Nachbetrachtung

 

 

BV Wesel Rot-Weiss

 

Andreas Ruth, Teammanager beim BV Wesel Rot-Weiss, blickt auf die Zweitligaspielzeit 2010/2011 zurück. Die Mannschaft belegte mit 13:15 Zählern Rang vier in der 2. Bundesliga Nord.

 

badminton.de: „Wie zufrieden sind Sie mit dem Abschneiden? Konnte das im Vorfeld ausgegebene Ziel erreicht werden und sind positive oder negative Überraschungen, was die Endplatzierung betrifft, eingetreten?“

 

AR: „Wir sind mit dem vierten Tabellenplatz und der damit verbundenen Bestätigung der Vorjahresplatzierung absolut zufrieden. Dies ist umso höher zu bewerten, da wir die Hinrunde durch das Fehlen von Ilse Vaessen nicht ganz so gestalten konnten, wie wir uns das vorgestellt hatten. Doch die Rückrunde hat gezeigt, dass wir in dieser sehr leistungsdichten und hochklassigen Liga Nord weiterhin mithalten können.   

Die Grundlage zu diesem wiederholten Erfolg sehe ich insbesondere darin, dass es uns wieder gelungen ist, eine tolle Mannschaft zusammenzustellen, die den Namen verdient hat. Die neu hinzugekommenen Spieler Kira Kattenbeck und Tim Vaessen passen ideal zu Wesel und seinem Umfeld. Die beiden haben mindestens eine so tolle Entwicklung während der Saison durchlebt wie unser „Eigengewächs“ Tobias Goebeler, der bereits in der letzten Saison zum Team gehörte. Sie alle profitieren dabei von der großen Erfahrung ihrer Mannschaftskameraden, allen voran Thorsten Hukriede.

Wie wichtig Ilse Vaessen für die Mannschaft ist, hat sie mit ihren Einsätzen in der Rückrunde sofort wieder zeigen können.

Unser Fazit lautet also: tolle Mannschaftsleistung, bei der der Schlüssel zum Erfolg in der richtigen Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern besteht, die allesamt zum Umfeld des Vereins und zueinander passen.

Zuletzt noch der Dank an die Verbandssparkasse Wesel und die Rheinische Post, die uns als Hauptsponsoren zur Seite gestanden haben!“

 

badminton.de: „Vielen Dank für diese Einschätzung und alles Gute für die kommende Spielzeit!“

 

 

1. BC Düren

 

Michael Pütz, Teammanager beim 1. BC Düren, blickt auf die Zweitligaspielzeit 2010/2011 zurück. Die Mannschaft belegte mit 20:8 Zählern Rang zwei in der 2. Bundesliga Nord.

 

Nachdem am 27. Februar 2011 die letzten Ballwechsel der Zweitliga-Saison 2010/2011 in der Weseler Rundsporthalle ausgespielt waren, hörte man aus den meisten Mündern der Dürener Badmintonspieler Sätze wie „Die Saison ist echt schnell vergangen." oder „Das war ja schon das letzte Spiel!". Zeit für die Offiziellen des 1. BC Düren, die Saison Revue passieren zu lassen und ein Fazit zu ziehen, bevor die Planungen für die nächste Saison in vollem Umfang anlaufen.

 

Nachdem der 1. BC Düren seine Premieren-Saison in der 2. Bundesliga als Tabellendritter abgeschlossen hatte, trafen die Verantwortlichen die Entscheidung, für die Saison 2010/2011 einer neuen Nummer 1 im Herrenbereich zu verpflichten. Nach verschiedenen Gesprächen fiel die Wahl schnell auf den ehemaligen malaysischen Jugendnationalspieler Lim Kenn, der in England studiert und dort für Teile der englischen Nationalmannschaft als Sparringspartner zur Verfügung steht. Dass die Dürener Vereinsleitung mit dieser Verpflichtung ein glückliches Händchen hatte, zeigt nicht zuletzt die Statistik seiner gewonnen Herreneinzel an Position 1. 

 

Neben Lim sollten jedoch mit Lena Bonnie und Philipp Wachenfeld auch junge deutsche Spieler aus dem lokalen Dürener Umfeld in die Mannschaft integriert werden. Das 18 Jahre alte Dürener Eigengewächs Lena Bonnie schaffte somit den Sprung über die Oberliga-Mannschaft in die Zweitliga-Vertretung. Hierbei konnte sie in ihrer ersten Saison in der 2. Bundesliga bereits mehr als die Hälfte aller Spiele gewinnen, nicht zuletzt auch aufgrund des regelmäßigen Trainings mit dem Dürener A-Trainer Stephan Kuhl.

 

Die neue Zusammensetzung der Mannschaft, aus einigen routinierten Spielern (hier sei zum Beispiel David Washausen genannt) und jungen Spielern, bewährte sich.

Nachdem sich die Mannschaft insbesondere in den Doppeldisziplinen in ihrem ersten Saisonspiel gegen den STC BW Solingen noch nicht eingespielt hatte und daher nur ein Remis erreichte, wuchs die Leistung und wuchs vor allem der Teamgeist kontinuierlich.

 

Aufgrund einiger Terminkollisionen durch internationale Turnierverpflichtungen gelang es leider nicht, in beiden Spielen gegen den 1. BV Mülheim komplett anzutreten. Doch der 1. BV Mülheim sollte die einzige Mannschaft in der Liga bleiben, der es gelang, den 1. BC Düren zu schlagen.

 

Bereits mehrere Spieltage vor Saisonende waren die Fronten geklärt. Der 1. BC Düren war mit einem Vorsprung von fünf Punkten auf den Tabellendritten Vizemeister der 2. Bundesliga Nord – der größte Erfolg der Vereinsgeschichte. Mit diesem Endergebnis erfüllte die Mannschaft nicht nur das vom Vorstand ausgegebene Saisonziel „Tabellenplatz 1 bis 4", sondern übertraf abermals ihr Vorjahresergebnis.

 

badminton.de: „Vielen Dank für diese ausführliche Einschätzung und alles Gute für die kommende Spielzeit!“

  

 

VfL Maschen

 

Michael Heins, Teammanager beim VfL Maschen, blickt auf die nunmehr beendete Zweitligaspielzeit 2010/2011 zurück. Die Mannschaft aus Niedersachsen belegte mit 6:22 Zählern Rang acht in der 2. Bundesliga Nord und muss damit den Gang in die Regionalliga antreten.

 

TT: „Nach fünf Zweitliga-Jahren hat uns nun der Abstieg ereilt. Insofern sind wir natürlich über den Ausgang der Saison enttäuscht. Allerdings war uns bereits vor Saisonbeginn klar, dass der Klassenerhalt diesmal eine ganz schwere Angelegenheit werden würde. Dass dann sogar noch bis zum allerletzten Ballwechsel offen war, wer letztlich die Klasse halten wird, macht uns andererseits auch stolz. Wir steigen erhobenen Hauptes ab! Der Teamgeist innerhalb der Mannschaft war stets enorm groß. Ohne einen solchen Zusammenhalt wäre uns mit Sicherheit kein Sieg im allerletzten Saisonspiel gegen Wittorf vor toller Kulisse gelungen. Toll, dass wir als kleiner Dorfverein so lange in der 2. Bundesliga dabei sein durften und vielleicht sind wir ja auch schon bald wieder zurück!

badminton.de: „Vielen Dank für diese Einschätzung und alles Gute!“

 

 

SG Anspach

 

Georg Komma, Abteilungsleiter bei der SG Anspach, blickt auf die nunmehr beendete Zweitligaspielzeit 2010/2011 zurück. Die Mannschaft belegte mit 24:4 Zählern Rang eins und darf damit in der kommenden Saison im Badminton-Oberhaus aufschlagen.

 

GK: „Die SGA erlebte eine großartige Saison, die letztendlich mit dem Gewinn des Titels und dem direkten Aufstieg in die 1. Liga belohnt wurde. Dabei hatten Aktive und Verantwortliche ihr Ziel gar nicht so hoch gesteckt – aus verständlichen Gründen. Mit Johanna Goliszewski hatte das Team einen Leistungs- und Sympathieträger an Mülheim verloren, und auch die Nachricht, dass der Hauptsponsor der Abteilung nach 18 Jahren seine Partnerschaft aufkündigt, ließ selbst die Vereinsoptimisten die Erwartungen zurückschrauben. Beides konnte erfolgreich kompensiert werden. Sportlich gesehen stellte sich der jetzt 19-jährige Andi Heinz mit einem sensationellen Einstand als die erhoffte Verstärkung für die Herrenformation heraus und auch ein neuer Hauptsponsor konnte schnell gefunden werden. Dieser gab bereits beim letzten Saisonspiel gegen den SV Fischbach sein Debüt. In der vorangegangenen Saison resümierte ich noch ein „Schwächeln der Herren“, in der abgeschlossenen Saison glänzten sie mit einer unerwarteten Leistungssteigerung, die letztendlich der Garant des Erfolgs wurde. Die Spielbilanzen (Sieg/Niederlage) weisen dies deutlich aus: Daniel Benz (22:4), Andi Heinz (20:3), Arnd Vetters (14:1), Steffen Hornig (14:1), Felix Schoppmann (13:4), Franklin Wahab (8:8). Seit Zugehörigkeit zur Bundesliga (1993) gelten die Damen der SGA als „feste Bank“. Mona Reich und Sonja Martenstein traten vor einigen Jahren in die Fußstapfen der großen Namen Sandra Mirtsching, Janne Vang Nielsen, Heike Schönharting, Stefanie Lambertz oder Heidi Grötzner (ehemals Dössing). Das traditionell regional  aufgestellte Team wurde kurz vor Saisonbeginn durch die 19 Jahre alte englische Nachwuchsspielerin Jessica Fletcher ergänzt, die an drei Wochenenden zum Einsatz kam, um den beruflich bedingten Ausfall von Ärztin Sonja Martenstein zu kompensieren. Mit dieser Entscheidung verließen wir zwar die bewährte Vereinsphilosophie, stärkten uns jedoch mit Blick auf die Meisterschaftsentscheidung entscheidend. Von sehr großer Bedeutung für den erfolgreichen Saisonverlauf war der unerwartet hohe 7:1-Sieg in Fischbach, der zwei gleichstarke Mannschaften sah (drei hauchdünn gewonnene Dreisatzspiele führten zum Sieg). Wenn uns auch das Rückspiel gegen den SV Fischbach die einzige Saisonniederlage bescherte, so gehörte dieses Match doch zu den schönsten: knapp 300 Zuschauer, sehr gute Spiele, eine direkt an das Spiel angeschlossene Meisterschaftsfeier, bei der Spieler und Fans erstmals in der Vereinsgeschichte zwei Fässchen Bier à 30 Liter leerten. Eine besondere Ehre wurde Rekord-Bundesligaspieler Franklin Wahab zuteil (270 Bundesligaspiele in Folge seit dem Aufstieg in die 2. Liga 1993), der aus der Hand von Günter Neukirch, Präsident des Hessischen Badminton-Verbandes (HBV) die Leistungsnadel in Gold erhielt. Gerne merke ich an, dass das Team über eine hohe Mitverantwortungskompetenz verfügt, auch erkennbar an der selbstständigen Organisation eines Trainingslagers für Spielerinnen und Spieler der Region am 9./10. April 2011. Die erarbeiteten Einnahmen fließen ohne Abzug zurück in die Vereinskasse. Und die darf mit Blick auf die kommende Saison gerne noch ein wenig zulegen. Die SGA feiert nach 1993 und 2000 den mittlerweile dritten Aufstieg in die 1. Liga – dabei ist die Vorfreude größer als die Angst vor dem Lehrgeld!“ 

 

badminton.de: „Vielen Dank für diese ausführliche Einschätzung und alles Gute für die kommende Spielzeit in der Eliteklasse!“

 

 

TV Wehen

 

Stefanie Struschka, Mannschaftskapitänin von Aufsteiger TV Wehen, blickt auf die nunmehr beendete Zweitligaspielzeit 2010/2011 zurück. Die Mannschaft belegte mit 12:16 Zählern Rang fünf.

 

badminton.de: „Wie zufrieden sind Sie mit der Platzierung Ihrer Mannschaft?“

SSt: „Hätte uns jemand vor der Saison gesagt, dass wir am Ende den fünften Platz erreichen, dann hätten wir sicherlich im Verlauf der Saison einige Sorgenfalten weniger auf der Stirn gehabt. Als Aufsteiger waren wir uns der Stärke und Konkurrenz der anderen Mannschaften bewusst und die Bundesliga-Vergangenheit hat uns auch immer wieder in die Regionalliga zurückgeworfen. Diesmal wollten wir den Fahrstuhl nicht gleich wieder nach unten nehmen, sondern die Klasse halten. Da nur ein Absteiger ermittelt werden musste, machten wir uns zu Saisonbeginn große Hoffnungen, das gesteckte Ziel auch erreichen zu können. Leider konnten wir in keinem Spiel, aufgrund von Krankheit oder Verletzung, alle Stammspieler einsetzen. In der Hinrunde fehlte unser Doppel- und Mixedspieler Marius Breuer gänzlich, weil er für ein halbes Jahr im Ausland studierte. Hinzu kam, dass wir an drei Spieltagen nicht wirklich einen Heimvorteil nutzen konnten, weil unsere Halle nicht zur Verfügung stand und wir in ein Center nach Mainz ausweichen mussten. Schließlich zeigte die Ergebnisvielfalt unter allen Mannschaften schnell, dass es, außer der SG Anspach, keine eindeutigen Favoriten gab und immer wieder Überraschungssiege eingefahren werden konnten. Das machte die Tabellensituation zu jeder Zeit spannend. Dass wir uns kurz vor Ende noch vom vorletzten Tabellenplatz auf Platz fünf vorschieben konnten, hat uns dann natürlich riesig gefreut. Insgesamt gesehen, konnten wir im Verlauf der Saison gegen alle Mannschaften, außer gegen die SG Anspach und die SG Schorndorf, punkten. Das gibt uns Mut und Zuversicht auch in der nächsten Saison den Klassenerhalt anzustreben.“

 

badminton.de: „Haben Sie bestimmte Partien in besonderer Erinnerung? Falls ja, welche und aus welchen Gründen?“

SSt: „Wir legten einen denkbar schlechten Start in die Saison hin. In den ersten drei Spielen mussten wir gleich drei Niederlagen einstecken. Das erste Auswärtswochenende, gegen Viernheim und Schorndorf, verlief dabei sehr enttäuschend, weil wir zweimal 3:5 spielten und wir uns vor allem gegen Mit-Aufsteiger Schorndorf mehr ausgerechnet hatten. Der darauffolgende Doppelspieltag, zuhause gegen die beiden Mannschaften aus München, versöhnte das Ganze wieder, denn wir konnten mit einer kämpferisch starken Teamleistung zweimal 5:3 gewinnen und fanden somit wieder den Anschluss in der Tabelle. Der letzte Doppelspieltag war herausragend, weil er uns drei wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg bescherte. Ein erfreulicher Saisonabschluss für uns alle.“

 

badminton.de: „Vielen Dank für diese ausführliche Einschätzung und alles Gute für die kommende Spielzeit!“

 

 

1. BC Bischmisheim

 

Thomas Tesche, Teammanager beim 1. BC Bischmisheim, blickt auf die nunmehr beendete Zweitligaspielzeit 2010/2011 zurück. Die Mannschaft aus dem Saarland belegte mit 5:23 Zählern Rang acht und muss damit den Gang in die Regionalliga antreten.

 

TT: „Als Absteiger aus der 2. Bundesliga blicken wir natürlich nicht gerne auf die Saison zurück. Unser Ziel war der Klassenerhalt und dieses haben wir nicht erreicht. Eine Mischung aus Verletzungspech und letztlich nicht ausreichenden Leistungen haben zu diesem negativen Ergebnis geführt. Positiv zu bewerten ist sicherlich, dass wir unseren Nachwuchsspielern Einsatzzeiten geben konnten und sie somit Erfahrung sammeln konnten. Nun richten wir den Blick auf die nächste Saison. Aus unseren jungen Spielern werden wir eine schlagkräftige Mannschaft zusammenstellen, die eine gute Rolle in der Regionalliga spielen soll und bei guter Leistungsentwicklung sogar um den Aufstieg mitspielen könnte.“

badminton.de: „Vielen Dank für die Einschätzung und alles Gute!“

 

 

TSV Trittau

 

Sabina Persson, Teammanagerin beim TSV Trittau, blickt auf die nunmehr beendete Zweitligaspielzeit 2010/2011 zurück. Die Mannschaft aus Schleswig-Holstein belegte mit 11:17 Zählern Rang sechs.

 

„Für den TSV Trittau ist die Saison nicht ganz so gut gelaufen, wie wir es erwartet hatten. Das Saisonziel war ein sicherer Platz im Mittelfeld, nun ist es letztendlich nur Platz sechs geworden. Die Hinrunde war noch recht zufriedenstellend, aber in der Rückrunde haben wir erst in den letzten beiden Spielen punkten können. Ich denke, es gibt mehrere Erklärungen für das verfehlte Saisonziel: Zum einen haben wir nur an zwei Wochenenden auf unseren Schotten Kieran Merrilees zurückgreifen können. Er musste uns unter anderem am vorletzten Spielwochenende wegen einer Verletzung absagen. Zum anderen fehlt es der sehr jungen Mannschaft immer noch an Routine, oft wurden die engen Spiele verloren. In besonderer Erinnerung bleibt mir die Auswärtspartie in Wesel, die fast vier Stunden gedauert hat. Fünf von acht Spielen gingen über drei Sätze, davon haben wir nur eins gewonnen. Nach einer 2:0-Führung wurde es am Ende doch noch eine 3:5-Niederlage. Auch an das Heimspiel gegen Düren, kurz vor Weihnachten, als es wetterbedingt Nikolaj Persson beinahe nicht von Saarbrücken nach Trittau geschafft hat und erst kurz vor Spielbeginn ankam, erinnere ich mich in besonderer Weise. Alles im Allem sind wir natürlich zufrieden, dass wir auch in der nächsten Saison in der 2. Bundesliga spielen dürfen.“

 

badminton.de: „Vielen Dank für diese Einschätzung und alles Gute für die kommende Spielzeit!“

  

 

Die Mannschaft des BC Eintracht Südring Berlin darf sich über den Klassenerhalt freuen. Fotos: Ronny Pabst.

BC Eintracht Südring Berlin

 

Torsten Ost, Teammanager von Aufsteiger BC Eintracht Südring Berlin, blickt auf die nunmehr beendete Zweitligaspielzeit 2010/2011 zurück. Die Mannschaft aus der Hauptstadt belegte mit 7:21 Zählern Rang sieben.

 

„Wir haben unser Saisonziel erreicht, auch wenn es zum Ende sehr knapp wurde. Es war von Anfang an klar, dass es für uns gegen den Abstieg gehen wird, da die 2. Bundesliga Nord in dieser Saison sehr stark besetzt war. Daher waren wir mit dem Saisonstart, der uns zwischenzeitlich auf Platz drei spülte, sehr zufrieden. Allerdings haben wir es nicht geschafft, unseren Konkurrenten aus Maschen in den direkten Vergleichen zu bezwingen, daher wurde es in der Rückrunde noch einmal richtig eng.

 

In besonderer Erinnerung werden uns mit Sicherheit die letzten beiden Begegnungen bleiben, insbesondere das letzte Saisonspiel zu Hause gegen Trittau, als es vor verhältnismäßig großer Kulisse galt, wenigstens einen Punkt zu ergattern, da zeitgleich Maschen gegen Wittorf gewann. Dies gelang in unglaublich engen Spielen erst im dritten Satz des zuletzt gespielten Mixed, so dass der Klassenerhalt in buchstäblich letzter Sekunde errungen wurde.

 

Für uns gilt es nun, für die nächste Saison ein schlagkräftiges Team zusammen zu stellen, das es schafft, den Klassenerhalt schon etwas früher zu sichern.“

 

badminton.de: „Vielen Dank für diese Einschätzung und alles Gute für die kommende Spielzeit!“

 

 

SV Fischbach

 

Edgar Hammes, Teammanager beim SV Fischbach, blickt auf die nunmehr beendete Zweitligaspielzeit 2010/2011 zurück. Die Mannschaft belegte mit 17:11 Zählern Rang drei.

 

Wir sind natürlich nicht vollkommen zufrieden, wenn man von unserem Saisonziel ausgeht, das "Aufstieg" lautete. Allerdings hatten wir von Anfang an mit Verletzungsproblemen zu kämpfen, sodass wir eigentlich zu keinem Zeitpunkt ein wirklich fittes Team an den Start bringen konnten. Es war eine richtige Achterbahnfahrt, mit Höhen und Tiefen an manchmal einem Spielwochenende. Die Konstanten bei uns waren die beiden ersten Herreneinzel und überraschenderweise die beiden Herrendoppel, die alle sehr positive Bilanzen aufweisen. Gerade das 1. Doppel hat sich im Vergleich zur letzten Saison enorm gesteigert. Am denkwürdigsten ist das allerletzte Spiel gegen die SG Anspach, weil wir da dem Meister noch einmal ein Bein stellen konnten und zeigten, was in unserem Team steckt. Gegen ein "volles Haus, in der Höhle des Löwen" zu gewinnen, bedeutete für uns zudem einen versöhnlichen Saisonausklang. Dazu war die Stimmung ganz prächtig mit einem sehr fairen Publikum. So machen Wettkämpfe einfach Spaß!

 

badminton.de: „Vielen Dank für diese Einschätzung und alles Gute für die kommende Spielzeit!“

 

  

STC Blau-Weiß Solingen

 

Lutz Lichtenberg, Teammanager von Aufsteiger STC Blau-Weiß Solingen, blickt auf die nunmehr beendete Zweitligaspielzeit 2010/2011 zurück. Die Mannschaft aus Nordrhein-Westfalen belegte mit 15:13 Zählern Rang drei in der 2. Bundesliga Nord.

 

LL: „Wir sind mit dem Abschneiden in unserer ersten Saison sehr zufrieden. Mit der Zielsetzung Klassenerhalt in die Saison gestartet, ist Platz drei nun ein großartiges Ergebnis. Die Tatsache, dass wir insgesamt acht Spieltage mit nur einer Dame absolvieren und die gesamte Saison auf Oliver Pongratz verzichten mussten, werten das Ergebnis noch mal auf. Ein unglaublich guter Teamgeist aller Spieler hat dies möglich gemacht. Auch die Verletzten haben jedes Wochenende per SMS, E-Mail oder Telefon die Mannschaft zur Bestleistung angestachelt. In besonderer Erinnerung bleibt mit Sicherheit das Hinspiel gegen Düren. Zum einen war es der erste Bundesligaspieltag für den STC nach 19 Jahren, zum anderen war das 4:4 beim Mitfavoriten Düren ein sensationeller Auftakt. Ebenfalls in guter Erinnerung haben wir unseren 5:3 Sieg am 5. Spieltag in Maschen. Unser erster Saisonsieg, nach drei Unentschieden und einer Niederlage zum Auftakt - zumal wir auch da schon nur auf eine Dame zurückgreifen konnten. Tiefpunkt der Saison und heute fast schon verdrängt war mit Sicherheit das Rückspiel dann zu Hause gegen Düren. Solingen war im Schnee versunken, unsere Mannschaft bestand wegen internationaler Turnierverpflichtungen und Verletzungen mit Ausnahme von Matthias Kissing und Rio Wilianto ausschließlich aus Ersatzspielern und diese schafften es, genau wie die Aufbauhelfer, nur mit größter Mühe in die Halle. Auch Zuschauer gab es aufgrund des Schneechaos` quasi keine. Eine derbe 0:8-Pleite war die fast logische Konsequenz. Doch ab Spieltag 9 hatten wir dann endlich zwei Damen zur Verfügung und es folgte eine tolle Serie von fünf 5:3-Siegen hintereinander, die erst am letzten Spieltag vom verdienten Meister 1. BV Mülheim gestoppt wurde. Abseits des Platzes durften wir uns diese Saison mehrfach an den Kochkünsten unseres bulgarischen Spitzenspielers Blago Kisiyov erfreuen: Penne mit Pesto, Lachs und Pinienkernen stellen seitdem mein Leibgericht dar ... In schlechter Erinnerung bleibt außerhalb des Platzes wirklich nur das Wochenende 4. Advent. Ausgefallen Flüge, Anreise per Mannschaftsbus durch Schnee, Nebel und Glatteis. Das war mehr Aufregung, als man sich gewünscht hätte.“

 

badminton.de: „Vielen Dank für diese ausführliche Einschätzung und alles Gute für die kommende Spielzeit!“

 

 

Impressionen aus Schorndorf. Fotos (4): SG Schorndorf.

SG Schorndorf

 

Benjamin Wahl, Teammanager von Aufsteiger SG Schorndorf, blickt auf die nunmehr beendete Zweitligaspielzeit 2010/2011 zurück. Die Mannschaft aus Baden-Württemberg belegte mit 11:17 Zählern Rang sechs.

 

badminton.de: „Wie zufrieden sind Sie mit dem Abschneiden/mit der Platzierung Ihrer Mannschaft?“

BW: „Mit dem Abschneiden unserer Mannschaft im ersten Jahr in der 2. Bundesliga sind wir sehr zufrieden. Unser Ziel war von vornherein auf den Klassenerhalt ausgerichtet und diesen konnten wir nach einer etwas enttäuschenden Hinrunde jetzt doch noch zwei Spieltage vor Schluss unter Dach und Fach bringen. Ein voller Erfolg für uns! Vor allem die Rückrunde, in der wir zu den besten Teams in der Liga gehört haben, gibt natürlich auch Mut für die nächste Saison. Am Ende sprang bei uns der sechste Platz heraus, nachdem wir einen Spieltag vor Schluss sogar Platz fünf erspielt hatten. Wir hatten gehofft diesen zu halten, aber leider war am Sonntag nicht mehr drin gegen den Tabellenzweiten aus Neubiberg. Aber letztendlich sind wir mit dem sechsten Platz mehr als zufrieden – das Ziel Klassenerhalt ist geschafft!“

 

badminton.de: „Sind die Erwartungen erfüllt oder gar übertroffen worden?“

BW: „Die Erwartungen an eine schwere Saison wurden vor allem in der Rückrunde übertroffen. 4 Siege, 1 Unentschieden und 2 Niederlagen in der Rückrunde sind für uns sensationell und sehr hoch einzustufen. Bleibt nur zu hoffen, dass wir auch nächste Saison weiterhin konkurrenzfähig sind.“

 

badminton.de: „Haben Sie bestimmte Partien in besonderer Erinnerung? Falls ja, welche und aus welchen Gründen?“

BW: „Die Partie im Hinspiel gegen Wehen, als wir 5:3 gewonnen haben, war der erste Schub, den wir mitgenommen haben. Leider folgte darauf beim 3:5 gegen Bischmisheim ein herber Dämpfer. Ein Highlight für uns war sicher der 5:3-Erfolg gegen Fischbach, wobei man auch fairerweise anerkennen muss, dass bei Fischbach sowohl Alina Hammes als auch Philip Merz nicht zur Verfügung standen.“

 

badminton.de: „Welche Aspekte sind aus Ihrer Sicht darüber hinaus bemerkenswert?“

BW: „Ein absolutes Highlight sind unsere Zuschauerzahlen. In der 2. Bundesliga sind wir diesbezüglich alleiniger Führer. Wir hatten in dieser Saison im Schnitt zwischen 125 und 175 Zuschauern, was natürlich sensationell ist. Damit wären wir sicher erstligareif. Dies spricht dafür, dass sich unser Umfeld mit der Mannschaft identifizieren kann und unser Team nicht nur auf dem Feld, sondern auch darüber hinaus gut anzukommen scheint.“

 

badminton.de: „Vielen Dank für diese ausführliche Einschätzung und alles Gute für die kommende Spielzeit!“

   

TSV Neubiberg-Ottobrunn

 

Sebastian Strödke, Mannschaftsobmann Bundesliga beim TSV Neubiberg-Ottobrunn, blickt auf die nunmehr beendete Zweitligaspielzeit 2010/2011 zurück. Die Mannschaft aus Bayern belegte mit 20:8 Zählern Rang zwei.

 

badminton.de: „Wie lautet Ihr Fazit der abgelaufenen Saison?“

SeS: „Wir sind mit der Saison sehr zufrieden und haben unser Ziel übertroffen. Hervorzuheben ist für uns die grandiose Rückrunde – die war einfach überragend. Die Hinrunde war in etwa wie erwartet: Man holt mal einen Punkt mehr, mal einen Punkt weniger als erwartet bzw. erhofft. In der Rückrunde hat so ziemlich alles geklappt. Wir hatten im Vergleich zu anderen Mannschaften auch das Glück, dass wir von großen Verletzungen verschont geblieben sind. Negativ hervorzuheben ist sicher das Spielwochenende in Hessen mit der krönenden 0:8-Klatsche gegen Anspach. Positiv speziell eine Partie herauszuheben fällt schwer, denn es hatten alle Spiele ihren eigenen Charme. Etwas Besonderes sind immer die Spiele in Richtung Westen, denn da übernachtet die ganze Mannschaft stets bei meinen Eltern in der Nähe von Rastatt und vor allem die Jungs freuen sich immer auf die Lasagne von Mama und die Mädels auf den Latte Macchiato von meinem Papa.“

badminton.de: „Vielen Dank für die Einschätzung und alles Gute für die kommende Spielzeit!“

 

 

 

 

 


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