Mitteilungen des TV Dillingen-Donau

 

Liga-Zugehörigkeit: 2. Bundesliga Süd

Homepage: www.badminton-dillingen.de

   

  

  

  

Dillingen bleibt Bundesligastadt

Von Dieter Linder

 

(25.03.2013) Dillingen bleibt Bundesligastadt! Ein Unentschieden gegen den TSV Neuhausen-Nymphenburg und eine gleichzeitige Niederlage der Neubiberger in Anspach sorgte für Jubel in der Sebastian-Kneipp-Halle. Denn damit war der Klassenerhalt für den TV Dillingen in der 2. Badminton-Bundesliga vorzeitig gesichert. So hatten das Sonntagsspiel beim TSV Neubiberg und die dortige 2:6-Niederlage nur noch eine untergeordnete Bedeutung.

Vor 100 Zuschauern lagen die Donaustädter schon mit 0:3 zurück. Marc Schwenger/Tobias Güttinger im 1. Herrendoppel und das Damendoppel Annika Oliwa/Amelie Storch hatten ihre Spiele ebenso wie Natalie Paul ihr Einzel verloren. Deutlich hörbar senkte sich der Lärmpegel. Aber nur ganz kurz. Denn nun begann der TVD mit einer begeisternden Aufholjagd. Florian Berchtenbreiter/Philip Merz im 2. Doppel gewannen souverän den ersten Satz und mussten nach einem 20:22 in den Entscheidungssatz. Darin kehrten sie in die Erfolgsspur zurück und verkürzten auf 1:3.

Annika Oliwa/Kok Pong Loke strapazierten die Nerven der Zuschauer. Auch hier ging es in den Entscheidungssatz. Die beiden Dillinger mussten permanent einem Rückstand nachlaufen und konnten sich erst in der Endphase des Spiels knapp durchsetzen. 2:3! Den nächsten Punkt lieferte Florian Berchtenbreiter. Mit einem mehr als deutlichen 21:17 und 21:9 verwies er den Ex-Dillinger Tobias Wadenka klar in die Schranken. Ein lang anhaltender Applaus war der verdiente Lohn für Dillingens Mannschaftsführer.

Die Stimmung steigerte sich noch weiter. Denn nun demonstrierte Kok Pong Loke im 1. Einzel sein Können. Jederzeit hatte er die volle Kontrolle über das Spiel und brachte den Linkshänder Lukas Bednorsch immer wieder in größte Probleme. So war es nur eine Frage der Zeit, dass er mit einem klaren Zwei-Satz-Sieg sein Team erstmals nach vorn brachte.

Philip Merz hatte nun im letzten Spiel die Möglichkeit zum Tagessieg. „Ich bin heute zu keinem Zeitpunkt richtig ins Spiel gekommen.“ Und prompt konnte er seinen 19:17-Vorsprung im ersten Satz nicht nach Hause bringen. Doch er steckte nicht auf und erzwang den Entscheidungssatz. Einen 7:11-Rückstand egalisierte er zum 12:12. Doch eine ungewohnt hohe Eigenfehlerqoute brachte Philip wieder in Nachteil und sorgte für eine unerwartete Niederlage. So verblieb zunächst etwas Ratlosigkeit in der Halle, was dieses 4:4 nun bedeutet.

Es dauerte noch einige Zeit, bis die Ergebnisse der anderen Spiele bekannt wurden. Ein doch sehr bemerkenswerter Sieg der Hanauer in Bischmisheim – die stark ersatzgeschwächten Gastgeber gaben drei (!) Spiele auf – und ein 4:4 des Tabellenletzten Wehen beim Tabellenführer Dortelweil sorgten für lange Gesichter im Team. Doch dann kam die erlösende Nachricht aus Anspach. Neubiberg hatte dort mit 3:5 verloren und in der Blitztabelle waren die Dillinger damit auf Platz fünf und uneinholbar vor Neubiberg und Wehen. Somit war der Klassenerhalt bereits vorzeitig gesichert und das Team konnte am Sonntag in aller Ruhe nach München reisen.

Die Neubiberger hatte noch eine minimale Chance auf den Klassenerhalt und traten hoch motiviert in Bestbesetzung an. Zudem hatten sie ihr Umfeld mobilisiert und die Halle nahezu auf den letzten Platz gefüllt. Dass die Donaustädter ganz offensichtlich ihren Klassenerhalt ausgiebig gefeiert hatten, zeigte dann auch die eine oder andere Schwächephase. Zudem musste die Aufstellung umgekrempelt werden, bekam doch mit Moritz Herkner ein weiteres Dillinger Talent seinen ersten Bundesligaauftritt.

Einen guten Start hatte das 1. Herrendoppel. Hier gewann Tobias Güttinger an der Seite von Philip Merz. Philip sorgte zudem im 3. Einzel für den zweiten Spielpunkt. Obwohl die weiteren Begegnungen zum Teil sehr eng ausgingen und mehrmals erst der dritte Satz die Entscheidung brachte, konnte kein weiterer Punkt hinzugewonnen werden. Doch tat diese Niederlage der Vorfreude auf die kommende Bundesligaspielzeit keinen Abbruch.

   

Kopf-an-Kopf-Rennen zum Finale in der 2. Badminton-Bundesliga im Kampf um den Klassenerhalt

Von Dieter Linder

 

(21.03.2013) Mit dem Doppelspieltag am Samstag und Sonntag endet die diesjährige Spielzeit in der 2. Badminton-Bundesliga. Dortelweil hat dabei die besten Karten, den Aufstieg ins Oberhaus zu schaffen. Im Kampf um den Klassenerhalt fällt hingegen die Entscheidung zwischen dem TV Dillingen, dem TSV Neubiberg/Ottobrunn, der TG Hanau und dem TV Wehen. Während die Wehener mit drei Punkten schon fast abgeschlagen sind, liegen nur zwei Punkte zwischen dem Mitaufsteiger aus Hanau und den Nordschwaben, die mit acht Pluspunkten die beste Ausgangsposition haben. Dazwischen liegt der im Endspurt wieder erstarkte TSV Neubiberg.

Die Hanauer reisen am Samstag an den Olympiastützpunkt in Saarbrücken. Ob die gastgebenden Bischmisheimer komplett antreten können, ist wohl sehr fraglich, zumal zeitgleich auch die 1. Liga im Ligaalltag steht. Ein Punktgewinn für die Gäste käme also nicht überraschend. Da die Hessen am Sonntag ihrerseits gegen Schlusslicht Wehen wohl zwei Punkte einplanen können, wären die Mitaufsteiger plötzlich wieder voll im Rennen.

Der TVD hingegen empfängt am Samstag in der Sebastian-Kneipp-Halle ab 14.00 Uhr den TSV Neuhausen-Nymphenburg. Die Oberbayern haben dabei nichts zu verschenken, wenn sie als Tabellenzweiter mit drei Punkten Rückstand auf Dortelweil noch eine theoretische Aufstiegschance haben wollen. So wird dann der Finaltag zwischen den Tabellennachbarn Dillingen und Neubiberg wohl entscheiden, ob die Donaustädter eine weitere Saison in der 2. Badminton-Bundesliga verbringen können.

Mannschaftsführer Florian Berchtenbreiter sieht dabei schon gute Chancen, bereits gegen Neuhausen alles klar zu machen. „Wir haben uns gegenüber der Vorrunde deutlich gesteigert. Zudem können wir bei den Herren nach Bedarf taktische Umstellungen vornehmen. Damit wäre eine Punktteilung durchaus realistisch.“ Richtungsweisend werden die Herrendoppel sein. Hier besteht in Bezug auf Punkte noch etwas Nachholbedarf. Zünglein an der Waage wird dann letztlich das Mixed werden. Hier überraschten ja die Dillinger in Dortelweil mit einer taktischen Umstellung. Die drei TV-Damen waren in dieser Saison schon für mehrere Überraschungen gut. Doch dürfte am ehesten das verbesserte Doppel um einen Siegpunkt spielen können. Bei den Herreneinzeln treffen drei gleichstarke Paarungen aufeinander. Nochmals der Mannschaftsführer: „Wir haben bei den Einzelspielen mit die besten Gewinnstatistiken. Und der Heimvorteil muss auch was wert sein, zumal wir in Bestbesetzung antreten können.“

Und hier setzt der TVD wieder mal auf den „zwölften Mann“. Nur Tabellenführer Dortelweil hatte bisher mehr Zuschauer in der Halle. Mit der lautstarken Unterstützung des schon mehrfach als sehr fachkundig gelobten und als äußerst fair geltenden Dillinger Anhangs sollten die Weichen für den Klassenerhalt bereits in eigener Halle gestellt werden, damit am Sonntag in Neubiberg dann ein Sieg nicht mehr als das absolute Muss die Nervenbelastung zusätzlich strapaziert.

Wie schon während der gesamten Zweitligasaison, wird auch beim letzten Heimspiel vom TVD kein Eintritt berechnet. Der Besuch des Bundesligaspiels ist also kostenlos, doch ganz bestimmt nicht umsonst.

 

Erster Sieg in der Bundesliga

Von Dieter Linder

 

(27.01.2013) Endlich geschafft! Am 10. Spieltag in der 2. Bundesliga gelang dem Dillinger Spitzenteam mit 5:3 der erste Sieg. Und dass dies im Kellerduell gegen den unmittelbaren Tabellennachbarn TV Wehen erreicht wurde, macht diesen doppelten Punktgewinn besonders wertvoll. Tags zuvor konnte gegen den 1. BC Bischmisheim II ein 4:4 erreicht werden. Mit diesen drei Punkten rücken die Schwaben sogar auf Platz fünf vor.

Dillingens 1. Herrendoppel Tobias Güttinger/Kok Pong Loke überraschte die Paarung Hopp/Welker zunächst mit einer deutlichen Leistungssteigerung. Da mussten die Gäste schon ihre ganze Routine aufbringen, um im Entscheidungssatz ein 19:21 zu retten. Auch das Dillinger Damendoppel präsentierte sich deutlich verbessert. Amelie Storch/Annika Oliwa gewannen in zwei Sätzen. Eingeplant war der Sieg des 2. Herrendoppels, wofür Florian Berchtenbreiter/Philip Merz auch eindrucksvoll sorgten.

Nachdem Natalie Paul ihr Spiel abgegeben hatte, lag die Aufmerksamkeit der zahlreichen Zuschauer beim 1. Herreneinzel. Kok Pong Loke tat sich gegen Philip Welker enorm schwer und verlor den ersten Satz. Auch der zweite Satz sollte knapp werden. Bei 19:19 überstand Dillingens Nummer eins mehrere brenzlige Situationen und rettete sich hauchdünn in den Entscheidungssatz. Darin ließ Kok Pong Loke dem Gast allerdings keine Chance mehr.

Im Mixed trafen Annika Oliwa/Tobias Güttinger wieder auf Kristof Hopp, der mit Sindy Krauspe antrat. Trotz eines couragierten Spiels war die Erfahrung des Olympiateilnehmers von 2008 ausschlaggebend für die Drei-Satz-Niederlage des jungen Dillinger Mixed. Philip Merz profitierte von der verletzungsbedingten Aufgabe seines Gegners und so stand es 4:3, als Florian Berchtenbreiter im 2. Einzel seinen ersten Satz gewonnen hatte. Doch währte die Freude nicht lange, da er die beiden folgenden Sätze nicht für sich entscheiden konnte.

 

Gegen den TV Wehen sollte nun am Sonntag der erste Sieg eingefahren werden. Der TVD hatte keinen Grund, die Aufstellung zu ändern. Doch der Auftakt gelang nicht wie erwartet. Zwei knappe Drei-Satz-Niederlagen, im 1. Herrendoppel und im Damendoppel, der Gewinn des 2. Herrendoppels und der Verlust des Dameneinzels standen zu Buche. Wieder standen die Donaustädter mit dem Rücken zur Wand. Loke löste seine Aufgabe meisterlich und so wurde das Mixed zum Zünglein an der Waage. Tobias und Annika hatten im richtigen Moment ihre Nerven im Griff und wurden beim 21:18, 21:14 vom Team und den vielen Zuschauern zu Recht gefeiert. Florians Gegner hatte sich eine Fußverletzung zugezogen und konnte nicht antreten. Und so hatte Philip Merz im 3. Einzel die Aufgabe, den Siegpunkt sicherzustellen. Im ersten Satz strapazierte er dabei die Nerven aller extrem. Bis zum 18:19 lief er einem Rückstand nach. Doch wie schon so oft, wendete er das Blatt und gewann noch 22:20. Damit war der Widerstand seines Gegners gebrochen. Der zweite Satz wurde ein Schnelldurchlauf.

Und so konnte erstmals in der Geschichte der Abteilung ein Bundesligasieg gefeiert werden. Das Schlusswort hatte der Mannschaftsführer: „Wir sind riesig erleichtert, dass es endlich zu einem Sieg reichte. Das gibt uns sicherlich genügend Auftrieb für das Restprogramm. Mit den guten Leistungen von diesem Wochenende sind wir zuversichtlich, dass uns der Klassenerhalt gelingt!“

 

Komplimente statt Punkte

Von Dieter Linder

 

(02.12.2012) „Es ist zum Verzweifeln“, meinte Annika Oliwa und Natalie Paul ergänzte: „Wir sind jedes Mal so knapp am Punktgewinn.“ Erneut gab es viel Lob für den Auftritt des Zweitligaliga-Aufsteigers. Doch mit der 3:5-Niederlage gingen wieder einmal die Punkte an die Gäste.

Die Anspacher Badmintontruppe hatte zwar aufgrund von Urlaub bzw. Verletzung ihre Stammspielerinnen nicht dabei. Aber bei den Hessen passt eben auch der zweite Anzug. So startete das Dillinger Damendoppel Amelie Storch/Annika Oliwa mit einer Niederlage in den 8. Spieltag, der gleichzeitig den Auftakt in die Rückrunde der 2. Bundesliga Süd bedeutete. Auch Tobias Güttinger/Christian Linder konnten im 1. Herrendoppel nicht punkten. So standen Florian Berchtenbreiter/Philip Merz mächtig unter Druck. Doch gerade in der Schlussphase beider Sätze fehlten den beiden die Unbekümmertheit oder das nötige Quäntchen Glück. Mit 19:21 und 22:24 ging so dieses Spiel an die Gäste aus Hessen.

Mit der Niederlage von Natalie Paul gegen die dreifache Landesmeisterin Theresa Wurm konnten schon jegliche Siegambitionen vergessen werden. Die Hoffnungen auf den ersten Spielpunkt keimten im Mixed. Christian Linder/Annika Oliwa gewannen den ersten Satz. Doch zur Enttäuschung der zahlreichen Fans auf der Tribüne ging es in den Entscheidungssatz. Hauchdünn ging es zu. Und wieder endete mit 19:21 ein Spiel denkbar knapp zu Ungunsten des TVD.

Es spricht für die Moral der Herren, dass sie in den anschließenden Einzelspielen nicht aufsteckten. Florian Berchtenbreiter erklärte dies später: „Wir wissen, dass es in den Endabrechnung um jedes Spiel, vielleicht sogar um jeden Satz oder gar um jeden Punkt gehen kann. Außerdem sind wir unserem tollen Publikum auch etwas schuldig.“

Und so stellten die drei Dillinger Herren wieder einmal ihre Bundesligatauglichkeit unter Beweis. Es hatte schon fast etwas Anrührendes, wie aufopferungsvoll Florian Berchtenbreiter und Philip Merz ihren jeweiligen Satzverlust wegsteckten und sich auch im Entscheidungssatz von Rückständen nicht beeindrucken ließen. Der Lohn der Mühe waren wichtige Siege und viel Applaus von der Tribüne. Beeindruckend war auch das Einzeldebüt von Tobias Güttinger. Gegen keinen Geringeren als Sebastian Ames holte er in zwei Sätzen den dritten Einzelpunkt und stellte damit das 3:5-Endergebnis fest. Das Schlusswort hatte da der Mannschaftsführer: „Da ist unsere Niederlage im 2. Doppel noch viel bitterer. Doch wir hoffen auf die nächsten beiden Heimspiele gegen Bischmisheim und Wehen, die Ende Januar nach Dillingen kommen. Spätestens dann müssen wir auch endlich mal einen Sieg landen.“

 

Das Warten geht weiter

Von Dieter Linder

 

(11.11.2012) Die erwartete 2:6-Niederlage gegen den Aufstiegsaspiranten TSV Neuhausen/Nymphenburg schmerzte nicht sehr. Zumal immerhin drei Spiele erst im dritten Satz zu Ungunsten der Dillinger entschieden wurden. Aber das Remis im Duell der Kellerkinder Dillingen und Neubiberg, das tut schon weh. Doch zeigt ein Blick in die Tabelle, wie wertvoll manchmal ein Spiel- oder ein Satzgewinn werden kann. Zumal auch bei den Konkurrenten nicht alles nach Wunsch verläuft. So mussten die Wehener gegen Mitaufsteiger Hanau eine Niederlage einstecken und fielen damit hinter den TV Dillingen zurück. Womit die Donaustädter zunächst mal auf einem Nichtabstiegsplatz rangieren, wenn auch punktgleich mit den siebt- und achtplatzierten TV Wehen bzw. TSV Neubiberg.

Es bedurfte schon etwas Überzeugungsarbeit, um Kok Pong Loke am Samstag in Neuhausen/Nymphenburg zu erklären, dass er nur einen Einsatz bekommt und er sich nach seiner Verletzung für das wichtige Spiel am Sonntag noch einige Körner aufsparen soll. Mit dieser Umstellung rückten Berchtenbreiter/Merz in das 1. Doppel, während Güttinger/Linder im 2. Doppel antraten. Im Gleichschritt gewannen die Dillinger den ersten Satz jeweils mit 19:21 gegen die favorisierten Neuhausener, die ebenfalls in Bestbesetzung antraten. Das 1. Doppel hatte in den beiden folgenden Sätzen auch aufgrund einer Leistungssteigerung der Gegner keine reelle Siegeschance mehr. Das 2. Doppel war im zweiten Satz knapp am Sieg vorbeigeschrammt und musste in die Verlängerung, die prompt verloren ging. Da auch das Damendoppel Oliwa/Storch chancenlos blieb, liefen die Nordschwaben einem Dreipunkte-Rückstand nach. Auch im Dameneinzel blieb Natalie Paul sieglos. Aber gerade im zweiten Satz nahm sie richtig Fahrt auf und stellte eine deutlich verbesserte Form unter Beweis. Wie wichtig diese Steigerung war, sollte sich noch zeigen!

Den ersten Punkt für das Dillinger Lager konnte Kok Pong Loke einfahren. Sein extra aus Minsk angereister Gegner zertrümmerte nach dem Spiel vor Ärger einen Schläger. Die Kommentare des Weißrussen während des Spiels blieben wohl auch besser ohne Übersetzung. Aber es war auch kein Wunder, denn Loke musste trotz lockeren Spiels zu keinem Zeitpunkt an seine Grenzen gehen und beherrschte sein Gegenüber nach Belieben.

Doch leider warteten die Donaustädter nun recht lange auf den nächsten Spielgewinn. Denn weder Güttinger/Oliwa noch Philip Merz konnten jubeln. Mit seiner Dreisatz-Niederlage wurde Merz zugleich seinen Nimbus los. War er doch der letzte Dillinger mit „Weißer Weste“. Den erfreulichen Schlusspunkt setzte dann Florian Berchtenbreiter, der im 2. Einzel den dritten Satz –wenn auch knapp mit 21:19 – für sich entscheiden konnte.

 

Mit der Sonntagbegegnung sollte nun gegen den Tabellennachbarn TSV Neubiberg erstmals ein doppelter Punktgewinn gelingen. Mehr als 100 begeisterte und lautstarke Zuschauer wollten mit Trommeln, Tröten und Klatschen das Heimteam unterstützen, wenn es auch nicht immer gelang. So reichte Kok Pong Loke/Tobias Güttinger im 1. Doppel ein 19:15-Vorsprung nicht zum Satzgewinn. Dafür kam souverän der zweite Satz. Immer wieder keimte dann die Hoffnung auf, dass der Entscheidungssatz ein gutes Ende nimmt. Doch dann gelang den Gegnern alles und dem Heimdoppel nichts. 0:1! Gegen das routinierte Gästedoppel spielten die Dillinger Damen gut mit. Doch hatten Annika Oliwa und Amelie Storch keine echte Siegmöglichkeit. Genau so deutlich holten dann aber Florian Berchtenbreiter/Philip Merz ihr Doppel und erreichten den Anschlusspunkt.

Alle Augen richteten sich nun auf Natalie Paul im Dameneinzel. Nahtlos konnte sie an ihre gute Leistung vom Vortag anknüpfen. Sie verteilte die Bälle mustergültig und zeigte sich läuferisch deutlich verbessert. Mit dem gewonnenen ersten Satz im Rücken gelang ihr in der Folge dann auch zur Erheiterung der Zuschauer mancher eigentlich missglückte Schlag. Mit dieser Saisonbestleistung stand es erfreulicherweise 2:2. Im Spitzeneinzel hatte dann Loke wenig Mühe und zauberte immer wieder überraschende Netzbälle. Erstmals waren damit die Dillinger Bundesligisten in Front.

Ob Tobias Güttinger dann noch das knappe Doppelergebnis im Kopf spukte, sollte offenbleiben. Da aber auch Annika Oliwa endlich einmal ein Erfolgserlebnis wollte, gingen die beiden anfangs noch sehr zuversichtlich in das Mixed. Doch mit Julia Schmidt stand ihnen eine der besten deutschen Mixedspielerinnen gegenüber. Da ihr mit Timo Courage zudem ein sehr erfahrener Partner zur Seite stand, war die Messe schneller gelesen als dem Dillinger Duo lieb war.

Mit diesem 3:3-Zwischenstand ging es in die beiden abschließenden Einzel. Mit Florian Berchtenbreiter im 2. Einzel und Philip Merz im 3. Einzel hatten die Gastgeber zwei heiße Eisen im Feuer. Bei Florian sah es zunächst auch gut aus. Doch er konnte im ersten Satz seinen Vorsprung nicht ins Ziel retten und hatte in der Verlängerung das Pech, dass ihm der Ball von der Netzkante zum 21:23 zurücksprang. Auch im zweiten Satz ging es eng zu und bei 19:18 fehlte nicht viel zum Spielpunkt. Doch erneut agierte der Dillinger Kapitän unglücklich und musste den Spielverlust hinnehmen.

Und so ganz spurlos ging diese Nervenprobe auch nicht an dem sonst so ruhigen Philip Merz vorbei. Eine ungewohnt hohe Eigenfehlerquote brachte ihn anfangs immer wieder in Bedrängnis. Doch in der Endphase zeigte sich, dass er doch über einige Jahre Erfahrung aus ähnlichen Bundesligaspielen verfügt. So quittierte er mit der hochgereckten Siegesfaust deutlich den Satzgewinn. Auch der zweite Satz verlief knapp. Nach gut der Hälfte des Satzes richteten sich die Zuschauer darauf ein, dass das Nachhausegehen noch verschoben werden muss. Doch Philip wäre nicht Philip. Wieder kämpfte er sich heran, die Schiedsrichterentscheidungen wurden nun auch nicht mehr ganz so klaglos hingenommen und die Spannung stieg. Mittlerweile dachte man nicht mehr an den versäumten doppelten Punktgewinn, sondern hoffte darauf, dass zumindest das Unentschieden kam. Und beim 21:19 erlöste der Rheinland-Pfälzer sein Team. Aber auch die Zuschauer quittierten mit viel Applaus die hervorragenden Leistungen, die beide Teams zeigten und die sich ganz und gar nicht als Abstiegskandidaten präsentierten.

Und das ganze leise Schlusswort wurde dann im Dillinger Lager ganz trotzig gesprochen: „Dann holen wir die nötigen Punkte zum Klassenerhalt eben in der Rückrunde.“ Und mit dieser klaren Ansage richteten sich dann die Augen schon während des Abbaus der Spielfelder nach vorne. Geht es doch schon am 2. Dezember 2012 ab 14.00 Uhr in eigener Halle gegen Erstligaabsteiger Anspach in die Rückrunde der 2. Bundesliga Süd.

 


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