sowie mit den pinkfarbenen Schuhen von Sioux tragen müssen, ist für den Aufenthalt im Olympischen Dorf das Tragen von adidas-Kleidung und -Schuhen (Präsentationskleidung und/oder Casual Wear) vorgesehen. Dies gewährleistet nicht zuletzt, dass jedes Mitglied der deutschen Olympiamannschaft schnell erkennbar ist.

 

Rund vier Stunden schoben die Badmintonasse mit ihrem Einkaufswagen durch die Mehrzweckhalle der Kaserne, ehe sie auf ihrer „Einkaufsliste“ hinter allen Artikeln ein Häkchen vorfanden. „Bedient“ und hinsichtlich der zu wählenden Kleider- bzw. Schuhgröße beraten wurden sie auf ihrer kostenfreien „Shoppingtour“ von mehr als 40 Soldatinnen und Soldaten des Feldjägerbataillons 251, für welche die Einkleidung der deutschen Olympiamannschaft ebenfalls ein besonderes Erlebnis bedeutet. Über knapp fünf Wochen (seit dem 25. Juni und noch bis zum 27. Juli 2012; jeweils wochentags) erstreckt sich diese, etwa 750 Personen – darunter 380 Athleten und 370 Trainer, Physiotherapeuten, Mediziner, Logistiker, Techniker und weitere Dienstleister für das Team – erhalten das Outfit. Als Generalausrüster der deutschen Olympiamannschaft fungiert 2012 adidas, Ausstatter sind BOGNER (erstmals bei Olympischen Sommerspielen) und Sioux (Schuhe).

 

Da die deutschen Badmintonspielerinnen und -spieler am sogenannten „Medientag“ eingekleidet wurden, avancierten sie während ihres Rundgangs entlang der verschiedenen Ausgabestationen auch zu gefragten Interviewpartnern, Foto- und Filmmotiven. Zudem waren Dr. Thomas Bach, der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und im Jahr 1976 Olympiasieger im Fechten, sowie DOSB-Generaldirektor Dr. Michael Vesper, der in London – wie schon 2008 in Peking – als „Chef de Mission“ für die deutsche Olympiamannschaft fungiert, vor Ort und erkundigten sich unter anderem bei Juliane Schenk und Birgit Michels, wie ihnen die 2012er-Kollektion gefällt.

 

Und diese hatten viel Lob für das Outfit übrig: „Die Präsentationshose beispielsweise ist richtig pfiffig geschnitten und einfach mal etwas anderes“, meinte etwa die WM-Dritte im Dameneinzel, Juliane Schenk.

 

Während die 29 Jahre alte Vize-Europameisterin in diesem Jahr schon zum insgesamt dritten Mal nach 2004 (für Athen) und 2008 (für Peking) an einer solchen Einkleidung teilnahm und Birgit Michels sowie Marc Zwiebler bereits vor vier Jahren erstmals diese spezielle Erfahrung machen durften, feiern Michael Fuchs, Ingo Kindervater und Johannes Schöttler 2012 ihre Olympia-Premiere und erhielten somit erstmals die offizielle Einkleidung der deutschen Olympiamannschaft.

 

Ingo Kindervater kannte das Procedere allerdings bereits: „Ich musste früher immer selbst bei der Ausgabe helfen und habe daher schon die andere Seite gesehen. Vor vier Jahren war das kein Spaß“, meinte der inzwischen 33-Jährige, der als Sportsoldat der Sportfördergruppe Mainz angehört und daher auch schon „die eine oder andere Ausbildung“ in exakt jener Halle absolvierte, in der am 28. Juni 2012 die offizielle Einkleidung der diesjährigen Olympiateilnehmer im Badminton stattfand. Vor vier Jahren hatte Ingo Kindervater die Qualifikation für das Großereignis sowohl im Herrendoppel als auch im Mixed als erster Nachrücker haarscharf verpasst.

 

Sein aktueller Doppelpartner Johannes Schöttler meinte, als sein Einkaufswagen gut gefüllt war: „Das war ein sehr interessanter Tag. Ich hatte mir das alles nicht so vorgestellt, wie es war. Aber ich hatte auch keine konkreten Vorstellungen davon. Ich habe zum Beispiel nicht gewusst, dass man alles anprobieren muss, denn wir mussten ja bereits im Vorfeld recht detailliert Maße und Größen angeben. Ich hätte daher, als ich davon erfahren habe, gedacht, dass alles noch deutlich länger dauern würde. Am anstrengendsten war eigentlich das Unterschreiben“, meinte der 28-Jährige lachend.

 

Unmittelbar, nachdem sich die Athletinnen und Athleten angemeldet und die entsprechenden Unterlagen für die Einkleidung erhalten hatten, mussten jeder von ihnen nämlich rund 250 Plakate (mit dem Aufdruck „Die deutsche Olympiamannschaft grüßt von den Olympischen Spielen London 2012“) sowie einige T-Shirts signieren, die später unter anderem Sponsoren erhalten. Erst dann durften sie mit ihrem Einkaufswagen losziehen.

 

Für DBV-Sportdirektor Martin Kranitz gehört die Einkleidung „zum Gesamterlebnis Olympia dazu. So etwas gibt es nur alle vier Jahre, das ist zweifelsohne spannend für die Spieler – und vor allem sehr verdient für die Athleten.“

 

Auch DOSB-Präsident Dr. Thomas Bach bezeichnete die offizielle Einkleidung als „Erlebnis“: „Die Olympia-Teilnahme wird durch die Kleidung sichtbar. Speziell das Logo macht deutlich, dass man zur deutschen Olympiamannschaft dazu gehört.“

 

In diesem Jahr erhalten die Mitglieder des deutschen Teams bereits zum vierten Mal in Folge ihre Olympia-Ausstattung in der Mainzer Kaserne – zumindest, was die Olympischen Sommerspiele betrifft. Die Einkleidung der Winter-Olympioniken erfolgt nämlich im bayerischen Erding. „Seit 2000, als wir die Einkleidung erstmals durchgeführt haben, ist diese immer mehr professionalisiert worden. Das Ambiente wurde zunehmend ansprechender“, erläutert Rudi Meiszies, Pressereferent Wehrbereichskommando II/Presse- und Informationszentrum.

 

Auch für unsere Soldatinnen und Soldaten ist so etwas mal etwas anderes: Sie sehen prominente Sportler und speziell heute ist das hohe Presseaufkommen natürlich sehr interessant“, sagt Rudi Meiszies. Er fügt hinzu: „Wir erhalten durch die Ausgabe der Bekleidung vom DOSB die Möglichkeit, unserer Funktion als Spitzensportförderer gerecht zu werden. Bei den Olympischen Sommerspielen wird rund ein Drittel der Medaillen von Bundeswehr-Sportlern gewonnen, bei den Winterspielen liegt der Prozentsatz noch höher. Die Bundeswehr leistet gerade auch in solchen Sportarten eine enorme Unterstützung, in denen die Sponsoren nicht gerade Schlange stehen. Sie ermöglicht den Athleten ein geregeltes Auskommen.“

 

Von den sechs Badmintonassen, die sich für London qualifiziert haben, sind drei Sportsoldaten der Bundeswehr: Neben Ingo Kindervater gehören auch Juliane Schenk und Birgit Michels einer Sportfördergruppe (beide Köln) an. „Die Vorfreude steigt immer mehr. Olympia wird durch die Kleidung nun greifbar“, meinte Ingo Kindervater.

 

Auch Michael Fuchs zeigte sich am Ende der „Shoppingtour“ sehr zufrieden: „Das hat schon Spaß gemacht. Man musste natürlich viel anprobieren, aber das war auch witzig. Mir gefallen viele Sachen gut, vor allem die Trainingsanzüge sind echt schön. Ich bin zudem sehr gespannt auf den Einmarsch bei der Eröffnungsfeier, wie dabei die offizielle Kleidung wirkt.“ Derzeit ist noch unklar, ob die DBV-Asse an der Zeremonie teilnehmen können – dies hängt vom Zeitplan ab. Wer am 28. Juli sein erstes Gruppenspiel bestreitet, wird keinesfalls bei der mehrstündigen Eröffnungsfeier, bei der die Teilnehmer über einen langen Zeitraum stehen müssen, dabei sein können. „Den Einmarsch mitzumachen wäre natürlich ein Traum, aber ob das klappt, kommt auf die Auslosung und den Zeitplan an“, so Michael Fuchs.

 

DOSB-Präsident Dr. Thomas Bach blickte rund fünf Wochen vor Beginn der Spiele der XXX. Olympiade jedenfalls optimistisch auf das Großereignis: „Wir werden eine erfolgreiche Mannschaft haben, das zeigen die Vorergebnisse!

 

Informationen über das deutsche Olympiateam 2012 erhalten Sie unter anderem im Internet unter www.deutsche-olympiamannschaft.de.

 

 

 

 

 

T-Online zeigt zur Einstimmung Sportarten-Videos

"So funktioniert" das olympische Badmintonturnier

(27.6.12) Im Olympiaressort von t-online.de werden in Vorschauvideos die in London vertretenen Sportarten und ihre Eigenheiten erklärt. Der entsprechende Badminton-Beitrag ist 2:52 Minuten lang.

So funktioniert Badminton

Ob allerdings die Engländer Robertson & Wallwork die geeigneten Kandidaten sind, um gegen die asiatische Übermacht eine europäische Medaille zu gewinnen, mag bezweifelt werden. Vermutlich wurde das Video von Engländern produziert.
Zur Übersicht der 26 Videos.

 

 

Olympia 2012: Badmintonasse vom DOSB-Präsidium nominiert


Marc Zwiebler. Alle Fotos: CP.
Juliane Schenk.
Ingo Kindervater.

DBV in vier Disziplinen bei Olympia vertreten +++ Juliane Schenk mit Teilnahme-Rekord

 

Von Dr. Claudia Pauli

 

(01.06.2012) Zwei Spielerinnen und vier Spieler des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) werden nach dem 3. Mai 2012 auch den 31. Mai 2012 in besonders positiver Erinnerung behalten: An diesem Tag nominierte das Präsidium des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) Marc Zwiebler (1. BC Beuel, Herreneinzel), Juliane Schenk (SG EBT Berlin, Dameneinzel), Ingo Kindervater (1. BC Beuel, Herrendoppel), Johannes Schöttler (1. BC Bischmisheim, Herrendoppel), Michael Fuchs (1. BC Bischmisheim, Mixed) und Birgit Michels (1. BC Beuel, Mixed) für die deutsche Mannschaft für die Olympischen Spiele 2012 (27. Juli bis 12. August).

 

Die Badmintonasse waren anhand der am 3. Mai 2012 vom Badminton-Weltverband BWF veröffentlichten Weltrangliste als in London startberechtigte Aktive aus Deutschland ermittelt worden. Alle hatten zugleich die Kriterien des DOSB, der letztlich über die Olympia-Teilnahme entscheidet, erfüllt. Während in Bezug auf den Badmintonsport die Regelung gilt, dass in den Doppeldisziplinen diejenigen, die sich qualifiziert haben, in jedem Fall eine Starterlaubnis vom DOSB erhalten, muss im Einzel jemand zu den Top 20 der sogenannten „bereinigten“ Weltrangliste zählen, um an den olympischen Badmintonwettbewerben teilnehmen zu dürfen.

 

In den Einzeldisziplinen erhalten pro Nation maximal drei Spieler bzw. Spielerinnen die Möglichkeit, bei Olympia anzutreten, in den Doppeldisziplinen höchstenfalls zwei Paarungen. Daher wurden aus der für die Spiele der XXX. Olympiade relevanten Weltrangliste vom 3. Mai 2012 mehrere Athletinnen bzw. Athleten und Duos gestrichen, die – gemessen an ihrer Platzierung – qualifiziert gewesen wären. Resultat war eine „bereinigte Weltrangliste“. Das Ranking vom 3. Mai 2012 basierte auf den im Qualifikationszeitraum 2. Mai 2011 bis 29. April 2012 erzielten Ergebnissen der Aktiven bei internationalen Turnieren ganz unterschiedlicher Kategorien.

 

Dem DBV gelang es, seine Mannschaft im Vergleich zu Peking 2008 um eine Person aufzustocken und in London in einer Disziplin mehr vertreten zu sein als bei den Olympischen Spielen vor vier Jahren.

 

Während Michael Fuchs, Ingo Kindervater und Johannes Schöttler 2012 ihre Olympia-Premiere erleben werden, schaffte der amtierende Europameister im Herreneinzel, Marc Zwiebler, ebenso wie die EM-Dritte im Damendoppel, Birgit Michels, zum zweiten Mal (jeweils nach 2008) die Qualifikation.

 

Die WM-Dritte und Vize-Europameisterin im Dameneinzel, Juliane Schenk, löste sogar schon zum dritten Mal das Olympia-Ticket. Damit stellte die 29 Jahre alte Sportsoldatin der Bundeswehr einen Rekord auf: In der Geschichte der olympischen Badmintonwettbewerbe (seit 1992 mit Herren- und Dameneinzel sowie Herren- und Damendoppel und seit 1996 zudem mit dem Mixed) gelang zuvor niemandem aus Deutschland so häufig die Qualifikation.

  

Johannes Schöttler.
Michael Fuchs.
Birgit Michels.

 

 

 

Olympia 2012: Sechs Badmintonasse lösten das Olympia-Ticket


Marc Zwiebler. Alle Fotos: CP.
Juliane Schenk.
Ingo Kindervater.
Johannes Schöttler.
Michael Fuchs.
Birgit Michels.

DBV in vier Disziplinen vertreten +++ Juliane Schenk mit Teilnahme-Rekord

 

Von Dr. Claudia Pauli

 

(03.05.2012) Nun steht offiziell fest, dass der Deutsche Badminton-Verband (DBV) mit sechs Spielerinnen bzw. Spielern und in insgesamt vier Disziplinen bei den Olympischen Spielen in London (27. Juli bis 12. August 2012) vertreten sein wird: Anhand der am 3. Mai 2012 vom Badminton-Weltverband BWF veröffentlichten Weltrangliste wurden die startberechtigten Athletinnen bzw. Athleten und Paarungen ermittelt. Das Ranking basiert auf den im Qualifikationszeitraum 2. Mai 2011 bis 29. April 2012 erzielten Ergebnissen der Aktiven bei internationalen Turnieren ganz unterschiedlicher Kategorien.

 

Damit gelang es dem DBV, seine Mannschaft im Vergleich zu Peking 2008 um eine Person aufzustocken und in einer Disziplin mehr an den Badmintonwettbewerben teilnehmen zu dürfen, als bei den Olympischen Spielen vor vier Jahren. „Dabei ist die Qualifikation aus meiner Sicht alles in allem schwieriger geworden“, sagte DBV-Sportdirektor Martin Kranitz. Der rund 213.000 Mitglieder zählende olympische Spitzenverband verfügt bei den Spielen der XXX. Olympiade im Herreneinzel, im Dameneinzel, im Herrendoppel und im Mixed über einen Startplatz.  

 

Wir sind sehr froh, dass wir sechs Athleten dabei haben werden. Unser ursprüngliches Ziel war es zwar, in jeder Disziplin an den olympischen Badmintonwettbewerben teilzunehmen, aber es kann nicht alles super laufen. Unser Damendoppel hat zum Schluss gezeigt, dass es mit den Top-Paarungen mitspielen kann, leider jedoch nicht durchgängig in der Olympia-Qualifikation“, zog Chef-Bundestrainer Jakob Høi ein erstes Fazit.

 

Betrachtet man die Entwicklung der vergangenen Jahre, befinden wir uns alles in allem auf einem richtig guten Weg“, meinte DBV-Präsident Karl-Heinz Kerst erfreut.

 

Das olympische Turnier zeichnet sich durch ein illustres Teilnehmerfeld aus: Insgesamt sind 172 Badmintonasse, 86 männliche und 86 weibliche, teilnahmeberechtigt. Im Herreneinzel stehen – ebenso wie im Dameneinzel – 38 Startplätze zur Verfügung, in jeder Doppeldisziplin 16. Während in den Einzeldisziplinen maximal drei Spieler bzw. Spielerinnen pro Nation antreten dürfen, sind es in den Doppeldisziplinen höchstenfalls zwei Paarungen. Daher wurden aus der für Olympia relevanten Weltrangliste mehrere Spielerinnen bzw. Spieler und Duos gestrichen, die – gemessen an ihrer Platzierung – qualifiziert gewesen wären. Resultat ist die sogenannte „bereinigte Weltrangliste“.

 

Juliane Schenk mit Rekord und Setzplatz

 

Bereits zum dritten Mal löste die amtierende WM-Dritte Juliane Schenk (SG EBT Berlin) das Olympia-Ticket. Damit stellt die 29 Jahre alte zweimalige Vize-Europameisterin (2010, 2012) einen Rekord auf: In der Geschichte der olympischen Badmintonwettbewerbe (seit 1992 mit Herren- und Dameneinzel sowie Herren- und Damendoppel und seit 1996 zudem mit dem Mixed) schaffte zuvor niemand aus Deutschland dreimal die Qualifikation.

 

Die dreimalige Deutsche Meisterin im Dameneinzel sicherte sich als Weltranglistenachte („bereinigt“ Platz 6) nicht nur souverän einen Startplatz bei dem Turnier in der Wembley Arena (28. Juli bis 5. August 2012), sondern sie erhält auch einen Setzplatz (5/8). In den Einzeldisziplinen werden derer jeweils 16 vergeben, in den Doppeldisziplinen jeweils vier. Auch die Festlegung der Setzplätze richtet sich nach der Weltrangliste vom 3. Mai 2012.

 

Dem Rekord misst die gebürtige Krefelderin, die am Badminton-Spitzensportzentrum (BSZ) in Mülheim an der Ruhr trainiert und auch in der Stadt im Ruhrgebiet wohnt, allerdings nur wenig Bedeutung bei: „Ich finde es vielmehr toll, dass ich nun schon so viele Jahre auf dem hohen Niveau spiele und mich in dieser Zeit sogar immer weiterentwickelt habe. Ich freue mich darüber, dass ich erneut die Chance erhalte, Olympia erleben zu dürfen.“

 

Zwei DBV-Asse zum zweiten Mal dabei

 

Der frisch gebackene Europameister Marc Zwiebler (1. BC Beuel) machte unterdessen als Weltranglisten-15. im Herreneinzel („bereinigt“ Platz 14) seine zweite Olympia-Teilnahme nach 2008 perfekt. Auch der 28 Jahre alte sechsmalige Deutsche Meister erhält damit einen Setzplatz (9/16).

 

Ebenfalls zum zweiten Mal darf Marc Zwieblers Vereinskollegin Birgit Michels (gleichsam 1. BC Beuel) ins Olympische Dorf einziehen. Die heute 27-Jährige schaffte wie vor vier Jahren die Qualifikation im Mixed. Während die aktuelle EM-Dritte im Damendoppel in Peking gemeinsam mit Kristof Hopp eine Paarung bildete, der inzwischen seine internationalen Karriere beendet hat, wird sie in London zusammen mit Michael Fuchs (1. BC Bischmisheim) aufschlagen. Das Duo kam in der „bereinigten Weltrangliste“ auf den 14. Platz (regulär Platz 16).

 

Drei Olympia-Debütanten

 

Michael Fuchs wird in London erstmals in seiner Karriere an Olympischen Spielen teilnehmen – genauso wie Ingo Kindervater und Johannes Schöttler (1. BC Beuel/1. BC Bischmisheim), die sich einen Startplatz im Herrendoppel sicherten. Nach starken Leistungen im Rahmen der zwölfmonatigen Qualifikationsphase belegten die 33 und 27 Jahre alten Spitzensportler in der bereinigten Weltrangliste“ Platz elf (regulär Platz 18).

 

Es ist absolut fantastisch, dass wir uns qualifiziert haben, und meine Vorfreude ist jetzt schon riesig! An Olympischen Spielen teilzunehmen, war mein ganz großes Ziel – schon seit vielen Jahren. In den vergangenen Monaten haben wir oft gebangt, gezittert und gehofft. Ich bin sehr, sehr happy, dass wir es jetzt wirklich geschafft haben“, sagte Michael Fuchs, der Mitte April 2012 gemeinsam mit Oliver Roth (PTSV Rosenheim) Vize-Europameister im Herrendoppel wurde.

 

Damendoppel ohne deutsche Beteiligung

 

Einzig im Damendoppel bleibt dem DBV ein „olympischer Auftritt“ in der berühmten Wembley Arena, in der rund ein Jahr vor Olympia 2012 die Individual-Weltmeisterschaften im Badminton (8. bis 14. August 2011) ausgetragen wurden, verwehrt. Die Deutschen Meisterinnen und EM-Dritten Sandra Marinello (1. BC Düren) und Birgit Michels werden im aktuellen Ranking der BWF auf Platz 26 geführt und stehen damit in der Reserveliste an dritter Stelle.

 

Wir haben leider zu spät unsere Form gefunden, um auch die Top-Leute zu schlagen“, erläuterte Birgit Michels. Sandra Marinello ergänzte: „Auch wenn ich sehr traurig bin, dass wir die Qualifikation nach der harten Zeit nicht geschafft haben, so war es eine intensive und schöne Zeit. Wir waren zu jeder Zeit ein Super-Team!

 

Größte Medaillenchance im Dameneinzel

 

Als aussichtsreichste Vertreterin des DBV im Hinblick auf einen Medaillengewinn gilt Juliane Schenk. „Allerdings spielen in diesem Zusammenhang immer viele Faktoren eine Rolle, so zum Beispiel die Auslosung und der Fitness- bzw. Gesundheitszustand der Athleten. Prognosen sind daher zum jetzigen Zeitpunkt schwer zu treffen. Eine Erwartungshaltung ist diesbezüglich vorhanden, aber inwieweit sich eine Platzierung auf dem Podium realisieren lässt, muss man abwarten“, meinte DBV-Präsident Karl-Heinz Kerst.

 

Im Unterschied zu anderen Großereignissen im Badminton – wie Individual-WM oder -EM – wird bei Olympia der dritte Patz ausgespielt. Somit bedeutet der Einzug ins Halbfinale des olympischen Badmintonturniers nicht automatisch einen Medaillengewinn.

 

Nominierung durch den DOSB am 31. Mai 2012

 

Letztlich entscheidet der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) über die Nominierung für Olympia. In den Doppeldisziplinen gilt die Regelung: Wer sich qualifiziert hat, darf auch starten. Im Einzel hingegen muss eine Athletin oder ein Athlet zu den Top 20 der „bereinigten“ Weltrangliste zählen, um an den olympischen Badmintonwettbewerben teilnehmen zu dürfen. Die Asse des DBV haben diese Kriterien erfüllt. Die offizielle Nominierung seitens des DOSB hinsichtlich Badminton erfolgt gleich in der ersten Nominierungsrunde, am 31. Mai 2012.

 

Die Sportart Badminton gehört seit 1992 (Barcelona/Spanien) zum offiziellen Wettkampfprogramm der Olympischen Spiele. Damals wurden allerdings nur die vier Disziplinen Herreneinzel, Dameneinzel, Herrendoppel und Damendoppel ausgetragen. Das Mixed kam erst 1996 (Atlanta/USA) dazu. Seitdem werden jeweils in allen fünf Disziplinen Medaillen vergeben. Das olympische Badmintonturnier 2012 wird zweigeteilt durchgeführt: Auf eine Gruppenphase folgt die K.o.-Runde.

 

 

Das Motto unserer London-Fahrer.

Badminton war gleich in der ersten Nominierungsrunde des DOSB mit dabei
Unsere sechs Olympioniken können ihre Koffer für London packen
(31.5.12) Der Deutsche Olympische SportBund (DOSB) nominierte heute in Frankfurt am Main in der ersten von insgesamt drei Nominierungsrunden 85 Athletinnen und Athleten aus elf Sportarten für die deutsche Olympiamannschaft. Unsere über die BWF-Weltrangliste qualifizierten Männer und Frauen waren erwartungsgemäß dabei, sie hatten alle vorher festgelegten DOSB-Kriterien erfüllt:

Juliane Schenk (EBT Berlin) im Dameneinzel,
Marc Zwiebler (1. BC Beuel) im Herreneinzel,
Ingo Kindervater (1. BC Beuel) und Johannes Schöttler (1. BC Bischmisheim) im Herrendoppel,
Michael Fuchs (1.BC Bischmisheim) und Birgit Michels (1. BC Beuel) im Mixed.

Die weiteren Nominierungen für die deutsche Olympiamannschaft folgen am 25. Juni (mit rund einem weiteren Dutzend Sportarten) und am 4. Juli (mit den restlichen Sportarten, Sonderfällen sowie allen Betreuerinnen und Betreuern).
“Diese 85 Athleten stehen für die deutsche Olympiamannschaft. Unter dem Motto ‘Wir für Deutschland' werden unsere Sportlerinnen und Sportler Deutschland sympathisch und erfolgreich im härtesten Wettstreit der Olympia-Geschichte repräsentieren”, sagte DOSB-Präsident Thomas Bach. Insgesamt sind unter den ersten Nominierten 37 Frauen und 48 Männer.
Nach aktuellem Stand sei davon auszugehen, dass Deutschland in 23 der 26 olympischen Sommersportarten (-verbände) in London vertreten ist, erklärte Michael Vesper, bei den Spielen Chef de Mission.
Athletenvereinbarung und Dopingtest
Alle nominierten Sportlerinnen und Sportler mussten vor ihrer Berufung die vom DOSB-Präsidium verabschiedete Athletenvereinbarung unterzeichnen. Die Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA) prüfte zudem, ob sie in jüngster Vergangenheit gegen Dopingbestimmungen verstoßen haben. Im Vorfeld der Spiele werden alle Mannschaftsmitglieder darüber hinaus zusätzlich noch einmal unangekündigt von der NADA getestet.
“Der DOSB vertraut darauf, dass die deutschen Athletinnen und Athleten für einen sauberen Sport ohne Doping und Manipulation eintreten”, betonte Thomas Bach. “Wir wollen keinen schmutzigen Lorbeer und keinen Erfolg um jeden Preis.”
Für den Fall eines Dopingvergehens sind zusätzliche Sanktionen vorgesehen, wie Michael Vesper erklärt: “Dann wird der DOSB die Entsendungskosten von den Betroffenen zurückfordern.”
Mit der Nominierung wird auch die virtuelle Heimat der deutschen Olympiamannschaft im Internet modifiziert. Alle nominierten Sportlerinnen und Sportler werden auf der Seite

 www.deutsche-olympiamannschaft.de

mit eigenen Profilen dargestellt. Außerdem wird auf der Plattform die Kommunikation der Athleten und Verbände in sozialen Netzwerken in einem Social-Media-Stream gebündelt. Darüber hinaus gibt es die Olympiamannschaft mit dem Stream auch auf Facebook unter

www.facebook.com/olympiamannschaft.

Getwittert wird mit dem offiziellen Hashtag #WirfuerD.

Fechterin Britta Heidemann (mit Fahne) und Co. erhielten in Düsseldorf einen kleinen Vorgeschmack auf den Einmarsch ins Olympiastadion.

Bei einer Modenschau in Düsseldorf wurde die Olympia-Kollektion 2012 präsentiert
Chice Outfits für London
Von Claudia Pauli
(25.4.12) Das Geheimnis ist gelüftet: Seit gestern wissen Europameister Marc Zwiebler und alle anderen deutschen Teilnehmer an den Olympischen Spielen (27. Juli bis 12. August 2012) bzw. an den Paralympics (29. August bis 9. September), welches Outfit sie für London erhalten. 94 Tage vor Beginn der Olympischen Spiele und 127 Tage vor dem Auftakt der Paralympics präsentierten insgesamt 21 Top-Athletinnen und -Athleten des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS), unterstützt von professionellen Models, im Rahmen einer Modenschau in Düsseldorf die offizielle Einkleidung für das Großereignis.

„Es handelt sich um farbenfrohe, frische, junge Kleidung, die darüber hinaus funktional ist“, beschrieb DOSB-Präsident Dr. Thomas Bach, 1976 Olympiasieger im Fechten, in seiner Begrüßung begeistert die Ausrüstung für die rund 400 Athleten der deutschen Olympiamannschaft, die etwa 170 Sportler der deutschen Paralympischen Mannschaft und die mehreren hundert Betreuer.

Eine vortreffliche Beschreibung, wie sich bei der folgenden Modenschau vor zahlreichen geladenen Gästen zeigte: Dank knalligem Pink, hellen Grüntönen, kräftigem Blau, leuchtendem Rot, viel Weiß, kombiniert mit elegantem Dunkelblau, gestaltet sich das Outfit der deutschen Athleten zweifelsohne absolut modisch.

Generalausrüster adidas sowie die beiden Ausstatter Bogner und Sioux passten die Ausrüstung in Farbe, Material und Schnitt den in London zu erwartenden klimatischen Verhältnissen an. Allein die Firma adidas stellt jedem Teilnehmer insgesamt mehr als 50 Teile aus der Kollektion zur Verfügung. Von BOGNER stammt die Kleidung für die Eröffnungs- und die Schlussfeier sowie für offizielle Anlässe, Sioux die Schuhe für diese Events.

Ein Highlight: die Wendejacke für die Eröffnungs- und für die Schlussfeier sowie für offizielle Anlässe aus dem Hause BOGNER, präsentiert von Schwimmerin Lisa Vitting (vorne).

Elegant und gleichzeitig sportlich-leger
Highlights stellen unter anderem der sogenannte „Präsentationsanzug“ der Firma adidas und die multifunktionalen Wendejacken aus dem Hause BOGNER dar. Den Präsentationsanzug tragen die deutschen Athleten bei der Siegerehrung. In die Ärmel sind stilisierte Adlerflügel integriert – die Grafikelemente stehen für ein neues Nationalgefühl. Mit der Wendejacke in den Farben dunkelblau/pink (Damen) bzw. dunkelblau/mittelblau (Herren) sind die Olympiateilnehmer einerseits bei repräsentativen Anlässen elegant gekleidet, andererseits können sie sportlich-leger erscheinen. 
„Uns kommt eine enorme Verantwortung zu, bei der größten Modenschau der Welt das Land gut zu repräsentieren“, meinte Willy Bogner, Inhaber des Sport- und Modeunternehmens Willy Bogner GmbH & Co. KGaA und in den 1960er-Jahren einer der erfolgreichsten deutschen Skirennläufer, in Anspielung speziell auf die Eröffnungsfeier. 2012 feiert die Firma BOGNER ihre „Sommer-Premiere“, nachdem sie bereits seit 1936 (Garmisch-Partenkirchen) die deutschen Mannschaften bei Olympischen Winterspielen ausrüstet. „Die Kollektion für die Olympischen Sommerspiele bedeutet eine ganz andere Größenordnung als die für die Winterspiele“, erläutert Willy Bogner. Zum Vergleich: 2010 in Vancouver/Kanada nahmen rund 150 Athleten aus Deutschland an den Olympischen Winterspielen teil, bei den anstehenden Sommerspielen werden es mehr als zweieinhalbmal so viele sein.
Zur Ausstattung der Sportler gehören neben der Sport-, Freizeit- und Reisekleidung zahlreiche Accessoires wie Gürtel und Taschen. Übrigens erhält jeder Sportfan die Möglichkeit, sich wie ein Olympionike zu fühlen: Die „Einmarsch-Kollektion“ kann – in leicht veränderter Form (z.B. „Team BOGNER“ statt „Team Germany“ als Schriftzug) – im Internet bestellt werden. 
Bei Paralympics noch kein Badminton
Wie 2008 in Peking und 2010 in Vancouver werden die deutschen Teams bei den Olympischen Spielen und bei den Paralympics gemeinsam ausgestattet. „Ich freue mich sehr, schon mit dieser Modenschau gelebte Inklusion zu haben“, meinte DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher.
Als „Chef de Mission“ fungiert bei den Olympischen Spielen, wie schon 2008 in Peking, DOSB-Generaldirektor Dr. Michael Vesper. Im Rahmen der Paralympics ist Dr. Karl Quade in dieser Funktion tätig. Badminton gehört bislang nicht zum Programm der Paralympics, der Badminton-Weltverband BWF ist allerdings bestrebt, die Sportart so bald wie möglich zu implementieren.

Gelebte Inklusion: Gemeinsam präsentierten Top-Athletinnen und -Athleten des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und des...
...Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) die äußerst farbenfroh gestaltete Kollektion für London. Fotos: Claudia Pauli

Achtung Olympiatouristen: Veranstalter DERTOUR hat Angebote zusammengestellt
(3.11.11) Reiseveranstalter DERTOUR hat für Kunden, die planen, die Olympischen Spiele in London zu besuchen, einen Zeit-, Wettkampf- und Sportstättenplaner ins Netz gestellt.
Hier können die entsprechenden Informationen abgerufen werden (Geduld: längere Ladezeit).

Olympisches Badmintonturnier wurde um einen Tag verlängert
Achtung Olympiatouristen: Ticketkauf kann eingeleitet werden
(16.2.11) Die Londoner Ausrichter haben aktualisierte Zeitpläne für die olympischen Wettbewerbe im nächsten Jahr veröffentlicht. Die Badmintonwettbewerbe wurden dabei um einen Tag verlängert. Sie dauern nun neun Tage. Beginn ist Samstag, der 28. Juli. Die letzten Finals werden am Sonntag, den 5. August gespielt. Bis zum 2. August gibt es täglich drei Veranstaltungen. Eine am Vormittag, eine am Nachmittag und eine am Abend. An den letzten drei Tagen entfällt dann die Abendveranstaltung. 
Die günstigsten Karten in der billigsten Kategorie kosten 20 Pfund, die teuersten bei den drei Endspielveranstaltungen 150 £.
Auf tickets.london2012.com gibt es alle Informationen zu Ticketpreisen und Zeiten.

 

Olympisches Badmintonturnier wurde nach Wembley verlegt
Badminton kehrt in heimatliche Gefilde zurück
(27.5.10) Zunächst war von den Londoner Ausrichtern geplant, für die olympischen Badminton-Wettbewerbe im Stadtteil Greenwich eine 6000 Plätze fassende "Greenwich Arena" zu errichten, die hinterher wieder abgerissen werden sollte.
Dieser Plan wurde fallengelassen. Stattdessen ist jetzt als Austragungsstätte die Wembley Arena bestimmt worden, die unmittelbar neben dem Wembley-Fußballstation in der nach und nach völlig neu erbauten "Wembley City" liegt. Dort werden neben Badminton auch die Wettkämpfe in der Rhythmischen Sportgymnastik abgehalten. Englischen Zeitungsberichten zufolge sollen durch die Verlegung etwa 20 Millionen Pfund eingespart werden. Entsprechend wird Boris Johnson, der Bürgermeister von London, mit einer freudigen Kommentierung der Entscheidung zitiert: "Durch die Nutzung einer bereits existierenden Austragungsstätte von Weltnineau haben wir Millionen von Pfund im Budget für 2012 gespart."
Damit kehrt Badminton an einen Ort zurück, der für unsere Sportart eine überreiche Tradition hat. In Wembley fanden über lange Jahrzehnte die traditionsreichen All England Championships statt. Diese galten bis zur ersten WM 1977 als inoffizielle Weltmeisterschaft und ein Sieg bei den "All England" hat vor allem in Asien immer noch einen äußerst hohen Stellenwert. Erst 1994 ist das Turnier nach 37 Jahren Wembley nach Birmingham umgezogen, weil die alte, 1934 erbaute Wembley Arena mit ihren ausgelatschten Betonfußböden zu unmodern geworden war.
Die jetzige Wembley Arena wurde im April 2006 nach einem 35 Millionen Pfund teuren Umbau wiedereröffnet. Sie bietet 6000 Zuschauern Platz und wird als Multifunktionshalle mit dem Schwerpunkt Pop-Musik genutzt.
2011 richtet der englische Verband in der Wembley Arena - gewissermaßen als Testturnier - die Weltmeisterschaft aus.
Lesen Sie bei internationalbadminton.org Badminton returns to Wembley.

 

BWF benannte Hilary Atkinson als Olympia-Koordinatorin
(11.6.08) Die BWF hat Hilary Atkinson als Managerin für die Badmintonwettbewerbe bei den Olympischen Spielen in London benannt. Sie soll die Verbindungsperson zwischen den Ausrichtern und dem Weltverband sein. Atkinson ist derzeit beim schottischen Badmintonverband Managerin für Turniere und das Trainerwesen.
Lesen Sie bei internationalbadminton.org Hilary is Competition Manager for Badminton.

 

 

 

Ausstatter der Nationalmannschaften des DBV
Olympische Austragungs-stätte für Badminton und Rhythmische Sportgym-nastik: Die generalüber-holte Wembley Arena im Olympialook. Foto: Edwin Leung

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