Verband Deutscher Eisenbahner-Sportvereine

Der Verband Deutscher Eisenbahner-Sportvereine (VDES) ist die Dachorganisation der in Deutschland ansässigen Eisenbahner-Sportvereine. Gegründet wurde er 1926. Mit Stand von 2009 hat er 142 000 Mitgliedern in 347 Eisenbahner-Sportvereinen. Er ist Mitglied im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und des Internationalen Eisenbahner Sportverbandes (USIC). Die Deutsche Bahn AG und das Bundeseisenbahnvermögen (BEV)haben den Verband als Selbsthilfeeinrichtung des Personals anerkannt. Sitz der Geschäftsstelle ist Frankfurt (Main).

Sportfachwart Badminton ist Klaus Blatt aus Bischhofsheim.
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Der internationale Dachverband USIC «Union Sportive Internationale des Cheminots» hat seinen Sitz in Utrecht.

Vier-Länder-Turnier machte Halt in Deutschland.

Aschewolke beeinträchtigte auch Eisenbahner - Vier-Länder-Turnier in Gera ohne britisches Team 

    

Historischer erster Sieg für ein DB-Team

  

Von Sigrun Voigt und Klaus Blatt
(17.5.10) Beim Vier-Länder-Turnier der Eisenbahner vom 23. bis 25. April nutzte das DB-Team den Heimvorteil und konnte erstmals in der 12-jährigen Geschichte des Turniers den Sieg erringen. Der Ausrichter ESV Gera mit Thomas Seyfarth an der Spitze hatte die Veranstaltung hervorragend organisiert und durchgeführt. Einziger Wermutstropfen war die kurzfristige Absage der britischen Mannschaft aufgrund der Auswirkungen des Vulkanausbruchs auf Island.
Die Anreise der Mannschaften erfolgte am Freitag. Der Oberbürgermeister der Stadt Gera hatte mit einer kurzen Ansprache das Turnier feierlich eröffnet und allen Teilnehmern viel Erfolg gewünscht.
Um 16 Uhr startete das Turnier mit der Begegnung Polen gegen die Schweiz. Mit 7:4 konnten sich die favorisierten Polen durchsetzen. Das DB-Team hatte spielfrei und nutzte die Zeit zu intensivem Training und zur Beobachtung der gegnerischen Mannschaften.
Nach einem gemütlichen Abend gemeinsam mit den Schweizern wurde es am Samstagmorgen ernst. Gegner war die Schweiz, die beim letzten Länderturnier 2008 erstmalig gegen Deutschland gewinnen konnte. Der „Erzrivale“ konnte diesmal mit 7:4 bezwungen werden.
Nach einem Mittagessen mit Thüringer Bratwurst, „Rostbrätl“ und Kartoffelsalat war am Nachmittag die polnische Mannschaft der zweite Gegner. Nominell waren die Polen stärker besetzt, aber eine geschickte Mannschaftsaufstellung und der Kampfgeist im deutschen Team gaben den Ausschlag. Endergebnis: 6:5 für Deutschland.
Kultur im Tunnel
Der kulturelle Höhepunkt dieses Wochenendes war eine durch den ESV Gera organisierte Führung durch das Tunnelsystem unter der Altstadt Geras – die sogenannten Höhler. Um 1620 wurden sie in das Zechstein gebrochen, um kühle Lagerräume für das Bier der neu entstandenen Brauereien zu schaffen.
Anschließend wurde in feierlichem Rahmen das Länderturnier ausgewertet und die Mannschaften wurden prämiert. Nach dem gemeinsamen Abendessen hatten die Ausrichter noch ein Bowling-Turnier organisiert.
Nächstes Turnier in Belgien
Im nächsten Jahr wird der Ländervergleich in Belgien als Fünf-Länder-Turnier stattfinden. Beim DB Cup Badminton 2011 können sich die deutschen Teilnehmer für diesen Wettkampf qualifizieren. Die Termine für beide Veranstaltungen werden auf den Jahreshauptversammlungen der USIC und des VDES im Herbst 2010 festgelegt.

Das VDES-Team mit „DB-Personal“: (v.l., hinten) Klaus Blatt, Michael Hellhake, Heiko Vogt, Matthias Tippelt, Sebastian Ottrembka, (vorne) Christina Buhr, Sigrun Voigt, Kirsten Finge, Wolfgang Voigt. Foto: VDES

Das nächste Vier-Länder-Turnier findet in Deutschland statt

Es werden noch spielstarke Eisenbahner fürs Team 2010 gesucht

(15.7.09) Das Vier-Länder-Turnier der Bahn-Badmintonsportler findet jährlich - außer im WM-Jahr - in einem der beteiligten Länder Schweiz, Großbritannien, Polen und Deutschland statt. Es ist ein Mannschaftsturnier, jeder tritt gegen jeden an, 11 Spiele pro Begegnung. Im nächsten Jahr ist Deutschland der Ausrichter. Wo und wann es stattfinden wird, steht noch nicht fest. Auf jeden Fall im Herbst. Zurzeit läuft die Ausschreibung für die Bewerbung.
Badmintonfachwart Klaus Blatt: "Interessenten zum Mitspielen können sich melden. Sie müssen
Mitarbeiter des DB-Konzerns sein, deren Ehepartner oder deren Kinder bis 21 Jahre. Der Konzern Deutsche Bahn AG hat inzwischen so viele Tochtergesellschaften mit eigenen Intranet-Systemen, dass wir Schwierigkeiten haben, alle Badminton spielenden Eisenbahner zu erreichen. Ich hoffe, durch die Veröffentlichung auf badminton.de melden sich weitere infrage kommende Spieler, die wir noch nicht kennen."

Die Mitgliedschaft in einem Eisenbahner-Sportverein reicht also nicht für die Teilnahme an internationalen Wettkämpfen. Teilnahmeberechtigt hierfür ist folgender Personenkreis:
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, deren Ehepartner und Kinder bis  zum 21. Lebensjahr:
- des Konzerns Deutsche Bahn AG
- des Bundeseisenbahnvermögens
- der Betrieblichen Sozialeinrichtungen der vorgenannten Institutionen (z.B. DEVK, Sparda-Bank, Bahn-Sozialwerk, Bahn-BKK)

Anders ist es bei Deutschen Eisenbahner-Meisterschaften. Dort sind neben den Eisenbahnern auch Mitglieder von Eisenbahner-Sportvereinen (meist ESV) startberechtigt. Seit 2005 werden im Badminton allerdings keine Deutschen Eisenbahner-Meisterschaften mehr ausgerichtet. Klaus Blatt: "Dafür findet alle zwei Jahre ein Mitarbeiter-Turnier ("DB Cup Badminton") statt. Es wird auch als Sichtung für die DB-Auswahlmannschaft genutzt wird. Den letzten DB Cup gab es in diesem Jahr vom 5. bis 7. Juni in Rheine."
Und noch eine andere Information hat Klaus Blatt, eine, die zeigt, dass die Badmintongemeinde doch mittlerweile ein riesiges Netzwerk geworden ist: "
Übrigens hat sich auf die Veröffentlichung des Berichtes über die WM in Olomouce (s.u.) ein ehemaliger Eisenbahner bei mir gemeldet - der frühere Nationalspieler Michael Keck. Er hat an der 1. Deutschen Eisenbahner-Meisterschaft 1987 in Bischofsheim teilgenommen und war auch im DB-Team bei der 1. Eisenbahner-WM 1989."
Nationalspieler Michael Keck war auch mal Eisenbahner
Michael Keck, der später 75 Länderspiele für den DBV machte, absolvierte zu jener Zeit bei der damaligen Deutschen Bundesbahn eine kaufmännische Ausbildung. Bis Ende April diesen Jahres war der mittlerweile 40-Jährige noch im Hochleistungsbadminton aktiv. Er war als DBV-Trainer am Olympiastützpunkt Saarbrücken tätig. Dies hatte ihm sein Arbeitgeber, das saarländische Ministerium für Bildung, Kultur und Wissenschaft ermöglicht, indem es ihm gestattete, seine hauptberufliche Beschäftigung im Referat B3 auf eine "halbe Stelle" zugunsten der Trainertätigkeit zu reduzieren.
Lesen Sie: Michael Keck verabschiedet sich von "seinen" Bayern bei bayern-badminton.de. 
Kontaktadresse:
klaus.blatt @ deutschebahn.com.

6. Internationale USIC-Eisenbahnermeisterschaft
30. Juni bis 4. Juli in Olomouc (Tschechien). Ausrichter: Odborové sdružení železni?á??.

 

Deutsche Bahn-Team Fünfter bei der Weltmeisterschaft

 

Von Klaus Blatt
(14.7.09) Vom 30. Juni bis 4. Juli 2009 fanden die VI. Eisenbahner-Weltmeisterschaften im Badminton in Olomouc (Tschechien) statt. Das Auswahlteam der Deutschen Bahn belegte einen hervorragenden fünften Platz unter 11 teilnehmenden Eisenbahn-Unternehmen.
In der Vorrunde siegte das DB-Team gegen Gastgeber Tschechien und die Schweiz. Das Spiel gegen Gruppenfavorit Polen wurde zum Abschluss der Vorrunde unglücklich verloren. Dadurch spielte das DB-Team in der Hauptrunde um Platz 4 bis 6. Gegen Großbritannien folgte eine knappe Niederlage, während gegen Belgien ein klarer Sieg errungen wurde. Dies bedeutete in der Endabrechnung Platz 5 und somit die beste Platzierung, die ein Auswahlteam der Deutschen Bahn AG in der 20-jährigen WM-Geschichte erzielt hat.
Am Erfolg waren beteiligt: Kirsten Finge, Sigrun Voigt, Julia und Tom Weding, Sebastian Ottrembka, Matthias Tippelt, Klaus Blatt und Werner Hukriede (Spielertrainer). Sebastian Ottrembka stammt ursprünglich aus Berlin und war zuletzt Bundesligaspieler bei TuS Wiebelskirchen. Er ist seit 2003 bei der Bahn und hat erst letztes Jahr etwas vom Eisenbahnersport mitbekommen, da er bei einer eigenständigen GmbH des Konzerns als Bauingenieur beschäftigt ist.
Alter und neuer Eisenbahn-Weltmeister wurde Indian Railways. Teilgenommen haben Mannschaften aus Belgien, Bulgarien, Tschechien, Dänemark, Frankreich, Indien, Ungarn, Deutschland, Polen, Šchweiz und Großbritannien.
Modus: Ein Mannschaftswettkampf bestand aus 11 Spielen, 4 HE, 2 DE, 2 HD, 1 DD, 2 MX. Eine Mannschaft aus fünf Herren und drei Damen.

Sie erreichten die bisher beste Platzierung aller Zeiten: (v.l. oben) Sigrun Voigt,Tom Weding, Matthias Tippelt, Sebastian Ottrembka, Kirsten Finge, Klaus Blatt, Julia Weding und Delegationsleiter Fritz Kowalski. Es fehlt Trainer Werner Hukriede. Foto: VDES
Plakat der tschechischen Ausrichter zur WM 2009.

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