Europameisterschaft 2012
Herrenteams - Die deutschen Spiele 

   

14. bis 19. Februar in Amsterdam (Niederlande).
Sporthallen Zuid, Burgerweeshuispad 54.

Vierte Ausrichtung / Europa-Vorrunde für die Thomas & Uber Cup-Finals im Mai in Wuhan/China
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Das deutsche Herrenteam am 1. Veranstaltungstag mit DBV-Sportdirektor Martin Kranitz (ganz links), Hanno Felder (2.v.l.; stellv. wiss. Koordinator im DBV), Trainer Jeroen van Dijk (4.v.l.; Herreneinzel) und Chef-Coach Jakob Høi (2.v.r.). Foto: DBV.

 

 

Deutschlands Herren sind Vize-Europameister

(19.02.2012, CP) Vor sechs Jahren, als die EM für Herren- und für Damennationalmannschaften im griechischen Thessaloniki ihre Premiere erlebte, standen sich Dänemark und Deutschland schon einmal im Endspiel gegenüber. Damals unterlagen die Spieler des DBV ebenfalls mit 0:3. Aus dem aktuellen Team waren 2006 schon Michael Fuchs, Ingo Kindervater und Marcel Reuter dabei.

 

Finale, So. 19.02.2012, 10.30 Uhr: Dänemark - Deutschland 3:0 

1.E: Jan O. Jorgensen - Marc Zwiebler 21:11, 21:14 (1:0), 31 Min.

1.D: Mathias Boe/Carsten Mogensen - Ingo Kindervater/Johannes Schöttler 19:21, 21:11, 21:18 (2:0), 53 Min.

2.E: Hans-Kristian Vittinghus - Dieter Domke 21:19, 21:15 (3:0), 34 Min.

2.D: Mads Conrad-Petersen/Jonas Rasmussen - Michael Fuchs/Oliver Roth nicht mehr ausgetragen

3.E: Viktor Axelsen - Marcel Reuter nicht mehr ausgetragen

  

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Deutschlands Herren auf dem Podium. Fotos: CP.
Die deutsche Delegation nach der Siegerehrung.

DBV-Asse zum zweiten Mal nach 2006 mit Silber dekoriert

(19.02.2012, CP) Toller Erfolg für Deutschlands Badmintonspieler: Die männliche Auswahl des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) hat bei der Europameisterschaft für Herren- und für Damennationalmannschaften zum zweiten Mal nach 2006 die Silbermedaille gewonnen. Bei den Titelkämpfen in Amsterdam (14. bis 19. Februar 2012) mussten sich die an Position zwei notierten deutschen Asse erst im Finale dem topgesetzten Titelverteidiger Dänemark geschlagen geben.

Einen Tag nach ihrem 3:1-Erfolg im Halbfinale über Russland (Setzplatz 4) unterlagen die Spieler des DBV am Sonntag (19. Februar) in einer Neuauflage des Finals von 2006 den Nordeuropäern mit 0:3. Dänemark holte damit bei der vierten Austragung der Europameisterschaft für Herren- und für Damennationalmannschaften zum vierten Mal die Goldmedaille. Die deutschen Spieler können nun zwei Silber- (2006, 2012) und zwei Bronzemedaillen (2008, 2010) in ihrer Erfolgsbilanz vorweisen. Das „kleine Finale“ entschied in Amsterdam England mit 3:0 gegen Russland für sich.

 

„Das ist ein toller Erfolg, wenngleich ich es den Spielern sehr gegönnt hätte, wenn sie hier Gold geholt hätten. Ich möchte, dass sich die Mannschaft für alles belohnt. Aber Deutschland hat sich als Nummer zwei etabliert – Dänemark ist einfach eine Macht. Das Ergebnis von 3:0 sieht deutlicher aus als es ist. Gerade das Herrendoppel war sehr knapp und hätte gut auch anders ausgehen können“, meinte Dietrich Heppner, der für den Leistungssport zuständige Vizepräsident im DBV, nach dem Finale.

Klarer als erwartet fiel hingegen die Niederlage von Marc Zwiebler zum Auftakt des Finals aus. „Jan Ø. Jørgensen hat sehr sicher agiert, wenige Fehler gemacht und war heute einfach etwas spritziger als Marc“, analysierte DBV-Sportdirektor Martin Kranitz, für den die Dänen in allen fünf Matches favorisiert waren.

Das anschließende Herrendoppel entwickelte sich zu einer spannenden Angelegenheit, in der die Weltrangilsten-16. Ingo Kindervater und Johannes Schöttler bravourös gegen die 13 Plätze besser eingestuften Dänen Mathias Boe/Carsten Mogensen aufspielten. Nach einer Spielzeit von 53 Minuten sorgten die Gewinner der BWF World Superseries Finals schließlich für die 2:0-Führung zugunsten des Titelverteidigers.

Auf dem Deutschen Vizemeister im Herreneinzel, Dieter Domke, lastete nun der Druck, den ersten „Matchball“ der Nordeuropäer abwehren zu müssen. Ebenso wie zuvor das derzeit beste deutsche Herrendoppel bot der 25-Jährige eine starke kämpferische Leistung, doch er konnte nach knapp verlorenem ersten Satz das Spiel nicht mehr drehen. Um 12.53 Uhr Ortszeit sprangen die Dänen schließlich von ihren Sitzen auf, reckten die Arme in die Höhe und bejubelten den vierten Titelgewinn in Folge bei der EM für Herren- und für Damennationalmannschaften. Bei den Spielern gelang es bislang keinem anderen Team, die Goldmedaille zu gewinnen.

Enttäuscht nahmen dagegen die deutschen Herren die Glückwünsche von Offiziellen und Fans entgegen – hatten sie sich doch einen anderen Verlauf des Endspiels erhofft.

Auch Deutschlands dänischer Chef-Bundestrainer Jakob Høi hätte nach eigener Aussage noch lieber Gold geholt, er war allerdings „sehr stolz, dass wir unseren Setzplatz verteidigt haben“. Gerade die Tatsache, wie die Herren dies schafften, verdiene Anerkennung, so der Coach. „Gegen die Niederlande und gegen Russland haben sie Super-Leistungen gezeigt und es verdient, bei der Siegerehrung fast ganz oben auf dem Treppchen zu stehen.“ Dabei lobte er insbesondere auch den Auftritt von Ingo Kindervater und Johannes Schöttler im Endspiel. „Sie hätten es wirklich verdient gehabt, endlich mal gegen ein dänisches Spitzendoppel zu gewinnen“, meinte Jakob Høi.

 

Am Sonntagnachmittag spielen auch die deutschen Damen um den EM-Titel. Sie stehen im Finale ebenso wie ihre Nationalmannschaftskollegen Dänemark gegenüber, Nummer eins der Setzliste und Europameister von 2010. Die Spielerinnen des DBV haben schon jetzt ein historisches Ergebnis verzeichnet: Sie erreichten in diesem Jahr erstmals bei Titelkämpfen dieser Art das Finale.

Dank der herausragenden Leistungen der deutschen Badmintonasse in Amsterdam qualifizierte sich der DBV zum sechsten Mal nacheinander mit beiden Teams für die Weltmeisterschaft für Herren- und für Damennationalmannschaften. Diese wird 2012 vom 20. bis zum 27. Mai in Wuhan/China ausgetragen.

 

Deutschlands Herren stehen im Finale

(18.02.2012, CP) Erneut die WM-Teilnahme gesichert und den erstmaligen Titelgewinn auf kontinentaler Ebene vor Augen: Deutschlands Badmintonspieler präsentieren sich bei der Europameisterschaft für Herren- und für Damennationalmannschaften weiterhin in Top-Form.

Einen Tag nach ihrem 3:2-Erfolg im Viertelfinale gegen Gastgeber Niederlande (Setzplatz 5) gewann die an Position zwei notierte Auswahl des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) am Samstag (18. Februar 2012) ihre Halbfinalpartie gegen Russland (Setzplatz 4) mit 3:1. Im Endspiel treffen die deutschen Badmintonasse am Sonntag (10.30 Uhr) auf den topgesetzten Titelverteidiger Dänemark, der sein Vorschlussrundenduell mit England (Setzplatz 3) mit 3:0 für sich entschied. Seit dem Viertelfinale werden die Begegnungen beendet, sobald eine Mannschaft in drei Matches siegreich war.

Die Spieler des DBV dürfen sich schon jetzt über ihr bestes Abschneiden bei der Europameisterschaft für Herren- und für Damennationalmannschaften seit deren Einführung im Jahr 2006 freuen, als sie im Finale ebenfalls Dänemark gegenüberstanden und letztlich die Silbermedaille gewannen. Bei den darauffolgenden Austragungen, 2008 und 2010, belegten die deutschen Herren Rang drei, den Titel holten jeweils die Dänen.

Dank ihrer herausragenden Leistungen in Amsterdam qualifizierten sich die DBV-Spieler zum sechsten Mal nacheinander für die Weltmeisterschaft für Herren- und für Damennationalmannschaften. Diese wird 2012 vom 20. bis zum 27. Mai 2012 in Wuhan/China ausgetragen.

 

Der sechsmalige Deutsche Meister Marc Zwiebler brachte die deutsche Mannschaft in der Begegnung mit Russland durch einen klaren Zwei-Satz-Erfolg mit 1:0 in Führung. Er galt von vorneherein als Favorit gegenüber Ivan Sozonov.

Anschließend mussten sich die Deutschen Vizemeister im Herrendoppel, Michael Fuchs und Oliver Roth, wie schon am Vortag der Konkurrenz geschlagen geben. „Alexandr Nikolaenko hat sehr gut aufgeschlagen und sehr gut geblockt. Im Vergleich zu gestern haben wir uns deutlich gesteigert und viel besser gespielt, aber die Russen sind natürlich auch sehr gut. Es gab immer wieder Phasen, in denen die Russen weggezogen sind, weil wir Fehler gemacht haben“, meinte Oliver Roth nach der Zwei-Satz-Niederlage gegen die Weltranglisten-32. aus Osteuropa.

Bemerkenswert trat danach der Deutsche Vizemeister im Herreneinzel, Dieter Domke, auf. Der 25-Jährige ließ Vladimir Malkov zu keiner Zeit eine Chance auf den Sieg. Jeroen van Dijk, Bundestrainer Herreneinzel, zog verständlicherweise ein äußerst positives Fazit in Bezug auf die Auftritte von Marc Zwiebler und Dieter Domke: „Ich bin sehr zufrieden. Ich hätte gedacht, dass es für Dieter schwieriger werden würde. Was wir im Vorfeld abgesprochen hatten, hat er richtig gut umgesetzt. Oft wird Dieter in der gesamten Endphase unruhig, diesmal hielt dies nur kurz an. Das war super. Was Marc betrifft, so hatte er die ganze Zeit die Kontrolle.“

Nun hatten es die nationalen Champions im Herrendoppel, Ingo Kindervater und Johannes Schöttler, auf dem Schläger, den deutschen Herren erstmals seit der Premiere dieser Titelkämpfe im Jahr 2006 wieder einen Finaleinzug zu bescheren. Verloren sie den ersten Durchgang noch knapp, dominierten sie die beiden anderen Sätze. Die deutsche Delegation begleitete die 33 und 27 Jahre alten Badmintonasse auf ihrem „Weg zum dritten Punkt“ für das Team des DBV lautstark mit Trommeln, Rufen und Tröten. Als Ingo Kindervater und Johannes Schöttler den Matchball verwandelt hatten, kannte der Jubel keine Grenzen. Am Sonntag kommt es somit zur Neuauflage des Endspiels von 2006 zwischen Deutschland und Dänemark – in dem 2012 alles möglich ist.

   

Spannung pur, Mitfiebern auf der Tribüne, Riesen-Jubel

Stimmungsvolle Videos vom Herrendoppel Kindervater/Schöttler gegen Ivanov/Sozonov.

 

Zu Video 1 …

 

Zu Video 2 …

 

 

Die Chancen waren gleich verteilt

(18.02.2012, CP) Die Begegnungen mit Teams aus Russland - sei es bei der EM für Herren- und für Damennationalmannschaft oder bei der Mixed-Team-EM - haben sich in den vergangenen Jahren stets als enorm spannende, weil sehr enge, Partien erwiesen. Auch diesmal gab es keinen Favoriten, DBV-Sportdirektor Martin Kranitz schätzte die Chancen auf den Sieg vor Beginn der Partie 50:50 ein.

 

Halbfinale, Sa. 18.02.2012, 14.00 Uhr: Russland - Deutschland 1:3

1.E: Ivan Sozonov - Marc Zwiebler 12:21, 20:22 (0:1), 33 Min.

2.D: Vitalij Durkin/Alexandr Nikolaenko - Michael Fuchs/Oliver Roth 21:16, 21:16 (1:1), 34 Min.

2.E: Vladimir Malkov - Dieter Domke 7:21, 15:21 (1:2), 24 Min.

1.D: Vladimir Ivanov/Ivan Sozonov - Ingo Kindervater/Johannes Schöttler 23:21, 15:21, 11:21 (1:3), 48 Min. 

3.E: Stanislav Pukhov - Marcel Reuter nicht mehr ausgetragen

 

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Video-Interview mit Lukas Schmidt

(18.02.2012, CP) Der 23-Jährige erzählt unter anderm von seinen Erfahrungen bei seiner ersten EM im Erwachsenenbereich, spricht über den tollen Teamgeist in der deutschen Mannschaft sowie über den Bart als Glücksbringer. Zum Video ...

 

Videos vom Halbfinaltag

 

Das Team-Ritual der deutschen Herren vor dem Spiel gegen Russland. Zum Video ...

 

Einmarsch und Vorstellung der Mannschaften aus Deutschland und aus Russland. Zum Video ... 

  

Gute Stimmung in der deutschen Mannchaft. Zum Video ...

 

 

 

Gegen den Gastgeber um den Einzug ins Halbfinale

 

Viertelfinale, Fr. 17.02.2012, 14.00 Uhr: Niederlande - Deutschland 2:3

1.E: Eric Pang - Marc Zwiebler 17:21, 21:19, 13:21 (0:1), 58 Min.

1.D: Jorrit De Ruiter/Dave Khodabux - Ingo Kindervater/Johannes Schöttler 16:21, 9:21 (0:2), 28 Min.

2.E: Dicky Palyama - Dieter Domke 21:17, 21:17 (1:2), 31 Min.

2.D: Jacco Arends/Jelle Maas - Michael Fuchs/Oliver Roth 19:21, 21:13, 21:16 (2:2), 51 Min.

3.E: Nick Fransman - Marcel Reuter 15:21, 14:21 (2:3), 29 Min.

 

Marc Zwiebler im "Match of the Day" bei YouTube

(18.02.2012, CP) Wie Manuel Rösler (Badminton Europe) mitteilte, ist das Herreneinzel von Marc Zwiebler gegen Eric Pang in voller Länge als "Match of the Day" von Freitag bei YouTube zu sehen. Hier geht´s zum Video ...

 

Marcel Reuter. Fotos: CP.
Marc Zwiebler.
Dieter Domke.
Michael Fuchs (r.) und Oliver Roth.
Gratulation den siegreichen Niederländern.

DBV-Herren stehen im Halbfinale

(17.02.2012, CP) Die deutschen Badmintonspieler haben bei der Europameisterschaft für Herren- und für Damennationalmannschaften das Halbfinale erreicht und nehmen damit weiter Kurs auf den Gewinn einer Medaille.

Die Auswahl des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) bezwang am Freitag (17. Februar 2012) in ihrer Viertelfinalpartie Gastgeber Niederlande mit 3:2. Nachdem die an Nummer zwei gesetzten Deutschen nach dem 1. Herreneinzel und dem 1. Herrendoppel mit 2:0 vorn gelegen hatten, gelang der gegnerischen Mannschaft (Setzplatz 5) durch Siege im 2. Herreneinzel und im 2. Herrendoppel der Ausgleich zum 2:2. Der DM-Dritte Marcel Reuter (1. BC Bischmisheim) holte durch einen Zwei-Satz-Erfolg im 3. Herreneinzel den entscheidenden Punkt für das Team des DBV.

In der Vorschlussrunde treffen die deutschen Herren am Samstag (18. Februar, 14.00 Uhr) auf Russland (Setzplatz 4), das seine Viertelfinalpartie gegen Frankreich (Setzplatz 7) mit 3:1 für sich entschieden hatte. Das zweite Halbfinale bestreiten der topgesetzte Titelverteidiger Dänemark und England (Setzplatz 3).

Mit dem Einzug in die Runde der besten Vier haben die Mannschaften noch keine Medaille sicher, da bei der EM für Damen- und für Herrennationalmannschaften – anders als bei den meisten Großereignissen im Badminton – der dritte Platz ausgespielt wird. 2010 in Warschau hatten die Herren des DBV - ebenso wie die Damen - Bronze geholt.

 

In einem Spiel auf hohem Niveau gegen den niederländischen Weltranglisten-41. Eric Pang brachte der sechsmalige Deutsche Meister im Herreneinzel, Marc Zwiebler, die deutsche Mannschaft mit 1:0 in Führung. „Eric war heute relativ geduldig für sein Verhältnis und in seinem Angriffsspiel gefährlich. Marc hat die Aufgabe insgesamt aber ganz gut gelöst und vielfach sehr geschickt agiert. Für das Gefühl der Mannschaft und die gesamte Situation ist das erste Spiel immer sehr wichtig. Es ist in jedem Fall ein Vorteil, wenn man 1:0 führt“, meinte DBV-Sportdirektor Martin Kranitz. Der Weltranglisten-14. aus Deutschland machte den ersten Punktgewinn für die DBV-Auswahl nach einer Spielzeit von 58 Minuten perfekt.

Im anschließenden 1. Herrendoppel hatten die Niederländer nicht ihre Paarung Nummer eins, Ruud Bosch/Koen Ridder, aufgestellt, sondern das 2. Herrendoppel. Im 2. Doppel kam entsprechend das von der Papierform her dritte Duo zum Einsatz, die aktuellen nationalen Meister Jacco Arends/Jelle Maas. Für ihren Zwei-Satz-Erfolg zum 2:0 für das Team des DBV benötigten die Deutschen Meister Ingo Kindervater und Johannes Schöttler gerade einmal 28 Minuten. „Das macht Spaß, oder?“, meinte Chef-Bundestrainer Jakob Høi nach dem souveränen Sieg des derzeit besten deutschen Herrendoppels erfreut. Ingo Kindervater bestritt am Freitag bereits sein 80. Länderspiel – der Rekord von Kristof Hopp (84) ist nicht mehr weit enfernt.

„Mit dem 2:0 im Rücken verfügen wir über eine gute Ausgangsposition“, meinte Martin Kranitz, der das darauf folgende Match, das 2. Herreneinzel, als das schwerste aller fünf Spiele einschätzte. „Dicky Palyama ist gegenüber Dieter favorisiert. Er ist sehr erfahren und schnell auf den Beinen. Den dritten Punkt zu holen, ist aber natürlich eine schöne Vorlage“, so der Sportdirektor des DBV. Doch gegen den Weltranglisten-41. aus den Niederlanden hatte die Nummer 79 aus Deutschland zu keiner Zeit eine realistische Chance auf den Sieg.

Nun hatten es die Deutschen Vizemeister Michael Fuchs und Oliver Roth, die im Januar bei den Korea die Olympiasieger von 2008, Markis Kido und Hendra Setiawan aus Indonesien bezwungen hatten, in der Hand, den entscheidenden dritten Punkt für die DBV-Auswahl zu holen. Nachdem die Weltranglisten-24. aus Deutschland den ersten Satz knapp für sich entschieden, mussten sie die beiden nachfolgenden Durchgänge an die EM-Gastgeber abgeben. „Ich war mit meiner Leistung heute gar nicht zufrieden“, meinte Michael Fuchs nach der Partie selbstkritisch. „Das mussten wir gewinnen“, so der 29-Jährige weiter. Insbesondere im dritten Durchgang bejubelten die Zuschauer in den Sporthallen Zuid in Amsterdam jeden Punktgewinn „ihrer“ Spieler frenetisch. Dass alle anderen Aufeinandertreffen bereits entschieden waren und einzig die Partie zwischen den Gastgebern und Deutschland noch lief, trug zusätzlich dazu bei, dass sich alle Blicke auf Court 1 richteten. Als Jacco Arends, der in der 1. Bundesliga für den VfL 93 Hamburg aufschlägt, und sein Spielpartner Jelle Maas beim Stand von 20:16 den ersten Matchball verwandelten, applaudierten die niederländischen Badmintonfans lautstark und rissen die Mitglieder der niederländischen Delegation die Arme in die Höhe. 2:2 – die Begegnung war wieder vollkommen offen.

„Vom Papier her müsste Marcel gewinnen, aber die Nerven müssen natürlich auch mitspielen“, meinte DBV-Sportdirektor Martin Kranitz vor dem entscheidenden fünften Spiel. Mit „Marcel, Marcel“-Rufen unterstützten seine Teamkollegen den 29-Jährigen schon beim Einspielen nach allen Kräften. Und wie schon häufig in einem Teamwettbewerb der deutschen Badminton-Nationalmannschaft, avancierte Marcel Reuter auch diesmal zum Matchwinner: Nach 29 Minuten machte der 29-Jährige den Halbfinaleinzug für die deutschen Herren perfekt – und wurde entsprechend gefeiert.     

 

 

    

Peter Käsbauer. Fotos: CP.
Marcel Reuter.
Einmarsch zum Ritual.
Einstimmen auf das Match.
Michael Fuchs.
Dieter Domke.
Dicky Palyama.
Ein zufriedener Chef-Bundestrainer.
Ingo Kindervater (r.) und Johannes Schöttler.
Jeroen van Dijk (l.) und Jakob Høi.
Gratulation an Ingo Kindervater und Johannes Schöttler.
Marc Zwiebler.

  

Vorrunde, Gruppe 2, 2. Spiel, Do. 16.02.2012, 14.00 Uhr: Deutschland - Irland 5:0

1.E: Marc Zwiebler - Scott Evans 21:15, 21:11

2.E: Marcel Reuter - Owen Marron kampflos

3.E: Lukas Schmidt - Sam Magee 21:11, 21:14

2.D: Michael Fuchs/Oliver Roth - Owen Marron/Tony Stephenson kampflos

1.D: Ingo Kindervater/Johannes Schöttler - Scott Evans/Sam Magee 21:6, 21:13

    

(16.02.2012, CP) Die deutschen Teams haben bei der Europameisterschaft für Herren- und für Damennationalmannschaften (14. bis 19. Februar 2012 in Amsterdam/Niederlande) die Vorrunde auf Platz eins in ihrer jeweiligen Gruppe abgeschlossen und sich damit für das Viertelfinale qualifiziert. Darin treffen die Spieler des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) am Freitag (17. Februar 2012, 14.00 Uhr) auf die Niederlande (Setzplatz 5), während die deutschen Spielerinnen Frankreich (Setzplatz 7; 19.00 Uhr) gegenüberstehen. Die DBV-Teams sind bei den Titelkämpfen an Position zwei notiert.

Zwei „geschenkte“ Matches

Die deutschen Damen setzten sich einen Tag nach ihrem 5:0-Auftakterfolg gegen Zypern am Donnerstag im Spiel um den Gruppensieg mit 4:1 gegen Weißrussland durch. Dabei unterlagen die EM-Dritten von 2010 einzig im 2. Damendoppel knapp der gegnerischen Mannschaft. Die Herren des DBV, die bei den Titelkämpfen vor zwei Jahren in Warschau ebenfalls die Bronzemedaille geholt hatten, gewannen auch ihre zweite Vorrundenpartie gegen Irland mit 5:0. Tags zuvor hatten sie bereits gegen Israel einen 5:0-Kantersieg verzeichnet. Im Aufeinandertreffen mit Irland gingen allerdings zwei Spiele an das deutsche Team, ohne dass ein Ballwechsel ausgetragen wurde.

Jubiläums-Länderspiel für Oliver Roth

Binnen 21 Minuten machten die Deutschen Meister im Herrendoppel, Ingo Kindervater und Johannes Schöttler, ihren Sieg perfekt. Der DM-Dritte im Herreneinzel, Lukas Schmidt, stand 28 Minuten auf dem Spielfeld, während der sechsmalige nationale Champion Marc Zwiebler in seinem ersten EM-Match 2012 über 31 Minuten aktiv war. Ingo Kindervater und Johannes Schöttler waren zudem diejenigen, welche die wenigsten Punkte abgaben. Oliver Roth, gemeinsam mit Michael Fuchs 2011 und 2012 Deutscher Vizemeister im Herrendoppel, bestritt am Donnerstag sein zehntes Länderspiel.

Ab sofort im K.o.-System

Mit dem Viertelfinale beginnt in Amsterdam die K.o.-Runde. Von da an sind auch bei den deutschen Mannschaften weitaus engere Begegnungen mit der Konkurrenz zu erwarten, als es in der Vorrunde der Fall war. 

  

Lukas Schmidt. Fotos: Martin Kranitz.
Josche Zurwonne (l.) und Peter Käsbauer.

Vorrunde, Gruppe 2, 1. Spiel, Mi. 15.02.2012, 18.00 Uhr: Deutschland - Israel 5:0 

1.E: Dieter Domke - Misha Zilberman 21:11, 21:18

2.E: Marcel Reuter - Vladi Cheslov 21:9, 21:15

3.E: Lukas Schmidt - Alexander Bass 21:5, 21:11

1.D: Michael Fuchs/Oliver Roth - Vladi Cheslov/Ariel Shainski 21:13, 21:8

2.D: Peter Käsbauer/Josche Zurwonne - Alexander Bass/Misha Zilberman 21:11, 21:17

 

(15.02.2012, CP) Die deutschen Teams sind erwartungsgemäß mit klaren Auftaktsiegen in die Europameisterschaft für Herren- und für Damennationalmannschaften (14. bis 19. Februar 2012 in Amsterdam/Niederlande) gestartet. Am Mittwoch (15. Februar 2012) gewannen zunächst die Spielerinnen des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) mit 5:0 gegen Zypern. Wenige Stunden später kamen die deutschen Spieler gegen Israel zu einem Erfolg in gleicher Höhe. Beide DBV-Teams sind bei den Titelkämpfen an Nummer zwei gesetzt.

Während die gebürtige Weißrussin Olga Konon (1. BC Bischmisheim), die im Juni 2011 den deutschen Pass erhalten hatte, am Mittwoch ihren ersten Einsatz für die deutsche Nationalmannschaft verzeichnete, gaben Isabel Herttrich (VfL 93 Hamburg), Lukas Schmidt (1. BC Bischmisheim) und Josche Zurwonne (SC Union Lüdinghausen) ihr EM-Debüt im Erwachsenenbereich.

Ähnlich schnell wie zuvor ihre Nationalmannschaftskolleginnen brachten die Herren des DBV ihren Kantersieg unter Dach und Fach. Lukas Schmidt und das Herrendoppel Michael Fuchs/Oliver Roth (1. BC Bischmisheim/PTSV Rosenheim) standen nur 19 Minuten auf dem Spielfeld, Marcel Reuter war 22 Minuten im Einsatz und Dieter Domke (beide 1. BC Bischmisheim) 29 Minuten. Am ausgiebigsten – nämlich über 34 Minuten – „schnupperten“ die DM-Dritten Peter Käsbauer und Josche Zurwonne am ersten Spieltag der deutschen Teams EM-Luft.  

Horst Rosenstock, der DBV-Präsidiumsbeauftragte für „Bibliothek/Archivwesen im DBV“ bzw. für „Ehrungen im DBV“, hält weitere interessante Informationen zu der Partie am 15. Februar bereit: Dieter Domke und Marcel Reuter bestritten beide ihr 25. Länderspiel, während Lukas Schmidt sein 5. Länderspiel für Deutschland austrug und – ebenso wie Josche Zurwonne – sein Debüt im Thomas Cup gab.

Die deutschen Spielerinnen treffen in ihrem zweiten und zugleich letzten Vorrundenduell in der Gruppe 2 am Donnerstag (16. Februar 2012, 10.00 Uhr) auf Weißrussland, das sich am Dienstag mit 3:2 gegen Zypern durchgesetzt hatte und somit auch schon einen Sieg vorweisen kann. Die Herren des DBV stehen am Donnerstag (14.00 Uhr) – ebenfalls in der Vorrundengruppe 2 – Irland gegenüber, das zum Auftakt mit 4:1 gegen Israel gewann. Das Viertelfinale, in welchem es im K.o.-System weitergeht, erreichen einzig die Gruppenersten.

Die Teams, die bei der EM eine Medaille gewinnen, sind automatisch für die Weltmeisterschaft für Herren- und für Damennationalmannschaften (20. bis 27. Mai 2012 in Wuhan/China) qualifiziert.

  

Die Begegnungen in der Gruppe 2:

14.02.2012, 14.15 Uhr: Israel - Irland 1:4

15.02.2012, 18.00 Uhr: Deutschland (2) - Israel 5:0

16.02.2012, 14.00 Uhr: Deutschland (2) - Irland 5:0

Endstand: 1. GER 2:0, 2. IRL 1:1, 3. ISR 0:2.

Damit ist Deutschland für das Viertelfinale qualifiziert. Gegner darin ist die Mannschaft der Niederlande als Punktbester der Gruppe 5.

  

Das deutsche Herrenteam 2012 mit den Trainern Jakob Høi (ganz links, Chef-Bundestrainer und Bundestrainer Herrendoppel/Mixed) und Jeroen van Dijk (ganz rechts, Bundestrainer Herreneinzel). V.l.: Michael Fuchs, Marcel Reuter, Peter Käsbauer, Marc Zwiebler, Dieter Domke, Josche Zurwonne, Johannes Schöttler, Oliver Roth, Lukas Schmidt, Ingo Kindervater. Foto: Robert Georg.

© 2004 Deutscher Badminton-Verband e.V.