Mitteilungen der SG Anspach

 

Liga-Zugehörigkeit: 2. Bundesliga Süd

Homepage: www.sga-badminton.de

 

  

  

SG Anspach wägt ab und nimmt Aufstiegsangebot an!

Von Georg Komma

 

(06.04.2015) Die Sportfreunde in der Rhein-Main-Region können sich in der kommenden Saison wieder auf Spiele in der 1. Badminton Bundesliga freuen. Zunächst plädierte das SGA-Team in einer Mannschaftssitzung für die Annahme der Nachrücker-Aufstiegsoption, dann zog über Ostern der geschäftsführende Vorstand in einer kurzfristig einberufenen Sitzung nach. 22 Jahre in Folge tummelt sich nunmehr das Taunus-Team im Bundesligaspielbetrieb, bereits fünf Jahre davon verbrachte der Verein als Underdog in der Eliteklasse.  

„Auch in der kommenden Saison werden wir über diese Rolle wohl nicht hinauskommen“, ist sich Spielertrainer und Rekord-Bundesligaspieler Franklin Wahab sicher, „denn die Kluft zwischen den beiden höchsten deutschen Ligen scheint sich im Moment eher zu vergrößern.“ Anerkennend fügt er hinzu, dass seine Mannschaft eine überragende Saison gespielt hat, in der letztendlich nur ein „verlorenes Pünktchen“ den direkten sportlichen Aufstieg verhinderte.   

Wenn in der Spielerstatistik der 2. Bundesliga Süd fünf SGA-Spielernamen unter den ersten acht auftauchen, dann darf auch zu Recht ein wenig sportlicher Stolz aufkommen. Für Mona Reich, Theresa Wurm und Daniel Benz ist die 1. Liga kein Neuland, doch für die anderen Team-Mitglieder ist es nun auch das Erreichen eines großen persönlichen Ziels. „Wer diese Herausforderung aus rein sportlichen Gründen nicht annimmt, wird sich auch nicht weiterentwickeln“, da ist sich Team-Kapitän Daniel Benz ganz sicher. „Sein Bestes geben und Niederlagen aushalten können – auch das hat eine Menge mit einem gesunden Sportgeist zu tun.“

Die SG Anspach weiß um den sich weiterentwickelnden professionellen Anspruch der 1. Badminton-Bundesliga. Mit einem eher bescheidenen Budget und der einhergehenden regionalorientierten Personalstrategie nimmt sie wie einige Aufsteiger-Vorgänger aus der 2. Bundesliga Süd eher eine „exotische Rolle“ ein und wird am sportlichen Pokergeschäft der Ligagrößen vermutlich nur peripher teilhaben können. So bleibt die bodenständige Zuversicht, dass das etablierte Badminton-Oberhaus weiterhin offen ist für „Neuankömmlinge“ – auch wenn diese nicht polternd an die Tür klopfen. Die Vorfreude auf die Stars der Liga, zu denen auch die ehemaligen SGA-Aktiven Johanna Goliszewski, Samantha Barning, Lara Käpplein und Andi Heinz gehören, ist in Neu-Anspach jedenfalls groß.      

  

Finale furioso beschert SG Anspach den dritten Platz

Impressionen von den letzten beiden Partien der SG Anspach in der Saison 2014/2015. Fotos: Georg Komma.

Von Georg Komma

 

(23.03.2015) „Alea iacta est“ – der Würfel ist gefallen, zumindest was die Tabellenkonstellation angeht. Vier Teams waren am letzten Punktspielwochenende der Saison angetreten, um den begehrten Aufstiegsplatz hinter dem Liga-Primus 1. BC Bischmisheim II einzunehmen. Glücklicher Vizemeister wurde letztendlich der favorisierte SV Fischbach (SVF), der in letzter Minute jedoch fast noch gestrauchelt wäre. Verursacher war das 4:4 (9:9) im Heimspiel gegen die SG Anspach (SGA), das sowohl Freystadt als auch Neubiberg endgültig zu potenziellen Mitkonkurrenten um den Aufstieg werden ließ.

Die Spitzenbegegnung zwischen der SGA und dem SVF war an Spannung nicht zu überbieten. Die SGA hatte den besseren Start, weil neben dem erfolgsgewohnten, in dieser Saison noch ungeschlagenen 1. Herrendoppel (Sebastian Ames/Daniel Benz – Jonas Geigenberger/Christopher Klein 21:15, 21:16), auch das 2. Herrendoppel mit Christopher Ames/Philipp Discher hauchdünn gegen Julian Degiuli/Till Felsner punktete (21:11, 14:21, 22:20). Im Damendoppel war dann das finale Glück beim SV Fischbach. Die favorisierten Alina Hammes/Carissa Turner setzten sich gegen Mona Reich/Theresa Wurm in einem kampfbetonten Spiel mit 15:21, 21:13, 21:17 durch. Nur von kurzer Dauer hatte die SGA-Freude über die 2:1-Führung Bestand, denn mit Carissa Turner (Dameneinzel) und Sebastian Rduch (1. Herreneinzel) traten nun die Top-Trümpfe des SVF an. Sie ließen den sehr gut startenden Daniel Benz (21:18, 21:17) bzw. Mona Reich (21:16, 21:11) leer ausgehen und wendeten das Geschehen zur 3:2-Führung der Pfälzer. Nun stand die SGA mit dem Rücken zur Wand. In der Folge entwickelte sich das Gemischte Doppel zwischen Jonas Geigenberger/Alina Hammes und Sebastian Ames/Theresa Wurm zu einem packenden Schlüsselspiel, das mit 21:18, 21:16 das immer besser harmonierende SGA-Mixed vorne sah. So war beim 3:3-Zwischenstand noch jeder Spielausgang möglich. Gut nachzuvollziehen ist der aufstiegsrelevante Druck, der nun auf den Schultern der Akteure des 2. und 3. Herreneinzels lastete. Dass dieser Stresssituation letztendlich Philipp Discher (21:16, 21:15 gegen Till Felsner) und Christopher Klein (21:12, 21:17 gegen Christopher Ames) am besten gewachsen waren, spricht auch für eine Partie auf Augenhöhe mit einem sportlich gerechten Spielausgang.

 

Vor einer prächtigen Kulisse fand das letzte Saisonspiel gegen die „Reserve“ des fünfmaligen Deutschen Mannschaftsmeisters 1. BC Bischmisheim statt. Mit Lara Käpplein (früher SGA), Matthias Deininger und Simon Wang hatten die ehemaligen nationalen Größen und „Team-Väter“ Kristof Hopp und Marcel Reuter (im vergangenen Jahr noch Deutscher Vizemeister im Herreneinzel) einige Akteure der Bischmisheimer Talentschmiede im Aufgebot, die maßgeblich zum Gewinn der Liga-Meisterschaft beigetragen hatten. Dass am Ende ein vielumjubelter 6:2-Erfolg der SGA zu Buche stand, lag vornehmlich am besonderen Siegeswillen der Benz-/Wahab-Truppe, die unbedingt die Chance auf den sportlich möglichen Aufstiegsplatz wahren wollte. Fairerweise muss jedoch auch angemerkt bleiben, dass mit Marvin Seidel (zeitgleicher Einsatz in der 1. Liga) oder Annika Horbach zwei Stamm-Aktive nicht zum Einsatz kommen konnten. Die beiden Punkte für den 1. BCB erzielten Kristof Hopp/Lara Käpplein im Gemischten gegen Sebastian Ames/Theresa Wurm sowie Simon Wang gegen Christopher Ames.

 

Bemerkenswert, dass gleich sechs ehemalige SGA-Bundesliga-Aktive als Fans der Begegnung beiwohnten. Als sie den Zuschauern einzeln vorgestellt wurden, brauste großer Jubel auf. Immerhin können die heute 40- bis 45-jährigen Vereins-Größen auf insgesamt knapp 1.000 Einsätze im SGA-Trikot zurückblicken: Janne Vang Nielsen, Heidi Grötzner (Dössing), Oliver Kudicke, Franklin Wahab, Alexander Merget und Harald Voepel.

 

Der Countdown läuft – Wimpernschlagfinale um Aufstiegsplatz

Von Georg Komma

 

(19.03.2015) Das Saisonfinale in der 2. Badminton Bundesliga ist spannungsgeladen. Während die nicht aufstiegsberechtigte Reserve des fünfmaligen Deutschen Meisters 1. BC Bischmisheim schon mal die Meisterschaftskorken knallen lassen kann, kämpfen noch vier Teams um Platz zwei, der den Aufstieg in die Eliteklasse garantiert. Eigentlich hatte diesen Platz beinahe uneinholbar der SV Fischbach inne, doch zwei nicht erwartete Niederlagen an den letzten beiden Spieltagen ließen das Verfolgerfeld auf Tuchfühlung heranrücken. Nun schnuppern auch die Teams aus Neubiberg, Freystadt und Anspach dezente Morgenluft – wohl wissend, dass die Hammes-Truppe alles dran setzen wird, keinen weiteren Ausrutscher zu erleiden.

Zu einem Schlüsselspiel avanciert am 13. Spieltag die Begegnung zwischen dem SV Fischbach und der SG Anspach. Mit einem Sieg kann die SGA selbst im Rennen bleiben und die Chancen der Mitbewerber erhalten. „Nur wenn wir an diesem Tag über uns hinauswachsen, haben wir eine Mini-Chance, beide Punkte zu entführen. Fischbach ist personell in der Lage, unsere Stärken gut zu kompensieren“, meint Spielertrainer Franklin Wahab anerkennend. Schon im Hinspiel hatte der SVF in der ARS-Halle ersatzgeschwächt ein 4:4 erzielt. Sollte am Samstag ein Überraschungserfolg gelingen, hätte die SGA am Sonntag mit dem 1. BC Bischmisheim II die nächste Nuss zu knacken. Der designierte Meister der 2. Liga Süd ließ zuletzt ersatzgeschwächt Punkte liegen, ist jedoch in Komplettbesetzung der unangefochtene Klassenprimus. Spannung pur ist also angesagt.

Die Begegnung in Fischbach beginnt am 21.03. bereits um 13.00 Uhr (67657 Kaiserslautern, Sporthalle des Schulzentrums Nord, Kaiserbergring 29), das letzte Saison-Heimspiel der SG Anspach gegen den 1. BC Bischmisheim findet am 22.03. um 14.00 Uhr in der Sporthalle der Adolf-Reichwein-Schule Neu-Anspach statt.

 

Favoriten straucheln – nun spielen vier Teams um den Aufstiegsplatz

Motivierte Vorstellung beim Spiel in Zittau. V.l.: Philipp Discher, Daniel Benz, Sebastian Ames, Mona Reich, Theresa Wurm, Christopher Ames. Fotos: Georg Komma.
Sportliche Geste nach einem tollen Dreisatzspiel: Stefan Adam, Björn Wippich, Sebastian Ames, Daniel Benz.
Mit großen Schritten zum Ziel: SG Anspachs eifrige Punktesammlerin Mona Reich – ab sofort examinierte Gymnasiallehrerin.

Von Georg Komma

 

(23.02.2015) Alfred Hitchcock hätte das Drehbuch für das Saisonfinale in der 2. Badminton-Bundesliga nicht spannender schreiben können. Nachdem die drei führenden Mannschaften in sechs Spielen fünf Niederlagen einstecken mussten, hat sich das Feld der möglichen Aufstiegsaspiranten vor dem letzten Punktspielwochenende am 21./22. März auf vier Teams erweitert: SV Fischbach, SG Anspach, TSV Neubiberg, TSV Freystadt. Unbeantwortet wird wohl bis zum letzten Spieltag-Ballwechsel die Aufstiegswilligkeit der genannten Zweitligisten bleiben.

Die SG Anspach stieß beim TSV Freystadt auf den erwarteten Widerstand und haderte am Ende etwas mit der vermeidbaren 3:5-Niederlage vor gut 100 Zuschauern. Das Pistorius-Team wollte sich endgültig aus der Gefahrenzone befreien und tat dies absolut überzeugend. Mit dem erst am Freitag angereisten Malaysier Fang Yang Lim und der nach langer Verletzungspause genesenen Julia Kunkel präsentierte sich das Team personell stärker als beim 4:4-Hinspiel in Neu-Anspach. Dabei schien der „Herren-Joker“ des Gastgebers zunächst nicht zu stechen. Das in dieser Saison noch ungeschlagene Herrendoppel Daniel Benz/Sebastian Ames zeigte nur im ersten Satz Respekt – danach sorgte es gegen Fang Yang Lim/Johannes Pistorius mit einer Bravourleistung für die überraschende 1:0-Führung der Anspacher (13:21, 21:14, 21:16). Diametralen Ausgang nahm das Damendoppel. Die erfolgsgewohnten Mona Reich/Theresa Wurm mussten sich mit 21:19, 14:21, 17:21 der sehr stark aufspielenden Paarung Julia Kunkel/Tania Jötten beugen. Durch Niederlagen im 2. Herrendoppel (Christopher Ames/Philipp Discher) und im 1. Herreneinzel (hier konnte der Malaysier gegen Daniel Benz seine Extraklasse unter Beweis stellen) geriet die SGA mit 1:3 in Rückstand. Einmal mehr war es Mona Reich (10:1-Bilanz im Einzel), die mit einem beeindruckenden 21:16, 21:12 gegen Julia Kunkel punktete, und als dann auch noch das SGA-Mixed Sebastian Ames/Theresa Wurm einen Dreisatzsieg gegen Johannes Pistorius/Tania Jötten landete, war die Begegnung wieder offen. So standen die Akteure der verbliebenen Einzel mächtig unter Druck. Obwohl Philipp Discher im 2. Herreneinzel sein bestes Badminton zeigte, musste er der Routine des ukrainischen Routiniers Vladislav Druzhchenko (15:1-Saison-Bilanz) in der Endphase des dritten Satzes Tribut zollen (21:16, 15:21, 18:21). Zeitgleich wuchs im 3. Herreneinzel das U19-Talent Hannes Gerberich über sich hinaus und verpasste Christopher Ames doch etwas überraschend eine schmerzliche Zweisatzniederlage zum vielumjubelten 5:3-Sieg der Freystädter.

 

Das verhaltene Nachtrauern der SGA ob der vertanen Chance auf eine Punkteteilung in der Oberpfalz bekam im Sonntag-Spiel die SG Robur Zittau zu spüren. Gegen den ohne seine ausländischen Akteure angetretenen, designierten Absteiger, der am Vortag noch überraschend den ersatzgeschwächten 1. BV Maintal besiegt hatte, gab es einen 8:0-Erfolg, bei dem lediglich Daniel Benz/Sebastian Ames (1. Herrendoppel gegen Björn Wippich/Stefan Adam) sowie Philipp Discher (2. Herreneinzel gegen Marcin Nowak) über die volle Distanz gehen mussten. Spielertrainer Franklin Wahab zollte auf der Rückreise des 1.400 km-Mammut-Trips allen Aktiven Lob – trotz der Niederlage in Freystadt. „Nun können wir am letzten Punktspielwochenende mit zwei Siegen sogar aus eigener Kraft noch den Aufstiegsplatz erreichen.“ Doch da müssten Siege gegen die Klassenprimi Fischbach und Bischmisheim her – und die gibt es vermutlich nicht im Doppelpack.   

   

SG Anspach begibt sich auf 1.400 km-Tort(o)ur gen Freystadt und Zittau

Von Georg Komma

 

(19.02.2015) Mit viel Benzin im Tank muss die SGA am kommenden Wochenende die Reise zu den Kontrahenten in Freystadt und Zittau antreten. Neben der sportlichen Herausforderung sind an zwei Tagen ca. 1.400 Reisekilometer zu bewältigen. „Das ist die Wegstrecke, die von den Zittauer Sportfreunden aufgrund der geografischen Randlage in einer Saison mehrfach zurückzulegen ist“, bemerkt Spielertrainer Franklin Wahab und lenkt den Fokus auf die Schwere der sportlichen Aufgabe.

 

Gerade Freystadt konnte zuletzt trotz sehr guter Leistungen nicht entscheidend punkten und wird alles tun, um sich mit einem überzeugenden Heimauftritt endgültig von den drei Abstiegsplätzen zu entfernen. Im Hinspiel erreichte Freystadt ersatzgeschwächt ein 4:4 in der ARS-Halle, in Bestbesetzung ist das Team eine Spitzenmannschaft mit hohem Entwicklungspotenzial. Die SGA reist mit großem Respekt ins Bayerische, möchte aber gerne ein Pünktchen entführen.

 

In Zittau geht die SGA nach der Papierform als Favorit an den Start. Das Team aus dem Dreiländereck liegt abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz, hat jedoch in allen bisherigen Begegnungen viel Kämpferherz bewiesen. Bestimmt will Robur Zittau zum Saisonende noch einmal auftrumpfen, um Ligareife zu beweisen. Mit insgesamt zwei Wochenend-Punkten wäre das SGA-Team zufrieden. Mit den aktuell 13:7 Punkten sitzt man sogar dem Zweitplatzierten SV Fischbach noch im Nacken, doch dieser wird sich am Wochenende wohl vorzeitig den ersehnten Aufstiegsplatz sichern.

  

SG Anspach fährt ersatzgeschwächt drei Wochenend-Punkte ein

Von Georg Komma

 

(25.01.2015) Das Mannschaftsessen am Sonntagabend mundete dem SGA-Team samt Anhang ohne Abstriche. Der unerwartet hohe 7:1-Erfolg gegen den TV Dillingen und das heiß umkämpfte 4:4 gegen „Angstgegner“ Neubiberg hatten immerhin für drei Punkte auf der Habenseite gesorgt. Diese Ausbeute ist auch deshalb zu würdigen, da gegen die Donaustädter kurzfristig auf den leicht angeschlagenen Christopher Ames verzichtet werden musste und gegen Verfolger Neubiberg beide Ames-Brüder wegen einer Familienfeier ausfielen.

 

Gegen Dillingen war es nur zu Beginn des Spieles eng, als das Damendoppel (Theresa Wurm/Mona Reich) und zugleich das 1. Herrendoppel (Daniel Benz/Sebastian Ames) einen Kaltstart erwischten und jeweils den ersten Satz abgaben. Dann allerdings zog das Taunusteam davon und ließ erst im abschließenden 3. Herreneinzel einen hauchdünnen 21:18, 22:20-Erfolg durch Michael Teuber gegen Ersatzmann Steffen Hornig zu, der zuvor ein bravouröses 2. Herrendoppel an der Seite von Philipp Discher ablieferte. Insgesamt war die Partie aus SGA-Sicht alles andere als ein Selbstläufer, denn das Team um Kapitän Daniel Benz musste viermal in den Entscheidungssatz, um dann doch dem sympathischen schwäbischen Gegner das Nachsehen zu geben.

 

Auf Augenhöhe begegnete die SGA am Folgetag dem TSV Neubiberg. Um die bereits genannten Ausfälle zu kompensieren, ließ man sich auf einen Aufstellungspoker ein, um evtl. doch noch durch das „Hintertürchen“ zu einem (Teil-)Erfolg zu kommen. Mit Ingo Waltermann (41) und Jan-Lennart Hay (37) kamen zwei Stammspieler des Oberligateams zu ihrem Bundesligadebüt, die bei den 2013 in der Türkei ausgetragenen Badminton-Weltmeisterschaften im Herrendoppel der AK O35 Platz drei belegt hatten. Trotz energischer Gegenwehr blieben sie letztendlich ebenso unterlegen wie Philipp Discher/Steffen Hornig, die ins 1. Herrendoppel rücken mussten. So war das 21:15, 21:23, 21:11 von Mona Reich/Theresa Wurm im Damendoppel gegen das starke TSV-Doppel Kathrin Hoffmann/Helena Storch der wichtige Garant, um die Begegnung offen zu halten. Als Mona Reich im Dameneinzel mit 21:18, 21:16 gegen die bis dato erfolgreichste Dame der 2. Liga zum 2:2-Zwischenstand nachlegte, folgte ein hochklassiges und an Dramatik kaum zu überbietendes 1. Herreneinzel zwischen Daniel Benz und Gregory Schneider. Im Entscheidungssatz lag Daniel bereits 14:18 zurück, ehe er nach einer eindrucksvollen Aufholjagd bei 20:19 (s)einen Matchball vergab und Gregory den Sieg zum 22:20 eröffnete. Die 3:2-Führung des TSV glich Philipp Discher durch einen deutlichen Zweisatzsieg gegen Felix Hoffmann aus. Ames-Ersatz Steffen Hornig erlitt im 3. Herreneinzel ein vergleichbares Schicksal wie Daniel Benz zuvor. Im Entscheidungssatz setzte es das grausame 19:21, das den Verlierer trotz fantastischer Leistung mit leeren Händen zurücklässt. Dass am Ende der erhoffte Punkt zum gerechten 4:4 (10:10) noch eingefahren wurde, verdankt das Team Theresa Wurm/Daniel Benz, die im Gemischten Doppel gegen die eindrucksvoll auftretenden 18-jährigen Lucas Böhnisch/Helena Storch erfolgreich blieben. Beide Begegnungen waren von einer sehr stimmigen Schiedsrichterbegleitung und einem äußerst fairen Auftreten aller Aktiven geprägt.

 

   

SGA freut sich auf Heimspiele gegen Dillingen und Neubiberg

Von Georg Komma

 

(21.01.2015) Im Spielbetrieb der 2. Badminton Bundesliga Süd wird die entscheidende Phase eingeläutet. Sowohl im Kampf gegen den Abstieg als auch in der Meisterschafts- bzw. Aufstiegsentscheidung sind die Würfel in der 2. Liga Süd noch nicht gefallen. Nach dem erfreulichen 6:2-Rückrundenstart beim 1. BV Maintal befindet sich die SGA mit einem 10:6-Punktepolster weiterhin im Verfolgerfeld des mutmaßlichen Meisters 1. BC Bischmisheim II, der ja bekanntermaßen keine Aufstiegsberechtigung besitzt. Die Differenz zum Aufstiegsplatz (Platz 2), der von den starken Pfälzern SV Fischbach (12:4) eingenommen wird, beträgt für das SGA-Team und den TSV Freystadt aktuell gerade mal zwei Punkte (10:6) und auch der Blick des TSV Neubiberg ist bei 8:8 Punkten eher nach vorne gerichtet.

Mit dem TV Dillingen stellt sich am Samstag eine Mannschaft vor, die in dieser Saison wiederum in den Abstiegskampf verwickelt ist. Auch wenn die SGA, der im Hinspiel ein knapper 5:3-Erfolg gelang, als Favorit ins Match geht, sollte das kampfstarke Team aus der schwäbischen Kreisstadt nicht unterschätzt werden. Insbesondere die Herren hatten der SGA im Hinspiel mit dem Gewinn beider Herrendoppel und dem 3. Herreneinzel mächtig zugesetzt.

Noch schwerer dürfte die sportliche Herausforderung am Sonntag wiegen, denn der Bayern-Vertreter TSV Neubiberg brachte der SGA in der Vorrunde die einzige Niederlage bei. Drei verlorene Dreisatzspiele waren damals der Schlüssel zum 5:3-Sieg einer Mannschaft, die auf allen Positionen überdurchschnittlich gut besetzt ist. Den SGA-Kader wird vermutlich Oldie Steffen Hornig ergänzen, der zuletzt überragende Spiele im Oberliga-Team ablieferte.

Mit der Frankfurter Volksbank hat die SG Anspach für die Wochenendbegegnungen einen Ballsponsor akquiriert, der seit 22 Jahren zugunsten der SG Anspach aufschlägt. Spielbeginn: Samstag, 24.1. und Sonntag 25.1. (14.00 Uhr), Austragungsort: Sporthalle der Adolf-Reichwein-Schule, Neu-Anspach.

  

SGA entschied Hessenderby bereits in den Eröffnungsdoppeln

Vorstellung der beiden Teams. Foto: Georg Komma.

Von Georg Komma

 

(30.11.2014) Das mit Spannung erwartete Kräftemessen der hessischen Zweitligisten 1. BV Maintal und SG Anspach nahm einen Verlauf, der sich vom Hinspiel erheblich unterschied. Damals waren beim 4:4 im kleinen Taunusstädtchen die Maintaler mit 2:1 nach den Doppeln in Führung gegangen, diesmal standen sie durch den 0:3-Rückstand bereits in der Anfangsphase mit dem Rücken zur Wand. Das neu formierte 1. Herrendoppel der SGA mit Daniel Benz/Sebastian Ames überzeugte in einem hochklassigen Spiel gegen die starken Steffen Peterskovsky/Christopher Fix mit dem 6. Sieg in Folge (21:14, 21:19), Mona Reich/Theresa Wurm steigerten sich im Damendoppel nach verlorenem ersten Satz gegen Maxi Stelzer/Tessa Koschig enorm (18:21, 21:14, 21:13) und Philipp Discher/Christopher Ames waren in einem kampfbetonen Spiel gegen die gut aufgelegten Fabian Fritz/Matthias Fix voll gefordert, um mit einem hauchdünnen 21:19, 23:21 vom Spielfeld zu gehen.

Mit diesem deutlichen Zwischenstand hatten auch die kühnsten Optimisten im SGA-Lager nicht gerechnet. Beinahe hätte Daniel Benz im 1. Herreneinzel nachgelegt, doch nach einem beeindruckenden 21:14, 21:23 gegen Maintals Ausnahmespieler Steffen Peterskovsky verzichtete Daniel nach bereits vergebenem Matchball wegen einer muskulären Verspannung auf die Austragung des Entscheidungssatzes. Zu einem wahren Krimi-Leckerbissen entwickelte sich im Anschluss das Dameneinzel zwischen Maxi Stelzer und Mona Reich. Während der erste Satz mit 21:9 deutlich an die Anspacherin ging, reizten beide Spielerinnen im zweiten Satz das Punktekontingent nahezu vollends aus. Am Ende siegte Mona mit 30:28 und brachte die SGA mit 4:1 in Führung. Im Gemischten Doppel sah es so aus, als könnten Sebastian Ames/Theresa Wurm gegen Christopher Fix/Tessa Koschig nach verlorenem ersten Satz (17:21) das Blatt noch wenden. Das SGA-Mixed lag bereits 11:5 in Front, um dann der plötzlich absolut fehlerfrei agierenden Maintaler Kombination noch mit 14:21 zu unterliegen. Dass die Begegnung am Ende mit 6:2 von der SG Anspach gewonnen wurde, lag an der deutlichen Überlegenheit im 2. und 3. Herreneinzel. Sowohl Philipp Discher (21:17, 21:9 gegen Wei Ming Hauschild) als auch Christopher Ames (21:16, 21:8 gegen Mirco Parschau) lieferten eindrucksvolle Gewinnspiele.

Obwohl zeitgleich alle Ligen im Einsatz waren, hatte das Hessenderby guten Zuschauerzuspruch. Mit 10:6 Punkten kann die SG Anspach relativ beruhigt in die Winterpause gehen. „Der 1. BV Maintal wird im neuen Jahr mit seiner ‚Main-Power‘ noch die Punkte machen, die den Ligaverbleib sichern.“ Mit dieser Prognose ist sich Rekord-Bundesligaspieler Franklin Wahab sehr sicher.

   

Hessenderby verspricht „Main-Power“

Von Georg Komma

 

(25.11.2014) Die Standortbestimmung in der 2. Badminton Bundesliga ist nach Abschluss der Vorrunde abgeschlossen. Die SG Anspach kann sich im guten Mittelfeld behaupten, Aufsteiger 1. BV Maintal weiß, dass er die Liga aus eigener Kraft halten kann. Das Unentschieden der Vorrunde deutete an, dass zwischen beiden Teams scheinbar keine Haaresbreite Leistungsunterschied liegt. Auch wenn die SGA zuletzt gegen die beiden punktgleichen Tabellenführer Fischbach und Bischmisheim II stark aufspielte und hierdurch eher favorisiert in die Auseinandersetzung geht, wissen Insider um die besondere Brisanz eines Derbyvergleichs. Das Endresultat wird sicherlich vom Ausgang der Eröffnungsdoppel abhängen. Da hatte die SGA im Hinspiel beim überraschenden 1:2-Rückstand den euphorisierten Schwung des Aufsteigers deutlich zu spüren bekommen. Seitdem haben zwei interne Aufstellungsveränderungen zu guten Erfolgen geführt. Sebastian Ames wechselte ins 1. Herrendoppel an die Seite von Daniel Benz und Mona Reich rotierte mit Theresa Wurm. So fährt das Taunusteam mit neuem Optimismus zum Rückrundenstart an den Main. Da am Spieltag bedauerlicherweise alle Ligen im Einsatz sind, bleibt nur zu hoffen, dass das Hessenderby die verdiente Zuschauerresonanz erhält. Maintal und Anspach zählen neben Dortelweil zu den aktuell stärksten hessischen Badmintonteams, die in der Maintalhalle von Maintal für mächtig „Main-Power“ sorgen sollten (Sonntag, 30.11., 14.00 Uhr).    

  

Freude über geglückten Aktionstag und zwei Unentschieden gegen die Top-Teams der Liga

Von Georg Komma

 

(09.11.2014) Man lag sich nicht in den Armen und sang, doch auch für die Bundesliga-Cracks und die Verantwortlichen der SGA war das „Wiedervereinigungswochenende“ ein umfassend erfreuliches. Zunächst war es der zum „Event des Jahres“ erhobene Aktionstag und dann waren es die erhofften zwei Pünktchen aus den Spitzenspielen gegen die absoluten Top-Teams der Liga, den SV Fischbach und den 1. BC Bischmisheim II.

Bereits einige Stunden vor der Begegnung gegen den SV Fischbach verwandelte sich die ARS-Halle in eine facettenreiche Übungsstätte. Neben Angeboten für die „Federmäuse“ (elternbetreute Pampers-Gruppe mit schlägerfreiem Grundlagentraining) gab es von den Bundesligaspielern und weiteren Aktiven betreute Schnupper- und Wettspielstationen für jede Altersgruppe. Es wuselte, bunte Luftballons flogen, beinahe jedes Agieren wurde geräuschvoll begleitet. Das aufwändig angerichtete Angebot bescherte noch am gleichen Tag Zusage-Signale für den breit angelegten Trainingsbetrieb und veranlasste den einen und anderen zum weiteren Verweilen in der Halle, in der ja noch das Liga-Spitzenspiel gegen den SV Fischbach anstand. 

Eines vorweg, der Heimspielnimbus (seit einem Jahr keine Niederlage in eigener Halle) blieb gewahrt. Dabei profitierte die SGA vom Fehlen der Spitzenspielerinnen des SV Fischbach, Alina Hammes (verletzt) und Carissa Turner (EM-Quali mit Wales). Als auch noch die nominierte Laura Kaiser nach 0:3 im ersten Satz des Damendoppels verletzt ausscheiden musste, war klar, dass alle Spiele mit Damen-Beteiligung an die SGA gehen würden, das Dameneinzel gar kampflos. Die zahlreichen Zuschauer sahen gleich zum Einstieg in die Partie ein an Spannung kaum zu überbietendes 1. Herrendoppel, in dem Daniel Benz/Sebastian Ames gegen Jonas Geigenberger/Christopher Klein mit 28:26, 13:21, 23:21 die Oberhand behielten. Dann jedoch war es um die Glücksmomente der SGA-Herren rar bestellt. Philipp Discher/Christopher Ames verloren das 2. Herrendoppel im dritten Satz 15:21 und Philipp Discher unterlag im 2. Herreneinzel denkbar knapp mit 20:22, 20:22. Einmal mehr lastete die Verantwortung auf den Schultern des 30-jährigen Christopher Ames, der seinem Team im letzten Spiel des Tages sogar den doppelten Punktgewinn hätte sichern können. Nach schwachem Start (15:21) kam er ins Spiel zurück (21:19) und führte im Entscheidungssatz bereits mit 5:0 und 11:8, ehe eine Fehlerserie von fünf Punkten die Wende zugunsten von Christopher Klein brachte (18:21). Mit dem Unentschieden war die SGA-Crew zufrieden, auch wenn Spielertrainer Franklin Wahab resümierte, „… dass heute noch ein wenig mehr drin war.“ 

 

Ein freudiges Wiedersehen gab es tags drauf in Saarbrücken-Bischmisheim mit der früheren SGA-Aktiven Lara Käpplein, die an diesem Wochenende erstmals nach ihrer Verletzung wieder zum Einsatz kam und mit ihrer Partnerin Annika Horbach auch gleich das erste Ausrufezeichen in einem auf hohem Niveau gespielten Damendoppel setzte (21:13, 21:17). Dass sie anschließend das Dameneinzel kampflos abgab, schuldet sie noch der gebotenen Vorsicht und brachte der SGA einen Zähler auf der Habenseite. Indes entwickelte sich das 1. Herrendoppel auch an diesem Tag zu einem zeitintensiven Highlight, das von dem immer besser harmonierenden Duo Daniel Benz/Sebastian Ames mit 21:17, 19:21, 27:25 gegen Kristof Hopp/Marvin Seidel gewonnen wurde. Für das nervenstarke SGA-Doppel spricht, dass es vier Matchbälle abwehrte, ehe es den dritten eigenen verwandelte. In der Endphase unglücklich verlief aus Sicht der SGA das 2. Herrendoppel von Philipp Discher/Christopher Ames gegen Marcel Reuter/Matthias Deininger (15:21, 23:25). Dennoch keimte beim 2:2-Zwischenstand erstmals die Hoffnung auf eine Punkteentführung, die jedoch weder der angeschlagene Daniel Benz (Oberschenkelverhärtung), der im 1. Herreneinzel gegen den langjährigen Nationalspieler Marcel Reuter anzutreten hatte, noch Christopher Ames im 3. Herreneinzel gegen Simon Wang verstärken konnten. Da auch Marvin Seidel das Gemischte Doppel mit Annika Horbach bereits im ersten Satz bei 4:11 verletzungsbedingt aufgeben musste und die SGA auf 3:4 heranrückte, erhielt das abschließende 2. Herreneinzel zwischen Philipp Discher und Matthias Deininger spielentscheidenden Charakter. Diese „Profilierungschance“ ließ sich Philipp Discher nicht entgehen. Nach ganz schwachem Start (10:21) drehte er den Spielverlauf zu seinen Gunsten (21:16) und kassierte anschließend auch den viel umjubelten Entscheidungssatz (21:10).

Mannschaftsführer Daniel Benz: „Mit beiden Unentschieden und 8:6 Punkten zum Abschluss der Vorrunde können wir erst mal gut leben – Fischbach hat sich als Aufstiegsaspirant bestätigt.“    

   

Aktionstag umrahmt Spitzenspiel SG Anspach – SV Fischbach am 8. November

Von Georg Komma

 

(04.11.2014) Schnuppern, mitmachen, zuschauen – unter diesem Motto gestaltet die SG Anspach am 8. November ihren Beitrag zum Badminton-Aktionsmonat der Gesundheitsinitiative „Deutschland bewegt sich!“, der von der Bild am Sonntag, dem ZDF und der BARMER GEK gefördert wird. Viele Bewegungsangebote sollen ab 11 Uhr in der ARS-Halle eine hoffentlich große Schar an Newcomer anlocken – denn das ist es, was unser Sport braucht. Nur ein breiter, freizeit- und jugendorientierter Unterbau kann regionale Akzeptanz auslösen und Leistungsentwicklungen verankern. Mit der Vorstellung der neuen SGA-Projekte „Federmäuschen“ und „Wackelzähne“, Schnuppertraining für Jedermann, Ballkontakt-Wettkämpfen und einer Autogrammstunde hofft die Abteilung, einen angemessenen Rahmen für das Heimspiel gegen den Spitzenreiter SV Fischbach gewählt zu haben. Hinzu kommt ein auf Spendenbasis organisierter Badminton-Flohmarkt, bei dem z. B. Vereins-Shirts, gebrauchte Schläger und Schlägertaschen den Besitzer wechseln können.

Nichts zu verschenken haben indes die Liga-Cracks. Fischbach strebt mit zwei „hessischen Siegen“ die Herbstmeisterschaft an, die SGA würde gerne wichtige Punkte gegen den Abstieg sammeln, denn das Final-Szenario könnte der 2. Liga schlimmstenfalls vier Absteiger bescheren. Dass die Punktejagd an einem sehr dünnen Faden hängt, ist jedem SGA-Akteur bewusst. Weder Fischbach noch der 1. BC Bischmisheim II, der im Sonntagsspiel Gastgeber ist, hat in der laufenden Saison eine Begegnung verloren. Zwar ist die ARS-Halle für jeden Gegner ein heißes Pflaster, doch auch das Wahab-Team kann nicht auf Kommando über sich hinauswachsen. So bedürfte es in Komplettbesetzung an beiden Tagen schon einer Bravourleistung, um zu punkten – zu überlegen beherrschen beide Teams die Liga, in der am letzten Vorrunden-Wochenende bereits sechs Teams gegen den Abstieg spielen. Vielleicht entlockt der Aktionstag latentes Kraftpotenzial und füllt die Zuschauertribüne. Das Spitzenspiel in der 2. Liga sollte in vielerlei Hinsicht neugierig machen. Es beginnt am Samstag, den 8. November um 14.00 Uhr (ARS-Halle, Gustav-Heinemann-Straße, Neu-Anspach).  

 

 

Totalem Unentschieden gegen Freystadt folgte Kantersieg gegen Zittau

Von Georg Komma

 

(12.10.2014) Ganz großer Badmintonsport wurde am 4. und 5. Spieltag der 2. Badminton-Bundesliga in der ARS-Sporthalle von Neu-Anspach gezeigt. Insbesondere die Samstagspartie gegen das bayerische Freystadt beinhaltete Spannung und Klasse pur bis zum letzten Ballwechsel. Am Ende hieß es 4:4 (9:9 nach Sätzen und 332:331 nach Punkten), doch zuvor gingen alle Aktiven und vor allem auch die Zuschauer durch ein Wechselbad der Gefühle. Nachdem die SGA zuletzt jeweils nach den Eröffnungsdoppeln hinten lag, konnte der Rückstand-Fluch überzeugend abgelegt werden. Durch Siege im 1. Herrendoppel durch Daniel Benz/Sebastian Ames (25:23, 21:14 gegen Tai Allan/Johannes Pistorius) und im Damendoppel durch Mona Reich/Theresa Wurm (21:11, 21:17 gegen Annabella Jäger/Vanessa Seele) führte man 2:0. Leicht hätte es in der Folge auch 3:0 stehen können, doch Philipp Discher/Christopher Ames unterlagen trotz bravouröser Leistung und zwei vergebenen Satzbällen denkbar knapp mit 24:26, 19:21. Also Mona Reich ein leicht herausgespieltes 21:9, 21:14 gegen Tanja Jötten folgen ließ, stand Freystadt beim 1:3-Zwischenstand mit dem Rücken zur Wand. Doch dann stachen die Trümpfe der Pistorius-Truppe. Zunächst war es Import-Profi Tai Allan (Malaysia), der Daniel Benz nur im ersten Satz an sich herankommen ließ, und danach überrumpelten Florian Waffler/Tania Jötten ein SGA-Mixed, das einfach nicht ins Spiel fand. Als dann auch noch die ukrainische Badminton-Ikone Vladislav Druzhchenko Philipp Dischers deutlichen Gewinn des ersten Satzes (21:12) mit 21:18, 21:12 wertlos machte, drohte die Begegnung beim Stand von 3:4 aus SGA-Sicht vollends zu kippen. So avancierte das 3. Herreneinzel zwischen Christopher Ames und Doppel-Spezialist Johannes Pistorius zum „Match des Tages“, das die Zuschauer bis zum letzten Ballwechsel fesselte. Nach einem enttäuschenden 8:21 im ersten Satz sah das Gros der SGA-Anhänger bereits das avisierte Unentschieden schwinden und das Team von Spielertrainer Franklin Wahab um den verdienten Lohn gebracht. Doch Christopher kämpfte sich ins Spiel zurück (21:19 zum Satzausgleich) und bewies beim Spielstand von 19:19 im Entscheidungssatz absolute Nervenstärke. Sein 21:19 im dritten  Satz wurde im SGA-Lager wie ein Sieg gefeiert.

 

Noch besser startete die SGA in die Sonntagsbegegnung gegen Robur Zittau, das tags zuvor ein überraschendes 4:4 im Aufsteigerduell gegen Maintal erzielt hatte. Das Match begann ganz nach Vorstellung des Anspacher Teams. In überzeugender Manier wurden alle vier Doppeldisziplinen gewonnen, was sich in der Gesamtbetrachtung als enorm wichtig erwies. Denn zunächst unterlag Mona Reich auf hohem Level der Engländerin Georgina Bland mit 18:21, 18:21 und dann gingen auch noch alle drei Herreneinzel über die höchstmögliche Distanz. Dies spricht für den starken Kampfeswillen der Zittauer, denen das drohende Abstiegsgespenst bereits nach fünf Spieltagen im Nacken sitzt. Dass am Ende gleich alle drei Entscheidungen zu Gunsten der SGA ausfielen, spricht für Kondition, Psyche und Kampfgeist des Benz-Teams. Verständlich ist aber auch, dass die Zittauer in Bestbesetzung etwas mit dem hohen Ergebnis haderten. Der 7:1-Heimerfolg verschafft der SGA ein wenig Luft im Mittelfeldgerangel, ehe am 8. November im Rahmen eines „Badminton-Aktionstages“ das Top-Spiel der Liga gegen Aufstiegsanwärter Fischbach über die Bühne geht (14.00 Uhr, ARS-Sporthalle Neu-Anspach).

  

SGA erwartet Freystadt und Zittau zum Heimspielwochenende

Von Georg Komma

 

(08.10.2014) Der Vorrundenauftakt in der 2. Badminton Bundesliga hat gezeigt, dass der SG Anspach eine schwere Saison bevorsteht. Nicht nur das 4:4-Auftakt-Unentschieden in heimischer Halle gegen Aufsteiger Maintal ließ das Benz-Team aufhorchen, auch der hart erkämpfte 5:3-Erfolg in Dillingen und erst recht das bis zuletzt umkämpfte 3:5-Match in Neubiberg haben gezeigt, welch gutes Potenzial auch in den gegnerischen Mannschaften steckt. So werden vermutlich viele Saisonspiele der SGA am nervenaufreibenden seidenen Faden hängen.

 

Mit dem TSV Freystadt reist eine Mannschaft an, die in Komplettbesetzung neben dem SV Fischbach zu den heißen Anwärtern auf den Aufstieg in die Eliteliga zählt. Mit einem überragenden Spieler aus Malaysia auf Position 1, dem 41-jährigen, langjährigen ukrainischen Nationalspieler Druzhchenko auf Position 2 und einer Vielzahl an hoffnungsvollen Jung-Talenten stellt der Gast eine schier unüberwindbare Aufgabe dar. Dabei täuscht der aktuell fünfte Platz des bayerischen Teams über die wahre Leistungsstärke hinweg. Sowohl gegen Fischbach (3:5) als auch gegen „Übermacht“ Bischmisheim II (3:5), das ja bekanntlich nicht aufsteigen darf, setzte es unglückliche Niederlagen, die das Pistorius-Team vergessen lassen möchte. So ist die SGA gewarnt und müsste schon über sich hinauswachsen, wenn sie punkten wollte. Dass die Taunusstädter dazu fähig sind, haben sie in ihrer 22-jährigen Bundesligageschichte allerdings schon das eine oder andere Mal gezeigt (Samstag, 11.10., 14.00 Uhr ARS-Halle Neu-Anspach).

 

Einen Tag später erwartet die SGA Aufsteiger Robur Zittau. Das Team aus dem östlichen Sachsen, das regelmäßig einige hundert Kilometer Anreise zu den Auswärtsspielen zurücklegen muss, liegt derzeit mit 0:6 Punkten am Tabellenende und wird alles dran setzen, um am Vortag in Maintal und möglichst auch gegen die SGA zu punkten. Auch wenn die SGA unbedingt beide Punkte behalten möchte, verspricht dieses Match gegen die u. a. mit zwei englischen, einem tschechischen und einem polnischen Aktiven international besetzte Mannschaft alles andere als ein Selbstläufer zu werden. „Zuletzt lagen wir nach den Doppeln stets 1:2 hinten und standen damit bereits vorzeitig mit dem Rücken zur Wand“, resümiert Spielertrainer Franklin Wahab, der auf eine mutig und selbstbewusst auftretende Truppe setzt. „Zwei Punkte am Wochenende sind das Ziel – gegen ein Pünktchen mehr als Zugabe habe ich nichts einzuwenden“, setzt Team-Manager Alexander Merget noch eins drauf. Bleibt zu hoffen, dass bei dieser Prognose die Rechnung nicht ohne den Wirt gemacht wird.    

  

Das Oktoberfest-Bier wollte nicht so richtig schmecken

Philipp Discher, überragender Einzelspieler der SGA, der am 29. September 24 Jahre alt wird. Fotos: Georg Komma.
Das Neubiberger Team bei der Präsentation.
Das SGA-Team in Neubiberg mit dem Paulaner Oktoberfest-Bier, das Neubibergs Hubert Hauber überreichte.

Von Georg Komma    

  

(29.09.2014) Mit netten Gesten empfingen die bayerischen Badmintonklubs Dillingen und Neubiberg die SGA-Crew, die sich die Entführung von insgesamt zwei Wochenend-Punkten als Ziel gesetzt hatte. In der Donau-Kreisstadt Dillingen reichte man Obst, in der München nahen Badmintonhochburg Neubiberg gab es zur Begrüßung ein Sechserpack Oktoberfest-Bier im tragbaren Rucksack. Die zwei erhofften Punkte befanden sich nach dem Bayern-Wochenende zwar im Reisegepäck der kampfstarken Anspacher, doch das Paulaner-Biergartengefühl wollte auf der Heimfahrt nicht so recht aufkommen. Zu nahe war man in der Sonntagspartie beim TSV Neubiberg in Tuchfühlung mit einem Punktgewinn und zu gerne hätte man diesen im Rucksack entführt. Doch der Reihe nach.

In Dillingen sah es nach den Eröffnungsdoppeln zunächst einmal nicht so aus, als ob die 2:6-Niederlage der Vorsaison rehabilitiert werden könnte. Zunächst hieß es durch den erwarteten Sieg von Mona Reich/Theresa Wurm gegen Stephanie Romen/Annika Oliwa zwar 1:0, doch die anschließenden Zweisatzniederlagen von Daniel Benz/Philipp Discher (25:27, 18:21 gegen Florian Berchtenbreiter/Thomas Nirschl) und Christopher Ames/Sebastian Ames (15:21, 19:21 gegen Tobias Güttinger/Michael Teuber) schmerzten doch sehr. Drei klar gewonnene Spiele in Folge brachten die SGA dann jedoch auf die Siegesstraße. Daniel Benz schlug den angeschlagenen Florian Berchtenbreiter, Mona Reich hatte mit der italienischen Nationalspielerin Stephanie Romen wenig Mühe und auch Philipp Discher ließ keine Zweifel aufkommen, dass er bei der SGA und in der Liga eine top Nummer 2 ist. Spannend blieb es nach dem fulminanten Auftritt von Michael Teuber, der Christopher Ames im 3. Herreneinzel sehr deutlich abfertigte und den TV auf 3:4 heranbrachte. So wurde es doch noch eine Partie mit Endspielcharakter, in der das neu formierte Mixed Theresa Wurm/Sebastian Ames nach glänzender Leistung mit einem hauchdünnen 21:19, 18:21, 21:19 das Gesamtresultat auf 5:3 vergoldete.

 

Während die Begegnung in Dillingen nach zweieinhalb Stunden zu Ende war, brauchte es in Neubiberg gut vier Stunden. Fünf Dreisatzspiele spiegeln eine Begegnung auf Augenhöhe wider, in der die SGA den Center Court trotz neun gewonnener Sätze mit 3:5 als Verlierer verließ. Dabei gilt es zu resümieren, dass das Team um Spielertrainer Franklin Wahab auch im dritten Saisonpunktspiel mit 1:2 aus den Doppeln herausging. Obwohl beide neu formierten Herrendoppel überzeugten, gelang nur Daniel Benz/Sebastian Ames mit 17:21, 23:21, 21:14 ein zählbarer Erfolg. Dabei standen beide im zweiten Satz bereits einen Wimpernschlag vor dem Aus, als sie nervenstark zwei Matchbälle abwehrten. Einen überraschenden Verlauf nahm das folgende Dameneinzel, in dem Mona Reich nach einem 15:21 gegen Kathrin Hoffmann deutlich auf der Verliererstraße schien. Doch wer Mona kennt, weiß auch um die Qualität ihrer Kampfkraft und Konzentration. Sie drehte das Spiel und besiegte ihre Kontrahentin in einer mitreißenden Endphase mit 21:19 im dritten Satz. Das Gemischte Doppel Sebastian Ames/Theresa Wurm knüpfte an der starken Vortagsleistung bis zur 20:15-Führung im ersten Satz an. Dieser Satz kippte dann überraschend noch zum enttäuschenden 21:23 und ließ das hoffnungsvolle SGA-Duett nicht mehr ins Spiel kommen. Das 10:21 im zweiten Satz bedeutete zugleich die 3:2-Führung für Neubiberg, das im 1. Herreneinzel mit dem 21:19, 21:16 von Gregory Schneider gegen Daniel Benz gleich noch eins drauf setzte. Während Philipp Discher, der am 29. September Geburtstag feierte, mit seinem Zweisatzsieg gegen den starken Nachwuchsspieler Lucas Böhnisch erneut glänzte, ließ auch Christopher Ames im 3. Herreneinzel die Hoffnungen auf eine Punkteteilung keimen. Mit 21:7 schickte er Benjamin Placzek im ersten Satz vom Feld, ehe er dann der Leistungssteigerung des gegnerischen Mannschaftsführers und seinem beruflich bedingten Trainingsrückstand Tribut zollen musste und die Folgesätze mit 14:21, 18:21 verlor.

 

Die Mannschaften der Liga sitzen sich auch in diesem Jahr "auf dem Schoß“ – sechs der  acht Wochenend-Begegnungen endeten 5:3. Mit dem aktuellen Mittelfeldplatz kann die SGA leben, doch zum Überleben bedarf es wohl noch eines Häppchens mehr.  

  

Mit großem Kämpferherz vorbei am Oktoberfest nach Dillingen und Neubiberg

Von Georg Komma

 

(25.09.2014) Einen großen Bogen wird die SG Anspach am kommenden Punktspielwochenende um das Oktoberfest in München fahren. So verlockend das alljährliche Event in der bayerischen Landeshauptstadt auch ist, die Taunusstädter sind sportlich gesehen gewarnt und müssen voll konzentriert sein, wenn das Unternehmen „Punkte-Entführung“ gelingen soll. Die 2:6-Auswärtsniederlagen der letzten Saison, die in der Schlussabrechnung sowohl gegen Dillingen als auch gegen Neubiberg zu Buche standen, stecken den Aktiven heute noch in den Knochen. „Das soll sich möglichst nicht wiederholen“ spornt Mannschaftsführer Daniel Benz sein Team an, das nun auch wieder auf den zuletzt beruflich verhinderten Christopher Ames zurückgreifen kann. Daniel selbst reist mit einer eindrucksvollen Vorzeigeleistung an, denn der am vergangenen Wochenende mit Jones Rafli Jansen bei den „Polish International Championships“ errungene zweite Platz im Herrendoppel setzt schon ein deutliches Ausrufezeichen.

Vielleicht gibt diese Bravourleistung dem gesamten Team die erforderliche Anschubhilfe, um die wackelige Auftaktbegegnung gegen den starken Aufsteiger Maintal (4:4) durch den einen oder anderen Punktgewinn vergessen zu machen. In jedem Fall begibt sich die SGA mit einer erheblichen Portion Respekt, aber auch einem großen Kämpferherz auf Bayern-Tour.  

  

Hessenderby bis zum Schlusspunkt ein Spiel auf des Messers Schneide

Von Georg Komma

 

(14.09.2014) Die zahlreichen Zuschauer waren die Nutznießer eines Hessenderbys mit Ligareife, das spannender nicht hätte verlaufen können. Zunächst nutzte der Aufsteiger 1. BV Maintal alle positiven Register seiner Aufstiegseuphorie, ehe der „Liga-Dino“ SG Anspach im finalen Endspurt doch noch mit dem mühsam erkämpften Unentschieden einen Saison-Fehlstart vermied.

Die Heimmannschaft aus dem Taunus war gewarnt, denn mit den amtierenden Hessenmeistern im Herrendoppel, Christopher Fix und Steffen Peterskovsky, sowie Tessa Koschig und Neuzugang Maxi Stelzer verfügt das Main-Team über Spielergrößen, die wohl auch in der 2. Bundesliga ihren Lauf als potenzielle Punktegaranten fortsetzen sollten. So stand die SGA bereits nach den beiden Eröffnungsdoppeln mit dem Rücken zur Wand. Christopher Fix/Steffen Peterskovsky besiegten im 1. Herrendoppel das neu formierte SGA-Doppel Daniel Benz/Philipp Discher 21:12, 18:21, 21:13 und auch Tessa Koschig/Maxi Stelzer, die im ersten Satz noch viel Respekt zeigten, fanden im Damendoppel immer besser ins Spiel und behielten letztendlich mit 19:21, 21:15, 21:16 die Oberhand. So führte der Aufsteiger im Handumdrehen 2:0 und setzte damit den Gastgeber mächtig unter Druck.

Wenn es um das Aushalten von Drucksituation geht, dann glänzte auf SGA-Seite bereits in der Vergangenheit immer wieder der mittlerweile 35-jährige Steffen Hornig, der den beruflich verhinderten Christopher Ames an der Seite von Sebastian Ames überragend vertrat. Mit einem 21:15, 21:13 gegen Matthias Fix/Fabian Fritz setzten beide das erste Ausrufezeichen auf SGA-Seite. Das Fünkchen Hoffnung auf die erhoffte endgültige Kehrtwende in der Partie verhinderte ein fulminant aufspielender Steffen Peterskovsky im 1. Herreneinzel, als er Anspachs Mannschaftsführer Daniel Benz (aktuell auf Platz 12 der deutschen Herreneinzel-Rangliste) beim 21:16, 21:17 nicht auf Tuchfühlung zu einem Satzgewinn kommen ließ. Dass die Begegnung noch einmal spannend wurde, verdankte die SGA dem hart erkämpften 21:19, 21:16 von Theresa Wurm im Dameneinzel gegen Maxi Stelzer und dem eindrucksvollen Ligadebüt von Philipp Discher im 2. Herreneinzel gegen Wei Ming Hauschild, das er mit 21:15, 21:17 zu seinen Gunsten entschied.

Beim 3:3-Zwischenstand hatte die Komponente Spannung plötzlich wieder Fahrt aufgenommen und Sieg und Niederlage hingen am seidenen Faden. Die Südwestdeutschen Meister im Mixed, Christopher Fix/Tessa Koschig, schienen Nerven wie Drahtseile zu haben, als sie beim 21:11, 21:16 wie aus einem Guss spielten und dabei jede Schwäche des neu formierten Gemischten Doppels Sebastian Ames/Mona Reich nutzten. Dass Team-Oldie und Ex-Hessenmeister Steffen Hornig noch lange nicht zu den „alten Haudegen“ gehört, bewies er im abschließenden 3. Herreneinzel gegen den 21-jährigen Youngster des 1. BV Maintal, Mirco Parschau. Beim 19:21, 21:12, 21:13 strapazierte er die Nerven der bis zuletzt verweilenden großen Zuschauerschar zwar mächtig, doch er sorgte damit im SGA-Lager in letzter Sekunde noch für eine (Teil-)Erleichterung.

„Es war das erwartet schwere Spiel mit Derbycharakter. Maintal hat gezeigt, dass es in die 2. Liga gehört. Wir müssen uns noch steigern, wenn nicht auch der Saisonverlauf auf des Messers Schneide stehen soll“, meint Daniel Benz, der das 4:4 (10:9, 345:346) als Warnschuss und Aufforderung zugleich betrachtet, im Training an der Landesportschule noch eine Schippe draufzulegen.  

   

Hessenderby als Standortbestimmung

Von Georg Komma

 

(10.09.2014) Gleich zum Saisonauftakt erwartet die SG Anspach den Traditionsverein 1. BV Maintal, der nach knapp 20 Jahren Bundesligaabstinenz in die zweithöchste deutsche Liga zurückgekehrt ist. Beide Teams kennen sich aus vielen gemeinsamen Trainingseinheiten an der Landessportschule Hessen (Frankfurt) wie aus der Westentasche, sodass wohl jede einzelne Disziplin individuelle Brisanz verspricht. Die personellen Verrückungen gegenüber der letzten Saison halten sich bei beiden Klubs in Grenzen. Während Maintal die Damen-Formation um Maxi Stelzer ergänzt hat, muss die SGA den Verlust der starken Doppel- und Mixed-Spezialistin Lara Käpplein und des Schwanheim-Heimkehrers Robert Georg (in der letzten Saison Nummer 2 der SGA) verkraften. Mit dem 23 Jahre alten Neuzugang Philipp Discher, der zuletzt eine überragende Saison beim Regionalligameister SG Schorndorf spielte und bei der 1. DBV-Rangliste des Jahres mit Platz 3 im Herreneinzel glänzte, hofft die SGA auf eine erfolgreiche Belebung der „Men-Power.“ Auch wenn das Taunus-Team in der Heimpartie am 14. September (14.00 Uhr) leicht favorisiert scheint, könnte der BVM mit dem unbekümmerten Schwung eines Aufsteigers für eine Überraschung sorgen. Die Nähe der beiden Teams, sowohl örtlich als auch personell, sollte viele Zuschauer in die Sporthalle der Adolf-Reichwein-Schule locken. So richtet auch SGA-Mannschaftsführer Daniel Benz einen nachhaltigen Appell an die Badmintonfans: „Gerade an einem Tag, der für alle anderen Spielklassen noch punktspielfrei ist, sollten sich die rhein-mainischen Badmintonfans die Chance auf einen attraktiven Anschauungsunterricht bei bester Stimmung nicht entgehen lassen.“

   


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