Europameisterschaft 2015
Endrunde Mannschafts-Wettbewerb "Mixedteams" 

   

Mi 11. bis So 15. Februar 2015 in Leuven (Belgien), Sportoase Leuven, Philipssite 6. (Anfahrt). Referee: Carsten Koch (GER).
Die Austragung erfolgt nach einem veränderten Modus gegenüber den Jahren 2009, 2011 und 2013. Der Titelträger wird in einer Endrunde mit nur 12 Teams ermittelt. Fünf Teams sind gesetzt, sieben müssen sich in Qualifikationsturnieren die Teilnahme erkämpfen.

Zur Verbandswebsite. Dort zum Ticketverkauf. Zur Veranstaltungswebsite bei BE. Zum Videochannel von BE.

       

Zum Turnierverlauf

Zu den Spielen des DBV-Teams

Zu den Vorberichten

Zu den Qualifikationsturnieren

           

Mannschafts-Europameisterschaft in Leuven 2015

Gold: Dänemark
Silber: England
Bronze: Deutschland und Russland

              

Das deutsche Team nach der Siegerehrung. V.l.: Birgit Michels, Karin Schnaase, Josche Zurwonne, Max Schwenger, Dieter Domke, Fabienne Deprez, Michael Fuchs, Johanna Goliszewski, Peter Käsbauer, Isabel Herttrich, Fabian Roth, Carla Nelte. Foto: Sven Heise.

 

 

Badminton Europe erwartet Zuschauer in 290 Millionen Haushalten
Fernsehübertragungen in vielen Ländern angekündigt
(10.2.15) Nach einer Meldung von Badminton Europe werden die Wettkämpfe in Leuven in vielen Ländern im Fernsehen übertragen. Genannt sich Dänemark, Schweden, Finnland, Russland, Türkei. Auch in Asien herrscht Interesse. So wird von TV-Übertragungen in Thailand, China, Indonesien, Singapur, Malaysia und Indien berichtet. 
Lesen Sie den Bericht bei Badminton Europe. 
Badminton Europe selbst überträgt auf seinem YouTube-Channel BETV. Der ist allerdings nicht in allen Ländern frei zu empfangen. Nach Auskunft von BE blockt in Deutschland die GEMA alle Liveübertragungen, da im Hintergrund Musik laufen könnte. Deutsche Fans müssen die Blockade entweder umgehen oder die Spiele nach Übertragungsende on demand anschauen. Zur Übertragungsankündigung.

Im deutschen Aufgebot: Max Schwenger (li) & Josche Zurwonne, die frischen gebackenen Deutschen Meister im Doppel. Foto: Bernd-Volker Brahms

Dänemark ist Favorit - Deutschland strebt Medaille an
DBV-Mannschaft erstmals als Titelverteidiger am Start
Eine Vorschau von Claudia Pauli
(10.2.15) Wenn vom 11. bis zum 15. Februar 2015 in Leuven/Belgien die nächste Mixed-Team-Europameisterschaft ausgetragen wird, geht die Auswahl des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) erstmals in der Geschichte des im Jahr 1972 eingeführten Wettbewerbs als Titelverteidiger an den Start: 2013, als das Turnier im russischen Ramenskoe durchgeführt würde, verzeichneten die deutschen Spielerinnen und Spieler durch einen 3:0-Erfolg im Finale gegen Dänemark einen historischen Sieg. Der Rekordchampion aus Nordeuropa hatte zuvor neunmal in Folge den EM-Titel geholt und kommt insgesamt auf 14 Triumphe.
Dänemark favorisiert
Im Zusammenhang mit der 2015er-Auflage der alle zwei Jahre stattfindenden Mixed-Team-EM gilt die Mannschaft aus Dänemark (abermals) als Top-Anwärter auf den Gewinn der Goldmedaille. Dass der Auswahl des DBV eine erfolgreiche Titelverteidigung gelingt, erscheint schwierig – erst recht, nachdem sich Deutschlands Spitzenspieler im Herreneinzel, Marc Zwiebler (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim), bei den 63. Deutschen Einzelmeisterschaften (29. Januar bis 1. Februar 2015) in der Endphase des Finalspiels so schwer im Bereich der rechten Wade verletzte, dass er auf eine Teilnahme an der Mixed-Team-EM verzichten muss. Nach ersten Untersuchungen erlitt der Weltranglisten-16., der sich trotz Schmerzen und eingeschränkter Bewegungsmöglichkeiten seinen insgesamt achten nationalen Titel erkämpfen konnte, einen Muskelfaserriss. Die Verantwortlichen im DBV nominierten daraufhin den Deutschen Vizemeister Fabian Roth (TV Refrath) für das Turnier in Belgien nach. Der 19 Jahre alte U19-Europameister im Herreneinzel gibt seine Premiere bei einer EM im Erwachsenenbereich.
„Favorit auf den Titelgewinn ist zweifelsohne Dänemark“, sagt Martin Kranitz. Zu den schärfsten Konkurrenten des deutschen Teams im Rennen um die – trotz des Ausfalls von Marc Zwiebler – angestrebte Medaille zählt der Sportdirektor des DBV neben Dänemark zudem England, Russland und die Mannschaft aus den Niederlanden. „Die Niederländer sind insbesondere im Doppel und im Mixed stark geworden“, erläutert Martin Kranitz. Er fügt hinzu: „Allerdings dürfen wir unsere Gruppengegner auch nicht unterschätzen.“ Insgesamt stehen 13 Badmintonasse im deutschen Aufgebot – sieben Herren und sechs Damen.
In der Vorrunde gegen die amtierende Weltmeisterin
Die Auswahl von Chef-Bundestrainer Holger Hasse muss sich in Leuven in der Vorrunde mit Spanien (Gruppe 3, Mittwoch, 11. Februar 2015, 19.00 Uhr) und Schottland (Gruppe 3, Donnerstag, 12. Februar 2015, 14.30 Uhr) auseinandersetzen. Die beiden Mannschaften, die nach Abschluss der Gruppenphase in ihrer Gruppe Tabellenplatz eins bzw. zwei belegen, ziehen ins Viertelfinale ein. Darin geht es im K.-o.-System weiter.
Da bei der Mixed-Team-EM kein „kleines Finale“ ausgetragen wird, erhalten beide Mannschaften, die im Halbfinale ausscheiden, eine Bronzemedaille. Vor zwei Jahren kamen England und der damalige Gastgeber Russland auf den geteilten dritten Platz.
In der Partie gegen Spanien trifft Deutschland in Leuven unter anderem auf die 21 Jahre alte Weltranglistensechste Carolina Marin, die im August 2014 bei den Individual-Weltmeisterschaften für Furore sorgte, indem sie sowohl die Olympiazweite von London, Wang Yihan, als auch die Olympiasiegerin von 2012, Li Xuerui (beide China), bezwang und sich erstmals zur Weltmeisterin im Dameneinzel kürte.
2015 nur zwölf Teams am Start
Anders als bis einschließlich 2013 dürfen diesmal nicht alle Nationen an den Titelkämpfen teilnehmen, die Interesse daran bekundeten. Vielmehr ist das Teilnehmerfeld neuerdings auf zwölf Teams begrenzt: Fünf Mannschaften qualifizierten sich direkt für die Veranstaltung in Leuven, die gewissermaßen eine „Endrunde“ oder ein „Finalturnier“ darstellt, die anderen Nationen mussten im Rahmen von Qualifikationsturnieren die übrigen sieben Tickets ausspielen.
Dass Deutschland in Belgien ein Team würde stellen dürfen, stand von vorneherein fest: Der Titelverteidiger ist bei der EM-Endrunde automatisch startberechtigt. Gleiches gilt für den Ausrichter der Veranstaltung. Hinzu kommen die drei Nationen, die in der europäischen Rangliste – über die automatisch qualifizierten Mannschaften hinaus – zu einem bestimmten Zeitpunkt die besten Platzierungen vorweisen: Neben Dänemark erhielten England und Russland direkt einen Startplatz. Die anderen Auswahlen mussten vom 7. bis zum 9. November 2014 um die Qualifikation für die eigentliche Mixed-Team-EM spielen. Dies geschah in sieben Gruppen und an sieben Orten, sodass lediglich der Gewinner des jeweiligen Ausscheidungsturniers das Ticket für Leuven ausgehändigt bekam. Erfolgreich waren diesbezüglich die Niederlande, Schottland, Frankreich, Schweden, Spanien, Irland und Polen.
Das Aufgebot des DBV für die Mixed-Team-EM 2015
Herren:
• Dieter Domke (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim)
• Michael Fuchs (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim)
• Peter Käsbauer (PTSV Rosenheim)
• Fabian Roth (TV Refrath)
• Johannes Schöttler (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim)
• Max Schwenger (TV Refrath)
• Josche Zurwonne (SC Union Lüdinghausen);
Damen:
• Fabienne Deprez (BV Gifhorn)
• Johanna Goliszewski (1. BV Mülheim)
• Isabel Herttrich (PTSV Rosenheim)
• Birgit Michels (1. BC Beuel)
• Carla Nelte (TV Refrath)
• Karin Schnaase (SC Union Lüdinghausen).
Sieben der insgesamt 13 nominierten DBV-Asse zählten zum deutschen Team, das bei der Mixed-Team-EM 2013 den „Gold-Coup“ landete: Von den Herren waren dies Dieter Domke, Michael Fuchs und Johannes Schöttler, von den Damen Johanna Goliszewski, Birgit Michels, Carla Nelte und Karin Schnaase.
Die größten Erfolge einer DBV-Auswahl in der Geschichte der Mixed-Team-EM
2013: Gewinn der Goldmedaille
2011: Gewinn der Silbermedaille
2004: Gewinn der Bronzemedaille
1972: Gewinn der Bronzemedaille.

 



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