Mitteilungen der SG Anspach

 

Liga-Zugehörigkeit: 2. Bundesliga Süd

Homepage: www.sga-badminton.de

 

  

  

SG Anspach beendet die Saison mit der Vizemeisterschaft

Von Georg Komma

 

(25.03.2013) Mit einem mühevollen 5:3-Arbeitssieg gegen den TSV Neubiberg und dem erhofften 4:4-Unentschieden gegen den punktgleichen Mitkonkurrenten um Platz zwei, den TSV Neuhausen, beendete die SG Anspach das letzte Punktspielwochenende der Saison.

Zunächst galt es, dem TSV Neubiberg Paroli zu bieten, der schon eine ganze Saison lang mit dem drohenden Abstieg im Nacken auf Punktejagd ist. Zumindest einen Punkt wollten die Bayern entführen – in der Gesamtschau hätte dieser auch gereicht zum Klassenerhalt. Der tags drauf erzielte Sieg gegen Dillingen half den sympathischen Badmintonfreunden nichts mehr.

Dass Neubiberg ohne seinen aus Indien stammenden Spitzenspieler Arvind Bhat antrat, spielte der SGA gut in die Karten. Den Schlüssel zum knappen Erfolg der SGA lieferte der hart umkämpfte Dreisatzsieg im 1. Herrendoppel durch Wahab/Benz (18:21, 22:20, 21:15). So konnte der Verlust des 2. Herrendoppels von Ames/Ames verkraftet werden, die gegen das glänzend aufspielende Duo Placzek/Lanzinger nur im ersten Satz mithalten konnten. Die „Damen-Power" stellte sich einmal mehr als Trumpfkarte heraus. Sowohl das Damendoppel als auch Mona Reich im Dameneinzel kontrollierten ihre Spiele souverän und stellten den beruhigenden 3:1-Zwischenstand her. Ein in Bestform auftretender Daniel Benz (21:14, 21:10) und ein hart umkämpfter Mixed-Erfolg von Sebastian Ames/Samantha Barning machten den vorzeitigen Sieg perfekt und ließen die beiden Schlusseinzel für den Spielausgang bedeutungslos werden. Dennoch: Was der 38-jährige Franklin Wahab im 3. Herreneinzel bot, brachte ihm trotz der 19:21, 25:27-Niederlage große Anerkennung der annähernd 100 Zuschauer ein. 

Insgesamt betrachtet hing der Sieg dann doch am seidenen Faden. „Vielleicht hatte das unglücklich verlorene Spitzenspiel in Dortelweil einen kleinen Funken Konzentration geraubt", meinte Spielertrainer Franklin Wahab. Durch das 4:4-Unentschieden des Tabellenzweiten Neuhausen in Dillingen erhielt das Sonntagspiel zwischen der SGA und Neuhausen neue Brisanz. Punktgleich (20:6), aber mit dem knapp besseren Spielverhältnis (69:35/68:36), war die SGA auf Rang zwei gerutscht und konnte mit der erheblich besseren Ausgangsposition in das Endspiel zur Vizemeisterschaft gehen – ein Unentschieden würde zur Positionsverteidigung bereits genügen.

Die Begegnung am Samstag hatte mit einer Ehrung begonnen. Der 33-jährige Steffen Hornig (aktuell Nummer zwei des SGA-Teams) stand erstmals 1999 und dann ab 2001 regelmäßig in der gemeldeten Stammformation seines Clubs und rückt mit 175 Bundesligaspielen immer näher an die vier SGA-Koryphäen Sandra Mirtsching, Oliver Kudicke, Alexander Merget und Franklin Wahab, die allesamt die 175er-Marke geknackt haben. Am Abend feierten dann alle Badmintonteams der SGA in familiärem Ambiente ihren Saisonabschluss im Restaurant „Zum Feldbergblick" in Schmitten/Hunoldstal.

Annähernd 100 Zuschauer wollten es sich nicht nehmen lassen, gegen den TSV Neuhausen das erhoffte Unentschieden oder vielleicht sogar einen Überraschungssieg mitzuerleben. Die SGA trat in der gleichen Besetzung wie am Vortag an, d.h. „Jubiläumsspieler“ Steffen Hornig konnte nur Aufgaben im Bereich des Coachens übernehmen. Der Start ins Match verlief denkbar schlecht, denn von den drei Eröffnungsdoppeln konnte nur das Damendoppel gewonnen werden. Spätestens beim 1:2-Zwischenstand war auch der letzte Zuschauer vom starken Auftreten des jungen Neuhausener Teams  überzeugt. „Wir standen mit dem Rücken zur Wand, doch gottlob riefen Mona Reich im Dameneinzel und Daniel Benz im 1. Herreneinzel ihr bestes Badminton ab." Wahre Beifallsstürme waren es dann auch, als Mona Reich im dritten Satz unaufhaltsam davon zog und der mutig aufspielenden Gegnerin Christina Kunzmann im Entscheidungssatz mit 21:12 das Nachsehen gab. Fast mühelos dann der Sieg im Mixed (21:14, 21:12) durch Samantha Barning und Sebastian Ames. Mit der 3:2-Führung im Nacken ging Daniel Benz entschlossen in sein Match, das ihm viel Motivation für die Zukunft geben sollte. Gegen den Deutschen Juniorenmeister im Herreneinzel von 2011, Lucas Bednorsch, rief er nach einem 0:5-Fehlstart im ersten Satz sein bestes Badminton ab und holte mit seinem Zweisatzsieg den angestrebten vierten Punkt für die SGA. Christopher Ames, der schon am Samstag angeschlagen in die Partie gegen Neubiberg gehen musste, verzichtete aus gesundheitlichen Gründen auf die Austragung des 2. Herreneinzels und Franklin Wahab blieb im 3. Herreneinzel chancenlos gegen den jungen Patrick Beier, der in der laufenden Saison erst in einem Herreneinzel unterlegen war.

Fazit: Mit dem Gewinn der Vizemeisterschaft hat die SG Anspach die vereinsinterne Zielvorgabe deutlich übertroffen. Samantha Barning (26 Siege in 26 Einsätzen), Mona Reich (15 Siege in 15 Einsätzen) und die sporadisch eingesetzten Nachwuchsspielerinnen Lara Käpplein und Theresa Wurm waren die Basis des Erfolgs – die Herren wissen das neidlos anzuerkennen. Samantha Barning wird die SGA verlassen, sie brachte Internationalität ins Team. Jeder Erstligaverein, der künftig die sympathische niederländische Sportlerin einsetzen kann, darf sich schon heute darauf freuen. Schön, dass mit Lara Käpplein und Theresa Wurm zwei Jugend-Nationalspielerinnen der künftigen Stammformation um Mona Reich angehören werden. Mal sehen, was sich die Herren einfallen lassen … 

 

SG Anspach kämpft um Vize-Titel in der 2. Liga Süd

Von Georg Komma

 

(21.03.2013) Nach der in Dortelweil verspielten letzten Chance im „Kampf um die Meisterschaft" geht es für die SG Anspach in den beiden letzten Saisonspielen um den Gewinn des Vize-Titels in der 2. Badminton-Bundesliga Süd. Diese überraschend gute SGA-Saison – getragen von der beeindruckenden Damen-Stärke – soll einen würdigen Abschluss finden. Zunächst heißt der Gegner TSV Neubiberg, der nach einer eher verkorksten Saison nur einen Punkt von den Abstiegsplätzen entfernt ist. So ist vermutlich mit dem Einsatz des einzigen ausländischen Spielers auf Seiten der Neubiberger, Arvind Bhat, zu rechnen, der immer noch zur internationalen Extraklasse gehört. Die Partie gegen Neubiberg ist trotz der unterschiedlichen Ausgangssituation absolut kein Selbstläufer für die Wahab-Truppe, die wohl keine Aufstellungssorgen hat. Mit Samantha Barning (21:0) und Mona Reich (11:0) stehen zwei in dieser Saison ungeschlagene Damen im Team, die „nichts anbrennen lassen wollen.“ Die Nachwuchshoffnungen Lara Käpplein und Theresa Wurm stehen der SGA diesmal nicht zur Verfügung, da sie bei der Jugend-EM in Ankara weilen. Neubiberg könnte die rettenden Punkte auch noch im bayrischen Derby gegen Dillingen, tags drauf, sammeln.

Sollte gegen den TSV Neubiberg ein Sieg gelingen, hat die Begegnung gegen den aktuellen Tabellenzweiten TSV Neuhausen besondere Brisanz. Hier hat die SGA noch eine Rechnung aus dem Hinspiel offen, als die einzige Vorrunden-Niederlage kassiert wurde.

Die SGA wird am Samstagabend mit allen vier Seniorenmannschaften, dem Vorstand und einigen geladenen Gästen den Saisonabschluss feiern. Die Stimmung sollte gut sein, auch wenn es zugleich heißt, „Abschiednehmen“ von Samantha Barning, der überragenden und sympathischen Spielerin aus den Niederlanden. „Standesgemäß“ wechselt die Nationalspielerin in die 1. Liga und macht damit den Weg frei für Lara Käpplein und Theresa Wurm. „Sie sind super gut und werden mich im Team bestens vertreten. Es war für mich eine beeindruckende Zeit bei der SGA – mein Ziel war der Wiederaufstieg.“ Auch wir wissen, was wir an dieser Ausnahmespielerin hatten – sie war der Garant dafür, dass der Titel bis zuletzt in Reichweite blieb.

Steffen Hornig, der in 20 Badmintonjahren stets die SGA-Farben trug, wird am Samstag für 175 Bundesligaspiele geehrt. Ein Grund mehr, die Bundesligaspiele des Wochenendes zu besuchen und dem Kämpfer und Badmintonästheten „Danke“ zu sagen. Danach beginnt sie wieder, die viel zu lange Zeit des reduzierten Flugverkehrs von Federbällen …

 

SGA-Team hatte die Überraschung auf dem Schläger

Von Georg Komma

 

(24.02.2013) Das Spitzenspiel in der 2. Badminton Bundesliga zwischen Tabellenführer SV Fun-Ball Dortelweil und Verfolger SG Anspach hatte alles im Gepäck, was sich die Badmintonfans wünschen: überragende Leistungen, Spannung pur bis zum letzten Schlagabtausch, viele begeisterte Zuschauer. Am Ende gab es glückliche Dortelweiler, die mit dem 5:3-Sieg das Tor zur 1. Bundesliga wohl endgültig geöffnet haben. Der Glückwunsch geht an das junge Dortelweiler Team, das sich nun den spezifischen Herausforderungen einer „Profiliga“ stellen muss. Dort weht ein „internationaler Wind“, welcher der so lobenswerten und erfolgreichen DBV- und Vereinsnachwuchsarbeit noch mächtig ins Gesicht weht.

Die Eröffnungsdoppel entwickelten sich zu klaren Angelegenheiten. Während im 1. Herrendoppel Daniel Benz/Franklin Wahab dem Druck von Kai Schäfer/Fabian Holzer in keiner Phase des Spiels Stand halten konnten, bewiesen Samantha Barning und Nachwuchs-Ass Lara Käpplein ein weiteres Mal ihre überragende Harmonie im Doppel. Da schwärmte auch SGA-Betreuer Felix Schoppmann vom wohl „stärksten SGA-Damendoppel der letzten zehn Jahre.“ Nach dem 1:1 sollten sechs Spiele folgen, für deren Ausgang im Vorfeld niemand eine Prognose abgeben wollte. So gesehen, avancierte bereits das 2. Herrendoppel zu einem Schlüsselspiel der Begegnung. Christopher Ames/Sebastian Ames hatten den ersten Satz gegen Lang/Legleitner mit 21:19 bereits für sich entschieden, zeigten dann aber im zweiten Satz trotz beruhigender 16:9-Führung Nerven. Der mit 18:21 verlorene zweite Satz war bitter und kostete so viel Substanz, dass im Entscheidungssatz nichts mehr lief. Das Schlüsselspiel brachte statt der 2:1-Führung den 1:2-Rückstand.

Die glänzend eingestellte Mona Reich spielte gegen die Deutsche Jugend-Vizemeisterin Anika Dörr beim 22:20, 21:19 ihre ganze Routine aus und stellte das vorübergehende Remis zum 2:2 her. Im folgenden 1. Herreneinzel bot der bei den Deutschen Meisterschaften so großartig aufspielende Daniel Benz Dortelweils Spitzenspieler Kai Schäfer besonders im zweiten Satz über lange Strecken Paroli, scheiterte dann aber in der Endphase an den „kleinen Fehlern“, die ein Spiel entscheiden können. Die erneute Führung für Dortelweil (3:2) kompensierte das in dieser Saison noch ungeschlagene SGA-Mixed Sebastian Ames/Samantha Barning in drei begeisternden Sätzen, bei denen jedoch erst der Entscheidungssatz ihre Überlegenheit zu Tage brachte. Der Spielstand von 3:3 vor den abschließenden Herreneinzeln ließ auch in der Halle „Am Siegesbaum“ in Bad Vilbel erneutes Knistern aufkommen. Noch konnte jedes Team als Sieger aus der Begegnung hervorgehen. Dieser besonderen Belastung mussten sich Steffen Hornig und Peter Lang sowie Christopher Ames und Thomas Legleitner im 2. bzw. 3. Herreneinzel stellen. Es waren zwei weitere Spiele auf Augenhöhe und mit Krimi-Charakter. Das gemessen am Spielverlauf vielleicht gerechte Unentschieden blieb aus. Die Wetterau-Truppe punktete doppelt, im 3. Herreneinzel besonders glücklich (21:19 im dritten Satz). Das Taunus-Team hatte bis zuletzt gekämpft und durch seine überragenden Damen die Partie offen gehalten.

Das obligatorische Mannschaftsessen nach dem Spiel fand im Dortelweiler Entenhaus statt. So lautete das Fazit des Tages dann auch „Ente gut“ – und wer genau hinhörte, vernahm im Teamgeist neben der verständlichen Enttäuschung auch schon die erste Vorfreude auf die nächste Saison in der 2. Liga.

Dem 3:5 folgte im zweiten Wochenend-Spiel ein 6:2-Sieg bei der TG Hanau. Dabei punktete für die TG lediglich der als Trainer in Frankreich tätige Agus Sugimin (2. Herreneinzel und 2. Herrendoppel mit Michael Helber). Das spannendste Spiel des Tages lieferten sich wohl die beiden Spitzenspieler Daniel Benz und Felix Hoffmann. Nach drei hart umkämpften Sätzen hatte am Ende der SGA’ler die Nase vorn. „Frauen-Power“ pur weist bis dato die Bilanz der SGA-Damen auf: In 48 Einsätzen der laufenden Saison erspielten sie 46 Siege – das klingt rekordverdächtig! 

 

Spannung pur vor „Hessenknüller“

Von Georg Komma

 

(21.02.2013) Bereits der 11. Spieltag in der 2. Bundesliga Süd könnte die Vorentscheidung im Meisterschaftskampf bringen. Mit dem SV Fun-Ball Dortelweil und der SG Anspach stehen sich die beiden aktuell besten hessischen Badmintonvereine gegenüber, die seit Wochen – gemeinsam mit dem TSV Neuhausen – das Spitzentrio bilden. Aus hessischer Sicht stellt dieses Match ein absolutes Highlight dar. Dabei ist der SV Fun-Ball Dortelweil in doppelter Hinsicht im Vorteil: Zum einen weist das Wetterau-Team einen Zwei-Punkte-Vorsprung vor dem Taunus-Team auf, zum andern sollte der Heimvorteil für eine angemessene Kulisse bei der so sehnlich erhofften Meisterschaftsvorentscheidung sorgen. Die Erstliga erfahrenen SGA-Cracks wird wohl ein Hexenkessel erwarten, denn die junge „Rotter-Truppe“ will nach Platz vier im Vorjahr diesmal den großen Coup landen.

„Da ist alles möglich“, lautet die kurze Ansage von SGA-Spielertrainer Franklin Wahab, der in 20 SGA- Bundesligajahren schon so manche Überraschung erlebt und verursacht hat. „Wir sind der Außenseiter, der nichts zu verlieren hat. Dortelweil steht unter Druck. Sieg, Unentschieden, Niederlage – vermutlich wird die Tagesform als große Unbekannte den Ausschlag geben.“ In diesen Worten steckt Wertschätzung und zugleich Selbstbewusstsein. Nur 30 km liegen die beiden hessischen Badmintonhochburgen auseinander, die ausschließlich über ihre gute Jugendarbeit und den regionalorientierten Ansatz Liga-Reife erlangten. Da beide Teams in Bestbesetzung erwartet werden, könnte sich die Begegnung leicht zu einem mittelhessischen Event der Extraklasse entwickeln. Die Begegnung startet am Samstag, 23. Februar (15.00 Uhr), Austragungsort: Bad Vilbel, Sporthalle am Siegesbaum, Beethovenstr. 1-3. Einen Tag später folgt Hessenderby Nummer zwei bei der TG Hanau, die gerne noch Punkte für den sicheren Klassenerhalt sammeln möchte.

 

Impressionen von den 61. Deutschen Einzelmeisterschaften in Bielefeld: V.l.: Landestrainer Bernd Brückmann, Franklin Wahab und Daniel Benz
V.l.: Birgit Michels und die ehemalige SGA-Akteurin Johanna Goliszewski
Johanna Goliszewski, die gemeinsam mit Birgit Michels DM-Gold im Damendoppel gewann
Mona Reich. Fotos: Georg Komma.

 

 

Hessen vorn in der 2. Bundesliga Süd – Anspach wieder auf Tuchfühlung zu Dortelweil

Von Georg Komma

 

(27.01.2013) Die 2. Badminton-Bundesliga Süd erlebt aktuell einen interessanten Dreikampf an der Spitze und einen Vierkampf am Tabellenende. Während zwei der hessischen Vereine im Abstiegsstrudel stecken (TG Hanau, TV Wehen), belegen die beiden anderen Hessen-Vertreter, der SV Fun-Ball Dortelweil und die SG Anspach, die Spitzenplätze. Nach dem klaren 7:1-Sieg von Dortelweil in Neuhausen müssen die Münchner bei drei Punkten Rückstand nun erst mal ihre Aufstiegshoffnungen hinten anstellen. Dortelweil wird sich diese gute Ausgangsposition für den Aufstieg wohl nicht mehr nehmen lassen. 

Für die SG Anspach verlief das Wochenende in sportlicher Hinsicht überaus erfreulich. 7:1 lautete der Endstand gegen die Sportfreunde vom TV Wehen, mit 6:2 wurde im Sonntagspiel zudem die Reserve des fünfmaligen Deutschen Meisters 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim bezwungen. Dabei sah es in beiden Spielen zunächst nicht so aus, als würde die SGA problemlos zu den Siegen kommen. Daniel Benz/Franklin Wahab blieben in beiden Begegnungen im 1. Herrendoppel hinter ihren Möglichkeiten zurück und unterlagen deutlich. Den dritten Spielverlust erlitt Steffen Hornig im 2. Herreneinzel gegen Bischmisheim – da stand es allerdings auch schon 5:1 zugunsten der SGA. Großes Pech ereilte den TV Wehen, da sich Daniel Schmidt im 2. Herreneinzel eine Fußverletzung zuzog und den Entscheidungssatz nicht zu Ende spielen konnte. Highlight der Begegnung gegen Wehen war zweifelsfrei der 14:21, 21:9, 21:15-Sieg von Theresa Wurm im Dameneinzel gegen die sehr stark aufspielende Sandra Emrich (15:15-Zwischenstand im dritten Satz). Absolut hochklassig auch das Gemischte Doppel, das Samantha Barning/Sebastian Ames gegen Kristof Hopp/Sindy Krauspe mit 21:19, 18:21, 21:18 gewannen, sowie das 1. Herreneinzel des immer stärker auftrumpfenden Daniel Benz (21:10, 21:11 gegen Philip Welker). Überragend ist die SGA in dieser Saison bei den Damen besetzt. Mit Samantha Barning, Mona Reich, Lara Käpplein und Theresa Wurm stehen vier hochkarätige Spielerinnen zur Verfügung, die in dieser Saison erst zwei Spiele abgeben mussten.

Vor der Begegnung gegen den TV Wehen stand SGA-Stammspieler Felix Schoppmann im Mittelpunkt. Aus der Hand der stellvertretenden Abteilungsleiterin Anne Beißel-Peters erhielt er die Amaryllis des Jahres 2012, eine alljährlich vergebene abteilungsinterne Auszeichnung für hervorragende ehrenamtliche Arbeit. Schade, dass Felix nun seine Karriere als Bundesligaspieler aus gesundheitlichen Gründen beenden muss. In den vergangenen Jahren war er nicht nur eine wichtige Stütze des SGA-Bundesligateams mit überragender sportlicher Bilanz, sondern auch Organisator, Motivator, Impulsgeber.  

 

Anspach – Wehen muss man sehen

Von Georg Komma

 

(23.01.2013) Die Badmintonfans der Rhein-Main-Region bekommen zum lang ersehnten Rückrundenauftakt in der 2. Badminton-Bundesliga Süd einen besonderen sportlichen Leckerbissen serviert. In dem seit Jahren brisanten Hessenderby gastiert der TV Wehen am 26.01. (Samstag) bei der SG Anspach. Dass diese Begegnung seit jeher ein Spiel unter Freunden ist, die häufig gemeinsam trainieren, dürfte die Attraktivität erhöhen. Für den „Matchmoment“ müssen die Aktiven jedoch ihr Miteinander am Spielfeldrand lassen und die angemessene Einstellung zum sportlichen Wettstreit finden. Schön, dass alle Begegnungen der letzten Jahre ohne Ausnahme von viel Fairness geprägt waren, auch wenn es häufig um Auf- oder Abstieg ging.

Der Blick auf die aktuelle Tabelle verrät schnell die jeweiligen Ambitionen. Die SGA will bei zwei Punkten Rückstand auf den heißen Titelanwärter Dortelweil möglichst in der Begegnung gegen Wehen als auch am Sonntag gegen die Reserve des mehrmaligen Deutschen Mannschaftsmeisters Bischmisheim punkten, um die Minichance auf den Titel nicht vorzeitig zu vergeben. Wehen dagegen will wichtige Punkte gegen die Abstiegsgefahr erkämpfen, die bei Punktgleichheit mit den „Mitschlusslichtern“ Neubiberg und Dillingen für mächtigen Druck sorgt. Leicht könnten die beiden Partien zu engen Angelegenheiten werden. Die SGA kann bei den Damen mit Samantha Barning, Mona Reich, Lara Käpplein und Theresa Wurm auf ein enormes Potenzial zurückgreifen. Gut denkbar, dass die „Tagesform der Männer“ letztendlich den Ausschlag für den Spielausgang des Derbys bringt. Noch weniger kalkulierbar scheint das Sonntagsspiel, da Bischmisheim II nur einen Platz hinter der SGA rangiert,  eine hervorragende Saison spielt und über ein Potenzial Erstliga erfahrener Aktiver verfügt. 

„Schau’n wir mal“, würde der Bayer sagen – der Hesse aber sollte schnellstmöglich seinen Navigator programmieren (Gustav-Heinemann-Straße 2, 61267 Neu-Anspach) und sich am bevorstehenden kalten Wochenende in der ARS-Halle an hochkarätigem Badmintonsport aufwärmen (26./27.01., jeweils von 14 bis ca. 17 Uhr). Neben einer reichhaltigen Tombola wird vom Abteilungsvorstand auch die „Amaryllis des Jahres“ vergeben, eine Auszeichnung für überragende ehrenamtliche Arbeit im Jahre 2012.

 

Erfolgreicher Rückrundenauftakt in Dillingen ohne Barning, Reich, Schoppmann und Hornig

Von Georg Komma

 

(03.12.2012) Mit gedämpfter Hoffnung auf Erfolg fuhr das stark dezimierte Team der SG Anspach zum Ligakonkurrenten TV Dillingen. Neben Mona Reich, die erst ab Januar 2013 wieder zur Verfügung steht, fielen Samantha Barning, Steffen Hornig und Felix Schoppmann aus gesundheitlichen Gründen aus. Es spricht in erster Linie für die breite Personaldecke und die Moral des Taunusklubs, dass dieser am Ende doch noch mit einem doppelten Punktgewinn die Heimreise im Opel-Bus antrat. Einmal mehr waren es die eingespielten Doppel, die den Grundstein für den insgesamt glücklichen 5:3-Sieg legten. Gut, dass sich Spielertrainer Franklin Wahab in den letzten Wochen fit hielt, denn diesmal musste der 38-Jährige gleich zweimal ran: zunächst im 1. Herrendoppel an der Seite von Daniel Benz, der sich zunehmend in die Form der Erstligasaison spielt (21:16, 21:15), und dann als Führungsspieler im Mixed mit seiner 17-jährigen „Schülerin“ Lara Käpplein, die zuletzt bei der Jugend–WM und mit Platz zwei im Mixed beim DBV-Ranglistenturnier für Furore sorgte (13:21, 21:17, 21:19). Nervenstärke bewiesen die Ames-Brüder Christopher und Sebastian im 2. Herrendoppel, denn ein 21:19, 24:22 muss erst einmal in trockenen Tüchern sein. Als dann noch das Damendoppel mit den Jugend-Assen Theresa Wurm und Lara Käpplein stach (21:14, 21:13) und die immer stärker auftrumpfende Theresa das Dameneinzel nach Hause brachte (21:8, 21:13), war die Vorentscheidung in der Begegnung gefallen. Neidlos musste abschließend die Herrenstärke des Gastgebers anerkannt werden, die letztendlich noch eine deutliche Ergebniskorrektur bewirkte. Da insgesamt fünf Spiele auf „des Messers Schneide“ standen, hätte es leicht ein ganz anderes Ergebnis werden können. Darüber waren sich alle SGA’ler einig. Die gut 100 Zuschauer kamen dennoch voll auf ihre Kosten und sollten bei gleich bleibender Leistung ihres Teams bald den ersten Punktgewinn und sicherlich auch den Klassenerhalt feiern können.

 

Die SG Anspach muss auf der Hut sein – Liganeuling TV Dillingen hat sein Lampenfieber abgelegt

Von Georg Komma

 

(28.11.2012) Schon der 6:2-Hinspielerfolg der SG Anspach vor heimischer Kulisse hat offen gelegt, dass der TV Dillingen keine Liga-Eintagsfliege sein wird. Insbesondere die Herren weisen ohne Ausnahme Liganiveau nach und sollten am Ende der Garant für den Klassenerhalt sein. Drei Unentschieden hat der SGA-Gegner bisher auf seinem Punktekonto stehen, doch bereits die hauchdünne 3:5-Niederlage gegen Spitzenreiter Dortelweil hat einen weiteren Formanstieg des Linder-Teams erkennbar gemacht. Will die SG Anspach im Kampf um die Meisterschaft weiterhin ein Wörtchen mitreden, dann ist zwingend ein doppelter Punktgewinn erforderlich. Bei den Herren steht Doppel- und Mixedspezialist Felix Schoppmann wieder zur Verfügung, der im verlorenen Spitzenspiel gegen den TSV Neuhausen schmerzlich vermisst wurde. Bei den Damen fehlt weiterhin Mona Reich (Auslandaufenthalt bis zum Jahresende), zudem steht hinter Samantha Barnings Einsatz noch ein Fragezeichen. Sie laboriert noch an einer leichten Fußverletzung. In jedem Falle stehen die 17 Jahre alten „Jung-Stars“ Lara Käpplein (Jugend-WM-Teilnehmerin in Japan, 2. Platz beim letzten DBV-Ranglistenturnier O19 im Mixed) und Theresa Wurm (dreifache Hessische Jugendmeisterin 2012) zur Verfügung. „Eine enge Kiste“, meint Spielertrainer Franklin Wahab. „Wir fahren mit großem Respekt nach Dillingen.“ Christopher und Sebastian Ames kennen die gegnerische Halle gut. In der vorangegangenen Saison verpassten sie an gleicher Stätte im Trikot ihres Heimatvereins BC Bad Königshofen den Aufstieg in die 2. Liga. Den Aufstieg holten sie tags drauf durch ihren Vereinswechsel zur SGA nach. Klar, dass dieses Spiel auch für die Ames-Brüder ein ganz besonderes Spiel ist.

 

 

Badminton bei der SG Anspach - mehr als Sieg oder Niederlage

Von Georg Komma

Das Punktspielwochenende gegen die bayrischen Vereine TSV Neubiberg und TSV Neuhausen gehört seit beinahe zwei Jahrzehnten zu den besonderen Events des Bundesligaclubs der SG Anspach. Und das nicht nur, weil aus den Begegnungen häufig wichtige Punkte mitgenommen wurden. Der „Metzgerwirt” im Münchner Stadtteil Neuhausen bildet seit jeher den krönenden Sonntagabend-Abschluss, der auch Ergebnisse zweitrangig erscheinen lassen kann. Diesmal nächtigte das Bundesligateam zweimal im „Landgasthof Hotel Wild” im beinahe chinesisch klingenden Haunwang, einem kleinen, verträumten Ort nahe Landshut. Von dort aus ging es zunächst zum Spiel gegen den TSV Neubiberg, der sein Heimspiel aus hallentechnischen Gründen beim Post SV Landshut um deren rührigen Alfons Bachhuber austrug, dann am Abend zu Europas größter Thermenlandschaft nach Erding und am Sonntag zum Mitfavoriten um die Meisterschaft, den TSV Neuhausen.

 
Neubiberg, ohne seinen indischen Spitzenspieler Arvind Bhat angetreten, präsentierte sich erwartungsgemäß viel stärker, als der augenblickliche Tabellenplatz dies besagt. Nur hauchdünn konnte die SGA, die am Wochenende ohne die Stammspieler Mona Reich (Auslandsaufenthalt) und den kurzfristig erkrankten Felix Schoppmann antreten musste, in den Eröffnungsdoppeln einen Fehlstart vermeiden. Nachdem Christopher Ames/Sebastian Ames im dritten Satz des 2. Herrendoppel unterlagen, mussten Daniel Benz und Rekordbundesligaspieler Franklin Wahab ihr bestes Badminton zeigen, um das 1. Herrendoppel nach Hause zu bringen. Im Damendoppel kam bei der SGA die erst 17-jährige Lara Käpplein an der Seite von Samantha Barning zu ihrem ersten Saisoneinsatz. Überglücklich würdigte die Jugend-WM-Teilnehmerin nach dem Zweisatzsieg die Sicherheit, die ihr die niederländische Nationalspielerin im Match verlieh. Nach der 2:1-Führung blickten die anfangs recht nervös agierenden Taunusstädter erleichtert den verbliebenen Begegnungen entgegen, die dann auch bis auf das 2. Herreneinzel erfolgreich verliefen. Besonders Daniel Benz zeigte sich nach beeindruckender Leistungssteigerung erfreut über seinen Sieg im 1. Herreneinzel. Theresa Wurm, zuletzt DBV-Ranglistensiegerin in der Altersklasse U19, brillierte mit 21:13, 21:6 im Dameneinzel und verriet ein weiteres Mal ihr großes Entwicklungspotenzial. Hart umkämpft waren die Spielgewinne von Sebastian Ames/Samantha Barning im Gemischten Doppel und der der Dreisatzsieg von Christopher Ames im 3. Herreneinzel. Am Ende stand es deutlicher, als es die 396:335 Spielpunkte ausweisen, 6:2 für das SGA-Team – ein Grund mehr, um sich am Abend im warmen und entspannenden Ambiente der heiß begehrten Therme – mit Rutschbahnen (!) – zu belohnen.

 

Mit gemischten Gefühlen reiste das Team tags drauf zum bärenstarken Tabellendritten TSV Neuhausen. „Das können acht Dreisatzspiele werden – ob für uns oder gegen uns, das wage ich nicht zu prognostizieren.“ Spielertrainer Franklin Wahab sollte mit seiner Dreisatz-Prognose zwar nicht recht behalten, doch das Match war bei genauer Betrachtung eine extrem enge Angelegenheit. So beklagten insbesondere Daniel Benz/Sebastian Ames im 1. Herrendoppel (18:21 im dritten Satz), Steffen Hornig im 2. Herreneinzel (19:21 im dritten Satz) und der sehr stark aufspielende Daniel Benz im 1. Herreneinzel (19:21, 19:21) das fehlende Quäntchen Glück, das diesmal die bayrischen Farben trug. Dass Daniel Benz dabei gleich zweimal eine Schiedsrichterentscheidung zu Gunsten seines weißrussischen Kontrahenten Yauheni Ykauchuk korrigierte, schlägt sich zwar nicht im Ergebnis nieder, spricht aber eine beeindruckende Sportlersprache.  Lara Käpplein/Samantha Barning im Damendoppel sowie Sebastian Ames/Samantha Barning im Gemischten Doppel erspielten die Ehrenpunkte beim 2:6 gegen den TSV Neuhausen, der vor 100 Zuschauern bis zuletzt Spannung und faszinierendes Badminton bot. Vor zwei Jahren hatte die SGA an gleicher Stelle die Meisterschaft und damit den Aufstieg in die 1. Liga perfekt gemacht. Doch auch diesmal ging das Team – begleitet von einem Dutzend mitgereister Fans – zum „Metzgerwirt“ – dem nahe gelegenen Stammlokal der SGA’ler. Es tut gut, diesen Teamgeist auch in der Niederlage und der neidlosen Anerkennung der gegnerischen Leistung mitzuerleben. Die Vorfreude auf die Rückrunde beginnt heute.

 

Zweimal punkten und einmal Therme Erding genießen

Von Georg Komma

 

Für den Zweitligisten SG Anspach bedeutet der kommende Wochenendspieltag „Vorfreude pur“. Die Fahrt nach München stellte schon in den zurückliegenden Jahren immer ein sportliches und gesellschaftliches Highlight dar. In diesem Jahr sind sich die Aktiven und Verantwortlichen der SGA darüber bewusst, dass der Ausflug zu den Sportfreunden aus Neubiberg und Neuhausen alles andere ein Selbstläufer wird. „Die Trauben hängen hoch, Neubiberg ist weit besser, als es der aktuell letzte Tabellenplatz ausweist, und Neuhausen ist selbst auf den Titel fixiert und rangiert nur einen Zähler hinter der SGA auf Rang drei. Die werden alles tun, um uns den Rang abzulaufen“, meint Spielertrainer Franklin Wahab, der seinem Team aber sein uneingeschränktes Vertrauen schenkt. Die SGA ist gewarnt und hat nur bei voller Konzentration in beiden Begegnungen Siegchancen. Diese würden sie gerne nutzen, um nach dem Bayern-Trip zumindest als Vizemeister die Vorrunde zu beenden.

 

„Baden gehen“ möchten die SGA’ler am kommenden Wochenende nur in der Therme Erding – direkt nach dem Samstag-Spiel gegen den TSV Neubiberg. Mit einem Doppelpunkt in der Badetasche könnten die Cracks um Spitzenspieler Daniel Benz dann besonders gut die Sauna- und Erlebniswelt von Europas größter Therme genießen. Am Sonntag folgt die schwere Begegnung beim TSV Neuhausen, der mittlerweile auf allen Positionen sehr gut besetzt ist.

 

Die SGA-Herren sind komplett, bei den Damen werden neben der in dieser Saison noch ungeschlagenen Samantha Barning sowohl die Siegerin der letzten DBV-Rangliste O19, Theresa Wurm, als auch die Teilnehmerin an den Jugend-Weltmeisterschaften in Japan, Lara Käpplein, aufgeboten.  

 

Anspach und Dortelweil teilen sich im packenden Hessenderby den Sieg

Von Georg Komma

 

Es war eine Mischung aus „knisternder Spannung und ohrenbetäubendem Lärm“, der die ARS-Sporthalle in Neu-Anspach erfüllte. Auf der einen Tribünenseite sorgten über 100 SGA’ler für Anfeuerung und gute Stimmung, auf der anderen Seite nutzten gut 50 Dortelweiler allerlei Lärminstrumente, um auf sich aufmerksam zu machen. Die Begegnung zwischen dem Tabellenführer der 2. Bundesliga Süd, dem SV Fun-Ball Dortelweil, und dem Zweitplatzierten, SG Anspach, war von vorneherein mehr als ein Spitzenspiel. Seit über zehn Jahren besitzt die SGA die Vorherrschaft in der hessischen Badmintonszene, aktuell schickt sich der Verein aus der Wetterau an, die Früchte ihrer Jugendarbeit zu ernten und den Taunuskonkurrenten zu überflügeln. Diese Rechnung ging am 4. Spieltag noch nicht auf, doch das Entwicklungspotenzial des Deutschen Jugendmannschaftsmeisters 2011 hinterließ einen nachhaltigen Eindruck.  

 

Der sportliche Verlauf der Begegnung hätte spannender nicht sein können; das spiegelt auch das Endergebnis von 4:4 (9:9 Sätze, 323:326 Spielpunkte) wider. Auf diesem Weg wurden beide Mannschaften mächtig vom Wechselbad der Gefühle gebeutelt. Zunächst musste die SGA mächtig „einstecken“, denn den Verlust beider Herrendoppel stand so nicht auf der Rechnung. Weder der angeschlagene Felix Schoppmann mit Daniel Benz, noch das diesmal neu formierte Doppel Franklin Wahab/Sebastian Ames konnten ihr tatsächliches Spielvermögen abrufen, so dass beide am Ende mit leeren Händen da srtanden. Gut, dass Samantha Barning und die erst 17-jährige Theresa Wurm (für die im Ausland weilende Mona Reich eingesetzt) nach Erledigung einer eher leichten Aufgabe im Damendoppel auf 1:2 verkürzen konnten. Theresa ließ auch im Dameneinzel nichts abrennen (21:12, 21:13) und egalisierte zum 2:2-Zwischenstand. Die SGA-Freude währte nur kurz, denn Daniel Benz hatte gegen das aufstrebende Talent Kai Schäfer, der mittlerweile am Olympiastützpunkt Saarbrücken trainiert, keine Chance und unterlag in zwei Sätzen. Nun schnupperten die Dortelweiler erneut ihre Chance, mussten sich aber im Gemischten Doppel der Routine von Sebastian Ames/Samantha Barning beugen, die nach einem leichten 21:14 im ersten Satz einen 9:15-Rückstand im zweiten Satz noch in ein 21:18 umwandeln konnten. So stand die Partie beim 3:3 weiter auf des Messers Schneide. Während Steffen Hornig den ehemaligen Dortelweiler Jugendnationalspieler Peter Lang nicht in Verlegenheit bringen konnte, bewies Christopher Ames einmal mehr seine Kämpferqualität und seine Nervenstärke und sorgte mit einem hauchdünnen Drei-Satz-Sieg gegen Thomas Legleitner für das insgesamt absolut verdiente Unentschieden. „Dieses Spiel hat zwei Sieger verdient“, das honorierten auch die Zuschauer, die am Ende der Begegnung nicht mehr in zwei Lagern saßen, sondern allen Aktiven vereint ein „Standing Ovation“ zollten. Ein Spiel auf Augenhöhe, das auch den Hessischen Badminton-Verband (HBV) aufgrund seiner vorbildlichen Jugendförderung positiv berühren sollte.

Mit hoher Konzentration ging die SGA tags darauf in die das zweite Hessenderby. Das spürte die TG Hanau bereits in den Eröffnungsdoppeln, die allesamt an die Gastgeber gingen. Die komfortable 3:0-Führung geriet in der Folge jedoch noch einmal kurz ins Wanken als Daniel Benz im 1. Herreneinzel Felix Hoffmann in drei Sätzen unterlag und die junge Theresa Wurm gegen die im Dameneinzel in dieser Saison noch ungeschlagene Kathrin Hoffmann mit 17:21, 18:21 den Kürzeren zogen. Dann aber folgte ein Mixed der Extraklasse von Sebastian Ames/Samantha Barning (21:4, 21:7) und auch Steffen Hornig und Christopher Ames beeindruckten in ihren Einzeln. Am Ende gab es zufriedene Gesichter bei den Blau-Weißen im grünen Trikot - das erhoffte „gelbe Trikot“ ist allerdings noch im Besitz der Dortelweiler.

 

SG Anspach gegen SV Fun Ball Dortelweil – ein Hessenderby auf Augenhöhe

Von Georg Komma

 

Am 27. Oktober kommt es in der ARS-Halle von Neu-Anspach wahrlich zu einem Derby der Extraklasse. Zum ersten Mal treffen die SG Anspach und der SV Fun-Ball Dortelweil in ihrer Vereinsgeschichte aufeinander. Die einen halten sich seit 20 Jahren im Bundesligageschäft, die andern katapultierten sich im Aufstiegsrausch 2010/2011 in die 2. Liga und spielten gleich um den Aufstieg mit. Dabei erlebte der erst 1996 gegründete SV Fun-Ball Dortelweil eine vergleichbare sportliche Entwicklung wie die Badmintonabteilung der SG Anspach. An erster Stelle stand die Jugendarbeit, dann folgte die qualifizierte Talentförderung mit dem Erfolg von Deutschen Meistertiteln im Nachwuchsbereich und nun gehört das jüngste Seniorenteam der Liga zweifelsfrei zu den heißesten Aufstiegsanwärtern in die Eliteliga.

Spannender könnte die Ausgangsposition für das Hessenderby nicht sein: Dortelweil führt mit 6:0 Punkten souverän die Tabelle an, die SG Anspach möchte als Tabellennachbar mit 5:1 Punkten gerne den Heimvorteil nutzen. Nach zehn Jahren Vormachtstellung im Hessischen Badminton-Verband (HBV) ist nun erstmals hessische Konkurrenz vor der SGA platziert. „Ein Grund mehr, um unser bestes Badminton zu zeigen“, meint daher auch SGA-Spielertrainer Franklin Wahab. Beide Teams haben je eine Stammspielerin zu kompensieren: Bei Dortelweil fehlt Nachwuchs-Ass Annika Dörr (Jugend-WM-Teilnehmerin), bei der SGA beklagt man das Fehlen der Ranglisten-Ersten im DBV, Mona Reich (Auslandsaufenthalt); hinzu kommt, dass auch Lara Käpplein bei der Jugend-WM startet. So ruhen die SGA Damen-Hoffnungen diesmal auf der 17-jährigen Theresa Wurm, die zuletzt beim Swiss Junior Cup in Lausanne einen sensationellen Sieg landete und sich riesig freut, an der Seite von Samantha Barning aufspielen zu können, die bei den Dutch Open im Damendoppel-Finale stand. Gespannt sein wird man auf das Auftreten von Dortelweils Spitzenspieler Kai Schäfer, der bereits jetzt zu den ganz großen Hoffnungen des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) gehört. Auch Sportwart Merget ist vorsichtig: „Eine sehr offene Partie erwartet die Zuschauer – die einen können aufgrund ihrer jugendlichen Dynamik über sich hinaus wachsen, die anderen könnten von ihrer Erfahrung und vom Heimvorteil profitieren.“ Wer die Federn fliegen sehen will, der sollte am Samstag, den 27. Oktober, 14.00 Uhr, in die ARS-Halle von Neu-Anspach kommen oder einen Tag später das nicht weniger spannende Hessenderby zwischen der SGA und der TG Hanau besuchen.   

 

SGA beherrschte am Wochenende die Lehre vom Dreisatz

Das Team der SG Anspach vor dem Hessen-Derby am 6. Oktober 2012 beim TV Wehen. Foto: Georg Komma.

Von Georg Komma

 

Nein, mit dem Phänomen des mathematischen Lehrsatzes hat der Ausgang eines Dreisatzspiels wirklich nichts zu tun, auch wenn vereinzelt doch eine unbekannte Größe im Spiel ist. Gleich neunmal musste das Team der SG Anspach an diesem Wochenende in seinen Spielen nachsitzen und Stehvermögen beweisen. „Es spricht für uns, dass wir sieben dieser Spiele zu unseren Gunsten entscheiden konnten“, meint Anspachs Bundesligarekordspieler und Spielertrainer Franklin Wahab. Er spricht aber auch von zwei hochklassigen Spielen, in denen sich der TV Wehen auch ohne seine Spitzenspielerin Steffi Struschka beileibe nicht wie ein Absteiger und die Reserve des renommierten 1. BC Bischmisheim durchweg meisterschaftswürdig präsentierte.   

 

Mit einem klaren 7:1-Erfolg im Hessenderby beim TV Wehen unterstrich die SGA ihre Saisonambitionen, unbedingt wieder vorne mitspielen zu wollen.  Der Erfolg war jedoch hart umkämpft und stand bis zuletzt auf sehr wackeligen Beinen. Die ohne die verhinderte Steffi Struschka angetretenen Wehener trumpften bei den Männern mächtig auf und zwangen den vermeintlichen Favoriten sowohl in den Herreneinzeln als auch in den Herrendoppeln in die Verlängerung. Hier spielten allerdings die SGA'ler ihre Routine aus und verließen dann doch viermal als Sieger das Feld. Während Barning/Reich im Damendoppel ohne Mühe punkteten, taten sich sowohl Benz/Schoppmann als auch die Ames-Brüder Sebastian und Christopher schwerer als erwartet, ehe Mona Reich im Dameneinzel die Führung schnell auf 4:0 ausgebaute. So blieb es Oldie Franklin Wahab mit Partnerin Samantha Barning vorbehalten, schon zu früher Stunde den Gesamtsieg zu sichern. Dabei hatte das SGA-Mixed bei 18:20 im zweiten Satz sogar zwei Satzbälle abzuwehren. Gerade in dieser Disziplin verfügt die SGA jedoch über weitere Aufstellungsalternativen. Daniel Benz und Robert Georg, die sich aus vielen Trainingsduellen kennen, sorgten für das längste Match des Tages. „Die Niederlage tut in Anbetracht des Gesamtergebnisses nicht weh. Daniel braucht nach der langen Sommerpause noch Spielpraxis, um die Form der letzten Saison zu erreichen", ist das Resümee von Sportwart Merget. Kampfstark zeigten sich Steffen Hornig und Sebastian Ames, die mit ihren Siegen für den am Ende doch sehr deutlichen 7:1-Sieg sorgten. Gut 50 Zuschauer erlebten ein harmonisches Spiel, dem ein gemeinsames Essen beider Mannschaften in einem Taunussteiner Lokal folgte.

  

Mit großem Respekt reiste die SGA am Sonntag zum 1. BC Bischmisheim II. Mit Lisa Heidenreich (aktuell im erweiterten Kader der Nationalmannschaft und Erstliga-erfahren) sowie Kristof Hopp (vielfacher Deutscher Meister und Olympiateilnehmer) und dem DBV-Spitzenspieler Marcel Reuter hatte die noch ungeschlagene Erstligareserve gleich drei Ausnahmespieler in ihren Reihen. So kam es nicht überraschend, dass die SGA nach den Doppeln mit 1:2 im Hintertreffen lag. Lediglich Reich/Barning, die dabei sind, sich als stärkstes Damendoppel der Liga zu outen, hatten keine Mühe. Als dann Daniel Benz und Steffen Hornig ihre Einzel gegen die sehr starken Reuter und Welker abgeben mussten, stand das SGA-Team beim zwischenzeitlichen 1:4 mit dem Rücken zur Wand. Bravourleistungen von Mona Reich im Dameneinzel (17:21, 21:10, 26:24), Schoppmann/Barning im Gemischten Doppel (21:14, 20:22, 21:18) brachten die SGA auf 3:4 heran. Neuzugang Christopher Ames blieb es im letzten Spiel vorbehalten, mit einer Klasseleistung gegen Dominic Becker (22:20, 21:12) doch noch das erhoffte Remis zum 4:4 zu sichern. Franklin Wahab, diesmal „nur" Coach, sprach von einem „hoch spannenden Spiel zweier Teams, die sich auf Augenhöhe begegneten. Mit dem Unentschieden können beide Teams zufrieden sein. Gut, dass wir in vier Dreisatzspielen dreimal punkten konnten." Nun kommt es am 27. Oktober, 14 Uhr, ARS-Sporthalle Neu-Anspach, zum perfekten Spitzenspiel zwischen dem Zweitplatzierten SGA (5:1 Punkte) und dem SV Fun-Ball Dortelweil, der mit 6:0 Punkten einen Saison-Traumstart hinlegte.

 

Mit Dillinger Doppelpunkten im Rücken zum Hessenderby unter Freunden

Von Georg Komma

 

(04.10.2012) Der Start in die 2. Liga ist für die SG Anspach mit einem 6:2 gegen den TV Dillingen bestens geglückt. Erst bei genauerer Betrachtung fällt auf, dass sich hinter dem Ergebnis ein äußerst kampfstarker Gegner verbirgt, der dem Erstligaabsteiger in mehreren Spielen auf Augenhöhe begegnete. Mit ihrem malaysischen Spitzenspieler Kok Pong Loke sind die Dillinger für jeden Gegner der Liga eine Gefahr. Auch Mona Reich und Samantha Barning dokumentierten in ihren Einsätzen einmal mehr ihre Extraklasse und sorgten für den kalkulierten Punktegrundstock des SGA-Teams. Bei den Männern war man besonders auf das Debüt der Ames-Brüder Sebastian und Christopher gespannt, das im 2. Herrendoppel auch von einem eindrucksvollen Erfolg geprägt war. Das Match des Tages zeigte in der Schlussphase der Begegnung der 33-jährige Steffen Hornig. Im Entscheidungssatz strapazierte er die Nerven der Fans erheblich, ehe er den 3. Matchball zum 22:20 nutzte.

 

Dass es in dieser Zweitliga-Saison zu zwölf Hessenderbys kommt, spiegelt die Leistungsentwicklung im Hessischen Badminton-Verband (HBV) wider. Mit der TG Hanau, dem TV Wehen und dem SV Fun-Ball Dortelweil hat die SG Anspach im Kampf um die hessische Vorherrschaft mächtig Druck erhalten. Da werden manchmal auch die „neutralen“ Zuschauer unentschlossen sein, welchem Derby sie den Vorzug geben.

 

Am Samstag, den 6. Oktober, steht jedenfalls das Hessenderby mit der größten Tradition auf dem Programmzettel. In der Silberbachhalle von Taunusstein treffen die beiden Führenden der DBV-Rangliste und langjährigen hessischen Ausnahmespielerinnen aufeinander: Stefanie Struschka und Mona Reich. Seit acht Jahren trainieren sie miteinander im HBV-Kader – am Samstag müssen sie einmal mehr ihre gewachsene Freundschaft für ein Match hinten anstellen und sich das Trikot der fairen Sportkontrahentinnen überziehen. Insbesondere der immer wieder wechselnde Spielausgang macht das Dameneinzel von Mona und Steffi zu einer steten Attraktion der Begegnung unter Freunden. Die Statistik spricht für die SGA, doch der TV Wehen hat immer wieder gezeigt, dass er über sich hinauswachsen kann. „Wenn beide Teams komplett sind, kann es eine ganz enge Kiste werden“, da ist sich auch Anspachs Spielertrainer Franklin Wahab sicher. Der Oldie, der gegen Dillingen im Mixed die Partnerschaft der niederländischen Nationalspielerin Samantha Barning sichtlich und auch erfolgreich genoss, würde auch nach dem Wochenende gerne alle Mannschaften von der Spitze grüßen. Ein hohes Ziel.

 

Einen Tag später schließt sich die Partie beim 1. BC Bischmisheim II an, der zum Saisonstart den TV Wehen überraschend mit 5:3 besiegt hatte. „Keine leichte Aufgabe“ bekennt auch Felix Schoppmann, der im Herrendoppel trotz fehlender Turniere und einem am Studium orientierten Trainingsprogramm zu einem gefürchteten Doppelgegner heranreifte. Mal sehen, wohin die Fahrtrichtung des SGA-Zugs in dieser Saison geht …

 

Endlich fliegen die Federn wieder!

Von Georg Komma

 

(17.09.2012) Endlich fliegen die Federn wieder – zum Saisonstart in der 2. Bundesliga kommt Aufsteiger TV Dillingen zur SG Anspach! Der Abstieg aus der 1. Liga scheint gut verkraftet, zumindest ist die Stimmung im Team hervorragend. Bis auf Andi Heinz, der ja bekanntlich zum Meisterschaftsmitfavoriten in der 1. Liga, den  1. BC Beuel, wechselte, gibt es keine Abgänge und mit den Ames-Brüdern Sebastian und Christopher haben sich die amtierenden Deutschen Hochschulmeister im Herrendoppel vom BC Bad Königshofen der SGA angeschlossen. Darüber freut sich auch Spielertrainer Franklin Wahab, der seit Wochen mit gezieltem Vorbereitungstraining aufwartet und dabei selbst unter Beweis stellt, dass er jederzeit „einspringen“ kann.

Dass die Mannschaft mit wirkungsvollen Aufstellungsalternativen operieren kann, wurde schon vielfach bewiesen. Mit der niederländischen Nationalspielerin Samantha Barning, DBV-Ass Mona Reich und den 17 Jahre alten Jugend-Nationalspielerinnen Lara Käpplein und Theresa Wurm „in der Hinterhand“ haben wir zudem mächtig Frauen-Power. Dass die SGA aufgrund der vielen gemeinsamen Trainingseinheiten schon immer eine besondere Stärke in den Doppeln aufweisen konnte, ist ein offenes Geheimnis. Das „Doppel-Polster“ soll auch in diesem Jahr den Grundstock für einen guten Saisonstart liefern.

Los geht’s in der Sporthalle der Adolf-Reichwein-Schule am Samstag, den 22. September, 14.00 Uhr gegen den Aufsteiger TV Dillingen. Auch wenn das SGA-Team aufstellungsmäßig aus dem Vollen schöpfen kann, so wird nach Aussage von Spielertrainer Franklin Wahab der Gegner „keineswegs unterschätzt“. Dennoch: Die SGA ist nach der Papierform Favorit und freut sich auf den ersten Schlagabtausch der Saison.

 

Christopher Ames.
Sebastian Ames. Fotos: Gerhard Strohmann.

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