Nachrichten von der IBF - Die IBF-Trainingscenter

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Soll nach Plänen von Gunalan (li) zukünftig im IBF-Council für die Developmentcenter zuständig sein: DBV-Präsident Dieter Kespohl stellt sich im Mai im Weltverband zur Wahl.

Feierliche Eröffnung des ersten IBF-Elitetrainingscenters in Saarbrücken

Im ersten Jahr werden die Kandidaten ausgewählt

(8.3.05) IBF-Vizepräsident Punch Gunalan, auch Vorsitzender des IBF-Development Committees, das für Fragen der Weiterentwicklung des Badmintonsportes zuständig ist, war eigens aus Kuala Lumpur angereist. Und aus dem Saarland kam natürlich Sportministerin Annegret Kramp-Karrenbauer und der Präsident des Landessportverbandes für das Saarland Gerd Meyer. Anlass war die Aufnahme des Trainingsbetriebes am IBF-Trainingszentrum in Saarbrücken. Sie wurde gestern mit einem feierlichen Akt begangen. Etwas 80 Gäste waren in die eigens hergerichtete Trainingshalle am Olympiastützpunkt gekommen. Redner waren Gunalan, Karrenbauer, Meyer und DBV-Präsident Dieter Kespohl. Dazu stellten sich die Spieler vor.

Über einhundert Athleten aus den verschiedensten "kleinen" Länderrn hatten sich nach der IBF-Ausschreibung vom Dezember 2004 gemeldet. Sie werden jetzt in vier zweimonatigen Kursen gesichtet. Anschließend werden die vielversprechendsten ausgewählt. Sie bekommen dann die Möglichkeit für mindestens ein Jahr in Saarbrücken hochleistungsmäßig Badminton zu trainieren. "Ich will solche Spieler in Peking auf dem Treppchen sehen", beschreibt Gunalan seinen groß angelegten Plan. "Die anderen Zentren werden jetzt nach und nach installiert. In Sofia und Kuala Lumpur, in den USA werden wir in Houston sein. Und in China haben wir uns inzwischen für Guanzhou entschieden, das ursprünglich vorgesehene Peking ist zu kalt."

Diese Zentren sollen eng vernetzt werden. Gunalan: "Das wird eine Einheit, sie sollen nicht isoliert arbeiten. Es ist gut möglich, dass die Spieler auch zwischen den Zentren hin und her wechseln. Ich will die ganze Badmintonwelt verbinden und zu einer Gemeinschaft machen."

18 Spieler sind in der ersten Sichtungsrunde in Saarbrücken versammelt, davon sechs aus europäischen Verbänden. Sie kommen aus Australien, Indien, Nigeria, Pakistan, Sri Lanka, Sambia und Vietnam, der Türkei, aus Rumänien, Estland Weißrussland und Litauen. Ihr Alter liegt zwischen 15 und 22 Jahren. Leiter des Trainingscenters ist Günther Huber, früher auch schon einmal Sportdirektor beim DBV, danach Nationaltrainer Kanadas und Coach bei der EBU. Cheftrainer ist der Koreaner Kim Young Man. Ex-Weltmeisterin Han Aiping, auch im Gespräch, hat der IBF abgesagt. Gunalan: "Sie hatte leider einen Vertrag mit einer chinesischen Provinz zu erfüllen."

Lesen Sie die Berichte

Internationale Feierstunde mit prominenten Gästen – Das Projekt kann starten auf der Website des Landessportverbandes Saarland.

IBF World Training Centre in Saarbruecken greets budding Olympians auf worldbadminton.net der IBF.   


Vertrag über das Elite-Trainingscenter der IBF unterzeichnet

In Saarbrücken soll der Rest der Welt an die Top-Nationen herangeführt werden

(13.1.05 MK) Saarbrücken wird zukünftig ein fester Standort auf der Badmintonweltkarte sein. Zwanzig junge Spieler/innen vor allem aus den kleineren Badmintonnationen sollen dort in jeweils zweimonatigen Intensivkursen mit Weltkassetraining vertraut gemacht werden. Dies sieht jedenfalls ein Entwicklungsprogramm vor, dass die IBF derzeit mit großem finanziellen Aufwand in die Tat umsetzt.
Gestern wurde in der Hermann-Neuberger-Sportschule in Saarbrücken der Vertrag über das erste Elite-Trainingscenter der IBF unterzeichnet. An der Zeremonie nahmen Gerd Meyer, der Präsident des Landessportverbandes Saarland, Annegret Kramp-Karrenbauer, die saarländische Innenministerin und IBF-Vizepräsident Punch Gunalan teil. Ursprünglich war das Ereignis noch höher aufgehängt. Aber IBF-Präsident Korn Thapparansi, der gleichzeitig thailändischer Minister ist, konnte wegen der Flutkatastrophe nicht kommen und so zog auch Peter Müller, der Ministerpräsident des Saarlandes sein Erscheinen zurück.
LSVS-Chef Meyer erklärte in seiner Ansprache: „Das einzigartige Jointventure zwischen der IBF und Saarbrücken wird beiden Seiten nützen und hoffentlich dazu betragen, dass hier trainierte Athleten in Peking 2008 Medaillen gewinnen können. Wir wollen die Sportschule zu einem Kompetenzzentrum ausbauen.“
Vertragspartner sind die IBF auf der einen Seite und das Innenministerium und der Landessportverband auf der anderen Seite. Dennoch sagte auch DBV-Präsident Dieter Kespohl im Rahmen der kleinen Feier einige Worte. Dabei betonte er, dass der DBV voll hinter der Struktur des Trainingscenters stehe und ebenso hinter dem Standort Saarbrücken. Und er versprach: „Wir werden die IBF unterstützen, wo es möglich ist.“
Dass die IBF Saarbrücken als einen von fünf Standorten ausgewählt hat – Peking, Sofia, Kuala Lumpur und ein Ort in den USA sollen folgen –, sieht der DBV-Präsident als großen Vorteil für das deutsche Badminton: „Natürlich empfinde ich das auch als Aufwertung unseres Verbandes. Die IBF hat die positive leistungssportliche Entwicklung, die der DBV während der letzten Jahre erlebt hat, zur Kenntnis genommen. Die Anbindung an die wissenschaftlichen Möglichkeiten, die der Olympiastützpunkt bietet und die wir selbst ja auch nutzen, haben sicher die Standortentscheidung beeinflusst. Außerdem hoffe ich, dass wir auch eigene Spieler im Trainingscenter unterbringen und dass es zu anderen Kooperationen kommt.“
Kespohl nahm neben Geschäftsführer Helmut Altmann, Bundestrainer Detlef Poste und Leistungssportreferen Martin Kranitz von DBV-Seite an der Unterzeichnungszeremonie teil.

Der Trainingsbetrieb soll Anfang März starten. Die internationalen Verbände waren aufgerufen, Kandidaten zu melden. Jetzt wählt die IBF zehn Damen und zehn Herren aus. Sie beginnen im März mit dem ersten Trainingskurs. Als Trainer sind eine Chinesin für die Damen und ein Koreaner für die Herren vorgesehen. Leiter des Trainingscenters soll Günther Huber werden. Der ehemalige Sportdirektor des DBV war nach seiner Zeit als Nationaltrainer von Kanada zuletzt Trainer beim europäischen Dachverband EBU.
Am 7. März soll in Saarbrücken mit viel Prominenz dann in einem weiteren Festakt die offizielle Eröffnung stattfinden.
„Das Programm zur Leistungsentwicklung von Badminton in weiteren als den bisherigen Top-Nationen ist die Lebensader für die Zukunft der IBF“, erläuterte IBF-Vize Gunalan die mit der Gründung der fünf Center verbundene Absicht des Weltverbandes. Trotz der mittlerweile weltweiten Verbreitung des Badmintonsportes sieht man die Entwicklung im Spitzenbereich was die weltweite mediale Aufmerksamkeit angeht, als gefährlich an. Von Gunalan kommen auch die Anstöße, in Brainstorming-Manier über mögliche Regeländerungen nachzudenken und wissenschaftliche Forschungen über alle Bereiche des Badmintonsportes anzugehen. (Siehe untere Meldungen vom 15. und 20.12.04).)


Unterzeichnet....
...und angestoßen: Innenministerin Annegret Kamp-Karrenbauer, IBF-Vizepräsident Punch Gunalan, LSV-Präsident Gerd Meyer und DBV-Präsident Dieter Kespohl. Fotos: IBF.

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