WILSON German Juniors U19 2010

 

Vom 11. bis 14. März 2010 in Berlin, Große Halle des Sportforums, Weißenseer Weg 53.

Ausrichter: SG Empor Brandenburger Tor Berlin. Referee: Hans-Joachim Ontyd.

Turnierwebsite: www.german-juniors.de. Zum Ticket-Vorverkauf.

       

 

Zur Titelseite/main page German Juniors.
To Invitation englisch - Zur Ausschreibung deutsch.

    

Zu den Turniertableaus im HE - DE - HD - DD - MX. Zu den Tagesergebnissen. 

 

Der 16-jährige Däne Viktor Axelsen drang in die koreanische Phalanx ein

  

Halbfinale für Isabel Herttrich & Inken Wienefeld

  

Herreneinzel
Viktor Axelsen (DEN) - HA Young Woong (KOR) 21:8 21:15
KANG Ji Wook (KOR) - Rasmus Fladberg (DEN) 23:21 21:15
Fin.: Viktor Axelsen (DEN) - KANG Ji Wook (KOR) 21:11 21:13
Dameneinzel
CHOI Hye In (KOR) - PARK Ko Woon (KOR) 21:13 21:14
POON Lok Yan (HKG) - YANG Ran Sun (KOR) 22:20 21:18
Fin.: CHOI Hye In (KOR) - POON Lok Yan (HKG) 21:5 21:11
Herrendoppel
HF: CHOI Seung Il & KANG Ji Wook (KOR) - Morten Brødbæk & Nikolai Overgaard (DEN) 17:21 21:11 21:12
Kim Astrup & Rasmus Fladberg (DEN) - Christopher Coles & Matthew Nottingham (ENG) 21:17 21:16
Fin.: CHOI Seung Il & KANG Ji Wook (KOR) - Kim Astrup & Rasmus Fladberg (DEN) 21:12 21:17
Damendoppel
CHOI Hye In & LEE So Hee (KOR) - Isabel Herttrich & Inken Wienefeld (GER) 21:17 21:7
KIM Chan Mi & KO Eun Byul (KOR) - PARK So Young & SHIN Seung Chan (KOR) 22:20 21:19
Fin.: CHOI Hye In & LEE So Hee (KOR) - KIM Chan Mi & KO Eun Byul (KOR) 21:16 21:14 
Mixed
HF: KANG Ji Wook & CHOI Hye In (KOR)  - Matthew Nottingham & Alyssa Lim (ENG) 21:10 21:8
Emil Holst & Ditte Strunge Larsen (DEN) - Kim Astrup & Line Kjaersfeldt (DEN) 21:23 21:14 21:18
Fin.: KANG Ji Wook & CHOI Hye In (KOR) - Emil Holst & Ditte Strunge Larsen (DEN) 21:19 17:21 21:12.

Ihm wird eine große Zukunft vorhergesagt: Der 16-jährige Viktor Axelsen stand in diesem Jahr schon bei den Erwachsenen bei den Swedish International im Finale. Foto: T.V.

Finaltag
Namen zum Merken: KANG Ji Wook und CHOI Hye In standen jeweils dreimal im Finale
Von Peter Gütte
Als die Uhrzeiger der Berliner Sporthalle Hohenschönhausen auf 10 Uhr rutschen, schmetterten Trompeten die Ouvertüre zum finalen Akt der German Junior 2010. Diese Einstimmung galt besonders den Kontrahenten im Mixed: Ji Wook Kang & Hye In Choi und der dänischen Paarung Emil Holst & Ditte Strunge Larsen. Emil Holst ein paar Minuten vor dem Spiel: „Ich bin zuversichtlich. Aber zugegeben - auch ein wenig nervös!“
Diese Nervosität war auch spürbar, denn schnell gingen die Asiaten 12:6 in Führung. Wenngleich sich das dänische Paar noch bis 17:19 und 19:20 herankämpfte, der Satzverlust war nicht mehr zu vermeiden. Das koreanische Team in der Pause zum zweiten Satz nach den Siegaussichten befragt: „Wir gewinnen, das ist doch klar.“
Der zweite Satz jedoch mit verändertem Bild. Die Dänen plötzlich selbstbewusst. Bis 11:11 ein total ausgeglichenes Match und flirrende Hochspannung in der Arena. Wer immer auch gewinnen würde, eines war zu diesem Zeitpunkt klar: Hier wurde Badminton auf höchstem Niveau zelebriert. Die Dänen holen sich mit 21:17 Satz zwei.
Das Publikum begeistert. Eine Frau aus Pankow sieht die Dänen vorn: „Die schaffen das.“ Der zugehörige Mann sieht es allerdings ganz anders: „Nee nee, die Koreaner sind stärker!“ Das zeigt sich dann auch im dritten Satz, 15:5 ziehen die Koreaner davon. Diesen Vorsprung geben sie nicht mehr ab und gewinnen 21:12.
„Sie haben viel weniger Fehler gemacht als wir und dann dieses unwahrscheinlich hohe Tempo", so Emil Holst gleich nach dem Spiel, aber schon wieder mit kleinem Lächeln. "Da haben wir in den entscheidenden Momenten nicht immer mithalten können. Nein, nervös war ich dann nicht mehr.“
Hye In Chois Titel Nummer zwei
Für Hye In Choi war der Matchausgang im Mixed von vornherein klar: „Ich war sicher, dass wir gewinnen werden“, lacht sie. Dann entschuldigt sich die 17-Jährige, denn in wenigen Minuten steht sie erneut im Finale, im Dameneinzel. Ihre Gegnerin kommt aus Hongkong. Poon Lok Yan ist 17 Jahre alt und liebt Musik. Die schlanke, langbeinige Chinesin hat keinen guten Start, ihre Körpersprache verrät Nervosität. Das deutet auch das Ergebnis an: 5:21 im ersten Satz. Choi Hye In mit drückender Überlegenheit. Wenngleich die Chinesin im zweiten Satz versucht, das Spiel offen zu halten, ihre Möglichkeiten sind begrenzt. Die Koreanerin strahlt über ihren zweiten German-Junior-Erfolg.
Ausnahmetalent Axelsen wuchtig
Viktor Axelsen ist einer der Herreneinzel–Finalisten. 16 Jahre ist er alt, gilt als Ausnahmetalent und geht auf eine Sportschule in Odensee. „Das ist die viertgrößte Stadt Dänemarks“, klärt er uns auf. Training? „Ja, natürlich jeden Tag. Gleich ganz früh geht’s los und am Nachmittag auch noch. Dazwischen Schule und manchmal bleibt dann auch noch Zeit für meine Freunde!“ Nach seiner Zuversicht für das Finale befragt: „Ich habe gute Taktik und schnell bin ich auch. Ich bin guter Dinge.“  
Gegner von Viktor Axelsen ist Kang Ji Wook. Der hat bereits den Mixed-Erfolg in der Tasche. Axelsen bringt sofort sein wuchtiges Angriffsspiel und seine kolossale Reichweite zur Entfaltung und spielt den Koreaner unerwartet sicher aus. 21:11. Alles sah nach seinem Sieg aus. Und tatsächlich. Wenngleich der Koreaner im Zweiten besser ins Spiel kam, seine Künste reichten nicht, er verlor 13:21.
War diese Niederlage Folge des vorher gespielten Mixed, fehlten da einfach die Kräfte? „Ja, ich habe das schmerzhaft gespürt. Das Mixed war sehr anstrengend für mich, die Last auf meine Schultern extrem groß, und da fehlte es mir im Einzel an Kraft. Ich glaube, das war ausschlaggebend für den Ausgang.“ Und ein drittes Finale wartete noch auf den sympathischen Koreaner.
Im Damendoppel-Finale waren vier Koreanerinnen unter sich: Hye In Choi & So Hee Lee gegen Chan Mi Kim & Eun Byul Ko. Die vier Finalistinnen boten den Berliner Fans viele Feinheiten fernöstlicher Badmintonkunst. 21:14 und 21:16 gewannen Hye In Choi & So Hee Lee.
Gewürzter Schlusspunkt mit Fehlern
Das Herrendoppel Korea gegen Dänemark setzte schließlich den sportlich glanzvollen Schlusspunkt. Kim Astrup vorher nach denn Chancen befragt: „Ich denke, wir haben eine gute Chance gegen die Koreaner. Wir haben eine Menge Möglichkeiten und Varianten in unserem Spiel und schnell sind wir auch.“ Interessant die Frage, wie Kang Ji Wook seine zwei voran gegangenen Finals verkraftet hatte?
Anscheinend spurlos. In einem wundervollen Spiel, gewürzt mit allen Finessen kraftvollen Angriffsspiels und reaktionsschneller Verteidigung, entschieden die Koreaner das Finale mit 21:12 und 21:17 für sich, wobei ihnen die Dänen mit auffällig vielen Fehlern entgegen kamen.   
Turniermanager Kehrberg erfreut über Fortschritte in der Vermarktung
Die Finals sind gespielt, 2199 Bälle haben an vier Turniertagen ihre Federn lassen müssen. Was hat diesen Jahrgang besonders „schmackhaft“ gemacht, was wird 2011 möglicherweise anders sein?
Resümee und Blick voraus von Turniermanager Manfred Kehrberg: „Unsere 2010er Organisation und Infrastruktur haben sich bestens bewährt und werden so, oder vielleicht in leicht modifizierter Form, auch Grundlage für die German Junior 2011 sein. Besonders hat mich gefreut, dass wir 2010 Fortschritte mit der Vermarktung dieses Sportereignisses machen konnten. In diesem Zusammenhang großer Dank an Wilson und überhaupt an alle Helfer. Natürlich weiß ich, wie schwierig es ist, Badminton zu vermarkten. Aber ich denke, mit mancher guten Idee können wir da noch vieles besser machen. Was ich mir vor allem für 2011 wünsche, und wir werden in dieser Hinsicht alle Hebel in Bewegung setzen, dass noch mehr asiatische Nationen kommen. Ich meine damit besonders China, Malaysia, Indonesien und Indien. Wir müssen uns da besser abstimmen, damit deren nationale und internationale Spielpläne nicht mit unseren Terminen kollidieren."

Sa - Viertel- und Halbfinaltag
Deutsches Damendoppel riss Berliner von den Stühlen
Von Peter Gütte
Was jeder mutmaßte und zu wissen meinte, unterstrich ein Blick über die vier Viertelfinalcourts: Dominanz der asiatischen Spieler. Aber diese Annahme sollte sich als trügerische Momentaufnahme entpuppen.
Fabienne verlor Konzentration
Zunächst musste Fabienne Deprez gegen die Koreanerin Yang Ran Sun aufs Feld. Entstand zunächst der Eindruck, 6:6 im 1. Satz, es würde sich hier ein hauchdünnes Match entwickeln, so wurde man enttäuscht. Schnell machte die Koreanerin aus dem Gleichstand ein 11:6 und gewann schließlich 21:12. Stellte sich die Frage, ob Fabienne das Spiel im Zweiten noch herumreißen kann? Bei allem Mühen der deutschen Spielerin, die Koreanerin fand zumeist die besseren Antworten und gewannt 21:10. Was ist so stark an der asiatischen Spielweise? „Nun, sie machen total wenig Fehler und spielen ein atemberaubende Grundtempo, trainieren ja auch doppelt so viel wie wir“, kommentiert Fabienne unmittelbar nach dem Spiel. „Und ich habe dann Fehler gemacht, verlor meine Konzentration und fühlte mich so müde. Ja, schade!“
Auch kein Halbfinale für Mixed Holzer & Herttrich
Koreanische Vormacht auch beim Doppel Jessicas Fletcher & Alyssa Lim gegen So Young Park & Seung Chan Shin. Mit 21:11 und 21:16 ließen sie den Eng-länderinnen nicht die Spur einer Chance. „Sie machen einfach keine Fehler“, Fabienne kopfschüttelnd nach dem Match. „Und dann ihre Verteidigung, die ist kaum zu überwinden und auch im Angriff sind sie perfekt!“ 
Zu einem dänisch-deutschen Duell kam es beim Mixed: Astrup & Klaersen gegen Holzer & Herttrich. Die zeigen allerdings schon im ersten Satz Nervosität und geraten mit 11:3 schnell ins Hintertreffen. Beinahe fehlerfrei ziehen die Dänen ihr Spiel durch und machen permanent Druck: 21:12 und 21:11. Nach 20 Minuten war der deutsche Traum vom Halbfinale ausgeträumt.
Nicht so für Isabel Herttrich. Sie hatte immerhin noch eine Chance im Doppel. Würde sie sie mit Partnerin Inken Wienefeld nutzen können und den Sprung ins Halbfinale doch noch packen? Es wurde eine spannende Auseinandersetzung. Entschieden die deutschen Damen den ersten Satz nur knapp mit 21:19 für sich, so steigertenn sie sich im zweiten und lösen mit phantastischen 21:13 das ersehnte Ticket ins Halbfinale.  
Dänendoppel hob ab
Die sensationelle Wende bahnte sich an, als es zwischen Chun Hei Lee & Ka Long Ng und Morton Brodbaek & Nikolai Overgaard nach zwei Sätzen 1:1 stand. Werden Europäer Asiaten aus dem Rennen werfen? Tatsächlich. Die Dänen hoben ab und spielten die weit gereisten Gäste im dritten Satz förmlich an die Wand. Viel bejubelt das 21:11 und große Freude bei den Nordländern.
Beinahe gleichzeitig eine ähnliche Überraschung auf Court 2. Da besiegten in einem packenden Match die Dänen Astrup & Fladberg die Koreaner Young Wong Ha & Min Ki Kim mit 21:14 und 21:19.
Die großen asiatischen Festspiele fanden also im Viertelfinale nicht statt. Überraschend hatten sich ein englisches und zwei dänische Herrendoppel ins Halbfinale gespielt, desgleichen im Mixed. Und komplett machten den europäischen Erfolg die dänischen Einzelspieler Viktor Axelsen und Rasmus Fladberg und das deutsche Damendoppel.
Halbfinale: Axelsen entnervte Ha
Der dänische Ausnahmespieler Viktor Axelsen machte schon im ersten Satz gegen Ha Young Woong mit 21:8 sehr deutlich, wer Herr im Hause ist. Und dabei blieb es. Mit seiner kolossalen Reichweite, mit einzigartigen Reflexen und explosiven Angriffsbällen entnervte er den Koreaner. Für Badmintonfans ein echter Leckerbissen. 21:15, der erlösende Aufschrei und viel Beifall für Viktor. Einen zwangsläufig dänischen Erfolg gab es auch im rein dänischen Mixed - Halbfinale zwischen Emil Holst & Ditte Strunge Larsen und Kim Astrup & Line Kjaersfeldt. In diesem hochklassigen Dreisatzmatch hatten Holst & Larsen schließlich einen Platz im Finale. 
Deutscher Finalgedanke war zu kühn
Dann das mit Spannung erwartete Halbfinalmatch im Damendoppel: Die Koreanerinnen Hye In Choi & So Hee Lee gegen Isabel Herttrich & Inken Wienefeld. Unsere Damen im Endspiel, - was für ein kühner schöner Gedanke! Aber bereits der erste Satz ließ diesen Gedanken verblassen. Wenngleich Isabel und Inken ein gutes Spiel ablieferten - beim 17:21 7:21 hatten sie keinerlei Chance.
Höhepunkt des Abends war in jedem Falle die Herrendoppel Begegnung Brodbaek & Overgaard gegen die an eins gesetzten Koreaner Seung Il Choi & Ji Wook Kang. Während im ersten Satz die Dänen dominierten, drehten die Koreaner im zweiten Durchgang auf und das Spiel um: Nach 17:21 nun 21:11. Was wird der Dritte bringen? Keine europäische Überraschung mehr: 21:12 für die Koreaner.
"Damendoppel riss Berliner von den Stühlen"
Viertel– und Halbfinals der German Junior 2010 sind gespielt. War es der erwartete ganz normaler Tag... - oder?
„Nein für uns auf alle Fälle nicht, denn unser Damendoppel hat heute nicht nur mich begeistert, sondern auch die Berliner von den Stühlen gerissen“, so Bundesjugendtrainer Holger Hasse mit Blick auf den Tag. Und Dänemark? „Hat sich kolossal entwickelt und wir haben ja gesehen, wie sie gegen die Koreaner gegenhalten können. Die Koreaner sind nun mal eine Nummer für sich, ausgestattet mit allen Badmintontugenden. Aber ich glaube, wir haben es heute erlebt, Europa hat den Abstand ein wenig verringert.“

Die Viertelfinalergebnisse:

Dreimal waren Deutsche mit dabei

Herreneinzel
HA Young Woong (KOR) - Mattias Borg (SWE) 21:16 21:19
Viktor Axelsen (DEN) - LEE Chun Hei (HKG) 21:19 21:16
Rasmus Fladberg (DEN) - Flemming Quach (DEN) 11:21 21:9 21:19
KANG Ji Wook (KOR) - Emil Holst (DEN) 21:15 21:16  
Dameneinzel
CHOI Hye In (KOR) - LEE So Hee (KOR) 21:13 21:13
PARK Ko Woon (KOR) - Sarah Thomas (WAL) 21:15 22:20  
YANG Ran Sun (KOR) - Fabienne Deprez (GER) 21:12 21:10
POON Lok Yan (HKG) - KO Eun Byul (KOR) 21:16 21:19        
Herrendoppel
CHOI Seung Il & KANG Ji Wook (KOR) - Lucas Corvee & Joris Grosjean (FRA) 21:14 21:14
Morten Brødbæk & Nikolai Overgaard (DEN) - LEE Chun Hei & NG Ka Long (HKG) 18:21 24.22 21:10
Christopher Coles & Matthew Nottingham (ENG) - JIN Yong Hoon & KIM Dae Sun (KOR) 21:17 21:18
Kim Astrup & Rasmus Fladberg (DEN) - HA Young Woong & KIM Min Ki (KOR) 21:14 21:19 
Damendoppel
CHOI Hye In & LEE So Hee (KOR) - Özge Bayrak & Ebru Tunali (TUR) 21:8 21:10
Isabel Herttrich & Inken Wienefeld (GER) - Matilda Pedersen & Amanda Wallin (SWE) 21:19 21:13
KIM Chan Mi & KO Eun Byul (KOR) - Lene Clausen & Mette Poulsen (DEN) 21:13 21:12
PARK So Young & SHIN Seung Chan (KOR) - Jessica Fletcher & Alyssa Lim (ENG) 21:11 21:16
Mixed
KANG Ji Wook & CHOI Hye In (KOR)  - JIN Yong Hoon & KIM Chan Mi (KOR) 21:8 21:7
Matthew Nottingham & Alyssa Lim (ENG)  - LEE Hong Je & SHIN Seung Chan (KOR) 21:18 21:15
Kim Astrup & Line Kjaersfeldt (DEN) - Fabian Holzer & Isabel Herttrich (GER) 21:12 21:11
Emil Holst & Ditte Strunge Larsen (DEN) - Christopher Coles & Jessica Fletcher (ENG) 21:14 21:14.

DBV-Präsident kam am Tag der Achtelfinalspiele
Bundesjugendtrainer Hasse war ergriffen
Von Peter Gütte
Spannende Duelle, überraschende Spielausgänge, alte Rivalität zwischen Asien und Skandinavien, das war Tag zwei der German Junior 2010. Auch hochkarätige Gäste gehörten zum Bild dieses Spieltages - zum Beispiel DBV-Präsident Karl-Heinz Kerst. Für ihn sind die German Junior ein absolutes Highlight: „Mal abgesehen von den Weltmeisterschaft ist dieses Turnier eigentlich konkurrenzlos, professionell organisiert und bestens besetzt. Ich ziehe den Hut. Natürlich hängt der Erfolg letztlich immer von der Klasse der Spieler ab. Das ist die große Schwierigkeit - die Abhängigkeit von nationalen und internationalen Spielplänen. In diesem Jahr allerdings optimal gelöst. Ich sehe hier Spieler, die in ein, zwei Jahren garantiert international von sich reden machen werden. Und die will ich jetzt sehen..."
Auch Hauptsponsor Wilson hatte mit Thomas Schärer einen Abgesandten am Turnierort. Nach der Bedeutung dieses Turniers für Wilson befragt, antwortete er: „Es ist das größte und bedeutendste Jugendturnier Europas, phantastisch besetzt, perfekt organisiert und da wollen wir, Wilson als Hauptsponsor, natürlich dabei sein - dieses Jahr erstmalig. Wir haben schon immer gut mit EBT zusammengearbeitet und da war es nur logisch, auch bei diesem Turnier zu kooperieren. Und ehrgeizig wie wir sind, denken wir schon in Richtung 2011. Technisch ließe sich sicherlich noch mancherlei optimieren. Dennoch, EBT und Kehrberg machen wirklich einen tollen Job hier.“ 
Türkische Überraschung
Gleich zu Turnierbeginn kam es zu einem interessanten Mixed, Türkei gegen Hongkong. Wer hätte wohl mit einem so starken Auftritt des türkischen Duos Lale & Yigit gerechnet? Erst im dritten Satz fiel die Entscheidung, wobei sich die 15-jährige Neslihan Yigit als wahre Defensivkünstlerin entpuppte und mit atemberaubenden Reaktionen glänzte. Dennoch blieb die große Überraschung aus. 18:21 im dritten Satz. „Ja, jetzt bin ich einfach sehr traurig. Wir hätten gewinnen können, ja, hätten“, erklärte Neslihan.
Asiatische Undurchschaubarkeit
Keinerlei Probleme hatten die an eins gesetzten Koreaner Choi & Kang gegen Ewert & Teuber aus Deutschland. 21:11 21:8, eine klare Sache. Auch Förschner & Spengler hatten mit den Dänen Broadbaek & Overgaard eine schwere Aufgabe, zogen sich aber nach gutem Spiel mit 14:21 und 7:21 achtbar aus der Affäre. Francis Karge & Tobias Haffner hatten sich mit den starken Hongkong-Chinesen Chun Hei Lee & Ka Lon Ng auseinanderzusetzen. Wenngleich sie auch tapfer kämpften, das 17:21 und 11:21 war nicht zu verhindern. Tobias stöhnend und schwer atmend, nach dem letzten Ball: „Sie beherrschen eben alle Techniken und das bei einem Wahnsinnstempo.“ Partner Francis Karge sieht die Stärken des asiatischen Doppels noch aus anderem Blickwinkel: „Sie sind so gefährlich, weil man ihr Spiel nicht lesen, nicht durchschauen kann. Sie bewegen sich erst im letzten, wirklich im allerletzten Augenblick und dann ist es oft zu spät.“
Deutsche Erfolge
Aber der Turniertag zeigte auch verheißungsvolle Temperamente im deutschen Badmintonspiel. Zum Beispiel der Dreisatzsieg von Fabian Holzer & Isabel Herttrich gegen das französische Mixed Lucas Corvee & Audrey Fontaine. Als es in die Verlängerung ging, bewies das deutsche Paar Nerven und siegte 25:23. „Die beiden haben sich wirklich fabelhaft entwickelt und tragen mit ihrem Sieg zu einer guten Tagesbilanz bei", freute sich Bundesjugendtrainer Holger Hasse. "Ich freue mich sehr über diesen Erfolg. Und dann Fabienne Deprez, der Sieg über die Koreanerin Cha Mi Kim. Also, ich bin immer noch total ergriffen.“ Bleibt im Interesse aller deutschen Fans zu hoffen, dass Fabienne auch morgen Hochform zeigt im Viertelfinalmatch gegen eine weitere Koreanerin.
Hasse: „Wir sind ja froh, über jeden Europäer, der gegen die Koreaner standhält.“ Für den Bundesjugendtrainer ist der Däne Victor Axelsson so einer, ein Geheimtipp, weil er als absolutes Ausnahmetalent gilt. „Das muss man sich mal vorstellen, der ist erst 15 Jahre alt. Er könnte die Turnierüberraschung werden. Ich bin gespannt.“
Hoch zufrieden mit dem Verlauf des Tages war auch Turniermanager Manfred Kehrberg. „Alles lief perfekt ab, das sportliche Niveau war heute noch höher als gestern und besonders habe ich mich über die gute Stimmung in der Halle gefreut. Es war wohl der freie Eintritt, der viele Berliner Schüler heute hierher zum Turnier gelockt hat.“  

     

81 Spiele am Auftakttag  
EBT-Lokalmatadorin Meike Behrens im Doppel mit Tabea Sänger weiter
Von Peter Gütte
Etwa 860 Bälle sind in 81 Vorrundenspielen verspielt, womit Tag eins der German Juniors 2010 vorüber ist. War es ein gelungener Auftakt, ein Auftakt mit spannendem Sport und gelungener Organisation? „Ja, so kann man das schon sagen", erklärte Turniermanager Manfred Kehrberg in einem ersten Resümee. "Es war ein sportlich schöner Tag, die Atmosphäre war gut und es lief alles reibungslos ab. Besonders gefreut habe ich mich über den Sieg unseres Doppels Meike Behrens und Tabea Sänger. Was wollen wir mehr.“  
Wie erwartet, setzten sich die hoch favorisierten Spieler aus Asien durch. Ein Höhepunkt war die Begegnung zwischen Young Woong Ha & Ran Sun Yang (Korea) und Chun Hei Lee & Yik Kei Yeung (Hongkong). Nach sehenswertem Spiel und erbittertem Widerstand verloren die Chinesen knapp 16:21 und 19:21. Eindeutiger die Niederlage des deutschen Mixed Kämnitz & Volkmann. Mit 14:21 14:21 zogen sie gegen die Koreaner Min Ki Kim & Ko Woon Park den Kürzeren. Freude dagegen beim deutschen Mixed Domke & Hammes. Mit 21:12 und 21:10 warfen sie die Schweizer Kleiner & Frankhauser aus dem Turnier. Auch im Einzel konnte Richard Domke überzeugen. In zwei Sätzen schaltete er den Österreicher Benjamin Schlemmer aus. Groß waren die Erwartungen an Morten Daugaard-Hansen gegen den Dänen Rasmus Fladberg. Doch sie wurden enttäuscht. Mit aggressivem Spiel, 21:10 und 21:8, empfahl sich der Däne für die Endrunde.
Ein schweres Los hatte Moritz Freudenthaler mit dem Dänen Flemming Quach gezogen. Der Deutsche fand keine geeigneten spielerischen Mittel gegen die Angriffslust des Nordländers und unterlag klar mit 10:21 und 6:21.
Peter Lang verlor gegen den Isländer Gunnarsson in zwei Sätzen. „Er hat einfach alles zurückgebracht, ich hatte streckenweise keine Waffen gegen ihn“, so Lang enttäuscht nach dem Spiel. „Da war mehr drin. Nun muss ich auf Doppel und Mixed hoffen.“
Überraschend stark war der Türke Öztürk. In einem dramatischen Match gegen Jee Lee aus Korea hielt er die Partie im zweiten Satz lange Zeit offen, musste sich dann aber 18:21 geschlagen geben.
Hongkong gegen Korea begeisterte
Lautstark wurde es in der Halle, als sich Seung Li Choi (Korea) und Chung Hei Tam (Hongkong) gegenüberstanden. 1:1 stand es nach zwei Sätzen und klar war, hier standen sich zwei gleichwerte absolute Könner gegenüber - schnell, aggressiv und mit unglaublichen Reflexen ausgestattet. Umso spannender also die Frage, wer im dritten Satz die Oberhand behalten würde. Es war der Hongkong-Chinese. Mehr und mehr setzte er den Koreaner unter Druck und war schließlich mit 21:14 sicherer Sieger. Der Gewinner unmittelbar nach seinem Erfolg: „Ich fühlte mich im dritten Satz wieder besser und machte ständig Druck. Vielleicht hatte ich die bessere Kondition, vielleicht war auch mein variantenreicheres Spiel ausschlaggebend. Ich weiß nicht, jetzt bin ich nur glücklich.“ Hat sich mit Tam möglicherweise ein Anwärter auf den Einzelsieg präsentiert? Zu dieser Frage zeigt sich sich der Sieger bescheiden: „Das weiß ich nicht.“       
Bundesjugendtrainer Hasse sah mehr Licht
Von unseren Deutschen sind einige weiter, einige sind aber auch ausgeschieden. Schatten und Licht also aus deutscher Sicht? Dazu Bundesjugendtrainer Holger Hasse: „Ja, das stimmt schon, aber ich betone mehr Licht. Wir befinden uns gerade in einem Generationswechsel. Wir müssen neue junge Spieler aufbauen, sie faktisch nachziehen und dies besonders mit Blick auf die Europameisterschaften im nächsten Jahr. Deshalb sind die German Junior eine wichtige Zwischenstation für uns, oder sagen wir, eine Momentaufnahme unseres derzeitigen Leistungsniveaus. Und da habe ich heute schon, um im Bild zu bleiben, mehr Licht als Schatten gesehen.“

Wilson German Junior 2010 starten heute
Donnerstag und Freitag ist der Eintritt frei
Von Peter Gütte
Die Courts sind seit gestern aufgebaut, die angereisten Teams konnten noch ein Training absolvieren. Die Internationalen Deutschen Jugendmeisterschaften 2010 können heute pünktlich um 10 Uhr beginnen.
Insgesamt kämpfen 150 der besten Jugendlichen aus 18 Ländern der Welt um den Titel des Internationalen Deutschen Meisters. Mit dabei sind alle europäischen Top–Nationen und aus Asien die favorisierten Koreaner sowie Hongkong-Chinesen.
Mehr als 40 ehrenamtliche Helfer vom ausrichtenden Verein SG EBT Berlin haben die Große Halle des Sportforums in Hohenschönhausen in eine internationalen Ansprüchen gerecht werdende Badmintonarena umgebaut. „Es ist angerichtet“, sagt Turniermanager Manfred Kehrberg. „Jetzt freuen wir uns auf vier Tage hochklassiges Badminton.“
Für die Vorrundenspiele am Donnerstag (ab 10 Uhr) und Freitag (ab 10 Uhr) ist der Eintritt frei. Die Viertel- und Halbfinalspiele laufen am Samstag ab 12 Uhr. Die Finals folgen am Sonntag ab 10 Uhr. Eintrittskarten für Samstag und Sonntag sind noch an der Tageskasse erhältlich.

Auslosung veröffentlicht
Dreimal gab es für unsere deutschen Starter Setzplatz 3/4
(26.2.10) Bei der gestern veröffentlichten Auslosung der WILSON German Juniors wurden Aktive aus insgesamt 18 Nationen auf die Felder verteilt: Korea, Hongkong, Dänemark, England, Schweden, Norwegen, Ukraine, Tschechien, Island, Finnland, Österreich, Türkei, Schweiz, Luxemburg, Wales, Schottland, Frankreich und Deutschland. Eine Qualifikation wird nicht gespielt. Das größte Feld gibt es im Herreneinzel mit 70 Startern.
Fabienne Deprez im Dameneinzel, Inken Wienefeld & Isabel Herttrich im Damendoppel und Max Schwenger & Isabel Herttrich im Mixed erhielten jeweils Setzplatz 3/4. Darüber hinaus wurden Richard Domke und Max Schwenger im Herreneinzel an 9/16 gesetzt.
Das Turnier ist das letzte Wertungsturnier für die Erstellung der Setzlisten für die europäische Qualifikation zu den 1. Olympischen Jugendspielen, die vom 19. bis 21. März in Svendborg ausgetragen wird.
Los geht es in Berlin am Donnerstag, den 11. März um 10 Uhr mit Herreneinzel und Mixed.

                      

Das diesjährige Veranstaltungsplakat zeigt Dänen-Star Jonas Rasmussen
Manfred Freiherr von Richthofen hat Schirmherrschaft übernommen
(10.2.10) Ausrichter EBT Berlin hat das diesjährige Veranstaltungsplakat für die vom 11. bis 14. März 2010 im Sportforum Berlin stattfindenden Wilson German Junior U19 2010 verschickt. Es zeigt den dänischen Doppelspezialisten Jonas Rasmussen, einen der Stars, die bei der Sportartikelfirma unter Vertrag sind.
Außerdem wurde bekannt gegeben, dass der Ehrenpräsident des Deutschen Olympischen Sportbundes Manfred Freiherr von Richthofen die Schirmherrschaft übernommen habe.
In seinem Grußwort zeigt sich Manfred von Richthofen überzeugt davon, dass die SG Empor Brandenburger Tor für die Großveranstaltung gut gerüstet ist. Anerkennend äußert sich von Richthofen über die Pflege des Badmintonsports durch die SG EBT Berlin: „Ihre Präsenz in der Bundesliga und ihre Nachwuchsarbeit sind dafür ein deutliches Zeichen.“
Gleichzeitig outet er sich als Badmintonfan: „Ich freue mich stets, als Gast Badminton-Veranstaltungen beiwohnen zu können, weil es nur wenige Sportarten gibt, die eine derartige Spannung vermitteln.“

Jonas Rasmussen, der dänische Top-Star des neuen Berliner Titelsponsors WILSON, ziert das diesjährige Veranstaltungsplakat.

© 2004 Deutscher Badminton-Verband e.V.