Europameisterschaft 2015
Endrunde Mannschafts-Wettbewerb "Mixedteams" 

   

Mi 11. bis So 15. Februar 2015 in Leuven (Belgien), Sportoase Leuven, Philipssite 6.
Die Austragung erfolgt nach einem veränderten Modus gegenüber den Jahren 2009, 2011 und 2013. Der Titelträger wird in einer Endrunde mit nur 12 Teams ermittelt. Fünf Teams sind gesetzt, sieben müssen sich in Qualifikationsturnieren die Teilnahme erkämpfen.

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Vorberichte

EM ohne Weltmeisterin Carolina Marin - Das deutsche Team zog kampflos ins Viertelfinale ein
Deutschlands Gruppengegner Spanien hat seine Mannschaft zurückgezogen
(10.2.15) Wie Badminton Europe mitteilt, wurde der europäische Dachverband in der vergangenen Nacht vom spanischen Verband darüber informiert, dass er keine Mannschaft bei der EM in Leuven an den Start schicken wird. Als Grund werden Streitigkeiten um die "publicity rights" der Spieler genannt.
Damit machen Deutschland und Schottland am Donnerstag um 14.30 Uhr den Gruppensieg unter sich aus. 
Lesen Sie die Pressemitteilung von Badminton Europe. 

Im deutschen Aufgebot: Max Schwenger (li) & Josche Zurwonne, die frischen gebackenen Deutschen Meister im Doppel. Foto: Bernd-Volker Brahms

Dänemark ist Favorit - Deutschland strebt Medaille an
DBV-Mannschaft erstmals als Titelverteidiger am Start
Eine Vorschau von Claudia Pauli
(10.2.15) Wenn vom 11. bis zum 15. Februar 2015 in Leuven/Belgien die nächste Mixed-Team-Europameisterschaft ausgetragen wird, geht die Auswahl des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) erstmals in der Geschichte des im Jahr 1972 eingeführten Wettbewerbs als Titelverteidiger an den Start: 2013, als das Turnier im russischen Ramenskoe durchgeführt würde, verzeichneten die deutschen Spielerinnen und Spieler durch einen 3:0-Erfolg im Finale gegen Dänemark einen historischen Sieg. Der Rekordchampion aus Nordeuropa hatte zuvor neunmal in Folge den EM-Titel geholt und kommt insgesamt auf 14 Triumphe.
Dänemark favorisiert
Im Zusammenhang mit der 2015er-Auflage der alle zwei Jahre stattfindenden Mixed-Team-EM gilt die Mannschaft aus Dänemark (abermals) als Top-Anwärter auf den Gewinn der Goldmedaille. Dass der Auswahl des DBV eine erfolgreiche Titelverteidigung gelingt, erscheint schwierig – erst recht, nachdem sich Deutschlands Spitzenspieler im Herreneinzel, Marc Zwiebler (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim), bei den 63. Deutschen Einzelmeisterschaften (29. Januar bis 1. Februar 2015) in der Endphase des Finalspiels so schwer im Bereich der rechten Wade verletzte, dass er auf eine Teilnahme an der Mixed-Team-EM verzichten muss. Nach ersten Untersuchungen erlitt der Weltranglisten-16., der sich trotz Schmerzen und eingeschränkter Bewegungsmöglichkeiten seinen insgesamt achten nationalen Titel erkämpfen konnte, einen Muskelfaserriss. Die Verantwortlichen im DBV nominierten daraufhin den Deutschen Vizemeister Fabian Roth (TV Refrath) für das Turnier in Belgien nach. Der 19 Jahre alte U19-Europameister im Herreneinzel gibt seine Premiere bei einer EM im Erwachsenenbereich.
„Favorit auf den Titelgewinn ist zweifelsohne Dänemark“, sagt Martin Kranitz. Zu den schärfsten Konkurrenten des deutschen Teams im Rennen um die – trotz des Ausfalls von Marc Zwiebler – angestrebte Medaille zählt der Sportdirektor des DBV neben Dänemark zudem England, Russland und die Mannschaft aus den Niederlanden. „Die Niederländer sind insbesondere im Doppel und im Mixed stark geworden“, erläutert Martin Kranitz. Er fügt hinzu: „Allerdings dürfen wir unsere Gruppengegner auch nicht unterschätzen.“ Insgesamt stehen 13 Badmintonasse im deutschen Aufgebot – sieben Herren und sechs Damen.
In der Vorrunde gegen die amtierende Weltmeisterin
Die Auswahl von Chef-Bundestrainer Holger Hasse muss sich in Leuven in der Vorrunde mit Spanien (Gruppe 3, Mittwoch, 11. Februar 2015, 19.00 Uhr) und Schottland (Gruppe 3, Donnerstag, 12. Februar 2015, 14.30 Uhr) auseinandersetzen. Die beiden Mannschaften, die nach Abschluss der Gruppenphase in ihrer Gruppe Tabellenplatz eins bzw. zwei belegen, ziehen ins Viertelfinale ein. Darin geht es im K.-o.-System weiter.
Da bei der Mixed-Team-EM kein „kleines Finale“ ausgetragen wird, erhalten beide Mannschaften, die im Halbfinale ausscheiden, eine Bronzemedaille. Vor zwei Jahren kamen England und der damalige Gastgeber Russland auf den geteilten dritten Platz.
In der Partie gegen Spanien trifft Deutschland in Leuven unter anderem auf die 21 Jahre alte Weltranglistensechste Carolina Marin, die im August 2014 bei den Individual-Weltmeisterschaften für Furore sorgte, indem sie sowohl die Olympiazweite von London, Wang Yihan, als auch die Olympiasiegerin von 2012, Li Xuerui (beide China), bezwang und sich erstmals zur Weltmeisterin im Dameneinzel kürte.
2015 nur zwölf Teams am Start
Anders als bis einschließlich 2013 dürfen diesmal nicht alle Nationen an den Titelkämpfen teilnehmen, die Interesse daran bekundeten. Vielmehr ist das Teilnehmerfeld neuerdings auf zwölf Teams begrenzt: Fünf Mannschaften qualifizierten sich direkt für die Veranstaltung in Leuven, die gewissermaßen eine „Endrunde“ oder ein „Finalturnier“ darstellt, die anderen Nationen mussten im Rahmen von Qualifikationsturnieren die übrigen sieben Tickets ausspielen.
Dass Deutschland in Belgien ein Team würde stellen dürfen, stand von vorneherein fest: Der Titelverteidiger ist bei der EM-Endrunde automatisch startberechtigt. Gleiches gilt für den Ausrichter der Veranstaltung. Hinzu kommen die drei Nationen, die in der europäischen Rangliste – über die automatisch qualifizierten Mannschaften hinaus – zu einem bestimmten Zeitpunkt die besten Platzierungen vorweisen: Neben Dänemark erhielten England und Russland direkt einen Startplatz. Die anderen Auswahlen mussten vom 7. bis zum 9. November 2014 um die Qualifikation für die eigentliche Mixed-Team-EM spielen. Dies geschah in sieben Gruppen und an sieben Orten, sodass lediglich der Gewinner des jeweiligen Ausscheidungsturniers das Ticket für Leuven ausgehändigt bekam. Erfolgreich waren diesbezüglich die Niederlande, Schottland, Frankreich, Schweden, Spanien, Irland und Polen.
Das Aufgebot des DBV für die Mixed-Team-EM 2015
Herren:
• Dieter Domke (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim)
• Michael Fuchs (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim)
• Peter Käsbauer (PTSV Rosenheim)
• Fabian Roth (TV Refrath)
• Johannes Schöttler (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim)
• Max Schwenger (TV Refrath)
• Josche Zurwonne (SC Union Lüdinghausen);
Damen:
• Fabienne Deprez (BV Gifhorn)
• Johanna Goliszewski (1. BV Mülheim)
• Isabel Herttrich (PTSV Rosenheim)
• Birgit Michels (1. BC Beuel)
• Carla Nelte (TV Refrath)
• Karin Schnaase (SC Union Lüdinghausen).
Sieben der insgesamt 13 nominierten DBV-Asse zählten zum deutschen Team, das bei der Mixed-Team-EM 2013 den „Gold-Coup“ landete: Von den Herren waren dies Dieter Domke, Michael Fuchs und Johannes Schöttler, von den Damen Johanna Goliszewski, Birgit Michels, Carla Nelte und Karin Schnaase.
Die größten Erfolge einer DBV-Auswahl in der Geschichte der Mixed-Team-EM
2013: Gewinn der Goldmedaille
2011: Gewinn der Silbermedaille
2004: Gewinn der Bronzemedaille
1972: Gewinn der Bronzemedaille.

 

Humpelnd zum Meistertitel: Marc Zwiebler zog im DM-Finale nach einer kurzen Pause noch einmal seinen Schuh an, um den Gewinn der letzten drei Punkte zu versuchen. Foto: Bernd-Volker Brahms.

Fabian Roth nachnominiert
EM-Aus für Marc Zwiebler nach Muskelfaserriss
(4.2.15) Die Verletzung, die sich Deutschlands Nummer eins Marc Zwiebler am vergangenen Sonntag im Endspiel der Deutschen Meisterschaft zugezogen hat, wurde von den Medizinern am Olympiastützpunkt in Saarbrücken nach ersten Untersuchungen als Muskelfaserriss diagnostiziert.
Damit fällt Marc auf jeden Fall für die Mannschafts-Europameisterschaft, die am Mittwoch der kommenden Woche in Belgien beginnt, aus. Chefbundestrainer Holger Hasse: "Marc kann und wird aus heutiger Sicht die EM nicht spielen. Natürlich ist das für uns eine erhebliche Schwächung. Aber wir haben trotzdem ein starkes Team und müssen uns vor keinem Gegner verstecken."
U19-Europameister und DM-Finalist Fabian Roth (TV Refrath) wurde für das Herreneinzel nachnominiert.

    

Das deutsche Aufgebot für Leuven
Es gilt den Titel zu verteidigen
(29.12.14) DBV-Sportdirektor Martin Kranitz hat die Namen bekanntgegeben, die von Chef-Bundestrainer Holger Hasse in den Kader für die Mannschafts-EM im Februar in Leuven berufen wurden.
Damen: Fabienne Deprez, Johanna Goliszewski, Isabel Herttrich, Birgit Michels, Carla Nelte, Karin Schnaase.
Herren: Dieter Domke, Michael Fuchs, Peter Käsbauer, Johannes Schöttler, Max Schwenger, Josche Zurwonne, Marc Zwiebler.
Als Trainer werden dabei sein: Holger Hasse, Jacob Oehlenschläger und Xuyan Wang. Physiotherapeut ist Andreas Richter, Teammanager Martin Kranitz.

Die Gruppenauslosungen
Deutschland gegen die Weltmeisterin
(18.12.14) Badminton Europe hat die Auslosungen für die Mannschaftseuropameisterschaft 2015 veröffentlicht. Die deutsche Mannschaft muss sich in ihrer Gruppe mit Schottland und Spanien auseinandersetzen. Die Spanier haben Weltmeisterin Carolina Marin und  Beatriz Corrales. Die Schotten können vor allem auf Commonwealth-Finalistin Kirsty Gilmour, die German-Open-Sieger 2014 Robert Blair & Imogen Bankier und das Doppel Gilmour & Bankier zurückgreifen.
Gruppe 1
Dänemark, Niederlande, Polen.
Mi NED - POL // Do DEN - POL / Do DEN - NED.
Gruppe 2
England, Irland, Belgien.
Mi IRL - BEL // Do ENG - IRL / Do ENG - BEL.
Gruppe 3
Deutschland, Schottland, Spanien.
Mi 10 Uhr SCO - ESP / Mi 19 Uhr GER - ESP // Do 14.30 Uhr GER - SCO.
Gruppe 4
Russland, Schweden, Frankreich.
Mi SWE - FRA / Mi RUS - SWE // Do RUS - FRA.
Die EM wird 2015 nach einem neuen Format gespielt. Nur noch die besten Teams sollen teilnehmen. Daher wurde die Zahl der Mannschaften auf zwölf beschränkt. Fünf waren gesetzt, sieben mussten sich Anfang November qualifizieren.
Der Erste und der Zweite jeder Gruppe kommen ins Viertelinale. Sieger Gruppe 1 wird im Turnierplan oben gesetzt, Sieger Gruppe 2 unten. Gruppensieger 3 und 4 werden in obere und in untere Hälfte zugelost. Anschließend bekommt jeder Gruppensieger einen Zweitplatzierten zugelost.
Terminplan: Mi 11.2.15 und Do 12.2.15 Gruppenspiele, Freitag Viertelfinals, Samstag Halbfinals, Sonntag Endspiel.

Ab 2015 wird in geändertem Modus gespielt
Endrunde mit nur 12 Teams - Vorher gibt es Qualifikationsturniere
(16.7.14) Badminton Europe hat für die Mannschafts-EM 2015 den Austragungsmodus geändert. In der Vergangenheit konnte jeder Mitgliedsverband für die Mannschaftsmeisterschaft melden. Künftig gibt es eine Endrunde mit zwölf Teams und vorgeschaltete Qualifikationsturniere. Das Endrundenturnier wird im Februar (in ungeraden Jahren) ausgetragen, die Qualifikationsturniere im November des jeweils vorhergehenden Jahres. Zur Ausrichtung eines dieser Turniere können sich beteiligte Verbände melden. Wieviel Teilnehmer für die Endrunde gesetzt sind und wie viele sich qualifzieren müssen, ist nicht zahlenmäßig genau festgeschrieben. Es hängt von den insgesamt abgegebenen Meldungen ab.
Mit dieser Neuorganisation wird ein Modus wieder eingeführt, den es in ähnlicher Weise bis 2008 gegeben hat. Damals spielten 16 Teams in der Endrunde, von denen drei aus der vorangegangenen B-Europameisterschaft "Helvetia Cup" kamen.
Hier sind bei badmintoneurope.com die Regularien der European Mixed Team Championships zu finden.
Hier sind die Argumente für die Reform zusammengestellt.

  

Für 2015 hat BE fünf Teams gesetzt. Sieben können sich qualifizieren.
Gesetzt wurden:  Belgium als Gastgeber, Deutschland als Titelverteidiger. Drei weitere Teams wurde aufgrund der Weltranglistenplatzierung ihrer Besten in den fünf Disziplinen zugelassen:  Dänemark als europäische Nr. 1, England auf Rang 2, Russland auf Rang drei.
Dazu gibt es 7 Qualifikationsgruppen mit insgesamt 28 Teams. Sie spielen vom 7. bis 9. November 2014. Die jeweiligen Gruppensieger qualifizieren sich.
Gruppe 1 in Lendava (Slowenien)
Niederlande, Slowenien, Litauen, Färöer
Gruppe 2 in Prag (Tschechien)
Schottland, Tschechien, Schweiz, Lettland
Gruppe 3 in Aire-sur-la-Lys (Frankreich)
Frankreich, Weißrussland, Israel, Österreich
Gruppe 4 in Tallinn (Estland)
Schweden, Luxemburg, Italien, Estland
Gruppe 5 in Reykjavik (Island)
Spanien, Island, Kroatien, Türkei
Gruppe 6 in Dublin (Irland)
Irland, Bulgarien, Slowakei, Norwegen
Gruppe 7 in Arlamow (Polen)
Polen, Finnland, Ungarn, Wales.



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