Bundesliga - Spielerwechsel

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Leichtfertiger Einsatz für bulgarischen Club beim Europapokal im Juni hatte unerwartete Folgen
Refrath verzichtet auf seine Nummer eins Yankov
(30.7.09) Im letzten Jahr war Krasimir Yankov als Refraths Nummer eins maßgeblich am Aufstieg des Bergisch Gladbacher Teams in die 1. Liga beteiligt. Nun meldet Teammanager Heinz Kelzenberg auf der Refrather Website, dass man in der kommenden Saison auf die Meldung des Bulgaren verzichte. Die Ranglisten der Vereine müssen bis zum 1. August beim Bundesliga-Spielleiter eingegangen sein.
Yankov hatte im Juni beim Europapokal der Landesmeister für den bulgarischen Club SC Akademik NSA Sofia gespielt. Damit hat Kelzenberg einer Regelung in § 4 (8) der DBV-Spielordnung nachgegeben, in der festegelegt wird, dass einem ausländischen Spieler, der in der laufenden Saison die Spielberechtigung zu einem ausländischen Verein hin wechselt, für die darauffolgende Saison keine Spielberechtigung im Bereich des DBV erhalten darf.
Hintergrund der ganzen Anlegenheit ist, wie schon des öfteren bei Streitigkeiten in der Bundesliga, die kniffle Auslegung von Festlegungen in den einschlägigen Ordnungen. Kelzenberg hatte wohl darauf vertraut, dass die "Saison" in Juni längst beendet sei, der Start seines Spielers beim Europapokal also in der saisonlosen Zeit erfolgen würde. Jetzt muss er sich nach viel Schriftverkehr zwischen den Verantwortlichen seines Landesverbandes NRW, Mitgliedern des Bundesliga-Ausschusses und anderen Sachkundigen entschieden haben, diese Sicht aufzugeben und die obige Entscheidung zu treffen.
Lesen Sie die Mitteilung Schock für den TV Refrath bei tvr-badminton.de

Dieter Domke nach Bischmisheim - Lukas Schmidt nach Rosenheim

Gifhorn muss bluten: Nach Konon nun auch Ouseph weg

(9.7.09) Wie das niedersächsische Internetportal newsclick meldet, muss Erstligist BV Gifhorn einen weiteren schweren Verlust verkraften. Der Engländer Rajiv Ouseph wechselt zum 1. BC Beuel. Damit verliert der letztjährige Aufsteiger, der eine bemerkenswerte Saison gespielt hatte, bereits die zweite Nummer eins. Denn auch die Top-Dame Olga Konon hat - sehr zum Unverständnis von Teammanager Hans Werner Niesner - den Club verlassen. Sie spielt nächste Saison bei Meister 1. BC Bischmisheim, der außerdem noch Dieter Domke von EBT Berlin als Neuzugang begrüßen kann. Damit hat Bischmisheim einen guten Ersatz für die zurückgetretene Xu Huaiwen gefunden, denn die jetzt für Polen spielende Konon zeigte sich in abgelaufenen Saison stark verbessert. Für Konon hat Gifhorn die Malaysierin Anita Raj Kaur verpfichtet.
Wird Beuel mit englischer Unterstützung erster Herausforderer für Bischmisheim?
Neben Ouseph meldet der 1. BC Beuel noch zwei weitere spielstarke Neuzugänge. Wobei Weltklassemann Anthony Clark ein alter Bekannter ist, er spielte bereits 2003 bis 2005 für die Bonner. Die 23-jährige Heather Olver soll im Doppel eingesetzt werden, so dass Elizabeth Cann sich ganz auf das Einzel konzentrieren kann. Carl Baxter bleibt, aber der Finne Ville Lang wurde nicht weiter verpflichtet.
Fritz Schweinfurter, Präsident von Ex-Zweitligist Post/Süd Regensburg machte sich mit Recht Sorgen um die Zukunft seines Absteiger-Teams. Innigst hoffte er daher, Süd-Zweiligameister SG Anspach würde sich gegen Nordmeister Refrath im Aufstiegsspiel durchsetzen können. Das hätte nämlich bedeutet, die letztjährigen Aufsteiger aus Regensburg wären trotz des siebten Platzes in der 2. Liga Süd verblieben. Es kam anders. Und Schweinfurters Befürchtung wurde nun wahr. Seine Nummer eins Lukas Schmidt macht den Gang in die Regionalliga nicht mit und wechselt zu PTSV Rosenheim. Damit verliert der Verein sein Aushängeschild. Schmidt war ein Regensburger Eigengewächs. Um ihn und mit ihm hatte sich der erfolgreiche Aufstieg des Vereins bis in die 2. Liga vollzogen. Er spielt in Rosenheim 
künftig mit seinem ehemaligen Kameraden aus der U19-Nationalmannschaft Peter Käsbauer. Mit diesem, mit Oliver Roth und Hannes Käsbauer trainert er bekanntermaßen auch am Olympiastützpunkt Saarbrücken. Die Rosenheimer meldeten außerdem noch die Verstärkung durch Tamara Teuber vom Regionalligisten TSG Augsburg.

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Ouseph macht 1. BC Beuel noch stärker.
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Konon weg – Anita Raj Kaur da!

Trainiert am Bundesstützpunkt in Saarbrücken: Neu-Berliner Josche Zurwonne. Foto: MK

Josche Zurwonne wechselt von Lüdinghausen zu EBT Berlin
(11.6.09) Gerade hat EBT Berlin den Rückzug seiner zweiten Mannschaft aus der 2. Bundesliga Nord bekannt gegeben, da melden die Westfälischen Nachrichten den Wechsel von Nachwuchsspieler Josche Zurwonne von Union Lüdinghausen zum Deutschen Vizemeister. Er wolle künftig in einer Mannschaft spielen, die Chancen auf den Meistertitel hat, wird das Lüdinghausener Eigengewächs zitiert. Seit zwei Jahren war der 20-Jährige im Bundesligateam im Einsatz. Die Verpflichtung eines anderen Spielers an Stelle von Zurwonne soll es laut Teammanager Michael Schnaase nicht geben, da man genügend Doppelspieler im Kader habe.
Lesen Sie Zurwonne verlässt Union.

Malaysier ersetzt Indonesier
Refrath macht sich erstligatauglich
(1.6.09) M
it dem 28-jährigen Malaysier YEOH Kay Bin (Nummer 131 der aktuellen Weltrangliste) hat Erstliga-Aufsteiger TV Refrath eine neue Nummer eins für die Bundesligamannschaft verpflichtet. Er ersetzt den Indonesier Ron Wilianto. Vorher waren schon Jugend-Nationalspielerin Carla Nelte und Johannes Szilagyi von EBT Berlin ins Bergische Land gewechselt. Der Bulgare Krasimir Yankov bleibt.
Lesen Sie Refrath präsentiert neue Nummer eins auf tvr-badminton.de.
Hier ist
der Refrather Bundesligakader für die kommende Saison zu finden.

Wechselt aus der ersten schwedischen Liga in die Bundesliga: Emma Wengberg. Foto: Frank kossiski

Bischmisheim verpflichtet Schwedin Emma Wengberg
(28.4.09) Der 1.BC Bischmisheim hat die erste Neuverpflichtung für die kommende Saison unter Dach und Fach gebracht: Die in Diensten des BCB stehende Schwedin Johanna Persson wird den skandinavischen Staffelstab an ihre Landsfrau Emma Wengberg weitergeben. Persson wird den BCB nicht verlassen, steht aber in der nächsten Saison nur noch sporadisch zur Verfügung – die 30-Jährige möchte sich künftig mehr auf ihre berufliche Karriere konzentrieren.
Emma Wengberg wechselt vom schwedischen Erstligisten Malmö BMK an die Saar. Die 21-Jährige ist wie Persson eine Doppel- und Mixed-Spezialistin. Zusammen mit ihrer Partnerin Emelie Lennartsson belegt Wengberg in der Weltrangliste Platz 23 und in Europa stehen die Schwedinnen auf dem sieben Rang. Trotz ihrer jungen Jahre konnte die mehrfache Schwedische Meisterin im Damendoppel schon einige internationale Erfolge für sich verbuchen: So siegte sie im vergangenen Jahr mit ihrer Partnerin bei den Slovenia International und sie stand im Finale bei den internationalen Meisterschaften von Italien, Schottland, Norwegen, Schweden und Bulgarien. „Mit Emma Wengberg haben wir die große Zukunfts-Hoffnung der Schweden verpflichtet. Natürlich spielt sie noch nicht auf einem Level wie Johanna Persson, trotzdem erwarte ich von ihr schon die ein oder andere Überraschung. Emma ist enorm lernfähig und sie macht solch rasende Fortschritte, dass man ihr fast dabei zusehen kann. Für uns ist dieser Neuzugang natürlich auch ein erster Schritt in Richtung Verjüngungskur“, sagt BCB-Team Manager Thomas Tesche.


Saison 2008/09

Tschechin und Schotte sollen Südring Berlins Verbleib in der 2. Liga sichern
(28.7.08) Aufsteiger BC Eintracht Südring Berlin wird sich in der nächsten Saison auf der Damenseite mit der tschechischen Nationalspielerin Dominika Koukalova und auf der Herrenseite mit der schottischen Nummer drei Calum Menzies verstärken. Das meldet Torsten Ost. Zudem spielen bei den Herren Stefan Neumann, der aus Gifhorn wechselt, Andreas Kämmer, Robert Franke, Torsten Ost und Frank Wernicke. Bei den Damen treten außerdem noch Anja Weber und Thérèse Nawrath an.

        

Wer spielt in der kommenden Saison wo in der 2. Liga Nord?

Karen Neumann und Till Zander wechselten von Maschen zum Erstligisten VfL 93 Hamburg

Andreas Lindner hat sich umgehört
(26.7.08) Das Wechselkarussell hat sich auch vor der neuen Saison der 2. Bundesliga Nord wieder kräftig. Durch den freiwilligen Rückzug der Bottroper BG haben sich vier der Stammspieler einen neuen Verein in der 2. Liga Nord gesucht. Die ehemalige Nummer eins Rafal Hawel wechselt zusammen mit Philipp Knoll in den hohen Norden zum BW Wittorf. Dort ersetzen sie das Urgestein Robert Mateusiak, der in der nächsten Saison in Dänemark aufschlagen wird. Ob der noch angeschlagene Philipp Knoll jedoch bis zu Saisonbeginn fit wird, ist noch fraglich.
Zwei weitere Bottroper Akteure wechseln zum ehemaligen Derby-Nachbarn BVH Dorsten. Miriam Mroß und Matthias Kuchenbecker haben sich gut ins Mannschaftstraining integriert und verstärken den BVH für die kommende Spielzeit. Damit wird auch der Ausfall der erst kürzlich Mutter gewordenen Ilse Bakker ausgeglichen. Eine weitere Verstärkung im Herrenbereich wird Saber Afif sein. Der junge Holländer soll die schlechte Einzelbilanz des letzten Jahres verbessern.
Der VfL Maschen, Zweiter der letzten Saison, hat bisher zwei Abgänge und nur einen Neuzugang zu melden. Mit der olympiaerfahrenen Karen Neumann und dem jungen, aufstrebenden Till Zander verabschieden sich zwei Topakteure in Richtung VfL 93 Hamburg. Der Neuzugang Jillie Cooper, eine Doppel/Mixed Spezialistin aus Schottland, wird den Damenbereich wohl auf einem hohen Niveau halten, jedoch ist der breiten Öffentlichkeit noch unklar, wer Till Zander ersetzen wird.
Vom TV Refrath, dem Fünften der letzten Saison, ist ein großer Fisch an Land gezogen worden. Ein 20-jähriger Indonesier namens Rio Willianto wird das Team verstärken. Viel ist von ihm nicht bekannt, aber man kann sicher sein, dass er eine echte Verstärkung sein wird. Neben Rio Willianto wird auch die Bulgarin Trandeva Delyana beim TVR aufschlagen. 
Aus der Hauptstadt sind sowohl von SG EBT Berlin II als auch von BC Eintracht Südring Berlin bisher keine Wechsel für die zweite Liga bekannt. Bei der Bundesligareserve von SG EBT Berlin kann man jedoch sicher sein, dass das Team um Karsten Lehmann wie auch in den letzten Jahren durch Spieler aus der 1. Bundesliga ergänzt wird. Das Aufsteigerteam BC Eintracht Südring Berlin spielt nach einigen Jahren Abstinenz wieder im 2. Oberhaus der deutschen Badmintonszene. Einige Akteure sind noch aus alten Zweitligazeiten bekannt. Darunter Anja Weber, Thorsten Ost, Frank Wernicke, Andreas Kämmer, Michael Kämmer und Therese Nawrath.
Aus NRW kommen zwei Aufsteiger, BV RW Wesel und der 1. BV Mülheim. Bei RW Wesel kommt ein alter Bekannter zurück in die 2. Liga. Trotz des Abgangs von Kathrin Piotrowski zum Erstligisten FC Langenfeld kann der BV RW Wesel zuversichtlich in die Saison gehen. Die Verpflichtung der holländischen Nationalspieler Ilse Vaessen und Rune Massing verstärkt das Team um Stefan Löll.
Als letzter Aufsteiger rückte der 1. BV Mülheim für die Bottroper BG nach. Ein Meilenstein für Mülheim, das als Stützpunkt für Topspieler hinlänglich bekannt ist. Auf den Damenpositionen musste sich der BVM nicht verstärken, dort sind sie mit Michaela Peiffer und Petra Reichel stark besetzt. Bei den Herren stößt jedoch Dharma Gunawi vom SCU Lüdinghausen ins Team. Der Deutsch-Indonesier wird die Spielkultur in Mülheim neu beleben.
Da die Wechselfrist noch nicht abgelaufen ist, könnte der ein oder andere Spielerwechsel noch für eine Überraschung sorgen. Die Zutaten für eine tolle und spannende Zweitliga-Saison sind jedoch jetzt schon angerührt.

War 2003 in Birmingham Vizewelt-meister und schaffte hinter Lee Chong Wei die Olympiaqualifi-kation für Peking: der 31-jährige WONG Choong Hann. Foto: Looi

Ur-EBTler Conrad Hückstädt spielt künftig in der Schweiz beim BC Adliswil
EBT Berlin fischte mit Malaysias Olympiateilnehmer Wong Choong Hann einen Riesenkalmar
Von Manfred Kehrberg
(24.7.08) In knapp zwei Monaten ist es wieder soweit. Die 1. Mannschaft der SG EBT Berlin startet am 14. September mit einem Heimspiel gegen den FC Langenfeld in die neue Bundesligasaison. Die Mannschaft ist wie angekündigt im Kern zusammengeblieben. Lediglich Conrad Hückstädt wechselte zum BC Adliswil an seinen Wohn- und Arbeitsort Zürich, und Xuan Chuan, aktive Laufbahn beendet, haben das Team verlassen.
Juliane Schenk hat ihren Vertrag bis 2010 verlängert. Sie wird den Verein darüber hinaus als Nachwuchskoordinatorin für die weiblichen Kaderspielerinnen unterstützen. Nicole Grether ist von ihrer schweren Verletzung genesen und steht der Mannschaft wieder zur Verfügung. Mit dabei auch wieder die englische Doppel- und Mixed Spezialistin Joanne Nicholas. Im Kader weiterhin Janet Köhler und Jugendnationalspielerin Carla Nelte.
Druzchenko wechselt von Bischmisheim
Bei den Herren verstärkt sich das Team mit der neuen Nr. 1 Wong Choong Hann aus Malaysia. Der Vizeweltmeister von 2003 im Herreneinzel, aktuell die Nr. 14 der Weltrangliste im Herreneinzel stand schon seit 2 Jahren auf der EBT-Wunschliste. Wong, der auch ein sehr gutes Doppel und Mixed spielen kann, wird nicht nur sportlich, sondern auch menschlich gut in die Mannschaft passen. Mit dem Indischen Meister Chetan Anand wird ein weiterer international erfahrener Spieler das Herreneinzel verstärken. Mit Vladislav Druzchenko kehrt ein alter Bekannter aus erfolgreichen Südring-Zeiten nach Berlin zurück. Vladi wird das 3. Herreneinzel bestreiten, kann aber auch sehr gut Doppel und Mixed spielen. Wieder mit dabei der zuverlässige polnische Nationalspieler Michal Logosz und die deutschen Nationalspieler Dieter Domke, Tim Dettmann und Johannes Schöttler. Vor dem Bundesligastart wird man Juliane Schenk, Wong Choong Hann, Vladislav Druzchenko und Michal Logosz noch beim olympischen Turnier in Beijing beobachten können.

Setzt ihre internationale Karriere auch nach den Olympischen Spielen fort: Kathrin Piotrowski, im Mixed mit Ingo Kindervater Kandidatin für Peking. Foto: Edwin Leung.

Kathrin Piotrowski spielt in der nächsten Saison wieder beim FC Langenfeld

(18.2.08) Die Saison ist noch in vollem Gange, da wird bereits der erste prominente Spielerwechsel gemeldet. Langenfelds Bundesligaspieler Andreas Wölk berichtet, dass Nationalspielerin Kathrin Piotrowski, derzeit beim Regionalligisten BV Wesel Rot-Weiß aktiv, zum FC Langenfeld zurückkehrt. Bundesligaobmann Günther Joppien, der die Verhandlungen mit Kathrin während der Deutschen Meisterschaften in Bielefeld führte, habe von einem Tagesausflug zu den Team-Europameisterschaften im niederländischen Almere den unterschriebenen Vertrag zurück gebracht.
Die Deutsche Mixed-Meisterin Piotrowski, im letzten Jahr beim 1. BC Bischmisheim unter Vertrag, hatte ein Jahr Bundesligapause gemacht. Nach Aussage von Wölk, seien für Kathrin nur der FCL und Ligakonkurrent BC Bischmisheim in Frage gekommen. Mit beiden Vereinen konnte Kathrin Deutscher Mannschaftsmeister werden, sodass ihr die Entscheidung nicht leicht gefallen sei. Wölk: "Letztlich sind wir alle froh, dass sie sich erneut für uns entschieden hat und wir freuen uns schon jetzt auf die kommende Saison mit ihr."
Kathrin war 2005 vom Rhein ins Saarland gewechselt (siehe untere Meldung vom 4.3.2005).
Am kommenden Mittwoch hat sie ihren ersten Auftritt in Langenfeld nach der Vertragunterzeichnung - als Spielerin für RW Wesel. In der Regionalliga West müssen die Weselaner, die noch beste Aufstiegschancen in die 2. Bundesliga haben, nämlich gegen Langenfelds Zweite antreten.


Saison 2007/08

   

Wurde mit einem fünften Platz im Einzel bester Deutscher im Badmintonwettbewerb der universiade: Marcel Reuter. Foto: Edwin Leung

Auch Marcel Reuter spielt künftig für Bischmisheim
Ein komisches Gefühl für den Ur-Wiebelskirchener
Von Pascal Blum
(23.8.07) Neben Roman Spitko verpflichtete der Deutsche Mannschaftsmeister BC Saarbrücken-Bischmisheim auch Nationalspieler Marcel Reuter aus dem Aufgebot des zurückgezogenen einstigen Ligakonkurrenten TuS Wiebelskirchen. Der 25-jährige BWL- und Sportstudent der Universität des Saarlandes erreichte bei der gerade zu Ende gegangenen Sommer-Universiade in Bangkok als bester Europäer den fünften Platz. Außerdem gewann Reuter 2005 die Europäische Hochschulmeisterschaft im Herreneinzel und mit der Nationalmannschaft errang er 2006 in Thessaloniki die Vize-Europameisterschaft der Herrenteams.
Marcel Reuter zu seinem Wechsel: „Außer dem Trikot der TuS Wiebelskirchen hatte ich noch kein anderes Vereinstrikot an. Der TuS ist mein Heimatverein. Schon von Kindesbeinen an spielte ich für diesen Verein. Schade, dass sich der TuS aus der Liga abmelden musste – das tat schon weh. Jetzt werde ich zum erstenmal ein anderes Vereinsjersey überstreifen. Und das ist schon ein komisches Gefühl - aber daran werde ich mich sicherlich gewöhnen. Jetzt möchte ich mithelfen, dass der Meisterschaftstitel auch in dieser Saison an die Saar kommt. Ich denke, die Chancen stehen sehr gut. Wir haben ein starkes Team, das auch mal gut einen Ausfall wegstecken kann. Bei den Damen haben wir absolute Top-Spielerinnen und bei den Herren sind wir qualitativ wie auch quantitativ erstklassig besetzt.“

In der nächsten Saison Lüdinghausens Nummer eins: Luka Petrič. Foto: Privat.

Karin Schnaase fällt weiter aus
Slowene Luka Petrič ersetzt bei Lüdinghausen Petr Koukal 
Von Markus Kleymann
(5.8.07) Nationalitätenwechsel an der Spitze des Badminton-Erstligisten Union 08 Lüdinghausen. Für den Tschechen Petr Koukal, der Union wegen der Olympia-Qualifikation verlassen hat, konnten die Unionisten einen starken Ersatz verpflichten. Es ist der 22-jährige Luka Petrič. Die neue Nummer eins ist in den letzen drei Jahren jeweils nationaler Meister in Slowenien geworden, wobei Slowenien allerdings als Badminton-Entwicklungsland gilt. Petričs Weltranglistenposition ist daher aussagekräftiger. Er rangiert derzeit auf Platz 86 und damit weit vor allen anderen Lüdinghauser Spielern. "Insofern wird er auch das erste Einzel spielen", sagt Teammanager Michael Schnaase.
Der Slowne war selber auf die Unionisten zugekommen und hatte großes Interesse signalisiert, nach Lüdinghausen zu kommen. Schließlich kann er sich durch die starken Gegner in der Bundesliga selber gut fortentwickeln.
Persönlich kennengelernt haben die Unionisten ihn noch nicht. "Aber am Telefon hörte sich alles gut an", freute sich Schnaase.
Luka Petrič gilt als ausgesprochener Einzelspezialist. Genau dort mussten die Steverstädter noch eine Lücke füllen, haben sie doch zahlreiche gute Doppelspieler in ihren Reihen. Allerdings ist der Neuzugang auch in den Doppeldisziplinen einsetzbar. So spielte er für die slowenische Nationalmannschaft bei der Mannschafts-Weltmeisterschaft auch Mixed. In der letzten Saison trat er für WBH Wien in der österreichischen Bundesliga an. Mit dem Team wurde er Vizestaatsmeister nach einer 3:5-Endspielniederlage gegen ASKÖ Traun.
Aporopos WM: Bevor es für Luka Petrič in Lüdinghausen losgeht, startet er noch für ein Heimatland bei der Individual-Weltmeisterschaft im August. Die Auslosung hat ihm dort für die erste Runde Pablo Abian als Gegner beschert. Für Qualifikationsspiele zu Olympia fällt er aber nicht aus. Dieses Ziel hat er nicht vor Augen.
Während Michael Schnaase froh ist, dass diese Personalie erledigt ist, macht ihm seine Tochter Karin Sorgen. Denn sie hat sich bei einem Treppensturz noch einmal verletzt, sodass sich ihre Reha nach dem Kreuzbandriss noch verzögert. "So hoffen wir jetzt, dass sie bis Ende des Jahres wieder so fit ist, dass wir sie einsetzen können", meint der Teammanager.
Für seine Fans in Slowenien hat Luka ein Webblog eingerichtet. Und hier geht es zu seiner Website.

Wiebelskirchens Rückzug zieht Spielerwechsel nach sich
(30.7.07) Der Rückzug von TuS Wiebelskirchen aus der 1. Bundesliga (siehe TuS Wiebelskirchen zieht sich nach 36 Jahren aus der Bundesliga zurück) führte zu einem Wechsel von Nationalspieler Roman Spitko zum saarländischen Nachbarn 1. BC Bischmisheim.
Bedauerlich war für Erstliga-Nachrücker VfL 93 Hamburg, dass Johannes Schöttler mittlerweile zu EBT Berlin gewechselt war, da er in der 1. Liga spielen wollte. 93-Manager Carsten Hansen: "Er hat geflucht, als er hörte, dass wir jetzt doch oben dabei sind." Als Ersatz wurde der polnische Spitzenspieler Adam Cwalina verpflichtet.

Bei Langenfeld wird Kostiuczyk durch Karachkowa ersetzt
Kathrin Piotrowski und Petra Overzier spielen nächste Saison in der Regionalliga
(19.6.07)
Der 1. BV Mülheim meldet des Neuzugang  der Bronzemedaillengewinnerin der Madrider-WM Petra Overzier vom 1. BC Beuel. Pressewart Wim Kölsch: "Entsprechend groß ist natürlich die Freude beim deutschen Rekordmannschaftsmeister. Mit Petra Overzier und ihrer in der vergangenen Spielzeit bereits verpflichteten Nationalmannschaftskollegin Michaela Peiffer möchten wir jetzt den Aufstieg in die zweite Bundesliga realisieren."
Bevor Petra beim Mülheimer Traditionsverein zum Einsatz kommen kann, muss sie allerdings noch eine ganz andere Aufgabe bewältigen. Wie sie und ihr Lebensgefährte Boris Reichel vor der Deutschen Meisterschaft im Januar bekannt gaben, ist Nachwiuchs unterwegs. In diesem Monat wollen die beiden außerdem nach heiraten.
Schon früher war bekannt geworden, dass es Nationalspielerin Kathrin Piotrowski ebenfalls in die Regionalliga zieht. Um sich ungestört von Bundesligaterminen auf die Olympiaqualifikation konzentrieren zu können, wechselte sie vom Meister 1. BC Bischmisheim zum Zweitliga-Absteiger RW Wesel. Ihren Platz bei Bischmisheim nimmt die Schwedin Johanna Persson ein.
Vizemeister FC Langenfeld muss den Abgang der Polin Nadiezda Kostiuczyk verkraften, die es in die finanzschwere dänische Liga zieht. Ersetzt wird sie durch die Russin Ella Karachkowa.

Jürgen Wouters.
Raju Rai.

Zwei Neuverpflichtungen beim TuS Wiebelskrichen
Ein Amerikaner und ein Niederländer verstärken saarländischen Traditionsverein
(26.8.06) Badminton-Bundesligist TuS Wiebelskirchen meldet zwei Neuverpflichtung für die kommende Spielsaison:
Die erste ist Jürgen Wouters, ein 25-jähriger Student aus Holland. Der Doppel- und Mixedspezialist spielte bisher bei Van Zundert/Velo in den Niederlanden. In den aktuellen Weltranglisten wird er als Nummer 26 im Mixed und Nummer 46 im Doppel geführt. Der Nationalspieler wurde in diesem Jahr Holländischer Meister im Doppel und mit der Mannschaft, darüber hinaus Vizemeister im Mixed.
Über die Gründe für den Wechsel zum TuS sagt er: „Mich reizt die deutsche Bundesliga, welche als eine der stärksten Ligen der Welt gilt. Durch diese starke Konkurrenz möchte ich mich auch persönlich weiterentwickeln.“
Außerdem wurde der 23-jährige Amerikaner Raju Rai gewonnen. Der Einzel- und Doppelspieler indischer Abstammung lebt und trainiert seit Juli im IBF-World-Training-Center in Saarbrücken. Er wird dort bis 2008 bleiben und dabei versuchen, sich für Peking zu qualifizieren. Der Nationalspieler war schon dreimal Meister der USA im Einzel. 2005 gewann er bei den panamerikanischen Spielen die Goldmedaille im Doppel und wurde Dritter im Einzel. Er wird zunächst an Position drei spielen.

Lüdinghausens Team steht: Schulz und Koukal statt Pongratz
(11.8.06) Die Westfälischen Nachrichten berichten heute über die personellen Veränderungen beim Erstligisten SC Union Lüdinghausen. Dass Oliver Pongratz nach Regensburg wechselt, war schon länger bekannt. Als Ersatz gelang Manager Michael Schnaase nun die Verpflichtung von Jan-Sören Schulz vom TuS Wiebelskirchen. Der ehemalige Lübecker ist mit Lüdinghausens Einzeldame Karin Schnaase liiert. Als weiterer Neuzugang wird der Tsche Petr Koukal gemeldet, der im vergangenen Jahr bei Regensburg spielte.
Lesen Sie Schlagkräftig und homogen vom 11.8.06.

Wiebelskirchener Urgestein wechselt: Schon die Mutter von Michaela Peiffer (vorne, mit Birgit Overzier), Monika Peiffer spielte und spielt für den saarländischen Traditionsclub. Foto: Monika Barther.

Von der 1. Bundesliga in die Regionalliga
Nationalspielerin Michaela Peiffer wechselt von Wiebelskirchen nach Mülheim
Von Wim Kölsch - Pressewart 1. BV Mülheim
(31.7.06) Ein echter Clou gelang dem 1. BV Mülheim mit der Verpflichtung von Michaela Peiffer, die vom saarländischen Erstligisten TuS Wiebelskirchen in die Ruhrstadt wechselt und künftig in der Regionalliga West für den erfolgreichsten deutschen Badmintonverein auf Punktejagd geht.
Die 26-jährige Nationalspielerin, u.a. WM-Bronzemedaillengewinnerin mit der deutschen Uber-Cup-Mannschaft 2006 in Japan, Finalistin der Polish Open 2005, jeweils Dritte der Toulouse Open 2004 und Bitburger Open 2004 im DD, trainiert bereits seit zwei Jahren in Mülheim am Stützpunkt des Damennationalteams und hat auch ihren Wohnsitz an die Ruhr verlegt. Halbtags arbeitet Michaela als ausgebildete Bankkauffrau bei der Sparkasse Mülheim. Für ihr Studium der Wirtschaftspädagogik an der Uni Saarbrücken bleibt daher im Augenblick sehr wenig Zeit.
Michaela schwärmt von Papas Gemüselasagne, verbringt ihre (wenige) Freizeit am liebsten mit Freunden, Fußball und Skifahren. Sie freut sich auf ihre erste Saison mit dem 1. BV Mülheim. Nicht nur beruflich, sondern auch sportlich denkt sie an ein langfristiges Engagement und hofft, mit dem 1. BVM bald das Ziel "Zweite Liga" verwirklichen zu können.

Soll Gifhorn zum Aufstieg in die 1. Liga verhelfen: Sandra Marinello. Foto: Gifhorn.

Mit Sandra Marinello soll der Gifhorner Aufwärtstrend noch verstärkt werden
(17.6.06) Zweitligist BV Gifhorn, in der vergangenen Saison Meister der 2. Bundesliga Nord, hat die Verpflichtung der 23-jährigen Nationalspielerin Sandra Marinello bekannt gegeben. Anfang Mai hatten die Niedersachsen schon den Zugang von Astrid Hoffmann (20) vom VfB Lübeck gemeldet.
Teammanager Hans Werner Niesner: "Mit dieser Verpflichtung hat das NBV-Team-Gifhorn nun endgültig den bisher stark unterbesetzen Damen-Bereich seiner ersten Mannschaft auf Hochleistungskurs getrimmt. Damit ist die Voraussetzung geschaffen, in der kommenden Saison in der 2. Bundesliga Nord wieder vorn mitzuspielen - und wenn es optimal läuft, eventuell wieder die Meisterschaft anzustreben. Da alle drei Damen - Olga Konon für Weißrussland, Astrid Hoffmann und Sandra Marinello für den DBV - auch auf Weltranglistenpunktejagd bei den EBU- und IBF-Turnieren gehen - werden uns diesmal hoffentlich einzelne Überschneidungen mit unseren Punktspielen nicht so stark wie in der Vergangenheit treffen."
Lehramtsstudentin Sandra Marinello war in der vergangenen Saison beim PSV Ludwigshafen unter Vertrag, dort aber noch vor Saisonende wegen ausbleibender Zahlungen ausgeschieden (siehe untere Meldung vom 3.3.06). Die Gifhorner hatten den Erstliga-Aufstieg durch zwei Niederlagen gegen Südmeister TSV Neubiberg verpasst. Dies vor allem auch dadurch, weil Olga Konon wegen einer Verletzung nicht zur Verfügung stand. 

Carina Mette spielt künftig für Lüdinghausen

(3.6.06) Dass sie den FC langenfeld verlassen würde, stand schonlänger fest. Jetzt ist auch klar, wo Nationalspielerin Carina Mette in der kommenden Saison spielt. Die Westfälischen Nachrichten Lüdinghausen melden heute, dass Carina sich mit dem Münsterländer Erstligisten einig geworden ist. Die 23-jährige Doppel- und Mixedspezialistin wird mit Karin Schnaase und Laura Ufermann den Damenteil des Teams bilden. Die Herren sind noch nicht komplett. Nur Dharma Gunawi, Yong Yudianto und Hendrik Westermeyer wurden bisher von Teammanager Michael Schnaase benannt.
Lesen Sie den Artikel von Theo Heitbaum in den Westfälischen Nachrichten vom 3.6.06 Carina Mette wechselt zu Union.

Tritt nun auch sportlich ins Rampenlicht: Carola Bott spielt in der kommenden Saison in der ersten Liga. Foto: Carsten Koch.

Carola Bott wechselt - Langenfeld holte sich Hingucker
(6.3.06) Zwei der drei Bischmisheimer Siege holte Carola Bott im Wochenende beim 3:5 des 1. BC im Zweitligaspiel beim VfB Friedrichshafen. Es werden wohl die letzten Punkte für Bischmisheim gewesen sein. Deutschlands glamourösester Nachwuchsstar wechselt zum FC Langenfeld und spielt in der kommenden Saison für den Erstligisten. Dies bestätigte Teammanager Günther Joppien: "Wir werden bei den Damen etwas umschichten. Carola soll auf jeden Fall Einzel spielen. Wir haben in der Vergangenheit immer wieder jungen Spielern eine Chance gegeben."
Da die Polin Kamilla Augustyn weiterhin im Langenfelder Kader bleibt, wird wohl Carina Mette, die erst im Vorjahr von Bischmisheim im "Tausch" mit Kathrin Piotrowski gekommen war, den Verein wieder verlassen. Dafür würden nicht sportliche sondern finanzielle Gründe den Ausschlag geben, erklärte Joppien. Die 21-jährige Carola Bott lebt inzwischen im Mülheim und trainiert dort am Damenstützpunkt des DBV. Sie hatte in der jüngsten Vergangenheit durch spektakuläre Fotoveröffentlichungen in verschiedenen Printmedien (vgl. u.a. Schön wie die Feder am Ball) auch weit über die Badmintonszene hinaus Aufsehen erregt und damit für unseren Sport geworben.

Sandra Marinello spielt nicht mehr für Ludwigshafen
(3.3.06) Wie Jürgen Marinello, der Vater von Nationalspielerin Sandra Martinello mitteilt, wird Sandra ab sofort nicht mehr für den Erstligisten PSV Ludwigshafen spielen. Das gilt auch für die beiden Spiele des letzte Spielwochenendes, das heute Abend mit der Begegnung Wiebelskirchen gegen Bischmisheim beginnt. Jürgen Marinello: "Wir haben den Vertrag mit der Badmintonabteilung des PSV gestern Abend per Fax fristlos gekündigt."
 

Gewann 1999 auch die German Open: Xia Xuanze. Foto: Holger Bräutigam.

Spektakuläre Neuverpflichtung - Noch-Weltmeister an die Spree

Damit wird EBT zum Top-Favoriten

(5.8.05) Wie der Deutsche Vizemeister EBT Berlin auf seiner Website meldet, konnte für die kommende Saison der amtierende Weltmeister Xia Xuanze verpflichtet werden. Xia (27) hatte seinen Titel 2003 in Birmingham gewonnen, kann ihn allerdings in 14 Tagen in Anaheim nicht verteidigen, da er sich in Konkurrenz mit Lin Dan, Bao Chunlai und Chen Hong nicht für das chinesische Aufgebot qualifizieren konnte und auch keine Wildcard-Sonderregelung für ihn getroffen wurde.

Weiterhin wechselt auch der schwedische Doppel- und Mixed-Spezialist Fredrik Bergström zu EBT. Nachdem vorher schon Juliane Schenk das Team verstärkt hatte, müssen die Berliner nun als Meisterschaftsfavorit angesehen werden.

Abgabeschluss für die Bundesliga-Ranglisten war der 1. August. Am 13. August werden die darauf angegebenen Rangfolgen in den Einzeln und Doppeln vom Ranglistengremium des Bundesliga-Ausschusses kontrolliert und genehmigt. Danach werden sie veröffentlicht.

Lesen Sie Weltmeister Xia zu EBT.

Nach Lübeck: Annekatrin Lillie.
Nach Wiebelskirchen: Jan-Sören Schulz.
Nach Ludwigshafen: Sandra Marinello.
Nach Wiebelskirchen: Annika Sietz.
Nach Bischmisheim: Philip Welker.
Nach Beuel: Ingo Kindervater.

Niedersachsen aus Gifhorn verstärken sich mit Rasmus Wengberg

Annekatrin Lillie von Gifhorn nach Lübeck

(30.6.05) Eine böse Überraschung musste Zweitliga-Aufsteiger BV Gifhorn verkraften. Seine langjährige Jugendnationalspielerin Annekatrin Lillie schloss sich dem Ligakonkurrenten VfB Lübeck an. Das meldete gestern newsclick.de, die Internetseite der Braunschweiger Zeitung. Die 19-Jährige Gravenhorsterin, die vom TSV Meine kommt und über die TSG Königslutter nach Gifhorn kam, will in Hamburg künftig Wirtschaftswissenschaften studieren und dort auch am Regionalstützpunkt trainieren. Ihre "Jugendzeit" ist beendet. Sie hätte also ab der kommenden Saison gemeinsam mit Jan-Sören Schulz, mit dem sie in der Jugendnationalmannschaft das beste deutsche Mixed bildete, spielen können. Beide gewannen noch im April bei der EM in Den Bosch Bronze mit der der Mannschaft. Doch Schulz ist in die 1. Liga zum TuS Wiebelskirchen gewechselt.

Im Juli wird er von Lübeck an den Olympiastützpunkt Rheinland-Pfalz/Saarland nach Saarbrücken ziehen und dort mit der deutschen Nationalmannschaft trainieren. Seine Ziele für die kommende Saison definiert er laut Saarbrücker Zeitung so: "Den Anschluss an die nationale Spitze im Doppel und Mixed schaffen und für die Mannschaft des TuS mein Bestes geben und viele wichtige Punkte holen."

Der BV Gifhorn konnte sich aber trotz Lillies Abgang verstärken. Coach Hans-Werner Niesner meldet den Zugang von Rasmus Wengberg aus Schweden, sowie den der Engländer Jennifer Wallwork und Graham Hurrell. Stefan Neumann (31) wechselt zum Zweitligameister VfL Lüneburg.

Lesen Sie den Bericht bei newsclick: "Ein Schlag ins Kontor": Ausnahmetalent wandert ab.

   

Steffi Müller spielt in der Regionalliga

Lüdinghausen auf Damensuche

(30.6.05) Einen prominenten Neuzugang hat der FC Langenfeld bekannt gegeben. Kamila Augustyn aus Polen spielt für die Rheinländer. Gemeinsam mit Carina Mette ersetzen sie das erfolgreiche Duo Kathrin Piotrowski (nach Bischmisheim) und Steffie Müller.
Die Langenfelder haben ihre Damenabgänge also verkraftet, diesbezüglich schwere Sorgen hat dagegen Union Lüdinghausen. Nach Juliane Schenk ist auch Sandra Marinello weg. Sie spielt zukünftig für den PSV Ludwigshafen. Von dort aus wechselt Anika Sietz zum TuS Wiebelskirchen. Die müssen dafür den Verlust von Doppel- und Mixedspezialist Ingo Kindervater verkraften, der zum 1. BC Beuel wechselt und Anthony Clark ersetzt, der nicht weiter in der Bundesliga spielt. Einen Wechsel innerhalb des Saarlandes unternimmt auch Nachwuchstalent Philip Welker. Es geht wie Sandra Mann vom SSV Heiligenwald zum 1. BC Bischmisheim. Nachdem zuvor auch Marc Schenkelberger nach Wiebelskirchen gewechselt war, hat der lanjährige Erstligist (1989-98) SSV Heiligenwald seine Mannschaft aus der Oberliga Südwest zurückgezogen.
Steffi Müller, die im bayerischen Zirndorf wohnt, spielt künftig in der Regionalliga Südost beim TSV Röttenbach.
"Es ist mir wahrlich nicht leicht gefallen, zumal ich mit Langenfeld einen tollen Verein gefunden hatte", erklärt sie gegenüber badminton.de. "Es war auch keine Entscheidung gegen Langenfeld, sondern für meine berufliche Zukunft und es war dazu eine reine Kopfentscheidung.
Mein Bauch und meine Herz haben mir gesagt, dass ich noch ein paar Jahre dranhängen soll, aber ich hätte den ganzen Aufwand mit Staatsexamen im September und beruflicher Zukunft nicht unter einen Hut bringen können. Zumindest nicht so, dass ich auf beiden Ebenen zufrieden gewesen wäre. Und ich habe mir immer gesagt, wenn ich aus der Bundesliga ausscheide, dann ist es auch eine endgültige Entscheidung. Dass heißt, dass es auch kein Comeback in der Bundesliga für mich geben wird. Meine volle Konzentration liegt jetzt auf meinem Beruf. Dennoch werde ich den Schläger nicht ganz an den Nagel hängen."

Die Entscheidung, nach Röttenbach zu gehen, wurde dadurch beeinflusst, dass ihr langjähriger Trainer Mario Reißner dort die Mannschaft betreut. Steffi: "Ich habe schließlich fast 15 Jahre mit ihm trainiert und ihm jede Menge zu verdanken. Dass wir auf diese Weise Kontakt haben und uns dadurch regelmäßig sehen und austauschen können, ist für mich wichtig."

Ausserdem wird Steffi Müller dem Badmintonsport als Schiedsrichterin verbunden bleiben. Die nationale Lizenz hat sie bekanntermaßen bereits, im nächsten Jahr soll die internationale folgen: "Das hängt aber von meiner zukünftigen Arbeitsstelle ab."

  

Spielt künftig in der Bundeshauptstadt: Juliane Schenk - hier beim Sieg über die Japanerin Kanako Yonekura, der ihr in dieser Woche bei den German Open in Mülheim gelang. Foto: Heise.
Kathrin Piotrowski war eine Säule der Langenfelder Mannschaft, die im Vorjahr die Deutsche Meisterschaft errang: Mit Thorsten Hukriede...
...und mit Steffie Müller bildete sie nahezu unschlagbare Doppel. Fotos: Knupp.

Tauschen Kathrin Piotrowski und Carina Mette die Vereine?

Juliane Schenk zu EBT Berlin

(4.3.05) Die Westfälischen Nachrichten melden heute in ihrer Lüdinghausener Ausgabe den Wechsel von Nationalspielerin Juliane Schenk vom SC Union Lüdinghausen zu EBT Berlin. Dies teilt Markus Kleymann mit. Nach sechs Jahren brauche sie ein neues Umfeld, wird Juliane in dem Bericht zitiert, um sich sportlich und persönlich weiterentwickeln zu können. Letztlich aber scheinen die Finanzen den Ausschlag gegeben zu haben. "Wir können uns eben nicht alles leisten", erklärte Teamchef Michael Schnaase.

Nicht alles leisten wollen sich auch die Langenfelder. Als dort bekannt wurde, welch gutes Angebot Doppel- und Mixedspezialistin Kathrin Piotrowski vom saarländischen Verein 1. BC Bischmisheim erhalten hat, blieb nichts, als ihr guten Weg zu wünschen. Teammanager Günther Joppien: "Wir wissen natürlich, was wir an ihr haben. Und ihr Weggang wird uns schwächen. Aber wir müssen unsere finanziellen Mittel auf alle Spieler verteilen. Doch soviel ich weiß, hat Kathrin noch nicht unterschrieben. Und Bischmisheim muss ja erst noch den Ärger wegen Kanetkar überstehen." Da auch Steffi Müller ihre Erstligalaufbahn beenden will, müssen die Langenfelder auf Damensuche gehen. Immerhin wird bei Bischmisheim mit Carina Mette eine Doppel- und Mixedspielerin frei. Für Juliane Schenk wird Karin Schnaase bei Lüdinghausen in die erste Mannschaft aufrücken und das Einzel spielen. Über Sandra Marinello wird in dem Artikel der Westfälischen berichtet, dass sie gerne noch weiter dort spielen wolle.

Die mittlerweile 22-jähre Sportsoldatin Schenk war vom Krefelder Verein Hülser SV nach Lüdinghausen gekommen als sie 16 war.  Mit ihr hatten die Westfalen vor vier Jahren den Erstligaaufstieg geschafft. Dort hatte sie ihre internationale Karriere gestartet, die sie von der Jugendeuropameisterin zur Olympiateilnehmerin brachte. In Berlin wird sie künftig mit ihrer internationalen Doppelpartnerin Nicole Grether in einer Mannschaft spielen. Die beiden bilden eines der besten europäischen Doppel.


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