BITBURGER Open 2014

Grand-Prix-Gold-Turnier in Saarbrücken

     

Von Di 28. Oktober bis So 2. November 2014. 

Saarlandhalle, Im Ludwigspark. Preisgeld 120 000 US-Dollar - Grand Prix 15/2014 Gold - BWF-Level 3A. Referee: Pencho Stoynov (BUL).

Turnierwebsite: www.bitburger-open.de.

  

Zur Invitation/Ausschreibung (pdf).

Zeitplan:
Freitag: ab 12 Uhr Viertelfinalspiele;
Samstag: ab 14 Uhr Halbfinalspiele;
Sonntag: ab 14 Uhr Endspiele.
Für die Spiele auf den Feldern eins und zwei hat der Ausrichter einen Livestream eingerichtet.

          Zur Titelseite Bitburger Open.

 

Zu den Tagesergebnissen. Zu den Ergebnistableaus im HE - DE - HD - DD - MX.  Zum Livescore.

Zweimal Halbfinale mit deutscher Beteiligung - Vier Siege für chinesische Athleten

  

Taiwanese Chou Tien Chen siegte im dritten Jahr in Folge

  

Herreneinzel
HF: Scott Evans (IRL) - Prannoy H. S. (IND) 21:16 21:10 
CHOU Tien Chen (TPE) - TIAN Houwei (CHN) 21:14 16:21 21:19
Fin.: CHOU Tien Chen (TPE) - Scott Evans (IRL) 21:17 21:10
Dameneinzel
HF: YU Sun (CHN) - Carolina Marin (ESP) 21:19 21:14
HE Bing Jiao (CHN) - Michelle Li (CAN) 21:16 21:10
Fin.: YU Sun (CHN) - HE Bing Jiao (CHN) 16:21 21:15 21:12
Herrendoppel
HF: WANG Yilv & ZHANG Wen (CHN) - Vladimir Ivanov & Ivan Sozonov (RUS) 21:11 23:25 21:11
Anders Skaarup Rasmussen & Kim Astrup Sörensen (DEN) - Michael Fuchs & Johannes Schöttler (GER) 11:21 21:19 21:12
Fin.: WANG Yilv & ZHANG Wen (CHN) - Anders Skaarup Rasmussen & Kim Astrup Sörensen (DEN) 21:14 21:10
Damendoppel
HF: OU Dongni & Yu Xiaohan (CHN) - HUAN Xia & ZHONG Qianxin (CHN) 21:12 24:22
Ekanerina Bolotova & Evgeniya Kosetskaya (RUS) - TANG Yuanting & YAQIONG Huang (CHN) 21:19 8:21 21:19
Fin.: OU Dongni & Yu Xiaohan (CHN) - Ekanerina Bolotova & Evgeniya Kosetskaya (RUS) 21:15 21:15
Mixed
HF: ZHENG Si Wei & CHEN Qingchen (CHN) - Chris Adcock &  Gabrielle Adcock (ENG) 14:21 21:14 21:18 
Alfian Eko Prasetya & Annisa Saufika (INA) - Michael Fuchs & Birgit Michels (GER) 12:21 21:18 21:15
Fin.: ZHENG Si Wei & CHEN Qingchen (CHN) - Alfian Eko Prasetya & Annisa Saufika (INA) 21:11 21:13.

Thomas Ludwig hat Fotos vom DonnerstagFreitag - Samstag - Sonntag online gestellt.

Samstag: Bei den Bitburger Open sind die Teilnehmer der Endspiele ermittelt
Halbfinals-Aus für unser Mixed und unser Herrendoppel
Von Pascal Blum
Bei den Bitburger Open steht nun fest, wer die morgigen Endspiele bestreitet. Das das Mixed Michael Fuchs vom 1.BC Bischmisheim und Birgit Michels vom 1. BC Beuel hatten die Möglichkeit, ihren Titel aus dem Vorjahr zu verteidigen. Mit Michael Fuchs und seinem Vereinskollegen Johannes Schöttler hatten die Deutschen zudem eine Chance auf eine weitere Finalteilnahme. Beide Doppel verpassten jedoch den Sprung in den Schlussakt des Traditionsturnieres. Der wird ganz klar von den Akteuren aus China beherrscht. Die Badminton-Großmacht ist in den Finalspielen der fünf Disziplinen gleich fünf Mal vertreten.
"Das ist natürlich ein großer Mist"
Das gemischte Doppel Michael Fuchs und Birgit Michels machte den Anfang bei den Halbfinalspielen. Und sie konnten sich heute den Weg zur Titelverteidigung ebnen. Doch die an Position zwei gesetzten Deutschen setzten diesen Vorsatz nicht in die Tat um. Die Weltranglisten-Neunten verloren gegen Alfian Eko Prasetya und Annisa Saufika aus Indonesien mit 21:12, 18:21 und 15:21. „Das ist natürlich ein großer Mist. Wir sind gut in die Partie gestartet, aber so nach und nach kauften sie uns den Schneid ab. Mitte des zweiten Durchgangs kamen dann noch leichte Fehler von uns hinzu. Im dritten konnten wir den Hebel einfach nicht umlegen und wir sind früh einem Rückstand hinterhergelaufen – den wir nicht mehr aufholen konnten“, sagte ein enttäuschter Fuchs. Die siegreichen Indonesier treffen nun auf das Duo Si Wei Zheng und Qingchen Chen. Die Chinesen haben heute überraschend das Ehepaar Chris und Gabrielle Adcock mit 14:21, 21:14 und 21:18 aus dem Turnier befördert. Dabei waren die Engländer an Position eins gesetzt und sind aktuell Weltranglisten-Fünfte.
"Der Akku ging zur Neige"
Michael Fuchs war heute gleich zweimal im Einsatz. Denn auch im Herrendoppel bestand an der Seite Johannes Schöttlers noch die Chance, in die Schlussrunde einzuziehen. Gegen das dänische Gespann Andres Skaarup Rasmussen und Kim Astrup Sorensen mussten sie aber mit 21:11, 19:21 und 21:12 eine empfindliche Niederlage einstecken. „Wir hatten sehr gut begonnen, doch im zweiten Satz wurden wir nachlässig und gaben gegen Ende die Kontrolle über das Spiel aus der Hand. Und die Dänen haben sich immer besser gestellt, haben alles zurückgeschlagen, was wir ihnen da präsentierten. So bekamen wir keinen Zugriff mehr auf die Partie. Auch merkten wir irgendwann, dass die vielen Spiele ihren Tribut zollten – der Akku ging zu neige“, erklärte Schöttler. Und Chef-Bundestrainer Holger Hasse meinte zum Spiel: „Es ist sehr schade für die Jungs, die hier alles geben haben. Toller Beginn, mittelmäßiger zweiter Satz und am Ende lief dann leider nichts mehr zusammen. Hinzu kommen noch ein paar Entscheidungen, die ich nicht ganz nachvollziehen kann. Das war ein sehr emotionsgeladenes Spiel in eigener Halle… musste da diese gelbe Karte im dritten Satz gegen Fuchs wirklich sein? Das soll jetzt aber keine Entschuldigung sein. Die Dänen machten das heute sehr gut. Sie waren einfach besser.“ Im zweiten Herrendoppel standen sich die Chinesen Yilv Wang und Wen Zhang und Vladimir Ivanov und Ivan Sozonov aus Russland gegenüber. Und wie heute mehrfach passiert, hatten auch in dieser Partie die Europäer das Nachsehen. Die amtierenden Europameister unterlagen mit 11:21, 25:23 und 11:21.
Badmintonschlacht vom Feinsten
Scott Evans ist ein gerngesehener Dauergast bei den Bitburger Open. Doch egal wie es morgen ausgeht, der Ire konnte mit seinem heutigen Finaleinzug schon seinen größten Erfolg bei diesem Traditionsturnier feiern. Mit 21:16 und 21:10 bezwang er den auf Rang sieben gelisteten Prannoy H.S. aus Indien. Nun wartet Tien Chen Chou, der heute im besten Spiel des Tages mitwirkte. Der Taiwanese und Houwei Tian aus China lieferten sich im eine Badmintoschlacht vom Feinsten. Dieses Spiel hatte alles, was diesen Sport ausmacht. Dramatik, Dynamik, Action – ja, sogar hitzige Diskussionen um Schiedsrichterentscheidungen. Oder wie es der ehemalige deutsche Nationalspieler Joachim Tesche auf den Punkt brachte: „Eines der besten Herreneinzel, die ich je in Saarbrücken gesehen habe.“ Dabei hatte der Weltranglisten-Achte Tien Chen Chou eine Mission. Er will den dritten Bitburger Open Titel in Folge und die Nummer zwei der Setzliste tat alles dafür, dieses Ziel zu erreichen. In einer intensiven Begegnung gewann er gegen den in der globalen Rangliste nur einen Rang schlechter platzierten Houwei Tian mit 21:14, 16:21 und 21:19. Eine unglaubliche Energie-Leistung des Taiwanesen, zumal er schon am vergangenen Sonntag bei den mit 250.000 Dollar Preisgeld ausgestatteten French Open in Paris ganz oben auf dem Treppchen stand. 
Favoritensturz im Dameneinzel
Im Dameneinzel kam es heute zu einem Favoritensturz. Und dabei traf es keine Geringere als die Ende August zur Weltmeisterin gekürte Carolina Marin aus Spanien. Die an Nummer eins der Setzliste stehende 21-Jährige musste sich mit 19:21 und 14:21 Sun Yu aus China geschlagen geben. „Ich bin mit dem Turnier eigentlich ganz zufrieden. Denn ich habe nach meiner Knöchelversetzung erst diese Woche wieder mit dem Training begonnen. Jetzt will ich erst einmal in die Heimat nach Spanien, um dort fit zu werden. Und dann werde ich bei den China Open in zehn Tagen wieder angreifen“, sagte die Weltranglisten-Achte. Die 20-jährige Chinesin Sun Yu wird in der Setzliste auf Rang vier geführt und in der Welt auf 31. Sie trifft nun auf ihre Landsfrau Bing Jiao He. Die erst 17-Jährige konnte die auf Position zwei geführte und in der Weltrangliste auf Platz 14 stehende Michelle Li aus Kanada recht deutlich mit 21:16 und 21:10 bezwingen. Im Halbfinale des Damendoppels gab es ein internes Duell zweier chinesischer Paare. Hier setzten sich Dongni Ou und Yu Xiaohan gegen die an Position fünf gesetzten Landsleute Xia Huan und Qianxin Zhong mit 21:12 und 24:22 durch. Das Gespann aus dem Reich der Mitte trifft im Schlussakkord auf Ekanerina Bolotova und Evgeniya Kosetskaya aus Russland, die heute gegen Yuanting Tang und Huang Yaqiong aus China mit 21:19, 8:21 und 21:19 die Oberhand behielten.
"Sehr ordentlich"
Nachdem heute für die letzten Deutschen das Turnier beendet war, zog Holger Hasse sein Fazit: „Alles in allem war es für uns okay – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Wir wissen, dass wir in den Einzeldisziplinen mehr zeigen müssen. Aber Marc Zwiebler und Karin Schnaase haben eine lange Turnierphase hinter sich, so dass sie hier nicht ihren normalen Leistungsstand abrufen konnten. Vor allem aber die jungen Spieler haben ihre Sache sehr ordentlich gemacht.“

Die Viertelfinalergebnisse:

 

Herreneinzel
Einige Außenseiter waren noch dabei
Prannoy H. S. (IND*7) - Emil Holst (DEN) 21:14 19:21 30:28 (77 min) 
Scott Evans (IRL) - Adrian Dziolko (POL) 21:9 22:20
TIAN Houwei (CHN*3) - LIAO Junwei (CHN) 21:18 21:9 
CHOU Tien Chen (TPE*2) - Indra Bagus Ade Chandra (ITA) 21:10 22:20
Dameneinzel
Gibt es bei den Bitburger einen weltmeisterlichen Sieg?
Carolina Marin (ESP*1) - Line Kjaersfeldt (DEN) 21:15 17:21 21:16
YU Sun (CHN*4) - Lindaweni Fanetri (INA*8) 21:14 18:21 21:7
HE Bing Jiao (CHN) - Beiwen Zhang (USA*3) 14:21 21:19 21:12
Michelle Li (CAN*2) - Natalia Perminova (RUS) 21:11 21:11
Herrendoppel
Mike & Jo erfolgreich gegen Indonesier
WANG Yilv & ZHANG Wen (CHN*6) - Pranaav Jerry Chopra & Akshay Dewalkar (IND) 21:11 21:11
Vladimir Ivanov & Ivan Sozonov (RUS*4) - Adam Cwalina & Przemyslaw Wacha (POL*8) 21:18 21:19
Michael Fuchs & Johannes Schöttler (GER*3) - Berry Angriawan & Ricky Karanda Suwardi (INA*7) 21:13 10:21 21:11
Anders Skaarup Rasmussen & Kim Astrup Sorensen (DEN*5) - Mads Conrad-Petersen & Mads Pieler Kolding (DEN*2) 21:16 21:18
Damendoppel
Johanna & Carla unterlagen gegen Chinapaar
OU Dongni & Yu Xiaohan (CHN)  - Johanna Goliszewski & Carla Nelte (GER*7) 21:16 21:13
HUAN Xia & ZHONG Qianxin (CHN*5) - Meiliana Jauhari & Aprilsasi Putri Lejarsar Variella (INA) 21:12 21:11  
Ekanerina Bolotova & Evgeniya Kosetskaya (RUS) - Samantha Barning & Iris Tabeling (NED*4) 22:20 21:13
TANG Yuanting & YAQIONG Huang (CHN) - Dian Fitriani & Nadya Melati (INA*6) 21:12 21:15  
Mixed
Zwei deutsche Paare dabei - eins zog ins Halbfinale ein
Chris Adcock &  Gabrielle Adcock (ENG*1) - Vladimir Ivanov & Ashwini Ponnappa (RUS/IND) 21:19 21:9
ZHENG Si Wei & CHEN Qingchen (CHN*5) - WANG Yilv & OU Dongni (CHN) 21:12 21:17  
Alfian Eko Prasetya & Annisa Saufika (INA) - Johannes Schöttler & Johanna Goliszewski (GER) 21:13 21:11  
Michael Fuchs & Birgit Michels (GER*6) - SHI Longfei & ZHONG Qianxin (CHN) 21:18 21:11.

 

Freitag: Halbfinale morgen mit je einem deutschen Mixed und Herrendoppel
Aus vier mach zwei
Von Pascal Blum
So langsam wird es ernst. Die 27. Bitburger Open in der Saarbrücker Saarlandhalle gehen in Richtung Zielgerade. Heute standen beim mit 120.000 US-Dollar Preisgeld dotierten Grand-Prix Gold Turnier die Viertelfinalspiele auf dem Programm. Dabei waren die deutschen Farben durch ein Herrendoppel, ein Damendoppel sowie zwei Mixed-Paare vertreten. In die morgen um 14 Uhr beginnende Runde der letzten vier zog das gemischte Doppel Michael Fuchs vom 1. BC Bischmisheim und Birgit Michels vom 1. BC Beuel ein. Michael Fuchs ist weiterhin mit seinem Vereinskollegen Johannes Schöttler in der Herrendoppel-Konkurrenz vertreten.
Fuchs & Michels mit Bravour
Es war heute ein Auftakt nach Maß. Im ersten Spiel des Tages betrat das beste deutsche Mixed den Court. Die an Position zwei gesetzten Michael Fuchs und Birgit Michels mussten sich gegen Longfei Shi und Qianxin Zhong aus China behaupten – und taten dies mit Bravour. Die in der Welt an Position neun gelisteten Deutschen zogen mit einem 21:18 und 21:11 ins Halbfinale ein. „Ich bin sehr zufrieden. Im ersten Satz haben wir uns noch gegenseitig abgetastet, doch dann hatten wir recht schnell einen Plan, wie wir sie knacken können. Im zweiten Satz haben wir dann schnell Punkte gemacht und uns einen Sechs-Punkte Vorsprung erarbeitet. Und dann lässt sich gut spielen“, sagte Michael Fuchs.
Den Nationalmannschaftskollegen Johannes Schöttler und Johanna Goliszewski vom 1. BV Mülheim blieb der Vorstoß in die nächste Runde verwehrt. Sie unterlagen Alfian Eko Prasetya und Annisa Saufika aus Indonesien deutlich mit 13:21 und 11:21. „Da fehlt uns einfach die Routine. Wir sind in den ersten drei Schlägen nicht stabil genug, um gegen so einen Gegner zu bestehen. Auch trainiere ich eigentlich gar kein Mixed. Von daher sind wir mit dem Erreichen des Viertelfinales auch recht zufrieden“, meinte Johannes Schöttler. Gegen den heutigen Gegner ihrer Kollegen müssen nun auch Fuchs und Michels im Halbfinale antreten. „Das wird ein schweres Spiel. Spieler aus Indonesien sind technisch sehr stark, da sind sie uns über. Sie mögen das schnelle Klein-Klein. Und unsere Aufgabe ist es morgen, sie davon abzuhalten und ihnen unser Spiel aufzudrücken“, meinte Michael Fuchs, für den es zusammen mit Birgit Michels darum geht, ihren Titel aus dem Vorjahr zu verteidigen.
Verrücktes Match für Fuchs & Schöttler
Den Sprung in die Runde der letzten vier hat auch ein deutsches Herrendoppel geschafft. Hier duellierten sich Michael Fuchs und Johannes Schöttler mit Berry Angriawan und Ricky Karanda Suwardi. Es war das Spiel der an Position drei gesetzten Deutschen gegen die auf Platz sieben stehenden Indonesier. Und es war ein verrücktes Match. Die Bischmisheimer-Vereinskollegen preschten im ersten Satz mit 21:13 nach vorne. Der zweite ging dafür klar mit 10:21 an die Indonesier und der dritte Durchgang wieder locker mit 11:21 an die DBV-Athleten. „Wir sind super ins Spiel gestartet. Es hat alles geklappt, was wir uns vorgenommen haben. Dann stellten die Indonesier um, sie haben viele weiche, langsame Bälle gespielt“, erzählt Schöttler und Michael Fuchs ergänzt, „die Indonesier haben halt immer einen Plan B in der Tasche.“ Johannes Schöttler führt weiter aus: „Damit konnten wir im zweiten Satz nicht umgehen. Aber im dritten Durchgang wussten wir, was uns erwartet. Und dann haben wir es einfach gut gemacht.“ Morgen wartet das dänische Gespann Andres Skaarup Rasmussen und Kim Astrup Sorensen, die heute ihre an Position zwei notierten Landsleute Mads Conrad-Petersen und Mads Pieler Kolding aus dem Rennen kickten. „Ich hatte eigentlich mit den anderen Dänen gerechnet – aber ich bin nicht unglücklich, dass es anders kam“, erklärt Schöttler.
Johanna "mega-enttäuscht"
Im Damendoppel hatten die Deutschen auch noch ein heißes Eisen im Feuer: Johanna Goliszewski und Carla Nelte vom TV Refrath mussten sich gegen Dongni Ou und Yu Xiaohan beweisen. Doch die beiden sehr jungen Chinesinnen sind jetzt schon ein ordentliches Kaliber. Sie waren auch dafür verantwortlich, dass die Top-Gesetzten Niederländerinnen Muskens und Piek die Taschen packen durften. Und auch heute war gegen die Spielerinnen aus dem Reich der Mitte kein Kraut gewachsen. Mit 16:21 und 13:21 waren die auf Rang sieben geführten DBV-Akteure unterlegen. „Oooh Mann, ich bin mega-enttäuscht. Wir sind heute einfach nicht ins Spiel gekommen. Und mit deren Aufschlag kamen wir überhaupt nicht zurecht. Hätten wir so gespielt wie vor zwei Wochen bei den Denmark Open, wäre das heute nicht so gelaufen. Aber mit dieser Leistung kannst du einen Blumentopf gewinnen – höchstens, aber kein Spiel“, sagte Johanna Goliszewski verärgert.
Chou und Marin weiter
Das Viertelfinale war für einige hochgehandelte Titelaspiranten und in der Setzliste weit oben befindliche Badmintonasse die Endstation. Im Dameneinzel ist etwa die an Nummer drei gelistete Beiwen Zhang aus den USA ausgeschieden. Im Damendoppel sind die auf Rang vier positionierten Niederländerinnen Barning und Tabeling nicht mehr dabei. Im Gegensatz dazu liegt Tien Chen Chou aus Taiwan weiter auf Kurs, zum dritten Mal in Folge hier in Saarbrücken ganz oben auf dem Treppchen zu stehen. Der  Weltranglisten-Achte ist genauso eine Runde weiter wie Carolina Marin aus Spanien. Die Ende August zur Weltmeisterin gekürte Spanierin benötigte heute drei Sätze für ihr Weiterkommen.

Die Spiele unserer Starter im Hauptfeld:

 

Acht deutsche Paare erreichten das Achtelfinale - vier zogen ins Viertelfinale - zwei ins Halbfinale

 

Herreneinzel (64er-Feld)
Fabian Roth
   1.Rd.: - Andrey Parokhodin (RUS) 21:8 21:17
   2.Rd.: - WONG Wing Ki Vincent (HKG) 17:21 10:21
Kai Schäfer
   1.Rd.: - CHIANG Jiann Shiarng (MAS) 23:21 21:16
   2.Rd.: - HSU Jen Hao (TPE*6) 10:21 15:21
Marc Zwiebler (*4) - CHAN Yan Kit (HKG) 21:17 11:21 14:21
Dieter Domke (*12) - Anatoliy Yartsev (RUS) 23:21 Aufgabe Domke
Lukas Schmidt - Eric Meijs (NED) 21:14 6:21 11:21
Tobias Wadenka - Michal Rogalski (POL) 16:21 14:21
Daniel Benz - Artem Pochtarev (UKR) 15:21 14:21
Patrick Kämnitz - Ajay Jayaram (IND) 10:21 20:22
Dameneinzel (32er-Feld)
Karin Schnaase - Natalia Perminova (UKR) 21:18 15:21 19:21
Herrendoppel (32er-Feld)
Michael Fuchs & Johannes Schöttler (*3)
   1.Rd.: - HUANG Kaixiang & ZHENG Si Wei (CHN) 21:15 21:16
   Afin.: - Alvent Yulianto Chandra & Yonathan Suryatama Dasuki (INA) 21:13 21:15
   Vfin.: - Berry Angriawan & Ricky Karanda Suwardi (INA*7) 21:13 10:21 21:11
   Hfin.: -
Berry Angriawan & Ricky Karanda Suwardi (INA*7)
Max Schwenger & Josche Zurwonne
   1.Rd.: - Matthew Nottingham & Harley Towler (ENG) 21:18 21:15
   Afin.: - WANG Yilv & ZHANG Wen (CHN) 21:14 13:21 19:21
Fabian Holzer & Mark Lamsfuß
   1.Rd.: - Christopher Coles & Paul van Rietvelde (ENG/SCO) 25:23 17:21 21:16
   Afin.: -
Adam Cwalina & Przemyslaw Wacha (POL*8) 21:19 17:21 12:21
Raphael Beck & Andreas Heinz - Pranaav Jerry Chopra & Akshay Dewalkar (IND) 12:21 18:21
Johannes Pistorius & Marvin Seidel - Vladimir Ivanov & Ivan Sozonov (RUS*4) 11:21 11:21
Damendoppel (32er-Feld)
Johanna Goliszewski & Carla Nelte (*7)
   1.Rd.: - HSU Ya Ching & PAI Yu Po (TPE) 21:14 21:10
   Afin.: -
Nadia Fankhauser & Sannatasah Saniru (SUI/MAS) 21:11 21:18
   Vfin.: -
OU Dongni & XIAOHAN Yu (CHN) 16:21 13:21
Isabel Herttrich & Birgit Michels - CHEN Qingchen & JIA Yi Fan (CHN) 15:21 14:21
Carola Bott & Jennifer Karnott - Nadia Fankhauser & Sannatasah Saniru (SUI/MAS
) 12:21 18:21
Lisa Kaminski & Hannah Pohl - Anastasia Chervyakova & Nina Vislova (RUS*3) 7:21 10:21
Kira Kattenbeck & Franziska Volkmann - Samantha Barning & Iris Tabeling (NED*4) 12:21 13:21
Pia Becher & Paula Kick - Dian Fitriani & Nadya Melati (INA*6) 8:21 13:21
Barbara Bellenberg & Ramona Hacks -
Eefje Muskens & Selena Piek (NED*1) 9:21 21:16 12:21
Fabienne Köhler & Theresa Wurm - Ekanerina Bolotova & Evgeniya Kosetskaya (RUS) 15:21 10:21
Annika Horbach & Kate Foo Kune (MRI) - OU Dongni & XIAOHAN Yu (CHN) o.K./wo für CHN
Mixed (32er-Feld)
Michael Fuchs & Birgit Michels (*2)
   1.Rd.: - Evgenij Dremin & Evgenia Dimova (RUS) 21:9 21:14
   Afin.: -
Jorrit de Ruiter & Samantha Barning (NED)
   Vfin.: - SHI Longfei & ZHONG Qianxin (CHN) 21:18 21:11
   Hfin.: -
Alfian Eko Prasetya & Annisa Saufika (INA)
Johannes Schöttler & Johanna Goliszewski
   1.Rd.: - Rodion Kargaev & Ekaterina Bolotova (RUS) 21:13 21:19
   Afin.: -
Peter Käsbauer & Isabel Herttrich (GER*8) 13:21 21:19 21:14
   Vfin.: - Alfian Eko Prasetya & Annisa Saufika (INA) 13:21 11:21
Raphael Beck & Kira Kattenbeck
   1.Rd.: - Jonathan Nordh & Emelie Fabbeke (SWE)
21:17 20:22 21:17
   Afin.: - Chris Adcock & Gabrille Adcock (ENG*1) 14:21 12:21
Peter Käsbauer & Isabel Herttrich (*8)
   1.Rd.: -
Marvin Seidel & Linda Efler (GER) 21:16 24:22
   Afin.: -
Johannes Schöttler & Johanna Goliszewski (GER) 21:13 19:21 14:21
Max Schwenger & Carla Nelte (*4) - Sam Magee & Chloe Magee (IRL) 21:15 10:21 17:21
Marvin Seidel & Linda Efler -
Peter Käsbauer & Isabel Herttrich (*8) 16:21 22:24
Jones Rafli Jansen & Nadya Melati (INA) - Jorrit de Ruiter & Samantha Barning (NED) 17:21 15:21.

Donnerstag: Vier deutsche Doppel stehen morgen im Viertelfinale
Die Spreu trennte sich vom Weizen
Von Pascal Blum
Wer zieht ins Viertelfinale ein? Darum ging es heute bei den Bitburger Open in der Saarbrücker Saarlandhalle. Dabei hatten die Deutschen nur noch Chancen über die Doppel, sich einen Platz in der Runde der letzten Acht zu sichern. Nach dem gestrigen Tag waren sowohl im Damen- wie auch im Herreneinzel keine Spieler des Deutschen Badminton Verbandes (DBV) mehr vertreten. Am Ende des heutigen Tages war klar: Beim mit 120.000 US-Dollar Preisgeld dotierten Grand-Prix Gold Turnier werden morgen vier Partien mit deutscher Beteiligung gespielt. Für das um 12 Uhr beginnende Viertelfinale haben sich ein Herrendoppel, ein Damendoppel sowie zwei Mixed qualifiziert.
Schwenger & Zurwonne brachten Chinesen ins Schwitzen
Im Herrendoppel vertraten noch drei Paare die schwarz-rot-goldenen Farben. Ins Viertelfinale schafften es nur Michael Fuchs & und Johannes Schöttler. Sie besiegten die vorher als sehr unangenehme Gegner eingestuften Indonesier Alvent Yulianto Chandra & Yonathan Suryatama Dasuki souverän mit 21:13 21:15. Die beiden an Position drei gesetzten Spieler des 1. BC Bischmisheim treffen nun wieder auf ein Doppel aus dem Inselstaat. Morgen geht es gegen  Berry Angriawan & Ricky Karanda Suwardi, die auf der Setzliste an Position sieben zu finden sind. Ausgeschieden sind derweil Fabian Holzer vom SV Fun-Ball Dortelweil & Mark Lamsfuß vom 1. BC Wipperfeld. Die Polen Adam Cwalina & Przemyslaw Wacha hatten mit 19:21 21:17 und 21:12 knapp die Nase vorne. Auch für Max Schwenger vom TV Refrath & Josche Zurwonne vom SC Union Lüdinghausen war heute Endstation. Doch die beiden verkauften sich teuer. Die an Position sechs gesetzten Chinesen Yilv Wang & Wen Zhang kamen beim 14:21 21:13 und 21:19 ganz schön ins Schwitzen.
Goliszewski & Nelte wie die Feuerwehr
Im Damendoppel gab es nur noch eine Chance auf ein Weiterkommen. Johanna Goliszewski vom 1. BV Mülheim & Carla Nelte vom TV Refrath mussten gegen das Duo Nadia Fankhauser aus der Schweiz & Sannatasah Saniru aus Malaysia antreten. Und die beiden Deutschen legen los wie die Feuerwehr – mit 21:11 holten sie sich den ersten Satz. Im zweiten ließen sie nichts mehr anbrennen und schlossen ihn mit 21:18 ab. Nun warten zwei Chinesinnen: Dongni Ou & Yu Xiaohan waren heute dafür verantwortlich, dass die an Position eins gesetzten Niederländerinnen Eefje Muskens & Selena Piek die Heimreise antreten müssen. „Morgen wartet ein harter Brocken. Wie die heute die an Nummer eins Gesetzten mit zweimal 21:12 wegputzten, das war souverän. Wir müssen morgen hundert Prozent geben, geduldig spielen und uns gut bewegen, um eine Chance zu haben. Das Problem ist: Das sind ganz junge Chinesinnen, die wir gar nicht kennen. Aber unsere Trainer haben ihre Spiele aufgezeichnet, so dass wir gut vorbereitet in die Partie gehen“, erklärte Johanna Goliszewski, die wie Michael Fuchs und Johannes Schöttler heute ein Mammutprogramm mit drei Partien abspulte.
Erstmals durften auch die Mixedpaare ran
Bis heute mussten die gemischten Doppel warten, bis sie endlich die Courts betreten durften. Die Mixed-Paare spielten dann auch gleich zwei Runden aus. Sie eröffneten den Turniertag und beendeten ihn. Gestartet mit sechs deutschen Vertretern waren es nach Durchgang eins immer noch vier Paare, die um den Einzug ins Viertelfinale kämpften. Geschafft haben es die an Position zwei gesetzten Michael Fuchs & Birgit Michels vom 1. BC Beuel. Sie machten beim 21:11 und 21:17 mit Jorrit De Ruiter & Samantha Barning aus den Niederladen nicht viel Federlesen. Birgit Michels meinte zum Spiel: „Wir konnten eine konstante Leistung abrufen. Wir hatten das Match immer unter Kontrolle und es ist uns gelungen, die Konzentration permanent oben zu halten. Und jetzt heißt es, weiter Spaß zu haben.“ Als Spaßverderber wollen sich morgen Longfei Shi & Qianxin Zhong aus China betätigen, die heute ihre auf Rang fünf notierten Landsleute Kaixiang Huang & Yi Fan Jia aus dem Turnier beförderten. Dass mindestens ein deutsches Mixed die nächste Runde erreicht, war schon vorher klar. So sah das Turniertableau ein internes Duell vor. Hier gewannen Johannes Schöttler & Johanna Goliszewski gegen die an Position acht gesetzten Peter Käsbauer & Isabel Herttrich – beide vom PTSV Rosenheim. Die Bayern hatten am Ende mit 21:13 19:21 und 14:21 das Nachsehen gegen ihre Teamkollegen. „Wir kennen die beiden aus zahllosen Trainingsspielen. Wir wollten heute mit Spaß an die Sache rangehen und schauen, was rauskommt. Und wir waren am Ende die Glücklichen“, erklärte Johanna Goliszewski. Auf sie und Schöttler warten nun Alfian Eko Prasetya & Annisa Saufika aus Indonesien. Eine Sensation hätten heute Raphael Beck vom TV Refrath & Kira Kattenbeck vom RW Wesel gebraucht, um die nächste Runde zu erreichen. Die beiden mussten gegen Chris und Gabrielle Adcock aus England antreten. Das Ehepaar ist derzeit in der Welt auf dem fünften Platz gelistet und hier steht es ganz oben auf der Setzliste. Schon in der ersten Runde kamen die in der Setzliste an Nummer vier gelegenen Max Schwenger & Carla Nelte unter die Räder. Die beiden Akteure vom TV Refrath verloren mit 21:15 10:21 und 17:21 gegen das irische Geschwisterpaar Sam und Chloe Magee.
Keine Überraschungen im Einzel
Im Damen- und Herreneinzel kam es heute zu keiner großen Überraschung. Die Favoriten wurden ihrer Rolle größtenteils gerecht. So ist auch Tien Chen Chou weiter. Der Bitburger-Open-Gewinner der vergangenen beiden Jahre aus Taiwan ist durch seinen Sieg bei den French Open am Sonntag zuvor in der heute neu veröffentlichten Weltrangliste von Position 13 auf acht geklettert. Auch der an Nummer drei gesetzte Chinese Houwei Tian hatte keine Mühe. Bei den Damen zieht die Weltmeisterin Carolina Marin aus Spanien einsam ihre Kreise. Eine halbe Stunde benötigte sie für das 21:9 und 21:12 gegen Rong Schafer aus den USA.

       

Mittwoch: In den Einzeldisziplinen sind alle Deutschen ausgeschieden
Deutsche Hoffnungen liegen im Doppel
Von Pascal Blum
Bei den 27. Bitburger Open gingen heute um 10 Uhr alle gesetzten Spieler ins Rennen. In der Saarbrücker Saarlandhalle stand die erste Runde im Dameneinzel, Damen- sowie Herrendoppel auf dem Programm. Im Herreneinzel wurde beim mit 120.000 US-Dollar Preisgeld dotierten Grand-Prix Gold Turnier schon der zweite Durchgang ausgespielt. Am Ende des Tages war klar, dass die deutschen Hoffnungen ab sofort nur noch in den Doppel-Disziplinen liegen. Im Herren- und Dameneinzel sind keine Athleten des Deutschen Badminton Verbandes mehr vertreten. Im Herrendoppel sind noch drei Chancen auf ein Weiterkommen. Im Damendoppel ist es nur noch eine. Morgen geht es dann um 10 Uhr weiter. Dann greifen zum ersten Mal die gemischten Doppel in das Geschehen ein, die sogleich den Turniertag eröffnen und am Abend ein zweites Mal antreten. Neben vier weiteren deutschen Mixed-Paaren müssen dann auch die an Position zwei gesetzten Michael Fuchs vom 1. BC Bischmisheim und Birgit Michels vom 1. BC Beuel in ihrer Auftaktpartie gegen Evgenij Dremin und Evgenia Dimova aus Russland auf den Court.
"Schnaase: "Ich habe mich körperlich nicht wohlgefühlt"
Das Dameneinzel war aus deutscher Sicht eine One-Woman-Show – bei der schnell der Vorhang fiel. Karin Schnaase vom SC Union Lüdinghausen war die einzige DBV-Vertreterin in dieser Disziplin. Auch in der Qualifikation gestern war keine deutsche Spielerin angetreten. Doch Schnaase musste sich gleich in der ersten Runde der Russin Natalia Perminova mit 21:18 15:21 und 19:21 geschlagen geben. „Ich habe mich körperlich nicht wohlgefühlt. Daraus resultieren auch die vielen Fehler, die ich gemacht habe. Obwohl ich mir sehr viel vorgenommen hatte, spielte ich einfach schlecht. Und irgendwie ist auch die Luft raus. Gegen Perminova habe ich hier im vergangenen Jahr auch schon verloren. Wobei man sagen muss, dass meine Gegnerin es heute richtig gut gemacht hat“, erklärte Schnaase nach der Partie. So wird auch der Wettbewerb im Dameneinzel ab heute ohne deutsche Beteiligung weitergeführt. Heute kam es dann auch zum ersten Auftritt der Ende August zur Weltmeisterin gekürten Carolina Marin. Die Spanierin löste ihre Aufgabe gegen Soraya De Visch Eijbergen aus den Niederlanden mit 21:14 und 21:19.
Nachdem mit Marc Zwiebler einer der Titelanwärter im Herreneinzel überraschend die Segel streichen musste, lagen die Erwartungen heute auf den Schultern von Fabian Roth vom TV Refrath und Kai Schäfer vom SV Fun-Ball Dortelweil. Die beiden waren die letzten verbliebenen Deutschen in dieser Disziplin. Doch Wing Ki Vincent Wong aus Hongkong behielt mit 21:17 und 21:10 die Oberhand gegen Fabian Roth, den Jugend-Europameister von 2013. Auch für Kai Schäfer gab es gegen den an Position sechs gesetzten Jen Hao Hsu aus Taiwan nichts zu ernten – 10:21 und 15:21 war der Endstand. Somit zog auch kein deutscher Spieler ins Herreneinzel-Achtelfinale ein. 
Drei Herrendoppel zogen weiter
In der ersten Runde im Herrendoppel gab es heute fünf Begegnungen mit deutscher Beteiligung. Davon schafften drei Gespanne das Weiterkommen. Das waren zum einen Michael Fuchs und Johannes Schöttler, die sich gegen die Chinesen Kaixiang Huang und Si Wie Zheng mit 21:15 und 21:16 durchsetzen konnten. „Das war heute ein Spiel gegen einen unbekannten Gegner. Wir hatten die beiden noch nie zuvor gesehen. Unser Trainer Jacob Øhlenschlæger hat dann bei YouTube ein paar Videos mit ihnen von einem Jugendturnier gefunden. Die konnten wir analysieren und uns doch noch ein ordentliches Bild machen. Obwohl die Jungs ein hohes Tempo gegangen sind, bekamen wir irgendwann das Gefühl, dass wir sie im Griff haben“, sagte Michael Fuchs. Die beiden Spieler des 1. BC Bischmisheim treffen nun auf Alvent Yulianto Chandra & Yonathan Suryatama Dasuki aus Indonesien. Diese kennen die an Position drei gesetzten DBV-Athleten dann schon wesentlich besser. „Dasuki ist einer, der mit dem Schläger alles kann. So etwas sieht man nur ganz selten. Und Chandra ist ein erfahrener, abgezockter Profi. Das wird ein schweres Spiel. Vielleicht müssen wir uns auch das eine oder andere Male foppen lassen – denn ein paar Tricks und Finten bauen die beiden ganz gerne ein. Das müssen wir ausblenden und unsere Taktik durchziehen“, erklärte Fuchs. Ebenfalls weiter sind Fabian Holzer vom SV Fun-Ball Dortelweil & Mark Lamsfuß vom 1. BC Wipperfeld, die morgen die Polen Adam Cwalina & Przemyslaw Wacha vor der Brust haben. Die Dritten im Bunde sind Max Schwenger vom TV Refrath & Josche Zurwonne vom SC Union Lüdinghausen, die nun vor der Herausforderung Yilv Wang & Wen Zhang stehen. Die Chinesen sind an Position sechs gesetzt.
Eins von acht
Im Damendoppel gingen heute gleich acht deutsche Paarungen an den Start. Doch am Ende erreichten nur Johanna Goliszewski vom 1. BV Mülheim & Carla Nelte vom TV Refrath das Achtelfinale. Sie waren mit 21:14 21:10 gegen Ya Ching Hsu & Yu Po Pai aus Taiwan erfolgreich. Nun wartet im nächsten Durchgang das Duo Nadia Fankhauser aus der Schweiz & Sannatasah Saniru aus Malaysia, die heute die Deutschen Carola Bott & Jennifer Karnott aus dem Turnier kegelten.

Ist in Saarbrücken nicht mehr dabei: Deutschlands Nummer eins Marc Zwiebler. Foto: Sven Heise

Dienstag: Erstrundenaus von Titelaspirant Marc Zwiebler
Bitburger Open begannen mit Paukenschlag
Von Pascal Blum
Am kommenden Sonntag werden es noch 16 Athleten sein, die um die fünf Titel bei den 27. Bitburger Open kämpfen. Doch erst einmal stiegen heute die ersten von insgesamt 360 Spitzenspielern aus 37 Ländern in das mit 120.000 US-Dollar Preisgeld dotierte Grand-Prix Gold Turnier ein. Die Bälle flogen zwar schon ab 11 Uhr in der Qualifikation. Pünktlich zur ersten Runde Herreneinzel um 16 Uhr eröffneten Turnierdirektor Frank Liedke und Saarbrückens Sportdezernent Harald Schindel zusammen mit den internationalen Schiedsrichtern dann auch offiziell die 27. Auflage dieses Traditionsturnieres.
"Vieles lief gegen mich"
Und der erste Turniertag legte direkt einmal mit einem Paukenschlag los: In den vergangenen beiden Jahren stand er im Finale und auch jetzt zählte Deutschlands bester Einzelspieler zu den heißen Anwärtern auf den Titel. Doch heute war für den an Position vier gesetzten Spieler des 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim schon Endstation. Der 30-jährige unterlag Yan Kit Chan aus Hongkong mit 21:17, 11:21 und 14:21. „Ich denke, es war ein gutes Spiel. Nur lief heute einfach vieles gegen mich. Mein Gegner hat wirklich extrem genau und fehlerfrei gespielt. Und ich habe es nicht geschafft, mir irgendwie eine Führung zu erarbeiten. Das hätte sicherlich geholfen, um mehr Ruhe in mein Spiel zu bringen. Vielleicht waren die vergangenen sechs Wochen auch einfach ein bisschen zu viel. Ich bin auf jeden Fall sehr enttäuscht und brauche nun ein paar Tage Ruhe. Aber viel Zeit bleibt sowieso nicht, um Trübsal zu blasen … und ich hoffe einfach, es kommen wieder bessere Tage“, sagte der in der Weltrangliste auf Platz 20 stehende Zwiebler. Beinahe hätte ein weiterer Titelfavorit daran glauben müssen. Tien Chen Chou aus Taiwan gewann am vergangenen Sonntag in Paris noch die mit 275.000 Dollar dotierten French Open. Und auch die beiden Jahre zuvor konnte er sich in die Siegerliste der Bitburger Open eintragen. Doch heute tat er sich beim 13:21, 21:12 und 22:20 gegen den Esten Raul Must extrem schwer und stand am Rande einer Niederlage.
"Ein Sieg der Vernunft"
Obwohl Dieter Domke vor viereinhalb Wochen am Meniskus operiert wurde, stand er heute wieder auf dem Platz. Den ersten Satz gegen den Russen Anatoliy Yartsev gewann der 27-Jährige sogar mit 23:21, doch für den zweiten trat der an Position zwölf gesetzte Domke dann nicht mehr an. „Ich hatte zwar keine Schmerzen, aber ich habe mich sehr unwohl gefühlt. Ein falscher Schritt und … nein, so viel Risiko wollte ich nicht eingehen. Das war heute ein Sieg der Vernunft – auch wenn es wirklich sehr wehtut, wenn man das beste Turnier im Jahr so früh verlassen muss“, sagte der Spieler des 1. BC Bischmisheim. Sein jüngerer Bruder Richard vom TV Refrath musste ebenfalls schon im ersten Satz in seinem Qualifikationsspiel das Handtuch werfen.
Auch für den dritten Akteur des 1. BC Bischmisheim war in der ersten Runde schon Schluss. Lukas Schmidt unterlag dem Niederländer Erik Meijs mit 21:14 6:21 und 11:21. Im Hauptfeld des Herreneinzels standen aber auch noch weitere Spieler des Deutschen Badminton Verbandes. Daniel Benz, Patrick Kämnitz, Fabian Roth, Kai Schäfer und Tobias Wadenka schafften es über den Weg der Qualifikation ins Hauptfeld. Durchsetzen konnten sich hier Fabian Roth vom TV Refrath und Kai Schäfer vom SV Fun-Ball Dortelweil. Roth siegte gegen den Russen Andrey Parokhodin mit 21:8 und 21:17. Der Jugend-Europameister von 2013 trifft morgen auf Wing Ki Vincent Wong aus Hongkong. Kai Schäfer kegelte Jiann Shiarng Chiang aus Malaysia mit 23:21 und 21:16 aus dem Turnier. Er muss nun gegen Jen Hao Hsu aus Taiwan antreten.
Prominente Absagen
Nachdem am Montagabend die Team-Manager tagten, gab es zunächst einen Nackenschlag zu verdauen. So mussten die Veranstalter ein paar Absagen für das Turnier hinnehmen. Etwa hat nach seinem Erfolg am vergangenen Sonntag bei den French Open das Herrendoppel Carsten Mogensen und Mathias Boe die Teilnahme an den Bitburger Open zurückgezogen. Hinzu kommt auch im Einzel Viktor Axelsen. Die Dänen waren in ihren Disziplinen jeweils an Position eins gesetzt. Ebenfalls kam es bei der ausgetragenen Qualifikation nicht zu der spannenden Konstellation, dass beispielsweise der Weltmeister und Olympiasieger Nan Zhang aus China hier mit einem jungen Spieler an seiner Seite ins Turnier startete. Auch hier heiß es am Ende: Das Doppel tritt nicht an. Bei den Deutschen lösten neben den schon genannten Herreneinzelspielern noch ein Herrendoppel und zwei Damendoppel das Ticket für einen Platz im Hauptfeld. Im Dameneinzel war in der Qualifikation keine Deutsche gemeldet. Und im Mixed zog ein Duo des DBV in die nächste Runde.


  

Vorberichte:

     

 

360 Teilnehmer aus 37 Ländern
Olympia schwingt schon mit - Viele Nationen testen für Rio
Von Pascal Blum
(24.10.14) Vom 28. Oktober bis 2. November 2014 treten bei den 27. Bitburger Open insgesamt 360 Spitzenspieler aus 37 Ländern in den sportlichen Wettstreit. Sie reisen aus der ganzen Welt nach Saarbrücken – von Kanada über Mauritius bis nach Japan. Und beim mit 120.000 US-Dollar dotierten Grand-Prix Gold Turnier in der Saarlandhalle sind natürlich auch alle deutschen Topathleten am Start. Bis dato war das Heimturnier für sie stets ein gutes Pflaster. Ein Blick in die Historie zeigt: Die Deutschen liefern hier immer tolle Leistungen ab. Sie standen im Finale oder sie trugen sich auch schon sehr oft in die Siegerliste ein – was bei anderen Wettkämpfen auf vergleichbarem Niveau nicht immer gelingt.
„Schaut man sich die diesjährigen Meldungen an, ist schön zu sehen, dass die einzelnen Nationen sich strategisch schon sehr stark auf die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro 2016 ausrichten. Am 1. Mai 2015 beginnt nämlich die Qualifikationsphase“, erklärt Martin Kranitz, der Sportdirektor des DBV. Bedeutet: Es wird viel getestet – verschiedene Möglichkeiten werden ausprobiert. So darf sich der Laie von der Setzliste nicht beirren lassen. Ein Beispiel: Der Chinese Nan Zhang wurde 2011 Weltmeister im Mixed und gewann in dieser Disziplin in London olympisches Gold. In Saarbrücken wird er allerdings in der Qualifikation starten – denn er spielt im Herrendoppel mit einem Nachwuchsathleten zusammen. Ebenso tritt Thien How Hoon aus Malaysia in der Quali an. Zusammen mit Wee Kiong Tan bilden sie ein Herrendoppel, das derzeit in der Welt auf Platz sieben steht. Doch beide bekommen jetzt einen anderen Partner an ihre Seite. „Da spielen Leute in der Qualifikation, die sehr weit kommen können“, weiß Kranitz und erläutert: „Das Turnier hat einen vorolympischen Charakter. Indiz dafür ist auch, dass die Badmintonnationen Indonesien, Malaysia und China in großer Teamstärke antreten. Das Niveau ist somit sehr hoch und die Qualität ist deutlich stärker als in den beiden Jahren zuvor. Für uns wird es da natürlich schwer. Aber es ist alles eng beieinander. Und so sind Vorhersagen nur schwer zu treffen.“ Das verspricht Spannung, was natürlich die Zuschauer freuen dürfte.
Axelsen an eins gesetzt - Zwiebler an vier
Im Herreneinzel ist Viktor Axelsen an Position eins gesetzt. Der Däne gewann bei der Weltmeisterschaft in Kopenhagen Ende August Bronze. Dahinter folgt der Bitburger Open Gewinner der vergangenen beiden Jahre, Tien Chen Chou aus Taiwan. Auf Rang drei der Setzliste befindet sich der Chinese Houwei Tian, der in der Weltrangliste den 14. Platz belegt. Marc Zwiebler wird in Saarbrücken auf der Vier geführt. Deutschlands bester Einzelspieler vom 1. BC Bischmisheim steht mittlerweile im globalen Ranking auf Position 21 – mit Tendenz nach oben. Jüngst gewann der 30-Jährige hintereinander die Meisterschaften von Bulgarien und Tschechien. Am Turnierdienstag trifft Zwiebler in seiner Erstrundenpartie auf Yan Kit Chan aus Hongkong. Sein Vereinskollege Dieter Domke hat auch für das Turnier gemeldet und belegt in der Setzliste die Position 12. Doch der 27-Jährige hatte sich erst Ende September am Knie verletzt und musste am Meniskus operiert werden. Bis dato konnte er nur leicht trainieren – von daher wird es für ihn sehr schwer. In der ersten Runde muss Domke gegen den Russen Anatoliy Yartsev antreten.
Fuchs & Schöttler zum Auftakt gegen Chinesenduo
Die Deutschen haben im Herrendoppel mit Michael Fuchs und Johannes Schöttler ein heißes Eisen im Feuer. Die beiden Spieler des 1. BC Bischmisheim sind in der Setzliste auf der dritten Position angesiedelt. Im ersten Spiel müssen sie gegen das chinesische Duo Kaixiang Huang und Si Wei Zheng antreten. Hinter dem DBV-Gespann stehen die Europameister auf Rang vier, Vladimir Ivanov und Ivan Sozonov aus Russland. Nur schwer zu schlagen, werden aber sicher die beiden Dänen Carsten Mogensen und Mathias Boe sein. Das Spitzen-Doppel ist derzeit in der Welt auf Platz drei zu finden – und es konnte sich schon dreimal in die Siegerliste des Turniers eintragen. Hinter den beiden Führenden der Setzliste reihen sich ihre Landsleute Mads Conrad-Petersen und Mads Pieler Kolding ein. 
Weltmeisterin führt Feld an
Das Damenfeld wird von der frischgebackenen Weltmeisterin Carolina Marin angeführt – sie ist hier wohl das Maß aller Dinge. Hinter der im globalen Ranking auf Position neun stehenden Spanierin folgen dann Michelle Li aus Kanada und Beiwen Zhang aus den USA. Vertreter der schwarz-rot-goldenen Farben schafften es nicht in die Setzliste. Mit Karin Schnaase vom SC Union Lüdinghausen ist nur eine Spielerin im Hauptfeld zu finden. Die deutsche Meisterin trifft in ihrer Auftaktpartie auf die Russin Natalia Perminova.
Können Fuchs & Michels ihren Vorjahressieg wiederholen?
Anders sieht die Sache wiederrum im Mixed aus. Michael Fuchs und Birgit Michels vom 1. BC Beuel konnten im Jahr zuvor den Titel bei den Bitburger Open gewinnen – nun werden sie in der Setzliste auf Position zwei geführt. Vor ihnen stehen ihre Finalgegner aus dem Vorjahr: Das Ehepaar Chris und Gabrielle Adcock aus England ist derzeit in der Welt auf dem fünften Platz gelistet. „Wir werden natürlich alles daran setzen, unseren Titel zu verteidigen. Doch ein Blick auf die Meldeliste zeigt: Das wird in diesem Jahr sehr schwer. Das Mixed und auch das Herrendoppel sind überaus stark besetzt. Da kann man nichts versprechen – außer, dass wir natürlich alles versuchen werden, so weit wie möglich zu kommen. Denn eines ist auch klar. So ein Turnier daheim hat seine eigene Dynamik und ist immer etwas ganz Besonderes“, sagt Michael Fuchs, der mit Birgit Michels zusammen auf dem achten Weltranglistenplatz rangiert. Die Deutschen müssen bei der Ouvertüre gegen Evgenij Dremin und Evgenia Dimova aus Russland bestehen. Ebenfalls vorne zu finden, ist das gemischte Doppel Max Schwenger und Carla Nelte. Die beiden Akteure vom TV Refrath stehen auf Position vier und müssen in ihrem ersten Spiel gegen das irische Geschwisterpaar Sam und Chloe Magee antreten. Dabei geht Carla Nelte auch im Damendoppel an den Start und ist mit ihrer Spielpartnerin Johanna Goliszewski vom 1. BV Mülheim auf dem siebten Rang notiert. Sie müssen sich in ihrem ersten Spiel gegen Ya Ching Hsu und Yu Po Pai aus Taiwan behaupten. Laut Liste sind in dieser Disziplin die Niederländerinnen Eefje Muskens und Selena Piek favorisiert – die in der Welt auf Rang elf stehen. Dahinter folgen Gabriela und Stefani Stoeva aus Bulgarien, vor Anastasia Chervyakova und Nina Vislova aus Russland.
Vertrag mit der Bitburger-Brauerei wurde verlängert
Noch bevor der erste Ball die Netzkante überquerte, kann Turnierdirektor Frank Liedke eine gute Nachricht für diese Traditionsveranstaltung verkünden: „Seit 2003 ist unser Turnier nach der bekannten Brauerei aus der Eifel benannt. Und wir sind sehr froh, dass wir den Sponsoren-Vertrag mit Bitburger um zwei weitere Jahre verlängern konnten. Das ist ein klares Bekenntnis zu unserer langjährigen vertrauensvollen Partnerschaft und auch zur Region“.

Nach Meldeschluss: Bitburger Open glänzen mit erlesenem Teilnehmerfeld
In Saarbrücken erwartet die Fans vollendet veredelter Badmintongenuss
Von Pascal Blum
(6.10.14) Das Publikum ist in blaues Scheinwerferlicht getaucht. Das Spielfeld erstrahlt dagegen in hellem Weiß. Rhythmisches Klatschen erfüllt die Halle. Die beiden Badminton-Profis auf dem Court liefern sich einen erbitterten Schlagabtausch. In einer irren Geschwindigkeit hageln die weißgefiederten Bälle nur so von der einen auf die andere Seite. Zu sehen ist dies vom 28. Oktober bis 2. November 2014 bei den 27. Bitburger Open. Aus aller Herren Länder kommen die Stars dieses Sports wieder in die Saarbrücker Saarlandhalle, um beim mit 120.000 US-Dollar dotierten Grand-Prix Gold Turnier ihr Können zu beweisen. Die Traditionsveranstaltung ist auch für die deutschen Spieler eine gute Möglichkeit, sich mit der internationalen Konkurrenz zu messen. Und sie haben ein großes Plus: den Heimvorteil! Wie bedeutend dieser Bonus ist, stellten im vergangenen Jahr Michael Fuchs vom 1. BC Bischmisheim und Birgit Michels vom 1. BC Beuel unter Beweis. Sie rissen sich den Mixed-Titel unter den Nagel. Und natürlich versuchen sie jetzt, diesen zu verteidigen. Doch für das derzeit auf dem siebten Weltranglistenplatz stehende Gespann wird es leider auch die letzte Chance sein. Denn Birgit Michels kündigte an, sich in Kürze vom Leistungssport zu verabschieden. Wann genau, ist noch offen. Aber so wie dieses Duo Ende August seine letzte Weltmeisterschaft im dänischen Kopenhagen spielte, so wird die 27. Auflage der Bitburger Open wohl auch hier ein Endpunkt sein. „Für die Zuschauer in Saarbrücken heißt das: Noch einmal Birgit schauen, noch einmal Deutschlands beste Doppel-Spielerin anfeuern“, sagt Turnierdirektor Frank Liedke.
Weltmeisterin Marin gibt sich die Ehre
Dieser Wettkampf auf dem heimischen Parkett ist für alle deutschen Spitzenspieler ein Pflichttermin, den keiner verpassen möchte. Dabei ist der Weg zu den vorderen Platzierungen in diesem Jahr besonders steinig. „Wir haben ein sehr erlesenes Teilnehmerfeld“, weiß Liedke und ergänzt: „Alleine aus Indonesien gingen 24 und aus Malaysia 26 Spieler-Meldungen ein.“ Neben Athleten dieser beiden großen Badminton-Nationen darf sich das Publikum aber auch auf die amtierende Welt- und Europameisterin im Einzel freuen. Als frischgebackene Sensationssiegerin von Kopenhagen hat Carolina Marin aus Spanien ihr Kommen angekündigt. Weiterhin dabei ist Viktor Axelsen, der bei seiner Heim-WM Bronze gewann. Auch seine Landsleute Carsten Mogensen und Mathias Boe schlagen wieder in der Saarlandhalle auf. Das Spitzen-Doppel steht derzeit in der Welt auf Platz drei und konnte sich schon dreimal in die Siegerliste des Turniers eintragen. Auch der Titelträger der beiden vergangenen Jahre im Einzel ist wieder mit von der Partie. Der Taiwanese Tien Chen Chou war daran schuld, dass sich Marc Zwiebler im Vorjahr mit dem zweiten Platz anfreunden musste. Deutschlands bester Einzelspieler vom 1. BC Bischmisheim wird aber wieder alles versuchen, um sich beim Saarbrücker Turnier endlich den Titel zu sichern. Und für den auf dem Weltranglistenplatz 13 stehenden Tien Chen Chou geht es darum, den dritten Sieg in Folge unter Dach und Fach zu bringen. Vertreten sind weiterhin die amtierenden Europameister im Herrendoppel, Vladimir Ivanov und Ivan Sozonov. Zudem steht das Mixed Chris und Gabrielle Adcock in der Favoritenliste ganz weit oben, schließlich belegt das Ehepaar aus England in der Welt derzeit den fünften Platz.
Heute die Stars von morgen sehen
Doch bei alledem, ist nicht zu vergessen: Die Badminton-Großmacht China hat insgesamt 26 Akteure gemeldet. Das Team besteht aus einer Kombination von arrivierten Spielern wie dem Weltranglistenelften Houwei Tian oder der Bitburger Open Siegerin von 2010 Xin Liu – aber auch aus einigen Jungspunden. Und die haben es faustdick hinter den Ohren. Gui Pu Lin wurde im April dieses Jahres Juniorenweltmeister und seinen Finalgegner Yupi Shi bringt er gleich mit ins Saarland. Gemeldet haben auch Liu Yuchen und Li Junhui, die U19-Weltmeister im Herrendoppel von 2013. „Diese jungen Athleten gelten in ihrem Land als Badmintonhoffnungen schlechthin. Und diese Rohdiamanten können auch in Saarbrücken schon sehr weit kommen. Der chinesische Verband schickt keinen seiner Spieler um die Welt, wenn er nicht auch Erfolgschancen hätte. Hier heißt es genau hinsehen, denn da bekommt man die Stars von morgen präsentiert“, weiß Frank Liedke. Auch ein Blick in die Historie unterstreicht dies. Bestes Beispiel: Der Weltmeister von Kopenhagen, Chen Long. Der Chinese holte sich 2009 den Juniorenweltmeistertitel. Ein Jahr später gewann er die Bitburger Open. In Saarbrücken sind also nicht nur aktuelle Top-Spieler zu bestaunen, sondern auch Talente, die später in aller Munde sind.
Spiel, Satz und … Party!
Bei dem Turnier wird neben dem sportlichen Geschehen immer auch ein vielfältiges Rahmenprogramm geboten. Legendär ist die Players-Party. Am Samstag vor den Finalspielen geht traditionell die Post ab. Am 1. November 2014 wird bei der Players‘ Night für rund 1.000 geladene Gäste wieder der rote Teppich ausgrollt. In der Saarbrücker Congresshalle steigt auch in diesem Jahr das Kombinations-Event aus Live-Musik, Club-Lounge und den verschiedensten kulinarischen Leckereien. Schnäppchenjäger werden sicher im Foyer der Saarlandhalle fündig. Dort stellen verschiedene Sportartikelhersteller bei einer Verkaufsmesse ihre neusten Produkte vor. Ein Besuch bei den Bitburger Open lohnt also in vielerlei Hinsicht.

Teilnahmeschluss ist am 16. Oktober: Jetzt gibt es den perfekten Vereinsausflug zu gewinnen
Mit dem Bitburger FANBUS zum Grand-Prix Gold Turnier nach Saarbrücken
Von Pascal Blum
(14.9.15) Spieler, Trainer, Funktionäre – aufgepasst! Wer weiß, seit wann Bitburger Hauptsponsor und Namensgeber der Bitburger Open in Saarbrücken ist? Wer die richtige Antwort kennt, sollte unbedingt beim diesjährigen Gewinnspiel mitmachen. Denn als Preis wird für den 1. November 2014 eine tolle Vereinsfahrt zum mit 120.000 US-Dollar dotierten Grand-Prix Gold Turnier ausgelost. Die Club-Mitglieder werden am Turniersamstag vom Bitburger FANBUS abgeholt – direkt an einem vereinbarten Treffpunkt, egal wo in Deutschland. Mit verschiedenen, leckeren Produkten der Brauerei an Bord geht es dann geradewegs zu den Halbfinalspielen in die Saarbrücker Saarlandhalle. Dort werden den Gewinnern die Eintrittskarten überreicht, die es als Geschenk noch obendrauf gibt. Die Vereinsmitglieder können dann die internationalen Badmintonhelden aus nächster Nähe erleben. Sie können bei den rassigen Duellen der Weltklassespieler mitfiebern und ganz unmittelbar die Magie dieses Sports spüren. „Und als besonderes Highlight organisieren wir für die Gruppe noch ein Treffen mit einem deutschen Badmintonnationalspieler“, erklärt Turnierdirektor Frank Liedke. Nach dem letzten Spiel des Tages tritt der Verein wieder die Heimreise an und der Bitburger FANBUS bringt die Gewinner wohlbehalten nach Hause.
Hin- und Rückfahrt, Tickets sowie ein Treffen mit einem Nationalspieler
„Mit unserem Gewinnspiel und dieser Reise möchten wir den Badminton-Fans ein besonderes und unvergessliches Gemeinschaftserlebnis bieten – den perfekten Vereinsausflug. Wir freuen uns, gemeinsam mit dem Veranstalter diese tolle Aktion durchführen zu können“, erklärt Thomas Melzer, Leiter Sport- und Kulturmanagement bei Bitburger. Insgesamt stehen im Bitburger FANBUS 40 Plätze zur Verfügung. Mitmachen können alle dem Deutschen Badminton Verband angeschlossenen Vereine. Wer teilnehmen möchte, muss nur die richtige Antwort auf oben genannte Frage mit Angabe des Vereins und einem Ansprechpartner samt Kontaktdaten wie Telefonnummer und E-Mailadresse an  bitburgeropen@bitburger.de schicken. Und dann heißt es: Daumen drücken! Unter allen richtigen Einsendungen wird Fortuna per Losverfahren entscheiden, wer sich auf die Reise freuen darf. Der gezogene Verein wird von der Bitburger Braugruppe kontaktiert, um alle organisatorischen Dinge wie Abfahrtszeit und Treffpunkt zu klären. Teilnahmeschluss ist am 16. Oktober 2014 um 16 Uhr.

Angebot: Vereins-Nachwuchs trainiert bei den Bitburger Open mit den Profis
Nicht nur zuschauen, sondern mitmachen
Von Pascal Blum
(31.7.14) „Sehr gut, du musst nur noch ein bisschen auf deine Schlägerhaltung achten.“ Anne nickt und macht sich strahlend noch einmal an die Übung. Wer der Elfjährigen diese Ratschläge erteilt, ist kein Geringerer als Nationalspieler und Olympiateilnehmer Johannes Schöttler. Und die Profis des 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim werden auch in diesem Jahr während der 27. Bitburger Open ihre Tipps, Tricks und Kniffs an den Nachwuchs weitergeben.
Trainingseinheiten am 1. und 2. November
Am 1. November 2014 von 9 bis 14 Uhr sowie einen Tag später von 9 bis 13 Uhr finden im Rahmen des mit 120.000 US-Dollar Preisgeld dotierten Grand-Prix Gold Turniers wieder Trainingseinheiten für Kinder und Jugendliche statt. Diese an Vereine und Verbände gerichtete Aktion wurde vor fünf Jahren von den Organisatoren der Bitburger Open ins Leben gerufen. Und mittlerweile hat sich dieses Angebot zum absoluten Renner entwickelt: „Wir bekommen immer zahlreiche Anmeldungen. Im vergangenen Jahr waren es rund 150 Kinder und Jugendliche aus ganz Deutschland, die an der Hermann-Neuberger-Sportschule in Saarbrücken während des Turniers die Schläger schwangen. Trainiert werden sie auch in diesem Jahr von deutschen Spitzenspielern – darunter Olympioniken, Deutsche Meister sowie aktive und ehemalige Bundesligaspieler“, erklärt Mathias Aßmann, der diese besonderen Übungseinheiten in diesem Jahr organisiert und koordiniert.
WILSON stiftet Federbälle
Neben der Chance, die deutschen Badmintonstars einmal hautnah zu erleben und mit ihnen zusammen auf dem Trainingscourt zu stehen, gibt es noch weitere gute Gründe, sich anzumelden. So bekommt jeder Teilnehmer ein halbes Dutzend Naturfederbälle von Wilson geschenkt. „Toll kommt auch immer an, dass wir die Gruppen nach dem Training noch zu den Halbfinals beziehungsweise Finals der Bitburger Open einladen. Die Eintrittskarten für die Saarbrücker Saarlandhalle gibt es von uns als Bonus obendrauf“, erzählt Turnierdirektor Frank Liedke. Mittlerweile ist das Training mit den Besten ein solcher Erfolg, dass dafür mehr Anmeldungen eingehen wie Teilnehmerplätze zur Verfügung stehen. Liedke: „Daher losen wir seit zwei Jahren aus, wer in den Genuss der Trainingseinheiten kommt. Das ist die fairste Lösung.“ Denn die Mitmach-Aktion soll auf keinen Fall eine anonyme Massenabfertigung sein. Sie ist so organisiert, dass für jedes Feld ein eigener Coach zur Verfügung steht. So können die Spitzenspieler ganz individuell auf ihre Gruppe eingehen und jedem Teilnehmer die nötige Aufmerksamkeit schenken. Das Leistungsniveau spielt dabei keine Rolle. „Es kommen Jugendspieler aus ganz Deutschland und sogar aus Luxemburg waren schon welche da. Es macht allen immer großen Spaß und das Feedback ist hervorragend“, weiß Mathias Aßmann.
Anmeldungen bis 17. Oktober
Auch die Profis sind mit Freude dabei. So witzelte Lukas Schmidt im vergangenen Jahr: „Ich bin bei den Bitburger Open sogar extra schon am Mittwoch rausgeflogen, damit ich noch mehr Energie und Power für das Training habe“, meinte der Deutsche Meister von 2014 im Einzel. Auch die Eltern der Jugendlichen waren total begeistert: „Wir sind das erste Mal hier. Das ist eine fantastische Veranstaltung und die Kinder sind total aus dem Häuschen“, schwärmte beispielsweise Gabi Fischer, die Betreuerin des 1. BC Worms. Ihr Verein war mit 15 jungen Spielerinnen und Spielern angereist. Und nach der Trainingseinheit sicherten sich einige von ihnen noch Autogramme ihrer Stars. „Wir kommen im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder. Das darf man sich wirklich nicht entgehen lassen“, lautete das letztjährige Fazit von Fischer.
Anmeldungen für das Training sind bis zum 17. Oktober 2014 beim Koordinationsbüro der Bitburger Open möglich. Oder einfach eine E-Mail mit Teilnehmerzahl und Ansprechpartner an Mathias Aßmann schicken –  mathias@bc-bischmisheim.de. Mit den glücklichen Gewinnern des Losverfahrens setzen sich die Veranstalter rechtzeitig in Verbindung, um sich bezüglich Uhrzeit und Treffpunkt abzustimmen. Wichtig ist natürlich, dass jeder Teilnehmer eine komplette Ausrüstung mit Schläger, Sportbekleidung und Hallenschuhe im Gepäck hat.

    

Wer jetzt schon Tickets für die Bitburger Open bestellt, spart gutes Geld

Satte Rabatte für Frühbucher
(11.7.14) Die Zeit rast. War nicht eben erst Ostern? Frühling, Sommer, Herbst und Winter ... Schlag auf Schlag geht das. Bis zu den 27. Bitburger Badminton Open dauert es noch ein bisschen. Vom 28. Oktober bis 2. November 2014 wird beim Grand-Prix Gold Turnier das internationale Badminton-Establishment wieder um 120.000 US-Dollar Preisgeld und wertvolle Weltranglistenpunkte kämpfen. In dieser 44. Kalenderwoche rückt die Saarbrücker Saarlandhalle ganz in den Fokus der weltweiten Badminton-Szene. Doch es macht durchauss Sinn, jetzt schon das Traditions-Turnier ins Visier zu nehmen. Denn wer bei den Tickets früh zuschlägt, kann von satten Rabatten profitieren. So bekommt jeder Karten-Besteller noch bis zum 31. Juli ein Viertel des regulären Eintrittspreises erlassen. Bis zum 31. August spart er immerhin noch 15 Prozent und bis zum 30. September sind es dann zehn Prozent Preisnachlass. Und für Gruppen und Vereine gibt es wie immer ganz spezielle Konditionen: „Wer zehn Tickets bestellt, muss nur für acht bezahlen“, weiß Turnierdirektor Frank Liedke.
Kategorien unverändert
Bei den Ticketkategorien orientieren sich die Organisatoren an Bewährtem. So werden am Turnier-Mittwoch, Donnerstag und Freitag ab 16.30 Uhr an der Kasse auch wieder stark reduzierte Feierabendkarten angeboten. Damit sich ein Besuch nach der Arbeit noch auszahlt, werden an den ersten drei Turniertagen wieder nur vier Badmintoncourts aufgebaut sein. Beim Viertelfinale am Freitag sind es dann sogar nur zwei. Dadurch rutschen die Spielansetzungen zeitlich nach hinten und es finden mehr Partien in den Abendstunden statt. Eine weitere erfolgreich eingeführte Karten-Variante ist das Familienticket. Zwei Erwachsene und ein Kind finden an allen Turniertagen zu verbilligten Konditionen Einlass.
Ermäßigte Karten gibt es zudem für Studenten und Schüler über 16 Jahren sowie für Inhaber der Schlauen-Stromer-Karte von Sponsor energis. Dabei haben Jugendliche bis 16 Jahre sowieso immer freien Zutritt. „Und am Turnier-Dienstag stehen den Besuchern der Bitburger Badminton Open die Türen traditionell kostenlos offen“, erklärt Frank Liedke. Wurden an diesem Eröffnungstag früher immer nur die Qualifikationsrunden ausgespielt, ging man vor zwei Jahren dazu über, auch schon die erste Hauptrunde bei den Herreneinzeln auszutragen.
„Das war eine Umstellung, die sich für die Zuschauer sehr gelohnt hat. So steigen wir schon am ersten Tag voll in das Turnier ein und man kann direkt den ersten Auftritt der besten Herren aus dem Hauptfeld erleben“, erklärt Turnierleiter Liedke.
Frühzeitig auch Hotels buchen
Klare Vorteile haben Frühbucher auch bei der Hotel-Reservierung. Klug entscheidet, wer direkt mehrere Tage die sportlichen Wettkämpfe der Spitzenathleten verfolgt. Zumal am Turnier-Freitag durch den Reformationstag in fünf Bundesländern Feiertag ist und sich ein verlängertes Wochenende geradezu anbietet. Wie immer stehen den Besuchern bestimmte Turnier-Hotels zur Verfügung. Hier wurden in diesem Jahr mit dem Hotel am Triller, dem Mercure City und dem Mercure Hotel Süd preisliche Vereinbarungen getroffen und Pakete geschnürt. So werden vom Veranstalter für diese Saarbrücker Hotels spezielle Arrangements angeboten, bei denen die Eintrittskaten sowie ein Shuttle-Service von der Unterkunft zur Saarlandhalle enthalten sind. „In diesen Hotels sind auch alle Spieler untergebracht. Das hat dann durchaus seinen Reiz, wenn man morgens so Tisch an Tisch mit einem Badmintonstar frühstückt“, sagt Frank Liedke. Die Tickets oder gleich ein gesamtes Hotel-Arrangement können über die Homepage www.bitburger-open.de bestellt werden. Im Menüpunkt „Besucher“ kommen alle Interessenten bequem und schnell zum Ziel.

 

Ausstatter der Nationalmannschaften des DBV

© 2004 Deutscher Badminton-Verband e.V.