Mitteilungen der SG EBT Berlin

 

Liga-Zugehörigkeit: 2. Bundesliga Nord

Homepage: www.ebt-badminton.de

  

  

  

Bange Minuten ...

Von Marcus Köster

 

(24.03.2015) Als der letzte Ballwechsel im 1. Herreneinzel zwischen Eetu Heino und dem Indonesier Senatria Agus setia Putra aus Trittau zum 1:5 aus Berliner Sicht gespielt war, befand sich die gesamte EBT-Mannschaft in einem Schockzustand. Damit hatte keiner gerechnet. Beim bereits abgestiegenen Tabellenletzten aus Trittau lag man uneinholbar zurück und die Chancen auf den Klassenerhalt glichen einer absoluten Katastrophe. Nur das Damendoppel konnte an diesem Tag bis zu diesem Zeitpunkt einen Punkt für die Berliner erzielen. Aber dies schien zu wenig, bis ... ja bis die erlösende Nachricht aus Wesel kam. Der Reserve des TV Refrath kam beim BV Wesel nicht über ein 3:5 hinaus und blieb damit mit einem Punkt Rückstand auf die SG EBT Berlin auf einem Abstiegsplatz (Platz sieben). Die Freude im Team stellte sich nur langsam ein, da man mit seiner eigenen Leistung an diesem Tag nicht zufrieden sein konnte. „Wir hatten es in eigener Hand und haben es nicht hinbekommen. So haben wir doch die Schützenhilfe der anderen Mannschaft in Anspruch nehmen müssen. Ich bin zwar sehr froh und glücklich, dass wir den Klassenerhalt geschafft haben, doch gleichzeitig kann ich auch eine gewisse Enttäuschung nicht verbergen", so Kapitän Karsten Lehmann nach dem Spiel.

 

Rückblende: Am Samstag startete die SG EBT Berlin hochmotiviert und voller Tatendrang. Ein Sieg gegen den Gast aus Wittorf und alle Abstiegssorgen wären abgelegt. So sah der Plan der Spielerinnen und Spieler an diesem Tag aus. Und so starteten die Doppel gewohnt stark in die Begegnung. Lediglich Ben Torrance und Eetu Heino fanden schlecht in die Spur und verloren in zwei schnellen Sätzen. Besser machten es die Damen und das 2. Herrendoppel, sodass man mit 2:1 in Führung ging. Lisa Deichgräber sorgte schnell für das 3:1, als sie die Wittorfer Ersatzdame Geiss in zwei Sätzen vom Court schickte. Eetu Heino musste im ersten Satz den schlechten Sichtverhältnissen Tribut zollen und sich erst an die veränderte Situation gewöhnen, bis er in Satz zwei und drei gegen Sebastian Schöttler das Ruder in die Hand nahm und bereits das 4:1 in trockene Tücher brachte. „Zu diesem Zeitpunkt waren wir mit einem Bein sicher in der 2. Bundesliga", so Bastian Zimmermann. Ein Punkt aus den letzten drei Spielen fehlte den Hausherren also noch, um bereits am Samstag alles klar zu machen. Leider schafften es weder das Mixed, das 2. noch das 3. Herreneinzel, diesen wichtigen Punkt einzufahren. „Wittorf ist traditionell sehr stark auf der Herrenseite. In meinen Augen war das Mixed das so genannte ‚key game‘. Aber alle haben bis aufs Letzte gekämpft und ich kann keinem einen Vorwurf machen", konstatierte Karsten Lehmann nach dem Spiel. Als dann noch die Nachricht von 7:1-Sieg von Emsdetten gegen Refrath 2 durch die Halle ging, ärgerten sich alle Protagonisten noch ein wenig mehr über die vertane Chance. Für Sonntag galt nun, dass man mindestens ein 4:4 benötigte, um sicher in der Liga verweilen zu können.

 

Am Sonntag fuhr man zum Angstgegner TSV Trittau. Die Trittauer waren zu diesem Zeitpunkt bereits abgestiegen und konnten locker aufspielen. Mit ihrem Indonesier Senatria Agus setia Putra und der Engländerin Chan Lam galten die Tabellenletzten durchaus als Favorit. „Vor allem die Tatsache, dass wir in Trittau die letzten Male ordentlich etwas auf die Nase bekommen haben, stimmt mich ein wenig misstrauisch", so Karsten Lehmann vor dem Spiel. Und er sollte Recht behalten. Die Trittauer spielten ihren „Stiefel“ sicher runter und zeigten Badminton auf ganz hohem Niveau. Beide Herrendoppel (Heino/Torrance und Zimmermann/Lehmann) konnten ihre Chancen nicht nutzen und verloren zum unglücklichen 1:2-Rückstand nach den Doppeln. Die Einzel mussten an jenem Tag also stechen. Doch auch darin war in dieser Begegnung nicht viel zu holen. Sowohl Lisa Deichgräber als auch Eetu Heino verloren in zwei Sätzen, sodass nach dem bereits verlorenen Gemischten Doppel ein 1:5 auf der Anzeigetafel stand. Bange Minuten standen an, bis die erlösende Nachricht aus Wesel die Runde machte.

 

Es ist vollbracht. Die SG EBT Berlin spielt auch in der kommenden Spielzeit in der 2. Bundesliga und ermöglicht somit der 2. Mannschaft den Aufstieg in die Regionalliga. Wir bedanken uns ganz herzlich für die Unterstützung bei unseren Fans und allen beteiligten Helfern und freuen und bereits auf die kommende Saison in der Samariterstraße.

  

Das Wochenende der Entscheidung 2.0

Von Marcus Köster

 

(19.03.2015) Nachdem es im Januar schon einmal zum Wochenende der Entscheidung gekommen war und sich herausstellte, dass dem gar nicht so war, steht am kommenden Wochenende tatsächlich das Wochenende der letzten Entscheidungen an. Während die SG EBT Berlin I Ende Januar schon kaum mehr an sich geglaubt hatte, tankten die Spielerinnen und Spieler des Hauptstadt-Clubs an den vergangenen zwei Spieltagen neuen Mut und Motivation. „Diesen Schwung möchten wir in die letzten beiden Spieltage der Saison legen und so den Nichtabstieg sichern", so Kapitän Karsten Lehmann.

Mit „vollen Taschen" – also in Bestbesetzung – tritt die SG EBT Berlin am Samstag, den 21. März 2015 vor heimischem Publikum gegen den derzeitigen Tabellenführer aus Wittorf an. Vor wenigen Monaten hagelte es noch eine 2:6-Niederlage für die Hauptstädter. „Im Hinspiel mussten wir leider auf vier Stammspieler verzichten und waren daher wenig konkurrenzfähig. Im Rückspiel soll alles anders werden. Ich habe ein gutes Gefühl", so Karsten Lehmann. Die SG EBT Berlin möchte am Samstag nicht nur den Klassenerhalt sichern, sondern sie befindet sich auf Wiedergutmachungstour für die eigenen Fans, die die Mannschaft stets unterstützt hatten. „Zu Hause haben wir bisher nicht sonderlich überzeugen können. Wir sind es unseren Fans schuldig, diesen Samstag noch einmal ein richtiges Feuerwerk abzubrennen. Ich freue mich sehr auf dieses Spiel", gibt sich Bastian Zimmermann kämpferisch.

 

Sonntag stehen Lisa Deichgräber, Lotte Jonathans, Eetu Heino, Ben Torrance, Robert Franke, Karsten Lehmann und Bastian Zimmermann schon wieder 200 km weiter nordwestlich auf dem Parkett, um den Schlussakt der Saison zu spielen. Beim stark abstiegsgefährdeten TSV Trittau möchte man die Spielzeit sicher zu Ende bringen. „Wir wünschen uns, dass wir am Sonntag ganz entspannt nach Trittau fahren und ohne Druck ein schönes Spiel machen können", so der Kapitän.

 

Wir sind gespannt, wie an diesem Wochenende die Entscheidungen für die SG EBT Berlin fallen werden, und freuen uns auf eine rege Unterstützung am Samstag in der Samariterstraße!

 

Ein wichtiger Schritt in Richtung Klassenerhalt ...

Von Marcus Köster

 

(24.02.2015) … gelang dem Team der SG EBT Berlin am vergangenen Wochenende. „Wir standen enorm unter Zugzwang, der Druck war immens, doch haben wir uns unsere Lockerheit bewahren können und relativ befreit aufspielen können", so Kapitän Karsten Lehmann nach beiden Spieltagen.

 

Begonnen wurde der 11. Spieltag der 2. Bundesliga Nord beim direkten Abstiegskonkurrenten aus Emsdetten. Erstmals seit den beiden Hinspielen im Oktober konnte man in Berlin wieder aus dem Vollen schöpfen und in Bestbesetzung antreten. „Auch zwischen Oktober und dem heutigen Spiel haben wir mit wenigen Ausnahmen gute Leistungen gezeigt, doch ist die beste Mannschaft nie auf dem Parkett gewesen. Das hat in engen Entscheidungen zum Teil - zu unserem Nachteil - den Ausschlag gegeben", so Bastian Zimmermann vor dem Spiel am Samstag. Und weiter: „Heute können wir demnach zeigen, was wirklich in uns steckt."

Und das taten die EBT-Spieler vom Start weg. Mit einem schnellen 4:0 wollte man dem TV Emsdetten in eigener Halle gleich den Zahn ziehen und keinerlei Zweifel aufkommen lassen, wer an diesem Samstag die Halle als Sieger verlassen wird. „Dass uns der Start so gut gelingt, konnte keiner so genau voraussagen. Allerdings haben wir insgeheim natürlich darauf gehofft. In die Karten spielte uns auf jeden Fall der Ausfall von Peter Briggs auf Seiten der Emsdettener", so Karsten Lehmann. Nach diesem „Raketenstart" kehrte wieder etwas Ruhe in die Partie und Lisa Deichgräber und Eetu Heino betraten die Bühne.

Während Eetu unter der Woche an einer Krankheit laborierte und in Wien bei den Austrian International noch dementsprechend aufgeben musste, konnte sein Gegner Kalle Koljonen alle Kräfte sammeln und souverän - wie bereits im Hinspiel - gewinnen. Lisa Deichgräber ließ gegen eine kämpfende Laura Wich lediglich im zweiten Satz die Zügel locker, konnte dann allerdings im Entscheidungssatz den 6:2-Endstand sichern. Entscheidende Partie war an diesem Tag wohl das Gemischte Doppel von Lotte Jonathans und Robert Franke gegen Schmitz/Efler. Nach Startschwierigkeiten und verlorenem ersten Satz legte Lotte kurzerhand der Schalter auf Vollgas und zog ihren Partner Robert gleich zum 21:19-Sieg im dritten Satz mit.

 

Der Sonntag sollte mit einem Herzschlagfinale enden. Das entscheidende dritte Herreneinzel von Robert Franke gegen den Weseler Tim Vaessen beim Stand von 4:3 für die SG EBT Berlin markierte den Abschluss eines aufregenden Spieltages. Über sich hinaus gewachsen sind an diesem Tag wieder einmal die Damen Lotte Jonathans und Lisa Deichgräber, die in einem spektakulären Damendoppel Ella Diehl und Kira Kattenbeck niederkämpften. Im Hinspiel hatten die beiden dieses wichtige Spiel noch verloren. Ebenfalls stark präsentierte sich das 2. Herrendoppel (Zimmermann/Lehmann), das in 20 Minuten kurzen Prozess mit Göbeler/Wraber machte. So führte man in Wesel - das als klarer Favorit gehandelt wurde - überraschend mit 2:1. Eetu Heino konnte seinem Gegner Luka Wraber aus Österreich auch am Sonntag nicht viel Paroli bieten und verlor in zwei Sätzen. Gleichzeitig gestaltete sich das Mixed als absoluter „Decider" - zu Deutsch: Entscheider. Wieder starteten Robert Franke und Lotte Jonathans ungünstig in die Partie, bis beide in den Folgesätzen ein super Spiel ablieferten und verdient mit 17:21, 21:13 und 21:19 gewannen. Die Sensation war perfekt, weil parallel dazu Ben Torrance gegen Thorsten Hukriede gewinnen konnte. Spielstand: 4:3 für Berlin. Robert Franke konnte nun bereits den Klassenerhalt sichern, war allerdings - sichtlich geschwächt vom aufreibenden Mixed - nicht mehr dazu in der Lage, dem ausgeruhten Tim Vaessen ausreichend Paroli zu bieten, und verlor das Spiel dann letztlich deutlich im Entscheidungssatz.

 

„Wir haben unsere Pflichtaufgaben erfüllt und ich bin mächtig stolz auf diese geschlossene Teamleistung", freute sich der Kapitän nach dem erfolgreichen Wochenende. „Wir haben es geschafft, unsere direkten Konkurrenten auf Abstand zu halten und liegen nun drei bzw. vier Punkte vor dem Abstieg. Damit haben wir für die verbleibenden zwei Spieltage alles in eigener Hand und müssen uns nicht auf andere Mannschaften verlassen - ein sehr schönes Gefühl", so Karsten Lehmann weiter.

 

Die große Lehre ...

Von Marcus Köster

 

(25.01.2015) ... oder vielleicht eher die große Leere? Am Ende eines spannenden Bundesliga-Wochenendes steht die SG EBT Berlin mit nur einem Punkt auf der Habenseite da und verspielte wichtige Zähler im Kampf um den Klassenerhalt. „Wir hatten uns an diesem Wochenende sehr viel vorgenommen, wurden allerdings vom Schneechaos in den Niederlanden und unserer eigenen Nervenschwäche bitter ausgebremst", gab sich Kapitän Karsten Lehmann am Sonntagabend sehr enttäuscht. „Wir sind leider immer noch unten drin und müssen uns irgendwie aufraffen, um den Abstieg zu verhindern.“

 

Am Samstag war der direkte Konkurrent aus Solingen zu Besuch in Berlin. Im Hinspiel konnte sich die SG EBT Berlin überraschend mit 5:3 durchsetzen und schockte damit das Team der Solinger. Im Rückspiel wollte man Ähnliches vollbringen, gerade wegen der prekären Tabellensituation. Doch es sollte ganz anders kommen. Ohne den Schotten Ben Torrance, der bei den Island Open an einer Verbandsmaßnahme teilnehmen musste, traten im 1. Herrendoppel Robert Franke und Eetu Heino an. Mit einer soliden Verteidigung und schnellem Spiel gelang es den Berlinern lange, den Ausgang des Spiels offen zu gestalten, sie konnten allerdings ihre Leistungen nicht mit einem Sieg krönen. Ganz anders war der Spielverlauf im Damendoppel. Für die in Amsterdam eingeschneite Niederländerin Lotte Jonathans rückte Anja Buchert in die 1. Mannschaft und konnte mit Lisa Deichgräber egalisieren. Karsten Lehmann, der nach zweimonatiger Verletzungspause wieder ins Team zurückkehrte, konnte mit seinem Partner Bastian Zimmermann gerade im zweiten Satz eine 20:19-Führung nicht zum Satzgewinn nutzen, sodass das Duo denkbar knapp mit 16:21 und 20:22 gegen Niklas Niemczyk/Niclas Lohau verlor. „Bereits nach den Doppeln kristallisierte sich heraus, dass das heute eine ganz enge Kiste werden würde", so Bastian Zimmermann nach dem Spiel. Und weiter: „Jeder wusste, dass er mindestens 100 % seiner Leistung abzurufen hatte!" Eetu Heino konnte in seinem Einzel die Hinspielniederlage gegen den Indonesier Adi Pratama nicht wieder gut machen und musste sich nach hartem Kampf mit 21:10, 19:21 und 17:21 geschlagen geben. Somit ging Solingen mit 3:1 in Führung, bis Lisa Deichgräber ihr Dameneinzel sicher nach Hause brachte: 2:3. Der SG EBT Berlin gelang sogar noch der Ausgleich zum 3:3, als Jan Borsutzki Julien Gupta sensationell in zwei Sätzen in die Schranken wies. In den abschließenden zwei Spielen konnten die Berliner allerdings nicht mehr punkten und verloren sowohl das Mixed mit Anja Buchert und Bastian Zimmermann, als auch das 2. Herreneinzel von Robert Franke.

„Das war heute eine ganz bittere Niederlage für uns. Gegen unseren direkten Tabellennachbarn hätten wir mindestens ein Unentschieden holen müssen. Jetzt wird es ganz schwer für uns", zog der Kapitän ein Resümee.

 

Am Sonntag sollte vieles besser werden. Mit dem TV Refrath II war wieder ein Team, gegen das man in der Hinrunde gewinnen konnte, in der Samariterstraße. Vor ca. 50 Zuschauern entwickelte sich dieses Spiel zu einem außergewöhnlich spannenden. Mit einem blitzsauberen Start gelang der SG EBT Berlin die wichtige 3:0-Führung. Sowohl beide Herrendoppel als auch das Damendoppel konnten sich durchsetzen und legten den Grundstein für einen erfolgreichen Spieltag. Oder etwa doch nicht? Kaum war die erste Euphoriewelle in der Samariterstraße abgeebbt, schockte Mette Stahlberg das Berliner Team mit ihren sensationellen Sieg über Lisa Deichgräber. Nach gewonnenem ersten Satz schaffte es Lisa im zweiten Satz nicht, den Sack zuzumachen und verlor im Entscheidungssatz mit 19:21. „Diesen Punkt hatten wir eigentlich schon auf unserer Rechnung gehabt", so Karsten Lehmann. „Aber dann müssen die anderen heute den entscheidenden fünften Punkt holen", so der Kapitän weiter. Eetu Heino erfüllte seine Pflicht sicher gegen Lars Schänzler und zeigte wieder einmal, wie wichtig er für die SG EBT Berlin ist. Zwischenstand: 4:1. Parallel zu Eetu kämpfte sich Jan Borsutzki im 3. Herreneinzel bis an den Rand der Erschöpfung. Bis zum Seitenwechsel im Entscheidungssatz dachten alle in der Halle an eine erneute Überraschung vom Youngster. Allerdings zollte Jan dem hohen Tempo der vorangegangenen Sätze Tribut und verlor letztlich deutlich mit 12:21. Aus taktischen Gründen spielte an diesem Tag Bastian Zimmermann das 2. Herreneinzel, hatte aber gegen Kai Waldenberger nicht den Hauch einer Chance. „Für einen Doppelspieler ist es immer wahnsinnig schwer, ein Einzel zu bestreiten. Hinzu kam natürlich auch noch, dass Kai Waldenberger nicht irgendein Einzelspieler und die 2. Bundesliga kein Zuckerschlecken ist", zeigte sich der EBTler voller Demut.

Mit 4:3 ging es in der Samariterstraße in das „Schicksalsspiel". Der Druck für Lotte Jonathans und Robert Franke schien vor allem in der Anfangsphase fast zu groß. Trotzdem sicherten sie sich den ersten Satz mit 22:20. Die halbe Miete war eingefahren. Im zweiten Satz allerdings drehten die Refrather mit dem Altberliner Johannes Szilagyi richtig auf und erzwangen einen Entscheidungssatz. Dieser war an Dramatik und Spannung kaum noch zu überbieten. Bei 20:19 konnten sich Robert und Lotte sogar einen Matchball erspielen, diesen allerdings nicht gewinnen. Mit 23:21 setzten sich letzten Endes die Refrather durch und versetzen die komplette Samariterstraße in einen Schockzustand. „Niemand hätte nach dem frühen 3:0 mit einem Unentschieden gerechnet. Am Ende haben wir leider einen Punkt verspielt, der immens wichtig für uns gewesen wäre. Die Nerven haben uns einen Streich gespielt", analysierte Karsten Lehmann den Sonntag. „Aber es geht weiter! Solange wir rechnerisch noch alles in eigener Hand haben, werden wir den Kopf nicht in den Sand stecken", gab der Kapitän ein klares Signal für die verbleibenden vier Spieltage.

 

Ende Februar reist die SG EBT Berlin zu den ersten Endspielen der Saison nach Wesel und Emsdetten. Das letzte Heimspiel wird dann am 21. März 2015 in der Samariterstraße gegen Blau-Weiss Wittorf ausgetragen.

 

   

Ein Wochenende der kleinen und großen Vorentscheidungen

Von Marcus Köster

 

(22.01.2015) Nach einem überragenden Start in die Zweitligasaison wurde die 1. Mannschaft der SG EBT Berlin schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Mit zuletzt mehreren Niederlagen rangiert man zurzeit auf dem vorletzten Tabellenplatz. Allerdings sind noch sechs Spiele auszutragen, in denen sich noch viel verändern kann.

Am kommenden Wochenende wird es in der Samariterstraße so richtig „kribbelig". Mit dem STC BW Solingen und dem TV Refrath kommen zwei Teams nach Berlin, die in der Hinrunde geschlagen werden konnten. Hinzu kommt, dass Solingen ein direkter Konkurrent im Abstiegskampf ist. Demnach kommt es bereits am Samstag zu einem so genannten Vier-Punkte-Spiel. „Wir dürfen jetzt nicht zu viel über unsere Niederlagen nachdenken. In der Hinrunde haben wir wenig nachgedacht und es lief wunderbar. So werden wir 2015 auch wieder an den Start gehen", so Abteilungsleiter Bastian Zimmermann.

In beiden Spielen kann die SG EBT Berlin I nahezu auf die beste Mannschaft zurückgreifen. Während Eetu Heino, Karsten Lehmann, Robert Franke, Bastian Zimmermann und Jan Borsutzki aufseiten der Herren am Start sind, bilden Lisa Deichgräber und Lotte Jonathans die „Damen-Front". Schlüsselspiele wird es an diesem Wochenende nicht geben. In so einer engen und ausgeglichenen 2. Bundesliga zählt jedes Spiel, jeder Satz, vielleicht sogar jeder Punkt, der am Ende den Unterschied ausmachen könnte.

Sowohl der STC BW Solingen als auch der TV Refrath werden in Bestbesetzung in Berlin auflaufen. „Natürlich haben beide Teams das Ziel, Punkte aus Berlin zu entführen, doch werden wir uns mit aller Macht dagegen stellen und alles aus uns herausholen, um dies zu verhindern. Wir sind auf jeden Punkt angewiesen, wenn wir in der Liga bleiben wollen", gibt sich der Kapitän kämpferisch.

  

Abwärtstrend stoppen

Von Marcus Köster

 

(27.11.2014) Zu Beginn der Rückrunde hat die SG EBT Berlin nur ein Ziel – raus aus der Abstiegszone. Nachdem die letzten drei Spiele aus unterschiedlichen Gründen allesamt verloren gingen, möchte man den Rückrundenstart als Neustart in eine bessere zweite Saisonhälfte nutzen.

Am Sonntag, den 30.11.2014 ist der FC Langenfeld zu Gast in der Samariterstraße. Im Hinspiel vor knapp zwei Monaten trennte man sich in fremder Halle mit 4:4. Damals war es ein seltsames Spiel. Einige Punkte kamen etwas überraschend, andere wiederum gingen überraschend an die Langenfelder, sodass das Unentschieden am Ende beiden Mannschaften weder wehtat noch Jubelsprünge auslöste.

In der Rückrunde möchte man den einen Spielpunkt mehr holen und die zwei Punkte in Berlin lassen. Im Gegensatz zu den vergangenen zwei Spielen kann die SG EBT Berlin wieder auf ihre Nummer 1, Eetu Heino aus Finnland, setzen. „Gegen Wittorf und Trittau haben wir schon gemerkt, dass uns Eetu sowohl im Doppel als auch im 1. Herreneinzel gefehlt hat. Einen Spieler seiner Klasse kann man einfach nicht adäquat ersetzen", so Bastian Zimmermann. Des Weiteren werden an diesem Spieltag auch wieder Lotte Jonathans und Robert Franke mit von der Partie sein, die gegen Blau-Weiss Wittorf leider passen mussten. Ansonsten kann die SG EBT Berlin aus dem Vollen schöpfen und wird am Wochenende die beste Aufstellung aufs Parkett schicken.

Die Langenfelder sind allerdings der erwartet schwere Gegner, wie auch die engen Spiele im Hinspiel bereits andeuteten. Mit dem Belgier Maxime Moreels steht auch ihnen wieder die Nummer 1 zur Verfügung. Weitere Topspieler des FCL sind Sven Eric Kastens, Mike Joppien, Ryan McCarthy und Philipp Wachenfeld. Ergänzt wird dieser starke Herrenkader durch drei enorm erfahrene Damen – Jeanine Cicognini, Fabienne Köhler und Karoliine Hoim. Letztere wird dem Berliner Publikum bestens bekannt sein.

Wir freuen uns auf spannende Spiele und hoffen – mit Berliner Brille – auf den besseren Ausgang für die SG EBT Berlin.

  

Wahnwitzige 2. Bundesliga

Von Marcus Köster

 

(10.11.2014) Der interessierte EBT-Zuschauer, der es am Wochenende leider nicht in die Halle geschafft hat, wird sich wohl am frühen Sonntagabend kräftig die Augen vor dem heimischen Computer gerieben haben. Zwei Tage zuvor rangierte die SG EBT Berlin auf einem großartigen zweiten Tabellenplatz. Nur 48 Stunden später findet man sich auf dem ersten Abstiegsplatz (Platz 7) wieder. Welch ein Wechselbad der Gefühle! Doch arbeiten wir diese besagten 48 Stunden chronologisch ab.

 

Am Samstag führte der Weg der 1. Mannschaft der SG EBT Berlin zum „Angstgegner“ Blau-Weiss Wittorf in der Nähe von Kiel. „In Wittorf haben wir bisher nicht viel holen können. Immer wieder spielen die Jungs und Mädels gegen uns absolutes Spitzenbadminton. Für die Zuschauer ist dies natürlich äußerst attraktiv, für uns leider weniger", äußerte sich Bastian Zimmermann vor dem Spiel. Doch nicht nur die Tatsache, dass Wittorf bisher keines seiner Heimspiele gegen die SG EBT Berlin verlor, stimmte den Kapitän von EBT – Karsten Lehmann – missmutig. „Wir müssen an diesem Spieltag leider auf ganz wichtige Schlüsselspieler verzichten. Nicht nur Eetu Heino, der an der Qualifikation zur Mixed-Team-EM teilnimmt, und Lotte Jonathans fehlen in so einem wichtigen Spiel. Auch Bastian Zimmermann – aufgrund einer Verletzung – und Robert Franke müssen leider passen." Ergänzen sollten das Team Anja Buchert, Jan Borsutzki und Francis Karge – alles Spieler aus dem eigenen Nachwuchs.
Trotz der ersatzgeschwächten Aufstellung präsentierte sich die SG EBT Berlin von Beginn an kämpferisch. Parallel zum Damendoppel konnte auch das 1. Herrendoppel den ersten Satz für sich entscheiden. Lag hier bereits die erste Überraschung in der Luft? Die Damen siegten letztlich unerwartet deutlich gegen Sarah Bok und Neele Voigt und sicherten die 1:0-Führung. Rafal Hawel und Jan-Collin Strehse allerdings schafften die Wende gegen Karsten Lehmann und Ben Torrance und egalisierten postwendend. Das 2. Herrendoppel mit Jan Borsutzki und Francis Karge setzte den positiven Trend zunächst fort, bevor auch sie nach gutem Spiel in zwei Sätzen die Segel streichen mussten. Lisa Deichgräber war es nun, die den ausgeglichenen Spielstand wieder herstellen konnte und Neele Voigt nicht den Hauch einer Chance ließ. Von nun an entwickelte sich die Begegnung zu einer wahren Berg- und Talfahrt der Gefühle. Sowohl Jan Borsutzki im 2. Herreneinzel (gegen Hawel) als auch Ben Torrance im 1. Herreneinzel (gegen Schöttler) zeigten Badminton auf sehr hohem Niveau und konnten den ersten Durchgang für sich entscheiden. Die Stimmung in der Wittorfer Halle war angespannt. Doch auch hier kam nach dem Berg wieder das Tal und beide Einzel konnten die Leistung nicht über die volle Distanz halten. „Ich bin trotzdem stolz auf die beiden Jungen. Sie haben wirklich lange Zeit sehr gut Badminton gespielt und mussten zum Schluss dem hohen Tempo Tribut zollen", so Karsten Lehmann nach dem Spiel. Mit 2:4 konnte die SG EBT Berlin nicht mehr so locker aufspielen und verlor auch die letzten beiden Spiele des Tages (3. Herreneinzel und Mixed).

 

Am Sonntag war der Tabellenletzte aus Trittau zu Gast in der Samariterstraße. Vor gut gefüllten Rängen erwischte der TSV Trittau einen Blitzstart und konnte die Niederlage des Damendoppels umgehend ausgleichen. Im 2. Herrendoppel merkte man Bastian Zimmermann den Trainingsrückstand an, sodass er dem Druck nicht Stand halten konnte. Mit 19:21, 19:21 mussten sich Lehmann/Zimmermann Strehse/Carder geschlagen geben. Bereits zu diesem frühen Zeitpunkt war die Heimmannschaft unter Druck. Lisa Deichgräber spielte über eineinhalb Sätze gegen Nathalie Chan-Lam Badminton der Spitzenklasse. Beim Stand von 19:14 im zweiten Satz erlitt ihr bisher souveränes und flüssiges Spiel allerdings einen Bruch, den die Gegnerin eiskalt ausnutzen konnte. Im dritten Satz musste sich Lisa trotz eines harten Kampfes und großartigen Comebacks denkbar knapp geschlagen geben. Neuer Spielstand damit: 1:3. Im 2. Herreneinzel kam es zum Duell zweier Trainingspartner. Ben Torrance sah sich seinem schottischen Landsmann Matthew Carder gegenüber. Dieser fand sehr schnell einen guten Zugang zur Partie und konnte mit 21:15, 21:16 gegen Ben gewinnen. Ein Sieg war an jenem Tag also nicht mehr zu holen. „Beim Stand von 1:4 gegen uns mussten wir uns natürlich erst einmal ordentlich schütteln. Der Druck stieg ins Unermessliche", so Bastian Zimmermann. Diesem Druck war die SG EBT an diesem Tag leider nicht gewachsen. Zwar konnte das neu zusammen gestellte Mixed mit Karsten Lehmann und Lotte Jonathans ungefährdet gegen Strehse/Chan-Lam gewinnen, doch gingen sowohl das 1. als auch das 3. Herreneinzel an die an diesem Tag deutlich stärkeren Trittauer, sodass am Ende ein 2:6 zu Buche stand.

„Das war natürlich ein herber Rückschlag für uns heute. Nicht nur, dass wir an beiden Tagen mit 2:6 verloren haben, sondern auch die Tatsache, dass wir uns nun auf einem Abstiegsplatz befinden, schmeckt uns verständlicherweise überhaupt nicht. Allerdings muss man auch gestehen, dass wir nur zwei Punkte vom Tabellenführer entfernt sind. Diese 2. Liga ist in diesem Jahr wirklich schon sehr bizarr. Wir müssen also bis zum Ende zittern und weiterhin hart an uns arbeiten", resümierte Karsten Lehmann.

 

Bereits am 30. November 2014 geht es mit der ersten Rückrundenpartie in der Samariterstraße weiter. Zu Gast ist dann der FC Langenfeld, dem man zum Saisonstart in dessen Halle ein 4:4 abringen konnte.

Hinrunden-Finale

Von Marcus Köster

 

(04.11.2014) Die abschließenden beiden Spieltage der Hinrunde in der 2. Badminton-Bundesliga stehen am kommenden Wochenende auf dem Programm. Für die SG EBT Berlin heißt das, ein großes Reisepensum abzuspielen. Während man am Samstag noch in Wittorf in der Nähe von Kiel aufschlägt, steht bereits am darauffolgenden Tag um 14.00 Uhr das Heimspiel gegen den TSV Trittau II an. „Diese Reisestrapazen sind natürlich ungünstig. Allerdings sind fast alle Spielerinnen und Spieler derartige Reisen durchaus gewohnt. Es sollte uns also in unserer Leistung nicht beeinflussen", so Bastian Zimmermann vor den Spielen.

Dabei können die beiden Spiele eine äußerst erfolgreiche Hinrunde positiv abrunden. Mit nur einer Niederlage und einem Unentschieden bei drei Siegen verkehrt die SG EBT Berlin derzeit auf dem zweiten Tabellenrang und konnte bereits einige Punkte zwischen sich und die Abstiegsplätze bringen. „Die ersten Schritte sind getan, nun liegt es an uns, nachzulegen. Dies wollen wir am 6. und 7. Spieltag zeigen", äußert sich Kapitän Karsten Lehmann. Personell kann die SG EBT Berlin an diesem Wochenende allerdings nur bedingt aus den Vollen schöpfen. Mit dem Topspieler Eetu Heino fehlt den Berlinern ein Schlüsselspieler an Position eins. Ergänzt wird das Team dementsprechend mit Jan Borsutzki, der bisher in der 2. Mannschaft aktiv war. Weiterhin stößt Anja Buchert ins Team. Sie zählt zu den „Aufstiegshelden“ der Vorsaison und hat sich ihre Einsätze in der 2. Bundesliga hart erarbeitet. Ergänzt wird das Team auf Damenseite durch Lisa Deichgräber und Lotte Jonathans. „Na klar fehlt uns Eetu an diesen Tagen sehr, doch wären beide Spiele auch mit ihm äußerst schwer geworden. In Wittorf konnten wir bisher noch keinen Punkt entführen. Ich sehe uns daher gerade am Samstag trotz unserer Tabellenposition als Außenseiter. Am Sonntag hingegen stehen unsere Chancen ‚Fifty-Fifty‘. Trittau steht zwar auf dem letzten Tabellenplatz, doch darf man diese Truppe nie unterschätzen. Es werden auf jeden Fall zwei spannenden Spiele", analysiert Bastian Zimmermann die bevorstehenden Spiele.

  

Der Badminton-Marathon

Vom EBT-Team

 

(12.10.2014) Mit zwei Punktspielen und insgesamt knapp acht Stunden Spielzeit geht ein spannendes und weitgehend erfolgreiches Badmintonwochenende für die 1. Mannschaft der SG EBT Berlin zu Ende. Bereits vor den beiden Spieltagen stand fest, dass sich an diesem Wochenende die ersten drei Mannschaften der 2. Bundesliga die Ehre geben würden. Mit dem TV Emsdetten und dem BV Wesel Rot-Weiss waren der Tabellenerste und -dritte zu Gast in der Hauptstadt.

 

Am Samstag kam es zum Duell der Spitzenreiter. Der Überraschungsführende der Liga aus Emsdetten wollte seine bisherigen sehr guten Leistungen in Berlin bestätigen. Entsprechend selbstbewusst traten die Emsdettener auf. Bereits in den ersten drei Doppeln konnten die zahlreich erschienenen Zuschauer in der Samariterstraße sehen, welche Brisanz und Spannung in diesem Spiel zu erwarten war. Während sowohl das 1. Herrendoppel als auch das Damendoppel in den Entscheidungssatz mussten, behielten Bastian Zimmermann und Karsten Lehmann im zweiten Satz des 2. Herrendoppels beim Stand von 20:16 die Nerven und siegten letztlich 21:13, 21:19.

„Entscheidungssatz – null beide, bitte spielen" war wohl der am häufigsten zu hörende Satz des 4. Spieltages. Sieben von acht Spielen gingen über die volle Distanz, wobei die SG EBT Berlin vier davon für sich entscheiden konnte. Besonders hervorzuheben war an diesem Tag die Nervenstärke von Youngster Ben Torrance. Gegen den angeschlagenen Justus Schmitz hatte Ben lange Zeit mit sich und den Nerven zu kämpfen, bevor er bei 16:19 im dritten Satz den Schalter endlich umlegen konnte und 21:19 gewann. „Die Spannung im 3. Herreneinzel war zum Zerreißen. Nichts hat mich mehr auf meinem Platz gehalten", zeigte sich Bastian Zimmermann nach dem Spiel immer noch angespannt. Und weiter: „Dieses Spiel war das Keygame des heutigen Tages. Ben ist heute eindeutig der Matchwinner." Dies soll aber die Leistung der anderen Spielerinnen und Spieler keineswegs schmälern. Lisa Deichgräber und Robert Franke spielten ebenfalls am Limit und zeigten ein weiteres Mal, dass sie in diese Liga gehören. Lediglich Eetu Heino war nicht zufrieden mit seiner Leistung im Spiel gegen seinen Landsmann Kalle Koljonen. „Ich habe nicht gespielt, was ich konnte. Kalle war gut, aber eigentlich sollte ich ihn schlagen", äußert sich Eetu sichtlich enttäuscht nach dem Spiel.

 

Nur einen Tag später trafen wieder der Tabellenerste und -zweite aufeinander, diesmal allerdings mit anderen Vorzeichen. Die SG EBT Berlin – durch den Sieg vom Samstag an der Spitze der Tabelle – empfing den Verfolger BV Wesel Rot-Weiss. „Spielerisch schätzen wir die Mannschaft aus Wesel als die stärkste der Liga ein. Sie haben besonders gute Damen und sind auf der Herrenseite sehr breit aufgestellt", analysierte Kapitän Karsten Lehmann den Gegner.

Bereits nach den beiden eröffnenden Doppeln wurde den Zuschauern in der Samariterstraße schnell klar, was der Kapitän mit seiner Aussage gemeint hatte. Nie chancenlos, aber dennoch sieglos beendeten beide Doppel ihre hart umkämpften Spiele mit einer Niederlage – Eetu Heino und Ben Torrance in zwei Sätzen gegen Roman Zirnwald/Thorsten Hukriede sowie Lotte Jonathans und Lisa Deichgräber gegen Ella Diehl/Kira Kattenbeck. Erst das 2. Herrendoppel sicherte den Anschlusspunkt und verhinderte den Fehlstart in diese Partie. Nun mussten die Einzel an diesem Tage stechen, da auch das Gemischte Doppel (Robert Franke/Lotte Jonathans) denkbar knapp in drei Sätzen die Segel streichen musste. Eetu Heino zeigte in seinem Herreneinzel Bärenkräfte und holte sich nach verlorenem ersten Satz gegen die österreichische Nummer 1 Luka Wraber den zweiten mit 25:23, ehe er im dritten Satz seine Kondition ausspielen konnte und das 2:3 sicherte. Ben Torrance – tags zuvor noch der Held des Tages – hatte mit Thorsten Hukriede einen erfahrenen Erst- und Zweitligaspieler als Gegner. Diesmal reichte es am Ende leider nicht ganz und Ben verlor nach hartem Kampf mit 19:21 im Entscheidungssatz. Die letzten beiden Spiele des Tages teilten sich die beiden Mannschaften – ganz zum Unmute der Hausherren – fair auf, indem Ella Diehl gegen Lisa Deichgräber gewann und schlussendlich Robert Franke gegen Tim Vaessen siegreich war. Endstand: 3:5 aus Sicht der SG EBT Berlin.

 

„Wir haben an diesem Wochenende zwei ganz harte und umkämpfte Spiele bestritten und können konstatieren, dass wir in jedem Spiel mithalten können. Wir haben ein starkes Team und müssen uns vor keinem Gegner verstecken. Allerdings hat uns heute das Quäntchen Glück gefehlt, das wir in den letzten Wochen auf unserer Seite gehabt haben. Dementsprechend gehen beide Ergebnisse durchaus in Ordnung", beendete Abteilungsleiter Bastian Zimmermann diesen Spieltag.

 

Am 9. November geht es bereits mit dem nächsten Heimspiel in der Samariterstraße weiter. Zu Gast ist dann der TSV Trittau, der zurzeit auf dem letzten Tabellenplatz rangiert.

  

Spitzenspiele in der Samariterstraße

 

(06.10.2014) Nach den ersten drei Spieltagen mag sich der eingefleischte Badminton-Fan durchaus die Augen gerieben haben. Die ersten drei Plätze der äußerst stark besetzten 2. Badminton-Bundesliga (Nord) belegen Teams, die anfänglich nicht zum engeren Favoritenkreis gezählt werden konnten.

 

Am Samstag, den 11.10.2014 und am Sonntag, den 12.10.2014 kommt es in der Samariterstraße – der Heimstätte der SG EBT Berlin – zu Spitzenspielen in Deutschlands zweithöchster Spielklasse. Während am Samstag der TV Emsdetten, seines Zeichens Tabellenführer der 2. Bundesliga Nord, zu Gast sein wird, erwartet die SG EBT Berlin am Sonntag bereits das nächste Duell gegen einen direkten Tabellennachbarn – den BV Wesel Rot-Weiss, der auf dem dritten Platz rangiert.

 

„Vor allem das Team aus Emsdetten hatten wir zunächst nicht dort oben erwartet, haben aber gesehen, dass der Verein einen sehr starken und ausgeglichenen Kader hat. Es wird ein verdammt schwieriges Spiel, in dem wir äußerst konzentriert zu Werke gehen müssen", konstatiert Abteilungsleiter Bastian Zimmermann. Das Team aus Emsdetten konnte bisher – genauso wie die SG EBT Berlin – zwei Siege und ein Unentschieden erkämpfen, liegt aber aufgrund des besseren Satzverhältnisses einen Platz vor den Berlinern. „Mit europäischen Badmintonprofis wie Marco de Jager, Peter Briggs, Jamie Bonsels sowie Kalle Koljonen darf man den TV Emsdetten nicht auf die leichte Schulter nehmen. Und auch die deutschen Spieler zeigen in dieser Saisonphase beachtliche Leistungen. Wir stellen uns auf ein enges und spannendes Spiel ein", so Bastian Zimmermann.

 

Nicht weniger stark besetzt ist der Gegner am Sonntag. Der BV Wesel Rot-Weiss gehört bereits seit mehreren Jahren zum „festen Inventar" der 2. Bundesliga Nord und die Mannschaft vom Niederrhein zeigte immer wieder, dass sie zu den besten Teams der Liga gehört. So konnte sich das Team vor einigen Jahren mit österreichischen Nationalspielern  wie Roman Zirnwald und Luka Wraber weiter verstärken, wobei „Dauerbrenner" Thorsten Hukriede auch weiterhin die Konstante im Team ist. „Gerade am Sonntag müssen wir uns warm anziehen, werden uns allerdings nicht verstecken. Wir wissen, was wir können, und werden unseren Heimspielbonus ausspielen", zeigt sich Bastian Zimmermann optimistisch.

 

Die SG EBT Berlin selbst kann – wie in den ersten Spielen der Saison – auf ihre Bestbesetzung zurückgreifen. Dabei sein werden Eetu Heino, Lotte Jonathans, Lisa Deichgräber, Robert Franke, Ben Torrance, Karsten Lehmann und Bastian Zimmermann. „Wie wir letzten Endes aufstellen, entscheiden wir jeweils kurz vor dem Spiel. Wir sind in jedem Fall variabler als in den letzten Jahren, was uns noch eine Spur unberechenbarer macht", so Bastian Zimmermann.

 
Natürlich hofft die SG EBT Berlin in ihren ersten beiden Heimspielen auf die lautstarke Unterstützung der heimischen Fans. „Wir sind stolz darauf, eine so konstante Fan-Kultur zu haben. Neben den großen Berliner Sportverein agieren wir oft nur als Randsportart. Dennoch zeigen die EBT-Fans immer häufiger, dass die Samariterstraße zu einem Hexenkessel werden kann", äußert sich der Abteilungsleiter stolz über seine Fans.

 

 

 

EBT vollzieht Generationswechsel und blickt optimistisch in die Zukunft

Von Marcus Köster

 

(08.07.2014) Die SG EBT Berlin hat sich in den letzten 15 Jahren von einem kleinen Sportverein zu einem der Vorzeigeclubs des deutschen Badmintonsports entwickelt. Äußerst großen Anteil daran hat Manfred Kehrberg, bisheriger Abteilungsleiter und stellvertretender Vereinsvorsitzender des Hauptstadtclubs. Unter seiner Leitung feierte man nicht nur den Gewinn des ersten Deutschen Meistertitels in der Vereinsgeschichte, sondern konnte diesen auch gleich zweimal in Folge erfolgreich verteidigen.

Kaum weniger erfolgreich zeigte sich die SG EBT Berlin bei diversen Norddeutschen und Deutsche Meisterschaften im Nachwuchsbereich und sammelte zahlreiche Titel. Neben sportlichen Höhenpunkten feierte der Verein in den letzten Jahren auch organisatorische Glanzleistungen. Mit den German Junior und der Deutschen Seniorenmeisterschaften finden gleich zwei der deutschlandweit größten und bedeutendsten Turniere in der Hauptstadt unter der Regie der SG EBT Berlin statt. Hierbei setzte das Team um Abteilungsleiter Manfred Kehrberg immer wieder neue Standards und schaffte es Jahr für Jahr aufs Neue, die Turniere zur Zufriedenheit aller zu organisieren.

„Wir haben eine Menge aufgebaut in den letzten Jahren. Man kann das gar nicht richtig beschreiben, was sich in den letzten Jahren bei EBT entwickelt hat. Doch so langsam ist es an der Zeit abzugeben, neue, junge Impulse zu zulassen.“, sagte Manfred Kehrberg vor einigen Monaten. 

Diese Impulse gehen nun von ihm aus – Bastian Zimmermann. Bei der letzten Mitgliederversammlung wurde der 30 Jahre alte, hauptberufliche Lehrer einstimmig zum neuen Abteilungsleiter Badminton der SG EBT Berlin gewählt und übernimmt das Ruder von Manfred Kehrberg, der zeitgleich zum neuen Vorsitzenden des Gesamtvereins gewählt wurde. „Ich freue mich auf diese Aufgabe und möchte Manfred an dieser Stelle für sein Engagement in den letzten Jahren danken. Ich denke, ohne ihn wäre der Verein nicht das, was er ist, und ich bin sehr stolz, seine Nachfolge anzutreten“, so der neue Abteilungsleiter Bastian Zimmermann nach seiner Wahl.

Die erste Konsequenz aus dem Generationswechsel war der Rückzug aus der 1. Bundesliga. „Wir haben diesen Schritt lange gemeinsam diskutiert. Ich sehe dieser Entscheidung der Abteilung natürlich mit viel Wehmut, aber zugleich auch mit viel Optimismus entgegen. Allerdings ist sie meiner Meinung nach unbedingt notwendig, damit die Abteilung die neu gesteckten Ziele in der Nachwuchsarbeit, im Leistungsbereich und im Freizeit- und Breitensport erfolgreich umsetzen kann“, so der ehemalige Abteilungsleiter und neue Vereinsvorsitzende Manfred Kehrberg.

Ein klares Zeichen also, dass es nun neue Wege bei der SG EBT Berlin geben wird. „Wir möchten wieder mehr an der Basis arbeiten; das heißt, zunächst einmal den Fokus auf die Nachwuchsarbeit zu legen. Mit Karsten Lehmann haben wir einen erstklassigen Trainer in unseren Reihen, der bereits seit einem Jahr mit der Unterstützung seines Trainerteams das Jugendtraining leitet. Und gerade in diesem Bereich gilt es Veränderungen zu forcieren und neue Impulse zu setzen. Ich könnte mir hierbei neuartige Trainingsstrukturen oder auch neuen Maßnahmen zur Jugendförderung vorstellen“, gibt Bastian Zimmermann einen ersten Einblick in seine bevorstehende Arbeit.

„Ich denke, wir sind in den letzten Jahren zu einem tollen Team herangewachsen und da gilt es nun, die individuellen Stärken gezielt einzusetzen, um die Abteilung und den Verein weiterzuentwickeln und den Badmintonsport in Berlin weiter zu etablieren. Das allein wird ein hartes Stück Arbeit. Aber ich, nein wir, haben große Lust darauf“, so der neue EBT-Abteilungsleiter weiter.

Wo die Reise hingeht, lässt sich zu diesem Zeitpunkt nicht genau einschätzen, da es dafür noch viel zu früh ist. Sicher ist nur, dass der Generationswechsel vollzogen ist, mit all seinen Konsequenzen, Vorzügen aber auch Gefahren. Wir werden sehen, wie sich das junge Team in der 2. Bundesliga schlägt und wie sich die ambitionierten jungen Nachwuchsspieler entwickeln. Wir können gespannt sein; auf eine neue EBT-Zukunft, deren Grundstein allerdings bereits vor vielen Jahren gelegt wurde.

  


© 2004 Deutscher Badminton-Verband e.V.