Spanish Open 2005

26. bis 29. Mai in Madrid
Polideportivo Marques de Samaranch, C/ Paseo Imperial, S/N Madrid.

   

Preisgeld 12 000 USDollar - IBF-Kategorie A. 

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Siegte im Herreneinzel: Niels-Christian Kaldau aus Dänemark. Foto: Robert Georg. (Klickbig)

Die Endspielergebnisse

Zweimal Ella Karachkova vorn

HE: Niels Christian Kaldau (DEN) - Joachim Fischer Nielsen (DEN) 15:13 15:12
DE: Ella Karachkova (RUS) - Nanna Brosolat Jensen (DEN) 11:4 11:1
HD: Matthew Hughes & Martyn Lewis (WAL) - Frederic Mawet & Wouter Claes (BEL) 15:11 15:3
DD: Betty Krab & Karina de Wit (NED) – Eva Krab & und Ilse Vooren (NED) 15:5 15:13.
MX: Jean-Michel Lefort & Ella Karachkova (FRA/RUS) - Andrew Bowman & Kirsteen McEwan (SCO)15:3 15:9.

  

      

       

Steffi Struschka und Mona Reich im Viertelfinale

 

Mona beschenkt sich selbst mit Einzug ins Viertelfinale

   

Von Jan Schwarz

(7.6.05) In Madrid gingen bei den 18. Spanish Open 131 Sportler aus 19 Ländern an den Start – darunter auch sieben Deutsche. Mit Mona Reich, Steffi Struschka, Robert Georg, Felix Schoppmann und Daniel Benz waren fünf Team-Hessen-Starter betreut von Bernd Brückmann dabei, sowie Andreas Dankert und Jan Schwarz.
Das Starterfeld des IBF-A-Turniers war bei den Herren mit dem Dänen Niels Christian Kaldau (Nummer 14 der Weltrangliste), Nathan Rice (ENG) und dem Lokalmatadoren Sergio Llopis, sowie den Top-40 Spielerinnen Ella Karachkova (RUS), Kati Tolmoff (EST) und Tatiana Vattier (FRA) gut besetzt. Somit ging es für die hauptsächlich jungen DBV-Teilnehmer in erster Linie darum, Erfahrung auf diesem Spielniveau zu sammeln.

Zweimal Viertelfinale

Steffi Struschka und Mona Reich konnten jedoch erfreulicherweise im Polideportivo Marques de Samaranch das Viertelfinale im Doppel erreichen und Mona Reich auch im Einzel.
Für die deutschen Herren kam im Einzel in den ersten beiden Runden das Aus. Robert Georg verlor gegen den Spanier Alejandro Villar in einem nervenaufreibenden Spiel nur äußerst knapp (15:17 15:5 13:15). Erwähnenswert auch das Zweitrundenmatch von Daniel Benz gegen den späteren Halbfinalisten Sune Gavnholt (DEN). Der erste Herr des Team Aarhus stand gegen den Radebeuler Jugendspieler im zweiten Durchgang am Rande eines Satzverlustes. Der Klassenunterschied zwischen Eilte-Division und Regionalliga wurde hier nicht sichtbar.
Die DBV-Damen gewannen ihre Auftaktmatches. Während für Steffi Struschka gegen die Französin Perrine Lebuhanic das Einzelturnier beendet war, setzte Mona Reich ihren Erfolgskurs fort und warf mit Emilie Despierre und Elisa Chanteur zwei weitere Französinnen aus dem Rennen. Darauf musste Mona erst einmal die Autogrammwünsche von spanischen Schulklassen erfüllen.

Mona hatte Geburtstag

Damit stand sie am Samstag im Viertelfinale und machte sich an ihrem 17. Geburtstag das größte Geschenk wohl selbst. Auch das Team hatte vorgesorgt und konnte mit einem Kuchen und 17 Kerzen im Gepäck, sowie einem internationalen Geburtstagsständchen gratulieren. Da war es dann auch nicht schlimm, dass das Viertelfinale gegen die Nummer dreißig der Weltrangliste und spätere Siegerin Ella Karachkova verloren ging.
In der Mixedkonkurrenz kam keine deutsche Paarung über das Achtelfinale hinaus. Allerdings zeigten auch hier Mona Reich & Daniel Benz gegen Dolores Marco & Sergio Llopis (ESP) eine gute Leistung. Sie gestalteten das Spiel knapper als das Ergebnis vermuten lässt.
Ähnlich lief es im Herrendoppel. Drei Paarungen mit deutscher Beteiligung standen im Achtelfinale. Doch für den Einzug ins Viertelfinale reichte es nicht. Andreas Dankert & Jan Schwarz begannen zwar mit einem Satzgewinn, mussten am Ende aber dem an drei gesetzten Doppel Jose Vicente Martinez & Alejandro Villar (ESP) gratulieren.

Konkurrenz spielt härter und schneller

Bis hierher war Bernd Brückmann mit dem Auftreten aller hessischen Schützlinge völlig zufrieden. „Die Leistung von Steffi und Mona war  sehr gut,“ freute sich der HBV-Trainer. Denn die beiden setzen noch einen drauf. Gegen Veronica Gutierrez und Tania Diaz (beide ESP) zogen sie ins Viertelfinale ein, wo sie gegen die Topgesetzten Elisa Chanteur und Amelie Decelle nur knapp eine Überraschung verpassten. Mit 15:9, 13:15 und 10:15 ging das Match verloren. Damit kamen alle aber gerade noch zum „Aeropuerto“, denn optimistischer war man auch im Vorfeld nicht gewesen. So reichte es noch zum Flieger, für manch einen aber erst im Flughafen zum Hemdenwechsel.
„In engen Situationen spielt die Konkurrenz einfach noch einen Tick härter und sicherer“, zieht Steffi Struschka ein treffendes Fazit. „Aber solche Turniere dienen ja dazu, um sich an diese Qualität und Geschwindigkeit heranzutasten,“ gibt die Spielerin des TV Wehen zu.

Kaldau gewann Einzel

Den Sieg machten noch andere unter sich aus. An Niels Christian Kaldau führte im Herreneinzel kein Weg vorbei. Gegen seinen Landsmann und Titelverteidiger Joachim Fischer Nielsen konnte er sich nach 1997 seinen zweiten Titel sichern. Sune Gavnholt komplettierte den dänischen Dreifacherfolg. Das Damentrio des DBF mit Tine Hoj, Mette Pedersen und Nanna Brosolat Jensen erreichte auch das Halbfinale, musste sich aber der Russin Ella Karachkova geschlagen geben. An der Seite von Jean-Michel Lefort (FRA) blieb Ella ebenfalls ohne Niederlage und machte das Double perfekt. Im Finale der Topgestzten im Herrendoppel setzten sich Matthew Hughes & Martyn Lewis (WAL) gegen Frederic Mawet & Wouter Claes (BEL) durch. Das Damendoppelendspiel bestritten die Schwestern Eva und Betty Krab – allerdings auf verschiedenen Seiten des Netzes. Mit Karina de Wit gewann Betty gegen ihre Schwester Eva und Ilse Vooren (alle NED).

      

Auf bad-pics.de gibt es reichlich Fotos von Robert Georg. Hier eine Auswahl:

Mona Reich: Beim Einzel...
...beim Autogramme schreiben.
Daniel Benz: Im Umsprung...
...im Hechtbagger.
Felix Schoppman.
Hessen im Bernabeu-Stadion: (v.l., hinten) Felix Schoppmann, Daniel Benz, HBV-Trainer Bernd Brückmann, (vorne), Robert Georg, Steffi Struschka, Mona Reich. Fotos: Robert Georg.

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