Pressemitteilungen der SG Empor Brandenburger Tor Berlin 2006/07

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Saison 2006/07

Foto: Funpool.

Vor dem Play-off-Halbfinalspielen gegen Bischmisheim

   

Conrad Hückstädt freut sich auf seine Spiele gegen Druzchenko

      

Sa 24.3. 14 Uhr SG EBT Berlin - 1. BC Bischmisheim
So 25.3. 14 Uhr 1.BC Bischmisheim - SG EBT Berlin

(23.3.07) Zweimal EBT gegen BCB an diesem Wochenende. Zwischen den beiden Halbfinalisten der Play-off-Runde der 1. Bundesliga wird in Hin- und Rückspiel einer der beiden Endspielteilnehmer für die diesjährige Deutsche Meisterschaft ermittelt. Vor den Spielen befragte Florian Münch vom Sportnetzwerk funpool den EBT-Spieler Conrad Hückstädt über die Chancen seines Teams.

     

Schade, dass du bei den Swiss Open in der letzten Woche in drei Sätzen gegen Petr Koukal verloren hast. In der Saison hattest du gegen ihn auch knapp verloren. Wie bewertest du das Spiel?

Conrad Hückstädt: Hallo funpool, schön dass ihr mit derartigen Interviewaktionen den interessierten Badmintonfans News aus erster Hand liefert. Ja, mein Einzel bei den Swiss Open gegen Koukal wollte ich natürlich unbedingt gewinnen, um möglichst viele Spiele bei diesem „Heimturnier“ absolvieren zu dürfen. Mein Wohnort Zürich ist nicht weit von Basel und so kamen doch einige Leute zur Unterstützung. In den beiden ersten Sätzen konnte ich jeweils einen anfänglichen Rückstand wettmachen, mich auf das Angriffsspiel von Koukal einstellen. Ich habe mich gut auf dem Court gefühlt und das Spielen bereitete Spaß. Leider verließ mich Ende des zweiten Satzes bei ca. 16:17 etwas die Konzentration und ich konnte sie auch im dritten Satz nicht wiederherstellen, spielte kaum längere Ballwechsel und machte es dem Gegner schlichtweg zu einfach. Aber ich habe die Umstände schnell akzeptiert, weiter trainiert und blicke immer nach vorn...
Als Zuschauer hatte man so ein bisschen das Gefühl, dass EBT gegen Ende der Saison die Luft ausging. Kannst du uns als Spieler dazu etwas sagen? Habt ihr euch schon geschont, als abzusehen war, dass es kaum noch für Platz eins oder zwei reichen wird?
Keineswegs! Stets versuchen wir, unser Bestes zu geben, dies auch dem Publikum zu zeigen. Manchmal sind die Gründe für eine Niederlage – oder auch einen Sieg – nicht so offensichtlich, als dass jeder Außenstehende sie objektiv beurteilen kann. Aber ein Schonen gibt es nie. Erst am vorletzten Spielwochenende fiel die Entscheidung um Platz eins nach der Vorrunde und am letzten die um Platz drei. Zum Abschluss gab es einen Sieg bei den teilweise wirklich starken Münchenern, welcher uns sehr zuversichtlich für das kommende Play-off-Halbfinale stimmt.
Auf dem Spielfeld sieht man bei dir zu hundert Prozent, dass du jedes Spiel gewinnen möchtest. Von deiner Einstellung können sich einige noch eine Scheibe abschneiden. Bist du neben dem Spielfeld auch so ernst? Wie würdest du dein Auftreten auf dem Feld bezeichnen?
Natürlich möchte ich immer gewinnen – wer nicht?! Diese Einstellung soll der Gegner auch zu spüren bekommen, was vielleicht „ernst“ rüber kommt. Bei guten Spielen und Ballwechseln habe ich aber auch sehr viel Spaß, welches ich vielleicht nur nicht so stark nach außen zeige. Gewisse Dinge sehe ich sicherlich ernster als manch anderer, aber neben dem Spielfeld ist Spaß eine äußerst wichtige Sache, auf die wir in der Mannschaft und im Verein sehr Wert legen.
Sollte nichts dazwischen kommen, wirst du am 24. März gegen Bischmisheim wohl wieder auf Druzchenko treffen oder? Freust du dich schon auf das Spiel gegen ihn? Immerhin gab es im letzten Spiel nur eine ziemlich knappe Niederlage in drei Sätzen.
Auf ein Spiel gegen „Vladi“ Druzchenko freu ich mich immer besonders, schon sehr lange sind wir Trainingspartner gewesen und im Wettkampf gab es meistens enge Spiel. Eine Umkehr des Resultats aus dem letzten Spiel ist nicht unmöglich.
Manchmal hat man das Gefühl, dass du auf dem Feld so konzentriert bist, damit du dich von den Zuschauern nicht beeinflussen lässt. Deine Bilanz zu Hause ist jedoch besser als auswärts. Sollen die Zuschauer wieder viel Krach machen am 24. März? Was ist denn die größte Kulisse vor der du je gespielt hast?
Bei hoher Konzentration läuft ein Spiel wie in einem „Tunnel“ ab, da bekomme ich nicht viel von außen mit. Habe ich das Gefühl, ich brauche aufmunternde Unterstützung seitens der Zuschauer, dann lasse ich gerne die Geräuschkulisse in den „Tunnel“ eindringen, sie kann dann nicht groß genug sein. Daher kann Krach jeglicher Art nicht schaden! Beim Thomas-Cup, der Mannschafts-WM, im vergangenen Jahr in Japan habe ich vor 7500 Zuschauern gespielt. Die haben nach guten Ballwechseln für Freund oder Feind meist höflich und auch laut geklatscht. Beim gleichen Turnier in China 2002 ging während meines Einzels die La-Ola-Welle durch das Rund von 5000 Zuschauern. Da sah es schwierig aus mit einem „Tunnel“, stattdessen Gänsehaut...
Wie fit bist du momentan? Würdest du einen Tipp abgeben für das Spiel gegen Druzhchenko und das gesamte Spiel gegen Bischmisheim?
Fit wie Turnschuh! Sieg gegen Druzhchenko, 5:3 in Berlin und mit dem vierten Punkt in Saarbrücken ins Finale.
Vielen Dank für das Interview und alles Gute für die nächsten Turniere und natürlich für die Spiele gegen Bischmisheim.

Will Spitzenbadminton in Berlin dauerhaft sichern: EBT-Manager Manfred Kehrberg. Foto: MK

Vor dem Play-off-Wochenende: Das Endspiel des letzten Jahres diesmal als Halbfinale

   

Bischmisheim ist Favorit - aber der Hexenkessel an der Berliner Samariterstraße soll wieder brodeln

      

Sa 24.3. 14 Uhr SG EBT Berlin - 1. BC Bischmisheim
So 25.3. 14 Uhr 1.BC Bischmisheim - SG EBT Berlin

(20.3.07) Die Bundesligasaison erreicht am Wochenende einen ersten Höhepunkt. Die Halbfinals der Play-off- und der Play-down-Runden stehen an. Ebenso die beiden Aufstiegsspiele zur ersten Liga. Mit Berlin und Bischmisheim stehen sich die Finalgegner des letzten Jahres diesmal schon im Halbfinale gegenüber. Florian Münch vom Sportnetzwerk funpool hat mit Vereinsverantwortlichen der beiden Clubs einen Doppelinterview geführt. Seine Fragen beantworteten auf Berliner Seite Abteilungsleiter Manfred Kehrberg auf Bischmisheimer Seite Pressesprecher Pascal Blum.

    

Die SG EBT Berlin und BC Bischmisheim gehören zu den erfolgreichsten Badmintonvereinen Deutschlands. Was sind Ihre Ziele für die nächsten Jahre?
Pascal Blum: Erfolgreich ja, aber man muss auch sehen, dass wir mit der Gründung im Jahr 1998 noch ein recht junger Verein sind. Zur Vorschau: Kurzfristig ist natürlich die Titelverteidigung unser primäres Ziel. In den nächsten Jahren möchten wir das Saarland als Badmintonhochburg in Deutschland festigen und damit auch die Stellung unseres Vereins weiter ausbauen.
Manfred Kehrberg: Unsere Ziele für die nächsten Jahre sind klar definiert: a) weitere Verbesserung des Vereinsumfeldes, b) Förderung und weitere qualitative Verbesserung der Kinder- und Jugendarbeit und c) Spitzen-Badminton in Berlin.
Beide Vereine besitzen mittlerweile sowohl in der 1. Bundesliga als auch in der zweiten Liga Mannschaften. Welchen Stellenwert nehmen Ihre unteren Mannschaften im Verein ein und gibt es auch für die unteren Mannschaften konkrete Ziele?
Blum: Unsere zweite Mannschaft ist uns sehr wichtig – sie ist ein perfekter Unterbau. Nach einer Verletzung sammeln hier Spieler auf höchstem Niveau wieder Spielpraxis. Und unseren Nachwuchsspielern bieten wir eine perfekte Plattform, um sich weiterzuentwickeln. Mit einer starken Zweiten ist außerdem dafür gesorgt, dass bei einem eventuellen Ausfall eines Spielers in der ersten Mannschaft schnell für fast gleichwertigen Ersatz gesorgt ist. Aber auch alle unsere anderen Mannschaften nehmen eine bedeutsame Stellung ein. Da wir von ganz oben bis unten in vielen Spielklassen vertreten sind, bieten wir unseren Talenten die Möglichkeit, alle Etappen ihrer Karriere bei uns zu absolvieren. Großgeschieben wird die Jugendarbeit: Mit unserem Schul-Projekt „Kids von der Straße“, das wir gemeinsam mit der PSD Bank RheinNeckarSaar eG auf die Beine stellten, ist uns ein durchschlagenden Erfolg gelungen.
Kehrberg: Ehrlich gesagt, gefällt mir das Wort „untere Mannschaften“ nicht. EBT ist ein ganzheitlich organisierter und geführter Verein. Die drei Säulen a) Freizeit- und Breitensport, b) Kinder- und Jugendsport und c) Leistungssport sind uns gleichermaßen wichtig.
In diesem Rahmen spielt jede Mannschaft des Vereins eine wichtige Rolle und hat natürlich eigene Ziele. Die zweite Mannschaft ist sozusagen das EBT-Juniorteam, in dem unseren Nachwuchstalenten eine interessante Perspektive im eigenen Verein angeboten wird. Wir freuen uns deshalb besonders, dass die Mannschaft mit einer beeindruckenden Mannschaftsleistung doch noch den Verbleib in der 2. Bundesliga sichern konnte.

Am letzten Wochenende im März kommt es zum erneuten Aufeinandertreffen Ihrer Mannschaften. In der letzten Saison konnte sich Bischmisheim im Finale knapp durchsetzen. Sehen Sie Parallelen zum letzten Jahr? Gibt es Positionen, an denen Ihre Mannschaften deutlich stärker besetzt sind als im letzten Jahr?
Blum: Parallelen hin oder her: In den Play-offs geht es wieder bei Null los. Die Hauptrunde wird komplett gestrichen. Jetzt zählen zum Weiterkommen nur das Hin- und Rückspiel. Hier kann alles passieren. Ich denke, wir sind ähnlich stark besetzt wie im Vorjahr. Die Lücke, die Eric Pang nach seinem Weggang hinterließ, wurde von Holy de Pauw ansatzlos geschlossen. Ansonsten müssen wir schauen, dass unsere Spieler frisch und ausgeruht in die Spiele gehen. Angesichts der vielen Turniere und der damit verbundener Reisestrapazen unserer Nationalspieler - kein leichtes Unterfangen.
Kehrberg: Natürlich gibt es Parallelen zum letzten Jahr. Der 1. BC Bischmisheim ist wieder der Favorit. Die Saarländer verfügen, angeführt von Xu Huaiwen, über eine starke und ausgeglichen besetzte Mannschaft. Sie haben den großen Standortvorteil, dass alle Spieler am Olympiastützpunkt in Saarbrücken zusammen trainieren können. Diesbezüglich müssen wir uns zukünftig etwas einfallen lassen, wenn der Badmintonsport in Berlin nicht dauerhafte strukturelle Nachteile erleiden soll, die letztlich keinem nützen. Für unsere Mannschaft bedeutet Michael Logosz sicher eine deutliche Verstärkung. Auch die Leistungskurve von Tim Dettmann zeigt das letzte Jahr deutlich nach oben. Leider war Juliane Schenk im letztjährigen Finale ja grippegeschwächt. Wir hoffen deshalb vor allem, dass alle Spieler gesund an den Start gehen können.
In der Hauptrunde war der Heimvorteil nicht eindeutig zu erkennen. Da gab es in Bischmisheim ein 4:4 und in Berlin einen 6:2-Sieg für die Gäste. Ist der Heimvorteil während der Play-offs im zweiten Spiel ein entscheidender Vorteil im Kampf ums Weiterkommen?
Blum: Stimmt, die Ergebnisse der Hauptrunde lassen nicht auf einen eindeutigen Vorteil schließen. Trotzdem denke ich, dass es wie in jedem Champions-League-Duell im Fußball ein Vorteil ist, wenn die Entscheidung über das Weiterkommen zu Hause fällt. Aus diesem Grund wurde die Regelung ja auch so getroffen. Der Bessere darf über die Spielfolge entscheiden – und auch jetzt setzten beide Mannschaften zuerst das Auswärtsspiel an. Hinzu kommt: Die Motivation vor heimischem Publikum den womöglich entscheiden Sieg zu feiern, ist doch Grund genug.
Kehrberg: Bei der Ausgeglichenheit beider Mannschaften spielt die Unterstützung durch das eigene Publikum nach meiner Auffassung eine entscheidende Rolle. Natürlich hat Bischmisheim deshalb einen Vorteil, weil es das Rückspiel zu Hause austragen darf. Aber EBT vertraut auf die Berliner und Brandenburger Fans. Wir sind sicher, der Hexenkessel Samariterstraße wird wieder brodeln.
Sicherlich erhoffen Sie sich beide ein erfolgreiches Abschneiden in den Playoffs. Tippen Sie bitte beide Spiele für uns und alle Leser.
Blum: In diesem Aufeinandertreffen ist alles möglich. Ich sehe uns aber leicht im Vorteil. Die Saison hat gezeigt: Berlin fehlt vielleicht etwas die Konstanz. Ich tippe und hoffe in Berlin auf ein 4:4. Zu Hause machen wir die Sache dann mit einem 5:3 oder sogar 6:2 klar - und dann feiern wir den Finaleinzug.
Kehrberg: Bei der Ausgeglichenheit beider Mannschaften ist es höchst spekulativ, konkrete Ergebnisse vorherzusagen. Gleichwohl ist EBT der Außenseiter, Bischmisheim der Favorit. Die Außenseiterrolle liegt unserer Mannschaft. Das Team wird gut vorbereitet und hoch motiviert an den Start gehen. Deshalb wird EBT letztlich auch das bessere Ende für sich haben.
Vielen Dank, wir wünschen packende Spiele im Halbfinale.

Foto: Willy Walinsky

Bischmisheims Mannschaftsführer Thomas Tesche über die Chancen der Saarbrücker vor den letzten beiden Spieltagen

  

"Ich denke, den ersten Platz haben wir am vergangenen Wochenende verspielt"

   

(24.2.07) EBT Berlin wird die Punkterunde in der 1. Liga wohl auf Platz drei beenden. Bischmisheim aber muss am letzten Wochenende in ihren Spielen in Berlin und gegen Beuel noch alles geben, sollen die Chancen auf Platz eins – den sie am letzten Wochenende an Langenfeld verloren haben – noch aufrecht erhalten werden. Vor dem Match der Bischmisheimer gegen EBT befragte Florian Münch von www.racketsport-berlin.de Bischmisheims Mannschaftsführer Thomas Tesche.

   

Die Badmintonwelt hat mit Erstaunen festgestellt, dass der 1. BC Bischmisheim auch zu Hause verlieren kann. Dieses Ergebnis macht die Meisterschaft in den Augen vieler spannender. Wie wurde das Ergebnis in Ihrer Mannschaft aufgenommen?
Wir wussten vorher, dass es ein schwieriges Spiel wird, allerdings hatten wir zumindest auf ein Unentschieden gehofft. Die Langenfelder waren aber in diesem Spiel einen Tick besser und aggressiver, während in unserem Team nicht die erhofften Leistungen abgerufen wurden. Vielleicht war es eine lehrreiche Niederlage, die für den Rest der Saison einen erforderlichen zusätzlichen Motivationsschub bringt. 
Auch EBT erwischte nicht das erfolgreichste Wochenende mit einem Unentschieden gegen Beuel und einer Niederlage in Langenfeld, die sicherlich momentan auf einer Euphoriewelle schwimmen. Nun steht wohl für beide Mannschaften Rehabilitation auf dem Programm. Welchen Ausgang des Spiels am Samstag in Berlin erhoffen Sie sich und was tippen Sie?
Das Spiel in Berlin wird sicherlich ein sehr schweres. Wir wollen das Spiel natürlich gewinnen, wissen aber, dass auch eine Niederlage gegen Berlin jederzeit möglich ist. Ich vermute aber, dass das Spiel 4:4 ausgehen wird.
Langenfeld scheint im Gegensatz zu Ihnen das etwas einfachere Restprogramm zu haben. Denken Sie, dass Sie die Langenfelder noch vom ersten Platz verdrängen können und damit in einem eventuellen Finale die Wahl des Heimrechts hätten? Verraten Sie uns schon, ob Sie in beiden Spielen am Wochenende in bestmöglicher Besetzung antreten?
Ich denke, den ersten Platz haben wir am vergangenen Wochenende verspielt und werden daher vermutlich auf den Heimvorteil in einem möglichen Finale verzichten müssen. Wir werden in bestmöglicher Besetzung nach Berlin kommen.
Im Hinspiel gab es bei Ihnen ein ausgeglichenes Unentschieden. Das lässt ein knappes Resultat vermuten. Viele Badmintonfans in Berlin freuen sich besonders auf die Wiederholung des Finalspiels vom letzten Jahr. Hoffentlich wird die Halle voll, so dass gute Stimmung herrscht. Freuen auch Sie sich, wenn auswärts die Hallen gut besucht sind oder spielen Sie lieber „gegen“ weniger Publikum?
Natürlich möchte jeder Spieler vor möglichst großer Kulisse spielen und außerdem hat es seinen Reiz dann auch noch gegen das Publikum zu spielen. Von daher sind uns auswärts gut besuchte Hallen natürlich lieber als vor leeren Rängen zu spielen.
Noch eine persönliche Frage am Sie. Wie sind Sie mit Ihrer bisherigen Bilanz zufrieden und werden Sie am Wochenende auch zum Einsatz kommen?
Die Saison läuft für mich persönlich ganz okay. Ich kuriere mich langsam von einer Verletzung an der Hand, gehe aber davon aus, zumindest einsatzbereit zu sein. Letztendlich zählen in der Bundesliga nur die Leistungen und Ergebnisse in den Play-offs, um mit der eigenen Bilanz zufrieden sein zu können.
Vielen Dank für das Interview und alles Gute für den Saisonabschluss.

Beuels Vorsitzender Roland Maywald vor dem 11. Spieltag über die Chancen seines Teams

   

"Die Play-down-Runde wird immer wahrscheinlicher"

   

(16.2.07) Die Punkterunde der 1. Bundesliga geht an den beiden kommenden Wochenenden in die entscheidende Phase. Die Berliner dürften die Play-off-Runde erreicht haben, für den 1. BC Beuel ist das allerdings noch nicht der Fall. Vor dem Match der Beueler am Samstag gegen EBT befragte Florian Münch vom Sportnetzwerk funpool Beuels Vorsitzenden Roland Maywald.

     

Am 17.2. kommt es zum Bundesligaklassiker zwischen BC Beuel und EBT Berlin. Nach dem knappen Ausgang im Hinspiel kann man sicherlich wieder von einem engen Spiel ausgehen. Sie hatten in den letzten Spielen einiges an Pech und hinzu kamen noch Verletzungssorgen. Was erhoffen Sie sich vom Rest der Saison? Verraten Sie uns ihr intern ausgegebenes Ziel?

Zu Beginn der Saison sind wir angetreten, die Play-offs zu erreichen und bei der Vergabe der Meisterschaft entscheidend mitzuspielen. Dieses Ziel ist durch die Vielzahl der Verletzungen in der Hinrunde in weite Ferne gerückt. Ein vierter Tabellenplatz ist zwar noch immer das erklärte Ziel, die Play-down-Runde wird aber immer wahrscheinlicher.

Vor ein paar Tagen war zu lesen, dass Petra Overzier und Boris Reichel ein Kind erwarten und Petra deshalb ihre sportliche Karriere vorerst auf Eis legt bzw. stark einschränkt. Trifft das auch auf die Bundesligaspiele zu oder könnt ihr Sie überzeugen, noch mitzuhelfen die Play-offs zu erreichen?

Petra wird im Rahmen ihrer Möglichkeiten weiterhin für die Bundesligaspiele zur Verfügung stehen, doch steht ihre Gesundheit im Vordergrund aller Entscheidungen. In den restlichen vier Spielen hoffen wir darauf, dass die Herren nach überstandenen Verletzungen zu ihrer Spielstärke zurückfinden und die entscheidenden Punkte holen werden.

EBT möchte mit einem Sieg am Samstag die Voraussetzungen schaffen, um im Endspurt noch einen Schritt von Platz drei nach vorne zu machen. Was ist Ihr Tipp für den Ausgang des Spiels in Berlin?

Nachdem das Hinrundenspiel auf beiden Seiten mit Ersatz ausgetragen worden ist, scheint mir EBT am Samstag in der stärkeren Position zu sein. Ein Unentschieden wäre für unsere Mannschaft ein Erfolg.

Viele Berliner erhoffen sich wieder ein Aufeinandertreffen von Ian Maywald und Conrad Hückstädt. In den letzten Jahren hatten die beiden einige Spiele mit unterschiedlichen Ausgängen. Können Sie dazu schon etwas sagen? Hoffen Sie auch auf ein Aufeinandertreffen der beiden?

In Erinnerung bleibt uns das entscheidende Spiel um den Gewinn der Meisterschaft in 2005, das Ian gewinnen konnte. Wenn es wieder zu einem Aufeinandertreffen kommen sollte, wird es auch diesmal bestimmt wieder zu einem spannenden Spiel werden, denn es treffen zwei Spieler mit deutlich unterschiedlicher Spielauffassung aufeinander, oft eine Voraussetzung für überraschende Ergebnisse.

Ganz aktuell noch eine Frage zur Schiedsrichterproblematik. Noch scheint zumindest offiziell keine Lösung gefunden zu sein. Was sagen Sie als Vertreter eines Bundesligisten zum Rücktritt des Referats für das Schiedsrichterwesen?

Es war eine richtige Entscheidung der Bundesligavereine, die Verdopplung der Schiedsrichterkosten bei Bundesligaspielen abzulehnen. Das bietet die Möglichkeit, die Rolle und die dadurch entstehenden Kosten für Schiedsrichter grundsätzlich zu überdenken. Es ist auf jeden Fall untragbar, dass nur die Bundesligaspiele die erhöhten Kosten tragen sollen. Der Rücktritt des Referats für das Schiedsrichterwesen offenbart die vorhandene Unsicherheit, die in einem Boykott anlässlich der Deutschen Meisterschaft ihren traurigen Höhepunkt fand.

Vielen Dank für das Interview und eine gute Anreise nach Berlin wünschen wir dem Team.

Juliane Schenk ist wieder im internationalen Geschehen: In Malaysia besiegte sie die Koreanerin Kim Moon-Hi und in Korea die Hongkong-Chinesin Yip Pui Yin (re beim Uber Cup 2006) bevor sie in beiden Fällen gegen Xu Huaiwen unterlag. Foto: Edwin Leung.

Juliane Schenk ist nach Schulterverletzung ins Wettkampfgeschehen zurückgekehrt

   

Bundesligaspiel zwischen Asienreise und Deutscher Meisterschaft

   

(27.1.07) Zwischen den Korea Open die morgen zu Ende gehen und der Deutschen Meisterschaft, die am Donnerstag in Bielefeld beginnt, hat der Terminplan noch einen Bundesligaspieltag zwischengeschoben. EBT Berlin spielt zu Hause gegen Union Lüdinghausen. Florian Münch vom Sportnetzwerk funpool mailte mit Juliane Schenk während ihres Aufenthalts in Malaysia und fragre sie nach ihrer Verletzung, nach ihren Erinnerungen an ihren vorletzten Verein Lüdinghausen, nach EBT Berlin und nach dem Verlauf der Malaysia Open

      

Hallo Juliane Schenk, wir freuen uns sehr, dass du wieder fit bist und die SG EBT Berlin beim Kampf um eine gute Ausgangssituation für die Play-offs unterstützt. Auch wenn es ein leidiges Thema ist, kläre uns doch bitte kurz auf, was dich so lange außer Gefecht gesetzt hat.
Zunächst einmal bin auch sehr glücklich, dass ich Anfang des Jahres das Badmintontraining wieder aufnehmen konnte. Die Verletzungsgeschichte lässt sich nicht in wenigen Worten erklären. Wichtig war, um die gesamte Problematik in Griff zu bekommen, ein langfristiger Aufbau. Die Schulter ist eines der kompliziertesten Gelenke und das habe ich auch in der gesamten Zeit zu spüren bekommen. Veränderungen von Muskulatur, die jahrelang in einer nicht optimalen Position belastet wurde, Aufbau von zu schwach ausgebildeten Muskelgruppen, sind verdammt zeitintensiv umzustellen. Ich hoffe und denke, dass die gesamte Geschichte im neuen Jahr einen positiven Verlauf nehmen wird.
Macht dir die Verletzung noch in irgendeiner Form zu schaffen oder kannst du mittlerweile beschwerdefrei trainieren und spielen?
Seit Mitte Dezember habe ich weniger Probleme und Schmerzen. Die Muskulatur hat eine gewisse Zeit benötigt, um sich anzupassen und zu gewöhnen. Seit dem Jahreswechsel trainiere ich wieder am Nationalstützpunkt und kann langsam wieder ins Badmintontraining einsteigen. Ich werde langsam die Belastung hochfahren und bisher tritt der Schmerz nur noch selten auf.
Der Auftakt gegen Regensburg schien etwas holprig, aber gegen Wiebelskirchen lief es ja schon wieder ziemlich gut. Ein knapper Sieg im Einzel und ein Zweisatzsieg im Doppel sprechen eine eindeutige Sprache. Was erhoffst du dir persönlich vom Rest der Saison?
Richtig, das Bundesligaspiel gegen Regensburg Ende des vergangen Jahres war ein Test um zu schauen, wo ich mit meiner Vorbereitung und speziell dem Schulteraufbau stehe. Es gab keinerlei Bedenken seitens der Physiotherapeuten, zum damaligen Zeitpunkt einen Wettkampf zu bestreiten. Es war zu erwarten, dass der Einstieg nicht von 0 auf 100 erfolgt, aber es war der richtige Schritt. Im neuen Jahr nach zwei Wochen guten Trainings, habe ich mich gegen Wiebelskirchen schon viel besser gefühlt und konnte auch mit Siegen etwas für's Selbstvertrauen leisten. Für den Rest der Saison hoffe ich erst einmal die Mannschaft mit guten, vor allem schmerzfreien Einsätzen zu unterstützen. Die Mannschaft wird alles dran setzen, ganz vorne anzugreifen.
Ist das nächste Spiel gegen Lüdinghausen für dich ein ganz besonderes? Immerhin hast du für Union bereits gespielt. Was verbindest du mit deiner Zeit in Lüdinghausen?
Mit Lüdinghausen verbinde ich eine sehr intensive und schöne Zeit, die mich sportlich durch ein sehr gutes Umfeld zum damaligen Zeitpunkt nach vorne gebracht hat. Ich habe mich dort von Anfang an gut aufgehoben gefühlt und die familiäre Art, tolle Zuschauer im Verein waren einfach klasse. Auf ein Wiedersehen mit Lüdinghausen freue ich mich.
Davon abgesehen bringt das Heimspiel gegen Lüdinghausen auch sportlich Brisanz mit sich. Ihr möchtet euch für die Heimniederlage gegen Regensburg revanchieren und das Unentschieden aus dem Hinspiel gegen Lüdinghausen wettmachen, so ließ es zumindest Manager Manfred Kehrberg verlauten. Für Lüdinghausen geht es um einen Platz unter den ersten Vieren und damit die Qualifikation für die Play-offs. Was ist dein Tipp für das Spiel am 28. Januar?
Unser Ziel nach der vergangen Heimniederlage ist, dem heimischen Publikum einen Sieg zu bescheren. Ich hoffe, das lässt sich realisieren.
Du befindest dich momentan in Kuala Lumpur, um an den Malaysian Open teilzunehmen. Wie ist die Stimmung unter den deutschen Spielern und kannst du etwas über die Atmosphäre in der Halle sagen?
Die Malaysia Open sind bereits für mich vorbei. Insgesamt bin ich mit meiner Leistung zum Jahresbeginn nach meiner Verletzung zufrieden. Ich hoffe, das ich nächste Woche in Korea an die Leistung anknüpfen kann, respektive eine Steigerung erzielen kann. Wie immer hat uns eine tolle Atmosphäre im Stadion begleitet. An vorderster Stelle steht für mich persönlich, verletzungsfrei zu bleiben und durch Training sowie Wettkämpfe Spielpraxis zu erlangen. Ergebnisse sind in der aktuellen Aufbauphase nicht entscheidend. Ich hoffe, dass ich bis zum Beginn der Olympiaqualifikation wieder in Topverfassung bin.
Vielen Dank für das Interview und bleibe fit.

Nicole Grether (re) mit Doppelpartnerin und heutiger Mannschaftskameradin Juliane Schenk bei den Olympischen Spielen in Athen: Ab Mai beginnt für die beiden die Qualifikation für Peking. Foto: Privat.

Nicole Grether zum Rückrundenauftakt der 1. Liga

  

"Mein großes Ziel ist es, den Titel nach Berlin zu holen"

   

(29.12.06) Aus Anlass des Rückrundenauftaktes der 1. Bundesliga, der für EBT Berlin mit einem Heimspiel gegen Fortuna Regensburg beginnt, befragte Florian Münch vom Berliner Sportnetzwerk funpool EBTs Starspielerin Nicole Grether über die Chancen ihrer Mannschaft in der Bundesliga, ihre persönlichen sportlichen Zielsetzungen und ihre bisherige Karriere:

   

Hallo Nicole Grether, herzlichen Glückwunsch zum bisherigen Abschneiden in der Saison. Seid Ihr mit dem zweiten Tabellenplatz zufrieden und wie bewertest Du Deine persönlichen Leistungen?
Mit dem zweiten Tabellenplatz können wir mehr als zufrieden sein. Juliane Schenk stand uns in der Hinrunde nicht zur Verfügung, so dass wir geschwächt in die Saison gestartet sind. Sie laboriert noch immer an einer Schulterverletzung. Doch wir hoffen, dass sie bald wieder einsatzbereit ist.
Was meine persönliche Leistung angeht, so muss ich sagen, dass mir Juliane an meiner Seite sehr fehlt. Einige Spiele gingen verloren, welche ich mit ihr hätte gewinnen können, worüber ich das ein oder andere Mal etwas unglücklich war. Hinzu kommt noch, dass ich einen achtwöchigen Bundeswehr-Lehrgang in Sonthofen absolvieren musste, was ziemlich an die Substanz ging. An den Wochenenden versuchte ich, ohne Training mein Bestes zu geben und im Großen und Ganzen ist mir dies auch ganz gut gelungen. Aufgrund des fehlenden Trainings und wegen Schmerzen im linken Gesäß verzichtete ich auf das Einzel und gab die Spiele kampflos ab. Sie waren auch nicht wirklich wichtig für den Verein.
Nun geht es im nächsten Spiel gegen Fortuna Regensburg. Im Hinspiel gewann EBT recht eindeutig mit 6:2. Wirst Du wieder Einzel und Doppel spielen und weißt Du schon, welche Dame an Deiner Seite spielen wird?
Regensburg ist ein Gegner, den man nicht unterschätzen sollte, auch wenn wir im Hinspiel 6-2 gewinnen konnten. Bei den Damen traten sie nicht in Bestbesetzung an, doch ich gehe davon aus, dass in Berlin alle anwesend sein werden.
Ich werde das Doppel an der Seite von Joanne Nicolas bestreiten, welche auch das Mixed spielen wird. Sollte Juliane weiterhin schmerzfrei bleiben, könnte sie zu ihrem ersten Einsatz in dieser Saison im Einzel kommen. Wir würden uns sehr freuen…
Kannst Du uns Deine größten sportlichen Erfolge nennen und was hast Du Dir persönlich und mit dem Team vorgenommen für das kommende Jahr?
Meine größten sportlichen Erfolge waren die zwei Teilnahmen bei den Olympischen Spielen in Sydney und Athen, wo ich jeweils das Achtelfinale erreichen konnte. Dann EM Bronze 2004, EM Silber 2006, WM-Bronze mit der Frauenmannschaft 2006, dem Uber Cup, sowie etliche Deutsche Meistertitel.
Meine Ziele für das kommende Jahr sind klar definiert. Dies ist allerdings davon abhängig ob Juliane’s Schulter hält oder nicht.
Nach dem zehnwöchigen Trainingsrückstand gilt es für mich erstmal wieder in Form zu kommen, so dass wir zum Beginn der Olympia-Qualifikation am 1. Mai 2007 in top Verfassung sind. Ich wünsche mir gute Ergebnisse bei den „Super Series“-Turnieren und die Verteidigung des Deutschen Meistertitels.
Nachdem ich mit EBT die beiden letzten Jahre „nur“ Deutscher Vizemeister wurde, ist mein großes Ziel den Titel nach Berlin zu holen. Aller guten Dinge sind drei…

Vor einer Weile konnte man erfahren, dass Du aus trainingstechnischen Gründen Berlin verlassen hast. Was hat sich seitdem in Deinem Sportlerleben verändert?
Seit Mitte Juli wohne und trainiere ich am Frauenstützpunkt in Mülheim unter den Fittichen von Bundestrainer Detlef Poste. Ich wohne zusammen mit Janet Köhler in einer WG und ich fühle mich sehr wohl. Verändert haben sich das soziale Umfeld, die Trainingszeiten und die Umfänge. An letzteres konnte ich mich relativ schnell gewöhnen. Meine Freunde sind alle in Berlin, doch ich versuche, die Kontakte so gut es geht zu pflegen. Meine Wohnung in Berlin habe ich behalten, da ich nach den Olympischen Spielen 2008 wieder nach Berlin zurückkehren werde.
Bei so vielen Erfolgen, wie Du sie mittlerweile vorweisen kannst, würde uns mal interessieren, wer Dich in Deiner Karriere begleitet. Kannst Du uns in ein paar Sätzen Deine Trainer vorstellen und erläutern, wie Dir das Training gefällt?
Von 1992 bis 1997 wohnte und trainierte ich am Olympiastützpunkt in Saarbrücken unter dem Dänen Flemming Wiberg. 1997 zog es mich aus privaten Gründen nach Berlin, wo ich anfangs am Landesstützpunkt bei Kay Witt trainierte, dann aber auf Individualtraining setzte und den Indonesier Bram Fernardin aufsuchte. Von 1999 bis 2006 trainierte ich bei Bram und ich konnte in dieser Zeit meine größten Erfolge aufweisen. Ihm habe ich sehr viel zu verdanken, denn durch seine jahrelange Erfahrung als indonesischer Spitzenspieler konnte er mir noch so einiges beibringen. Ob es die Ballmaschine war, die Beinarbeit, das Konditionstraining, das Seilspringen all dies hat mich dahin gebracht, wo ich heute stehe. Auf diesem Wege noch mal ein herzliches Dankeschön für die jahrelange Unterstützung.
Nun trainiere ich bis zu meinem Karriereende beim Bundestrainer Detlef Poste. Das Training gefällt mir gut, es ist sehr abwechslungsreich, die Trainingsgruppe ist wesentlich größer als in Berlin, was für die Spielpraxis von großer Bedeutung ist. Allerdings kommt das Individualtraining etwas zu kurz. Nach den sieben Jahren Training bei Bram ist das Training jedenfalls eine gelungene Abwechslung für mich. 
Gegen Langenfeld war die Sporthalle recht gut gefüllt und die Zuschauer haben das Berliner Team ordentlich angefeuert. Wie erlebst Du die Stimmung bei den Heimspielen in der Samariterstraße?
Ich spiele sehr gerne wenn die Halle gefüllt ist, denn durch die tolle Atmosphäre und Anfeuerung der Zuschauer ist man noch motivierter. Wer noch nie in der Samariterstrasse war, sollte dies unbedingt mal tun. Nächste Gelegenheit ist der 30. Dezember.
Leider besuchen bekanntlich gerade in vielen asiatischen Ländern deutlich mehr Zuschauer die Wettkämpfe und Turniere. Vor vielen Zuschauern durftest Du schon mal spielen? Gibt es ein Highlight in Deiner Karriere?
Durch den höheren Stellenwert in den asiatischen Ländern sind die Hallen meistens voll. Und die Zuschauer sind alles andere als ruhig. Da wird geschrieen, geraucht und die Spieler werden sogar ausgebuht. Das absolute Highlight war das Thomas-/Uber Cup Finale in Japan in diesem Jahr. Ich glaube, dort waren über 10000 Zuschauer, welche wir sogar auf unsere Seite bringen konnten.
Abschließend würden wir noch gern einen Tipp bezüglich des Heimspiels gegen Regensburg von Dir hören.
Ich hoffe natürlich auf einen Sieg, aber da wir ohne unseren Chinesen spielen werden, wage ich erst mal keine Prognose.
Vielen Dank für das Interview und angenehme und besinnliche Feiertage.

Zwei Bundesligamanager, die auf Jugendarbeit setzen: Langenfelds Günther Joppien (li) und Berlins Manfred Kehrberg. Foto: MK.

FCL-Manager Günther Joppien tippt auf ein 4:4

  

Harte Arbeit und ein paar motivierte und talentierte Spieler

  

(16.11.06) Aus Anlass der Bundesliga-Gastspiels des FC Langenfeld am 5. Spieltag in der Hinrunde der Saison 2006/07 am Sonntag, den 19. November bei EBT gab Günther Joppien, der Bundesligamanager der Langenfelder, der Berliner Werbeagentur funpool ein Interview. funpool betreibt die Vermarktung von EBT. Geführt hat das Gespräch Florian Münch, bei funpool Bereichsleiter Racketsport. funpool hat es badminton.de freundlicherweise zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt:

    

Hier in Berlin herrscht großes Interesse am Spitzenspiel EBT gegen Langenfeld. Freuen auch Sie sich auf das Spiel?
Auch wir freuen uns selbstverständlich auf das Spiel in Berlin. In den vergangenen Jahren gab es immer wieder spannende und knappe Duelle. Und nachdem wir in den Play-offs nur um einen Satz unterlegen waren, sind wir sehr motiviert, um diese Saison die Nase vorne zu haben. Es sind ja gerade die Spiele gegen die anderen Topvereine, die am meisten Spaß machen. Dort ist die Stimmung am besten und hochklassige Spiele sind garantiert. Und genau dafür spielen wir ja Badminton.
Der FC Langenfeld ist - wie übrigens auch EBT - bekannt für seine gute Jugendarbeit. Ihre Söhne Björn und Mike sowie Andy Wölk entstammen dem eigenen Nachwuchs. Was ist das Geheimnis dieser Erfolge?
Große Geheimnisse gibt es da nicht. Wir haben vor 16 Jahren in Langenfeld die erste Badmintonschule in Deutschland gegründet und Xu Yan Wang als hauptamtlichen Trainer eingestellt. Mit ihm haben wir einen absoluten Glücksgriff getan, denn er hat das Wissen und das nötige Engagement, um junge Spieler an die deutsche und internationale Spitzenklasse zu bringen. Der Rest ist harte Arbeit und ein paar motivierte und talentierte Spieler, von denen nun diese drei schon seit Jahren in der Bundesliga spielen. Aber wir haben auch viele Spieler aufgebaut, die in unserer Regionalligamannschaft und vor allem bei anderen Vereinen in den höchsten Spielklassen aktiv sind.
In vielen Sportarten definiert sich deren Popularität maßgeblich über die Bundesliga. Sind sie diesbezüglich mit der Badminton-Bundesliga zufrieden?
Badminton kann noch einiges in punkto Popularität tun und da kann die Bundesliga nicht ausgenommen werden. Es kommen schon einige Zuschauer zu den Spielen – besonders zu den Play-Offs –,  aber wir würden uns noch über ein paar mehr freuen. In Dänemark wird der Großteil der Ligaspiele im TV gezeigt. So etwas muss auch in Deutschland das Ziel sein. Das wäre ein Riesenschritt, der aber noch in weiter Ferne liegt. Bis dahin wird es an den Bundesligavereinen liegen, professionellere Strukturen zu schaffen und die Bundesligaspiele zu einem Event zu machen, um einen breiteren Zuschauerkreis anzusprechen.
Mit Beschlüssen zur Erhöhung der Schiedsricherkosten hat der DBV-Verbandstag im Juni gegen den Willen der Bundesligavereine die Bundesligaordnung verändert. Wie können die Bundesligavereine solches künftig verhindern?
Ich bin der Meinung, dass Angelegenheiten, die die Bundesliga betreffen, auch nur von den betreffenden Vereinen in der Bundesligavollversammlung geregelt werden sollten. Dafür muss wohl in der Satzung noch etwas nachgebessert werden. Das Schiedsrichteramt ist wie auch viele Tätigkeiten rund um den Badmintonsport ein Ehrenamt und dort sollten nur Aufwandsentschädigungen gezahlt werden, keine Bezahlungen der Tätigkeiten.
Wird in Ihrem Team offen von der Meisterschaft gesprochen oder welche Ziele haben Sie sich diese Saison gesetzt?
Natürlich möchten wir dieses Jahr Meister werden. Dies ist aber selbstverständlich nicht planbar und zu den Play-offs ist neben vielen kleinen Dingen eine gute Portion Glück gefragt, um am Ende erfolgreich zu sein. Die ersten vier Teams sind wieder sehr ausgeglichen, sodass das Ziel zunächst mal das Erreichen der Play-offs ist. Dann haben wir hoffentlich etwas mehr Glück als in den beiden letzten Jahren, in denen wir nur hauchdünn im Halbfinale unterlegen waren.
Wie geht das Spiel am 19. November aus?
Ich tippe auf ein 4:4 und hoffe auf viele interessante Spiele.
Vielen Dank für das Interview.
 
 


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