Europameisterschaften 2006

   

8. bis 16. April in 's-Hertogenbosch (Den Bosch),
De Maaspoort, Marathonloop 1.

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Holte sich den vierten Europatitel seit 1998: Peter Gade aus Dänemark. Foto: Michael Schüppel.

Die Medaillengewinner auf einen Blick

    

Deutschland so erfolgreich wie seit 34 Jahren nicht mehr

   

Herreneinzel
Gold: Peter Gade (DEN)
Silber: Kenneth Jonassen (DEN)
Bronze: Joachim Persson (DEN) und Niels Christian Kaldau (DEN)
Dameneinzel
Gold: Xu Huaiwen (GER)
Silber: Mia Audina (NED)
Bronze: Yao Jie (NED) und Juliane Schenk (GER)
Herrendoppel
Gold: Martin Lundgaard Hansen & Jens Eriksen (DEN)
Silber: Carsten Mogensen & Mathias Boe (DEN)
Bronze: Robert Mateusiak & Michal Logosz (POL) und Robert Blair & Anthony Clark (ENG)
Damendoppel
Gold: Donna Kellogg & Gail Emms (ENG)
Silber: Juliane Schenk & Nicole Grether (GER)
Bronze: Elin Bergblom & Johanna Persson (SWE) und Lena Frier Kristiansen & Kamilla Juhl (DEN)
Mixed
Gold: Thomas Layborn & Kamilla Juhl (DEN)
Silber: Jens Eriksen & Mette Schjoldager (DEN)
Bronze: Robert Mateusiak & Nadiezda Kostiuczyk (POL) und Anthony Clark & Donna Kellogg (ENG).

      

Der Medaillenspiegel:

Dänemark bleibt Europas Badminton-Macht Nummer eins - aber Platz zwei für Deutschland

 

 

Gold

Silber

Bronze

Dänemark

4

3

3

Deutschland

1

1

1

England

1

-

3

Niederlande

-

2

1

Polen

-

-

2

Schweden

-

-

1

    

Das sagt der Bundestrainer - badminton.de sprach nach den Halbfinals mit Detlef Poste

   

„Einen solchen Erfolg hat es ja wohl schon lange nicht mehr gegeben“

      

Zweimal deutsche Endspielteilnahmen – Ende gut alles gut bei dieser EM?
Wieso mit Fragezeichen?
Wegen des Mannschaftsergebnisses.
Ach so. Ja, wir sind sehr zufrieden. Einen solchen Erfolg hat es ja wohl schon lange nicht mehr gegeben mit zwei Endspielteilnahmen. Juli und Nicole haben es gut hingekriegt heute. Sie sind zunächst auf der Rückenwindseite erfolgreich mit ihren Angriffen durchgekommen. Dann haben die Däninnen ihre Taktik umgestellt und haben 90 Prozent aller Bälle auf Nicole gespielt. Juli war zeitweise völlig raus aus dem Match. Das war auch für sie gar nicht leicht, wenn sie aktiv sein musste. Aber Nicole hat es im dritten Satz gut hingekriegt. Es war lange eng, 14 beide stand es. Danach gab es eine Spielunterbrechung für etwa zwei Minuten, weil Juli schwindelig war. Am Ende haben sie den Satz durchgezogen.
Warum trat Yao Jie im Halbfinale gegen Huaiwen nicht an?
Soviel ich weiß, hat sie Knieprobleme.
War für Juliane im Spiel gegen Mia heute nicht mehr drin?
Sie hat gestern ein tolles Spiel gegen Pi gemacht. Eine solche Leistung heute noch einmal zu wiederholen, das war schwer. Obwohl sie stellenweise wieder sehr gut gespielt hat. Aber nicht konstant genug. Man sieht in den Ballwechseln, sie kann auch gegen die Besten der Welt mithalten. Das Spiel gegen Pi war grandios. Pi hat dreimal die Taktik geändert. Hat selbst angegriffen, hat Juli angreifen lassen und hat sie an der Grundlinie gehalten. Juli ist alles mitgegangen. Mia hatte aber heute noch ein paar Tricks zusätzlich im Kasten. Wenn Juli in der Lage wäre, die Nummern fünf und sechs der Welt hintereinander zu schlagen, wär sie selbst so weit vorn.
Gilt Ähnliches auch für Kristof Hopp und Birgit Overzier, über deren Sieg gegen das absolute Weltklassemixed Robertson & Emms vermutlich ganz Badminton-Deutschland hoch erfreut war?
Ja, da gilt das Gleiche. Nach dieser Leistung haben sie eine Wiederholung gestern gegen die Polen leider nur eineinhalb Sätze lang geschafft. Kristof hat schön flach gespielt, Birgit hatte die Herrschaft am Netz. Dann ging es leider vom Tempo runter. Und da hat Mateusiak Lunte gerochen. Und der ist ja nun auch nicht schlecht. Er spielt stabil und sicher.
Und die Herrendoppel?
Sie haben ihr Soll erfüllt. Man hat bei Roman und Michael Fuchs gemerkt, dass sie ihre erste EM gespielt haben. In das Viertelfinale gegen Mateusiak und  Logosz sind sie mit Überspannung gegangen. Sie waren zu hart in der Ballerwartung und haben zu wenig ihre Schläge nachbereitet. Ingo und Kristof hatten ihr Pulver schon ein wenig verschossen, als sie gegen Mogensen und Boe spielen mussten. Sie waren nicht mehr so spritzig wie in den Mannschaftsspielen.
Wie ist Björn Joppiens Leistung zu bewerten?
Leider schwankend. Gegen Gade konnte er im Mannschaftspiel einen Supersatz hinlegen. Gegen Ghaffar im Englandspiel spielte er wiederum anderthalb Sätze fehlerbehaftet und langsam. Björn spielt nicht stabil genug. Gegen Persson gestern im Viertelfinale macht er im ersten Satz ganz tollen Druck, konnte dann aber sein Tempo nicht halten.
Und die übrigen Herren?
Marcel Reuter hat Sahlberg geschlagen, der für Schweden immerhin in der Mannschaft gespielt hat. Und gegen Palyama hat er einen Satz geholt. Ebenso Spitko gegen Kaldau. Das waren Respektspiele.
War der vierte Platz der Mannschaft nicht eine kleine Enttäuschung?
Sagen wir mal so: Ja, wir waren nach dem Spiel gegen England enttäuscht. Die durchaus vorhandenen Möglichkeiten haben wir nicht genutzt. Ob man insgesamt von einer Enttäuschung sprechen kann, weiß ich nicht. Zwischen den Mannschaften auf den Plätzen zwei bis vier ist eben alles drin, die sind sehr ausgeglichen. So gut sind wir dann auch nicht, dass man uns wie selbstverständlich im Endspiel erwarten kann. Außerdem spielt die Auslosung natürlich eine Rolle. Gott sei Dank haben wir unsere Niedergeschlagenheit bis zum Individualturnier gut verkraftet.
War die Niederlage des Damendoppels im Bronze-Spiel gegen England nicht ernüchternd? Vor allem 5:21 im zweiten Satz?
Für uns alle war der Satz ein Schock. Am meisten für die beiden Mädels. Nach dem knappen Verlust des ersten Satzes mit 19:21 noch dazu nach einer vorhergegangenen strittigen Situation sind sie mit etwas weniger Intensität in den zweiten Satz gegangen. Und das wird bei der neuen Zählweise erbarmungslos bestraft. Die Engländerinnen waren gleich 8:0 vorne. Und unsere waren am Boden zerstört. Sie hatten kein Feeling mehr, standen in der Abwehr 30 Zentimeter weiter hinten und haben es trotz aller ermunternden Zurufe einfach nicht mehr gebacken gekriegt.
Wie sind die Aussichten für die Endspiele morgen?
Ich bin auf eines gespannt: Ob Mia noch eine Schublade aufziehen kann. Wie 2004 in Genf, als sie im Halbfinale und im Endspiel noch einen aus dem Sack zauberte, wie man so schön sagt, nachdem sie vorher alles andere als gut gespielt hatte. Wenn nicht, dann sollte Huaiwen gewinnen, denn sie ist wohl die fittere.
Und die Chancen unseres Damendoppels?
Für die beiden wäre es die Möglichkeit einer Revanche für die Mannschaftsniederlage über die wir vorhin sprachen. Ich hoffe, es hat Nicole gut getan, dass die Däninnen heute keinen Erfolg damit hatten, das Spiel auf sie zu konzentrieren. Die Engländerinnen sind aber als Favoritinnen anzusehen.

In der Osterwoche flogen in Den Bosch die Federbälle äußerst erfolgreich für die deutschen Spielerinnen und Spieler

Gemeinsam mit Marcel Reuter, Michael Fuchs, Roman Spitko, Tim Dettmann und Birgit Overzier erstmals bei der EM am Start: die 21-jährige Deutsche Juniorenmeisterin Karin Schnaase. Foto: Monika Barther.


Teilnehmerfelder liegen vor
(23.3.06) Die EBU hat die für die EM eingegangenen Meldungen veröffentlicht. Hier sind sie abzurufen.
Die Auslosung wird am 5. April veröffentlicht. Die Weltrangliste vom 30. März ist Grundlage der Setzliste.

    

Die deutschen Nominierungen für Den Bosch 2006

Unser Team für die Medaillenjagd

(21.3.06) Für den Mannschaftswettbewerb vom 8. bis 11. April wurden nominiert:
Damen: Huaiwen Xu, Juliane Schenk, Petra Overzier, Nicole Grether, Kathrin Piotrowski; Birgit Overzier
Herren: Björn Joppien, Ingo Kindervater, Kristof Hopp, Roman Spitko, Michael Fuchs.
Die Anreise erfolgt am 6. April von Mülheim aus, wo vorher ein Vorbereitungslehrgang stattfindet.

Für die Individual EM vom 12.-16. April wurden gemeldet:
Herreneinzel
Björn Joppien
Roman Spitko
Marcel Reuter
Conrad Hückstädt *
Dameneinzel
Huaiwen Xu
Juliane Schenk
Petra Overzier
Karin Schnaase *
Herrendoppel
Kristof Hopp & Ingo Kindervater
Michael Fuchs & Roman Spitko
Damendoppel
Nicole Grether & Juliane Schenk
Carina Mette & Birgit Overzier
Mixed
Ingo Kindervater & Kathrin Piotrowski
Kristof Hopp & Birgit Overzier
Tim Dettmann & Carina Mette.
* Meldung für einen Platz, der über das dem DBV zustehende Kontingent hinausgeht. Erfahrungsgemäß erhält Deutschland jeweils einen extra Platz.
Betreuerstab
Trainer: Detlef Poste, Jeroen van Dijk, Michael Keck;
Physiotherapeuten: Andi Richter und Christian Steininger;
Analysen: Hanno Felder (OSP);
Team-Mannager: Martin Kranitz.

Für England wurden gemeldet:
Mannschaft: Robert Blair, Anthony Clark, Aamir Ghaffar, Nicholas Kidd, David Lindley, Nathan Robertson;
Elizabeth Cann, Gail Emms, Tracey Hallam, Donna Kellogg, Natalie Munt, Joanne Nicholas.
Individual:
HE:
Aamir Ghaffar, Nicholas Kidd, Andrew Smith, Rajiv Ouseph;
DE:
Elizabeth Cann, Tracey Hallam, Jill Pittard, Eleanor Cox;
HD:
Robert Blair & Anthony Clark und David Lindley & Simon Archer;
DD:
Gail Emms & Donna Kellogg und Joanne Nicholas & Ella Tripp;
MX: Robert Blair & Natalie Munt und Anthony Clark & Donna Kellogg, Nathan Robertson & Gail Emms, Kristian Roebuck &  Jennifer Wallwork.
 


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