Europameisterschaft 2013
Mannschafts-Wettbewerb "Mixed Teams"

   

12. bis 17. Februar 2013 in Ramenskoje.

       

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Der russische Fotograf Alexander Borisov hat eine Bildergalerie mit hunderten von Fotos eingerichtet. Sie ist nach Tagen sortiert.

 

Die Spiele der deutschen Mannschaft

"Wir haben den EM-Pokal....!"

Jubelnd singen unsere Helden die deutsche Nationalhymne...

Carla Nelte, Michael Fuchs, Karin Schnaase, Ingo Kindervater, Johanna Goliszewski, Marc Zwiebler...
Birgit Michsels, Oliver Roth...
Olga Konon, Johannes Schöttler, Juliane Schenk, Dieter Domke (v.l.). Foto: badmintoneurope.tv
Geschafft: Deutscher Jubelsturm nach dem gewonnenen Matchpunkt des Damendoppels gegen Dänemark.

Endspiel

        

Fantastisches deutsches Team war reif für einen Triumph über Seriensieger Dänemark

  

Deutschland - Dänemark 3:0
So 17.2.2013 10 Uhr MEZ

DE: Juliane Schenk - Line Kjaersfeldt 21:9 21:16
HE: Marc Zwiebler - Hans-Kristian Vittinghus 21:17 7:21 21:8
DD: Birgit Michels & Juliane Schenk - Christinna Pedersen & Kamilla Rytter Juhl 21:19 21:15
HD: Ingo Kindervater & Johannes Schöttler - Mathias Boe & Carsten Mogensen und
MX: Michael Fuchs & Birgit Michels -Joachim Fischer Nielsen & Christinna Pedersen nicht mehr gespielt
.

Was für eine Vorstellung unserer Mannschaft im Finale von Ramenskoje. Hochkonzentriert, voller Leidenschaft und mit dem Glauben an die eigene Stärke schaffte es unser Team, Europas Topnation Dänemark im Finale zu besiegen und erstmals in der Geschichte der Mannschafts-Europameisterschaft den Titel nach Deutschland zu holen.
Die Vorarbeit wurde durch Juliane und Marc geleistet. Marc schaffte es im dritten Satz in einer grandiosen Vorstellung, von 6:5 auf 12:5 davonzuziehen. Das raubte seinem Gegner wohl jeglichen Glauben, zumal Marc sein druckvolles Spiel aufrecht erhalten konnte.
Damit war die Grundlage gelegt, denn die beiden Einzel mussten gewonnen werden, wenn es zum Sieg langen sollte. Jetzt galt es eines der drei dänischen Doppel zu knacken. Am besten gleich das erste, denn dort schienen die Chancen am größten. Cheftrainer Holger Hasse hatte Juliane Schenk, die ja bekanntermaßen auch eine hervorragende Doppel-Spielerin ist, und Birgit Michels zusammengesetzt.
Zunächst lagen die Däninnen immer vorn. Unserem Paar gelang der Durchbruch, als sie bei 17 beide Gleichstand herstellen konnten. Die Däninnen konnten zwar noch auf 19 beide ausgleichen, aber das Selbstvertrauen unserer beiden Damen war so gefestigt, dass sie die beiden letzten Punkte auch noch einfuhren. Den zweiten Satz bestimmten sie und ließen den Dritten der Weltrangliste, die eines der absoluten Top-Doppel der Welt darstellen, keine Entfaltungsmöglichkeiten.
„Das war heute Gänsehaut pur. Alle haben wieder Weltklasse-Leistungen gebracht und sich fantastisch präsentiert“, zog Cheftrainer Holger Hasse unmittelbar nach dem Triumph ein erstes Fazit. "Dabei waren wir zuversichtlich, dass wir es diesmal schaffen könnten gegen Dänemark. Und wir können stolz auf alle sein. Jeder ist entspannt geblieben ist, obwohl der Druck sehr hoch war, weil wir natürlich die ersten Spiele gewinnen wollten. Birgits Leistung ist zusätzlich erwähnenswert, weil sie sich am vorigen Wochenende noch eine Verletzung zugezogen hatte. Hier hat unsere medizinische Abteilung hervorragende Arbeit geleistet."  
Auch Dietrich Heppner, der für den Leistungssport zuständige DBV-Vizepräsident, war begeistert: „Ich bin riesig erfreut. Das ist ein Riesen-Erfolg. Natürlich ist er historisch, aber ganz überraschend kommt er nicht. Wir haben gute Leute, ich habe es ihnen zugetraut. Dennoch ist es Wahnsinn, was sie veranstaltet haben.“ 

Juliane Schenk holte im Auftaktspiel...
sicher den erwarteten ersten Punkt...
für das deutsche Team und...
steuerte mit Birgit Michels (li) den dritten Punkt bei.

Halbfinale

        

Deutschland gewann Hammerspiel gegen Heimmannschaft Russland 

  

Deutschland - Russland 3:1
Sa 16.2.2013 12 Uhr MEZ

MX: : Michael Fuchs & Birgit Michels -+ Ivan Sozonov & Valeria Sorokina 12:21 17:21
HE: Marc Zwiebler - Vladimir Ivanov 21:13 21:18
DE: Juliane Schenk - Ella Diehl 21:17 21:8
HD: Ingo Kindervater & Johannes Schöttler - Vladimir Ivanov & Ivan Sozonov 21:9 21:15
DD: Birgit Michels & Juliane Schenk - Valeria Sorokina & Nina Vislova nicht mehr gespielt.

Gegner Russland war ein schwerer Brocken. 2009 gewann Russland mit 3:2 im Viertelfinale. 2011 im Halbfinale Deutschland mit 3:1. Schenk, Zwiebler und Kindervater & Schöttler holten damals die Punkte. Für Russland sprachen diesmal der Heimvorteil und die drei starken Doppel, für Deutschland die zwei starken Einzel und die Spielreihenfolge.
Die deutschen Siegpunkte kamen wie vor zwei Jahren in Amsterdam. Nach verlorenem Mixed brachten Marc und Juliane unsere Mannschaft in Front. Und erneut schafften es Ingo & Johannes das Herrendoppel zu gewinnen. Das war wahrlich keine leichte Aufgabe, denn ihre Gegner belegen Platz elf der Weltrangliste und haben Anfang Dezember beim Grand Prix Gold in Macau noch im Finale gestanden. Für den neuen Chefbundestrainer Holger Hasse, der seit Anfang Januar im Amt ist, war das erreichen des Finales ein zufriedenstellender Auftakt bei seinem ersten Turnier mit der Nationalmannschaft: „Das war eine Weltklasse-Leistung. Wir sind glücklich, im Finale zu sein. Das ist auch das Ziel gewesen, um jetzt Dänemark herauszufordern. Morgen kommt die Kür."
  

Im Auftaktspiel startete unser Mixed nach verlorenem erste Satz gut in den zweiten. Die beiden erarbeiteten sich eine 13:7-Führung.
Doch dann gelang den Russen eine Serie von neun aufeinanderfolgenden Punkten. Das konnten Michael & Birgit nicht mehr kontern.
Marc Zwiebler beherrschte seinen Gegner über die...
...gesamte Dauer des Spiels und holte den erwarteten Punkt.
Offenbar gelang Doppel-Bundestrainer Uwe Ossenbrink (li) und Chefbundestrainer Holger Hasse (re) eine gute Einstelllung..,
Ingo Kindervater (li) & Johannes Schöttler holten in einem unerwartet souveränen Spiel den Siegpunkt. Fotos: Martin Kranitz

Viertelfinale

        

Franzosen wehrten sich, waren aber ohne Chance 

  

Deutschland - Frankreich 3:0
Fr 15.2.2013 9.30 Uhr MEZ

MX: Michael Fuchs & Birgit Michels - Baptiste Careme & Audrey Fontaine 19:21 21:14 21:11
HE: Marc Zwiebler - Brice Leverdez 20:22 21:14 22:20
DE: Juliane Schenk - Delphine Lansac 21:16 21:12
HD: Ingo Kindervater & Johannes Schöttler - Baptiste Careme & Ronan Labar und
DD: Johanna Goliszewski & Olga Konon - Audrey Fontaine & Emilie Lefel nicht mehr gespielt
.

  

Um den Einzug unter die besten vier Teams spielte Deutschland gegen Frankreich. Es war die gleiche Viertelfinalbegegnung wie vor zwei Jahren bei der EM in Amsterdam. Damals gewann unsere Mannschaft mit 3:0. Auch diesmal war nicht erahnbar, wie die Franzosen zu drei Siegen kommen könnten. Daher war Deutschland Favorit. Im Mixed und im Herreneinzel wehrten sich die französischen Spieler allerdings heftig und erkämpften sich jeweils einen Satzgewinn.  

Gruppenspiele - Deutschland war an zwei gesetzt
Zu den Spielen in Gruppe 2 bei tournamentsoftware.

       

Wie erhofft: Der Gruppensieg gelang sicher

         

Deutschland - Spanien 4:1
Do 14.2.2013 15.30 Uhr MEZ

MX: Michael Fuchs & Birgit Michels - Ernesto Velazquez & Beatriz Corrales 21:9 21:8
HE: Marc Zwiebler - Pablo Abian 21:18 21:11
DE: Juliane Schenk -+ Carolina Marin 13:21 18:21
HD: Ingo Kindervater & Johannes Schöttler - Pablo Abian & Ernesto Velazquez 21:4 21:10
DD: Johanna Goliszewski & Karin Schnaase - Beatriz Corrales & Carolina Marin 21:16 21:12.

Die Spanier haben mit Pablo Abian und Carolina Marin zwei starke Einzelspielspieler, die Marc Zwiebler bzw. Juliane Schenk schon haben schlagen können. Während Marc seinen Gegner diesmal klar im Griff hatte, fand Juliane gegen Marin kein erfolgreiches Rezept und unterlag. Herreneinzeltrainer Xuyan Wang zum Topspiel des Tages aus deutscher Sicht:" Marc hat heute stark gespielt. Die letzten beiden Aufeinandertreffen verlor er gegen Abian. Heute hat er taktisch klug agiert und genau die Punkte umgesetzt, die besprochen wurden."      

 

Das Spiel unserer Gruppengegner: Mi 11 Uhr ESP - EST 4:1
Endstand in Gruppe 2: 1. Deutschland 2:0, 2. Spanien 1:1, 3. Estland 0:2.

Michael Fuchs & Birgit Michels
Marc Zwiebler...
...im Gespräch mit Herreneinzel-Trainer Xuyan Wang.

Deutschland - Estland 5:0
Di 12.2.2013 11 Uhr MEZ 

MX: Johannes Schöttler & Carla Nelte - Raul Kasner & Kristin Kuuba 21:19 21:10 
HE: Marc Zwiebler - Raul Must 17:21 21:9 21:16
DE: Olga Konon - Karoliine Hoim 21:10 21:8
HD: Michael Fuchs & Oliver Roth - Rainer Kaljumae & Raul Kasner 21:8 21:11 
DD: Johanna Goliszewski & Juliane Schenk - Kristin Kuuba & Helina Rüütel 21:8 21:14.
 

DBV-Sportdirektor Martin Kranitz: "Wir sind natürlich zufrieden mit dem Auftakt. Marc war im Prinzip der Einzige mit einer Herausforderung - hat seine Aufgabe aber ebenfalls nach anfänglichen Problemen souverän gemeistert."  

Holten im Auftaktmatch den ersten Punkt: Carla Nelte & Johannes Schöttler.
Hatte kein leichtes Spiel gegen Raul Must, der für Gifhorn in der Bundesliga spielt: Marc Zwiebler.
Kam nach langer Verletzungspause erstmals wieder zum Einsatz: Olga Konon.
Beobachteten den ersten Auftritt des Teams: die Bundestrainer Holger Hasse und Xuyan Wang. Fotos: Martin Kranitz

Bilden die erste Besetzung für das Damen-doppel: die Deutschen Meisterinnen Birgit Michels (li) & Johanna Goliszewski. Foto: Claudia Pauli

Deutsche Mannschaft heute nach Russland abgereist
DBV-Asse wollen auch diesmal wieder eine Medaille holen
Von Claudia Pauli
(12.2.13) Nachdem die deutsche Nationalmannschaft bei der bislang letzten Austragung einen historischen Erfolg verzeichnete, beabsichtigen die Asse des Deutschen Badminton-Verbandes auch bei der diesjährigen Mixed-Team-Europameisterschaft in Ramenskoe/Russland noch am Wochenende im Turnier vertreten zu sein: Wer am kommenden Samstag ein Spiel bestreiten darf, hat Edelmetall sicher. An jenem Tag werden die Halbfinals ausgetragen, die darin unterlegenen Mannschaften erhalten automatisch die Bronzemedaille.

„Wir wollen in jedem Fall eine Medaille holen. Ob wir Dänemark herausfordern können, wird von der Tagesform abhängen“, sagt Holger Hasse, der seit dem 1. Januar 2013 als Chef-Bundestrainer im DBV fungiert und für den die kontinentalen Titelkämpfe das erste Großereignis darstellen, bei dem er in seiner neuen Funktion zugegen ist.

Der amtierende Vize-Europameister Deutschland ist hinter dem Titelverteidiger und Rekordsieger Dänemark an Nummer zwei gesetzt und trifft in der Vorrundengruppe 2 auf die Mannschaften aus Estland und aus Spanien. „Mit Spanien haben wir einen Brocken in der Gruppe. So hat beispielsweise Spaniens Spitzenspieler Pablo Abian Marc Zwiebler schon geschlagen. Wir müssen hoch konzentriert in die Partie gehen“, meint Holger Hasse, der zuvor über viele Jahre erfolgreich als Bundestrainer Jugend im DBV tätig war.

Nur der Gruppenerste nach Beendigung der Vorrunde erreicht das Viertelfinale. Darin geht es im K.o.-System weiter. Während in der Gruppenphase pro Begegnung fünf Matches ausgetragen werden (ein Herreneinzel, ein Dameneinzel, ein Herrendoppel, ein Damendoppel und ein Mixed), enden die Partien in der K.-o.-Runde gegebenenfalls schon früher: Hat eine Mannschaft bereits nach drei oder vier Matches die für den Gesamtsieg relevanten drei Punkte erzielt, sind die Aufeinandertreffen damit abgeschlossen.

Bei der zuvor letzten Auflage der Mixed-Team-EM 2011 in Amsterdam erreichte erstmals in der Geschichte des im Jahr 1972 eingeführten Wettbewerbs eine Auswahl des DBV das Endspiel. Letztlich durfte sich die deutsche Nationalmannschaft über den Gewinn der Silbermedaille freuen: Im Finale unterlag sie Europas Top-Nation Dänemark (14 Titelgewinne von 1976 bis 2011; zuletzt neun in Folge) mit 1:3. Als größte Erfolge bei der EM für gemischte Mannschaften standen für ein Team aus Deutschland zuvor die Bronzemedaillen aus den Jahren 1972 und 2004 zu Buche

Das deutsche Aufgebot
(20.1.13) DBV-Sportdirektor hat die Nominierungen für die deutsche Mannschaft bekanntgegeben. Beim Vergleich mit dem Aufgebot, das vor zwei Jahren die Vizeeuropameisterschaft holte, sind Dieter Domke, Olga Konon und Johanna Goliszewski neu dabei. 
Herren: Marc Zwiebler, Dieter Domke, Ingo Kindervater, Johannes Schöttler, Michael Fuchs, Oliver Roth;
Damen: Juliane Schenk, Olga Konon, Karin Schnaase, Birgit Michels, Johanna Goliszewski, Carla Nelte.
Als Trainer sind dabei: Holger Hasse, Xuyan Wang, Uwe Ossenbrink. Physiotherapeut ist Norbert Sammer, Videoanalyst ist Hanno Felder. Martin Kranitz ist Teammanager.



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