Europameisterschaft 2008
Mannschafts-Wettbewerb "Mixed Teams"

   

12. bis 15. April in Herning (Dänemark),
Messecenter Herning, Vardevej 1.

 

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Deutschland belegte am Ende Platz fuenf

    

Titel ging wie gewohnt an Daenemark

    

Um die Plätze 1 bis 4:

HF: Dänemark - Niederlande 3:0 und England - Polen 3:0

Endspiel: Daenemark - England 3:0
Um Platz 3: Polen - Niederlande 3:0.
Daenemark wurde wieder einmal sicher Europameister. Die Bronzemedaille gewann Deutschland-Bezwinger Polen.

     

Um die Plätze 5 bis 8:
HF: Deutschland - Ukraine 3:0 und Russland - Frankreich 3:1
Um Platz 5: Deutschland - Russland 3:2
Um Platz 7: Frankreich - Ukraine 3:0.

     

Um Platz 9: Schottland - Bulgarien 3:2
Um Platz 11: Schweden - Tschechien 3:0
Um Platz 13: Island - Finnland 3:2
Um Platz 15: Irland - Estland 3:2.

DBV-Sportdirektor Martin Kranitz nach Beendigung der Mannschafts-EM
"Polen war an jenem Tag die bessere Mannschaft"
(16.4.08) Vor Beginn der Wettkaempfe hatte DBV-Sportdirektor Martin Kranitz erlaeutert, dass nicht immer unbedingt die auf dem Papier beste Aufstellung gewaehlt werden wuerde, da auch die Gesichtspunkte Olympiaqualifikation und Schonung der Spieler fuer die Individualwettbewerbe eine Rolle spielen sollten. Nach dem Turnier zog er nun Bilanz: "Diese beiden Aspekte haben wir, glaube ich, ganz gut hinbekommen. Doch bei dem Polenspiel zählte nur der eine Aspekt: hier wollten wir gewinnen. Es hat aber nicht gereicht. Man muss deutlich sagen, dass die Polen an diesem Tag die bessere Mannschaft waren. Da gibt es nichts schön zu reden. Dies ist vor allem auch deshalb ärgerlich, weil uns klar war, wer gewinnt, hat auch gute Chancen mindestens eine Bronzemedaille zu holen. Das haben die Polen dann ja auch wahr gemacht. Letztendlich erfreulich ist dann aber die Moral unserer Mannschaft mit den Siegen gegen die Ukraine und eine starke russische Mannschaft. Klar wurde bei dieser EM aber auch, dass sich neben den bekannten europaeischen Top-Teams, Mannschaften wie zum Beispiel Polen und Russland erkennbar weiterentwickeln. Wir duerfen uns daher in Deutschland einen Stillstand in unserer Entwicklung nicht erlauben."

DBV-Auswahl auf Platz fünf
Von Claudia Pauli
(15.4.08) Die Auswahl des DBV hat das Spiel um Platz fünf gegen Russland mit 3:2 gewonnen. Die Punkte für das deutsche Team, EM-Vierter von 2006, holten der siebenmalige Deutsche Meister Björn Joppien im Herreneinzel, die Deutsche Vizemeisterin Juliane Schenk im Dameneinzel und die Deutschen Meister im Herrendoppel, Roman Spitko & Michael Fuchs.
Nachdem die Mannschaft von Bundestrainer Detlef Poste am Sonntagabend durch eine 2:3-Niederlage im abschließenden Gruppenspiel gegen Polen den Einzug ins Halbfinale verpasst hatte, setzte sie sich am Montag im ersten Match der Platzierungsrunde um die Ränge 5-8 mit 3:0 gegen die Ukraine durch.
Die deutsche Mannschaft erwischte keinen guten Start: Die Deutschen Meister Ingo Kindervater & Kathrin Piotrowski (1. BC Beuel/BV Wesel Rot-Weiss) mussten sich zum Auftakt in einem äußerst knappen Match mit 21:14, 21:23, 18:21 Evgenij Dremin und Anastasia Russkikh geschlagen geben.
Anschließend holte Björn Joppien beim 21:10, 25:23 über Stanislav Pukhov zwar den ersten Punkt für die DBV-Auswahl, doch das Damendoppel Birgit Overzier & Karin Schnaase unterlag nachfolgend binnen 24 Minuten mit 8:21, 7:21 den Weltranglisten-25. Nina Vislova & Valeria Sorokina.
Juliane Schenk behielt im wichtigen vierten Match die Nerven und setzte sich mit 16:21, 21:13, 21:9 gegen Ella Diehl durch. Roman Spitko & Michael Fuchs machten es am Ende noch einmal spannend: Gegen Evgenij Dremin & Stanislav Pukhov gewannen sie den ersten Durchgang mit 21:13, lagen im zweiten dann aber mit 17:20 zurück. Die folgenden Ballwechsel waren ein regelrechter Krimi (u. a. 20:20, 21:20, 21:21, 21:22, 22:22, 22:23), den die Deutschen schließlich mit 25:23 für sich entscheiden konnten.

Deutschland – Russland 3:2
MX: Ingo Kindervater & Kathrin Piotrowski (1. BC Beuel/BV Wesel Rot-Weiss) – Evgenij Dremin & Anastasia Russkikh 21:14 21:23 18:21
HE: Björn Joppien (FC Langenfeld) – Stanislav Pukhov 21:10 25:23
DD: Birgit Overzier & Karin Schnaase (1. BC Beuel/SC Union Lüdinghausen) – Nina Vislova & Valeria Sorokina 8:21 7:21
DE: Juliane Schenk (EBT Berlin) – Ella Diehl 16:21 21:13 21:9
HD: Roman Spitko & Michael Fuchs (beide 1. BC Bischmisheim) – Evgenij Dremin & Stanislav Pukhov 21:13 25:23.

Titel ging an Daenemark
Europameister wurde am Abend Dänemark nach einem 3:0-Finalsieg gegen England. Während der EM-Gastgeber seit 1996 ununterbrochen die Goldmedaille gewann, waren die Engländer zuletzt 1984 erfolgreich. Dänemark hatte am Montag in einer Neuauflage des letztmaligen Endspiels die Niederlande mit 3:0 besiegt. England hatte sich mit dem gleichen Ergebnis gegen Deutschlands Vorrundengegner aus Polen durchgesetzt. Das „kleine Finale“ gewannen die Polen dann mit 3:1 gegen die Niederlande und verbuchten damit ihre beste EM-Platzierung in der Verbandsgeschichte.

Die Gruppenspiele der deutschen Mannschaft

Deutsches Team scheiterte an Polen 

Sa 12.4. 14 Uhr: Deutschland - Bulgarien 5:0

So 13.4. 10 Uhr: Deutschland - Finnland 5:0

So 14.4. 18 Uhr: Deutschland - Polen 2:3 

POL - FIN 3:2 POL - BUL 3:2 BUL - FIN 4:1
Endstand: 1. Polen 3:0 2. Deutschland 2:1 3. Bulgarien 1:2 4. Finnland 0:3
Zur Tabelle in Gruppe D.

Zur Tabelle in... Gruppe A - Gruppe B  - Gruppe C.

Modus Endrunde: In den Halbfinals spielen die jeweils Gleichplatzierten der Gruppe A gegen Gruppe B und Gruppe C gegen Gruppe D. Die Halbfinalsieger dann gegeneinander und ebenso die Verlierer. So werden alle Plätze ausgespielt.

DBV-Auswahl verpasst Halbfinal-Einzug und spielt nun um Platz fünf
Die polnischen Doppel waren nicht zu knacken
Von Claudia Pauli
(13.4.08) Die Auswahl des DBV hat im dänischen Herning den Einzug ins Halbfinale verpasst. Nach den beiden 5:0-Siegen am Samstag gegen Bulgarien und am Sonntag gegen Finnland unterlag das Team von Chef-Bundestrainer Detlef Poste im letzten Gruppenspiel der Vorrundengruppe D den bis dato ebenfalls zweimal siegreichen Polen mit 2:3. Damit spielt die deutsche Mannschaft nun als Gruppenzweiter um die Plätze 5-8. Nächster Gegner der DBV-Auswahl ist am Montag um 14 Uhr die Ukraine, die in Vorrundengruppe B Platz zwei belegte.
„Die Partie gegen die Polen wird darüber entscheiden, ob wir um die Plätze 1-4 oder 5-8 spielen. Das wird ein harter Kampf“, hatte der Chef-Coach vor EM-Beginn prophezeit. Und seine Vorahnung bewahrheitete sich. Zunächst mussten sich die Weltranglisten-13. Kristof Hopp & Birgit Overzier dem Duo Michael Logosz & Nadiezda Kostiuczyk binnen 31 Minuten mit 10:21 17:21 geschlagen geben, anschließend unterlag der Deutsche Meister Marc Zwiebler dem für den Bundesligisten FC Langenfeld aufschlagenden Przemyslaw Wacha ebenfalls in zwei Durchgängen (14:21 21:23). Die Weltranglistenachte Huaiwen Xu ließ danach zwar Agnieszka Wojtkowska beim 21:3 21:3 innerhalb von 17 Minuten keine Chance und holte damit den ersten Punkt für Deutschland. Jedoch mussten nachfolgend Juliane Schenk & Kathrin Piotrowski gegen die Weltranglisten-20. Kamila Augustyn & Nadiezda Kostiuczyk in einer hart umkämpften Partie eine 25:27 21:11 14:21-Niederlage hinnehmen. Der Sieg für die Osteuropäer war damit perfekt. Im abschließenden Herrendoppel gewannen Michael Logosz & Przemyslaw Wacha den ersten Satz gegen Roman Spitko & Michael Fuchs mit 17:21 und beendeten dann die Partie.
Polen trifft im Halbfinale auf England, die andere Vorschlussrundenpartie bestreiten Gastgeber Dänemark und die Niederlande.
„Die Polen waren heute einen Tick besser als wir. Das muss man eingestehen. Sie haben zurecht gewonnen. Nun versuchen wir morgen und übermorgen noch das Beste herauszuholen“, sagte DBV-Sportdirektor Martin Kranitz.
Die ersten beiden Gruppenspiele waren für die DBV-Auswahl - wie im Vorfeld erhofft - eine klare Angelegenheit. Gegen Bulgarien machte insbesondere der Deutsche Meister Marc Zwiebler mit seinem Gegner kurzen Prozess: Der 24-Jährige besiegte im Herreneinzel Blagovest Kisyov binnen 21 Minuten mit 21:12 21:10. Das deutsche Herrendoppel und das DBV-Mixed kamen jeweils nach 28 Minuten zum Sieg.
In der Partie gegen Finnland konnte Juliane Schenk schon einmal ihre Erstrundengegnerin im Individualwettbewerb „testen“: Die Deutsche Vizemeisterin hatte beim 21:15 21:13 über Saara Hynninen keinerlei Schwierigkeiten. Am Mittwochabend stehen sich beide erneut gegenüber. Ebenfalls in zwei Sätzen gewannen Roman Spitko & Johannes Schöttler im Herrendoppel und Einzelspezialistin Huaiwen Xu an der Seite von Birgit Overzier im Damendoppel ihre Matches.
Zwei Spielerinnen durften am Wochenende übrigens ein Jubiläum feiern: Kathrin Piotrowski bestritt gegen Bulgarien ihr 50. Länderspiel, Huaiwen Xu ihr 50. gegen Finnland!
Die Gruppenspiele im Einzelnen:

Deutschland – Bulgarien 5:0
MX: Kristof Hopp/Birgit Overzier (1. BC Bischmisheim/1. BC Beuel) – Stilian Makarski/Diana Dimova 21:17, 21:19
DE: Juliane Schenk (EBT Berlin) – Linda Zechiri 17:21, 21:16, 21:8
HE: Marc Zwiebler (1. BC Beuel) – Blagovest Kisyov 21:12, 21:10
HD: Roman Spitko/Michael Fuchs (beide 1. BC Bischmisheim) – Konstantin Dobrev/Julian Hristov 21:14, 21:17
DD: Birgit Overzier/Kathrin Piotrowski (1. BC Beuel/BV Wesel Rot-Weiss) – Maya Dobreva/Petya Nedelcheva 21:19, 22:20.
Deutschland – Finnland 5:0
HE: Björn Joppien (FC Langenfeld) – Tuomas Palmqvist 21:12, 21:23, 21:11
DE: Juliane Schenk (EBT Berlin) – Saara Hynninen 21:15, 21:13
HD: Roman Spitko/Johannes Schöttler (1. BC Bischmisheim/EBT Berlin) - Tuomas Palmqvist/Ilkka Nygvist 25:23, 21:11
DD: Huaiwen Xu/Birgit Overzier (1. BC Bischmisheim/1. BC Beuel) - Saara Hynninen/Elina Vaisanen 21:11, 21:13
MX: Ingo Kindervater/Kathrin Piotrowski (1. BC Beuel/BV Wesel Rot-Weiss) – Ville Lang/Anu Nieminen 18:21, 21:14, 21:12.
Deutschland – Polen 2:3
MX: Kristof Hopp/Birgit Overzier (1. BC Bischmisheim/1. BC Beuel) – Michal Logosz/Nadiezda Kostiuczyk 10:21, 17:21
HE: Marc Zwiebler (1. BC Beuel) – Przemyslaw Wacha 14:21, 21:23
DE: Huaiwen Xu (1. BC Bischmisheim) – Agnieszka Wojtkowska 21:3, 21:3
DD: Juliane Schenk/Kathrin Piotrowski (EBT Berlin/BV Wesel Rot-Weiss) – Kamila Augustyn/Nadiezda Kostiuczyk 25:27, 21:11, 14:21
HD: Roman Spitko/Michael Fuchs (beide 1. BC Bischmisheim) - Michal Logosz/Przemyslaw Wacha 17:21 danach Aufgabe Polen.

Kranitz: "Wollen mehrere Aspekte in Einklang bringen"
(12.4.08) DBV-Sportdirektor Martin Kranitz vor dem ersten Gruppenspiel gegen Bulgarien über die Aufstellungsstrategie: "Gegen Bulgarien und Finnland erhoffen wir uns einen einigermaßen klaren Sieg. Polen wird ein sehr schweres Spiel. Wie wir wissen, haben die vor allem gute Doppel. Und auch Wacha ist ein Weltklassemann im Einzel. Bei der Aufstellung unserer Mannschaft im Team-Wettbewerb werden wir versuchen, drei Aspekte möglichst in Einklang zu bringen: Natürlich steht obenan, ein möglichst optimales Mannschaftsergebnis zu erreichen. Darüber hinaus aber wollen wir versuchen, für unsere Olympiakandidaten noch gute Punkte für die Qualifikation zu erreichen. Bekanntlich fließt in die Wertung ja ein Mannschaftsergebnis mit ein. Und zum dritten sollen die Spieler so einzusetzen werden, dass sie noch klar sind für den Individualwettbewerb."

 


       

Auslosung für die Mannschafts-Europameisterschaft ist da
Deutschlands Weg zu den Medaillen führt über Polen
(15.1.08) Badminton Europe hat die Auslosungen für die Mannschaftseuropameisterschaft (Mixed Teams, also gemischte Mannschaften) gemacht, die vom 12. bis 15. April im dänischen Herning ausgetragen wird. Die deutsche Mannschaft spielt in der Gruppe D gegen Bulgarien, Finnland und Polen.
Bei der letzten EM 2006 belegte unsere Mannschhaft hinter Dänemark, Niederlande und England Platz vier. Um auch diesmal wieder um die Medaillen mitspielen zu können, muss Polen geschlagen werden. Und die haben neben Przemyslaw Wacha im Herreneinzel auch noch drei starke Doppel mit Michal Logosz & Robert Mateusiak, Kamila Augustyn & Nadiezda Kostiuczyk sowie Mateusiak & Kostiuczyk.

Gruppe A: Dänemark, Estland, Schottland, Russland.
Gruppe B: Niederlande, Irland, Ukraine, Schweden.
Gruppe C: England, Island, Tschechien, Frankreich.
Gruppe D: Deutschland, Bulgarien, Finnland, Polen.
Die Gewinner der Gruppen spielen die Halbfinals: A spielt gegen B, C gegen D. Die Gewinner bestreiten das Finale, die Unterlegenen spielen um Platz drei.
Entsprechend werden auch alle übrigen Plätze ausgespielt.

Hier gibt es die Übersichten.



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