Mitteilungen der SG Anspach

 

Liga-Zugehörigkeit: 2. Bundesliga Süd

Homepage: www.sga-badminton.de

 

  

  

Die Ernte ist endlich in trockenen Tüchern

Von Georg Komma

 

„Ente gut, alles gut“ lautete das Motto beim abendlichen Saisonabschlussbuffet in Neunkirchen-Wiebelskirchen. Zuvor hatte das Wochenende die SGA-Crew viel Schweiß und Nerven gekostet, ehe in letzter Minute der Klassenerhalt definitiv gesichert war. Mit Siegen gegen den 1. BC Bischmisheim II (5:3 in eigener Halle) und beim TuS Wiebelskirchen (8:0) wurde es am Ende sogar noch Platz drei in einer Tabelle, die zwischen Platz zwei und sechs nur drei Punkte Differenz aufweist. Für die SGA bedeutete die abstiegsbedrohende Ausgangssituation Neuland, denn niemals in ihrer 21-jährigen Bundesligazugehörigkeit stand nach Abschluss der Saison eine schlechtere Platzierung zu Buche als Rang vier.

Die Spielstärke des 1. BC Bischmisheim II hatte die SGA bereits bei der 1:7-Niederlage in der Hinrunde leidvoll erfahren müssen, als u. a. Reuter, Hopp und die Niederländerin Muskens für das Saarlandteam aufschlugen. Diesmal musste der 1. BCB II ersatzgeschwächt gegen eine SGA antreten, die auf ihre Nr. zwei, Robert Georg, verzichten musste. Für ihn rückte Routinier Steffen Hornig ins Team, der zunächst trotz sehr ansprechender Leistung im 1. Herrendoppel an der Seite des leicht angeschlagenen Daniel Benz gegen die jungen Ausnahmetalente Matthias Deininger und Marvin Seidel eine hauchdünne 19:21, 21:11, 17:21-Niederlage hinnehmen musste. Der Auftaktschock hielt nicht lange an, denn Mona Reich/Lara Käpplein (21:12, 21:17 gegen Heidenreich/Kreibich) und das bewährte 2. Herrendoppel mit Christopher und Sebastian Ames (14:21, 21:19, 21:12 gegen Neubacher/Wang) erspielte die 2:1-Führung. Mit großer Spannung wartete man auf das Schlüsselspiel der Begegnung, das Dameneinzel zwischen Lisa Heidenreich und Theresa Wurm, in der Theresa Revanche nehmen wollte für die in der Vorrunde erlittene Niederlage. Nach einem 21:16 im ersten Satz kam es im zweiten Satz zu einem Wechselbad der Gefühle: Zunächst führte Theresa souverän 8:3, 13:6, 17:13, ehe Lisa mit einer Sechs-Punkte-Serie mit 19:17 in Front ging. Dann fing sich Theresa wieder und setzte mit 21:19 den vielumjubelten Siegpunkt. Nachdem das sehr starke Saison-Mixed Sebastian Ames/Lara Käpplein (elf Siege/drei Niederlagen) gegen Marvin Seidel/Kristina Kreibich mühelos punktete, hatte die SGA beim zwischenzeitlichen 4:1 drei Chancen zum Matchgewinn. Als weder Daniel Benz im 1. Herreneinzel gegen den erneut stark auftrumpfenden Matthias Deininger (21:17, 12:21,13:21) noch Christopher Ames im 2. Herreneinzel gegen das U17-Talent Simon Wang (18:21, 12:21) zu Erfolgserlebnissen kamen, blieb es Routinier Steffen Hornig vorbehalten, mit einem 23:21, 21:6 gegen den Doppel- und Mixed-Spezialisten Patrik Neubacher den Sieg zu sichern. Dabei stand der kampf- und willensstarke SGA’ler im ersten Satz nach einer 10:7-Führung plötzlich mit 15:20 mit dem Rücken zur Wand. Dass er dann fünf Satzbälle abwehrte und sich Satz und Spiel holte, spricht eine deutliche Sprache.

Weniger spektakulär verlief die Abschlusspartie beim TuS Wiebelskirchen, bei der ein Unentschieden gereicht hätte, um den undankbaren sechsten Platz zu vermeiden. Der Absteiger entlockte der SGA zwar drei Dreisatzspiele (1. Herrendoppel, Damendoppel, 1. Herreneinzel) und stellte mit Woll/Charoloy eines der stärksten Mixed der Liga, doch mit dem deutlichen 8:0-Sieg festigte die SGA den bereits am Vortag errungenen dritten Platz in der 2. Badminton-Bundesliga Süd. Dass die SGA in dieser Saison zwei Drittel ihrer Dreisatzspiele verloren hat, macht auch deutlich, dass die Ernte noch ein wenig ertragreicher hätte ausfallen können. Das ist dem Team bewusst, das in Lara Käpplein (22:6), Mona Reich (13:4) und Sebastian Ames (19:9) die überragenden Punktesammler hatte.

   

Im Kampf gegen den Abstieg schwebt immer noch das Damoklesschwert über der SGA

Von Georg Komma

 

(18.03.2014) Das „Wochenende der Wahrheit“ wurde vertagt – und es spricht viel dafür, dass die Abstiegsfrage erst am letzten Spieltag der 1. Bundesliga (8. April) endgültig beantwortet wird. Klar ist, dass der TuS Wiebelskirchen (2:22) erster Absteiger ist und der TV Dillingen nur noch eine theoretische Chance hat, sich vom zweiten Absteigerplatz zu lösen. Davor kämpfen Neubiberg (13:11), Anspach (13:11), Fischbach (13:11) und Freystadt (12:12) darum, nicht Drittletzter (also Sechster) in der Tabelle zu werden. Diese „heiße“ Platzierung könnte dann den Abstieg in die Regionalliga bedeuten, wenn zwei Süd-Vereine die 1. Bundesliga verlassen müssen. Die nachweisliche Ausgeglichenheit der Zweitligateams in Komplettbesetzung macht im Vorfeld der Spieltage jede Spekulation zunichte. Nur wer von den vier genannten Klubs am bevorstehenden letzten Punktspielwochenende beide Spiele gewinnt, kann sich definitiv auf ein weiteres Jahr 2. Liga freuen.

Die SG Anspach hat am 13. Spieltag mit der in dieser Saison überragenden Reserve des 1. BC Bischmisheim wohl die größte Nuss zu knacken (Samstag, 14.00 Uhr, ARS-Halle Neu-Anspach). Bereits im Hinspiel setzte es eine heftige 1:7-Niederlage gegen das in Bestbesetzung angetretene Saarland-Team. Da sollte die SGA-Erwartungshaltung nicht zu hoch geschraubt werden. Auch die vermeintlich leichte Aufgabe am letzten Spieltag beim TuS Wiebelskirchen muss sehr ernst genommen werden; das hat zuletzt der TSV Neubiberg beim 4:4-Unentschieden schmerzlich erfahren müssen. Zum Saisonausklang knistert es also noch einmal kräftig beim Gerangel um eine befriedigende Endplatzierung in der 2. Liga. Der TSV Neuhausen hat gut lachen – er konnte sich bereits nach dem 12. Spieltag die verdiente Aufstiegskrone aufsetzen. Die SGA schickt Glückwünsche nach Bayern!

   

Bitterer Punktverlust gegen den TSV Freystadt – oder das Drama um insgesamt neun vergebene Matchbälle

Von Georg Komma

 

(23.02.2014) Zum Jammern ist keine Zeit, denn das Tabellenbild in der 2. Badminton-Bundesliga ist nach dem 12. Spieltag hinsichtlich der Abstiegsfrage alles andere als konkret. Das Damoklesschwert kreist weiterhin vornehmlich über dem TV Dillingen und hinsichtlich eines möglichen dritten Aspiranten neben der SG Anspach auch über dem TSV Freystadt, dem SV Fischbach und – neu hinzugekommen – dem TSV Neubiberg. So wird erst der letzte Spieltag den potenziellen zweiten bzw. dritten Absteiger offenlegen.

Dass die Spiele gegen den TSV Freystadt und den TV Dillingen kein Zuckerschlecken werden sollten, war dem SGA-Team von vorneherein klar. Beide Gegner traten mit einer stärkeren Mannschaft an als im Hinspiel, und da hatte die SGA schon eine schmerzliche 2:6-Niederlgae gegen den TVD einstecken müssen. 

Gegen Freystadt begann die Partie der Taunusstädter nach Maß. Beide Eröffnungsdoppel wurden in bravouröser Manier gewonnen und auch im 2. Herrendoppel keimte bei Sebastian Ames/Christopher Ames im zweiten Satz Hoffnung auf, ehe im dritten Satz der international hocherfahrene Ukrainer Vladislav Druzhchenko sein ganzes Repertoire auspackte und mit Florian Waffler per Dreisatzsieg auf 1:2 verkürzte. Theresa Wurm, die in Freystadt gegen die starke Kroation Pavlinic verloren hatte, ließ diesmal der erfahrenen Mona Reich den Vortritt im Dameneinzel. Mona fand nach schwachem Start (9:21) hervorragend ins Match (21:18) und hatte im dritten Satz bei 21:20 sogar Matchball. Im Schlussspurt wurde sie für ihre Aufholjagd dann doch nicht belohnt und unterlag 22:24.

Mit dem 2:2-Zwischenstand im Rücken ging Daniel Benz in das mit 68 Minuten längste Match des Tages, das auf spektakuläre Weise zu Ende gehen sollte. Daniel hatte dem bisher im Einzel ungeschlagenen TSVF-Spitzenspieler Beryno Wong (Malaysia) hervorragend Paroli geboten und führte nach gewonnenem ersten Satz (21:19) mit 20:14 im zweiten Satz. Dann begann für ihn eine Pechsträhne, mit der sich kein Sportler eine Handbreit vor der Ziellinie konfrontiert sehen möchte: Zwei „knappe“ Schiedsrichter-Entscheidungen, von denen Daniel nicht profitierte, verursachten Unkonzentriertheit, die ihn von der Siegesstraße ab und nicht mehr zurück ins Spiel brachten. Acht vergebene Matchbälle bis zum 23:25-Satzverlust lassen zumindest jeden Sportler mitfühlen. Die Dramatik spitzte sich im dritten Satz zu, den Daniel bis zum 17:14 dominierte. Erneut brachten ihn sechs Fehler in Folge ins Hintertreffen, so dass nachvollziehbar seine Nerven brach lagen. Beim Spielstand von 17:20 erhielt Daniel wegen „Wegschlagen des Balles und Meckerns gegen eine (weitere knappe) Schiedsrichter-Entscheidung“ zunächst die gelbe Karte und nach weiterem Protest die rote Karte, die einen Punktgewinn (17:21) für den Gegner zur Folge hatte. Fehlverhalten von Sportlern ist nicht zu tolerieren, das steht außer Frage. Schade jedoch, dass dieses hochklassige Match zweier überragender Sportler nicht durch einen Ballwechsel entschieden werden konnte. So bleibt es ein denkwürdiges, spektakuläres Match mit fadem Beigeschmack.  

Die 3:2-Führung des TSVF glich das SGA-Mixed Sebastian Ames/Lara Käpplein beeindruckend deutlich zum 3:3 aus. Robert Georg konnte nur den ersten Satz des 2. Herreneinzels gegen den 41-jährigen, erfahrenen Vladislav Druzhchenko für sich entscheiden, so dass nach vier verlorenen Dreisatzspielen Christopher Ames einmal mehr unter Leistungsdruck stand. Diesem hält er immer mehr stand, denn gegen den Deutschen Jugendmeister im Mixed, Johannes Pistorius, zeigte er in einem seiner besten Saisonspiele keine Nerven und sicherte letztendlich noch das hoch verdiente 4:4 (12:8).  

Zu Beginn der Begegnung hatte der Stadtverordnetenvorsteher Holger Bellino, auch Staatssekretär der CDU-Landtagsfraktion, gemeinsam mit Jugendwartin Gisela Helwig Theresa Wurm, Lara Käpplein und Johannes Pistorius (TSVF) für die jüngsten Erfolge bei den Deutschen Jugendmeisterschaften geehrt.

 

Erstmals mit Kok Pong Loke (Malaysia) im Team stellte sich im Sonntagsspiel ein TV Dillingen vor, der das SGA-Team in der Hinrunde mit einem 6:2 die erste Saisonniederlage beigebracht hatte. So war die SGA gewarnt und wollte auch mit Blick auf die Tabellensituation in jedem Falle doppelt punkten. Hochkonzentriert gelangen Siege in den drei Eröffnungsdoppeln, lediglich im 2. Herrendoppel zwischen Sebastian Ames/Christopher Ames und Philip Merz/Tobias Güttinger fiel die Entscheidung nach sehr wechselndem Spielverlauf erst im dritten Satz (21:9, 13:21, 21:15). Während Daniel Benz gegen den sehr starken Loke nichts ausrichten konnte, wiederholte Theresa Wurm im Dameneinzel ihren Hinspiel-Sieg gegen Amelie Storch (21:8, 21:12) und brachte die SGA 4:1 in Führung. Doch nun warteten feste TVD-Trümpfe mit erheblichem Siegpotenzial. In ganz engen Begegnungen behielt die SGA zweimal die Oberhand: Robert Georg überzeugte in einem kampfbetonten Dreisatzmatch im 2. Herreneinzel gegen den starken Florian Berchtenbreiter (15:21, 21:12, 21:18) und das Gemischte Doppel Sebastian Ames/Lara Käpplein (9:3-Saisonbilanz) setzte sich in glänzender Manier gegen Kok Pong Loke/ Annika Oliwa durch (21:18, 21:17). Philip Merz blieb es vorbehalten, den zweiten Punkt für die sympathischen Dillinger einzuholen.   

   

Wochenende der Wahrheit – vier Teams wehren sich gegen den Abstieg

Von Georg Komma

 

(19.02.2014) Die Aufstiegsfrage in der 2. Badminton-Bundesliga Süd sollte nach dem überraschenden Punktabzug für den SV Fischbach wohl zugunsten des TSV Neuhausen geklärt sein. Bestenfalls kann der zuletzt so stark auftrumpfende TSV Neubiberg den bayerischen Lokalmatadoren in letzter Sekunde noch ein Schnippchen schlagen.

Spannung pur spielt sich indes in der Abstiegsfrage ab. Während der TuS Wiebelskirchen (1:19) erster Absteiger ist und der TV Dillingen (8:12) mit dem Rücken zur Wand steht, müssen sich gleich drei weitere Mannschaften aufgrund ihres Punktverhältnisses von 10:10 Sorgen machen: der TSV Freystadt, der SV Fischbach und die SG Anspach. Der Kampf um den Klassenerhalt hat sich verschärft, da bei einem Abstieg von zwei Süd-Vereinen aus der Eliteliga konsequenterweise drei Vereine aus der 2. Liga Süd absteigen müssen.

Die SG Anspach hat es am kommenden Doppelspieltag vor heimischem Publikum mit dem TSV Freystadt und dem TV Dillingen zu tun. Beide Teams haben zuletzt bewiesen, dass sie bestens in der 2. Liga angekommen sind und in alle Begegnungen auf Augenhöhe gehen können. Schmerzlich musste dies die SGA bereits in der Vorrunde erfahren, als nach der unerwarteten 3:5-Niederlage beim TV Dillingen die Köpfe extrem tief hingen. In Komplettbesetzung würde die SGA gerne jeden erzielbaren Punkt mitnehmen, um endgültig die Klasse zu sichern. Die Spiele am Wochenende der Wahrheit finden am 22.2. (Freystadt) und am 23.2. (Dillingen) jeweils um 14 Uhr in der ARS-Sporthalle von Neu-Anspach statt.

 

SGA-Team tankte in Erdinger Therme Kraft

Von Georg Komma

 

(20.01.2014) Natürlich hingen die Köpfe der gesamten SGA-Crew nach der 2:6-Niederlage gegen den Tabellennachbarn TSV Neubiberg tief. Das Fehlen von Spitzenspieler Daniel Benz hatte die befürchteten Folgen bewahrheitet. Beide Herrendoppel unterlagen 18:21 und 16:21 und als sich dann auch noch das bislang so erfolgreiche Damendoppel Reich/Käpplein den fulminant auftrumpfenden Hauber/Hoffmann geschlagen geben musste, stand das Taunusteam mit 0:3 bereits angeschlagen mit dem Rücken zur Wand. Wie ein Tropfen auf den heißen Stein wirkte Theresa Wurms 21:11, 21:7 gegen Mai Ngyuen, das sie problemlos einfuhr, denn Robert Georg konnte Gregory Schneider in einem schnellen Zweisatzmatch nur phasenweise Paroli bieten und ließ den TSV mit 4:1 in Front gehen. Als dann auch noch Oldie Steffen Hornig nach aufopferungsvollem Kampf 15:21, 21:18, 19:21 unterlag, war der 5:1-Siegpunkt für die mannschaftlich sehr stark aufspielenden Neubiberger unter Dach und Fach. Während der eher überraschende 21:15, 19:21, 21:19-Dreisatzsieg von Christopher Ames gegen Benjamin Placzek Ergebniskosmetik bedeutete, scheiterte die SGA auch noch in ihrer saisonbesten Disziplin, dem Gemischten Doppel, durch Seastian Ames/Lara Käpplein unglücklich mit 16:21, 21:19, 19:21 gegen Hauber/Hauber. Der 2:6-Endstand tat bei aller Wertschätzung der gegnerischen Leistung doch ein wenig weh, zumal in Komplettbesetzung zumindest die Chance auf eine Punkteteilung bestanden hätte.

Die Frage, ob die enorme Leistungssteigerung des Teams in der Sonntagsbegegnung beim Spitzenreiter TSV Neuhausen wirklich auf den vorabendlichen Besuch der Erdinger Therme zurückzuführen ist, wird wohl unbeantwortet bleiben. Fakt ist, dass der neutrale Betrachter ein SGA-Team auf dem Feld sah, das auch mit Blick auf die beängstigende Verdichtung im Abstiegsbereich der Tabelle gegenüber dem Vortag „brannte“. Den Grundstein für den 4:4-Teilerfolg beim Spitzenreiter TSV Neuhausen legten die Ames-Geschwister Christopher und Sebastian, die in ihrem besten Spiel im SGA-Trikot Wadenka/Heumann mit 21:13, 21:16 keine Chance ließen. Etwas enger ging es im Damendoppel zu, doch auch Reich/Käpplein agierten eine Klasse stärker als am Vortag und brachten mit dem 2:0-Zwischenstand gehörige Unruhe in das TSV-Team. Die Freude sollte nicht lange anhalten, denn Georg/Wahab unterlagen Bednorsch/Beier ebenso deutlich wie die junge, noch 18 Jahre alte südwestdeutsche Meisterin im Dameneinzel, Theresa Wurm, die gegen das präzise „Ball-im-Spiel-Halten“ der 20 Jahre alten slowenischen Nationalspielerin Kaja Stankovic kein durchschlagendes Mittel fand. Beim Spielstand von 2:2 erlebten die zahlreichen Zuschauer mit dem Gemischten Doppel das wohl spannendste Spiel des Tages, das nach hartem Kampf Sebastian Ames/Lara Käpplein mit 21:16, 15:21, 21:17 für sich entschieden. Robert Georg, der an diesem Wochenende glücklos agierte, kam anschließend gegen Tobias Wadenka mit 6:21, 10:21 mächtig unter die Räder und auch Christopher Ames konnte gegen Lucas Bednorsch nicht an die Einzelleistung des Vortags anknüpfen. Nun lastete der Druck auf Steffen Hornig, mittlerweile in seiner 15. Bundesligasaison, Patrick Beier, dem überragenden Spieler der letzten Saison (nur eine Niederlage), Paroli zu bieten. Im Hinspiel hatte Steffen 10:21, 17:21 verloren, diesmal gelang ihm im ersten Satz mit 21:9 eine überaus beeindruckende Revanche. Riesenpech dann allerdings für Patrick, als er sich gleich zu Beginn des zweiten Satzes verletzte und aufgeben musste. „So möchte ich meine Spiele nicht gewinnen“, kommentierte Steffen Hornig das Geschehen und nahm auch keine Gratulationen an. Er sendet mit der gesamten SGA-Crew beste Genesungswünsche gen München. Trotz des überraschenden Unentschiedens befindet sich die SGA nun erstmals seit 21 Jahren Bundesligazugehörigkeit in Abstiegsgefahr. Da stehen bis zum 23. März wohl noch einige „abstiegs- und aufstiegsrelevante Endspiele an“, resümiert Spielertrainer Franklin Wahab und äußert sein Erstaunen über die sportliche Ausgewogenheit aller Teams in der laufenden Saison.       

 

 

Favorisierten Bayernteams mit Zuversicht entgegen treten

Von Georg Komma

 

(16.01.2014) Bereits der 9. Spieltag kann in der 2. Badminton-Bundesliga eine Vorentscheidung im Kampf um die Meisterschaft bringen. Entweder Neuhausen setzt sich deutlich ab oder Fischbach erweitert endgültig den Kreis der Titelaspiranten auf zwei Teams. Dass die SG Anspach noch einmal angreifen kann, ist eher unwahrscheinlich. Immer noch sitzen den Hessen die unglücklichen Niederlagen in Dillingen und zu Hause gegen Fischbach im Nacken. „Da haben wir unser Ambitionen verspielt“, ist sich das Team einig. Nun muss es aufpassen, dass es nicht erstmalig in seiner 21-jährigen Bundesligageschichte in den Abstiegskampf der 2. Liga verwickelt wird, in dem der TuS Wiebelskirchen und der TV Dillingen bereits stecken. Der Kreis der Absteiger könnte sich nämlich um einen weiteren Verein erhöhen, wenn aus Liga 1 zwei Süd-Vereine absteigen sollten. Vom „heißen“ Platz sechs ist die SGA nur einen Punkt entfernt. Hinzu kommt, dass die Mittelfeldteams TSV Freystadt und TSV Neubiberg zuletzt mächtig auftrumpften und alles andere als einen abstiegsverdächtigen Eindruck hinterließen. So gesehen ist es für das Taunusteam gebotene Pflicht, künftig möglichst wenig Punkte liegen zu lassen. In beide Wochenendbegegnungen bei den bayerischen Vereinen Neubiberg (5.) und Neuhausen (1.) geht die SGA nach Aktenlage allerdings als Außenseiter. Die Zuversicht befindet sich zwar im Reisegepäck, doch für einen Punktgewinn müssten schon alle über sich hinauswachsen und müsste das zuletzt so schmählich vermisste Glück in die „Kleeblattstadt“ zurückkehren.

 

Anspach klebte beim 3:5 gegen Fischbach das Pech am Schläger

 

Von Georg Komma

 

(01.12.2013) Kein Wunder, dass die Cracks um Trainer Franklin Wahab noch einige Zeit mit hängenden Köpfen im Mannschaftsrund saßen und der vergebenen Matchchance nachtrauerten, die nach dem erlebten Sonntagnachmittag durchaus gegeben war. In 21 Bundesligajahren auf blau-weißer SGA-Seite habe ich noch nicht derartig gehäufte Glücklosigkeit im entscheidenden Moment erlebt. Man kann es auch anders ausdrücken: Der Gegner war im entscheidenden Moment einen Tick besser. Fakt ist, wer vier Spiele mit nur zwei bis vier Punkten Unterschied im Entscheidungssatz verliert und zudem noch eine hauchdünne Zweisatzniederlage (20:22, 20:22) einsteckt, der muss eine Menge Verarbeitungspotenzial aufbringen.

Das prognostizierte „Spiel auf Augenhöhe“ war es allemal, das weist auch die im Badminton letztendlich unbedeutende Punktebilanz von 407:370 zugunsten der SGA auf – als Sieger ging indes der SV Fischbach mit 5:3 (11:10) vom Spielfeld. In solchen Partien ist allseits ein starkes Nervenkostüm gefragt, zumal bekanntermaßen oft Kleinigkeiten über Sieg und Niederlage entscheiden. Bereits das 1. Herrendoppel, das Rduch/Geigenberger gegen Benz/Georg mit 21:19 im dritten Satz für sich entschieden, lieferte die Kostprobe von „Spannung pur“ und brachte nicht den insgeheim erhofften SGA-Auftakterfolg. Dass Mona Reich/Lara Käpplein eine „feste Damendoppel-Bank“ im SGA-Aufgebot sind, musste auch Jung-Nationalspielerin Alina Hammes erfahren, die mit Malika Jung chancenlos war. Die Ampel stand auf SGA-Seite noch einmal auf „Grün“, als Sebastian und Christopher Ames mit einem beeindrucken Finish die 2:1-Matchführung sicherten. Im folgenden Dameneinzel ließ Theresa Wurm erkennen, warum sie dem Jugend-Nationalkader angehört. Gegen die vielfache walisische Meisterin Carissa Turner war sie nach einem 21:14 im ersten Satz und einem 20:20 (nach 16:20-Rückstand) einen Punkt vor dem Matchball, ehe dann glücklose Momente zum 20:22, 17:21-Sieg der Kontrahentin führten. Ebenso knapp ging es dann im 1. Herreneinzel zwischen den Ausnahmespielern Daniel Benz und Sebastian Rduch zu, das von hochklassigen Ballwechseln geprägt war. Am Ende hieß es aus SGA-Sicht 20:22, 20:22 und im Zwischenstand 3:2 für den SV Fischbach. Und der schlug gleich noch einmal zu. Denn im 2. Herreneinzel ließ Robert Georg im zweiten Satz bei 20:18 und 20:19 gleich zwei Matchbälle liegen und zog dann im Entscheidungssatz trotz hoffnungsvollem 16:16 in der Schlussphase mit 17:21 den Kürzeren. Mit dem 2:4-Rückstand im Nacken stand Christopher Ames im 3. Herreneinzel mächtig unter Druck. Nach Auftaktproblemen, die zum 14:21 führten, bekam er Christopher Klein immer besser unter Kontrolle – bis zur 11:6-Führung im dritten Satz. Am Ende verlor Anspachs Nummer drei ebenfalls unglücklich mit 20:22. Wie sollte es auch anders sein, an einem Tag, an dem das Pech am Schläger zu kleben schien. Die Glücksgöttin saß diesmal im Fischbacher Bus, daran änderte letztlich auch der Dreisatzsieg im Gemischten Doppel von Sebastian Ames/Lara Käpplein nichts. Schau’n wir mal, ob die überraschende Niederlage von Neuhausen im Kampf um die Meisterschaft neue Kräfte freisetzt.  

 

 

Anspach erwartet Fischbach zum Duell der Verfolger

 

Von Georg Komma

 

(26.11.2013) Es war schon eine mittelprächtige Überraschung, als die SG Anspach im ersten Saisonspiel mit einem 5:3-Auswärtserfolg vom Erstligaabsteiger SV Fischbach zurückkehrte. Die Folgebegegnungen sollten zeigen, dass beide Teams in dieser Saison absolut auf Augenhöhe agieren. So sind die SGA (9:5) und der SVF (8:6) die härtesten Konkurrenten von Herbstmeister Neuhausen (12:2), der scheinbar unangefochten dem Titelgewinn entgegenstrebt. Einzig Bischmisheim II (10:4), das ja bekanntlich keine Aufstiegsberechtigung hat, ist mit seiner konstanten Formation aktuell in der Lage, die bayerische Vormachtstellung zu gefährden. So kommt der Begegnung in der ARS-Halle von Neu-Anspach am kommenden Sonntag, 14.00 Uhr, ein enormer Stellenwert zu. „Doppelt punkten“ heißt es für beide, um nicht schon zum Rückrundenstart endgültig den Anschluss an die Spitze zu verlieren. Der Verlierer wird ins breite Mittelfeld fallen, in dem alle Teams um Punkte gegen den Abstieg kämpfen müssen. Fischbach wird natürlich auf Revanche sinnen und mit der frisch gebackenen Nationalspielerin Alina Hammes und der Waliserin Carissa Turner auch bei den Damen punkten wollen. Bei der SGA sorgte zuletzt das Herrendoppel Daniel Benz/Robert Georg mit dem zweiten Platz beim DBV-Ranglistenturnier in Cuxhaven für Furore. „Treten beide Teams in Komplettbesetzung an, kann es acht heiß umkämpfte Dreisatzspiele geben“, meint Spielertrainer Franklin Wahab, der einmal mehr seinem Badminton-Lehrer Edgar Hammes gegenüber steht. Spannung pur ist also angesagt, denn mit einem 4:4 wären wohl beide Mannschaften nicht zufrieden.    

  

Emotionale Achterbahnfahrt

 

Von Georg Komma

 

(10.11.2013) Sehr extrem gestalteten sich die beiden letzten Spieltage der Zweitliga-Vorrunde für das Badmintonteam der SG Anspach. Während am Samstag nach dem 1:7 bei der sogenannten Reserve des 1. BC Bischmisheim die Köpfe tief hingen, waren sie nach dem 8:0-Heimsieg gegen TuS Wiebelskirchen beim anschließenden, obligatorischen Punktspielessen wieder in Haltung gebracht. Dass Bischmisheim II eine extrem gute Saison spielt, war im Vorfeld bekannt, doch dass neben den überragenden Stammkräften Marcel Reuter, Kristof Hopp und Lisa Heidenreich auch noch Niederlande-Ass Eefje Muskens herangezogen wurde (bisher nur in der 1. Mannschaft eingesetzt), gab der Motivation des Taunusteams einen gehörigen Dämpfer. Diesen bekam tags drauf auch der SV Fischbach zu spüren, der 2:6 unterlag. Mit den Siegen gegen die SGA und SV Fischbach schiebt sich die Nichtaufsteigermannschaft wie ein Keil zwischen den erstligaverdächtigen TSV Neuhausen und die ambitionierten Verfolgerteams. Christopher Ames blieb es im 3. Herreneinzel vorbehalten, wenigstens den Ehrenpunkt zu entführen. Mit Eefje Muskens setzte Bischmisheim der bekannten Damen-Stärke der SGA eine unüberwindliche Hürde vor, die letztendlich auch zum deutlichen Erfolg der Saarländer führte. Schade, dass man die Zuschauerzahl bei diesem Spitzenspiel an einer Hand abzählen konnte …

Leidtragender des Vortagserlebnisses waren die sympathischen Spielerinnen und Spieler vom Aufsteiger TuS Wiebelskirchen. Sie erlebten ein hoch motiviertes SGA-Team, das in keiner Phase des Spiels locker ließ und mit dem 8:0 gegen die in Komplettbesetzung angetretenen Gäste nachhaltig den Anspruch auf einen Platz im vorderen Tabellendrittel untermauerte. In den für diesen Spieltag neu formierten Herrendoppeln griff auch Spielertrainer Franklin Wahab zum Schläger. An der Seite von Robert Georg überzeugte er ebenso wie Sebastian Ames an der Seite des Swiss International-Gewinners Daniel Benz. „Bis auf den unerwarteten Ausrutscher gegen Dillingen sind wir mit der Vorrunde sehr zufrieden“, resümieren die SGA-Verantwortlichen. Sie hoffen aber auch, dass es in der Rückrunde nicht noch einmal zu der gerade erlebten emotionalen Achterbahnfahrt kommt.    

   

Zum Vorrunden-Finale gegen Saarland-Teams

 

Von Georg Komma

 

(06.11.2013) Mit Platz zwei im Rücken startet die SG Anspach in den Schlussakkord der Hinrunde der 2. Liga Süd, der am Samstag die schwere Auswärtsbegegnung gegen die Reserve des vielfachen Deutschen Meisters 1. BC Bischmisheim und am Sonntag die Heimpartie gegen Aufsteiger TuS Wiebelskirchen beschert. Bischmisheim startete mit einem konstant guten Team viel stärker als in den Vorjahren in die Saison und liegt aktuell nur einen Zähler hinter dem Taunusteam auf Platz drei der Tabelle. Da bleibt abzuwarten, ob bei der SGA nach der bisher einzigen Saison-Niederlage (2:6 in Dillingen) der Kopf schon wieder frei ist, um mit dem erforderlichen Selbstbewusstsein aufzutreten. Daran sollte es vor allem Anspachs Nummer eins, Daniel Benz, nicht mangeln. Zuletzt feierte er bei den Swiss Open den bisher wohl größten Triumph seiner Sportlerkarriere. An der Seite des Malaysiers Kwong Beng Chan, der bei den „Bitburger Open“ in Saarbrücken Halbfinal-Teilnehmer im Einzel war, gewann er ungesetzt das Herrendoppel gegen die Franzosen Corvee/Leverdez. „Diese Erfolge machen stark und sind der verdiente Lohn für immensen Trainingsfleiß“, kommentiert Spielertrainer Franklin Wahab die überragende Platzierung. So sollten auch die Youngster Lara Käpplein und Theresa Wurm mit neuem Selbstvertrauen von ihrer Teilnahme an den Jugend-Weltmeisterschaften in Bangkok zurückkehren. Dort hatten sie mit dem Nationalteam Platz 15 belegt, Lara schaffte es mit Marvin Seidel (1. BC Bischmisheim) sogar bis in die 3. Runde des Mixed-Wettbewerbs. In der zweiten Wochenendbegegnung ist Schlusslicht TuS Wiebelskirchen, das mit viel Pech in die Runde startete, Gast in der ARS-Halle (Sonntag, 10.11., 14.00 Uhr). Tritt die SGA in Komplettbesetzung an, sollte ein Sieg möglich sein. Ein Punktgewinn in Bischmisheim wäre wohl eher der Kategorie „Überraschungserfolg“ zuzuordnen. 

    

„Mann, oh Mann …!“

Theresa Wurm (l.) und Lara Käpplein, die Teilnehmerinnen der SGA an der Jugend-WM 2013. Fotos: Georg Komma.
Mona Reich (l.) und Lara Käpplein, das erfolgreiche Damendoppel der SGA.
Theresa Wurm, die Einzelspezialistin der SGA. Ihr Vorbild ist Teamkollegin Mona Reich.

 

Von Georg Komma

 

Es gibt scheinbar auch im Badminton Spieltage, an denen nicht nur das Quäntchen Glück fehlt. Was bei der SG Anspach am verhexten Spieltag des 13.10. fehlte bzw. was der Gegner TV Dillingen beim überraschenden 6:2-Erfolg gegen die Taunusstädter mehr zu bieten hatte, das fassten die Recken um Spitzenspieler Daniel Benz am Abend beim „Currywurst-Essen“ in der Raststätte „Ellwanger Berge“ in einem nüchternen, perspektivischen Resümee zusammen: „Mann, oh Mann … – eigentlich haben wir mehr drauf!“

 

Dabei hatte das Wochenende gut angefangen. Beim starken TSV Freystadt, der sein erstes Bundesliga-Heimspiel in der Vereinsgeschichte ausrichtete, traf man auf einen jungen, überaus gastfreundschaftlichen Gegner. Welcher Verein wartet schon mit einem großen, lecker gefüllten Obstkorb für die Gastmannschaft auf? Ja, dieses Team um Manager Pistorius ist mit seinem Jugend-Ansatz eine absolute Bereicherung der Liga und erinnert an die frühen SGA-Jahre, als 1993 nach vier Aufstiegen in Folge mit dem damals 19-jährigen Franklin Wahab der Sprung in die 2. Liga gelang.

 

Zwei Siege in den Herrendoppeln kompensierten die unerwartete 21:10, 17:21, 19:21-Niederlage im Damendoppel von Reich/Käppplein gegen Pavlinic/Jötten. Da setzte es für Mona die erste Punktspiel-Niederlage seit dem 3. April 2012, für Lara bedeutete es sogar die erste Disziplin-Niederlage im SGA-Trikot. Auf des Messers Schneide stand das sehr schön anzusehende Dameneinzel zwischen der erst 16 Jahre alten Nummer drei in Europa, Maja Pavlinic, und der 18-jährigen Theresa Wurm, die sich bei der Jugend-WM in Bangkok sicherlich wieder begegnen werden. Dass am Ende die Kroatin mit 21:16, 13:21, 21:17 die Oberhand behielt, war hinsichtlich des Spielausgangs für die SGA verkraftbar, denn sowohl Daniel Benz im 1. Herreneinzel, S. Ames/Käpplein mit einem hauchdünnen 22:24, 23:21, 21:18 und Oldie Steffen Hornig, der schon im Herrendoppel überzeugte, sicherten den in fünf Dreisatzspielen letztendlich doch sehr umkämpften 5:3 (13:8)-Erfolg.

 

Tags drauf folgte die bereits angesprochene herbe Enttäuschung, die insbesondere der Herren-Garde noch einige Tage im Nacken sitzen sollte. Obwohl mit dem nachgereisten Robert Georg in Komplettbesetzung angetreten, konnte kein Spiel, an dem SGA-Herren beteiligt waren, mit Satzvorsprung über die Ziellinie befördert werden. Da kam sicherlich vieles zusammen. Über allem stand zweifelsohne die Top-Leistung der Dillinger Akteure, die tags zuvor noch ein 2:6 gegen Fischbach einstecken mussten, am Sonntag aber mehrfach über sich hinaus wuchsen. Das sollte die sehr bemühte, aber verkrampft und glücklos agierende SGA-Herrenabteilung bei aller Selbstkritik neidlos anerkennen. Am Ende war die Enttäuschung der Mannen doch recht groß, als nur Theresa Wurms 21:8, 21:10 und das nicht minder klare 21:14, 21:10 von Reich/Käpplein zu Buche standen. Da tröstet auch der ausgewogene 319:322-Punktestand nicht über den erlittenen psychischen Sportlerschmerz hinweg. „Das Team wird wieder auftauchen“ – da ist sich Spielertrainer Franklin Wahab ganz sicher.

   

„SGA-Federmäuschen“ mausern sich zur etablierten Trainingsgruppe

 

Von Georg Komma

 

(10/2013) Die vielstimmige Freude ist unüberhörbar und verleiht der alt-ehrwürdigen ARS-Tribünensporthalle der SG Anspach neues Leben. Das Schreien ist laut, die selbst bestimmten Laufwege bringen eine neue Bewegungskultur ins Trainingsgeschehen der Badmintonabteilung. Die Rede ist von der Spezies „Federmäuse“, eine elternbetreute „Pampersgruppe“, die vollzählig bereits auf 20 Kids-Köpfe angewachsen ist. Alle Kinder sind willkommen, die nach überstandenem Krabbelstadium fest auf den Beinen stehen können und mindestens von einem aktiven Elternteil begleitet werden. Das umwerfende Talent und die Begeisterungslust haben schon manche Beobachter wahre Bauklötze staunen lassen. Mit diesem Trainingsangebot wird dem Gemunkel in hessischen Gefilden nachhaltig entgegen getreten, dass die Badminton-Nachwuchsarbeit des Taunus-Bundesligaklubs „Federn lassen musste“. Auch wenn sich die frisch eingekleideten Kleinen zurzeit noch im überwiegend schlägerfreien Grundlagentraining befinden, ist davon auszugehen, dass die Federmäuse schon bald das berüchtigte „SGA-Talent-Gen“ zur Entfaltung bringen.  

   

Die „Federmäuse" der SGA. Fotos: Georg Komma.
„Federmaus Felix". Der Vater des Dreijährigen, Christian Komma, war vor 20 Jahren Bundessieger beim Schulsportwettbewerb JUGEND TRAINIERT FÜR OLYMPIA.
Die noch nicht laufenden „Mini-Mäuse" beobachten das Badmintongeschehen aus einer gesicherten Position.
Die Badmintonfamilie der SG Anspach beim traditionellen Gruppenfoto.

 

 

 

Zweimal auswärts gegen aufstrebende Bayern aus Freystadt und Dillingen

 

Von Georg Komma

 

(10.10.2013) In der vergangenen Saison waren es vier hessische Mannschaften, die in der 2. Bundesliga Süd die „Länderdominanz“ abbildeten. Nun haben die bayerischen Teams Neuhausen, Neubiberg, Freystadt und Dillingen die Länderhoheit übernommen. Die Bilanz der SG Anspach in den Heimbegegnungen gegen Neubiberg und Neuhausen war am letzten Spieltag-Wochenende mit 3:1 Punkten höchst erfreulich und so reist das Team um Spielertrainer Franklin Wahab zuversichtlich zu den anstehenden Auswärtsbegegnungen gegen den Newcomer TSV Freystadt und den TV Dillingen, der seine zweite Bundesligasaison spielt.

„Die Nüsse müssen erst mal geknackt werden“, sind sich die Ames-Brüder bewusst, die beide Teams aus früheren Begegnungen kennen. Es bleibt wohl abzuwarten, ob die Gastgeber mit ihren ausländischen Spitzenspielern antreten können, die ihnen den letzten Schliff zur Ligareife verpasst haben. Besonders Freystadt hat sich durch seine vorbildliche Jugendarbeit einen Namen gemacht und hält bereits im ersten Zweitligajahr mit Platz vier hervorragend mit. Dillingen überzeugte schon im letzten Jahr durch einen Mittelfeldplatz und kann in Bestbesetzung auch aktuell jedes Team der Liga gefährden. Klar, dass die SGA punkten will, doch bereits die kleinste Unachtsamkeit könnte sich negativ auf das Punktekonto auswirken. „Warm anziehen“, heißt es am Wochenende.  

   

„Da war mehr drin als gedacht“

 

Von Georg Komma

 

Das Sonntagsspiel in der ARS-Sporthalle zwischen der SG Anspach und dem TSV Neuhausen entwickelte sich wahrlich zu einem dramatischen, hochklassigen Spitzenspiel mit Werbeeffekt für die Sportart Badminton. Der TSV reiste nach dem überraschend hohen 7:1-Sieg in Fischbach mit verlustpunktfreier Weste und stolz geschwellter Brust in den Taunus an. Die „Weiße Weste“ trug die SGA auch, doch im Vorfeld wurde dem jungen, aufstrebenden Team aus der bayerischen Landeshauptstadt viel Respekt gezollt. Spielertrainer Franklin Wahab, sonst eher gesunder Optimist, warnte vor Übermut und benannte ein Unentschieden als realistische Erfolgsprognose.

Wie eng es in der Partie zugehen sollte, zeigte schon das Eröffnungsdoppel, das Daniel Benz/Robert Georg gegen Tobias Wadenka/Manuel Heumann im Entscheidungssatz 22:24 verloren. Dabei hatten sie selbst einen Matchball, ehe der Gegner den vierten dieser Sorte zu seinen Gunsten nutzte. Da Mona Reich und Lara Käpplein dem Damendoppel der SGA immer stärkere Konturen verleihen, gelang ihnen auch gegen die starken Amelie Oliwa/Christina Kunzmann mit 21:17, 21:10 ein eindrucksvolles Ergebnis. Einen prächtigen ersten Satz lieferten Sebastian Ames/Steffen Hornig ab. Danach reichte eine kleine Schwächephase, die von ihren Gegnern Lucas Bednorsch/Patrik Beier zum Aufbau eigenen Selbstbewusstseins genutzt wurde. Das sollte sich bis in den Entscheidungssatz auswirken, der vom TSV mit 21:17 gewonnen wurde. Leicht hätte es 3:0 stehen können – nun stand für die „Doppel-starke SGA“ ein 1:2-Rückstand zu Buche.

Doch da gibt es eine Mona Reich, die in solchen Situationen „jetzt erst recht“ sagt und ihre 100% abrufen kann. Und die waren gegen die slowenische Nationalspielerin Kaja Stankovic beim 21:15, 21:14 auch nötig. Daniel Benz, den die hauchdünne Niederlage im Herrendoppel mächtig wurmte, wackelte in der Begegnung gegen Tobias Wadenka bei 19:19 im ersten Satz nur einmal, fortan zeigte der gebürtige Radebeuler sein aktuelles Spielpotenzial im Einzel und begeisterte damit die staunenden Zuschauer. „Er spielt derzeit im Einzel in einer anderen Liga – das Beste, was ich bisher von ihm gesehen habe“, kommentierte Spielertrainer Franklin Wahab anerkennend.

Mit der 3:2-Führung hatte das Spiel seine Wende genommen und als dann auch noch Sebastian Ames und Lara Käpplein an die Vortagsform anknüpften (21:18, 21:18 gegen Manuel Heumann/Amelie Oliwa), war das insgeheim erhoffte Unentschieden in trockenen Tüchern. Weder Robert Georg noch Steffen Hornig konnten in den abschließenden Einzeln Lucas Bednorsch und Patrik Beier in Verlegenheit bringen. So blieb an diesem Tage die durchaus mögliche kleine Sensation auf der Strecke – manche sagten, Neuhausen kam „mit einem blauen Auge davon“. Na ja, wenn man ein Auge zudrückt, darf das schon mal gesagt werden.

Bereits am Samstag hatte die SGA den in dieser Saison personell verstärkten TSV Neubiberg mit 5:3 besiegt. Dabei hatte der TSV, für den Benjamin Placzek und Felix Hoffmann in ihren Einzeln und gemeinsam im 2. Herrendoppel punkteten, insgesamt nicht seinen besten Tag erwischt oder anders ausgedrückt: „Die SGA ließ nichts anbrennen.“  

   

SGA erwartet bayerische Badminton-Asse zum „Rauscherfest“

 

Von Georg Komma

 

(24.09.2013) Die Voraussetzungen sind gut, wenn am kommenden Wochenende die SG Anspach vor heimischem Publikum die bayerischen Kontrahenten vom TSV Neubiberg und vom TSV Neuhausen empfängt. Altweibersommer und „Rauscherfest“ ist in der kleinen Taunusstadt angesagt. Da bleibt nur zu hoffen, dass der Weg zu den Getränkeständen und in die Sonne an der ARS-Sporthalle vorbeiführt. Mit dem Wind des wertvollen Auftaktsiegs in Fischbach im Rücken kann die SGA selbstbewusst in die Partien gehen, auch wenn sich das Team der Schwere der Aufgaben bewusst ist. Sowohl Neubiberg (Samstag, 14 Uhr) als auch Neuhausen (Sonntag, 14 Uhr) zählen zu den Mitbewerbern um einen Spitzenplatz in der Liga. Daran deutelt auch der 6:2-Sieg von Neuhausen im Münchner Lokalderby vor drei Wochen nichts, denn leicht hätte der Spielausgang auch 4:4 lauten können. So heißt es aus SGA-Sicht, zunächst einmal volle Konzentration walten zu lassen, ehe dem Rauscherfest die Ehre zu erweisen ist.

Auf den Schultern von Mona Reich (starke Zweite bei der DBV-Rangliste am letzten Wochenende) und Daniel Benz (der sowohl im Einzel als auch mit seinem ständigen Doppelpartner Robert Georg das Viertelfinale erreichte und darin nur hauchdünn scheiterte), wird wohl die Hauptlast des Punktesammelns liegen. Doch schon die Partie in Fischbach hat gezeigt, dass Spielertrainer Franklin Wahabs Crew sehr ausgeglichen besetzt ist. Das gilt erst recht, wenn die Stammformation zur Verfügung steht. „Nach der Papierform sind beide Gegner gleich schwer“, meint Sportwart Alexander Merget, der selbst mehr als zehn Jahre im SGA-Bundesligateam stand. „Neuhausen wird in Insider-Kreisen eh als Aufstiegsfavorit gehandelt und Neubiberg hat sich nach einer verkorksten letzten Saison, in welcher der Abstieg schon fast besiegelt war, personell deutlich verstärkt.“ Schau’n wir mal, wie der „Feder(ball)weiße“ wirkt.    

   

SG Anspach schlägt SV Fischbach in einer Begegnung auf Augenhöhe

 

Von Georg Komma

 

(08.09.2013) Einträchtig saßen sie beieinander und fachsimpelten – Edgar Hammes, der nimmermüde Coach und Macher des SV Fischbach, und Franklin Wahab, der ehemalige Heinrich-Heine-Gymnasialschüler, Rekordbundesligaspieler und heutige Coach der SG Anspach. Der dankbare Schüler und sein Lehrmeister platzierten sich dann aber bald in separaten Coaching-Zonen gegenüber, fokussiert auf das Auftreten der jeweiligen Schützlinge. Und da gab es an diesem Tag eine Menge zu leisten.

Die Prognosen zum Spielausgang tendierten zwischen „Fischbach ist leichter Favorit“ bis „die Tagesform oder das Quäntchen Glück könnten das Spiel entscheiden“. Sie verschob sich minimal zugunsten der SGA, als bekannt wurde, dass die in Diensten des SV Fischbach stehende walisische Nationalspielerin Clarissa Turner nicht zur Verfügung steht.

Mit mächtig Power startete die SGA in die Eröffnungsdoppel, in denen Robert Georg einen glänzenden Einstand gab. Gegen die sehr stark eingeschätzten Sebastian Rduch/Julian Degiuli hatte er am Ende mit seinem prächtig aufspielenden Partner Daniel Benz im 1. Herrendoppel hauchdünn die Nase vorn (21:18, 22:20). Etwas deutlicher endete das Damendoppel zugunsten der SGA; Lara Käpplein/Mona Reich mussten sich nur im zweiten Satz noch einmal mächtig strecken, um mit einem Zweisatzsieg die nicht zwingend erwartete 2:0-Führung zu sichern. Als dann auch noch Christopher Ames/Sebastian Ames im 2. Herrendoppel nach verlorenem ersten Satz immer besser ins Spiel fanden und mit einem 19:21, 21:18, 21:15 den dritten SGA-Punkt einfuhren, stand der SV Fischbach mächtig unter Druck. Dem waren die Geschwister Alina Hammes (21:17, 21:15 gegen Theresa Wurm) und Fabian Hammes (21:13, 21:10 gegen Robert Georg) deutlich gewachsen. Sie verkürzten zwischenzeitlich auf 2:3, ehe Daniel Benz mit einem fulminanten Auftritt den in Liga 1 sehr erfolgreichen ehemaligen Nationalspieler Sebastian Rduch mit einem 14:21, 21:12, 21:13 das Nachsehen gab. Sieben Wochen hatte Daniel eigeninitiativ in Kuala Lumpur/Malaysia trainiert – gegen Fischbach konnte er den ersten Lohn seines „schweißtreibenden Sommerurlaubs“ ernten. Groß war die Freude im kleinen SGA-Lager, als das neu formierte Mixed Sebastian Ames/Lara Käpplein seine Favoritenstellung nutzte und mit dem Sieg gegen die tapfer kämpfenden Till Felsner/Svenja Weyrauch mit 21:13, 21:19 den vielumjubelten Matchpunkt  sicherte. Zwar hatte das abschließende 3. Herreneinzel zwischen Christopher Ames und Christopher Klein keine spielrelevante Bedeutung, doch lieferten sich beide Akteure zur Freude der Zuschauer ein dramatisches Finale, das bei 20:20 im dritten Satz aufgrund einer äußerst umstrittenen Tatsachenentscheidung des Schiedsrichters die Wogen hochschlagen ließ. Aus dieser „Zerreißprobe“ ging letztendlich Christopher Klein mit 21:14, 18:21, 22:20 als glücklicher Sieger vom Feld.

„Diesen Sieg hat sich die Mannschaft hart erarbeitet. Heute machten unsere Doppelstärke und ein überragend aufspielender Daniel Benz ‚den kleinen Unterschied aus‘, mit dem man Spiele auf Augenhöhe entscheiden kann.“

 

  

In Fischbach hängen die Trauben hoch

 

Von Georg Komma

 

(03.09.2013) Der SV Fischbach und die SG Anspach sind „alte Bekannte“ in der 2. Liga – mit ungebrochener Fluchtlust in die Eliteliga. Die letzten Bemühungen hatten beide Vereine im Fahrstuhl nach oben gebracht, ehe dort den sportlichen Anforderungen bereits nach einem Jahr Tribut gezollt werden musste. Zu verschieden sind die vergleichbaren Ansätze beider Klubs gegenüber den „Großen“, die eben in einer anderen Liga spielen. Nun heißt es gleich zum Saisonauftakt „Farbe bekennen“ und beide Teams wissen, dass sie neben dem TSV Neuhausen als Favoriten für eine erneute vordere Platzierung im „Unterhaus“  gehandelt werden. Im Klartext: Die SG Anspach wird sich mächtig strecken müssen, um nicht erstmals in ihrer langen Zweitligazeit einen Saisonfehlstart hinzulegen. „Die Trauben hängen hoch“, meint deshalb auch SGA-Trainer Franklin Wahab, der selbst vom Förderkonzept des Heinrich-Heine-Gymnasiums Kaiserslautern profitieren konnte, dem „Jungbrunnen des SV Fischbach“. Beide Teams verfügen über einen beinahe konstanten Kader mit hoher regionaler Orientierung. Nur punktuell wurde die saisonale Schlagkraft international verstärkt. In der zurückliegenden Saison waren die SGA-Damen Barning, Reich, Käpplein und Wurm mit der überragenden Bilanz von 54:2 der Garant für das Erreichen der Vizemeisterschaft. Somit ist es nicht verwunderlich, dass mit Robert Georg vom Absteiger TV Wehen der einzige Neuzugang bei den Herren zu verzeichnen ist. Mit Benz/Georg verfügt die SGA nun über ein eingespieltes Doppel, das sich viel vorgenommen hat. Nach zwei Jahren SGA-Vereinszugehörigkeit wechselte die so sympathische Samantha Barning zum mehrfachen Deutschen Mannschaftsmeister 1. BC Bischmisheim – dort kann sich die niederländische Doppel- und Mixedspezialistin nun mit den internationalen Größen auf Augenhöhe messen. Die 18-jährigen Lara Käpplein und Theresa Wurm stehen nun in der Pflicht, gemeinsam mit Mona Reich in die Fußstapfen von Samantha zu treten. Auch wenn der SV Fischbach in eigener Halle in der Favoritenrolle ist, möchte das Taunusteam in Komplettbesetzung gerne ein paar Trauben ernten.

   


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