Individual-Europameisterschaften 2012

   

Mo 16. bis Sa 21. April in Karlskrona (Schweden),
Telenor Arena, Arenavägen 19.

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Zur Übersicht über alle bisherigen Medaillengewinner (EM-Premiere 1968) auf der Homepage von Badminton Europe. 

     

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 Zu den deutschen Spielen

Zu den Ergebnistableaus im Herreneinzel und Dameneinzel.

Zu den Ergebnistableaus im Herrendoppel und Damendoppel.

Zu den Ergebnistableaus im Mixed

    

Aus Karlskrona berichtet Claudia Pauli

V.l.: Julie Houmann/Mads Pieler Kolding, Nadiezda Zieba/Robert Mateusiak, Thomas Laybourn/Kamilla Rytter Juhl. Fotos: CP.
Die Europameister 2012 im Mixed.
V.l.: Juliane Schenk, Tine Baun, Linda Zechiri. Es fehlte bei der Siegerehrung: Yao Jie. Fotos: CP.

Erstes EM-Gold für Polen

(21.04.2012, CP) Im Mixed gewannen die Polen Robert Mateusiak und Nadiezda Zieba (geb. Kostiuczyk) nach Silber in den Jahren 2008 und 2010 sowie Bronze im Jahr 2006 erstmals den Titel – als Nummer sieben der Setzliste. Im Finale besiegten sie die Dänen Mads Pieler Kolding/Julie Houmann (Setzplatz 8), die in der Vorschlussrunde ihre topgesetzten Landsleute Thomas Laybourn und Kamilla Rytter Juhl, ihres Zeichens Weltmeister von 2009 und in der Weltrangliste an Position sechs geführt, bezwungen hatten, mit 21:12, 24:22. Robert Mateusiak und Nadiezda Zieba bescherten Polen damit die erste Goldmedaille bei Individual-Europameisterschaften in der Geschichte. 

Im Herreneinzel sorgte Lokalmatador Henri Hurskainen mit Rang zwei für die beste Platzierung eines schwedischen Spielers im Herreneinzel seit 1994. Damals holte Tomas Johansson die Silbermedaille. Europameister wurde der heutige Präsident von Badminton Europe, Poul Erik Hoyer aus Dänemark.

Das Finale im Dameneinzel bedeutete eine Neuauflage des Endspiels von vor zwei Jahren, als sich Tine Baun – damals noch unter ihrem Mädchennamen Tine Rasmussen am Start – in drei Sätzen gegen Juliane Schenk durchsetzte und sich damit erstmals zur Europameisterin krönte. Auch diesmal gelang der Dänin ein Erfolg in drei Sätzen, so dass sie ihren Titel erfolgreich verteidigte.

Wie im Dameneinzel, so holte auch im Herrendoppel die Nummer eins der Setzliste den Titel: Die dänischen Weltranglistendritten Mathias Boe und Carsten Mogensen gewannen klar in zwei Sätzen gegen die Deutschen Vizemeister Michael Fuchs und Oliver und jubelten über ihre erste Goldmedaille in dieser Disziplin bei Individual-Europameisterschaften, nachdem sie 2006 und 2010 bereits Silber gewonnen hatten.

Im Damendoppel führte ebenfalls kein Weg an den Topgesetzten vorbei: Christinna Pedersen und Kamilla Rytter Juhl, die im Halbfinale die Deutschen Meisterinnen Sandra Marinello und Birgit Michels aus dem Turnier geworfen hatten, behielten im Endspiel gegenüber ihren dänischen Nationalmannschaftskolleginnen Line Damkjaer-Kruse und Marie Roepke die Oberhand. Auch für Christinna Pedersen und Kamilla Rytter Juhl war es der erste EM-Titel im Damendoppel.

    

Dänemark im Medaillenspiegel vor Deutschland

Damit gingen im Olympiajahr 2012 drei Goldmedaillen an Dänemark und jeweils eine an Deutschland und an Polen. Von den Silbermedaillen nahmen Deutschland und Dänemark zwei mit nach Hause, während sich Gastgeber Schweden über einen zweiten Platz freute. Die Bronzemedaillen verteilen sich wie folgt: Dänemark (4x), England/Schottland (1x), England (1x), Deutschland (1x), Russland (1x), Bulgarien (1x), Niederlande (1x).

 

Fünf Goldmedaillen, fünf Silbermedaillen und zehn Bronzemedaillen und damit 20 Medaillen gab es insgesamt zu gewinnen. Dänemark holte derer neun, Deutschland folgt mit viermal Edelmetall auf dem zweiten Platz.

 

 

 

Gold

Silber

Bronze

Gesamt

DEN

3

2

4

9

GER

1

2

1

4

POL

1

0

0

1

SWE

0

1

0

1

ENG

0

0

1,5

1,5

BUL

0

0

1

1

NED

0

0

1

1

RUS

0

0

1

1

SCO

0

0

0,5

0,5

  

 

V.l.: Henri Hurskainen, Marc Zwiebler, Jan Ø. Jørgensen, Viktor Axelsen.
V.l.: Michael Fuchs, Oliver Roth, Mathias Boe, Carsten Mogensen, Rasmus Bonde, Anders Kristiansen.
V.l.: Marie Roepke, Line Damkjaer-Kruse, Christinna Pedersen, Kamilla Rytter Juhl, Nina Vislova, Valeri Sorokina, Sandra Marinello, Birgit Michels.

  

 

Robert Mateusiak und Nadiezda Zieba gewannen bereits 2006 EM-Bronze sowie 2008 und 2010 EM-Silber. Nun stehen die Polen erneut im Finale. Foto: CP.

Favoritenstürze nehmen weiter ihren Lauf

(20.04.2012, CP) Die Überraschungen bei der Individual-EM in Karlskrona setzten sich am Tag der Halbfinalspiele fort. So unterlagen die topgesetzten Dänen im Mixed, Thomas Laybourn und Kamilla Rytter Juhl, ihres Zeichens Weltmeister von 2009 und in der Weltrangliste an Position sechs geführt, ihren Landsleuten Mads Pieler Kolding/Julie Houmann (Weltranglistenplatz 33, Setzplatz 8) nach einer Spielzeit von 57 Minuten in drei Sätzen. Auch in der zweiten Vorschlussrundenpartie im Mixed konnte sich die auf dem Papier besser eingestufte Paarung nicht durchsetzen: Die Vize-Weltmeister Chris Adcock/Imogen Bankier (England/Schottland, Setzplatz 4) unterlagen dem polnischen Duo Robert Mateusiak/Nadiezda Zieba (Setzplatz 7) ebenfalls knapp in drei Durchgängen.

Im Herreneinzel warf "Favoritenschreck" Henri Hurskainen einen Tag nach seinem Sieg über den fünfmaligen Champion Peter Gade einen weiteren Dänen aus dem Turnier: Unter dem tosenden Applaus von rund 2.000 Zuschauern in der Telenor Arena besiegte der Lokalmatador den Vize-Weltmeister der Jugend, Viktor Axelsen, in drei Sätzen. Als der Schwede seinen ersten Matchball hatte, standen alle Zuschauer von ihren Plätzen auf - Emotionen pur!

Im Damendoppel mussten sich die Titelverteidigerinnen Valeri Sorokina/Nina Vislova in drei Sätzen Line Damkjaer-Kruse und Marie Roepke geschlagen geben, so dass es im Finale zu einem Duell zweier Paarungen aus Dänemark kommt. 

Während der Engländer Chris Adcock keine seiner beiden Chancen nutzen konnte, ins Finale einzuziehen, wird Kamilla Rytter Juhl neben der Bronzemedaille im Mixed im Damendoppel wenigstens Silber mit nach Hause nehmen.   

 

Linda Zechiri aus Bulgarien musste sich im Halbfinale in zwei Sätzen Tine Baun geschlagen geben, durfte sich aber über die erste EM-Medaille in ihrer Karriere freuen. Fotos: CP.
Henri Hurskainen avancierte während der EM 2012 in Karlskrona - der zweiten an diesem Austragungsort nach 1972 - zum "Favoritenschreck", absoluten Publikumsliebling und neuen schwedischen Badmintonstar.
Dänemarks Supertalent Viktor Axelsen lieferte sich ein begeisterndes Duell mit Lokalmatador Henri Hurskainen.

 

 

Mariana Agathangelou (l.) und Heather Olver, EM-Dritte von 2010, schieden im Viertelfinale gegen die russischen Titelverteidigerinnen Valeri Sorokina/Nina Vislova aus. Fotos: CP.
Sabrina Jaquet aus der Schweiz unterlag Juliane Schenk in zwei Sätzen, darf aber mit dem Erreichen des Viertelfinals sehr zufrieden sein.

Lokalmatador Henri Hurskainen verhindert Medaillengewinn für Peter Gade

(20.04.2012, CP) Nachdem am Viertelfinaltag noch 13 Nationen im Turnier vertreten waren, sind es am Tag der Halbfinalspiele noch neun: Bulgarien, Dänemark, Deutschland, England, die Niederlande, Russland, Schottland und - zur besonderen Freude der Gastgeber – Schweden. Ein Schwede war es auch, der am Donnerstag für eine der größten Überraschungen dieser EM sorgte: Henri Hurskainen, gegen den der DM-Dritte Lukas Schmidt (1. BC Bischmisheim) in der zweiten Runde nur knapp unterlag, besiegte den fünfmaligen Europameister Peter Gade (1998, 2000, 2004, 2006 und 2010) in drei Sätzen. Der Däne ging in Karlskrona nicht nur als Titelverteidiger an den Start, sondern auch als Nummer eins der Setzliste. Während Peter Gade damit von den letzten kontinentalen Titelkämpfen in seiner Karriere ohne Edelmetall im Gepäck nach Hause fahren muss, wurde der Überraschungs-Halbfinalist aus dem EM-Gastgeberland vom Publikum mit stehenden Ovationen für seine erste Medaille bei Individual-Europameisterschaften gefeiert.

Mühe weiterzukommen hatte auch die Titelverteidigerin im Dameneinzel, Tine Baun. Die Dänin, ebenfalls bei der EM 2012 topgesetzt, bezwang das spanische Talent Carolina Marin mit 21:7, 11:21, 21:18.

Dänemarks Badmintonasse sind noch in allen fünf Disziplinen vertreten (in vieren sogar zweifach), als zweitbeste Nationen folgt Deutschland mit einer Beteiligung an vier Disziplinen. Im Mixed wird in jedem Fall eine dänische Paarung das Finale erreichen: Die beiden dänischen Duos, die ins Halbfinale einzogen, stehen sich heute gegenüber.

Im Herreneinzel und im Mixed ist die Nummer eins der Setzliste bereits ausgeschieden, von den an Position zwei notierten Badmintonassen sind außer im Herrendoppel noch alle dabei. Henri Hurskainen im Herreneinzel und die Dänen Rasmus Bonde/Anders Kristiansen im Herrendoppel spielten sich als Ungesetzte in die Medaillenränge vor. Letztere besiegten im Achtelfinale die erwähnte Nummer zwei der Setzliste: den Routinier und mit zahlreichen WM- und EM-Medaillen dekorierten Jonas Rasmussen (u.a. Europameister 2010 und 2008 gemeinsam mit Lars Paaske) und seinen Spielpartner Mads Conrad-Petersen – beide ebenfalls aus Dänemark. Mit Rasmus Bonde und Anders Kristiansen müssen sich nun die Deutschen Vizemeister Michael Fuchs und Oliver Roth auseinandersetzen.

Die Dänin Kamilla Rytter Juhl (Damendoppel und Mixed) und der Engländer Chris Adcock (Herrendoppel und Mixed) dürfen sich über zwei Medaillen bei den Titelkämpfen 2012 freuen, alle anderen Halbfinalisten über eine.

   

Die Polen Adam Cwalina (l.) und Michal Logosz, Letzterer viermaliger EM-Dritter im Herrendoppel, lieferten sich eine spannende Viertelfinalbegegnung mit Michael Fuchs und Oliver Roth. Fotos: CP.
Joachim Fischer Nielsen und Christinna Pedersen aus Dänemark unterlagen als Topgesetzte den Polen Robert Mateusiak/Nadiezda Zieba.
Alexandr Nikolaenko und Valeri Sorokina aus Russland mussten sich als Nummer drei der Setzliste den an Position acht notierten Dänen Mads Pieler Kolding/Julie Houmann geschlagen geben.
Die Bulgarin Petya Nedelcheva, 2010 EM-Zweite im Damendoppel, unterlag am Donnerstag in drei Sätzen Yao Jie aus den Niederlanden.
Titelverteidigerin Tine Baun aus Dänemark musste gegen die Spanierin Carolina Marin (Bild rechts daneben) hart kämpfen, um ins Halbfinale einzuziehen.
Talent Carolina Marin brachte die Topgesetzte an den Rand einer Niederlage.

 

 

13 Nationen sind am Viertelfinaltag noch im Turnier vertreten

(19.04.2012, CP) Erfreulich viele Nationen sind am Tag der Viertelfinalspiele noch im Turnier vertreten: So haben Aktive aus Bulgarien, Dänemark, Deutschland, England, Frankreich, aus den Niederlanden, Polen, Russland, Schottland, von Gastgeber Schweden, aus der Schweiz, Spanien und Tschechien für die Runde der besten Acht in den verschiedenen Disziplinen qualifiziert.

Im Herreneinzel stehen drei Spieler aus Dänemark (darunter der fünfmalige Champion und Titelverteidiger Peter Gade), zwei Lokalmatadore aus Schweden, die beiden deutschen Badmintonasse Marc Zwiebler und Dieter Domke sowie ein Spieler aus England im Viertelfinale.

Im Dameneinzel stellt Bulgarien mit zwei Athletinnen die meisten Spielerinnen. Darüber hinaus sind Aktive aus Deutschland (Vize-Europameisterin Juliane Schenk), Dänemark (Titelverteidigerin Tine Baun), Tschechien, aus den Niederlanden, aus Spanien und aus der Schweiz in der Runde der besten acht Damen zugegen.

Im Herrendoppel treten jeweils zwei Paarungen aus Deutschland (Ingo Kindervater/Johannes Schöttler und Michael Fuchs/Oliver Roth) und aus Dänemark an, hinzu kommt je ein Duo aus England, Russland, Polen und Frankreich.

Bei den Damen haben neben zwei Doppeln aus Dänemark und den Deutschen Meisterinnen Sandra Marinello und Birgit Michels außerdem Spielerinnen aus den Niederlanden, aus England, aus Russland (die Titelverteidigerinnen Valeria Sorokina und Nina Vislova), aus Polen und von Gastgeber Schweden das Viertelfinale erreicht.

Im Mixed sind sogar drei dänische Duos vertreten, darunter befinden sich auch die Titelverteidiger Thomas Laybourn/Kamilla Rytter Juhl. Darüber hinaus spielt die englisch-schottische Kombination Chris Adcock/Imogen Bankier (die amtierenden Vize-Weltmeister) ebenso wie die deutsche Paarung Michael Fuchs und Birgit Michels (die gegen Thomas Laybourn/Kamilla Rytter Juhl antritt), ein Duo aus Polen, ein Gemischtes Doppel aus Russland und ein englisches Duo um den Einzug ins Halbfinale und den damit verbundenen Medaillengewinn.

Zahlreiche interessante Partien stehen am Donnerstag auf dem Spielplan, darunter das Viertelfinale im Dameneinzel zwischen Tine Baun und dem spanischen Talent Carolina Marin sowie die Begegnung von Chris Adcock/Imogen Bankier mit Nathan Robertson, dem Weltmeister von 2006 im Mixed, der bei der EM gemeinsam mit seiner englischen Nationalmannschaftskollegin Jenny Wallwork antritt. In keiner anderen Partie stehen sich Landsleute gegenüber.

 

Die Titelkämpfe im Live-Stream

(17.04.2012, CP) Der europäische Badminton-Verband Badminton Europe bietet im Internet unter www.badmintoneurope.tv Video-Interviews und Live-Streaming von den Titelkämpfen in Schweden an.

 


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