Pressemitteilungen des 1. BC Beuel

Saison 2010/2011

  

   

Keine schlagenden Argumente vorhanden, es bleibt beim Traum

Von Andreas Kruse

 
(02.05.2011) Auch in der Bundesligasaison 2010/11 muss sich der 1. BC Beuel - wie im letzten Jahr - mit der Vizemeisterschaft zufrieden geben. Beim Endspiel in Berlin gegen die SG EBT Berlin gingen alle Spieler – sich in der Außenseiterrolle wohlfühlend – konzentriert und hochmotiviert in die Partie.
Im Damendoppel ließen Nicole Grether und Juliane Schenk mit ihrer Routine Birgit Michels und Heather Olver keine Chancen, so dass dieses Spiel glatt in zwei Sätzen abgegeben wurde. Das parallel dazu laufende Herrendoppel war ein Duell auf Augenhöhe. Robert Blair und Wong Choong Hann zeigten ebenso wie die Beueler Akteure Marc Zwiebler und Ingo Kindervater den 1.300 Gästen, wieso der Badmintonsport nicht länger ein Schattendasein verdient. Spektakuläre Ballwechsel, Einsatz und Leidenschaft machten dieses packende Spiel zur besten Werbung für den Sport. Leider behielten auch hier die Berliner nach drei Sätzen die Oberhand.
Im Anschluss kam es zum Duell Carl Baxters gegen seinen Trainer Kenneth Jonassen. Der 36 Jahre alte Routinier zeigte im Trikot der Hauptstädter, dass er auch nach Beendigung seiner internationalen Karriere nicht zum alten Eisen gehört. Nach zwei spannenden und umkämpften Sätzen behielt Jonassen zum Satzende immer die Oberhand.
Dieser 0:3-Rückstand konnte auch in den folgenden Partien von Marc Zwiebler gegen Wong Choong Hann nicht mehr verkürzt werden, denn parallel besiegte Nicole Grether im Dameneinzel Lisa Kaminski, die für die verletzte Heather Olver einspringen musste, und sorgte so für den entscheidenden vierten Punkt der Hauptstädter.
Der Traum von der Meisterschaft bleibt den Beuelern jetzt schon seit 2005 verwehrt, wo man zum letzten Mal den Hans Riegel-Pokal an den Rhein holen konnte. Nach 2004, 2008 und 2010 ist dies nun die vierte Finalniederlage eines Beueler Teams seit dem Wiederaufstieg in die Bundesliga 1999.
Für die SG EBT Berlin ist es die erste Mannschaftsmeisterschaft überhaupt. Das Team hatte schon als Tabellenerster die Hauptrunde beendet und wurde auch im Finale seiner Favoritenstellung gerecht. Alle waren auf den Punkt fit und haben verdient gewonnen.

 

Marc Hannes (Trainer 1. BC Beuel):
"Glückwunsch an Berlin. Sie waren heute die bessere Mannschaft und bereits im Vorfeld wussten wir, dass es schwer wird. Keiner unserer Akteure konnte über die gesamte Spieldauer seine Höchstleistung erreichen, sondern nur zu Teilen. Berlin ist ein verdienter Gewinner dieser Saison."

 

Manfred Kehrberg (Manager EBT Berlin):
"Wir sind überglücklich, endlich den Titel gewonnen zu haben. Ausschlaggebend waren sicherlich die beiden Doppel am Anfang, es hat einfach alles gepasst. Außerdem bin ich glücklich über die gelungene Veranstaltung. Darauf können wir in der Zukunft aufbauen und gemeinsam können wir den Badmintonsport noch weit bringen."

 

5 Spieler, 5 Argumente für ein gemeinsames Ziel: den Titel

Birgit Michels und ...
... Ingo Kindervater beim Play-off-Halbfinale gegen den 1. BC Bischmisheim. Fotos: Maximilian Schneider.

Von Andreas Kruse

 
(25.04.2011) Wenn am kommenden Samstag um 19.00 Uhr im alten DDR-Sportpalast Hohenschönhausen das Bundesligafinale zwischen der SG EBT Berlin und dem 1. BC Beuel eröffnet wird, so steht möglicherweise eines der spannendsten Bundesliga-Finalspiele aller Zeiten an. Nicht nur Trainer Marc Hannes und Coach Roland Maywald dürften sich einig sein, dass den Eröffnungsdoppeln eine ganz entscheidende Bedeutung zukommt: „Wenn es einem Team gelingt, beide Doppel zu gewinnen, wird es Deutscher Meister.“

 

Schaut man sich die beiden Partien aus der Punkterunde an, so wird keiner bestreiten können, dass Berlin als Favorit ins Finale geht. Nach einem 3:3 Mitte Oktober in Beuel mussten sich die Beueler im Dezember in Berlin mit 5:1 geschlagen geben.

 
Und bei der Betrachtung beider Kader fällt jedem schnell auf, welche hochkarätigen und erfahrenen Spieler dort aufeinandertreffen werden. Das Berliner Team ist gespickt mit den Altmeistern der Badmintonwelt und kommt auf ein Durchschnittsalter von 33,4 Jahren. Die Beueler Mannschaft hingegen hat ein Durchschnittsalter von 27,4 Jahren aufzuweisen.

 
Bei den zahlreichen Erfolgen, die von den Bonner Spielern in den letzten Monaten erzielt worden sind, ist man vielleicht gewillt zu sagen, dass beide Teams sehr routiniert sind und dass das Alter der Akteure keinen Ausschlag geben sollte. Betrachtet unter der Sichtweise, dass die meisten Berliner Spieler aber noch mehr an internationalen Erfolgen in ihrer Karriere vorzuweisen haben und unter anderem bei Robert Blair sogar ein Vizeweltmeistertitel mit in der Sammlung steht, kann die Frage danach, wer vielleicht etwas „hungriger“ auf den Titel ist, nachfolgend mit fünf Argumenten für Beuel beantwortet werden. Auch wenn das Team längst nicht mehr als „die jungen Wilden“ beschrieben werden kann, das es möglicherweise in der Meistersaison 2004/2005 gewesen ist, so können diese Argumente den Beueler Anhängern etwas Zuversicht geben, auch wenn Berlin auf dem Papier Favorit sein mag:

 

Heather Olver: Die 25-jährige Engländerin steht in ihrer zweiten Saison für Beuel zum zweiten Mal im Finale. Nach der Niederlage im letztjährigen Endspiel ist sie dieses Jahr die jüngste Endspielteilnehmerin. Und mit Nicole Grether und Juliane Schenk hat sie aus dem Hinspiel im vergangenen Herbst nach einer Dreisatzniederlage im Damendoppel auch noch eine Rechnung offen.

 

Carl Baxter: In seinem dritten Jahr für Beuel wird er versuchen, alle Erinnerungen an das letztjährige Finale zu verdrängen, als er zweimal gegen Marcel Reuter unterlag, um dieses Jahr sein Spiel zu gewinnen. Und welch größere Motivation könnte es für ihn geben, als Kenneth Jonassen - seinen Trainer - zu schlagen, der ihm im 2. Herreneinzel gegenüberstehen wird.

 

Birgit Michels: Seit 2003 spielt sie im Beueler Team und bestreitet in der achten Spielzeit das fünfte Bundesliga-Finale. Nur eines davon wurde gewonnen: 2004/2005. Zeit die Quote zu verbessern, um neben dem Deutschen Meistertitel im Damendoppel und Mixed 2011 das Triple perfekt zu machen.

 

Marc Zwiebler: Kaum einer spielt, wenn es drauf ankommt, mit mehr Sicherheit. So auch zuletzt im Halbfinale im Einzel und vor allem im Doppel, wo er eine überragende Leistung vollbrachte. Als Beueler seit nun mehr als 20 Jahren ist es eine Frage des Selbstverständnisses, die zwei Einzelniederlagen gegen Wong Choong Hann aus der Punkterunde hinter sich zu lassen und im Finale das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.

 

Ingo Kindervater: Seit 1999 spielt er, mit kurzzeitiger Unterbrechung, für Beuel. Ihm fehlt noch ein Titel in seiner Sammlung: der des Deutschen Mannschaftsmeisters. Nachdem er und das Team sich 2008 und 2010 im Finale geschlagen geben mussten, ließ er dieses Jahr im Halbfinale keinen Zweifel daran aufkommen, wer den Hans Riegel-Pokal 2011 gewinnen soll und untermauerte dies mit ebenso viel Leidenschaft wie Spielsicherheit und Qualität.


Auch Beuels Trainer Marc Hannes blickt verhalten optimistisch auf das Finalwochenende: „Wir sind dieses Jahr in der Außenseiterrolle, das mag ein Vorteil sein. Alle Spieler bei uns sind fit und einsatzbereit für das Wochenende. Wenn wir zu Spielbeginn das Momentum auf unserer Seite haben und in den Doppeln punkten können ist alles möglich."

 

Beuel ohne Engländer

Von Maike Masurat

 
(11.02.2011) Trainer Marc Hannes hat mit Blick auf das bevorstehende Wochenende sicherlich Bauchschmerzen.
Durch die anstehende Team-EM und die damit verbundenen Vorbereitungen dürfen die englischen Spieler die Insel nicht verlassen, um in der Bundesliga zum Einsatz zu kommen.
Somit tritt der amtierende Vizemeister erneut mit Ersatzspielern gegen Lüdinghausen an – dieses Mal jedoch auswärts.
Das Hinspiel ist den meisten noch in guter Erinnerung, da das Damendoppel erst im dritten Satz mit 26:24 an die Beueler ging.
Im Kampf um eine gute Platzierung vor den Play-Offs muss eigentlich ein Sieg her. Die beiden anderen B’s – Berlin und Bischmisheim – treffen an diesem Wochenende direkt aufeinander, so dass entweder beide einen Punkt verlieren oder ein Team gar zwei Punkte liegen lässt. Dieses Ergebnis könnte Beuels Tabellensituation, vorausgesetzt die Bonner siegen, verbessern. Anschließend hätte man es selbst in der Hand, was am Ende herauskommt.

 

BC Beuel klettert an die Spitze der Badminton-Bundesliga

Von Maike Masurat

  

(14.11.2010) Der Fokus des Doppelspieltages in der Badminton-Bundesliga lag beim 1. BC Beuel sicherlich auf dem Duell Zweiter gegen Erster oder: Vizemeister gegen Deutschen Meister.
Nach dem knapp verlorenen Finale im Frühjahr diesen Jahres standen die Weichen auf Revanche. Trainer Marc Hannes wollte jedoch chronologisch vorgehen und zunächst zwei Punkte beim Tabellensechsten in Gifhorn entführen.
„Nach eineinhalb Stunden stand es schon 4:0. Bis auf das Herreneinzel waren es klare Spiele,“ fiel das Fazit vom ersten Vorsitzenden Roland Maywald nüchtern aus.
Die Partie endete schließlich mit einem klaren 6:0.
Nur einen Tag später füllte sich die Erwin-Kranz-Halle mit einem Schlag. Zahlreiche Zuschauer waren gekommen, um die ihre Mannschaft anzufeuern. Ein Hauch von Play-Off-Stimmung hing in der Halle.
„Wenn wir eines der Doppel gewinnen, haben wir eine gute Chance, das Spiel zu gewinnen,“ prophezeite Hannes im Vorfeld. Selbst in seinen Träumen wird er nicht geglaubt haben, dass gleich beide Doppel auf der Habenseite verbucht werden könnten.
Es war tatsächlich mehr als ein Start nach Maß. Damen- und Herrendoppel wurden gewonnen. Ein Grund war sicherlich Anthony Clarks zweiter Einsatz in dieser Saison. Zusammen an der Seite von Ingo Kindervater gab es lediglich im zweiten Satz eine Schwächephase, als man diesen mit 19:21 abgab. Spielfreudig zeigten sich Birgit Overzier und Heather Olver und besiegten das namhafte Doppel Emma Wengberg und Olga Konon in zwei Sätzen.
Marc Zwieblers Einzel gegen Marcel Reuter wurde von niemandem in der Halle infrage gestellt, der Punkt erwartungsgemäß geholt und eine 3:0-Führung hergestellt.
Die zufriedenen Gesichter trauten im Folgenden ihren Augen nicht, als eine gut aufgelegte Elizabeth Cann Olga Konon, die zukünftig für Deutschland spielen wird, Paroli bot und sich im ersten Durchgang nur knapp mit 23:25 geschlagen geben musste. Was gewesen wäre, wenn sie diesen Satz gewonnen hätte, weiß niemand, den zweiten Satz gewann ebenfalls Konon und verkürzte auf 1:3.
Parallel trat Carl Baxter gegen Johannes Schöttler im zweiten Herreneinzel an. Baxter hatte vor Saisonbeginn bereits verkündet, dass gerade in den Spielen gegen Bischmisheim von seiner Seite Wiedergutmachung zu leisten sei, hatte ausgerechnet er in den beiden Finalspielen die schlechteste Saisonleistung gezeigt und beide Male gegen Marcel Reuter verloren. Und gegen Schöttler schien nach gewonnenem ersten Satz erneut der „Bischmisheim-Fluch“ über Baxter zu hängen, der sich im Entscheidungssatz fortsetzte, ehe großer Kampfgeist und letztlich auch das berühmte Quäntchen Glück für den persönlichen und den Gesamtsieg sorgten.
Anthony Clark und Birgit Overzier verschönerten das Ergebnis mit ihrem Mixedsieg über Michael Fuchs und Emma Wengberg.
Das unerwartet klare 5:1 verdeutet die Wachablösung an der Tabellenspitze und Optimismus in Sachen Play-Offs ...

  

Heiß auf Revanche - Für Carl Baxter ist gegen Bischmisheim Wiedergutmachung angesagt

Carl Baxter verlor im letzten Play-off-Finale zweimal gegen Bischmisheims Marcel Reuter. Foto: Jacek Knitter

Sa 13.11.10 1. BV Gifhorn - 1. BC Beuel 14 Uhr Sporthalle Flutmulde
So 14.11.10 1. BC Beuel -
1. BC Bischmisheim 14 Uhr Erwin-Kranz-Halle
Von Maike Masurat
(12.11.10) Gleich zwei Spieltage der ersten Liga  am Wochenende. Am Samstag tritt der Tabellenzweite BC Beuel beim Sechsten der Liga in Gifhorn an. Hier gehen die Verantwortlichen des Deutschen Vizemeisters davon aus, dass zwei Punkte aus dem Norden entführt werden können. Der BV Gifhorn hat gegen den TV Refrath gewinnen können, während die Beueler beim Auswärtsspiel einen Punkt im Bergischen lassen mussten. Dort trat man allerdings ohne die englischen Spieler an. Dies wird an den Spieltagen 5 und 6 anders sein, die englischen Stars Carl Baxter, Anthony Clark, Heather Olver und Elizabeth Cann werden eingesetzt.
Besonders Carl Baxter wird auf das Heimspiel am Sonntag ab 14 Uhr in der Erwin-Kranz-Halle brennen. Zu Gast ist der aktuelle Deutsche Meister und Tabellenführer 1. BC Bischmisheim. Baxter konnte ausgerechnet in den
beiden Finalspielen im Frühjahr seine Topform nicht abrufen und gab beide Male sein Einzel ab. Aber auch die anderen Akteure sind laut Trainer Marc Hannes heiß auf diese Begegnung und möchten möglichst beide Punkte in Beuel behalten. Die Badmintonfans können sich also auf Spitzenbadminton freuen.

  

Alt gegen Neu mit einem Unentschieden

Von Maike Masurat

 
(17.10.2010) Hatten die Telekom Baskets Bonn am Freitagabend noch das Hauptstadtduell klar verloren, wollte sich der 1.BC Beuel in der Badminton Bundesliga besser aus der Affäre ziehen. Nach einem erwarteten Sieg in Hamburg am Samstag, gab Trainer Marc Hannes einen Punktgewinn als Minimalziel aus: "Ein Unentschieden wäre gut, ein Sieg grandios," meinte Trainer Marc Hannes vor dem Spiel.
Marc Zwiebler und Ingo Kindervater überraschten wohl alle in der Halle, als sie Choong Wong und Robert Blair in zwei Sätzen besiegten - ein Start nach Maß. Heather Olver und Birgit Overzier kämpften parallel im Damendoppel gegen die ehemaligen Deutschen Meisterinnen Juliane Schenk und Nicole Grether. Der scheinbar verlorene erste Satz konnte gewonnen werden, der zweite ging nach Berlin.
Währenddessen forderte Carl Baxter seinen Coach in der englischen Nationalmannschaft und ehemaligen Europameister Kenneth Jonassen im 2. Herreneinzel heraus. Der Bonner konnte auch den zweiten - einen nicht erwarteten - Punkt gutschreiben - ein Traumstart. Zu diesem Zeitpunkt stieg die Spannung, als Olver/Oberzier das Damendoppel, das insgesamt über 80 Minuten ging, im Entscheidungssatz offen gestalten. Letztlich konnten sich die Gäste durchsetzen.
Das Dameneinzel wurde verletzungsbedingt abgegeben - Ausgleich. Der amtierende Deutsche Meister Marc Zwiebler kam nicht ins Spiel und verlor gegen Choong Wong in zwei Sätzen. Man schien wieder auf dem Boden der realistischen Tatsachen und fürchtete sogar die Partie zu verlieren, als Ingo Kindervater und Birgit Overzier, weitere Deutsche Meister in Reihen des Vizemeisters den ersten Satz im entscheidenden Mixed abgaben. Die Gastgeber konnten sich aber im zweiten Satz steigern und fuhren diesen Punkt schließlich in drei Sätzen nach Hause.
Beide Mannschaften zeigten sich am Ende mit dem Remis zufrieden. Die zahlreichen Zuschauen in der Erwin-Kranz-Halle hatten Spitzenbadminton präsentiert bekommen.

  


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