Mitteilungen des TV Refrath (2. Mannschaft)

 

Liga-Zugehörigkeit: 2. Bundesliga Nord

Homepage: www.tvr-badminton.de

 

 

  

  

Refrath 2 ist Meister

TV Refrath 2 – Meister der 2. Liga Nord. Foto: TV Refrath.

Von Heinz Kelzenberg

 

(24.03.2014) Am 22. März 2009 war dem TV Refrath durch den zweiten Sieg gegen die SG Anspach in den Relegationsspielen der Aufstieg in die 1. Bundesliga gelungen. Auf den Tag genau fünf Jahre später nun hat die 2. Mannschaft die Meisterschaft in der 2. Liga Nord gewonnen und wäre zum Direktaufstieg berechtigt, wenn das 1. Team des Clubs nicht schon erstklassig wäre.

Einen Spieltag vor Schluss schaffte die Mannschaft von Team-Manager Daniel Winkelmann durch einen 5:3-Sieg über den Tabellenzweiten FC Langenfeld dieses Kunststück. Vor 100 Zuschauern konnten zu Beginn Iris Tabeling und eine gut aufgelegte Hanna Kölling das Damendoppel gewinnen, welches sie im Hinspiel verloren hatten. Dies war Kölling übrigens auch schon im Relegationsfinale 2009 gelungen, damals an der Seite von Britta Hogrefe.

Leider unterlagen beide Herrendoppel (Roth/Szilagyi und Beck/Byerly) ihren Gegnern und auch Mette Stahlberg war der Deutschen Vizemeisterin Fabienne Deprez nicht gewachsen. Beim Zwischenstand von 1:3 drohte eine Niederlage, doch starke eigene Leistungen, Verletzungspech des Gegners und ein unbändiger Wille des gesamten Teams führten schließlich dazu, dass die Partie mit 5:3 gewonnen werden konnte. Zunächst hatte Lars Schänzler seinen leicht verletzten belgischen Gegner Moreels dominiert, bevor Fabian Roth den Dritten der Deutschen Meisterschaften, Kastens, in zwei Sätzen bezwingen konnte. Dieser musste bei 10:15 im zweiten Durchgang wegen Rückenbeschwerden aufgeben. Ein überzeugender Kai Waldenberger, der sich gegen Wachenfeld für die Niederlage im Hinspiel revanchierte, und ein gewohnt spielstarkes Mixed mit Beck/Tabeling sorgten für den viel umjubelten Endstand von 5:3 für TV Refrath 2. Der Jubel war groß und die anschließende Meisterfeier mehr als verdient. Da am finalen Spieltag sonntags mit Fabian Roth und Iris Tabeling zwei Leistungsträger an das 1. Team abgestellt werden mussten, war das letzte Ziel der Refrather, in der gesamten Saison ungeschlagen zu bleiben, nicht mehr zu erreichen.

Man mühte sich redlich, doch gegen die starken und motivierten Gegner vom BV Wesel Rot-Weiss war kein Kraut gewachsen. Trotz guter Leistungen in allen acht Spielen war es lediglich Kai Waldenberger, der einen Ehrenpunkt holen konnte. Dadurch ging die Vizemeisterschaft an Wesel. Da sich das Refrather Team jedoch am Vortag beim FC Langenfeld und dessen Vereinsführung versichert hatte, im Falle einer Vizemeisterschaft nicht aufsteigen zu wollen, fiel diese sportliche „Entgleisung“ auch nicht ins Gewicht. Nun hat Wesel die Chance, den Sprung ins Badminton-Oberhaus zu wagen.

TVR-Chef Kelzenberg war schließlich voll des Lobes für das Team angesichts dieser überragenden Saison. Mit Bedauern trennt man sich jedoch gleichzeitig von der für die 2. Liga zu starken Iris Tabeling, die es in die 1. Bundesliga zieht, vom TVR als dritte Dame neben Chloe Magee und Carla Nelte jedoch nicht finanziert werden kann.

Heinz Kelzenberg: „Wir sind Iris als vorbildliche Athletin und Teamplayerin für die letzten zwei Jahre sehr dankbar.“ Ihre letzten Spiele für den TVR wird die 22-jährige Niederländerin im 1. Team bestreiten.

Refrath 2 wird ab Sommer mit reduziertem Kader in seine dritte Zweitligasaison gehen, denn Raphael Beck und Fabian Roth werden in die 1. Mannschaft aufrücken und dem 2. Team höchstens am Anfang einige Male zur Verfügung stehen.  

  

„Meisterstück“ für TVR 2 wichtiger denn je

Fabian Roth. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(17.03.2014) Beim Blick auf die Tabelle der 2. Liga Nord könnten sich die Refrather Badmintonfans eigentlich zurücklehnen und diesen Anblick genießen, denn mit drei Zählern Vorsprung nimmt die Zweitvertretung nach wie vor die Tabellenspitze in Beschlag. Am kommenden, dem letzten, Doppelspieltag dieser Saison geht es nun gegen die Verfolger aus Langenfeld und Wesel, die sich in den letzten Wochen und Monaten mit dem Thema „Bundesligaaufstieg“ befassen mussten, weil Refrath 2 nicht ins Oberhaus aufsteigen darf. Dass sich die Situation nun vielleicht anders darstellt, weil Refrath 1 alles andere als gesichert in der 1. Liga zu sein scheint, macht die kommenden Begegnungen umso interessanter. Heinz Kelzenberg glaubt: „Auch wenn uns niemand wirklich etwas Schlechtes wünscht, möchten am Wochenende sowohl Langenfeld als auch Wesel gegen uns gewinnen, das ist doch völlig normal.“

Dass beide das Zeug dazu haben, steht nominell fest, aber im Refrather Lager blickt man optimistisch auf die bevorstehenden Aufgaben und freut sich auf ein tolles Saisonfinale. Refrath 2 geht am Samstag (14 Uhr, Halle Steinbreche) in Bestbesetzung an den Start, wenn der Tabellenzweite ins Bergische kommt. Ein Unentschieden würde bereits am selben Tag die Meisterschaft in der 2. Liga Nord bedeuten – einer der größten Erfolge der Vereinsgeschichte und auf den Tag genau fünf Jahre nach dem Bundesligaaufstieg der 1. Mannschaft am 22.3.2009. Dieser Punkt würde jedoch auch das „ultimative Sicherungs-Update“ für die 1. Mannschaft sein, die dann befreit ihre letzten Aufgaben bestreiten könnte. Da mit Raphael Beck und Fabian Roth zur neuen Saison zwei Leistungsträger in die Erstligamannschaft des TVR wechseln sollen und der Rest des Teams von Daniel Winkelmann nicht im Falle des Falles zwangsweise in die Regionalliga absteigen möchte, kann sich jeder Zuschauer sicher sein, dass man gerade am kommenden Wochenende eine hoch motivierte Zweitligamannschaft des TV Refrath erleben wird. Heinz Kelzenberg: „Ich freue mich richtig auf ein gutes, spannendes Spiel, in dem es für jeden Motivation genug geben wird, alles zu geben.“

  

Vier Punkte auf dem Weg zur Meisterschaft

Mette Stahlberg gewann beide Spiele in der 2. Liga. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(23.02.2014) Mit sehr viel Optimismus war das Zweitligateam des TV Refrath am vergangenen Wochenende nach Berlin und Gifhorn gereist, um dort gegen zwei Gegner aus der unteren Tabellenhälfte vier Punkte einzufahren.

Am Samstag hieß in Kreuzberg der Gegner Südring Berlin, vor und nach diesem Doppelspieltag Tabellenletzter der 2. Liga. Ohne schottische und polnische Verstärkung hatten die Gastgeber sehr wenige Chancen gegen den Tabellenführer aus dem Bergischen und verloren schließlich mit 1:7. Lediglich das Damendoppel mit Iris Tabeling und Hanna Kölling strauchelte mit 19:21 im dritten Satz.

Am Sonntag dann musste das Team um den zweifachen Deutschen Jugendmeister Fabian Roth nach Niedersachsen zum BV Gifhorn, der im Laufe der Saison vom Top-Favoriten auf den Aufstieg zum Abstiegskandidaten geworden ist. Heinz Kelzenberg: „Gifhorn hatte immer wieder Personalprobleme, hat aber meines Erachtens auch vielleicht auf die falschen Leute gesetzt.“

Wie bereits in der Hinrunde kam gegen den TVR der mit Abstand stärkste Spieler der Liga, der Inder Arvind Bhat, zum Einsatz. Bhat gewann sein Doppel und erteilte dem 18-jährigen Roth im 1. Einzel eine Lehrstunde (21:11, 21:10). Da dies jedoch die beiden einzigen Niederlagen am Sonntag waren, gewann TV Refrath schließlich mit 6:2.

Das Damendoppel hatte den ersten Satz verschlafen, letztlich jedoch dann klar gewonnen, und auch der stark aufgelegte Youngster Lars Schänzler profitierte im entscheidenden dritten Satz bei 11:6-Führung gegen den Finnen Koljonen von dessen Aufgabe. Kelzenberg: „Da lief für Gifhorn nicht alles nach Wunsch und für uns absolut nach Maß. Vier Punkte waren unser Ziel und die nehmen wir mit nach Hause.“

Zwei Spieltage vor Schluss hat TVR 2 nun drei Punkte Vorsprung vor dem FC Langenfeld, dem einzigen Verein, der Refrath noch die Meisterschaft streitig machen kann. Bereits am 22. März kommt es in Refrath dann genau zur Begegnung dieser beiden Mannschaften und dem TV Refrath genügt ein Unentschieden, um den Meistertitel in der 2. Liga Nord zu erringen.

Heinz Kelzenberg: „Langenfeld möchte aufsteigen und wird alles geben, um mindestens den zweiten Platz zu halten.“ Dieser würde zum Aufstieg in die Eliteklasse berechtigen, sollte Refrath 1 den Klassenerhalt in der 1. Bundesliga schaffen. Der Tabellenführer wiederum möchte die Saison ungeschlagen und als Erster beenden. Für Spannung ist also bis zum Saisonende gesorgt.

 

Vorletzter Doppelspieltag

Leistungsträgerin in der 2. Liga: Iris Tabeling. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(17.02.2014) Der Tabellenführer der 2. Bundesliga Nord heißt auch nach zehn von 14 Spieltagen noch TV Refrath 2. Mit zwei Punkten Vorsprung vor den Verfolgern aus Langenfeld und Wesel reist die Bundesliga-Reserve bereits am Freitag nach Berlin, um dort beim Tabellenletzten Südring Berlin anzutreten.

Dabei ist es der TVR den Mitkonkurrenten um den Abstieg schuldig, in Bestbesetzung aufzulaufen. Heinz Kelzenberg: „Wir haben in der laufenden Saison immer wieder Spieler zurückgehalten, in der 1. Liga auszuhelfen. Jetzt ziehen wir das auch durch und möchten Meister der 2. Liga Nord werden. Mit sechs Herren und drei Damen geht man dabei zu Werke und vor allem der Einsatz von Iris Tabeling, Raphael Beck und Fabian Roth ist dabei besonders wichtig. Alle drei hätten die Motivation, aber auch das Format, die restlichen Spiele im 1. Team des TVR zu bestreiten, doch man möchte sich nicht dem Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung aussetzen und spielt bis zum Saisonende „volles Brett“.

Heinz Kelzenberg: „Die Mannschaft möchte geschlossen Meister werden, bevor sie nach der Saison ihr Gesicht verändern wird, doch dazu später.“ In Berlin erwartet den TVR 2 eine um jeden Zentimeter kämpfende Truppe, die ihre letzten Chancen nutzen möchte, den drohenden Abstieg zu verhindern. Die Hauptstädter benötigen eigentlich drei Punkte aus ihren beiden Begegnungen, um die Situation nicht drastisch zu verschlechtern.

Am Sonntag tritt der TVR beim ursprünglichen Meisterschaftsfavoriten und Erstligaabsteiger BV Gifhorn an. Die Niedersachsen stehen aktuell auf dem sechsten Platz der Tabelle und benötigen noch dringend Punkte, um nicht weiter abzurutschen, Deshalb ist auch zu erwarten, dass der zweite Refrather Gegner in internationaler Bestbesetzung auflaufen wird. So sollte der Inder Arvind Bhat auf jeden Fall im Team stehen, der Einsatz der deutschen Rekordnationalspielerin Nicole Grether scheint ebenfalls nicht unwahrscheinlich.

Heinz Kelzenberg stapelt tief: „Da müssen unsere Youngster schon alles zeigen, was sie drauf haben. Sonst halte ich Gifhorn für favorisiert, aber andererseits haben sie jede Menge Druck.“

 

Überragendes Not-Team des TV Refrath

Raphael Beck und Mark Byerly – Matchwinner im Spiel gegen den TSV Trittau. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(19.01.2014) Nachdem die Verantwortlichen des Refrather Zweitligateams noch Anfang letzter Woche selbstsicher verkündet hatten, in Bestbesetzung gegen die beiden Nordteams aus Wittorf und Trittau antreten zu können, folgte eine Hiobsbotschaft nach der anderen. Zunächst sagte am Dienstag die Nummer zwei des TVR, Lars Schänzler, wegen einer Zerrung ab, am Donnerstag folgte der krankheitsbedingte Ausfall von Spitzenspieler Fabian Roth. Es blieben vier Herren übrig, zwei davon alles andere als Einzelspezialisten. Mit nur einem etatmäßigen Herreneinzelspieler, nämlich Kai Waldenberger, ging man am Samstag in die Begegnung gegen Blau-Weiss Wittorf. Dem 2. Doppel Waldenberger/Szilagyi gelang gleich zu Beginn eine echte Überraschung, so dass es nach dem weiteren Dreisatzsieg von Tabeling/Kölling im Damendoppel 2:0 für den TVR stand. Leider spielte das 1. Herrendoppel Beck/Byerly deutlich unter Form, so dass Wittorf durch diesen Erfolg auf 1:2 heran kam.

Dank einer überragenden Leistung von Kai Waldenberger (Dreisatzsieg gegen den Polen Hawel) stand es zwischenzeitlich 3:1, doch Niederlagen von Johannes Szilagyi und Mark Byerly sorgten für den Ausgleich. Leider nutzte Mette Stahlberg an diesem Tag ihre Siegchance nicht, so dass vor dem abschließenden Mixed von Beck/Tabeling gegen die britische Kombination Campbell/Bok das Schlimmste drohte. Doch das in dieser Saison ungeschlagene Refrather Mixed spielte souverän und gewann schließlich zum 4:4-Endstand mit 21:16, 21:19. Heinz Kelzenberg: „Ein gerechtes Ergebnis, mit dem ich vor, während und auch nach dem Spiel zufrieden war und bin.“

Am Sonntag kam der TSV Trittau mit seiner 2. Mannschaft in die Halle Steinbreche. Trittau hatte sich im Vorfeld zum Ziel gesetzt, mindestens den zweiten Platz erfolgreich zu verteidigen, um bei gleichzeitigem Abstieg seines Spitzenteams aus der 1. Liga aufsteigen zu können. Doch die Zuschauer in der Refrather Halle erlebten eines der besten und spannendsten Spiele in der gesamten Zweitligazeit des TVR – und das auch noch mit einem guten Ende.

Zunächst hatte sich für diesen Spieltag Doppelspezialistin Hanna Kölling noch abgemeldet, da sie sich auf ihre Prüfungen vorbereiten musste. Für sie ging an der Seite von Iris Tabeling die 18-jährige Janice Kaulitzky aus dem Oberligateam ins Rennen und sorgte für den 1:0-Vorsprung. Szilagyi/Waldenberger wussten wie am Vortag zu überzeugen, hatten Matchball, verloren dann jedoch ihr Doppel im entscheidenden dritten Satz. Es folgte die vielleicht beste Leistung bis dato von Raphael Beck und Mark Byerly, die das sehr stark eingeschätzte Trittauer Spitzendoppel förmlich auseinander nahmen. Zu diesem Zeitpunkt kam große Hoffnung auf Refrather Seite auf, weiterhin ungeschlagen zu bleiben, denn Mette Stahlberg erhöhte durch einen Sieg im Dameneinzel auf 3:1. Leider waren anschließend Kai Waldenberger und Johannes Szilagyi ihren Gegnern an diesem Tag deutlich unterlegen, so dass die beiden letzten Begegnungen, das 3. Herreneinzel und das Mixed, den Ausschlag geben mussten.

Nahezu parallel spielten Mark Byerly und Raphael Beck/Iris Tabeling, angetrieben von den Refrather Fans. Das Mixed erwischte keinen guten Start, während Byerly dem indonesischen Routinier Dharma Gunawi den ersten Satz abnehmen konnte. Heinz Kelzenberg: „Dieser Satzgewinn war enorm wichtig, weil Mark dann seine physische Überlegenheit mit einem Satz Vorsprung ausspielen konnte.“ Nachdem das Mixed in einem erstligareifen Match mit 2:1 die Oberhand behalten hatte, wollten alle TVR-ler den Sieg und trieben Mark Byerly im dritten Durchgang lautstark nach vorn. Unter großem Jubel gewann der 20 Jahre alte frisch gebackene Westdeutsche Doppelmeister dann mit 21:14 und sorgte für den 5:3-Endstand. Teammanager Daniel Winkelmann: „Damit hatten wir nun wirklich überhaupt nicht gerechnet. Umso schöner ist dieser Erfolg, weil ohne drei Stammspieler diesmal andere die ‚Big Points‘ geholt haben.“ Ein besonderes Lob bekamen auch die Verletzten Fabian Roth und Lars Schänzler, die ihr Team durch die Übernahme von Coaching-Aufgaben tatkräftig unterstützten. „Das ist noch lange nicht normal und spricht für die enorm gute Moral in unserer 2. Mannschaft.“

Nun sind wieder fünf Wochen Pause, bevor der TVR 2 in die Begegnungen gegen Gifhorn und Berlin geht, die beide gegen den Abstieg spielen.

  

Endlich wieder Bundesliga – 2. Mannschaft in Top-Besetzung

Fehlte im Hinspiel: Lars Schänzler. Foto: TVR.

Von Heinz Kelzenberg

 

(13.01.2014) Die Pause für das Zweitligateam des TV Refrath war lange genug, hatte man doch zum Rückrundenauftakt am 1. Dezember das letzte Mal zusammen gespielt. Grund genug, bei Doppel-Heimspieltag am 18. und 19. Januar (jeweils 14 Uhr in der Halle Steinbreche) „komplett“ anzutreten. Teammanager Daniel Winkelmann: „Das Team freut sich, endlich wieder zusammen spielen zu können, man sieht sich ja nicht so oft, weil die Trainingsorte unterschiedlich sind.“

Raphael Beck beispielsweise trainiert am OSP Saarbrücken und die beiden U19er Lars Schänzler und Fabian Roth am Stützpunkt in Mülheim. Iris Tabeling, die einzige ausländische Akteurin im Team, lebt und trainiert am niederländischen Top-Sport-Zentrum in Arnheim. Ob das Team vielleicht sogar zum letzten Mal in dieser Besetzung antreten wird, ist nicht ganz unwahrscheinlich, weil es, so TVR-Chef Heinz Kelzenberg, „Tabeling, Beck und Roth in die 1. Bundesliga zieht“.

„Nach den beiden Spielen gegen Wittorf und Trittau 2 werden wir weitersehen, was für die Spieler und die personelle Gesamtsituation am besten ist.“ Ziel am Wochenende sind zunächst einmal vier Punkte gegen zwei Teams, die man in der Hinrunde jeweils besiegen konnte. Doch man kann diesmal davon ausgehen, dass beide Gegner aus Schleswig-Holstein alles geben werden, um zu punkten. Wittorf blickt nach unten und benötigt jeden Zähler und Trittau 2 rüstet für das „Unternehmen zweiter Platz“, der für den Fall, dass das erste Team des TSV aus dem Oberhaus absteigen würde, den Platz in der 1. Liga sichern würde.

Heinz Kelzenberg: „Im Grunde ist es eine verrückte Situation, dass zwei zweite Mannschaften die Liga anführen.“ Viele Experten haben das Gefühl, dass niemand so richtig aufsteigen möchte in dieser 2. Liga Nord.

Bekanntermaßen darf TVR 2 nicht aufsteigen, hat jedoch nichts dagegen, Meister zu werden. Daniel Winkelmann: „Wir haben drei Zähler Vorsprung und wollen kein Spiel verlieren.“ Wie eng es jedoch letztlich in der Liga zugeht, verdeutlicht das Ergebnis des Hinspiels bei BW Wittorf (5:3 aus TVR-Sicht), als Refrath (damals jedoch ohne Schänzler und Szilagyi) zwei Spiele erst in der Verlängerung des dritten Satzes gewinnen konnte. Inzwischen trennen die Mannschaften sieben Punkte, obwohl sie offenkundig leistungsmäßig nah beieinander liegen. Für Spannung ist also gesorgt.

Ihr Debüt gibt am Sonntag die 18-jährige Janice Kaulitzky, die gemeinsam mit Iris Tabeling das Damendoppel spielen wird, weil Hanna Kölling nur am Samstag spielen kann. Mette Stahlberg wird an beiden Tagen Einzel spielen, genau wie Fabian Roth, Lars Schänzler und Kai Waldenberger. Für die Doppel sind neben Roth und Beck Johannes Szilagyi und Mark Byerly vorgesehen. Der Eintritt in der Halle Steinbreche ist an beiden Tagen wie immer frei.

   

Pflichtsieg gegen starkes Kellerteam

Matchwinnerin Iris Tabeling. Foto: TVR.

 

Von Heinz Kelzenberg

 

(02.12.2013) Zum Start der Rückrunde reiste die 2. Mannschaft des TV Refrath am Sonntag ins benachbarte Solingen, um dort gegen einen der drei Gegner aufzuschlagen, denen es bisher gelungen war, gegen den TVR 2 unentschieden zu spielen. Ohne Lars Schänzler war die Mannschaft in einem Herreneinzel geschwächt angetreten, doch angesichts der Tatsache, dass der STC die Begegnung ohne ausländische Herren bestritt, war dies überhaupt kein Nachteil mehr.

Solingen machte einen hervorragenden Job und wirkte nicht wie ein Abstiegskandidat, obwohl der STC lediglich vier Pünktchen auf dem Pluskonto zu verzeichnen hat. Nach drei knappen Doppeln hieß es 2:1 für den TV Refrath, wobei auch ein 1:2 oder ein 3:0 möglich gewesen wäre. Iris Tabeling konnte an der Seite der gut aufspielenden Hanna Kölling das Damendoppel knapp in zwei Sätzen für sich entscheiden.

In den Herreneinzeln eins und zwei sah sich der TVR als Favorit und genau dieser Rolle wurden Fabian Roth und Kai Waldenberger auch gerecht. Beide gewannen in zwei Durchgängen, doch weil Mette Stahlberg in zwei ganz knappen Durchgängen gegen die Belgierin Vandenhoucke verlor, blieb Solingen auf Tuchfühlung, denn auch das 3. Einzel konnte von der Heimmannschaft gewonnen werden.

Beim Stand von 4:3 für die Gäste wurde schließlich das Mixed gespielt, in dem Beck/Tabeling los legten „wie die Feuerwehr“, jedoch den zweiten Satz knapp abgeben mussten. Auf gewohnt sichere Weise holte die bislang ungeschlagene Paarung aber das Match und schließlich den Gesamtsieg für das Refrather Zweitligateam.

Nach acht von 14 Spieltagen liegt die Bundesligareserve nun mit drei Punkten Vorsprung auf ein Trio in der Tabelle auf dem ersten Platz. Nun wird in Ruhe beraten, wie die Rückrunde angegangen werden soll, da man selber nicht aufsteigen kann und die 1. Mannschaft etwas in Not geraten ist.

Zur Solinger Mannschaft äußert sich Heinz Kelzenberg sehr anerkennend: „Gutes Team mit guter Moral. Schade, wenn der Einsatz der deutschen Spieler am Ende mit dem Abstieg bestraft wird.“

  

Freundschaftliche Revanche in Solingen

Lars Schänzler fehlt dem Team in Solingen.

 

Von Heinz Kelzenberg

 

(25.11.2013) Am Sonntag beginnt die Rückrunde in der 2. Bundesliga mit dem West-Duell STC BW Solingen – TV Refrath 2. Dieses Spiel endete zu Saisonbeginn leistungsgerecht 4:4, wobei das Remis angesichts der gezeigten Leistungen aus Refrather Sicht eher als enttäuschend eingestuft wurde.

Nun hat man sich mit der Herbstmeisterschaft inzwischen mehr als rehabilitiert und den damals gleich guten Gegner deutlich hinter sich gelassen. Solingen steht aktuell auf Rang sieben der Tabelle, der jedoch augenblicklich zum Klassenerhalt reichen dürfte, da nur ein Team absteigen wird.

In dieser Konstellation fährt der TV Refrath durchaus als Favorit in die Klingenstadt, wenn auch auf einer Position geschwächt. So wird Lars Schänzler parallel in der 1. Liga gebraucht und Mark Byerly im 3. Einzel auflaufen. Für zwei TVR-ler sollte das Spiel zu einer Art „Revanche“ werden, denn Fabian Roth unterlag dem Engländer Rhys Walker und auch Iris Tabeling verlor im Damendoppel an der Seite von Mette Stahlberg. Beide möchten diesmal den Spieß umdrehen und damit die Basis für einen Erfolg ihrer Mannschaft legen.

Da beide Teams darüber hinaus jedoch keinerlei Rivalität untereinander haben, kann man von einer „freundschaftlichen Revanche“ sprechen. TVR-Chef Heinz Kelzenberg: „Solingen möchte sich mehr und mehr vom Einsatz vieler Ausländer verabschieden und hat sich bereits in diesem Jahr ein freiwilliges Limit auferlegt, indem sie pro Spiel drei deutsche Spieler einsetzen. Ich finde, das ist ein guter Weg.“

Dass man auf Solinger Seite gegen den Abstieg spielt, ist jedoch auch darauf zurück zu führen, dass die neue Nummer eins des STC, der Niederländer Oey, noch kein Mal zum Einsatz gekommen ist. Auch am Sonntag wird er fehlen und es könnte sein, dass der eine oder andere ausländische Spieler für diesen Einzelspieltag auch nicht eingeflogen wird.

Refraths Teammanager Daniel Winkelmann: „Bis auf Lars sind wir komplett und möchten auf jeden Fall zwei Punkte mit nach Hause nehmen. Ich denke, das ist auch möglich.“

   

TV Refrath 2 ist Herbstmeister

Kai Waldenberger (r.) coacht nach seiner Niederlage den Mannschaftskollegen Lars Schänzler zum Sieg. Foto: TVR.

 

Von Heinz Kelzenberg

 

(11.11.2013) Mit beeindruckendem Teamgeist und individueller Leistungsstärke konnte das junge Zweitligateam des TV Refrath die beiden Verfolger aus Langenfeld und Wesel auf Distanz halten und blieb auch zum Ende der Hinrunde in der 2. Bundesliga Nord ungeschlagen.

Die Mannschaft von Betreuer Daniel Winkelmann wusste, dass beide Gegner an diesem Wochenende hoch motiviert zu Werke gehen würden, um sein Team als Tabellenführer zu schlagen. Am Samstag war man zunächst beim FC Langenfeld zu Gast, der ohne den belgischen Einzelspezialisten Moreels antreten musste. Nach zwei deutlich gewonnenen Herrendoppeln war bereits früh eine Art Vorentscheidung für den TVR gefallen, auch wenn das Damendoppel gleichzeitig unterlag.

Es folgten zwei blitzsaubere Auftritte von Fabian Roth und Lars Schänzler, die ihre Gegner Kastens und McCarthy in zwei Durchgängen besiegen konnten. Leider unterlag Kai Waldenberger im 2. Herreneinzel ebenso wie Mette Stahlberg gegen die ehemalige schweizerische Weltklassespielerin Cicognini.

Im abschließenden Mixed wurden Raphael Beck und Iris Tabeling ihrer Favoritenrolle gerecht und gewannen deutlich gegen Joppien/Deprez. Heinz Kelzenberg, der nach Langenfeld als zweiter Coach mitgefahren war: „Lediglich der erste Satz im Einzel von Fabian Roth war knapp, dann hat er sein Potenzial gezeigt. Die übrigen Spiele, die wir gewonnen haben, waren deutlich.“

Am Sonntag kam es im „Finale um die Herbstmeisterschaft“ zum Heimspiel des TVR gegen den Verfolger BV Wesel RW, der aktueller Favorit auf den Aufstieg in die 1. Liga ist. Nach den drei Doppeln zum Start stand es 2:1 für den Gast, wobei sich sowohl das 1. Herrendoppel als auch das Damendoppel der Gäste in beeindruckender Form präsentierten. Lediglich das Doppel von Johannes Szilagyi und Fabian Roth ging deutlich an Refrath.

Optimistisch war man auf Refrather Seite im Hinblick auf die drei Herreneinzel, doch Kai Waldenberger lief wie am Vortag seiner üblichen Form hinterher. Parallel konnte der frisch gebackene Fünfte der Jugend-WM, Fabian Roth, seinen österreichischen Kontrahenten Luka Wraber mit 21:13 und 21:16 deutlich auf Distanz halten. Wraber, immerhin die Nummer 110 der Weltrangliste, hatte an diesem Tag keine Chance.

Dies galt auch für Mette Stahlberg in der Partie gegen die Russin Ella Diehl, wobei die 22-jährige Refratherin eines ihrer besten Saisonspiele zeigte. Es folgte eine wahre Demonstration in Sachen Mixed, in dem die beiden bis dato ungeschlagenen Paarungen der 2. Bundesliga aufeinandertrafen. Doch der Österreicher Roman Zirnwald und Bundeskaderspielerin Kira Kattenbeck hatten dem extrem motivierten Duo Raphael Beck/Iris Tabeling nicht viel entgegenzusetzen und unterlagen klar in zwei Durchgängen.

Das abschließende 3. Herreneinzel zwischen Routinier Thorsten Hukriede und Youngster Lars Schänzler war beim Stand von 3:4 aus Refrather Sicht mit Spannung erwartet worden. Viele erinnerten sich an Schänzlers hauchdünne Niederlage in der vorangegangenen Saison. Doch diesmal zeigte Schänzler von Beginn an, wie er sich in den letzten Monaten verbessert hat, und ließ seinem Gegner beim 21:10, 21:17 sehr wenig Chancen, sich zu entfalten.

Der Jubel war groß, denn das 4:4 war nicht nur leistungsgerecht, sondern bedeutete auch die Tabellenführung nach dem Ende der Hinrunde in der 2. Bundesliga.

Kai Waldenberger: „Das Tolle an unserer Mannschaft ist, dass jeder für jeden da ist. Jeder kann mal schlecht spielen und die anderen gleichen es dann durch gute Leistungen aus. An diesem Wochenende ging bei mir nicht viel.“

In diesem Jahr findet nur noch ein Einzelspieltag statt, am 1.12. in Solingen.

   

Refrath 2 gegen die Verfolger aus Langenfeld und Wesel

Hanna Kölling (vorne) und Iris Tabeling. Foto: TVR.

 

Von Heinz Kelzenberg

 

(04.11.2013) Nach fünf von 14 Spieltagen steht die Zweitvertretung des TV Refrath in der 2. Bundesliga auf Tabellenplatz eins. 8:2 Punkte in fünf Spielen ohne Niederlage sprechen eine deutliche Sprache – dass sich das Team in der 2. Liga etabliert hat und einzelne Spieler eher in Richtung 1. Liga schauen als nach unten. Natürlich darf das Team von Manager Daniel Winkelmann nicht aufsteigen, aber es spricht laut ihm auch „nichts dagegen, bis zum Saisonende vorne mitzuspielen“.

Natürlich ist noch nicht klar, ob beispielsweise Fabian Roth über kurz oder lang fest in das 1. Team rücken wird. Dennoch ist die Mannschaft mit sechs Herren und drei Damen auch in der Breite so gut besetzt, dass man auch in diesem Fall wettbewerbsfähig bleiben würde.

Am 9. und 10.11. geht es gegen die beiden Verfolger aus Langenfeld und Wesel, die sich beide langsam aber sicher mit dem Gedanken beschäftigen müssen, gemeinsam mit dem BV Gifhorn den Aufstiegsplatz auszuspielen. Beide Teams hält Winkelmann für sehr stark, jedoch hat Refraths erster Gegner (Samstag 14 Uhr, Langenfeld, Lindberghstraße) bereits zwei seiner Begegnungen mit 3:5 verloren.

Der BV Wesel Rot-Weiss wiederum (Sonntag, 14 Uhr, Halle Steinbreche) hat mit seinen fünf ausländischen Akteuren lediglich gegen Langenfeld verloren und einen weiteren Punkt gegen Gifhorn abgegeben. Heinz Kelzenberg glaubt: „Ein Sieg in Refrath würde die Weselaner von jetzt auf gleich zu einem Aufstiegsfavoriten machen.“ Dies hätte für ihn einen besonderen Charme, da beide Gegner zu Saisonbeginn eher den Klassenerhalt als Ziel hatten: „Das war sicherlich stark untertrieben, aber im Grunde hat jeder den BV Gifhorn als Top-Favoriten angesehen.“ Ob schließlich der Erstligaaufstieg für Langenfeld oder Wesel überhaupt von Interesse wäre, sollten beide Vereine jedoch erst dann beraten, wenn für sie gegen den TV Refrath am Wochenende etwas Zählbares herausspringt.

Refrath spielt in Bestbesetzung, d. h. mit den beiden Jugend-WM-Fahrern Fabian Roth und Lars Schänzler, sowie mit Raphael Beck, Mark Byerly, Kai Waldenberger und Johannes Szilagyi. Auch die Niederländerin Iris Tabeling ist mit von der Partie und führt das Damentrio mit Hanna Kölling und Mette Stahlberg auf Refrather Seite an.

Daniel Winkelmann: „Wir wären mit zwei Unentschieden zufrieden und freuen uns auf beide Begegnungen.“ 

 

Refrath 2 weiterhin an der Spitze

Teamfoto TV Refrath 2. Foto: TVR.

 

Von Heinz Kelzenberg

 

(13.10.2013) Das erste Doppel-Heimspielwochenende der Saison hätte in beiden Begegnungen unterschiedlicher nicht laufen können. Dass am Ende für die 2. Mannschaft des TV Refrath ein deutlicher Sieg und ein unglückliches Unentschieden dabei heraus kamen, zeigt, zu welchen Leistungen die junge Mannschaft des TVR im Stande ist.

Am Samstag kam mit Südring Berlin eine Mannschaft aus der unteren Tabellenhälfte zum aktuellen Spitzenreiter, und das auch noch stark ersatzgeschwächt. Somit gelang es dem Team vom Prenzlauer Berg lediglich, das Dameneinzel für sich zu entscheiden. Hier unterlag Mette Stahlberg der Polin Walaszek in zwei Sätzen. Weiterhin musste nur das Damendoppel in den Entscheidungssatz, die sechs Herrenspiele gingen glatt an die Bergischen.

Teammanager Daniel Winkelmann: „In dieser Besetzung war das ein Pflichtsieg für uns, wobei einzelne Spiele noch klarer ausgegangen sind als erwartet.“ Glück im Unglück hatte Refrath im Vorfeld gehabt. Nachdem sich am Donnerstag Kai Waldenberger krank gemeldet hatte, konnte TVR-Boss Heinz Kelzenberg den Malaysier Jiann Shiarng Chiang von den Dutch Open mit nach Refrath nehmen: „Ihm war es lieber, die Mannschaftsspiele mit zu machen, statt in Holland zu trainieren.“ Chiang steuerte gegen Berlin einen sicheren Sieg im Spitzeneinzel bei.

Am Sonntag dann kam mit Erstligaabsteiger und Meisterschaftsfavorit BV Gifhorn das in Bestbesetzung sicher stärkste Zweitligateam in die Halle Steinbreche. Doch ohne ihre beste Dame, die langzeitverletzte Carola Bott, hatten die Niedersachsen in den zurückliegenden Spielen bereits vier Punkte abgegeben. Und auch diesmal sollten sie in Refrath am Ende ein Stück von einem Sieg entfernt sein.

Zwar lag Gifhorn nach zwei Siegen in den Auftaktdoppeln mit 2:0 in Front, wobei der BV das Damendoppel gegen Hanna Kölling/Iris Tabeling aus seiner Sicht eher überraschend glatt gewonnen hatte. Raphael Beck/Mark Byerly schafften immerhin einen Satzgewinn. Nach einem Sieg des 2. Doppels Johannes Szilagyi/Fabian Roth bei paralleler Niederlage von Jiann Shiarng Chiang gegen den Inder Bhat blieb Gifhorn mit 3:1 in Führung.

Mette Stahlberg bezwang anschließend Gitte Köhler glatt in zwei Sätzen, bevor Lars Schänzler gegen den Finnen Koljonen in den dritten Satz ging. Hier spielte sich der 18-jährige Refrather einen beachtlichen 20:14-Vorsprung heraus, den er jedoch leider nicht ins Ziel retten konnte. Koljonen holte schließlich Punkt um Punkt auf und gewann den dritten Durchgang zum 4:2 für seine Mannschaft.

Was dann folgte, waren zwei lockere Siege für den TV Refrath. Im 2. Herreneinzel dominierte Fabian Roth seinen Gegner aus Estland fast nach Belieben und auch dem Mixed Beck/Tabeling gelang ein abschließender Zweisatzerfolg zum 4:4.

Damit bleibt TV Refrath 2 nicht nur ungeschlagen, sondern auch an der Tabellenspitze der 2. Bundesliga Nord.

Mitte November wird die Hinrunde mit den beiden Spitzenspielen gegen die Tabellennachbarn FC Langenfeld und BV Wesel Rot-Weiss beendet. Da man nicht aufsteigen darf, da die 1. Mannschaft bereits in der 1. Liga spielt, hat Refrath 2 ein anderes Ziel formuliert. „Wir möchten in der gesamten Saison ungeschlagen bleiben“, so Daniel Winkelmann stellvertretend für sein Team.

    

Refrather Youngster gegen zwei Bundesliga-Wundertüten

Die Refrather Youngster sind alle drei an Bord: Mark Byerly, Fabian Roth und Lars Schänzler. Foto: TVR.

 

Von Heinz Kelzenberg

 

(07.10.2013) Der TV Refrath empfängt am kommenden Wochenende in der 2. Bundesliga samstags und sonntags um 14 Uhr (Halle Steinbreche) die beiden Teams von Eintracht Südring Berlin und BV Gifhorn. Beide Gegner bezeichnet TVR-Chef Heinz Kelzenberg als „Wundertüten“, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen.

Refraths erster Kontrahent am Samstag ist Berlin und laut Kelzenberg „deswegen gefährlich, weil man ihnen so wenig zutraut“. Das Team aus der Bundeshauptstadt spielt ohne Stars, aber mit viel Herz und möchte wie in jedem Jahr dringend die Klasse halten. Mit zwei neuen Damen aus England und Polen hat man auf der Damenseite die Ausfälle zweier überragender Spielerinnen nach der letzten Saison ganz gut kompensiert und verfügt bei den Herren über viele Jahre Erfahrung. Heinz Kelzenberg: „Vor allem für unsere Youngster werden die Berliner ein guter Prüfstein sein. Ich sehe uns zwar in einer Favoritenstellung, doch es wird eine knappe Kiste.“

Knapp wird es zwangsläufig auch am Sonntag, wenn der Aufstiegsfavorit BV Gifhorn nach Refrath kommt. Arg gebeutelt von drei Minuspunkten am vergangenen Doppelspieltag, backt man inzwischen bei den Niedersachsen sogar ganz kleine Brötchen. Kelzenberg: „Angeblich blickt man jetzt sogar Richtung Tabellenende, doch das ist völliger Blödsinn. Auch ohne Carola Bott gehört Gifhorn zu den drei stärksten Teams der Liga.“ Ob sein Team auch dazu gehört, verschweigt der Refrather, weist jedoch darauf hin, dass man als Tabellenführer und dann noch in Bestbesetzung für jeden Gegner der 2. Liga eine „harte Nuss“ ist: „Unser Team ist sehr stark. Wir verfügen über eine extrem gute Moral, jeder ist für jeden da und entwickelt sich weiter. Ich hoffe, wir bleiben am Wochenende ungeschlagen..

Dass auch Gifhorn eine Art „Wundertüte“ ist, liegt darin begründet, dass deren internationaler Kader nicht konstant in Bestbesetzung auflaufen kann. So geht man gerade am kommenden Wochenende auf Refrather Seite davon aus, dass mit Arvind Bhat aus Indien der sicherlich stärkste Einzelspieler der 2. Liga für die Norddeutschen auflaufen wird. Kelzenberg: „Kein Grund zum Heulen, denn es ist eine gute Gelegenheit für Fabi Roth, auch in der 2. Liga gegen Weltklassegegner zu spielen.“ Dahinter stehen Einzelspieler aus Finnland und Estland sowie mit Niesner/Zander eines der stärksten Doppel in Deutschland.

Probleme hat Gifhorn sicherlich bei den Damen, denn neben Carola Bott wird auch Nicole Grether nicht zwingend auflaufen, es sei denn, Gifhorn lässt sie wieder aus Nordamerika einfliegen. Da auf Refrather Seite mit Iris Tabeling die stärkste Refrather Spielerin zur Verfügung stehen wird, hofft man in den Damenspielen auf Zählbares. In der Summe sollten so mindestens vier Siege in den acht ausgetragenen Spielen herausspringen, so das Ziel der jungen, ehrgeizigen Truppe des TV Refrath.

Heinz Kelzenberg: „Wenn wir vor den letzten beiden Hinrundenspielen gegen Wesel und Langenfeld 8 zu 2 Punkte hätten, wäre dies hervorragend, denn beide noch folgenden Gegner sind für uns eher unbequem.“

 

Vier Punkte aus Schleswig-Holstein mitgebracht

Kai Waldenberger – vierfacher Sieger in der 2. Bundesliga. Foto: TVR.

 

Von Heinz Kelzenberg

 

(29.09.2013) Ein Verkehrschaos auf der A1 Richtung Hamburg hatte der 2. Mannschaft des TVR am Samstag ordentlich Kopfzerbrechen bereitet. Die Zeit bis zum Spiel verrann und man musste schließlich mit 45 Minuten Verspätung in Neumünster gegen BW Wittorf beginnen.

Dass sich angesichts dieser Unruhe nach den drei Doppeln eine 2:1-Führung für den TVR ergab, grenzt laut Heinz Kelzenberg „an ein Wunder“. Obwohl der Gastgeber auf seinen stärksten Doppelspieler aus Schottland verzichten musste, bot er zwei starke Paarungen auf, von denen das 1. Doppel auch Beck/Byerly mit 23:21, 23:21 bezwingen konnte. Überzeugend hingegen agierten das neu formierte Duo Roth/Waldenberger sowie das starke Damendoppel Tabeling/Kölling.

Mette Stahlberg konnte im Dameneinzel an ihre gute Leistung bei der DBV-Rangliste anknüpfen, zog jedoch knapp den Kürzeren. Es folgte das 1. Herreneinzel von Fabian Roth, welches er souverän gewinnen konnte. Nun mussten aus den drei verbleibenden Spielen noch zwei Siege her. Am schnellsten gelang dies Kai Waldenberger, der sich in glänzender Verfassung zeigte und seinen Gegner Strehse in zwei Durchgängen bezwang.

In einem dramatischen Mixed taten sich Beck/Tabeling schwer gegen Schulz/Bok, verloren den ersten Satz und mussten schließlich im dritten Durchgang in die Verlängerung, um diesen dann mit 22:20 für sich zu entscheiden. Nicht ins Gewicht fiel schließlich die Niederlage von Mark Byerly im 3. Einzel, der Lars Schänzler ersetzen musste und nach einem tollen ersten Satz (21:23) im zweiten Satz nicht mehr zu seinem Spiel fand.

 

Nach diesem anstrengenden Spieltag waren sich alle einig: „Hauptsache gewonnen“. Am Sonntag ging es dann zum Aufsteiger Trittau 2, der immerhin seine beiden bisherigen Spiele überraschend gewonnen hatte.

Obwohl der Gastgeber mit drei ausländischen Akteuren alles aufgeboten hatte, sah sich die 2. Refrather Mannschaft selbstbewusst in einer Favoritenstellung. Eine Art Vorentscheidung fiel nach einem hauchdünnen Sieg durch Iris Tabeling und Hanna Kölling im Damendoppel, welches nach zwei sicher gewonnenen Herrendoppeln für einen 3:0-Zwischenstand sorgte.

Erneut zeigte Mette Stahlberg ein hervorragendes Spiel, verlor jedoch gegen die Engländerin Chan-Lam zweimal zu 19. Mark Byerly konnte im 3. Einzel seine tolle Leistung aus dem Doppel nicht abrufen und unterlag in zwei Durchgängen.

Einen deutlichen Akzent setzte daraufhin Fabian Roth, der den bis dato ungeschlagenen Indonesier Firdaus förmlich deklassierte. Auch Kai Waldenberger zeigte sich sehr souverän und gewann sein Einzel. Abschließend ging das Mixed über drei Sätze, es konnte jedoch gewinnen und den 6:2-Endstand herstellen.

Heinz Kelzenberg: „Zwei Auswärtssiege sind in dieser unglaublich ausgeglichenen 2. Liga Nord schon unheimlich viel wert. Wir wissen, dass wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben. Dass wir jedoch ohne zwei wichtige Spieler solche Ergebnisse erzielen können, ist schon sehr, sehr stark.“ Der TVR musste auf Lars Schänzler und Johannes Szilagyi verzichten.

   

Refrath 2 auf Nordtour mit großem Optimismus

V.l.: Raphael Beck und Mark Byerly. Foto: TVR.

 

Von Heinz Kelzenberg

 

(23.09.2013) Nicht so gerne erinnert man sich im Refrather Lager an die sogenannte „Nord-Tour“ des letzten Jahres, als man bei den Auswärtsspielen in Wittorf und Trittau zweimal gewaltig unter die Räder kam. Damals musste man auf die drei U19-Spieler Byerly, Roth und Schänzler verzichten, die bei der Jugend-WM spielten.

Und auch diesmal ist man nicht komplett, jedoch ist es nicht ganz so tragisch. Lars Schänzler und Johannes Szilagyi werden die Reise nach Schleswig-Holstein nicht antreten können, aber es bleiben dennoch vier Stammspieler im Aufgebot. Schänzler nimmt an den Swiss Juniors teil und Szilagyi fehlt aus familiären Gründen. Da jedoch Fabian Roth, Kai Waldenberger, Raphael Beck und Mark Byerly sowie die drei Damen Iris Tabeling, Hanna Kölling und Mette Stahlberg in sehr guter Form sind, besteht Grund zu großem Optimismus.

Heinz Kelzenberg: „Sowohl Wittorf als auch Trittau 2 werden nicht mit ihren stärksten Doppeln antreten können, so dass wir uns im Vorteil sehen. Wir hoffen auf vier Punkte.“

Wittorf muss wohl ohne den Schotten Campbell antreten und Trittau 2 ein bis zwei Akteure an die 1. Mannschaft abgeben, die zeitgleich in Refrath antritt. Somit gleichen sich im Gegensatz zur Vorsaison die Personalsorgen der jeweiligen Teams einigermaßen aus.

   

Zweitligateam des TV Refrath lässt beim 4:4 gegen Solingen einen Punkt liegen

Raphael Beck und Mark Byerly.
Lars Schänzler. Fotos: TVR.

 

Von Heinz Kelzenberg

 

(08.09.2013) Man war als Favorit in die erste Begegnung der neuen Saison gestartet und wollte an den Traumstart des Vorjahres (6:0 Punkte) anknüpfen. Gut 100 Zuschauer staunten jedoch am Ende nicht schlecht über das Endergebnis von 4:4, welches eine Punkteteilung zwischen TV Refrath 2 und STC Solingen widerspiegelte.

Bis auf die wegen ihrer Abschlussprüfung pausierende Hanna Kölling war das Team von Manager Daniel Winkelmann in Bestbesetzung angetreten. Der Gast aus Solingen hatte drei „Neue“ dabei, jedoch lobenswerterweise auch, wie vor der Saison angekündigt, drei deutsche Spieler in den eigenen Reihen. Und die STC-Neulinge erwiesen sich in den entscheidenden Spielen als Volltreffer.

Zwar lief in den beiden Herrendoppeln Beck/Byerly und Roth/Szilagyi aus Refrather Sicht alles nach Plan und man gewann recht glatt in zwei Durchgängen, doch das neu formierte Damendoppel Stahlberg/Tabeling unterlag nach einigen Abstimmungsschwierigkeiten in drei Sätzen.

Dennoch glaubte fast jeder in der Refrather Halle noch an einen TVR-Erfolg, denn im Eiltempo raste der erneut stark spielende Lars Schänzler zum 3:1. Es folgten zwei mit Spannung erwartete Einzel von Fabian Roth und Mette Stahlberg, in denen die Solinger Neuzugänge Walker und Vandenhoucke eine beeindruckende Wettkampfhärte bewiesen und durch ihre Siege für einen 3:3-Zwischenstand sorgten.

Das starke Refrather Mixed Beck/Tabeling dominierte anschließend fast nach Belieben und holte den vierten Punkt, so dass es zum Showdown zwischen Kai Waldenberger und dem Schotten Matthew Carder kommen musste. In einer sehr kampfbetonten Partie entschied am Ende das Glück des Tüchtigen auf Seiten des Solinger Neuzugangs, der die Begegnung mit 25:23 im dritten Durchgang gewann.

Enttäuschte Gesichter auf Refrather Seite konnten zwar die gute Solinger Mannschaftsleistung anerkennen, sprachen jedoch andererseits auch Bände: Man hatte vier Spiele sehr deutlich gewonnen und alle vier engen Spiele an diesem Tag abgegeben. Heinz Kelzenberg. „Natürlich kann man da nicht zufrieden sein. Doch bin ich sicher, dass sich unser Team bereits am nächsten Doppelspieltag drei oder vier weitere Punkte holen wird, um sich in der oberen Tabellenhälfte festzusetzen.“

Neben dem wie bereits am Samstag stark auftrumpfenden Lars Schänzler hob der TVR-Coach besonders seine beiden Herrendoppel hervor: „Roth/Szilagyi haben als 2. Doppel sehr überzeugen können und Beck/Byerly waren überragend.“ Am letzten Septemberwochenende geht es in den hohen Norden zu den beiden schleswig-holsteinischen Teams BW Wittorf und TSV Trittau 2.

   

TV Refrath 2 „heiß“ wie Frittenfett: Sonntag 14 Uhr gegen STC Solingen

Fabian Roth wird im 1. und im 2. Team auflaufen. Foto: TVR.

 

Von Heinz Kelzenberg

 

(04.09.2013) Am Sonntag, den 8. September 2013 beginnt die 2. Mannschaft des TVR um 14 Uhr in der Halle Steinbreche ihre Saison gegen den STC Solingen. Die Klingenstädter spielen nach eigener Darstellung gegen den Abstieg und dürften demnach Außenseiter gegen TVR 2 sein. Denn das Refrather Team, welches bereits in der Vorsaison mehrfach für Furore sorgen konnte, ist noch stärker geworden: Kai Waldenberger ist fest in die Mannschaft gerückt und sorgt dafür, dass junge Spieler wie Fabian Roth, Lars Schänzler, Raphael Beck und Mark Byerly von seiner langjährigen Erfahrung profitieren können. Fest im Doppel gesetzt ist auch Johannes Szilagyi.

Fehlen wird am Sonntag Hanna Kölling, die im Doppel an der Seite von Iris Tabeling für Mette Stahlberg Platz macht. Ansonsten spielt Refrath in Bestbesetzung und kann selbstbewusst abwarten, in welcher Formation der STC aufläuft. Solingen hat eine Reihe ausländischer Spieler in seinen Reihen, doch möchte man nach eigenen Angaben pro Begegnung drei bis vier deutschen Spieler aufstellen. So setzt man vermutlich auf junge Spieler von der Insel: Matthew Carder, Patrick MacHugh, Rhys Walker und Chloe Birch sowie die Belgierin Vandenhoucke sind neu im Kader und könnten im Spielbericht auftauchen. Heinz Kelzenberg: „Solingen in Bestbesetzung ist ein harter Gegner, doch das Ziel sind zwei Punkte für unsere Mannschaft.“

   


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