YONEX German Juniors U19 2009

 

Vom 5. bis 8. März 2009 in Berlin, Große Halle des Sportforums, Weißenseer Weg 53.

Ausrichter: SG Empor Brandenburger Tor Berlin. Referee: Hans-Joachim Ontyd.

Turnierwebsite: www.german-juniors.de.

       

 

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Zu den Turniertableaus im HE - DE - HD - DD - MX. Zu den Tagesergebnissen:
Hier hat Volkmar Kehrberg eine Fotogalerie zusammengestellt.
 

Zwei Deutsche schafften es in Berlin bis aufs Treppchen: Franzi Burkert (ganz rechts) und Carla Nelte wurden Dritte im Damendoppel. Links Organisationsleiter Manfred Kehrberg (li) mit dem Ehrenpräsidenten des Deutschen Olympischen Sportbundes Manfred von Richthofen, der Schirmherr der Veranstaltung war. Foto: Volkmar Kehrberg

Koreaner waren mit drei Titeln am erfolgreichsten

   

Franziska Burkert & Carla Nelte kamen bis ins Halbfinale

   

Herreneinzel
HF: Iskandar Zulkarnain Zainuddin (MAS) - Sumeet B. Reddy (IND) 19:21 21:6 21:14
Muhammad Syawal Mohd Ismail (MAS) - KANG Ji Wook (KOR) 21:14 21:10
Fin.: Iskandar Zulkarnain Zainuddin (MAS) - Muhammad Syawal Mohd Ismail (MAS) 19:21 21:8 22:20
Dameneinzel    
HF: LEE So Hee (KOR) - Ying Suet Tse (HKG) 14:21 21:8 22:20
LEE Joo Hee (KOR) - Sikki  N. Reddy (IND) 21:17 21:12
Fin.: LEE Joo Hee (KOR) - LEE So Hee (KOR) 21:7 21:12 
Herrendoppel
HF: Angriawan & Ulinnuha (INA) - Sai Praneet B. & Pranav Chopra (IND) 25:23 21:14 
Grosjean & Magee (FRA/IRL) - CHOI Young Woo & KANG Ji Wook (KOR) 21:14 14:21 21:12
Fin.: Berry Angriawan & Muhammad Ulinnuha (INA) - Sylvain Grosjean & Sam Magee (FRA/IRL) 21:16 21:10
Damendoppel
HF: Piek & Tabeling (NED) - LEE So Hee & SHIN Seung Chan (KOR) 21:12 21:14 
CHOI Hye In & LEE Se Rang (KOR) - Franziska Burkert & Carla Nelte (GER) 21:10 21:16
Fin.: CHOI Hye In & LEE Se Rang (KOR) - Selena Piek & Iris Tabeling (NED) 19:21 21:18 21:14
Mixed
HF: Muhammad Ulinnuha & Jenna Gozali (INA) - Mads Pedersen & Anne Skelbaek (DEN) 19:21 21:18 21:14
KANG Ji Wook & CHOI Hye In (KOR) - Jacco Arends & Selena Piek (NED) 21:17 21:14
Fin.: KANG Ji Wook & CHOI Hye In (KOR) - Muhammad Ulinnuha & Jenna Gozali (INA) 22:20 21:17.
Zum Vergleich die Ergebnisse der Dutch Juniors in der Vorwoche in Haarlem.
Von den deutschen Teilnehmern erreichten noch Jonas Geigenberger & Andreas Heinz und Nikolaj Persson & Fabienne Deprez jeweils das Viertelfinale.

Finaltag: Das spannendste Endspiel lieferten sich zwei Malaysier im Herreneinzel
Premiere gelungen - Turnier findet auch im nächsten jahr wieder in Berlin statt
Von Marcus Köster
Der Favorit setzte sich durch: Iskandar Zainuddin aus Malaysia hat die „German Juniors“ in Berlin gewonnen. In einem spannenden und hochklassigen Finale besiegte der an Nummer eins gesetzte 18-jährige Spieler aus Kuala Lumpur mit 19:21 21:8 22:20 seinen Landsmann Muhammad Isamail. Nach fünfzig Minuten verwandelte Zainuddin seinen ersten Matchball. Vor allem im dritten Satz sahen die rund 500 Zuschauer zum Teil spektakuläre Ballwechsel. „Das ist ein gelungener Abschluss einer tollen Woche. Es war knapp, aber ich denke verdient“, erklärte ein erschöpfter, aber glücklicher Zainuddin nach seinem Erfolg.

Im Dameneinzel kam es am Sonntag zu einem koreanischen Finale. Mit 21:7 und 21:12 gewann Joo Hee Lee souverän gegen So Hee Lee. „Es war etwas einfacher als ich dachte“, sagte die Siegerin nach ihrem ungefährdeten Erfolg.
Im Herrendoppel gab es in Berlin einen asiatisch-europäischen Vergleich. Das indonesische Doppel Berry Angriawan & Muhammad Ulinnuha hatte kaum Probleme, ihre Gegner Sylvian Grosjean (Frankreich) & Sam Magee (Irland) in zwei Sätzen (21:16 21:10) zu besiegen
Das Damendoppel der „German Juniors“ gewann Hye In Choi/Se Rang Lee aus Korea. Das Duett setzte sich in spannenden drei Sätzen mit 19:21 21:18 und 21:14 gegen die Niederländerinnen Selena Piek & Iris Tabeling durch.
Das Mixed-Finale gewannen die Koreaner Ji Wook Kang & Hyi In Choi in zwei Sätzen gegen Muhammad Ulinnuha & Jenna Gozali aus Indonesien 22:20 und 21:17.
Ausrichtungschef Manfred Kehrberg will Turnier noch weiter auabauen
Mit der Premiere der German Juniors in Berlin zeigten sich alle Beteiligten sehr zufrieden. Gut 1000 Zuschauer verfolgten vom 5.-8. März im Sportforum Hohenschönhausen die insgesamt 281 Spiele der Nachwuchs-Weltelite aus 27 Ländern. „Das Turnier bot vier Tage hochklassiges, spannendes Badminton. Wir sind stolz darauf, die Jugendelite der Welt für eine Woche in Berlin zu Gast gehabt zu haben“, erklärte für den Ausrichter SG EBT Berlin, Manfred Kehrberg.
Auch der Vizepräsident Leistungssport des DBV Dietrich Heppner war voll des Lobes. „Ein perfekt organisiertes und stimmungsvolles Turnier mit Top-Sport. Es fehlten eigentlich nur die Chinesen. Aber die haben schon jetzt für 2010 zugesagt“, sagte Heppner.
Nach der gelungenen Premiere der „German Juniors“ in Berlin in diesem Jahr wird das Turnier auch 2010 wieder in der deutsche Hauptstadt stattfinden. Noch einmal Manfred Kehrberg „Wir freuen uns schon auf das Turnier 2010. Fast alle Teams haben ihre Teilnahme schon jetzt zugesagt. Ein Ziel wird es sein, die Anzahl der teilnehmenden Nationen noch weiter auszubauen. Schon jetzt ein herzliches Willkommen 2010 in Berlin.“


Marcus Köster hat Stimmen zur Berliner Premiere der German Juniors zusammengetragen

    

Von hilfsbereiten Menschen und dem Run auf Wiener Würstchen

         

Ger Tabeling, Manager/Niederlande:
„Alles war gut, ein tolles Turnier. Die Kommunikation war phantastisch, alles freundliche Menschen hier, ja und besonders die Ladies im Bistro.  Ich bin erstmals in Berlin und wir kommen gern wieder. Und übrigens, unser Damen – Doppel steht im Finale. Ist doch stark, was?!“


Surinder Mahajan, Malvinder Dhillon, Nationalcoaches/Indien:
Organisation? „Very nice, ein wirklich gut Atmosphäre während unseres Aufenthaltes. Alles hat gut geklappt und besonders möchte ich Manfred Kehrberg loben, den Manager der German Juniors 2009. Wissen Sie, die Menschen hier sind sehr freundlich und hilfsbereit. Ich kenne das schon aus meiner Zeit in Wiesbaden“, erklärt Surinder Mahajan. „Von 1979 bis 89 habe ich dort den Polizeiclub trainiert.“ Ja, und die Leistung der indischen Spieler? „Ich bin zufrieden, sehr zufrieden“, lächelt Kollege Dhillon … zufrieden!


David Pohan, Coach/Indonesien:
Es war alles sehr gut, nur ein paar Zuschauer mehr hätten es sein können. Bei mir zu Hause wäre die Halle voll gewesen. Badminton ist in Indonesien unheimlich populär. Mein Team ist erstmals in Berlin, ich bin schon zum zweiten Mal hier. Wir haben auch ein bisschen von Berlin gesehen. Unsere Botschaft hatte eine kleine Rundfahrt durch die City organisiert.“ Das sportliche Niveau dieses Turniers? „Hoch, sehr hoch. Besonders positiv fällt mir Korea auf. Und immerhin haben wir es in zwei Endspiele geschafft – im Mix und bei den Herren. Darüber freuen wir uns!“


Per–Ake Andersson/Umpire:
„Ich finde, dieses Turnier hier ist das Beste in Europa, vielleicht sogar in der Welt. Es hat mir wirklich gut gefallen - alles. Ich habe in Deutschland schon drei Turniere mitgemacht und jedes Mal war es so. Gestern Abend haben wir Schiedsrichter eine Tour durch die Stadt gemacht, mit einem kleinen Bus, - und einiges über die Berliner Geschichte erfahren. Einen besonders schönen Blick über Berlin hatten wir vom Reichstag aus. Den vergesse ich nicht.“ Hatten Sie schwierige Momente als Schiedsrichter auf den German Juniors 2009? Lachen. „Nein, nein, es waren alles faire Spiele. Sie müssen wissen, Badminton ist ein fairer Sport.“

  

Iskandar Z. Zainuddin, Gewinner Herreneinzel:
„Ein großes Turnier, und es war mächtig schwierig für mich, bis ins Finale zu kommen. Viele starke Spieler aus vielen Ländern. Ich bin jetzt unheimlich glücklich! Ich habe die German Juniors gewonnen… Unglaublich!“ Dein Gegner? „Muhammad?“ Iskandar lacht. „Der ist mein Freund! Wir haben sogar denselben Trainer.“ Und wie ist es, gegen den Freund zu spielen? „Das muss ich dann vergessen und einfach mein Bestes geben. Freunde sind wir trotzdem. Sorry, ich muss jetzt zur Siegerehrung!“


Manfred von Richthofen, Schirmherr:
„Eine schöne Werbung für den Badminton-Sport, diese German Juniors. Sie haben ja gerade gesehen, diese Begeisterung eben bei der Siegerehrung. Die glücklichen Gesichter derer,  die es aufs Treppchen geschafft haben, und des Publikums. Ich bin erstaunt über das hohe Niveau, bedenken Sie, es ist die Jugend, die hier spielt. Das ist Bundesliganiveau! Für diesen attraktiven Sport muss einfach mehr getan werden, vor allen Dingen über das Fernsehen. Badminton ist total bildstark. Ich denke dabei auch an einen Sportkanal. Es läuft nun mal alles über die Medien.“


Bork Gerbsch, Physiotherapeut:
Die Tage haben mir Spaß gemacht, war auch ganz schön was los, viele Patienten mit Blessuren. Gerade in den ersten Tagen gab es viel zu tun, von Erster Hilfe über Pflaster aufkleben bis Rückenprobleme behandeln. Logisch, damit muss man auch bei einem solchen Turnier rechnen, denn hier wird auf höchstem Level gespielt und Badminton ist ohnehin ein körperlich strapaziöser Sport. Interessant waren für mich natürlich die Begegnungen, bei denen man ins Gespräch gekommen ist. Schwierig allerdings die Verständigung mit den Koreanern, die sprechen kaum Englisch.


Christel Wilke, Büffet:
Bei uns? Immer großer Andrang! Wiener, Wiener, Wiener… Wiener Würstchen, Kuchen, Brötchen. Gestern sind uns mal ein paar Sachen ausgegangen, da mussten wir zwischendurch einkaufen gehen. Übrigens, wir haben auch täglich Mittagessen serviert, so um die sechzig Portionen. Das ist ganz schön anstrengend, aber wir bekommen unsere Mühe auch immer mit einem Lächeln gedankt.

    

Manfred Kehrberg, Manager German Juniors 2009:
Es war vor allen Dingen ein sportlich hochklassiges Turnier, das haben mir ja auch alle Delegationen bestätigt. Desgleichen die Organisation. Darüber sind wir sehr zufrieden, immerhin war es für uns die erste Veranstaltung in dieser Größe. 300 Gäste aus 28 Ländern, 281 Spiele, die wir über die Bühne gebracht haben. Das war eine Menge Arbeit im Vorfeld. Jetzt kommt erstmal die Auswertung, denn klar, hinterher ist man immer schlauer. Zum Beispiel hätten wir uns über noch mehr Zuschauer gefreut. Heute 500, das ist schon gut. Wir werden 2010 unser Marketing-Konzept auf zusätzliche Zielgruppen ausrichten, z.B. Schüler, damit das Haus nächstes Jahr voll wird. Und in dem Zusammenhang wünschen wir uns mehr Medienpräsenz. Positiv war, dass mit dem RBB und einem privaten Anbieter zwei Fernsehsender vom Turnier berichtet haben. Aber darüber hinaus hat dieser attraktive Sport mehr Aufmerksamkeit verdient.

Bundesjugendtrainer Holger Hasse im Gespräch mit Marcus Köster

"Berlin kommt unheimlich gut an"

Holger Hasse ist seit vier Jahren Bundestrainer Jugend und seit diesem Jahr auch Leiter des Bundesstützpunktes Mülheim/Ruhr. Im Interview äußert sich der 38-Jährige zu den „German Juniors“ in Berlin, zu den deutschen Spielern und gibt einen Ausblick auf die EM in Mailand.

Herr Hasse, wie sind Sie bisher mit dem Turnierverlauf zufrieden?

Hasse: Sportlich gesehen bin ich sehr zufrieden. Wir haben zwei Teams in die Viertelfinals gebracht, im Doppel der Männer und im Mixed. Und unser Berliner Damendoppel Nelte & Burkert ist ja sogar bis ins Halbfinale vorgedrungen. Das habe ich so nicht unbedingt erwartet. Das ist die höchste Ausbeute aller europäischen Länder bei diesem Turnier.

Was sagen Sie zu dem Standort Berlin? Die „German Juniors“ werden ja erstmalig in der deutschen Hauptstadt ausgerichtet.

Auch damit bin ich voll zufrieden. Das Turnier ist  sehr gut organisiert, die Halle sehr groß. Große Turniere brauchen große Hallen. Und das sportliche Niveau ist hier dementsprechend hoch. Das passt alles sehr gut zusammen. Ich wünsche mir, dass diese Woche der Beginn einer langen Serie der „German Juniors“ in Berlin sein wird. Berlin kommt unheimlich gut an, bei den Spielern wie Betreuern gleichermaßen. Die Stadt zieht einfach und motiviert die Spieler.

Sie sehen das Turnier auch als Vorbereitung für die EM in knapp einem Monat in Mailand. Mit welchen Zielen fährt das deutsche Team nach Italien?

Wir reisen mit ungefähr 12 Sportlern an und unser Ziel heißt eindeutig „Medaillen“. Vor allem im Mannschaftswettbewerb rechne ich mir da etwas aus. Da müsste einiges drin sein.

Wo steht denn der deutsche Nachwuchs aktuell in der Welt?

Natürlich nicht ganz vorne. Da gehören die Asiaten hin und das wird auch auf lange Zeit so bleiben. In Asien ist Badminton Volkssport. In Sachen Spielsicherheit, Fitness und Trainingsintensität sind die Asiaten uns noch um einiges voraus. Aber wir schnuppern schon an der Weltspitze. Vor allem im taktischen Bereich und bei der Variabilität haben wir ordentlich aufgeholt.

3. Tag: Viermal kommen die Endspielteilnehmer aus Korea
Berliner Damendoppel Burkert & Nelte beste Deutsche - Finale knapp verpasst
Von Marcus Köster
Am dritten Tag der „German Juniors“ in Berlin wurden die Finalbegegnungen ausgespielt. Wie schon an den beiden Tagen zuvor, wurde auch am Samstag wieder hochklassiges Badminton gezeigt. Mehr als 300 Zuschauer verfolgten die spannenden Spiele. „Was wir hier zu sehen bekommen, das ist absoluter Spitzensport“, erklärt der Bundestrainer Jugend, Holger Hasse.
Bei den Herren bestreiten am Sonntag der an Nummer 1 gesetzte Iskandar Zainuddin und Mohd Ismael (beide aus Malaysia) das Einzelfinale. Zainuddin setzte sich 19:21, 21:6 und 21:14 gegen den an Nummer 5 gesetzten Inder Sumeet Reddy durch. Mohd Ismael benötigte einen Satz weniger (21:14, 21:10) gegen den Koreaner Wook Kang. „Jetzt will ich natürlich auch die German Juniors gewinnen“, sagte der Favorit Zainuddin nach seinem Match.
Bei den Damen schlagen am Sonntag die Koreanerin So Hee Lee und Joo Hee Lee zum Einzel-Finale auf. So Hee Lee setzte sich in einem knappen wie hochklassigem Halbfinale in drei Sätzen gegen Ying Suet Tse (Hongkong-China) mit 14:21, 21:8 und 22:20 durch. Joo Hee Lee besiegte die Inderin Die Sikki N. Reddy mit 21:14 und 21:10.
Deutschland erfogreichste europäische Nation
Im Finale des Herrendoppels spielen die Indonesier Berry Angriawan & Muhammad Ulinnuha und Sylvain Grosjean (Frankreich) & Sam Magee (Irland) gegeneinander.
Im Damendoppel treffen die Niederländerinnen Selena Piek/Iris Tabeling auf die an Nummer Eins gesetzten Koreanerinnen Hye In Choi & Se Rang Lee, die das Berliner Doppel Franziska Burkert & Carla Nelte im Halbfinale in zwei Sätzen (21:10, 21:16) bezwangen. „Es hat nicht ganz gereicht. Aber das Turnier zeigte, dass wir recht nah an der Weltspitze dran sind“, erklärte Carla Nelte nach dem Match.
Das Mixed-Finale bestreiten Ji Wook Kang & Hye In Choi aus Korea und Muhammad Ulinnuha/Jenna Gozali (Indonesien).
Aus deutscher Sicht gibt es insgesamt Erfreuliches zu berichten. „Es lief noch ein wenig besser als erwartet“, erklärte Bundestrainer Hasse. Vor allem der starke Auftritt von Franziska Burkert & Carla Nelte bis ins Halbfinale überzeugte. Erst im Viertelfinale schieden das deutsche Mixed-Team ( Nikolaj Persson & Fabienne Deprez) und das Herren-Doppel (Jonas Geigenberger & Andreas Heinz) aus. „Wir sind die erfolgreichste europäische Nation bei diesem Turnier und fahren deshalb im April recht optimistisch zur EM nach Mailand“, zog Bundestrainer Holger Hasse ein Fazit der „German Juniors“.
Die Finals werden am Sonntag, 8. März, ab 11.00 Uhr in der Großen Sporthalle des Sportforums Berlin ausgespielt.

Marcus Köster erlebte die Momente eines spannenden Viertelfinales mit
Franziska Burkert & Carla Nelte - CHOI Min Jung & YANG Ran Sun (KOR) 21:14 21:19
    

„Wir werden kämpfen …“

Locker … strahlend…
...so stehen sie da, schön anzusehen, Carla Nelte und Franziska Burkhard. Noch nichts zu spüren von Anspannung oder Aufregung. Da ist es 13.04 Uhr. „Wir hatten gerade Trainerbesprechung. Na ja, da wird die Taktik festgelegt“, so Carla. „Wir müssen kämpfen, die Koreanerinnen sind stark und wir nur Außenseiter“, ruft Franziska, „sorry, wir müssen uns warm spielen“! Noch eine gute halbe Stunde!

Kraftvoll geschlagen…
...weite Bälle, immer die gleiche Länge. Kein Lächeln mehr, es ist höchster Konzentration gewichen. So oft haben sie es trainiert, immer wieder, immer wieder, Jahr um Jahr. Carla seit dem fünften Lebensjahr, Franziska begann mit sieben. Auf vieles andere haben sie verzichtet, nicht immer freudig, um diese Augenblicke zu erleben: Schönheit des Spiels, athletische Expressivität, Eleganz, Schnelligkeit, Kampf.

Aufschlag Korea…
...um 14.45 Uhr. Es geht um viel für Carla und Franziska, um das Halbfinale bei den German Juniors 2009. Carla in schwarz weiß, Franziska schwarz, weiß, rot. Beide strahlen Ruhe aus. „Setzt den Kopf ein, variiert“, dass hatte ihnen Trainier Hasse immer wieder versucht klar zu machen. Nun müssen sie es umsetzen. Aufschlag Franziska! In die elfte Klasse des Berliner Sportgymnasiums geht sie und Journalistin will sie einmal werden. Aber so genau weiß Franziska das noch nicht. „Erstmal Abi und dann sehen wir weiter, aber Studium auf jeden Fall“ Gern geht sie tanzen, shoppen, reisen, auf Parties, das alles aber ist jetzt weit weit entfernt.
Genau 15.00 Uhr, Beifall, Aufatmen, 21:12, Sieg erster Satz und das in nicht erwarteter Höhe. Trainer Hasse geradezu beschwörend: „Gut so, bleibt bei der besprochenen Linie!“

Der Erfolg…
...er rückt näher, 12:11! Erstmals Führung für Carla und Franziska im Zweiten. Rhythmisches Klatschen von den Rängen soll helfen. „Du kennst diese Situation von vielen Spielen“, erzählt Carla kopfschüttelnd „und doch ist es immer wieder eine Nervenschlacht“. Seit zwei Jahren sind Carla und Franziska ein erfolgreiches Doppel. Auf dem Sportgymnasium hatten sie sich kennen gelernt. Seither trainieren sie zusammen. „Fünfmal mindestens wöchentlich“, erzählt Franziska. Das hat zum Erfolg geführt. Neunte wurden sie bei der Jugend-WM, bei den „Six Nations“ Zweite und im Lande sind sie amtierende Deutsche Meisterinnen U19.

Rhythmischer Beifall …
...von den Rängen. Alle Zuschaueraufmerksamkeit ist auf Feld drei gerichtet. Zweiunddreißig Minuten sind gespielt, 20:19 für Carla und Franziska. Dabei waren sie schon 20:17 vorn und nun das. Werden sie die Nerven behalten und in diesem dramatischen Augenblick Kopf und Spiel zusammen bringen können? „Wir zwangen uns zur Ruhe, bloß die Ruhe behalten, hörten wir auch vom Trainer.“ Und dann, Sekunden später, Ball im Aus, der Sieg. Jubel von den Rängen; Freude bei Trainer Hasse, Carla und Franziska liegen sich in den Armen: Das Halbfinale erreicht! Gegen wen? „Wieder ein koreanisches Doppel“! Heute noch? „Ja, klar heute noch, 18.20 Uhr. Das wird härter, schwerer“ bemerken beide lachend. Und nun … jetzt? „Erstmal ´was essen, was Herzhaftes und dann noch ein bisschen Süßes, macht positiv … wir müssen kämpfen!“

2. Tag: Hongkongs Mitfavoritin Tsz Ka Chan ausgeschieden
Drei deutsche Doppel im Viertelfinale
Von Marcus Köster
Auch am zweiten Tag der „German Juniors“ im Sportforum Hohenschönhausen wurde wieder hochklassiges Badminton geboten. „Das Niveau ist noch besser als erwartet“, erklärte der deutsche Bundestrainer Holger Hasse am Ende des Wettkampftages. Rund 200 Zuschauer verfolgten diesmal die spannenden Matches und sorgten für gute Stimmung.
Sportlich gab es am zweiten Tag bei den Herren keine großen Überraschungen. Dort setzten sich die Favoriten erwartungsgemäß durch. Iskandar Zainuddin (Malaysia) konnte durch einen ungefährdeten Zweisatzsieg gegen den Franzosen Alexandre Francoise ebenso ins Viertelfinale einziehen, wie wenig später auch Wing Ki Wong (Hongkong), der gegen Young Woong Ha aus Korea gewann. In den Favoritenkreis spielte sich noch der Inder Nandagopal K., der den deutschen Meister Nicolaj Persson in einem hochklassigen Match niederrang. „So ein Spiel gibt mir nur noch mehr Motivation für die Zukunft. Ich habe gemerkt, dass der Abstand zur Weltspitze nicht mehr so riesig ist“, erklärte Persson nach dem Match. Allerdings werden die Einzelwettbewerbe der Herren nun ohne deutsche Beteiligung fortgesetzt
Bei den Damen gab es am zweiten Tag die ersten Überraschungen. Die an Nummer 1 gesetzte  Tsz Ka Chan aus Hongkong verlor in einem spannenden Match über drei Sätze gegen die Inderin Sikki N. Reddy.  Jing Yi Tee (Malaysia) gab verletzt gegen die Koreanerin Hee Lee auf und Tika Wulandari (Indonesien) unterlag in drei Sätzen Yan Poon aus Hongkong-China.
Die deutsche Meisterin Lisa Heidenreich verlor knapp gegen die Russin und Dutch Open-Siegerin Romina Gabdullina. Sie verabschiedete sich damit als letzte deutsche Einzelspielerin aus dem Turnier.
Im Doppel jedoch überzeugten aus deutscher Sicht Franziska Burkert & Carla Nelte. Die Berlinerinnen zogen dank einer starken Leistung in das Viertelfinale ein. Sie besiegten Leanne Choo und Karyn Velez in zwei Sätzen. „Wir sind sehr glücklich und zufrieden und denken jetzt von Spiel zu Spiel“, erklärte das Duett nach ihrem Erfolg.
Am Abend folgten dann noch Andreas Heinz & Jonas Gegenberger sowie das Mixed Nikolaj Persson & Fabienne Deprez.
Am Samstag wird das Turnier mit den Viertelfinals ab 12 Uhr fortgesetzt.

Auf der Turnierwebsite gibt es weitere Berichte

(6.3.) Arwed Sterzl – Mann mit Überblick
(6.3.) Von Erfolg und Niederlage - Ein Österreicher schlägt hoch hinaus
(6.3.) Immer im Einsatz - Hans Joachim Abraham lebt für den Badmintonsport. 

1. Tag: Premiere in Berlin mit gutem Start
Aus deutscher Sicht lief das Turnier gut an
Von Marcus Köster
Gleich richtig gut los ging es am ersten Tag in der Großen Sporthalle im Sportforum in Berlin. „Wir sind wirklich sehr zufrieden, sowohl mit den sportlichen Leistungen als auch mit der Organisation“, zog Bundesjugendtrainer Holger Hasse ein positive Fazit am Ende des ersten Tages.
Erwartungsgemäß und souverän setzten sich die Favoriten auf den Einzelsieg am ersten Turniertag durch. Der malaysische Nachwuchsstar Zulkamain Zainuddin gewann sein Auftaktspiel gegen den Deutschen Nils Rotter, ebenso wie Wing Ki Wong aus Hongkong gegen den Österreicher Bernd Thormann. Bei den Damen siegte in den Einzelwettbewerben die Favoritin Tsz Ka Chan aus Hongkong gegen die Schwedin Frida Berzelius (21:10 21:8), Jing Yi Tee (Malaysia) bezwang die Tschechin Adela Molnariova (21:7 21:7) und Tika Wulandari aus Indonesien schlug die Schottin Lisa Mcmullen mit 21:10 21:10.

Aus deutscher Sicht lief das Turnier bisher ebenfalls gut an. „Wir können nicht klagen“, zog Holger Hasse weiter Bilanz. Bei den Herren setzte sich der aktuelle Deutsche Jugendmeister Nicolaj Persson in drei Sätzen gegen Martin Campbell aus Schottland durch und auch Maximilian Bobeth überzeugte bei seinem Match gegen Kyrylo Leonov klar in zwei Sätzen.
Bei den Damen siegte die Deutsche Meisterin Lisa Heidenreich knapp in drei Sätzen gegen die Schwedin Ellinor Widh (21:15 12:21 21:19). „Ich hatte zwar Glück, aber am Ende zählt nur der Sieg“, erklärte sie erschöpft aber zufrieden.

Auf der Turnierwebsite gibt es weitere Berichte

(5.3.) Von St. Petersburg in die Welt - Der Russe Egerev hat noch einiges vor
(5.3.) Beobachtungen am Spielfeldrand: Anuradha – Mädchen aus Pune
(5.3.) Yonex engagiert sich bei den „German Juniors - Rachmat Hidajat
(5.3.) Im Porträt: Carla Nelte – Protokoll eines Spiels
(5.3.) „German Juniors“ – 45 Minuten bis Turnierbeginn


   

Morgen um neun geht es los im Sportforum Hohenschönhausen
U19-Weltelite ist zur Berliner Premiere der German Juniors angereist
(4.3.09)
Vier Tage lang ist Berlin das Zentrum der Weltelite des Badminton-Nachwuchses. Nicht weniger als 200 Sportlerinnen und Sportler unter 19 Jahren aus 28 Nationen haben gemeldet. Damit ist fast die gesamte Weltspitze des Badminton-Nachwuchssports in Berlin am Start. „Wir sind stolz, erstmalig Gastgeber für ein solches Top-Turnier zu sein. Es stärkt den Sportstandort Berlin und gibt dem Badmintonsport in dieser Stadt für die Zukunft sicher einen ordentlichen Schub“, verspricht sich Manfred Kehrberg vom Ausrichter SG Empor Brandenburger Tor.
Unter den Favoriten ist ein Portugiese
Bisher wurde das Turnier traditionell in Bottrop ausgerichtet. Zur Premiere in Berlin werden hochklassige wie spannende Matches erwartet. Bei den 89 gemeldeten Herren gilt der malaysische Nachwuchsstar Zulkamain Zainudddin, Wing Ki Wong aus Hongkong und der Portugiese Pedro Martins als Favoriten auf den Einzelsieg. Bei den Damen wird in den Einzelwettbewerben ein Dreikampf zwischen Tsz Ka Chan (Hongkong), Jing Yi Tee (Malaysia) und Tika Wulandari aus Indonesien erwartet. Doppelwettbewerbe und das Mixed stehen ebenfalls auf dem Programm.

Da fast alle Top-Athleten aus dem asiatischen Raum in Berlin antreten, ist das Turnier eine fast einzigartige Möglichkeit, die Weltmeister und Olympiasieger der Zukunft schon jetzt live bestaunen zu können. Die europäischen Spitzenspieler werden die „Yonex German Junior 2009“  vor allem dazu nutzen, um sich auf die U 19-Europameisterschaft vorzubereiten, die vom 3.-12. April in Mailand/Italien stattfindet.
Chancen für Lokalmatadorinnen Nelte & Burkert
Aus deutscher Sicht interessant wird bei den Herren der sportliche Auftritt von Nicolaj Persson und Richard Domke, bei den Damen der von Lisa Heidenreich sowie Alina Hammes. Der für die SG Empor Brandenburger Tor spielende deutsche Jugendmeisterin Carla Nelte wird in der Doppelkonkurrenz (gemeinsam mit Franziska Burkert) durchaus eine sportliche Überraschung bei diesem Weltklasse-Turnier zugetraut.
Schirmherr von Richthofen
Rund fünfzig ehrenamtliche Helfer und über zwanzig Schiedsrichter werden für einen professionellen wie atmosphärisch angenehmen Verlauf des Turniers sorgen. Schirmherr ist der Ehrenpräsident des Deutschen Olympischen Sportbundes Manfred von Richtofen. Als Hauptsponsor für das Turnier konnte die japanische Sportartikelfirma „Yonex“ gewonnen werden.
Donnerstag und Freitag freier Eintritt
Der Eintritt ist an den ersten beiden Tagen des Turniers frei. Das ist ein „Schnupperangebot“ des Ausrichters an alle badmintoninteressierten Berliner Schülerinnen und Schüler oder solche, die es noch werden wollen. Ihnen wird damit die Chance gegeben,  umsonst echtes, internationales Wettkampfflair zu genießen. Am Samstag, 7. März und Sonntag, 8. März, kostet das Tagesticket jeweils 8 Euro / 5  Euro (Schüler & Studenten). Das Kombiticket (Samstag und Sonntag) kostet 14 Euro / 8 Euro Schüler & Studenten).

   

Die Auslosungen sind da
(23.2.08) Gestern wurden die Auslosungen für die German Juniors U19 2009 veröffentlicht. Auch einigen unserer deutschen Teilnehmer wurden Setzplätze zuerkannt. 
HE: Nikolaj Persson 5/8, Richard Domke 9/16;
DE: Lisa Heidenreich 5/8;
DD: Franziska Burkert & Carla Nelte 5/8;
MX: Nikolaj Persson & Fabienne Deprez 5/8.
Hier gibt es eine Übersicht aller Gesetzten.
Auslosungen siehe oben.

         

Meldeliste geschlossen - Tickets gibt es im Internet
Spieler aus 26 Nationen kommen nach Berlin
(7.2.09) Für die vom 5. bis 8. März 2009 in Berlin stattfindenden German Juniors 2009 haben 192 Spieler/innen aus 27 Nationen gemeldet. Da das Turnier erstmalig in Berlin stattfindet, sind sowohl Veranstalter als auch Ausrichter mit diesem Meldeergebnis sehr zufrieden. Die Teilnehmerzahlen bewegen sich in etwa auf dem Niveau der Vorjahre, in denen das Turnier in Bottrop ausgetragen und dort schon zu einer festen Institution geworden war. Der Ausrichter, die SG EBT Berlin, will gleich im ersten Jahr nicht nur qualitativ sondern auch quantitativ an die guten Bottroper Traditionen anknüpfen.
Die Spieler/innen kommen aus folgenden Nationen: Australien, Österreich, Weißrussland, Bulgarien, Kanada, Tschechien, Dänemark, England, Estland, Frankreich, Hongkong, Indien, Philippinen, Indonesien, Korea, Luxemburg, Malaysia, Portugal, Russland, Schottland, Schweden, Niederlande, Ukraine, Finnland, Irland, Slowenien und Deutschland. Dies bedeutet, es sind hochklassige spiele zu erwarten.
Für Europäer letzter Test vor der Europameisterschaft
Mit 88 Meldungen ist das Herreneinzel am stärksten besetzt. Im Dameneinzel haben 63 Spielerinnen gemeldet. 45 Paarungen werden im Herrendoppel und 38 Paarungen im Damendoppel an den Start gehen. Das Mixed-Doppel werden 58 Paarungen bestreiten. Für die europäischen Cracks bietet das Turnier eine letzte Möglichkeit sich für die Europameisterschaft in Italien im April gut in Szene zu setzen. Die teilnehmenden asiatischen Badmintonnationen kommen traditionell gern nach Deutschland, um mit ihren hochklassigen Nachwuchsspielern erste internationale Erfahrungen in Europa zu sammeln.
Das EBT-Ausrichterteam um Abteilungschef Manfred Kehrberg verspricht: "Das Berliner Publikum darf sich auf vier Tage hochklassiges Badminton verbunden mit dem besonderen Flair eines internationalen Turniers freuen."
Tickets für die Endrunden am Samstag und Sonntag können über das Internet unter
www.german-juniors.de gebucht werden. Der Eintritt am Donnerstag und Freitag ist frei.

Titelheldin auf dem Ber-liner Veranstaltungsplakat ist U15-Spielerin Linda Näfe vom Ausrichterverein EBT Berlin.

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