Bitburger Open 2003

 

in Saarbrücken

         

Vom 2. bis 7. Dezember 2003 - Saarlandhalle - Preisgeld: 30 000 US-Dollar.
Turnierwebsite: www.bitburger-open.de 

  

Zur Titelseite Bitburger Open.

 

Hier können alle Ergebnisbögen als pdf-Datei aufgerufen werden.

   

Die Endspielergebnisse

  

Grether & Schenk hielten einen Sieg in Deutschland und Xu schlug erstmals Pi

   

HE: Dicky Palmaya (NED) - George Rimarcdi (SWE) 15:2 15:4
DE: Xu Huaiwen (GER) - Pi Hongyan (FRA)  9:11 11:5 11:5
HD: Michal Logosz & Robert Mateusiak (POL) - Vincent Laigle & Svetoslav Stojanov (FRA) 15:5 15:9
DD: Nicole Grether & Juliane Schenk (GER)- Kamila Augustyn & Nadezha Kostioutchik (POL) 15:9 10:15 15:12
MX: (Sa) Frederik Bergström & Johanna Persson (SWE) - Nikolaj Zuev & Marina Yausheva (RUS) 13:15 15:10 15:13.

  

Damendoppel

Deutscher Sieg mit Nervenstärke

Von Eric Kolling

Das war nichts für schwache Nerven. Knapp in drei Sätzen gewannen Nicole Grether & Juliane Schenk gegen die Polinnen Augustyn & Kostioutchik. Ein sehr wechselhaftes, und nicht unbedingt "gutes" Spiel. Die Deutschen begannen im ersten Satz so druckvoll und hochkonzentriert wie im Halbfinale gegen die Japanerinnen. Doch gegen Ende schlichen sich - vielleicht im Gefühl des sicheren Sieges - immer mehr "unforced errors" ein. Dennoch reichte es zum 15:9. Im zweiten Durchgang lief es vom Start weg ausgeglichen. Die Polinnen - stark in der Abwehr - ließen sich immer seltener vom druckvollen Spiel vor allem von Juliane Schenk in Bedrängnis bringen. Beim Stand von 10:10 schlichen sich im Spiel von Grether & Schenk in drei Ballwechseln Abstimmungsprobleme ein - 10:13. Letzlich Satzgewinn für die Polinnen mit 15:13. Im dritten Durchgang schien die deutsche Niederlage und damit das Scheitern kurz vor dem greifbar nahen Ziel, bereits besiegelt. Von Beginn des dritten Satzes an agierten nur noch die Polinnen. Nun bärenstark in der Abwehr, diktierten sie ihren deutschen Gegnerinnen klar Tempo und Spiel auf. 10:3 betrug die Führung, nichts deutete auf eine Wende hin.Dann eine prekäre Situtation: Bei einem Netzduell gab der Schiedsrichter plötzlich Netzfehler gegen die Polinnen. Anstatt des 11:3 nun Aufschlagwechsel. Eine Situation, die die Polinnen völlig aus dem Konzept brachte. Fünf unerzwungene Fehler am Stück, Grether & Schenk fanden ins Spiel zurück, die Zuschauer erwachten aus ihrer Lethargie. 10:10 hieß es plötzlich, dann gar 14:10 für die Deutschen. Der erste Matchball klappte noch nicht: Der Linienrichter war der einzige in der Halle, der den Schmetterball der Polinnen auf der hinteren Linie sah und nicht im Aus. Egal, beim nächsten Anlauf war die Hoffnung dann Gewissheit: 15:12-Sieg für Grether & Schenk Riesenjubel in der Halle - Ovationen der Zuschauer.

Herreneinzel

Palyama spielte mit Rimarcdi Katz und Maus

Einseitigkeit pur war im Finale der Herreneinzelkonkurrenz angesagt. Der Niederländer Dicky Palyama spielte mit seinem Gegenüber George Rimarcdi aus Schweden Katz und Maus. Fiel dem Deutschen Björn Joppien gegen den späteren Turniersieger im Halbfinale schon nicht viel ein, so glich das Spiel von Rimarcdi schon fast einem Offenbarungseid. Nie fand er ein Mittel gegen den schier übermächtigen Kontrahenten Palyama, dessen Schlagfehler die Zuschauer an einer Hand abzählen konnten. 15:2, 15:4 lautete das Endergebnis.

Lesen Sie zu Xu Huaiwens Erfolg im Dameneinzel den Artikel von Mark Weishaupt in der Saarbrücker Zeitung vom 8.12. Xu setzt sich die Krone auf. 

 

 

 

  

    

  

Fotos von den Bitburger Open - wie den Moment des
Sieges von Nicole Grether (re) und Juliane Schenk -
hat ©Sven Heise bei
www.badmintonfotos.de.

   

Samstag: Halbfinaltag - Das Presseteam der Bitburger Open berichtet

Grether & Schenk und Xu schafften den Sprung ins Endspiel

Die Würfel sind gefallen: Bei den Endspielen der Bitburgen Open wird es zweimal deutsche Beteiligung geben. Im Damendoppel schlagen Nicole Grether & Juliane Schenk auf. Knüpfen sie nur annähernd an ihre Halbfinalleistungen an, ist der Turniersieg nur Formsache. Schwieriger wird es für die Deutsch-Chinesin Huaiwen Xu, die es im Finale mit ihrer ehemaligen Landsfrau Pi, die nun für Frankreich spielt, zu tun bekommt.

Herreneinzel
Dicky Palyama (NED) - Björn Joppien 15:12 15:4
George Rimarcdi (SWE) - Eric Pang (NED) 15:10 16:17 17:14
Dameneinzel
Pi Hongyan (FRA) - Judith Meulendijks (NED) 11:9 11:3
Xu Huaiwen (GER) - Tine Rasmussen (DEN) 11:1 11:9
Herrendoppel
Michal Logosz & Robert Mateusiak (POL) - Frederik Bergström & Henrik Andersson (SWE) 15:11 15:11
Vincent Laigle & Svetoslav Stojanov (FRA) - George Rimarcdi & Imanuel Hirschfeld (SWE) 15:13 15:9
Damendoppel
Kamila Augustyn & Nadezha Kostioutchik (POL) - Kathrin Piotrowski & Carina Mette 15:13 15:9
Nicole Grether & Juliane Schenk - Kumiko Ogura & Reiko Shiota (JPN) 15:8 15:6
Mixed
HF (Fr): Frederik Bergström & Johanna Persson (SWE) - Vladislav Druzchenko & Elena Nozdran (UKR) 17:15 15:2
Nikolaj Zuev & Marina Yausheva (RUS) - Svetoslav Stojanov & Victoria Wright (FRA) 12:15  15:13  17:14 
Fin: (Sa) Frederik Bergström & Johanna Persson (SWE) - Nikolaj Zuev & Marina Yausheva (RUS) 13:15 15:10 15:13.

Damendoppel I: Mette & Piotrowski knapp ausgeschieden
Im Halbfinale war Endstation für die beiden Deutschen Carina Mette und Katrin Piotrowski. Doch die 22ten der Weltrangliste verabschiedeten sich nicht aus dem Turnier, ohne den Polinnen Kamila Augustyn & Nadezha Kostioutchik einen aufopferungsvollen Kampf zu liefern. Die - in der IBF-Rangliste um fünf Positionen -besser postierten, setzten sich im ersten Durchgang mit einer Nasenlänge Vorsprung und 15:13 Punkten durch. Im zweiten Durchgang dann der Bruch aus der Sicht der Deutschen: 0:6 betrug nach wenigen Ballwechseln bereits der Rückstand. Dann die Aufholjagd auf 5:8. Leider erneut gefolgt von mehreren leichten Fehlern. Von Resignation aber keine Spur - selbst als die Polinnen die 14 Punkte erreicht hatten, überwanden sich Mette & Piotrowski noch zu kämpferischen Endlosballwechseln. Davon gewannen sie aber zu wenige - bis auf 10:14 kamen sie noch heran. Dann war der Ofen allerdings aus und die Hoffnungen auf ein rein deutsches Endspiel gestorben.
Damendoppel II: Grether & Schenk überragend
Denn Nicole Grether und Juliane Schenk setzten sich ihrerseits in Klassemanier im anderen Halbfinale gegen die Japanerinnen Kumiko Ogura & Reiko Shiota durch. Nie ließen sie auch nur den Hauch eines Zweifels an ihrem Sieg aufkommen - zu konzentriert und angriffslustig jagten die beiden ihre Gegnerinnen über das Feld. Dem Druck, den vor allem Juliane Schenk mit ihren zahllosen Jumpsmashs aufbaute, und das fast fehlerfreie Spiel der Deutschen konnten die Japanerinnen nichts Wirkungsvolles entgegensetzen. Mit 8:15 und 6:15 verließen sie geschlagen das Feld. Die Zuschauer hingegen jubelten frenetisch, Schenk & Grether fielen sich in die Arme. Fraglos: Das Finale gegen Augustyn & Kostioutchik kann kommen!
Dameneinzel: Xu marschiert
Die Bischmisheimerin Huaiwen Xu bezwang die Dänin Tina Rasmussen in zwei Sätzen, machte sich aber das Leben am Ende selbst ein bisschen schwer. Im ersten Satz fand Rasmussen nie ein Rezept, erspielte sich in zwölf Minuten lediglich ein mageres Satzpünktchen. Der zweite Satz dauerte zwar in der Summe nur zwei Minuten länger, verlief aber wesentlich ausgeglichener. Jetzt machte auch Xu Fehler, Rasmussen wurde sicherer. Am Ende allerdings erreichte auch hier die "Neu-Deutsche" Xu zuerst die elf Punkte. Damit ist das erwartete Finale gegen Pi zur Gewissheit geworden.
Herreneinzel: Joppien ohne Rezept
Im Herreneinzel hingegen fand Björn Joppien in Dicky Palyama seinen Meister. Weder beim Aufschlag noch in der Annahme fiel dem Langenfelder ein Rezept ein. Immer wieder geriet er viel zu schnell in die Defensive, machte dann auch unnötige Fehler. 12:15 und 4:15 leutete am Ende auf der Anzeigetafel. Einen deutschen Endspielsieg wird es zumindest im Herreneinzel nicht mehr geben. Über 82 Minuten lief das andere Halbfinale zwischen Eric Pang und George Rimcardi, dass letztgenannter hauchdünn mit 15:10, 16:17 und 17:14 gewann.
Bergström & Persson gewinnen Mixed
Ganz ohne deutsche Beteiligung liefen das Halbfinale im Herrendoppel und das Mixed-Finale ab. Vincent Laigle & Svetoslav Stojanov zogen nach 37 Minuten über Rimcardi & Hirschfeldt (Schweden) ins Endspiel ein. Im anderen Halbfinale gewannen Michal Logosz & Robert Mateusiak. Sie kegelten auch die andere schwedische Paarung Bergström & Andersson aus dem Turnier.
Im Gemischten Doppel spielten sich die Schweden Frederik Bergstrom &  Johanna Persson auf den obersten Treppchenplatz. Im Finale schlugen sie nach drei spannenden Sätzen die Russen Zuev & Yakusheva mit 13:15, 15:10, 15:13.

 

Freitag: Vierter Turniertag - Das Presseeam der Bitburger Open berichtet
Joppien sowie Grether & Schenk und Piotrowski & Mette im Halbfinale

Die Viertelfinalspiele mit deutscher Beteiligung
Björn Joppien - Rohanda Agung (SUI) 15:2 15:1
Nicole Grether - Pi Hongyan (FRA) 5:11 9:11
Xu Huaiwen - Sara Persson (SWE) 11:8 11:9
Tim Dettmann & Michael Fuchs - George Rimarcdi & Imanuel Hirschfeld (SWE) 11:15 8:15
Kathrin Piotrowski & Carina Mette - Joahnna Persson & Victoria Wright (SWE/FRA) 15:5 15:10
Nicole Grether & Juliane Schenk - Katja Michalowsky & Anika Sietz 15:0 15:8
Joachim Tesche & Birgit Overzier - Frederik Bergström & Johanna Persson (SWE) 9:15 10:15
Kristof Hopp & Kathrin Piotrowski - Vladislav Druzchenko & Elena Nozdran (UKR) 3:15 15:11 5:15
Björn Siegemund & Nicol Pitro - Nikolai Zuev & Marina Yakusheva (RUS) 15:5 8:15 9:15

Herreneinzel: Joppien weiter auf ErfolgskursAuf dem besten Weg, wichtige Punkte für Athen 2004 zu sammeln, ist der Langenfelder Björn Joppien. Deutschlands Nummer eins hat sich nach leichten  Anfangsschwierigkeiten mittlerweile prima ins Turnier gespielt. Mit dem  Schweizer Rohanda Gung spielte der Langenfelder Katz und Maus, fegte ihn mit 15:2 und 15:1 aus der Saarlandhalle. Letzte Hürde auf dem Weg ins Finale ist am Samstag der Niederländer Dicky Palyama.Dameneinzel:  Finale Pi - Xu rückt in greifbare Nähe"Ich will hier ins Finale", hatte Badminton-Ass Huaiwen Xu vor dem Start der Bitburger Open erklärt. Auf dem Weg dorthin lässt sich die frisch gebackene Deutsche bisher von nichts und niemandem aufhalten. Nicht von der Japanerin Chie Umezo im Achtelfinale, und auch nicht von Sara Persson. Aber Xu musste schon fast an ihre Grenzen gehen, um die junge Schwedin im Zaum zu halten, und gewann nur knapp mit 11:8 und 11:9. Ihre Gegnerin im Halbfinale: Tine Rasmussen aus Dänemark. Alles läuft auf ein Finale zwischen Huaiwen Xu und der Französin Hongyan Pi hinaus. Die Nummer acht der Welt hatte in ihrem Viertelfinale große Mühe - was an einer bärenstarken Nicole Grether lag. Die Berlinerin drehte nach verlorenem ersten Satz auf und führte im zweiten Durchgang bereits 9:2. Aber dann änderte Pi ihre Taktik, und Grether gelang kein Punkt mehr. "Schade, aber ich bin zufrieden. Ich habe ihr das Leben ganz schön schwer gemacht", sagt Grether hinterher. Damendoppel: Zwei deutsche Paarungen im HalbfinaleDas Damendoppel ist die erfolgreichste deutsche Disziplin bei den Bitburger Open, ein rein deutsches Endspiel scheint  greifbar nahe: Nicole Grether & Juliane Schenk gewannen ohne große Probleme gegen Anika Sietz & Katja Michaloswky mit 15:0, 15:8. Im Halbfinale stehen nun die Japanerinnen Kumiko Ogura & Reiko Shiota auf der anderen Seite des Netzes. Eine schwere, aber nicht hoffnungslose Mission. Vor drei Wochen bei den Scottish Open allerdings unterlagen die deutschen Mädels knapp in drei Sätzen. Diesmal soll es besser werden. Gelingt dies, und gewinnen auch Carina Mette & Kathrin Piotrowkski im anderen Halbfinale ähnlich souverän wie eine Runde zuvor gegen die schwedisch-französische Paarung Johanna Persson & Victoria Wright, winkt gar ein rein deutsches Finale. Doch zuvor müssen die beiden erst die "Aufgabe" Kamila Augustyn & Nadezha Kostioutchik (POL) erfolgreich lösen. Und das kann ohne Druck geschehen, wie Mette nach dem Viertelfinale-Erfolg erklärte: "Unsere Pflicht haben wir erledigt. Alles, was jetzt kommt, ist Kür."Herrendoppel: Dettmann & Fuchs zwar ausgeschieden - aber glücklich Im Herrendoppel erwischte es heute leider auch die letzten deutschen Mohikaner Tim Dettmann & Michael Fuchs (beide 21 Jahre). Vor laufender Kamera auf dem "Eurosport-TV-Court" waren die Schweden Rimarcdi & Hirschfeldt zu stark. "Ich habe nur zwei Stunden geschlafen", gestand Fuchs, bei Dettmann war es auch nicht mehr. Aber so nervös die Beiden auch vorher waren - als sie den Punkt zum 1:0 im ersten Durchgang gemacht hatten, waren sie im Spiel drin. Die beiden Deutschen verkauften sich nach ihrem Sensationssieg gegen Sörensen & Rojkjaer-Jensen auch diesmal teuer, verloren Satz eins nur knapp mit 11:15. Im zweiten lief es nicht mehr so gut. "Wir haben vergessen, Punkte zu machen", erklärte Fuchs nach dem 8:15, "weil wir einfach zu schlecht aufgeschlagen haben." Dennoch: "Mit so einem Ergebnis darf das Jahr gerne zu Ende gehen", hielt sich Tim Dettmanns Trauer über den verpassten Halbfinal-Einzug in Grenzen.Kein Wunder, denn hinter ihnen lag am Vortag ein sensationeller Achtelfinal-Auftritt gegen die Dänen Tommy Sörensen & Thom Rojkjaer Jensen, die immerhin zuvor die starken Russen Phukov & Zuev vorgeführt hatten. Dettmann & Fuchs war's egal. Tim glänzte am Netz, Michael brachte seine gewohnten Emotionen ins Spiel ein - 15:5 und 15:12, Viertelfinale.Zuvor war aus deutscher Sicht eher Katerstimmung angesagt. Überraschend genug hatten alle drei potenziellen Olympia-Kandidaten mehr oder weniger überraschend die Segel gestrichen. Dabei hatten sich Kristof Hopp & Thomas Tesche, Jochen Cassel & Joachim Tesche und Ingo Kindervater & Björn Siegemund für Saarbrücken so viel vorgenommen. Aber als am 4.12. auch Letztgenannte nach einem Dreisatzkrimi gegen die Niederländer Tijs Cremers & Jurgen Wouters ausschieden, war das Desaster perfekt. Ein Glück aus deutscher Sicht, dass mit den Youngstern Fuchs & Dettmann wenigstens eine Paarung die Gunst der Stunde nutzte und noch etwas länger im Wettbewerb verblieb.Mixed: Schwarz-Rot-Gold adeIm gemischten Doppel ist es nach dem Viertelfinale mit der deutschen Herrlichkeit vorbei. Während Joachim Tesche & Birgit Overzier mit dem 9:15 und 10:15 gegen die Schweden Bergström & Persson gut leben konnten, ärgerten sich Kristof Hopp & Kathrin Piotrowski über die unnötige, weil vermeidbare Niederlage gegen das ukrainische Duo Vladislav Druzchenko & Elena Nozdran, die in der Bundesliga für den TuS Wiebelskirchen spielt. Es kommt noch dicker: Deutschlands Olympia-Hoffnungen erhielten einen weiteren Dämpfer, als Björn Siegemund & Nicol Pitro (beide VfB Friedrichshafen) an Zuev & Yakusheva (Russland) scheiterten - wenn auch nur knapp in drei Sätzen.

 

Donnerstag: 2. Tag Hauptturnier - Eric Kolling berichtet

Nicole Grether mit schönem Sieg über Andrievskaya - Deutsche Badmintonstars bleiben auf Erfolgsspur

Herrendoppel I: Dettmann & Fuchs im ViertelfinaleAm zweiten Turniertag verblieben im Herrendoppel etwas überraschend nur Tim Dettmann & Michael Fuchs im Wettbewerb. Sie drangen durch einen tollen 15:5, 15:12-Erfolg über Tommy Sorensen & Thom Rojkjaer-Jensen (Dänemark) ins Viertelfinale vor. Kristof Hopp & Thomas Tesche dagegen gingen gegen die Langenfelder Thorsten Hukriede & Björn Joppien beim 10:15, 4:15 ziemlich heftig baden. Hukriede & Joppien hingegen durften sich freuen - doch nur bis zum nächsten Match. Dann warteten die Schweden Frederik Bergström & Hendrik Andersson. Die Gegenwehr der Deutschen war zwar beachtlich, reichte aber beim 10:15, 5:15 nicht aus. Die Bischmisheimer-Wiebelskircher Kombination Joachim Tesche & Jochen Cassel scheiterte nach drei Durchgängen an den Schweden Rimcardi & Hirschfeldt. Kastens & Schöttler bissen sich die Zähne an Dubruille & Popov aus.  Herrendoppel II: Wenig Erfreuliches aus saarländischer SichtBenjamin Woll und Marcel Reuter, die sich als einzige Saarländer die Qualifikation überstanden hatten, durften die Turnieratmosphäre der Bitburger-Open als Akteure nur ein Match lang auskosten. Gegen Tim Dettmann und den Bischmisheimer Michael Fuchs erschmetterten sich Reuter & Woll nur acht Pünktchen. So blieb als Saarländer zunächst nur Ingo Kindervater weiter im Rennen. Mit seinem Partner Björn Siegemund führte der Weg über die Slowenen Kroflic und Plastenjak und endete um 22.51 Uhr bei den Holländern Creemers & Wouters. Dabei hatten Kindervater & Siegemund nach wechselhaften drei Sätzen schon knapp mir 12:11 in Front gelegen. Ein verschlagener Aufschlag sowie ein falscher Blick für fallengelassene Bälle, bereitete dem Spiel ein jähes Ende. Ebenfalls einmal weiter kamen Marc Zwiebler & Ian Maywald über Maurice Niesner & Stephan Löll. Ihnen machte dann die Paarung Vincent Laigle & Svetoslave Stojanov (Frankreich) den Garaus. Ohne Chancen auf das Erreichen Viertelfinales waren Franklin Wahab & Arnd Vetters, Steffen Hornig & Kai Waldenberger, Christian Böhmer & Thomas Staczan.Dameneinzel: Nur Grether und Xu siegreichFür Juliane Schenk und Claudia Vogelgsang kam im Achtelfinalmatch das Aus. Schenk zog mit 11:13, 8:11 gegen Anu Weckstrom den Kürzeren, Vogelgsang unterlag gegen die mehrfache walisische Meisterin Kelly Morgan in zwei Sätzen. Damit hält als letzte deutsche Akteurin Nicole Grether die deutsche Fahne hoch. Sie überzeugte auf ganzer Linie mit 11:0 und 13:10 gegen Marina Andrievskaja. Jetzt geht es gegen die Mitfavoritin Hongyan Pi. Eine außerordentlich schwere Aufgabe. Grether: "Ich denke es wird schwierig. Sie ist eine Weltklasse-Spielerin. Ich habe vor kurzem schon mal auf internationaler Ebene gegen sie gespielt und verloren. Da war ich allerdings auch nicht gut drauf. Ich hoffe, dass es morgen ein interessantes Spiel geben wird. Ich werde um jeden Punkt kämpfen!" Sollte der sympathischen Spielerin vom SG EBT Berlin tatsächlich ein Sieg gelingen, wäre ein "deutsch-deutsches" Finale möglich. Denn auch die Bischmisheimerin Huaiwen Xu ist noch im Rennen, gewann gegen die Japanerin Chie Umezu relativ knapp in zwei Sätzen.Herreneinzel: Kein deutsches HalbfinaleAus dem reinen Langenfelder Halbfinalduell Wölk - Joppien wurde nichts. Dabei sah es lange Zeit danach aus. Björn erledigte seine Aufgabe gegen den Dänen Jim Ronny Andersen nach durchwachsenem Auftakt mit 11:15, 16:6, 15:5 noch hervorragend. Sein Mannschaftskollege machte es umgekehrt. Wölk legte gegen den Schweizer Rohanda Agung los wie die Feuerwehr, gewann Durchgang eins mit 15:7. Danach war allerdings der Faden gerissen, 5:15 und 5:15 war das ernüchternde Endresultat. So bekommt es Joppien nun auf dem Weg ins Finale mit Agung zu tun. Mit einem Schmetterball genau auf die Linie beendete Eric Pang das Match gegen die andere deutschen Einzelhoffnung, die noch im Wettbewerb verblieben war: Jens Roch. Drei recht wechselhafte Sätze waren vorausgegangen, in denen beide Akteure sich zwar immer wieder einige Punkte Vorsprung herausspielten, sich aber nicht entscheidend absetzen konnten. Jens Roch hatte den Auftakt in den dritten Satz zunächst verschlafen, sich dann aber sogar einen Matchball herausgespielt. Doch er konnte die Chance nicht nutzen. Mixed: Drei deutsche Paarungen unter den letzten Acht Vom Mixed als Paradedisziplin zu sprechen, wäre übertrieben. Dennoch sind die deutschen Akteure hier am stärksten. Gleich drei Paarungen stehen unter den letzten Acht: Zunächst schafften die Mitfavoriten Björn Siegemund & Nicol Pitro einen klaren Erfolg über O'Halloran & Huang und dann durfte das Saarbrücker Publikum besonders jubeln: Die Bischmisheimer Joachim Tesche und Kristof Hopp rückten mit ihren Partnerinnen Birgit Overzier bzw. Kathrin Piotrowski auf dem Turniertableau ein Feld weiter Richtung Finale vor. Nach einem packenden Dreisatz-Thriller ist das gleiche Ziel für Thomas Tesche & Carina Mette nicht mehr erreichbar. Auch Cassel & Marinello und Wahab & Nawrath mussten sich in dieser Runde beugen.Damendoppel: Deutsche Titel weiter möglichDie besten Chancen auf einen deutschen Sieg in Saarbrücken wurden schon vor dem Turnier Juliane Schenk & Nicole Grether im Damendoppel eingeräumt. Im ersten Spiel gegen Pauline Vandooremalen und Eva Krab untermauerten die beiden diese Vorhersagen. Die Niederländer waren beim 1:15, 4:15 keine ernsthafte Gefahr. Carina Mette und Katrin Piotrowski hatten an den Däninnen Kristiansen & Rytter wesentlich schwerer zu knabbern: 11:15, 15:12, 15:10. Dass sie im viertelfinale auf eine andere deutsche Paarung treffen würden, war klar: Michaela Peiffer & Therese Nawrath und Anika Sietz & Katja Michalowsky trafen im Achtelfinale aufeinander. Was im Vorfeld eine gewisse Spannung versprach, ging letzlich in zwei Sätzen klar an Sietz & Michalowsky. Ganz schnell ausgeschieden waren Natascha Thome & Johanna Goliszewski, Nicole Schnurrer & Sindy Krauspe, Carola Bott & Karin Schnaase, Claudia Ritter & Ina Beck, Claudia Vogelgsang & Monja Bölter und Aileen Rößler & Birgit Overzier. Caren Hückstädt & Sandra Marinello mussten das Turnier kampflos beenden.

      

Erleben Sie die Bitburger Open auf Eurosport mit 
Am Mittwoch steigt Eurosport mit seiner Liveberichterstattung in das Turnier ein.
Nur am Samstag wird eine Pause eingelegt. Von den Endspiele wird am Sonntag ab 16.45 Uhr berichtet.
Kommentatoren:Hans-Werner Niesner und Michael Keck.


  

Mittwoch: 1. Tag Hauptturnier - Das Presseteam der Bitburger Open berichtet

Hinein ins Achtelfinale: Joppien - Wölk - Roch und Grether - Vogelgsang - Schenk - Xu

Herreneinzel I: Roman Spitko gegen Persson chancenlos
Mit dem schnellen Aus von Roman Spitko hatten wohl nur wenige gerechnet. Zumal die Nummer eins des TuS Wiebelskirchen letzte Woche beim Bundesligaspiel gegen Langenfeld noch über Deutschlands internationale Einzelhoffnung Björn Joppien triumphiert hatte und so aufhorchen ließ. Doch gegen den Dänen Joachim Persson fand Spitko nie ins Spiel. "Das war gar nix." meinte er anschließend im Gespräch. Nur knapp eine halbe Stunde hatte das Match gegen den ehemaligen Junioren-Vizeeuropameister Persson gedauert - ein Match, das Spitko als Lehrstunde empfunden haben muss. Damit haben sich auch seine Pläne erledigt, den Erfolg vom Vorjahr zu wiederholen. Da stand er in Saarbrücken im Einzel-Halbfinale. Immerhin: Den Kopf in den Sand will Spitko jetzt nicht stecken: „Mund abputzen, weitermachen. Das war ein Ausrutscher, aber ich werde es schnell abhaken.“
Herreneinzel II: Drei kamen weiter
Auch Björn Joppien musste sich im Einzel gewaltig strecken, um nicht am gut aufgelegten Dänen Daniel Damgaard-Petersen zu scheitern. 13:15, 15:8 und 15:9 lasen die Zuschauer am Ende auf der Anzeigetafel - Joppien verließ nach fast einer Stunde Spielzeit das Feld als Sieger. Vereinskollege Andreas Wölk brauchte für seinen Zweisatzsieg über Thorsten Hukriede nur knapp halb so lange. Und Jens Roch drückte noch mehr auf die Tube, schickte den Tschechen Jan Frohlich mit 15:7, 15:3 vom Feld. Die Saarbrücker Zuschauer hingegen müssen in den nächsten Tagen ohne einen ihrer größten Publikumslieblinge auskommen: Den Inder Nikhil Kanetkar vom heimischen BC Bischmisheim ereilte das Aus in drei Durchgängen gegen den Schweden Per-Henrik Croona. Schon im ersten Match Koffer packen, hieß es für Oliver Pongratz, Arnd Vetters, Sebastian Schöttler, Stephan Löll, Mike Joppien und Ian Maywald Endstation. Auch Marc Zwiebler kam nicht weiter - gegen den starken Dänen Kasper Oedum ereilte ihn überdeutlich mit 3:15, 4:15 das Aus.
"Gemischte" Erfolge im Mixed
Besser lief es für die Deutschen - und insbesondere auch die Saarländer im Mixed: Jochen Cassel (Wiebelskirchen) und Sandra Marinello (Lüdinghausen) erreichten ebenso locker das Achtelfinale wie Joachim Tesche (Bischmisheim) und Birgit Overzier (BC Beuel), Thomas Tesche und Carina Mette sowie Kristof Hopp (alle Bischmisheim) und Kathrin Piotrowski (Langenfeld). Ingo Kindervater (Wiebelskirchen) dagegen musste an der Seite von Caren Hückstädt (Wittdorf) die Segel streichen und Vereinskollegin Michaela Peiffer war mit Tim Dettmann (Berlin) ebenfalls ohne Chance gegen die niederländisch-australische Kombination Creemers & Crabtree. Auch für den Bischmisheimer Michael Fuchs war zusammen mit Monja Bölter gleich in Runde eins Endstation: 8:15, 10:15 gegen die Russen Dremin & Rusljakova. Dagegen erfreulich aus deutscher Sicht: Markus Ebert & Johanna Goliszewski (SG Anspach/TV Wetzlar) überstanden die erste Runde im Hauptfeld ebenso unbeschadet wie Franklin Wahab & Therese Nawrath.
Dameneinzel: Vier Deutsche Akteurinnen kamen durch
Im Dameneinzel fiel das heutige Wiedersehen mit Katja Michalowsky eher kurz aus - angesichts der Tatsache, dass die Ex-Nationalspielerin allerdings gegen die Achte der Welt, die Französin Hongyan Pi antreten musste, war das allerdings keine Schande. Auch die frühere Heiligenwalderin Nicole Grether hatte gegen Anne-Marie Pedersen alle Mühe. In einem spannenden Match behielt sie nur knapp mit 4:11, 11:6 und 11:7 die Oberhand. Und in der nächsten Runde wird es noch viel schwerer: Das Turniertableau sieht ein Match gegen Marina Andrievskaya vor. Eine harte Nuss. Auch für Claudia Vogelgsang kommt es nach ihrem Erfolg über Ekaterina Ananina ähnlich dick: Vogelgsang muss als nächstes gegen die Waliserin Kelly Morgan ran. Die dritte Deutsche im Team ist Juliane Schenk. Sie bekommt es mit Anu Weckstrom zu tun. Eine nicht unlösbare Aufgabe. Die Bischmisheimer Lokalmatadorin Huaiwen Xu brauchte für ihre erste Pflichtaufgabe nur zehn Minuten, bis sie Kati Tolmoff mit 11:0, 11:2 vom Court gefegt hatte. Ihr nächster Prüfstein auf dem angestrebten Weg ins Finale: Die Japanerin Chie Umezo.

   

Qualifikationsrunden beendet

Fünf deutsche Herren konnten sich im Einzel fürs Hauptfeld qualifizieren

Herreneinzel
Acht Platze waren im Hauptfeld des Herreneinzels frei gehalten worden für die Sieger der Qualifikationsrunden. Fünf dieser Plätze konnten sich deutsche Starter sichern: Thorsten Hukriede, Matthias Bilo, Sebastian Schöttler, Mike Joppien und Stephan Löll. Die beiden übrigen gingen an
Guntur Hariono (LUX), Rohanda Agung (SUI) und
lkka Nyqvist (FIN).
Dameneinzel
Hier gingen drei von vier Plätzen an deutsche Starterinnen:
Eine davon ist Claudia Vogelgsang aus Friedrichshafen, am vergangenen Wochenende gerade zum elften Mal in Folge Baden-Württembergische Meisterin geworden. Sie bezwang Aileen Roessler und Eva Mayer. Karin Schnaase aus Lüdinghausen setzte sich gegen die Russin Anna Efremova und Monja Bölter durch.
Die dritte deutsche Qualifikatin ist im Saarland eine alte Bekannte. Katja Michalowsky,  heute beim PSV Ludwigshafen, war früher für Heiligenwald, Wiebelskirchen und Bischmisheim aktiv. Sie besiegte die Schweizerin Jeanine Cicognini in drei Sätzen und schickte danach Johanna Goliszewski als Verliererin vom Court. Lohn der Mühen: Am Mittwoch trifft sie ab 16.30 Uhr in der ersten Runde auf die Nummer acht der Welt, die Französin und Vorjahressiegerin Hongyan Pi.
Außerdem qualifizierte sich
Elena Nozdran (UKR).
Reuter & Woll schafften es im letzten Spiel das Tages nach Marathonmatch
Die Lokalmatadore Marcel Reuter und Benjamin Woll (TuS Wiebelskirchen) spannten die Zuschauer in der Saarlandhalle bis zum Ende auf die Folter. Gegen Timo Courage und Olaf Schulz-Holstege erkämpften sie sich nach 13:15 im ersten Durchgang unter der Anfeuerung der Fans den zweiten Satz mit 17:14. Und das Marathonmatch beendeten sie nach dem 15:12 als strahlende, wenngleich völlig erschöpfte Sieger.
Außerdem weiter:
Christian Böhmer & Thomas Staczan, Maurice Niesner & Stephan Löll sowie
Rohanda Agung (SUI ) & Agus Sugimin (GER).
Zu den
vollständigen Qualifikationsergebnissen.

  

Zu zwei Berichten von Mark Weishaupt in der Saarbrücker Zeitung: "Ich will hier ins Finale" - Neu-Saarländerin Huaiwen Xu verspricht den Badminton-Fans zauberhafte Bitburger Open
Ein Wiedersehen mit Katja Michalowsky.

 

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Vorberichte:

  

Teilnehmerfelder wurden festgelegt

Gestiegene Chancen für deutsche Doppel

(19.11.) Das Warten hat ein Ende. Nachdem sich der neue Name des Saarbrücker Badminton-Turniers schon weit über die Grenzen des Saarlandes herumgesprochen hat und auch das Gesicht der Saarlandhalle als neuer Spielort bis aufs kleinste Detail geplant ist, sind jetzt auch endlich die Spieler bekannt, die vom 2. bis 7. Dezember bei der 16. Auflage der internationalen Bitburger Open aufschlagen werden.
Viele große internationale Namen, die bereits in den vergangenen Jahren den Weg in die Landeshauptstadt gefunden haben, kehren auch 2003 wieder zurück. Allen voran bei den Herren der Däne Niels-Christian Kaldau, der letztjährige Zweite und Sieger von 2001, der sich bereits tief in die Herzen der Zuschauer gespielt hat und einer der absoluten Publikumslieblinge ist. Er will natürlich seinen Titel zurückholen, den ihm im letzten Jahr der Chinese Chen Gang in einem packenden Finale abgenommen hat.
Innerdänisches Duell
Große Konkurrenz von einem ganz großen Namen des Badmintonsports bekommt Kaldau in diesem Jahr jedoch von einem Landsmann. Peter Rasmussen, der Weltmeister von 1997 in Glasgow, ist natürlich auch sechs Jahre nach seinem größten Triumph immer noch eine harte Nuss, die es für den Rest der Welt zu knacken gilt. Auf deutscher Seite ist man natürlich gespannt, was denn der deutsche Meister Björn Joppien oder auch der für Wiebelskirchen spielende Roman Spitko der europäischen Spitze entgegen zu setzten haben. Zum großen Kreis der Titelanwärter gehören zudem der EM-Dritte Rasmus Wengberg aus Schweden, der Pole Przemyslaw Wacha, Vladislav Druzchenko aus der Ukraine oder auch Richard Vaughan aus Wales. 103 Spieler werden im Herreneinzel in Saarbrücken an den Start gehen, etliche andere Meldungen mussten abgesagt werden – wie bereits im letzten Jahr ein neuer Melderekord für das Turnier, bei dem es in diesem Jahr neben den 30.000 US-Dollar Preisgeld natürlich auch wertvolle Punkte für die Olympiaqualifikation zu gewinnen gibt.
Pi ist Favoritin bei den Damen
Ein hervorragendes Teilnehmerfeld wartet auch im Dameneinzel auf die Zuschauer in der Saarlandhalle. Die für Frankreich startende Chinesin Hongyan Pi, Siegerin der beiden letzten Jahre und aktuelle Nummer Acht der Weltrangliste, ist sicher die Top-Favoritin bei den Damen. Doch ihr entgegen treten acht weitere Damen, die in der Weltrangliste unter den besten 20 rangieren. Zu sind die für Bischmisheim spielende Huaiwen Xu, die in den letzten beiden Jahren erst im Finale an Pi scheiterte und 2000 gewann, die Europameisterin Jie Yao aus den Niederlanden oder die beiden Japanerinnen Miho Tanaka und Kaori Mori, Nummer 12 und 16 der Weltrangliste.
Übermächtige internationale Konkurrenz fehlt in den Doppeldisziplinen
In den Doppel- und im Mixed-Wettbewerb fehlen in diesem Jahr leider einige der großen dänischen Namen, die nach ihrer Asienreise im Oktober und November sich in die Winterpause verabschieden. Doch Organisationsleiter Frank Liedke hält den Dänen
eine Hintertür in Form von Wildcards offen, so dass sie bei schlechten Ergebnissen in Asien doch noch in Saarbrücken antreten dürfen. Eine freundschaftliche Geste für die gute Zusammenarbeit mit den Dänen in den letzten Jahren, die immer nach den Deutschen das größte Aufgebot geschickt hatten. Doch auch ohne die dänischen Überflieger warten auf die deutsche Equipe einige harte Brocken, auch wenn ihre Chancen natürlich ein wenig gestiegen sind. Die Polen Michael Logoz und Robert Mateusiak als EM-Dritte, sowie die spanische Kombination Jose Antonio Crespo/Sergio Llopis und die auch in den letzten Jahren schon stark aufspielenden französischen Doppel sind sicher eine starke Konkurrenz für Thomas Tesche/Kristof Hopp, Joachim Tesche/Jochen Cassel und Björn Siegemund/Ingo Kindervater – die drei besten deutschen Doppel zur Zeit. Nicht zu unterschätzen sind auch die beiden Schweden Frederik Bergström und Hendrik Andersson, die sich in Saarbrücken immer weit nach vorne spielen konnten, auch wenn sie mittlerweile in der Weltrangliste etwas abgerutscht sind. Gute Chancen haben auch die Damendoppel Nicole Grether/Juliane Schenk und Katrin Piotrowski/Carina Mette sowie die deutschen Meister im Mixed Björn Siegemund/Nicol Pitro, da die übermächtige Konkurrenz der letzten Jahre fehlt, so dass zumindest ein gutes Ergebnis wenn auch nicht unbedingt der Sieg in Reichweite liegt.
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Meldeliste geschlossen
Björn Joppien muss sich mit Rasmussen und Kaldau auseinandersetzen
(14.11.) Auch in diesem Jahr ist der Ausrichter wieder in der Lage, den Zuschauern ein hochklassiges Teilnehmerfeld zu präsentieren.
Darunter befinden sich Publikumslieblinge der letzten Jahre genauso wie die Lokalmatadoren des 1. BC Saarbrücken/Bischmisheim. Gemeldet hat auch wieder Niels-Christian Kaldau, aktuell drittbester Europäer im Herreneinzel. Er wird versuchen, sich den Titel, den er letztes Jahr knapp verloren hatte, wieder zurückzuholen. Ein weiterer Favorit ist der Däne Peter Rasmussen, seines Zeichens Ex-Weltmeister. Weiterhin sind auch der Deutsche Meister Björn Joppien, der Saarbrücker Publikumsliebling Nikhil Kanetkar und noch viele weitere Spitzenspieler am Start.
Xu gegen Pi bei den Damen
Hervorragend besetzt sein wird auch das Dameneinzel. Hier ist Hongyan Pi aus Frankreich top gesetzt. Bezeichnend für das hohe Leistungsniveau des Felds ist die Tatsache, dass zwischen Weltranglistenposition 10 und 20 nur eine Spielerin nicht am Start ist. Final- und Siegchancen hat hier auch die seit einigen Monaten in Saarbrücken lebende Huaiwen Xu.

Ausrichtungschef wird immer nervöser
(4.11.) Langsam, aber sicher steigt bei Frank Liedke die Anspannung. Das ist auch wenig verwunderlich, denn die Bitburger Open stehen vor der Tür. Vom 2. bis zum 7. Dezember treffen sich Weltklasse-Badmintonspielerinnen und -spieler aus aller Herren Länder in Saarbrücken, kämpfen um wichtige Olympiaqualifikationspunkte - und um 30000 harte Dollar. Dass der Chef der Ausrichtergemeinschaft Saar von Tag zu Tag immer nervöser wird, liegt daran, dass er für die 16. Auflage der internationalen Badminton-Veranstaltung so einiges geändert - und auch riskiert hat.
Zu allererst ist da der Umzug zu nennen. Weg von der gemütlich-familiären, ja fast anheimelnden Atmosphäre der Joachim-Deckarm-Halle, hin in die große geräumige Saarlandhalle. Weg aus der Innenstadt, hin an den Stadtrand. Ein Ortswechsel,
der Gefahren birgt - aber noch mehr Chancen. "Die Deckarm-Halle ist einfach zu klein gewesen für das, was wir uns in diesem Jahr vorgenommen haben", erklärt Liedke den Wechsel. Schließlich steht das Turnier in der Entwicklung, wird von Jahr zu Jahr größer
und soll bald ein ausgewachsenes Sterne-Grand-Prix-Turnier des Internationalen Weltverbandes IBF werden.
Mehr Platz
Um die Auflagen der IBF zu erfüllen, muss eine bestimmte Hallenhöhe erreicht werden - und die war in der Deckarm-Halle einfach nicht gegeben. Mit dem Mehr an Platz, dass das geräumige Interieur der Saarlandhalle bietet, weiß Liedke genug anzufangen.
Alleine der Messebereich dürfte im Vergleich zu den Jahren zuvor geradezu explodieren. Gespannt dürfen diejenigen sein, die es schaffen, Karten für die am Freitagabend stattfindende traditionelle Players Party  zu ergattern. Denn die vom Saarländischen Rundfunk präsentierte "SR1 Dance-Max-Party" hat mittlerweile absoluten Kultstatus erreicht und zog in den vergangenen Jahren Hunderte von Tanzwütigen in Deckarm-Halle - und damit auch zum Badmintonsport.
Neues Markenzeichen
Zweite gravierende Änderung: Die Bitburger Open heißen Bitburger Open - und nicht mehr BMW Open wie früher. Ein Markenzeichen, das sich etabliert hatte, verschwindet also und wird durch ein neues ersetzt. So etwas birgt grundsätzlich die Gefahr, dass die Badmintonfans ihre alte Veranstaltung vermissen. Doch mittlerweile hat sich der Namenswechsel schon mehr als herumgesprochen - dank massiver Werbung der Ausrichtergemeinschaft. Tausende von Flyer, die bewährten City-Lighter in der
Saarbrücker Innenstadt, Kinospots und und und - Liedke und Co. lassen nichts unversucht, um auf die Veranstaltung aufmerksam zu machen. Den größten Coup landete die Ausrichtergemeinschaft aber im fernen Paris: Zum ersten Mal in seiner 16-jährigen Geschichte wird das Saarbrücker Turnier live im Fernsehen übertragen - und das europaweit! An vier Tagen überträgt der Sender Eurosport die Bitburger Open, insgesamt sind achteinhalb Stunden Live-Schaltung aus der Saarlandhalle eingeplant.
Teilnehmerfeld steht noch aus
Es scheint also alles bestens vorbereitet für ein großes Badmintonfest in Saarbrücken - an neuer Stelle und in neuem Gesicht. Was jetzt noch fehlt, sind die Namen der Spielerinnen und Spieler. Die gibt's erst Anfang November, wenn der Meldeschluss bei der IBF abgelaufen ist. Aber fest steht: Die deutsche Nationalmannschaft wird sich in Saarbrücken ihr Heimspiel nicht nehmen lassen. Auch Dänemark wird wie in den vergangenen Jahren einige seiner Asse schicken. Wer genau aus Dänemark kommt, ist noch nicht sicher, weil Coach Flemming Wiberg noch die Ergebnisse der Asientour abwarten will. Doch der Name Peter Rasmussen geistert schon im Saarbrücker Umfeld herum und hält sich hartnäckig. "Außerdem würden wir den Dänen ein oder zwei Wildcards zugestehen, wenn sich der ein oder andere Topstar doch noch kurzfristig für die Bitburger Open entscheiden würde", so Orga-Chef Liedke. Schweden, die Niederlande, die Franzosen - das Flair in der Saarlandhalle wird international werden. Auch die asiatische Badminton-Macht Südkorea hat schon die Teilnahme einiger Athleten zugesagt. Jetzt müssen die Zuschauer in der ersten Dezember-Woche
nur noch die richtige Halle finden...

Aus den BMW Open wurden die Bitburger Open
(7.10.) Vieles hat sich geändert seit dem letzten Lüften des großen Vorhangs auf der Badminton-Bühne in Saarbrücken im vergangenen Dezember. Das Offensichtlichste steht natürlich ganz oben – der Name. In diesem Jahr öffnen vom 2. bis 7. Dezember die 16.  Internationalen Bitburger-Open ihre Pforten für Badminton-Begeisterte aus ganz Deutschland und der Welt und treten damit als Namensgeber die Nachfolge der BMW-Niederlassung an.
Umzug in die Saarlandhalle
Nicht nur der Name ist neu – auch das Gesicht des Turniers wird ein ganz anderes sein. Zwar wurde in den letzten Jahren bereits das Hallenbild von Jahr zu Jahr stark verändert, in diesem Jahr gibt es jedoch ein völlig neues. Grund ist der Umzug von der Joachim-Deckarm-Halle in die größere Saarlandhalle, der einfach unausweichlich war. Erstens war einfach zu wenig Platz für die Zuschauer, die Messestände, die große Disko am Freitagabend und die Gastronomie, und zum Zweiten die Tatsache, dass die Saarlandhalle endlich auch die von der IBF vorgeschriebene Hallenhöhe von neun Metern hat, die in der alten Halle nicht gegeben war.
Eurosport überträgt über acht Stunden
Die dritte grundlegende Änderung des Turniers ist die Vermarktung nach außen. Durch einen Vertrag mit dem Fernsehsender Eurosport gibt es insgesamt achteinhalb Stunden Liveübertragungen aus der Saarlandhalle in 54 Länder. Dies ist ein großer Durchbruch für Badminton und die saarländische Region und gibt die Möglichkeit, den
Bekanntheitsgrad weiter zu steigern. Eurosport überträgt Mittwoch und Donnerstag jeweils von 15.30 bis 18 Uhr, Freitag von 13.45 bis 15 Uhr und von 16.30 bis 17.45 Uhr: Am Sonntag werden von 16.30 bis 17.30 Uhr Ausschnitte der Finalbegegnungen gesendet.
Großzügige Räumlichkeiten in der Saarlandhalle
Überhaupt bieten sich dem Veranstalter viel mehr Möglichkeiten, die großzügigen Räumlichkeiten der neuen Halle zu nutzen, um das sowieso schon üppige Rahmenprogramm der letzten Jahre weiter auszubauen. Der Gastronomiebereich und die Sport- und Freizeitmesse werden ebenso ausgebaut, wie das abendliche Unterhaltungsprogramm. Erstmalig gibt es neben der legendären Players-Party am Freitagabend mit dem SR-1 Dance Max einen zweiten Höhepunkt zu später Stunde. Denn am Mittwoch begrüßen die Bitburger-Open die Band „Soul Provider“ live on Stage mit ihrem energiegeladenen Mix aus Soul, Funk und R&B.
Vieles wird also neu, vieles wird besser und doch sollen natürlich auch die Einflüsse der erfolgreichen vergangenen Veranstaltungen in das Konzept mit einfließen. Vor allem das familiäre und besondere Flair der Joachim-Deckarm-Halle, das die Veranstaltung auszeichnet, soll in die Saarlandhalle transportiert werden. Ganz dicht dran am Court, Stars zum Anfassen, Emotionen die sich vom Court auf die Zuschauer und anders herum übertragen. Weiter nach dem Motto: Sehen Sie die Besten mit eigenen Augen.
Tickets und Infos
Ausführliche Informationen gibt es im Internet unter www.bitburger-open.de oder unter der Ticket-Hotline 06831-9417291. Dort gibt es Infos zu einzelnen Angeboten, Kartenpreisen, Übernachtungsmöglichkeiten und zu den Sportlern. Der Veranstalter bietet allen Interessierten mit weiter Anreise spezielle Konditionen.






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